Alyson Richman

Abschied in Prag

Abschied in Prag Blick ins Buch

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Lenkas und Josefs Geschichte beginnt im Prag der 1930er Jahre. Kurz nach ihrer Heirat werden die jungen Liebenden beim Einmarsch der Deutschen auseinandergerissen. Josef emigriert, arbeitet als Arzt in New York, heiratet. Lenka entrinnt im Konzentrationslager dem Tod nur knapp und beginnt nach dem Krieg ein neues Leben in den USA. Obwohl sie glauben, einander nie wiederzusehen, vergessen sie ihre Liebe nie. Bis sie sich sechs Jahrzehnte später in New York zufällig begegnen…

Erschreckend, leidvoll aber ein beeindruckendes Buch

Von: Leseherz Datum: 13. March 2018

Das der Zweite Weltkrieg Millionen von Menschen das Leben gekostet hat, wissen wir und unsere Ahnen. Wir wissen auch, wie es in den KZ´s zuging, dass Juden verfolgt wurden.. Auschwitz, Dachau, Buchenwald… Wir kennen die Geschichte. Aber nicht die, über zwei Herzen die sich fanden und (endgültig?) getrennt wurden. Lenka und Josef! Lenka, die an der Kunstakademie in Prag Kunst studiert, lernt über Versuka ihren Bruder Josef kennen. Soweit so gut, aber der Krieg klopfte allmählich an und die Unruhen, die in Deutschland tagein tagaus herrschten, schwappten in andere Länder über. Doch sie bekannten sich zu ihrer Liebe. Lenka wurde von Josef schwanger, heirateten so schnell es nur ging und dann zog der Krieg ein. Josef, der Medizin studierte, konnte für seine Familie und seiner Liebe Visas beantragen. Weg vom Krieg, weg aus Prag. Doch als Lenka erfuhr, und das nach ihrer Hochzeit, dass er für ihre Familie nichts bekommen hatte, entschied sie sich zu bleiben. Ihre Eltern drängten sie mit zu gehen, wollten, dass sie in Sicherheit war, ein neues Leben anfing. Lenka jedoch blieb stur und dies sollte sich als Fehler erweisen… Lenka verlor das Kind nach der Meldung, dass ein Rettungsboot durch die Schiffsschraube zerstört wurde und man Josef für tot erklärte… Aber auch Josef versuchte ausfindig zu machen, ob seine Lenka noch lebt. Ging jede Woche zum Stand des Roten Kreuz und eines Tages musste er sich der Wahrheit stellen, aber sein Herz sagte immer wieder: Lenka, meine Lenka lebt! Das Buch zeigt eine Art Tagebuch und wird aus der Sicht der beiden beschrieben. Es ist erschreckend, wie tief die Autorin in die Materie geht, aber es ist unsagbar spannend und auch übelkeitserregend, wie man mit den Menschen damals umgegangen war. Ein tolles Buch!

Ein stilles, sehr emotionales Drama mit unvergesslichen Protagonisten!

Von: Monika Schulte Datum: 07. January 2018

Die 1930er-Jahre in Prag. Lenka ist Kunststudentin und verliebt sich in Josef, dem Bruder ihrer besten Freundin Veruska. Die beiden werden ein Paar, heiraten. Kurz nach der Hochzeit marschieren die Deutschen in Prag ein. Josef kann Papiere besorgen für die Überfahrt nach Amerika, doch Lenka lässt ihn mit seinen Eltern und seiner Schwester alleine fahren. Sie kann und will ihre Familie nicht zurücklassen. Josef verlässt sie mit dem Versprechen, sie und ihre Familie bald nachzuholen, doch das Schiff  mit seiner Familie an Bord wird torpediert und geht unter. Lenka erhält die Nachricht von seinem Tod, doch Josef überlebt. Er emigriert nach Amerika, kann sich dort ein neues Leben aufbauen, doch auch er hält seine große Liebe für tot, bekommt er doch die Mitteilung, dass Lenka nach Auschwitz deportiert und dort umgebracht wurde, doch wie durch ein Wunder überlebt die junge Frau das Grauen. Zusammen mit ihrem Retter geht auch sie in die USA und gründet eine neue Familie. Lenka und Josef, eine Liebe, die einen grauenvollen Krieg und lange 60 Jahre überdauert. Eine Liebe, die nie aufgehört hat. Eines Tages, inzwischen hochbetagt, stehen sie sich gegenüber... Während ich diese Zeilen schreibe, habe ich schon wieder Tränen in den Augen. Es ist nicht nur eine Geschichte gegen das Vergessen. Eine tragische, unheimlich bewegende Geschichte, die sehr nahe geht. Am Schluss des Buches erfährt der Leser, dass diese Geschichte angelehnt wurde an eine wahre Begebenheit. Wie müssen sich zwei Menschen, zwei Liebende fühlen, die sich aneinander über Jahrzehnte für tot gehalten haben und sich plötzlich nach dieser langen Zeit gegenüberstehen?  "Abschied in Prag" - ein stilles, hochemotionales Drama mit unvergesslichen Protagonisten. Die Autorin versetzt den Leser in einen gewaltigen Bilder- und Gefühlsrausch. Die sehr authentischen Beschreibungen über das Leben im Konzentrationslager Theresienstadt und schließlich die Deportation nach Auschwitz. Ich musste das Gelesene oftmals erst sacken lacken. Natürlich sind mir die Verbrechen bekannt, aber wieder darüber zu lesen, macht das Grauen nicht geringer.  Die Tötungsmaschinerie der Nazi-Herrschaft, immer wieder fragt man sich, wie das möglich war. Auch hervorragend von der Autorin aufgenommen, das Schuldbewusstsein der Holocaust-Überlebenden, die das Erlebte oft tief in sich begraben haben, nicht darüber sprechen konnten. Die jahrzehntelangen Albträume.  "Abschied in Prag" - eine Geschichte über eine großartige Liebe, unendlich traurig. Wer dieses Buch gelesen hat, wird es nicht mehr vergessen! 

Ein Buch, das unter die Haut geht!

Von: Martina - Schmökerwelten Datum: 13. July 2018

Hut ab, kann ich nur sagen! Selten hat mich ein Buch so gepackt wie dieses. "Abschied in Prag" ist ein wahnsinnig berührendes Buch, das mir extrem unter die Haut ging und bei mir noch sehr, sehr lange nachgewirkt hat. Es ist eine Roman über den Irrsinn des Holocaust und gleichzeitig eine zu Herzen gehende Liebesgeschichte. Alyson Richman hat grandios recherchiert und viele wahre Begebenheiten miteinander verknüpft und in dieses fantastische Buch einfließen lassen. In den dreißiger Jahren lernen sich Lenka und Josef, beide jüdischer Herkunft, kennen und lieben. Dieses vorsichtige Annähern, dieses Knüpfen zarter Bande - in der damaligen Zeit so ganz anders als heute - die Heimlichkeit und die entstehenden tiefen Gefühle kommen beim Lesen so natürlich und ungekünstelt rüber. Kurz nach ihrer Heirat werden die beiden getrennt, hoffen jedoch auf ein gemeinsames Leben und eine Zukunft in Amerika. Josef gelingt es, von England aus New York zu erreichen. Lenka wird mit ihren Eltern und ihrer Schwester nach Theresienstadt deportiert und von dort in das Konzentrationslager Auschwitz überführt. Diese Zeit, in der Lenka durch die Hölle gegangen ist, beschreibt Alyson Richman mit wahnsinnig viel Tiefgang und einer Intensität, die mir bei all dem Leid das Herz schwer gemacht hat. Tragischer Weise erfahren beide irrtümlich vom jeweiligen Tod des anderen. Jahre später und nach vielen Tränen bauen sich beide mit neuen Partnern ein neues Leben auf. Aber keinem gelingt es, in der jeweilig neuen Beziehung miteinander über die "Altlasten" zu sprechen und die wirklich tiefen Gefühle zu entwickeln. Beide leben zu sehr in ihren Erinnerungen. Alyson Richman hat dieses Buch mit einer fantastischen, unter die Haut gehenden Atmosphäre geschrieben, mit Charakteren, die authentischer nicht sein können. Sie zeigt uns die Bedeutung von Familie, von Freundschaft und Liebe auf und lässt viel Raum zum Nachdenken. Meine unbedingte Leseempfehlung!

Eine bezaubernde, eine brutale Liebesgeschichte

Von: Ulrike Rosina Datum: 18. June 2018

1939. Die Nazi-Herrschaft lässt sich auch in Prag nicht mehr leugnen. Trotz oder gerade wegen des nahenden Krieges beschließen Lenka und Josef, der Welt zu zeigen, dass sie für immer zusammengehören. Sie heiraten. Zur gleichen Zeit. Josefs Vater sucht auf dem Schwarzmarkt Visa für Amerika. Er will sich und seine Familie vor den Nazis in Sicherheit bringen. Verzweifelt versucht Josef, ihn zu überzeugen, auch Lenkas Familie mit den entsprechenden Papieren zu versorgen. Vergebens. Der Krieg trennt das junge Paar. Während Josef sich in Amerika als Arzt niederlässt, überlebt Lenka nur knapp das Lager Theresienstadt. Jeder denkt, der andere sei tot. Nach sechzig Jahren treffen Sie sich per Zufall in New York wieder. EINE BEZAUBERNDE, EINE BRUTALE LIEBESGESCHICHTE Abschied in Prag von Alyson Richman ist ein bezauberndes Buch. Durch die konsequente Trennung der Erzählperspektiven von Lenka und Josef hat mich das Schicksal der beiden Menschen tief berührt. Aber es hat mir auch gezeigt, dass man die Hoffnung niemals aufgeben sollte. Dass es sich immer lohnt, für das zu kämpfen, was einem wirklich wichtig ist. Alyson Richman kommt bei ihrem Buch völlig ohne Schuldzuweisungen und übertriebene Rührseligkeit aus. Genau das macht Abschied von Prag so authentisch. Meine Empfehlung: Kaufen, lesen und mit Lenka und Josef von der großen Liebe träumen.

