Hannah Tunnicliffe

Der Geschmack von Salz und Honig

Der Geschmack von Salz und Honig Blick ins Buch

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Wenige Tage vor der Hochzeit stirbt Francescas große Liebe Alex bei einem Unfall. Kurz darauf erfährt sie, dass ihr vermeintlich perfekter Verlobter Geheimnisse vor ihr hatte. Am Boden zerstört, flüchtet sie in eine kleine Holzhütte in den Wäldern von Washington. Hier kann sie den Duft der Pinienbäume und des nahen Ozeans genießen und den Weg zurück ins Leben finden. Dabei helfen ihr ihre Nachbarn, die sie herzlich in ihrer Mitte aufnehmen. Und vor allem Jack, der sich zusammen mit seiner Tochter Huia in Francescas Herz schleicht.

Nette, mehr aber leider auch nicht!

Von: bookish-heart-dreams Datum: 16. May 2016

Ich habe diesen Roman als Rezensionsexemplar erhalten, worüber ich mich ziemlich gefreut habe, da der Klappentext einen interessanten Roman rund um die Themen Verlust, Trauer und Geheimnisse verspricht. Ich muss allerdings gestehen, dass bei mir ein wenig die Ernüchterung kam, als ich anfing zu lesen. Ich wurde zum Einen mit Francesca nicht so ganz warm, zum Anderen waren mir die Nebenfiguren teilweise ein wenig zu skurril. Generell ist dies ein schöner Roman, dessen Potential die Autorin allerdings leider nicht vollends ausnutzt. Meiner Meinung nach verwendet Hannah Tunnicliffe einfach viel zu viel Energie, um die Familienverhältnisse rund um Francesca zu erzählen. Man hat ziemlich schnell verstanden, dass in dieser Familie ein enger Zusammenhalt herrscht und man die Dinge dort auf ihre eigene Art macht. Hier hätte ich mir gewünscht, dass sie noch stärker darauf eingeht, warum Alex Eltern Francesca so richtig ablehnen. Natürlich wird ein Grund herausgearbeitet. Allerdings war mir dieser nicht Anlass genug, um scheinbar nach dessen Tod nur noch Verachtung für sie zu empfinden. Francescas innere Auseinandersetzung mit Alex Tod fand ich hingegen sehr gut. Sie ist generell eine ziemlich willensstarke Frau, die weiß, was sie will. Daher nimmt sie auch die Hütte in Beschlag und ist nicht bereit sie zu verlassen, als sie dazu gezwungen wird. Die Hütte ist ihre Verbindung zu Alex, da er dort viele Sommer verbracht hat. Dort fühlt sie sich ihm nahe. Unterstützung erhält sie dabei vor allem von den Nachbarn, die alle ein ziemlich eigensinniges Leben führen. Beim Lesen wurde zumindest bei mir ein wenig das Gefühl vermittelt, als handele es sich allesamt um Aussteiger, die ein Leben abseits der Normen führen wollen. Theoretisch ist dies ja auch nicht schlecht. Aber eine "normale" Figur als Ausgleich hätte ich sinniger gefunden. Die Figuren sind generell interessant gestaltet und man sich leicht in sie hineindenken. Dadurch erlangt man verschiedene Sichtweisen, die die Geschehnisse und Alex Geheimnis, welches nach und nach aufgedeckt wird, beleuchten. Lediglich mit der kleinen Huia hatte ich starke Probleme. Sie benimmt sich zum Einen so gar nicht altersentsprechend, und kam zum Anderen bei mir einfach nur anstrengend und nervig an. Das Süße, dass alle in ihr sehen, konnte ich so gar nicht in ihr entdecken. Mein Fazit lautet daher: Nett, mehr aber leider auch nicht! So wirklich packen konnte mich Francesca und ihre Auszeit in der Hütte nicht gerade. Für mich ist der Roman leider nur durchschnittlich. Man kann ihn lesen, muss man aber nicht unbedingt. Daher bekommt der Roman von mir solide 3 (von 5) Punkte.

Feinfühlige Erzählung über Trauer, Vertrauen und Familienzusammenhalt

Von: Layla Datum: 21. April 2016

Von Hannah Tunnicliffe hab ich vor einigen Jahren "Der Duft von Tee" gelesen. Der Plot war okay, aber die Gefühlswelt der Protagonistin blieb mir fern und erreichte mich nicht. Deshalb war ich unsicher, ob mir ihr neuer Roman gefällt. Doch wenn ich bei einer Lektüre kaum Zeit finde um Notizen zu machen, heisst das, dass mich die Geschichte gefesselt hat. Francesca Caputo haut von der Beerdigung ihres Fast-Ehemannes ab, weil sie die Verwandtschaft und die Trauer kaum aushält. Sie findet sich in der Hütte wieder, die Alex von seinem Grossvater vererbt wurde. Einige Male waren Alex und Francesca zusammen hier - er liebte die Hütte sehr und so hofft Francesca hier ihren Rückzugsort zu finden, an dem sie in Ruhe trauern kann. Sie wird allerdings ziemlich schnell gestört. Nicht nur von ihrer temperamentvollen italienischen Familie. Alsbald kommt es zum Showdown. Warum liebte Alex das Meer so viel mehr als Frankie? Dann wäre er sicher nicht zum Surfen gefahren und der Unfall wäre nie passiert und Frankie stünde bald vor dem Traualtar und die Flitterwochen lägen noch vor ihnen. Alles erinnert Frankie an Alex. Gegenstände aus der Hütte, Pflanzen, ein Lied aus dem Radio, das Schwimmen im Meer. Praktisch überall und aus heiterem Himmel dringen schöne Erinnerungsfetzen in ihren Kopf. Irgendwann dringen auch andere Erinnerungen zu ihr durch und sie stellt fest, dass in ihrer Beziehung doch nicht alles so rosarot war, wie Frankie in der ersten Trauer meint. Doch erst nach und nach lässt sie andere Menschen wieder an sich heran und sie sieht alles realistischer. Daniel, der Bruder von Alex, sowie Nachbarn wie Merriem und Huia, die Tochter des Verwalters Jack helfen Frankie dabei. Ihre italienische Familie will sie von Anfang an umsorgen. Besonders ihre Schwester Bella möchte mit ihr reden, doch Fankie ist aus irgendeinem Grund, den der Leser erst spät erfährt, wütend auf Bella. Die jedoch gibt nicht auf und bleibt hartnäckig. Die Charaktere sind vielschichtig und unterschiedlich, aber glaubwürdig dargestellt. Die italienische Tante, deren Filius der sich viel erlauben kann ohne mit Sanktionen zu rechnen. Eine mehrbessere und hartherzige Schwiegermutter, die ihrer Familie das Leben vermiest. Nachbarin Merriem, die ihren Garten liebt. Verwalter Jack, der einen aussergewöhnlichen Beruf hat. Das Mädchen Huia, das fast alle Pflanzen und Tiere der Umgebung kennt. Nur Bella bleibt ein wenig blass, ihre Geschichte bliebt im Hintergrund und nimmt Frankie nichts weg. Auch bei Daniel scheint es, als ob er immer im Schatten von Alex stand. Die kleine Hütte ist irgendwo zwischen Seattle und Vancouver angesiedelt. Eine ruhige Idylle, die das aufgewühlte Innenleben von Frankie ausgleicht. Mich beeindruckte die Figur von Frankie. Sie erinnert an einen Schmetterling: Das sich Einpuppen in den Verlust und den Schmerz ihres Geliebten, das Entpuppen und sich öffnen, für das, was wirklich war und jetzt ist. Das Buch ist aus der Ich-Perspektive, also aus Frankies Sicht aus, geschrieben und liest sich schnell und flüssig. Am Ende jedes Kapitels steht ein Rezept, welches etwas mit dem Kapitel zu tun hatte. Nicht umsonst haben wir es mit einer italienischen Sippe zu tun und man weiss: gutes Essen gehört einfach dazu. Essen hilft, tröstet und erinnert. Honig ist süss, so auch viele schöne Erinnerungen. Salzige Tränen hat Frankie einige vergossen, aber beide Geschmacksrichtungen gehören zum Leben dazu - so deute ich den Titel des Buches. Das sehr schöne und stilvolle Cover passt an sich besser an die Wand in meinem Esszimmer als zum Inhalt, trotzdem finde ich es stimmig. Hannah Tunnicliffe hat mich mit mit ihrem neuen Roman positiv überrascht, denn wie schon erwähnt fand ich "Der Duft von Tee" nicht überragend. Doch in "Der Gschmack von Salz und Honig" erzählt die Autorin ausdrucksvoll, sanft und feinfühlig von Liebe, Trauer, Vertrauen, Verlust und Familienzusammenhalt. Fazit: Eine grossartige, feinfühlige Erzählung über das Trauern, Trauerbewältigung und zu sich selbst finden. 4.5 Punkte.

