Tracy Chevalier

Der Ruf der Bäume

Der Ruf der Bäume Blick ins Buch

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Amerika, Mitte des 19. Jahrhunderts: Die Goodenoughs träumen von fruchtbarem Ackerland im Westen, bleiben aber mit ihrem Planwagen kläglich im Sumpfland von Ohio stecken. Der verzweifelte Versuch, hier eine Apfelplantage anzulegen, endet tragisch. Fasziniert von Erzählungen über Bäume, die angeblich in den Himmel wachsen, zieht der jüngste Sohn Robert weiter westwärts, bis nach Kalifornien. Doch am Ziel seiner Träume wird er von seiner tragischen Familiengeschichte eingeholt.

"Der Ruf der Bäume" von Tracy Chevalier ~ Rezension

Von: elisas-herzensbuch Datum: 13. March 2018

Ich habe zuvor noch kein Buch von Tracy Chevalier gelesen. Ich muss sagen, dass dieses Buch mich durch seine überaus schöne Covergestaltung dazu geleitet hat, die Inhaltsangabe zu lesen. Am 16. April ercheint Ihr neues Buch "Der Neue" - eine Adaption von Shakespeares Othello, welches ich mir schon vorbestellt habe :) James und Sadie bleiben 1838 mit ihren 10 Kindern auf der Suche nach einem besseren Leben mit dem Planwagen im Sumpfgebiet von Ohio stecken. Sie beschließen, dort zu bleiben und beginnen, wie es das Gesetz für neue Siedler vorschreibt, Apfelbäume anzupflanzen. Die Jahre ziehen ins Land und wir lesen mit einer absoluten Härte über die Zustände. Hier wird wirklich das nackte Überleben geschildert. Sadie verbittert mit der Zeit mehr und mehr und entwickelt sich zu einem regelrecht bösartigen Charakter. Die Streitereien der beiden überschatten das Familienleben. Während James eher Tafeläpfel, zum Verzehr anbauen möchte, bevorzugt Sadie eher Mostäfel. Auch das raue Leben hat sie sich für sich selbst nie gewünscht - völlig abgeschottet und eher "mit der Hand im Mund". Aber dies sind nur kurz angeschnittene Probleme der Familie. Der Roman ist in 6 Teile gegliedert: Der erste Teil spielt im Jahr 1838 und wir lernen die Familie Goodenough und alle dazugehörigen Charaktere kennen. Geschrieben ist dieser Teil größtenteils aus Sadies, sowie aus James' Sicht. Der zweite Teil ist in Briefform geschrieben. Der jüngste Sohn Robert schreibt auf seiner Reise Briefe an seine Geschwister. Im dritten Teil touren wir mit Robert durch Californien - wir lernen unglaublich viel über die Natur, über Pflanzen und dem damaligen 'Goldrausch'. Dieser Teil wurde in der Ich-Perspektive von Robert geschrieben. Der vierte Teil berichtet in Vergangeheitsform darüber, weshalb Robert die Familie verließ. Im fünften Teil lesen wir Briefe, die an Robert geschrieben wurden und im sechsten Teil lösen wir einige, bisher unklare Dinge. Tracy Chevalier hat einen unglaublich nahen, packenden, emotionalen Schreibstil. Sie schreibt wahrhaft unglaublich über die Landschaft und die Natur. Sehr flüssig und in einem ruhigen Erzählstil beschreibt sie die Familie Goodenough und die damaligen Schwieirgkeiten des Überlebens. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich habe eine Geschichte serviert bekommen, die ich in solch einer Form ganz und gar nicht erwartet habe. Nicht nur der wundervolle Schreibstil, sondern auch die gebündelte Ladung an historischer Infos, haben mir einen aufregenden Lesegenuss verschafft. Ein generationsübergreifender Roman, den ich wirklich jedem wärmstens empfehlen kann.

Eine ruhige Geschichte über eine Familie...und viel Hintergrundwissen über Äpfel

Von: Franzy.liest.und.lebt Datum: 03. January 2018

Buchinfo Amerika, Mitte des 19. Jahrhunderts: Die Goodenoughs träumen von fruchtbarem Ackerland im Westen, bleiben aber mit ihrem Planwagen kläglich im Sumpfland von Ohio stecken. Der verzweifelte Versuch, hier eine Apfelplantage anzulegen, endet tragisch. Fasziniert von Erzählungen über Bäume, die angeblich in den Himmel wachsen, zieht der jüngste Sohn Robert weiter westwärts, bis nach Kalifornien. Doch am Ziel seiner Träume wird er von seiner tragischen Familiengeschichte eingeholt. (Quelle: Verlag) Anfang Wieder stritten sie sich über Äpfel. Er wollte mehr Tafeläpfel anbauen, zum Essen; sie mehr Mostäpfel, zum Trinken. Ihr Streiten war so eingeübt, dass sie beide ihre Rollen inzwischen perfekt beherrschten und ihre Worte glatt und monoton einander umflossen; sie hatten sie ja oft genug gehört, mussten nicht mehr genau hinhorchen. Meine Meinung Ich muss gestehen, dass das Cover der ausschlaggebende Punkt für mich war, weshalb das Buch mein Interesse weckte. So einfach gehalten und doch so schön gestaltet - es ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Was macht eine Familie zu einer Familie? Ist es Liebe, Zuneigung und Geborgenheit? Das Wissen, dass deine Eltern dich immer beschützen werden und deine Geschwister für dich da sind? Dann sind die Goodenoughs keine Familie. Geht es bei Familie aber um gemeinsame Aufgaben und den Zusammenhalt diese zu lösen und zu erreichen...ja dann, aber auch nur dann, handelt es sich in dieser Geschichte um eine Familie. Das Buch spielt zu einer sehr harten Zeit. Siedler überlaufen die USA, ziehen von Ort zu Ort und Acker zu Acker. Stellenweise kommen Menschen aus Europa dazu. Alle auf der Suche nach der Erfüllung ihrer Träume und Ziele. Doch was so malerisch und märchenhaft klingt, war ein sehr hartes Leben, in dem gebuckelt und auf vieles verzichtet werden musste. So haben die Goodenoughs bei jedem Sumpffieber ein Kind verloren - haben aber trotzdem noch einen ganzen Stall voll - und in diesem Gebiet einfach kaum Glück mit ihren Apfelbäumen. Das bisschen Ernte reicht kaum zum Leben, Mutter Sadie würde sowieso lieber alles zu Apple Jack verarbeiten und literweise trinken. In ihrem Mann James steigen die Aggressionen ins Unendliche, die er dann sowohl an seiner Frau, als auch seinen Kindern auslässt. Doch eines Tages kommt es zu einer Wendung, die ihren Sohn Robert dazu veranlasst den Black Swamp zu verlassen und in die große weite Welt zu reisen. Diese Zeit ist ganz wunderbar in Briefen festgehalten, die er seinen Geschwistern schreibt. So ist es der Autorin möglich große Zeitsprünge zu machen, ohne diese in endlosen Seiten niederschreiben zu müssen. Trotzdem bekommt man aber nicht das Gefühl, dass man als Leser zu wenige Informationen erhält. Die Zeit danach ist dann wieder ganz "normal" im Stile eines Romans geschrieben. Es handelt sich also nicht um ein Briefroman. Man muss sich schon auf diese Geschichte einlassen, denn sie ist doch anders, als andere Bücher aus diesem Genre. Und man erfährt wirklich viel - also echt sehr, sehr viel! - über Apfelbäume. Mich persönlich hat das überhaupt nicht gestört, aber man sollte sich vor dem Lesen überlegen, ob man so viel darüber wissen möchte ;-) Fazit Eine sehr ruhige, aber schöne Geschichte über das harte Leben in den Sümpfen, die Frage, was Familie ist und ob nicht jeder ein kleines Stückchen Glück verdient hat. Es ist eine ganz andere Art historischer Roman und bietet viel Wissen über den Anbau von Apfelbäumen. Wer da nicht so sehr dran interessiert ist, sollte die Finger von dem Buch lassen, um nicht enttäuscht zu werden. Mir persönlich hat dieses Buch wirklich gut gefallen!