Abschied in Prag

Von: Visal Datum: 19. April 2018

„Ein Liebespaar. Für Jahrzehnte getrennt. Doch die Geschichte von Lenka und Josef ist noch nicht zu Ende.“ Lenka erhält die Nachricht, dass das Schiff, mit dem Josef in die USA wollte, untergegangen ist, Josef, auf der anderen Seite, kriegt die Nachricht, dass Lenka in Auschwitz gestorben ist. Jahrzehnte später stehen sie sich plötzlich gegenüber. Ein tiefberührender Liebesroman mit traurigem geschichtlichem Hintergrund. Schon mit dem ersten Kapitel hat mich das Buch gefesselt und habe es in 3 Tagen zu Ende gelesen. Lenka ist Studentin der Kunsthochschule in Prag und durch eine Freundin lernt sie den Medizinstudent Josef kennen. Sie beide verlieben sich und heiraten, doch leider trennen sich ihre Wege. In dem Roman geht es nicht nur um die Liebesgeschichte, vielmehr um das Leiden der Geliebten. Beide Protagonisten erzählen ihre Geschichte in erster Person. Die Kapiteln sind mit „Lenka“ oder „Josef“ überschrieben, damit der Leser weiß, aus wessen Sicht die Erzählung folgt. Nachdem der 2. Weltkrieg ausgebrochen ist und die Nazis auch Prag besetzt haben, werden sie getrennt. Das Buch ist gut recherchiert und sehr informativ. Dennoch gelingt es der Autorin, diese dramatische Ereignisse nicht zu sehr zu dramatisieren. Der Erzählstil ist sachlich und neutral. Es ist die Geschichte, die einem berührt und nicht der Stil. Wer sich mit dem Leiden im 3. Reich beschäftigen möchte, sollte das Buch auf jeden Fall lesen!

eine Liebe die alles überwindet

Von: Miss Lila Datum: 15. March 2018

Alyson Richman hat mit dem Roman „Abschied in Prag“ eine sehr emotionale und ergreifende Geschichte geschrieben, die auf die schreckliche Zeit des Nationalsozialismus und die Judenverfolgung aufgreift und thematisiert. Die dramatische Geschichte wird in zwei Zeit- und Erzählsträngen verpackt. Die schrecklichen Zeiten der Judenverfolgung lassen den Leser nachdenklich zurück. Bei allem Leid was dahinter steckt, ist beim Lesen schon die eine oder andere Träne gekullert. Man kann die Grausamkeiten kaum fassen, die hier beschrieben werden. Alyson Richman erzählt auf emotionale Weise von Josef und Lenka, die beiden Liebenden werden kurz nach ihrer Heirat auseinandergerissen. Erzählt wird aus ihren beiden Sichtweisen. Die Kapitel sind immer mit „Josef“ oder „Lenka“ überschrieben, sodass der Leser genau weiß, aus wessen Sicht die Erzählung folgt. Beginnend in Prag, wo beide gleichaltrig sind, wechselt die Geschichte hinterher in unterschiedliche Zeitphasen. Joseph erzählt alles rückblickend im fortgeschrittenen Alter. Bei Lenka erlebt der Leser die Zeit der Judenverfolgung sehr detailliert beschrieben mit. Dann folgt auch bei ihr ein Zeitsprung und beide treffen sich dann im Alter wieder in New York, wo sie sich eines Tages gegenüberstehen. Die Charaktere der Protagonistin sind gut dargestellt und ausgearbeitet. Lenka und Josef leben in Prag. Lenka liebt die Kunst und beginnt ein Studium an der Kunstakademie. Von der Familie ihrer Freundin Veruska wird sie in einem gemeinsamen Urlaub eingeladen und verliebt sich in Josef, Veruskas Bruder. Josef studiert und möchte Arzt werden. Sie sind jung und haben das ganze Leben vor sich. Schnell ändern sich jedoch die Zeiten. Immer mehr Judenhass verbreitet sich und ist bald überall Teil des Alltages. Als sich die Lage immer mehr zuspitzt heiraten sie, heimlich vor den Nazis im kleinen Kreise beider Familien. Kurz danach wird ihre Liebe auseinander gerissen. Josef beginnt sein Leben in Amerika und Lenka muss die volle Härte des Nationalsozialismus erleben. Traurig, mitfühlend, teils voller Wut und Unverständnis über das Nazi-Regime folgt man der Geschichte von Josef und Lenka. Die historischen Ereignisse sind gut recherchiert. Sehr schön finde ich die Anmerkung der Autorin Am Ende, die erläutert, dass die Geschichte an sich Fiktion ist, aber teils genannte Personen und deren Geschichte existieren. Allerdings wäre dieser Hinweis zu Beginn als Einleitung sinnvoller gewesen. Einen Minuspunkt gibt es von mir, so schön die Geschichte auch ist: ich hätte mir ein Verzeichnis im Anschluss gewünscht, wo die jüdischen Begriffe erläutert sind. Da ständig nach den Bedeutungen zu googeln wollte ich nicht, das hätte mir den Lesefluss genommen, so weiß ich aber leider nicht was hinter den Begriffen steckte – ein Punktabzug für die mitreißende Geschichte. Fazit: Ein packender Liebesroman mit traurigem geschichtlichem Hintergrund. Gerade wenn man im Rückblick auf den Nationalsozialismus etwas mehr wissen möchte, bekommt man als Leser viele Informationen. Auf jeden Fall ein lesenswertes Buch !

Liebe und Leid im 3. Reich

Von: ma Datum: 12. March 2018

Ich hatte mir einen leichten und über einen größeren Zeitraum spielenden Liebesroman vorgestellt. Klappentext und Cover haben mich nicht auf den wahren Verlauf der Geschichte vorbereitet. Fast Tagebuch-artig in einem eher schlichen und kühleren Erzählstil wird über die Liebe zwischen Josef und Lenka erzahlt. Beide Protagonisten erzählen in der Ich-Form. 60 Jahre umfaßt ihre Liebe zueinander. Nachdem der 2. Weltkrieg ausgebrochen ist und die Nazis auch Prag besetzt haben, beginnt der Leidensweg der Beiden. Wobei Lenka den wohl schwereren Leidensweg hat. Theresienstadt und Ausschwitz. Sie werden getrennt und so denken beide schon zu Beginn vom anderen, dass er tot ist. Getötet durch die Nazis. Mir war das Buch zu schwer. Die Beschreibungen der KZs und das Leiden der Menschen dort, wird zwar eher kühl und schlicht beschrieben, doch geht es dadurch noch tiefer unter die Haut. Für mich ist diese Geschichte zu heftig. Ich weiß um das Leid und die Not der Menschen im KZ. Auch um die Eiseskälte mit denen die Nazis mit anderen Menschen umgegangen sind. Mir wird Angst und Bange, wenn ich daran denke, dass solche Menschen in Deutschland wieder einen Nährboden finden. Was muß man für ein Mensch sein, dem das Leid Anderer egal ist? Das Buch ist gut recherchiert! Im Nachwort erklärt die Autorin, welche Lebenswege sie für die Geschichte aufgenommen hat. Fazit: Wer ein gut geschriebenes Buch über das Leiden im 3. Reich lesen möchte, wie Juden verfolgt wurden und was danach geschah, dem kann ich dieses Buch empfehlen.

Tiefberührendes Buch

Von: WinnieHex Datum: 11. March 2018

Wenn Liebe nie endet... Gegenwart: Sein Enkel heiratet und Josef ist eingeladen, nicht ahnend, dass er dort die Überraschung seines Lebens vorfindet. Als ihm die Großmutter der Braut vorgestellt wird, glaubt er im ersten Moment nicht wer er sieht, ist sicher dann aber ganz sicher das Sie es ist! Lenka, die Frau die er damals 1939 in Prag zurücklassen musste, die Frau die er geliebt und geheiratet hat. Rückblick: Die junge Lenka ist Studentin für die Kunsthochschule wie einst ihre Mutter. Durch eine Freundin vom Campus lernt Sie dessen Bruder Josef kennen, der Student der Medizin ist. Aus einer Freundschaft heraus entwickelt sich Zuneigung und dann schließlich Liebe. Aber es ist ein gefährliches Jahr, denn die Nationalsozialisten sind an der Macht und für Juden, was die beiden sind beginnen schwarze Tage. Josef kann als Arzt die Chance nutzen und nach Amerika auswandern, doch Lenka sieht das anders. Sie will ihre Familie hier nicht einfach so zurücklassen. So geschieht es, dass Josef nach New York geht und Lenka mit ihrer Familie nach Theresienstadt und anschließend nach Ausschwitz deportiert wird. Erst erhält Lenka die Nachricht das, dass Schiff, mit welchen Josef in die USA wollt untergegangen ist, dann erhält Josef nach dem Kriegsende die Botschaft das Lenka in Ausschwitz den Tod fand. …und nun stehen Sie sich plötzlich gegenüber Wieder ein Buch was mich sehr berührt hat, es hat eine unglaublich Tiefe und berührt einen sehr. Diese Schicksalsjahre von 1939 – 1945 vermag man sich als junger Mensch nicht vorstellen, mit welchen Zweifeln und Ängste die Menschen damals Leben mussten. Der Autor Alyson Richmans hat eine wirklich bewegende Geschichte verfasst, die meiner Meinung nach auch gut recherchiert ist. Was mich wirklich sehr berührt hat waren die Ausführungen von Lenka in der Zeit des Konzentrationslagers. Man hatte wirklich das Gefühl, dass man mit Lenka direkt vor Ort ist. Josef hat während dessen ein neues Leben in NY angefangen und ist verschont geblieben was in und um Deutschland geschah. Fazit: Wieder ein Buch welches meiner Meinung nach gelesen werden muss.

Gegen das Vergessen ...

Von: Diane Jordan Datum: 09. March 2018

Abschied in Prag Diane Jordan Brisant, hochaktuell und meiner Meinung nach, wichtiger denn je zu lesen.... Die Rede ist von meiner neusten Lektüre „Abschied in Prag“ von Alyson Richman. Nationalsozialismus, rassistische, politische Bewegung, der Weltkrieg, Hitler an sich schon harter, starker Tobak, das menschliche Leid dahinter unerträglich. Der Roman um ein Liebespaar, das Jahrzehnte getrennt wird, hat mich deshalb sehr beschäftigt und auch die ein oder andere Träne ist beim Lesen gekullert. So traurig, was aus falschen Ideologien und durch Diktatur entstehen kann. Gut recherchiert und fein in zwei parallele Zeit- und Erzählstränge verpackt, erfährt der Leser die dramatische Geschichte der Protagonisten Lenka und Josef. Ein Liebespaar jüdischer Abstammung, das im goldenen Prag lebt. Allerdings in den dreißiger Jahren und da ahnt man als Leser schon, dass das kein gutes Ende nehmen wird. Hilflos und traurig habe ich die Beiden Seite um Seite begleitet. Habe die Sicht auf die Dinge aus den verschiedenen Perspektiven betrachtet und oft den Kopf geschüttelt. Am liebsten wäre ich stellenweise in die Geschichte gehüpft und hätte die beiden gerettet. Die Atmosphäre war zeitweise so real und bedrückend. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen, da es so spannend ist. Dieses Schicksal einfach erschütternd. So viel Leid und Hoffnungslosigkeit. Selten hat mich ein Roman so traurig und nachdenklich gemacht. Krieg, Flucht, Koffer packen, auseinander gerissen werden, Trennung, Tod was für entsetzliche Bilder, die da im Kopf entstehen. Der Autorin gelingt der Spagat, das „schwierige“ Thema überzeugend umzusetzen. Der Sprachstil ist bildhaft und in der Ich- Perspektive geschrieben. Meines Erachtens, dadurch sehr gelungen. Besonders schön gemacht, fand ich die Betrachtungsweise aus dem „Hier und Jetzt“ bis zurück in die „Vergangenheit“. Dieser Aufbau hat irgendwie etwas, was ich gerne immer wieder mal lese. Und natürlich ist dieses Buch daher mein Lesehighlight im Jahr 2018. Aber lest bitte selber ... Inhalt: Lenkas und Josefs Geschichte beginnt im Prag der 1930er Jahre. Kurz nach ihrer Heirat werden die jungen Liebenden beim Einmarsch der Deutschen auseinandergerissen. Josef emigriert, arbeitet als Arzt in New York, heiratet. Lenka entrinnt im Konzentrationslager dem Tod nur knapp und beginnt nach dem Krieg ein neues Leben in den USA. Obwohl sie glauben, einander nie wiederzusehen, vergessen sie ihre Liebe nie. Bis sie sich sechs Jahrzehnte später in New York zufällig begegnen… Die Autorin: Die amerikanische Bestsellerautorin Alyson Richman hat bereits mehrere Romane verfasst, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern auf Long Island, New York. Weitere Bücher: Der italienische Garten Fazit: 5***** für eine großartige Liebesgeschichte, die mich sehr berührt und traurig gestimmt hat. “Abschied in Prag“ ist im DIANA VERLAG erschienen. Das Buch hat 384 Seiten und kostet 10,99 Euro. Das Cover zeigt die in Sepiafarben gehaltene Karlsbrücke mit einem Paar im Hintergrund. Alles überlagernd und prägnant im Vordergrund stehend, der obere Teil eines roten Koffers. Ein Bild, das den Titel reflektiert und den wesentlichen Inhalt des Handlungsstrangs perfekt zusammenfasst. Nun muss der geneigte Leser nur noch in die Handlung eintauchen …

