Karine Lambert

Und jetzt lass uns tanzen

Und jetzt lass uns tanzen Blick ins Buch

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Beinahe wären sie einander nie begegnet: Marcel, der den Sternenhimmel liebt, und Marguerite, die nur dem Tag Schönheit abgewinnen kann. Er, für den nur die Freiheit zählt, und sie, die ausnahmslos allen Regeln folgt. Doch dann verlieren beide ihre langjährigen Ehepartner. An diesem Wendepunkt in ihrem Leben treffen Marguerite und Marcel aufeinander und stellen überrascht fest, dass sie über die gleichen Dinge lachen. Wagen sie es auch, noch einmal zu lieben?

Auch im Alter darf man sich noch einmal verlieben!

Von: Sarahs kleine Bücherwelt Datum: 30. October 2018

In dieser wundervollen Geschichte „Und jetzt lass uns tanzen“ lernen wir Marguerite und Marcel kennen und lieben. Beide über 70 führen ein beständiges, schönes Leben, bis beide plötzlich verwitwet sind. Beide können sich nicht so recht mit ihrem neuen, einsamen Leben zurechtfinden und suchen noch ihren Weg. Marguerite, die jung geheiratet und immer auf ihren Mann gehört hat steht plötzlich alleine da, dabei hat ihr Herr Notar doch immer alles geplant und Marcel... Marcel hatte die Liebe seines Lebens bereits in Kindertagen gefunden und vermisst sie nun so sehr, das er eigentlich keinen Sinn mehr im Leben sieht. Während der Arzt von Marguerite ihr eine Kur empfiehlt hält ihr Sohn sie für verrückt alleine zu verreisen. Marcels Tochter hingegen drängt ihren Vater zu verreisen und plötzlich lernen sich zwei sehr unterschiedliche Menschen in einer Kur kennen. Beide nähern sich vorsichtig an und merken schnell eine Verbindung zwischen ihnen, allerdings sind sie so alt und ihre Kinder könnten dies nicht verstehen.... Im alter sollte man beständig sein und sich nicht nochmal verlieben, oder etwa doch? Wenn ich an dieses wundervolle Buch denke muss ich einfach seufzen und „süß“ sagen. Eigentlich beginnt dieses Buch so traurig mit dem Verlust von geliebten Menschen, aber das Kennenlernen von Marguerite und Marcel ist so herzlich, vorsichtig und zerbrechlich. Die zwei haben ein ganzes Leben bereits gelebt und fühlen sich plötzlich jung und lebhaft. Der Sohn von Marguerite hat mich allerdings sehr aufgeregt, der ging wirklich gar nicht!!! Aber Marguerite und Marcel, Marcel und Marguerite gehören irgendwie zusammen und manchmal kann man auch ein zweites Mal die große Liebe treffen, oder? Dieses Buch hat mich ganz tief in mir berührt und wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben. Am Ende konnte ich die kleinen Tränchen im Auge nicht zurück halten. So schön und so traurig zugleich und voller Hoffnung! Vielen Dank an das Bloggerportal, für dieses wundervolle und gefühlvolle Buch. * seufz *

Ein Herz bekommt keine Falten

Von: Tine Datum: 16. May 2017

Als ihr Mann stirbt, steht die 78-jährige Marguerite plötzlich alleine da. Das ist sie aber gar nicht gewohnt, denn ihr Mann, der gestrenge Herr Notar hat sich bisher um alles gekümmert, auch darum wie seine Frau zu denken, auszusehen und ihr Leben an seiner Seite zu sein hatte. Nun will das alles zwar ihr Sohn übernehmen, doch erstmalig begehrt Marguerite dagegen auf. Sie will mehr vom Leben und nun da sie keinen Aufpasser mehr hat wagt sie sich in neue Gefilde. Sie reist auf Anraten ihres Arztes in die Berge zur Kur. Dort trifft sie auf den etwas jüngeren Marcel, der gerade überraschend seine geliebte Frau verloren hat. Etwas an Marguerite rührt ihn an... so schlägt das Schicksal zu! Mit über 70 noch Herzklopfen, gibt es das eigentlich!? Für die 78-jährige Marguerite fast unvorstellbar, denn Liebe hat sie in ihrem Leben noch nie erlebt. Sehr traurig! Somit ist der Tod ihres verklemmten und snobistischen Ehemanns eigentlich ein Segen für sie. Fast lässt sie zu, dass ihr Sohn in die Rolle des Vaters schlüpft. Doch Marguerite kämpft sich frei und lebt ihre neuentdeckte Liebe. Endlich darf auch sie erleben wie Liebe eigentlich sein sollte, nämlich ein Geben und Nehmen. Sehr gefühlvoll wird diese wunderschöne Liebesgeschichte von Iris Berben vertont, ihre Stimme ist perfekt dafür. Abwechselnd erzählen im Hörbuch die beiden liebenswerten Protagonisten ihre Erlebnisse und Gefühle. Besonders gefallen hat mir natürlich, dass sich Marguerite nicht wie eine ausgesetzte Katze im Altersheim entsorgen lässt :) Wirklich schön zu wissen, dass die Liebe auch im Alter noch zuschlagen kann, denn im Herzen ist man einfach immer noch so jung, wie man sich fühlt ;) Ein sehr nettes Hörbuch, das ich im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks gewonnen und angehört habe. Ich würde es besonders älteren und einsamen Menschen ans Herz legen. Der Roman zeigt, dass das Leben selbst im Alter noch Überraschungen parat hält.

Ein Herz bekommt keine Falten

Von: Tine Datum: 16. May 2017

Als ihr Mann stirbt, steht die 78-jährige Marguerite plötzlich alleine da. Das ist sie aber gar nicht gewohnt, denn ihr Mann, der gestrenge Herr Notar hat sich bisher um alles gekümmert, auch darum, wie seine Frau zu denken, auszusehen und ihr Leben an seiner Seite zu sein hatte. Nun will das alles zwar ihr Sohn übernehmen, doch erstmalig begehrt Marguerite dagegen auf. Sie will mehr vom Leben und nun, da sie keinen Aufpasser mehr hat, wagt sie sich in neue Gefilde. Sie reist auf Anraten ihres Arztes in die Berge zur Kur. Dort trifft sie auf den etwas jüngeren Marcel, der gerade überraschend seine geliebte Frau verloren hat. Etwas an Marguerite rührt ihn an – so schlägt das Schicksal zu! Mit über 70 noch Herzklopfen, gibt es das eigentlich!? Für die 78-jährige Marguerite fast unvorstellbar, denn Liebe, das hat sie in ihrem Leben noch nie erlebt. Sehr traurig! Somit ist der Tod ihres verklemmten und snobistischen Ehemanns eigentlich ein Segen für sie. Fast lässt sie zu, dass ihr Sohn in die Rolle des Vaters schlüpft. Doch Marguerite kämpft sich frei und lebt ihre neuentdeckte Liebe. Endlich darf auch sie erleben wie Liebe eigentlich sein sollte, nämlich ein Geben und Nehmen. Sehr gefühlvoll wird diese wunderschöne Liebesgeschichte von Iris Berben vertont, ihre Stimme ist perfekt dafür. Abwechselnd erzählen im Hörbuch die beiden liebenswerten Protagonisten ihre Erlebnisse und Gefühle. Besonders gefallen hat mir natürlich, dass sich Marguerite nicht wie eine ausgesetzte Katze im Altersheim entsorgen lässt :) Wirklich schön zu wissen, dass die Liebe auch im Alter noch zuschlagen kann, denn im Herzen ist man einfach immer noch so jung, wie man sich fühlt ;) Ein sehr nettes Hörbuch, das ich im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks angehört und gewonnen habe. Ich würde es besonders älteren und einsamen Menschen ans Herz legen. Der Roman zeigt, das Leben hält selbst im Alter noch Überraschungen parat.