Ein interessanter historischer Roman und die Liebe zur Natur...

Von: Ayda Datum: 31. December 2017

Klappentext: Auf der Suche nach einer neuen Heimat – die große Familiensaga von Tracy Chevalier Amerika, Mitte des 19. Jahrhunderts: Die Goodenoughs träumen von fruchtbarem Ackerland im Westen, bleiben aber mit ihrem Planwagen kläglich im Sumpfland von Ohio stecken. Der verzweifelte Versuch, hier eine Apfelplantage anzulegen, endet tragisch. Fasziniert von Erzählungen über Bäume, die angeblich in den Himmel wachsen, zieht der jüngste Sohn Robert weiter westwärts, bis nach Kalifornien. Doch am Ziel seiner Träume wird er von seiner tragischen Familiengeschichte eingeholt. Meine Meinung: Ich fand das Buch insgesamt sehr interessant und mal was anderes. Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen und es ist ein historischer Roman, der mal nicht so dick ist. Es ist einer ehre ruhige Geschichte und wie ich finde passend für den Herbst.Wir begegen hier einer außergewöhnlichen Familiengeschichte und der Liebe zu Bäumen und dem Apfelanbau. Es geht um Verlust,Gewalterfahrung,finanzielle Probleme,Familie,Sehnsucht und Zusammenhalt. Im Vordergrund steht auch die Verbundenheit zur Natur und dem Umgang mt ihr. Ein Buch auf das ich durch Zufall aufmerksam geworden bin und gerne gelesen habe. Autorin: Die Amerikanerin Tracy Chevalier, Jahrgang 1962, hat bisher acht historische Romane geschrieben. Ihr zweiter, „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“, wurde zum Weltbestseller und mit Scarlett Johansson und Colin Firth in den Hauptrollen verfilmt. „Der Ruf der Bäume“ ist nach „Zwei bemerkenswerte Frauen“ und „Die englische Freundin“ ihr dritter Roman bei Knaus. Tracy Chevalier lebt mit ihrer Familie in London. (Quelle: www.randomhouse.de)

Über Bäume und Migration

Von: Nicibookdragon Datum: 15. September 2017

Kurz Rezension Worum geht es: In der Ruf der Bäume geht es um die Famile Goodenough welche sich im 18 Jahrhundert einGrundstück in Amerika erarbeiten will. Besser gesagt im Sumpf von Ohio ihre Wurzeln schlagen will……. So machen sie sich auf dem weg, und landen im Sumpf von Ohio. Da der Vater Äpfel liebt werden also Bäume gepflanzt, das ist alles andere als einfach auf diesen Boden….. Es ist beinahe unmöglich. Doch sie müssen es aus einfach schaffen. Sie müssen genug Bäume Pflanzen und sich ihr Land erarbeiten.

Eine etwas andere Familiengeschichte

Von: Sabs Bookparadise Datum: 15. April 2017

Wir begleiten die Familie Goodenoughs die in den Blackswamps in Ohio leben. Der Vater versucht verzweifelt, eine Apfelplantage anzulegen - doch dabei legt ihm seine Frau einige Steine in den Weg und der Versuch endet in einer Tragödie. Der jüngste Sohn der Goodenoughs, Robert, macht sich auf den Weg nach Kalifornien. Die Geschichten über die höchsten Bäume der Welt, faszinieren ihn und er macht sich auf die Suche. Doch auch wenn er Versucht, mit der Vergangenheit abzuschliessen, holt ihn seine Familiengschichte wieder ein. Ich war unheimlich auf das Buch gespannt. Am Anfang war ich eher skeptisch, da sich die Geschichte doch ein wenig gezogen hat. Die Familie Goodenough hat mehr als ein Problem und irgendwie sind mir einige dieser Probleme mit der Zeit etwas auf die Nerven gegangen. Besonders Mutter Sadie konnte ich überhaupt nicht ausstehen! Ich habe schon lange keinen Charakter mehr gesehen, der meine Nerven so strapaziert hat. Mit speziellen Charakteren habe ich ja keine Probleme, aber diese Frau! Ich habe den Vater ab und an wirklich verstehen können, wenn er seine Frau satt hatte. Also hier hat das Wort Bösartigkeit und Hinterlistigkeit eine neue Bedeutung bekommen. Nach einer tragischen Wendung, die ich hier natürlich nicht näher erleutere, fangen wir an, Robert zu beleiten. Das hat mir wirklich gut gefallen, da wir ihn zuerst in Form von Briefen begleiten, ehe wir ihn dann direkt weiter begleiten können. Wo ich zu Beginn der Geschichte mit Bäumen meine Probleme hatte, wurde es bei Robert wirklich interessant. Mir hat die Art und Weise, wie einem die Bäume näher gebracht wurde, in diesem Teil des Buches wesentlich besser gefallen. Auch Robert mochte ich wirklich gerne, auch wenn er mir als Charakter manchmal nicht ganz greifbar war. Was man zu diesem Buch sagen muss: Man sollte sich ein wenig für die Natur begeistern und vielleicht auch für Bäume speziell - oder zumindest so offen sein, mehr darüber zu lernen. Das Hauptaugenmerk liegt wirklich auf den Bäumen und man bekommt aus der Sicht von Roberts Vater, aber auch von Robert selbst viel darüber erklärt. Das Cover finde ich wunderschön - gefällt mir wirklich gut. Fazit Ein etwas anderes Buch, das mir besonders in der zweiten Hälfte gut gefallen hat. Von mir bekommt das Buch 4 Sterne.