[Rezension] „Der Geschmack von Salz und Honig“

Von: Ninespo Datum: 12. June 2017

„Der Geschmack von Salz und Honig“ in drei Worten? Schmackhaft, bewegend, emotional. Cover & Gestaltung von „Der Geschmack von Salz und Honig“? Das Cover von „Der Geschmack von Salz und Honig“ ist so unheimlich atmosphärisch, dass ich direkt davon begeistert war. Die Blau- und Gelbtöne, die einander gegenseitig zum Strahlen bringen, das hübsche und ansprechende Cover mit Zitronen und Blaubeeren, all das passt gut zum Inhalt des Buchs (indem es oft um Essen geht). Die Kapitel werden durch unregelmäßig eingeschobene Rezepte aufgelockert, die mir persönlich sehr gut gefallen haben, da sie alle der italienischen Küche entstammen. Worum geht’s in „Der Geschmack von Salz und Honig“? Frankies Verlobter Alex verstirbt wenige Tage vor der Hochzeit. Außerdem entdeckt Frankie Dinge, von denen sie nie dachte, dass sie möglich sein könnten und beginnt alles zu hinterfragen. Der Leser begleitet Frankie auf ihrem Weg zurück ins Leben, bei dem ihre italienische Familie, viel Essen und tolle Figuren eine wichtige Rolle spielen. Der Schreibstil von Hannah Tunnicliffe? Hannah Tunnicliffe hat einen ruhigen und dennoch bewegenden Schreibstil. Obwohl ihr Schreibstil sehr zurückhaltend und neutral ist, schafft sie es dennoch sehr bewegend die Gefühle ihrer Figuren – allen voran Frankies – zu schildern. „Der Geschmack von Salz und Honig“ war eine wundervolle Abwechslung, da Hannah Tunnicliffe in der dritten Person erzählt ohne Wissen vorwegzunehmen oder in andere Figuren überzublenden. Das Figurenpersonal in „Der Geschmack von Salz und Honig“? In „Der Geschmack von Salz und Honig“ gibt es ein sehr großes Figurenpersonal, was nicht zuletzt an Frankies Herkunft liegt. Als Spross einer italienischen Familie hat man eben viel Verwandtschaft, die auch vorgestellt und einbezogen wird, aber glücklicherweise eine Nebenrolle spielt. Ihre laute, lebensfrohe, dickköpfige und (lebens-)hungrige Familie ist aber dennoch immer dabei und von besonderer Bedeutung. Im Zentrum der Handlung stehen Frankie, ihr toter Verlobter Alex und Frankies Schwester Bella, zudem Jack, seine Tochter Huia und Merriem. Frankie ist eine ruhige und durchschnittliche Frau, die mit ihrem Leben zufrieden war. Alex war mir von Beginn an ein wenig unsympathisch und schaffte es auch im weiteren Verlauf nicht, mich vom Gegenteil zu überzeugen. Bella hingegen konnte ich direkt in mein Herz schließen, genau wie Jack, Huia und Merriem. Die vier Figuren sind so liebevoll, positiv und motivierend. Die Figuren, die eine tragende Rolle haben, sind gut ausgearbeitet und konstruiert, die Nebenfiguren sind kräftig genug gezeichnet, um sie wahrzunehmen, ohne sich in den Vordergrund zu drücken. Positives zu „Der Geschmack von Salz und Honig“? Mir hat das Tempo des Romans gefallen. Es ist kein schnelllebiger oder spannender Roman. Auch die schlimme Wendung kann man sich bereits nach wenigen Seiten gut ausmalen. Dennoch habe ich das Buch genossen, mich dabei entspannt und ein wenig über die Dinge nachgedacht, die innerhalb der Handlung angesprochen werden. Der unaufgeregte Schreibstil ist sehr angenehm, zudem waren die Darstellungen von Familienbanden und sozialen Gefügen sehr realistisch. Ich hatte das Gefühl, der Geschichte einer Freundin zu lauschen. Empfehlung zu „Der Geschmack von Salz und Honig“? „Der Geschmack von Salz und Honig“ ist ein trauriger und dennoch lebensbejahender Roman. Es geht um eine junge Frau, die ihren Weg zurück ins Leben findet und diesen für sich definiert. Ein besonderer Roman für ruhige und besonnene Lesestunden. Ich danke dem Diana Verlag und dem Randomhouse Bloggerportal herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von „Der Geschmack von Salz und Honig“.

Lichtenberg

Von: Eva Datum: 05. December 2016

Leider hat mich das Buch überhaupt nicht gepackt. Die Geschichte hat man so in dieser Form schon etliche Male gelesen und es gibt keine überaschenden Wendungen. Die Hauptfigur wirkt zunächst sympathisch und man hat ein gewisses Mitgefühl´, mit der Zeit wird diese jedoch nervig und unglaubwürdig. In das Buch fließen Rezepte mit ein, welche während der Handlung eine Rolle spielen. Allerdings will sich dies nicht richtig ins Konzept des Buches passen.

Eine fesselnde und berührende Geschichte

Von: Sabana Datum: 01. October 2016

Zu erst möchte ich mich bei der Verlagsgruppe Random House GmbH bedanken, die mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. ♥Schreibstil Die Autorin hat einen sehr flüssigen in sich stimmigen Schreibstil. Sie hat ein Händchen für die einzelnen Stimmungen und auch sonst liest sich das Buch sehr angenehm. ♥Meine Meinung Zuerst einmal wollte ich dem Buch eine Chance geben, denn das Cover ist ansprechend sommerlich und passte in meine Urlaubsstimmung. Der Klappentext eher weniger, da er mit einem Tod anfing. Die Hauptcharaktere hat ihren Partner verloren. Tja hört sich nicht nach Sommerromanze an. Wer die sucht ist hier fehl am Platz. Das Buch spiegelt keine Klischees wieder und daher kommt es immer wieder zu überraschenden Wendungen, die die Autorin wundervoll verpackt. Nun verstehe ich auch den Titel. Er sagt einfach alles. Wollt ihr es auch verstehen, kauft euch dieses Buch. Ich persönlich werde bestimmt noch lange darüber nachdenken, denn es ist eins dieser Bücher, die einem nicht so schnell aus dem Kopf gehen. Was ich persönlich auch außergewöhnlich bei dem Buch finde, ist die Art und Weise. Frankie kommt ursprünglich aus Italien und hat eine große Familie. Auch hier gibt es noch ungelöste Probleme, die alle durch den Tod ihres Verlobten ans Licht kommen und als wenn das nicht schon genug ist, gibt es auch noch die Familie des Toten. Aber wie die Autorin das meistert ist wunderbar. Natürlich spielt auch das Essen und die Gastfreundschaft eine große Rolle und aufgrund eines kleinen Spoilers, kann ich euch verraten, dass ich das Buch noch öfters in die Hand nehmen werde. Es befinden sich nämlich noch tolle italienische Rezepte darin, die passend zum Gericht, welches am Rande auftaucht. Schon das macht das Buch so einzigartig. Ein heikles Thema perfekt umgesetzt. ♥Fazit Absolut zu empfehlen, denn es wird hier auf eine Art und Weise Trauer aufgearbeitet, wie es schöner nicht sein könnte. Ein Buch mit Herz, welches man immer wieder gerne zur Hand nimmt und nicht nur wegen der Rezepte *smile*

Rezension - "Der Geschmack von Salz und Honig" - Hannah Tunnicliffle

Von: Jessica - Buchblögchen Datum: 22. September 2016

🍯🌼🍋 » REZENSION « 🍋🌼🍯 "Der Geschmack von Salz und Honig" von Hannah Tunnicliffle Inhaltsangabe: Süß wie die Liebe, salzig wie das Meer – so schmeckt das Leben... Wenige Tage vor der Hochzeit stirbt Francescas große Liebe Alex bei einem Unfall. Kurz darauf erfährt sie, dass ihr vermeintlich perfekter Verlobter Geheimnisse vor ihr hatte. Am Boden zerstört, flüchtet sie in eine kleine Holzhütte in den Wäldern von Washington. Hier kann sie den Duft der Pinienbäume und des nahen Ozeans genießen und den Weg zurück ins Leben finden. Dabei helfen ihr ihre Nachbarn, die sie herzlich in ihrer Mitte aufnehmen. Und vor allem Jack, der sich zusammen mit seiner Tochter Huia in Francescas Herz schleicht. Rezension: Also erstmal passt der Titel wirklich gut zum Buch. Und zum Leben. Es gibt Tage da schmeckt das Leben wie ein voller Löffel Salz im Mund - einfach schrecklich - und an anderen, wie wenn man Honig schleckt - einfach wunderbar. Beim Lesen des Klappentextes hatte ich direkt eine tiefe Lovestory erwartet a là "Verlobter tot = Frau traurig, sucht Zuflucht und lernt netten Mann kennen, große Gefühle = Happy End" Die einzigen Gefühle die für mich im ganzen Buch aufkamen, waren auf den letzten vier, fünf Seiten. Wobei das Wort "Gefühl" dafür fast schon einer Übertreibung gleicht. Für mich persönlich eindeutig zu spät. Die Romantik kam das ganze Buch über einfach zu kurz. Die Story kam generell nur sehr schleppend voran. Es glich mir einfach eher einer Erzählung, wie eine Frau dessen große Liebe gestorben ist, versucht ihr Leben weiterzuleben. Es hat einfach an Spannung gefehlt. Zwischendurch wurde das ganze mit lecker klingenden italienischen Rezepten aufgeheitert. Ein paar davon möchte ich gerne mal ausprobieren. Fazit: "Der Geschmack von Salz und Honig" ist ein leichter Roman für zwischendurch, aber ohne besondere Momente oder große Gefühle. Die Autorin kam an sich mit einer schönen Grundidee daher, welche man aber mit ein paar Kleinigkeiten viel schöner hätte rüberbringen können. Wirklich schade.

