Anne Freytag

Nicht weg und nicht da

Nicht weg und nicht da Blick ins Buch

Jetzt bestellen:

eBook
Buch

€ 12,99 [D] | CHF 16,00 [CH]

oder hier kaufen:

€ 16,00 [D] | € 16,50 [A] | CHF 22,90 [CH]

oder hier kaufen:

Nach dem Tod ihres Bruders macht Luise einen radikalen Schnitt: Sie trennt sich von ihrem mausgrauen Ich und ihren Haaren. Übrig bleiben drei Millimeter und eine Mauer, hinter die niemand zu blicken vermag. Als Jacob und sie sich begegnen, ist er sofort fasziniert von ihr. Doch Luise hält Abstand. Bis sie an ihrem sechzehnten Geburtstag aus heiterem Himmel eine E-Mail von ihrem toten Bruder bekommt – es ist die erste von vielen. Mit diesen Nachrichten aus der Zwischenwelt und dem verschlossenen Jacob an ihrer Seite gelingt es Luise, inmitten dieser so aufwühlenden wie traurigen Zeit das Glitzern ihres Lebens zu entdecken ...

Gefühlvoller (Jugend-)Roman über Verlust und Neuanfang

Von: unzensiert♡team Datum: 16. September 2018

Mit dem Tod ihres Bruders bricht für Luise eine Welt zusammen. Wütend und ängstlich schottet sie sich ab – bis sie eines Tages eine E-Mail bekommt. Eine E-Mail von Kristopher, ihrem toten Bruder. Nun beginnt eine Reise: aus ihr selbst, zu ihr selbst und zu Jacob, dem Jungen mit dem ernsten Blick, dem sie zufällig begegnet ist und den sie nicht vergessen kann. Anne Freytag ist ja bereits seit einiger Zeit in aller (Blogger-)Munde, nun wollten wir uns selbst ein Bild machen. Thematisch erinnert es uns an "Und wenn die Welt verbrennt" und "All die verdammt perfekten Tage". Der Autorin gelingt es, die beiden jungen Erwachsenen einzufangen, ohne zu viel preiszugeben. Es wird abwechselnd aus den Perspektiven von Luise und Jacob geschrieben. Zu Beginn kann die Kürze der Kapitel etwas irritieren, aber wir waren schnell "im Flow" und damit mitten in der Story gefangen. Sehr einfühlsam erzählt Anne Freytag von Luises Schmerz und balanciert dabei gekonnt zwischen den emotionalen Polen. Kristophers Krankheit wird beeindruckenderweise weder zu groß noch zu klein geredet. Auch Luises Schuldgefühle und die Abgrenzung zur Welt thematisiert sie nachvollziehbar und ohne Übertreibungen. Als Gegenpart lernen wir Jacob kennen, der jedoch selbst kein unbeschriebenes Blatt ist – zum Glück! So wird das Klischee des rettenden Helden und der Jungfrau in Not zwar leicht gestreift, dann aber durch eine Beziehung auf Augenhöhe umschifft. Auch Jacobs Geschichte hat es in sich, wenn auch auf eine andere Art als die von Luise. Hier werden weitere Probleme aufgenommen, mit welchen sich junge Menschen konfrontiert sehen können, hierbei spielen vor allem Machtlosigkeit, Nähe und die Suche nach dem eigenen Weg eine zentrale Rolle. Aber wir wollen an dieser Stelle nicht zu viel verraten und verzichten darum lieber auf Details. Die Geschichte berührt viele Themen, die grade in der Jugend wichtig sind, auch wenn der Umgang mit diesen zum Teil doch etwas "zu schön, um wahr zu sein" erscheint. Aber wenn man dies als Motivation und Hoffnung betrachtet, tut es dem Ganzen keinen Abbruch. "Nicht weg und nicht da" ist ein zarter, schöner Roman für Jugendliche und junge Erwachsene über die Liebe, das Sterben und das Leben. An einigen Stellen hat uns das Buch sehr berührt, an anderen war die Geschichte etwas zu glücklich und positiv. Von uns erhält der Roman 3 1/2 von 5 Sternen für eine emotionale Geschichte, die sich schnell liest und neben den "krassen" Erlebnissen der Protagonisten auch einige typische Problematiken des Erwachsenwerdens mit einschließt. Protipp: Nicht unterwegs lesen, es kann zu Tränen kommen.

Emotionales Buch

Von: Anika F Datum: 18. August 2018

#Rezension #Rezensionsexemplar #Bloggerportal Anne Freytag - Nicht weg und nicht da Klappentext Nach dem Tod ihres Bruders macht Luise einen radikalen Schnitt: Sie trennt sich von ihrem mausgrauen Ich und ihren Haaren. Übrig bleiben drei Millimeter und eine Mauer, hinter die niemand zu blicken vermag. Als Jacob und sie sich begegnen, ist er sofort fasziniert von ihr. Doch Luise hält Abstand. Bis sie an ihrem sechzehnten Geburtstag aus heiterem Himmel eine E-Mail von ihrem toten Bruder bekommt – es ist die erste von vielen. Mit diesen Nachrichten aus der Zwischenwelt und dem verschlossenen Jacob an ihrer Seite gelingt es Luise, inmitten dieser so aufwühlenden wie traurigen Zeit das Glitzern ihres Lebens zu entdecken ... __ Mein Fazit Vielen lieben Dank an Heyne Verlag und RandomHouse für das Leseexemplar. Eigentlich bin ich noch ganz sprachlos und weiss nicht wie ich alles in Worte fassen soll . Bitte legt euch Taschentücher bereit. Dieses Buch ist sehr emotional. Der Schreibstil ist unfassbar gut, man mag das Buch nicht aus der Hand legen. Am liebsten hätte ich mich eingeschlossen und die Außenwelt ausgeblendet. Mit den ersten Sätzen und Kapiteln hatte ich schon Gänsehaut und Tränen in den Augen, das blieb auch so bis zum Ende, immer wieder. Das Cover ist super hübsch gewählt und so passend zum Inhalt des Buches... Der Tod ist kein einfaches Thema und was Luise erlebt lässt einen nicht kalt. Die trauerphase mit ihr zu erleben, aber auch zu sehen, dass das Leben weiter geht. Wie stark ist dieses 16 jährige Mädchen?! Schön, dass sie das auch in Laufe des Buches realisiert. Diese Email Idee ihres Bruders ist so toll und zeigt wie stark Geschwisterliebe ist. Jacob wird Luises neuer Anker. Er ist einfach unverhofft da und er tut ihr so gut . Ein Mensch, der sie nimmt wie sie ist und ihr eine starke Hand reicht, obwohl er selber keine leichte Kindheit hatte. Es fällt ihm schwer sich zu öffnen. Er ist ein unfassbar liebevoller und warmherziger Mensch . Er tut der Seele einfach gut, so ein Begleiter braucht einfach jeder . Ich danke der Autorin, dass sie immer so unfassbar tolle Themen anspricht, die echt nicht leicht sind und sehr tiefgängig. Alle Bücher sind super lesenswert. Von mir gibt es 5 von 5 Sterne und eine klare #Leseempfehlung. __ Quelle Coverfoto und Klappentext www.randomhouse.de __ #AnneFreytag #NichtWegUndNichtDa #Büchereule #bücherliebe #leseverrückt #liebsteshobby #leseratte #leseliebe #leseverrückt #lesewahnsinn #bücherwurm #ohnebücherohnemich #lesewurm #meineleidenschaft #lesesucht #lesesüchtig #büchersüchtig #derrealitätentfliehen #bücherjunkie #büchernerd #bücherwurm #buchblog #buchbloggerin #lesenistliebe #RandomHouse

Wow!

Von: Lines Bücherwelt Datum: 17. August 2018

"Nicht weg und nicht da" war mein erstes Buch der Autorin und ich war mehr als gespannt was mich wohl erwarten würde. Immer wieder wurden mir ihre Bücher empfohlen und meine Erwartungen waren ziemlich hoch. Das Cover gefiel mir auf Anhieb und auch der Klappentext klang richtig emotional. Luise weiß nicht mehr weiter, seit ihr Bruder gestorben ist scheint ihr Leben keinen Sinn mehr zu haben. Sie verändert sich, wird immer stiller und sie lässt niemanden an sich heran. In dem Moment als sie zusammen zu brechen droht trifft sie Jacob. Dieser ist für sie da, er bedrängt sie nicht. Jacob ist ein sehr ruhiger und stiller junger Mann, er lässt keinen wirklich an sich heran. Doch als er Luise sieht ist er sofort fasziniert von ihr. Ihre Augen scheinen ihn in den Bann zu ziehen und sie wecken ihn ihm das Gefühl Luise zu beschützen. Beide Protagonisten wurden voller Farbe gezeichnet. Sie waren mir auf Anhieb sympathisch. Mit zu erleben wie sich die beiden ganz langsam näher kommen war sehr bewegend. Es dauert etwas bis sie sich ihre Gefühle wirklich eingestehen doch als sie das endlich tun bekommt Luise eine Email, von ihren verstorbenen Bruder.... Der Schreibstil der Autorin ist wundervoll, sie schreibt locker und sehr flüssig, auf der anderen Seite schreibt sie voller Gefühl und sehr intensiv. Ich habe dieses Buch verschlungen, anders kann ich es nicht beschreiben. Jede freie Minute verbrachte ich mit lesen alles andere blendete ich aus. Ich hatte ziemlich hohe Erwartungen doch nun nach dem lesen muss ich sagen das dieses Buch sie bei weiten übertroffen hat. Selten habe eine derart tiefsinnige, emotionale und bewegende Story gelesen. Sie berührte mich tief und sie lies mich nicht mehr los. Ich hatte Gänsehaut und Tränen in den Augen. Ich für meinen Teil bin restlos begeistert und ich werde auch noch weitere Bücher der Autorin lesen, denn das was sie hier erschaffen hat ist wirklich etwas besonderes. Klare Empfehlung. Fazit: Mit "Nicht weg und nicht da" ist der Autorin ein sehr bewegender, emotionaler und tief bewegender Roman gelungen der mich auf ganzer Linie überzeugen konnte. Von mir bekommt dieses Buch die volle Punktzahl.

fängt den Leser ein und weiß zu berühren

Von: Manja Datum: 11. June 2018

Kurzbeschreibung Den Anfang kannst du nicht ändern, das Ende schon Nach dem Tod ihres Bruders macht Luise einen radikalen Schnitt: Sie trennt sich von ihrem mausgrauen Ich und ihren Haaren. Übrig bleiben drei Millimeter und eine Mauer, hinter die niemand zu blicken vermag. Als Jacob und sie sich begegnen, ist er sofort fasziniert von ihr. Doch Luise hält Abstand. Bis sie an ihrem sechzehnten Geburtstag aus heiterem Himmel eine E-Mail von ihrem toten Bruder bekommt – es ist die erste von vielen. Mit diesen Nachrichten aus der Zwischenwelt und dem verschlossenen Jacob an ihrer Seite gelingt es Luise, inmitten dieser so aufwühlenden wie traurigen Zeit das Glitzern ihres Lebens zu entdecken … (Quelle: Heyne Verlag) Meine Meinung Der Roman „Nicht weg und nicht da“ stammt von der Autorin Anne Freytag. Es war nicht mein erster Roman der Autorin, ich kannte vorher bereits andere Geschichten aus ihrer Feder. Hier wurde ich vom Cover angesprochen und nachdem ich auch den Klappentext gelesen hatte musste ich dieses Buch lesen. Die Charaktere dieses Buches hat die Autorin richtig gut gezeichnet. Man kann sich als Leser jeden vorstellen und ihn verstehen. Luise mochte ich recht gerne. Am Anfang hätte ich sie gerne mal geschüttelt, sie ist hier nicht immer nett anderen gegenüber. Mit der Zeit aber entwickelt sich und wird umgänglicher. Jacob war mir sympathisch. Er handelt intuitiv, was mir sehr gut gefiel. Dadurch schließt man ihn schnell ins Herz. Seine Vergangenheit empfand ich als wichtig, da ging es mir dann ein wenig zu schnell. Doch nicht nur die Protagonisten sind gut beschrieben, auch die Nebenfiguren sind sehr gut gezeichnet. So lernt man als Leser hier verschiedene Personen kennen, die sich alle gut ins Geschehen einfügen. Und natürlich darf auch Kristopher nicht fehlen. Ihn lernt man durch die Briefe kennen und versteht nach und nach die Gründe für seine Tat. Der Schreibstil der Autorin hat es mir dieses Mal irgendwie doch schwer gemacht. Ich habe einige Zeit gebraucht um mich an die kurzen Sätze hier zu gewöhnen. Erst dann bin ich flüssig durch die Seiten gekommen und konnte gut folgen. Geschildert wird das Geschehen aus zwei verschiedenen Sichtweisen. So kommen hier Jacob und auch Luise zu Wort. Für beide hat die Autorin die Ich-Perspektive verwendet. Ich empfand sie als passend gewählt, man lernt die beiden so sehr gut kennen. Neben diesen beiden Sichtweisen sind hier noch Briefe oder auch E-Mails zu finden. Diese sind von Kristopher, Luises Bruder, und in einer anderen Schrift, zur besseren Unterscheidung. Die Handlung ist gewiss nicht unbedingt leicht, es wirkte oftmals doch auch sehr bedrückend auf mich. Die Autorin greift hier ein wichtiges Thema auf, sie befasst sich neben den Krankheiten auch mit dem Tod und dem Leben. Die Sichtweise darauf empfand ich als sehr gut beschrieben. Doch es ist nicht immer bedrückend, es gibt auch Hoffnung, man merkt eine Entwicklung im Buch. Das Ende ist so wie es ist super. Klar man ahnt wie es ausgeht aber der Weg dahin ist es wert, ihn zu lesen. Man sollte aber definitiv Taschentücher bereithalten Fazit Kurz gesagt ist „Nicht weg und nicht da“ von Anne Freytag ein Roman, der den Leser einfängt und ihn berührt. Interessante, gut gezeichnete Charaktere, ein zunächst etwas gewöhnungsbedürftiger Stil, der dann aber doch noch gut wird und eine Handlung, die ich als interessant und tiefgründig empfunden habe, haben mir bis auf kleine Kritikpunkte bewegende Lesestunden beschert. Durchaus lesenswert!

Unbedingt lesen!

Von: Janine Gimbel Datum: 07. April 2018

Kaum zwei Monate sind seit dem Tod ihres Bruders Kristopher vergangen. Die 15-jährige Luise vergräbt sich seitdem, rasiert sich den Kopf kahl und hat in der Schule eine Mitschülerin angegriffen. Nun muss sie zu einer Therapie gehen, in der sie schweigsam ihre Zeit absitzt. Warum sollte ihr Reden mit einem Fremden etwas bringen? Vor allem, wenn ihre eigene Mutter kaum mehr mit ihr spricht? Denn Zeit seines Lebens brauchte Kristopher mit seiner bipolaren Störung die volle Aufmerksamkeit beider Elternteile. Als schließlich eine Email vom toten Kristopher eintrifft, horcht Luise auf. Er schreibt von einer Zwischenwelt, in der er gefangen sei und nur sie, seine Schwester, könne ihm helfen, diese Zwischenwelt zu verlassen. Der Roman wird abwechselnd aus zwei Perspektiven erzählt. Die Kapitel sind dabei sehr knapp gehalten, es kommt zu häufigen, aber gelungenen Wechseln. Meist weiß man sehr genau, bei welcher Figur man sich befindet. Luise trauert um ihren älteren Bruder, der vor wenigen Wochen Selbstmord begangen hat. Ihr hat er nur einen Zettel mit einem einzigen Satz hinterlassen. Luise schwankt zwischen Wut und Trauer und das Leben zieht an ihr vorüber. Die andere Figur im Roman ist Jacob. Er war früher mit Kristopher in einer Klasse, hatte aber wenig mit dem anderen Jugendlichen zu tun. Er wohnt in dem Haus, in dem Luises Therapeut seine Praxis hat und trifft somit unweigerlich auf Luise, die ihn mit ihrem kahlgeschorenen Kopf fasziniert. Anne Freytag, die für gefühlvolle Jugendromane bekannt ist, schafft auch mit „Nicht weg und nicht da“ wieder ein solches Buch. Neben der Trauer, die natürlich einen festen Platz in der Geschichte hat, geht es auch um Freundschaft, Liebe und Familie. Die Autorin behandelt die Themen so, dass Jugendliche ab 14 Jahren Interesse daran haben können, aber auch erwachsene Leser und Leserinnen voll auf ihre Kosten kommen. Sie hat eine sehr poetische, dennoch treffende Sprache und einen Schreibstil, bei dem die Seiten nur so dahinfliegen. Auch „Nicht weg und nicht da“ ist ein Buch zum Abtauchen zwischen den Seiten. Luise und Jacob sind zwei Figuren wie aus dem Leben gegriffen. Sie haben Ecken und Kanten, jeder seine eigene Vergangenheit. Luise musste beispielsweise in ihrer Kindheit sehr viel zurückstecken gegenüber ihrem kranken Bruder. Sie war immer das brave, nette Kind, um das man sich zum Glück weniger kümmern musste. Nach dem Zerfall der Familie – der Vater hat sich schon vor Kristophers Tod von der Mutter getrennt – und dem Tod des Bruders müssen sich Luise und ihre Mutter miteinander befassen. Das fällt jedoch beiden Seiten schwer und sorgt in der Geschichte für zusätzliche Schwierigkeiten. Und dann ist da schließlich noch Jacob, der etwas verschlossen wirkt, sehr ruhig agiert und eigentlich lieber allein wäre, so wie er es gewohnt ist. Luise wäre allerdings auch lieber für sich – wie passen die beiden dann zusammen? Das kann man in „Nicht weg und nicht da“ auf wundervolle Art und Weise lesen! Ein toller Roman, der von gelungenen Zitaten und seiner schönen Geschichte lebt! Unbedingt lesen!

Trauer, Liebe, Neuanfang ...

