Núria Pradas

Die Kleidermacherin

Die Kleidermacherin Blick ins Buch

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Barcelona, 1917. Die hübsche Laia tritt eine Anstellung als Verkäuferin im Textilgeschäft Santa Eulalia an, in dem ihre Mutter als Näherin arbeitet. Laia ist von den luxuriösen Stoffen und schönen Kleidern fasziniert – und von der eleganten Roser. Diese will aus dem traditionsreichen Unternehmen ihrer Familie das erste moderne Modehaus Spaniens machen. Allen sozialen Gegensätzen zum Trotz freundet Laia sich mit der privilegierten Roser an. Doch dann tritt der charismatische Ferrán in ihr Leben – eine Begegnung, die das Leben beider Frauen für immer verändert …

Ein tolles Buch, aber nicht komplett überzeugend.

Von: Valarauco Datum: 16. November 2017

Für mich war das Cover definitiv ein Hingucker! Es passt wunderbar zum Buch und noch immer finde ich es wirklich sehr schön. Neben der Gestaltung bringt es die Szene und die damit verbunden Gefühle auf eine ganz besondere die Stimmung. Obwohl ich selbst kein besonderes Modemäuschen bin, finde ich trotzdem Bücher zu dem Thema (vor allem in Verbindung mit Geschichte) immer sehr spannend. Sie bieten oft einen Einblick in eine Welt, die mir sonst verborgen bleibt. In Santa Eulalia verbirgt sich eine ganz andere Welt. Diese Welt entdecken wir zusammen mit einer Vielzahl an Charakteren. Neben Laia, einer Schneiderstochter, die dort in die Fußstapfen ihrer Mutter tritt und unglaublich erfolgreich wird, wenn auch als Verkäuferin und später Leiterin der Damenabteilung, gibt es noch Roser und ihren Bruder, dem Santa Eulalia gehört. Ihm liegen seine Angestellten sehr am Herzen und das wird ihn später auch noch einmal Retten. Zu Beginn muss er jedoch völlig unerwartet das Geschäft übernehmen, als sein Vater stirbt. Als dann Ferrán auftaucht und sowohl Roser, als auch Laia den Kopf verdreht, kann das Chaos beginnen. In dem Buch soll es um Freundschaften gehen, die tiefe Verbundenheit von Menschen, die unglaublich viel durchgemacht haben. Auf knapp vierhundert Seiten nimmt uns die Autorin auf eine Zeitreise von 20 Jahren mit. Das ist nicht nur eine unglaubliche Zeitspanne, sonder es gibt auch noch unglaublich viele Figuren, die sich in diesem Buch tummeln. Manche werden nur kurz eingeführt und spielen bereits nach wenigen Kapiteln keine Rolle mehr. Genau das ist es auch, was dem Buch ein wenig das Genick bricht. Durch die viel wechselnden Figuren die man begleitet, kommt zwar die Verzweiflung und Freude ganz gut bei mir als Leserin an, aber eine wirkliche Verbindung kann ich zu den Charakteren nicht aufbauen. Sie tauchen stellenweise zu plötzlich auf und verschwinden genau so schnell wieder und dann scheint die Autorin sie auch völlig vergessen zu haben. Da Laia sowieso schon ein schwieriger Charakter ist, zu dem man nicht leicht eine Beziehung aufbaut, ist es noch schwieriger einen Weg in diese Geschichte zu finden. Auch sind die äußeren Umstände manchmal nur grobumrissen, dabei spielt das Buch in einer wirklich gefährlichen und spannenden Zeit Spaniens. Katalonien will sich Lösen und landet schließlich unter der Diktatur Francos. Der erste Weltkrieg ist einigermaßen gut Überstanden, dann wird das Land in diesen Bürgerkrieg gestürtzt, direkt gefolgt vom zweiten Weltkrieg. Die Autorin hätte dem Buch eine so weitreichende Tiefe verliehen können. Ich würde nicht behaupten, dass es völlig verschwendete Zeit ist, aber etwas Schade finde ich es schon. Der Schreibstil lässt sich eigentlich recht schnell lesen, die Kapitel sind kurz und teilen sich nicht immer komplett zwischen den Charakteren auf. Manchmal springt die Autorin etwas wilkürlich zwischen den Figuren hin und her. Dazu kommt noch, dass sie diese kaum wirklich einführt und man nur sehr wenig über die meisten weis. So konnte ich auch um die wenigsten Figuren trauern. Meine Erwartungen an dieses Buch waren vielleicht etwas hoch, doch das Thema hat mich einfach so angelacht. Da ich ein großer Fan der Serie "The Paradise" bin, in der es ebenfalls um ein großes (englisches) Kaufhaus geht, musste ich dieses Buch lesen und hatte dem entsprechend etwas höhere Erwartungen. Diese konnte die Autorin leider nicht ganz erfüllen. Ich bin ziemlich zwiegespalten, wenn ich über das Buch nachdenke. Einerseits hat es mir schon gefallen, aber andererseits gibt es eben auch vieles was mich nicht überzeugen konnte. Von mir bekommt dieses Buch daher drei Monster von fünf möglichen. Mit der goldenen Mitte kann ich euch nur bedingt eine Leseempfehlung aussprechen. Das Buch ist nicht unbedingt so, wie man es erwartet.