Süß trifft salzig

Von: Judith Koch Datum: 11. September 2016

Ich habe dieses Buch glücklicherweise zum Weltbuchtag 2016 gewonnen. Ganz unbedarft habe ich mich ans Lesen gemacht und war sofort in der Geschichte drinnen. Francesca, die völlig verzweifelt und tieftraurig auf der Trauerfeier ihres Verlobten Alex war. Als ihr das alles zu viel wurde und sie es nicht länger ertragen konnte, flüchtet sie an den einzigen Ort, wo sie glaubt Ruhe zu finden. Der Ort, den sie mit Alex auf eine andere Weise verbindet, als ihr Zuhause, wo Alex' Sachen noch alle waren. Eine Hütte, mitten im Wald und dennoch am Meer. Die Hütte, die schon seit Jahren im Besitz der Familie von Alex ist. Alex liebte es, dort zu sein, er liebte das Surfen und somit das Meer. Das Meer, was ihn am Ende auch genommen hat. Viel zu früh! Lange hält die Ruhe aber nicht an. Da gibt es ihre nervige "eigentlich" verschollene Schwester, den Bruder von Alex und ihren Papa mit der ganzen italienischen Sippschaft im Schlepptau. Außerdem lernt sie dort auch noch den "Aufpasser" der Hütte und dessen drollige Tochter kennen, ebenso wie Merriem mit ihrem kleinen Gemüsegarten. Alle machen sich große Sorgen um sie, aber sie kann schlecht Hilfe annehmen und wäre lieber allein. Eines Tages lernt sie auch noch Summer kennen, die scheinbar ein Geheimnis hat, das Francesca noch mal zusätzlich den Boden unter den Füßen wegzieht. Die Geschichte ist absolut vorhersehbar und trotz, dass man ahnt, was alles noch kommt, hat die Geschichte mich in ihren Bann gezogen. Ich war erstaunt, als ich andere Rezensionen gelesen habe, dass es nicht nur mir so ging. Dieses Buch hat eine so beruhigende Wirkung, die man schlecht beschreiben kann. Irgendwie wie ein Mandala. Ich glaube, dass liegt daran, dass alles so wunderschön beschrieben ist. Die Landschaft, die Gerüche und Düfte vom Wald und Meer. Die Beschreibungen vom Essen, wie es schmeckt und riecht, sodass man es fast wirklich schon gerochen hat. Und dann dieser herrliche, italienische Flair. Es war einfach nur schön, dieses Buch zu lesen. Besonders gut gefallen haben mir auch die Rezepte, zu den Gerichten, aus dem Buch, die direkt im Anschluss des jeweiligen Kapitels kamen. Zwei davon, werde ich definitiv ausprobieren und vielleicht träume ich mich dann zurück in die kleine Hütte, mitten im Wald und dennoch am Meer. Mille grazie Hannah Tunnicliffe

Seichte Liebesgeschichte ohne große Spannung

Von: Petra Donatz Datum: 09. September 2016

Klappentext Süß wie die Liebe, salzig wie das Meer – so schmeckt das Leben Wenige Tage vor der Hochzeit stirbt Francescas große Liebe Alex bei einem Unfall. Kurz darauf erfährt sie, dass ihr vermeintlich perfekter Verlobter Geheimnisse vor ihr hatte. Am Boden zerstört, flüchtet sie in eine kleine Holzhütte in den Wäldern von Washington. Hier kann sie den Duft der Pinienbäume und des nahen Ozeans genießen und den Weg zurück ins Leben finden. Dabei helfen ihr ihre Nachbarn, die sie herzlich in ihrer Mitte aufnehmen. Und vor allem Jack, der sich zusammen mit seiner Tochter Huia in Francescas Herz schleicht. Die Autorin Hannah Tunnicliffe wurde in Neuseeland geboren. Sie studierte Sozialwissenschaften und lebte danach in Australien, England, Macao und Kanada. Sie arbeitete zunächst in der Personalwirtschaft und als Karriere-Coach und wandte sich dann ihrem Traum, dem Schreiben, zu. Mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern lebt sie heute in Sydney, Australien. Meine Meinung Story In diesem Buch lernen wir die Italienerin Francesca, die kurz vor der Hochzeit ihren Verlobten Alex zu Grabe tragen muss. Als Leser steigt man genau bei der Beerdigung in die Story ein. Die Autorin hat quasi das Pferd von hinten aufgezäumt, denn man nimmt nun in Rückblicken an dem Leben der beiden teil. Francesca flieht auf der Beerdigung und zieht sich in die alte Waldhütte von Alex Familie zurück. Dort verarbeitet sie ihre Trauer und lernt, wieder andere Menschen in ihr Leben zu lassen, ihnen zu vertrauen und ein neues Leben zu beginnen. Sie deckt Geheimnisse über Alex auf, die sie immer wieder aufs neue verletzten und die Alex in ein vollkommen anderes Licht setzen. Ich muss gestehen, das die Handlung etwas schleppend daherkommt. Mir fehlte der Spannungsbogen. Wer seichte Liebesgeschichten mag, die ohne große Spannung auskommen, ist hier genau richtig. Schreibstil Das Buch lässt sich eigentlich flüssig lesen, auch wenn ich ein wenig gebraucht habe, da die Autorin sehr ausschweifen und teilweise sehr überladen schreibt. Was mir sehr gut gefallen hat, waren die tollen italienischen Rezepte zu Beginn eines Kapitels, tolle Idee, die das Buch aufgewertet hat. Charaktere Man lernt neben Francesca noch andere Charaktere kennen, wie z.B. die Schwester Bella, das schwarze Schaf der Familie. Francescas Vater, der seine Töchter über alles liebt. Die Familie von Alex, die nach dessen Tod nicht gut auf sie zu sprechen sind, aber leider konnte ich mich in keine der Charaktere hineinversetzen. Sie blieben mir einfach zu blass. Mein Fazit Ein Buch über Verlust, Trauer und einen Neuanfang. Wer seichte Liebesgeschichten mag, in denen keine große Spannung aufkommt, ist hier genau richtig. Der Schreibstil ist mir etwas zu ausschweifend und die Charaktere sind teilweise zu blass geblieben (zumindest für mich). Ich vergebe gute drei von fünf Leseratten/Sternen und eine eingeschränkte Leseempfehlung. Wenn ihr neugierig geworden seid, macht euch selber ein Bild.

Eine fesselnde und gefühlvolle Story

Von: Bücherhummel Vici Datum: 23. August 2016

Inhalt: Achtung Spoiler: Kurz bevor Frankie und Alex heiraten wollten, stirbt Alex und das Leben von Frankie bricht auseinander. Sie begibt sich in eine abseits gelegene Hütte im Wald, um Alex noch ein Stück näher zu sein und zu Trauern. Aber einfach nur Trauern kann sie nicht, denn da sind noch die Nachbarn, die sich liebenswert um sie kümmern und sie langsam zurück in die reale Welt befördern. Und zum großen Schreck taucht dann auch noch ihre Schwester auf, mit der sie seit Jahren nicht mehr geredet hat. Als ich dieses Buch gesehen habe, habe ich mich gleich in das Cover verliebt. Das Bild sieht sehr schön aus, allerdings fand ich, dass es nicht ganz so zu dem Titel gepasst hat. Ich hätte lieber Salz und Honig genommen und nicht Zitronen. Aber an sich fand ich den Titel und das Cover unabhängig voneinander sehr ansprechend. Am Anfang habe ich allerdings ein paar Schwierigkeiten gehabt in die Story zu gelangen. Aber am Ende hat es sich sehr gelohnt es zu lesen. Die Autorin hat eine leicht zu lesende Geschichte geschrieben, in der es um Verlust, Neuanfang und die Natur geht, verbunden mit der sizilianischen Kultur. Die Rezepte am Ende von jedem Kapitel sind grandios. Sie beinhalten immer Gerichte, die in dem Kapitel zubereitet wurden. Zudem befasst sich die Geschichte mit verschiedenen Sichtweisen von Trauer. Hannah Tunnicliffe hat es geschafft, dem Leser den Wald, die Hütte und die Nachbarn so detailliert herüber zu bringen, dass man sich alles sehr schön bildlich vorstellen konnte. Fazit: Trotz anfänglichen Schwierigkeiten konnte mich das Buch am Ende doch noch faszinieren und bekommt eine klare Leseempfehlung. Aber leider nur 4 Sterne, da der Anfang etwas holprig war.