Eine unglaublich berührende Geschichte

Von: Sarahs Bücherregal Datum: 07. March 2018

Es sind die 30er Jahre in Prag, als Lenka und Josef sich ineinander verlieben. Er ist Medizinstudent und sie an der Kunsthochschule, das Leben könnte nicht schöner sein. Aber der Einmarsch der deutschen Truppen steht kurz bevor, als die beiden überstürzt heiraten, damit die Familien gemeinsam nach Amerika fliehen können und Visa bekommen. Doch es kommt anders als geplant und Josef flieht alleine, während Lenka in Prag bleibt und als Jüdin mit ihrer Familie nach Theresienstadt deportiert wird. Sie verlieren sich aus den Augen, bis eine Hochzeit sie Jahrzehnte später wieder zusammenführt. Die Geschichte um Lenka und Josef hat mich beim Lesen tief berührt und einfach nicht losgelassen, so dass ich den ganzen Roman fast in einem Rutsch durchgelesen habe. Ihr Schicksal ist mir sehr nahe gegangen und besonders die Beschreibungen von Lenkas Leben in Theresienstadt und später in Auschwitz treiben einem die Tränen in die Augen. Die Autorin Alyson Richman durchbricht in ihrer Erzählung immer wieder die Chronologie und wechselt zwischen den Perspektiven von Lenka und Josef hin und her, was die Geschichte noch aufregender und spannender macht. Doch im Mittelpunkt der ganzen Geschichte stand für mich die ganze Zeit Lenka, denn wie ihr Leben dargestellt wird, welches Leid sie erfahren muss, bewegt einen so sehr, dass man sie einfach nicht mehr loslassen kann. Selten hat mich eine Geschichte beim Lesen so berührt wie diese. Alyson Richman ist mit ihrem Roman „Abschied in Prag“ ein beeindruckendes Buch gelungen, das einem mitnimmt in eine dunkle Zeit Europas und einem die damaligen Zustände so nahe bringt, wie es kein Sachbuch jemals könnte.

Unfassbar gut!

Von: liiisa_zeilenzauber Datum: 28. February 2018

"Abschied in Prag" war mein erstes Buch von dem Autor und ich muss sagen es hat mich absolut überzeugt. Cover: passt perfekt zur Geschichte. Der rote Koffer der für Abschied und Reise zu gleich steht, sticht sofort ins Auge und die Kulisse Prags dahinter passt einfach zum Titel. Schreibstil: Sher angenehm war man ab Seite 1 direkt dabei. Ich hatte nicht die kleinsten Pronbleme in der Geshcichte mitzukommen und fand es wirklich schönn zu lesen. Inhalt: Im Buch geht es um Lenka und Josef. Früher ein paar lässt sie der 2. Weltkreig auseinanderdrifften und denken das der jeweils andere tod ist. Das Buch beginnt damit das die beiden sich das erste mal nach 60Jahre auf der Hochzeit ihre Enkel treffen und nicht glauben können, dass der jeweils andere vor ihnen steht. Danach erfährt der Leser in einzelnen Passagen immer mehr über die Vergangenheit der beiden und was sie erlebt haben. Während der AUtor bei Lenka dabei chronologishc vorgeht, springen Josefs Erzählungen immer mal wieder in der Zeit umher. Das hat mir leider nicht so gut gefallen da man zu tun hatte alles richtig in seinem Kopf zu sortieren. Sehr gut schafft der Autor es die gegebenheiten des zweiten Weltkriegs aufzuzeigen und den Lesern die Lebensumstände dieser Zeit näher zu bringen. Auch die einzelnen Orte sind unglaublich gut malerisch in Szene gesetzt. Fazit: Ein unglaubliches Buch das dem Leser den Glauben an die Macht der Liebe zurückgibt und nicht so einfach vergessen werden kann!

Eine großartige Geschichte - so mächtig, traurig und bewegend!

Von: Buntes Tintenfässchen Datum: 16. February 2018

Mein erstes Buch von Alyson Richman war Der italienische Garten - und ich fand es großartig. Abschied in Prag musste ich daher unbedingt lesen, nicht zuletzt deswegen, weil Richman die Geschichte auch diesmal wieder während des Zweiten Weltkriegs spielen lässt. Von der italienischen Resistenza geht es diesmal ins historische Prag, wo die gemeinsame Geschichte der beiden Liebenden Lenka und Josef beginnt. Und das auf recht unkonventionelle Weise: Die Handlung setzt zunächst in der Gegenwart beziehungsweise im Jahr 2000 ein, in dem Josef und Lenka sich nach mehr als 60 Jahren auf einer Hochzeit wiederbegegnen - dachten sie doch eigentlich, der jeweils andere wäre bereits vor langer Zeit gestorben. Von diesem Ausgangspunkt aus geht es in die Vergangenheit und es werden im unregelmäßigen Wechsel die Lebenswege von Lenka und Josef beleuchtet. Der Perspektivwechsel hat mir gut gefallen, denn so lernt man beide Charaktere aus nächster Nähe kennen. Allerdings traf das Konzept nicht ganz meinen Geschmack, denn während Lenkas Geschichte überwiegend chronologisch erzählt wird, springt Richman in den Kapiteln, die Josef betreffen, wild umher. Einerseits fand ich diesen Erzählstil erfrischend und originell und er bildet auf faszinierende Weise die tiefe Traurigkeit und Verzweiflung ab, die Josefs Leben von dem Moment, in dem er Lenka für tot hielt, beherrschte. Andererseits aber hatte ich das Gefühl, immer wieder aus der Geschichte gerissen zu werden. Man muss zwar natürlich nicht immer stur chronologisch erzählen, den Sequenzen, in denen es um Josef ging, fehlte allerdings ein wenig die Struktur - sie wirkten chaotisch und teilweise unzusammenhängend. Nicht ganz mein Geschmack. Das ist aber auch schon alles, was mir an diesem Roman nicht zu 100% gefallen hat. Ansonsten hat mich die Geschichte gefangen genommen, eigentlich regelrecht durch die Mangel gedreht und mir den Atem geraubt. Während des Lesens stürmten derart viele verschiedene Emotionen auf mich ein, dass es mir teilweise schwer fiel, nach dem Zuklappen ins wirkliche Leben zurückzukehren. Was ich besonders bemerkenswert finde: Lenkas und Josefs gemeinsame Zeit ist unglaublich kurz - die meiste Zeit über sind sie getrennt voneinander und so ist ihre Liebe etwas beinahe Mystisches. Etwas, das immer da ist, wenn auch nicht greifbar. Man hat das Gefühl, dass sie mit jedem Jahr, in dem sich Lenka und Josef nicht sehen, noch größer, noch mächtiger wird. Und das ist etwas ganz Besonderes und es ist so unglaublich kraftvoll und bedeutungsschwer. Natürlich war die Liebesgeschichte aber nicht alles, was mich bei diesem Roman nach Luft schnappen ließ. Alyson Richman gelingt es wieder einmal sagenhaft gut, dem Leser die Lebensumstände während des Zweiten Weltkriegs, ganz besonders während des Holocaust, zu veranschaulichen. Sie zeichnet Bilder vom historischen Prag, von dem Elend in Theresienstadt und dem Tod in Auschwitz, die so authentisch und plastisch sind, dass sie einen auch nach dem Lesen noch verfolgen. Das erreicht Richman nicht nur durch die detaillierte und bildhafte Beschreibung der Orte, sondern auch durch die Worte, mit denen sie ihre Ich-Erzähler die Vergangenheit rekapitulieren lässt. So erzählt Lenka von ihrer Kindheit und Jugend in Prag euphorisch, überschwänglich und beinahe verträumt, von der Zeit in Theresienstadt anfangs noch hoffnungsvoll und entschlossen, gegen Ende annähernd emotionslos. Und von den Monaten in Auschwitz abgestumpft, kalt, tieftraurig und lethargisch. Diese Art des Erzählens transportiert derartig viele und intensive Gefühle, dass das Lesen an einigen Stellen beinahe schmerzhaft ist. Begeistert ist natürlich das falsche Wort - aber Abschied in Prag hat unheimlich viel mit mir gemacht, mich tief berührt, bewegt, mich mitgenommen und mich all die Verzweiflung, aber auch die Liebe der Protagonisten spüren lassen. Ein unglaubliches Buch, das einen im wahrsten Sinne des Wortes in einen Strudel zieht und zumindest mich so schnell nicht mehr los lässt. Mein Fazit: Auch mit Abschied in Prag hat Alyson Richman mich wieder komplett abgeholt. Der Erzählstil war diesmal zwar nicht immer mein Fall, dafür waren die Charaktere grandios ausgearbeitet, war die Geschichte so unfassbar plastisch und authentisch, dass man beinahe das Gefühl hatte, selbst dabei zu sein. Ein bittersüßes Erlebnis, aber ganz sicher ein großes Leseerlebnis!

Tragisch Geschichtliches und Liebe vereint

Von: Minangel Datum: 09. February 2018

Lenkas und Josefs Geschichte beginnt im Prag der 1930er Jahre. Kurz nach ihrer Heirat werden die jungen Liebenden beim Einmarsch der Deutschen auseinandergerissen. Josef emigriert, arbeitet als Arzt in New York, heiratet. Lenka entrinnt im Konzentrationslager dem Tod nur knapp und beginnt nach dem Krieg ein neues Leben in den USA. Obwohl sie glauben, einander nie wiederzusehen, vergessen sie ihre Liebe nie. Bis sie sich sechs Jahrzehnte später in New York zufällig begegnen… Meine Meinung: Eine Liebesgeschichte über zwei jüdische Familien in Prag beginnend vor dem Zweiten Weltkrieg. Sehr angenehm und bildlich wird das Leben von Lenka und ihr Alltag als wohlhabende Tochter beschrieben. Ihre erste Liebe Josef lernt sie durch ihre Studienfreundin kennen und bei einer Einladung zur Sommerfrische verlieben sie sich. Die Probleme beginnen mit der Verfolgung der Juden und mit der Abreise von Josef nimmt die tragische Geschichte ihren Lauf. Durch all diese Jahre begleitet Lenka ihre Leidenschaft zur Malerei, wofür die Autorin sehr bildlich schöne Worte findet. Abwechselnd wird aus der Sicht von Josef und Lenka erzählt, wobei jeder seine Erzählung des Lebens zu einem anderen Zeitpunkt beginnt: Lenka erzählt chronologisch aus ihrem Leben und Josef beginnt in der Jetztzeit und erzählt abwechselnd in den verschiedenen Lebensabschnitten. Ich bewundere die Autorin für ihr Feingefühl: Sie hat für die grauenhafte Judenverfolgung berührende Worte gefunden und sehr sensibel den Grat zwischen Liebesgeschichte und Weltkrieg geschlossen. Diese Mischung aus Gewalt, Liebe, Grauen, Tragik und Geschichtliches hat mich als Leserin sehr bewegt und berührt. Fazit: Ein Roman, welcher gelesen werden sollte, damit diese Zeit nie vergessen wird. Als Draufgabe gibt es eine Liebesgeschichte, welche nicht sein hat dürfen und doch nie vergangen ist und gehalten hat: von mir gibt es 5 Sterne.

