Claudia Winter

Die Wolkenfischerin

Die Wolkenfischerin Blick ins Buch

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Charmant und gewitzt hat sich Claire Durant auf der Karriereleiter eines Berliner Gourmet-Magazins ganz nach oben geschummelt. Denn niemand ahnt, dass die Französin weder eine waschechte Pariserin ist noch Kunst studiert hat – bis sie einen Hilferuf aus der Bretagne erhält, wo sie in Wahrheit aufgewachsen ist: Ihre Mutter muss ins Krankenhaus und kann Claires gehörlose Schwester nicht allein lassen. Claire reist in das kleine Dorf am Meer und ahnt noch nicht, dass ihre Gefühlswelt gehörig in Schieflage geraten wird. Denn ihr Freund Nicolas aus gemeinsamen Kindertagen ist längst nicht mehr der schüchterne Junge, der er einmal war, und dann taucht aus heiterem Himmel auch noch ihr Chef auf. Claire muss improvisieren, um ihr Lügengespinst aufrechtzuerhalten – und stiftet ein heilloses Durcheinander in dem sonst so beschaulichen Örtchen Moguériec …

ein richtig schöner Wohlfühlroman

Von: Manja Datum: 18. February 2018

Kurzbeschreibung Charmant und gewitzt hat sich Claire Durant auf der Karriereleiter eines Berliner Gourmet-Magazins ganz nach oben geschummelt. Denn niemand ahnt, dass die Französin weder eine waschechte Pariserin ist noch Kunst studiert hat – bis sie einen Hilferuf aus der Bretagne erhält, wo sie in Wahrheit aufgewachsen ist: Ihre Mutter muss ins Krankenhaus und kann Claires gehörlose Schwester nicht allein lassen. Claire reist in das kleine Dorf am Meer und ahnt noch nicht, dass ihre Gefühlswelt gehörig in Schieflage geraten wird. Denn ihr Freund Nicolas aus gemeinsamen Kindertagen ist längst nicht mehr der schüchterne Junge, der er einmal war, und dann taucht aus heiterem Himmel auch noch ihr Chef auf. Claire muss improvisieren, um ihr Lügengespinst aufrechtzuerhalten – und stiftet ein heilloses Durcheinander in dem sonst so beschaulichen Örtchen Moguériec … (Quelle: Goldmann Verlag) Meine Meinung Der Roman „Die Wolkenfischerin“ stammt von der Autorin Claudia Winter. Mir war die Autorin bereits durch zwei andere Romane gut bekannt und ich war gespannt darauf wohin mich die Reise hier wohl führen würde. Vom Cover wurde ich wirklich sehr angesprochen und der Klappentext machte mich sehr neugierig auf das Geschehen hier. Die Charaktere hat die Autorin sehr gut gezeichnet. Man kann sie sich als Leser sehr gut vorstellen, jeder hat so seine ganz eigenen Ecken und Kanten. Claire hat es mir zu Beginn gar nicht so leicht gemacht. Sie hat ihren Lebenslauf mit so einigen Dingen geschönt, dadurch ist ihre berufliche Karriere in Gang gekommen. Sie weiß ziemlich genau was sie will, lässt sich nicht so schnell unterkriegen. Erst nach ein paar Seiten war ich dann wirklich warm mit Claire und habe ihre Geschichte hier sehr gerne gelesen. Am Ende war sie mir dann richtig ans Herz gewachsen. Auch die anderen Charaktere, wie Claires Chef oder auch die Praktikantin oder auch die Dorfbewohner, sie alle sind richtig tolle beschrieben. Jeder bringt ganz eigene Dinge mit ins Geschehen hinein, hat so einen festen Platz. Und ich konnte mir jeden von ihnen wirklich gut vorstellen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr locker und absolut flüssig. Claudia Winter macht es ihren Lesern hier wirklich leicht dem Geschehen zu folgen. Zudem beschreibt sie die Kulisse ihrer Handlung so bildhaft, man fühlt sich als wer man quasi vor Ort. Die Handlung selbst ist toll. Es verschlägt den Leser hier in die Bretagne. Diese kleine französische Dorf, hach ja ich habe Fernweh bekommen. Doch es ist hier nicht alles wirklich nur harmonisch, es geht hier nicht nur um die Liebe, nein Claudia Winter hat auch eine ernste Seite ins Buch gepackt. Das Leben selbst besteht auch nicht nur aus Glück und Frieden, es gibt auch Momente, die einen das Leben schwer machen. Und genau das merkt man hier auch. Man wird als Leser tief im Herzen berührt, man fühlt sich mit der Protagonistin sehr verbunden, kann mit ihr fühlen. Die hier gebotene Mischung ist es, die dieses Buch besonders macht. Das Ende hat mich dann auch wirklich überzeugt. Für mich ist es das absolut passende Ende, es schließt ab und macht rund. Und so muss es einfach sein. Fazit Zusammengefasst gesagt ist „Die Wolkenfischerin“ von Claudia Winter für mich ein Roman, der mich gefangen nehmen konnte. Charaktere, die wirklich sehr gut beschrieben sind, ein lockerer flüssig zu lesender Stil der Autorin sowie eine Handlung, die eine richtig schöne Liebesgeschichte beinhaltet, gleichzeitig aber auch berühren kann und deren Kulisse einzigartig beschrieben wird, haben mich begeistert und mir wundervolle Lesestunden beschert. Wirklich zu empfehlen!

Die Pariserin

Von: Anyah Fredriksson Datum: 27. December 2017

Im lockeren und einnehmenden Ton erzählt die Autorin Claudia Winter ihre zauberhafte Geschichte um die junge Claire. In zwei Strängen und zwei Zeitspannen lässt Claudia Winter uns Leser zum einen teilhaben am Schicksal der 15jährigen Gwendaellle, die ihren Vater verloren hat und fortan nicht mehr im kleinen Nest in der Bretagne leben möchte und lieber bei ihrer Tante in Paris leben will – ein freies Leben, ohne Bevormundungen. Zum anderen ist da Claire, die in einem Berliner Gourmet-Magazin gerne noch so viel mehr erreichen möchte. Genial lässt die Autorin ihre zwei Stränge gekonnt zusammen laufen. Eine Geschichte, die mich gefesselt und und deren Figuren ich liebgewonnen habe. Die Protagonistin Claire hat mich mit ihrem Charme beeindruckt und einen Platz in meinem Herzen gebucht. Sehr gerne vergebe ich dem Buch seine wohlverdienten fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es selbstverständlich weiter, an Leser, die der stressigen Welt für eine Weile entfliehen möchten und die sich entführen lassen möchten, in die Welt der Claire Durant voller kleiner Schummeleien und ganz viel Herz.

Claires Geheimnis

Von: Bücher in meiner Hand Datum: 21. December 2017

In Claudia Winters "Aprikosenküsse" ist die Mitarbeiterin der dortigen Protagonistin Hanna positiv aufgefallen. Claire überzeugte mit ihrem französischem Charme und ihrem netten Akzent. Nun bekommen wir Leser in "Die Wolkenfischerin" einen Einblick in Claires Leben. Nicht alles ist so, wie Claire es darstellen lässt. Bisher ging alles gut, doch die Angst entlarvt zu werden, verfolgt sie. Als die Französin sich bereits auf einen Ausflug zu einer Ausstellungseröffnung nach Paris freut, erhält sie die Meldung, dass ihre Mutter im Spital in der Bretagne liegt. Wie schafft Claire es nun, ihre Mutter zu besuchen und gleichentags der Ausstellung beizuwohnen - und das erst noch, ohne ihrer Redaktion zu verraten, dass ihre Familie gar nicht aus Paris stammt? Claires Geheimniskrämerei wäre gar nicht nötig. Doch die Autorin hat die Identitätsverschleierung zum Gerüst des Romans erkoren und somit ist es das zentrale Thema. Das fand ich nicht so grandios, denn über "seine Wurzeln finden, Vergangenheit bewältigen um neu durchzustarten" hab ich einfach schon viel zu oft gelesen, als dass es mich noch gross vom Stuhl hauen könnte. Auch fehlt mir der Extrakick, wie zum Beispiel die Urne aus "Aprikosenküsse". Vielleicht hatte ich deswegen falsche Erwartungen und dachte, das neue Buch müsse auch mit sowas Speziellem wie der Urne aufwarten. Dennoch hab ich das Buch gerne gelesen: die Story hat Hand und Fuss, ist durchdacht und ohne logische Fehler. Der Roman besticht hauptsächlich mit schöner, detailreicher Sprache. Trotz des Themas finden sich viele überraschende Elemente, was für entspannende Lesestunden sorgte. Die Charaktere sind der Autorin gut gelungen. Sebastian als netter Chef, die quirlige Praktikantin Sasha, Tante Valérie mit ihrem speziellen Lebensstil und Claires Schwester Maelys, die viel unabhängiger ist als es scheint. Humor tragen vor allem die bretonischen Figuren Luik und Emil in den Roman herein und die zwei zeigen auch, das Freundschaft Jahre überdauern kann. Nicolas hingegen ist der Freund, der nicht mehr ganz derselbe ist wie früher. Der Charakterentwicklung von Claire habe ich nicht so viel Beachtung geschenkt, da ich mir aufgrund der Thematik schon dachte, wie und wo sie endet. Am besten gefiel mir Valérie. Sie wird von ihrer Schwester um ihren Lebensstil beneidet, dabei sieht niemand, wie hart sie dafür arbeitet. Sehr gut gefallen hat mir auch der Zusammenhalt in Claires Heimatdorf. Obwohl sie schon jahrelang nicht mehr "zuhause" war, gehört sie nach wie vor dazu. Claire merkt dies, als die Einheimischen ihr ungefragt helfen und für sie einstehen (wenn auch ein wenig übertrieben). Fazit: Unterhaltsame Lesestunden garantiert! Der Roman überzeugt weniger durch das Thema, dafür umso mehr mit einer bildhaften Sprache und vielen witzigen Überraschungen im Laufe der Geschichte. 4 Punkte.

Wohlfühl Buch

Von: MOMOLIEST Datum: 24. July 2020

⛅ REZISION ⛅ . Hey meine Herz allerliebsten Lieblings Bücherwürmer ⛅ . Ich hab es schon wieder getan 😅 ein Buch von der lieben @claudiawinter.autorin beendet 😍 . Die Wolkenfischerin ist mein zweites Buch von ihr und ich bin begeistert 😍 . Klappentext ⛅ . Charmant und gewitzt hat sich Claire Durant auf der Karriereleiter eines Berliner Gourmet-Magazins ganz nach oben geschummelt. Denn niemand ahnt, dass die Französin weder eine waschechte Pariserin ist noch Kunst studiert hat – bis sie einen Hilferuf aus der Bretagne erhält, wo sie in Wahrheit aufgewachsen ist: Ihre Mutter muss ins Krankenhaus und kann Claires gehörlose Schwester nicht allein lassen. Claire reist in das kleine Dorf am Meer und ahnt noch nicht, dass ihre Gefühlswelt gehörig in Schieflage geraten wird. Denn ihr Freund Nicolas aus gemeinsamen Kindertagen ist längst nicht mehr der schüchterne Junge, der er einmal war, und dann taucht aus heiterem Himmel auch noch ihr Chef auf. Claire muss improvisieren, um ihr Lügengespinst aufrechtzuerhalten – und stiftet ein heilloses Durcheinander in dem sonst so beschaulichen Örtchen Moguériec . Meine Fazit ⛅ . Ich bin einfach hin und weg von Claudia Winters schreibstil 😍 locker leicht und witzig, sie hat es auch im zweiten Roman geschafft mich voll und ganz in die Geschichte zu ziehen 😍 . Wir treffen in diesem Buch auf zwei Alte Bekannte 😍 Valerie und Maelys ❤️ ich hab die beiden ja schon etwas vermisst 😅 . Die Hauptfigur ist diesmal "Claire" die ältere der Durant Schwestern .... Und wir werden an die Wunderschöne Bretonische Küste entführt ⛅ ins Heimat Dorf der vier Frauen. . Mir bleibt nicht mehr viel zu sagen als... Auch die Wolkenfischerin ist ein ganz klare Empfehlung von mir wenn ihr bezaubernde und Herz erwärmende Romane mögt 😍 . 4/5 🧁🧁🧁🧁

Perfekte Unterhaltung vor wunderschöner Kulisse

Von: Marion von Buchlieblinge Datum: 24. July 2020

Meine Meinung: Ein wunderschönes Buchcover Das Buchcover von „Die Wolkenfischerin“ ist einfach ganz wundervoll, da es mich sofort wieder nach Moguériec entführt und absolut perfekt zur Geschichte des Buches passt. Der Schreibstil von Claudia Winter ist unglaublich toll. Ich war schon im Prolog völlig verzaubert von der Geschichte und war mir sicher, dass ich auf eine ganz besondere Lesereise aufbrechen werde. Denn Claire und ihre Geschichte habe ich von Beginn an als absolut geheimnisvoll und undurchsichtig empfunden. Dadurch, dass das Buch zu Beginn abwechselnd in der Gegenwart und der Vergangenheit erzählt ist, konnte ich zwar einige Fragen relativ schnell klären, hatte aber keine Ahnung, was mit unserer Ankunft in der Bretagne noch alles zu erforschen sein wird. Besonders toll fand ich, dass am Ende des Buches wirklich jedes klitzekleine Fragezeichen, das ich im Laufe der Zeit eigentlich schon wieder fast vergessen hatte, geklärt war. Diesen Ach-ja-das-wollte-ich-ja-auch-noch-wissen-Moment hatte ich nicht nur einmal und war sehr, sehr begeistert von diesem Erzählstil. Darüber hinaus gab es viele Kleinigkeiten, die das Lesen für mich sehr kurzweilig gemacht haben. Da waren z.B. Valéries Stimme, die immer wieder in Claires Gedanken aufgetaucht ist, und mich so unglaublich oft zum Lachen gebracht hat. Oder die wundervollen Beschreibungen des kleinen Heimatörtchens von Claire, die mich in eine ganz wundervolle Umgebung entführt haben. Ganz besonders toll finde ich auch die Rezepte am Ende des Buches, von denen ich sicherlich das ein oder andere ausprobieren werde. Eine hoffnungslos chaotische, aber so geniale Protagonistin hat Claudia Winter für dieses Buch geschaffen. Ich habe sie vom ersten Moment an gemocht und ihre Geschichte mit großem Interesse verfolgt. Sie hat mich in vielen Situationen absolut beeindruckt und oft zum Schmunzeln gebracht. Das Chaos, das sie in Moguériec veranstaltet, war einfach unglaublich. Ich habe von Entsetzen über Erstaunen und lautem Lachen wirklich jede Gefühlslage empfinden dürfen, was einfach großartig war. Aber nicht nur Claire konnte mich mit ihrer Geschichte begeistern, sondern auch ihre Tante Valérie habe ich von Beginn an in mein Herz geschlossen. Sie hat sehr interessante, aber durchaus logische Handlungsweisen an den Tag gelegt und ich verstehe schon, warum Claire so geworden ist, wie sie ist. Aber auch Maelys, Claires gehörlose Schwester, hält eine besondere Geschichte für den Leser bereit. Ihre Geschichte geht übrigens in „Wie sagt man ich liebe dich“ weiter. 🙂 Und auch die Herren der Schöpfung konnten mich mit ihren besonderen Charakterzügen für sich einnehmen. Lange habe ich überlegt, ob ich Nicolas oder Sebastian lieber mag und habe mich dann am Ende dafür entschieden, dass sie beide einfach super sind. Und das sind nur ein paar der absolut wunderbaren Protagonisten, denen ich hier begegnet bin. Es gibt viel zu entdecken in Moguériec, aber auch in Berlin oder Paris. Perfekte Unterhaltung vor wunderschöner Kulisse Abschließend möchte ich noch einmal erwähnen, dass das Buch für mich eine wundervolle Lesereise in die Bretagne war, wobei mir auch die Teile in Berlin sehr gefallen haben. Ich habe zu Beginn eine Idee gehabt, was mich wohl erwarten könnte, bin dann aber doch völlig überrumpelt worden von vielen interessanten Handlungssträngen, die diese Geschichte einfach perfekt gemacht haben. Wieder ist mir klar geworden, dass ich noch ganz viele Bücher dieser wunderbaren Autorin lesen möchte. Mein Fazit: „Die Wolkenfischerin“ von Claudia Winter ist eine wunderschön erzählte Geschichte, die mich in die Bretagne entführt und mit einzigartigen und ganz wundervollen Protagonisten begeistert hat. Ich habe das Buch nur sehr ungern am Ende geschlossen, denn eigentlich wäre ich gerne noch viel länger bei Claire geblieben. Ich denke, sie wird einen besonderen Platz in meinem Bücherherzchen erhalten. Von mir gibt es eine begeisterte Leseempfehlung!

EIn Herzensbuch

Von: scarlett59 Datum: 17. June 2020

Zum Inhalt: Claire arbeitet bei einem Berliner Gourmet- und Lifestyle-Magazin und jeder hält die charmante Französin dort für eine geborene Pariserin mit einem Kunststudium, was jedoch nicht der Wahrheit entspricht. Als sie einen familiären Hilferuf erhält, droht ihr Lügengebilde aufzufliegen, denn Claire muss umgehend in ihre Heimat die Bretagne reisen. Als in ihrem Heimatort dann noch ihr Chef auftaucht, ist das Chaos komplett… Meine Meinung: Das ist jetzt mein drittes Buch von Claudia Winter gewesen und für mich das bisher beste! Ich brauchte zwar anfangs ein wenig, bis ich in der Geschichte richtig angekommen bin, aber dann wollte ich sie nicht mehr aus der Hand legen. Ich habe erst im Verlauf der Lektüre mitbekommen, dass es eine Verbindung zu „Aprikosenküsse“ gibt, denn die dortige Protagonistin, Hanna, war eine Kollegin von Claire bei besagtem Gourmet-Magazin. Mit der Hauptperson Claire hat die Autorin einen vielschichtigen Charakter erschaffen, was sich dem Leser nach und nach erschließt. Trotz all ihrer Fehler habe ich sie ins Herz geschlossen. Auch gibt es hier einen schönen Spannungsbogen, der mich sogar an einem Happyend zweifeln ließ. Obwohl diverse Beschreibungen der Bretagne Reiselust vermitteln, steht Claires Geschichte immer im Vordergrund, was leider nicht bei allen Liebesromanen so ist, die in Urlaubsregionen spielen. Neben den örtlichen Beschreibungen hat die Autorin auch immer wieder kleine französische Redewendungen eingebaut. So hat mir besonders „Parfum pour rien“ gefallen, wie auf Seite 50 beschrieben: „...Siebzehn Proben desselben Parfums hatten sie in mehreren Geschäften abgestaubt und nun besaß Gwenaelle ihr erstes eigenes Parfum pour rien – für umsonst, denn sie hatten keinen Cent dafür ausgegeben.“ Fazit: ein echtes Herzensbuch und eines meiner Highlights dieses Jahr

Schöner Sommerroman...

Von: nicigirl85 Datum: 20. June 2019

Da mein Frankreichurlaub dieses Jahr ins Wasser fällt, wollte ich mich wenigstens mit diesem Roman nach Frankreich träumen und dies ist richtig gut geglückt. In der Geschichte geht es um Claire, deren derzeitiges Leben auf Lügen aufgebaut ist. Eine Familienangelegenheit führt sie zurück in ihre Heimat: die Bretagne. Diese Reise wirbelt ihr Leben ordentlich durcheinander, doch nicht nur das, sondern vielleicht auch ihr Herz. Wetten? Ein beobachtender Erzähler führt uns durch die Handlung, die mal in der Vergangenheit, mal in der Gegenwart spielt, bis es nach gut hundert Seiten nur noch in der Gegenwart weitergeht. Claire als Hauptfigur hat mir richtig gut gefallen. Ihre Selbstzweifel hat wahrscheinlich jede Frau schon mal in ähnlicher Form gespürt. Mit ihr konnte ich mich gut identifizieren, weil ich mir auch oft mehr Gedanken darüber mache, was andere denken als dass ich einfach mal nur an mein Glück und mich selbst denke. Schön fand ich zudem wie die Autorin die Bretagne und die Bewohner dort beschreibt, denn man möchte direkt in der Region Urlaub machen. Cool fand ich auch, dass die kulinarischen Genüsse der Region beleuchtet werden und am Ende des Buches Rezepte auf den interessierten Leser warten. Etwas zu viel waren mir hingegen manchmal die sehr bildhafte Schreibweise, da ich die Vergleiche nicht immer ganz passend fand. Wenn ein Paar dabei ist sich zu finden, dann war es für mich etwas befremdlich zu lesen, dass deren Distanz mit aufgehendem Hefeteig verglichen wird. Auch etwas schade fand ich, dass eine Frau ihre 20- jährige Trauer nur durch einen anderen Mann überwinden kann. In so modernen Zeiten wie aktuell hätte ich mir eine etwas realistischere Möglichkeit für diese Protagonistin gewünscht. Fazit: In meinen Augen ein guter Roman für den Sommer oder den bald anstehenden Urlaub, da man locker leicht unterhalten wird. Gern spreche ich eine Leseempfehlung aus.

Alles beginnt am Ende der Welt

Von: Lilis Lesemomente Datum: 30. January 2019

Die Wolkenfischerin Roman Autorin: Claudia Winter Goldmann Verlag Verlagsgruppe Random House ISBN 978-3-442-48573-4 400 Seiten Die Wolkenfischerin - Claudia Winter Die Geschichte um Die Wolkenfischerin spielt teils in Berlin, teils in Paris und vor allem in Moguériec - in der Bretagne. Der Titel hat für mich schon etwas verträumtes, etwas aus meiner Kindheit. Wolkenfischerin. Das klingt nach Möglichkeiten, nach Chancen, die kaum greifbar - aber vorhanden sind. Schaue ich mir das Buchcover an, beginne ich von Urlaub zu träumen. Einer entrückten, abgelegenen Gegend, die die Nähe zu den Menschen im Ort möglich macht, ohne durch Nebensächlichkeiten abzulenken. Ein Traum! Auf der Rückseite des Buches macht ein persönlicher Text der Autorin an ihre Leser neugierig auf den Inhalt. Sonst entdecke ich bei anderen Werken auf dem Buchrücken Empfehlungen anderer Autoren, Blogger oder Zeitungen. Eine Vorstellung des Buches der Autorin selbst mit der Bitte um Rückmeldung finde ich daher bei diesem Buch zum ersten Mal und ich freue mich über diese Einladung. Personen und Inhalt In gespannter Erwartung auf die beiden Schwestern und die Bretagne sitze ich im Ablauf der Geschichte zunächst im Zug. Im Zug nach Paris mit Maman und den beiden Schwestern Gwenaelle und Maelys. Anfangs muss ich mich zurechtfinden. Eine für mich wohlklingende Aussprache der beiden Namen finden. Gwenaelle und Maelys. Außergewöhnliche Namen und dabei sehr hübsch. Doch das Kapitel 1 nach diesem anschaulichen Epilog beginnt mit Claire. Claire Durant. Claire Durant lebt in Berlin und arbeitet bei Genusto als Journalistin. Schaut man sich ihren Steckbrief und ihre Herkunft aus Paris an, fällt es leicht, positiv voreingenommen zu sein. Claire hat Jahre auf ihr Image hingearbeitet und will beruflich weiterkommen. Dabei steht ihr ausgerechnet ein Termin, den sie sich sehnlichst für sich herbeigewünscht hat, zum entsprechenden Zeitpunkt im Weg. Meine Meinung Auf den ersten rund 100 Seiten im Buch wechselt die Geschichte immer wieder zwischen dem Mädchen Gwenaelle und der jungen Dame Claire. Beide Erzählstränge sind äußerst liebevoll gestaltet. Und doch ertappe ich mich dabei, wie ich mir wünsche, das mit einem dieser beiden wundervollen Charaktere nun die Geschichte weiter erzählt wird. Ich möchte bei einer von ihnen bleiben. Warum? - Weil beide es so sehr verdient haben. Wer - wie ich - äußerst ungeduldig ist, wird mit Nerven, angespannt wie Drahtseile, den Fortgang der Geschichte verfolgen. - Allerdings benötigt der Leser auch mein Durchhaltevermögen. Wem beides gelingt, der wird mit einer wundervollen Geschichte belohnt. Einer Geschichte, die witzig, charmant und äußerst kurzweilig erzählt wird. Charakteren, die so lebendig beschrieben sind, dass man meint, man trifft sie am nächsten Morgen, wenn man zur Türe hinausgeht. Und einem Ort, der es einem schwer macht zu gehen und zugleich schwer macht, zu bleiben. Unsere Protagonistin wird derart liebevoll charakterisiert, dass ich ungläubig staune, dass sie durchaus auch ein wenig kratzbürstig sein kann. Kratzbürstig auf eine wiederum sehr charmante Art und Weise. Jedenfalls ist der Erzählstil lebendig und auf eine bezaubernde Art und Weise greifbar. "Was hast du damit vor?" Gelassen deutete er mit der Zigarette auf den Schneebesen in ihrer erhobenen Hand. "Willst du den einzigen Postboten von Moguériec damit in die ewigen Jagdgründe rühren?" - Seite 134 Mir gefällt der erfrischende Humor und der bretonisch-französische Akzent, mit dem zuweilen die Geschichte erzählt wird. Und doch gibt es auch Momente unendlicher Traurigkeit darin. Momente, die mich zum Nachdenken anregen. Momente, die mich - trotz Ernsthaftigkeit - zum Lachen bringen. "Madame Odile hat sich geirrt. Deine Schuhe passen mir. Ich kann bloß nicht darin laufen." - Seite 267 Schön herausgestellt sind auch allerlei bretonische Köstlichkeiten. Wer mag, findet am Ende des Buches die Rezepte dazu, um diese Leckereien selbst herzustellen. Mir ist das eine ums andere Mal bereits während des Lesens das Wasser im Mund zusammengelaufen. Fazit Dieses Buch ist für alle, die sich gern dem Zauber der Bretagne ergeben wollen. Für Leser, die vielschichtige Charaktere mögen. Für alle, die es aushalten, beim Lesen über bretonische Köstlichkeiten zu lesen. Ich habe mich köstlich amüsiert und herzlich gelacht aber auch genauso das eine oder andere Mal mit den Charakteren mitgelitten.