Der Geschmack von Salz und Honig

Von: Karin Klug Datum: 08. August 2016

Es ist eine schöne Geschichte, eine berührende Geschichte, eine Geschichte, mit der man mitweinen, sich mitfreuen und überraschen lassen kann... Auf 360 Seiten erzählt die neuseeländische Autorin und Weltenbummlerin Hannah Tunnicliffe in ihrem Buch "Der Geschmack von Salz und Honig" die Geschichte von Frankie - einer jungen Italo-Amerikanerin, die ihr Leben fest im Griff hat. Picobello geplant und bestens durchstrukturiert. Sie lebt in Seattle, zusammen mit ihrem Verlobten Alex und rundumversorgt von ihrer lautstarken, eigenwilligen und doch liebenswerten italienischen Einwandererfamilie. Alles perfekt also. Bis Alex einunddreißgjährig und knapp vor der sehnsüchtig erwarteten Märchenhochzeit beim Surfen tödlich verunglückt... Soviel zur Vorgeschichte. Das Buch beginnt mit der Trauerfeier der Familien... Frankie flüchtet blindlings und fährt zu einer alten Hütte in den Wäldern von Washington - ein Lieblingsplatz von Alex, ein alter Familienbesitz. Und damit geht die Geschichte erst richtig los. In vielen Rückblenden erinnert sich Frankie an ihre Zeit mit Alex, ihr Kennenlernen, den ersten Kuss, die erste gemeinsame Nacht, die eigene Wohnung, die gemeinsamen Pläne, den Heiratsantrag. Anfangs noch alles in makellos-rosiges Licht getaucht. Während Frankie versucht ihre Trauer zu bewältigen, wird sie aber (anfangs noch wider Willen) nicht allein gelassen. Schon bald finden und versammeln sich alte und neue Freunde, Verwandte rund um Frankies Zufluchtsort. Die Geschichte fließt locker und leicht dahin. Auch wenn es um große Themen wie Liebe, Tod, Verlust, Betrug, Familienkonflikte aller Art geht, erzählt wird vor allem von den einfachen Dingen des Lebens, das alltägliche kleine Glück, die Schönheit und der Trost von Natur, gutem Essen, Beziehungen, die langsam (wieder) wachsen... Frankie muss sich mit so mancher Lebenslüge herumschlagen, mit Geheimnissen, die ihr einst rosarotes Glück in einem anderen Licht zeigen. Sie darf an ihrem Unglück wachsen. Sie setzt sich mit ihrer Vergangenheit auseinander, entwickelt sich weiter. Sie darf (wie auch alle anderen) nicht perfekt sein, sie hat ihre Fehler und Versäumnisse. Aber sie sucht und geht ihren Weg. Und irgendwann merkt auch Frankie: "Das Leben wird wieder leichter". Nachdem in dieser Geschichte viel und oft gegessen wird und einem beim Lesen meist schon das Wasser im Mund zusammenläuft, kann man die Idee nur loben, dass gelegentlich auf den Seiten das eine oder andere Rezept zum Nachkochen eingestreut wird. So finden sich zwischen Polpette al sugo und Pasta alla Norma u.a. Rezepte für Frühlingsrisotto, Bananenbrot oder Affogato (Espresso und Eis).... mein Bananenbrot bäckt und duftet übrigens gerade im Ofen, während ich hier schreibe :) Kurzgesagt: Ein schönes, lesenswertes Buch, gute Unterhaltung trotz schwerer Themen. Gibt Hoffnung, macht Mut. Empfehlenswert!

Ein gelungener Roman

Von: Mara Datum: 10. July 2016

Inhalt: Wenige Tage vor der Hochzeit stirbt Francescas große Liebe Alex bei einem Unfall. Kurz darauf erfährt sie, dass ihr vermeintlich perfekter Verlobter Geheimnisse vor ihr hatte. Am Boden zerstört, flüchtet sie in eine kleine Holzhütte in den Wäldern von Washington. Hier kann sie den Duft der Pinienbäume und des nahen Ozeans genießen und den Weg zurück ins Leben finden. Dabei helfen ihr ihre Nachbarn, die sie herzlich in ihrer Mitte aufnehmen. Und vor allem Jack, der sich zusammen mit seiner Tochter Huia in Francescas Herz schleicht. Meine Meinung: Das Cover gefällt mir persönlich sehr gut es ist schlicht in blau gehalten, und drauf sind Zitronen was perfekt zum Buchtitel passt. Vor allem ist es ein schönes sommerliches Buchcover, was schon erahnen lässt das es eine schöne sommerliche Lektüre ist. Mich hat der Klappentext angespriochen und da auch teilweise die Story in Italien spielt wollte ich dieses Buch unbedingt lesen. Dieser Roman verzaubert mit romantischen Lanschaftsbeschreibungen, interessanten Charakteren mit rätselhaften Familiengeheimnissen und schicksalhaften Verstrickungen über verschiedene Zeitebenen. Da sich stets neue, unerwartete Zusammenhänge und dramatische Wendungen auftun, bleibt man in der Story gefangen, weil man unbedingt wissen will, ob man in den vielseitigen Ahnungen richtig liegt, die einen besonders auf die Hauptakteure bezogen in einem Wechselbad von Gefühlen mit immer neuen Facetten bewegen. Die Charaktere haben mir außerordentlich gut gefallen. Für mich sind sie durch ihre authentische Beschreibung sofort zum Leben erwacht. Sie sind so einzigartig und prägnant, dass man sie einfach in sein Herz schließen muss.Ich mochte am meisten Francesca weil sie aus einer italienischen Familie stammte, und da ich selber Italienerin bin, musste ich bei einigen Dingen echt schmunzeln als die Autorin einige typische italienische Dingen beschrieben hat. Ich habe lange nicht mehr ein so kurzweiliges Buch gelesen, jedes Mal wenn ich auf die Uhr geschaut habe, war plötzlich eine Stunde oder mehr Zeit verflogen, ohne dass ich es überhaupt gemerkt habe. Das Buch entspricht zwar im großen und ganzen den Klischees und Erwartungen des Genres der Schicksals-und Liebesromane, hebt sich aber durch lebhaften und frischen Schreibstil der Autorin positiv ab von Auswandererkitsch und Geschichtsnostalgie. Wie der erste Roman auch, absolut empfehlenswert für alle Leseratten! Was ich noch anmerken möchte das Buch hat sogar auch leckere italieische Rezepte was ich besonders toll finde, drin werde ich definitiv einige Rezepte nach kochen oder nach backen. Fazit: Ich möchte auch gerne noch weitere Bücher von Hannah Tunnicliffe lesen.