Von: dieSeitenfluesterer-unserBuchblog Datum: 05. April 2018

Anne Freytags neuestes Werk „Nicht weg und nicht da“ erschien im Heyne fliegt Verlag und umfasst 480 mitreißende Seiten. Der Verlust ihres Bruders steckt Luise noch immer in der Seele fest und sie möchte dieses Gefühl nicht loslassen, aus Angst ihn dann vergessen zu können. Doch Kristopher ist immer an ihrer Seite und schickt ihr E-Mails, die ihr zeigen sollen, wie lebenswert es ist sie zu sein. Auch das Schicksal scheint seine Pläne mit ihr zu haben, denn Jacob läuft ihr über den Weg – und mitten in ihr gebrochenes Herz hinein. Ich weiß, dass Anne Freytags Bücher immer wieder einen kleinen Teil meiner Seele in sich aufnehmen. Man muss sich einfach ihnen hingeben, denn die Geschichten berühren jeden Winkel in einem. So fühlte ich auch beim Lesen ihres neusten Werkes. Unsere beiden Protagonisten Luise und Jacob sind im ersten Moment absolut verschieden. Sie, die kleine, schüchterne mit dem abrasierten Kopf und er, der gut aussehende junge Mann, nachdem jedes Mädchen sich verzehrt. Doch einen zweiten Blick zu riskieren bringt Gemeinsamkeiten ans Licht, die beide miteinander verbinden und helfen werden. Luise begegnete ich in einem düsteren Zustand, der sich lange Zeit nicht ablegen wollte und einfach zu ihrer Gesamtsituation gehörte. Denn wer möchte schon glücklich und froh wirken, wenn der eigene Bruder sich aus dem Leben verabschiedet hat – niemand! Als Protagonistin lässt sie dem Leser sehr nah an ihre Gefühlswelt heran und dennoch gibt sie erst nach und nach all die dunklen Kapitel ihres jungen Lebens preis. Was wohl ohne die E-Mails von ihrem Bruder Kristopher nicht möglich gewesen wäre. Jacob kommt genau im rechten Moment, denn auch ihm begleitet diese dunkle Wolke des Trübsal überall hin. Durch die immer wieder umschwenkenden Sichtwechsel hat man als Leser aber einen besseren Blick auf seine Gedankenwelt, die dennoch nicht all zu offen ist, als die von Luise. Eigentlich denkt man, dass einem die trübe Stimmung, zwischen den anfänglichen Seiten, mit hinunterziehen könnte, doch es gehörte dazu und so lässt sich auch die Steigerung der Handlung immer deutlicher erkennen. Wo Luise viel von sich und ihrem Umfeld offen legt, ist Jacob sehr im Hier und Jetzt. Auch das Übermorgen mag er nicht in seine Gedankenwelt hineinlassen, ist es doch ein zu großer Schritt für ihn, den man wohl selbst sehr gut nachvollziehen kann, wenn man ihn immer mehr kennenlernt. Aber die Vergangenheit ist für beide ein heikles Thema, das vor allem für Jacob tief sitzt und sich dort verfestigen konnte. Doch die Hilfe, die er Luise angedeihen lässt, um ihren Kummer zu verarbeiten, den bekommt er tausendfach, ohne es zu bemerken, von allen zurück. Aber ein Hauptaugenmerk liegt hier wohl auf den E-Mails von Kristopher. Man kann Luises Reaktionen wahrlich fühlen, während sie diese liest und sehnlichst auf neue wartet. Sie sind so ehrlich verfasst und rühren sogar zu Tränen, sodass man mit der Protagonistin beginnt zu heilen. Anne Freytag berührt mit ihren Erzählungen den Leser sehr tief und spricht Themen an, die wichtig und es wert sind offen angesprochen zu werden. Denn jedem begegnet im Leben nicht nur die erste Liebe, sondern auch der Verlust eines geliebten Menschen. Es gilt viele Tränen zu vergießen – seien sie vor Glück oder aus Leid entstanden. Denn Gefühle bewegen alle Lebewesen und Anne Freytag versteht es meisterlich, sie in Worte zu fassen! „Nicht weg und nicht da“ ist eine gefühlvolle Geschichte über die Zeit des Trauerns und des Aufbauens neuer Wege. Rezension unter: www.dieSeitenfluesterer-unserBuchblog.blogspot.de Copyright: dieSeitenfluesterer-unserBuchblog

Nicht weg und nicht da

Von: Johanna Datum: 02. April 2018

Ein wunderschöner und in seiner Art einzigartiger Roman! Er hat mich an vielen Stellen tief berührt und mich dazu gebracht zusammen mit der Protagonistin zu weinen und den Tränen freien lauf zu lassen. An anderen Stellen hat er mich zum Schmunzeln gebracht und mir ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert. Mit sehr viel Gefühl und hautnah wird die Geschichte eines trauernden Mädchens erzählt, dass einen Jungen trifft, der sie sieht. Er sieht sie und ist für sie da. Doch auch er hat seine Gespenster aus der Vergangenheit, die ihn manchmal erschrecken und einen Keil zwischen die Beiden treiben. Detailgetreu und nah am echten Leben erzählt die Autorin die Geschichte dieser beiden Jungen Menschen mit einem außergewöhnlich schönen und warmherzigen Schreibstil der einen in das Geschehen eintauchen und mit fliegen lässt, so leicht fühlt es sich an. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und habe es quasi in einem Rutsch gelesen. Die wechselnden Erzählperspektiven bringen zusätzliche Abwechslung, ein wenig Spannung und sorgen für ein besseres Verständnis der Charaktere. Die Handlung wirkt in keinem Handlungsabschnitt überzogen, gekünstelt oder unecht, sondern immer nah am echten leben und nachvollziehbar, so dass man sich mit den Figuren und ihrer Situation identifizieren kann, auch wenn man noch nicht das selbe Leid durchlebt und die selben Erfahrungen gemacht haben sollte. Eine echte Empfehlung, für alle die auf echte Gefühle, ein wenig Liebe und eine traumhafte Geschichte stehen!!

https://lalapeja.wordpress.com/2018/03/26/buchmeinung-nicht-weg-und-nicht-da-von-anne-freytag/

Von: Lalapeja Datum: 26. March 2018

Inhalt Nach dem Tod ihres Bruders macht Luise einen radikalen Schnitt: Sie trennt sich von ihrem mausgrauen Ich und ihren Haaren. Übrig bleiben drei Millimeter und eine Mauer, hinter die niemand zu blicken vermag. Als Jacob und sie sich begegnen, ist er sofort fasziniert von ihr. Doch Luise hält Abstand. Bis sie an ihrem sechzehnten Geburtstag aus heiterem Himmel eine E-Mail von ihrem toten Bruder bekommt – es ist die erste von vielen. Mit diesen Nachrichten aus der Zwischenwelt und dem verschlossenen Jacob an ihrer Seite gelingt es Luise, inmitten dieser so aufwühlenden wie traurigen Zeit das Glitzern ihres Lebens zu entdecken ... Meinung Achtung, liebe Leser, es folgt ein Lobgesang! Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie sehr ich dieses Buch und die Geschichte von Luise und Jacob liebe. Ich will sie nicht mehr hergeben und will sie nochmal neu entdecken. Ich habe den Roman in weniger als 24 Stunden verschlungen, hatte hohe Erwartungen und wurde nicht enttäuscht! Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Allein der Beginn hat mir schon unglaublich gut gefallen. Ich habe jedes einzelne Wort in mich aufgesogen, habe bewusst langsam gelesen, die Sätze eingeatmet und auf mich wirken lassen. Es war von vorne bis hinten einfach Liebe! Luise wird demnächst 16 und ist nun Einzelkind. Ihr älterer Bruder hat sich das Leben genommen und sie muss lernen damit klar zu kommen. Nicht nur, dass sie ihren besten Freund verloren hat, sie hat auch sich selbst verloren. Immer stand sie im Schatten ihres Bruders, immer war sie der Mond, der um ihn kreiste. "Nicht weg und nicht da" erzählt, wie Luise allmählich zurück ins Leben findet und endlich zu ihrer eigenen Sonne wird. Es wird abwechselnd aus der Sicht der beiden Protagonisten erzählt, welche als Ich-Erzähler auftreten. Jeder neue Abschnitt des Buches ist mit dem jeweiligen Datum und einer kleinen, aber feinen Illustration versehen, welche selbst das Ebook ziemlich aufhübschen. Sätze und Kapitel sind, wie es in Jugendbüchern meist üblich ist, gewohnt kurz und knackig. Dies tut dem Lesefluss jedoch keinen Abbruch. Die Emails von Luises verstorbenem Bruder, die nach einer gewissen Zeit auftauchen, sind anders geschrieben, als die Erzählungen von Luise oder Jacob. Man bekommt den Eindruck, dass hier ein anderer Autor diese verfasst hätte, was natürlich völliger Quatsch ist. Ich finde diesen Unterschied jedoch richtig gut. Kristopher, Luises Bruder, wird als Wort-Liebhaber dargestellt und in seinen Emails ist dies deutlich zu spüren. "Nicht weg und nicht da" hat mir vom Anfang bis zum Ende richtig gut gefallen. Ich wusste von vornherein, dass ich den Roman mögen werde, aber dass er mich so mitreißt, damit hatte ich nicht gerechnet. Anne Freytag erzählt mit viel Liebe und Feinfühligkeit eine sehr gefühlvolle Geschichte, die mich zum Lächeln und zum Weinen gebracht hat. Ich hatte Gänsehaut und habe mitgefiebert. Alle Charaktere waren für mich durchweg authentisch und ich mochte es sehr, dass man hier endlich einmal mit der Zeit gegangen ist. In vielen aktuellen Romanen liest man ja noch von SMS, die sich die Protagonisten gegenseitig schicken. In "Nicht weg und nicht da" geht es etwas moderner und zeitgemäßer zu. Es gibt WhatsApp, was heutzutage fast jeder hat, es gibt Skype und Spotify. Wunderbar! Das fand ich wirklich mal fortschrittlich! :) Selbst das Cover ergibt einen Sinn. Welchen, das muss man selbst beim Lesen herausfinden, aber es könnte passender nicht sein. Fazit "Nicht weg und nicht da" ist das beste Jugendbuch, das ich seit langer Zeit gelesen habe. Es ist berührend, zart, feinfühlig und klug. Es tut weh, Luise und Jacob nun wieder los zu lassen, aber es war mir eine Ehre beide begleitet zu haben.

Berührend, traurig, dramatisch, aber zeitgleich auch einfach wunderschön.

Von: The BookWonderland Datum: 18. August 2019

Ich habe 'Mein bester letzter Sommer' von Anne Freytag gelesen und danach war klar, dass ich aich ihre anderen Bücher lesen würde, also habe ich ganz schnell zu 'Nicht weg und nicht da' gegriffen. Nachdem ihr Bruder gestorben ist, rasiert sich Luise all ihre Haare und trennt sich auch von der Person, die sie mal war. Sie trifft auf Jacob und auch wenn Luisa ihn nicht an sich heranlassen möchte, entwickelt sich eine Freundschaft zwischen ihnen. Dann bekommt Luise E-Mails von ihrem toten Bruder und entdeckt das Leben ganz neu. Luise ist sehr verschlossen und hat sich von allen abgekapselt. Sie versucht zu verstehen, was mit ihrem Bruder war und war ein wirklich toller Charakter. Sie macht eine unglaubliche Entwicklung durch und wirkt zwischendurch viel reifer als ihre 16 Jahre. Ich mochte sie sehr gerne und habe ihre distamzierte Art gegenüber Jacob nachvollziehen können. Jacob fand ich wirklich klasse und er war mir schon zu Beginn sehr sympathisch. Obwohl er nicht genau wusste, wie er Luisa helfen soll, war er ihr doch eine Stütze und für sie da. Manchmal reicht nämlich genau das. Ich habe mich zu Beginn sehr schwer damit getan Luisas Bruder zu verstehen und seine Handlungen nachzuvollziehen. Doch dann kam die erste Mail und die war so wundervoll geschrieben, dass man langsam anfing ihn zu verstehen und mit jeder Mail wurde es leichter. Man konnte langsam nachvollziehen wieso er tat, was er tat. Es war nicht so emotional wie 'Mein bester letzter Sommer' und hat mich auch nicht zu Tränen gerührt. Aber das hat bisher auch nur ein Buch geschafft und 'Nicht weg und nicht da' war trotzdem ein unglaublich tiefgründiges und wundervolles Buch. Es war berührend, traurig, dramatisch, aber zeitgleich auch einfach wunderschön. Ich liebe den Schreibstil von Anne Freytag, denn trotz des schweren Themas findet sie eine Leichtigkeit und macht jedes ihrer Bücher zu etwas besonderem. Ihre Bücher gehören zu den wenigen Büchern, in die ich Post Its klebe, da es so viele schöne Momente und Zitate gab. Das Cover passt sehr gut zur Geschichte und der Titel sogar noch umso mehr. Ich liebe es, wenn Cover und Titel zur Geschichte passen und hier hätte man nichts besseres finden können. Dezent, aber ausdrucksstark und voller Tiefe.

Absolut lesenswert!

Von: Michaela Datum: 27. April 2019

Informationen zum Buch: Titel: Nicht weg und nicht da Autorin: Anne Freytag 480 Seiten 16,00 Euro (Deutschland) Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag Erschienen am 19. März 2018 Empfohlen ab 14 Jahren Heyne fliegt Verlag ISBN: 978-3-453-27159-3 Über die Autorin: Name: Anne Freytag Geboren: 1982 Weitere Bücher von Anne Freytag: Mein bester letzter Sommer, Den Mund voll ungesagter Dinge Anne Freytag ist eine deutsche Autorin. Sie studierte International Management und arbeitete als Grafikdesignerin und Desktop-Publisherin bevor sie mit dem Schreiben begann. Ihre ersten beiden Jugendbücher wurden für den deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Klappentext: Nach dem Tod ihres Bruders macht Luise einen radikalen Schnitt: Sie trennt sich von ihrem mausgrauen Ich und ihren Haaren. Übrig bleiben drei Millimeter und eine Mauer, hinter die niemand zu blicken vermag. Als Jacob und sie sich begegnen, ist er sofort fasziniert von ihr. Doch Luise hält Abstand. Bis sie an ihren sechzehnten Geburtstag eine E-Mail von ihrem toten Bruder bekommt- die erste von vielen. Mit diesen Nachrichten aus der Zwischenwelt und Jacob an ihrer Seite gelingt es Luise, inmitten dieser so aufwühlenden wie traurigen Zeit das Glitzern des Lebens wiederzufinden... Meine Buchrezension: Nachdem ich schon mehrere Bücher von Anne Freytag gelesen habe stand für mich schon klar, dass ich auch dieses Buch lesen werde. Und wer es noch nicht gelesen hat sollte das auf jeden Fall schnell ändern! :) Das Cover ist wunderschön gestaltet! Darauf sieht man den dunkelblauen Sternenhimmel bei Nacht und unten am Rand Luise und Jacob in Hand in Hand stehen. Das passt finde ich sehr gut zur Geschichte. Der Schreibstil hat mir auch wie in den vorherigen Büchern von Anne Freytag von Anfang an sehr gut gefallen. Da die Kapitel alle überhaupt nicht lang waren, kam man viel schneller mit dem Lesen vorran, als man eigentlich wollte. Die Geschichte ist auf jeden Fall sehr leicht und flüssig geschrieben. Mit den Charakteren kam ich auch sehr schnell ganz gut klar. Anfangs war ich etwas skeptisch, was Jacob betraf, aber schnell merkte ich, dass er doch ein total netter Junge war. Nur Luises Mutter war mir weiterhin ein Dorn im Auge... Während des Lesens der Geschichte konnte ich mich sehr gut in die Situation von Luise hineinversetzen, da es alles so realistisch erschien. Ich stelle es mir wahnsinnig schwierig vor über den Tod des eigenen Bruders hinwegzukommen. Luise war für mich in meinen Augen ein sehr starkes Mädchen, dass versuchte das irgendwie zu bewältigen. Und selbstverständlich ist das nicht gerade einfach wenn man seinen Bruder verloren hat. Da fand ich es auch wichtig, dass Luise in eine Therapie geht und ihre Gedanken und Gefühle freien Lauf lassen konnte. Das ist in so einer Situation verdammt wichtig, dass da jemand ist, der dir zuhört und dir Hilfe anbietet. Achtung! In den nächsten Abschnitten können SPOILER enthalten sein! Die Nachrichten von Kristopher haben selbst mich etwas geschockt, aber es war ja auch irgendwie eine besondere Art von Kristopher sich von seiner Schwester Luise endgültig zu verabschieden. Was ich bemerkenswert gut fand, war dass Luise sich an Kristophers Worte in den E-Mails gehalten hat, also z.B. ihren Geburtstag feiern, ein Hobby suchen, und vieles mehr. Ich glaube, an ihrer Stelle hätte ich in der Zeit andere Dinge im Kopf gehabt anstatt Geburtstag zu feiern oder mir ein Hobby zu suchen... Daran merkte man wieder wie viel ihr Kristopher einfach bedeutet hat! Die erste Begegnung zwischen Jacob und Luise fand ich ein wenig seltsam, aber wenn man sich in Luise hineinversetzt, konnte man völlig nachvollziehen, warum sie auf der Treppe fast zusammengebrochen wäre. Ich fand es einfach total lieb von Jacob, dass er Luise in sein Herz schloss und sich daraus bald eine dicke Freundschaft entwickelte. Er war für sie da und hatte immer ein offenes Ohr. Und das war einfach schön! Ich hatte oft das Gefühl dass Luise dringend jemanden brauchte, der einfach für sie da war. Und zu ihrer Mutter hatte sie ja nicht gerade das beste Verhältnis, wenn sie fast nie da war. Schon bald hatte man auch gemerkt, dass sich zwischen Luise und Jacob mehr entwickelte als bloß eine Freundschaft. Das merkte man da ran, dass auch Jacob sich nach und nach gegenüber Luise öffnete und ihr Dinge erzählte, die er sonst nur verheimlichte. Dass die beiden es tatsächlich schafften, dass Luise den Tod ihres Bruders Kristopher weitestgehend positiv verarbeiten konnte, hätte ich niemals gedacht! Natürlich wird Luise ihren Bruder immer lieben und niemals vergessen. Aber nun ist sie sich sicher, dass es nicht ihre Schuld war, dass sich Kristopher umgebracht hat. Fazit: Anne Freytag hat es geschafft dieses ernste Thema richtig realistisch rüberzubringen und dem Leser das Gefühl zu geben, als wäre man selbst betroffen. Das Buch ist definitiv lesenswert! Es behandelt ein wichtiges Thema, dass nicht einfach so verdrängt werden sollte, da solche Vorfälle ja leider doch immer häufiger vorkommen.

ein absolutes Lese-Highlight

Von: Nicky Mohini (Mohini & Grey's Bookdreams) Datum: 05. December 2018

"Nicht weg und nicht da" ist ein absolut einzigartiges und berührendes Buch, welches man unbedingt lesen sollte. Wenn das Leben einfach weitergeht, obwohl du dich dafür weder gewappnet, noch bereit fühlst. Wenn du das Gefühl hast, als würdest du nicht mehr dazugehören. Wenn alles an dir vorbeizieht und du einfach stehen bleibst. Luise ist völlig durch den Wind und überfordert. Ihr geliebter Bruder ist einfach weg, fort, tot. Den einzigen Ausweg, den sie sieht, ist, sich von ihrem alten Leben zu trennen. Also rasiert sie sich den Kopf und zieht ihre innere Mauer höher, als es gut für sie ist. Als Jacob auf Luise trifft, erkennt er sofort die Faszination ihres Seins. Doch von ihrer Seite kommt gar nichts. Sie möchte lieber auf Abstand bleiben - bis sie eine E-Mail von ihrem verstorbenen Bruder erhält. Luise versteht die Welt nicht mehr und die Trauer scheint sie zu übermannen. Und langsam bröckelt die Mauer, hinter der sie sich versteckt, vor allem Jacob gegenüber. Gemeinsam mit ihm und weiteren E-Mails ihres Bruders versucht Luise, sich wieder ins Leben zu kämpfen. Das Cover ist in einem dunklen Blau gehalten und zeigt den Sternenhimmel in einer tiefdunklen Nacht. Am unteren Rand stehen Jacob und Luise, Hand in Hand und schauen in den Himmel hinauf. Dort sieht man Kristopher, der wie ein Sternbild aussieht. Es scheint, als würde er die Sterne, die am Firmament stehen als eine Art Kletterwand benutzen, um für sich einen Weg aus dem tristen Leben zu finden. Für mich passt das Cover nicht nur perfekt zum Buch selbst, sondern sagt auch einfach so viel aus, was ich wirklich toll finde. Luise wird von der Trauer und Einsamkeit übermannt, seit ihr Bruder nicht mehr bei ihr ist. Er war ihr bester Freund, ihr Fels in der Brandung. Nun fühlt sie sich komplett verlassen und scheint sich vor der Welt und dem Leben verstecken zu wollen. Erst als sie auf Jacob trifft, scheint die Fassade ganz langsam zu bröckeln. Luise muss sehr stark sein, um die Trauer um ihren Bruder zu verwinden, Jacob zu vertrauen und auch, um weiterzuleben. Doch in Jacob hat sie einen tollen Begleiter für diesen steinigen Weg gefunden. Die Mails von ihrem Bruder lassen einerseits die Trauer um ihn wieder extrem aufleben, doch sie helfen ihr auch, ihren Weg im Leben zu finden. Luise ist eine wunderbare Protagonistin, die ich von Beginn an super verstanden habe und die ich einfach nur erstaunlich finde. Jacob wirkt sehr einsam, verschlossen und geheimnisvoll. Er lässt nur sehr selten wirklich jemanden an sich heran. Doch Luise hat direkt ein Gefühl in ihm geweckt, weshalb er sie unbedingt näher kennenlernen möchte. Er ist ein toller Freund und eine große Stütze für Luise, einfach weil er so liebevoll und auch verständnisvoll ist. Von sich selbst jedoch gibt er nicht wirklich viel preis, was ihn einerseits sehr geheimnisvoll macht, andererseits aber auch einen Keil zwischen eine neue und zarte Freundschaft treiben kann. Ich finde Jacob bewundernswert. Er ist ein Freund, den man sich an seiner Seite wünscht, weil er immer da ist, wenn man ihn braucht und man ihm blind vertrauen kann. Kristopher ist ein Charakter, den wir leider nur aus seinen E-Mails kennenlernen dürfen, doch diese sagen unglaublich viel über ihn aus. Vor allem erkennt man, wie sehr er seine Schwester liebt und wie wichtig sie ihm ist. Außerdem war er sehr wissbegierig und intelligent. "Nicht weg und nicht da" ist bewegend, aufwühlend und eine Liebeserklärung an das Leben. Der Schreibstil von Anne Freytag ist absolut fesselnd und einnehmend. Das Buch hat mich direkt überzeugt und in einen Bann genommen, der mich tief mit der Geschichte verbunden hat. Die Protagonisten erscheinen so echt, so real, fast als würden sie direkt vor einem stehen und mit einem sprechen. Dies hat mich dazu gebracht, zu 100% mit ihnen mitfühlen zu können und es hat sich angefühlt, als wäre ich mit ihnen befreundet. Ich habe mit ihnen gelitten, gelacht, geweint und getrauert. Ich kann das Buch komplett und absolut weiterempfehlen und es hat sich seinen Platz in meinen Lese-Highlights redlich verdient.