Bezaubernder, herzberührender Roman

Von: Cozylittlemoments Datum: 20. January 2019

Dies ist ein Roman, mitten aus dem Leben! Hier wird nicht beschönigt oder übertrieben lustig dargestellt, was eigentlich gar nicht lustig ist! Obwohl ich nicht zur Zielgruppe gehöre, hat mich der Roman berührt, aber mir auch ein bisschen Angst vorm Alter gemacht! Er zeigt realistisch, welche Schwierigkeiten einem das Leben mit fortschreitendem Alter machen kann, aber auch, dass es sich lohnt nicht einfach zu resignieren, sondern immer weiter zu machen und sich auf die kleinen, besonderen Momente des Alltags zu konzentrieren und sich daran aufrecht zu halten! Ich finde das Büchlein macht Mut, egal wie alt man ist, immer noch ein Abenteuer zu wagen und sich nocheinmal auf Veränderungen ein zulassen! Ein bezauberndes Buch, welches mein Herz berührt hat!

Eine Liebe im Spätsommer des Lebens

Von: Niederrheinblond Datum: 18. November 2018

Und jetzt lass uns tanzen – Karine Lambert Marcel und Marguerite verlieren beide ihre Lebenspartner und fast ihren Lebensmut, doch dann kommt die Liebe ein zweites Mal. Meistens lese ich Romane, in denen die Protagonistin circa mein Alter hat. Bei “Und jetzt lass uns tanzen” war das komplett anders, aber von Anfang an war ich sehr angetan vom Klappentext, auf dem die Frage gestellt wird, ob die beiden Protagonisten Marcel und Marguerite es noch einmal wagen, zu lieben. Bevor ich aber den Klappentext überhaupt gelesen habe, hatte ich mich in das Cover und den Titel bereits verliebt. Ich fand es sehr passend die älteren Protagonisten auf einem Seil über zwei Häusern laufen zu lassen, denn schließlich geht es genau darum im Roman: Wagt man diesen Balanceakt, diesen Sprung ins Ungewissen, oder bleibt man beim Altbekannten und lässt sich trotz fortschreitenden Alters auf kein neues Experiment ein. So viel sei verraten: Marcel und Marguerite wagen den Sprung. Die Geschichte / Achtung Spoiler! Der Roman beginnt mit einer Beerdigung. Marguerite muss ihren geliebten Ehemann zu Grabe tragen und ist erschüttert von den Ereignissen: “Ich bin achtundsiebzig Jahre alt, was soll ich jetzt bloß mit mir anfangen?” (Seite 15). Sie fühlt sich vollkommen verunsichert und ist sich nicht sicher, wie sie das Leben ohne ihren Mann, Henri, leben soll: “Was, wenn die Sicherung herausspringt? Wenn sie das Marmeladenglas nicht aufmachen kann? Wenn sie im Bad ausrutscht?” (Seite 27). Aber nicht nur Marguerite trauert, sondern auch Marcel. Er hat seine Frau Nora ebenfalls verloren und leidet unter der Einsamkeit: “Allein vegetiert er nur noch dahin. Er braucht seine zweite Hälfte, die ihm ein Zuhause gibt.” (Seite 61). Doch dann passiert etwas, womit beide nicht mehr gerechnet haben. In einer Kur lernen sie einander kennen und beide spüren, dass da mehr ist. Auf einmal sind da wieder Gefühle, die sie beide schon lange nicht mehr kannten. Aufregung, Nervosität, Unsicherheit. Doch am Ende sind beide bereit, das neue Wagnis einzugehen, doch da haben sie nicht mit Frédéric, Marguerites Sohn gerechnet. "Die hervorstehenden Knochen über den eingefallenen Wangen, tiefe Falten, müde Körper. Zerbrechlich. Die Abenddämmerung des Alters. Aber von Alleinsein keine Spur." – Seite 221 Meine Meinung Der Einstieg in dem Roman wirkte im ersten Moment hart. Eine Beerdigung zum Einstieg? Umso mehr man von dem Buch liest, umso schlüssiger erscheint gerade dieser vermeintlich harte Einstieg. Man versteht die Trauer und Hoffnungslosigkeit, die die beiden Protagonisten fühlen. Es zerreißt einem das Herz, wie sehr die beiden leiden und umso schöner ist es dann zu merken, wie der Keim der Liebe die beiden wieder aufleben lässt. Wie beschreibt Marguerite es, als ihr Sohn ihr aufgrund ihres verliebten Verhaltens einen Arztbesuch verordnet? “Ich brauche keinen Arzt. Ich muss wie Gene Kelly im Regen tanzen.” (Seite 125). Und gemeinsam wagen es die beiden noch mal. Sie tanzen, lassen sich fallen und geben sich dem Wunder der Liebe hin. Einfühlsam und authentisch beschreibt Lambert die Annäherung der beiden, die Ängste, aber auch das Glück, das beide empfinden. Fazit: Ein Buch, bei dessen letzte Seite man ein Lächeln auf den Lippen hat und es mit einem warmen Gefühl ums Herz herum schließt.

Süß

Von: thebookworm.c Datum: 20. October 2018

Mich hat das Cover wirklich sehr angesprochen, ich finde es hat eine wirklich schöne Schrift, die Farben sind harmonisch abgestimmt und es passt einfach perfekt zum Inhalt. Als ich es ausgepackt habe, war ich überrascht wie "süß" das Büchlein ist, es hat nämlich nur 240 Seiten, was für mich wirklich wenig ist und auch das Format ist kleiner als das normale Taschenbuchformat. Es hat mir wirklich eine Freude bereitet, das Buch zu lesen weil es einfach alle Bereiche im Leben zeigt, die Schönen, sowohl auch die eher weniger Perfekten. Ich mochte die Charaktere und den Schreibstil nur manchmal hat sich das Buch einfach etwas gezogen.

Eine Geschichte, die nachdenklich stimmt

Von: Ritja Datum: 23. August 2018

Ein ruhiges, leises und nachdenkliches Hörbuch. Es wird aus der Perspektive von Marguerite und Marcel erzählt. Beide haben ihre langjährigen Partner verloren und müssen sich nun an die neue Situation gewöhnen. Es fällt ihnen schwer allein zu sein und ihre alten Gewohnheiten abzulegen. Marguerite hat ihren Mann jung geheiratet und war wenig glücklich in der Beziehung. Bis zum Schluss haben sich die Eheleute gesiezt und waren sehr distanziert. Sie wurde klein gehalten und ihr wurden die Entscheidungen abgenommen. Nun muss sie lernen ihre Entscheidungen selbst zu treffen. Marguerite entscheidet sich eine Kur zu machen. Marcel hatte eine glückliche und harmonische Ehe mit Norah und sie feierten gerade ihre Rubinhochzeit. Er kommt nur schwer mit dem Verlust zurecht und wird nun auch von seiner Tochter zur Kur überredet. Die Geschichte lässt die beiden langsam zusammenkommen. Es beginnt eine leise, vorsichtige Annäherung und neue zarte Bande entwickeln sich. Doch nicht jeder freut sich darüber, so dass Marguerite und Marcel ein paar Hürden umkreisen müssen. Mir hat die Perspektive gefallen. Alles wurde aus der Sicht der älteren Charaktere erzählt. Wie sie die Trauer, die Kinder und deren Aussagen wahrnehmen. Wie sie sich selbst wahrnehmen und einschätzen und was mit ihnen passiert, wenn die Liebe zurückkommt. Die Autorin hat eine schöne und nachdenkliche Geschichte geschaffen, die leider ein paar Längen hat und manchmal (für mich) zu kitschig wurde. Aber der Humor des Paares war gut und unterhaltsam.

