Julian Fellowes

Belgravia

Belgravia Blick ins Buch

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»Belgravia« – mit seinem neuen Roman setzt der Schöpfer der Erfolgsserie »Downton Abbey« Julian Fellowes dem nobelsten Londoner Stadtteil ein großartiges Denkmal. Dabei entführt er seine Leser mitten ins 19. Jahrhundert, wo alter Hochadel, neureiche Unternehmer und korrupte Dienstboten aufeinandertreffen und die Liebe sich den Standesgrenzen widersetzt … Überaus spannend lässt Julian Fellowes in »Belgravia« eine versunkene Welt lebendig werden.

Intriegen und Machtspiele

Von: Eliza Datum: 26. February 2017

Ein opulenter und dramatischer Familienroman, der die Fans von Downton Abbey und Jane Austen begeistern wird. Das Cover ist wunderschön, so blau wie der Adel und elegant wie die Kleider der Damen auf den Bällen und Empfängen. Auch die Aufmachung des Buches ist sehr schön und ansprechend gestaltet. Der Klappentext gibt eine gute Zusammenfassung des Geschehens. Der Prolog spielt 26 Jahre vor dem eigentlichen Roman, danach folgt der Roman einen chronologisch zeitnahen Aufbau von wenigen Monaten. In Zentrum dieses Romans stehen die Intrigen, Machtspiele und Familienfehden der beiden im Fokus stehenden Familien. Es geht um das Erbe, sowohl im finanziellen als auch ideellen Sinn, um welches gestritten wird. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Wahrheit ans Licht zu bringen, denn sie wird über das Schicksal der Familien entscheiden. Aber auch die politische Lage und die gesellschaftliche Stellung spielen in diesem Roman immer wieder eine Rolle, sodass dieser Roman eine gewisse Tiefe und einen unabwendbaren Anspruch hat. Der Schreibstil von Julian Fellows ist ein wenig sperrig und ausschweifend, ich habe ein paar Seiten gebraucht, um in die Geschichte rein zu kommen. Die Figuren und Dialoge gewinnen dann aber wie wir es schon von Downton Abbey kennen ein Eigenleben und ziehen den Leser in den Bann. Besonders gut hat mir die facettenreiche Gestaltung der Protagonisten gefallen, keine Figur ist das was man zuerst glaubt, was sie sei. Der oder diejenige überrascht sowohl mit ihren Aussagen, als auch mit ihren Handlungen, was der Geschichte eine wunderbare Dynamik verleiht. Etwas mehr gestört haben mich die doch recht sehr langen Kapitel, da habe ich dann auch schon mal bei einem Abschnitt unterbrochen, dies ist aber sicher Geschmacksache. Mit hat der Roman von Julian Fellows gut gefallen und ich würde sicherlich auch bei einer Fortsetzung bedenkenlos zugreifen. Wer gerne Familiensagas mit einem gewissen Anspruch liest wird hier sicherlich fündig werden. Von mir gibt es daher für diesen Roman eine klare Leseempfehlung nicht nur für die Fans von Dowton Abbey und Co. Julian Fellwos wird der Erwartungshaltung gerecht und zeigt, dass er nicht nur Autor einer unvergesslichen Serie ist, sondern dass er auch das Potential hat sich in die Herzen seiner Leser und Leserinnen zu schreiben. Ich bedanke mich bei der Verlagsgruppe Random House und dem C. Bertelsmann Verlag für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Überzeugend, trotz hoher Erwartungen!

Von: Leser44 Datum: 22. January 2021

„Belgravia-Zeit des Schicksals“ geschrieben von Julian Fellows ist ein gelungener Roman voller Geheimnisse, Intrigen, Verrat und Rivalität. Im Mittelpunkt steht das große Geheimnis um Charles Pope. Während der Leser sofort erfährt, wer Charles Pope ist, bleibt es für die Figuren im Buch ein großes rätselhaftes Geheimnis. Als Fan von Downton Abbey hatte ich natürlich hohe Erwartungen, die, trotz kleiner Kritikpunkte, nicht enttäuscht wurden. Während das Cover meiner Ausgabe das London des 19. Jahrhunderts schön widerspiegelt, ist der Klappentext etwas unpassend gewählt. Meiner Meinung nach macht der Klappentext den Eindruck, dass Charles Pope die Hauptfigur ist. Ich persönlich hatte allerdings nicht den Eindruck, dass es so war. Im Gegenteil, ich hätte mir gewünscht, die Geschichte mehr aus seiner Sicht zu durchleben. Thematisch war das London des 19.Jahrhunderts sehr interessant. Man konnte gut in diese Welt eintauchen und hat einiges über die Gesellschaft und vor allem den Adligen und Reichen Londons gelernt. Zahlreiche Figuren tauchen im Roman auf und es war manchmal schwierig die einzelnen Namen auseinanderzuhalten. Gleichzeitig war es aber auch interessant in die Köpfe der unterschiedlichen Figuren zu gucken und ihr Innenleben kennenzulernen. Dadurch konnte man schnell sowohl Empathie als auch Antipathie für die jeweiligen Figuren entwickeln. Julian Fellows schreibt detailreich und bildhaft und schafft es einen angenehmen Lesefluss zu erzeugen. Allerdings ist der ständige Perspektivenwechsel etwas gewöhnungsbedürftig. Hat man sich erst reingelesen, ist es aber auch sehr spannend die Gedanken der einzelnen Figuren zu erfahren. Obwohl man als Leser von Anfang an das Geheimnis des Charles Pope kennt, wodurch etwas Spannung verloren geht, ist das Ende sehr überzeugend. Dramatisch, bewegend und ganz nach meinem Geschmack! Fazit: Zwar habe ich kleine Kritikpunkte, dennoch war dieser Roman ein Lesegenuss. Trotz hoher Erwartungen hat es überzeugt!