Rezension zu "Die Wolkenfischerin"

Von: antje.moments Datum: 07. August 2018

Autorin: Claudia Winter Verlag: GOLDMANN - Verlag Seiten: 399 ISBN: 978-3-442-48573-4 Preis: 9,99 € Inhalt: Charmant und gewitzt hat sich Claire Durant auf der Karriereleiter eines Berliner Gourmet-Magazins ganz nach oben geschummelt. Denn niemand ahnt, dass die Französin weder eine waschechte Pariserin ist noch Kunst studiert hat – bis sie einen Hilferuf aus der Bretagne erhält, wo sie in Wahrheit aufgewachsen ist: Ihre Mutter muss ins Krankenhaus und kann Claires gehörlose Schwester nicht allein lassen. Claire reist in das kleine Dorf am Meer und ahnt noch nicht, dass ihre Gefühlswelt gehörig in Schieflage geraten wird. Denn ihr Freund Nicolas aus gemeinsamen Kindertagen ist längst nicht mehr der schüchterne Junge, der er einmal war, und dann taucht aus heiterem Himmel auch noch ihr Chef auf. Claire muss improvisieren, um ihr Lügengespinst aufrechtzuerhalten – und stiftet ein heilloses Durcheinander in dem sonst so beschaulichen Örtchen Moguériec … Meinung: Vielen lieben Dank an das Bloggerportal und den GOLDMANN - Verlag für dieses Buch, ich habe mich sehr darüber gefreut. Es ist das erste Buch von Claudia Winter was ich gelesen habe. Das Cover des Buches hat mich gleich angesprochen. Schöne Farben, schöne Landschaft, einfach Sommer und Urlaub. Leider viel mir dann der Einstieg ziemlich schwer, ich kam einfach nicht in die Geschichte rein. Nach dem ersten Drittel hatte ich den Faden langsam gefunden und ich war in der Geschichte drin. Die Protagonistin Gwenaelle oder auch Claire hat früh ihren Vater verloren und konnte die Trauer nie richtig verarbeiten. Ihre Mutter war in ihrer eigenen Trauer so gefangen, das sie nicht gemerkt hat wie es ihrer Tochter geht. Sie geht zu ihrer Tante nach Paris, wo sie sich auch richtig wohl fühlt. Später geht sie nach Berlin und ist dort eine Kunstjournalistin, die ihren Job richtig gut macht. Leider war sie nicht immer bei der Wahrheit über ihr bisheriges Leben geblieben. So kam eine kleine Lüge zur Nächsten. Es kommt wie es kommen muß, denn Lügen haben kurze Beine. Nachdem Hilferuf Ihrer Mutter, sie muß dringend nach Jahren in die Heimat, taucht dort natürlich nichts ahnend auch noch ihr Chef auf. Ein Chaos reiht sich ans andere und mit den Lügen "aufdecken" ist das so eine Sache. Fazit: Nachdem ich den Zugang zur Geschichte gefunden hatte, war es auch schnell durchgelesen. Die Geschichte hat mich berührt und zum nachdenken gebracht. Viel zu oft entstehen Mißverständnisse wenn man schweigt. Das Buch bekommt von mir eine Leseempfehlung und 4/5 Sterne. Besucht mich bald wieder. Bis zum nächsten Mal:)

Sei eine Wolkenfischerin. Immer

Von: Bücherheike Datum: 05. August 2018

Claudia Winter habe ich das erste Mal auf der Buchmesse in Leipzig bei einer Lesung kennengelernt und auch in diesem Jahr musste ich unbedingt wieder zu ihrer Lesung. Ich mag ja keine Hörbücher, da werde ich beim Hören immer ganz unruhig, aber wenn sie jemals eins ihrer Bücher als Hörbuch sprechen würde, es wäre sofort meins. Es ist ein Genuß ihr zuzuhören. Genauso, wie es ein Genuß war, ihre Geschichte zu lesen. Im Kopf hatte ich immer ihre Stimme von der Lesung, auch wenn ich vergessen habe, wie man Gwenaelle ausspricht. Ich bin Gwenaelle oder auch Claire von Berlin nach Mogueriec gefolgt, hab ihre Kindheitserinnerungen geteilt, ihre Fehler gesehen, ihr Lachen gehört und ihre Tränen gesehen. Das ist mein erstes Buch von der Autorin und es wird langsam Zeit, die beiden anderen von ihr zu lesen, immerhin warten sie schon eine Weile ganz brav in meinem Regal auf ihren Einsatz. Ich fand die Geschichte sehr amüsant, sehr emotional, manchmal etwas verwirrend, aber sehr fesselnd. Die Hitze hat nichts anderes erlaubt, als einfach vor dem Ventilator zu liegen und zu lesen. Da hatte ich auch überhaupt nichts dagegen, ich konnte das Buch eh nicht aus der Hand geben.

Die Bretagne und die Liebe

Von: Nachtbluete Datum: 21. June 2018

Inhalt: Charmant und gewitzt hat sich Claire Durant auf der Karriereleiter eines Berliner Gourmet-Magazins ganz nach oben geschummelt. Denn niemand ahnt, dass die Französin weder eine waschechte Pariserin ist noch Kunst studiert hat – bis sie einen Hilferuf aus der Bretagne erhält, wo sie in Wahrheit aufgewachsen ist: Ihre Mutter muss ins Krankenhaus und kann Claires gehörlose Schwester nicht allein lassen. Claire reist in das kleine Dorf am Meer und ahnt noch nicht, dass ihre Gefühlswelt gehörig in Schieflage geraten wird. Denn ihr Freund Nicolas aus gemeinsamen Kindertagen ist längst nicht mehr der schüchterne Junge, der er einmal war, und dann taucht aus heiterem Himmel auch noch ihr Chef auf. Claire muss improvisieren, um ihr Lügengespinst aufrechtzuerhalten – und stiftet ein heilloses Durcheinander in dem sonst so beschaulichen Örtchen Moguériec … Cover: Ich finde es fröhlich frisch, das sehr gut zu dem Buch passt. Es spielt am Meer in einer Kleinstadt und genau das sieht man auf dem Bild. Meine Meinung: Mir hat diese Geschichte sehr gut gefallen. Am besten haben mir die Landschaftsbeschreibungen der Bretagne gefallen. Ich fand, dass man sich dort sofort zu Hause gefühlt hat. Die Bewohner der Kleinstadt Moguériec haben mich zum Teil wirklich amüsiert. Auch haben die Protagonisten wirklich Tiefe. Claires Vergangenheit erfährt man nach und nach und so bleibt es immer spannend. Die Rezepte, die hinten drin stehen, muss ich unbedingt noch alle ausprobieren. Ich hatte sogar schon die Zutaten, aber dann bin ich umgezogen in eine Wohnung ohne Küche… Etwas schwierig fand ich den Zugang zu Claires Schwester, aber ich denke, dass das genauso gewollt ist, weil auch Claire diese Probleme hat. Immer wieder gab es jedoch ganz zauberhafte Szene, wo man am liebsten die Zeit anhalten möchte. Die Liebesgeschichte steht meiner Meinung nach genau an richtiger Stelle, weder zu sehr im Vorder- noch total im Hintergrund. Ich mochte sie sehr gerne, weil sie toll beschrieben war. Aber der Geliebte ist ein wenig zu perfekt (wie meist in Romanen). Letztendlich führt die Autorin die Frage nach der Karriere und/oder Familie ins Feld, die sich nicht so leicht beantworten lässt, wie vermutlich jeder von uns weiß. Der Umgang damit hat mir aber auch sehr gut gefallen. Das Buch ist ein richtiges Sommerbuch. Fazit: Spannende Liebesgeschichte in der Bretagne mit tollen Landschaftsbeschreibungen und leckeren Rezepten. 4 von 5 Sternen.

EIn wunderschöner Sommerroman

Von: Kezia Katarina Datum: 12. June 2018

Gebt mir ein Buch, das in Frankreich spielt und ich verliere mein Herz an dieses Buch. Nichts anderes ist auch wieder bei Die Wolkenfischerin passiert, dessen Titel, zugegebenermaßen, sehr merkwürdig ist, denn im Endeffekt macht der Titel mit dem Inhalt zusammen erst einmal keinen Sinn, klart jedoch zum Ende hin auf. Der Roman beginnt mit der Reise der Durants nach Paris - zu Tante Valérie, die nach außen hin eine grande damé mimt, von der Gwenaelle schwer beeindruckt zu seinen scheint. Doch dass das junge Mädchen auf ihrem Weg einge Opfer bringen muss, das scheint sie nicht gewusst zu haben. Claire ist erfolgreich und jeder hält die Französin für eine Pariserin - nur leider schlägt in ihrer Brust ein bretonisches Herz und eigentlich hat sie auch gar kein Kunst studiert, weswegen eine Beförderung reichlich unverständlich ist. Aber wie lange kann man mit solch einem Lügenkonstrukt leben? Genau dieser Frage muss Claire nachgehen, als neben ihrer Beförderung ein Anruf aus der Bretagne kommt und sie in ihre alte Heimat Moguériec muss, um sich um ihre gehörlose Schwester Maely zu kümmern. In Moguériec angekommen scheint sich eigentlich nichts verändert zu haben, außer ihr bester Freund Nicolas aus Kindheitstagen und das Verhältnis zu Maely. Doch statt aus der kleinen Schwester eine hilflose Frau zu konstruieren, ist Maely selbstständig und ihre Qualität liegt in der Kunst, die ihr später einen Werdegang eröffnet, den man sich selbst vermutlich nicht ausgemalt hätte - Maelys Defizit wird nicht als solches betrachtet und nicht in den Mittelpunkt geschoben. Die Zeit in dem bretonischen Dorf scheint stehengeblieben zu sein, was zu einer unmittelbaren Wiederaufnahme in die Dorfgemeinschaft führt und man bekommt den Anschein, dass Nicolas eigentlich ganz andere Interessen an Claire hegt, als sie. Turbulent wird es schließlich, als Sebastian Hellwig in Moguéric für einen Urlaub auftaucht und Claire damit in Erklärungsnot bringt. Das Lügenkonstrukt würde risse bekommen, weswegen sie einfach eine weitere Lüge auftischt - und damit das ganze Dorf auf Trapp hält. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, lässt allerdings wenige Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonisten blicken, was mir persönlich ja am liebsten ist. Dafür haben wir aber eine Umschreibung der Gegend, die einen denken lässt, dass man mit Claire in Moguériec ist und man kann sich das kleine Dorf vor seinem inneren Auge vorstellen. Die Liebesgeschichte darf natürlich nicht fehlen, spielt meiner Meinung nach aber eine sehr kleine Rolle, denn eigentlich nimmt ein großteil des Buches das Aufrechterhalten des Lügennetzes und auch die Beziehung zwischen Claire und Maely ein, die auch ihren Weg zueinanderfinden. Aber auch hier muss ich wieder sagen, dass ich das Gefühl hatte, dass einige Charaktere nur ein Mittel zum Zweck sind und lediglich dazu dienen Claire zu einem Ziel hinzuschubsen. Einige davon waren herzlich, einige waren so nervig, dass ich sie, trotz ihrer kleinen Auftritte, eigentlich am liebsten überlesen hätte, obwohl die meiste Zeit eigentlich nur Claire, Maely und Sebastian im Vordergrund standen und die anderen als Dorfbewohner (wie in einem Theaterstück) einfach nur dazu gehörten. Vermisst dafür habe ich allerdings die Rolle der Mutter, die den Weg zu einer Zusammenkunft der Familie gepflastert hat.

Französischer Charme, leider nicht sehr überzeugende Liebesgeschichte(n)

Von: Instagram: @isleepnaked Datum: 14. May 2018

MEINE MEINUNG Wieso ich zu diesem Buch gegriffen habe Da ich den Titel des Buches ziemlich abstrakt und für mich eher abschreckend finde, hätte ich dieses Buch vermutlich nicht gelesen, wenn ich nicht letztes Jahr bereits ein Buch der Autorin gelesen und sehr gemocht hätte. (Klicke hier um zu meiner Rezension zu kommen.) Sowohl der Titel als auch das Cover berauben das Buch meiner Meinung nach um ein Publikum, das seine Bücher nach diesen Kriterien auswählt, was ich sehr schade finde, da in dem Buch definitiv mehr drin steckt, als der Titel und das Cover vermuten lassen. Auch wenn der Begriff "Wolkenfischerin" innerhalb des Romans des Öfteren aufgegriffen wird, ist er mir dennoch nicht geläufig und klingt in meinen Ohren eher sehr vage und seltsam altmodisch. Mein Leseerlebnis Schauplätze Der Einstieg in den Roman fiel mir sehr leicht und dieses einfache Gefühl des Lesens blieb auch durch das ganze Buch hinweg bestehen. Claudia Winter fängt einen als Leser sofort auf und nimmt einen mit auf eine Reise in die Vergangenheit der Hauptfigur, in verschiedene Städte, und vor allem nach Frankreich. Von Anfang bis Ende besticht "Die Wolkenfischerin" für mich vor allem durch ihren durchdringenden französischen Charme, der mir sehr gut gefallen hat. Das Buch ist mit der französischen Sprache besprenkelt und fängt das Französische wirklich wunderbar ein. Die meisten Bücher spielen wohl in einer interessanten Stadt, doch nur sehr wenige schaffen es, den Charme des Landes, der Stadt, des Dorfes, in dem sie spielen, auch so an den Leser zu vermitteln, dass man als Leser selbst das Gefühl hat, dort gewesen zu sein. Dieses Buch schafft dies hervorragend mit der Bretagne, seinem Hauptschauplatz. Es gefällt mir immer gut, wenn man beim Lesen merkt, dass in ein Buch viel Recherchearbeit seitens der Autorin geflossen sein muss, und das war hier definitiv der Fall. Für dieses Buch musste die Bretagne detailliert analysiert werden, um dem Leser das Gefühl zu vermitteln, dass die Figuen dort heimisch sind. Dies ist Claudia Winter definitiv gelungen. Das Meer, der Hafen, die Fischerei, das Gefühl von Einheimischen - all das war sehr prägend für das Buch und ließ die Geschichte nicht nur in der Bretagne spielen, sondern machte die Bretagne selbst zur wichtigen Figur. Neben der Bretagne, von der ich bereits wusste, dass das Buch dort spielen würde, bekommt auch Paris eine wichtige Rolle in "Die Wolkenfischerin", was mich sehr erfreut hat. Zwar wird Paris nicht annähernd so ausführlich wie die Bretagne thematisiert, doch dennoch haben mir die Szenen die sich mit Paris beschäftigen, sehr gut gefallen. Daneben wird auch Berlin eine Rolle zugeteilt, und wieder wird die Stadt nicht nur erwähnt, sondern auch im Bezug auf die Figuren charakterisiert und analysiert. Der Umgang mit den verschiedenen Städten hat mir wirklich sehr zugesagt. Die Charaktere Ich konnte mich sehr schnell mit Claire anfreunden und fand sie als Protagonistin sofort sehr interessant. Auch schaffte es die Autorin, dass man als Leser Claire nicht nur auf einem einzigen Abenteuer begleitete, sondern sie sehr viel tiefer kennenlernte, was ich sehr mochte und was eine engere Bindung zu ihr zuließ. Die Verbindung von Claires Vergangenheit und Gegenwart empfand ich als sehr schön dargestellt und toll aufgebaut. Die Schwester von Claire, Maelys, ist taub, was in dem Buch jedoch nicht in den Fokus gerückt wird, da sehr deutlich gemacht wird, dass das nicht das ist, was Maelys ausmacht, sondern nur das ist, was andere daran hindert, zu ihr durchzudringen. Da ich bisher noch keine Geschichte mit einer tauben Figur gelesen habe, fand ich es sehr interessant, mehr darüber zu erfahren und zu sehen, wie fein die Autorin Maelys ganz eigene Geschichte mit in den Roman eingesponnen hat. Gleich zu Beginn des Buches tauchte eine Figur auf, Sasha, die mich ziemlich genervt hat, weshalb ich froh war, dass sie den Großteil des Buches abwesend war. Dennoch finde ich es etwas unvorteilhaft, einem anstrengenden Charakter gleich zu Beginn eines Romanes sehr viele Szenen zu geben, obwohl dieser Charakter für die eigentliche Geschichte von gar keiner großen Wichtigkeit ist, da dies den Leser erstmal eher vom Buch abschrecken könnte, was im Endeffekt dann schade wäre. Die Liebesgeschichte(n) Mein größtes Problem mit diesem Buch waren wohl die Liebesgeschichten.. Der erste Auftritt des potentiellen männlichen "Love Interest" wirkte für mich extrem klischeehaft und schreckte mich eher ab. Dieser Typ, bei dem mir nach den erwähnten "grünen Augen" schon klar war, worauf das hinauslaufen wird, da attraktive Typen in Büchern seltsamerweise immer dazu neigen, außergewöhnliche Augenfarben zu haben, war mir sofort unsympathisch. Leider hatte ich bis zu dem Zeitpunkt als er auftauchte und nebenbei Claire's Handy zerstörte, nicht erwartet, dass dieses Buch sich dazu herablassen müsste, seiner doch sehr selbstbewussten und eleganten Hauptfigur, auf diese klischeehafte "unglücklicher Zwischenfall"-weise einen Kerl aufzudrängen.. Ich konnte wirklich nicht fassen, dass dieser stereotypische, schmierige, machohafte, furchtbar-von-sich-selbst-überzeugte Kerl jetzt ernsthaft die Gefühle der Hauptfigur wecken sollte. Da diese Szene zu einem Zeitpunkt im Buch stattfand, in der noch weitere hunderte Seiten folgten, sank meine Lust, weiterzulesen extrem ab. Nach einer weiteren Szene zwischen den beiden, bei der mir der Kerl so absolut zuwider war, dass ich das Buch wegen ihm schon fast abgebrochen hätte, war ich schließlich heilfroh, dass auch Claire feststellen musste, dass ihr seine Art dagegen ging und ihr ebenso unwohl wie mir zumute war. Ich war wirklich sehr positiv überrascht von dem Buch, dass es nach meiner Befürchtung dann doch die Kurve bekam und seine Protagonistin nicht im Stich ließ. Leider sollte "Die Wolkenfischerin" aber dennoch nicht ohne eine Liebesgeschichte auskommen, was mich jetzt nicht unglaublich gestört hat, aber meiner Meinung nach nicht hätte sein müssen. Ich wünschte mir einfach, dass es mehr Bücher gäbe, in denen die Protagonisten eine ähnliche Reise wie in diesem Buch durchleben, danach stärker hervortreten und nicht noch einen Typen als Preis dazugewinnen müssen. Aber nun gut, wenigstens handelte es sich um einen diesmal ziemlich freundlichen Mann, der nicht alle Klischees erfüllte, und Claire gut behandelte. Dennoch konnte ich mich mit dieser Liebesgeschichte nicht 100 %ig anfreunden. Das lag zum einen an der beruflichen Stellung des Mannes im Bezug auf die Protagonistin, und zum anderen an seinem Namen, bzw. seinen Namen. Die meiste Zeit des Buches wird von dem Mann unter seinem Nachnamen gesprochen, was für mich einfach wie eine Barriere ist, um irgendeine romantische Bindung zwischen ihm und der Protagonistin herzustellen - und um ihn als potentiellen "Love Interest" zu sehen. Meiner Meinung nach spricht man nicht von jemanden, in den man verliebt ist, mit dessen Nachnamen, aber gut. Wenn jedoch dann von seinem Vornamen die Rede war, war das für mich leider auch nicht viel besser, da der Name für mich - ja, das mag jetzt komisch und möglicherweise klischeehaft von mir wirken - nicht anziehend ist. Damit möchte ich niemanden mit dem Namen beleidigen, nur ist es meine persönliche Meinung, dass jener Name, wenn er deutsch ausgesprochen wird, nicht gerade sexy ist. Englisch und französisch ausgesprochen ist das dann schon wieder was anderes, weshalb ich versucht habe, seinen Namen so auszusprechen, um irgendwie mit der Liebesgeschichte warmzuwerden, was aber leider auch nicht geklappt hat. FAZIT Bei "Die Wolkenfischerin" von Claudia Winter handelt es sich um einen Roman, der sich einfach wunderbar leicht weglesen lässt. Und obwohl es keine weltbewegende oder wahnsinnig spannende Geschichte ist, hatte ich dennoch eine sehr schöne Zeit mit dem Buch und habe es sehr gerne gelesen und mich in die Bretagne entführen lassen. Die Art, mit der dieser Roman es schafft, den französischen Charme und das Lebensgefühl der Bretonen einzufangen, ist für mich die größte Stärke der Geschichte. Der Titel und das Cover finde ich persönlich leider relativ nichtssagend, auch wenn das Coverbild eigentlich eine sehr schöne Szene zeigt ist es nunmal schwer einzuordnen und ermutigt nicht wirklich zu einem Coverkauf, und obwohl der Titel immer wieder im Buch Erwähnung findet, kann ich dennoch nicht wirklich etwas damit anfangen. Die Wendungen im Buch sind alle ziemlich vorhersehbar, aber irgendwie tut dem Buch das keinen wirklichen Abbruch, da ich persönlich trotzdem gerne weitergelesen habe, um zu wissen, wie genau sich die Dinge nun entpuppen werden. Was mich an diesem Buch am meisten gestört hat, sind die zwei Liebesgeschichten, von denen ich eine furchtbar fand, und mit der anderen leider einfach nicht warm wurde. Wie schon in Claudia Winters letztem Buch, Glückssterne, hat sich die Autorin auch in "Die Wolkenfischerin" sehr intensiv mit dem spezifischen Land, bzw. Ort, auseinandergesetzt und ihre Geschichte damit geprägt. Da Claudia Winter es sehr schön schafft, einem als Leser mit ihren Büchern ein Land und einen Ort näher zu bringen, habe ich nun auch Lust darauf, ihr erstes Buch "Aprikosenküsse" zu lesen. Am Ende des Buches, nach der Geschichte, befinden sich Rezepte, welche die Figuren während der Geschichte selbst gebacken und gekocht haben, sowie ein bretonisch-französisches Glossar, was ich beides sehr charmant finde, und was dem Buch noch einen sehr schönen, feinen Schlussstrich verleiht. Außerdem geben die Rezepte dem Leser die Möglichkeit, sehr sanft aus der Geschichte zu gehen und erstmal in Gedanken noch bei den Figuren zu sein, während man selbst einen gâteau breton backt, wie Maelys. MEINE BEWERTUNG Ich verleihe diesem Buch 3,5 von 5 Sternen.

(Rezension) "Die Wolkenfischerin" von Claudia Winter

Von: lesestrickeule Datum: 13. May 2018

Wie lange kann man eine Lüge leben? Die Protagonistin, Claire, ist ziemlich glücklich mit ihrer Lüge. Sie führt mehr oder weniger ein Doppelleben. Der Leser erfährt erst nach und nach wer die wahre Claire ist. Sie hat sich einen tollen Job ergattert in dem sie sich als jemand anderes ausgibt. Sie scheint mit sich und ihrem Leben zufrieden zu sein , bis zu dem Zeitpunkt an dem ihr Chef ihr einen neuen Job anbietet, wird es ihr etwas mulmig zu Mute. Ihre Vergangenheit ,vor der sie so erfolgreich geflohen ist, holt sie ein. Ihre Mutter liegt im Krankenhaus und braucht ihre Hilfe, jemand muss sich um Claires kleine Schwester kümmern. Claire bleibt nichts anderes übrig als in ihr bretonisches Heimatdorf zu fahren. Dort , in ihrer Heimat, ist es alles andere als einfach .Ihre Schwester ignoriert sie und die Dorfbewohner lassen sie spüren, wie sie darüber denken, dass sie ihre Familie verlassen hat und nach Paris gegangen ist. Eine zentrale Frage in diesem Roman ist die Suche nach dem Zuhause. Denn wenn man sich finden will, sollte man auch wissen wo man zuhause ist. "Ein Zuhause hat viele Gesichter und es bedeutet nicht, dass man eines mehr lieben darf als das andere."(S.351) Am Anfang haben mich die Rückblenden etwas verwirrt, denn es hat einen Augenblick gedauert bis ich verstanden habe, dass es Claires Vergangenheit ist. Ich kann nicht wirklich behaupten, dass Claire mir sympathisch ist. Ich habe versucht sie zu verstehen, aber wirklich warm geworden bin ich mit ihr nicht. Natürlich macht jeder Fehler, aber sich ein ganzes Leben aus einer Lüge aufzubauen? Erst am Ende, wenn sie ihre Fehler sich selbst eingesteht, wird sie mir etwas sympathischer. Da die kleine Schwester eine wichtige Rolle in Claires Leben spielt, hätte ich mir gewünscht, dass diese präsenter in dem Roman ist und mehr erläutert wird. Sie kommt für meinen Geschmack zu kurz. Der Schreibstil ist locker, einfach und ziemlich schlicht, so dass man problemlos in die Geschichte eintauchen kann. Die detaillierten Beschreibungen der Bretagne, deren Landschaft und Kultur hat mir sehr gefallen. Der bretonische Charme kommt sehr gut zur Geltung. Am Ende gibt es ein paar Rezepte von den bretonischen Spezialitäten, über die ich mich sehr gefreut habe, ich liebe die französische Küche. Es ist eine nette Geschichte für zwischendurch, aber richtig fesseln konnte sie mich leider nicht. Deswegen gibt es von mir vier von fünf Sterne für diesen Roman.

Humorvoller Roman

Von: vielleser18 Datum: 02. May 2018

Gwenaelle verlässt als Jugendliche die Bretagne, nachdem ihr Vater ums Leben gekommen ist um fortan in Paris bei ihrer Tante zu wohnen. Ihre viel jüngere und taubstumme Schwester Maely bleibt bei der Mutter. Tiefe seelische Wunden und fehlende Worte auf beiden Seiten sorgen dafür, dass sie sich fast 20 Jahre nicht mehr wiedersehen. Claire lebt in Berlin, sie ist erfolgreich und sie ist im Begriff die Karriereleiter immer höher zu steigen, als ein Anruf aus der Bretagne nicht nur alte Wunden wieder aufreißt, sondern auch ihr ganzes, sorgsam aufgebautes Gefüge um ihre Identität ins Wanken bringt. Denn Claire soll sich um ihre jüngere Schwester kümmern, nachdem die Mutter nach einem Unfall im Krankenhaus liegt. Doch eigentlich hatte Claire etwas anderes vor, als in die Bretagne zu reisen. Dort angekommen läuft ihr auch noch ihr Chef über den Weg und der soll ja auf keinen Fall wissen, dass sie nicht in Paris ist. Ein unterhaltsames Katz- und Maus-Spiel beginnt. Claudia Winter, die Autorin, hat mich auf eine unterhaltsame Reise mit genommen. Sie hat die Protagonisten mit einigen Ecken und Kanten ausgestattet, nicht immer ist es der einfache Weg, den sie bestreiten und auch nicht immer der richtige. So sorgt sie für Unterhaltung beim Leser. Erst nach und nach wird auch dem Leser klar, was alles hinter dieser Geschichte und den Figuren steckt, hier hat mir unheimlich gut gefallen, dass es am Ende noch so einige überraschende Wendungen gab. Das bretonische Dorf und seine eigenwillige Bewohner hat die Autorn liebevoll und auch etwas skuril gezeichnet. Dennoch hat sie mir Lust auf diese Gegend gemacht und vor allem auch auf so einige bretonische Mahlzeiten, die im Roman zubereitet oder verspeist werden (ja, hier stimmt das Wort oder !!). Zum Glück gibt es am Ende des Buches ein paar Rezepte zum Nachkochen oder Nachbacken. Mittendrin hatte ich zwischenzeitlich mal einen kleinen Hänger beim Lesen, das hat sich aber schnell wieder gelegt und das fulminante Ende, das nicht nur berührt hat, sondern auch mit eingen Auflösungen überraschen und überzeugen konnte, hat alles wieder wett gemacht. Fazit: Ein humorvoller Roman, den ich gerne weiter empfehle !