Der Geschmack von Salz und Honig

Von: ChrissidieBüchereule Datum: 03. July 2016

Meine Meinung: Das Cover: Sehr schlicht gehalten,geheimnisvoll mit sehr harmonischen Farben, im Regal eher unauffälliger erst der 2.Blick und Klappentext haben mich auf das Buch aufmerksam und neugierig gemacht. Am Anfang hatte ich Probleme in das Buch hinein zukommen,mich in die Charaktere einzufühlen und mich auf ihre Geschichte einzulassen. Daher habe ich es erst einmal weg gelegt und nach ein paar Wochen nocheinmal probiert.Und ich muss sagen dieses Mal war der Zauber da, das Buch war sehr emotional traurig aber auch eine wunderschöne Geschichte über Freundschaft, Mut, Neuanfang,Geheimnisse und Trauer Bewältigung. Francesca eine junge Frau die einen schweren Schicksalschlag erlitten hat, kurz vor ihrer Hochzeit stirbt ihr Mann Alex. Sie flüchtet in die Hütte ihres Verlobten ,sie braucht Abstand ,Ruhe und das alleine sein. In dieser Hütte ist alles als ob Alex noch da ist sie kann ihn spüren und mit ihm reden . Diese Auszeit tut ihr gut aber dennoch ist sie nie allein ihre Schwester Bella taucht urplötzlich auf ,die sie sehr verletzt hat und will sich mit ihr versöhnen. Es ist kein herankommen an Francesca sie wird unnahbar nur das kleine Nachbarsmädchen und die übrigen Nachbarn schaffen es sie wieder ins Leben zu holen, sich der Probleme zu stellen und mit Bella und ihrem Leben neu anzufangen.Summer aus der Stadt und Bekannte von Alex hat ein dunkles Geheimnis das Francesca sehr trifft und verletzt.Die Mutter von Daniel und ihrem Verlobten Alex hat auch ein Geheimnis ,will sie aus der Hütte bekommen aber man hat von Anfang an das Gefühl das dort mehr dahinter steckt. Was es auch tat! Francesca ist einem sehr sympathisch der Leser würde sie am liebsten in Arm nehmen und ihr helfen die Trauer zu überwältigen. Aber leider kann bei so einem Schicksalschlag keiner helfen nur selber kann man schauen damit klar zu kommen . Klar ist es einfacher wenn man Unterstützung von ausen bekommt durch Freunde Familie oder Nachbarn. Einfach das Gefühl zu haben es ist jemand da wenn die Person jemand braucht zum reden, lachen oder kochen zum Beispiel. Bella fand ich von Anfang an merkwürdig sie ist das Gegenteil von Francesca und hat sich auch nicht in mein Herz geschlossen . Ich fand vom Charakter eher flippig, cool zeitweise sogar arrogant und ihr Benehmen ist zeitweise wie ein kleines Kind nicht wie ein Erwachsener. Ich fand sie hat viele Grenzen überschritten zum Beispiel das sie bei Francesca vor der Tür im Auto übernachtet hat ,Partys gefeiert hat usw. Bellas und Francescas Vater ist der typische italienische Vater er will seine Kinder beschützten und man muss ihn einfach lieb haben wie denn Rest der Familie. Dennoch akzeptiert er denn benötigten Freiraum von Francesca und gibt ihn ihr auch zeigt ihr aber auch das sie als Familie immer für sie da sind. Alle Nachbarn und Freunde sind einfach Klasse und Der Leser lernt sie schnell lieben auch das kleine Nachbarsmädchen Huia. Sie alle helfen Francesca über eine schwere Zeit hinweg.Durch die Hilfe einer Nachbarin wird ein Geheimnis aufgedeckt das sehr schmerzhaft ist für Francesca. Daniel der Bruder von Alex und die Mutter von Alex sind sehr unterschiedlich. Die Mutter von Alex wirkt verbittert klar sie hat einen Sohn verloren aber sie tut alles das Francesca nicht das bekommt was ihr zu steht , sie gibt ihr die Schuld an dem Unfall. Daniel ist ein guter Freund und auch immer für Francesca Da. Mein Fazit: Der Trip in die Hütte war sehr emotional ,spannend und geprägt von vielen Gefühlen. Es zeigt das man Menschen braucht die einem Lieben immer für einen da sind aber denn nötigen Abstand akzeptieren denn man in so einer Situation braucht. Durch alle Leute in diesem Buch wurde der Leser auf eine traurige aber schöne Geschichte mit Liebe und Verlust . Aber auch das Thema Neuanfang und verzeihen spielt eine große Rolle. Dieser Roman ist sehr schön geschrieben er zieht denn Leser in seinem Bann teilweise etwas langatmig aber ein sehr schöner Sommerroman . 3 1/2 von 5 Punkten

Der Geschmack von Salz und Honig

Von: Merendina Datum: 29. June 2016

In den letzten Tagen habe ich ein wunderschönes, aber auch sehr ergreifendes Buch gelesen: Hannah Tunnicliffes: „Der Geschmack von Salz und Honig“. Schon der Klappentext und das schöne Buchcover haben mein Interesse an diesem Roman geweckt. Vor einem blauen Hintergrund sieht man auf einem weißen Tisch eine Schale mit Zitronen stehen. Auf dem Tisch liegen verstreut Blaubeeren. Kurz vor der Hochzeit mit Frankie verunglückt Alex tödlich. Für Frankie bricht natürlich eine Welt zusammen. Um in aller Ruhe trauern zu können, zieht sie sich in eine einsame Waldhütte bei Washington zurück. Doch so ganz allein ist sie dort im Wald nicht, denn überraschenderweise hat sie Nachbarn, die sie aber etwas von ihrer Trauer ablenken. Und dann bekommt sie auch immer wieder Besuch von ihrer italienischen Familie und auch ihre Beinahe-Schwiegereltern lassen ihr keine Ruhe. In all diesem Trubel gelingt es ihr irgendwie Stück für Stück wieder am Leben teilzunehmen und ihre Trauer etwas zu verarbeiten. Mehr möchte ich hier allerdings nicht verraten. Das Buch ist sehr emotional. Als Leser fühlt und leidet man mit der Protagonistin mit. Die Sprache im Buch ist einfach und sehr gut und flüssig lesbar. Sehr gut haben mir auch die italienischen Kochrezepte gefallen, die am Ende von fast jedem Kapitel standen. Ich werde davon sicherlich einiges nachkochen. Ein wunderschönes Buch über Tod, Trauer, Verlust, Trauerbewältigung, aber auch über familiäre Probleme, Streitigkeiten und Verrat. Ich gebe diesem wirklich bewegenden Roman volle Punktzahl: fünf Sternchen!

eine sehr emotionale und bewegende Geschichte

Von: xxxSunniyxxx Datum: 28. June 2016

Darum gehts: Süß wie die Liebe, salzig wie das Meer – so schmeckt das Leben Wenige Tage vor der Hochzeit stirbt Francescas große Liebe Alex bei einem Unfall. Kurz darauf erfährt sie, dass ihr vermeintlich perfekter Verlobter Geheimnisse vor ihr hatte. Am Boden zerstört, flüchtet sie in eine kleine Holzhütte in den Wäldern von Washington. Hier kann sie den Duft der Pinienbäume und des nahen Ozeans genießen und den Weg zurück ins Leben finden. Dabei helfen ihr ihre Nachbarn, die sie herzlich in ihrer Mitte aufnehmen. Und vor allem Jack, der sich zusammen mit seiner Tochter Huia in Francescas Herz schleicht. Meine Meinung: "Das Leben wird wieder leichter, duci. Aber du musst es...leben.Verstehst du?" Seite 323 Ein sehr bewegendes Buch, es handelt von dem Verlust und Trauer einer großen Liebe. Frances haut während der Trauerfeier ihres Verlobten ab und versteckt sich in einer kleinen Holzhütte um ihre ruhe zu finden. Sie durchläuft die klassischen Trauerphasen Schockphase, Gefühlschaos, Suchen und Sich-trennen und die Neuorientierung. Ihre große italienische Familie macht sich große Sorgen um sie und versucht alles um sie wieder nach Hause zu bekommen, sie soll die Hütte verlassen weil sie da nicht erwünscht und ihre Schwester Bella ist auch wieder da und lässt sie nicht in Ruhe.Trotz vielen hürden,mit den Frankie zu kämpfen hat, schafft sie es wieder am Leben teil zu nehmen. (Ich möchte nicht zuviel vorweg nehmen ;)) Richtung schluss musste ich doch ein paar Tränchen verdrücken weil es so emotional war, ich denke das viele an ihrer Stelle das gleiche getan hätten. Das man dann einfach eine Auszeit braucht, aber jeder geht bekanntlich anders mit Verlust um. Der Schreibstil war für mich locker und flüssig und kam gut ins Buch rein.Ich hatte auch das Gefühl durch die Beschreibung der Umgebung das ich in diesem Wald mit der kleinen Hütte bei Frankie sitze und die freundlichen Nachbarn kennenlerne oder ihre verrückte Familia. Mein Fazit: Es ist ein sehr emotionales Buch wo man das ein oder andere Tränchen verdrücken kann (wenn man wie ich nah am Wasser gebaut ist), es ist aufjedenfall lesenswert und es gibt auch ein kleines Happy End ;)