Siedler in Amerika, Mitte 19. Jahrhundert

Von: die.buecherdiebin Datum: 11. April 2017

Amerika, Mitte des 18. Jahrhunderts. James und Sadie Goodenouph wollen eigentlich mit ihren Kindern nach Indiana, sie träumen von fruchbarem Ackerland im Westen. Doch mit ihrem Planwagen bleiben sie im Sumpfland von Ohio, in Black Swamp, stecken. Mit all ihrer Kraft versuchen sie, dort eine Apfelplantage anzubauen. Nach einem tragischen Vorfall verlässt Robert, der jüngste Sohn, mit nur neun Jahren die Familie und schlägt sich alleine durch. Bis nach Kalifornien. Nur die Liebe zu den Bäumen ist ihm geblieben. Meine Meinung: Ich fand das Thema und den Aufbau des Buches zunächst sehr ungewöhnlich. Das erste große Kapitel gibt Einblick in den erbarmungslosen Überlebenskampf der Familie Goodenouph. Sie müssen den Verlust von fünf Kindern durch das jährliche Sumpffieber verarbeiten, die Geldknappheit, Sadie’s Alkoholsucht, die schwere Arbeit, bei der alle mithelfen müssen, die Hassliebe der Eltern und deren ewige Streitereien über Apfelbäume. Das Zusammenleben der Familie wird immer unerträglicher. Danach folgt ein Kapitel (in großen Zeitsprüngen) mit Briefen von Robert und gibt so Einsicht in sein Leben. Dann geht es zunächst einmal mit Roberts Erlebnissen weiter. Zwischendurch erfahren wir durch einen Rückblick, was der Auslöser für Roberts Weggang war. Der Schreibstil von Tracy Chevalier (Das Mädchen mit dem Perlenohrring) ist eher ruhig und mit wenig wörtlicher Rede, aber sehr bildhaft. Ich konnte mir sehr gut die Landschaft, die Bäume und die verschiedenen Charaktere vorstellen. Auch das schwere Leben der ersten Siedler und auch der Goldgräber wird deutlich. Nachdem ich zuerst noch skeptisch war, gefiel mir das Buch, je mehr ich gelesen habe, immer besser und am Schluss war ich traurig, dass es schon zu Ende war. Ich hätte gerne mehr von Roberts weiterem Leben erfahren. Fazit: Ein besonderes Buch mit einem ungewöhnlichem Thema, für das man sich Zeit nehmen sollte. Die Bäume nehmen schon sehr viel Raum in der Geschichte ein und ich würde das Buch gern ein zweites Mal lesen, weil ich jetzt ein ganz andere Einstellung dazu habe.

Eine bewegende Familiengeschichte

Von: Fin Datum: 03. April 2017

"Der Ruf der Bäume ist ein Roman über Migration und darüber, wie eng die Geschichte der Bäume mit der der Menschen verbunden ist." Tracy Chavalier Vor dem Hintergrund des großen Zugs nach Westen im Amerika des 19. Jh., wo Tausende versuchten, eine neue Heimat zu finden, erzählt Tracy Chevalier die tragische Geschichte der familie Goodenough. Ihre Heimlichen Helden jedoch sind die Bäume, Sinnbild für die Sehnsucht der Siedler nach einem Ort, wo sie Wurzeln schlagen können . sein es die Apfelbäume, die James Goodenought im Sumpfland von Ohio versucht, oder die Mammutbäume Kalifornienes, denen sein Sohn Robert verfällt. Im Amerika des 19 Jh. bewege ich mich für gewöhnlich nicht auf meinen literarischen Reisen. Umso erfreulicher war es dies dann doch auch einmal in Angriff zu nehmen und mit der Familie Goodenought die beschwerliche Reise ins Glück auf mich zu nehmen. Was erwartet uns ? Nun die Farm auf der die Goodenought lebten reicht nicht für so viele Menschen der Familie und so machen sich James und seine Frau Sadie mitsamt den Kindern auf in eine bessere Zukunft. Doch die Realität ist der "Black Swamp" in Ohio und alles andere als das erträumte Paradies. Die Realität war ein stehendes Gewässer des Black Swamp mit seinem Gestank nach Fäulnis und Moder und seinem zähen schwarzen Schlamm. Wir beginnen in einem Streit den James und Sadie führen, jedoch nach vielen Jahren Ehe und etlichen im Black Swamp ist klar, dass es hier keinen Gewinner geben wird. Es geht darum was wichtiger ist Most- oder Tafeläpfel, an sich nichts dramatisches aber für die beiden ein Grund sich zu streiten. Sadie ist mir vom ersten Moment an unheimlich unsympatisch, als aufkam das sie dem Appeljack zugeneigt ist und dann ihre ekelhafte Seite durchkommt war jedes Verständniss für sie zunichte. Jedoch hat auch James nicht nur Positives, doch er versucht wenigstens fair zu sein. Das Leben im Black Swamp hat beide völlig aufgerieben um einen Gesetzlichen Anspruch auf das Land zu haben müssen sie innerhalb von drei Jahren fünfzig Obstbäume pflanzen. James erwarb bei John Chapman zwanzig Setzlinge die er sich eigentlich nicht leisten konnte und nahm sich die Zeit Land zu rohden die er auch nicht hatte. DasErgebniss waren Schulden an denen die Familie auch 9 Jahre später immer noch zu zahlen hatte. Das Leben als Siedler damals entwurzelt und fern der Heimat war alles andere als einfach. Die Familie wurde regelmäßig von einem Sumpffieber geplagt an denen auch schon einige der Kinder starben. Die Geschichte biete einen Einblick in das Leben das die Menschen damals führten, zuerst begleiten wir die gesamte Familie. Später im zweiten "Kapitel" das 16 Jahre umspant, lesen wir Briefe die Rober der Jüngste, seiner Familie schickt nachdem er die Farm verlassen hat. Wir begleiten Robert so auf seinem Weg und erfahren was ihm in all der Zeit wiederfahren ist. Dieser Roman erzählt davon wie wichtig es für Menschen ist einen Platz für finden an dem sie Wurzeln schlagen können. Das wir im Angesicht der Bäume ihrer Größe und Schönheit, hin und wieder inner halten sollten und uns darauf besinnen was wirklich wichtig ist. Leben ist ohne Bäume nicht möglich. Das Buch war definitiv keine leichte Kost, da die Protagonisten alle mit ihren Problemen zu kämpfen hatten. Immer wieder musste ich absetzen und etwas anderes Lesen da mir einfach zu viel durch den Kopf ging als ich diese Geschichte gelesen habe. Es ist ein lesenswertes Buch, über das man sich einfach eine eigene Meinung bilden sollte. Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick in die Geschichte geben. Ich bedanke mich an dieser Stelle beim Knaus Verlag für die Bereitstellung des Rezi Exemplars.

Träume und der rauhe Westen

Von: Klene123 Datum: 06. March 2017

James Goodenough wächst einem mit seiner eigenen Art sehr schnell ans Herz, wenn er von den Apfelbäumen erzählt und den Jahren, die er schon im Sumpf verbracht hat um sich dort ein Leben aufzubauen. 50 Apfelbäume sollen es werden, dann gehört Ihnen das Land. Aber die ganzen Träume am Anfang der Reise stellen sich als schwer verwirklichbar vor im Black Swamp. Man wird etwas melancholisch und die Seiten ziehen sich auch ein bisschen, irgendwie weiß man nicht so richtig wieso die Goodenoughs dort bleiben. Sie meinen selbst, sie haben viel zu viel aufgegeben um jetzt umzukehren, aber vor allem die lebhafte Sadie geht daran zugrunde, obwohl wohl auch am Applejack. Nach einem tragischen Unfall gelingt es Robert dem jüngsten Sohn endlich von der Farm wegzukommen - wir begleiten ihn die erste Jahre nur in seinen Briefen, die er an die Familie schreibt. Dann werden wir in "Echtzeit" mit ihm genommen, wie er auf die Suche nach Bäumen geht. Auch er hat viel hinter sich, große Träume gehabt und immer wieder herbe Rückschläge erlebt. Dennoch gitb er nicht auf, wirkt ruhelos - ab hier packt einen die Geschichte finde ich irgendwie mehr als am Anfang, man träumt sich mit Robert weg in die große weite Welt. Der Schreibstil ist dabei sehr präzise hier und da bei den Beschreibungen der Bäume und zu Beginn auch schon bei den Äpfeln, aber dann wiederum sehr malerisch. Die Autorin hat die Stimmung der Goldgräber und Siedlerzeit in Roberts Reise sehr gut aufgefangen und dem Leser verdeutlicht. Dabei ist nichts beschönigt auch das Rauhe kommt zum Vorschein, was sehr schön mit der Beständigkeit der Redwoods und der Freiheit die das Meer zum Beispiel ausstrahlt, harmoniert. Fazit Ein tolles Porträt der Siedlerzeit in Amerika, das einem Lust auf Abenteuer macht. Nur die ersten Seiten hätten deutlich gekürzt werden können, aber hier finde ich lohnt sich das Durchbeißen auch!