Jetzt was zum Schmökern

Von: Ulla Nedebock Datum: 04. May 2020

Jetzt was zum Schmökern 😊 Julian Fellowes, der Autor von Downton Abbey, hat nachgelegt. Belgravia ist wieder ein opulenter Gesellschaftsroman im schönen England. Er beginnt in Brüssel bei einem Ball am Vorabend der Schlacht von Waterloo. Aus einer Liebelei wird ein Skandal in der besseren Londoner Gesellschaft, der große Kreise zieht. Wunderbar zu lesen und nun sogar schon auf dem britischen Sender itv zu sehen. Achtung, Suchtgefahr 😅

Ein absoluter Lesegenuss für alle Downton Abbey Liebhaber

Von: Literaturblogsaarland Datum: 29. April 2019

»Belgravia« – mit seinem neuen Roman setzt der Schöpfer der Erfolgsserie »Downton Abbey« Julian Fellowes dem nobelsten Londoner Stadtteil ein großartiges Denkmal. Dabei entführt er seine Leser mitten ins 19. Jahrhundert, wo alter Hochadel, neureiche Unternehmer und korrupte Dienstboten aufeinandertreffen und die Liebe sich den Standesgrenzen widersetzt … Überaus spannend lässt Julian Fellowes in »Belgravia« eine versunkene Welt lebendig werden.Vita :Julian Fellowes wurde 1949 in Ägypten geboren, wuchs in England auf und studierte in Cambridge. Er ist Schauspieler und preisgekrönter Autor von Romanen, Drehbüchern und Theaterstücken; für »Gosford Park« wurde er mit einem Oscar ausgezeichnet, die Serie »Downton Abbey« hat ihn weltweit berühmt gemacht. Auch seine Romane »Snobs«, »Eine Klasse für sich« und »Belgravia« haben die englische Gesellschaft zum Thema. 2009 wurde er in den Adelsstand erhoben. Julian Alexander Kitchener-Fellowes, Baron Fellowes of West Stafford, lebt mit seiner Frau Emma im Südwesten der englischen Grafschaft Dorset.Die Fernsehserie " Downton Abbey " gehört zu meinen absoluten Favoriten und auch " Snobs " habe ich regelrecht verschlungen.Deshalb konnte ich es kaum erwarten, den neuen Roman von Julian Fellowes in den Händen zu halten.Wir lernen die Familie um James Trenchard kurz vor der Schlacht von Waterloo in Brüssel kennen. James Trenchard, genannt " Der Zauberer", ist ein aufstrebender und ehrgeiziger Kaufmann, der immer auf der Suche nach neuen Tätigkeitsfeldern ist.Im Gegensatz dazu steht die Familie Brockenhurst, alter englischer Adel. Normalerweise hätten die beiden Familien überhaupt keine Berührungspunkte, käme da nicht die Liebe ins Spiel. Sophia Trenchard und Edmund Bellasis, ein Neffe der Herzogin von Richmond und ältester Sohn eines Earls, verlieben sich Hals über Kopf ineinander und beginnen eine ganz und gar nicht standesgemäße Liebesbeziehung. Diese wird jedoch schon bald durch einen tragischen Todesfall überschattet und hat für beide Familien unabsehbare und weitreichende Konsequenzen.Schon ab den ersten Seiten war ich als Leserin mitten drin im Geschehen. Zuerst erleben wir in Brüssel hautnah den Beginn der Schlacht von Waterloo. Danach setzt sich die Geschichte einige Jahre später in London fort.Obwohl man zwar als Leser ahnt, wo die Geschichte hinführt, wird es doch nie langweilig. wir lernen das damalige Leben mit seinen Standesdünkeln und Konventionen aus verschiedenen Sichtweisen kennen. Der Adel kommt ebenso zu Wort wie die Hausangestellten, die meist einen unverstellten und klaren Blick auf die Dinge haben.Anne Trenchard und Lady Brockenhurst, die beiden Hauptprotagonistinnen, haben mir sehr gut gefallen und wenn sie auch aus völlig unterschiedlichen Gesellschaftsschichten stammen, sind sie sich doch ebenbürtig.Julian Fellowes versteht es mit diesem Roman wieder einmal meisterhaft, uns als Leser in eine längst vergangene Zeit zu entführen und diese vor unserem inneren Auge wieder lebendig werden zu lassen.Dieses Buch war wieder ein absoluter Lesegenuss für mich und Julian Fellowes bleibt einfach einer meiner Lieblingsautoren.Ich vergebe natürlich die Höchstbewertung von 5 Sternen.Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