Ein schönes Hörbuch für Zwischendurch

Von: Büchertraum Datum: 15. March 2018

Facts Die ungekürzte Lesung dauert 4 Stunden und 50 Minuten und ist auf vier Audio CDs verteilt. Geschrieben wurden die 222 Seiten von Karine Lambert - es ist ihr zweites Buch und wurde aus dem Französischen übersetzt von Pauline Kurbasik. Gelesen wird das ganze von Iris Berben. Darum gehts Es geht um Marguerite und Marcel. Sie lebten beide ihre sehr unterschiedlichen Leben bis ihre Partner starben. Monate später treffen sie aufeinander - wagen sie es nocheinmal zu lieben? So hats mir gefallen Zuallererst will ich euch sagen: Ich habe die Geschichte komplett gehört aber auch teilweise gelesen. Und Iris Berben hat der Story definitiv in der Hörfassung einen Aufschwung gegeben. Gelesen finde ich den Schreibstil persönlich unangenehm und abgehakt. Definitiv nicht meins ABER von Iris Berben vorgelesen wirkt er um längen angenehmer. Natürlich ist es dieselbe Formulierung aber es wirkt so toll betont als Hörfassung um längen besser. Die Geschichte an sich ist soweit ganz schön. Auf der ersten CD erfährt man wie die Leben der zwei Protagonisten mit ihren Partnern verlief als diese noch lebten. Dabei fand ich vor allem Marguerites leben Spannend denn obwohl es in Frankreich spielt, kenne ich ähnliches von Erzählungen, durch das Hörbuch wurde es jedoch viel greifbarer. Es war eine andere Zeit als der Ehemann noch entscheiden konnte ob die Arbeiten darf, ihr gesamtes Leben wurde von diesem Kontrolliert. Das wurde richtig gut dargestellt. Marcels Leben stellt dagegen das absolute Gegenteil dar. Auch die Kinder und deren Umgang mit den Eltern fand ich gut dargestellt. Es gab zwar keinen richtigen Antagonisten aber wenn ich einen benennen müsste dann wäre es Maggis Sohn. Uhh... wie sehr ich ihn teilweise gehasst habe. Aber das macht glaubhafte Charaktere nun mal aus. Die Entwicklung der gemeinsamen Geschichte fand ich jedoch leider etwas zu abgehakt. Ich hätte es mir fließender gewünscht und einfach etwas mehr. Ich hatte das Gefühlt es wurde besondern viel Platz in den Aufbau und den Hintergrund gesteckt und zu wenig in die Eigentliche Hauptthematik. Vielleicht hatte ich auch einfach aufgrund des Klappentextes etwas anderes erwartet. Für mich ging es aufjedenfall zu wenig um die Eigentliche Liebe und das zusammen sein der zwei. Das Ende war ok - kein Knaller aber es war ok, was mich mit einem etwas bitteren Geschmack zurück lies. Ich werde eher kein Buch mehr von der Autorin lesen kann das kurze Hörbuch aber dennoch weiter empfehlen, das es einen schönen Unterhaltungsfaktor geboten hat und man mal einen Einblick in die Liebe einer anderen Generation erhält :-)

Unaufgeregter, feinsinniger Hörgenuss

Von: Tanja Hammer Datum: 30. August 2017

Das Hörbuch Und jetzt lass uns tanzen vom März 2017 erschien im RandomHouse Audio Verlag und ist die ungekürzte Lesung zum gleichnamigen Roman des Diana Verlages. Iris Berben spricht mit einer warmen, ruhigen Stimme. Sie erzeugt eine fast schon heimelige, teils melancholische Stimmung. Die Autorin Karine Lambert stellt mit den völlig unterschiedlichen Protagonisten Marcel und Marguerite zwei Figuren in den Mittelpunkt, die beide eine Verlusterfahrung gemacht haben. Marguerites sehr dominanten Ehemann, ein Notar, verstarb im hohen Alter. Das Paar siezte sich. Sie folgte seinen Ideen und Ansagen. Nach seinem Tod erinnert der Alltag die 78-Jährige schmerzhaft an den verstorbenen Ehemann. In der Metzgerei wird sie beispielsweise gefragt, ob sie auch noch Wurst für ihren Mann mitnehmen möchte. Der Sohn des Paares, Frédéric, sorgt sich um die Mutter, die nun alleine ist und macht seiner Mutter Vorschriften. Marcel kommt aus Algerien, ist Franzose. Er war glücklich verheiratet. Mit seiner Frau Nora war er schon mitten in der Planung für ein Ehejubiläum, als diese plötzlich verstarb. Marcel und Marguerite lernen sich in einem Kurort kennen. Sie können über die Gleichen Sachen lachen, haben ähnliche Vorstellungen. Die beiden verlieben sich in einander, zum Unverständnis der Kinder. In der fremden Umgebung entdeckt Marguerite ihre längst vergessen geglaubte Lebensfreude durch Marcel wieder. Die Geschichte wird durch den Perspektivwechsel der Figuren getragen. Humorvoll, berührend aber nie kitschig wird Älterwerden, Einsamkeit, Schicksal und der Mut, eine späte Liebe zu leben, thematisiert. Die sympathischen Figuren werden durch eine fein komponierte Wörterwelt regelrecht zum Leben erweckt. Fazit: 4h 50min Stunden feiner, unaufgeregter Hörgenuss auf vier CDs.

Und jetzt lass uns tanzen

Von: Lisa Datum: 30. August 2017

Marguerite ist schon seit sie denken kann mit ihrem Mann verheiratet. Schon immer hat sie genau das getan, was er von ihr erwartet hat und gab sich Mühe es ihm in allem recht zu machen, mochte die selben Sachen wie er, schickte ihren Sohn dorthin, wo ihr Mann es für richtig befand. Als ihre Ehemann dann verstirbt steht sie plötzlich alleine da: eine über 70-Jährige, die erst jetzt die Chance bekommt zu leben. Wie sie es möchte. Und dann begegnet sie Marcel... Allein vom Inhalt her, hat mir das Hörbuch schon sehr gefallen, doch als ich dann angefangen habe es zu hören, war ich wirklich skeptisch. Konnte das überhaupt gut werden? Ja, kann es. Die Vorleserin hat Marguerite genau die Stimme einer älteren, etwas gebrechlichen Dame gegeben, was einem das Gefühl gab, seiner Großmutter beim Geschichten erzählen zuzuhören und nebenbei ein paar Kekse zu knabbern. Auch Marcel gab sie wieder eine ähnlich ältere Stimme, die sich hervorragend an sein Alter anpasst. Auch wenn einem vor allem anfangs, der Ton etwas sehr langweilt, ist es dann, alles in allem nicht so schlimm und man gewöhnt sich daran. Marcel hat die Liebe seines Lebens gefunden und hat mit ihr ein verdammt glückliches Leben geführt. Sie kannten sich seit sie kleine Kinder waren und haben somit, ihr gesamtes Leben zusammen verbracht. Erst als Freunde, dann als Geliebte und schließlich als Ehepartner. Doch selbst die schönste Sache endet irgendwann und seine wundervolle Frau ertrinkt im Meer aufgrund eines Herzinfarktes. Sein Leben scheint nun endgültig vorbei zu sein. Doch dann trifft sie Marguerite... Die Story selber ist einfach mal etwas ganz anders.. eine Liebesgeschichte über zwei alte Menschen, die sich gerade erst finden. Klingt seltsam, ist es auch. Aber am wichtigsten: es hat auch noch funktioniert. Die Autorin hat es geschafft, das Geschehen so zu erläutern, dass es ganz egal ist, dass die beiden ihre besten Tage schon hinter sich haben. Die Probleme des Alters werden natürlich auch genügend einbezogen und ich für meinen Teil weiß, was ich bei meinen Eltern auf keinen Fall machen werde: ihnen bei dem was sie tun wollen, dazwischenreden. Man merkt, dass alte Menschen zu sehr wie Kinder behandelt werden.. meine Güte, sie haben ein ganzes Leben hinter sich, lasst ihnen doch den Spaß.