Die Geschichte eines Modehauses in Barcelona

Von: friederickes bücherblog Datum: 30. May 2017

Das Cover: Das Cover mit der eleganten Frau, gekleidet im Stil des frühen 20. Jahrhunderts, sowie mit Barcelona im Hintergrund ist stimmig und lädt dazu ein, das Buch lesen zu wollen. Der dazu passende Klappentext macht neugierig auf die Erzählung. Meine Meinung: Beim Einstieg in das Buch lag der Schwerpunkt zunächst auf der Familie des Modehauses, dann wurde es allerdings etwas sprunghaft, auch in den Zeiten, um in der Folge den Fokus auf Laia zu legen. Mit der Unterstützung ihrer Mutter, die als Näherin im Modehaus arbeitet, beginnt sie eine Lehre im Unternehmen. Anfänglich fehlt ihr der Ehrgeiz, dann stirbt plötzlich die Mutter, und die junge Frau entwickelt sich zwangsläufig zu einer starken Persönlichkeit. Im Laufe der Erzählung werden viele neue Protagonisten eingebunden, die alle mit dem Modehaus zu tun haben. Zusammen mit der Zeitgeschichte und den politischen Konflikten in Katalonien lässt die Autorin den Leser auf verschiedene Bevölkerungsschichten und die Geschichte des Modehauses blicken. Der Schreibstil ist teilweise anspruchsvoll, da er durch die Zeitensprünge den Lesefluss an manchen Stellen unterbricht, was aber durch Aufmerksamkeit sehr gut zu kompensieren ist. Im ersten Drittel des Buches war die Lektüre für mich auch ein bisschen zäh, weil ich zu viel Abstand zu den Figuren hatte und eher auf sie draufblickte. Das änderte sich aber etwa in der Mitte der Geschichte, als man einigen Protagonisten nah sein und mit ihnen fühlen durfte. Die politischen Unruhen und der Bürgerkrieg in Verbindung mit der Geschichte des Modehauses zeigten die Umstände und Schicksale verschiedener Schichten auf, wobei Laias Schicksal zunehmend spannender und berührender wurde. Schon alleine deshalb hat es sich gelohnt, dranzubleiben und das Buch zu lesen. Einzig die sehr breit und ausführlich angelegte Darstellung des Bürgerkrieges hätte ich mir etwas zurückhaltender gewünscht. Aber das ist meine subjektive Meinung. Hervorragend fand ich die Einbindung der Geschichte in die Entwicklung des Modehauses und der Mode an sich in dieser Zeit. Deshalb erhält das Buch von mir eine Leseempfehlung.

Wunderschöne Geschichte für Modeinteressierte und Hobbyschneiderinnen

Von: Wombine Datum: 13. October 2018

Wunderschöne Geschichte für Modeinteressierte und Hobbyschneiderinnen in Barcelona... Mich hat die Geschichte so fasziniert, daß ich anschließend in Barcelona alles abgeklappert habe, die Geschäfte gibt es noch, und Barcelona ist auch ein Eldorado der spanischen Modewelt und Tuchmacher. Klar, daß ich da als Hobbyschneiderin auch Stoffe kaufen musste...