Tanz vor Waterloo

Von: Bergund Fuchs Datum: 01. September 2018

In europäischen Königshäusern ist es heutzutage immer üblicher aus Liebe zu heiraten… was dann nicht immer immer standesgemäß ist. Dies wäre zu Zeiten Napoleons undenkbar gewesen. Deshalb musste die Verbindung von Sophia und Edmund geheim gehalten werden. Doch als Edmund in der berühmten Schlacht bei Waterloo fällt, bleibt Sophia guter Hoffnung alleine… Ihr Schicksal wird das Leben ihrer Familie bis in die nächsten Generation hinein bestimmen. Der Erfolg der Fernsehserie Downton Abbey offenbarte in den letzten Jahren eine große Anziehungskraft „alter Zeiten“. In 6 Staffeln wird dort die britische Gesellschaft zu Beginn des 20. Jahrhunderts portraitiert und nicht wenig Menschen wurden danach „süchtig“. Julian Fellowes war der hauptsächliche Ideengeber dieser Serie und greift in seinem neuen Roman eine Zeit Englands auf, die mittlerweile zwei Jahrhunderte zurückliegt. Die gesellschaftlichen Verquickungen drehen sich hauptsächlich um einen jungen Londoner Geschäftsmann, Charles Pope. Ohne es zu wollen, wird er Opfer unzähliger Intrigen aber auch unerwarteter Hilfestellungen, die er nur schwer einordnen kann. Worum es eigentlich geht, schreibt Fellowes unverblümt in seiner kurzen Einleitung: „Die Vergangenheit – wir haben es schon oft gehört – ist ein fernes Land, dort gelten andere Regeln. Das mag zutreffen, ganz augenfällig sogar, was Sitten und Moral angeht, die Rolle der Frau, die Herrschaft der Aristokratie und Millionen Alltagsdinge. Anderes wiederum mutet uns sehr ähnlich an. Ehrgeiz, Neid, Zorn, Habgier, Güte, Selbstlosigkeit und vor allem anderen die Liebe haben Entscheidungen schon immer ebenso machtvoll mitbestimmt wie heute. Diese Geschichte handelt von Menschen, die vor zweihundert Jahren lebten, aber wonach sie sich sehnten, womit sie haderten, die Leidenschaften, die in ihren Herzen wüteten, das alles gleicht nur zu oft den Dramen, die wir in unserer Zeit, auf unsere Art durchleben…“ (S. 7) So mögen viele Lebenssituationen, die der Autor in die Vergangenheit projiziert und exzellent darstellt, uns bekannt vorkommen. Doch hat das Buch einen besonderen Reiz, der über der vornehmen Sprache und der inneren Spannung des Romans steht. Es ist die Art und Weise, wie man sich seinerzeit begegnet ist. Tugenden und Laster sind damals wie heute dieselben. Doch man kannte noch so etwas wie „Haltung bewahren“, so dass manche Situationen – so mag man vermuten – eben nicht sofort „eskalierten“, sondern aufgrund einer guten Erziehung und eines festen Verhaltenskodex abgefedert wurden. Bemerkenswert.

Sehr schön :-)

Von: LeseSüchtig Datum: 12. July 2018

Der Autor Julian Fellowes hat es von der ersten bis zur letzten Seite verstanden mich völlig mit in die Welt des Buches zu nehmen. Als großer Downtown Abbey Fan liebe ich auch dieses Buch. Die Ähnlichkeiten sind ja offensichtlich. Arme und reiche Menschen spielen eine gleichsam wichtige Rolle im Buch. Die Verbindung zwischen ihnen ist das Band der Liebe. Das Buch spielt im 19 Jahrhundert und Liebe, Intrigen, Neid, Krieg und Missgunst spielen auch eine Rolle. Der Schreibstil des Autors ist leicht und sehr gut zu lesen. Die Seiten flogen nur so dahin. Wirklich ein zauberhaftes Buch. Für jeden, der historische Geschichten mit Glanz, Glamour und Tragik mag, genau das Richtige.

Im Jahre 1800

Von: Jandy Datum: 15. April 2018

Meine Meinung Auch wenn es erst so richtig spannend wird am Schluss, so hat auch dieses Buch einen gewissen Charm den ich nicht leugnen kann. Ich war schon immer ein Fan und Bewunderer des 19 Jahrhunderts. Und nur eine Person habe ich durchgehend bis zum Ende nicht leiden können. Es ist perfekt um gesetzt das Spiel von Höhen und Tiefen. Ist natürlich auch schön erzählt, wenn mich auch die Vorgeschichte ein wenig irritiert hat und ich zu Anfang Probleme mit den Zeitangaben hatte. Habe ich mich trotz dessen schnell in die Geschichte und ihre Spieler verliebt. Wärmstens zu empfehlen für diejenigen, die sich von der Vergangenheit verzaubern lassen wollen.

Mir gefiel das Buch ganz gut...

Von: WinnieHex Datum: 17. March 2018

Also ich finde eigentlich das, der Autor, dass wieder gut umgesetzt hat. Man konnte sich direkt in der Zeit wiederfinden. In dem Roman von Julien Fellowes geht es um zwei Familien angesiedelt in England im 19. Jahrhundert. Die Familie Trenchard, James das Oberhaupt der Familie, hat es wirklich geschafft von einem kleinen Markthändler zum Proviantmeister der britischen Armee. Für James war und ist es immer wichtig gewesen in den oberen Kreisen des englischen Adels zu agieren, nur seine Frau Anne findet seine Art sehr unangehm. Für beide ist aber sehr wichtig, dass seine Tochter Sophia gut verheiratet wird und in den Genuss vom Adel kommt. Der komplette Gegensatz zu Trendardfamilie ist der Clan der Familie Brockenhurst. Sie gehören zu dem alteingesessenen englischen Adel und sind gegenüber unteren Klassen sehr herablassend. Ihr Sohn Edmund verliebt sich ausgerechnet in Sophia Trendard und es dauert auch nicht lange und beide haben sowas wie eine „Affäre“ miteinander. Daraus resultiert eine Schwangerschaft von Sophia, während Edmund bei der Schlacht von Waterloo fällt. Aber auch Sophia erleidet an Kindsbettfieber nach der Geburt, James und seine Frau haben den Säugling in die Obhut eines Geistlichen gegeben, dieser zieht den kleinen Charles wie sein eigen auf. Man kann sagen, dass die eigentlich Geschichte dann 25 Jahre später spielt. Denn Charles weiß nicht genau wer er ist und wo er herkommt. Was aber noch schlimmer ist, dass James und auch Anne damals noch nicht mal in der Lage waren den Brockenhurst die Wahrheit zu erzählen. So kommt es natürlich wie es kommen muss und ein Familiengeheimnis scheint ans Tageslicht zukommen. Fazit: Ich fühlte mich sehr gut unterhalten und konnte auch gut in die Geschichte eintauchen. Vielleicht liegt es daran, dass ich gerne solche Art der Romane lese. Aber ich würde das Buch gerne weiterempfehlen. Lieben Dank an das Random Bloggerportal und den Penguin Verlag für das Leseexemplar.