Von der Vergangenheit, die sich nicht einfach so leicht abschütteln lässt

Von: Blog-a-holic Datum: 29. April 2018

Zum Inhalt: Charmant und gewitzt hat sich Claire Durant auf der Karriereleiter eines Berliner Gourmet-Magazins ganz nach oben geschummelt. Denn niemand ahnt, dass die Französin weder eine waschechte Pariserin ist noch Kunst studiert hat – bis sie einen Hilferuf aus der Bretagne erhält, wo sie in Wahrheit aufgewachsen ist: Ihre Mutter muss ins Krankenhaus und kann Claires gehörlose Schwester nicht allein lassen. Claire reist in das kleine Dorf am Meer und ahnt noch nicht, dass ihre Gefühlswelt gehörig in Schieflage geraten wird. Denn ihr Freund Nicolas aus gemeinsamen Kindertagen ist längst nicht mehr der schüchterne Junge, der er einmal war, und dann taucht aus heiterem Himmel auch noch ihr Chef auf. Claire muss improvisieren, um ihr Lügengespinst aufrechtzuerhalten – und stiftet ein heilloses Durcheinander in dem sonst so beschaulichen Örtchen Moguériec … Über die Autorin: Claudia Winter, geboren 1973, ist Sozialpädagogin und schreibt schon seit ihrer Kindheit Gedichte und Kurzgeschichten. Als Tochter gehörloser Eltern lernte sie bereits mit vier Jahren Lesen und Schreiben, gefördert von ihrem Vater. Neben ihren bisher im Goldmann Verlag erschienenen Büchern hat sie weitere Romane sowie diverse Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann und den Hunden Kim und Luca in einem kleinen Dorf nahe Limburg an der Lahn. Mehr über Claudia Winter erfahrt ihr auf ihrer Homepage, ihrer Facebookseite und auf Instagram. Mein Fazit und meine Rezension: Claire Durant ist in ihrem Beruf als Ressortleiterin eines Gourmet-Magazins oben angelangt und dabei hat niemand bemerkt, dass sie – um diese Stelle zu erhalten – ihren Lebenslauf etwas getuned hat: sie ist weder Pariserin, noch hat sie Kunstgeschichte studiert. Doch das scheint niemanden zu stören, bis sie ein Hilferuf aus ihrer einstigen Heimat, der Bretagne, erhält. Und schon gerät ihr mühsam aufgebautes Leben aus den Fugen und ihre Vergangenheit holt sie wieder ein. Doch schafft Claire es, sich gegen ihre Vergangenheit zu schützen und wieder in ihr jetziges Leben zurückzukehren? Oder war ihre Mühe umsonst? Eine Geschichte, die vor lauter Irrungen und Wirrungen amüsanter nicht sein könnte! Claire Durant hat alles, was sie wollte: einen guten Job und eine tolle Wohnung. Sie ist in ihrem Traumleben angekommen. Nur weiß sie nicht, wie schnell ihre Vergangenheit sie einholen kann, denn immerhin hat sie ihr jetziges Leben etwas verziert und extra Glitzer drüber gestreut. Und – ja – es scheint tatsächlich zu klappen! Bis zu dem Augenblick, in welchem ihre Vergangenheit sie einholt: Claire muss in ihre Heimat zurück, denn ihre Mutter liegt im Krankenhaus und kann ihre gehörlose Schwester nicht alleine lassen. Nach 19 Jahren verschlägt es Claire wieder nach Moguériec und dort trifft sie nicht nur auf ihre gehörlose Schwester Maelys, die alles andere als hilfsbedürftig ist, sondern auch auf ihrer Jugendliebe Nicolas, der sich vom schüchternen Jungen zu einem richtigen Macho entwickelt hat. Einzig und allein das Dorf hat sich nicht verändert. Für Claire steht eines fest: sobald ihre Mutter wieder aus dem Krankenhaus ist, möchte sie so schnell wie möglich zurück in ihr altes, neues Leben. Doch leider hat sie ein Händchen dafür, die Fettnäpfchen nicht nur zu finden, sondern auch mit Anlauf rein zu springen, denn wie es der Teufel so will, steht bald darauf ihr charmanter und äußerst attraktiver Chef Sebastian vor ihr. Der hat nämlich in einem Magazin über Moguériec viel gelesen und möchte dort seinen Urlaub verbringen. Und ehe Claire sich versieht – und der Leser es wahrnimmt – verstrickt sie sich von einer Lüge in die nächste und weiß gar nicht mehr, wie sie sich aus diesem Lügengespinst befreien soll. Da ist guter Rat teuer. Für mich war es das zweite Buch der Autorin Claudia Winter und es war ebenso unterhaltsam und amüsant, wie das erste Buch! Leider hatte ich zu Beginn ein paar Probleme so richtig in die Geschichte zu finden, da sie mir etwas zu zäh dahin floss, doch mein Durchhaltevermögen wurde belohnt, denn schon bald schien das Chaos perfekt zu sein und ich als Leserin am richtigen Ort! Natürlich hat mir die Protagonistin Claire ab und an Leid getan, immerhin wollte sie einfach nur weg aus Moguériec, sich ein neues Leben aufbauen und hat es – trotz der Hilfe einiger Lügen – auch geschafft. Da sieht man, dass man alles erreichen kann, wenn man nur will! Und dann gab es eben diese Momente, an denen ich sie einfach nur an den Schultern packen und kräftig schütteln wollte … Auch das Dorfleben in Moguériec kommt nicht zu kurz und wird realitätstreu wiedergegeben. Nein, ich war noch nicht vor Ort, doch stamme ich selbst aus einem Dorf und weiß, was dort los ist und wie sehr sich so ein Dorfleben ändert – kaum. Leider waren einige Fettnäpfchen oder Probleme vorhersehbar, sodass ein Spannungsmoment kaum gegeben war, doch trotz allem fühlte ich ich immer unterhalten und zu keiner Zeit hatte ich das Bedürfnis, das Buch aus den Händen zu legen. Wenn ihr also auf der Suche nach einer Urlaubslektüre seid, die nicht nur die Schönheit der Bretagne, sondern auch viel Humor, Flair und Liebe beinhaltet, dann seid ihr mit Claudia Winters Wolkenfischerin gut beraten!

Manchmal muss man auch was riskieren wollen.

Von: nef Datum: 06. April 2018

Inhalt: Claire Durant hat es weit gebracht. Im berliner Gourmet-Magazin 'Genusto' tobt sich die gebürtige Französin im Bereich Lifestyle und Genuss aus und kann dabei mit ihrem französischen Charme punkten. Das ist ihrem Chef Sebastian Hellwig schon lange aufgefallen. Als das Magazin seinen Lifestyle-Bereich einstampfen will bricht für Claire eine Welt zusammen. Doch Sebastian Hellwig hat ganz eigene Pläne mit Claire. Es wird ein neues Magazin geben, das sich nur um ihren Tätigkeitsbereich dreht und Claire soll den Chefredakteurposten erhalten. Sie würde sich glatt freuen, wenn da nicht der Anruf aus Frankreich gewesen wäre. Beinahe niemand in der Metropole Berlin kennt Claires wahre Herkunft. Sie hat die Menschen glauben lassen, dass sie eine waschechte Pariserin ist. Allerdings stimmt das nur auf dem Papier. Der Anruf aus Frankreich lässt ihr keine andere Wahl, sie muss in ihre Heimat zurück: in den Fischerort Mogueriéc in der Bretagne. Ihre Mutter liegt im Krankenhaus und jemand muss sich um ihre stumme Schwester Maelys kümmern. Natürlich ist ihr Chef kein Unmensch und hätte sie sofort fahren lassen. Wenn er doch nur wüsste, dass Claire gar nicht Claire ist und sie statt einer Familie in Paris, Mutter und Schwester in Mogueriéc hat. Ihre einzige Verbindung zu Paris ist ihre Tante Valérie, bei der sie einige Jahre gewohnt hat. Claire muss sich dringend etwas einfallen lassen und verstrickt sich in ein Netz aus Lügen. Die Begegnung nach 19 Jahren mit ihrer Mutter ist alles andere als herzlich. Beide sind befangen und ein leiser Vorwurf ist in Yvonnes Gesicht zu lesen. Warum war ihre Tochter so lange nicht nach Hause gekommen? Während Claire und ihre Mutter immerhin noch miteinander reden, erwartet sie in ihrem Haus mitten im Nirgendwo eine wütende Schwester. Maelys weigert sich mit Claire zu kommunizieren. Wie soll sie ihr so helfen? Claire merkt schnell, dass ihre Schwester eigentlich keine Hilfe braucht und auch, dass sie ihre Freunde und den Ort, der mit so vielen schmerzhaften Erinnerungen an ihren Vater behaftet ist, vermisst hat. Sie hat mit ihrer Mutter einen Deal gemacht - sie bleibt im Krankenhaus, dafür kümmert Claire sich um alles daheim. Eigentlich wäre das auch kein Problem, würde nicht plötzlich Sebastian Hellwig im beschaulichen Örtchen auftauchen um dort Urlaub zu machen. Claire fällt nur eine neue Notlüge ein und damit bringt sie eine Lawine ins Rollen, bei der sie nicht mithalten kann. Meinung: Mit 'Die Wolkenfischerin' entführt Claudia Winter ins raue Küstenörtchen Mogueriéc in der Bretagne. Auch wenn ich noch nie in Frankreich war, konnte ich mir den Ort und die Menschen gut vorstellen. Die ersten Kapitel sind alle in zwei Zeitzonen und zwei Charaktere unterteilt. Sobald man aber weiß wie diese zusammengehören, liest es sich sehr gut und auch spannend. Die Wandlung, die Claire durchlebt hat um dorthin zu kommen, wo sie jetzt ist, kann man nicht anders als beeindruckend finden. Aber gerade hier passt der Titel wunderbar zu Claire - die nichts anderes als eine Wolkenfischerin ist. Zwar war mir Claire am Anfang etwas zu sehr von sich selbst überzeugt, aber mit der Zeit bin ich mit ihr gut warm geworden. Ihren Chef Sebastian mochte ich hingegen sofort. In dem Buch geht es in erster Linie um die Entwicklung von Claire und die Verbindung mit ihrer Schwester Maelys. Es machte mir viel Spaß die beiden zu begleiten auf ihrer Reise durch Höhen und Tiefen. Maelys ist ein toller Charakter. Sie hat viele Facetten und ihre ganz eigene starrköpfige Art ihrer Umgebung zu zeigen, wenn ihr etwas nicht passt. Dafür braucht sie keine Worte, nicht einmal Zeichen. Und ganz nebenbei fand ich es natürlich toll, dass hier immer wieder gebacken wurde ;o) Im Anhang gibt es sowohl Rezepte aus auch einen Glossar zu einigen französischen Gerichten. Das ist sehr hilfreich, wenn man sich darunter nichts vorstellen kann. Ein wenig hat mich gestört, dass hier viele französische Begriffe oder auch Sätze benutzt wurden, die leider nicht übersetzt wurden. Somit wusste ich oftmals nicht, was Claire jetzt eigentlich gesagt / gemeint hat. Ja, ich hätte sie auch googlen können, aber das ist mir dann während des Lesens doch zu mühsam und reißt mich aus dem Lesefluss. Abschließend fand ich das Buch trotzdem toll. Bislang mein zweites der Autorin, aber eins liegt noch auf meinem Schreibtisch und wird wohl im April gelesen werden. Ich bin schon gespannt.

Heimat und Spannung

Von: diebecca Datum: 27. March 2018

 In dem Buch die Wolkenfischerin von Claudia Winter geht es um Claire Durant. Sie hat sich auf der Karriereleiter nach oben geschummelt, denn sie ist weder waschechte Pariserin noch hat sie Kunst studiert. Dann erhält sie einen Hilferuf ihrer Mutter aus der Bretagne, ihre Mutter muss ins Krankenhaus und sie muss sich um ihre taube Schwester kümmern. In dem kleinen Dorf am Meer trifft sie ihren ehemals besten Freund Nicolas, der nicht mehr der schüchterne Junge von damals ist. Aus heiterem Himmel taucht ihr Chef auf, Claire muss improvisieren, um ihr Lügengespinst aufrecht zu erhalten und stiftet damit ein heilloses Durcheinander in dem beschaulichen Örtchen. Beim Titel habe ich mich erstmal gefragt, was eigentlich eine Wolkenfischerin ist. Das Cover hat tolle Farben und erinnert an Urlaub. Der Schreibstil ist flüssig. Am Anfang braucht man jedoch etwas um ganz ins Buch zu finden, wobei das glaube ich so gewollt ist. Themen sind die Familie und die Vergangenheit, der Job und Kunst spielen eine Rolle. Das Leben in der Großstadt und auf dem Dorf, Heimat wird thematisiert. Die Liebe spielt eine große Rolle, aber auch das Thema Wahrheit bzw. Lügen. Claire ist eine liebenswerte Person, die es bisher nicht einfach hatte in ihrem Leben. Das besondere an dem Buch ist, dass dort Personen, von denen man es gar nicht erwartet hätte, am Ende sehr positiv in Erscheinung treten. Sehr unerwartet. Am Ende des Buches sind die Rezepte, über die im Buch gesprochen wird, aufgelistet. Ein rundum gelungener Roman, der einen in die Bretagne entführt und dort mit Spannung und Liebe unterhält.

Wochenglück

Von: JoBasFreizeitGlueck Datum: 12. March 2018

Dieses Wochenende wurde ich begleitet.. von dem Roman: Die Wolkenfischerin , von Claudia Winter den mir der Goldmann Verlag in der Taschenbuchausgabe , als Leseexemplar zur Verfügung gestellt hat. Claire reist aufgeschreckt durch einen Notruf der Mutter nach Moguériec, in der Bretagne. Dort stossen Ihr "neues" Leben und Ihre Kindheit aufeinander. Durch Tod Ihres Vaters wuchs Claire bei Ihrer Tante in Paris auf. Von dort aus startet Sie erfolgreiches Berufsleben bis nach Berlin, als Redakteurin für ein Gourmet-Magazin. In der Bretagne wird Sie mit dem Leben Ihrer Schwester Maeyls und ihres alten Freundes Nicolas, die Sie jahrelang nicht gesehen hat,konfrontiert. Die Begegnung der Schwester führt zu turbulenten Veränderungen. Positionen vermischen sich und vertauschen sich . Nun taucht noch Ihr Chef auf und die Entwirrung nimmt Fahrt auf. Die Wolkenfischerin ist ein sehr flüssig geschriebener Roman, mit vielen unerwarteten Überraschungen und Wendungen, den ich an einem Stück gelesen habe. Die Charaktere sind sehr feinfühlig und bildhaft beschrieben. Den Nicolas hätte ich gerne mal so richtig... -------------------------------------------------------- Vielen Dank für diese kurzweiligen Lesestunden!!

Sehr schöne Geschichte mit französischem Flair!

Von: Shelly Datum: 09. March 2018

Titel: Die Wolkenfischerin Autorin: Claudia Winter Verlag: Goldmann Preis: 9,99 € Seiten: 400 Leseprobe: An dieser Stelle vielen Dank an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar! Klappentext: Charmant und gewitzt hat sich Claire Durant auf der Karriereleiter eines Berliner Gourmet-Magazins ganz nach oben geschummelt. Denn niemand ahnt, dass die Französin weder eine waschechte Pariserin ist noch Kunst studiert hat – bis sie einen Hilferuf aus der Bretagne erhält, wo sie in Wahrheit aufgewachsen ist: Ihre Mutter muss ins Krankenhaus und kann Claires gehörlose Schwester nicht allein lassen. Claire reist in das kleine Dorf am Meer und ahnt noch nicht, dass ihre Gefühlswelt gehörig in Schieflage geraten wird. Denn ihr Freund Nicolas aus gemeinsamen Kindertagen ist längst nicht mehr der schüchterne Junge, der er einmal war, und dann taucht aus heiterem Himmel auch noch ihr Chef auf. Claire muss improvisieren, um ihr Lügengespinst aufrechtzuerhalten – und stiftet ein heilloses Durcheinander in dem sonst so beschaulichen Örtchen Moguériec … Cover: Das Cover dieser Ausgabe gefällt mir sehr gut. Mit dem kleinen Dorf am Meer und dem Meer selbst, das beides sanft im Hintergrund liegt, wirkt das Cover nicht überladen, aber das Meer-Flair wird versprüht, ohne aufdringlich zu wirken. Das Fahrrad und der kleine Laden im Vordergrund lassen alles noch harmonischer wirken. Handlung: Claire führt ein auf Lügen basierendes, aber gar nicht schlechtes Leben in Berlin, bis eines Tages ein Krankenhaus aus Frankreich anruft und alles durcheinanderbringt. Sie muss nach Frankreich, in die Bretagne, obwohl sie eigentlich nach Paris zu einem Auftrag sollte. In ihrem Heimatdorf scheint die Situation jedoch anders als von ihrer Mutter geschildert, doch sie bleibt und muss zu ihrem Verdruss feststellen, dass ihr Chef, der denkt, sie sei in Paris, gerade Urlaub in dem kleinen Dorf macht. Mit einer kleinen Geschichte tritt sie eine Lawine los, die sie weder geplant noch damit gerechnet hätte. Schreibstil: Das Buch ist aus Claires und zu Anfang auch noch aus Gwenaelles Sicht in der 3.-Person-Perspektive geschrieben. In der Ich-Form hätte ich mich stellenweise besser mit Claire arrangieren können, denn manche Handlungen waren nicht oder nur schwer nachvollziehbar. Der Schreibstil selbst war angenehm und ließ sich gut lesen. Mir gefiel das französische Flair, das in den Dialogen oder Gedankengängen durch das gewählte Vokabular durchkam. Charaktere: Der Leser begegnet in diesem Buch sehr vielen unterschiedlichen Charakteren und eben diese Vielfalt hat die Charakterpalette sehr interessant gemacht. Auch wenn man über eine Figur nicht viel erfahren hat, weil sie vielleicht nur eine kleine Nebenrolle hatte, wirkte niemand einfältig oder ohne Tiefe. Claire und Maelys haben mir am besten gefallen, was klar ist, da man mit den beiden am meisten zu tun hat und auch am meisten über sie erfährt. Über Anekdoten, Vorgeschichten und Gespräche oder einfach Anmerkungen, die Claire bemerkt (z.B. ein freizügiger Kleidungsstil) ließen die Charaktere in der Fantasie lebendig werden. Meinung (hier könnten Spoiler auftauchen): Mir hat das Buch ziemlich gut gefallen. Ich hätte mir eine Erklärung für das „Wolkenfischen“ gewünscht. Ich glaube zwar, dass ich ungefähr verstanden habe, was es damit auf sich hat, aber erklärt wurde es leider nicht. Außerdem habe ich Gwenaelles Namen bis über die Hälfte des Buches falsch gelesen, weil erst da die Erklärung der Aussprache kam. Das hätte ich mir auch etwas früher gewünscht. Einmal wurde ein Name eines Nebencharakters geändert und danach aber wieder wie vorher (sowas mag ich leider gar nicht, weil ich finde, dass die Namen schon miteinander übereinstimmen sollten). Und das war’s auch schon mit der Kritik. Also wirklich nicht viel. Mir hat die Geschichte von Gwenaelle am Anfang sehr gut gefallen, so hatte der Leser die Chance, alles zu verstehen und zu verstehen, wie was zusammenhing. Ich glaube, es wäre sehr verwirrend gewesen, hätte man das irgendwo in der Mitte eingebaut. Sehr gut gelöst an dieser Stelle! Außerdem muss ich einfach sagen, dass ich die Charaktere sehr gerne mochte, auch wenn ich Claire manchmal nicht verstanden habe. Und der Verlauf der Geschichte war total schön und ein bisschen spannend, weil man einfach wissen wollte, wie es ausgeht. Ob Claire zurück nach Berlin geht oder doch in Moguériec bleibt. Auch das „erste Ende“ und der Epilog aus der Sicht der Mutter haben mir sehr gut gefallen. Eine rundum gelungene Geschichte. Fazit: Wir treffen in dieser Geschichte sehr viele unterschiedliche Charaktere, die alle auf ihre Weise einzigartig sind. Die Geschichte spielt teils in der Bretagne, anfangs teils in Paris und zum Teil in Berlin, doch das macht es keineswegs verwirrend oder überladen, sondern abwechslungsreich – wie das Leben. Und so ist auch die Geschichte selbst. 4 / 5 Sternen

Wieder einfach ein gelungener Roman

Von: Heidi Kloss Datum: 09. March 2018

Ich habe nach den ersten beiden Büchern von Claudia Winter sehnsüchtig auf das 3.Buch gewartet. Das Warten hat sich gelohnt! Wieder ein sehr gelungener Roman mit hochsympathischen Figuren! Man wird sofort mitgenommen in die Welt von Claire. Und in die Bretagne, Landschaft, Meer und Kulinarik! Lesefreude von der ersten bis zur letzten Seite! Unbedingt empfehlenswert! Ich warte auf das nächste Werk von Claudia Winter!

Überzogen, humorvoll, vorhersehbar. Einfach toll!

Von: Versgeflüster Datum: 03. March 2018

Ja, dieses Buch sieht aus wie der typische Frauenroman für Mütter ab Mitte dreißig, mit dem kitschigen Cover, der einen Ort irgendwo in der Betagne. Und ja, er ist auch genau das. Und ich hab ihn unglaublich gerne gelesen! Das wohl wichtigste Aushängeschild dieses Romans ist seine Protagonistin Claire Durant. Sie ist charmant, humorvoll und liebenswürdig, außerdem hört sie die ganze Zeit die Stimme ihrer Tante in ihrem Kopf, was vermutlich nicht auf eine psychische Störung hindeuten soll, es manchmal allerdings so wirkt. Claire ist Journalistin bei einer kleinen Gourmetzeitschrift in Berlin. Was dort niemand weiß, ist, dass sie weder eine echte Pariserin ist, noch wirklich Kunst studiert hat, dass ihre ganzen Zeugnisse von bekannten Kunstausstellungen gefälscht sind, dass sie nichtin einem angesagten Berliner Viertel wohnt, sondern in einer kleinen, schäbigen Wohnung in Kreuzberg, und dass sie nicht einmal ihr Name echt ist. Claire hat seit 20 Jahren keinen richtigen Kontakt mehr zu ihrer Mutter und ihrer gehörlosen Schwester. Doch als ihre Mutter im Krankenhaus liegt, macht Claire sich auf den Weg in das kleine Dörfchen Moguériec, um sich um ihre Schwester zu kümmern. Dort stellt sie allerdings fest, dass ihr bester Freund Nicolas mittlerweile ziemlich gut aussieht, und als dann auch noch ihr Chef Urlaub in Moguéric macht, ist das Durcheinander perfekt. Zugegeben, diese Handlung ist ziemlich vorhersehbar. Viele sogennante "Plot Twists" lassen sich erahnen, so ist eigentlich nichts in diesem Buch eine wirkliche Überraschung. Das beeinflusst den Lesespaß allerdings überhaupt nicht negativ, eher spornt es dazu ein, weiterzulesen, um herauszufinden, ob man mit seiner Vermutung denn auch Recht hatte. Dazu kommt noch, dass sich der Schreibstil der Autorin unfassbar flüssig lesen lässt, sodass die Seiten sich praktisch von selbst umblättern und man Ruckzuck am Epilog angelangt ist. Das Cover lässt schon erahnen, wie kitschig dieses Buch ist. Und kitschig meine ich hierbei garnicht negativ. Leichte Lektüre für zwischendurch, in der alle Probleme sich irgendwie lösen lassen und sich am Ende alles zum Guten wendet, ist doch immer wieder aufs neue etwas schönes, oder nicht? An dieser Stelle muss ich allerdings anmerken, dass einige der Probleme sich ein wenig zu einfach lösen lassen, hier und da Charaktere unrealistisch handeln und Ereignisse überzogen sind. Kurz gesagt ein charmanter Roman mit einer tollen Protagonistin, aber einem für meinen Geschmack etwas zu leicht erreichtem Happy End, inklusive leicht überzogener Handlung. Trotzdem ist er genau das, was man sich von einer leichten Lektüre wünscht: Überzogen, humorvoll, vorhersehbar, was dazu führt, dass man viel zu schnell am Ende angelangt. Ich gebe 4 von 5 Punkten.

Ein wundervoller Roman

Von: Lesebegeisterte Datum: 27. February 2018

Jene Leser, die das Buch "Aprikosenküsse" gelesen haben, wird die Protagonistin Claire bekannt sein. Claire ist sehr erfolgreich in ihrem Beruf und auch sonst kann sie nicht klagen. Doch dann muss ihre Mutter ins Krankenhaus und Claire muss sich um ihre gehörlose Schwester kümmern. Zu Hause angekommen geht es plötzlich drunter und drüber in der Gefühlswelt von Claire. Als ihre Jugendfreund auftaucht, wird es so richtig turbulent. Ein wunderschöner Roman, der in der Bretagne spielt. Als Leser möchte man sofort dort seinen Urlaub verbringen. Das Cover finde ich traumhaft und sehr passend gestaltet. Dieses Buch hat einfach alles, was eine Leserin für einen "Feel-Good-Roman" braucht. Auch zu empfehlen die Bücher der Autorin: "Aprikosenküsse" & "Glückssterne"

Roman mit Wohlfühlcharakter

Von: searchingformorebooks Datum: 23. February 2018

Das Buch hat mich optisch gleich angesprochen bevor ich überhaupt wußte um was es geht. Das Cover paßt perfekt zum Inhalt des Romans und genau so stelle ich mir das kleine Örtchen Moguériec vor. Perfekt für einen Urlaub in der Bretagne und so kam mir das Buch auch vor, wie ein kleiner Kurzurlaub bei Freunden. Meine Meinung zu dem Buch: Dies war mein erster Roman von Claudia Winter und umso gespannter war ich wie mir ihr Schreibstil gefallen würde. Und ich war gleich nach den ersten Seiten sehr angetan von diesem. Flüssig und locker ließ sich das Buch lesen und hat einen in seinen Bann gezogen, der es einem schwer gemacht hat es auch der Hand zu legen. Besonders gut hat mir auch am Anfang gefallen, daß wir von der erwachsenen Claire zu ihrem jungen ich zurückschwenken und so einiges von ihrer Vorgeschichte direkt aus ihren Augen erfahren. Ich fand es fast schade als diese Passagen vorüber waren und habe dann erst mal ein wenig gebraucht bis ich wieder flüssig in der Geschichte drin war. Schön waren auch die Beschreibungen der Gegend die einen nach Paris und in die Bretagne mitgenommen haben und man sich dort gleich wohlgefühlt hat. Claire ist eine sympatische Protagonistin die auch hier und da so einiges an (ungewolltem) Witz mit in die Geschichte bringt. Schön fand ich auch das Verhältnis zu ihrer Schwester Maelys beschrieben, genau so wie es meist im echten Leben ja auch zwischen Schwestern ist, eben nicht immer einfach aber doch zumeist sehr innig. Auch gut aufgegriffen was das Thema Gehörlosigkeit, aber hier denke ich hat der Autorin geholfen, daß die eigenen Eltern ebenfalls gehörlos sind. Am besten hat mir als Charakter aber Sebatian gefallen, der trotz einiger Dinge die er einstecken muß immer noch so entspannt und besonnen geblieben ist und dem ganzen zum Schluß eine perfekte Wendung gibt, ein Traum von einem Mann und er paßt perfekt zu der manchmal doch chaotischen Claire. Alles in allem hat mich die Geschichte sehr begeistern können und ich war etwas enttäuscht als das Buch schließlich zu Ende war, ich hätte ewig weiterlesen können. Daher werde ich mir in naher Zukunft unbedingt auch die weiteren Bücher der Autorin näher anschauen und bin schon gespannt ob diese mich genauso fesseln können.

Über die Liebe,das Leben und seine seltsamen Wege

Von: Susi's Leseecke Datum: 20. February 2018

#Rezension Die Wolkenfischerin von Claudia Winter Zum Inhalt : Beschreibung Produktbeschreibungen Charmant und gewitzt hat sich Claire Durant auf der Karriereleiter eines Berliner Gourmet-Magazins ganz nach oben geschummelt. Denn niemand ahnt, dass die Französin weder eine waschechte Pariserin ist noch Kunst studiert hat – bis sie einen Hilferuf aus der Bretagne erhält, wo sie in Wahrheit aufgewachsen ist: Ihre Mutter muss ins Krankenhaus und kann Claires gehörlose Schwester nicht allein lassen. Claire reist in das kleine Dorf am Meer und ahnt noch nicht, dass ihre Gefühlswelt gehörig in Schieflage geraten wird. Denn ihr Freund Nicolas aus gemeinsamen Kindertagen ist längst nicht mehr der schüchterne Junge, der er einmal war, und dann taucht aus heiterem Himmel auch noch ihr Chef auf. Claire muss improvisieren, um ihr Lügengespinst aufrechtzuerhalten – und stiftet ein heilloses Durcheinander in dem sonst so beschaulichen Örtchen Moguériec … Quelle: Amazon Wie schnell ein mühsam aufgebautes aus Lügen bestehendes Kartenhaus ins Wanken Gerät , können wir in Claudia Winters neuem Roman lesen. Da der Klappentext für sich selbst spricht, will ich nicht allzuviel zum Inhalt preisgeben. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen. Claudia Winter packt es , ihre Leser direkt von Seite 1 an in den Bann des Buches zu ziehen. Wie magisch angezogen ist man schwupps, in der Story drin. Die Charaktere sind wieder bis in kleinste Detail in liebevoller Weise beschrieben, man kann sich regelrecht jeden einzeln vor Augenrufen. Die Autorin versteht es einfach, den Lesern einen wahren Film vor Augen ablaufen zu lassen. MEIN Fazit: Absolute Leseempfehlung meinerseits,ein Buch das in die tiefe geht und nicht alles Gute aufweist. Von mir ganz klare 5☁️☁️☁️☁️☁️

Nach einem holprigen Anfang eine tolle Geschichte

Von: Judikos Welt Datum: 19. February 2018

Claire Durants Eltern, wohlhabend und einflussreich, haben ihr immer versucht ein schönes Leben zu ermöglichen. Aufgewachsen in Paris, wo sie auch erfolgreich ihr Kunststudium absolvierte und auch jetzt, wo sie mit den Eltern in einem noblen Berliner Viertel wohnt, lebt Claire ihr Leben, wie es ihr gefällt. Inzwischen arbeitet sie als Redakteurin bei einem angesagten Gourmet-Magazin. Lediglich einen klitzekleinen Sprung von der Chefredakteurin ist sie noch entfernt. Stopp, Stopp, Stopp… …Was sollen diese ganzen Lügen? Nix ist und hat Claire! Lediglich den Job beim Gourmet-Magazin, wo ihr nun der Posten der Chefredakteurin angeboten wird. Doch ausgerechnet, als das passiert, überschlagen sich die Ereignisse und Claires Jugend holt sie wieder ein. All ihre kleinen und großen Lügen, scheinen aufzufliegen. Wird sie aus dieser Misere jemals wieder herauskommen? Diese Geschichte ist wirklich schön. Sie entführt uns in ein wunderschönes Örtchen Namens Moguériec, mitten in der Bretagne. Vor allem das Setting hat es mir angetan. Ganz toll beschreibt Claudia Winter diesen Ort. Man kann ihn sehen und ich konnte fast die salzige Luft riechen, die vom Meer ausging oder den buttrigen Geruch vom Butterkuchen, der in dieser Geschichte eine ganz besondere Rolle spielte. Ich fand es toll zu lesen, wie Claire sich aus ihrer Situation versucht hat zu retten und es hat mir riesigen Spaß gemacht, ihre damaligen, skurrilen Freunde kennenzulernen. Einzig den Anfang, den fand ich etwas schwierig gestaltet. Bis Seite 50 wusste ich nicht wirklich worum es geht, da sich die Perspektiven immer zwischen Claire und einer Gwenaelle abwechselten. Ab Seite 50 hatte ich dann eine Vermutung, was es zu bedeuten hatte, aber erst auf Seite 110 hat sich meine Vermutung bestätigt. Ich könnte mir deswegen vorstellen, dass es den ein oder anderen gibt, der das Buch nach ein paar Seiten wieder beiseitelegt, was ich sehr Schade finden würde, da es wirklich eine empfehlenswerte und tolle Geschichte ist. Ich habe natürlich überlegt, wie man es hätte besser machen können, kann aber im Nachhinein sagen, man kann es nicht wirklich besser machen. Deswegen hoffe ich, dass alle an der Geschichte dran bleiben, denn sie lohnt sich.