Fesselnd und berührend

Von: vielleser18 Datum: 06. February 2018

Es ist ein Roman der im Jahr 2000 beginnt. Josef trifft auf der Hochzeit seines Enkels die Großmutter der Braut und stellt mit Erschrecken, aber auch großer Freude fest, dass es sich um Lenka handelt, die Frau, die er 1939 geheiratet hat, in Prag zurücklassen musste und seit Jahrzehnten für tot hielt. Alyson Richman wechselt im Roman in die frühen 30er Jahre in Prag und durch Lenka erleben wir ihr behütetes Leben, der Besuch der Kunstakademie und die ersten Begegnungen mit Josef und ihre wachsende Liebe mit. Aber auch die Gefahren und Beschwernisse, die für die beiden jüdischen Familien immer größer werden. Kurz nach der Hochzeit verlässt Josef mit seinen Eltern und seiner Schwester Prag. Der Krieg reisst sie auseinander und beide glauben, der andere hätte nicht überlebt - bis sie sich wiedersehen. Mir hat der Erzählstil gefallen, Alyson Richman kann erzählen, kann Figuren lebendig werden lassen, kann Spannung hinein bringen, Liebe und Tragik, und hat mich dadurch gefesselt. Gefallen haben mir auch die wechselnden Sichtweisen. Lenkas Geschichte wird chronologisch erzählt, Josefs wechselt in den Jahrzehnten immer wieder vor und zurück. Dennoch - beides zusammen ergibt eine Familiengeschichte, die geprägt ist von Krieg und Leid, von Verfolgung und Vernichtung. Gerade Lenkas Geschichte, die vor allem auch Theresienstadt umfasst, geht unter die Haut, berührt. Gerade weil die Autorin hier viele real existierende Künstler und ihre Geschichte mit der fiktiven von Lenka verwoben hat. Im Nachwort hat die Autorin die realen Personen noch mal aufgegriffen und ihre Geschichte dargestellt, genauso, wie sie erklärt, dass die beschriebenen Zustände in Theresienstadt ihr von vielen Zeitzeugen und Überlebenden geschildert worden sind. Das Buch ist eine Liebesgeschichte - eine Liebe, die nicht sein sollte, die nicht sein durfte und dennoch Jahrzehnte überdauerte. Wie ein Band, dass nie gerissen ist. Obwohl es ein - das Ende wird ja im Buch auch an den Anfang gesetzt - "Happy End" gibt, ist es doch die Tragik, die Schwere, die sich doch durch das ganze Buch zieht und die mich sehr berührt hat. Dennoch ist es ein Buch, das gelesen werden muss, das nicht vergessen lässt, das dem Schrecken Namen und Gesichter gibt und eine Geschichte. Fesselnd geschrieben, geht unter die Haut, berührt. Ein Roman, der wahre Begebenheiten und Figuren mit einer fiktiven Geschichte verbindet. Ein Roman, der gelesen werden sollte !

Eine sehr ergreifende Geschichte

Von: Märchenfee/Tiara Datum: 30. January 2018

Prag 1930: Josef und Lenka werden kurz nach ihrer Hochzeit beim Einmarsch der Deutschen getrennt. Josef emigriert und kann in New York als Arzt arbeiten, Lenka jedoch will auf keinen Fall ihre Familie alleine lassen und geht mit ihnen nach Theresienstadt und später nach Auschwitz. Wie durch ein Wunder konnte sie dort überleben. Sie beginnt ein neues Leben in den USA. 60 Jahre glauben die beiden, der andere sei tot, bis sie sich in New York zufällig gegenüberstehen..... Dies war eine sehr aufwühlende Geschichte, die unter die Haut geht. Wir alle wissen, was in Theresienstadt und Auschwitz gewesen ist, doch immer wieder, wenn ich davon lese, läuft mir ein Schauer über den Rücken. Die Autorin schreibt sehr eindringlich über das Leben von Lenka und Josef, welches abwechselnd aus der Ich-Perspektive erzählt wird. Beiden gelingt trotz der großen Greuel, die jedoch für Lenka noch viel schlimmer waren, ein neues Leben, doch konnten sich die beiden trotzdem nie vergessen und haben von ihrer einzigartigen Liebe gezerrt. Man kann die Gefühle der beiden gut nachvollziehen, meine Bewunderung gilt Lenka, die auf ihre große Liebe verzichtet und sich für die Familie entscheidet. Aber auch Josef leidet unter Gewissensbissen, weil er seine Frau zurückgelassen hat. Aber auch hier zählt der Familienzusammenhalt mehr, was ich auch gutheiße. Die Autorin hat einen sehr schönen, bildlichen und sehr emotionalen Schreibstil, der einen von Anfang an an die Geschichte fesselt. Der Schluß hat mir wunderbar gefallen, denn oft gibt es im Leben wirklich solch tolle Zufälle. Im Nachwort erklärt die Autorin, dass sich die Geschichte teils auf wahre Begebenheiten bezieht, was alles umso schrecklicher macht. Ich möchte mich sehr herzlich beim Diana Verlag und beim Bloggerportal für das Rezensionsexemplar bedanken.

Wiedersehen nach sechzig Jahren

Von: die.buecherdiebin Datum: 30. January 2018

„Wir trugen unsere Trauer, wie eine zweite Haut, unsichtbar für neugierige Augen, aber ein fester Bestandteil unserer selbst.“ Vielen Dank an das Bloggerportal des Verlagshauses Random House für dieses Rezensionsexemplar. Inhalt: Lenka und Josef verlieben sich in den 30er Jahren in Prag ineinander. Beide sind Juden und da sich die Lage in Prag für sie immer weiter zuspitzt, emigriert Josef mit seiner Familie nach Amerika. Lenka weigert sich mitzukommen, sie möchte ihre Eltern und ihre Schwester nicht allein lassen. Josef verspricht, sie nachzuholen, doch dann kommt alles anders als geplant… Erst 60 Jahre später treffen Lenka und Josef sich zufällig wieder. Meine Meinung: Das Buch ist keine leichte Kost. Hier steht nicht nur die Liebesgeschichte (die mir gut gefallen hat) im Vordergrund, sondern zum großen Teil Lenkas Erlebnisse während des Krieges, vor allem ihre Zeit und Erlebnisse in Theresienstadt. Es ist sehr erschreckend zu lesen, wie aus Lenkas wohlhabender und glücklicher Familie, misshandelte und abgemagerte Menschen werden. Immer in Angst um ihr Leben und dem Tod sehr nah. Dann gibt es die Kapitel aus Josefs Sicht, sein weiteres Leben mit Frau und Kindern und seine Erinnerungen an Lenka, die er immer noch liebt. ALyson Richman hat mir beide Protagonisten sehr nahe gebracht und sehr glaubhaft beschrieben. Das Buch liest sich stellenweise, obwohl die Geschichte fiktiv ist, wie ein Tatsachenbericht einer Überlebenden und wirkt sehr authentisch. Trotz der erschütternden Handlung hat mich das Buch absolut gefesselt und ich konnte nicht aufhören zu lesen, was sicher auch am großartigen Schreibstil der Autorin liegt. Fazit: Ein sehr ergreifendes und erschütterndes Buch, das mir sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird. Absolute Leseempfehlung!

ein sehr bewegendes Buch

Von: Ulla Leuwer Datum: 29. January 2018

Meine Meinung: Hier hatte ich mal wieder ein Buch in meinen Händen, das reichlich Emotionen hervor gerufen hat. Es gibt ja reichlich Bücher, in denen über das Schicksal vieler Menschen während der Weltkriege geschrieben wird. Einige habe ich auch schon gelesen und jedes Mal berührt es mich wieder sehr. Die Autorin ist hier von einer wahren Begebenheit ausgegangen und hat dies in eine Geschichte mit anderen Personen eingeflochten. Sie hat sehr gut recherchiert und uns Leser mal wieder an die Gräueltaten erinnert. Das Buch hat mich aber auch nachdenklich gestimmt, wie hätte ich mich in den verschiedenen Situationen verhalten? Auf der einen Seite war ich über manche Entscheidungen verärgert, auf der anderen Seite konnte ich die Personen aber auch verstehen. Eine Zwickmühle war es für viele, egal wie sie sich entscheiden würden, entweder bedeutete es Gefahr und Tod oder lebenslange Vorwürfe und ein schlechtes Gewissen. Zwei Personen stehen in diesem Buch im Vordergrund. Lenka, von ihr erfahre ich das meiste und Josef, beide mussten Entscheidungen fällen und ganz besonders hat es mich gefreut, dass sie sich wieder getroffen haben. Das Buchcover gefällt mir sehr gut, symbolisch sehen wir im Vordergrund einen Koffer. Oft genug mussten viele Menschen damals ihre Koffer packen und eine ungewisse Reise antreten. Die Geschichte spielt in den ersten Jahren in Prag und deshalb passt das Bild der Karlsbrücke ebenfalls bestens zum Inhalt. Fazit: Wer mal wieder ein ernsteres und gefühlvolles Buch lesen möchte, dem kann ich dieses sehr empfehlen.

Eine Verbindung für die Ewigkeit!

Von: Gina1627 Datum: 29. January 2018

Ein Blick genügt und du weißt, dass du mit diesem Menschen dein Leben verbringen willst. Lenka und Josef hatten diesen magischen Augenblick, als sie sich 1936 in Prag im Hause der Kohns begegneten. Doch ihr Glück ist nicht von langer Dauer. Die Gefahr für jüdische Menschen wird immer größer, als der Einmarsch der deutschen Besatzer bevorsteht. Josef flieht auf Lenkas Wunsch mit seiner Familie kurz nach ihrer Hochzeit nach New York und sie bringt es nicht übers Herz, ihre Eltern und ihre Schwester zu verlassen. Sie schaffen es nicht mehr, ihnen nachzufolgen und die Macht des Nationalsozialismus schlägt zu. Unausweichlich landen sie im Konzentrationslager. Lenka überlebt mit viel Glück und baut sich nach dem Krieg in Amerika ein neues Leben auf. Doch ihre erste Liebe lässt sie niemals los, und wie durch ein Wunder begegnen sie sich nach 60 Jahren bei einer Hochzeitsvorbereitung wieder. „Abschied in Prag“ ist ein sehr emotionales, eindringliches, bedrückendes und außergewöhnliches Buch über eine nie vergessene große Liebe, die geprägt wird durch die Schrecken des Zweiten Weltkrieges. Sehr warmherzig, bildlich und poesievoll erzählt die Autorin mit einem wunderschönen Sprachgebrauch die Liebesgeschichte von Josef und Lenka und ebenso schonungslos und authentisch den unvorstellbar grausamen Umgang mit der jüdischen Bevölkerung zur damaligen Zeit. Das Buch kommt einem wie ein Gemälde vor, bei dem man durch einen Bilderrahmen einen Blick in eine unvergessliche Zeit wirft und eine bewegende und erschreckende Szenerie darstellt. Man fühlt die Verbundenheit der Autorin zur Malerei. Gefühle werden mit Farben und Bildern unvergleichlich schön und traurig dargestellt und es liegt ganz viel Melancholie in der Luft. Wunderschön und sehnsuchtsvoll kommen Josef und Lenka zusammen rüber, und die Trennung und ihre weiteren tragischen Lebensgeschichten nehmen einen emotional sehr mit. Ihre sich abwechselnden Erzählungen in der Ich-Form ziehen einen ganz tief in ihr Leben hinein und man erlebt ihre Freude, ihre Ängste, ihre Machtlosigkeit und ihr tiefes Leid hautnah mit. Bei Josefs Flucht nach Amerika denkt man an all die vielen Menschen, die in der Hoffnung auf ein besseres Leben Familie und Freunde zurückgelassen haben und fühlt ihre Qualen und Gedanken, ob jemand von ihnen überlebt hat. Noch tragischer erlebt man mit Lenka und ihrer Familie die Grauen der Zwangsverlagerung und Deportierung in ein Konzentrationslager und den dortigen Überlebenskampf. Mit unserem heutigen Wissen kommen einem diese Szenarien und Horrorvisionen noch barbarischer und unfassbarer vor und man wird still, demütig und froh, dass man im Jetzt leben darf. Es liegt so viel Angst der Menschen beim Lesen in der Luft. Durch Lenkas Gedanken weiß man, dass diese Erinnerungen einen nie mehr loslassen und tief im Herzen vergraben sind. Das Wunder des Wiedersehens rührt einen zu Tränen und man ist von der Macht der Liebe sehr ergriffen. Mein Fazit: „Abschied in Prag“ ist ein sehr geschichtsträchtiger und bewegender Roman, der mich gefesselt, begeistert und mitgenommen hat. Wie in der Anmerkung von der Autorin geschildert, hat sie bei ihrer Recherche wirkliche Schicksale und Erzählungen mit eingewoben und dadurch das Buch noch ausdrucksstärker und nachvollziehbarer gemacht. Von mir gibt es hier eine klare Leseempfehlung und verdiente 5 Sterne!