Amerikanische Familiensaga im 19.Jahrhundert

Von: Petra Radtke Datum: 23. February 2017

Dieser Roman macht uns bekannt mit einer amerikanischen Familie im 19. Jahrhundert. James und Sadie Goodenough, verlassen nach ihrer Heirat das elterliche Land und ziehen ins Ungewisse – den Westen von Amerika, um hier ein glückliches Leben zu haben. Sie landen in einem Sumpfgebiet, dem „Black Swamp“ in Ohio und bauen sich dort eher unfreiwillig – weil sie nicht mehr weiterkommen – eine Farm auf. Mit viel Kraft und Liebe entsteht so eine Apfelplantage, die für James Goodenough sein ganzer Lebensinhalt wird. Er veredelt die Apfelbäume und züchtet so leckere Äpfel zum Essen und zum Mosten. Doch das Sumpfgebiet fordert seine Opfer. Die Stechmücken übertragen ein tödliches Fieber, an dem auch 5 ihrer10 Kinder zum Opfer fallen. Das verkraftet Sadie nicht und sie wird Alkoholikerin. Ihre große Tochter ist ihr beim Führen der Wirtschaft eine große Hilfe. Ihr großer Sohn Robert wird von seinem Vater in die Geheimnisse der Apfelplantage eingeweiht und er hilft seinem Vater bei der Pflege der Bäume. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit der Familie. Nach einem harten Schicksalsschlag verlassen Robert und seine Schwester die Farm und suchen jeder seinen eigenen Lebensweg. Rober findet seine Liebe zu Mammutbäumen und seine Schwester wird als Hilfskraft und Tochterersatz auf einem benachbarten Hof eine neuesZuhause finden. Ob es für beide noch eine gemeinsame glückliche Zukunft gibt- man darf gespannt sein... Die Geschichte ist in verschiedenen Perspektiven erzählt, teilweise aus der Ich-Perspektive von Sadie, ein Teil der Geschichte sind Briefe von Robert an seine Familie. Der dritte Teil handelt von den Abenteuern von Robert, der in Kalifornien seine Liebe zu den Mammutbäumen entdeckt. Die Schreibweise ist sehr bildhaft. Die Charaktere sind sehr gut dargestellt. Man fühlt als Leser mit den Familienmitgliedern mit- ist oft schockiert von den Wutausbrüchen von Vater und Mutter und fühlt mit den Kindern, die schnell in dieser rauen Gegend erwachsen werden müssen. Man lernt als Leser viel über Apfelbäume, Mammutbäume und den Nationalparks in Amerika. Für alle Leser, die mehr über die Siedler in Amerika und ihren Kampf um ein neues Leben in der Natur wissen wollen.

Der Ruf der Bäume

Von: Erdhaftig schmökert Datum: 22. February 2017

Tracy Chevalier erzählt eine melancholische Geschichte über eine amerikanische Familie, die in einem Sumpfgebiet gestrandet ist und trotz der unwirtlichen Gegend dort eine Apfelbaumplantage errichten möchte. Es ist ein gut erzähltes Drama bei dem man erfährt, wie genau die Familie zerbricht: an den Anforderungen der Region, die dazu noch das Familienleben belastet, ebenso wie an ihren Träumen. Im Vordergrund steht die Natur, die Apfelbäume vor allem und was sich alles aus Äpfeln herstellen lässt, was Apfelbäume in Menschen auslösen können. Der Roman dreht sich rund um Armut, den Willen zum Überleben, um Träume und Bäume, um innere und äußere Räume, um Gewalt in Familien und um Alkoholsucht. Der Roman bewegt und durch den suberben Schreibstil wirken die Einzelheiten nicht zuviel sondern genau richtig. Ein lesenswertes Buch.

Kraftvolle Geschichte

Von: Oma Inge Datum: 17. February 2017

Amerika im 19. Jahrhundert. Wie viele andere ziehen auch James und Sadie Goodenoug mit ihren Kindern nach Westen um ein neues Leben zu beginnen. Sie kommen nicht weit und bleiben im Black Swamp, einem Sumpfgebiet in Ohio um dort eine Farm zu gründen. Die Siedler müssen mindestens 50 Obstbäume auf ihrem Land pflanzen um es behalten zu können. James und Sadie entscheiden sich für Apfelbäume. Nicht nur der Streit zwischen James und Sadie ob nun Essäpfel oder Mostäpfel die bessere Wahl sind zehrt an der Familie. Das Sumpffieber kostet 5 ihrer Kinder das Leben und Sadie verfällt dem Alkohol. Der zweite Teil berichtet vom Leben des Sohnes Robert der die elterliche Farm nach einem verhängnisvollem Streit verlässt und es bis an die Westküste Amerikas schafft. Viel mehr möchte ich nicht über die Geschichte verraten. Die Geschichte selber wird durch einseitige Briefe von den Geschwistern Robert und Martha unterbrochen, die nie oder spät beim anderen ankommen. Hier ist der zeitlich Ablauf nicht stimmig. Die Handlung folgt zum Teil nach den Briefen und erst dann versteht man einzelne Passagen. Über das harte Leben der Siedler im Black Swamp erfährt man viel und auch wie aus Mostäpfel Alkohol wird. Aber neben den düsteren zeigt der Roman auch schöne Seite. Als Robert die Mammutbäume sieht konnte ich mit ihm die Freude fühlen. Die Natur, die sich nicht den Menschen beherrschen lässt, spielt eine große und schöne Rolle im Buch. Am Anfang des Buches informiert eine Karte über das Amerika anno 1850. Auf den letzten Seiten findet sich eine Auflistung historisch belegter Personen. Der Schutzumschlag ist in Brauntönen gehalten nur der rote Apfel sticht heraus. Mein Fazit: Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die mehr über amerikanische Siedler im 19. Jahrhundert lesen möchten. Es ist keine schöne aber eine kraftvolle Geschichte.