Eine Reise in die Bretagne

Von: Hanne / Lesegenuss Datum: 08. February 2018

"Die Wolkenfischerin " von Claudia Winter, ein Buchtitel, der vielversprechend klingt und verlockend, sehr ansprechend das Cover. Die Handlung beginnt mit dem Prolog im Sommer 1998 in Frankreich. Romane, die in Frankreich, bzw. der Bretagne spielen, habe ich schon einige gelesen. Umso mehr war ich gespannt auf das neueste Werk von der Autorin Claudia Winter. Zwei ungewöhnliche Schwestern auf der Suche nach dem einen Stück des Himmels - dem Zuhause im Herzen. Anfangs war ich doch ein wenig am Zweifeln, auch vom Verlauf der Handlung. Es war kein leichter Einstieg in die Geschichte. Erst nach und nach sieht man die Zusammenhänge und es ergibt sich ein fast schlüssiges Gesamtbild. Im nachhinein muss ich sagen, es war okay. Überzeugt hat mich ihr Schreibstil, flüssig-locker. Die Schönheit und Faszination der Bretagne, die Landschaft als auch die Ortsbeschreibungen werden dem Leser sehr gut beschrieben, so dass man es bildlich vor Augen hat. Bei bestimmten Abschnitten hatte ich den Geruch von Meerwasser in der Nase und das Rauschen der Wellen im Ohr. Ebenso erwähnenswert die Menschen im besonderen, ja es ist ein eigener Menschenschlag. Was anfangs verwirrte, war Claire/Gwenaelle. Sie ist keine einfache Charaktere. Doch durch den Blick in die Vergangenheit klärt sich vieles. Verständlich, chaotisch, verrückt, aber leider bin ich nicht ganz warm geworden mit ihr. Da gibt es dann doch Protagonisten, die man sofort mag. Und dann eben Claires Schwester, sehr authentisch durch ihr Handicap und sehr eigenwillig. Das prägt sich ein. Alle anderen Charaktere sind gut ausgearbeitet. Sie haben Ecken und Kanten, vom Leben geprägt. Es gibt drei Handlungsorte: Berlin, Paris und dem kleinen Dorf in der Bretagne. Claire erreicht ein Anruf ihrer Mutter aus Frankreich, dass sie sich um ihre gehörlose Schwester kümmern muss. Claire/Gwenaelle - vor Problemen kann man nicht weglaufen, denn irgendwann holen sie dich ein. So wie jetzt. Denn zu allem kommt auch noch Claires Chef aus Berlin nach Frankreich. In manchen keine leicht-lockere Handlung. Die eingebundenen Themen bringen einem schon nahe, was es bedeutet, mit einem Handicap umzugehen. Aber nicht nur das. Nur ich möchte einfach nicht zu intensiv auf die Handlung eingehen. "Die Wolkenfischerin", erneut wurde meine Urlaubswunsch für das Nachbarland Frankreich, seine Landschaft aber auch seine Lebensart geweckt. Fakt ist … Es braucht leider etwas Zeit, bis die Handlung wirklich interessant wird. Wenn man über einige Kleinigkeiten hinwegsieht, ist das Buch gut und flüssig zu lesen.

Lügen haben kurze Beine

Von: Martinas Buchwelten Datum: 03. February 2018

Bewertung: 3 1/2 Sterne "Lügen haben kurze Beine" - dieses Sprichwort könnte der rote Faden für diese amüsante Geschichte sein, die in Berlin, Paris und der Betragne spielt. Zu Beginn haben wir zwei Zeitebenen und lernen die 15-jährige Gwenaelle kennen, die vor kurzem ihren Vater verloren hat. Mit ihrer Mutter und ihrer jüngeren gehörlosen Schwester Mealy reist sie vom kleinen Küstenstädtchen Moguériec zu ihrer exzentrischen Tante Valerie in die Großstadt Paris. Der wütende Teenager, der sich nie gut mit ihrer Mutter verstanden hat, beschließt weiterhin bei ihrer Tante zu bleiben. Dort genießt sie die Pariser Lebensart, geht zur Schule und lauscht an der Uni als Gasthörerin jedem Vortrag über Kunstgeschichte. Nach einigen Wechseln von der Vergangenheit in die Gegenwart und zurück, bleiben wir anschließend in der Gegenwart und lernen Claire Durant kennen. Sie arbeitet für ein Berliner Gourmetmagazin und steht kurz vor der erhofften Beförderung. Doch dann kommt ein Hilferuf von ihrer Mutter, die im Krankenhaus liegt und ihre Tochter um Hilfe bittet. Claire hat sich in Berlin als waschechte Pariserin ausgegeben und ihre ländliche Herkunft verschwiegen. Ein Flug in das klein Dorf an der Küste, ist unvermeidlich, da ihre gehörlose Schwester Hilfe benötigt. Doch zuvor soll sie noch in Paris einen Bericht über eine Kunstausstellung schreiben. Claire muss sich etwas einfallen lassen und hat auch schon eine Idee.... Kaum in Moguériec angekommen, steht sie ihrer ehemaligen Jugendliebe Nicoals gegenüber und ihre kleine Schwester ist alles andere als hilfsbedürftig. Im Gegenteil: Sie begegnet Claire alles andere als liebenswürdig. Was hat sich ihre Mutter nur dabei gedacht? Einzig das Dorf hat sich nicht verändert. Das Chaos wird perfekt, als Claire's Chef Sebastian ebenfalls in der Bretagne eintrifft. Sebatsian möchte seinen Urlaub in Moguériec verbringen, nachdem er in einem Gourmetmagazin einen Bericht darüber gelesen hat. Daraufhin steht Claire's Leben auf dem Kopf, denn eine Lüge nach der anderen holt die junge Französin ein... Schon alleine beim Lesen der Inhaltsangabe weiß man, dass es in dieser Geschichte turbulent zugehen und die Liebe nicht zu kurz kommen wird. Doch ebenso hatte ich das Gefühl bereits sämtlich Katastrophen, die hier heraufbeschwört werden, zu kennen. Viele Wendungen und Überraschungen sind vorhersehbar und trotzdem lässt sich das Buch wahnsinnig gut lesen. Man hat ein wohliges Gefühl dabei und fliegt durch die Seiten. Ich musste öfters herzhaft lachen und schüttelte dann wieder unglaublich den Kopf, wenn Claire sich schon wieder in eine prekäre Situation bringt. Trotzallem greift der Roman neben den üblichen Liebeswirren und Katastrophen auch Themen wie Gehörlosigkeit auf oder bringt die Oberflächlichkeit der Menschen ziemlich genau auf den Punkt. Wie oft ist doch alles nur mehr Schein als Sein.... Dies beherrscht vorallem Tante Valerie sehr gut, die für mich die interessanteste und sympathische Figur im Buch ist. Aber auch Mealy hat sich sehr schnell in mein Herz geschlichen, ebenso wie Claire's Chef Sebastian. Bei Claire konnte ich nicht anders und musste des öfteren unglaublich den Kopf über sie schütteln. Trotzdem hat auch sie das Herz auf den rechten Fleck. Das Dorfleben und die Zusammengehörigkeit der teilseiwe sehr schrulligen Menschen wird sehr lebendig erzählt. Auch das Thema Tourismus und Arbeitslosigkeit kommen zur Sprache. Viele Situationen sind hier mitten aus dem (Dorf)leben gegriffen. Da ich selbst in einem kleinen Kaff wohne, kenne ich einige erwähnte Situationen sehr gut. Am Ende des Romans gibt es noch ein paar leckere Rezepte aus der Bretagne. Schreibstil: Der große Pluspunkt von "Die Wolkenfischerin" ist der Schreibstil der Autorin. Dieser ist spritzig, humorvoll und lässt sich wunderbar lesen. Die Landschaftsbeschreibungen sind absolut gelungen. Man fühlt sich direkt vor Ort. Ich hatte die salzige Meeresluft in der Nase und den Geschmack des Gateau bretons auf der Zunge. Wer bereits grübelt, wo er seinen Sommerurlaub verbringen möchte, der überlegt nach dieser Lektüre nicht mehr lange und fasst die Bretagne sehr schnell ins Auge. Fazit: Ein absoluter Wohlfühlroman zum Abtauchen, der den Leser an die bretonische Küste entführt. Die chaotische und humorvolle Geschichte, die leider sehr vorhersehbar ist, gewinnt vorallem durch die bildhafte Erzählweise der Autorin. Zum Entspannen und Wohlfühlen....

Charmant und einfühlsam

Von: Vanessas Bücherecke Datum: 31. January 2018

Rezension Claudia Winter - Die Wolkenfischerin Klappentext: Charmant und gewitzt hat sich Claire Durant auf der Karriereleiter eines Berliner Gourmet-Magazins ganz nach oben geschummelt. Denn niemand ahnt, dass die Französin weder eine waschechte Pariserin ist noch Kunst studiert hat – bis sie einen Hilferuf aus der Bretagne erhält, wo sie in Wahrheit aufgewachsen ist: Ihre Mutter muss ins Krankenhaus und kann Claires gehörlose Schwester nicht allein lassen. Claire reist in das kleine Dorf am Meer und ahnt noch nicht, dass ihre Gefühlswelt gehörig in Schieflage geraten wird. Denn ihr Freund Nicolas aus gemeinsamen Kindertagen ist längst nicht mehr der schüchterne Junge, der er einmal war, und dann taucht aus heiterem Himmel auch noch ihr Chef auf. Claire muss improvisieren, um ihr Lügengespinst aufrechtzuerhalten – und stiftet ein heilloses Durcheinander in dem sonst so beschaulichen Örtchen Moguériec … Meinung: Über Claudia Winter stolperte ich vor gut vier Jahren, als sie damals noch im Eigenverlag Aprikosenküsse veröffentlichte. Schon damals war ich von ihrer Erzählweise und ihren Ideen angetan. Nach Italien und Schottland führt die Autorin uns diesmal in die Bretagne. Dorthin verschlägt es die Journalistin Claire. Eigentlich hatte sie vorgehabt, dorthin nie wieder zu kehren. Doch ihre Mutter erkrankt und die Verpflichtungen lassen sich halt nicht einfach abgeben. Und so muss sich Claire ihrem alten Leben und ihrer Vergangenheit dort stellen. Das wäre ja nur die eine Sache, doch ausgerechnet ihr Chef hält sich ebenfalls dort auf und der kennt eine andere Claire, als die Bewohner ihres Heimatdorfes. Zugegeben, ich habe erst mal lange gebraucht, um mit Claire war zu werden. Denn gerade zu Anfang zeigt sie sich nicht unbedingt von ihrer sympathischsten Seite und es dauerte, bis ich die Beweggründe hinter ihrer Einstellung und ihrem Lügengeflecht verstand. Doch dann fand ich immer besser in die Geschichte hinein und auch mit Claire wurde es besser. Rückblickend gesehen konnte claire sich auch nicht anders verhalten, wie sie sich verhielt, so dass die Figur sehr viel Authentizität ausstrahlt. Wie gewohnt ist Claudia Winters Erzählweise sehr angenehm und gerade die schön ausgearbeiteten Settings lassen leichtes Fernweh aufkommen und Lust auf einen Besuch am Meer. Die Geschichte weist zwar besonders zu Anfang ein paar kleine Längen auf, doch spätestens ab der Hälfte zieht die Story so stark an, dass man bereitwillig bis zum Ende dran bleibt. Ich bin schon jetzt gespannt, wohin der nächste Roman von Claudia Winter mich führen wird. Fazit: Die Wolkenfischerin braucht ein wenig, bis sie durchstartet, dann aber richtig. Claire ist zwar ein zu Weilen sehr eigenwilliger Charakter, doch authentisch umgesetzt. Ein schöner, warmherziger Roman. Von mir gibt es 4 von 5 Punkten. Vielen Dank an den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar.

[Rezension] „Die Wolkenfischerin“ von Claudia Winter

Von: Lesefeuer Datum: 30. January 2018

„Die Wolkenfischerin“ ist ein Roman von Claudia Winter und erschien 2018 im Goldmann Verlag. Charmant und gewitzt hat sich Claire Durant auf der Karriereleiter eines Berliner Gourmet-Magazins ganz nach oben geschummelt. Denn niemand ahnt, dass die Französin weder eine waschechte Pariserin ist noch Kunst studiert hat – bis sie einen Hilferuf aus der Bretagne erhält, wo sie in Wahrheit aufgewachsen ist: Ihre Mutter muss ins Krankenhaus und kann Claires gehörlose Schwester nicht allein lassen. Claire reist in das kleine Dorf am Meer und ahnt noch nicht, dass ihre Gefühlswelt gehörig in Schieflage geraten wird. Denn ihr Freund Nicolas aus gemeinsamen Kindertagen ist längst nicht mehr der schüchterne Junge, der er einmal war, und dann taucht aus heiterem Himmel auch noch ihr Chef auf. Claire muss improvisieren, um ihr Lügengespinst aufrechtzuerhalten – und stiftet ein heilloses Durcheinander in dem sonst so beschaulichen Örtchen Moguériec … Meine Meinung: Was einem hier sofort auffällt, ist das wunder-, wunder-, wunderschöne Cover. Mal abgesehen davon, dass man alle Bücher von Claudia Winter lesen sollte, weil sie einfach nur toll sind, empfiehlt es sich bei diesem Buch vorher noch „Aprikosenküsse“ zu lesen. Man kann beide Bücher wirklich unabhängig voneinander lesen aber in „Die Wolkenfischerin“ kommen Charaktere vor, die man schon aus „Aprikosenküsse“ kennt. Diesmal hatte ich anfangs allerdings Probleme in das Buch zu kommen. Das hat mich ziemlich gewurmt. Ich bin mit Claire irgendwie nicht warm geworden. Trotzdem schreibt Claudia mit ihrer gewohnten Schreibweise und das Buch lässt sich flüssig lesen. Was mir besonders gefallen hat, war, dass im Buch Bezug auf den Buchtitel genommen wird. Das hat man ja leider nicht immer, aber sowas gefällt mir definitiv gut. Die Liebesgeschichte im Buch war vorhersehbar. Ein schönes Buch für zwischendurch. Claudia Winter, geboren 1973, ist Sozialpädagogin und schreibt schon seit ihrer Kindheit Gedichte und Kurzgeschichten. Als Tochter gehörloser Eltern lernte sie bereits mit vier Jahren Lesen und Schreiben, gefördert von ihrem Vater. Neben ihren bisher im Goldmann Verlag erschienenen Büchern hat sie weitere Romane sowie diverse Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann und den Hunden Kim und Luca in einem kleinen Dorf nahe Limburg an der Lahn. Fazit: 4 Sterne. Ich möchte mich recht herzlich bei der Randomhouse Verlagsgruppe bedanken, die mir freundlicherweise dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Hach, wie ist das schön

Von: Seite 101 Datum: 29. January 2018

Ich muss zugeben, ich bin dezent verliebt. Dieses war zwar mein erster Roman von Claudia Winter, aber sicher nicht mein letzter. Locker, witzig und sehr charmant bekomme ich eine Geschichte erzählt, die Lust auf Frankreich und Sommer macht. Natürlich ist es eher so ein „typischer“ Frauenroman mit dem hübschen und verwegenen Jugendfreund, der einem das Blut wieder in Wallung bringt und das bisherige Leben auf den Kopf stellt, mit einer Protagonistin, die dachte, sie geht den richtigen Weg und dann aber einsieht, dass dem nicht so ist und sie vielleicht die ganze Zeit falsch gelegen hat und einer Szenerie in den Schauplätzen, die einfach zum Träumen einlädt. Es geht nicht um, boah, hab ich so ja noch nie gelesen oder gesehen. Mich hat das Buch vielmehr durch die Leichtigkeit überzeugt. Ich fühlte mich stets sehr wohl beim Lesen und bin gerne mit Protagonistin Claire diesen Abschnitt in ihrem Leben gegangen. Ich fühlte mich stets gut unterhalten, auch wenn der Roman halt mit den typischen Klischees der Frauenromane spielt. Aber ich glaube, genau das habe ich nach den vielen grauen Wintermonaten gebraucht. Frischer, leichter Lesewind und eine Protagonistin, die mir die Wolken fischt. Ein Buch, was Lust auf Sonne und Sommer macht und auf jeden Fall in meinem Herz die Wolken vertrieben hat. Viele „Hach, wie ist das schön“-Momente, den einen oder anderen Lacher und die Gewissheit, es kann nur gut ausgehen. So etwas braucht man eben immer mal wieder in der Hand. Danke für eine Geschichte, die einem die Seele streichelt und einen rundum zufrieden zurücklässt.

Lügen und ihre Folgen

Von: Monika Stutzke Datum: 29. January 2018

Dass Lügen kurze Beine haben, muss Claire Durant rasch feststellen, als ihr Chef sie nach Paris schickt, um an einer Vernissage teilzunehmen, über die sie im Magazin berichten soll. Das Timing ist ausgesprochen schlecht, denn eigentlich sollte sie in die Bretagne fahren, um dem Hilferuf ihrer im Krankenhaus liegenden Mutter zu entsprechen, die darum bat, dass Claire nach Hause komme möge und sich um ihre gehörlose Schwester kümmern sollte, solange sie im Krankenhaus wäre. Claire beantragte Urlaub, um wegen eines familiären Notfalls nach Hause fahren zu können, wobei der Chef natürlich davon ausging, dass sie nach Paris fährt. Niemand bei ihr auf Arbeit weiß, dass sie keine echte Pariserin ist und auch keinen Abschluss in Kunst hat, so dass ihr diese Lüge nunmehr auf die Füße fällt. Für Paris und die Berichterstattung sucht sie sich einen Ersatz, so dass sie kurz nach Moguériec fahren kann, um dort alles zu organisieren. So der Plan. Es dauert nicht lange, bis sie in Moguériec auf ihren Chef stößt. Wie sollte sie auch ahnen, dass er in dieser Einöde Urlaub machen will. Um ihre Haut und Job zu retten, verstrickt sie sich in Lügen, die wie eine Spirale ins Endlose zu gehen scheinen. Wie soll sie da nur wieder herausfinden? ... Eigentlich hatte Claire mit ihrer Vergangenheit und Herkunft abgeschlossen. Sie wuchs in dem kleinen Örtchen Moguériec in der Bretagne auf. Als ihr Vater starb, veränderte sich alles. Nach einem Besuch in Paris bei ihrer Tante Valérie blieb sie dort, ihre Mutter und Schwester Maely fuhren wieder heim mit Claires Versprechen, dass sie bald folgen würde. Es vergingen 12 Jahre, bis Claire wieder dorthin zurückkehren sollte. Das ganze dann auch sehr unwillig und nicht freiwillig. Ihre Mutter liegt im Krankenhaus und niemand ist da, der sich um die gehörlose Maely kümmern könnte, so dass sie sich genötigt fühlte, dort nach dem rechten zu sehen. Es dauert nicht lange, bis sie sich wieder in dem kleinen Örtchen zurecht gefunden hatte, nur mit dem Widerstand ihrer Schwester, die alles andere als hilflos zu sein schien, hatte sie nicht gerechnet. Erinnerungen werden wach an Freundschaften, die sie damals ebenfalls im Stich gelassen hatte und dem Erkennen, dass aus den damaligen kleinen Jungen echte Kerle geworden sind. Männer, die ihr gefährlich werden könnten. Als dann auch noch ihr Chef Sebastian Hellwig in genau diesem kleinen Örtchen auftaucht, um dort Urlaub zu machen, ist Improvision gefragt. Eine Lüge zieht die nächste nach sich und bald weiß Claire sich nicht mehr zu helfen und hat keine Ahnung, wie sie dort wieder herauskommen soll. Was für ein schönes Buch, war mein erster Gedanke, als ich das Buch zugeklappt hatte. Was nicht wirklich verwunderlich war, denn ein Buch von Claudia Winter hat mich bislang immer glücklich zurückgelassen. Mit diesem Buch entführt die Autorin die Leser nach Paris und in die Bretagne. Die Geschichte beginnt in Berlin, wo Claire lebt und arbeitet. Obwohl ich noch nie in der Bretagne war, fühlte ich mich dort wohl und konnte anhand der bildlichen Beschreibungen der Autorin mein Kopfkino laufen lassen. Die Geschichte wird anfangs in 2 Zeitebenen erzählt, die von Claire und Gwenaelle handeln, die sich recht bald zu einem Zeitstrang vereinen. Claudia Winter führt den Leser schon mit ihrem Prolog in die Geschichte ein und lässt ihn nicht mehr los. Der Schreibstil der Autorin ist schwungvoll und einfühlsam und man hat immer das Gefühl, als Leser nicht genug zu bekommen. Man mag das Buch nicht aus der Hand legen, bis man es gelesen hat, weil man unbedingt wissen will, wie es weitergeht. In den Büchern von Claudia Winter wurde bislang immer gekocht und gebacken, so auch wieder in diesem Roman. Leckere Sachen werden fabriziert und der Leser hat im Anhang die Möglichkeit, die Rezepte nachzuarbeiten. Ergänzt wird das Buch durch ein bretonisch-französisches Glossar, das dem Leser einige Begriffe näherbringt. Das Buch der Autorin bietet wieder vieles, was einen guten Roman ausmacht. Man findet nicht nur Liebe, Humor, Lügen und Tragik vor, man erfährt auch einiges zum Thema Gehörlosigkeit. Auch für dieses Buch spreche ich eine klare Kauf- und Leseempfehlung aus.

Eine hinreißende Geschichte der Kategorie Lieblingsbücher

Von: Monika Schulte Datum: 28. January 2018

Claire Durant hat es geschafft. Sie ist kurz davor, auf der Karriereleiter des Gourmet-Magazins, wo sie schon einige Zeit arbeitet, ein weitere Stufe hinaufzuklettern. Sebastian Hellwig, ihr Chef, hält große Stücke auf sie. Doch dann bekommt sie eine Nachricht aus ihrer Heimat Frankreich. Ihre Mutter, zu der sie seit Jahren keinen richtigen Kontakt mehr hat, bittet sie, für eine Weile nach Hause zu kommen. Claires Mutter muss ins Krankenhaus und Claire soll sich um die gehörlose Schwester kümmern, die offensichtlich alleine nicht zurechtkommt. So fährt Claire zurück in die Heimat, in das kleine Dorf Moguériec, wo die Vergangenheit sofort wieder lebendig wird. Ihre Schwester Maely steht ihr abwehrend gegenüber, war es doch Claire, die vor vielen, vielen Jahren einfach bei Valerie in Paris geblieben ist. Valerie, die lebenslustige Tante der beiden damals jungen Mädchen. Und dann begegnet sie Nicolas, ihrer ersten große Liebe. Als plötzlich auch noch ihr Chef Sebastian in dem beschaulichen Ort auftaucht, wo jeder jeden zu kennen scheint, kommt Claire in arge Bedrängnis. Wie soll sie ihrem Chef erklären, dass sie gar nicht aus Paris stammt, sondern aus diesem Fischerort? Und was ist, wenn auch noch herauskommt, dass sie nie Kunst studiert hat? Anstatt umgehend für klare Verhältnisse zu sorgen, verstrickt sich Claire in eine abenteuerliche Geschichte. "Die Wolkenfischerin" - eine wunderschöne Geschichte voller Liebe, Komik, Tragik, aber auch voller Leben. Ein hinreißendes Buch, das definitiv in die Kategorie "Lieblingsbücher" gehört. Beim Lesen spürt man die Liebe der Autorin zur geschilderten Landschaft, zu ihren Figuren. Die Handlung schreitet leicht und unterhaltsam voran. Der Leser wird in die Bretagne entführt und ganz leise entwickelt sich der Wunsch, auch einmal dort hinzufahren, am liebsten mit Tante Valerie, dieser bezaubernden und lebensbejahenden alten Dame!  Was es mit der eigentlichen Wolkenfischerin auf sich hat, das verrate ich hier nicht. Diese wunderschöne Geschichte muss schon jeder selbst lesen. Claudia Winters Schreibstil ist mit diesem Roman "erwachsener" geworden. Sie hat mich zum Lachen und zum Weinen gebracht. Sie hat mich verzaubert.  "Die Wolkenfischerin", eine großartiges Lesevergnügen, das man sich nicht entgehen lassen sollte!

Cloudy...

Von: Alittlebookconversation Datum: 25. January 2018

Die in Berlin lebende Claire Durant ist auf dem Höhepunkt ihrer Karriere, auch wenn sie sich diese ehrlich gesagt erschwindelt hat. Genau wie den Großteil ihres Lebenslaufes. Ihre Familie lebt nicht in Paris, wie Claire stets behauptet, sondern in einem kleinen Küstendorf der Bretagne. Eines Tages erhält sie von dort einen Anruf: Ihre Mutter liegt im Krankenhaus und Claires Erscheinen wird dringend erbeten. Im gleichen Augenblick schickt ihr Chef sie beruflich nach Paris mit offenem Rückflugticket, damit Claire ihre familiären Angelegenheiten in Ruhe klären kann. Die Französin macht sich offiziell auf den Weg nach Paris - und inoffiziell auf den Weg in die Bretagne. Dort beginnt Claires Lügenmauer zu bröckeln und sie versucht sehr ideenreich und engagiert, den kompletten Einsturz der (Schutz)Mauer zu verhindern. Claudia Winter reist mit uns in das atmosphärische Örtchen Moguériec an der Atlantikküste. Begleitet wird man als Leser von einer ganzen Reihe starker Charaktere. Manche sind dazu ein wenig skurril, manche möchte man hin und wieder schütteln, manche sind überaus charmant, manche möchte man einfach in den Arm nehmen. Mit einem sehr bildhaften und wunderbaren Schreibstil zeigt die Autorin ihr Können. Manche Sätze, manche Abschnitte sind so schön geschrieben, dass dem Leser automatisch ein Lächeln ins Gesicht gezaubert wird. Allerdings tat ich persönlich mir in den ersten etwa 110 Seiten schwer mit dem Roman. Durch die abwechselnden Kapitel von "Gwen" und "Claire" war es mir zu unruhig. Angenehm geheimnisvoll zwar, jedoch leider ein etwas bremsend im Lesefluss. Auch Claire war als Hauptprotagonistin nicht immer die Sympathie in Person. Sicherlich gewollt. Doch anders als zB beim talentierten Mr. Ripley mochte ich sie als führenden Charakter der Story nicht durchgehend. Ripley mag man trotz seiner Fehler. Zwischen Clair und mir blieb es immer noch ein bisschen kühl. "Die Wolkenfischerin" war mein erstes und sicher nicht letztes Buch der Autorin. Alleine ihr Ausdruck, ihr Handwerk macht Lust auf mehr. Der Roman "Glückssterne" liegt auf schon zuhause und wird sicher bald gelesen.