Leicht versalzen

Von: Katja Ezold Datum: 11. June 2016

Aufmerksam geworden bin ich auf das Buch durch die Auslagen im örtlichen Buchhandel und durch Werbung. Da der Titel irgendwie in Richtung Essen spielt und ich sehr gerne koche, war es nur eine Frage der Zeit, bis es den Weg auf meinen SUB finden würde. Da hat es dann auch nicht lange liegen müssen – ich hab schnell zugegriffen und es gelesen. Schon nach den ersten 30 Seiten war mir klar, dass es nicht das Lesevergnügen werden würde, das ich mir erhofft hatte. Ich kam weder in einen richtigen „Lesefluss“ noch konnten mich die Protagonisten berühren. Woran lag das? Da bin ich mir nicht wirklich sicher und kann daher nur sagen, was mir aufgefallen ist. Zum einen waren es die teilweise sehr kurzen, abgehackt und abgehetzt wirkenden Sätze. Die ließen in meinem Kopf weder Bilder aufkommen noch brachten sie die Emotionen rüber, die ich auf Grund des Buchinhaltes – Verlust eines geliebten Menschen; Trauerbewältigung und das feststellen, wie er wirklich war – erwartet hätte. Im Gegenteil: trotz der zu erwartenden Emotionen blieb ich das ganze Buch über seltsam emotionslos gegenüber Frankie. Es berührte mich nicht, was sie durchmachen musste. Es lies mich eher erschreckend kalt. Das zweite, was mich massiv gestört hatte, waren die Rückblenden in die Vergangenheit. Normalerweise stört mich das nicht oder nur sehr wenig. Aber hier waren diese Rückblenden wie ein „Fließtext“ in die eigentliche Geschichte eingebaut, ohne dass dies mal kenntlich gemacht wurde. Hier hätten Absätze oder meinetwegen auch eine kursiv gesetzte Schrift Abhilfe geschaffen. Dann wären auch die Rückblenden von mir nicht als störend empfunden wurden sondern hätten vielleicht viel mehr Sinn gemacht und die Geschichte voran gebracht. Sehr viel Mühe hat sich die Autorin jedoch mit der Umsetzung des Themas gegeben. Sie hat versucht, die Trauer und die Trauerbewältigung gut an den Leser zu bringen und das ist ihr, in einigen Teilen zumindest, recht gut gelungen. Dann gab es jedoch wieder Längen, die das dran bleiben und weiterlesen wollen erschwerten. Gut gezeichnet waren die anderen Personen im Buch, wobei auch diese trotz allen Bemühungen blass blieben und nicht in weiten Teilen berühren konnten. So habe ich dieses Mal nicht – wie sonst eigentlich immer – eine Lieblingsfigur. Was mir an dem Buch sehr gut gefallen hat, waren die einstreuten Rezepte bei einigen Kapiteln. Diese habe, für mich als Hobbyköchin, das Buch definitiv aufgewertet. Auch das Cover ist sehr ansprechend gestaltet – sonst wäre ich bestimmt nicht über das Buch gestolpert. Was ist mein Fazit? Ich war von dem Thema irgendwie angesprochen, hatte mir von der Umsetzung und den Protagonisten mehr erhofft und vor allen Dingen mehr gewünscht. Eine Bewertung ist für mich schwer, da mit Sicherheit auch das Thema schwer umsetzbar ist. Von mir gibt es gutgemeinte 3 von 5 Sternen für dieses Buch.

Stimmungsvolle, berührende Geschichte über das Leben und die Liebe

Von: Hanne / Lesegenuss Datum: 02. June 2016

Vorsicht Spoiler - Zitate Was fühlst du beim Anblick dieser Wäder, ihrer Schwere, ihrer Dichte, ihre gedrängten Ordnung? Wie viel Wahrheit sie enthalten, wie viel Wirklichkeit. Des Lebens Säfte fließen in ihnen. Alles ist Wachstum, Sein und Werden … (Emily Carr, Opposite Contrariers) Dies ist ein Auszug aus den Worten von Emily Carr zu Beginn von Hannah Tunnicliffe's neuem Buch "Der Geschmack von Salz und Honig". Diese wenigen Sätze beschreiben auf eine ganz besondere Art das Leben der Wälder, Mutter Natur, in all ihrer Pracht. Die Geschichte handelt von der jungen Francesca, deren Zukünftiger Alex Gardner, Sohn wohlhabender Eltern, bei einem Surfunfall ums Leben kommt. Es beginnt mit den Feierlichkeiten nach der Beerdigung, wo sich die Menschen zusammenfinden, essen, reden … Francescas italienische Verwandtschaft, ihr Vater, nur wo war ihre Schwester Bella? Francesca wird das alles zu viel und entflieht dem Trubel. Planlos, so scheint es, fährt sie immer weiter und weiter, bis ein Schild auftaucht, dass ihr den Weg zeigt. Mitten in den Pinienwäldern Washingtons liegt die Hütte der Gardners. Zitat S. 14 Der Wind flüstert in den Blättern. Die Bäume greifen nach den Sternen und schwanken. Die Sterne glitzern wie Diamanten an ihren Fingern. Während Francesa hofft, hier zur Ruhe zu kommen, taucht ein kleines Mädchen auf, Huia. Doch auch Francescas Familie sorgt sich um sie. Alex's Bruder Daniel, Menschen der Umgebung, Bella, ihre Schwester, zu der der Kontakt abgebrochen war und nunmehr aufdringlich, so scheint es, vor der Hütte Francesca bewacht. All diese Menschen helfen ihr, den Boden unter den Füßen zurückzubekommen. Doch dann lernt sie bei ihrer Nachbarin Merriem die junge Frau Summer kennen, die sie auch schon auf der Beerdigung von Alex wahrgenommen hatte. Wer von Hannah Tunnicliffe den Roman "Der Duft von Tee" kennt, war sicherlich gespannt auf ihr neuestes Werk. Erzählt wird die Geschichte in der Ich-Perspektive von Francesca. Die Handlung umfasst viele Themen, Trauer, Verlust eines geliebten Menschen, der Schmerz um die Wahrheit, aber es zeigt auch den Familienzusammenhalt. Familie ist ganz, ganz wichtig. Besonders beeindruckend die Beschreibung der Umgebung, die Natur, der Wald, alles so greifbar nahe. Und immer wieder bindet die Autorin Rückblenden der Erinnerung an Alex, was viel erklärt. Dass auch Alex's Bruder Daniel kein leichtes Leben führt, warum ihre Schwester Bella auf einmal aus ihrem Leben verschwand, all das fügt sich nahtlos in die Geschichte ein. Und dann gibt es noch die besonderen Menschen, wie ihr Vater, Huia und ihr Vater Jack, Merriem, ihre Nachbarin. Die ergänzenden Rezepte bei einigen Kapiteln fand ich passend, nicht dass sie den Lesefluss störten. So konnte man Part für Part sacken lassen, denn es ist kein leicht-lockeres Buch von der Thematik her, das die Autorin geschrieben hat. Angetan von ihrem ersten Roman hat mich auch dieses Buch positiv überrascht. Merke, es ist nur meine Lesemeinung, die sich hier wiederspiegelt. Ende gut - alles gut? Lest selbst und lernt die Familie Caputo kennen und lieben. Es steckt so viel in diesem Buch, ein Lesegenuss. Denn gerade Verlust und Trauer ist ein Thema, vor dem wir gern die Augen verschließen.

Ein Roman über einen starken Familienzusammenhalt, Trauer, Verlust, Freude und den Sinn des Lebens