Ich liebe das Buch!

Von: Myheavenofbooks Datum: 07. November 2018

Allgemeine Infos: Autorin: Anne Freytag Seitenanzahl: 480 Verlag: Heyne Verlag Preis: 16,00 Euro ISBN: 978-3453271593 Inhalt: Wie geht man mit dem Tod der Person um, die dir am nächsten stand? Nach dem Selbstmord ihres Bruders weiß Luise nicht mehr weiter: ihre Eltern leben getrennt, ihre Mutter ist wegen ihrer Arbeit fast nie zu Hause und Luise verbringt einen Großteil des Tages zu Hause. Bis sie Jacob trifft, der etwas anderes in ihr sieht, als das ‚gesunde‘ Mädchen, dessen kranker Bruder sich umgebracht hat. Ab der ersten Begegnung ist er fasziniert von Luise, ihrer zurückhaltenden, verschlossenen Art, ihren Augen und ihren radikal kurzgeschnitten Haaren. An ihrem sechszehnten Geburtstag bekommt sie die erste Mail von ihrem toten Bruder. Viele weitere Mails folgen, jede mit Geschichten aus der Vergangenheit oder Aufgaben für Luise. Gemeinsam mit Jacob beginnt sie diese Aufgaben zu erfüllen – Aufgaben aus dem Jenseits, die Luises Leben verändern… Erster Satz: „Ich halte noch immer den Langhaarrasierer in der Hand.“ Meinung: Wir haben das Buch netterweise als Rezensionsexemplar zugeschickt bekommen also erst einmal ein ganz großes Dankeschön an das Bloggerportal und den Heyne Verlag! Es geht los mit dem Cover: Das Cover hat mich schon begeistert, als ich das Buch zum ersten Mal gesehen habe! Ich liebe Sterne sowieso schon, aber kennt man die Geschichte hinter dem Cover, bekommt dieses nochmal eine ganz andere Bedeutung! Die Kapitel sind wechselnd aus Luises und Jacobs Sicht geschrieben und haben pro Tag eine Art „Titelseite“ mit dem Datum und einer kleinen Zeichnung passend zum jeweiligen Tag. Auch die Innenseite des Buchdeckels ist mit Definitionen von Begriffen und Notizen besonders gestaltet. Und es gibt eine Playlist!! Ich liebe Bücher mit einer Playlist, die zum Buch passt! In Nicht weg und nicht da werden im Buch immer wieder Lieder erwähnt, die man am Ende alle in einer Liste findet – im Design der Playlists bei Spotify: einfach wunderschön!!! Nach dem Lesen habe ich mir sofort eine Playlist mit allen Liedern erstellt und sie einmal durchgehört! Klappt man das Buch auf, fällt zuerst die Innenseite des Buchdeckels auf, die wie ein Notizblatt mit handgeschriebenen Wörtern und ihren Definitionen gestaltet ist. Auch darauf bezieht sich die Autorin im Buch und obwohl man sich vor dem Lesen noch fragt, was es mit der Liste wohl auf sich hat, versteht man sie, wenn man das Buch nach dem Lesen zuklappt! Mit wunderschön kann man auch den Schreibstil von Anne Freytag beschreiben!!! Ich habe soo viele Klebezettelchen in das Buch geklebt, um mir wenigstens die schönsten Zitate zu markieren, obwohl eigentlich fast jede Seite ein Zettelchen verdient hätte! Besonders Luises Gedanken enthielten so viele nachdenkliche Stellen, in denen sie über die Folgen und Ursachen des Selbstmords ihres Bruders nachdenkt, sogar die ein oder andere von Luise gehasste Therapiestunde hat einen Klebezettel verpasst bekommen! „Ich frage mich, warum es im Deutschen nur ein Wort für Himmel gibt. Man kommt in den Himmel, und der Himmel ist blau. Im Englischen kann man unterscheiden. Es gibt sky und heaven. Als wären es ganz klar verschiedene Dinge.“ (S. 385) Der Schreibstil ist unglaublich detailliert und auch alltägliche Details, wie der Name einer Pizzeria oder z.B. Spotify werden erwähnt, die das Buch lebendiger und persönlicher machen. Teilweise hatte ich das Gefühl, dass die Autorin wirklich eine wahre Geschichte wiedergibt, weil Details genannt wurden, wie die aktuelle Reklame an der Bushaltestelle oder der Name einer aktuellen Serie, die nicht notwendigerweise erwähnt werden müssen, aber den Schreibstil ausmachen. Mir kam es so vor, als hätte Anne Freytag wirklich Themen in ihr Buch eingebaut, die sie beim Schreiben alltäglich beschäftigt haben! Auch die Charaktere sind sehr ausgeprägt und umfangreich beschrieben, sodass ich am Ende des Buches das Gefühl hatte, sie wirklich zu kennen! Sowohl Luise als auch Jacob haben beide Probleme in ihrer Vergangenheit gehabt, die sich bis auf die Zukunft auswirken und sie haben gleichzeitig eine ähnliche und unterschiedliche Art, diese zu verarbeiten. Besonders die Kapitel aus Luises Sicht habe ich förmlich verschlugen – ich mochte sie wirklich gerne und sie war mir sofort sympathisch. Ihre Erzählungen und Gedanken über ihren Bruder sind so lebendig und detailliert, dass ich sogar das Gefühl hatte, ihn zu kennen, obwohl er tot ist. „Denk immer an die Person, die du warst, bevor die Welt dir beigebracht hat, wer du sein sollst.“ (S. 56) Besonders bei Nicht weg und nicht da sind auf jeden Fall auch die Mails, die Luise von ihrem Bruder nach seinem Tod bekommt. Jede dieser Mails hat mich berührt, sowohl beim Lesen der Mails als auch beim Lesen von Luises Reaktion darauf und auch hier habe ich einige Stellen mit Zettelchen markiert. Gestaltet sind die Mails wie im echten Mailprogramm mit Absender etc. – wieder ein Detail, dass das Buch so speziell und wunderschön macht! Nur die späte Auflösung von Jacobs Vergangenheit hat mich etwas gestört. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte das auch schon ein bisschen früher passieren können. Fazit: Das Buch hat mich in allen Punkten begeistert: Schreibstil, starke Charaktere, Handlung, Emotionen – Nicht weg und nicht da ist ein Buch, das man nicht so schnell vergisst und worüber man noch lange nachdenkt! Ich habe vorher schon so oft gehört, dass Anne Freytags Bücher ganz besonders und wunderschön sind: Nicht weg und nicht da ist das erste Buch der Autorin, das ich gelesen habe und es hat meine hohen Erwartungen zu 100% erfüllen können! Ich werde auf jeden Fall noch andere Bücher der Autorin lesen! Lieblingszitat: „Meine Welt funktioniert nicht ohne Kristopher. Es ist wie bei einer Gleichung. Wenn er fehlt, komme ich nicht weiter. Man kann nicht einfach auf der einen Seite etwas wegnehmen, ohne es auf der anderen anzupassen. Ich bin unvollständig. Und ich werde niemals herausfinden, was x ist.“ (S. 39) Bewertung: 5/5 Sternen

Berührend - Emotional - Intensiv - Wortgewaltig

Von: Liebe Dein Buch Datum: 24. September 2018

Kurzbeschreibung: Nach dem Tod ihres Bruders macht Luise einen radikalen Schnitt: Sie trennt sich von ihrem mausgrauen Ich und ihren Haaren. Übrig bleiben drei Millimeter und eine Mauer, hinter die niemand zu blicken vermag. Als Jacob und sie sich begegnen, ist er sofort fasziniert von ihr. Doch Luise hält Abstand. Bis sie an ihrem sechzehnten Geburtstag aus heiterem Himmel eine E-Mail von ihrem toten Bruder bekommt – es ist die erste von vielen. Mit diesen Nachrichten aus der Zwischenwelt und dem verschlossenen Jacob an ihrer Seite gelingt es Luise, inmitten dieser so aufwühlenden wie traurigen Zeit das Glitzern ihres Lebens zu entdecken ... Cover: Das Cover ist wunderschön und absolut passend für diese Geschichte. Es ist dezent und doch aussagekräftig und stark. Und auch bei der Innengestaltung spürt man die große Liebe zum Detail. Meine Meinung: Anne Freytag ist zurzeit eine wirklich gefeierte Autorin, deshalb gehe ich an ihre Bücher doch mit einem höheren Anspruch heran. Von "Mein bester letzter Sommer" war ich zwar berührt, aber nicht umgehauen worden. Aber mit diesem Buch hat die Autorin mich. "Nicht weg und nicht da" transportiert eine Geschichte, die sensibel und emotional ist. Die einen berührt - zutiefst. Es geht neben Verlust und Trauerarbeit auch um Themen wie psychische Störungen und Selbstmord. Es geht nicht nur um die Situation nach dem Freitod von Luises Bruder, sondern auch um seine inneren Beweggründe. Kristophers E-Mails erzählen seine ganz eigene Geschichte. Die Liebe zu seiner kleinen Schwester spürt man in jeder Zeile. Und Stück für Stück bringt er Luise ins Leben zurück. Eine ebenso große Rolle bei Luises Trauerarbeit spielt Jacob. Der stille, schweigsame Jacob. Zeit mit ihm zu verbringen, sich zu öffnen und mit ihm zu reden, bringt wieder kleine Lichtblicke in Luises Leben. Es entsteht langsam eine innige Liebe, geprägt von Vertrauen, Hoffnung, Verlust und Schmerz. Anne Freytags wunderbarer leichter Schreibstil führt uns dabei durch die verschiedenen Phasen der Trauer. Die Autorin schafft es, in ihren kurzen Sätzen und Kapiteln mehr Tiefe und Bedeutung unterzubringen, als andere in ganzen Kapiteln. Sie scheint bei ihrer detailgetreuen Beschreibung immer den Fokus auf die wirklich wichtigen Details zu legen. Man steckt gefühlstechnisch mitten im Geschehen. Man fühlt, was Luise fühlt. Man weint, wenn Luise weint. Taschentücher sollte man sich definitiv bereitlegen. Diese Geschichte ist sanft, aber gewaltig. Fazit: Anne Freytag erzählt eine Geschichte von Trauer, Schmerz und Hoffnung. Man erlebt Luise in den Phasen der Wut, des Abschieds und des Loslassens. Man schöpft mit ihr neuen Mut, um wieder ins Leben zurückzufinden. Berührend, emotional, intensiv. Ein großartiges Jugendbuch und eine bewegende Geschichte.

Konnte mich nicht berühren

Von: Lovelyceska Datum: 13. September 2018

»Denk immer daran, Lise, man ist immer nur eine Entscheidung von einem völlig anderen Leben entfernt.« **Rezensionsexemplar Diesem Buch liegt eine schwere Thematik zugrunde: Selbstmord. Als Kristopher sich das Leben nimmt, reißt er auch einen Teil von seiner Schwester Luise mit in den Abgrund. Normalerweise ergreifen mich solche Geschichten immer. Ich liebe es, wenn mir traurige Geschichten unter die Haut gehen. Doch hier war das leider nicht der Fall. Nicht weg und nicht da konnte mich irgendwie nicht berühren, emotional einfach nicht zu mir durchdringen, was ich sehr verwunderlich finde. Wie gesagt, normalerweise schlagen solche Themen sofort bei mir an. Wahrscheinlich hängt dies ein wenig mit dem Schreibstil zusammen. Die Sätze sind kurz, wirken stellenweise abgehackt. Gepaart mit den kurzen Kapiteln habe ich den Text einfach als sehr unverbindlich empfunden. Okay, von Kapiteln kann hier mit 2-3 Seiten auch nicht wirklich die Rede sein. Es handeln sich hierbei eher um einzelne Fragmente, einzelne Szenen aus dem Leben von Luise und Jacob. Es lässt sich prima lesen, keine Frage, und lädt auch zum Weiterlesen ein, aber es hat mir persönlich einfach nicht so gefallen, auch wenn es immer wieder echt schöne Zeilen gibt. »Vielleicht sind manche Seelen nicht für diesen Ort gemacht. Vielleicht sind sie nur auf der Durchreise und gehören in Wirklichkeit ganz woanders hin.« Luise und Jacob. Zwei einzigartige Charaktere, die beide ihre Ecken und Kanten haben. Sie sind interessant und es ist spannend ihre Entwicklung zu verfolgen, aber ich konnte mich weder mit ihnen identifizieren, noch mich wirklich in sie reinfühlen. Schade. Ich finde es echt schade, dass mich die Geschichte so wenig berühren konnte. Für mich waren die Gefühle einfach nicht greifbar. Woran das jetzt genau gelegen hat, kann ich leider nicht sagen. Vielleicht hatte ich auch einfach aufgrund der vielen sehr guten Bewertungen zu hohe Erwartungen. Am besten ihr schaut mal selbst in die Leseprobe hinein. ♥ **An dieser Stelle möchte ich mich beim Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars bedanken! Meine Meinung bleibt dennoch stets ehrlich und unverfälscht, versprochen.

Du bist immer nur eine Entscheidung von einem anderen Leben entfernt.

Von: Dr. Dilewsky Datum: 14. July 2018

Die Geschwister Luise und Kristopher sind seit jeher, aufgrund ihrer jeweils schwierigen Lebensumstände, eng miteinander verbunden. Es ist ein tolles, ein wichtiges Buch; damit nicht nur ein Buch für Jugendliche, weil die Charaktere, insbesondere Luise, ihre Mutter und Jacob authentisch, auch in ihrer jeweiligen Zerrissenheit, als sehr stark gezeichnet sind; eine grundsätzliche Stärke der Autorin. Es ist beklemmend, aktuell und gleichzeitig wichtig, wegen seines Themas. Die zwei geschickt miteinander verwobenen Geschichten ziehen das Lesepublikum hinein, was durch die differenzierte, niemals aufgesetzte Sprache, unterstützt wird. Der fortwährende Wechsel der Erzählstränge hat den Lesefluss gleichermaßen unterbrochen wie die durchaus aussagestarken Innenzeinungen. Ich finde zwei getrennte, aber durchgehende Erzählstränge angenehmer, zwei verknüpfte Geschichten in einem Roman. Dies wäre natürlich entgegen dem literarischen Modetrend. Die zweite „Kritik“ macht den Roman dicker, das gebundene Buch für sein Publikum zusätzlich teurer. Trotz dessen ein sehr empfehlenswerte Roman.

Ein Kleinod bei den Jugendbüchern gefunden

Von: Dea Datum: 13. July 2018

Ich habe dieses Buch heute ausgelesen und bin angenehm erschöpft nach meiner mentalen Begleitung von Lises Schritten in Ihrem plötzlich leeren Leben nach dem Freitod des Bruders, der bisher ihre ganze Welt verkörpert hat. Zum Teil musste ich Rotz und Wasser heulen, aber ich empfinde dies nichts als Manko, sondern eher als befreiend. Ich bin so richtig schön ein- und abgetaucht in die Geschichte, habe mitgelitten, mitgeweint und bin jetzt zwar etwas mitgenommen... aber gerade das letzte Wort sagt so viel mehr: ich bin MIT genommen worden in diese Gefühlswelt, die traurig und auch hoffnungsvoll ist, zart aufblühende Gefühle und Stärken und auch voller Lebenslust auf das Leben an sich. Das Einzige was mir nicht gefällt ist, dass dieser tolle Roman nur in der Jugendbuchabteilung meiner Stadtbücherei eingeordnet ist; da werd ich mal bei der Rückgabe meine Empfehlung auch für das "Erwachsenen Regal" abgeben. Wäre echt schade, wenn das Buch den Ü18 vorenthalten bliebe. NS: sehr schön finde ich die hinten im Buchdeckel angedruckte Playliste... ich hab mir die Playliste gerade angelegt und lasse mich von der Musik noch etwas länger in der schönen Stimmung dieses Romans einhüllen. Wer Musik im Hintergrund mag, während er ließt, sollte sich die Playliste vielleicht direkt anlegen und während dessen abspielen lassen - es lohnt sich!

Trauer braucht keine vielen Worte. 