Toller Roman mit locker leichtem französischen Flair

Von: bookishheart Datum: 21. January 2018

"Die Wolkenfischerin" von Claudia Winter habe ich als Rezensionsexemplar erhalten und war mein erstes Buch der Autorin und hat mir direkt auf Anhieb gefallen. Die Autorin schafft es mit einer sehr emotionalen und bildhaften Sprache einen als Leser sofort in ihren Bann zu ziehen. In diesem Roman dreht sich alles um die junge Claire Durant, die sich nach einem Missverständnis ein wenig durchs Leben geschummelt hat. Alle halten sie für waschechte Pariserin, die Kunst studiert hat. Als Claire gerade kurz davor steht einen Chefredakteurinnenposten bei einem deutschen Gourmet-Magazin zu bekommen, erhält sie einen Anruf aus der Bretagne, wodurch ihr Schummelkonstrukt zusammenzubrechen droht. Ihre Mutter, zu der sie seit über zehn Jahren keinen Kontakt mehr hat, hatte einen Unfall und Claire muss sich um ihre gehörlose Schwester kümmern. Indem sie ihrem Chef vorgibt, zu einer Kunstausstellung nach Paris zu reisen, um über diese zu berichten, versucht sie ihre Lüge aufrechtzuerhalten. In Wahrheit reist sie jedoch in den kleinen Ort Moguéric, in dem sie aufgewachsen ist, nur um dort nicht nur ihre Jugendliebe Nicolas wiederzutreffen und sich mit ihrer sonderbaren Schwester abzumühren, sondern dort auch zufällig ihren Chef anzutreffen. Dabei entsteht ein heilloses Durcheinander, das plötzlich sehr viel Leben in das kleine Örtchen bringt. Dieser Roman verbreitet einen wunderbar leicht französischen Flair, auch wenn es im kleinen Fischereiörtchen eher rau zugeht. Man fliegt förmlich durch die Handlung, da die Handlung immer wieder neue Überraschungen und Wendungen bereit hält. Jedes Mal wenn man denkt noch verrückter kann es schon fast nicht mehr werden, wird man positiv überrascht. Zwar ist die ein oder andere Spannungsspitze teils mit etwas leicht übertriebenen Missgeschicken verknüpft. Allerdings empfand ich dies nicht wirklich als störend, sondern eher wunderbar belebend. Gleichzeitig verleihen die teils echt skurrilen Figuren der Handlung Lebendigkeit. Dir Figuren wirkten auf mich wohldurchdacht und lebensnah. Insbesondere das erneute Zusammentreffen von Claire und Nicolas offenbart die wahre Realität: Menschen verändern sich oftmals im Laufe ihres Lebens und das ist manchmal schmerzlich festzustellen. Claire ist als Figur bewundernswert und teils auch verachtend zugleich. Man mag mit ihren Handlungen und Ansichten nicht immer einer Meinung sein. Jedoch wirkt sie dadurch real. Ich für meinen Teil fand sie anfangs ein wenig anstrengend und egoistisch. Im Laufe der Handlung stellt man jedoch fest, dass dies zur auf den ersten Blick so scheint, und dass sie in Wahrheit sehr mitfühlender und liebesbedürftiger Mensch ist. Einen kleinen Kritikpunkt muss ich jedoch dahingehend anbringen, dass ich das Gefühl hatte, als würde Claire perfektes Deutsch sprechen. Hier hätte ich mir zumindest bei den Szenen, die in Berlin spielen bzw. bei den Szenen mit ihrem Chef, den ein oder anderen leichten Grammatikfehler gewünscht. Dies hätte die Handlung meiner Ansicht nach noch viel realistischer gemacht. Fazit: "Die Wolkenfischerin" verbreitet einen locker leichten französischen Charme, selbst wenn es zwischendurch in der Handlung rau zugeht! Dieser Roman lebt von diesem Flair und den wundervoll skurrilen Figuren. Dies war mein erster Roman von Claudia Winter und wird mit Sicherheit nicht mein letzter gewesen sein! Für mich hat dieser Roman eine unbedingte Leseempfehlung verdient! Note: 1- (💗💗💗💗💗)

Lügen haben kurze Beine!

Von: Caren Lückel Datum: 21. January 2018

Inhalt: Claire wächst in Moguériec, einem kleinen Fischerdorf in der Bretagne, auf. Mit 15 bleibt sie nach einem Ferienaufenthalt bei ihrer Tante in Paris. Von dort verschlägt es sie nach Berlin, wo sie mit einem - gelinde gesagt - geschönten Lebenslauf eine Stelle bei einer angesehenen Zeitung ergattert. Alles könnte wunderbar sein, wäre da nicht das schlechte Gewissen, das sie ab und zu heimsucht.Seit ihrem Urlaub in Paris mit 15 hat sie ihre Mutter und ihre Schwester nicht mehr gesehen und außer den obligatorischen Weihnachts.- und Geburtstagskarten ist der Kontakt abgebrochen. Doch eines Tages holt die Vergangenheit Claire ein. Sie muss in die Bretagne, um sich um ihre taubstumme Schwester zu kümmern. Als die da auch noch auf ihren Chef trifft, fällt ihr Lügengerüst in sich zusammen. Meine Meinung: Claudia Winter hat einen wunderbaren Roman geschrieben, der mich mit seiner herrlich bildhaften Sprache sofort in seinen Bann gezogen hat. Sowohl die landschaftliche Umgebung als auch die Stimmungen, Charaktere und natürlich die Handlung sind so beschrieben, dass man sich als Leser fühlt, als wäre man dabei und nicht nur Zuschauer. Auch die Charaktere sind liebevoll und überzeugend gezeichnet. Claire, die eigentlich gar nicht Claire heißt, hat es mir anfangs schwer gemacht, sie zu mögen. Sie wirkte auf mich oberflächlich und nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht. Im Lauf der Geschichte hat sie sich aber zu einer tollen Frau entwickelt, die weiß, was sie will, und die zu ihren Fehlern steht. Ihr Chef Sebatstian Hellwig ist ein humorvoller Mann, der seine Ziele konsequent verfolgt, komme, was da wolle. Und es kommt dicke! Claires Mutter wirkt am Anfang zerbrochen, wie gelähmt, in der Trauer um ihren Mann gefangen. Sie hat ihren großen Auftritt gegen Ende des Buches und läuft da zur Hochform auf. Maelys, die jüngere, taubstumme Schwester, ist ein Schatz! Man sagt ja, dass blinde Menschen besser hören können als sehende, und ich habe den Eindruck, dass Maelys eine besondere Gabe hat, in die Herzen ihrer Mitmenschen zu schauen. Tante Valérie ist der Knaller! Sie hat ihr Leben im Griff und zeigt Claire, wo‘s langgeht. Wir lernen einige ihrer Lebensweisheiten, z. B. „über Sackgassen schimpfen nur Leute, die keinen Rückwärtsgang haben.“ Schließlich die Dorfbewohner von Moguériec. Ein herrlich bunter Haufen. Jede/r hat seinen / ihren eigenen (Dick-) Kopf. Die Ideen, die in diesen Köpfen entstehen, sind nicht immer gut. Die Handlung ist spannend und turbulent. Die Handlungsstränge wechseln zwischen Claires Jugendjahren in Frankreich und der heutigen Zeit in Berlin bzw. Moguériec. Durch die humorvolle und emotionale Schreibweise hat mich dieser Roman rundum begeistert. Dass die Handlung nicht unbedingt realitätsnah ist, stört nicht im geringsten. Fazit: Ein Wohlfühlroman, spannend, humorvoll, emotional, nicht ohne Tiefgang, romantisch, aber nicht kitschig. Ein Muss für jeden Frankreichfan. Eine absolute Leseempfehlung!

Unterhaltsamer Roman aus der Bretagne

Von: Kathrinshome Datum: 15. January 2018

In ihrem neusten Roman entführt uns Claudia Winter von Deutschland nach Frankreich und dort in eine Welt der Gegensätze: die Autorin stellt uns einerseits das moderne Paris vor, in welchem die junge Gwenaelle ihr Glück versuchen möchte und auf der anderen Seite das kleine Dorf Moguériec in der Bretagne, in der Claire mit ihrer Familie & Vergangenheit konfrontiert wird. Vervollständigt wird die Geschichte durch Berlin, dem beruflichen Dreh- und Angelpunkt der Protagonistin Claire, welche dort für die Zeitschrift Genusto arbeitet. Zu Anfang des Buches müssen wir uns in zwei Zeitzonen zurecht finden, was durch den anschaulichen Schreibstil und die wunderbar transportierten leidenschaftlichen Gefühle von Gwenaelle & Claire sehr einfach gelingt. Der Autorin gelang es – wie schon in ihrem Buch „Glückssterne“ - die Geschichten so bildhaft zu erzählen, dass sich vor meinem inneren Auge ein Film entwickelte bzw. ich mich später gefühlsmässig mittendrin befand. So nimmt uns Claire mit in ihre alte Heimat, die sie aufgrund des Todes ihres Vaters und ihrem rebellischen Verhalten Richtung Paris verlassen hat. Lange hat sie das kleine Fischerdorf verleugnet und nur wenig Kontakt zu Mutter und Schwester gehalten... das Versprechen, wiederzukommen, hat sie jahrelang nicht eingehalten. Dies nimmt ihr ihre gehörlose Schwester Maely lange übel und so entwickeln sich aus einer vermeindlichen „Rückkehr“-Geschichte drei verschiedene Stränge: die Wiederannäherung der beiden Schwestern, das Neuerleben der alten Heimat und der alten Freunde und... natürlich darf auch eine Liebesgeschichte nicht fehlen ;) Dieses Mal nimmt uns die Autorin nicht nur mit Worten in ihren Roman mit, sondern bietet uns zum Schluss auch verschiedene Rezepte, welche in ihrer Geschichte eine Rolle spielen – so z.B. den bretonischen Butterkuchen, dessen Duft ich beim Lesen förmlich riechen konnte und sicherlich einmal nachbacken werde. Ich mag solche Verbindungen von Roman & Rezept ja sehr gerne und finde sie hier auch wirklich gelungen. Vielen Dank dafür! Dieses Mal überzeugt mich auch das Buchcover, denn es passt meines Erachtens zur Erzählung. Wer ein bisschen Kitsch, ein bisschen französisches Lebensgefühl, ein bisschen jugendliche Rebellion und ganz viel Liebe sucht, der ist bei Claudia Winter`s neuem Roman genau richtig. Mich hat ihr neustes Werk deutlich mehr überzeugt als „Glückssterne) und daher gibt es von mir dieses Mal die volle „Wolkenzahl“ :-)

Bezaubernde Geschichte im Herzen der Bretagne!

Von: Trina Datum: 14. January 2018

Vorweg muss ich sagen das ich Bücher deren Geschichten in der Bretagne angesiedelt sind sehr liebe. Die Landschaft ist wunderschön und ich persönlich mache dort sehr gerne Urlaub. Daher hatte "Die Wolkenfischerin" durchaus einen gewissen Reiz für mich, eine Familientragödie und eine junge Frau die ihren Weg im Leben sucht - mit der passenden Portion Humor. Nun habe ich die Möglichkeit genutzt Claudia Winters neuen Roman zu lesen und bin zum Glück nicht enttäuscht worden, denn die Autorin konnte mich mit ihrem gefühlvollen Schreibstil und ihrer tollen Geschichte rund um Claire wirklich begeistern. Claudia Winter hat mich mit ihrem Setting und ihren wundervoll lebhaften Figuren ab der ersten Seite in den Bann gezogen. Die Dialoge waren abwechslungsreich und sehr gefühlvoll gestaltet. Der Schreibstil ist wirklich gut zu lesen, emotional und humorvoll. Genau an den richtigen Stellen wird einem als Leser die Situation rüber gebracht, egal ob Trauer, Wut oder Hilflosigkeit. Die Autorin hat hier ein wirklich feines Gespür entwickelt und ihre Ideen sehr gut umgesetzt. Dabei ist der Inhalt schnell zusammengefasst: Claire hat ihr Leben im Griff, so scheint es ihr zumindest. Die gebürtige Bretonin lebt derzeit in Berlin und verdient ihren Lebensunterhalt als Journalistin mit einem gefälschten Kunstdiplom. Auch gibt sie sich als gebürtige Pariserin aus und hofft dadurch bald Platz auf einem Chefredakteursstuhl zu nehmen. Doch ihre Träume werden jeher von einer schlechten Meldung aus der Heimat zum Platzen gebracht. Claires Mutter liegt im Krankenhaus und ihre gehörlose Schwester Maelys lebt allein in dem kleinen Haus an der Küste mitten in der Bretagne. Claire muss nun den langen Weg nach Hause und in die Vergangenheit antreten, denn seit dem tragischen Tod ihres Vaters mitten auf See, hat sie ihr Zuhause aus Kindheitstagen nicht mehr betreten. Dazu kommt ein unangekündigter Besuch ihres Chefs und innerhalb von ein paar Tagen dreht sich Claires Leben komplett um. Wie soll sie ihrem Chef erklären dass sie in der Bretagne ist und nicht wie geplant auf der Kunstausstellung in Paris? Und vor allem wie soll sie sich ihrer Familie wieder annähern, nachdem sie zwanzig Jahre nicht Zuhause gewesen ist? Der Einstieg in die Geschichte um Claire und ihre Familie gelang mir sehr leicht, man taucht direkt in das Geschehen ein. Am Anfang wechselt die Autorin noch zwischen der Zukunft und der Vergangenheit hin und her. Dies hat mir sehr gut gefallen, weil man hier viel von Claires Vergangenheit erfährt und wie es ihr nach dem Tod des Vaters in der Bretagne so ergangen ist. Dadurch kann man ihre Gedanken und Emotionen viel besser verstehen. Und es hat mir persönlich sehr geholfen mich in Claire hineinzuversetzen. Maelys scheint am Anfang unnahbar, sie hat ihrer großen Schwester nie wirklich verziehen dass sie mit ihrer Mutter allein in der Bretagne zurück bleiben musste. Nun nach so langer Zeit kommt Claire endlich nach Hause und bekommt die Wut von ihrer Schwester hautnah zu spüren. Ich konnte gut verstehen dass sie wütend ist, mir würde es wahrscheinlich nicht anders ergehen. Trotzdem hat mir die Zusammenführung der Schwestern sehr gut gefallen, es ist nicht das typische "Friede, Freude, Eierkuchen" mit denen viele Autoren so um sich werfen. Claire muss ihren Worten, Taten folgen lassen und genau diesem Motto bleibt die Autorin während ihrer gesamten Geschichte treu. Wenn ich mir das Cover so ansehe, denke ich an Urlaub. Vielleicht nicht wirklich in der Bretagne, weil das erkennt man auf dem Bild nicht auf den ersten Blick. Wahrscheinlich wäre ich auch in der Buchhandlung an diesem vorbei gelaufen. Das Cover ist eher schlicht und einheitlich gestaltet worden. Meiner Meinung nach sagt es auch nichts über den Inhalt des Buches aus, da muss man sich eher an den Klappentext halten. Fazit Das Buch "Die Wolkenfischerin" hat mir inhaltlich wie auch in der Sprachgestaltung sehr gut gefallen. Die Autorin beweist hier wirklich ein feines Gespür für tiefgründige und sehr emotionale Geschichten. "Glückssterne" und "Aprikosenküsse" sind nach diesem tollen bretonischen Abenteuer auf meine Wunschliste gewandert.

Der Zauber von Monguériec

Von: die.buecherdiebin Datum: 13. January 2018

Inhalt: Claire Durant ist weder Pariserin, noch hat sie Kunst studiert. Doch durch diese Schummeleien hat sie sich eine gute Stellung in einem Berliner Gourmet-Magazin ergaunert. Doch dann bittet ihre Mutter sie um Hilfe und notgedrungen reist Claire zurück in ihren kleinen Heimatort in der Bretagne. Und auch dort verstrickt sie sich schnell in Lügengeschichten, die ein großes Durcheinander zur Folge haben… Meine Meinung: Nach kurzer Verwirrung auf den ersten Seiten, denn es gibt im ersten Viertel des Buches eine zweite Geschichte in der Vergangenheit, fand ich schnell in die Handlung hinein, denn der Schreibstil ist sehr flüssig, locker und humorvoll. Das Setting, der kleine Ort Monguériec in der Bretagne, in dem das Buch größtenteils spielt, hat mir sehr gut gefallen. Claudia Winter hat die Einwohner dieses Ortes überaus lebendig und warmherzig mit all ihren kleinen liebenswerten Macken beschrieben. Eigentlich sind alle Charaktere, sowie auch die Protagonistin Claire, überaus sympathisch. Das macht gerade den Wohlfühlcharakter dieser Geschichte aus. Trotz aller Lockerheit spricht dieses Buch aber auch ein ernsteres Thema an, nämlich Claires anhaltende Trauer um ihren Vater und die damit verbundene Entfremdung zu ihrer Mutter und ihrer gehörlosen Schwester Maelys. Dadurch geraten die lustigen Szenen der Liebesgeschichte leider etwas kürzer. Fazit: Ein richtig schönes Buch mit einem tollen Schreibstil, liebenswerten Charakteren und einer Liebesgeschichte. Berührend, aber auch lustig. Mein Favorit von Caudia Winter bleibt aber „Aprikosenküsse“ 😉

Turbulente Zeit in der Bretagne

Von: Conny G. Datum: 10. January 2018

Die Protagonistin dieser Geschichte, Claire Durant, hat es mir anfangs nicht leicht gemacht, sie zu mögen. Ihre berufliche Karriere hat sie mit diversen Lügen und einem geschönten Lebenslauf aufgebaut. Dennoch hat sie offenbar gute Leistungen erbracht, denn ihr Chef Sebastian bietet ihr im Rahmen einer Umstrukturierung den Posten der Chefredakteurin für ein Kunstmagazin an. Bevor es jedoch dazu kommt, muss Claire in ihren Heimatort in der Bretagne reisen, da ihre Mutter ins Krankenhaus muss. Claire soll sich um ihre gehörlose Schwester kümmern und kehrt so nach fast 20 Jahren erstmals zurück in ihr Elternhaus. Claires Schwester Maelys war noch recht klein als Claire die Familie damals verlassen hat und sie hat es Claire eigentlich bis heute nicht verziehen, dass sie entgegen ihres Versprechens nicht nach Hause zurück gekommen ist. Als ich miterlebte wie sich Claire und Maelys eigentlich wieder neu kennenlernen mussten und sich langsam und vorsichtig wieder annähern, stieg meine Sympathie für Claire deutlich. Claires Liebe zu ihrer Schwester wurde erkennbar und es hat mich berührt, wie Claire sich um ihre Schwester bemüht, lernt sie zu verstehen und Dinge in ihr zu erkennen. Und auch Maelys muss lernen, ihrer großen Schwester, die sie einst so sehr enttäuschte, wieder zu vertrauen. Dieser Teil der Geschichte war für mich der warmherzigste und gefühlvollste und hat für mich den größten Charme der Geschichte ausgemacht. Aber auch die Mutter der beiden macht eine Veränderung durch und arbeitet ein lange zurück liegendes trauriges Ereignis auf und erkennt, welche Fehler sie gemacht hat. Die Schauplätze der Geschichte sind der kleine Ort Moguériec in der Bretagne, Paris und Berlin. Das kleine bretonische Fischerdorf an der Atlantikküste hat es mir besonders angetan und man merkt deutlich, dass die Autorin im Rahmen einer Recherchereise dort war. Sie beschreibt nicht nur den Ort sondern auch die dort lebenden Menschen und deren Lebensweise sehr anschaulich und bildhaft, so dass man sich alles sehr gut vorstellen kann und das Meer rauschen hört. Aber auch einige typische bretonische Gerichte, die im Buch eine Rolle spielen und mir das Wasser im Mund zusammen laufen ließen, werden toll beschrieben und geschickt für die Geschichte genutzt. Wer nach der Lektüre Appetit bekommen hat, findet am Ende des Buches einige Rezepte. Claires Geschichte ist eine Rückkehr zu ihren Wurzeln und das Verarbeiten der Vergangenheit. Aber nicht nur Trauer und Melancholie bestimmen die Stimmung der Geschichte sondern auch eine gute Portion Humor und allerlei Verwicklungen sorgen für turbulente und gute Unterhaltung. Neben ihrem Jugendfreund Nicolas, der an die damalige Freundschaft anknüpfen möchte taucht auch noch Claires Chef Sebastian auf, der eigentlich nur Urlaub machen möchte. Claire versucht ihr Lügengespinst gegenüber Sebastian aufrechtzuerhalten und richtet damit ein ziemliches Durcheinander und jede Menge Missverständnisse an. Und so kommt am Ende auch die Liebe in der Geschichte nicht zu kurz, wobei die Lovestory etwas vorhersehbar war. Dennoch war die Geschichte auch fesselnd, denn wie Claire die ganzen Verwirrungen auflöst und sich am Ende entscheidet, konnte man nicht erahnen. Ich bin gerne mit Claire in die Bretagne gereist und habe viel von bretonischer Lebensweise und der typischen Küche erfahren. Claudia Winter ist es gelungen, eine berührende und gefühlvolle Lebensgeschichte mit humorvollen Ereignissen und Turbulenzen zu verbinden und hat damit eine Geschichte geschaffen, die mit sommerlichem und französischen Flair gut unterhält. Ihr lockerer Schreibstil macht das Buch zu einem schönen Wohlfühlroman. Fazit: 4 von 5 Sternen

Eine wundervolle Reise in die Bretagne

Von: Claudis Gedankenwelt Datum: 07. January 2018

Claire Durant hat sich auf der Karriereleiter eines Berliner Goumet-Magazins ganz nach oben geschummelt. Niemand dort ahnt, dass sie nicht nur keine echte Pariserin ist, sondern auch niemals Kunst studiert hat. Doch dann erhält sie einen Hilferuf aus der Vergangenheit in der Bretagne. Ihre Mutter liegt im Krankenhaus und kann die gehörlose Schwester nicht alleine lassen. Also reist Claire in das kleine Dorf am Meer und ahnt noch nicht was sie dort alles erwarten wird. Denn ihr Freund Nicolas aus gemeinsamen Kindertagen ist längst nicht mehr der schüchterne Junge, der er einmal war, und dann taucht aus heiterem Himmel auch noch ihr Chef auf. Claire muss improvisieren, um ihr Lügengespinst aufrechtzuerhalten – und stiftet ein heilloses Durcheinander in dem sonst so beschaulichen Örtchen Moguériec. Die Geschichte von Claire hat mich ab dem ersten Moment sehr interessiert und so war ich wahnsinnig froh es schon etwas früher in Händen halten zu dürfen um euch über das Buch rechtzeitig zum Erscheinungstermin zu berichten. Und natürlich habe ich es sofort verschlungen und bin gemeinsam mit Claire von Berlin nach Moguériec in der wunderschönen Bretagne gereist. Und Claudia Winter versteht es die Leser an andere Orte zu entführen. Ihre wunderbaren, detailgetreuen Beschreibungen der ursprünglichen Landschaft dort, beweisen wie oft sie selbst dort war und wie viele Gedanken sie sich im Vorfeld macht. Sie kennt die Grenze zwischen zu viel und zu wenig Umschreibung und lässt so die Bilder vor den Augen der Leser entstehen. Auch die einzelnen Protagonisten sind so wundervoll beschrieben, dass ich das Gefühl hatte Claire und ihre Schwester zu kennen. Auch Claires Chef und ihren Freund aus Kindertagen Nicolas hatten für mich sehr viel Tiefe. Man erlebt alles aus Claires Sicht und es gibt immer wieder Erklärungen zu ihrer Vergangenheit, die sich nach und nach zu einem kompletten Bild zusammensetzen. So erfährt man unter Anderem warum ihr Weg sie weg von der Familie geführt hat und was sie bewegte sich eine erdachte Vergangenheit aufzubauen und darauf ihre Karriere zu gründen. Teilweise konnte ich sie verstehen, denn ohne ein Kunststudium einen Platz im renommierten Genusto-Magazin zu bekommen gestaltet sich sicherlich als schwierig. Aber warum sie nicht erzählt hat wo ihre wahren Wurzeln sind, fand ich etwas schade. Denn nur, weil man vielleicht aus einer Metropole stammt, macht das die Berufschancen nicht besser. Deshalb war ich so gespannt wie sehr sie sich verstricken würde in ihr erfundenes Leben und ob sie aus diesem Chaos wieder entkommen würde. Ich habe die Unruhe, die Claire gestiftet hat mit einem großen Schmunzeln verfolgt. Denn was sie alles an Chaos verursacht ist wirklich unfassbar und an einigen Stellen sehr speziell. Hier leitet Claudia Winter mit ihrem Humor und einem großen Augenzwinkern ein Fettnäpfchen nach dem anderen ein, auf die ihr euch wirklich freuen dürft. Wer Claudia Winters Buch Aprikosenküsse kennt, der ist Claire auch bereits begegnet. In diesem Buch hat sie noch eine Nebenrolle gespielt. Nun bekommt sie in der Wolkenfischerin endlich ihre eigene Geschichte. Neben Claire spielt vor allem ihre gehörlose Schwester Maelys eine Rolle in dem Roman. Ich fand die Art der Kommunikation und auch die Weise auf die hier Emotionen transportiert wurden sehr berührend. Denn auch ohne viel zu sagen, schafft es Maelys das Herz der Leser zu erreichen. Hier hat mir Claudia Winter, die als Tochter gehörloser Eltern aufwuchs, einen Einblick gewährt, der so intensiv geschrieben ist, dass ich nun glaube diese Welt etwas besser zu verstehen. Dafür bin ich der Autorin dankbar, denn hier sieht der Leser auch einen Ausschnitt, den sie selbst sehr gut kennt und deshalb so gut schildern kann. Am Ende des Buches findet man wieder eine kleine Rezeptsammlung, die die Leser nicht nur durch die Geschichte in die Bretagne entführt, sondern dann auch durch den Genuss des Essens. So darf man sich nicht nur in Gedanken in die Bretagne träumen, sondern erlebt einen Teil des Flairs auch beim Essen. Diese Verbindung zwischen Erzählkunst und Genüssen finde ich wahnsinnig gelungen und es gefiel mir bei den anderen Büchern der Autorin auch jedes Mal sehr gut. Der Schreibstil, die Schilderungen der Bretagne und eine fesselnde Geschichte, die dort an der rauen Küste spielt… Lasst euch von Claudia Winter mit auf eine Reise nehmen, die ihr immer wieder erleben könnt. Für mich war und ist das Buch ein Wohlfühlroman, den ich sehr gerne gelesen habe. Er macht sicherlich auch unter dem Weihnachtsbaum den LIebsten viel Freude. Denn auch Weihnachten geht es um Wohlfühlen, nach Hause kommen und an der (vielleicht mit bretonischen Gerichten) gedeckten Tafel zusammenzufinden.

Mein erstes Lesehighlight 2018!

Von: zauberblume Datum: 05. January 2018

"Die Wolkenfischerin" ist der neueste Roman aus der Feder der Autorin Claudia Winter. Ich habe mich riesig auf dieses Buch gefreut. Diesesmal entführt uns die Autorin in mein absolutes Lieblingsland, und zwar nach Frankreich. Und hier machen wir Station in meiner Lieblingsstadt Paris und unsere Reise führt uns auch in die wundervolle Bretagne. Und hier dürfen wir die Geschichte zweier Schwestern erleben und genießen. Der Inhalt: Claire kann rundherum glücklich sein. Sie arbeitet bei einem Berliner Gormet-Magazin und hat es auf der Karriereleiter - trotz schummeln - bis nach oben gebracht. Denn niemand in der Redaktion ahnt, dass die Französin keine waschechte Pariserin ist und dass sie auch nicht Kunst studiert hat. Eines Tages holt Claire jedoch die Vergangenheit ein. Sie erhält einen Hileruf aus der Bretagne, wo sie in Wahrheit aufgewachsen ist. Ihre Mutter hatte einen Unfall und Claire soll sich um ihre gehörlose kleine Schwester kümmern. Also reist Claire schweren Herzens nach Moguériec, trifft hier auf einen Jugendfreund aus Kindertagen und wird, wie erwartet - von ihrer Schwester nicht mit offenen Armen empfangen. Und zum Unglück von Claire taucht auch noch ihr Chef in diesem malerischen Ort auf. Jetzt kommt Claire ganz schön ins Schwitzen. Wird ihr Lügengespinst zusammenbrechen? Jedenfalls sorgt sie in dem beschaulichen Ort für eineige Unruhe ..... Schade, dass dieses absolute Traumbuch so schnell zu Ende war. Wenn ich die Augen schließe, befinde ich mich immer noch abwechselnd in Paris und dann wieder in der Bretagne, das die Franzosen Finistére nennen und es ist keinenfalls das Ende der Welt. Der Schreibstil der Autorin ist einfach wieder spitzenmäßig und lässt mich sofort in die Geschichte eintauchen. Beim Lesen des Prologs hatte ich kurz ein Gänsehautfeeling. Und dann begann das Abenteuer mit Gwenaelle. Die Tage in Paris bei ihrer Tante Valerie habe ich wirklich sehr genossen. Die Charaktere sind so wunderbar beschrieben, man kann sich von jedem Einzelnen ein wunderbares Bild machen. Ich begleite Gewenaelle nach Paris, erlebe hier einige wunderbare Abenteuer. Claire zieht jedoch weiter nach Berlin und hat hier beruflich mächtig Erfolg. Ihre Arbeit beim Gourmet-Magazin stelle ich mir total interessant vor. Ich habe sie bewundert, als sie ohne zu zögern nach Moguériec gefahren ist. Maely, Claires Schwester, muss man einfach sofort ins Herz schließen. Und es war interessant, welche Entwicklung sie im Laufe der Geschichte gemacht hat. Den Aufenthalt in der Bretagne habe ich sehr genossen. Und ab und an konnte ich mir beim Lesen ein Schmunzeln nicht verkneifen. Ich spüre jetzt noch den Wind des Atlantik auf meiner Haut. Und natürlich kommt auch die Liebe in der Geschichte nicht zu kurz. Es ist einfach alles perfekt! Ein absolutes Gute-Laune-Wohlfühlbuch für unterhaltsame Lesestunden. Am liebsten würde ich sofort meine Koffer packen und nach Frankreich fahren. Toll finde ich auch Maelys Rezepte am Buchende und die Erklärung der französichen Begriffe, die das Lesen des Buches noch zu etwas ganz besonderem gemacht haben. Das Cover ist auch ein absoluter Hingucker, es lässt den Leser sofort in die Geschichte eintauchen. Selbstverständlich vergebe ich für dieses Lesehighlight gerne 5 Sterne.