Bäume sind Leben

Von: Martinas Buchwelten Datum: 15. February 2017

Dieser ruhige Roman der Bestsellerautorin Tracy Chevalier ("Das Mädchen mit dem Perlohrring", "Zwei bemerkenswerte Frauen") entfaltet sich erst so richtig, wie das Aroma bei einem Biss in einem Apfel. Denn die Geschichte wirkt frühestens nach dem zuklappen des Buches so richtig nach.... Es ist das Jahr 1838 und die Staaten sind noch jung. James und Sadie Goodenough brechen Richtung Westen auf, um eine neue Heimat zu suchen. Doch schon beim Black Swamp in Ohio ist ihre Reise zu Ende, denn das morastige Land stoppt ihr weiterkommen. Eher unfreiwillig beginnen sie in den Sümpfen ihre Farm zu bauen und Apfelbäume zu setzen, denn das Gesetz besagt, dass jeder neue Siedler mindestens 50 Obstbäume pflanzen muss. James, der von eine Apfelplantage wie bei seinen Eltern träumt, möchte süße Tafeläpfel anpflanzen, während Sadie Mostäpfel bevorzugt. Dieses Thema wird zum ewigen Streitpunkt der Beiden, der sich auch durch die Hälfte des Romans zieht. Anfangs fiel es mir nicht so leicht Seite um Seite über Äpfelsorten, dem Pflanzen und Veredeln zu lesen, denn James liebt seine Bäume und das unwirtliche Land macht es den Goodenoughs nicht gerade leicht. Das jährliche Sumpffieber rafft von zehn Kindern, die Sadie gebiert, fünf hinweg. Ihren Kummer ertränkt sie immer mehr im selbstgebrauten Apfelschnaps. Schläge und Züchtigungen an den Kindern, sowie Bosheiten von Sadie ihrem Mann gegenüber, stehen an der Tagesordnung. Die Familie zerfällt immer mehr. Einzig Robert liebt die Apfelbäume genauso wie sein Vater. Gemeinsam mit der sanften Martha versuchen sie die Familie zusammenzuhalten. Aber auch sie werden sie getrennt, als die Familie auf gewaltsamer Weise auseinanderbricht..... Ein Zitat auf Seite 105 zeigt wie mühsam und ereignislos das Leben der Goodenoughs in Black Swamp abläuft: "Das Leben war oft nur eine Wiederholung derselben Bewegungen in einer anderen Reihenfolge, je nach Tag und Ort" Während man zu Beginn der Geschichte den verzweifelten Kampf einer Familie erlebt, die nichts weiter möchte, als sich den Landstrich auf dem sie leben, untertan zu machen und über die Runden zu kommen, stoppt die Handlung plötzlich und der Leser erlebt die Jahre 1840-1856 in einer Art Zeitraffer. Robert hat sich auf den Weg in den Westen gemacht und schreibt jedes Jahr rund um Silvester einen Brief nach Hause. So erfährt man in kurzen Rückblicken, dass Robert, getrieben durch die Suche nach seinen Wurzeln, in Kalifornien das erste Mal Gerüchte über Mammutbäume hört. Er folgt den Ruf der Redwoods, den riesigen Bäumen in Calaveras Grove... Dieser Teil, der aus der Sicht von Robert erzählt wird, hielt mich gefangen und der Zauber der Mammutbäume ging auch auf mich über. Der junge Mann ist ein sehr sympathischer Charakter, der jedoch ein Getriebener ist. Er ist ewig auf der Suche und fühlt nur innere Ruhe bei seinen Bäumen. Robert tut sich schwer mit Nähe und den Menschen. Doch mit William Lobbs, einem englischen Pflanzensammler, findet er eine verwandte Seele. Gemeinsam sammeln sie Samen und Setzlinge, um diese in die egnlische Heimat von William Lobbs zu schicken.... Tracy Chevalier erzählt hier eine melancholische Geschichte über eine Familie, die an den Anforderungen der Gegend und ihren Träumen zerbricht. Dies ist die Zeit der ersten Besiedlungen und dem Goldrausch. Dieser spielt hier ebenfalls eine Rolle, allerdings eine kleine. Chevalier nimmt sich eindeutig der Natur, besonders den Bäumen, an und bringt uns im ersten teil die Apfelbäume und danach die Mamutbäume näher. Das Drama rund um die Goodenoughs wühlt auf und dem Leser wird erst nach Beenden des Buches so richtig klar, welche interessante Geschichte die Autorin hier geschaffen hat, die noch lange nachwirkt. Schreibstil: Tracy Chevalier ist eine Meisterin der leisen Töne. Ihre Romane sind ruhig und vermitteln zwischen den Zeilen doch so viel. Der Aufbau der Geschichte irritiert zu Beginn etwas, vorallem als man an der Stelle mit den Briefen von Robert kommt, jedoch passen diese Passagen perfekt in den Roman. Die Beschreibungen sind lebendig und bildhaft. Ich konnte mir das karge Land. das Sumpfgebiet und auch die Mammutbäume in Kaliforninen sehr lebhaft vorstellen. Am Beginn des Buches ist eine Karte der vereinigten Staaten anno 1850 zu finden. Auf den letzten Seiten finden sich noch eine Auflistung historisch belegter Personen wie William Lobbs und Johnny Appleseeds. Fazit: Ein ruhiger, einfühlsamer, aber auch melancholischer und rauer Roman, der über das schwere Leben der ersten Planwagensiedler im beginnenden 19. Jahrhundert erzählt und sich erst so richtig entfaltet, nachdem man das Buch zugeklappt hat. Wunderschön!

Der Ruf der Bäume

Von: Melanie Datum: 12. February 2017

Man begleitet die Familie Goodenough auf ihrer rastlosen Sucht und Suche nach Bäumen. Werden zu Beginn Apfelbäume von Familienoberhaupt James Goodenough vor der alkoholsüchtigen Mutter bis zum bitteren Ende beschützt, macht sich Jahre später einer der Söhne, der verhaltene Robert auf, Riesenbäume zu erforschen. In diesem Buch habe ich mit Lyrik gerechnet. Mit vielen träumerischen Passagen über die Bäume, die großen Beschützer der Wälder, einige davon hunderte von Jahren alt. Es gab wenig Lyrik, dafür aber eine wortgewaltige Familiengsaga, wortgewaltig durch Chevaliers großartigen Schreibstil. Jedem Charakter gibt sie eine besondere Note ohne denjenigen naiv oder gänzlich unsympathisch darzustellen. Wie das Leben so ist auch leider diese Geschichte mit Höhen und Tiefen ausgestattet und mit Tiefen meine ich keine negativen Stellen im Buch, sondern tragische Lebenseinschnitte der Figuren (ja, ich brauchte Taschentücher). Über die gewaltigen Redwoods und die stämmigen Sequoia, die zwar nicht so groß wie die Redwoods sind, dafür umso umfangreicher, lernt der Leser natürlich auch etwas im Buch. Schließlich geht es nicht nur um uns Menschen, sondern auch um Bäume. Mein Fazit Schon jetzt für mich eines der Lesehighlights im Jahre 2017. Packend geschrieben, tragisch und einfach nur schön.

Toll erzählte Familiensaga über das harte Leben in Amerika im 19. Jahrhundert

Von: Biggi Friedrichs Datum: 08. February 2017

Die Familie Goodenough kämpft im Sumpfland von Ohio im 19. Jahrhundert ums Überleben. Der Sumpf fordert sein Tribut, das Land ist schwer zu bestellen, alljährlich bekommen die Familienmitglieder Sumpffieber und das eine oder andere Mitglied der Familie fällt dem Fieber zum Opfer. Der Vater versucht 50 Apfelbäume zu pflanzen, weil ihm dann ein Gesetz das Land zusprechen wird. James, der Vater, und Sadie, die Mutter, sind beides starke Persönlichkeiten. Sie streiten sich oft und Jack bekommt von seiner Frau auch ab und an ein blaues Auge verpasst. Sadie ist mehr und mehr dem Applejack zugeneigt, sie möchte mehr Mostäpfel pflanzen um Cider und Schnaps herzustellen, während ihr Mann süße Äpfel pflanzen möchte. Das führt dann irgendwann zu einem Familiendrama. Die Story ist über verschiedene Perspektiven erzählt, teilweise aus der Ich-Perspektive von Sadie, ein Teil der Geschichte sind Briefe von Robert an seine Familie. Der dritte Teil handelt von den Abenteuern von Robert, der in Kalifornien Mammutbäume und Redwoods sammelt. "Der Ruf der Bäume" ist eine Familiensaga, die über das entbehrungsreiche Leben der Siedler in Amerika im 19. Jahrhundert handelt. Neben den Menschen spielen hier Bäume, hauptsächlich Apfelbäume, Mammutbäume und Redwoods eine große Rolle. Man spürt die Liebe und die Abhängigkeit der Menschen zu den Bäumen. 5/5 Sterne für diesen unterhaltsamen Abenteuerroman.