Von: Gisela Simak Datum: 05. July 2018

Trauer braucht keine vielen Worte.  Meine Meinung. Wir haben das ideale Sommerwetter. Bevor ich in's Schwimmbad gehe, möchte ich mit diesem Buch beginnen. Das war war vor drei Tagen. Ich war nicht im Schwimmbad. Ich war auf meinem Balkonstuhl wie festgetackert. Ich habe diese Geschichte auf einen Nachmittag gelesen. Das hab ich nicht zum ersten mal mit einem Buch der Autorin erlebt. Aber nun möchte ich Euch berichten warum das so war. Der Klappentext verrät eine traurige Geschichte. Sie ist wirklich bittersüß. Luise ist ein junges Mädchen, die ihrer Trauer Ausdruck verleiht. Sie rasiert sich die Haare vom Kopf, lässt sich ein Lippenpircing verpassen und schweigt ihren Therapeuten an. Sie kann mit dem Tod ihres Bruders Kristopher nicht umgehen. Ihre Eltern sind geschieden. Ihre Mutter macht Überstunden ohne Ende. Sie ist die meiste Zeit allein daheim. Ihre beste Freundin Ming lebt nun in Berlin. Jetzt ist sie allein in München. Luise begegnet nach einer Therapiesitzung dem Mädchenschwarm Jacob. Jacob fühlt sich sofort von dem Mädchen mit den traurigen großen Augen angezogen.  In dieser Geschichte wird deutlich, dass man die Formulierung "Der Tod meines Bruders Kristopher" gerne mit anderen Worten umgeht. Möchtest du "Darüber" reden? Luise muss lernen, "Damit" umzugehen. Luise kann einfach nicht in Worte fassen, wie es in ihr aussieht. Die Autorin konnte jedoch das Geschehen wunderbar in Worte fassen. Ich weiß nicht, wie sie das wieder geschafft hat, dass ich mehrmals geweint habe. Noch dazu bin ich kein Mensch, der nah am Wasser gebaut hat. Ich konnte mit Luise mitfühlen. Habe eine große Sympathie für Jacob entwickelt. Konnte sogar ihre Mutter gut verstehen, von der ich Anfangs dachte: >>Du machst es dir aber einfach. Geh wenigstens ein paar Wochen mal eher von der Arbeit heim, und steh deiner Tochter bei. Sie braucht dich!<< Viel zu schnell vergisst man, dass jeder mit seiner Trauer anders umgeht.  In einer wunderschönen Sprache begleitet man zwei junge Menschen, die sich gegenseitig Balsam für die Seele sind. Jedes Kapitel beginnt mit einem Datum und einer passenden Zeichnung. Luise und Jacob kommen sich näher. Jacob lebt mit seinem Halbbruder zusammen. Jacob ist ein begnadeter Hobbykoch. Luise meint das solle er beruflich machen. Doch auch Jacob hat ein schweres Päckchen zu tragen. Lange Zeit verschließt er sich vor Luise, wenn es um sein früheres Leben geht. Er, der für Luise das Leben wieder lebenswert macht. Der Bad Boy, der seit er Luise kennt, keine oberflächlichen Affären mehr mag. Der hübsche Junge, der so gut Luises kranke Seele zu heilen vermag. Zwei Jugendliche, mit schwierigen familiären Hintergrund, haben mich die Zeit vergessen lassen. Ich habe mich mit der bipolaren Störung befasst. Ich wollte wissen, was einen so jungen tollen Menschen dazu bringt, aus dem Leben zu verschwinden. Fazit Wenn ich ein besonders intensives Erlebnis beim Lesen möchte, dann bin ich mit Anne Freytags Büchern gut beraten. Bei dieser Geschichte habe ich nicht gelesen. Ich habe mitgelebt. Weinend, lachend und oftmals unheimlich traurig, bin ich durch die Seiten geflogen. Im nächsten Moment wurde mein Gaumen mit leckeren Gerichten verwöhnt. In einem Moment total verzweifelt-, im nächsten voller Hoffnung! Alles wird gut. Und das wird es wirklich! VERSPROCHEN! Auch der Humor kommt nicht zu kurz. Ich sage nur: Phlegmarion! Wer und was das ist? Ja, habe ich vergessen, Euch etwas über die Stiefmutter von Luise zu erzählen? Seid bitte so nett. Lest es selber. Danke Anne Freytag Lieblingszitate Nun muss ich aus unzähligen wunderschönen Zitaten drei heraussuchen. Über die Freundin Ming: Sie ist der eine Mensch, der weiß, wie es hinter meiner Maske aussieht - der andere, der das wusste, ist tot. Seite 19. Wenn jemand sich das Leben nimmt, nimmt er auch ein Stück von deinem. Seite 90. Zeit bleibt nicht stehen, nur weil wir es tun. Vielleicht heißt es deswegen: Das Leben geht weiter. Seite 196. ..... es ist nicht schwach, eine Schwäche für jemanden zu haben. Seiten 270. .... und auf einmal waren es vier! Wir sind aus der Realität ausgebrochen, aber sie hat uns eingeholt. Das hat sie so an sich, die blöde Kuh. Nun ist aber endgültig Schluss!!!

Definitiv ein Jahreshighlight

Von: The infinite Bookshelf Datum: 01. July 2018

Meine Meinung In dieser Geschichte geht es um Luise, die ihren Bruder verloren hat. Wegen seiner Krankheit, hat er sein Leben beendet und Luise nur einen Zettel mit einem Satz zurückgelassen. Das glaubt sie zumindest. Sie fällt in ein Loch, rasiert sich ihre Haare ab und zieht eine Mauer um sich und lässt niemanden mehr an sich ran. An ihrem 16. Geburtstag erhält sie jedoch eine E-Mail von ihrem Bruder und dann ist da noch Jacob den sie nach einer ihrer Therapie Stunden kennen lernt. Schaffen es Jacob und Luises toter Bruder es, sie wieder vom Leben zu überzeugen? Und was hat es mit den E-Mails auf sich? All dass müsst ihr selbst nachlesen… Luise ist ein Charakter der schon immer im Schatten ihres Bruders lebt. Denn alles dreht sich um ihn und seine Krankheit. Doch das macht Luise nichts aus, denn sie liebt ihren Bruder mehr als alles andere. Nach seinem Tod ist ihre Welt zerbrochen und sie zieht sich zurück. Sie schottet sich von allen ab und versinkt in ihrer Trauer. Doch als die E-Mails ihres Bruders kommen und als sie Jacob kennen lernt verändert sie sich. Sie nimmt wieder immer mehr am Leben teil, sie öffnet sich und lacht auch wieder. Trotzdem merkt man als Leser, wie sehr sie ihren Bruder vermisst und es sie immer wieder zerreist, denn eigentlich will sie gar nicht glücklich sein. Ich halte Luise für einen sehr starken Charakter, aber ihre Stärke kommt erst nach und nach und sie weis auch selbst gar nicht wie stark sie eigentlich wirklich ist. Es ist wirklich schön mit anzusehen wie sie immer weiter aus ihrem Schneckenhaus raus kommt und sich ihr Leben Stück für Stück wieder zusammensetzt. Jacob kommt mir am Anfang als sehr verträumt rüber. Er ist im Einklang mit sich selbst, ist eher ruhig und genießt sein Leben. Doch nach und nach merkt man, dass auch er es nicht immer leicht hatte. Er trägt viel Ballast aus seiner Vergangenheit mit sich, was auch sein jetziges Leben sehr beeinflusst. Doch auch seine Welt verändert sich als er Luise trifft. Auch er beginnt sich zu öffnen,w as er bis jetzt gar nicht von sich kennt. Zusammen sind Luise und Jacob einfach toll. Es entwickelt sich eine wunderbare Freundschaft zwischen den beiden aus der langsam mehr wird. Sie unterstützen sich wo sie nur können, können einander vertrauen und egal was ist, sie sich immer (zu jeder Uhrzeit) füreinander da. Sie verurteilen sich nicht, so wie es andere tun, und führen sich gegenseitig zurück in ein glückliches Leben. Neben den Haupcharakteren gibt es auch noch Luises Mutter und ihre beste Freundin Ming, die mir beide gut gefallen haben, auch wenn es natürlich das ein oder andere Problem zwischen ihnen und Luise gab. Vor allem die Entwicklung zwischen Luise und ihrer Mutter hat mir sehr gut gefallen. Dann gibt es auch noch Jacobs Halbbruder Arthur und dessen Freundin Julia, die dem Buch frischen Wind gegeben haben und das immer wieder. Sie haben das ganze aufgelockert und für die perfekte priese Humor gesorgt in einem Buch, das ein wirklich ernstes Thema anspricht. Die Geschichte wird sowohl aus Luises als auch aus Jacobs Sicht geschrieben, was mir gut gefallen hat, da jeder von ihnen sein eigenes Päckchen trägt und wir somit die Charaktere und ihr Handeln besser verstehen können. Anne Freytag hat einfach einen tollen Schreibstil. Wie auch ihre letzten Bücher, ließ sich auch das Buch wieder sehr schnell und flüssig lesen. Durch die kurzen Kapitel, hat man gar nicht gemerkt wie schnell man durch die Geschichte fliegt und plötzlich war es zu Ende. Ich liebe es wenn man sich so in eine Geschichte fallen lassen kann, das man um sich herum gar nichts mehr mitbekommt und dies war definitiv so ein Buch! Das Buch spricht ein sehr ernstes Thema an, mit dem früher oder später wahrscheinlich jeder mal konfrontiert wird, nämlich das Thema Trauerverarbeitung. Anne Freytag hat es geschafft, dieses schwierige Thema in eine liebenswerte, realistische und trotzdem auch humorvolle Geschichte zu packen. Natürlich sind hier und da ein paar Tränen bei mir geflossen, aber wie soll es auch anders sein. Die Geschichte wurde so bildhaft geschrieben, dass man hautnah dabei war. Man hat mit Luise und Jacob mit gelitten, gelacht und mit geliebt. Das Cover des Buches ist einfach toll. Ich weis nicht was ich sonst dazu schreiben soll. Es sieht so toll aus im Regal und passt einfach PERFEKT zur Geschichte. Auch die Aufmachung des Buches ist wiedermal sehr gelungen. Ich mag es wie viel Mühe und Liebe Anne Freytag in die Gestaltung ihrer Bücher steckt und das sieht man auch sofort. Dadurch heben sich ihre Bücher definitiv von anderen Büchern ab. Eine Playlist gibt es auch wieder und die Lieder haben mir wirklich sehr gut gefallen *-* Alles in allem kann ich eigentlich nur sagen: LEST DIESES BUCH! Ich kann es nur wärmstens empfehlen, ihr werdet es nicht bereuen. Anne Freytag hat es wieder einmal geschafft und ein Meisterwerk in die Welt gesetzt. Ich liebe ihre Bücher und freue mich schon jetzt auf Nachschub! Definitiv 5 von 5 Sterne/Kleckse und ich kann jetzt schon sagen, dass es sich hier um eines meiner Jahreshighlights handeln wird!

Ein sehr emotionaler und dennoch leichter Jugendroman - unbedingt lesen!

Von: Aer1th Datum: 28. June 2018

Meine Meinung zum Buch "Alle 53 Minuten nimmt sich ein Mensch das Leben. Das sagt die Statistik. Was sie nicht sagt, ist, wie es sich für die anfühlt, die bleiben. […] In „Nicht weg und nicht da“ geht es nicht um einen Selbstmord. Es geht um das Danach. Um die verschiedensten Arten von Liebe. Und um das Leben – nach dem Tod." (Quelle: Anne Freytags Essay zum Buch) Anne Freytag schreibt wirklich einzigartig. Meiner Meinung nach eine der besten deutschen Autorinnen. Alleine am obigen Zitat könnt ihr ihren wundervollen Schreibstil schon erkennen. ”Nicht weg und nicht da” ist mein zweites Buch von Anne Freytag und ich habe es geliebt. In dem Buch geht es hauptsächlich um Luise und Jacob – zwei junge Menschen, die bereits früh Bekanntschaft mit dem Schicksal gemacht haben. Luises Bruder hat Selbstmord begangen und als wäre das nicht schon schlimm genug, war es auch noch Luise selber, die ihn gefunden hat. Luise versucht dieses Erlebnis damit zu verarbeiten, dass sie sich von ihrem alten, mausgrauen Ich trennen möchte – sie rasiert sich eine Glatze und lässt sich ein Piercing stechen, doch wirklich geholfen hat ihr das nicht, mit dem Tod ihres Bruders fertigzuwerden. Nach einer ihrer Therapiestunden begegnet sie Jacob und beide sind sofort fasziniert voneinander. Jacob, der “silent angry boy”, der Junge, der niemanden an sich heranlässt und ständig einen wütenden Eindruck macht. An ihrem 16. Geburtstag erhält Luise aus heiterem Himmel eine E-Mail von ihrem toten Bruder, mit einer Aufgabe. Es ist die erste E-Mail von vielen. Zusammen mit Jacob macht sie sich an die Erledigung der Aufgaben. Nein, bei “Nicht weg und nicht da” handelt es sich nicht um einen Mystery-Roman. Luises Bruder spricht nicht plötzlich aus dem Reich der Toten zu ihr. Er hat noch vor seinem Tod eine ganze Reihe an E-Mails geplant, damit es Luise einfacher fällt von ihrem toten Bruder Abschied zu nehmen – sofern man hier überhaupt von einfach reden kann. “Nicht weg und nicht da” ist ein ganz besonderes Buch. Trotz der schweren Thematik ist das Buch gar nicht schwer. Es lässt sich wunderbar schnell und einfach lesen. Ich bin regelrecht durch die kurzen Kapitel geflogen und habe zusammen mit Luise Abschied von ihrem Bruder genommen. Das Buch ist ganz klar emotional, aber nicht bedrückend. Es ist ein Buch voller Hoffnung, Liebe, Freundschaft und natürlich auch über die Wichtigkeit von Trauer. Und wie Anne Freytag selber bereits erwähnt hat, ist es ein Buch über das Leben nach dem Tod eines Verstorbenen. Über etwas, über das in der Regel geschwiegen wird. Meiner Meinung nach ist es ein ganz wundervolles und auch wichtiges Buch. Es zeigt, was es bedeutet ein Hinterbliebener eines Menschen zu sein, der den Freitod gewählt hat. Auch in diesem Buch von Anne Freytag sind die Charaktere wieder sehr authentisch und tief gezeichnet. Der Leser erfährt viel vom Innenleben der einzelnen Personen und begleitet die Charaktere in ihrer Entwicklung. Was mir besonders gut gefällt, ist die Authentizität – die Ecken und Kanten, die jeder Charakter nun einmal hat. Wie bereits erwähnt, hat Anne Freytag einen ganz besonderen Schreibstil. Ich liebe ihn. Er ist gleichzeitig ernst, voller Poesie und doch so leicht und flüssig, dass ich das Buch in kürzester Zeit fertig gelesen hatte. Ich habe direkt nach “Nicht weg und nicht da” ein neues Buch einer anderen deutschen Autorin begonnen und da wurde mir der Unterschied zwischen den beiden Schreibstilen erst so richtig bewusst. Falls ihr noch kein Buch von Anne Freytag gelesen haben solltet, dann möchte ich euch sehr gerne ans Herz legen, dies so bald es geht nachzuholen. Fazit Auch Anne Freytags neuster Jugendroman ist wieder ein ganz besonderes Werk geworden. Je mehr Bücher ich von ihr lese, desto mehr verstehe ich selber, wieso sie zu einer meiner Lieblingsautorinnen geworden ist. Sie schreibt voller Poesie, wählt die Worte mit Bedacht und schafft es dennoch den Leser nicht zu überfordern, sondern da abzuholen, wo er steht und ihn für ein paar Stunden mit in das Leben anderer Personen zu nehmen. ”Nicht weg und nicht da” ist meiner Meinung nach wieder ein rundum gelungener Roman aus Anne Freytags Feder, den ich jedem an’s Herz legen möchte. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen und damit eine ganz klare Leseempfehlung.

Sehr bewegender Jugendroman. Ehrlich und emotional.

Von: jasminsbooks Datum: 23. June 2018

Titel: Nicht weg und nicht da Autorin: Anne Freytag Verlag: Heyne Fliegt Seitenanzahl: 479 Seiten Vielen Dank an den Heyne Verlag und das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar! Inhalt/Klappentext: Nach dem Tod ihres Bruders macht Luise einen radikalten Schnitt: Sie trennt sich von ihrem mausgrauen Ich und ihren Haaren. Übrig bleiben drei Millimeter und eine Mauer, hinter die niemand zu blicken vermag. Als Jacob und sie sich begegnen, ist er sofort fasziniert von ihr. Doch Luise hält Abstand. Bis sie an ihrem sechzehnten Geburtstag eine E-Mail von ihrem toten Bruder bekommt - die erste von vielen. Mit diesen Nachrichten aus der Zwischenwelt und Jacob an ihrer Seite gelingt es Luise, inmitten dieser so aufwühlenden wie traurigen Zeit das Glitzern des Lebens wiederzufinden. Mein Fazit: Ich muss ja leider gestehen, dass dieses Buch das erste war, welches ich von Anna Freytag gelesen habe. Ich habe schon im Vorfeld viel Gutes über ihre Bücher gehört, und so war auch ich, nach dem ich das Buch beendet hatte, sehr begeistert. Anne Freytag hat einen sehr gefühlvollen, leichten und fesselnden Schreibstil. Ich konnte das Buch schon nach wenigen Seiten nicht mehr aus der Hand legen. Die Autorin widmet sich in ihren Jugendbüchern immer recht schwierigen Themen. So wird in der Handlung zu "Nicht weg und nicht da" der Freitod und die damit verbundene Trauerbewältigung der betroffenen Familienmitglieder thematisiert. Durch die einfühlsame Schreibweise, fühlt man sich als Leser, trotz der ernsten Themen sehr gut unterhalten. Darüber hinaus wird man aber auch sehr berührt. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Luise und Jacob. Durch das Feingefühl, mit dem die Autorin diese Perspektiven wiedergegeben hat, kann man sich wirklich gut in die Emotionen und momentanen Situationen von Luise und Jacob hineinversetzen. Ich kann für dieses Buch auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung aussprechen. Lesern, die etwas nah am Wasser gebaut sind, empfehle ich außerdem, sich eine Packung Taschentücher bereit zu legen. Ihr könntet sie gut gebrauchen. Von mir gibt es für dieses emotionsgeladene Buch wohlverdiente 5 von 5 Sterne!

Nicht weg und Nicht da

Von: Lisas.wonderland Datum: 22. June 2018

Ein wunderschönes Buch, welches ich in kürzester Zeit durchgelesen hatte, aber eines der Bücher, bei welchem ich sehr viel über das gelesene Nachdenken musste. Aber ein Buch, welches ich liebe.

nicht weg und nicht da

Von: meggie Datum: 21. June 2018

Luise trauert um ihren Bruder, der sich das Leben genommen hat. Sie droht in ein tiefes Loch zu fallen. Therapiestunden sollen ihr helfen, alles zu verarbeiten. Doch Luise stellt sich stur. Als sie Jacob kennenlernt, schleicht sich ein kleiner Lichtblick in ihre dunkle Welt. Bis Luise plötzlich eine Mail bekommt - von ihrem toten Bruder. Schon "Mein bester letzter Sommer" und "Den Mund voll ungesagter Dinge" waren herzzerreißend schöne Romane. Nun legt die Autorin mit ihrem neuesten Jugendroman noch mal einen drauf. Von der ersten Seite an ist man gefangen in der Geschichte, die so gefühlvoll traurig und gleichzeitig liebevoll glücklich ist. Luise ist mit 16 Jahren schon sehr erwachsen. Aufgewachsen mit einem Bruder, der an einer bipolaren Störung litt, waren ihre Eltern eher mit ihm beschäftigt, als mit ihr. Nach der Scheidung der Eltern, hatte ihre Mutter alle Hände voll damit zu tun, ihr Leben und das des Sohnes auf die Reihe zu bekommen. Luise blieb dabei auf der Strecke. Und doch entwickelte Luise ein fast normales Leben, da ihr Bruder ihr Mittelpunkt war. Ihr Leben war eng mit seinem verknüpft. Doch nun ist er weg und Luise droht, in ihrer Trauer zu versinken. Jacob, dessen Kindheit auch kein Zuckerschlecken war, trifft auf Luise und es entwickelt sich eine Geschichte wie ein Feuerwerk. Es fängt langsam an und wird zum Ende hin heftig, gewaltig und traumhaft schön. Doch ist der Weg auch mit vielen Tränen gepflastert. Zumindest floßen bei Luise sehr viele, was auch mich regelmäßig zum Heulen brachte. Ich liebe die gefühlvolle Art, die die Autorin ausmacht. Für jede Situation gibt es passende Worte. Jede Szene ist perfekt arrangiert und droht nicht ins Kitschige zu fallen. Jacob und Luise nähern sich langsam. Die zarten Bande lassen Herzen höher schlagen und führen dazu, dass man geradezu darauf hinfiebert, dass die beiden zusammenkommen. Man hat quasi selbst Schmetterlinge im Bauch. Doch ist es klar, dass es nicht einfach wird, schon gar nicht, als die erste Mail von Kristopher, Luises totem Bruder ankommt. Kristopher war einzigartig. Er war Luises Welt, eine Welt, die sie nun langsam aber sicher hinter sich lassen muss, um ihre eigene zu finden. Es tauchen so liebevolle Charaktere auf. Allen voran der sehr sympathische Bruder Jacobs, Arthur. Er hat eine so herrlich chaotisch-liebevolle Art, er scheint unbekümmert, im richtigen Moment ist er jedoch der große Bruder, der Jacob braucht. Ich hätte stundenlang weiterlesen können, weil Jacob und Luise einfach so sympathisch waren. Diese beiden sind eine der wenigen Figuren, die ich gerne weiterverfolgen würde. Was wird aus ihnen? Hält die Liebe? Oder trennen sie sich? Was erleben sie? Und vor allem: sind sie glücklich? Am Ende findet sich eine Playlist. Hier werden alle Lieder nochmals aufgezählt, die im Buch erwähnt werden. Meine Fantasie hat nun viel zu tun. Ich weiß, dass "Nicht weg und nicht da" ein Buch sein wird, dass mich noch lange begleiten wird. Fazit: Luise + Jacob (+ Kristopher) - ihre Leben werden auf ewig miteinander verbunden sein.