Leider nicht ganz überzeugend

Von: Wolfhound Datum: 24. March 2018

Ich finde es schwierig, dieses Buch zu bewerten, da ich so meine Probleme damit hatte. Zu Beginn hatte man noch Datumsangaben bei jedem Kapitel dabei, das aber im Verlauf des Buches irgendwann einfach weggelassen wurde. Eigentlich ist sowas für mich kein Problem, wenn ich denn mal weiß, in welcher Zeitebene der Roman spielt. Hier wird man aber vor eine besondere Herausforderung gestellt, da nicht nur von Kapitel zu Kapitel in Zeit und Ort gesprungen wurde, sondern auch innerhalb eines Kapitels, manchmal auch auf einer Seite. Auch finde ich den Klappentext etwas irreführend. Ich dachte, die Familie Molins mit ihrem Modehaus, besonders Roser, und Laia stehen im Mittelpunkt. Aber eigentlich geht es um das Leben von Laia und Roser spielt nur zu Beginn eine größere Rolle und wird im Verlauf immer mehr zu einem Nebencharakter. Auch hat Roser eigentlich so gar nichts mit dem Erfolg von Santa Eulalia zu tun... Leider hat mir keiner der Charaktere so richtig gut gefallen, keiner war mir wirklich sympathisch und unsere Protagonistin Laia habe ich zwischendurch für ihre Handlungsweisen auch ein bisschen gehasst. Die Story plätscherte eine ganze Weile so dahin. In diesem ersten Drittel erfährt man viel über die Arbeit und Organisation eines Modehauses, was auch wirklich interessant war, aber dann wurde die Geschichte sehr von den Problemen Laias überlagert und das zweite Drittel war sehr zäh zu lesen. Das letzte Drittel wird dann nur noch vom spanischen Bürgerkrieg beherrscht, was historisch sehr interessant ist, aber die Geschichte des Modehauses sehr in den Hintergrund rücken lässt. Die Autorin hat es leider nicht geschafft, dieses interessante Thema mit viel Potential gut umzusetzen, sodass man richtig Spaß am Lesen hat. Die Geschichte wird sehr trocken und distanziert erzählt, sodass man weder Sympathien noch Bindung zu den Charakteren aufbauen kann. Auch ist der Spannungsaufbau nicht sehr glücklich. Ich glaube nich nicht mal, dass es am Schreibstil liegt, denn eigentlich ist das Buch gut geschrieben, aber dennoch fehlt einfach das gewisse Etwas, das es benötigt, um mich an ein Buch zu fesseln. Fazit: Ein eigendlich gutes, solides Buch, das aber sehr viel Potential hat liegen lassen. ❤❤❤ von mir!

Die Kleidermacherin und die Welt der Mode

Von: Bookpoint Datum: 23. August 2017

Das wunderschöne, schlicht gehaltene, aber trotzdem stilvolle Cover hat mich schon einige Wochen vorher immer wieder in seinen Bann gezogen. Auch die Inhaltsangabe klang sehr vielversprechend, sodass ich mich umso mehr gefreut habe, als ich dieses tolle Leseexemplar bekam. Mittelpunkt der Geschichte ist das Modehaus Santa Eulalia zur Zeit des Spanischen Bürgerkrieges in Barcelona. Eingebettet in den historischen Kontext spielen auch alle Personen eine Rolle, die – bewusst oder unbewusst – in Zusammenhang mit dem Modehaus stehen. Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle, dass die Autorin eine tolle Recherchearbeit geleistet hat und der Leser sehr viel über das Leben in Spanien während der 30er Jahre erfährt. Ich muss zugeben, dass ich von diesem Roman mehr erwartet habe. Der Schreibstil ist sehr klar und sachlich. Leider muss ich aber sagen, dass dadurch bei mir keine großen Emotionen entstehen konnten. Nicht nur die Charaktere ändern häufig, sondern auch die Zeiten. Durch diesen häufigen Wechsel bleiben die Charaktere sehr blass und oberflächlich. Leider habe ich von Anfang an nicht wirklich in die Geschichte reinfinden können. Vielleicht bin ich aber auch mit falschen Vorstellungen an das Buch herangegangen. Fazit: Ein tolles Thema, gut recherchiert, aber leider konnte dieses Buch mich nicht zu 100% überzeugen.