Abschied in Prag

Von: Buchmomente Datum: 21. January 2018

Ich habe schon viele Bücher gelesen, in denen es um den Holocaust geht und trotzdem gibt es immer wieder neue Aspekte, die mich berühren und mich dazulernen lassen – so auch in diesem Buch, in dem die Kunst in Theresienstadt eine besondere Rolle spielt. Die Geschichte besteht aus zwei Erzählsträngen – einer spielt in der Gegenwart, in dem sich Lenka und Josef nach über 60 Jahren wiedersehen, der andere in der Vergangenheit, in dem die unterschiedliche Lebenswege von Lenka und Josef in Rückblicken erzählt wird, beginnend im Jahr 1934. Beide Erzählstränge hatten ihre Reize und ich fand den Handlungsstrang der Gegenwart als Rahmen sehr gelungen. Emotionaler und ergreifender waren natürlich die Erlebnisse zur Zeit des Krieges, das Grauen in Theresienstadt und später in Auschwitz. Der Schreibstil ist einfach und dennoch aber eindringlich. Es entsteht eine bedrückende und beklemmende Atmosphäre beim Lesen, die den grausamen Erlebnissen geschuldet ist. Josef und Lenka erzählen ihre Geschichte selber aus der Ich-Perspektive, den einzelnen Kapiteln ist immer vorangestellt, aus wessen Sicht erzählt wird. So ist es nochmal mehr gelungen, sich in die Figuren hineinzufühlen und ihr Handeln und Denken besser zu verstehen. Ich mochte beide Charaktere sehr gerne. Vor Lenka habe ich großen Respekt, weil sie die Möglichkeit gehabt hätte, ihrem Schicksal zu entgehen, sie sich aber bewusst für ihre Familie und damit auch für die Deportation entschieden hat. Und trotz aller Widrigkeiten hat sie nie aufgegeben – sie hat sich dem Schicksal gestellt und immer das Beste draus gemacht. Interessant fand ich vor allem die Aspekte der Kunst in Theresienstadt als Ausdruck des Widerstands – für mich war das ganz neu und sehr interessant. Auch Josef mochte ich, auch wenn er neben Lenka eher schwach wirkt. Ich konnte seine Entscheidung aber verstehen und auch wenn er rechtzeitig den Absprung geschafft hat, musste auch Josef viel Leid erfahren. Besonders berührt hat mich seine anhaltende Liebe zu Lenka – obwohl er erneut geheiratet und auch eine Familie gegründet hat. Beide Charaktere sind wirklich sehr detailliert gezeichnet, aber auch die Nebenfiguren sind gelungen und fernab jeglicher Klischees. Die Autorin hat sich ein schwieriges Thema ausgesucht und es dennoch gut gemeistert – berührend und ergreifend geschrieben ohne Effekthascherei hat sie mich als Leser fesseln können. Wer gerne Romane über diese Zeit liest, der sollte sich auch diesen unbedingt anschauen – ich gebe 4 von 5 Sternen. Mein Fazit Eine berührende Geschichte um ein Liebespaar, das der Krieg voneinander trennt und die sich erst 60 Jahre später wiedersehen – dabei haben die sympathischen Protagonisten ganz unterschiedliche Lebenswege, die die damalige Zeit sehr gut wiederspiegeln. Obwohl die Atmosphäre oft bedrückend ist, konnte ich das Buch schlecht beiseitelegen und musste immerzu weiterlesen. Ich gebe daher gerne 4 von 5 Sternen.

Ein bewegender Roman, den jeder gelesen haben muss !!!

Von: sk Datum: 21. January 2018

Klappentext: Lenkas und Josefs Geschichte beginnt im Prag der 1930er Jahre. Kurz nach ihrer Heirat werden die jungen Liebenden beim Einmarsch der Deutschen auseinandergerissen. Josef emigriert, arbeitet als Arzt in New York, heiratet. Lenka entrinnt im Konzentrationslager dem Tod nur knapp und beginnt nach dem Krieg ein neues Leben in den USA. Obwohl sie glauben, einander nie wiederzusehen, vergessen sie ihre Liebe nie. Bis sie sich sechs Jahrzehnte später in New York zufällig begegnen… Meine Bewertung: Zum Cover: Das Cover zeigt einen roten Koffer auf einer Brücke. Diese Brücke ist die Karlsbrücke, eines der berühmten Sehenswürdigkeiten in Prag. Dieses Cover gefällt mir besonders gut, da es sehr auf den Titel aber auch auf den Inhalt abgestimmt worden ist. Zum Inhalt: Thematisch geht es in diesem emotionalen Roman um ein Liebespaar, das durch die Wirren des beginnenden Zweiten Weltkriegs getrennt werden und einander über sechs Jahrzehnte hinweg für tot halten. Aus den Perspektiven von Lenka und Josef erfährt der Leser nach und nach, was seit den 1930er Jahren geschah, wie die beiden sich kennenlernten und sich verliebten und wie sie durch die fürchterlichen Umstände aufgrund des Einmarsches der Deutschen getrennt werden. Zum Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin war sehr leicht, flüssig sowie bildhaft wodurch ein zügiges lesen ermöglicht wird. Die Geschichte wird aus den Perspektiven von Lenka und Josef erzählt. Es ist der Autorin Alyson Richman sehr gut gelungen, die schrecklichen Ereignisse einfühlsam und dennoch ausdrucksstark zu schildern. Ich war von der ersten Seite an gefesselt von dieser beeindruckenden Geschichte und sie klang auch noch lange nach.Wie man aus der Danksagung der Autorin Alyson Richmann zu diesem Buch entnehmen kann, basieren einige Erlebnisse auf einer wahren Geschichte. Der Schatz der Geschichte wird auch noch durch die schöne Gestaltung des Innenbandes bekräftigt. Mein Fazit: Danke an das Bloggerportal und dem Diana - Verlag für die Bereitstellung des Rezensionexemplares! Schon das Lesen der ersten paar Seiten hat mich dieser Roman ziemlich berührt! Diese Geschichte war sehr ergreifend, aufwühlend und sehr bewegend. Ein absolutes Lese-Muss! Dementsprechend gebe ich diesem tollen Roman 5 von 5 Sternen und spreche eine große Leseempfehlung aus!

Eine ergreifende Geschichte

Von: Magische Farbwelt Datum: 17. January 2018

Als ich das wunderschöne Cover des Buches sah, habe ich nicht ansatzweise eine Ahnung gehabt, was mich erwarten würde. Ich kann schon mal sagen, dass mich dieses Buch dermaßen in seinen Bann gezogen hat, wie ich es kaum erlebe. Die romantische und doch teilweise grausame und fassungslose Geschichte zwischen den zwei sich Liebenden Lenka und Josef beginnt liebevoll und nimmt zunächst ein dramatisches Ende. Lenka und Josef sind tschechische Juden und natürlich werden diese im Zweiten Weltkrieg von den Deutschen verfolgt. Da dieses Buch so wunderschön und ergreifend gleichermaßen ist, möchte ich jedem Leser die Möglichkeit geben, die Geschichte für sich zu entdecken und zu verinnerlichen. Daher werde ich auf den Inhalt nicht weiter eingehen. Übrigens haben mein Mann und ich letztes Jahr die Gedenkstätte Buchenwald besucht, was mir heute noch eine Gänsehaut beschert, wenn ich daran denke. Und die tragischen Erlebnisse von Lenka habe ich dort vor mir gesehen. Ich glaube, das Wunderbare und zugleich Erschreckende an dem Roman „Abschied in Prag“ von Alyson Richman ist, dass wahrscheinlich Millionen von Menschen diese grausame Realität am eigenen Leib spüren mussten. Wie ich aus der Danksagung der Autorin zum Buch entnehmen konnte, basieren tatsächlich einige Erlebnisse auf einer wahren Geschichte, sogar das ergreifende Ende des Romans. Schon als ich mit dem Lesen begonnen hatte, war mir klar, dass es sich wohl nicht vermeiden lässt, einige Tränchen zu vergießen. Ich hatte ja keine Ahnung, wie viel „einige“ es wohl werden würden.

Abschied in Prag

Von: dorli Datum: 11. January 2018

New York im Jahr 2000. Als Josef beim Probedinner vor der Hochzeit seines Enkelsohnes der Großmutter der Braut vorgestellt wird, glaubt er einen Geist zu sehen – vor ihm steht Lenka, die Frau, die er vor 60 Jahren in Prag geheiratet hat… In „Abschied in Prag“ erzählt Alyson Richman die Geschichte zweier Liebenden, die durch die Wirren des beginnenden Zweiten Weltkriegs getrennt werden und einander über sechs Jahrzehnte hinweg für tot halten. Die Autorin lässt Lenka und Josef abwechselnd zu Wort kommen und von ihren jeweiligen Erlebnissen vor diesem überraschenden Wiedersehen auf der Hochzeit ihrer Enkelkinder berichten. Lenka Maizel, die nach einer sehr glücklichen Kindheit in Prag Kunst studiert, verliebt sich in Josef Kohn, den Bruder ihrer Freundin und Mitstudentin Veruška. Da das Leben in der Tschechoslowakei Ende der 1930er Jahre aufgrund der politischen Lage für Juden immer schwieriger wird, beschließen die beiden, schnell zu heirateten, damit Josefs Eltern auch für die Maizels Ausreisevisa und Schiffspassage nach Amerika organisieren können. Als Lenka erfährt, dass es für ihre Eltern und ihre Schwester keine entsprechenden Papiere geben wird, entschließt sie sich, zunächst bei ihrer Familie in Prag zu bleiben und Josef nachzureisen, sobald es Visa für alle gibt. Doch es sollte alles anders kommen… Lenka und ihre Familie landen in Theresienstadt. Alyson Richman erzählt äußerst anschaulich und eindringlich von Lenkas Erlebnissen in dem Konzentrationslager und beschreibt das Grauen, das unsägliche Leid, die Schikanen und Misshandlungen, die die Juden erdulden mussten, sehr ausführlich und realistisch. Es ist immer wieder erschütternd zu lesen, mit wie viel Kälte und Brutalität Menschen einander begegnen können. Josef kommt nach einem mehrmonatigen Aufenthalt mit seiner Familie in England allein in New York an. Er beendet sein Medizinstudium und wird Geburtshelfer, er trifft Amalia, heiratet sie und gründet mit ihr eine Familie. Dennoch sind seine Gedanken immer bei Lenka. Er träumt von ihr. Da seine Briefe ungeöffnet zurückkamen, hat er nach Kriegsende versucht, Lenka über einen Suchdienst zu finden, musste jedoch erfahren, dass ihr Name auf einer Liste aus Auschwitz steht… Alyson Richman besitzt die beeindruckende Fähigkeit, die Gedanken und Gefühle ihrer Protagonisten mitreißend darzustellen und auf den Leser zu übertragen. Ich habe mit den Akteuren gelebt und gelitten, gebangt und gehofft. Habe Kummer und Furcht genauso mit ihnen geteilt wie die kleinen Glücksmomente. „Abschied in Prag“ lässt mich ergriffen zurück – eine tiefgründige, berührende Geschichte, die nach dem Lesen noch lange nachklingt.