Intrigen und Liebe im alten London

Von: Catgirl loves Books Datum: 19. February 2018

Zusammenfassung: In der Nacht vor Waterloo findet ein glanzvoller Ball statt. Die Menschen feiern ausgelassen und besondere Aufmerksamkeit erzielen Sophia Trenchard und ihre große Liebe Lord Bellasis. Denn die beiden lieben sich - obwohl sie aus verschiedenen Schichten sind. Und während Sophia's Vater James - der Proviantmeister - sich darüber freut, dass seine Tochter einen Lord erobert hat, sehen es die Mütter der Beiden skeptisch. Doch dann kommt die Nachricht, dass alle jungen Männer sich auf dem Schlachtfeld einfinden sollen. Und schnell wird klar, dass die Kämpfe nicht viele überleben werden. Die jungen Männer ziehen noch in festlichen Outfits in den Krieg. Und einen Tag später wird klar, dass die Schlacht schwere Verluste mit sich gezogen hat. Und während die Verluste beklagt werden, nimmt ein tragisches Geheimnis hier seinen Anfang... Ca. 25 Jahre später, hat sich die Lage aller verändert. Der Ball vor Waterloo ist in die Geschichte eingegangen, und alle werden beneidet die an diesem Abend anwesend waren. Doch die Schatten des Krieges sind nach wie vor spürbar. Und so kämpft die Familie Trenchard mit einem herben Verlust, genau wie die adligen Bellasis. Doch die Bellasis haben noch mit einem familiären Problem zu kämpfen - der Bruder des Lords ist ein leidenschaftlicher Spieler, doch leider bankrott. Und als er sich mit den falschen Leuten anlegt, wird es nicht nur für die Familie lebensgefährlich... Die Trenchards haben sich zwischenzeitlich hochgearbeitet, was James Verdienst ist. Doch sein Sohn Oliver hat seine Begabung nicht, und genießt lieber das lockere Leben. Seine Frau Susan ist frustriert, da sie keine Kinder und somit auch keinen Erben in die Familie mit einbringen kann. Als Charles Pope auf den Plan tritt, wird ein Geheimnis gelüftet, welches lange verborgen blieb. Und beide Familien sehen sich mit Problemen konfrontiert, die weitreichender sind als Beide denken... Meine Meinung: Belgravia, Zeit des Schicksals. Ist ein interessanter Roman. Er beinhaltet Liebe, tragische Verluste, Leidenschaft und Intrigen. Da ich Downtown Abbey weder gelesen noch gesehen habe bisher, kann ich hier keinen Bezug ziehen. Die Charaktere sind interessant und spannend geschrieben, der Stil ist flüssig. Anfangs hatte ich ein paar Probleme in die Story hinein zukommen, denn man befindet sich praktisch sofort in den Geschehnissen, ohne dass man die Charaktere kennt. Aber nach den ersten Seiten war ich sofort in der Geschichte. Ich konnte den Roman fast nicht aus der Hand legen, und zum Ende hin wird er richtig aufregend und sehr spannend. Vor allem Sophia fand ich sympathisch, da sie rebellisch ist aber sie urteilt vorschnell und liebt von ganzem Herzen. Das Cover finde ich sehr schön. Ein Paar geht durch die nebligen Straßen Londons, der Titel ist leicht kursiv und in metallic-violett.

Eintauchen in eine andere Welt: faszinierend erzählt

Von: vielleser18 Datum: 14. February 2018

Die Geschichte beginnt am Vorabend der Schlacht von Waterloo, die Ereignisse von 1815 haben auch Auswirkungen auf die Geschichte, die dann 1841 in London spielt. Julian Fellowes, der Autor von Downton Abbey, hat mit "Belgravia" ein ähnliches Setting gewählt. Im Vordergrund stehen die Unternehmensfamilie Trenchard und die Adelsfamilie Brockenhurst. 1815 hat sich Sophia Trenchard in den zukünftigen Earl verliebt. Doch der junge Edward stirbt auf dem Schlachtfeld und lässt eine verzweifelte und enttäuschte Sophia zurück. Denn am Vorabend hat sie mit Entsetzen festgestellt, dass die heimliche Hochzeit zwischen ihnen eine Finte war. Zurück in London stellt sie eine Schwangerschaft fest. Mit ihrer Mutter Anne fährt sie unerkannt aufs Land und bringt einen Jungen zur Welt, Charles. Sie selbst stirbt bei der Geburt. Charles wird zur Adoption an ein kinderloses Pfarrerehepaar gegeben. 25 Jahre später taucht Charles in London auf. Unterstützt von James Trenchard, seinem Großvater. Doch weder Charles weiß über seine wahren Eltern Bescheid, noch die Familie Brockenhurst. Als Anne Lady Brockenhurst die Wahrheit erzählt, stößt sie damit eine ganze Reihe von Ereignissen an: Zwietracht, Eifersuch, Neid, Bespitzelung, Affären, große Gefühle und eine große Liebe, die nicht sein darf. Der KLappentext hinten auf der Rückseite ist leider nicht ganz passend. Es braucht ein bisschen um in diesen Roman hinein zu kommen. Die Geschichte ist wie eine Dampflok: sie kommt langsam in Fahrt, nimmt aber stetig immer mehr an Geschwindigkeit auf um dann fulminant ans Ziel zu kommen. So ging es jedenfalls mir. Aber nachdem ich warm mit der Geschichte geworden war, konnte ich irgendwann auch das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Der Autor hat diese fast 200 Jahre alte Zeit, die Menschen, ihre Gefühle, ihre Beweggründe, den Zeitgeist sehr gekonnt aufleben lassen. Ich habe mich zurückversetzt gefühlt. Abwechslungsreich erzählt er aus verschiedenen Perspektiven, erläutert gekonnt Beweggründe und Gefühle. Die Figuren agieren authentisch, menschlich, der Zeit entsprechend - und man hat als Leser das Gefühl, mitten dabei zu sein. Die Spannung steigt immer mehr - Julian Fellowes hat dramaturgisch eine Lunte gelegt, die einmal angezündet, dann immer schneller ans Ziel kommt. Am Ende kommt es zu einem dramatischen Showdown - und mit Wehmut habe ich dann das Buch geschlossen. Eine tolle Geschichte, aufwändig, impossant, spannend, abwechslungsreich und gekonnt erzählt.