Ich bin begeistert!!

Von: mariesbookishworld Datum: 19. June 2018

Rezensionen schreiben, über Bücher, die man geliebt hat... Eigentlich gibt es ja gar nichts besseres! Das Buch ist von außen und von innen wunderschön. Schlicht, aber dennoch so unglaublich aussagekräftig! Auch die Playlist, die der Leser zu beginn bekommt, ist eine tolle Idee. Ich persönlich kann zwar nur bei absoluter Stille lesen, dennoch ist sie sicher passend und mit viel Liebe zum Detail von Anne Freytag ausgewählt worden. Es ist das erste Buch, welches ich von der Autorin gelesen habe, und ja, was soll ich sagen? Jetzt möchte ich unbedingt alle weiteren Bücher auch lesen! Warum? Das Buch ist toll. Wirklich. Wortgewandt und wirklich unvergleichlich wird der Leser durch das Buch geleitet. Es gibt kein "Geschwafel" und es gibt kein "Drumherumgerede". Es gibt eine klare Struktur und einen roten Faden. Durch diese tolle Art fliegt man quasi durch das Buch und wundert sich nach einigen Stunde, dass man nun doch schon so schnell am Ende angelangt ist. Traurig, aber irgendwie doch zufrieden. In dem Buch geht es um Luise, die den Selbstmord ihres Bruders zu verkraften versucht. Es geht um Wut und um Verständnis, um Einsicht und um Enttäuschung. Es geht darum einen Weg zu finden, wie sie mit den Geschehnissen fertig werden kann. Aber es geht auch um Freundschaft und um Liebe. Und es geht um ganz ganz wichtige Botschaften in diesem Buch, besonders, dass die Liebe nach dem Tod nicht zwangsläufig aufhören muss.

Berührend und schonungslos ehrlich!

Von: Luna Winter Datum: 17. June 2018

Cover: Ein berührendes und wunderschönes Cover, das perfekt zur Handlung passt. Eine Person hangelt sich im sternenklaren Himmel hinauf und zwei Personen stehen Händchen haltend dabei. Die Bedeutung dieser Situation offenbart sich beim Lesen der Geschichte und somit verströmt dieses Bild für mich eine wärmende, liebevolle und beschützende Geborgenheit. Protas: Luise trauert um ihren verstorbenen Bruder Kristopher, der sich selbst das Leben genommen hat. Dieser schwere Verlust bringt sie sogar dazu, sich den Kopf kahl zu rasieren und eine Therapie zu beginnen. Doch selbst der geschulte Psychologe kann Luises Schutzmauern anfangs nicht einreißen. Erst als sie nach einer Sitzung im Treppenhaus fast zusammenbricht, begegnet sie einem jungen Mann, zu dem sie sofort eine besondere Verbindung spürt. Jacob, der selbst ruhig und in sich gekehrt ist, versteht Luise ohne Worte. Sie schweigen gemeinsam, und wissen doch immer was der andere denkt und fühlt. Als Luise an ihrem Geburtstag plötzlich eine E-Mail von ihrem toten Bruder erhält, gerät ihre Welt erneut aus allen Fugen. Immer weitere Nachrichten erreichen sie, in denen ihr Bruder Aufgaben bereithält, die Luise beim Loslassen helfen sollen. Luise hat Jacob stets an ihrer Seite und schon bald folgt auf ihre Trauer ein klitzekleiner Lichtblick. Schreibe & Inhalt: In ihrem neuen Jugendroman behandelt Anne Freytag das Thema Freitod. Also, wahrlich keine leichte Kost. Luise musste immer zurückstecken, denn sie ist gesund und ihr Bruder krank. Kristophers bipolare Störung, eine Krankheit die zu extremen Stimmungsschwankungen führt, hat Vorrang vor allem. Doch trotz dieser Tatsache liebt und vergöttert sie ihren Bruder über alles. Als dieser sich dazu entscheidet, freiwillig aus dem Leben zu treten, ist Luise am Boden zerstört. Ihre Mutter bleibt dem Zuhause fern und der Psychologe macht auch keine Fortschritte. Luise steckt in ihrer Trauerphase fest und findet nicht in den Alltag zurück. Erst als sie Jacob begegnet, findet sie ganz langsam einen Weg aus ihrem Schockzustand. Jacob ist ein stiller junger Mann, der allein mit seinem Bruder lebt. Auch er hat mit Dämonen aus der Vergangenheit zu kämpfen, die ihn bis heute nicht loslassen. Luise besitzt eine besondere Ausstrahlung, die ihm sofort ins Auge fällt. Ganz untypisch für ihn, denn eigentlich bevorzugt er die Stille und lässt keine Menschen an sich heran. Zwei Personen, die ein schweres Schicksal erleiden mussten, und sich gegenseitig heilen. Die Protagonisten und Nebencharaktere sind mit Liebe zum Detail gestaltet und verschaffen diesem Buch eine ganz einzigartige Atmosphäre. Der Schreibstil der Autorin ist einfach fantastisch. Mit kurzen und einfachen Sätzen, gelingt ihr eine Gefühlsexplosion der Sonderklasse. Ich finde es großartig, dass die Trauerbewältigung mit Abschied, Loslassen und sich für Neues öffnen, im Vordergrund steht. Die Liebesgeschichte zwischen Luise und Jacob fungiert lediglich als Anstoß in die richtige Richtung, überlagert die eigentliche Handlung aber keineswegs. Ich bin absolut begeistert, wie die Autorin dieses ernste Thema verpackt, sodass am Ende das Gefühl der Hoffnung und Zuversicht alles in den Schatten stellt. Spannungsbogen: Das Buch vermittelt ab der ersten Seite eine enorme Anziehungskraft. Schon der Aufbau mit den relativ kurzen Kapiteln ist etwas Besonderes. Der Leser begleitet Luise durch die verschiedenen Phasen ihrer Trauer und kann nicht anders als mitzufühlen. Man erlebt wie die Wut immer kleiner wird und sie ihrem Bruder Verständnis entgegenbringt. Seine in der E-Mail gestellten Aufgaben sind der Beweis dafür, wie sehr er seine Schwester geliebt hat. Nicht jeder Mensch erhält die Möglichkeit, sich so von seinen Liebsten zu verabschieden. Diese Aufgaben und die unerwarteten Enthüllungen erzeugen eine Spannung, der man sich nicht entziehen kann. Taschentuchfaktor: Die Gedanken und Reaktionen sind in jeder Sekunde nachvollziehbar und man erlebt diese Geschichte praktisch selbst. Egal ob Schmerz, Hilflosigkeit, Enttäuschung, Liebe oder Hoffnung, jedes Gefühl wirkt vollkommen real. Man leidet mit und kann die Tränen des Öfteren nicht unterdrücken. Ein intensives Buch, das auf so viele wunderbare Arten berührt. Romantikfaktor: Mitzuerleben, wie sich Luise und Jacob näherkommen, ist einfach wunderschön. Allein mit intensiven Blicken und Umarmungen wird eine innige Liebe transportiert, die mich zutiefst berührt hat. Die Angst vor Verlust und Verletzungen ist bei beiden riesengroß, dennoch meistern sie diese Hürde und schenken sich ihr gegenseitiges Vertrauen. Fazit: Mit „Nicht weg und nicht da“ ist Anne Freytag ein großartiges Jugendbuch gelungen. Für mich ihr bestes überhaupt. Tief berührend, intensiv und einfühlsam. Für belastende Situationen gibt es manchmal keinen Ausweg, keine Lösung. Dann entscheiden sich Menschen wie Kristopher für den endgültigen Abschied. Für die Hinterbliebenen sind die Folgen immens, aber auch sie können in ein glückliches, hoffnungsvolles Leben zurückfinden. Luise, Jacob und auch Kristopher übermitteln dies eindrucksvoll. Für mich sind sämtliche Charaktere unvergesslich, genauso wie diese herausragende Geschichte.

Absolut, uneingeschränkte Leseempfehlung

Von: eves-bookish-wonderland Datum: 04. June 2018

Das Buch ist so wunderschön aufgemacht. Das Cover ist ein Traum und schlägt man das Buch auf, geht es genauso wunderschön weiter. Es gibt eine Playlist, die ich wirklich wundervoll fand und die Kapitel sind anfangs immer mit einer Illustration verziert, was mir auch richtig gut gefallen hat. So nun aber genug zum optischen, kommen wir zum Schreibstil. Anne Freytag schreibt einfach sooo gut! Die Sätze sind recht kurz, aber sehr aussagekräftig und auch irgendwie poetisch. Es lässt sich richtig gut lesen und die Gefühle kommen so gut rüber und wie die Charaktere beschrieben werden, einfach toll. Das Buch besteht nicht nur aus Dialogen oder Gedanken, denn wir bekommen auch Emails und Briefe zu lesen, was für Abwechslung gesorgt hat und was ich immer gerne mag. Es ist einfach verrückt, wie gut sich dieses Buch lesen lässt. Schon zu Beginn, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, denn es hat mich direkt gefesselt und auch nicht mehr los gelassen. "Nicht weg und nicht da" ist das erste Buch, welches ich mit Post-its gefüllt habe, denn es gab soo unfassbar viele Stellen, die ich einfach schön fand und nicht vergessen möchte. Wir begleiten Luise, die ihren Bruder verloren hat und die furchtbar leidet und sich zurück zieht und will einfach nur einen Neuanfang. Die Trauer überwältigt sie, denn sie gibt sich die Schuld an dem Kristophers Tod. Die Gefühle, die Luise fühlt, spürt man als Leser sehr intensiv und so begleiten einen Wut und auch Angst und Kummer, während des lesens. Doch Luise ist auch wahnsinnig stark und so verfolgen wir, wie sie sich im Laufe der Handlung immer weiter entwicklet und lernt wieder fröhlicher zu sein. Schließlich trifft sie noch auf Jacob und ihr Leben ändert sich komplett. Die Bindung zwischen den beiden ist so schön entstanden und man konnte das Knistern richtig fühlen. Generell waren die beiden Charaktere ganz wunderbar mit ihren Eigenschaften und ich hab sie sehr ins Herz geschlossen. Jacob ist auch ein sehr toller Charakter, den ich direkt gemocht hab. Aber auch er kämpft mit seinen eigenen Problemen und die Begegnung mit Luise verändert auch ihn. Es war wirklich spannend zu erfahren, was Jacobs Art ausmacht und ihn einfach besser kennen zu lernen, denn eigentlich ist er ein sehr liebevoller und hilfsbereiter Mensch. Meine Meinung dazu: Ich kann diesen unfassbar gefühlvollen und traurigen Roman einfach jedem nur ans Herz legen. Es war herzzerreißend, bewegend und hat mich nicht mehr los gelassen, ich war gefesselt von der ersten Seite an. Die Geschichte behandelt natürlich ein intensives Thema, doch trotz allem hat Anne Freytag es geschafft, dass man nicht zu tiefst deprimiert war, nein, es gibt einem Mut und Hoffnung. Ich war natürlich auch traurig und hab zwischenzeitlich einige Tränen vergossen, da mich die Geschichte wirklich tief berührt hat, aber bei einem solchen Thema lässt sich das auch nicht vollends vermeiden. Für mich ist dieses Werk ein Jahreshighlight und ich bin unendlich froh es gelesen zu haben. Es ist einfach ein Buch, welches man nicht so schnell vergisst und was mich auch nach einigen Wochen noch nicht loslässt. Lest es, ihr werdet es sicherlich nicht bereuen.

Liebe endet nicht mit dem Tod

Von: Meli Datum: 10. May 2018

Nach dem Tod ihres Bruders ist für Luise nicht mehr so, wie es mal war. Auch sie selbst hat sich verändert und hat eine Mauer zwischen sich und ihr Umfeld gebaut, aber sie kann nicht verhindern, dass Jacob total fasziniert von ihr ist und sich nicht von dieser Mauer aufhalten lässt. Doch dann wird ihre Welt erneut erschüttert, als sie plötzlich eine E-Mail erhält - von ihrem toten Bruder. Die erste von vielen, die ihr den Abschied erleichtern sollen ... Protagonisten Luise hat den Tod ihres Bruders Kristoph noch nicht überwunden, es ist ja auch noch nicht lange her. Sie hat sich ein wenig von allem abgeschottet und vertraut sich eigentlich nur noch ihrer besten Freundin an, weil sie mit ihrer Mutter kaum reden kann. Mit anderen Menschen hat sie wenig Kontakt, weil viele Mitleid haben und sich kaum trauen, etwas zu sagen, aus Angst, es könnte das Falsche sein. Sie steckt ein wenig fest, weil sie im Moment nicht bereit ist, etwas zu ändern, auch weil Luise ziemlich empfindlich ist - absolut verständlich! - und vieles ihr gegen den Strich geht. Aber eigentlich will sie nur jemanden, der sie nicht mit Samthandschuhen anfasst und trotzdem verständnisvoll ist. So wie Jacob. Denn Jacob ist einfach ein netter Typ, und ich weiß gar nicht, was ich da noch groß hinzufügen soll. Er findet Luise auf den ersten Blick faszinierend und kriegt sie trotz ihrer verschlossenen Art nicht aus dem Kopf und will zumindest eine Chance. Er hat zwar sein eigenes Päckchen und wirkt anfangs etwas verschlossener, aber er ist aufmerksam und liebevoll. Kristoph ist zwar zu Beginn des Buches schon verstorben, aber man bekommt trotzdem einiges von ihm zu sehen. Er leidet unter einer Bipolaren Störung, ist mal fröhlich und der beste Bruder, den man sich wünschen kann. Dann wird er plötzlich depressiv und versucht, sich selbst das Leben zu nehmen. Man sieht die Liebe zwischen den beiden Geschwistern, da er trotz seiner eigenen Sorgen daran gedacht hat, wie sie sich fühlen wird, wenn er fort ist, und ihr dabei helfen will, darüber hinwegzukommen. Handlung und Schreibstil Die Idee mit den E-Mails fand ich sehr süß. Sie sollen Luise dazu bringen, mit dem Tod ihres Bruders abzuschließen. Es fällt vielen Menschen schwer, mit so etwas umzugehen und auch die Konfrontation der Probleme auf diese Art ist hart, aber auf jeden Fall ist da nun eine gewisse Motivation, auch tatsächlich etwas zu unternehmen. Ich kann mir vorstellen, dass es vor allem am Anfang eine Gefühlsachterbahn auslöst, da man, zumindest einseitig, mit dieser verstorbenen Person kommuniziert und neue Dinge in Erfahrung bringt, die für ihn aber keine Bedeutung mehr haben. Gleichzeitig geht es um Liebe und wie sehr man sich, trotz allem, trotz dem Tod noch lieben kann. Fazit "Nicht weg und nicht da" hat mir mit seinen freundlichen und verletzlichen Charakteren ziemlich gut gefallen und ich fand die Trauerbewältigung durch Eingriffe "aus der Zwischenwelt" sehr gelungen.