was das Herz berührt

Von: Heidi Datum: 09. August 2017

Zum Inhalt: Marcel ist 73 Jahre und seid ein paar Monaten Witwer. Er war mit seiner Jugendliebe Nora sehr glücklich verheiratet bis sie unerwartet stirbt. Marguerite ist 78 Jahre und ebenfalls seid ein paar Monaten Witwe, sie allerdings hat eine sehr distanzierte Ehe geführt. Wenig Liebe und Zärtlichkeit , dafür kühl und immer höflich. Sie fühlt sich beinahe von einer Last befreit, denn noch fehlt ihr Henri der ihr immer den nötigen Halt gegeben hat. Marcel hingegen hadert mit dem Schicksal und Schuldgefühle quälen ihn. Alles ändert sich, als sie sich in der Thermalkur begegnen. Erst zögern sie, lernen sich immer besser kennen und wünschen sich ein Leben zu zweit. Die Veränderung allerdings nimmt die Familie und das Umfeld nicht so gelassen. So das es erst einmal zu Spannungen auf allen Seiten kommt. Mein Fazit: Dies ist eines der wenigen Hörbücher welches alles hat. Selten kamen mir bei einem Hörbuch die Tränen, noch weniger kann ich mich daran erinnern Gänsehaut bekommen zu haben. Diese Geschichte ist so gefühlvoll erzählt ohne Kitschig zu sein, und mit so viel Hingabe und Zärtlichkeit durch seinen besonderes Schreibstil beschrieben das der Zuhörer ganz gerührt ist. Auf eine ganz besondere Weise wird das Herz berührt. Mit diesem Roman ist der Autorin Karine Lambert eine unvergleichliche Geschichte gelungen . Dies ist der 2. Roman der Autorin . Und meiner Meinung nach ein ganz besonderes Werk was sich unbedingt zu lesen lohnt . Daher vergebe ich sehr gerne 5***** und eine Kaufempfehlung .

Sehr warmherziger Roman, der Mut fürs Alter macht

Von: lenisvea Datum: 29. May 2017

€ 19,99 [D]* inkl. MwSt. € 22,50 [A]* | CHF 28,50* (* empf. VK-Preis) Hörbuch CD ISBN: 978-3-8371-3828-3 NEU Erschienen: 06.03.2017 Zum Hörbuch: https://www.randomhouse.de/Hoerbuch/Und-jetzt-lass-uns-tanzen/Karine-Lambert/Random-House-Audio/e519993.rhd Wenn das Leben Pirouetten dreht Die Wege von Marguerite und Marcel kreuzen sich bei einer Kur in den Pyrenäen. Sie ist nie aus dem Schatten ihres Mannes getreten und erkennt erst nach dessen Tod, dass sie ein Leben gelebt hat, das nicht ihres war. Er hat zusammen mit der Frau, die ihm alles bedeutete, auch seine Lebensfreude verloren. Obwohl Marguerite und Marcel einander so fremd sind, beschließen sie, sich zu vertrauen. Doch wagen sie es auch, noch einmal zu lieben? Mit der wunderbaren Iris Berben kongenial besetzt! (4CDs, Laufzeit: ca. 4h 50) Meine Meinung: Ich war auf der Suche nach einem neuen Hörbuch und bin dann auf dieses Werk gestoßen, da sich der Klappentext sehr interessant angehört hat. Der Einstieg in die Geschichte ist mir recht leicht gefallen. Man erfährt erst einmal die Eckdaten des Lebens von Marguerite und Marcel. Interessant fand ich dabei, dass Marguerite ein eher unscheinbares Eheleben hatte mit viel Verzicht und wenig Liebe und Marcel das Glück hatte, mit seiner großen Liebe verheiratet zu sein. Von Anfang an hat die Geschichte soviel Warmherzigkeit und Liebe versprüht, das konnte man zwischen den Worten deutlich heraushören. Die Sprecherin Iris Berben hat es sehr gut herüber bringen können. Mir persönlich war die Geschichte teilweise schon zu ruhig. Marguerites Sohn war ja fast das Ebenbild ihres Mannes, ein sehr schwieriger Charakter, er hat es seiner Mutter teilweise schon sehr schwer gemacht. Marguerite tat mir schon ein wenig leid, da sie einfach nicht den Mut hatte, sich zur Wehr zu setzen. Alles in allem hat mir das Hörbuch recht gut gefallen, auch wenn mir die Geschichte schon fast zu ruhig war. Andererseits konnte es mich aufgrund der Warmherzigkeit doch begeistern. Es ist auf jeden Fall eine Lektüre, die Mut macht, dass das Leben im Alter auch schön sein kann und man nie zu alt ist für eine zweite Liebe. Von mir bekommt das Buch 4 Sterne.

Bezaubernd, zu Herzen gehend und einfach nur schön

Von: http://www.buecherwanderin.de/2017/05/lauschangriff-lambert-karine-und-jetzt.html Datum: 21. May 2017