Die Wolkenfischerin

Von: Bookloverin Datum: 03. January 2018

Werbung* Rezension ,,Die wolkenfischerin‘‘: 🗝Klappentexte Charmant und gewitzt hat sich Claire Durant auf der Karriereleiter eines Berliner Gourmet-Magazins ganz nach oben geschummelt. Denn niemand ahnt, dass die Französin weder eine waschechte Pariserin ist noch Kunst studiert hat – bis sie einen Hilferuf aus der Bretagne erhält, wo sie in Wahrheit aufgewachsen ist: Ihre Mutter muss ins Krankenhaus und kann Claires gehörlose Schwester nicht allein lassen. Claire reist in das kleine Dorf am Meer und ahnt noch nicht, dass ihre Gefühlswelt gehörig in Schieflage geraten wird. Denn ihr Freund Nicolas aus gemeinsamen Kindertagen ist längst nicht mehr der schüchterne Junge, der er einmal war, und dann taucht aus heiterem Himmel auch noch ihr Chef auf. Claire muss improvisieren, um ihr Lügengespinst aufrechtzuerhalten – und stiftet ein heilloses Durcheinander in dem sonst so beschaulichen Örtchen Moguériec... 📝📝📝📝📝📝📝📝📝📝📝📝📝📝 🗝Meinung Anfangs war es für mich sehr schwierig in das Buch hinein zu kommen. Es war ein bisschen schwierig den überblick zu behalten, mit den ganzen charakteren. Je weiter ich allerdings voran kam desto besser ist es geworden. Insgesamt kann ich das Buch sehr für Reise-Liebhaber empfehlen und für alle die gerne ein bisschen Pariser Flair spüren wollen. 🗝Meine Bewertung 3⭐️

Alles beginnt am Ende der Welt

Von: hasirasi2 Datum: 03. January 2018

Das muss auch die gebürtige Pariserin und nun Wahlberlinerin Claire feststellen. Eigentlich läuft es in ihrem Leben gerade super – das Lifestyle-Magazin für das sie arbeitet wird umstrukturiert und sie bekommt den Chefredakteursposten angeboten. Wer könnte dazu schon nein sagen? Das Problem ist nur, dass ausgerechnet jetzt ihre Vergangenheit sie einholt. In Wahrheit stammt Claire nämlich aus der Bretagne und auch einige andere Angaben in ihrem Lebenslauf sind „geschönt“. Außerdem liegt ihre Mutter im Krankenhaus und jemand muss sich um ihre gehörlose Schwester Maelys kümmern. Und dann ist da noch ihr Chef Sebastian Hellwig, welcher ihren Werdegang schon seit 10 Jahren verfolgt und mehr als angetan von ihr ist – was er auch deutlich artikuliert ... Claire ist eine typische Karrierefrau mit viel Pariser Charme. Dass ihre Kindheit jäh endete, als ihr Vater starb, verfolgt sie bis heute. Damals hat sie die Flucht nach vorn angetreten und sich neu erfunden – ihr Vorbild ist ihre Tante Valérie, die sie in Paris aufnahm und nach ihrem Gusto formte. Noch heute kommentiert Valérie wichtige Schritte in Claires Kopf. Sie ist übrigens mein heimlicher Star des Buches. Immer eine Zigarette im Mundwinkel und auf die Etikette bedacht, aber mit einem großen Herz und viel Sinn fürs Wesentliche. Aber leider verschlägt es Claire eben nicht zu Valérie nach Paris sondern in ihr Heimatdörfchen Moguériec in der Bretagne. Ihr Start dort ist mehr als holprig. Claires Schwester Maelys war bei deren Weggang erst 7 und hat nicht verwunden, dass sie nie wie versprochen zurückgekommen ist. Entsprechend schwierig gestalte sich die Annäherung der beiden. Dabei haben sie viel gemeinsam – beide haben ein Faible für die Malerei und „Gateau Breton“ (bretonischen Butterkuchen). Allerdings geht Claire erst sehr spät auf, warum Maelys ihn täglich backt nur um ihn dann wegzuwerfen ... Und dann ist da noch ihr Jugendfreund Nicolas. Dieser macht einfach da weiter, wo sie vor so vielen Jahren mit dem ersten Kuss aufgehört haben – und dabei sieht er unverschämt gut aus! Doch als Claire auch diese Hürde endlich genommen hat, taucht ausgerechnet ihr Chef in Moguériec auf – sie muss sich etwas einfallen lassen und natürlich läuft alles anders als geplant! Die Wolkenfischerin ist ein gemütliches Sommer-/Sonne-/Wohlfühlbuch und macht Lust auf Berlin, Paris und die Bretagne. Alle 3 Orte werden dem Leser mit viel Liebe zum Detail schmackhaft gemacht und auch die beschriebenen Köstlichkeiten lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Mir gefiel der Gegensatz zwischen dem recht anonymen aber quirligen und lebendigen Großstadtleben (obwohl Claire natürlich auch da Freunde bzw. Bekannte hat) und dem von Zusammenhalt und Unterstützung geprägten Leben in Moguérie. Auch die Themen Familie, Verlust, Verzeihen und Freundschaft werden sehr behutsam behandelt. Einzig die etwas zu vorhersehbare Liebesgeschichte zwischen Claire und Sebastian hat mich ein bisschen gestört. Aber auch hier sorgten ein paar überraschende und amüsante Wendungen für viel Unterhaltung.

Locker-leichte Geschichte

Von: Ritja Datum: 02. January 2018

Claire ist eine Wolkenfischerin. Sie möchte raus aus der engen und braven Bretagne und rein in das wilde und spannende Leben. Und sie schafft es. Sie geht ihren Weg und arbeitet nun bei einem Berliner Magazin. Endlich soll sie befördert werden. Doch je höher sie klettert, umso mehr wackelt ihr Gerüst aus Lügen und Geheimnissen. Und wie bei jeder guten Geschichte wird es einstürzen. Claudia Winter hat eine schöne Geschichte rund um Claire und ihre bretonische Familie, über Wünsche und Sehnsüchte, über das Familiengefühl und die Liebe geschrieben. Es werden viele bekannte Klischees ausgepackt und in diese Geschichte eingearbeitet und natürlich darf eine leicht verzwickte Liebesgeschichte nicht fehlen. Dazu kommt noch eine gute Portion Humor und bretonischer Starrsinn. Claudia Winter hat viele verschiedene Charaktere beschrieben, mit denen man sich je nach Neigung mal mehr oder weniger identifizieren kann. Mir hat besonders Tante Valerie gefallen. Eine wunderbare Person, die so lebt, wie sie es möchte und sich keiner Norm anpasst. Aber auch die anderen Figuren sind sympathisch, jeder auf seine Weise. Zum Ende zu wird es leider etwas kitschig, aber das gehört wohl zu einer locker-leichten (leicht vorhersehbaren) Geschichte dazu. Es ist eine schöne Komödie, die man ganz entspannt auf dem Sofa schmökern kann.

Ich kann das Meer riechen

Von: Marie's Salon du Livre Datum: 01. January 2018

Ein paar Häuser, ein Friseur, ein Restaurant und jede Menge Fischerboote - so erinnert sich Claire Durant an ihr Heimatdorf Moguériec in der Bretagne. Einen Ort, den sie völlig hinter sich gelassen hat. In Berlin hat sie Fuß gefasst und genießt dort den Ruf einer hippen Pariserin, die sich bei Kunst und Kultur auskennt und einen erlesenen Geschmack hat. Als sie auch noch einen Posten als Chefredakteurin angeboten bekommt, scheint sie am Ziel ihrer Träume zu sein. Ein kurzer Anruf zerstört all ihre Pläne. Sie muss zurück in das Kaff ihrer Kindheit, um sich um ihre Schwester zu kümmern. Dort angekommen trifft sie ihren Freund Nicolas aus Jugendtagen und all die anderen Dorfbewohner. Sofort sieht sie sich im Zentrum von Klatsch und Tratsch, dem sie mit ihrem Weggang entkommen wollte. Wie hat es mir gefallen? Gerade habe ich „Aprikosenküsse“ verschlungen und nun war ich so froh, dass „Die Wolkenfischerin“ schon bei mir eingezogen ist. Dieses Mal verschlägt es uns nach Frankreich, genau gesagt in die Bretagne. Wie es der Zufall so will, wird das wahrscheinlich unser Urlaubsziel im Jahr 2018. Somit hat sie der Claudia Winter Kreis für mich geschlossen „Aprikosenküsse“ spielt in der Toskana = Urlaubsland 2017 „Die Wolkenfischerin“ spielt in der Bretagne = Urlaubsland 2018 Waren es in der Toskana vor allem die großartigen Beschreibungen der kulinarischen Genüsse, punktet die Autorin dieses Mal mit Wind, Meer, Sand und Wetter. Die Bretagne ist bekannt für das schnell wechselnde Wetter. An einem Tag kann es schneien, regnen, hageln und Sonnenschein geben. Vor allem das Farbenspektrum vom Meer ist gigantisch. Wobei die Farbe Blau nicht nur beim Wasser eine wichtige Rolle spielt. Selbstverständlich legt sie auch sehr viel Augenmerk auf die Figuren. Allen voran Claire, die bereits in „Aprikosenküsse“ eine kleine Rolle spielte. Das resolute kleine Persönchen weiß genau, was sie will und ist auch bereit hin und wieder ihren Lebenslauf den Anforderungen anzupassen. Ihre Arbeit beeindruckt auch ihren Chef Sebastian bei der Zeitschrift, der ihr schließlich auch die Chance auf den Posten einer Chefredakteurin gibt. Der Anruf ihrer Mutter aus der Klink wirft sie völlig aus der Bahn. Zögernd gibt sie dem Hilferuf nach und verspricht die nächsten 3 Wochen in ihrem Heimatort zu verbringen, um ihrer gehörlosen Schwester zu helfen. Die Ankunft dort gestaltet sich genauso schwierig, wie angenommen. Maely ist nicht gerade begeistert ihre Schwester zu sehen, denn vor 19 Jahren ist Claire nicht wie versprochen bald wieder nach Hause kommen. Dieses Wiedersehen oder Aufeinandertreffen ist sehr intensiv und manchmal schmerzhaft. So ein kleiner Ort quillt über mit witzigen, kuriosen und seltsamen Gestalten. In Claires Abwesenheit haben sich Menschen stark verändert und andere wiederum überhaupt nicht. Moguériec steht sinnbildlich für Tradition und Veränderung, für Wurzeln, Familie und auch Neuanfang. Das Buch überzeugte mich von Anfang bis zum Ende. Ich mochte Claire und ihre Vergangenheit, ihren Chef genauso wie die Praktikantin. Die Dorfbewohner mit all ihren Spleens und vor allem die landschaftliche Untermalung. Zusammen ergibt sich eine großartige wundervolle Geschichte, die mich begeistert hat und mich zusätzlich überzeugt hat, nächstes Jahr in die Bretagne in Urlaub zu fahren.

Amüsant: Die Wolkenfischerin

Von: Erdhaftig schmökert Datum: 29. December 2017

Zu Beginn scheint die Autorin noch den Schreibfluss zu suchen, nach einigen Seiten wurde die Geschichte immer flüssiger und wunderbar. Witzig, locker, mit Tempo und Verwirrungen spielt der Roman größtenteils im Finisterre. Typen, die man sich bildlich vorstellen kann - das betrifft die Hauptpersonen ebenso wie die Nachbarn und Dorfbewohner. Die Dinge geraten ins Laufen und welche Figur sie auch immer versucht aufzuhalten: die Geschichte gewinnt stets an Lebendigkeit und bringt ihre Leserinnen garantiert zum Schmunzeln. Gut geschrieben, pointiert und vielen Funken Amüsement ist schnell ein Nachmittag herum. Perfekter Roman für trübe Nachmittage auf dem Sofa oder für Schmökerstunden am Strand!

Liebenswert chaotische Geschichte mit viel französischem Charme

Von: Susanne Edelmann Datum: 28. December 2017

Bei dieser Lektüre wurden Erinnerungen an einen wunderschönen Bretagne-Urlaub wach, den ich vor über 26 Jahren erlebt habe. Beim Lesen hatte ich die wildromantische Landschaft sofort wieder vor meinem geistigen Auge und hätte am liebsten gleich die Koffer gepackt. Dabei beginnt die Geschichte des Romans in Berlin. Dort nämlich lebt Claire Durant und arbeitet als Redakteurin bei einem Gourmet-Magazin. Niemand ahnt, dass die Französin gar nicht aus Paris stammt und auch kein abgeschlossenes Kunststudium hat. Ihr Chef Sebastian hält große Stücke auf sie und bietet ihr den Posten als Chefredakteurin eines neuen Lifestyle-Magazins an. Doch genau zu diesem Zeitpunkt erreicht Claire ein Hilferuf von ihrer Mutter, die im Krankenhaus liegt und sich nicht um Claires gehörlose jüngere Schwester kümmern kann. Claire bleibt nichts anderes übrig, als in die Bretagne zu reisen, in das Fischerdorf Moguériec, aus dem sie eigentlich stammt und das sie als junges Mädchen für immer verlassen hat. Auf der Reise wird Claire mit ihrer Vergangenheit konfrontiert: Mit dem tragischen Unfalltod ihres Vaters, mit ihrer Jugendliebe Nicolas, mit ihrer Mutter, zu der sie seit langem ein schwieriges Verhältnis hat. Und dann taucht ausgerechnet Claires Chef Sebastian in der Bretagne auf und Claires Lügengebilde droht in sich zusammenzustürzen. Um Sebastian aus Moguériec zu vertreiben, greift sie zu einer List, nicht ahnend, welches Chaos sie damit heraufbeschwört. Der Roman wird zunächst aus wechselnden Perspektiven erzählt: Da ist einmal Claire in Berlin, dann das junge Mädchen Gwenaelle in Paris. Erst im Laufe der Geschichte stellt sich heraus, in welcher Verbindung die beiden zueinander stehen, allerdings hatte ich schon früh eine Ahnung, die sich dann auch als richtig herausstellte. Beim Lesen schwankte ich oft zwischen Lachen und Kopfschütteln über die liebenswert chaotische Claire. Sehr beeindruckend fand ich die Szenen, in denen Claire sich mit ihrer gehörlosen Schwester unterhält. Hier lässt die Autorin sehr persönliche Erfahrungen einfließen, denn sie ist selbst als Tochter gehörloser Eltern aufgewachsen. Da mein eigener Vater seit vielen Jahren extrem schwerhörig ist, konnte ich mich gut in diese Situation hineinversetzen und fand die entsprechenden Szenen sehr berührend. Insgesamt hat mich die Geschichte sehr gut unterhalten. Wie eingangs schon erwähnt, haben mir vor allem die Landschaftsbeschreibungen sehr gut gefallen, ich sah die Bretagne förmlich vor mir, konnte das Meer riechen, die Möwen kreischen hören, die unzähligen Blautöne sehen… allein das hat die Lektüre schon zu einem Genuss gemacht. Apropos Genuss: Am Ende des Buches finden sich zahlreiche Rezepte mit typisch französischen und bretonischen Spezialitäten, von Galettes bis hin zur Tarte au Citron, die ich definitiv demnächst mal ausprobieren werde. Ein Glossar erklärt zudem bretonische Eigennamen und Ausdrücke. Alles in allen eine sehr schöne Geschichte mit viel französischem Charme.

Ernster, aber nicht weniger zauberhaft

Von: Monina83 Datum: 27. December 2017

Meine Meinung: Claudia Winters Bücher sind für mich immer ein absolutes Must-Have. Ihre Liebesgeschichten sind einfach immer so bezaubernd und gefühlvoll und die Kulissen so wunderschön. Auch dieses Mal hat sich die Autorin einen traumhaften Ort für ihre neueste Geschichte gewählt: Ein kleines französisches Dorf in der Bretagne und wie immer war ich auch dieses Mal wieder wahnsinnig begeistert von ihren Beschreibungen der Landschaft. Es sind immer richtige Sehnsuchtsorte, in denen ihre Geschichten spielen und mit jedem Buch weckt sie erneut meine Reiselust und mein Fernweh. Ich würde mir auch dieses Mal so gerne den bezaubernden Ort ansehen, der in „Die Wolkenfischerin“ eine Rolle spielt und das besondere Flair selbst spüren. Anfangs war ich ehrlich gesagt etwas verwirrt, da die Geschichte teils aus Sicht einer Gwenaelle erzählt wird und ich nicht wusste, wer das sein soll, da man im Klappentext nichts von ihr erfährt. Doch früh ahnt man, um wen es sich dabei handelt und ich fand es großartig, dass Claudia Winter uns an dieser Sichtweise teilhaben lässt. So erfährt man noch einmal mehr über die Protagonisten im Buch. Claire gefiel mir auch wirklich sehr gut. Sie ist eine taffe junge Frau, die weiß, was sie will und nicht davor zurückschreckt, es sich auch zu nehmen. Dabei bedient sie sich manchmal kleiner Lügen, doch wie es nunmal so ist, bezahlt sie irgendwann die Rechnung dafür und genau das sorgt für das Chaos in ihrem Heimatort, von dem im Klappentext die Rede ist. Damit hat die Autorin einiges an Humor in die Geschichte hineingebracht und ihr so eine unbeschwerte Seite verliehen, was mir sehr gut gefiel. Das ist ein schöner Ausgleich, denn dieses Buch ist anders als die ersten beiden Werke von Claudia Winter, bei denen es um eine schöne, humorvolle und vor allem unbeschwerte Liebesgeschichte geht. „Die Wolkenfischerin“ hat nämlich eine sehr ernste Seite. Dadurch gewann das Buch ordentlich an Tiefgang, was ich toll fand, denn das Leben besteht nunmal nicht nur aus schönen und glücklichen Momenten. Manchmal passiert auch etwas, das einen am Boden zerstört und schließlich zu einem anderen Menschen macht, genau wie es bei Claire der Fall ist. Ich fühlte jedenfalls sofort mit der jungen Frau mit und war tief berührt von ihrer Geschichte. Claudia Winter hat es auf jeden Fall geschafft, mich in Claires Leben hineinzuziehen und mich so mitzunehmen, dass ich sogar die ein oder andere Träne vergossen habe. Teils aus Mitleid mit den Protagonisten und teils aus Rührung, weil es einfach so schön war. Apropo „schön“: Hach, die Liebesgeschichte … sie ist mal wieder richtig zauberhaft. Ich hatte anfangs ja etwas ganz anderes erwartet und war wirklich positiv überrascht. Die Autorin legt wieder so viel Gefühl in die Lovestory, dass ich erneut total begeistert war. Ich hab so mitgefiebert, geseufzt und ja, bei DER Liebeserklärung auch ein paar Tränchen vergossen, einfach, weil es so schön war. Damit beweist Claudia Winter einmal mehr, dass sie es wirklich versteht, mit Worten umzugehen. Sie kann nicht nur Geschichten schreiben, die einem gute Laune machen, sondern auch welche, die einem einfach unter die Haut gehen. Fazit: Mit „Die Wolkenfischerin“ hat Claudia Winter bewiesen, dass sie nicht nur locker-leichte Liebesgeschichte schreiben, sondern durchaus auch ernstere Seiten in ihre Bücher einarbeiten kann, ohne ihren üblichen Zauber zu verlieren. Die Autorin kann wirklich wunderbar mit Worten umgehen und hat mich mit ihrem Buch dieses Mal sogar zum Weinen gebracht, aus Mitleid, aber auch vor Rührung. Einfach zauberhaft. Ich will unbedingt mehr davon! Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

nach etwas Einlesezeit konnte ich das Buch dann nicht mehr beiseite legen

Von: Gudrun Datum: 27. December 2017

Das Cover mit seinen stimmigen und ansprechenden Farben hat mich gleich neugierig gemacht. Die detailreichen Abbildungen, die sich auch in den Klappeninnenseiten fortsetzen, machen Lust auf eine Reise dorthin. Der Schreibstil ist eingängig und lässt sich gut lesen. Anfangs war ich irritiert, weil ich zuerst keinen rechten Zusammenhang gefunden habe und deshalb ab und an etwas hin- und herblättern musste, um den roten Faden zu durchschauen. Aber, dies hat sich im Laufe der Zeit gelegt und danach war es ein vollkommen flüssiges Lesen. Die Charaktere werden lebensnah und mit ihren jeweiligen Ecken und Kanten liebevoll dargestellt. Hier befindet man sich als Leser auf Augenhöhe mit den Beteiligten und hat das Gefühl, mittendrin zu stecken. Genauso verhält es sich mit den Beschreibungen der Landschaften. Diese sind so detailreich und faszinierend, dass ich mir diese Örtlichkeiten einmal in natura ansehen möchte. Das Buch hat zwar die Eigenheit, dass es, wie bei sehr vielen Liebesromanen auch, ein Katz-und-Maus-Spiel, so nach dem Motto: sie lieben sich, sie zerkriegen sich, sie lieben sich......usw. usf., aber, dies ist durch die Einbindung sehr tiefgängiger und emotional ergreifender Themen nicht weiter störend. Diese, die sich in oft unterschiedlichen Lebenszyklen ereignen, werden gut durch die jeweils Betreffenden vermittelt. Obwohl zwar keine Spannung aufgekommen ist, die wahrscheinlich eher dem Genre geschuldet ist, konnte ich das Buch irgendwann garnicht mehr beiseite legen, da der Tiefgang an sich mit mitgerissen hat. Mein Fazit: nach etwas Einlesezeit konnte ich das Buch dann nicht mehr beiseite legen

Wer nach den Wolken fischt

Von: sommerlese Datum: 26. December 2017

Genau das bist du für mich, Claire. Ein Meer mit mehr als zwanzig Blautönen, und egal, wie oft ich hinsehe, es kommt jedes Mal eine weitere Nuance hinzu, die etwas in mir berührt." Zitat Seite 255 In diesem Roman hat mich das Zusammenfinden der zwei Schwestern und ihre Suche nach den eigenen Wurzeln und dem wahren Zuhause ihres Herzens am meisten gerührt. Claire Durant bzw. Gwenaelle, wie sie eigentlich heißt, ist eine Figur, die ihre Karriere auf ein Lügengebilde gebaut hat. Sie ist also keine Person, von der man sofort sympathisch angezogen wird. Mit ihrem Auftreten in Berlin täuscht sie eine Frau von Welt vor, dabei hat sie Charme und Humor und gar keinen Grund für diese Täuschung. Die Reise in den Heimat, die Bretagne ändert alles. Dort findet sie wieder den Kontakt zu ihrer Schwester Maelys und auch alte Freunde kommen ihr wieder ganz nah. Schwierig gestaltet es sich allerdings, als ihr Chef aus Berlin auftaucht. Aber auch die Erinnerung und Trauer an ihren verstorbenen Vater macht sich wieder breit. Mir hat der Schreibstil von Claudia Winter sehr gut gefallen, sie vermag es bildhaft zu erzählen und bringt die landschaftliche Szenerie anschaulich zum Ausdruck. Auch das Dorfleben mit seinen verschiedenen Charakteren und den Traditionen bringt eine gehörige Portion Flair in die Geschichte, die Rezepte und französischen Besonderheiten im Anhang sorgen für ein bretannisches Stimmungsbild und machen Lust auf ein nachbacken bzw. -kochen. Durch Claires Lügen konnte ich mit ihr nicht richtig warmwerden. Dennoch habe ich gespannt die Verwicklungen verfolgt. Meine Lieblingsfigur war ihre Tante Valérie und die gehörlose Schwester Maelys, die trotz ihrer Taubheit ihren Lebensweg gefunden hat. Claudia Winter zeigt eine berührende Geschichte, die sich um gegenseitiges Vertrauen, um Trauer und Lebensziele dreht. Sie lässt Claire mit ihrer Flucht und ihren Lügen vor Problemen fliehen, aber sie macht auch deutlich, dass man mit der Vergangenheit nie ganz abschliessen kann und seine eigenen Wurzeln zum Leben dazugehören. Eine charmante Geschichte, die besonders mit den schönen landschaftlichen Beschreibungen punkten kann. Dieser Roman zeigt Gefühle, bringt die bretonische Lebensart nahe und unterhält mit lustigen Szenen. Wer die Bretagne liebt, wird auch diesen Roman lieben und gern mitreisen.

Die Wolkenfischerin - Eine turbulente Reise in die Bretagne

Von: Schubi Datum: 25. December 2017

Ob „Aprikosenküsse“ oder „Glückssterne“ ... auch diesmal hat mich Claudia Winter mit ihrem neuen Roman „Die Wolfenfischerin“ total verzaubert. Nach der Toskana und Schottland, entführt uns Claudia diesmal in die wilde Bretagne und nach Paris. Beginnend mit zwei Zeitsträngen, die sich nach und nach zusammenfügen, wird hier die Geschichte von Gwenaelle/Claire erzählt, die durch den Tod ihres Vaters aus der Bahn geworfen wird. Eine ziellose Reise beginnt ... in Paris, in Berlin, in der Bretagne. Claudia lässt einen eintauchen in das faszinierende Paris und in die Bretagne. Farbenfroh, bildlich und lebendig beschrieben fühlt man sich mittendrin, riecht das Meer, atmet das Leben. Mit Claire hat die Autorin eine chaotische, aber sehr charmante Protagonistin erschaffen, die ihr Leben auf einem Lügennetz aufgebaut hat. Und trotzdem mag man sie, versteht sie, leidet, lebt und liebt mit ihr. Aber auch die anderen Nebenprotagonisten sind wunderbar herausgearbeitet: ihre gehörlose Schwester Maely, ihre leicht „verrückte“ Tante Valerie, ihr Chef Sebastian, ihre Kollegin und natürlich die Bewohner in der Bretagne. Mit viel Gefühl hat Claudia Winter Charaktere erschaffen, die man mehr oder weniger liebt, mit denen man fühlt, die man schütteln möchte, mit denen man leidet ... aber ... mit denen man auchn leben möchte. Ungewöhnliche Charaktere auf der Suche nach dem Sinn des Lebens, nach dem Glück, nach einem Zuhause. Ein Roman über Vertrauen, die Familie, Zusammenhalt, über die Vergangenheit, über die Zukunft. Ein Roman über Beziehungen: Beziehungen zwischen Mutter und Kindern, zwischen Schwestern, zwischen Verwandten, zwischen Freunden. Ein Roman, der zeigt, wie wichtig es ist, miteinander zu reden. Alles zusammen - gespickt mit viel Witz, Chaos, Tradition, liebevollen Kleinigkeiten und Details wie z. B. noch einigen leckeren Rezepten am Ende des Romanes - hat mich komplett ein-und abtauchen lassen in diesen sehr emotionalen Roman. Der fließende, humorvolle, und berührende Schreibstil der Autorin, hat mich beimn Lesen die Welt um mich vergessen lassen. Die Wolkenfischerin“, wie passend ist doch der Titel, wenn man das Buch gelesen hat, ist eines meiner Jahreshighlights und erhält fünf Sterne.