Belgravia

Von: Märchenfee/Tiara Datum: 03. February 2018

Ich wollte das Buch unbedingt lesen, da es vom Autor der Serie Downton Abbey, welche ich mit großer Begeisterung geschaut habe, geschrieben wurde. Und ich wurde auch nicht enttäuscht. Die Geschichte beginnt mit dem Ball, am Abend der Schlacht um Waterloo. Viele reiche und adelige sind geladen, darunter auch die Familie Trenchard mit ihrer Tochter Sophie. Niemand weiß, dass Sophie und der adlige Edmund Bellasis ineinander verliebt sind. Doch Edmund wird bei der Schlacht getötet und danach ist nichts mehr, wie es war, denn Sophie ist schwanger. Und dieses dunkle Geheimnis läßt die Familien auch noch nach Jahrzenten nicht zur Ruhe kommen. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Ich habe mich zwar erst an den Schreibstil gewöhnen müssen, aber wenn man mal drin ist, fliegen die Seiten nur so dahin. Ich liebe es, von dieser Zeit zu lesen und denke sofort an die ganzen Dinnerpartys, Teegesellschaften, klatschendes Personal, die nicht selten untereinander intrigieren und auch nicht immer unbedingt loyal ihrer Herrschaft gegenüber sind. Auch in dieser Geschichte geht es um Liebe, Verrat, Hoffnungen auf einen Neuanfang, Eifersucht, Zuversicht, es wird soviel geboten. Es war sehr spannend zu lesen, wie jeder mit der gegebenen Situation umgeht und ich fand die Charaktere alle, egal ob gut oder böse sehr gut angelegt. Da ich die anderen Romane von Julian Fellowes noch nicht kenne, mich Belgravia aber so begeistern konnte, werde ich diese bestimmt in der nächsten Zeit noch lesen. Ich kann dieses Buch allen Liebhabern von Downton Abbey nur wärmstens ans Herz legen, könnte mir aber auch vorstellen, dass die Geschichte auch bei denen gut ankommt, die die Serie nicht kennen.

Downton Abbey 2.0

Von: Freizeitprinzessin Datum: 28. January 2018

In diesem Buch geht es hauptsächlich um 3 Protagonisten: um die Countess Brockenhurst und das Ehepaar Trenchard. Diese drei Menschen teilen ein riesen Geheimnis welche um die Person Charles Pope spannen. Die Leser erfahren dieses Geheimnis recht schnell im Beginn des Buches. Dies fand ich sehr interessant, da man mitbekommt wie verzweifelt diese drei Charaktere versuchen das Geheimnis zu wahren, während alle anderen krampfhaft versuchen herauszufinden was die drei verbergen und dabei mit den wildesten Theorien daher kommen. Auch wenn der Leser zu Beginn schon den Kern des Geheimnisses kennt, wird im Laufe des Romans immer mehr enthüllt und man erlebt dennoch so einige Schockmomente. Viele die ich gar nicht erwartet hätte. Nicht zu kurz kommen hier Lügen und Intrigen. Davon gibt es einige, dabei geht es um Macht, den guten Ruf und der verzweifelte Kampf um die gesellschaftliche Position. Dabei sind vielen Charakteren jede Mittel recht und viele Versuchen durch Lug und Trug das beste für sich herrauszuholen. Geld spielt hierbei auch eine wichtige Rolle. Dadurch bleibt die Geschichte durchwegs spannend und man möchte zu jedem Zeitpunkt wissen wie es weiter geht. Auch interessant fand ich wie der Autor grandios die vielen verschiedenen Schichten der Gesellschaft des 19 Jahrhunderts dargestellt hat. Sei es die wirklich Reichen, die gute Mittelschicht oder die untere Schicht der Butler und Zofen. Es war wirklich sehr authentisch geschrieben und man hat sich oft in diesem vergangenen Jahrhundert verloren. Aber wen wundert es auch, ist doch Julian Fellowes der Autor der berühmten Downton Abbey Serie. Auch diese ist einfach grandios und eine Empfehlung an jeden! Von den drei Hauptprotagonisten ist mir keiner wirklich symphatisch geworden. Ich konnte die vielen Handlungen der jeweiligen Personen nicht nachvollziehen, zu fremd waren mir die gepflogenheiten dieser Schichten und dieser Art des Lebens. Wirklich symphatisch waren mir Charles Pope und Lady Maria Grey. Sie waren beide herzlich und nett, haben auf ihr Herz gehört und sich nicht von den Regeln der Aristokratie unterkriegen lassen. Interessanterweise scheint es 2 verschiedene Cover zu geben. Ein dunkel blaues auf dem ein Schloß zu sehen ist das sehr an Schloß Schönbrunn in Wien erinnert und ein hell blaues in dem man ein spaziergehendes Pärchen sehen kann. Ich finde mein Cover, das hell blaue, sehr viel schöner, aber das ist wohl Geschmackssache. Allerdings habe ich mir eine Szene aus dem Buch genauso vorgestellt. Auch der Titel ist im Englischen wie im Deutschen der gleiche geblieben: Belgravia. Finde ich toll das es nicht einen weit entfernten übersetzten Titel gibt. Dies finde ich immer sehr verwunderlich. Dies war ein sehr gelungenes Buch das mich von Anfang an gut unterhalten hat und mir viele Gedanken bereitet hat. Es war traurig, rührend, berührend, spannend und interessant gleichermaßen. Ich kann dieses Buch jedem Roman Liebhaber empfehlen und hoffe sehr das es verfilmt wird – ich würde es mir definitiv anschauen.