50 Jahre war die 78-jährige Marguerite mit Henry verheiratet. Einem spießigem Notar, der ihr gemeinsames Leben nüchtern und von Regeln geprägt gestaltet hat. Dabei hat sich Marguerite ihr Leben ganz anders vorgestellt gehabt. Als Henry stirbt, muss Margueritte lernen ohne die Bestimmungen ihres Ehemannes zu leben. Marcel, 73 Jahre alt, liebte seine Nora fast 50 Jahre lang. Ihre Ehe war geprägt von Liebe und Leidenschaft. Als sie plötzlich stirbt, fälllt Marcel in ein tiefes Loch der Trauer. Nichtmal seine Tochter vermag es, ihn aus diesem Grau herauszuholen. Sie schickt ihren Vater eines Tages auf Kur in die Pyrinäen, wo Marcel Marguerite kennenlernt. Beide merken schnell, dass sie sich mögen und beginnen die Zeit miteinander zu verbringen. Ist es den beiden möglich, nochmal zu lieben? Darf man mit über 70 Jahren überhaupt nochmal an eine neue Beziehung und Liebe denken? Ich habe diese Buch schon länger ins Auge gefasst. Ich mag französische Geschichten bzw. Geschichten, die in Frankreich spielen und diese hier, die zwei ältere Menschen bei der Entdeckung ihrer zweiten Liebe begleitet, hat mir schon in der Vorschau zugesagt. Ich mochte auch das Cover sehr gerne. Es ist ein Eyecatcher und ludt mich genauso dazu ein, das Buch zu lesen bzw. zu hören, wie der Klappentext. Ich habe es gleich mal gewagt und ich wurde nicht enttäuscht. Karine Lambert hat mit Marguerite und Marcel zwei wirklich herzliche und rüstige Senioren geschaffen, die im Herzen noch jung geblieben und mutig sind. Besonders Marguerite hatte es mir angetan, da sie es schafft, nach dem Tod ihres Mannes Henry aus dessen Schatten zu treten und es nochmal wagt IHR Leben zu leben. Dank Marcel wirft sie das Korsett der alten Ehe und des ehemaligen Lebens ab und schreitet mutig voran in ein neues Abenteuer und auch eine neue Liebe. Marcel ist am Anfang ein verschlossener Griesgram, der den Tod seiner geliebten Frau einfach nicht überwinden kann. In der Trauer versunken glaubt er überhaupt nicht mehr daran, noch einmal glücklich zu sein. Aber das Schicksal hat was anderes vor und stellt Marguerite vor, von der er vom ersten Augenblick an angetan ist. Mit seiner ruhigen und geduldigen Art, kann er die alte Dame für sich gewinnen und gibt ihr sogar den Mut, sich gegen so manche Sache aufzulehnen und zu rebellieren. Diese Geschichte ging mir ans Herz und fesselte mich von der ersten bis zur letzten Minute. Karine Lambert hat eine warme und hingebungsvolle Erzählweise. Sie haucht ihren beiden sympathischen Senioren soviel Leben und Liebe ein, dass es mir warm ums Herz wurde. Ihr ganzes Leben lang wohnten die beiden nicht allzu weit voneinander entfernt. Doch erst zwei Verluste, bringen die beiden zusammen. Im hohen Alter noch einmal der Liebe zu begegnen? Damit gehen beide anfangs doch recht unterschiedlich um. Marguerite, die vom distanzierten Liebesleben mit ihrem Ehemann Henry geprägt ist, lernt erst langsam, sich auf die Gefühle von Marcel einzulassen und sich ihren mutig zu stellen. Lambert erzählt von der Liebe im Alter und darüber wie schön diese sein kann. Aber auch davon, wie Familienangehörige damit umgehen. Es berührte mich sehr, wie Marcel und Marguerite sich wie zwei junge verliebte Teenager vorsichtig annähern. Die Autorin hat es auf behutsamer Weise erzählt und gezeigt, dass auch im Alter noch eine echte, tiefe Liebe möglich ist, auf allen Ebenen. Die Handlung ist wie im Flug vergangen und war geprägt von einer wunderschönen, entspannten, romantischen und kessen Atmosphäre. Iris Berben ist eine tolle Sprecherin. Sie konnte Marguerite mit ihrer Stimme, den richtigen Charme und den richtigen Esprit verleihen. Das ganze Buch lebt von der Vielfalt der Stimme von Berben. Einfühlsam bringt sie die Geschichte an den Mann und ich habe ihren Darbietungen sehr gerne gelauscht. Gerne mehr davon! Ich kann euch diese doch ungewöhnliche aber ruhige Liebesgeschichte ans Herz legen. Vielleicht werde ich das Buch auch irgendwann mal lesen. Es gibt viele Zitate, die ich mir gerne notiert hätte. Lambert hat eine ganz bezaubernde Geschichte geschrieben, mit unglaublich schönen Worten und vielen besonderen Szenen, die mir noch lange im Gedächtnis bleiben werden. Bezaubernd, zu Herzen gehend und einfach nur schön - Das sind die Wörter, die mir zu "Und jetzt lass und tanzen" von Karine Lambert einfallen. Die Autorin erzählt auf einfühlsamer Weise von der Liebe im hohen Alter und von Marcel und Marguerite. Zwei Charaktere, deren Sein und Leben mir zu Herzen ging. Gepaart mit der wunderbaren Sprecherin Iris Berben, ist dieses Hörbuch ein absoluter Glücksfall und gehört für mich schon jetzt zu den gelauschten Highlights in diesem Jahr.

Liebe altert nicht ...

Von: Diane Jordan Datum: 03. May 2017

Rezension Diane Jordan Verliebt sein, glückliche Zeiten verbringen und mit dem Partner uralt werden ☺, so stelle ich mir mein Leben vor. Und den meisten Menschen um mich herum scheint es auch so zu gehen. Was aber, wenn das Leben einem einen dicken, fiesen Strich durch diese Planung macht? Man plötzlich alleine und alt ist? Der Partner verstirbt. Die vorliegenden Audio CDs „Und jetzt lass uns tanzen“ von der belgischen Autorin Karine Lambert befassen sich mit dieser traurigen Thematik. Humorvoll und super gelesen von der bekannten Schauspielerin Iris Berben. Die Protagonisten Marguerite und Marcel lernen sich erst im hohen Alter, bei einer Kur, kennen und lieben. Und plötzlich ist nichts mehr wie es war. Irrungen, Wirrungen, schüchternes Händchenhalten und erste Küsse, aber auch die nicht begeisterten Blicke der restlichen Familienangehörigen. Gehört sich so etwas im hohen Alter?! Aber Liebe altert zum Glück nicht und vor Amors Pfeil ist keiner gefeit. Und plötzlich hat man Schmetterlinge im Bauch, egal wie alt man auch sein mag. Eine zarte Liebe, die beflügelt, einen hoffen und träumen lässt und eine neue Facette der Zweisamkeit im Alter zulässt. Auch wenn ich wahrscheinlich Tobsuchtsanfälle im Jenseits bekäme, denn ich bin sehr, sehr eifersüchtig. Die Vorstellung, dass „mein“ geliebter Ehemann nach mir wieder eine Liebe hätte, ist irgendwie momentan nicht so prickelnd, das mag ich mir noch nicht mal vorstellen. Aber zum Glück geht es ja nicht um mich, sondern um die wunderbare Marguerite und ihren Marcel und denen gönne ich ihr Glück natürlich von ganzem Herzen. Inhalt: Wenn das Leben Pirouetten dreht Die Wege von Marguerite und Marcel kreuzen sich bei einer Kur in den Pyrenäen. Sie ist nie aus dem Schatten ihres Mannes getreten und erkennt erst nach dessen Tod, dass sie ein Leben gelebt hat, das nicht ihres war. Er hat zusammen mit der Frau, die ihm alles bedeutete, auch seine Lebensfreude verloren. Obwohl Marguerite und Marcel einander so fremd sind, beschließen sie, sich zu vertrauen. Doch wagen sie es auch, noch einmal zu lieben? Die Autorin: Karine Lambert ist Fotografin und Schriftstellerin und lebt in Brüssel. Für ihr erstes Buch, das in Frankreich zum Bestseller avancierte, erhielt sie 2014 den Prix Saga Café für das beste belgische Debüt. Mit ihrem zweiten Roman Und jetzt lass uns tanzen erscheint sie nun erstmals auf Deutsch. Fazit: 4 Sterne**** für die gelungene Aufarbeitung und Darstellung der späten Liebe und des Glücks. „Und jetzt lass uns tanzen“ Die vier CDs sind im Random House Audio erschienen. Die CDs haben eine Laufzeit von zirka vier Stunden und 50 Minuten und kosten 18,99 Euro.