Eine nie vergangene Liebe

Von: Susanne Nowak Datum: 06. January 2018

Auf einer Hochzeit, der Hochzeit ihrer beiden Enkel, treffen sich ein 85-jähriger Mann und eine 80-jährige Frau – Josef und Lenka –, vor Jahren durch den Holocaust getrennt – eine ewige Liebe, die trotzdem nie verging. Die Autorin hat einen sehr berührenden und beeindruckenden in die Tiefe gehenden Roman geschrieben, er beginnt in den 30iger Jahren, Josef und Lenka verlieben sich ineinander, in einer Zeit, die noch nicht von Rassismus, Judenverfolgung geprägt war. Sie heiraten kurz vor Kriegsausbruch, noch bevor das nationalsozialistische Regime mit Härte und Brutalität begonnen hat. Nach Kriegsausbruch müssen die beiden Prag verlassen, Josefs Familie bekommt nach viel Bangen endlich das begehrte Visum für Amerika, doch Lenka, seine Frau, möchte ihre Familie nicht allein zurücklassen, sie ist innerlich zerrissen zwischen der Liebe zu Josef und der Liebe zu ihrer Familie. Lenka lässt Josef allein reisen, beide in Gedanken immer bei dem Partner, doch sie verlieren einander aus den Augen, Lenka wird mit ihrer Familie nach Theresienstadt deportiert. Den Schreibstil ist schlicht, flüssig und so spannend geschrieben, dass er den Leser regelrecht fesselt, kapitelweise abwechselnd in der Ich-Form, was die Spannung noch zusätzlich erhöht. Die Beschreibungen der Bedingungen und des Lebens im KZ sind außerordentlich bildgewaltig und sehr detailliert, sie wühlen auf, machen nachdenklich, erschüttern und lassen das Grauen des Holocaust wieder aufleben, erinnern uns daran, dass Rassismus in unserem Land ein Thema ist, über das nicht geschwiegen werden darf – das leider momentan wieder sehr aktuell ist. Ein Roman, der mich sehr berührt hat und der noch lange nachklingt und mich tief ergriffen zurückgelassen hat. Ein Roman, der aber auch die Hoffnung in sich trägt. Ein ganz außergewöhnlicher Roman.

Wiedersehen nach 60 Jahren

Von: hasirasi2 Datum: 06. January 2018

»„Ich kenne sie irgendwoher“, brachte er heraus ... „Sie müssen sich irren,“ erwiderte die Frau höflich. ... „Ich bin´s, Lenka,“ sagte er. „Josef. Dein Mann.“« (S. 11/12). Zu diesem Zeitpunkt sind beide über 80 und haben sich vor 60 Jahren das letzte Mal gesehen. 1939, direkt nach ihrer Hochzeit, emigrierte Josef wegen der Machtübernahme der Nazis in die USA. Lenka wollte ihn nicht ohne ihre Familie begleiten. Sie hoffte darauf, dass er für sie alle Visa beschaffen würde. „Abschied in Prag“ ist das erschütterndste Buch über die Geschichte der tschechischen Juden während des 2. WK, dass ich in letzter Zeit gelesen habe. Es ist kein Buch, das man mal so nebenher liest, dazu geht es viel zu sehr an die Nieren und auch die dazu Besprechung fällt mir schwer. Lenka wächst wohlbehütet als Tochter eines Glashändlers in Prag auf. Schon ihre Mutter hatte genau wie sie Malerei studiert. Josef ist der Bruder einer Kommilitonin und studiert Medizin. Sie verlieben sich und mit der Machtübernahme der Nazis heiraten sie – als seine Frau kann sie mit ihm in die USA emigrieren. Aber sie bleibt bei ihrer Familie. Als kurz darauf sein Schiff sinkt, wird er irrtümlich für tot erklärt. Lenka wird 1942 nach Theresienstadt deportiert, 1945 nach Auschwitz und Josef erhält irgendwann vom Roten Kreuz die Nachricht, dass sie dort gestorben ist. Doch dann treffen sie sich ausgerechnet bei der Hochzeit ihrer Enkel wieder. Es gibt Bücher über dieses Thema, die unterhalten sollen, und solche die aufrütteln – dieses gehört zur letzteren Kategorie. In extrem eindringlichen und erschreckenden Bildern erzählt Alyson Richman von Lenkas „Leben“ (so mag man es eigentlich gar nicht nennen) in den KZ´s. Dabei war Theresienstadt noch eines der besseren, die „Vorzeigevariante“, in der sich die Inhaftierten zum Teil selbst verwalteten. Die Häftlinge wurden hier nicht in Massen vernichtet – dazu gab es die Transporte in den Osten (nach Auschwitz). Da niemand wusste, was sie dort erwartet, meldeten sich Familienangehörige freiwillig, sobald einer von ihnen auf die Reise geschickt werden sollte. Besonders nah ging mir die Geschichte der KZ-Kinder. Die Erwachsenen haben alles versucht, um ihnen das Leben irgendwie lebenswert erscheinen zu lassen. Sie schmuggelten Papierfetzen und Farben für sie, veranstalteten geheime Ausstellungen und führten mit ihnen eine Kinderoper auf. Lenkas ist eine starke Frau und lässt sich nicht brechen. Sie knüpft überall Freundschaften und versucht immer wieder ihrer Familie und Schwächeren zu helfen. So kämpferisch Lenka ist, um so wehleidiger habe ich Josef empfunden. Sein Leben in Amerika ist nicht leicht. Er hat als einziger seiner Familie das Unglück überlebt, muss die Sprache lernen, nochmal Medizin studieren und wird wie sein Vater Geburtshelfer – denn er will den Menschen ins Leben helfen, nicht beim Sterben. Er heiratet auch bald wieder und liebt seine Frau (irgendwie) – aber er vergleicht sie sein ganzes Leben mit Lenka und wird die Albträume nicht los. Mit seiner Figur bin ich nicht so richtig warm geworden. Er erschien mir zu widersprüchlich und deprimiert, war nie richtig zufrieden. Trotzdem klingt „Abschied in Prag“ immer noch in mir nach und bekommt 4,5 von 5 Sternen.

Abschied in Prag

Von: Manuela Hahn Datum: 04. January 2018

Inhalt: Jung verheiratet werden die Künstlerin Lenka und der angehende Arzt Josef getrennt. Josef flüchtet vor den Nazis nach New York, während Lenka sich entscheidet bei ihrer Familie zu bleiben. Nur knapp überlebt sie die Gräueltaten der Nationalsozialisten im 3. Reich. Beide beginnen nach dem Krieg ein neues Leben in den USA ohne zu ahnen das der Andere überlebt hat. Meine Meinung: Abschied in Prag ist ein Buch gegen das Vergessen. Im Geschichtsunterricht lernen wir Fakten: Kriegsdauer: 1939 -1945 Mindestens 50 Millionen Gesamtopfer Opfer deutscher Massenverbrechen: Fast 14 Millionen, Juden,Roma,Sinti,Homosexuelle,Kriegsgefangene und viele mehr. Die Zahlen sind erschreckend, aber eben nur Zahlen, zu oft wird vergessen das hinter jeder dieser Zahlen ein Mensch steht, der gelebt, geliebt, geweint,gelitten hat. Alyson Richman erzählt die Geschichte von zweien dieser Menschen: Josef und Lenka, die wohlbehütet in wohlhabenden jüdischen Familien aufwachsen sich kennen und lieben lernen und durch die Nazis getrennt werden. Die Autorin lässt ihre Protagonisten erzählen: Lenka erzählt ab dem Jahr 1930, sie beschreibt ihr Kindheit, das Studium ihr erstes Zusammentreffen mit Josef. Josef erzählt uns Lesern im Jahr 2000 was geschah. Schon schnell ist klar, weder Josef noch Lenka werden jemals wieder jemanden so sehr lieben, sie sind Seelenverwandte. Diese eher ungewöhnliche Art eine Geschichte zu erzählen hat mir sehr gut gefallen. Mit viel Feingefühl beschreibt die Autorin die Erlebnisse ihrer Protagonisten, sie lässt keine Gräueltaten in den Konzentrationslagern aus allerdings ohne allzu viele grausige Details, hier spielt aber automatisch das Kopfkino einen Film ab, wir wissen alle was geschah. Aber sie lässt auch Raum für ein kleines, zweites Glück. Im Nachwort erklärt die Autorin das es eine Liebe wie die von Josef und Lenka wirklich gegeben hat, vielleicht berührt die Geschichte die sie um diese Tatsache gewoben hat, deswegen so sehr?

Ergreifende Liebesgeschichte vor dem Hintergrund des Holocaust

Von: sommerlese Datum: 01. January 2018

"Abschied in Prag" ist eine unglaublich berührende, dramatische und sehr bildhaft erzählte Liebesgeschichte vor dem Hintergrund des Holocaust. Dieses Buch ist gegen das Vergessen und wirkt beim Leser noch lange nach. Ich war gepackt von der Geschichte und habe den wunderbaren Schreibstil genossen. Natürlich nehmen die Passagen von den grauenhaften Schrecken des Holocausts erschütternde Formen an, aber es gibt auch so viele berührende Erfahrungen und emotional schöne Momente, dass man das Buch trotzdem sehr gerne liest. Die Schicksale gehen direkt ins Herz und beim Lesen wird deutlich, wie sehr Rassismus Menschen auf grausame Weise Schaden zugefügt hat und es noch immer tut. Lenka und Josef finden miteinander die große Liebe und nachdem sie jahrzehntelang getrennte Lebenswege gingen, glauben sie nicht mehr an ein Wiedersehen. Ihre Geschichte ist deshalb auch so anrührend, weil die Autorin reale Schicksale in ihrem Buch verarbeitet. Die Charaktere kommen absolut lebendig und glaubwürdig daher und man ist als Leser sehr nah bei ihnen. Auch die Schilderungen aus den Konzentrationslagern wirken sehr authentisch und gehen unter die Haut. Welche Erfahrungen Lenka und Josef in ihren neuen Ehen gemacht haben, stellt die gemeinsame Liebe nicht in den Schatten. Sie überdauert ganze sechs Jahrzehnte. Das Wiedersehen der beiden Protagonisten ist zwar etwas unwahrscheinlich, aber dennoch gibt es solche Zufälle und Fügungen im Leben. Man sollte nie die Hoffnung aufgeben, manche Menschen sind einfach füreinander bestimmt. Der Schreibstil Alyson Richmans ist sehr bildhaft und zeigt viele Emotionen. Ich war davon gefesselt und habe die Kapitel verschlungen. Während sich Lenkas Schilderung um die 30er Jahre, um ihre Liebe zu Josef und zur Kunst und die Zeit in den Konzentrationslagern dreht, erzählt Josef seine Geschichte nach der Emigration und im jetzt. Dadurch kann man ihrer beider Lebensläufe wunderbar folgen. Josefs zweite Ehe mit Amalia, die gemeinsame Tochter und die Geburt des Enkels sind seine Meilensteine im Leben und werden auch so dargestellt, voller Emotionen und mit tiefer Liebe. Dieser Roman hat mich sehr aufgewühlt und die packende Kombination zwischen Liebesgeschichte und Holocaust-Grausamkeiten hat mich sehr berührt.