[Rezension] „Die Kleidermacherin“

Von: Ninespo Datum: 30. March 2017

„Die Kleidermacherin“ in drei Worten? Berührend, historisch, wechselhaft. Cover & Gestaltung von „Die Kleidermacherin“? Ich bin ja eine kleine Coverästhetikerin. Schöne Cover erfreuen mein Herz. Vor allem Cover im Stil von „Die Kleidermacherin“: Klar, hell und freundlich, stilvoll, aufgeräumt und einladend. Die Farben des Covers passen super zueinander, die Frau und der Titel stechen deutlich hervor. Alles in allem ein sehr gelungenes Cover. Der kleine Aufkleber, auf dem ein Kurzzitat meiner aktuell liebsten Autorin in Punkto Familiensaga zu lesen ist, verleitete mich endgültig dazu, das Buch haben zu wollen. Worum geht es in „Die Kleidermacherin“? „Die Kleidermacherin“ passt thematisch recht gut zu den Werken von Anne Jacobs, die mit ihrer Tuchvilla-Saga mein Leserherz für sich gewinnen konnte. Allerdings dreht es sich hier weniger um die Geschicke einer Familie als die eines Modehauses, das in den Wirren des Bürgerkriegs in Barcelona sein Fortbestehen sichern muss. In enger Verbindung werden die Schicksale und Geschichten der Menschen erzählt, die mit Santa Eulalia zusammenhängen. Der Schreibstil von Núria Pradas? Núria Pradas erzählt lebhaft, bildlich und dialogreich die Schicksale diverser fiktiver Figuren, die sie gekonnt um historische Ereignisse gesponnen hat. Die Autorin wird zur Texterin im Wortsinne: Nicht nur, dass sie ein enges Textgewebe aus Wörtern erstellt, sie erweist sich als Meisterin darin, Fiktionales und Historisches spannend und fesselnd zusammenzubringen. Dabei ist der Schreibstil flüssig und leicht zu lesen. Man erhält geschichtliche Informationen, ohne darüber zu stolpern. Ein rundum gelungenes Werk. Das Figurenpersonal in „Die Kleidermacherin“? Ich muss zugeben, dass ich über das Figurenpersonal nicht allzu viel im Detail schreiben kann. Zu groß ist das Figurenpersonal, das Núria Pradas in ihrem Roman entwirft. Alle Figuren wirken greifbar und echt, sie haben durchaus Ecken und Kanten. Bei manchen war ich begeistert, andere konnte ich hingegen nicht in mein Herz schließen. Doch das ist nicht schlimm, denn die Vielfalt al Figuren und Perspektiven bereichert die Geschichte. Man erhält einen Rundumblick der Geschichte von Santa Eulalia, das Schicksal der Menschen zur Zeit des Bürgerkrieges in Barcelona und hat mit einigen wiederkehrenden Figuren einen sicheren Hafen. Die Perspektivwechsel und Eindrücke sind bunt wechselhaft wie das Leben selbst. Daher verzeiht es mir, wenn ich an dieser Stelle nicht auf Charakterentwicklung und -eigenschaften der Protagonisten eingehen kann – dafür ist das Figurenpersonal schlicht und ergreifend zu groß, die Perspektivwechsel zu ausgewogen, um einige wenige Protagonisten auszumachen. Positives zu „Die Kleidermacherin“? Mir hat „Die Kleidermacherin“ mit ihren vielen Perspektiven, der historischen Zeitgeschichte, dem perfekten Verweben von Fiktionalem und Historischen und der Flair der Epoche sehr gut gefallen. Das Buch bietet einem aufgeschlossenen Leser tiefe Einblicke in eine turbulente Zeit, ist abwechslungsreich und spannend, da es viele Perspektiven auf eine zentrale Konstante, in diesem Fall das Modehaus, vereint. Als besonders gelungen empfinde ich die Darstellung der Atmosphäre um 1900: Alles ist in Begriff, sich zu verändern. Die Moderne kommt und reißt althergebrachte Traditionen mit sich. Krieg und Hoffnung wechseln sich ab. Alles in allem wurde diese wechselhafte Zeit und Stimmung im Roman sehr gut eingefangen. Kritik an „Die Kleidermacherin“? Ein wenig hat mir eine eindeutige Bezugsperson dann stellenweise doch ein wenig gefehlt, vor allem in Bezug auf den Titel des Werks. Es ist ja die Rede von einer Kleidermacherin, allerdings wurde mir im Verlauf des Romans nicht klar, welche der vielen tollen Frauenfiguren damit anzitiert wurde. Zumal es im Endeffekt ein Mann ist, der Entwürfe für das Modehaus anfertigt. Dass Titel und Roman somit nicht ganz übereinkommen, finde ich sehr schade. Empfehlung zu „Die Kleidermacherin“? Ich kann das Buch offenen Lesern empfehlen, die Geschichten mit Perspektivwechseln und einem großen Figurenpersonal schätzen. Zudem sollte man eine gewisse Freude am Modethema und der Zeit um 1917 mitbringen, da man ansonsten von den thematischen Strömungen des frühen 20. Jahrhunderts gelangweilt sein könnte. Ich danke dem Penguin Verlag und dem Randomhouse Bloggerportal herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von „Die Kleidermacherin“.

Einblicke in ein Zeitalter, als Mode so wunderbar war.