Eine wunderschöne Liebesgeschichte

Von: die.buecherdiebin Datum: 24. April 2017

Inhalt: Der 73-jährige Marcel verliert nach 50 Ehejahren durch einen tragischen Unfall seine große Liebe. Seit seiner Kindheit liebte er Nora und ist nun sehr unglücklich. Marguerite ist 78 Jahre alt, als sie Witwe wird. Ihre Ehe war eher eine Zweckgemeinschaft und nie besonders glücklich. Die beiden Ehepartner lebten auf distanzierte Weise nebeneinander her, denn ihr Mann Henri war gefühlskalt und Marguerite hatte absolut nichts zu sagen. Während eines Kuraufenthaltes lernen sich Marcel und Marguerite zufällig kennen. Meine Meinung: Ich fand das Buch/Hörbuch einfach nur wunderschön. Ganz toll gelesen von Iris Berben! Außergewöhnlich an diesem Buch ist, dass die beiden Protagonisten schon relativ alt sind, aber vielleicht ist gerade darum die Geschichte so schön, gefühlvoll und bewegend. Karine Lambert beschreibt zuerst die Trauer und das neue Leben von Marcel und Marguerite ohne ihre Lebenspartner. Während Marcel tieftraurig ist, fängt Marguerite eher an, ihr neues selbstbestimmtes Leben zu genießen. Allerdings meint ihr Sohn, ihr nun anstelle seines Vaters Vorschriften machen zu können. Marguerite fällt es nicht leicht, sich gegen ihn zu behaupten. Während eines Kuraufenthaltes lernen sich Marcel und Marguerite zufällig kennen und verlieben sich ineinander. Das passiert allerdings nicht ohne Zweifel, Unsicherheiten und schließlich Widerstand von Marguerites Sohn. Diese Liebesgeschichte ist leicht, völlig ohne Kitsch und ohne überflüssige Beschreibungen geschrieben. Beide Protagonisten sind liebevoll gezeichnet und man schließt sie gleich ins Herz. Auch Marcels Tochter ist sehr sympathisch. Das Ende hat mich etwas traurig gemacht, vielleicht, weil einige mir nahestehende Menschen dasselbe Schicksal haben, bzw. hatten. Eine andere Alternative für ein Ende wäre aber wahrscheinlich noch trauriger gewesen. Fazit: Eine wunderschön erzählte Geschichte über eine Liebe im Alter, die Mut und Hoffnung macht, auch nach dem Verlust eines geliebten Partners und auch in reiferen Jahren, noch glücklich werden zu können. Liebe und Glück sind zeitlos!

Zauberhaftes Hörbuch über die späte Liebe für Genießer... so schön wie Paris.

Von: Littlewoodstar Datum: 17. April 2017

Karine Lambert erzählt eine wunderbare Geschichte, in der es wieder einmal um die Liebe geht. Aber nicht nur. Für mich zeigt die Geschichte, dass Mut und Offenheit keine Altersgrenze kennen und das wir selbst für unser Glück verantwortlich sind. Das Buch zeigt, wie wichtig es ist Veränderungen zuzulassen und aktiv Entscheidungen im Leben zu treffen statt ängstlich zuzusehen und das Leben einfach geschehen zu lassen. Die beiden Protagonisten haben über viele Jahre in ihren gewohnten Bahnen zufrieden dahingelebt. Marcel in einer glücklichen und erfüllten Beziehung mit seiner großen Liebe und Marguerite als brave Ehefrau eines wohlhabenden Notars. Als dieser so bequeme Alltag durch den Verlust ihrer Partner plötzlich nicht mehr aufrecht erhalten werden kann, beginnt für sie eine Zeit des Umbruchs. Plötzlich kommen Zweifel auf. Wie viel darf man im Alter noch wagen? Und muss man allen Erwartungen der Gesellschaft entsprechen? Wie verrückt ist es nach der großen Liebe noch einmal zu lieben? Und, was werden die Kinder dazu sagen? Schön, romantisch und gefühlvoll ohne ins Kitschige abzurutschen, für alle Altersklassen unterhaltsam und sehr kurzweilig. Auch als Hörbuch ein besonderer Hörgenuss, da Iris Berben dem Buch ihre schöne Stimme leiht. Wer soll mitlesen: mir hat es so gut gefallen, dass ich am lieben JEDE/JEDER schreiben möchte… Aber ich würde es besonders denen empfehlen, die sich von einem Buch gerne in eine gefühlvolle Welt entführen lassen, die mal zum Genießen und mal zum Nachdenken anregt – und sich anfühlt wie ein Tanz durch den warmen Sommer-Regen von Paris.

Berührender Roman über eine Liebe im Alter

Von: Dodo Datum: 12. April 2017

Die Protagonisten aus "Und jetzt lass uns tanzen", Marguerite und Marcel, sind beide in ihren 70-er Jahren und seit kurzem verwitwet. Sie lernen sich während eines Kuraufenthalts in den Pyrenäen kennen. Marcel ist immer noch lebenslustig, Marguerite aufgrund der jahrelangen Bevormundungen durch ihren Mann und nun auch durch ihren Sohn sehr vorsichtig und ängstlich. Nach ihrem Kennenlernen verliert Marguerite ganz schnell ihre Scheu und holt vieles nach, was sie in ihrem Leben versäumt hat. Dabei setzt sie sich auch gegen ihren Sohn durch, und schließlich verleben die beiden noch viele schöne gemeinsame Jahre. Mir hat diese ruhige Geschichte sehr gut gefallen. Es hat mich sehr berührt, wie Marcel und Marguerite zunächst zarte Bande knüpfen und dann sehr schnell ihre gemeinsamen Unternehmungen genießen. Die Geschichte zeigt dem Zuhörer, dass es immer noch möglich ist, sich im Leben zu verändern und seine Situation zum Besseren hin zu verändern, sogar noch im hohen Alter. Mich hat die Geschichte von Anfang an fasziniert und gleichzeitig Hoffnung vermittelt, dass es nie zu spät ist. Es ist ein Roman der leisen Töne und trotzdem sehr aussagekräftig. Ich habe das Zuhören sehr genossen und empfehle das Hörbuch gerne weiter. Iris Berben habe ich als eine sehr angenehme Sprecherin empfunden, die den Roman dem Zuhörer sehr einfühlsam rübergebracht hat. Außerdem möchte ich gerne noch das tolle Cover erwähnen, welches ich für ganz besonders gelungen halte!