Eine großartige Liebesgeschichte

Von: Anni Silber Datum: 08. May 2018

Worum geht es? Louises Welt ist aus den Fugen geraten. Ihr Bruder Kristopher hat sich das Leben genommen und sie allein zurückgelassen. Sie entschließt sich dazu sich zu verändern und schneidet sich die Haare kurz. Es hilft jedoch nicht die Trauer zu bewältigen und daher bekommt sie Therapiestunden um mit dem Tod ihres Bruders abzuschließen. Im selben Haus des Therapeuten wohnt auch Jacob der Luises Bruder gekannt hat. Vom ersten Augenblick an den er Luise zu Gesicht bekam ist er fasziniert von dem Mädchen und fühlt sich zu ihr hingezogen. Je öfter die beiden sich sehen desto näher kommen Sie sich. Außerdem gibt es noch etwas was Luise wieder aufbaut, denn sie bekommt noch Emails von ihrem toten Bruder.... Meine Meinung: Ich habe bisher nur positives über Anne Freytags Bücher gehört und wollte schon länger ein Buch der Autorin lesen. Ihr neues Buch hörte sich sehr interessant an und daher hat es sich sehr angeboten. Und meine Erwartungen an dieses Buch haben sich wirklich übertroffen. Ich war mehr als beeindruckt von diesem fantastischen Schreibstil der es mir möglich gemacht hat 100 Seiten schnell am Stück zu lesen. Außerdem bin ich ein Fan der Charaktere in diesem Buch die sehr realistisch dargestellt waren. Ich war wirklich sehr sehr angetan von diesem Buch und möchte in Zukunft noch mehr von Anne Freytag lesen. Bewertung: 5 Sterne ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Sehr berührendes must-read

Von: Corisbuchwelt Datum: 05. May 2018

Nach dem Tod ihres Bruders macht Luise einen radikalen Schnitt: Sie trennt sich von ihrem mausgrauen Ich und ihren Haaren. Übrig bleiben drei Millimeter und eine Mauer, hinter die niemand zu blicken vermag. Als Jacob und sie sich begegnen, ist er sofort fasziniert von ihr. Doch Luise hält Abstand. Bis sie an ihrem sechzehnten Geburtstag eine E-Mail von ihrem toten Bruder bekommt - die erste von vielen. Mit diesen Nachrichten aus der Zwischenwelt und Jacob an ihrer Seite gelingt es Luise, inmitten dieser so aufwühlenden wie traurigen Zeit das Glitzern des Lebens wiederzufinden... Ich könnte meine Meinung jetzt ganz kurz fassen: Dieser Roman ist einfach wundervoll und JEDER sollte ihn lesen. Warum? Dazu folgendes: Luise hat den Selbstmord ihres Bruders nicht verkraftet. Sie ist gefangen in einem Gefühlschaos aus Schmerz und Wut, voller Trauer, Verzweiflung und weiß nicht, wohin mit ihrem Gefühlen. Auf die Gespräche mit einem Psychologen, zu denen sie gezwungen wird, hat sie keine Lust und auch eine zunehmende Entfremdung zu ihrer besten Freundin geht nicht spurlos an ihr vorüber. Denn niemand will darüber reden. Und so redet Luise nicht - sie zieht sich zurück. Erfindet sich neu. Geht auf Abstand. Doch gerade das ist es, das Jacob gefangen nimmt. Er will mehr erfahren über das hübsche Mädchen mit den traurigen Augen. Luise will dies zunächst nicht, doch als sie eine Mail ihres toten Bruders bekommt, der ihr Aufgaben zur Trauerbewältigung - oder auch einfach als Anker in dieser harten grausamen Gefühlswelt - schickt, lässt sie sich zumindest darauf ein, Kontakt mit Jacob zu haben. Und er versucht mit ihr die verschiedenen Stationen dieses schmerzhaften Weges zu gehen und ihr wieder die Schönheit des Lebens bewusst werden zu lassen. Vor allem mittels der großen Leidenschaft, die die beiden sofort verbindet - Musik. Und während die gemeinsame Playlist entsteht, entstehen beim Leser feuchte Augen. Denn Anne Freytag schreibt mit viel Gefühl und lässt ihre Charaktere sofort lebendig werden. Und genau das ist es, das die Seiten nur so fliegen lässt, während man Luises Schmerz wirklich fühlt. Ihre verschiedenen Emotionen von Selbstvorwürfen, über Wut bis hin zu hoffnungslosem Kummer werden durch den klaren, fließenden Schreibstil so deutlich dargestellt, dass man vergisst, dass Luise nicht real ist. Und über ihre Gedanken, Erinnerungen und Gefühle wird auch der Charakter von Kristopher spielend leicht lebendig - nur um eben dies nicht zu sein. Dadurch, dass sich die Autorin nicht nur darauf konzentriert, dass Luise ihren Bruder schmerzhaft vermisst, sondern auch warum gewinnt der Roman noch zusätzlich an Tiefe. Man lernt den Verstorbenen in verschiedenen Facetten kennen, bis der Verlust förmlich auf den Leser überspringt. Ja, ich bin wirklich traurig, Kristopher nie in einem eigenen Kapitel kennen zu lernen. Doch stattdessen habe ich nicht nur Luise sondern auch Jacob getroffen - und es lohnt sich. Denn auch Jacob ist ein voll ausgereifter Charakter mit Eigenheiten, Interessen, Hobbys und einer Vergangenheit und wirkt ebenso glaubhaft wie das Mädchen, das sein Interesse geweckt hat. Seine Gedanken und Gefühle lassen einen jungen Mann entstehen, der vielleicht wirklich ein Grund ist, das Glitzern des Lebens wiederzufinden. Jacob kocht gerne, Jacob geht zum boxen, Jacob hat eine andere Einstellung zu Ordnung als sein Mitbewohner - Jacob ist alles Andere als eindimensional und hat somit seinen ganz eigenen Teil dieser Geschichte, er ist mehr als nur derjenige, der sich für das schöne Mädchen interessiert. Eben aufgrund jener Tiefe der Figuren entwickelt sich die Handlung und die Verbindung zwischen den Beiden wie von selbst. Es wirkt nicht gestellt, man muss keine abwegige Kette von Ereignissen schaffen, um die beiden aneinander zu ketten - denn es hat einfach gefunkt. Und zwar auf die selbe echte Weise, wie sie vielleicht jetzt gerade in einem Mietshaus in München, Berlin oder Rom stattfindet. Die Charaktere von Anne Freytag haben mich bereits früher überzeugt und gerade hier sind sie wieder einmal sehr gelungen. Doch es sind nicht nur die "Hauptdarsteller", die Nicht weg und nicht da für mich ausmachen, es ist auch die Handlung an sich. Die Frage, wann die nächste E-Mail kommt und vor welche Aufgabe diese Luise stellen wird, schafft eine wundervolle Grundspannung, um die Handlung voran zu treiben. Und so nimmt das Buch an Fahrt auf und zieht die Leser immer tiefer in den Bann einer schönen wie auch traurigen Geschichte rund um Verlust und die Pflicht, nach vorne zu blicken. Luise, Jacob aber auch Kristopher sollten definitiv in weitere Bücherregale einziehen, ein absoluter Lesetipp!

Das Ende ist nicht wirklich das Ende - berührend, traurig, ehrlich, wundervoll

Von: zeilen.gefluester Datum: 02. May 2018

Inhalt Als Luises Bruder Selbstmord begeht, verändert sich alles. Luise zieht einen Schlussstrich. Sie schneidet sich ihre Haare ab, bis auf 3 mm und baut eine Mauer um sich herum. Als Jacob sie zum ersten Mal sieht ist er sofort fasziniert von ihr und möchte sie kennen lernen. Möchte hinter die Mauer blicken und ihr wahres Ich kennenlernen. Ich habe mich so wahnsinnig auf das Buch von Anne Freytag gefreut. Ich habe zuvor schon von ihr „Mein bester letzter Sommer“ gelesen und war da schon hin und weg. Ebenfalls steht ihr Buch „Den Mund voll ungesagter Dinge“ in meinem Regal. Das ich auf jeden Fall jetzt sehr bald auch lesen werde. Auch haben mir schon viele gesagt das das Buch so schön und traurig ist, dass ich es unbedingt lesen muss. Da war ich natürlich noch gespannter. Danke an dieser Stelle an das Bloggerportal und den Heyne Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars. Cover Das Cover ist mir optisch sofort aufgefallen, auch wenn es eher schlicht gehalten ist. Die Farben spiegeln meiner Meinung nach Hoffnung und Zuneigung wieder und lässt uns als Leser erahnen, wo uns die Geschichte hinführen wird. Es passt auch wirklich gut zu der Geschichte denn die Sternenbilder, spielen noch eine wesentliche Rolle in diesem Buch. Näheres verrate ich natürlich nicht. Geschichte Die Geschichte hat mich zutiefst aufgewühlt. Auf der einen Seite Trauern wir mit der Protagonistin mit um ihren verstorbenen Bruder und andererseits begleiten wir sie auch auf ihren Weg in ein neues Leben. Einen Neuanfang. Als dann Jacob in ihr Leben trtt, wird alles anders, die Mauer die sie um sich gebaut hat, fängt an zu bröckeln. Und wir lernen noch eine ganz andere Seite an Luise kennen. Eines Tages bekommt Luise Post aus dem Jenseits. Eine E-Mail von ihrem verstorbenen Bruder Kristopher. Er gibt ihr verschiedene Aufgaben, die sie zu bewältigen hat und begleitet sie so auf ihren Weg. Auf der einen Seite wenn man sich das so überlegt, ist das irgendwie gruselig. Wenn ich plötzlich E-Mails von einem verstorbenen Familienmitglied bekommen würde, wäre das schon sehr seltsam. Andererseits ist das nicht auch total besonders, du kannst einen richtigen Abschluss finden, weil dich derjenige noch auf deinem Weg begleitet. Protagonisten Luise ist ein wirklich toller Protagonist, anders kann man das einfach nicht sagen. Ich habe sie so in mein Herz geschlossen. Die Trauer um ihren Bruder zerstört sie fast, sie gibt sich die Schuld, ihn nicht mehr gerettet zu haben. Man spürt regelrecht ihre Wut und ihre Angst. Ihr Charakter ist einfach so Facettenreich dargestellt, dass ich mich wirklich in sie hineinversetzen konnte. Auch wenn ihr Verlust sie wirklich mitnimmt, bleibt sie stark, zumindest versucht sie es. Im Verlauf der Geschichte entwickelt sie sie sich immer mehr. Ihre Lebensfreude die zunächst erlischt war, kehrt zurück. Sie wird stärker. Einfach glücklicher. Wir begleiten sie auf ihren Höhen und Tiefen und sind hautnah dabei wie sie sich verändert. Diese Entwicklung wurde wirklich gut dargestellt. Luise ist einfach so sympathisch, so natürlich. Sie verstellt sich nicht. Auch Jacob fand ich von Anfang an total sympathisch. Zunächst kam er mir so vor, wie der typische Macho, aber im Gegenteil, das ist er überhaupt nicht. Man sollte einen Menschen nie nach seinem Aussehen beurteilen. Er wirkte zunächst auch sehr verschlossen, eher in sich gekehrt und kühl. Auch gegenüber Frauen zeigt er keine richtigen Gefühle, weil ihn etwas aus seiner Vergangenheit gezeichnet hat. Man merkt schnell, das auch er sein Päckchen zu tragen hat. Nachdem er Luise kennenlernt, taut er aber immer mehr auf. Wir blicken hinter seiner Fassade und lernen den echten Jacob kennen. Jacob würde alles tun für die Menschen die er liebt. Er ist hilfsbereit und gefühlvoll. Kristopher leidet an eine Bipolare Störung. Dabei handelt es sich um eine psychische Erkrankung. Wenn man unter dieser Krankheit leidet ist es unklar in welcher Stimmung du dich befindest, denn sowohl die Stimmung als auch der Antrieb und die Aktivität schwanken ständig und sehr häufig. So ist es auch bei Kristopher. Und am Ende sieht er nur noch eine Möglichkeit. Er begeht Selbstmord. Luise und ihre Mutter versuchen damit klar zu kommen, aber das ist natürlich alles andere als leicht. Durch seine E-Mails versucht er den Schaden den er angerichtet hat zu verringern. Und ihnen zu helfen auf den richtigen Weg zu kommen. Ohne ihn. Schreibstil Der Schreibstil hat mir wie auch schon in „Mein bester letzter Sommer“ sehr gut gefallen. Sehr ausdrucksstark und wortgewandt nimmt sie uns mit in die Geschichte. Sehr detailreich und klar bringt sie uns das Leben von Luise und Jacob näher. Da sie aus Sicht beider Protagonisten geschrieben hat, lernen wir beide intensiv kennen. Wissen was sie denken und fühlen. Das hat mir ebenfalls wirklich gut gefallen. Anne Freytag schafft es durch ihren Schreibstil den Leser an das Buch zu fesseln, das man unbedingt wissen möchte wie die Geschichte weitergeht. Fazit DIe Autorin hat es geschafft mich mit ihrem gefühlvollen, traurigen aber auch hoffnungsvollen Coming-of-Age-Roman zu berühren. Weit mehr als das. Ich war wirklich emotional tief mit der Geschichte verbunden, das ich irgendwie alles noch viel stärker wahrgenommen habe, als in anderen Büchern. Spannend, ergreifend, herzzerreißend. Einfach wundervoll. Von Anfang an habe ich dieses Buch geliebt, es wirkte einfach alles so authentisch und man merkte das sich Anne Freytag mit dieser Thematik wirklich auseinandergesetzt hat, um uns Leser dieses schwere Thema ein wenig näher zu bringen. Dabei hat es einen nicht runtergezogen, wie ich es eigentlich erwartet hätte. Durch diese Mischung aus Trauer und Hoffnung, gibt die Geschichte einen halt. Manchmal musste ich das Buch aber auch einfach zur Seite legen, um das gelesene zu verarbeiten. So ging es mir auch oft bei den E-Mails von Kristopher und wie Luise darauf reagiert hat, ich habe mich dann immer gefragt wie ich an ihrer Stelle reagiert hätte. Diese E-Mails haben mich auch zutiefst mitgenommen. Aber ich fand die Idee dahinter Kristopher in irgendeine Form zu Wort kommen zu lassen, wirklich toll. Ich kann mit absoluter Sicherheit sagen das ich dieses Buch wirklich jedem empfehlen würde. Aber seid gewarnt, dieses Buch ist nichts für schwache Nerven. Wenn ihr sowieso nahe am Wasser gebaut seid, habt auf jeden Fall Taschentücher parat. Dieses Buch zählt auf jeden Fall jetzt schon zu einen meiner Jahreshighlights. Ich danke dir so sehr für dieses tolle Buch, Anne. Ich freue mich schon darauf noch viel mehr von dir zu lesen. Bewertung 5/5 Sternen

Das etwas andere "PS: Ich liebe dich"

Von: Jenifer Howel Datum: 02. May 2018

Ein herrlich ehrliches Buch, das so unanstrengend über eines der schwierigsten Themen unserer Zeit erzählt. Luise und Kristoph und Jakob und das Leben, wie ungerecht es auch sein mag. Mit kurzen, knappen Erzählerwechseln ist es ein Buch, das auch bei akuter abendlicher Müdigkeit, die Spannung nach dem Einschlafen aufrecht erhält, ohne die letzten 20 Seiten vom Vortag noch einmal lesen zu müssen. Kristoph ist gegangen, ohne sich von Luise zu verabschieden. Sie ist enttäuscht und unendlich traurig. Ihr Bruder war ihr bester Freund, ihre Familie. Jetzt ist er fort und sie gerät in einen Zwiespalt mit sich, ihrer Umwelt, ihren getrennten Eltern. Sie weiß nicht mehr, wen sie darstellt so ganz ohne ihn. Bisher drehte sich alles um seine Krankheit. Als er sich an ihrem Geburtstag zurück meldet, wird sie von der Wut auf das Leben ohne ihn überrannt. Und dann trifft Luise Jakob und Jakob trifft Luise. Jakob ist still und definiert jeden Moment seines jungen, schwierigen Lebens mit Musik. Am vermeintlichen Neuanfang tritt Luise in sein Leben. Er kennt sie aus der Schule, von früher. War im Jahrgang ihres Bruders. Doch Luise hat sich verändern. Keine langen blonden Haare mehr, kein unscheinbar hübsches Wesen, das den unscheinbar anderen hübschen Wesen gleicht. Kurze Haare, fast Glatze, gepierct und trotzig stark. Jakob kann nicht mehr aufhören an Luise zu denken. Die gemeinsame Reise beginnt an einem Punkt, an dem zwar alles neu und doch viel zu viel unverändert ist. Wer einmal mit der Problematik Depressionen, egal aus welcher Perspektive, in Berührung kam, wird sich unwillkürlich beim Weinen ertappen. Am Ende ist es ein still-schreiender Appell an jeden der diese tiefe, nicht enden wollende Traurigkeit kennt, sich helfen zu lassen. Es ist ein Hoch auf das Leben, auf jedes "Ich", auf jedes "Du", auf jedes "Wir".

Sehr gefühlvoll und mitreißend

Von: Eli`s Bücherecke Datum: 29. April 2018

Wow, das ist so ziemlich das Erste was ich sagen konnte, als ich die letzte Seite dieses Buches umgeblättert habe. Reden konnte ich nach dem Ende sowieso nur beschränkt, da ich das, was ich da gelesen habe, erstmal verarbeiten musste. Ich habe schon andere Bücher der Autorin gelesen und wusste daher schon, dass ich mich auf ein emotionales Buch gefasst machen muss. Die Autorin schafft es einfach immer wieder mit ihrem Schreibstil mich zu berühren und einfach mitzureißen. Luise ist eine ganz besondere Protagonistin, die sowohl sehr verletzlich als auch stark ist. Klar, sie ist depressiv angeschlagen aber ich glaube, das wäre jeder, nach allem was sie durchgemacht hat. Ich finde es immer wieder ganz besonders, wenn es ein Autor schafft, anhand von Worten einen wirklich bis unter die Haut zu berühren und einen wirklich zu bewegen. Als Luise diese erste Mail von ihrem verstorbenen Bruder bekommen hat, konnte ich förmlich ihren Schmerz spüren. Klingt vielleicht komisch, ist aber so. Ihr merkt sicherlich schon, dass mich das Buch wirklich beschäftigt hat. Ich fand es einfach schön zu lesen, wie Luise durch ihre ganz persönlichen Höhen und Tiefen geht, und dass es immer diesen einen Menschen gibt, der mit einem mitgeht. Ich denk mal auch gerade, weil sie Jacob kennen gelernt hat, lernt sie aus seiner Art und Weise neue Kraft zu schöpfen. Der Schreibstil hat mir wirklich gut gefallen, aber ich habe auch nichts anderes von Anne Freytag erwartet. Am Ende des Buches findet man eine Playlist, die ihr euch unter anderem auch auf Spotify anhören könnt, mit sehr emotionalen Liedern aber auch Songs, die mir persönlich Motivation geben. Einige dieser Lieder lassen mich immer wieder an einige schöne aber auch traurige Momente des Buches denken, sodass ich selbst beim Hören manchmal schon eine Gänsehaut bekomme. Ich fand es gut, dass man als Leser die Möglichkeit bekommen hat, zwischen den zwei Protagonisten Luise und Jacob zu wechseln, denn so hat man gemerkt, dass auch Jacob tief in seinem Inneren sehr verletzlich ist und das aber nach außen hin nicht zeigen will. Die E-Mails von Kristopher haben mich jedes Mal fast zu Tränen gerührt, ich meine, man muss sich das einfach mal bewusst machen, wie schlimm muss es einem Menschen gehen um diesen endgültigen Schritt zu machen. Das fand ich schon sehr krass und bewegend. Dennoch fand ich einige von Luises Handlungen manchmal zu egoistisch oder auch übertrieben. Ich meine, klar, wer in so einer Situation ist, da muss man auch mal ein Stück weit egoistisch sein, aber das ist mir zu stark aufgefallen. Niemand weiß, wie man selbst in so einer Situation reagiert, ob man sich total abschottet oder auch das Gegenteil macht und sich einfach ins Leben stürzt. So oder so, war mir ihr Charakter manchmal zu undurchdacht. Dennoch mochte ich das Ende, obwohl ich das "mochte" mal in Anführungszeichen setzen will, weil das Ende einen auf eine Art beruhigt aber auch traurig gemacht hat.

Emotional, wahnsinnig berührend und sehr zu empfehlen!

Von: Buchpanda Datum: 24. April 2018

Klappentext: Nach dem Tod ihres Bruders macht Luise einen radikalen Schnitt: Sie trennt sich von ihrem mausgrauen Ich und ihren Haaren. Übrig bleiben drei Millimeter und eine Mauer, hinter die niemand zu blicken vermag. Als Jacob und sie sich begegnen, ist er sofort fasziniert von ihr. Doch Luise hält Abstand. Bis sie an ihrem sechzehnten Geburtstag aus heiterem Himmel eine E-Mail von ihrem toten Bruder bekommt – es ist die erste von vielen. Mit diesen Nachrichten aus der Zwischenwelt und dem verschlossenen Jacob an ihrer Seite gelingt es Luise, inmitten dieser so aufwühlenden wie traurigen Zeit das Glitzern ihres Lebens zu entdecken ... Meine Meinung: Ich liebe den Schreibstil. Die Autorin hat so eine tolle Art zu schreiben, Gefühle zu vermitteln und Charaktere zu zeichnen, dass ich davon allein schon komplett begeistert bin! Dazu diese wirklich berührende Thematik und obendrauf auch noch zwei Charaktere, die einem wirklich nahe gehen und aus deren Perspektive abwechselnd erzählt wird - ich lese wirklich selten die ersten 100 Seiten eines Buches an einem Stück, ohne auch nur eine kleine Pause zu machen. Aber hier musste ich immer weiterlesen, selbst wenn die Augen manchmal feucht geworden sind... Jacob begegnet Luise nach einer ihrer Therapiestunden und findet sie trotz oder gerade wegen ihres rasierten Kopfes sofort wunderschön und interessant. Es ist einfach nur toll und berührend zu lesen, wie sie sich begegnen, immer näher kommen und weiter Vertrauen zueinander aufbauen. Jacob hat eine schwere Vergangenheit, die aber nicht im Vordergrund steht und die auch nur einmal wirklich thematisiert wird - wichtig ist sein beschützendes Wesen, die Liebe zum Kochen und seine Fürsorge für Luise. Luise macht in diesem Buch eine schwere Zeit durch, wohl die schwerste in einem Menschenleben - Abschiednehmen von einer geliebten Person. Mit ihrem Therapeuten will sie nicht reden, sie und ihre Mutter gehen sich fast vollkommen aus dem Weg. Dann trifft sie auf Jacob und findet einen Anker in dieser schweren Zeit. Luise wirkt stark und zerbrechlich zugleich, jeden ihrer Gedanken kann man nachvollziehen und mitfühlen. Von ihrer Entwicklung und den Fortschritten zu lesen, lässt einen wirklich alle Emotionen fühlen. Die Mails von dem verstorbenen Bruder können einen schon mal zum Weinen bringen, sind aber ganz wunderbar geschrieben. Um Taschentücher zu sparen, empfehle ich es, keine berührende Musik nebenbei zu hören. Wenn doch, dann hat die Autorin die passende Playlist auf der letzten Seite hinzugefügt :) Dieser Schreibstil und die Wortwahl trifft einen mit jedem Satz mitten ins Herz und die Charaktere haben dort auch schnell ihren Platz gefunden. Definitiv eine riesige Empfehlung!