Von: Eva Fl. Datum: 26. January 2017

Barcelona, 1917. Die junge Laia fängt eine Ausbildung in Santa Eulalia an, einem Textilgeschäft in Barcelona. Dabei lernt sie durch Zufall Roser kennen, die Tochter des Inhabers. Zwischen den beiden entsteht eine Freundschaft, die jedoch durch den charismatischen Ferrán die Frauen auf eine harte Probe stellt. Indes soll das traditionsreiche Unternehmen zum ersten modernen Modehaus Spaniens gemacht werden. Über die Geschichte des Santa Eulalia kann man hier einiges nachlesen: http://www.santaeulalia.com/eu/inside-santa-eulalia/historia-en/ Ich hatte nun schon einige Zeit lang keinen historischen Roman mehr gelesen, umso mehr war ich gespannt auf „Die Kleidermacherin“, was ja die Verbindung von historischem Roman mit Mode sein sollte. Zu Beginn habe ich ein bißchen gebraucht bis ich ins Buch kam, was aber nur zwanzig Seiten gebraucht hat. Vom Schreibstil her gefällt mir das Buch gut, es lässt sich angenehm lesen, man merkt dass es sprachlich durchaus Anspruch hat, was mir gut gefällt. Dennoch ist es nicht schwer zu verstehen. Es kommen immer mal wieder ein paar Fachbegriffe aus dem Textilgeschäft vor, das finde ich aber nur plausibel, da es ja dabei um ein Textilgeschäft geht. Entsprechend kann man sich hier sonst ggf. auch noch ein bißchen schlau machen – da ich aber selbst gelegentlich mit Näharbeiten zu tun habe, war es für mich absolut in Ordnung. Die Geschichte, die manchmal spontan zu verschiedenen Jahren wechselte, hat mir an und für sich gut gefallen. Es steckt ja doch der ein oder andere Funke Wahrheit dahinter, wohl nicht unbedingt von den Namen her, aber wohl von der Zeitspanne etc. her. (Link unbedingt ansehen, auf dem man etwas über die Geschichte des Santa Eulalia lesen kann!) Da ich selbst schon in Barcelona war, war es für mich von den Straßennamen her jetzt nicht neues, wie diese benannt sind, ich konnte auch durchaus etwas mit manchen Beschreibungen anfangen, hatte die Stadt quasi vor Augen beim Lesen. Das mag einem Leser, der vielleicht noch nicht dort war, gegebenenfalls schwer fallen. Da hätte ich eine kleine Karte im Klappumschlag gut gefunden – vielleicht einfach für eine kleine Orientierung. Was man hier aber findet, was mir auch gut gefällt, sind alte Fotografien von Damen, die die neue Mode zeigen. Das Cover finde ich übrigens schön gestaltet – in goldenen, „eingestanzten“ Lettern steht da der Buchtitel, unterhalb eine junge, modische gekleidete Dame der damaligen Zeit, samt einer Palme und dem Anblick des alten Barcelona. Ich habe das Buch wohl sehr intensiv in der Hand gehabt – die goldenen Buchstaben verblassen an manchen Stellen ein wenig… Einzig ein wenig gestört hat mich – auch wenn es historisch eben so war – die Einbindung der spanisch-katalanischen Geschichte, das war mir ein bißchen zu viel, aber das war eben auch meine persönliche Empfindung. Mir war bewusst, dass es da auch früher schon „Probleme“ gegeben hat, die Spanien bzw. Katalanien betreffen, aber so genau wollte ich da manches nicht wissen, aber gut. Es gehört eben auch zur Geschichte dazu. Wer eine schöne, interessante Familiengeschichte lesen mag, die einen wahren historischen Kern hat, in der Mode auch noch eine Rolle spielt, dem kann ich dieses Buch absolut empfehlen. Ich vergebe hier 4 von 5 Sternen.