Ein sehr schönes Buch

Von: Liiisa_zeilenzauber Datum: 21. January 2018

Cover: Das gefällt mir richtig gut. Es hat wunderschöne gelle Farben, einen tollen Schriftzug und stimmt schon auf die Zeit und die Geschichte ein. Schreibstil: diesen Empfand ich ebenfalls als sehr angenehm. Man konnte das Buch zwar nicht so schnell lesen wie erhofft, allerdings gibt es keine allzu lange um- und Beschreibungen. Meine Meinung: Als ich gehört habe das es sich bei den Autor um denselben Mann handelt der ebenfalls Downton Abbey geschrieben hat, war ziemlich schnell klar das ich dieses Buch lesen muss. Denn ich liebe die Downton Abbey Serie habe aber noch nie die Bücher dazu gelesen! Anfangs war ich dann tatsächlich etwas verwundert, denn das Buch ließ sich nicht so schnell lesen wie erhofft. Die vielen Figuren, mit ihren Namen und Titeln auf die man trifft muss man erst einmal versuchen einzuordnen. War man dann aber einmal in der Geschichte drin, hätte man auch damit kein Problem mehr! Dennoch musst man sehr aufmerksam lesen, auf fast jeder Seite gibt es Rückblicke oder Gedankengänge die für die Geschichte sehr wichtig sind. Das Buch ist sehr detailreich geschrieben wovor ich nur den Hut ziehen, da der Autor es schafft das es dennoch nie langweilig für den Leser wird. Das einzige was mich tatsächlich gestört hat war das eigentlich alles vorhersehbar war. Man wusste was passieren wird und es gab keinen Moment der Überraschung für mich. Das fand ich tatsächlich sehr schade! Was wiederum gut war war das es nicht zu sehr an Downton Abbey erinnert hat, vielmehr habe ich immer wieder an Krieg und Frieden denken müssen, was natürlich wahrscheinlich der Zeit und den Umständen geschuldet war. Fazit: ein wirklich schönes Buch, das ich durchaus denen empfehlen kann die sich Zeit dafür nehmen wollen. Es ist nicht schnell abgehandelt und definitiv auch kein Buch das man abends vor den einschlafen lesen kann, da die Gefahr besteht das man vieles nicht richtig mitbekommt.

Ein "Muss" für alle Downton Abbey-Fans

Von: zauberblume Datum: 14. January 2018

"Belgravia" aus der Feder des Autors Julian Fellowes ist ein spannender, packender und hochinteressanter historischer Roman. Die Geschichte beginnt im Jahr 1815 in Brüssel, als die Schlacht um Waterloo tobt. Wir befinden uns im Jahr 1841 in England. Der junge, ergeizige Charles Pope versucht - der behütet auf dem Land aufgewachsen ist - versucht sich in der Londoner Geschäftswelt einen Namen zu machen. Er erhält Unterstützung von Mister Trenchard, einem guten Bekannten seines Vaters. Eines Tages wird er in eine Villa in dem noblen Stadtteil Belgravia eingeladen. Lady Brockenhurst ist sehr um ihn bemüht und will ein sein Geschäft einsteigen. Charles ahnt jedoch nicht, dass er bald in einen Skandal verwickelt sein wird, der vor vielen Jahren auf einem glanzvollen Ball der Londoner High Society begann. Seine Familie umgibt ein dunkles Geheimnis. Und hat seine Liebe zur schönen Lady Maria Grey überhaupt eine Chance ........... Eine Wahnsinnsgeschichte! Der Autor lässt den Leser in eine andere Zeit eintauchen. Und wenn ich die Augen schließe, befinde mich auf Zeitreise und bin plötzlich in Brüssel und London vor über 200 Jahren. Sehe das geschäftige Treiben auf den Straßen und genieße eine Kutschenfahrt. Ich befinde mich in der Welt der Schönen und Reichen. Der Ball in Brüssel war einfach traumhaft und wird dann von schrecklichen Ereignissen überschattet. Der Schreibstil des Autors hat mich sofort gefesselt. Einfach genial! Ich bin von Anfang an in die Geschichte eingetaucht, die hat mich nicht mehr losgelassen und beim Lesen für manches Gänsehautfeeling gesorgt. Wir lernenn zwei unterschiedliche Familie kennen. Da sind die Trenchards, eine Kaufmansfamilie, die sich in London einen Namen gemacht haben. Sie mussten schon einen schweren Schicksalschlag erleiden und der Sohn des Hauses ist nicht so recht geeignet, in die Fußstapfen des Vaters zu treten. Es war interessant am Leben der Familie teilzunehmen. Und dann sind da die adeligen Brockenhursts. Es war schon interessant, zu erfahren, wie das Leben in diesen hochherrschaftlichen Häusern abläuft. All die Bediensteten, Zofen und Diener, die sich ständig um alles kümmern. In der Geschichte geht es aber auch um Liebe, Verrat, Vergessen und Verzeihen und die Hoffnugn auf einen Neuanfang. Für mich ein absolutes Lesehightlight. Eine unglaubliche Geschichte, die mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Das Cover ist auch ein echter Hingucker. Selbstverständlich vergebe ich für diese Traumlektüre 5 Sterne.

Figurenkabinett...