Nicht ganz das was ich mir gewünscht hatte

Von: Nicole Katharina Datum: 09. April 2017

Meine Meinung zum Hörbuch: Und jetzt lass uns tanzen Aufmerksamkeit: Diesen Punkt erfahrt ihr auf meinem Original Post auf meinem Blog. Inhalt in meinen Worten: Marcel und Marguerite lernen sich kennen und erzählen sich gegenseitig ihre Lebensgeschichte. Die nicht immer so ist, wie man es erwarten möchte. Doch gerade weil beide ihre Partner verloren, lernen die beiden sich im hohen Alter lieben und erkennen, Liebe ist immer möglich. Wie empfand ich das Hörbuch: In dieses Hörbuch fand ich leider nicht ganz so gut, wie ich es selbst erwartet hatte, ich hab mir eine etwas andere Geschichte vorgestellt, als das ich letztlich hören durfte. Doch ist das an sich gar nicht so tragisch, denn dadurch darf ich mal wieder etwas neues erfahren. Wie werde ich, wenn ich 78 Jahre alt bin, über mein Leben denken? Was werde ich es zu erzählen haben, verbittert oder voller Lebensfreude? Marguerite ist eine Frau, die alles hatte und doch einsam war, Marcel hatte dagegen nicht viel und hatte ein glückliches Leben. Beide Personen erzählen im Rückblick ihre Geschichte. Und ich bin wirklich überrascht, wie das Leben zur damaligen Zeit war. Eine Frau zählte ja um 1900 nicht so sehr viel, wie es heute der Fall ist. Selbst heute gibt es das Problem, das wir Frauen um unsere Rechte und auch Privilegien kämpfen müssen und das fängt dieses Hörbuch wirklich sehr gut ein. Jedoch wie der Sohn von Marguerite mit seiner Mutter umgeht, finde ich echt heftig. Es kann ja nicht sein, das ein Kind sich als Kind über seine Mutter erhebt, und gerade das erzählt das Hörbuch. Man merkt auch den Französischen Hintergrund der Geschichte durch, was an sich aber nicht schlimm ist, sondern dieses Hörbuch authentisch macht. Hörbuchsprecherin: Iris Berben spricht diese Hörbuch so authentisch und echt das es einfach eine Freude ist, die Geschichte von Marguerite zu lauschen. Wenn sie die Frauenstimme spricht, spricht sie mit einer Stimme die einer Frau gerecht wird, die gebrochen und alt ist, und dennoch ihre Lebensfreude nicht verloren hat. Die Männerstimme betont sie tiefer, so das man gut versteht, welche Rolle gerade spielt. Das finde ich am Hörbuch sehr gut gewählt, aber bei Iris Berben weiß ich einfach das sie es schafft ein Hörbuch richtig in Szene zu setzen. Das Ende des Hörbuches? Irgendwie war das Ende des Hörbuches wie ein "und plötzlich ist das Ende da", und ich musste erst einmal verstehen, dass das Ende wirklich da ist. Und hier hätte ich mir vom Verlag irgendwie ein klareres Ende gewünscht, außer das man das Gefühl hat, hier fehlt irgendwie noch eine CD. Aber nachdem das Ende der Dame ja auch nicht erreicht war, wie sollte es dann enden? Bewertung: Ich kam mit dem Hörbuch einerseits sehr gut klar, andererseits fehlte es mir irgendwie an Dingen, an Stimmungen und am Ende knabberte ich deutlich, deswegen gebe ich diesem Hörbuch nur drei Sterne.

Wird sie endlich Wünsche wagen?

Von: Edelstella Datum: 05. April 2017

Eine poetische und zart berührende Liebesgeschichte, die durch die Sprache von Iris Berben zu einem außerordentlichen Hörgenuß wird und ein breites Lächeln auf die Gesichter zaubert. Iris Berben vermag es, mich zu berühren, mich in Aufregung zu versetzen, mich zu ängstigen, sie verleiht meiner Seele Flügel und sie kann mit ihrer wunderbaren, nuancenreichen Stimme Bilder malen. Nein, das ist nicht übertrieben, das ist Kunst. Ich mag und schätze sie im Film, aber ihr großes Können zeigt sie hier beim Hörbuch, wo ich nicht durch „vorgesetzte Bilder“ beeinflusst werde. Ich bin zögerlich, ein Hörbuch zu wählen, aber dieses hier hat mich vollkommen überzeugt! Nun zur Geschichte: Maguerite ist 78 Jahre alt und in Trauer. Sie hat ihren Ehemann verloren, nun ist sie allein, der Sohn Frederik ist streng und konservativ wie der Vater, der wunderbare Ludovic nur 1 x die Woche da. Da gibt es noch Maria, die ihr zur Hand geht in dem großen Haus und 1 x im Monat geht sie ins Museum. „...was kann sie jetzt noch tun mit 78, sie hat immer nur – Gehorsam – gezeigt. Dem Vater gegenüber und auch dem Ehemann – und jetzt ist sie frei. - zu spät - „ und dann ist da Marcel, 73 Jahre alt und auch er ist in Trauer. Kurz vor der goldenen Hochzeit hat er seine große Liebe Nora an einen Herzinfarkt verloren. Für ihn bricht eine Welt zusammen. Dann treffen die Zwei in einer Kur aufeinander : Marguerite, die nie eigene Wünsche kannte und Marcel, der nicht weiß, dass es so etwas gibt, denn er liebt die Freiheit und die Sternennacht, vor der sich Marguerite wiederum fürchtet. Sie treffen sich, dann nochmal, dann macht eine wunderschöne Sternennacht beide befangen und sie vergisst den Sohn anzurufen....... Karine Lambert hat ein außerordentliches Gespür für die Feinheiten in den Stimmungen der unterschiedlichen Charaktere. Sie weiß um Befindlichkeiten älterer Menschen, ihrer Grenzen, ihrer Träume und sie weiß, dass in jedem alten Menschen auch ein jüngerer und ein mittelalter und der jetzige Mensch steckt. Da gibt es nicht nur das biologische Alter und die äußerlichen Veränderungen, sondern da gibt es das Herz, das genause holpert und wild schlägt, wenn es Freude und Verliebtheit spürt, wie ein jüngerer Mensch. Diese Geschichte ist eine wertschätzende und brückenbauende Liebeserklärung an das Alter. Die Autorin berührt mit abwechselnd zu Worte kommenden Protagonisten in sehr sensibler Sprache. Iris Berben drückt mit ihrer Stimme jede Schwankung in den Gefühlen und Befindlichkeiten perfekt aus. Autorin und Sprecherin sind hier ein perfektes Duo, die absolut überzeugen. Mich hat das Hörbuch zittern lassen, liebevoll berührt, staunen und schmunzeln lassen und mir ganz oft ein breites Lächeln ins Gesicht gezaubert. „Wie schön ist es doch, im Alter zu tanzen“! Ich sage danke und vergebe 5 Lesesterne mit voller Überzeugung und eine Hörempfehlung an alle Altersgruppen!

Eine schöne Geschichte!

Von: die Selbermacherin Datum: 01. April 2017

Marcel hat seine über alles geliebte Frau verloren und ist unzufrieden mit seinem Witwer-Dasein. Marguerite ist ebenfalls vor Kurzem zur Witwe geworden. Ihr Eheleben verlief aber ganz anders und eher sachlich. Ihr Mann war sehr bestimmend und Marguerite weiß gar nicht, wer sie eigentlich wirklich ist. Bei einer Kur laufen sich diese beiden unterschiedlichen Menschen über den Weg und eine ungewöhnliche Reise beginnt.... Kann es im Alter eine neue Liebe geben? Dieses Hörbuch hat mich aus vielerlei Gründen angesprochen: 1. das Thema "Liebe im Alter" 2. der wirklich schön gewählte Titel 3. das wunderbar gestaltete Cover Das Hörbuch beginnt mit den Vorgeschichten von Marguerite und Marcel. Diese nimmt einiges an Zeit in Anspruch, was ich aber auch passend fand, denn so wurde ich schnell vertraut mit beiden Charakteren. Marguerite tat mir schon echt leid und ich hoffe sehr, dass ihr Leben nun endlich beginnen dürfe. Die Geschichte fand ich wirklich sehr schön und gut erzählt. Allerdings waren mir Marguerite Veränderungen ab dem Treffen mit Marcel doch etwas zu schnell und überstürtzt. Das hat für mich nicht ganz gepasst, denn später wird die Geschichte wieder ganz ruhig und "langsam". Da hätte ich mir für diesen wichtigen Part auch etwas mehr Zeit gewünscht. Ansonsten fand ich die Geschichte wirklich gelungen! So komme ich zu folgendem Fazit: Eine wirklich gelungene und schöne Geschichte, die in der Mitte kurzzeitig schwächelt um dann wieder richtig toll zu werden! Ich würde es empfehlen!