Von: Cinderellas Traumwelt Datum: 30. May 2016

Inhalt vom Klappentext: Süß wie die Liebe, salzig wie das Meer – so schmeckt das Leben Wenige Tage vor der Hochzeit stirbt Francescas große Liebe Alex bei einem Unfall. Kurz darauf erfährt sie, dass ihr vermeintlich perfekter Verlobter Geheimnisse vor ihr hatte. Am Boden zerstört, flüchtet sie in eine kleine Holzhütte in den Wäldern von Washington. Hier kann sie den Duft der Pinienbäume und des nahen Ozeans genießen und den Weg zurück ins Leben finden. Dabei helfen ihr ihre Nachbarn, die sie herzlich in ihrer Mitte aufnehmen. Und vor allem Jack, der sich zusammen mit seiner Tochter Huia in Francescas Herz schleicht. Meinung: Eine zunächst vorhersehbare Geschichte, dachte ich, erwartet mich hier. Im Gegenteil: ein sehr gefühlvoller Roman mit Tiefgang und Emotionen hat mich abgeholt und von der ersten Seine mit dem wunderbaren Schreibstil in den Bann gezogen. Die Protagonistin Frankie ist eine temperamentvolle Italo-Amerikanerin und flieht auf der Trauerfeier vor ihrer überfürsorglichen italienischen Großfamilie. Angekommen in einem kleinen Häuschen mitten im Wald versucht sie Ruhe zu finden und bleibt auch hier nicht lange allein. Plötzlich taucht ihre langjährig untergetauchte Schwester Bella auf und darüber ist sie so gar nicht erfreut. Das Verhältnis zu ihr ist mehr als spannungsgeladen und ungeklärt. Ihre Schwester versucht ihre Nähe und Aufmerksamkeit zu erlangen, diese jedoch ist stur, abweisend, stinksauer und ignoriert sie komplett. Zunächst weiß der Leser nicht warum das Verhältnis so schwierig ist, bzw. das, was wir erfahren, konnte ich nicht ganz nachvollziehen und ich habe Frankie als sehr nachtragend erlebt. Sonst war sie mir eine angenehme und sympathische Protagonistin, deren Handeln und Tun in einer solch dramatischen Situation absolut nachzuempfinden ist. Immer wieder tauchen wir mit ihr in Gedanken in die noch gemeinsam erlebte Vergangenheit ein und lernen so auch den bereits verstorbenen Alex kennen, wie er z.B. ihr dort im Wald einen Heiratsantrag machte usw. Eine Beziehung wie aus einem romantischen Kitschfilm, das mir schon etwas zu viel des Guten war. Doch so perfekt wie es auf den ersten Blick scheint ist es doch nicht, wie man später erfährt und sich Francesca auch selbst eingestehen muss. Ein Nachbar namens Jack mit seiner Tochter Huia nehmen Frankie liebevoll in ihrer kleinen Waldgemeinschaft auf und kümmern sich rührend um die am Boden zerstörte Frankie. Huia, ein neugieriges und lebhaftes Mädchen bringt ihr viel über die Natur und Vögel bei, was erst mal recht banal klingt, doch super gut umgesetzt wurde. Man taucht in die Gerüche, Farben und Bilder eines wunderschönen Waldes ein und man ist als Leser mittendrin im Geschehen, alles wirkt so echt und lebhaft, nicht zu aufgesetzt und affektiert. Es wird viel mit den Eigenschaften der Elemente Salz und Honig gespielt, das heißt die Autorin beschreibt Gerüche, Emotionen und Zustände mit der Farbe, Geschmack oder Aussehen, was mir sehr gut gefallen hat, dass sie hier immer wieder den Titel des Buches aufgreift. Zudem ist das gesamte Buch immer mal wieder mit traditionellen Gerichten und italienischen Rezepten gespickt, was die Liebe zum Detail noch deutlicher für mich machte. Wie zu Anfang befürchtet, wurde ich glücklicherweise nicht zum Schluss mit einem kitschigen, sondern einem sehr gefühlvollen Happy End überrascht und die Geschichte ist wunderbar auf den Punkt zu Ende auserzählt und das war genau richtig meiner Meinung. Ein Roman über einen starken Familienzusammenhalt, Trauer, Verlust, Freude und den Sinn des Lebens, absolut empfehlenswert und eine geeignete Sommerlektüre mit etwas Tiefgang.

Der Geschmack von Salz und Honig

Von: fraeulein_lovingbooks Datum: 22. May 2016

Inhalt Wenige Tage vor der Hochzeit stirbt Francescas große Liebe Alex bei einem Unfall. Kurz darauf erfährt sie, dass ihr vermeintlich perfekter Verlobter Geheimnisse vor ihr hatte. Am Boden zerstört, flüchtet sie in eine kleine Holzhütte in den Wäldern von Washington. Hier kann sie den Duft der Pinienbäume und des nahen Ozeans genießen und den Weg zurück ins Leben finden. Dabei helfen ihr ihre Nachbarn, die sie herzlich in ihrer Mitte aufnehmen. Und vor allem Jack, der sich zusammen mit seiner Tochter Huia in Francescas Herz schleicht. (Quelle: Bloggerportal ) Meine Meinung Zuerst möchte ich mich beim Bloggerportal und dem Diana Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken. Francesca ist in tiefe Trauer versunken und flüchtet kurz nach der Beerdigung in die kleine Waldhütte, die seit Jahren im Besitz von Alex Familie ist. Dort gibt es nur einen kleinen Raum, keinen Luxus und auch kein Klo – das ist außerhalb der Hütte. Schnell wird der „Hüttenaufpasser“ Jack auf sie aufmerksam und benachrichtigt die Familie von Alex – die sie nicht auf dem Grundstück haben möchten und die Zwangsräumung beantragen. Jack bringt es nicht über´s Herz und lässt sie vorerst noch ein paar Tage im Haus wohnen. Bei einem ihrer Spaziergänge lernt Francesca ihre Nachbarin Merriem kennen, sie freunden sich an und verbringen ab und zu Zeit zusammen. Auch Huia, die Tochter von Jack, findet Gefallen an der Halbitalienerin. Zusammen ziehen sie durch den Wald und das kleine Mädchen bringt Francecsa einiges bei. Aber auch die italienische Familie und die verhasste Schwetser Bella, lassen die Witwe nicht alleine – sie kommen zu Besuch oder Essen zusammen. Doch Bella geht einen Schritt weiter, sie campt im Auto und versucht das Verhältnis zwischen ihnen zu verbessern. Es klingt, als sich heraustellt, das Alex alle andere als ehrlich zu ihr war. Als auch noch die junge Surferin Summer auf der Bildfläche erschint, ist es klar: womöglich hat Alex sie betrogen… Francesca kann sich ein Leben ohne Alex nicht vorstellen, ohne ihn kann sie nicht mehr in der gemeinsamen Wohnung leben. Jeder Zentimenter ist eine Erinnerung an ihre große Liebe. Sie versucht alleine zu trauern, doch ihre Familie gibt ihr dafür keine Chance (was ich ganz schlimm fand). Man kann in ihr eine innere Stärke erkennen, nur scheint sie diese vergessen zu haben. Nach dem Tod von Alex ist sie zerbrechlich geworden – aber auch wütend, jeder bekommt sein Fett weg. Alex hat für seine Surfleidenschaft gelebt und vermutlich auch für seine Freundin Francesca – er hat ihr schließlich einen Heiratsantrag gemacht. Doch durch die Erinnerungen und Erzählungen von dem weiblichen Hauptcharakter wird leider deutlich, das er scheinbar kein großes Interesse mehr an ihr hatte. Die italienische Großfamilie um Francesca ist wirklich der Knaller – jeder hat seine eigene Geschichte und seinen eignen Charakter, der mehr als einmalig ist. Die Familie um Alex ist, bis auf Daniel, grauenvoll. Sie mögen Francesca nicht und lassen es sie deutlich spüren. Jack, Huia und Merriem sind meine Lieblinge im Buch – sie sind so außergewöhnlich und versprühen so viel Liebe und Anerkennung in ihren Taten und Gesprächen. Der Schreibstil war wirklich gewöhnungsbedürftig, die Autorin verwendet viele kurze und teilweise auch abgehakte Sätze – was ich eigentlich überhaupt nicht leiden kann. Es stört den Lesefluss wirklich sehr stark. Trotzdem bemerkte man aber den gefühlvollen Schreibstil der Autorin, auch wenn mir persönlich aber die Spannung gefehlt hat. Die Geschichte plätschert dahin und hat mich an einigen Stellen gelangweilt. Auch das Ende war eines der schlechtesten, die ich in meinem ganzen Leben gelesen habe – hier wäre ein offenes Ende wirklich passend gewesen, aber nein, die Autorin lässt sie in einem Restaurant in Italien sitzen und hakt die Geschichte dort ab. Unpassend. Es ist wirklich eine schöne Geschichte über den Verlust eines geliebten Menschen und die verbundene Trauer. Jeder geht auf seine Weise damit um, Francesca entscheidet sich für das Alleinsein. Wirklich helfen tut es aber nicht. Das Essen spielt eine große Rolle innerhalb der Geschichte und an manchen Kapitel werden Rezepte von den genannten Mahlzeiten angehängt. Leider lag für mich zuviel Fokus auf den Gefühlen von Francesca, immer Alex hier und Alex da. Was wäre wenn. Außerdem kommt sie einem kleinen Geheimnis auf die Schliche – eigentlich konnte es kein Geheimnis sein, da es mehr als hoffensichtlich war. Zumindest für mich. Summer mit Abstand einer der unsympathischten Charaktere im Buch. Leider nur eine Leseempfehlung von mir. Schönstes Zitat „Jetzt habe ich das Gefühl, als wäre ich aus meinem Leben geworfen worden. Als wäre das dicke Seil, das mich an dieses Leben gebunden hat, an Alex, an alles, was mir etwas bedeutete, durchgeschnitten worden. Ich bin in einer Hütte, die mir nicht gehört, in der ich unerwünscht bin und die ich, wie es scheint, nicht verlassen kann.“ (Francesca, S. 190) 🌟🌟🌟 Sterne

Ein anspruchsvollerer Roman über das Leben, die Liebe, Verlust und Trauer und vieler Geheimnisse