Haute Couture in Barcelona

Von: Martinas Buchwelten Datum: 18. January 2017

Es fällt mir nicht ganz leicht zu diesem Roman eine Rezension zu schreiben bzw. weiß ich nicht wirklich, wo ich eigentlich anfangen soll ;) Vom Klappentext her ist schon Einiges gesagt und doch ist diese Geschichte sehr dicht und komplex. Das beginnt mit der Menge an Figuren und endet mit dem starken politischen Einschlag, vorallem im letzten Drittel. Obwohl ich dachte, dass die Eigentümerfamilie des Modehauses Santa Eulalia im Vordergrund steht, ist es eher die junge und lebenslustige Laia, die in die Fußstapfen ihrer Mutter tritt und ebenfalls in Santa Eulalia zu arbeiten beginnt. Doch im Gegenteil zu ihrer Mutter, die als Näherin arbeitet und der Abteilung vorsteht, fehlt es Laia an Ehrgeiz. Viel lieber lebt sie von Wochenende zu Wochenende und träumt von jungen Männern. Bis sie den charismatischen Férran begegnet, der sich allerdings mit der Tochter des Hauses verlobt. Als ihre Mutter überraschend stirbt und sie Geld zum Überleben benötigt, steht sie vor einem Wendepunkt in ihrem Leben. Sie arbeitet sich hoch und wird für das Modehaus unverzichtbar.... Laia ist eine sehr starke Frau. Sie war mir nicht wirklich sympathisch, aber was ihr im Laufe der Geschichte alles passiert und wie grausam das Leben sein kann, erfährt sie aus erster Hand. Die anfängliche Freundschaft mit Roser Molins, der Tochter des Besitzers des Modehauses zerbricht, als beide Frauen denselben Mann verfallen. Dieser hat weitreichende Zukunftspläne, doch sein unsteter Charakter und jede Menge Frauengeschichten, kommen ihm immer wieder in die Quere. Als Leser wirft man einen Blick hinter die Kulissen des Modeshauses und bekommt Einblicke in die damalige Zeit. Die erste Modeschau in Spanien oder der Entwurf einer Kollektion bringen interessante Kenntisse in die Haute Couture. Gerade in den 1920iger wandelt sich die Damenmode frappant. In der Geschichte tummeln sich viele Figuren, die fast alle in einer Beziehung zum Modehaus stehen: die Eigentümerfamilie Molins, die Angestellten und diverse Freunde und Bekannte. Man begleitet einige Charaktere auf einen kurzen Teil ihres Lebensweges, manche für längere Zeit. Leider konnte ich zu keinen der Figuren eine Beziehung aufbauen bzw. blieben diese etwas distanziert. Obwohl mir Laia nicht wirklich sympathisch war, war sie die Einzige, deren Schicksal mich mitgenommen hat und die sehr lebendig beschrieben wurde. Es gibt auch viele ruckartige Zeitsprünge mitten im Kapitel oder auf einer Seite, was den Lesefluss etwas erschwerte. So fand ich besonders den Mittelteil ziemlich zäh und kam nicht gut voran. Durch die politischen Unruhen und den Ausbruch des Spanischen Bürgerkrieges stieg die Spannung, denn auch das Traditionshaus, dessen Familie und Mitarbeiter werden von den ereignisreichen Entwicklungen im Baskenland nicht verschont. Wir begleiten viele einzelne Schicksale und doch ist es wieder Laia's, das am meisten berührt. Das melodramatische letzte Drittel belohnt den Leser für sein Durchhaltevermögen an der Geschichte... Schreibstil: Zu Beginn stehen über den einzelnen Kapiteln noch Monat und Jahreszahl, die später nicht mehr aufscheinen. So verliert man durch die ruckartigen Zeitsprünge mitten in der Geschichte leicht den Überblick. Jedoch ist es der Autorin sehr gut gelungen die historisch belegten Ereignisse mit ihrer fiktiven und melodramtischen Geschichte zu vereinen. Obwohl es manchmal schwer fällt weiterzulesen, zahlt es sich letztendlich aus. Fazit: Ein Roman, bei dem man dranbleiben sollte. In der Mitte etwas zäh und mit vielen Figuren, entwickelt er sich zum Ende hin positiv. Die politischen Ereignisse rund um den Spanischen Bürgerkrieg sind perfekt mit der fiktiven Geschichte verwoben.

Gute Familiengeschichte um ein Modehaus in Barcelona

Von: Frauenpanorama Datum: 30. December 2016

Mein Eindruck: Hier wird eine Familiengeschichte rund um das Traditionshaus Santa Eulalia auf eine melancholische Weise erzählt. Mir hat besonders die Melancolie gut gefallen, denn sie spiegelt die Stimmung jener Zeit in Barcelona wieder. Der Anfang ist ein wenig schwerfällig, doch das dranbleiben lohnt sich. Schwierig wird es Anfang durch die verschiedenen Zeitsprünge. Das fordert Konzentration. Für den geübten Leser kein Problem, aber das Erleben der Figuren leidet darunter. Man entfernt sich von ihnen, statt ihnen näherzukommen. Dennoch hat sich es sich gelohnt, das Buch zu lesen. Man erfährt viel über die politische Lage und die unter unterschiedlichen Schichten der Gesellschaft in dieser Epoche. Der Roman zeichnet das Leben der Menschen rundum das Textilhaus Santa Eulalia in Barcelona.