Eine echte Perle

Von: Lehmann Nicole Datum: 25. December 2017

Dieses Buch ist mein persönliches Highlight in diesem Monat. Wer die Bretagne noch nicht gesehen hat, wird sicher die nächsten Ferien dort verbringen wollen. Claudia Winter hat die Geschichte rund um Claire/Gwenaelle unglaublich anschaulich geschrieben. Das Buch beginnt mit 2 Erzählsträngen (Gwenaelle und Claire). Diese werden in der Mitte zusammengeführt. Die Figuren sind mit Stärken und Schwächen ausgearbeitet und bis zum Ende des Buches möchte man die liebevollen Menschen nicht mehr loslassen. Die Schwierigkeiten der Taubheit Maelys wird liebe- und verständnisvoll aber trotzdem authentisch beschrieben. Geliebt habe ich Tante Valérie. Ihre Eleganz und ihre Ansicht, dass die Menschen nur das sehen, was sie sehen wollen, liess mich mehrmals lachen. Sie zieht ihr Ding durch und bleibt sich selber treu. Die bildliche Sprache lässt die Leser die Umgebung miterleben. Man hat das Gefühl, man riecht das Meer und spürt den Wind. Der Charme der Bretagne mit der französischen Sprache wird wirkungsvoll eingesetzt und jede französische Redewendung auch ins Deutsche übersetzt. Die Zerrissenheit und die Gratwanderung von Claires Gefühlen betreffend ihrer Heimat und ihrem zu Hause hat Claudia Winter mit nur 2 Sätzen beruhigt: "Mogueriéc wird immer die Heimat deiner Kindheit sein, aber das bedeutet nicht, dass es falsch ist, wenn du als Erwachsene ähnlich für Berlin empfindest. Ein Zuhause hat viele Gesichter, und es bedeutet nicht, dass man eines mehr lieben darf als das andere" (Zitat S. 351) Hinten im Buch sind noch diverse bretonische Rezepte abgedruckt, welche sicher viele Leser und Geniesser erfreuen werden. Dieses Buch erhält von mir ganz klar 5 von 5 bretonische tartes au citron.

Die Wolkenfischerin

Von: fraeulein_lovingbooks Datum: 23. December 2017

Inhalt Charmant und gewitzt hat sich Claire Durant auf der Karriereleiter eines Berliner Gourmet-Magazins ganz nach oben geschummelt. Denn niemand ahnt, dass die Französin weder eine waschechte Pariserin ist noch Kunst studiert hat – bis sie einen Hilferuf aus der Bretagne erhält, wo sie in Wahrheit aufgewachsen ist: Ihre Mutter muss ins Krankenhaus und kann Claires gehörlose Schwester nicht allein lassen. Claire reist in das kleine Dorf am Meer und ahnt noch nicht, dass ihre Gefühlswelt gehörig in Schieflage geraten wird. Denn ihr Freund Nicolas aus gemeinsamen Kindertagen ist längst nicht mehr der schüchterne Junge, der er einmal war, und dann taucht aus heiterem Himmel auch noch ihr Chef auf. Claire muss improvisieren, um ihr Lügengespinst aufrechtzuerhalten – und stiftet ein heilloses Durcheinander in dem sonst so beschaulichen Örtchen Moguériec … (Quelle: Klappentext) Meine Meinung Zuerst möchte ich mich beim Bloggerportal und dem Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken. Claire hat sich mit List und Täuschung einen guten Beruf ergattert und scheint dort glücklich zu sein, denn auch der Chef ist mehr als begeistert von ihrer Arbeit. Doch als es auf der Karriereleiter noch weiter nach oben gehen soll, wird sie panisch und bekommt es mit der Angst zu tun. Glücklicherweise ruft ein Krankenhaus aus Frankreich an, in dem ihre Mutter liegt – Claire soll dort hinkommen. Widerwillig stimmt sie zu und macht sich auf den Weg, der sie schließlich zurück in ihre Heimat führt. Dort trifft sie auf ihre kleine Schwester, die sie wie Luft behandelt, einen alten Freund, mit dem sie mal zusammen war und auf ein Dorf, das nicht vergessen hat, wer sie ist. Ein junges Mädchen, das ihre Familie verlassen hat, um in Paris zu leben… Mit Claire bin ich erst gegen Ende des Buches wirklich warm geworden. Sie macht es einem nicht leicht sie zu mögen, was einerseits an den Rückblenden liegt und andererseits habe ich nicht viel für Personen übrig, die sich mit einer Lüge eine Position ergattern, die sie nicht auf ehrlichem Wege verdient haben. Somit hat mir auch nicht ihre „Strafe“ am Ende nicht gefallen, aber das ist halt meine eigene Meinung und Ansichtssache. Im Laufe der Geschichte lernt man aber den Menschen hinter der Täuschung kennen und ganz langsam wurde sie mir sympathisch. Die erkennt nach einiger Zeit ihre Fehler und möchte es wieder gerade biegen. Valerie ist die Tante von Claire und Maely und hat die beiden zusammen mit ihrer Mutter / Schwester vor vielen Jahren in Paris begrüßt. Während Maely und die Mutter nicht viel von der Stadt hielten, fühlte sich Claire dort pudelwohl und wollte dort bleiben. Der Start eines neuen Lebens, zusammen mit der Tante, die sie immer unterstützt hat. Valerie ist ein Charakter, der mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht hat. Sie hat ihre ganz eigenen Ansätze und macht aus Claire, dem jungen Mädchen, eine weltgewandte junge Frau. Sie steht immer hinter Claire, auch als sie ihr Glück in Berlin versucht. Maely ist die kleine Schwester von Claire, die schon seit einiger Zeit nicht mehr spricht. Alle halten sie für taubstumm und behandeln sie dementsprechend. Nach dem Urlaub in Paris geht sie zusammen mit der Mutter zurück in die Bretagne. Lebt dort ihr Leben, zeichnet und fühlt sich alleine gelassen von der geliebten großen Schwester. Das Wiedersehen nach so vielen Jahren fällt unterkühlt aus und die beiden müssen sich erst wieder aneinander gewöhnen. Bis Claire eine Entscheidung trifft… Über Maely erfährt man nur in einigen Nebensätzen Informationen und sie ist der Charakter, der mir zu farblos geblieben ist. Sie ist eine Schlüsselfigur, die man erst am Ende des Buches erkennt und hätte viel mehr Platz bekommen können. Nicolas ist ein Exfreund von Claire, der sich freut, als sie wieder im Dorf ist. Auch Claire ist zu Beginn erfreut, merkt aber schnell, das er nicht mehr die Person ist, die sie verlassen. Er hat sich verändert und das gefällt nicht jedem. Mit ihm bin ich überhaupt nicht warm geworden, aber das hat mich auch nicht gewundert. Er war kein wichtiger Charakter für mich. Hellwig ist der Chef von Claire und mit ihrer Arbeit so zufrieden, das er ihr einen neuen Job anbietet. Als er ihr von einer Reise in die Bretagne erzählt, ist sie nicht begeistert und versucht ihm den Artikel auszureden, doch es klappt nicht. Plötzlich ist er im Heimatdorf von Claire und sie muss sich einiges überlegen, damit er schnell wieder weg ist – doch Pustekuchen. So einfach wird es nicht…. Hellwig scheint ein netter Charakter zu sein, der Interesse an Claire hat. Was sie nicht bemerkt. Als ihm das Dorf das Leben im Urlaub immer schwerer macht, ist er nicht verstimmt, sondern findet es eher lustig. Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann. Erzählt wird aus der Sicht von Claire, was einen guten Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt gibt. „Aprikosenküsse“ und „Glückssterne“ habe ich beides verschlungen und habe mich dementsprechend auf das neue Buch der Autorin gefreut, aber leider muss ich sagen, das ich es etwas schwächer fand als die beiden Vorgänger. Mich persönlich konnte die Geschichte an sich nicht vollkommen überzeugen und das begann schon auf der ersten Seite. Ich bin nicht gut in die Geschichte rein gekommen und erst als es zurück in die Heimat ging, habe ich Gefallen an der Geschichte gefunden. Es war nett zu lesen, aber nicht unbedingt fesselnd. Meine Highlights waren die Dorfgemeinschaft mit ihren lustigen Ideen und die Landschaftsdarstellung, sowie Traditionen und Bräuche, der Bretagne. Natürlich gibt es auch in diesem Buch wieder einige leckere Köstlichkeiten, die am Ende bei den Rezepten auftauchen. Ein oder zwei Rezepte klangen sehr lecker, die möchte ich im nächsten Jahr mal ausprobieren. 🌟🌟🌟🌟 Sterne

Eine wunderbare Reise in die Bretagne

Von: Beate von Buch-Plaudereien Datum: 23. December 2017

Inhalt: Claire Dumont lebt und arbeitet in Berlin. Sie arbeitet sehr erfolgreich für das Berliner Gourmet- & Lifestyle-Magazin „Genusto“. Was niemand ahnt: Sie lebt und arbeitet mit einem gefälschten Lebenslauf. Soeben hat sie von ihrem Chef ein sensationelles Angebot für den nächsten Schritt auf der Karriereleiter erhalten. Dumm nur, dass ihre Mutter ausgerechnet jetzt ins Krankenhaus muss und Claire um Hilfe bittet. Sie soll sich in der Bretagne um ihre gehörlose Schwester kümmern, solange die Mutter im Krankenhaus liegt. Doch dorthin, nach Moguériec, wollte sie eigentlich nie wieder zurückkehren. Und erst recht nicht jetzt. Dennoch, sie kann ihrer Mutter diesen Wunsch nicht abschlagen und kehrt zurück, in das Dorf, in dem sie ihre Kindheit verbracht hat. Dort trifft sie auf ihren Freund aus Kindertagen und ist überrascht was aus ihm geworden ist. Den absoluten Supergau erlebt sie aber, als ihr Chef in genau diesem Ort auftaucht, um dort Urlaub zu machen. Verzweifelt versucht sie ihr Lügengeflecht aufrecht zu erhalten. Meine Meinung: Der Roman startet mit einem Prolog in Frankreich im Juli 1998. Darin lernt der Leser Gwenaelle und ihre Familie kennen. Ab dem ersten Kapitel werden dann zwei Geschichten in wechselenden Perspektiven erzählt. Einmal die von Claire in Berlin und einmal die von Gwenaelle in Frankreich. Ein bisschen bin ich anfangs darüber gestolpert, dass die beiden Geschichten zeitversetzt sind. Also Gwenaelle ab 1998 während Claire in Berlin in der Gegenwart lebt. Nachdem mir das klar wurde, konnte ich die Geschichten auch besser verstehen. Gwenaelle ist gerade mal 15 Jahre und hat bereits einen schweren Schicksalsschlag hinter sich. Als sie nach Paris kommt, um ihre Tante Valérie zu besuchen, ändert sich einiges in Gwens Leben. Ich mochte sie gerne, aber fast noch besser fand ich Tante Valérie, die es offensichtlich faustdick hinter den Ohren hat. Claire in Berlin ist eine junge Frau mit dem typischen französischen Charme. Es war sehr interessant sie näher kennenzulernen. Ein bisschen chaotisch und mit einer Art, die den Leser immer wieder mal den Kopf schütteln oder schmunzeln lässt. Und die immer wieder für eine Überraschung gut ist. Dann sind da noch die Bewohner von Moguériec und der Chef von Claire. Zusammen eine pikante Mischung, die für viel Aufregung sorgt. Claudia Winter hat es mal wieder geschafft mich mit ihrem Roman zu entführen. Zunächst nach Paris und dann in die wunderbare Bretagne. Beides Orte, an denen ich bereits persönlich war und an die ich mit Claire zusammen gerne zurückgekehrt bin. Die Autorin hat einen wunderbaren Schreibstil und lässt die Bilder lebendig werden. Man kann das Meer sogar fast riechen und die Brandung hören. Und als Zugabe gibt es auch hier wieder einige tolle Rezepte, die in dem Buch eine wichtige Rolle spielen. So kann der Leser auch nach dem Buch immer wieder ganz einfach in die Bretagne zurückkehren. Mein Fazit: Ein wunderbarer Roman zum entspannt zurücklehnen und dabei ganz locker und einfach einen Trip nach Paris und in die Bretagne zu machen. Lernt eine etwas chaotische und trotzdem liebenswerte Protagonistin kennen. Und werdet selbst zur Wolkenfischerin. Meine Wertung: 4,5 von 5 Herzen, aufgerundet auf 5

Fische nach deinen Träumen, du bist selbst dafür verantwortlich

Von: Jil Aimee Datum: 19. December 2017

‚Die Wolkenfischerin‘ ist bereits der dritte Roman, den ich von der Autorin aus dem Goldmann Verlag lese, und auch er begeistert wieder. In der gewohnten Eleganz und gefühlvollen Note, die jeder einzelne Satz ins Leserherzen treibt. Claudia Winters Schreibstil hat klasse, ist flüssig und eloquent, malt wundervolle Bilder und webt packende Gefühle, entführt einen direkt an den Ort des Geschehens und lässt einen reisen – durch die Geschichte, die Schauplätze, das Leben. Sie hat es somit zum wiederholten Mal geschafft, mich am Ende vollkommen zufrieden zurückzulassen. Bisher waren ja die ‚Glücksterne‘ mein Favorit von ihr, doch ich muss sagen, dass diese durch ‚Die Wolkenfischerin‘ um einen Platz nach hinten verschoben worden sind. Claudia Winter ist mit dieser Erzählung schriftstellerisch gewachsen, hat sich an ein zum Teil sehr persönliches Thema (Gehörlosigkeit ist auch in ihrer Familie bekannt) herangetraut und dieses voller Leben und Kraft in die Geschichte gebaut. Davor ziehe ich meinen Hut, denn es kostete mit Sicherheit eine Menge Mut und Tränen, doch es ist ihr gelungen. In jedem Wort spürt man die unendliche Liebe, die sich nicht an äußerlichen und innerlichen Begebenheiten festmacht, sondern die einfach ist. Rein und klar. Ich bin ein Fan ihrer Art, Geschichten zu erzählen – voller Stil, Wortwitz, Esprit und immer passend zum jeweiligen Thema. Claudia Winters Romane sind voller Genuss, Zuneigung und schmiegen sich wie ein lieb gewonnener Freund um die Leserseele. So natürlich auch in diesem kleinen Schmuckstück, indem wir zu Beginn der jungen Gwen begegnen, die ihren Vater verloren hat und damit vorerst auch, ihren Träumen nachzujagen. Ihre Schwester ist gehörlos, ihre Mutter seit dem Tod des Mannes seltsam kalt und distanziert, wenn es um Gwen geht, welche sich missverstanden und ein Stück weit auch im Stich gelassen fühlt. Vor dem harten Schicksalsschlag war die Familie geprägt von Liebe, Zuneigung und Lebensfreude, jetzt ist sie erfüllt von Einsamkeit, fehlender Hoffnung und der Bitterkeit des Lebens. Die Trauer droht Gwen zu ersticken, nimmt ihr jede Antriebskraft, die sie gerade in den Jahren einer Teenagerin so dringend benötigte. Doch dann entscheidet sich die von Schmerz und Verlust durchsetzte Familie, die etwas schrullige Tante in Paris zu besuchen und mit Gwen wird mit einem Mal alles anders, sie lernt wieder zu leben und ihren Schmerz hinter der Fassade der grand dame zu begraben. Flüchtet vor ihrer Vergangenheit, um sich eine fehlerlose Zukunft aufzubauen. Plötzlich taucht auch noch eine gewisse Claire in Gwens Leben auf und weist ihr den Weg die Träume- und Karriereleiter hinauf. Das Ganze hat nur einen hohen Preis: die Abkehr von Mutter und Schwester, der sie doch ein baldiges Wiedersehen versprochen hatte … ein ›Bald‹, das eine Ewigkeit dauern sollte … Wenn das Leben neue Chancen verteilt und ein übermächtiger Beamter zum Überbringer dieser wird. Wenn eine gehörlose Schwester, eine sich über die Jahre abschottende Mutter und eine Tante voller Charme, Esprit und Grande Dame-Allüren zum Wegweiser nach Hause werden. Wenn ein Chef, der so ganz anders ist als die vergangenen Jahre zum Anker wird und in der Heimat Gwens unerwartet auftaucht. Wenn eine Gwen sich selbst zu finden versucht. Wenn Fassaden, die wir alle von Zeit zu Zeit auflegen, bröckeln, weil der Blick dahinter uns erst die Wirklichkeit zeigt. Ja, dann ist es Schicksal, ein Schicksal, das uns offenbart und mit viel Mut erkennen lässt, dass Finistère womöglich doch nicht das Ende der Welt ist. Sondern erst der Beginn, man muss sich einfach nur von den bretonischen Wellen tragen lassen. Sie führen einen schon genau dahin, wo das Herz gesunden kann. •Ob es Gwen so auch ergehen wird? •Wird sie es schaffen, zu ihrer Familie und ihren wahren Träumen zurückzufinden? •Frisst der Schmerz um den bitteren Verlust sie innerlich auf und macht eine Rückkehr zu Mutter und Schwester unmöglich? •Wird es am Ende überhaupt noch eine Familie geben, die sie willkommen heißt? •Und was hat es mit dieser Claire auf sich, die später noch zu Gwens Wegweiser in Richtung Wahrheit werden soll? •Nicht zu vergessen, ein gewisser Hellwig, der dieser nicht nur das Herz höherschlagen lässt, sondern sie auch dazu zwingt, eine wichtige Entscheidung zu treffen? •Was wird es am Ende sein: Wahrheit oder Lüge? Lest selbst und lasst Euch abwechselnd entführen nach Berlin, Paris und in die Bretagne. Lasst Euch dabei wie die Wolken treiben und nehmt jedes noch so leise Detail auf. Der Herzschlag der Geschichte sitzt in jeder Zeile. Es ist eine Liebesgeschichte: um die unendliche Liebe einer Familie, um Vergebung, Neubeginn und die Erkenntnis, dass ein Zuhause nicht durch Lügen und Abkehr verschwindet, sondern sich immer im Herzen befindet. »[…] und es war so still dort, während hier sogar die Nacht einen Herzschlag hatte.« Ein besonderes Merkmal an Winters Romanen, das ich sehr zu schätzen gelernt habe, ist: Die Autorin gibt nicht durch knappe Randbemerkungen ein nur angedeutetes Flair der Kulisse der Geschichte wieder, sondern zeichnet das Bild mit ausgewogener Fülle, mit Charme, mit Authentizität. Die Schauplätze sind gut recherchiert und um die perfekte Note eigener Inspiration ergänzt. Damit lockt sie einen wirklich in die Bretagne. Ich habe mich durch ihre Worte direkt heimisch gefühlt, den Ort/die Gegend ins Herz geschlossen. Ergänzt wird das in Winters Fall immer durch landes-/regionstypische Rezepte, die sich am Ende des Buches finden und in Bezug zur Geschichte stehen. Man bekommt somit wahrlichen Genuss auf das volle Entdecken. Winters Romane sind mehr als bloße, kurzweilige Geschichten. Sie sind ein Gesamtpaket, das ins Herz geht und einen auf vielen Ebenen voller Gaumenfreude und Zufriedenheit erfüllt. Und das darüber hinaus mit einzigartigen Anekdoten und Verweisen geschmückt ist, die für mich persönlich von Bedeutung sind, als würde die Autorin mein Herz kennen. Das ist ein besonderes Talent, für ein großes Publikum zu schreiben und doch jeden Einzelnen auf seine Weise zu erreichen. In meinem Fall war es Folgendes: »Der kleine Prinz«, wie er in der Geschichte erwähnt wird, ist auch eine meiner Lieblingsgeschichten. Zu lesen, dass er auch Einzug in die Herzen anderer findet, war nur ein weiteres von vielen Schmankerln in der Wolkenfischerin. Darüber hinaus vermag es Claudia Winter, jeden Charakter voller Stärke und Liebe bis ins Detail zu zeichnen, dass man sich einem jeden davon beim Lesen nahe fühlt. So nahe, als begleite man nicht nur Gwen, sondern auch die anderen durch die Bretagne, die Reise des Lebens. Aber vor allem: Als begleite man sie auf ihrem Weg nach Hause. Ja, alle Charaktere sind auf ihre eigene Weise ausnahmslos stark. Winter schreibst einfach mit Tradition, Esprit und einer würzigen Prise Humor (vor allem in den schrulligen und herzallerliebsten Nebencharakteren), die das Ganze abrunden. »Nun denn, ich finde, der Name Claire Durant klingt wie eine ganz wundervolle Eintrittskarte.« •Doch eine Eintrittskarte wohin? Zurück ins echte Leben? Der Roman ist für mich eine einzigartige Erzählung mit dem perfekten Gespür für das, was uns als Leser in unseren Herzen berührt: große Träume, Liebe, Erfolg, aber auch die Bewältigung tiefer Trauer, das Erlenen von Vertrauen (vor allem in sich selbst), und Vergebung – allein die Mischung daraus ist der Weg in die Zukunft, in eine ehrliche Zukunft. Auf Lügen lässt sich nichts mit dauerhaftem Bestand aufbauen – die Botschaft dieses Buches. Irgendwann fällt das erschaffene Konstrukt zusammen, wie eine Pusteblume im Wind verweht. Die eigene Vergangenheit vergisst einen nie. Man kann niemals vor sich selbst davonlaufen. Etwas, das die Protagonistin in diesem Werk aufs Schärfste selbst erfahren wird. Kommen wir nun zur äußeren Aufmachung. Es ist eines dieser wenigen Cover, die einen direkt im Herz berühren und an den Ort des Geschehens entführen. Voller Farbe, voller Hoffnung, voller Urlaubsfreude – wie auch die Geschichte selbst. Die Blau-und Rottöne harmonieren gekonnt und in Verbindung mit dem Hafen im Hintergrund und dem Titel des Romans lassen sie einen sich direkt an den Ort der Geschichte träumen, durch die Cafés und kleinen Läden flanieren, nach den großen Wünschen greifen, ja nach Wolken fischen. Für mich wirklich einfach besonders. Ich nahm das Buch in die Hand und wusste sofort, es ist wie nach Hause kommen, an einen Ort, der mir bisher unbekannt war. Ein Ort, der mir nach der Geschichte aber zu einer Heimat des Herzens geworden ist. Darüber hinaus muss ich an dieser Stelle erwähnen, dass das auf der Rückseite des Buches abgedruckte Autorenfoto farblich perfekt zum restlichen Cover passt, zudem wirkt die Autorin sehr sympathisch. Im Inneren glänzt es auch. Die Schwalben (?) über den Kapiteln, gekonnt ausgewählt und so passend und schön gestaltet, fischen quasi auch im Himmel nach den Wolken. Abschließend und zusammenfassend: So viel Liebe zum Detail vermochte die Autorin in die zu Beginn auf zwei Zeitebenen erzählte Geschichte, ja in die Ausgestaltung der malerischen Kulisse zu legen. Zusammen mit den Rezepten am Ende, die zu bretonischem Hochgenuss einladen, und dem frz. Glossar bildet es einfach ein Gesamtschmuckstück. Etwas Besonderes, das die Wolkenfischerin in unsere Herzen malt wie die kleine Schwester Gwens ihre Träume auf der Leinwand verewigt. Und so seine Spuren hinterlässt und nachhallt wie eine liebevolle Erinnerung. Also, Ihr habt inzwischen gemerkt, dieser Roman ging direkt in mein Herz. Ich kann ihn Euch daher nur wärmstens empfehlen, auch für das kommende Weihnachtsfest, gerade falls Ihr Euch der Kälte des Winters entträumen wollt. ‚Die Wolkenfischerin‘ hat mich daran erinnert, nach meinen eigenen Wolken zu fischen, zu träumen und wahrhaft und aufrichtig zu leben. Danke dafür, und Euch ein frohes Fest. Eure Jil Aimée

eine Reise in die Bretagne mit vielen Überraschungen

Von: Ulla Leuwer Datum: 18. December 2017

Meine Meinung: Nachdem ich von Claudia Winter die Bücher "Glückssterne" und "Aprikosenküsse" gelesen hatte, war klar, dass ich auch das nächste Buch von ihr lesen wollte. Diesmal entführte mich die Autorin in die Bretagne, was mich natürlich sehr begeistert hat, kann ich doch auf bequeme Art viele neue Gegenden kennen lernen. Aber bis es soweit war, lernte ich Claire in Berlin und Gwenaelle in Paris kennen. Das Buch startete mit Schilderungen aus dem Leben der beiden, wobei ich mich mit Claire in der Gegenwart und Gwenalle in der Vergangenheit befand. Im Wechsel wurde über die beiden Frauen geschrieben und es waren für mich zunächst zwei Fäden, die irgendwann zu einem wurden. Diesen Schreibstil fand ich sehr gut und auch interessant. Ich möchte jetzt nicht auf alles eingehen, dafür müsste ich zu viel verraten. Allerdings fand ich es sehr fesselnd wie sich die Geschichte überhaupt entwickelte. Von allen Beteiligten hat mir die Tante Valerie sehr gut gefallen und auch mit Claire konnte ich mich anfreunden, obwohl ich nicht mit allem einverstanden war, was sie so machte. Was natürlich auch an meiner Betrachtungsweise lag, schließlich hatte ich als Leserin einen ganz anderen Durchblick 😉 Ich erwähnte es ja schon, Claudia Winter hat mich mit in die Bretagne genommen und dafür gesorgt, dass ich die Gegend kennen lernen konnte, aber auch eine interessante Tradition habe ich kennen gelernt, es geht ums backen. Auch hierzu werde ich nicht mehr verraten. Wenn man jetzt so denkt, es ist eine einfache leichte und vorhersehbare Lektüre, dem muss ich etwas anderes mitteilen. Zum Teil vorhersehbar ist richtig, bis es eine Überraschung gibt oder sogar mehrere. Außerdem zeigt die Geschichte, wie wichtig Vertrauen, Aussprache und Zusammenhalt ist. Die jüngere Schwester von Claire ist gehörlos und wie sie mit allem klar kommt, war auch interessant zu lesen, darüber macht man sich im allgemeinen wenig Gedanken. Das Buchcover gefällt mir ausgesprochen gut und wenn ich nicht sowieso vor gehabt hätte, dieses Buch zu lesen, dann wäre ich mal wieder vom Cover verführt worden. Fazit: Ein Buch mit sehr vielen Facetten: Familienleben, Karriere, Vertrauen, Freundschaft, Liebe, Mut und Zusammenhalt. Außerdem spielt die Wolkenfischerin eine sehr wichtige Rolle im Leben der Schwestern. Ein Buch, das wunderbar unterhält und einige Stunden Lesevergnügen bereitet.