Von: Diane Jordan Datum: 11. January 2018

Zeit des Schicksals Diane Jordan Der Spiegel Klassiker „Belgravia“ – Zeit des Schicksals ist ein großartiger Roman des Schriftstellers Julian Fellowes. Die Story ist spannend, soviel sei vorab verraten und spielt in England um 1841. Die Protagonisten sind mir leider etwas unsympathisch, dieses Gefühl kenne ich sonst nicht und finde es etwas überraschend. Aber es geht um ein Familiendrama, dass unter die Haut geht und mitreißend geschildert wird, dass wiederum finde ich klasse. Meiner Vorliebe für historische Themen mit einem Schuss Fiktion wird also wieder genüge getan. Und das ist auch gut so. „Belgravia“ öffnet die Augen und zeigt die sozialen Diskrepanzen der damaligen Zeit auf. Stellenweise lässt sich die Story aber auch gut in die heutige Zeit versetzen, wie ich finde, denn so etwas gibt es auch heute noch. Lügen, Intrigen und die Macht des Geldes sind allgegenwärtig, aber auch die Sitten und Gebräuche der damaligen Zeit. Gebannt lese ich Seite um Seite. Lasse mich auf die Story ein und begebe mich gedanklich an die historischen Orte und mache eine interne Zeitreise. Ein wenig erinnert mich das Ganze an das Haus am Eaton Place. Eine erfolgreiche TV Serie aus meiner Jugend. Londoner Familien und deren Dienstboten... Grins, was da alles in den vornehmen Gemäuern passierte. Und Julian Fellowes gelingt es scheinbar mühelos, ebenso pikante und amüsante Episoden und Einblicke zu schildern und den Leser in den Bann zu ziehen, bei mir hat es zumindest geklappt. Ich bilde mir ein, die Klassengesellschaft und deren Kampf förmlich zu spüren, so sehr geht es unter die Haut. Den ganzen Roman durchzieht eine herbe Kritik an der Oberschicht, aber auch Standesdünkel und Vorurteile kommen nicht zu knapp. Ich bin hin- und hergerissen. Denn teilweise ist mir das „too much“. Aber wie bei den meisten meiner Bücher liebe, leide und lebe ich die geschilderten Dinge mit und kombiniere und rätsele, wie „dunkel“ das Familiengeheimnis ist und was es für die Familie für Auswirkungen haben mag. Das Familiendrama zieht mich immer weiter in den Bann. Aber unterdessen bin ich froh im „hier“ und „jetzt“ zu leben und nicht im viktorianischen Zeitalter. Hach, gut wenn man die Zeitreise wie ich unbeschadet übersteht und den Buchdeckel beim Beenden der Seiten schließen kann. Aber lest bitte selber ;-) und lasst euch auf diesen tollen Roman ein. Inhalt: Belgravia« – mit seinem neuen Roman setzt der Schöpfer der Erfolgsserie »Downton Abbey« Julian Fellowes dem nobelsten Londoner Stadtteil ein großartiges Denkmal. Dabei entführt er seine Leser mitten ins 19. Jahrhundert, wo alter Hochadel, neureiche Unternehmer und korrupte Dienstboten aufeinandertreffen und die Liebe sich den Standesgrenzen widersetzt … Überaus spannend lässt Julian Fellowes in »Belgravia« eine versunkene Welt lebendig werden. Der Autor: Julian Fellowes wurde 1949 in Ägypten geboren, wuchs in England auf und studierte in Cambridge. Er ist Schauspieler und preisgekrönter Autor von Romanen, Drehbüchern und Theaterstücken; für »Gosford Park« wurde er mit einem Oscar ausgezeichnet, die Serie »Downton Abbey« hat ihn weltweit berühmt gemacht. Auch seine Romane »Snobs«, »Eine Klasse für sich« und »Belgravia« haben die englische Gesellschaft zum Thema. 2009 wurde er in den Adelsstand erhoben. Julian Alexander Kitchener-Fellowes, Baron Fellowes of West Stafford, lebt mit seiner Frau Emma im Südwesten der englischen Grafschaft Dorset. Weitere Bücher: Snobs, Eine Klasse für sich, Downton Abbey Fazit: 4**** für dieses geniale Taschenbuch.