Zäher Beginn

Von: ThePassionOfBooks Datum: 30. December 2016

Der Roman beginnt leider recht zäh und ich musste mich zu Beginn regelrecht durchbeißen, manchmal hätte ich das Buch am liebsten zur Seite gelegt. Die Charaktere wirken zunächst unnahbar und man fühlt sich wie ein unbeteiligter Zuschauer, der nur zufällig das Geschehen beobachtet. Erst im letzten Drittel als die Spannung langsam in einem Höhepunkt gipfelt konnte ich mich in die Figuren hineinversetzen und mit ihnen erleben. Im Verlauf der Geschichte begegnet man vielen verschiedenen Schichten der Gesellschaft und deren Leben wird gut beleuchtet. Auch war es für mich sehr interessant einmal hinter die Kulissen eines so beeindruckendes Modehauses blicken zu können. Die einzelnen Abläufe, der Alltag der Angestellten und vieles mehr, werden ausführlich geschildert und liefern einen tollen Einblick in die damalige Zeit. Ich konnte die vielen wertvollen Stoffe sowie die erlesenen Schmuckstücke genau vor mir sehen und wäre am liebsten selbst einmal Kundin in einem solchen Modehaus gewesen. Laia ist für mich keine ganz einfache Hauptfigur. Sie wirkt gerade zu Beginn unnahbar und hat ihre Gefühle tief in sich vergraben. Ihr Leben ist alles andere als leicht und kaum hat sie einen Schicksalsschlag überwunden, so ereilt sie der nächste. Bis zur ersten Hälfte des Buches hat die Autorin leider einige Zeitsprünge eingebaut, die es mir teilweise stark erschwert haben dem Geschehen folgen zu können. Man fühlte sich hin und her gerissen und das hat meinen Lesefluss leider mehrfach gestört. Insgesamt lässt sich jedoch sagen, dass das Buch sich lohnt auch wenn die ersten Kapitel recht langatmig zu lesen sind.

Die Kleidermacherin

Von: Erdhaftig schmökert Datum: 22. December 2016

Der Anfang ist schwerfällig und läuft mit ruckartigen Zeitsprüngen an. Die Geschichte spielt zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts und zeigt Schicksale und Perspektiven aus verschiedenen Schichten der Bevölkerung. Dazu wechseln die Perspektiven, unterschiedliche Ereignisse der verschiedenen Akteure reißen aus dem eh nicht flüssigen Leserhythmus raus. In der Mitte des Buches ändert sich dies komplett. Es lohnt sich weiter zu lesen, denn ab dann ändert sich alles: Man kann sich in die handelnden Personen hineinversetzen, historisch verbriefte Ereignisse und deren politische Auswirkungen werden gut in die Geschichte eingebunden und so detailliert in Kürze erklärt, dass es dem Roman gut tut. Auch die Mode änderte sich seit dem letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts beinahezu rasant. Die Informationen dazu werden nach und nach eingeflochten und sind teilweise hochinteressant.