Über das Glück einer späten Liebe

Von: tootsy3000 Datum: 28. March 2017

Marguerite und Marcell sind beide verwitwet. Während Marcell seine große Liebe geheiratet hat und wundervolle Jahre mit seiner verstorbenen Frau verbringen durfte, hatte es Marguerite mitunter schwer. Sie hat ihren Mann auf wunsch ihres Vaters geheiratet, Liebe war es nie. Sie hat sich immer gefügt und nach den Regeln der Gesellschaft, in der sich ihr Mann bewegte, gehalten. Dessen Tod war für Marguerite fast wie eine Befreiung. Endlich keine Konzerte und Schlossbesichtigungen, endlich konnte sie tun, was sie schon immer tun wollte. Bei einem Kuraufenthalt lernt sie schließlich Marcell kennen. Er ist von Marguerite hingerissen und umwirbt sie mit seinem Charme und seiner Lebensfreude. Doch Marguerits Sohn steht dem Glück im Weg. Er ist von den „Eskapaden“ seiner Mutter in ihrem Allter alles andere als erfreut und setzt alles daran sie wieder zu der gehorsamen Frau zu formen, die er kannte. Eine wirklich nette Geschichte, die zeigt, dass man auch im fortgeschrittenen Altern eine besondere Liebe finden kann. Es hat mich sehr berührt die beiden alten Leutchen in ihrem Leben und ihrer Liebe zu begleiten. Marguerite blühte regelrecht auf und Marcell hat auch seine Lebensfreude durch sie wiedergefunden. Was mich etwas störte war wie Marguerite mit ihren 78 Jahren dargestellt war. Obwohl sie nie schwer arbeiten musste, gesund und agil war, kam sie als gebrechliche alte Frau rüber. Vielleicht lag das aber auch an ihrer Unterwürfigkeit und Bevormundung, die sie in ihren Ehejahren erlebt hat und die von ihrem Sohn fortgesetzt wird. Iris Berben als Sprecherin fand ich recht gelungen. Sie hat eine angenehme Stimme, der man gerne zuhört. Auch ändert sie ihre Stimmlage in den Dialogen und gibt so jedem Charakter seine eigene Note. Das Cover gefällt mir besonders gut. Es springt gleich ins Auge. Dieser Seiltanz macht den Eindruck, dass für die beiden Personen alles leicht und spielerisch ist. Während der Geschichte zeigt sich aber, dass die beiden alten Herrschaften einige Hürden zu nehmen hatten. Sie tanzen zwar nie, doch ist “das Leben genießen” ja auch eine Art von Tanz. Mein Fazit: Das Ende kam für mich viel zu schnell. Plötzlich findet man sich 10 Jahre später im Leben von Marguerite und Marcell. Das hat mich doch etwas überrumpelt, da die Geschichte ja doch recht kurz ist. Aber die Vorstellung ist doch schön, dass man auch im fortgeschrittenen Lebensalter noch eine große Liebe finden und vor allem Selbstbestimmt leben kann! Das Hörbuch wurde mir im Rahmen einer Hörbuchaktion auf lovelybooks zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür!

Alter schützt vor Liebe nicht...

Von: parden Datum: 21. March 2017

Beinahe wären sie einander nie begegnet: Marcel, der den Sternenhimmel liebt, und Marguerite, die nur dem Tag Schönheit abgewinnen kann. Er, für den nur die Freiheit zählt, und sie, die ausnahmslos allen Regeln folgt. Doch dann verlieren beide ihre langjährigen Ehepartner. An diesem Wendepunkt in ihrem Leben treffen Marguerite und Marcel aufeinander und stellen überrascht fest, dass sie über die gleichen Dinge lachen. Wagen sie es auch, noch einmal zu lieben? Marguerite ist 78 Jahre alt, als der Mann, mit dem sie länger als ein halbes Jahrhundert verheiratet war, stirbt. Ein Leben in Abhängigkeiten hat sie bis dahin geführt, vom Elternhaus ist sie ins Eheleben geglitten, hat getan, was von ihr erwartet wurde. Ein kultiviertes Paar ohne Überraschungen waren Marguerite und der Notar Henri, seine Liebe zu ihr war 'würdevoll und tadellos'. Trotz der Lieblosigkeit der Verbindung entsprang ihr ein Sohn, und nun besteht der Höhepunkt der Woche darin, dass ihr einziger Enkel Marguerite besucht. Nach dem Tod ihres Mannes Henri ist Marguerite froh, dass ihr Sohn Frederic dessen Gewohnheiten kopiert und ihr vorgibt, wie sie sich zu verhalten hat. "Ihr wird die Leere in ihrem Leben bewusst (...) Früher hatte sie ihre Schwester. Aber vor knapp 60 Jahren veränderte eine vereiste Straße den Lauf der Geschichte (...) Weder eine Freundin noch Liebe. Damit ging sie wenigstens nicht das Risiko ein, ein zweites Mal einen geliebten Menschen zu verlieren (...) Deshalb ließ sich ihr Leben in einem Wort zusammenfassen: 'hätte'." Während einer ärztlich verordneten Thermalkur in den Bergen lernt Marguerite Marcel kennen. Mit seinen 73 Jahren ist er jünger als sie, doch ist er ebenfalls verwitwet. Sein ganzes Leben war er glücklich mit Nora, seiner Kindheitsliebe, nachdem ihre Familie ebenso wie die seine aus Algerien nach Frankreich geflüchtet war. Marcel ist nicht daran gestorben, dass er Nora überlebt hat, aber er ist wie versteinert. Nur dem Drängen seiner Tochter ist es zu verdanken, dass er sich ebenfalls in die Kur begeben hat. Keiner der beiden hätte damit gerechnet, dass sie sich in ihrem Alter noch einmal einem anderen Menschen zuwenden. Doch Marguerite und Marcel berühren einander - in der Seele, im Geist und auch körperlich. Was als Abenteuer beginnt, lässt sie schließlich nicht mehr los, und so suchen sie auch nach der Kur den Kontakt zueinander. Vor allem Marguerites Sohn stößt das Verhalten seiner Mutter auf, und so sucht er diese Liaison zu beenden. Dabei schreckt er auch nicht davor zurück, Marguerite in ein Altersheim zu stecken, damit alles seine Ordnung hat. Doch lässt sich die Liebe wirklich unterdrücken? "Öse für Öse öffnet er das unsichtbare Korsett, das sie all die Jahre getragen hat. Er atmet sie ein." Die mir bis dahin unbekannt belgische Autorin Karine Lambert präsentiert hier eine berührende, lebensbejahende, behutsame Erzählung, die dem Alter der Hauptcharaktere entsprechend ein langsames Tempo anschlägt. Zu keiner Zeit gleitet das Geschehen ins Kitschige ab, und doch kennt der Roman kein Tabu. Liebe im Alter - welch tröstliche Vorstellung, dass es dafür nie zu spät ist. Das Leben genießen zu jeder Sekunde, das ist es, was Marguerite und Marcel bei allen vorhandenen Schwierigkeiten hier vorleben. Eine wahrhaft bezaubernde Geschichte, die von Iris Berben überaus passend gelesen wird. Ein Hörbuch, das ich gerne auch noch einmal als Buch genießen möchte, weil es so viele Passagen gab, die ich mir gerne notiert hätte. Hier konnte ich in jede einzelne Zeile eintauchen. © Parden