Eine unvergessliche Liebe

Von: Arietta Datum: 28. December 2017

Meine Meinung: Zur Autorin: Alyson Richman, hat eine sehr bewegende und berührende Geschichte geschrieben, die mein Herz sehr berührt und mich erschüttert hat. Ein sehr tiefgründiger Roman, der von der dunkelsten Epoche seit Menschengedenken erzählt. Es geht um die Verfolgung und Vernichtung der Juden, von der sie mit viel Feinfühligkeit und Fingerspitzengefühl erzählt, ein emotionsgeladener Roman. Ihr Schreibstil ist sehr klar, kraftvoll und mitreißend, es ist wie ein Sog, dem man sich beim Lesen nicht mehr entziehen kann. Man versinkt beim Lesen in der Geschichte, wird eins mit den Protagonisten und leidet mit ihnen mit. Alles ist so bildhaft erzählt, dass alles wie ein Film im Kopf abläuft. Ihre einzelnen Figuren sind so real und glaubhaft beschrieben, dass sie wie aus Fleisch und Blut wirken. Auch die Charaktere der einzelnen Personen und ihre Emotionen sind sehr gut herausgearbeitet, sodass man das Gefühl hatte, in ihre Seelen zu blicken. Eine traurige, facettenreiche und doch wundervolle Liebesgeschichte, in leisen Tönen erzählt. Sehr schön hat sie das Ganze, das auf zwei Ebenen spielt, miteinander verwoben. Besonderes das Geschehen aus der Sicht von Lenka war dramatisch, Josef Geschichte dagegen war ruhiger erzählt und nicht ganz so aufwühlend. Zum Inhalt: Wunderschön hat sie die zarten Liebesbande zwischen Josef und Lenka in den 1930er Jahren in Prag erzählt. Lenka, die Kunst studiert, und durch ihre beste Freundin deren Bruder, der Arzt wird, kennenlernt. Eine Liebe die sehr tief ist und schließlich in einer Ehe endet. Da beide dem jüdischen Glauben angehören, wird das Leben immer schwerer für sie im Land, ihnen und ihren Familien bleibt nur die Flucht. Josefs Familie hat Verwandte in Amerika und besorgt Visa, aber für Lenkas Familie gibt es keine. Schweren Herzens bleibt Lenka bei ihrer Familie zurück, sie möchte sie nicht im Stich lassen. Josef bricht mit seiner Familie auf, das Schiff sinkt und Josef überlebt wie durch ein Wunder, wird aber irrtümlich für Tod erklärt. Eine Welt zerbricht für Lenka, dann übernehmen die Nazis auch Prag, und Lenka wird mit ihrer Familie nach Theresienstadt deportiert. Das Leben dort ist gnadenlos hart und unmenschlich. Hunger, Elend und Tod sind immer anwesend. Ich habe Lenka für ihre Kraft und ihr Durchhaltevermögen bewundert. Auch für ihren Mut, verbotene Dinge zu tun, um auf die Zustände im Lager in der Welt aufmerksam zu machen. Diese Zustände dort sind so erschreckend und realistisch beschrieben, dass ich Gänsehaut hatte beim Lesen und mir die Tränen kamen. Später landen sie und ihre Familie, alle sind nur noch Haut und Knochen, in Auschwitz, dort entkommt sie nur knapp dem Tod. Mit ihrem amerikanischen Retter geht sie nach Amerika, ohne zu ahnen, dass dort Josef als Arzt praktiziert. Den beide halten den jeweils anderen für tot. Aber in ihren Herzen lieben sie sich immer noch, sie können einander nicht vergessen. Wie es das Schicksal so will stehen sich beide in New York gegenüber ...

Mehr als nur eine Liebesgeschichte

Von: Nici F. (Nici's WORT und Totschlag) Datum: 26. December 2017

Inhalt: In den 1930er- Jahren, begegnen sich Lenka und Josef in Prag zum ersten mal. Kurz nach ihrer Heirat werden die zwei, beim Einmarsch der Deutschen auseindergerissen. Lenka entkommt nur knapp dem Tod in einem Konzentrationslager und flieht in die USA. 60 Jahre lang halten sie einander für Tod, bis sie sich eines Tages zufällig in New York gegenüber stehen. Autorin: Die amerikanische Bestsellerautorin Alyson Richman hat bereits mehrere Romane verfasst, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden. Zuletzt erschien Ein italienischer Garten im Diana Verlag. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern auf Long Island, New York. Meinung: Ich bin immernoch tief bewegt vin diesem Buch und dessen Inhalt. Eine wunderschöne, herzzerreißende, emotionale und berührende Liebesgeschichte. Ich habe von der ersten seite an mit Lenka und Josef mitgefiebert. Das Buch wird aus der jeweiligen Sichtweise der beiden Hauptprotagonisten erzählt. Ich habe gespannt die Lebensgeschichten von Josef und Lenka verfolgt und die ein oder andere Träne verdrückt. Dieses Buch kann man erst aus der Hand legen, wenn es zu ende ist. Alyson Richman hat einen wundervoll gefühlvollen und eindringlichen Erzählstil. Nicht nur die Lebensgeschichten der Protagonisten werden einem bildhaft dargelegt, man erhält auch ein sehr einprägsames Bild der damaligen Zeit. Ich kann jedem nur diese besondere und außergewöhnliche Geschichte ans Herz legen. Volle 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung!! Vielen Dank an den DIANA Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

Eine wunderschöne, erschütternde Liebesgeschichte, die mich sehr beschäftigt und auch aufgewühlt hat

Von: Marinas Bücherwelt Datum: 22. December 2017

New York, 2000: Bei der Hochzeit seines Enkels Jason passiert das Unfassbare: Der fünfundachtzigjähre Josef Kohn erkennt in der Großmutter der Braut seine tot geglaubte Ehefrau Lenka Kohn! Prag, 1930er Jahre: Lenka Josefina Maizel ist eine junge Künstlerin, die aus einer wohlhabenden jüdischen Familie stammt. Sie studiert mit ihren Freundinnen Kunst und sie verliebt sich in Josef Kuhn, den Bruder ihrer besten Freundin. Das Leben könnte so schön sein, doch die politische Unsicherheit und der drohende Krieg überschatten das junge Glück. Die Gesellschaft wird immer Judenfeindlicher und dann marschieren die deutschen Soldaten ins Land ein und alles wird anders. Josef und Lenka können zwar heiraten, doch bereits kurz nach der Hochzeit werden die beiden auseinandergerissen und ein harter Kampf ums Überleben beginnt. Josef gelingt die Flucht in die USA, während Lenka mit ihrer Familie in ein Konzentrationslager gebracht wird... "Abschied in Prag" erzählt die dramatische und sehr ergreifende Liebesgeschichte von Lenka und Josef. Mich hat das Buch gleich von Anfang an gepackt und nicht mehr losgelassen. Selten habe ich eine so erschütternde Liebesgeschichte gelesen, die mich immer wieder zu Tränen gerührt hat. Trotz des Schreckens des Holocausts gibt es immer wieder schöne und sehr berührende Momente im Buch. Dennoch behandelt die Autorin ein sehr ernstes und auch noch heute sehr aktuelles Thema, denn antisemitischen Äußerungen und Rassismus sind leider immer wieder anzutreffen. Im Nachwort schreibt die Autorin, dass nicht alle Personen frei erfunden sind und einige Tatsachen in das Buch eingeflossen sind, dass macht das Ganze noch schockierender. Das Buch handelt von einer großen Liebe, von Freundschaft und Familie, es erzählt von starken Menschen, die Widerstand geleistet haben und von der Hoffnung, die die Menschen am Leben gehalten hat. Die Autorin Alyson Richman hat einen ruhigen, aber sehr bildlichen Schreibstil, der sehr fesselt. Durch die kurzen Kapitel lässt sich das Buch recht rasch lesen. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Lenka und Josef erzählt. Außerdem wird die Geschichte auf unterschiedlichen Zeitebeben beschrieben: Lenka befindet sich in den 30er Jahren und erzählt ihre Geschichte im hier und jetzt. Sie berichtet von ihrem Leben, ihrer Liebe zur Kunst, ihrer Liebe zu Josef. Die Leser begleiten Lenka und ihre Familie auf deren steinigen Weg durch das Konzentrationslager. Ich habe von der ersten Seite mit ihr mitgelitten und aufs Neue haben mich die Schilderungen über die Vorfälle im 2. Weltkrieg sehr betroffen gemacht. Josef hingegen befindet sich in der Zukunft und erzählt von seiner Vergangenheit. Von seinen Gefühlen für Lenka, die er auf dramatische Weise verloren hatte und die er nie vergessen konnte. Die unterschiedlichen Eben sorgen nicht für Verwirrung, im Gegenteil der Stil passt sehr gut zur Geschichte. Fazit: "Abschied in Prag" ist ein Buch, dass mich sehr beschäftigt und auch aufgewühlt hat. Die Autorin verbindet eine wunderschöne, erschütternde Liebesgeschichte mit dem sehr wichtigen und ernsten Thema Holocaust.