Der Ruf der Bäume

Von: Manuela Hahn Datum: 06. February 2017

Inhalt: Ohio, in der Mitte des 19. Jahrhunderts, die Familie Goodenoughs besiedelt ein Stück Land in den Black Swamp, hier her hat sie das Schicksal getrieben, denn eigentlich wollten sie weiter in den Westen zu fruchtbarem Ackerland, doch der Black Swamp hat sie im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr losgelassen. Aus den gemeinsamen Anstrengungen Sadies und James, eine Apfelplantage aufzubauen um sich und ihren Kindern eine Zukunft zu sichern, wird im Laufe der Jahre immer mehr ein Krieg zwischen den Eheleuten, denn James will süße Tafeläpfel anbauen während Sadie Mostäpfel vorzieht aus denen Apple Jack gebrannt werden kann, ein Schnaps dem sie immer mehr verfällt. Von den Kindern der Familie erfährt man leider nicht viel, nur Martha und Robert spielen im Buch eine wichtigere Rolle. Meine Meinung: Der Ruf der Bäume, ist das Drama einer Familie, die an dem harten Leben in den Sümpfen Ohios zerbricht. Tracy Chevalier romantisiert nicht, ihre Protagonisten leiden, sie werden schmutzig, sie trinken, sie betrügen, sie leben und sie sterben, die Familie wächst nicht nach jedem Todesfall enger zusammen, nach der Trauerzeit wird weder die Liebe zwischen Sadie und James größer noch die zu ihren überlebenden Kindern, im Gegenteil sie entfernen sich immer mehr voneinander. Wer also idyllische Bilder nach dem Vorbild der Waltons oder Unserer kleinen Farm erwartet, ist hier falsch. Wer allerdings einen authentischen Einblick in das Leben der Amerikaner im 19. Jahrhundert erleben will, dem kann ich dieses Buch sehr empfehlen. Einzig der Aufbau des Buches hat mir erst nicht so gut gefallen. Die Geschichte wird unterbrochen von Briefen die sich die Geschwister Robert und Martha gegenseitig schreiben und die teilweise auf den folgenden Geschichtenanteil vorgreifen. Das relativierte sich aber am Ende des Buches etwas, so das ich für das Buch gerne eine Leseempfehlung gebe.

Authentischer Überlebenskampf

Von: Mel Bücherwurm Datum: 31. January 2017

"Der Ruf der Bäume" ist ein eindrücklicher Roman, der von Armut und Überlebenswillen erzählt. Apfelbäume, Mammutbäume und diverse andere Baumarten sind prägend für die Story, daher ist der Titel des Romans erstaunlich gut gewählt. Es prägt ein und gibt dem Roman eine gewisse Intensivität. Roberts Kindheit ist geprägt von Gewalt und Lieblosigkeit. Alle Klischees der damaligen Zeit werden Raum im Roman finden und wirken äußerst authentisch auf seine Leser. Erzählt wird in verschiedenen Erzählsträngen und daher kommt man den Protagonisten um einiges näher. Es ist eindrücklich und wirkt einige Zeit nach. Es ist ein Roman, der zum Nachdenken auffordert und auch zwischen den Zeilen gelesen werden muss. Ein Familiendrama, welches der Autorin sehr geglückt ist, auch wenn sie sich dabei schmerzlichen Erinnerungen bedient und auch vor Missbrauch und Alkohlabhängigkeit nicht Halt macht. Durch den angenehmen Schreibstil und die Schriftgröße ist "Der Ruf der Bäume" schnell gelesen. Mich hat der Roman sehr bewegt, da ich immer noch Hoffnung hatte, dass sich Roberts Leben verbessert und es ihm gelingt, sich emotional binden zu können. Er wirkt ruhelos und schafft es nicht, sesshaft zu werden. Seine Familiengeschichte spricht eine deutliche und schmerzhafte Sprache, die es mir verständlich macht, warum Robert unruhig und er Beziehungen mit anderen Menschen dicht macht. Seine Eltern waren ihm wenig Vorbild und daher ist es nachvollziehbar, auch wenn es einsam macht. Einzig die Liebe zu Bäumen konnte Robert übernehmen und dadurch seinen weiteren Lebensweg gestalten. Durch Briefe wirkt der Roman um einiges authentischer, denn diese sind, was den Roman Lebendigkeit einhaucht. Fazit: Ein großes Familiendrama, welches zutiefst bewegt und die Zeit des 19. Jahrhunderts treffend beschreibt. Es ist ein Kampf ums Überleben, der einhergeht mit der Liebe zu Bäumen allerlei Art. Sie scheinen wirklich zu rufen und prägen das Leben der Protagonisten. Eine echte Leseempfehlung an einen wunderbaren historisches Roman, der mich ursprünglich ansprach, da das Cover mich an ein anderes Buch erinnerte. Eine gute Entscheidung sich "Der Ruf der Bäume" zu widmen, da es mich restlos begeistert zurücklassen konnte.