Von: Buchraettin Datum: 02. May 2016

Ich muss zugeben: Dieses Buch hat mich überrascht. Ich hatte eine leichte Geschichte erwartet, aber bekommen habe ich eine Geschichte über einen Verlust, eine Liebe und den Schatten der Vergangenheit. Der Titel findet sich in der Geschichte wieder. Salzig war die Vergangenheit voller Schatten. Der Honig sind für mich die Menschen der Gegenwart. Als Leser tauchte ich sofort ein in diese melancholische Geschichte. Es war schnell klar, dass jemand gestorben sein muss. Jemand, den sie geliebt hat. Eingebettet in die Erzählung ist auch ein Rückblick in die Vergangenheit, wie sie ihren Freund kennenlernte, ein wenig sein letzter Tag. Auch wenn es ein trauriger Tag ist, mit dem dieses Buch beginnt. Am Ende des ersten Kapitels erwartet den Leser eine süße Überraschung. Das Rezept für eine süße Leckerei. Diese Rezepte ziehen sich durch das Buch und finden sich am Ende der Kapitel. Dabei beziehen sie sich immer auf ein Gericht, das in dem Kapitel vorkam. Das Besondere jedoch war hierbei, dass es immer wieder kleine Andeutungen gibt. Es muss etwas vorgefallen sein. Aber als Leser erfährt man nichts Genaues und das ist ein Detail, das mich an dieses Buch fesselte. Ich mochte auch sehr die kleinen Szenen, in denen auf Bücher eingegangen wird. Das macht Lust, genau diese genauer anzuschauen. Ich liebe Bücher, die mich für andere Bücher inspirieren. In der Geschichte schwingt eine große Traurigkeit mit. Die Erinnerungen an die Familie, die Liebe, dann wieder Gedanken an ihren Freund. Ich tauche als Leser ein in diese melancholische Geschichte und ich kann spüren, wie das Herz schwer wird. Aber auch die Momente des Erinnerns an glücklichere Augenblicke erfüllen mich als Leser. Doch immer wieder gibt es Andeutungen. Was wird da wohl vorgefallen sein, in der Vergangenheit? Welche Schatten wirken sich aus? Ein anspruchsvollerer Roman über das Leben, die Liebe, Verlust und Trauer und vieler Geheimnisse. Eine Geschichte voller italienischem Flair und mit tollen Rezepten.

Rezension

Von: Franziska Datum: 29. April 2016

Anlass: Das ist ein wunderschönes Cover, das wunderbar nach Italien und Sommer aussieht. Bei dem derzeitigen Wetter ist das wunderbarer Sehnsuchtsstoff (3 Grad und Schneeregen, wenn es vor kurzem noch um 20 Grad waren? Kein Wunder, dass ich krank bin!) Inhalt: Frankie ist wahnsinnig verliebt, plant ihre Hochzeit, versucht, ihrer Schwiegermutter zu gefallen und hat eine immens große italienische Großfamilie mit einem Riesenberg Sonntagsessen am Hals. Aber dann klingelt ihr Telefon und man teilt ihr mit, dass ihr Verlobter tot ist. Surfunfall. Kopfwunde wegen Stein am Meeresboden nach Sturz vom Brett. Sie muss also eine Hochzeit absagen, die Flitterwochen umbuchen und eine Beerdigung organisieren vor der Nase ihrer missbilligenden Schwiegermutter, der sie nie gut genug war, weil sie vom Typ der Affäre ihres Vaters ähnlich sieht. Und mitten in der Trauerfeier wird ihr das zu viel und sie läuft davon in die Jagdhütte ihres toten Verlobten. Lernt dort wunderbare Menschen kennen, trifft auf ihre Schwester, mit der sie sich entzweit hatte, entdeckt Wahrheiten über den Mann ihres Lebens, die sie nicht kennen wollte, gerät in einen Familienclinch und lernt, das Leben wieder zu leben. Unterbrochen von vielen Tränen und schönen und unschönen Selbsterkenntnissen und einem Hauch von Liebe - sowie haufenweise italienischen Rezepten und mehr Essen zum Lesen als ich Hunger hatte. Meinung: Die Rezepte sind super! Und diese Geschichte über Trauer, die Liebe und die Notwendigkeit, seinem Partner ins Gesicht zu sehen und ihn auch wirklich wahrzunehmen ist extrem lesenswert. Fünf Sterne. Für wen: Alle in Langzeitbeziehungen, die denken, alles über den jeweils anderen zu wissen, alle, die Verlusten ins Auge sehen müssen und alle Hungrigen! Italienfans sowieso.

Lieben, trauern, leben

Von: Angelika O. Datum: 19. April 2016

Der Tod begleitet uns Menschen ein Leben lang. Stirb jemand den wir lieben oder der uns nahe steht, plötzlich und unerwartet, wirft einen dies doch eine Zeitlang völlig aus der Bahn. Genau so ergeht es Francesca, als ihr Verlobter Alex vom Surfen nicht mehr nach Hause kommt. In ihrer Trauer verkriecht sie sich in die Wälder in der Nähe von Seattle, in der Hoffnung dort in Ruhe trauern zu können und dem Trubel ihrer Familie zu entrinnen. Doch Francesca ist halbe Italienerin. Und so dauert es natürlich auch nicht lange, bis nach und nach die ganze Verwandtschaft bei ihr vor der Hütte auftaucht. Alle wollen nur das Beste für die junge Frau. Wollen sie beschützen und ihr beistehen. Aber auch die anderen Bewohner der umliegenden Hütten sorgen sich um Francesca. Denn so ist es üblich in der Nachbarschaft des Waldes und bei der italienischen Großfamilie: man ist für sich da, in jeder Lebenslage. Jeder Mensch geht unterschiedlich mit seiner Trauer um. Der eine will allein sein, der andere braucht die Gesellschaft. Francesca hat, schon allein durch ihre italienischen Verwandten, eigentlich keine Chance sich das auszusuchen. Die Großfamilie kommt und geht, es herrsch immer wieder Trubel, aber auch Zeit für Trauer. In lebendiger Sprache erzählt die Autorin diese Geschichte aus der Sicht von Francesca. Man leidet mit ihr und man lacht mit ihr. Natürlich fehlen auch die Kulinarik und die Temperamentsausbrüche nicht! Denn was wären echte Italiener ohne Essen und ohne Familiengezanke und Streitereien. Zu Francesca Trauer kommt noch ihr Unmut auf die Schwester. Dass diese Jahre zuvor einfach verschwunden ist, kann und möchte sie ihr nicht verzeihen. Der Autorin ist es auf wunderbare Art gelungen, die temperamentvollen Ausbrüche und die manchmal stur anmutenden Ansichten der Protagonistin und ihrer Verwandtschaft einzufangen. Zu der Trauer der jungen Frau kommen allmählich auch noch andere Einsichten. Nicht immer ist in einer Beziehung alles so klar, wie man sich das vorstellt. Bei Francesca ist das nicht anders. In der Abgeschiedenheit der Wälder hinterfragt die junge Frau ihre Beziehung mit Alex und dessen Familie. Besonders das Verhältnis zu dessen Mutter war immer schwierig für sie. Diese menschlichen Gefühle und Antipathien machen die Geschichte noch wirklicher, lebensechter. Nicht jeder Mensch ist einem sympathisch, nicht jede Beziehung ist für immer. Ganz hervorragend sind auch die Beschreibungen der Landschaft und der einzelnen Menschen. Als Leser hat man von allem ein klares und deutliches Bild vor Augen. Die Charaktere sind Abwechslungsreich und Multikulti. Auch wenn der Roman in den USA spielt, fühlt man sich wie in Italien. Ganz nach dem Motto “La Vita est bella”, man spürt die Lebensfreude in der ärgsten Trauer. Wunderschön gestaltet ist auch das Cover. Man erwartet sich eher auf Sizilien, der Heimat von Francescas Großeltern. Der Titel ist auch nicht schlecht. Dreht sich doch neben der Trauerbewältigung vieles um das Essen. Das Salz steht für die herzhaften Gerichte, den Honig ordne ich den süßen Köstlichkeiten zu. Und gegessen wir in der Geschichte oft und reichlich, natürlich italienisch. Zahlreiche köstliche Rezepte finden sich am Ende so mancher Kapitel. Hannah Tunnicliffe wurde in Neuseeland geboren. Nach ihre Studium lebte sie in Australien, England, Macao und Kanada. Sie arbeitete zunächst in der Personalwirtschaft und als Karriere-Coach und wandte sich dann ihrem Traum, dem Schreiben, zu. Heute lebt sie zusammen mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern in Sydney, Australien. Mein Fazit: Auch wenn ein tragischer Todesfall der Handlung voraus, geht ist der Roman sehr unterhaltsam. Essen ist nicht nur lebenswichtig, Essen ist auch Trost. Auf italienisch Art Trauer auszuleben, lässt sie zwar nicht schneller vergehen, doch fühlt sie sich irgendwie leichter an. Wirklich schön und turbulent. Eine solche Familie um sich zu haben, würde auch mir gut gefallen!