Nicht weg und nicht da - WOW!

Von: Bookslove128 Datum: 22. April 2018

>Ich bin angekommen. Zum ersten Mal hab ich kein halbes Gefühl. Nicht diese abartige Mischung, die ich von früher kenne. Du weißt, welche ich meine… Ich war die meiste Zeit meines Lebens nicht weg und nicht da. Jetzt bin ich weg. Und das ist gut so, Lise. ~Kristopher in Nicht weg und nicht da 💫< Nicht weg und nicht da habe ich letzte Woche beendet. Dieses Buch ist einfach nur ein riesengroßes WOW! Anne Freytag hat mich mit ihrem neuen Werk sehr berührt, sodass ich sowohl lachen als auch (ein bisschen) weinen musste. Ich liebe ihre Bücher generell, weil sie so wunderbar zum Nachdenken anregen. Dieses hier hat es mir besonders angetan, weil die Protagonisten sich immer über interessante Dinge Gedanken gemacht haben. Ich habe so viele Zitate markiert wie schon lange nicht mehr. Durch das ganze Buch zieht sich eine hoffnungsvolle Stimmung, die klar macht, was wichtig ist im Leben, wie man mit dem Tod von Nahestehenden umgehen kann und vor allem danach wieder ins Leben einsteigen kann. Uns betrifft das Thema alle, früher oder später. Ich habe immer mit den zwei bezaubernden Charakteren Luise und Jacob mitgefiebert und der tolle Schreibstil hat die Seiten nur so dahin fliegen lassen, es ist ein klassisches Ich-will-es-zu-Ende-lesen-aber-nicht-beenden-Buch. Vielen lieben Dank an dich @anne_freytag , deine Bücher berühren mich immer sehr und ich liebe deine Geschichten über alles. Nicht weg und nicht da ist ganz klar bei meinen Jahreshighlights dabei! Empfehlen kann ich das Buch fast jedem, nur Action- oder Thriller-Süchtige sind hier vielleicht etwas falsch.

Berührend und bewegend!

Von: Avery Little Book Datum: 20. April 2018

Das Cover gefällt mir wahnsinnig gut! Es ist zwar schlicht, aber auf eine besondere Art, die gut zum Buch passt. Es spiegelt meiner Meinung nach Zusammenhalt und Sehnsucht sehr gut wider und wenn man das Cover sieht, kann man sich auch schon einen guten Eindruck davon machen, worum es in dem Buch gehen wird. Inhalt: Nachdem Kristopher, Luises Bruder, sich das Leben genommen hat, ist sie am Boden. Sie schottet sich nicht nur von allen ab, sondern trennt sich auch von ihren Haaren. Zurück bleiben nur wenige Millimeter. Zufällig begegnen sich Jacob und Luise, die ihn sofort in ihren Bann zieht. Als Luise dann plötzlich an ihrem Geburtstag eine E-Mail von ihrem verstorbenen Bruder bekommt, steht ihre Welt Kopf, denn in diesen Nachrichten stellt er ihr verschiedene Aufgaben, die sie erfüllen muss. Und dabei steht Jacob an ihrer Seite. Wird Luise endlich wieder richtig leben können? Einstieg: Ich habe "Den Mund voll ungesagter Dinge" von Anne Freytag GELIEBT und habe mich dementsprechend sehr auf ihr neues Buch gefreut. Ich bin daher mit ziemlich hohen Erwartungen an das Buch herangegangen. Der Einstieg ist mir wirklich gut gelungen, denn schon auf den ersten Seiten schafft es die Autorin einen mit kurzen, prägnanten Sätzen in den Bann der Geschichte zu ziehen. Man will unbedingt erfahren, wie Luise in die Anfangssituation gekommen ist und was mit ihrem Bruder passiert ist. Also schon zu Beginn geht die Spannungskurve für den Leser schon nach oben. Luise ist eine wirklich besondere Protagonistin, die einen wirklich sehr gut ausgearbeiteten Charakter besitzt. Man bekommt das Gefühl, sie würde wirklich existieren. Luise hat ihren Bruder sehr geliebt und ihr ganzes Leben mit ihm geteilt, weswegen sein Tod sie umso mehr schockt. Die Trauer, die sie empfindet ist so dargestellt, dass man sie ihr auch wirklich abnimmt. Manchmal zerbricht sie unter dem ganzen Schmerz, manchmal wütet sie deswegen, manchmal ist sie wehmütig... Trauer hat viele Facetten und die wurden hier wunderbar aufgegriffen. Man kann gar nicht anders als mit Luise mitzufühlen und ich wollte sie zwischendurch einfach mal in den Arm nehmen (glücklicherweise hat das Jacob für mich übernommen ;D). Auch wenn sie einen unheimlichen Schlag erleiden musste, wirkt sie trotzdem mutig und man merkt ihr ihre Stärke an, die sich auch über das Buch hinweg immer weiter wächst. Und da waren wir auch schon bei dem Punkt Entwicklung, der bei Charakteren meiner Meinung nach besonders wichtig ist. Luises Entwicklung ist ausgesprochen gut dargestellt. Man begleitet sie auf ihren Höhen und Tiefen. Und fiebert mit, wie sie sich einen Weg zurück ins Leben kämpft. Abschließend kann ich da nur sagen: Luise, du bist klasse! Auch Jacob ist ein sehr sympathischer und gut ausgearbeiteter Charakter, bei dem man ebenfalls gar nicht anders kann, als ihn ins Herz zu schließen. Auf den ersten Blick wirkt er ziemlich verschlossen und kalt. Er lässt keine Gefühle zu, besonders nicht im Bezug auf Mädchen. Seine Vergangenheit hat Spuren hinterlassen, die ihn bis heute zeichnen. Er taut über das Buch hinweg immer weiter auf und man bekommt einen Eindruck vom wahren Jacob. Er kämpft für die, die ihm am Herz liegen, und ist immer für sie da. Er ist jemand, bei dem man dankbar sein kann, ihn an seiner Seite zu wissen. Und dann wäre da noch Kristopher, den man zwar nicht mehr lebend erlebt, aber in seinen E-Mails und da werden seine Wesenszüge auch ganz deutlich. Er hat Humor und ist vor allem ein liebender Bruder und Sohn. Man bekommt durch die Nachrichten einen guten Eindruck davon, was seine Gründe für den Selbstmord sind und lernt ihr einfach besser kennen. Allein durch die Mails wurde er mir schon sympathisch! Die Geschichte ist doch recht außergewöhnlich dadurch, dass Luise Mails von ihrem toten Bruder erhält und so hebt sich das Buch auch nochmal von anderen ab. Der Spannungsverlauf wird durch verschiedene Elemente immer weiter gesteigert, sodass einem nie langweilig wird und man immer weiterlesen möchte. Man begleitet die beiden Protagonisten hier auf einer Achterbahn der Gefühle und auf ihrem Versuch, einen Weg zurück ins Leben zu finden. Dadurch dass ich die Protagonisten so ins Herz geschlossen hatte, habe ich richtig mit den beiden mitgefühlt und da bleibt das ein oder andere Tränchen auch nicht aus. Es wird unheimlich realistisch beschrieben, was Trauer mit einem machen kann, aber wie man es dennoch schaffen kann, nach vorne zu blicken. Und nicht nur mit einem selbst, sondern auch mit der Familie. Auch wie unterschiedlich Menschen mit einem solchen Trauerfall umgehen. Das Buch hat mich berührt, ergriffen und bewegt! Der Schreibstil ist ebenfalls wie von Anne Freytag gewohnt wieder toll! Sie bedient sich einer ausdrucksstarken Wortwahl und auch zwischen den Zeilen verbirgt sich etwas. Ich fand es auch super, dass das Buch aus der Perspektive beider Protagonisten erzählt wird, da es bei der Geschichte einfach besonders wichtig ist, einen Einblick in die Gefühlswelt beider zu bekommen. Fazit: Große Leseempfehlung! Dieses Buch hat mich berührt und bewegt! Bewertung: 5 von 5 Sternen Vielen Dank an Heyne fliegt und das Bloggerportal für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

Ein schöner Roman

Von: Amber144 Datum: 19. April 2018

Durch "Mein bester letzter Sommer", das mich sehr begeistert hat, musste auch dieses Buch bei mir einziehen. Das Cover ist wieder wunderschön gestaltet und hat mich sofort angesprochen. Am Anfang war für mich nicht ganz klar, was es mit der Geschichte zu tun hat, aber am Ende des Buchs ist mir klar geworden, dass das Cover besser hätte nicht sein können und perfekt passt. Der Schreibstil war wieder überragend gut und hat mich sofort in den Bann gezogen. Die Geschichte hat mir gut gefallen und ich konnte sehr gut mit den Personen mitfiebern. An manchen Punkten, gerade zum Ende hin, ging es mir mit der Handlung dann doch zu schnell und es war für mich nicht mehr alles nachvollziehbar. Leider hatte ich durch den vorherigen Roman sehr hohe Ansprüche, die nicht ganz erfüllt werden konnten. Das Buch ist wirklich gut geschrieben, aber wenn man "Mein bester letzter Sommer" gelesen hat, dann erwartet man fast das dieses Buch einen auch so begeistert. Auf jeden Fall eine Leseempfehlung, allerdings sollte man nicht mit zu hohen Erwartungen an das Buch gehen. Absolut verdiente 4 Sterne.

Tolles Buch!!!

Von: Viola Petersen Datum: 14. April 2018

Tief berührend!“ Shereen Schramm, Thalia-Buchhandlung Bad Oeynhausen Anne Freytag hat einen ganz besonderen Schreibstil, wie ich finde. "Mein bester letzter Sommer" von ihr ist mein absolutes Lieblingsbuch und auch dieses konnte mich wieder einmal umhauen. Ich hab gar keine richtigen Worte für diesen Roman, weil dieses Gefühl in jeder Zeile mir einfach die Sprache verschlagen hat. Dieser Roman platzt fast, so voll ist er mit Liebe. Ein Buch zum Verlieben! weniger Ich habe das Buch angefangen zu Lesen, gleich als ich es bekam. Ich habe nur 2 Tage benötigt und es war durchgelesen, da ich einfach gefesselt war von der Geschichte. Bei NICHT WEG UND NICHT DA handelt es sich um ein Jugendbuch welches sich um ein sechzehnjähriges Mädchen, das Luise heißt handelt und um das Schicksal in ihrem Leben. Luise musste in ihren jungen Leben schon einiges (durch) und erleben. Aber sie findet einen Weg, um damit klarzukommen. Das Buch ist sehr schön geschrieben, es war spannend, herzzerreißend und man wollte einfach nicht aufhören weiter zu lesen. Ich möchte einfach nicht zu viel verraten, aber ich kann es nur weiterempfehlen! Lest dieses Buch, ich war einfach nur begeistert und es war für mich persönlich viel zu schnell vorbei. Vielen Dank auch an die Autorin für dieses unglaublich tolles Buch ich hatte jedenfalls meine Freude daran.

Traurig Schön

Von: Melanie E. Datum: 12. April 2018

"Nicht weg und nicht da" ist ein weiteres Buch aus der Feder der Autorin Anne Freytag, welches ich sehr zu schätzen lernte. Es ist einerseits ein Buch über massives Trauern, aber auch ein Buch, welches über Neuanfänge berichten, die das Herz bewegen. Das Buch beinhaltet sehr viel Traurigkeit, dennoch eröffnet es uns als Leser_innen die Möglichkeiten des Abschied nehmen, den Rückzug aus der Gesellschaft und die Zeit, die es braucht, Wunden heilen zu lassen. es gibt viele unterschiedliche Möglichkeiten und das, was Luise erlebt ist hart und schonungslos dargestellt. Allerdings nicht so hart, dass es junge Leser_innen überfordert. Luises Bruder ist schwer manisch und seine dunklen Episoden mitunter schwer zu ertragen, dennoch ist er es, der Luise hilft ihren Weg ins Leben zu finden. Er wählt dazu eine außergewöhnliche Möglichkeit, die mich anfangs ein klein wenig gruselte. Trotzdem ist es für Luises Heilungsprozess sehr hilfreich. Natürlich ist auch Jacob einer der Auslöser, der Luises Welt auf den Kopf stellt, allerdings auf positive, schöne Weise. Mir hat sehr gefallen, wie Anne Freytag die Leben von Jacob und Luise gekonnt miteinander vermischt. Ich nehme ihr ab, dass es ihr nicht leicht gefallen ist, zwei Personen zu erschaffen, die schwer traumatisiert sind. Auch Jacob trägt sein Päckchen und muss lernen aufzustehen und weiterzumachen, auch wenn es wehtut. Er hat seine Wege gefunden, Luise wird ihre Wege finden müssen. Insgesamt ist dieser Roman wirklich lesenswert, obwohl ich ihn nicht weiterempfehlen würde an jemanden, der gerade einen schweren Verlust erlitten hat, womöglich durch Suizid, das wäre vielleicht fatal und schmerzlich. Trotzdem müssen solche Bücher geschrieben werden, damit aufgezeigt wird, dass auch nach großem Schmerz, dem Leben eine Chance gegeben werden muss. Ich wünsche allen Menschen an ihrer Seite, die unterstützen und stärken und die tiefe Trauer auffangen können. Luise ist anfangs alleine, da ihre Mutter es einfach nicht schafft sich um ihre Tochter zu kümmern. Sie wirkt dadurch eiskalt, aber dieses ändert sich im weiteren Verlauf der Story, was dann auch verständlich wird. Sehr gerne eine Leseempfehlung!

Eines meiner neuen Lieblingsbücher

Von: Mylittlebookpalace Datum: 11. April 2018

Handlung:Nach dem Tod ihres Bruders macht Luise einen radikalen Schnitt: Sie trennt sich von ihrem mausgrauen Ich und ihren Haaren. Übrig bleiben drei Millimeter und eine Mauer, hinter die niemand zu blicken vermag. Als Jacob und sie sich begegnen, ist er sofort fasziniert von ihr. Doch Luise hält Abstand. Bis sie an ihrem sechzehnten Geburtstag aus heiterem Himmel eine E-Mail von ihrem toten Bruder bekommt – es ist die erste von vielen. Mit diesen Nachrichten aus der Zwischenwelt und dem verschlossenen Jacob an ihrer Seite gelingt es Luise, inmitten dieser so aufwühlenden wie traurigen Zeit das Glitzern ihres Lebens zu entdecken … Orte: Das Buch spielt irgendwo in Deutschland in einer ganz normalen Stadt, die mir als Setting sehr gut gefallen hat, da alles relativ einfach gehalten wurde und eher eine stillere Stadt war. Die Orte haben sich gut an die Handlung angepasst und ich konnte mir durch die einfach gehaltene Stadt gut vorstellen, wie es dort aussieht. Gestaltung: Mich hat das Cover sofort angesprochen und auch die Kapitelgestaltung hat mir sehr gut gefallen, außerdem ist hinten noch die Playlist auf Spotify zu sehen, was ich ziemlich schön fand, da ich so während dem Lesen auch noch die Playlist dazu hören konnte. Nach dem Lesen finde ich das Cover noch schöner, da ich nun auch verstehe, warum es denn so aussieht, wie es aussieht. Personen: ich mochte die Personen so so gerne, die beiden Protagonisten Luise und Jacob haben so gut zu der Geschichte gepasst und auch die anderen Nebencharaktere haben der Geschichte etwas ganz besonderes dazu gegeben. Alle Charaktere hatten ihren eigenen inneren Konflikt, den ich im jeden Fall verstanden habe und ich konnte mit jeder Person derart mitfühlen, dass ich mindestens sieben mal angefangen habe zu weinen. Jeder Charakter hatte seine Tiefen und Höhen und ich konnte mich mit jedem identifizieren. Schreibstil: Mir hat der Schreibstil sehr sehr gut gefallen: alles war sehr detailliert und ausführlich beschrieben, vor allem die Beschreibungen von einzelnen Gefühlen hat sich sehr echt und authentisch angehört. Bei mir waren es vor allem die Dialoge und Briefe, die mich zum Weinen gebracht haben, da sie alles so so authentisch und echt waren, dass es sich so angefühlt hat, als wäre ich mit in der Geschichte. Geschichte: Mir hat auch die Geschichte einfach nur gefallen und sie hat mich so so überzeugt, dass ich hier am liebsten 20 Punkte geben würde. Trotz der 500 Seiten wurde es für mich nicht langweilig und es war immer die gewisse Spannung da. Ich musste das Buch mehrmals ablegen, um ein anderes zu lesen, da mir das Buch so emotional werden assen hat, dass ich einfach nicht weiter lesen konnte. Dieses Buch hat mich weinen lassen und das passiert nicht oft, vor allem nicht mehrmals in einem Buch. Ich habe wegen der traurigen Stimmung und der emotionalen Handlung durchgeweint. Fazit: Dieses Buch war das erste, welches ich von Anne Freytag gelesen u´habe und ich bin so begeistert, dass ich diese Autorin jetzt schon, als eine der Besten beschreiben könnte. Mir hat einfach jeder Aspekt an diesem Buch gefallen und ich habe gar keine Kritik an diesem Buch. Ich werde es mir irgendwann nochmal durchlesen, um die Geschichte von Luise, Jakob und Kristopher noch einmal zu lesen, obwohl ich sie wahrscheinlich gar nicht vergessen könnte. Ich gebe wohlverdiente 5 von 5 Sternen, doch am liebsten würde ich noch 30 mehr geben. Hier ein großes Danke an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Ein wertvolles Stück Literatur, das ich jedem empfehlen kann.