Eine Geschichte mit Tiefgang

Von: TemptationLady Datum: 15. December 2016

Laia Calvet ist eine junge hübsche Frau, die in dem Textilgeschäft Santa Eulalia eine Anstellung findet. Sie beginnt in dem Geschäft ihre Ausbildung, in der ihre Mutter als Näherin arbeitet. Doch Laia legt nicht so viel Engagement an den Tag, wie ihre Mutter sich das wünschen würde. Viel mehr hat Laia ihr eigenes Leben und ihre Freizeit an den Sonntagen im Kopf. Erst als ihre Mutter von jetzt auf gleich aus dem Leben gerissen wird, nimmt Laia sich zusammen und erkämpft sich eine hohe Position in dem Modehaus. Mit den Jahren arbeitet sie sich immer höher, doch es gibt auch Neider, die ihr den Erfolg nicht gönnen. Was kaum einer weiß, sie hat einen Sohn. Doch Laia kümmert sich wenig um ihn. Ist sie nach der Sache mit dem Vater des Jungen überhaupt dazu fähig, zu lieben? Als dann der 2. Weltkrieg ausbricht, verliert Laia alles, was sie hat. Sie verliert ihren Sohn, ihren besten Freund. Nur mit Mühe und mit Hilfe von Andreu Molins, dem Geschäftsführer von Santa Eulalia, kämpft sie sich wieder zurück ins Leben. Doch hat sie es verlernt, zu lächeln. Ein Roman, der sehr langatmig startet. Einige Male war ich kurz davor, den Roman beiseite zu legen. Doch ich habe durchgehalten. Viele Male dachte ich, wann kommt denn endlich der Höhepunkt? Wann tritt endlich Spannung auf? Doch wenn man diesen Roman liest und mehr darüber nachdenkt, was die eigentliche Message ist, findet man ihn gar nicht mehr so schlecht. Zumindest ging es mir so. Ich fand ihn eigentlich total zäh. Doch so Mitte des Buches habe ich ein wenig mehr über die Personen nachgedacht und festgestellt, das diese Frau, Laia Calvet, es nicht leicht hatte in ihrem Leben. Sehr früh hat sie ihren Vater verloren, dann ihre Mutter. Sie hat sich hoch gearbeitet, war sehr hoch angesehen in er Firma, in der sie gearbeitet hat und auch unter den Kundinnen war sie beliebt. Doch dann bricht der 2. Weltkrieg aus und erneut wird ihr der Boden unter den Füßen weggezogen. Und kaum hat sie sich einigermaßen davon erholt, ereilt der nächste Schicksalsschlag die arme Frau. Erst durch ihre Trauer wirkt Laia menschlich auf mich. Vorher war sie unnahbar, hat kaum Gefühle zugelassen, aus Angst, verletzt zu werden. Ihre Gefühle kapselt sie tief in ihrem Inneren ein, und nur ein Mann dringt dahin vor, das begreift sie aber erst sehr spät. Wäre dieser holperige Anfang nicht gewesen, und dann diese vielen Zeitsprünge, so wäre das Buch sicherlich flüssiger zu lesen gewesen. Die Zeitsprünge haben es echt schwierig gemacht, der Autorin zu folgen. Sehr schade, wie ich finde. Mein Fazit: Weniger Zeitsprünge und es wäre toll zu lesen gewesen, so war es manchesmal echt einfach nur anstrengend. 4 Sterne für "Die Kleidermacherin".

ein etwas schwerfälliger Beginn, bei dem sich das "Dranbleiben" lohnt, denn die Infos und die Geschichte sind wirklich lesenswert

Von: Gudrun Datum: 03. December 2016

Der Schreibstil vermittelt eine gewisse Melancholie, die den Inhalt gekonnt in Szene setzt. Diese Familiengeschichte rund um das Traditionshaus Santa Eulalia weist einen gut gelösten Spannungsbogen auf. Meine Meinung zur Schilderung der Charaktere ist zweigeteilt, denn 2/3 des Buches war ich eher Zuschauer als mit dabei. Dies hat sich dann zum letzten Drittel bis zum fulminanten Schluss voll und ganz geändert. Hier wurden die Charaktere so geschildert, dass ich mich in deren Lage hineinversetzen konnte und ins Geschehen involviert war. Bis zur Hälfte des Buches haben mich die oftmals ruckartigen Zeitsprünge oder auch die Wechsel der unterschiedlichen Geschehnisse zu den verschiedenen Personen etwas aus dem Lesefluss gerissen. Dies hat sich dann ab Mitte des Buches ebenfalls geändert. Die politischen Gegebenheiten und deren Auswüchse wurden gut ins Geschehen verknüpft und waren so detailreich erläutert, dass man sich ein gutes Bild davon machen kann. Es wurden vielerlei Schicksale aus unterschiedlichsten Bevölkerungsschichten dargestellt, die auch hier gut die Gepflogenheiten von damals widerspiegeln. Ebenso verhält er sich zu den Vorgehensweisen zu Modeinspirationen und deren Umsetzung und zum Verlauf des Modehauses Santa Eulalia. Die interessanten Informationen werden gut ausgeschmückt ins Geschehen involviert. Das Buch spielt sich von Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts ab und zeigt das Leben während dieser aufrührerischen Zeit. Vor allen Dingen dreht es sich um das Textilhaus Santa Eulalia und dessen Angestellten rund herum. Fiktion und Wirklichkeit der Irrungen und Wirrungen, die in der Welt allgemein und auch in der Welt des Textilhauses vor sich gehen, werden optimal ineinander verwoben und geben ein umfassendes Bild ab. Mein Fazit: ein etwas schwerfälliger Beginn, bei dem sich das "Dranbleiben" lohnt, denn die Infos und die Geschichte sind wirklich lesenswert