Intrigen und Geheimnisse aus der Downton Abbey Feder

Von: danielamariaursula Datum: 11. October 2018

London 1841 James Trenchard ist ein ehrgeiziger, fleißiger Mann, der sich aus einfachen Verhältnisses, als Proviantmeister der englischen Armee zur Zeit der letzten napoleonischen Schlachten, in Belgien, hochgearbeitet hat. Damals in Belgien lebte er mit seiner intelligenten, weitsichtigen Frau Anne, seiner schönen, aber dickköpfigen Tochter Sophia und seinem zu weichen Sohn Oliver. Sophia hatte es durch Hartnäckigkeit geschafft, der Familie Eintrittskarten für einen privaten Ball in höchsten aristokratischen Kreisen zu besorgen, da sie und der Neffe der Gastgeberin Edward Brockenhurst, eine heimliche Liaison hatten. Während Edward kurz darauf auf dem Schlachtfeld fiel, starb Sophia im Kindbett. Ihr Sohn wurde heimlich einem kinderlosen Landpfarrer in Obhut gegeben. Nun 25 Jahre später ist James Trenchard ein reicher Bauunternehmer und nimmt den nichtsahnenden Enkelsohn Charles Probe unter seine Fittiche. Dieser hat nach einem Studium und einer erfolgreichen Zeit in einer Bank nun eine Baumwollspinnerei erworben und ist in seinen Anfängen sehr froh über seinen Mentor und Mäzen, sehr zur Missbilligung von Sohn Oliver. Als die hochwohlgeborene Lady Brockenhurst erfährt, daß der Sohn ihres einzigen Kindes lebt, nimmt sie so regen Anteil an seinem Werdegang, daß die feine Gesellschaft sich zu wundern beginnt. Das nimmt sie hin, da ein illegitimes Kind eines Sohnes, nicht die gesellschaftliche Ächtung bedeutet, wie dies für die Familie der Mutter sein könnte. Doch ist dies nicht die einzige Gefahr, auch der designierte Brockenhursterbe und die Dienstboten schmieden ihre eigenen Pläne für ihr vermeintliches Glück. Dieses Hörbuch stammt aus der Feder des Autors der erfolgreichen BBC-Serie „Downton Abbey“ und das macht sich sofort bemerkbar, auch wenn diese Geschichte in einer anderen Zeit spielt. Geschildert wird diese Familiengeschichte, in der die Schicksale eines alteingesessenen Adelsgeschlechts mit der einer neureichen Kaufmannsfamilie unwiderruflich miteinander verwoben sind, aus verschiedenen Perspektiven. Es gibt keine Hauptfiguren, denen Blickrichtung man annimmt, doch gleich mehrere intelligente und starke Frauen, mit denen man sympathisieren kann, bzw. deren Kunst zur Intrige man in anderen Fällen nur bestaunen kann. Die Damen dieses Gesellschaftsromans, sind deutlich gerissener, als die Männer, deren gesellschaftliche Stellung zu Beginn der viktorianischen Regentschaft deutlich gefestigter ist. Die Industrialisierung kommt in Schwung, der Bau der großen Eisenbahnstrecken lässt Entfernungen schwinden und die Städte scheinen näher aneinander zu rücken. Landgüter werden nach Fertigstellung der Bahnlinien deutlich schneller erreichbar sein. Es wird der Fokus jedoch weniger, auf die Entwicklung und die Folgen des Fortschritts wie der Verelendung der Arbeiterklasse, wie bei Dickens gelegt, als viel mehr auf die gesellschaftliche Stellung, der aufsteigenden, reichen Kaufmannsklasse. Diese haben oft ein vielfaches an Vermögen gegenüber dem bisweilen stark verarmten Adel, der alles tut, um den Untergang ihrer Häuser durch geschickte Heiraten zu verhindern und die Fassade aufrecht zu erhalten. Besonders deutlich wird dies an Lady Maria, auf deren Schönheit die Hoffnung ihrer verarmten Mutter liegt, die aber deren Intellekt und Menschenkenntnis. nicht im geringsten zu schätzen weiß. Doch gerade diese Eigenschaften verhindern ihren gesellschaftlichen Untergang und behüten sie vor den um sie herumtobenden Intrigen. Es gefällt mir gut, daß sowohl Anne und James Trenchard als auch Lady und Lord Brockenhurst vielschichtige Charaktere sind. Gerade Anne und Lady Brockenhurst taktieren, aber planen nicht gezielt jemandes gesellschaftlichen Untergang, wobei Lady Brockenhurst dies jedoch durchaus billigend in Kauf nimmt. James Trenchard ist jedoch vor allem ein ehrenwerter Kaufmann, der es durch Fleiß und Kaufmannsgeist es sehr weit gebracht hat, wenn auch noch nicht zu der gesellschaftlichen Position, die seinem Vermögen entspricht. Richtig hinterhältig und durchtrieben sind vor allem die Nebenrollen, deren soziale Absicherung so mies ist, daß sie natürlich auch nicht mit der Selbstverständlichkeit und Zuversicht in die Zukunft schauen können, wie eine hochwohlgeborene Lady Brockenhurst. Beate Himmelstoß hat mich sehr positiv überrascht bei diesem Hörbuch. Bislang kannte ich sie vor allem aus Agatha Christie Vertonungen, in denen sie deutlich älter klang (gut Miss Marple ist auch nicht mehr die Jüngste). Gerade bei Susan Trenchard der Schwiegertochter finde ich ihre Interpretation sehr überzeugend. Jung, schön und taktierend. Lady Maria klingt vor allen Dinge jung und überschwänglich, jedoch nicht ganz so intelligent und gebildet, wie ihr Verlobter, der designierte Erbe der Brockenhursts beklagt. Bei Anne Trenchard und Lady Brockenhurst liefert sie sich selbst ein Duell der Geister, dem Lady Templehurst, die Mutter von Lady Maria, einfach nicht gewachsen ist. Doch auch die Herrenrollen bewältigt sie mit Bravour, ebenso wie die Dienstboten. Interessant fand ich auch, daß ein männlicher Autor, den weiblichen Protagonisten mehr Raum und Esprit gibt, die eigentlichen Stars der Geschichte, sind hier eindeutig die Frauen. Julian Fellowes wurde 1949 in Ägypten geboren, wuchs in England auf und studierte in Cambridge. Er ist Schauspieler und Drehbuchautor. Für Gosford Park erhielt er den Oscar und Downton Abbey machte ihn berühmt. 2009 wurde er von Queen Elisabeth II in den Adelsstand erhoben. Wie bereits bei Gosford Park und Downton Abbey gibt es zahlreiche Protagonisten und Handlungsstränge mit Intrigen. Anders als in den klassischen Romanen von Jane Austen, den Brontes oder Charles Dickens, gibt es nicht eine erklärte Hauptperson, aus deren Sicht man die Welt sieht und mit der man mitleidet. Man nimmt mehr Anteil am Familienschicksal, als an Freud und Leid eines einzelnen. Hierdurch wird diese Geschichte, die durchaus ihre emotionalen Höhen und Tiefen hat, jedoch weniger emotional berührend, was ich etwas schade finde. Nichtsdestotrotz ist es dramatisch und spannend und ich wollte unbedingt beide MP3 zu Ende hören, obwohl mir das Medium eigentlich nicht sonderlich liegt. Die Pappklappbox ist sehr edel und dem Sujet entsprechend gestaltet, der Anblick eines großen Herrenhauses umrahmt von einem Goldrahmen. Schade nur, daß auf ein Personenverzeichnis im Inneren verzichtet wurde, genügend Platz hätte sich auf den Pappflügeln befunden, denn gerade mit den Dienstboten, allen voran der Zuordnung der Zofen, habe ich mir etwas schwer getan. Ein wirklich packendes und gut interpretiertes Hörbuch über die gesellschaftlichen Verquickungen zweier sehr unterschiedlicher Familien. Ich bedanke mich ganz herzlich bei Lovelybooks und der Hörverlag für diesen Gewinn aus der „Der Sound der Bücher“-Aktion.