Unverhofftes Wiedersehen

Von: Caroline Messingfeld Datum: 22. December 2017

Es gibt nichts Wichtigeres auf der Welt als Bücher gegen das Vergessen. Gerade in der heutigen Zeit, in der wir wieder tagtäglich mit antisemitischen Äußerungen konfrontiert werden, kommt dem Roman "Abschied in Prag" von Alyson Richman eine ganz besondere Rolle zu. Lenkas und Josefs Geschichte beginnt im Prag der 1930er Jahre. Kurz nach ihrer Heirat werden die jungen Liebenden beim Einmarsch der Deutschen auseinandergerissen. Josef emigriert, arbeitet als Arzt in New York, heiratet. Lenka entrinnt im Konzentrationslager dem Tod nur knapp und beginnt nach dem Krieg ein neues Leben in den USA. Obwohl sie glauben, einander nie wiederzusehen, vergessen sie ihre Liebe nie. Bis sie sich sechs Jahrzehnte später in New York zufällig begegnen... Das Cover ist sehr ansprechend gestaltet. Im Mittelpunkt steht ein gepackter Koffer, der in einer Signalfarbe (Rot) gehalten ist und die Blicke des Betrachters auf sich zieht. Er symbolisiert den Abschied von der vertrauten Heimat und die Reise in eine ungewisse Zukunft. Im Hintergrund erkennt man die Silhouette der weltberühmten Stadt an der Moldau. Auch der Titel des Roman ist kurz und prägnant und spiegelt das Romangeschehen auf eine subtile Weise wider. Das Geschehen wird aus zwei Perspektiven, nämlich von Lenka und Josef, geschildert. Sie verbindet eine große Liebe, die aufgrund von tragischen Umständen nicht gelebt werden konnte. Als Leser entwickelt man eine enge Bindung an diese zwei starken Protagonisten, deren Lebensweg wir über eine lange Zeitspanne von der ersten zufälligen Begegnung über die tragische Trennung in den Wirren des Krieges und das unverhoffte Wiedersehen auf einer Hochzeit in den USA verfolgen. In diesem vielschichtigen Roman werden viele wichtige Themen wie die Bedeutung von Familie, Freundschaft und Liebe angesprochen. Hierbei kommt der Kunst eine entscheidende Rolle zu. Sie ist ein Zeichen des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus, aber auch eine Flamme der Hoffnung, die alle Verfolgten am Leben erhält. Auch Lenka hat sie die Kraft zum Weiterleben in den Konzentrationslagern gegeben, nachdem sie ihre Angehörigen verloren hatte. Alyson Richman schreibt in einer schlichten, aber sehr ausdrucksstarken Sprache. Man spürt das Grauen, wenn sie das Unsagbare schildert, was Lenka in den Konzentrationslagern mitansehen, erleben und erleiden muss. Nach ihrer Befreiung ist ihr Leidensweg längst nicht zu Ende. Auch wenn es ihr gelingt, sich ein neues glückliches Leben aufzubauen, kämpft sie zeitlebens gegen das Trauma, den Holocaust überlebt zu haben, während alle ihre nahestehenden Menschen gestorben sind. Auch Josef kennt diese zwiespältigen Gefühle. Zeitlebens lässt ihn die Erinnerung an Lenka nicht los. Er fühlt sich schuldig, weil er seine Heimat rechtzeitig verlassen und in die USA emigrieren konnte, während er seine geliebte Frau schutzlos zurücklassen musste und nicht in Erfahrung bringen konnte, was mit ihr nach dem Abschied in Prag geschehen ist. Dieses Buch hat mich sehr aufgewühlt zurückgelassen. Heute vergebe ich 5 Sterne für ein ergreifendes Buch über eine tragische Lebens- und Liebesgeschichte in dunkelster Zeit, das lange in mir nachhallen wird.

Eine ganz besondere Liebesgeschichte

Von: Betsy Datum: 21. December 2017

Dieses Buch hat mich schon nach den ersten Seiten gefangen genommen, als Josef hier die Bekanntschaft mit einer Dame macht, die ihn an jemand ganz Besonderen aus seiner Vergangenheit erinnert. Nach einem Satz, mit dem diese Begegnung dann vorerst endet, hat die Autorin den Leser regelrecht am Haken hängen und man muss einfach weiterlesen, so sehr will man erfahren, was es damit auf sich hat. Im weiteren Verlauf wird aus Lenkas und Josefs Perspektive erzählt, wie deren jeweilige Leben in der Vergangenheit verlaufen sind. Es ist eine unglaublich berührende und schöne Geschichte, die zwar einiges an Tragik aufbietet, aber dennoch nie zu übertrieben oder zu unglaubwürdig wirkt und sehr einfühlsam die Schrecken des Holocausts schildert. Der Schreibstil der Autorin ist ruhig, aber nichtsdestotrotz sehr ausdrucksstark, und ihr gelingt es in wenigen Worten sehr viel Gefühl zu transportieren. Dazu baut man als Leser eine Verbindung zu Lenka und Josef auf und nimmt großen Anteil an ihrem persönlichen Werdegang. Man erlebt gemeinsam mit ihnen den Anfang ihrer Liebesgeschichte, das scheinbare Ende und alles, was dazwischen und danach passiert. Es gibt hier wunderschöne, liebevolle und innige Momente, aber auch sehr traurige und schreckliche Ereignisse, die die Unbeschwertheit der ersten Liebe sowie ihre ehemals gemeinsamen Zukunftsträume wie einen schönen Traum erscheinen lassen. Bei beiden spielt die jeweilige Familie eine wichtige Rolle und einmal mehr zeigt sich, wie weit man bereit ist für diese zu gehen und wie viel Kraft einem der Zusammenhalt gibt. Dazu erfährt man aus der Sicht von Josef, was es heißt, dem Krieg entkommen zu sein, während man einen geliebten Menschen zurücklassen musste, sowie aus Lenkas Sicht, wie es ist, den Holocaust er- und überlebt zu haben, während so viele andere neben einem gestorben sind. Sehr präsent ist hier immer wieder die Sehnsucht, die beide nacheinander haben und die in all den Jahren und trotz ihrer neuen Leben nie wirklich verschwunden ist. Ihre Erinnerungen an ihre kurze Zeit sind kostbar und jeder hütet diese wie einen Schatz tief in seinem Inneren verborgen. Ein ganz besonderer Aspekt, der hier auch aufgegriffen wird, ist die Kunst, die für Lenka eine wichtige Rolle spielt, und wie diese auch im KZ präsent ist, und unter anderem dem Widerstand dient, um auf die Grausamkeiten darin aufmerksam zu machen. Die Autorin zeigt hier sehr schön, wie vielfältig Kunst sein kann und wie sie den Menschen einen Grund zum weitermachen gibt und trotz der Umstände Freude in ihr Leben bringt, und sei es auch nur für kurze Momente. Das Ende ist dann sehr schnell da und gerne hätte man noch ein paar mehr Seiten gehabt, aber dennoch ist der Schluss passend und auch das Nachwort der Autorin, in dem sie kurz auf die realen Elemente in ihrer Geschichte eingeht, rundet das Ganze schön ab und zeigt, wie inspirierend reale Menschen sein können. Fazit: Eine unglaublich schöne, aber auch sehr emotionale Geschichte mit Momenten, die den Leser tief im Herzen berühren und mit den beiden mitfiebern lassen, ob es noch ein Happy End für sie gibt. Beide Sichtweisen ziehen einen in ihren Bann und man verfolgt gespannt ihre jeweiligen Lebensgeschichten. Dieses Buch will man am liebsten erst aus der Hand legen, wenn man fertig ist, denn man kann und will nicht aufhören zu lesen, um zu erfahren, was das Schicksal für Lenka und Josef bereithält. Ein sehr eindringlicher und gefühlvoller Erzählstil, der neben dieser großen Liebesgeschichte auch ein sehr einprägsames Bild der damaligen Zeit wiedergibt. Ich kann diese Geschichte wirklich nur jedem ans Herz legen, denn sie ist einfach in jeder Hinsicht etwas ganz Besonderes. Es ist ein Buch, das man, wenn man es erst einmal gelesen hat, wirklich bereuen würde, es nicht getan zu haben, weil man etwas ganz Außergewöhnliches verpasst hätte. Also lesen, lesen, lesen und Taschentücher bereithalten!

Eine tragische Liebesgeschichte die berührt, betroffen macht und noch lange, lange nachklingen wird

Von: katikatharinenhof Datum: 16. December 2017

Prag, Ende der 1930er Jahre - Josef und Lenka sind Juden und werden kurz nach ihrer Hochzeit durch den Einmarsch der Deutschen voneinander getrennt. Josef emigriert in die USA und arbeitet dort als Arzt. Lenka wird erst nach Theresienstadt, dann weiter nach Auschwitz deportiert. Dort entrinnt sie nur knapp dem Tod. Nach dem Krieg beginnt sie mit ihrem Mann, einem amerikanischen GI, ein neues Leben in Amerika. Obwohl Lenka und Josef glauben, einander nie mehr zu begegnen, ist ihre Liebe füreinander nicht erloschen und sie erhalten die Erinnerungen an den jeweils anderen aufrecht. Und dann stehen sich beide 60 Jahre nach dem Krieg plötzlich gegenüber... Um ehrlich zu sein, fehlen mir die Worte, um all das zu beschreiben, was ich während des Lesens dieses Buches erlebt, gefühlt und durchlitten habe. Alyson Richmann schafft es, mit einer berührenden Sprache eine bildgewaltige Liebesgeschichte vor dem erschreckenden Hintergrund des Holocaust zu Papier zu bringen, die mich von der ersten Seite an direkt in das Buch hineinzieht. Sie transportiert auf der einen Seite die schreckliche Fratze des Naziregimes mit all ihren Grausamkeiten und lässt auf der anderen Seite doch so wunderschöne und liebevolle Momente entstehen, die mich berühren und mitfühlen lassen. In diesem Buch werden von der Autorin reale Geschichten verarbeitet und das merkt man den Protagonisten auch an. Sie erscheinen, trotz ihres unerträglichen Schicksals, sehr lebendig und glaubwürdig und ich leide mit Lenka mit, als sie die grausamen Monate in Theresienstadt und Auschwitz verbringen muss. Auch Josefs Schilderungen gehen direkt ins Herz und hinterlassen dort ebenso ihre Spuren. "Es gibt zwei Berührungen, die man nie im Leben vergisst: Wie es sich anfühlt, zum ersten Mal die Hand seiner ersten großen Liebe zu halten, und wie es sich anfühlt, wenn die winzige Faust deines eigenen Kindes sich zum ersten Mal um einen Finger schließt. In beiden Fällen entsteht eine Verbindung für die Ewigkeit." (S. 169 - Josef) Ein absolut packender Roman, verpackt in eine tragische Liebesgeschichte, die berührt, betroffen macht und noch lange, lange nachklingen wird. Herzlichen Dank an Corinna Schindler und den Diana-Verlag für die kostenfreie Bereitstellung dieses Rezi-Exemplares. Diese Tatsache hat jedoch nicht meine ehrliche Lesermeinung beeinflusst.

Eine tragische Liebes- und Lebensgeschichte

Von: Buchkatze Datum: 12. December 2017

„Abschied in Prag“ von Alyson Richman erzählt die bewegende Geschichte der beiden Liebenden Lenka und Joseph. Das Buch spielt in den 30er und 40er Jahren in Tschechien (überwiegend Prag) und Amerika. Zu Anfang stehen sich die Hauptprotagonisten Lenka und Joseph durch Zufall im New York der Neuzeit nach sechs Jahrzehnten Trennung wieder gegenüber. Im Rückblick wird ihre tragische Geschichte kapitelweise abwechselnd aus der Perspektive von Lenka und Joseph in der Ich-Version erzählt. Wobei dabei die Kapitel, die die Sicht Lenkas wiederspiegeln den größeren Part einnehmen. Durch diese Art der Erzählweise erhält der Leser so Einblick in beider Leben und Gefühlswelt. Ab der ersten Seite nahm mich dieses Buch gefangen, durch den bildhaften und lebendigen Schreibstil der Autorin erwachen die Geschehnisse vor den Augen des Lesers zum Leben. Aber auch die späteren, bedrückenden und verzweifelten Momente der Geschichte konnte die Autorin authentisch und packend einfangen, und dem Leser emotional übermitteln. Fazit: Ein packender Roman, der mich nicht nur durch seine tragische Liebesgeschichte in seinen Bann zog. Schreibstil, als auch die Handlungsstränge fernab der eigentlichen Liebesgeschichte haben mich sehr kurzweilig und mitreißend unterhalten können. Absolute Leseempfehlung von mir. https://buchkatzeblog.wordpress.com/2017/12/12/abschied-in-prag-alyson-richman/