Die Verlockung der Apfelbäume

Von: Martin K. Datum: 30. January 2017

Ein Roman über Apfelbäume – kann das gelingen? Tracy Chevalier hat mit „Der Ruf der Bäume“ gezeigt, dass auch Apfelbäume zum Zentrum großer Familiengeschichten taugen. Ihr Roman ist eine packende Saga über den Ruf des Westens im Amerika des 19. Jahrhunderts. Tracy Chevalier siedelt ihre Familiensaga zwar eben in der Zeit des großen Goldrausches an. Ein wichtiger Teil der Handlung spielt auch in Kalifornien, doch es ist nicht das Gold, das im Mittelpunkt ihres Romans steht. Vor dem Hintergrund des großen Zugs nach Westen im Amerika des 19. Jahrhunderts erzählt Tracy Chevalier eine Geschichte über Migration. Sie schreibt über Heimat und die Sehnsucht nach dem, was von uns über den Tod hinaus bleibt. „Der Ruf der Bäume“ ist eine Coming-of-Age Geschichte in einem harten Jahrzehnt der US-amerikanischen Geschichte – mal Erzählung, mal Briefroman, aber nie platter Klischeeroman. Die Erzählung beginnt mit der Sehnsucht der Familie Goodenough, eine Heimat zu finden. Farmer James will unbedingt 50 Apfelbäume auf dem Land pflanzen, das er in der Nähe der großen Seen gerodet hat. Wem es gelingt eine Obstplantage mit mindestens 50 Bäumen zu betreiben, dem gehört das Land auf dem er sich niedergelassen hat. So will es das Gesetz. James Goodenough setzt daher alles daran, dieses Ziel im Sumpfland von Ohio zu erreichen. Von der väterlichen Farm vertrieben, will er endlich – wie seine Bäume – Wurzeln schlagen. Doch der Ort, den er sich dafür ausgesucht hat, gefällt nicht jedem in der Familie. Einen Verbündeten findet er nur in seinem Sohn Robert, der Jahre später den Mammutbäumen in Kalifornien verfällt. Anhand der Lebensgeschichte dieser beiden Männer zeigt Tracy Chevalier, dass Migration immer auch die Suche nach der Heimat mit sich bringt. Es geht immer auch um das Ankommen. Manche sind bereit, die alte Heimat aufzugeben und sich in der Ferne eine neue Heimat aufzubauen. Andere hängen noch lange den Erinnerungen an das Früher nach – oder verdrängen das, was mal passiert ist. Sie kommen daher nie im neuen Leben an. Aber Flucht ist kein Dauerzustand, mit dem wir Menschen umgehen können. Um uns zu Hause zu fühlen, brauchen wir die Erinnerungen an die Vergangenheit und die Möglichkeit uns neue positive Erinnerungen zu schaffen. Hier kommen bei Tracy Chevaliers „Der Ruf der Bäume“ die Apfelbäume ins Spiel. Der Pitmastoner Ananasapfel ist der Kitt, der die Bruchstellen von Chevaliers Roman zusammenhält. Sie sind der Antrieb für Vater James Goodenough und die Sehnsucht von Sohn Robert. Sie sind das Bindeglied der Generationen – auch über Staatsgrenzen hinweg. Während es zahlreiche Bücher und Erzählungen über den Goldrausch in Kalifornien gibt, fängt Tracy Chevalier mit „Der Ruf der Bäume“ die andere Seite dieses US-Bundesstaats zur Mitte des 19. Jahrhunderts ein. Sie stellt die Natur in den Mittelpunkt – und schafft damit brisante Aktualität. Die Menschheit macht sich die Fauna zum Untertan, damals wie heute. Die Liebe zur Natur wird aber in all der Hektik und sterilen Modernität der Cyberräume im 21. Jahrhundert zum Spleen. Gibt es Probleme, sind wir häufig als erstes Bereit den Schutz der Natur zu opfern. Genau an dieser Stelle gelingt es Chevalier in der „Ruf der Bäume“ der modernen Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten – ansprechend verpackt in eine dramatische Familiengeschichte im Wilden Westen. Ohne Fingerzeig, ohne Mahnung, ohne Oberlehrerhafte Botschaften – einfach durch die Geschichte in ihrem Roman, der noch dazu zwei Jahrhunderte zuvor spielt. Chevalier zeigt in „Der Ruf der Bäume“, warum der Mensch nicht ohne Bäume leben kann. Dem Roman fehlt es zwar an Cowboys, nicht aber an der Abenteuerlust der Westernerzählungen. „Der Ruf der Bäume“ punktet zudem mit einer überzeugenden Charakterzeichnung, einem langsamen Tempo und überraschenden Wendungen.

Glaubwürdig und unterhaltsam - ein historischer Roman mit einem außergewöhnlichen Aufbau

Von: Kathrin N. Datum: 27. January 2017

Dieser Roman nimmt uns mit in eine amerikanische Familie im 19. Jahrhundert. Wir erfahren die Anfänge der Familie James und Sadie Goodenough, wie sie das elterliche Land nach der Heirat verlassen und in das Ungewisse – den Westen – ziehen. Bald landen sie in einem Sumpfgebiet, dem „Black Swamp“ in Ohio und bauen sich dort eher unfreiwillig – weil sie nicht mehr weiterkommen – eine Farm auf. James Goodenough macht es sich zur Aufgabe, in dem unwirtlichen Gebiet eine Apfelplantage mit Most- und besonderen Essäpfeln zu erstellen, seine Frau Sadie spricht nach der Geburt von mehreren Kindern und den Verlust von 5 durch das Sumpffieber mehr und mehr dem selbstgebrauten Apfelalkohol zu... was letztendlich der Grund ist, warum sich die Familie immer mehr entzweit und eines Tages die Eltern tragisch ums Leben kommen. Von den Kindern erfahren wir eher beiläufig mehr – außer von Robert, der nach dem tragischen Vorfall von Zuhause flüchtet und so bereits in jungen Jahren viele neue Erfahrungen bei den Goldgräbern und letztendlich bei einem Baumhändler landet, dort viel Neues über Bäume erfährt und die neu entdeckten Mammutbäume lieben lernt... und von Martha, dem fleissigen grauen Mäuschen, die ihrem Bruder Robert sehr nahe steht, nach dem Tod der Eltern auf dem benachbarten Hof als Hilfskraft und Tochterersatz eine neue Bleibe findet. Diese beiden Geschwister haben schon auf dem elterlichen Hof eine besondere Bindung zueinander, die zum Schluss des Buches auch wieder zusammen finden. Der Buchaufbau irritiert beim ersten Lesen sehr, denn zuerst erfahren wir von dem Leben der Eltern James und Sadie mit ihren Kindern, dann gibt es einen Briefteil mit von Robert immer an Neujahr geschriebenen Briefen an die zuhause Gebliebenen, bevor es mit einem Geschichtsteil – der wieder zurückliegt vor der Flucht Roberts – weitergeht, um dann wieder mit einem Briefteil – dieses Mal von Martha an ihren Bruder Robert – wieder den Stil zu ändern... abschließend befinden wir uns wieder im Geschichtsteil, wo sich alle Erzählstränge zusammenfinden und enden. Dies Hin- und Herspringen empfand ich beim ersten Lesen als anstrengend und so habe das Buch immer nur etappenweise gelesen. Aber nach der letzten Seite wurde mir klar, dass der anfänglich empfundene Bruch in der Geschichte gar keiner ist, sondern die Briefe von der Sichtweise Roberts auf die Sichtweise Marthas umleiten und den Leser so spannend weiterführen. Sprachlich gefällt mir das Buch wirklich sehr. Tracy Chevalier schreibt sehr anschaulich und modern, ohne aber flapsig zu sein, sondern mit den notwendigen Ernst, den die Geschichte der Siedler, der Goldgräber und die Familiengeschichte der Goodenoughs im Besonderen verlangt. Gerade bei den Mammutbäumen hatte ich sofort die Bilder einer Dokumentation über diese Bäume vor Augen und konnte quasi mit den Charakteren mitleben. Darum empfand ich das Ende war als gelungen und abgeschlossen, hätte aber gerne noch gewußt, wie es mit Robert weitergeht... ja, es ist ein gutes Zeichen, wenn man das Buch mit einem gewissen Bedauern schließt, dass die Geschichte schon zu Ende ist. Für mich ist dieser Roman wieder eine Vorlage für einen Kinofilm... genug an historische Fakten angelehnt, um glaubwürdig zu sein und mit genug Fantasie gespickt, um spannend und unterhaltsam zu sein.