Die Wolkenfischerin

Von: Katja Ezold Datum: 18. December 2017

Anfang des letzten Jahres – also 2016 – habe ich die Autorin Claudia Winter für mich entdeckt und ihre letzten beiden Bücher „Aprikosenküsse“ und „Glückssterne“ verschlungen. Nun endlich ist ein weiteres Buch von ihr erschienen und dank der liebenswerten Autorin und ihrer netten Betreuerin beim Verlag durfte ich „Die Wolkenfischerin“ schon weit vor dem eigentlichen Erscheinungstermin lesen. Wie immer bei Autoren, die ich sehr mag, stand die bange Frage im Raum: Top oder Flop? Kann mich die Autorin nach zwei wunderbaren Büchern erneut begeistern? Schafft sie es mit der Wolkenfischerin erneut, mich in Begeisterungsstürme ausbrechen zu lassen? Die Antwort auf diese beiden Fragen lautet: Ja! Ja, sie schafft es erneut. Und wenn ich ehrlich bin, sie schafft es noch mehr als bei den anderen beiden Büchern. Warum? Weil ich das Gefühl habe, das sie hier noch mal einen Sprung gemacht hat. Dass sie hier noch einmal „eine Schippe“ draufgelegt hat. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, das sich ihr Schreibstil minimal geändert, weiterentwickelt hat. Und diese Weiterentwicklung hat mir ausgesprochen gut gefallen. Diesmal nimmt uns die Autorin mit in die Bretagne und wir erleben Claire, die wir schon aus dem Buch „Aprikosenküsse“ kennen. Sie und ihre Familiengeschichte haben, verdienterweise, ihr eigenes Buch bekommen. Worum es in dem Buch geht verrät uns der Klappentext: Charmant und gewitzt hat sich Claire Durant auf der Karriereleiter eines Berliner Gourmet-Magazins ganz nach oben geschummelt. Denn niemand ahnt, dass die Französin weder eine waschechte Pariserin ist noch Kunst studiert hat – bis sie einen Hilferuf aus der Bretagne erhält, wo sie in Wahrheit aufgewachsen ist: Ihre Mutter muss ins Krankenhaus und kann Claires gehörlose Schwester nicht allein lassen. Claire reist in das kleine Dorf am Meer und ahnt noch nicht, dass ihre Gefühlswelt gehörig in Schieflage geraten wird. Denn ihr Freund Nicolas aus gemeinsamen Kindertagen ist längst nicht mehr der schüchterne Junge, der er einmal war, und dann taucht aus heiterem Himmel auch noch ihr Chef auf. Claire muss improvisieren, um ihr Lügengespinst aufrechtzuerhalten – und stiftet ein heilloses Durcheinander in dem sonst so beschaulichen Örtchen Moguériec … In Rückblicken erleben wir, quasi als Reise in die Vergangenheit, wie aus Gwenaelle aus dem Örtchen Mogueriec Claire aus Paris wurde. Wir erleben ihren Lebensweg mit und begleiten sie nach Berlin. Dort arbeitet sie in ihrem geliebten Beruf bis sie der Hilferuf ereilt und sie sich der Vergangenheit stellen muss. Claire hat mir in dem Buch ausgesprochen gut gefallen. Ihre missliche Lage, ihre Vergangenheit und ihre Art, diese zu bewältigen hat mich angesprochen und mitgenommen. Ihr Charakter war sehr glaubhaft geschildert, ihre Beweggründe und ihre Reaktionen bzw. Aktionen durchaus nachvollziehbar. Eine zweite Figur, die es mir sehr angetan hat war Maelys. Maelys, die kleine Schwester von Claire. Die kleine Schwester, die gehörlos ist, auf die Claire aufpassen muss und die doch ganz gut allein klar kommt. Ihr stiller, liebenswerter Charakter, ihre Art und Weise haben mich fasziniert und sie kann der Hauptfigur gut und gerne den Rang ablaufen. Was mir sehr gut gefallen ist, wie Claudia Winter in dem Buch die „Problematik“ Gehörlosigkeit schildert. Wie behutsam sie darauf eingeht, die Krankheit thematisiert aber nicht zu lässt das sie alles andere verdrängt. Mit viel Fingerspitzengefühl geht sie darauf ein und man merkt, dass ihr dieses Thema sehr am Herzen liegt. Kein Wunder wenn man weiß, dass die Autorin damit aufgewachsen ist. Noch ein paar Worte zu den männlichen Parts des Buches: Nicolas der Freund aus Jugendzeiten und Sebastian, der Chef. Diese beiden Charaktere stehen hier ebenfalls im Vordergrund und die Autorin schafft es, beide auf ihre Art sehr sympathisch und lebensecht zu zeichnen. Sie haben mir beide sehr gut gefallen und ich finde, sie füllen ihre ihnen zugedachten Rollen perfekt aus. Ein großes Highlight beim Buch ist für mich zudem zum einen noch das Cover. Das ist sehr gut gewählt, passt zum Thema und – das muss man auch sagen – auch zum Stil der anderen Bücher von Claudia Winter. Und – mein ganz persönliches Highlight: die im Buch vorkommenden bretonischen Rezepte findet man im Anhang 🙂 Für mich, die gerne etwas Neues ausprobiert, perfekt und so konnte ich natürlich nicht widerstehen. Ich habe ein Rezept bereits ausprobiert, weitere werden bestimmt noch Folgen. Nun bleibt mir nur noch eines: auf ein neues Buch aus der Feder von Claudia Winter zu warten und ich hoffe, dass es 2019 so weit sein wird. Bis dahin sollte ich wohl endlich mal zu den Büchern greifen, die die Autorin unter ihrem Pseudonym Carolin Wunsch veröffentlich hat – bisher habe ich leider noch keines davon gelesen. Dabei haben die doch auch sehr interessante Klappentexte und passen eigentlich total in mein Beuteschema. Ich vergebe für dieses Lesevergnügen 5 von 5 möglichen Sternen.

Buch mit Gefühl und Charme...

Von: Frau Antje's Bücherecke & Co, Datum: 18. December 2017

"Die Wolkenfischerin" Claudia Winter Verlag: Goldmann Seitenzahl: 400 ISBN: 978-3-442-48573-4 Erstausgabe: 18. Dezember 2017 Preis: 9,99 Euro Klappentext: Charmant und gewitzt hat sich Claire Durant auf der Karriereleiter eines Berliner Gourmet-Magazins ganz nach oben geschummelt. Denn niemand ahnt, dass die Französin weder eine waschechte Pariserin ist noch Kunst studiert hat – bis sie einen Hilferuf aus der Bretagne erhält, wo sie in Wahrheit aufgewachsen ist: Ihre Mutter muss ins Krankenhaus und kann Claires gehörlose Schwester nicht allein lassen. Claire reist in das kleine Dorf am Meer und ahnt noch nicht, dass ihre Gefühlswelt gehörig in Schieflage geraten wird. Denn ihr Freund Nicolas aus gemeinsamen Kindertagen ist längst nicht mehr der schüchterne Junge, der er einmal war, und dann taucht aus heiterem Himmel auch noch ihr Chef auf. Claire muss improvisieren, um ihr Lügengespinst aufrechtzuerhalten – und stiftet ein heilloses Durcheinander in dem sonst so beschaulichen Örtchen Moguériec … Gestaltung des Buches: Die Gestaltung des Buches ist für mich absolut gelungen, denn so wirklich konnte ich nichtz erahnen, worum es im neuen Roman von Claudia Winter geht. Ist es eine sommerliche Geschichte mit kulinarischem Hintergrund? Ich ließ mich einfach überraschen von Claudia Winter. Der Klappentext klang ganz nach meinem Geschmack und somit startete ich das Lesen direkt nach Erhalt des Buches. Meine Meinung: Dieses Buch ist bereits mein drittes Buch, welches ich von Claudia Winter lese. "Aprikosenküsse" und "Glückssterne" haben ich verschlungen innerhalb kürzester Zeit. Daher freute ich mich nun umso mehr auf den neuen Roman der Autorin. Ich las den Klappentext und startete dann mit dem Lesen. Doch irgendwie dachte ich, das ich ein anderes Buch in der Hand habe. Denn der Roman beginnt mit Prolog aus dem Jahr 1998. Ich war zu erst irritiert, doch nach einigen Seiten löste sich dies und ich war in der Geschichte. Anhand der ersten Seiten konnte ich beim Lesen bemerken, das es ein ganz anderes Buch von Claudia ist als die beiden Vorreiter. Ich hatte das Gefühl, das die Autorin beim Schreiben gereift ist und man hat mehr Tiefe in den Zeilen. Absolut nach meinem Geschmack, und nur weil die beiden Vorreiter etwas anders geschrieben waren, möchte ich diese nicht abwerten. Denn das ist nicht der Fall! Dieses Buch ist bewegend, ergreifend und dennoch mit Momenten die ein Lächeln ins Gesicht zaubern geschrieben wurden. Es ist für mich ein sehr persönliches Buch von Claudia Winter, denn in dem Roman sind auch persönliche Seiten aus Ihrem eigenen Leben enthalten. Ein Roman zwischen Liebe und Leid. Eine Beziehung zwischen Mutter, Tochter, Schwester und Tante. Sehr bewegend und ergreifend. In einigen Sätzen habe ich mein eigenes Leben gesehen und gefühlt. Das fing bereits im Prolog an. Lieblingsstellen im Buch: "Sapperlotte, du bist es wirklich!" (Seite 136) "Genau das bist du für mich, Claire. Ein Meer mit mehr als zwanzig Blautönen, und egal, wie oft ich hinsehe, es kommt jedes Mal eine weitere Nuance hinzu, die etwas in mir berührt." (Seite 255) "Dann wirst du eben eine Wolkenfischerin" (Seite 270) Vielen Dank an die Autorin sowie den Goldmann Verlag für die Bereitstellung und Zusendung des Rezensionsexemplars. Es war mir wirklich eine große Ehre dieses Buch vorab zu Lesen. Meine Bewertung erfolgte ohne Beeinflussung!

Romantisch, witzig und turbulent

Von: Katharina P. Datum: 18. December 2017

Seit "Aprikosenküsse" bin ich treue Leserin von Claudia Winters Romanen, weil sie mich mit diesem Werk bereits von ihrem schriftstellerischen Können überzeugt hat. Ich habe daher auch nichts anderes erwartet, als dass mir "Die Wolkenfischerin" gefallen würde - und ich sollte recht behalten. Ihre dritte Publikation ist nun mein neuer Favorit! Ob ein Buch ansprechend ist, steht und fällt meist mit seinen Charakteren. In diesem Fall gab es da keine Probleme, denn sie sind einfach gelungen. Claire, ihre Schwester, ihr Chef und die etwas eigenwillige Gemeinschaft von Monguériec wurden durch die Beschreibungen und Dialoge lebendig. Claire bringt als Protagonistin viel Charme und (manchmal auch ungewollt) Witz in die Geschichte. Sie macht sich viele Dinge komplizierter, als sie sein müssten, und kommt zum Teil auf aberwitzige Ideen. Sie ist also nicht perfekt und gerade deshalb umso authentischer und liebenswürdiger. Auch wenn ich ihr Verhalten und ihre Entscheidungen nicht immer befürwortet habe, konnte ich sie doch zumindest gut nachvollziehen und sie war mir nie unsympathisch. Vor allem im Umgang mit ihrer Schwester Maely hat sie eine sehr fürsorgliche Seite an sich gezeigt, die ihr mehr Tiefe verliehen hat. Wie es bei Geschwistern so ist, war ihr Miteinander nicht ganz unproblematisch, aber Claudia Winter hat den richtigen Ton getroffen, um ihre Verbundenheit deutlich werden zu lassen. Maely wiederum ist in vielen Dingen das Gegenteil ihrer großen Schwester. Nicht weniger stark und feurig, aber sie hat andere Vorstellungen vom Leben, andere Ziele, andere Bedürfnisse. Zu beobachten, wie sie ihren Weg findet, war einfach schön. So leid es mir nun auch für diese beiden tut, das Rennen um den besten Charakter haben sie letztlich knapp verloren. Der Titel geht eindeutig an Sebastian. Ich fand einfach toll, wie ausgeglichen er ist, dass er sich selbst und das Leben nicht zu ernst nimmt bzw. die Dinge so nimmt, wie sie kommen. Es war mir einfach unmöglich, ihn nicht ins Herz zu schließen. Interessanterweise kommt die gesamte Handlung ohne einen tatsächlichen Antagonisten aus. Normalerweise bemängle ich das bei Romanen, weil mir dann meistens der Konflikt fehlt. In diesem Fall war das jedoch nicht so, denn Claire steht sich mit ihren Geheimnissen und (Not-)Lügen selbst genug im Weg, sodass ich mich über mangelnde Komplikationen oder über Langeweile nicht beklagen konnte. Als kleines Extra gab es für treue Leserinnen von Claudia Winters Romanen noch einige Verweise auf Hanna, die Protagonistin aus "Aprikosenküsse", wenngleich ich mir hier ein paar mehr Informationen gewünscht hätte. Der Erzählstil ist wie gewohnt angenehm zu lesen und anschaulich, sodass es nicht schwer war, sich auf das Geschehen und die Figuren einzulassen. Das gilt für beide Handlungsstränge gleichermaßen (Vergangenheit und Gegenwart werden hier zusammengeführt). Es war zwar nicht allzu überraschend für mich, in welchem Zusammenhang beide miteinander stehen, da ich von Anfang an die richtige Vermutung hatte. Das hat mich aber nicht sonderlich gestört, weil die gegenwärtige Story doch einen etwas anderen Kurs eingeschlagen hat, als ich erwartet hatte. Außerdem wird Claires heikle Situation amüsant, sozusagen "mit einem Augenzwinkern" erzählt, was enorm zur Unterhaltung beiträgt, und dank spielerischer Wortwechsel und kreativen, scherzhaften Beleidigungen wie "Berliner Weißmehlschrippe" hat sich des Öfteren ein Lächeln auf meine Lippen gestohlen. Obendrauf gab's noch eine der schönsten Liebeserklärungen, die ich jemals gelesen habe. Last but not least, ist bei Claudias Romanen immer darauf Verlass, dass sie die Atmosphäre des jeweiligen Handlungsortes sehr gut einfängt. Der Roman spielt zum Teil in Deutschland, zum Teil in Frankreich, spezifisch in der Bretagne. Ich kann nicht genau bennen, woran es lag, aber man hat beim Lesen den Wechsel zwischen Deutschland und Frankreich bzw. zwischen Großstadt-Flair und ländlichem Charme bemerkt. Es kam direkt ein bisschen Urlaubs-Feeling bei mir auf. Ein schöner Bonus sind außerdem die Rezepte im Appendix sowie ein Kurzlexikon zur Bretagne. Fazit Kurz und schmerzlos: Ein wunderbares Setting, ein paar ordentliche Prisen Chaos und Liebe sowie authentische Charaktere kombiniert mit einem atmosphärischen, überwiegend heiteren Schreibstil haben dafür gesorgt, dass Die Wolkenfischerin mein neuer Lieblingsroman von Claudia Winter ist.

Begeistert sogar Frankreich-Muffel

Von: Rebecca Feist Datum: 18. December 2017

Cover: Das Cover bringt mich definitiv in Urlaubsstimmung. Der Blick auf den Hafen ist malerisch und gefällt mir sehr gut. Meinung: Ein neuer Roman von Claudia Winter ist natürlich mittlerweile Pflichtlektüre, gehört sie doch nach zwei gelesenen Büchern zu meinen Lieblingsautorinnen. Dieses Mal nimmt uns die Autorin mit in die Bretagne. Zunächst aber treffen wir die Protagonistin Claire in Berlin. Die Französin, die für ihren Job ein wenig geflunkert hat, muss zurück nach Frankreich, weil ihre Familie sie braucht. Dort trifft sie ihren Jugendfreund wieder und ich glaubte schon zu wissen, wie es weitergeht. Aber nein, so leicht macht es Claudia Winter ihren Lesern nicht. In der Bretagne warten dann noch andere Ablenkungen und Verstrickungen auf Claire. Ich muss zugeben, dass ich nicht wirklich ein Frankreich-Fan bin. Außerdem tue ich mih etwas schwer mit der französischen Mentalität. Die Autorin beschreibt die Schauplätze aber so detailliert und liebevoll, dass selbst ein Muffel wie ich, Gefallen an Land und Leute fand. Claudia Winter nimmt ihre Leser also komplett mit und man merkt mit jeder Zeile das Herzblut, das sie in diese Geschichte gesteckt hat. Besonders schön finde ich die Kombination aus herzerwärmender Story und leckeren Köstlichkeiten, zu denen sich die Rezepte am Ende des Buches befinden. Fazit: "Die Wolkenfischerin" ist ein Roman, der über eine gewöhnliche Liebesgeschichte hinaus geht. Es geht außerdem um Familie und ein Gefühl der Zugehörigkeit und auch der Selbstfindung - um Chancen im Leben. Mich konnte Claudia Winter mal wieder mitnehmen und sogar ein bisschen neugierig auf die Bretagne machen. Ein schönes Leseerlebnis ist mit diesem Buch garantiert.

Sei mutig, sei eine Wolkenfischerin!

Von: RoRezepte Datum: 18. December 2017

Sei mutig, sei eine Wolkenfischerin! Die Wolkenfischerin ist keine Claudia, so wie wir sie bisher kannten... Die Wolkenfischerin ist eine Claudia Winter, die mit ihrem persönlichen Herzensprojekt nicht nur ernster, sondern auch reifer und tiefgründiger geworden ist. Die Wolkenfischerin ist kein kitschiger Liebesroman oder gar Chick lit, auf das typische offene Happy End hoffte man beim Lesen trotzdem ;) Im Prolog landen wir in Frankreich im Juli 1998 bei der süßen fünfzehnjährigen Gwenaelle, welche im Klappentext namentlich überhaupt nicht auftauchte und nun mit ihrer Maman Yvonne und Schwester Maelys zu ihrer Tante Valérie reisten. Leider erfahren wir kurz darauf, dass der Besuch tiefgründige Beweggründe hat. "Du hast mir versprochen, dass du eine Wolkenfischerin sein wirst. Meine kleine Wolkenfischerin, auf die ich einmal sehr stolz sein werde." Anschließend lernen wir Claire Durant kennen, welche ihren nächsten Karriereschritt als Chefredakteurin eines neuen Magazins in Aussicht hat. Sie ist taff, weiß, was sie im Leben möchte und wie sie dabei die Menschen für sich gewinnen kann. "[...] man müsse nur herausfinden, was sich ein Mensch am meisten wünscht, um zu wissen, was er als Nächstes tut." Im Folgenden wechselt die Autorin die Zeiten und Blickwinkel zwei, auf den ersten Blick sehr verschiedenen wirkenden, Personen. Aber ob sie wirklich so unterschiedlich sind? Anfangs ist dieser Wechsel gewöhnungsbedürftig, dann aber klar und eindeutig zu trennen, sodass der Leser immer mehr aus der jeweiligen Zeit wissen wollte. Und vor allem, wie alles miteinander zusammenhängt. Aber lest hier am besten selber! :) Claire hinterfragt zunehmend ihre eigentliche Persönlichkeit, lernt über ihren eigenen Schatten zu springen und wächst über sich hinaus. Dabei verarbeitet sie ein tief eingeprägtes Kindheitserlebnis. "Dann wartest du bis deine Zeit kommt, und vertraust darauf, dass es Menschen gibt, die nur das Beste für dich wollen." Das Ende ist realistisch, denn eine Karrierefrau gibt nicht einfach ihre Arbeit auf und wird Hausmütterchen. Es gibt ein Happy End, denn ein Paar findet sich und doch ist noch so vieles offen. Wie geht es weiter? Hat auch Maelys Erfolg? Ich hoffe doch :) "Solange es nur kalte Suppe ist und keine kalten Füße, ist die Welt in bester Ordnung." Die Rezepte zur Die Wolkenfischerin findet ihr hier: www.rorezepte.com https://rorezepte.com/2017/12/18/die-wolkenfischerin-claudia-winter/

Wie ein Kurzurlaub in der Bretagne

Von: Literaturchaos Datum: 18. December 2017

Immer wieder höre ich von Freunden und Bekannten, die ebenso gerne reisen wie ich "Ihr müsst unbedingt einmal in die Bretagne fahren." ...und da wir sowieso Frankreich-Fans sind, haben wir nun auch genau diesen Teil des Landes für unseren nächsten Sommerurlaub eingeplant. Jetzt ist die Sache aber die: Ich war in den letzten Tagen bereits in der Bretagne!    Claudia Winters neuester Roman "Die Wolkenfischerin" spielt zum größten Teil dort und macht meines Erachtens diesen Landstrich zur heimlichen Hauptprotagonistin der Geschichte. Dank der Erzählkunst der Autorin wird der Leser geradezu ins "Schottland Frankreichs" gebeamt, wähnt sich an den Stränden und Steilküsten des schroffen Atlantiks und in den kleinen Fischerörtchen, in denen die Zeit stehengeblieben ist, in denen Traditionen und Dorfklatsch aufrecht erhalten werden.    Wer den ersten bei Goldmann erschienenen Roman der Autorin "Aprikosenküsse" kennt, wird sich hier außerdem über ein Wiedersehen mit der ein wenig exzentrischen Pariserin Claire freuen. Claire, deren Familiengeschichte einen eigenen Roman braucht: "Die Wolkenfischerin".   In zwei Zeitebenen erzählt uns Claudia Winter nun von der 15jährigen Gwenaelle, die im Sommer 1998 mit ihrer Mutter und ihrer gehörlosen Schwester Maelys zur Tante nach Paris kommt, um dort die Ferien zu verbringen. Der Vater, ein Fischer, ist kurz vorher gestorben - grausam ertrunken im Atlantik - und Gwenaelle und der Rest ihrer Familie betäubt von Trauer. Dennoch lernt die bisweilen bockige 15jährige immer mehr die Pariser Lebensart zu schätzen und setzt schlußendlich ihren Dickkopf durch: Sie bleibt in Paris, in der Stadt der Liebe und der schönen Künste, geht dort zur Schule und lauscht in der Uni als Gasthörerin jedem Vortrag über Kunstgeschichte.   Im Berlin der heutigen Zeit treffen wir auf Claire, die den Kunst- und Kulturteil der Zeitschrift Genusto, einem Schlemmermagazin, leitet, und nun kurz vor der Beförderung zur Chefredakteurin eines eigenen Kulturmagazins steht. Claire, die schicke Pariserin mit einem Diplom der Kunsthochschule, sieht sich ganz in ihrem Element und genau dort wo sie immer hinwollte....wenn nur nicht ausgerechnet jetzt ein Hilferuf aus der Heimat kommen würde. Ihre Mutter liegt im Krankenhaus und beordert Claire zwecks Betreuung der hilfebedürftigen Schwester zurück ins heimatliche Moguériec, welches - Ihr ahnt es schon - kein Stadtteil von Paris ist sondern ein verschlafenes kleines Fischerörtchen im Finistère, am Ende der Welt, oder genauer: In der Bretagne.    Denn Claires Leben ist eine einzige Lüge, deren Ausmaße sie nun als Knüppel zwischen die Beine geworfen bekommt: Nicht nur, dass sie auf ihr bereits bestehendes Lügengerüst noch ein neues draufbauen muss, das bei jeder Kleinigkeit droht, einzustürzen, wird sie von ihrer Schwester in Moguériec auch noch äußerst frostig empfangen. Und als dann auch noch ausgerechnet Claires Chef in ihrem Heimatort Urlaub macht, bricht das Chaos, verursacht von Claire, über das kleine Fischerdorf herein.   Claudia Winters Romane sind normalerweise voller Wortwitz und Romantik, dieser hier ist jedoch anders. Leiser und ernster begleiten wir eine Protagonistin, die es im Leben nicht einfach gehabt hat, deren Fröhlichkeit dem Leser den Schwermut, der tief in ihr schlummert, nicht verbergen kann und die ihre Wurzeln verleugnet - obwohl sie sich immer und überall nach ihnen sehnt.   Das Thema "Gehörlosigkeit" wird von der Autorin, die selber mit zwei gehörlosen Elternteilen aufgewachsen ist, thematisiert aber nicht überdosiert. Im Gegenteil! Die taube Maelys ist eine sehr starke Persönlichkeit und längst nicht so hilfebedürftig wie alle denken.    Die Bretagne wird dem Leser in diesem Roman sehr nahe gebracht, Leute, Landschaft und Traditionen so bildlich beschrieben, dass ich mich nun umso mehr auf den Urlaub "am Ende der Welt" freue.    Claudias Romane beinhalten jedoch immer auch kulinarische Genüsse. In den Geschichten wird viel und gerne gegessen und mehr als einmal ist mir das Wasser im Mund zusammengelaufen. Wie üblich gibt es im Anhang einige landestypische Gerichte, so dass der Leser im Anschluss oder während der Lektüre Tarte au citron, Galettes bretonnes, Crème de caramel au beurre salè, Gateau Breton oder Cotriade bretonne kochen bzw. backen bzw. genießen kann.   MEIN FAZIT: Ein Roman, der einem die bretonische Lebensart nahebringt, bisweilen herzzerreißend, manchmal lustig und natürlich gespickt von Romantik. Von mir gibt es hierfür 4/5 STERNE

J'aime la france

Von: Gisela Simak Datum: 18. December 2017

J'aime la france Zum Inhalt 1998 Nachdem Gwenaelles Vater Armel Durant gestorben ist, besucht sie mit ihrer Mutter und Schwester Maelys Tante Valérie in Paris. Yvonne Durant hat allen Lebensmut verloren. Verkraftet die Mitleidsbekundungen nicht mehr. In der kleinen Dachwohnung Valéries versucht sie Abstand zu gewinnen. Valérie scheint auf den ersten Blick eine oberflächliche Person zu sein, die ihr Leben von der leichten Seite nimmt. Gwenaelles Schwester Maelys drückt ihre Gefühle in gemalten Bildern aus. Schon bald wird klar, dass Yvonne vor ihrer Trauer nicht davonlaufen kann. Gwenaelle jedoch genießt das Pariser Leben, mit all seinen Facetten. Sie erhält von ihrer Mutter die Erlaubnis, die restlichen Ferien alleine bei ihrer Tante zu verbringen. Maelys ist sehr traurig darüber. Gwenaelle tröstet sie damit, dass sie sich bald wieder sehen. 2017 Claire ist eine Frau, die die Kariereleiter in einem Berliner Verlag hochgeklettert ist. Jedoch weiß niemand, dass ihr Leben auf einer Lüge basiert. Weder ist sie eine Pariserin- noch hat sie Kunst studiert. Da erkrankt ihre Mutter und sie muss nach Frankreich in die Bretagne. Jemand muss sich um die gehörlose Schwester kümmern. Das passiert zu einem Zeitpunkt, in dem Claire einen tollen Job von ihrem Chef angeboten bekommt. Meine Meinung Ich war in Paris. Endlich! Da wollte ich schon lange mal hin. Bei welchen Reisebüro ich gebucht habe? Bei keinem. Ich habe das Buch "Die Wolkenfischerin" gelesen. Ich durfte einen Blick in die Kunstszene werfen. Hab Pariser Stadtluft inhaliert und in einem urigen Café Croissants in Café Olé getunkt. Ich war auch in Berlin und in der Bretagne. Claire Durant ist eine warmherzige Frau, die ein Lügennetz gesponnen hat. Sie arbeitet in Berlin für das Gourmet Magazin Genusto. Ihr Chef Sebastian Hellwig weiß ihre Leistungen zu schätzen. Bietet ihr einen tollen Job an. Sie soll ein Kunstmagazin leiten. Dafür muss sie nach Paris zu einer Bilderausstellung. Das sollte eigentlich kein Problem sein, wenn sie nicht just zum gleichen Zeitpunkt aus einer Klinik in der Bretagne einen Anruf erhalten würde. Ihre Mutter liegt im Krankenhaus. Die alte Dame ist gestürzt und muss noch länger in der Klinik bleiben. Doch, wer kümmert sich dann um die gehörlose Schwester? Ich sag Euch, ab da wird es turbulent. Es reicht ja noch nicht, dass Claire viel Stress hat um in der Bretagne für ihre Mutter und Schwester da zu sein und in Paris bei der Bilderausstellung zu agieren. Nein, der liebenswürdige Chef erscheint an ihrem wirklichen Geburtsort in der Bretagne. Jeder braucht mal ein bisschen Urlaub. Claire findet für die die Ausstellung in Paris eine Lösung. Eine Lösung, die meine Lachmuskeln arg strapaziert hat. Was sie alles unternommen hat, um ihren Chef in der Bretagne nicht zu begegnen, ist Wahnsinn pur. Nein, nicht für uns! Für den Chef Sebastian! So eine Dorfgemeinschaft hält zusammen .... aber nicht dicht. So kann ein Urlaub schon mal in einen Abenteuerurlaub ausarten, bei dem man sich für Dinge entschuldigt, die man gar nicht verbrochen hat. In dieser Geschichte wird Trauer mit einer warmherzigen und humorvollen Handlung verwoben. Die Settings vermitteln ein genaues Bild der verschiedenen Orte. Sei es der Berliner Altbau in dem Claire wohnt, oder die Pariser Dachwohnung von Valérie. Das Haus in der Bretagne löst Fernweh aus. Man möchte an den Atlantik und lange Strandspaziergänge machen. Mal spielt sich die Geschichte 1998 in Paris- dann wieder 2017 in Berlin und der Bretagne ab. Das Werben um einen Bräutigam in Moguériec erfordert etwas Backkunst. Einen Butterkuchen für die große Liebe. Ist das nicht romantisch und äußerst lecker? Die französischen Worte bringen einem Frankreich ein ganzes Stück näher. Oh mon dieu! Frankreich ist wunderschön. Das Thema Gehörlosigkeit bringt einem den Alltag betroffener Menschen ein kleines bisschen näher. Mein Fazit Diese Geschichte besticht durch liebenswerte Charaktere. Die Umgebungsbeschreibungen laden zum Träumen ein. Geheimnisse und Lügen verpassen dem Ganzen Spannung. Französische Begriffe hauchen Pariser Flair ein. Leckere Rezepte runden die Geschichte ab. Und dann noch dieses Kribbeln im Bauch .... Lust auf Paris? Sehnsucht nach der Bretagne? Dann werdet doch ganz einfach eine Wolkenfischerin. Ihr werdet mit Sicherheit einen tollen Fang machen. Dafür sorgt die Autorin, mit ihrem unnachahmlich humorvollen Schreibstil. Danke Claudia Winter. Merci Claudia.