Mein Leseeindruck

Von: Chattys Bücherblog Datum: 26. January 2017

Auch in diesem Fall beschreibe ich das Buch wieder von außen nach innen. Dominierend sind hier die Erdtöne, welche eine gewisse Ruhe ausstrahlen. Inmitten dann der Apfel, der eine Frische mit rein bringt und das Cover etwas auflockert. Im Innenteil erwartet den Leser eine Karte der Vereinigten Staaten von Amerika aus dem Jahre 1850. Schnell hat man alle bekannten Städte gesucht um dann auf einige Weisheiten zu treffen. Der Plot beginnt im Frühjahr 1838 in Black Swamp, Ohio Das Gesetz besagt, dass jeder neue Siedler mindestens 50 Obstbäume pflanzen muss. Dieses wäre das Zeichen, dass man sich tatsächlich an diesem Ort niederlassen möchte. So auch bei Sadie und James. James entschließt sich Apfelbäume zu pflanzen und trifft so, auf John, der dreimal im Jahr vorbei kommt, um seine Samen und Setzlinge zu verkaufen. Aber innerhalb der Familie kommt es immer wieder zu Streitigkeiten. Sadie möchte die süßen Äpfel ihres Mannes nicht. James wiederum hofft auf eine gute Ernte, die das Überleben sichert. Als Sadie immer mehr dem Alkohol verfällt, sind Schläge an der Tagesordnung. Aber mehr möchte ich nicht verraten. Die Autorin schafft durch ihren Schreibstil, im Sinne leiser Worte, eine wunderbare und ruhige Atmosphäre. Schnell hatte mich die Siedlergeschichte in Griff, so dass geradezu in die Story eintauchen konnte. Die Protagonisten wurden so einführende charakterisiert, so dass schnell ein Bild vor meinen Augen entstand. Auch das Umfeld, der Sumpf, die Prärie... als dieses konnte ich mir durch die einfühlende Wortwahl gut vorstellen. So ein bisschen hatte es mich auch an eine Serie aus meiner Kindheit erinnert: Meine kleine Farm. Aber die Ruhe täuscht, denn gerade die Alkoholsucht wird stark thematisiert. Die daraus entstehende Unzufriedenheit, Missgunst, Eifersucht und Gehässigkeit wird sehr gut beschrieben. Und ab und zu ertappt ich mich dabei, wie ich kopfschüttelnd und fassungslos da saß. Interessant fand ich die Beschreibung der Anwendungsgebiete des Apfelsaftes. Ob alles stimmt und belegbar ist, weiß ich zwar nicht, aber zumindest klingt es sehr stimmig. Ich, als Apfelallergiker, kann aber leider die medizinischen Anwendungen nicht ausprobieren. Die unterschiedlichen Stationen der Familie zeigt auch, dass der Mensch immer nach neuen Herausforderungen strebt. Herausforderungen, die von der Natur oder Menschenhand geschaffen. Fazit: Ein toller Roman, den man mit dem nötigen Respekt vor Mensch und Natur lesen sollte.

aufwühlendes, intensives Buch, dessen Thema nach wie vor brisant ist

Von: Gudrun Datum: 24. January 2017

Der Schreibstil ist einfühlsam und vermittelt eine Tiefe, die dem Leser die Vorkommnisse bildlich vor Augen führen. Die Szenen werden in einem langsamen Tempo mit viel Gefühl dargestellt. So erhält man eine Vorstellung davon, wie alles vonstatten ging. Der unterschwellige Ton ist düster und zeigt ein reales Bild der damaligen Verhältnisse. Tracy Chevalier lässt die Charaktere zum Leben erwachen und authentische Geschehnisse aufleben. Die Informationen, die sie zu Land und Leuten sowie auch zum Thema Bäume und hierbei gerade in Bezug auf Apfel- sowie Mammutbäume gibt, sind sehr aufschlussreich und interessant. Das Buch spielt in der Zeit um die Mitte des 19. Jahrhunderts und zeigt, mit welchen Schwierigkeiten und Problemen Siedler in ihrer neuen Heimat in Amerika konfrontiert sind und welchen Kampf diese oftmals führen müssen und welche Stärke hier abverlangt wird. Obwohl dies ein historischer Roman ist, spiegelt er doch auch Eindrücke gerade der heutigen Zeit, wider, denn das Migrationsthema ist doch nach wie vor ein brisantes Thema. Mein Fazit: aufwühlendes, intensives Buch, dessen Thema nach wie vor brisant ist

Lesenswerte Geschichte

Von: Ritja Datum: 30. August 2018

Tracy Chevalier nimmt den Leser diesmal mit auf die Reise durch die USA und zu den Bäumen. Es beginnt mit den Äpfelbäumen im Sumpfgebiet und der verzweifelte Kampf gegen den Sumpf, gegen den Tod, der durch die Mücken kommt und für die Äpfel und das Leben. Doch nicht jeder Kampf kann gewonnen werden, so dass sich Robert Goodenough von der Familie löst. Er reist von Station zu Station, macht verschiedene Jobs, fährt ein und dann trifft er auf einen Bäumesammler. Damit beginnt die Geschichte des Robert Goodenough. Durch Tracy Goodenough lernt man viel über die größten Bäume in den USA. Man erfährt, wie man sie unterscheidet, verpackt und pflegt. Wie schon bei den "Zwei bemerkenswerten Frauen" schafft es der besondere Schreibstil von Tracy Chevalier, dass man wie gebannt weiterliest, obwohl man sich vielliecht nicht ganz so sehr für Bäume & Co. interessiert. Aber die Charaktere fordern das Weiterlesen und die Geschichte verliert durch ihre vielen kleinen Wendungen nicht an Spannung. Ein lesenswertes Buch, welches zwar nicht so stark wie "Zwei bemerkenswerte Frauen" ist, aber trotzdem sehr gut unterhält und den Geist der Zeit gut widerspiegelt.

Mir fehlen einfach die Worte....

Von: Sonja/Shaaniel Datum: 22. April 2018

Ich habe gerade mein aller erstes Buch von Tracy Chevalier beendet und ja was soll ich sagen, ich bin schlicht weg einfach nur begeistert. In *Der Ruf der Bäume*, steckt so viel mehr. Ich habe nur den Klappentext gelesen und es wegen diesem und dem wunderschönen Cover angefragt, aber der Klappentext, verrät nicht mal ansatzweise, worum es in diese hoch Dramatischen Buch geht. Es geht wirklich um eine wundervolle Familiensaga, voller Gefühl und Emotionen und ganz sicherlich nichts für Schwäche Nerven. Ich muss sagen bei den ersten 10 Seiten, dachte ich noch, Okay gut, jetzt kenne ich mich etwas mit Apfelbaumarten und so aus, aber was das Buch, dann noch bereit hielt, damit hatte ich nicht gerechnet. Um ehrlich zu sein, hat es mich mit aller Wucht getroffen! Es ist eine realistische, ungeschönte und hoch Dramatische Familiengeschichte die im Jahre 1838 ihren Anfang nimmt und soviel sei verraten, mit dem Ende dieser Geschichte habe ich nicht gerechnet und hätte ich auch niemals gerechnet! Ich möchte hier nichts zur Story sagen, denn ich finde jeder sollte sich einfach ins Buch stürzen und es lesen, am besten an einem Stück! Ich habe es an einem Abend gelesen und war danach Emotional zerstört und hin und weg. Dieses Buch hat es geschafft, mir Tränen in die Augen zu treiben, das schaffen nicht viele Bücher! Tracy Chevalier, hat eine ganz eigene Art zu Schreiben, eine sehr tiefgründige Art, eine verschleiert Art und dennoch weiß man ganz klar was gerade Sache ist. Tracy schreibt voller Emotionen und mich hat dieses Buch einfach nur vollkommen geflasht und in den Bann gezogen! Ich habe mein nächstes Buch von ihr schon hier liegen *Zwei bemerkenswerte Frauen* und ich kann es gar nicht abwarten es endlich zu beginnen, wenn es nur halb so gut wie *Der Ruf der Bäume* ist, dann hat es sich mehr als gelohnt! Vielen vielen Dank an den Verlag für diese wundervolle Erfahrung.