Von: miss mandrake Datum: 11. April 2018

Klappentext Den Anfang kannst du nicht ändern, das Ende schon 
Nach dem Tod ihres Bruders macht Luise einen radikalen Schnitt: Sie trennt sich von ihrem mausgrauen Ich und ihren Haaren. Übrig bleiben drei Millimeter und eine Mauer, hinter die niemand zu blicken vermag. Als Jacob und sie sich begegnen, ist er sofort fasziniert von ihr. Doch Luise hält Abstand. Bis sie an ihrem sechzehnten Geburtstag aus heiterem Himmel eine E-Mail von ihrem toten Bruder bekommt – es ist die erste von vielen. Mit diesen Nachrichten aus der Zwischenwelt und dem verschlossenen Jacob an ihrer Seite gelingt es Luise, inmitten dieser so aufwühlenden wie traurigen Zeit das Glitzern ihres Lebens zu entdecken ... Inhalt Luise war in der Familie schon immer das Kind im Schatten, da ihr großer Bruder fast die komplette Aufmerksamkeit für sich vereinnahmte. Er litt an einer bipolaren Störung, hatte Stimmungsschwankungen und viele depressive Phasen, doch für Luise war Kristopher mehr als nur seine Krankheit, er war ihr Kosmos, ihr bester Freund. Nun ist Kristopher weg und zurück geblieben ist eine kleine Schwester im Schwebezustand zwischen Schuldgefühlen, dem Schmerz ihres Verlustes und ihrer Trauer. Doch plötzlich steht Jacob vor ihr und alles könnte sich ändern… wenn sie es zulässt. Meine Meinung Es ist bereits mein drittes Buch von Anne Freytag und auch wenn es schon etwas her ist, dass ich „Der Mund voll ungesagter Dinge“ und „Mein bester letzter Sommer“ von ihr gelesen habe, erkennt man sofort ihren wahnsinnig tollen Schreibstil wieder. Für mich hat sie eine beeindruckende Ausdrucksweise um mit ihren Erzählungen die Waage zwischen Ernsthaftigkeit und Gefühl zu finden, ohne dabei jemals kitschig zu wirken. 
Und nach knapp 50 Seiten war es dann zum ersten Mal soweit: Die Tränen sind geflossen. Anne schafft es auf den knapp 500 Seiten so viele Emotionen zu stecken, dass meine Augen nicht nur einmal feucht wurden und selbst Menschen, die noch keinen geliebten Menschen verloren haben, können sich garantiert (wenn sie es denn zulassen und wollen) in die Gefühlswelt der verschiedenen Charaktere hineinversetzen. 
Es fällt einem so leicht die beiden Hauptprotagonisten ins Herz zu schließen und ich wollte mit jeder Faser meines Körpers vermeiden, dass das Buch überhaupt jemals endet. Die Entwicklungen, die Luise durchmacht, sind so real dargestellt und auch die sich langsam dahinschleichende Liebesgeschichte von ihr und Jacob haben den Roman zu einem Jahreshighlight werden lassen. 
Danke Anne Freytag, für die Worte, und die Themen, über die normalerweise geschwiegen wird. Fazit “Nicht weg und nicht da“ ist wertvolles Stück Literatur, das ich jedem empfehlen kann. Auch wenn es ein schwieriges Thema behandelt, liest es sich doch mit einer Leichtigkeit, dass man einfach nur begeistert zurückbleiben kann. Meine Erwartungen, die ich von vorne herein an das Buch hatte, wurden sogar noch übertroffen.

Ein wunderbarer Freytag!

Von: Writtenbetweenthelines Datum: 11. April 2018

Das Cover gefällt mir wirklich sehr! Der Stil der Zeichnungen ist total besonders und war für mich sofort ein Eyecatcher. Sehr schön finde ich auch, dass sich Details wie die kurzen Haare Luise wiederfinden lassen. Anne Freitags Schreibstil ermöglicht einen sehr einfachen und schnellen Einstieg in die Geschichte sowie einen wunderbaren Lesefluss. Wie auch in anderen ihrer Bücher, nutzt die Autorin eine sehr lebendige Sprache wenn auch etwas weniger bildlich. Dennoch hat sie es wieder geschafft, mich so in die Protagonistin hineinfühlen zu lassen, Hass ich an Gänsehaut und einigen Tränen nicht vorbei gekommen bin. Die Charaktere konnten mich mit ihrer Tiefe begeistern. Da man nie über sie auszuleren schien und sie so auch einen immer wieder aufs neue überraschen konnten, wirkten die Charaktere umso authentischer. Durch ihre Sprache hat Anne Freytag mir einen, trotz wechselnden Erzählern, ganz besonderen Zugang zur Gedankenwelt besonders von Luise, aber auch von Jacob gewährt. Ziemlich eindrucksvoll fand ich, dass beispielsweise der Freitod von Luises Bruder immer irgendwie anwesend war, aber wie Wellen mal weniger präsent und mal total übermächtig war. Fazit: Dieses Buch ist mir wahnsinnig unter die Haut gegangen und behandelt einige spannende Themen. Ich kann euch dieses Buch wirklich ans Herz legen und gebe dafür auch 5 Sterne

Worte können nicht ausdrücken, wie sehr mich diese Geschichte berührt hat!

Von: Katha von Buecher_Bewertungen1 Datum: 10. April 2018

Kathas Meinung Um ehrlich zu sein, habe ich dieses Buch bereits vor über einer Woche beendet, aber da mich diese Geschichte so sehr berührt hat, konnte ich nicht gleich eine Rezension schreiben. Dass ich ein großer Fan von Anne Freytag bin, lässt sich nicht leugnen. Das Buch Den Mund voll ungesagter Dinge war mein absolutes Lesehighlight 2017! Als ich mitbekommen habe, dass dieses Jahr ihr neues Buch erscheint, war für mich deswegen sofort klar, dass ich es lesen muss. Lange habe ich sehnsüchtig darauf gewartet und als es dann endlich in meinen Händen lag, habe ich auch sofort angefangen zu lesen. Ab der ersten Seite hatte mich diese Geschichte, und hat in mir ein Gefühlschaos angerichtet, denn sie ist sooo emotional, traurig, schön, hoffnungsvoll aber auch voller Liebe, das ich lange gebraucht habe, um all diese Gefühle zu verarbeiten. Ich habe mich sofort mit Luise verbunden gefühlt und hatte das Gefühl es passiert alles neben mir. Die Geschichte wird abwechselnd von Luisa und Jacob erzählt, deswegen konnte ich mich so gut in Beide, ihre ganze Gefühlswelt und auch all die Trauer, hineinversetzen, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Dieses Buch hat 480 Seiten und ich habe es innerhalb zwei Tagen einfach mal durchgesuchtet!! Als die Geschichte dann vorbei war, wollte ich gar nicht, dass sie vorbei ist. Die Geschichte ist so authentisch geschrieben, die Charakter sind perfekt ausgearbeitet und der Schreibstil von Anne Freytag hat mir auch hier wieder zu 10000% gefallen, weil er so echt ist. Deswegen kann ich mich nur wiederholen, es ist auch diesmal ein richtiges Meisterwerk. Luise ist gefangen in ihrer Trauer, denn sie hat ihren geliebten großen Bruder verloren. Nein, nicht wirklich verloren, er hat sich selbst das Leben genommen, weil er einfach nicht mehr aus seiner Dunkelheit entkommen konnte, und das als einzigen Ausweg gesehen hat. Und das, obwohl er ihr einziger Halt im Leben war. Ab da sieht sie nicht wirklich einen Sinn mehr in ihrem Leben, rasiert sich ihre Haare komplett ab und gibt sich auch die Schuld an seinem Tod gibt. Kristopher litt schon immer an einer bipolaren Störung, weswegen Luisa immer etwas im Schatten ihres Bruders gelebt hat. So drehte sich in der Familie alles um seine großen Stimmungsschwankungen. Auch für Luisa, für die Kristopher einfach alles war. Durch den Verlust, den sie nicht verkraftet, zieht sich Luisa immer mehr zurück und lässt niemanden an sich ran, weswegen sie auch in Therapie muss und das Geschehen zu verarbeiten. Genau dort bzw. vor der Praxis trifft sie auf Jacob, der gleich von ihr fasziniert ist und sie ihm seitdem nicht mehr aus dem Kopf geht. Jacob, der auch sehr still ist, und Luisa nähern sich in kleinen Schritten immer mehr an, und schweigen gemeinsam. Bis Luisa an ihrem Geburtstag eine Mail von ihrem verstorbenen Bruder bekommt, der ankündigt, dass weitere Mails mit Aufgaben für sie folgen werden. Doch kann Luisa diese bewältigen und kann sie jemals ihren Bruder loslassen? Jacob lebt zusammen mit seinem Bruder und ist eher ein sehr stiller und ruhiger Junge, der aufgrund seiner Vergangenheit keine Nähe von Frauen an sich ranlässt. Er ist sehr verschlossen und blüht dann auf, wenn es um das Thema Kochen geht. Als er Luisa kennenlernt, ändert sich etwas bei ihm, denn er entwickelt ihr gegenüber einen Beschützerinstinkt und möchte, dass es Luisa gut geht und ist fasziniert von ihr. Eine unglaublich emotionale Geschichte für mich, die Trauer und auch diese Unsicherheit die Luisa gespürt hat, haben mich umgehaut. Als auch noch die Mails von Kristopher kamen, musste ich jedes Mal weinen. Auch jetzt muss ich die Tränen zurückhalten, wenn ich daran denke. Denn, obwohl er Luisa verlassen hat, liebt er seine Schwester über alles und möchte nur das Beste für sie. Toll fand ich auch, dass Anne Freytag den Fokus doch viel auf das Thema Trauer gelegt hat, aber die Liebe nicht zu kurz geblieben ist. Natürlich ist der Freitod keine Lösung für die Probleme, und ist auch nach wie vor ein sehr heikles Thema. Doch ich finde, Anne Freytag hat diese Thematik sehr gut umgesetzt. Ich kann einfach nicht in Worten ausdrücken, was diese Geschichte für Gefühle in mir geweckt hat, aber ich kann jedem nur empfehlen das Buch zu lesen. Obwohl diese Geschichte so unendlich traurig scheint, ist sie doch auf der anderen Seite wundervoll und voller Liebe. Deswegen gibt es von mir ganz klar 5 von 5 Sternen.

Eine wundervolle Geschichte!

Von: Buchspinat Datum: 09. April 2018

Zum Inhalt: Seit ihr Bruder starb, ist in Luises Leben nichts mehr so wie es war. Ihr ganzes Leben scheint seinen Sinn verloren zu haben. Am Tag der Beerdigung rasiert sie sich die Haare ab, lässt sich piercen und versucht, ein Leben ohne Kristopher zu führen. Was nicht geht. Gleichzeitig mit dem Verlust ihrer Haarpracht, zieht Luise sich von allem zurück und errichtet eine Mauer um sich herum. Niemand scheint mehr an sie heranzukommen. Ihr Leben besteht aus Trauer und Vermissen. Eines Tages begegnet ihr Jacob. Jacob ist von Luise fasziniert. Das stille Mädchen mit den unendlich traurigen Augen zieht ihn an. Aber Luise braucht Zeit, bis sie sich traut, Jacob an sich ranzulassen. Als Luise am Morgen ihres 16. Geburtstags eine Email von ihrem toten Bruder erhält, wirft sie das aus der Bahn. Doch da ist Jacob, der ihr hilft, in ihrem neuen Leben ohne Kristopher wieder Fuß zu fassen und endlich sich selber zu finden…. Meine Meinung: Eigentlich könnte ich sie ganz kurz zusammenfassen: LEST DIESES BUCH! ES IST FANTASTISCH! Aber es ist nicht nur fantastisch und dann wäre diese Rezension auch viel zu kurz. Das Buch ist mehr. Es ist traurig. Es ist berührend. Es ist einfach wundervoll. Danke, liebe Anne Freytag für diese wundervolle Geschichte! Danke, dass ich Luise und Jacob kennenlernen durfte und sie mich ein Stück weit begleitet haben – oder ich sie. Je nachdem. Ich hatte in letzter Zeit oftmals eine Leseflaute. Mein Leben hat sich im letzten Jahr – wie auch das Leben von Luise um 180 Grad gedreht. Sich komplett geändert. Wenn auch aus anderen Gründen. Aber auch ich bin in dieses tiefe traurige Loch gefallen, in dem Luise sich nach dem Selbstmord ihres Bruders wiederfindet. Und so hat mich Luise schon auf den ersten Seiten mitten im Herz berührt. Ich hatte das Gefühl, verstanden zu werden. Luise zu verstehen. Schon da habe ich begonnen, die ersten Tränen zu vergießen. Und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Luise und aus der Sicht von Jacob erzählt. Beide haben keine leichte Zeit hinter sich. Luise ist so unfassbar traurig. So einsam. Ein Leben ohne Kristopher ist nicht vorstellbar. Anne Freytag gelingt es, Luises Gefühle in wunderbare Worte zu verpacken. Ich habe beim Lesen förmlich gespürt wie Luise fühlt. Wer sie ist. Was sie ausmacht. Jacob ist leise. Nachdenklich. Ein ernster Charakter. Und ein begnadeter Koch. Von Luise ist er fasziniert und aus dem ersten gemeinsamen Nachmittag wächst eine leise, stille Verbindung. Jacob ist es nicht gewohnt, wirklich Zeit mit einem Mädchen zu verbringen. Ein Mädchen an sich ran zu lassen. Doch mit Luise ist das anders. Luise gehört zu ihm. Das ist ihm fast sofort klar. Zwischen den beiden besteht eine Verbindung. Ob sie das wollen oder nicht. Doch bis sie Vertrauen fassen, bis sie sich eingestehen, dass sie zusammengehören, passieren eine Menge trauriger und wunderbarer Dinge. Luise schafft es, mit Hilfe von Jacob, sich selbst wiederzufinden – bzw. sich selbst neu zu finden. Ohne Kristopher. Und sich von ihm zu verabschieden. Und Jacob schafft es, wirklich Vertrauen zu einem Menschen zu fassen. Anne Freytag erzählt diese Geschichte in ihrer ganz eigenen Art. Ihr gelingt es, auf einfühlsame Weise den Leser die Trauer, den Zorn und die beginnende tiefe Verbindung spüren zu lassen. Tief im Herzen. Luises und Jacobs Gedanken und Gefühle sind authentisch erzählt, so dass man nicht mehr das Gefühl hat, ein unbeteiligter Zuschauer zu sein. Sondern ein Freund, der sie begleitet. Die Geschichte hat eine wundervolle Sprache, sie ist mit Liebe zum Detail geschrieben. Und ich liebe sie schon jetzt. Und kann sie Euch nur empfehlen. Natürlich mag ich Euch auch nicht meine Lieblingsstellen vorenthalten: Jacob: „Sei einfach so, wie Du immer bist. Das macht Menschen glücklich.“ – Seite 195 Kristopher: „Ich glaube, irgendetwas bleibt. Und dieses Etwas von mir ist immer bei Dir. Und das wird es immer sein.“ – Seite 205 „They tried to bury us. They didn't know we were seeds“ – Mexikanisches Sprichwort – Seite 473 FAZIT: Ein Buch, das die Seele streichelt und das Herz berührt. Unbedingte Leseempfehlung.

Traurig

Von: Silvio Krauter Datum: 09. April 2018

Mich hat das Buch sehr traurig gestimmt. Selbst die Autorin schreibt auf Seite 479: "Ich habe noch nie bei einem Buch so viel geweint." Das Buch ist packend und ergreifend geschrieben. Aber ich mag so tottraurige Bücher nicht. Wer aber so was mag, für den ist es genau das Richtige.

Ein neues Lieblingsbuch!

Von: Meike Datum: 08. April 2018

Beschreibung: Den Anfang kannst du nicht ändern, das Ende schon. Nach dem Tod ihres Bruders macht Luise einen radikalen Schnitt: Sie trennt sich von ihrem mausgrauen Ich und ihren Haaren. Übrig bleiben drei Millimeter und eine Mauer, hinter die niemand zu blicken vermag. Als Jacob und sie sich begegnen, ist er sofort fasziniert von ihr. Doch Luise hält Abstand. Bis sie an ihrem sechzehnten Geburtstag aus heiterem Himmel eine E-Mail von ihrem toten Bruder bekommt – es ist die erste von vielen. Mit diesen Nachrichten aus der Zwischenwelt und dem verschlossenen Jacob an ihrer Seite gelingt es Luise, inmitten dieser so aufwühlenden wie traurigen Zeit das Glitzern ihres Lebens zu entdecken. Meinung: Woaaaaah! Ich weiß selbst nicht wohin diese Rezension führt, wie ich mit Worten beschreiben soll was für ein Meisterwerk dieses Buch bzw. diese Geschichte ist. Anne Freytag hat mich letztes Jahr schon "Mit den Mund voll ungesagter Dinge" vollkommen begeistern können und mit "Nicht weg und nicht da" ist ihr ein weiterer wundervoller und dazu tiefgehender Jugendroman gelungen! Luise ist gebrochen, der Tod ihres Bruders ist ein harter Schicksalsschlag, der ihr Leben auf den Kopf stellt. Sie baut eine Wand um sich herum, die keiner durchdringen kann - bis Jacob kommt. Auch er ist eher der stille und schweigsame Typ und so kommen sich die beiden näher. Kann Luise überhaupt noch jemanden an sich heranlassen? Und was sollen die E-Mails, die ihr toter Bruder ihr plötzlich schickt? Jacob und Luises Geschichte ist dramatisch, berührend und unglaublich besonders. Beide haben etwas schlimmes in ihrem Leben erlebt und das Schicksal führt die beiden zusammen. Was mir in ihrer Beziehung vor allem gefallen hat ist, dass sie an keinem Punkt klischeehaft oder inszeniert ist. Wie die beiden miteinander umgehen, ihre Gespräche, ihr Schweigen - all das ist einzigartig, düster und nimmt den Leser vollkommen ein. 2 Tage habe ich für diese 480 Seiten gebraucht, ich wollte immer wissen wie es weitergeht und die Charaktere sind mir unglaublich ans Herz gewachsen. Manch einer wird jetzt denken "Oh Gott, ich hasse traurige Bücher" und ja okay in diesem Buch geht es viel um den Tod, aber sie ist mehr als das. Sie ist auf ihre Art und Weise auch schön und vor allem gefühlsvoll. Wir erleben wie sich zwei Menschen näher kommen, wie sie Rückschlage erleiden, wie sie einander aus einem Loch der Tiefe retten. Ich hatte durchgehend das Gefühl neben Luise zu stehen. Mit ihr zu weinen, zu lachen und mit ihr zu schreien - so verrückt es klingen mag, ich habe alles gefühlt was sie gefühlt hat und es war unglaublich intensiv. Anne Freytags Schreibstil hat mir ebenso gefallen, er ist ruhig, philosophisch und regt zum Nachdenken an. Seit letztem Jahr markiere ich gerne schöne Zitate in Büchern und bei dieser Story musste ich meine kleinen Klebezettel ständig hervorholen, weil gefühlt jeder Satz etwas besonderes an sich hatte. Hier mal ein kleines Beispiel: "Denk immer daran, Lise, man ist immer nur eine Entscheidung von einem völlig anderen Leben entfernt." - S.220 Suizid ist kein einfaches Thema und doch wurde es einfühlsam in die Geschichte eingearbeitet. Luise bekommt von ihrem toten Bruder Kristopher E-Mails mit bestimmten Aufgaben, was ich sehr schön fand und was die Geschichte noch ergreifender und berührender gemacht hat. Ich saß gestern Abend richtig sprachlos da, die Geschichte hat etwas in mir ausgelöst, etwas verändert und vor allem einen Ehrenplatz in meinem Herzen bekommen. Fazit: Ingesamt kann ich nur wiederholen, dass das Buch eine intensive, besondere und wundervolle Geschichte beinhaltet! Lest es - ihr werdet es nicht bereuen. Kristopher, Luise und Jacob werden für immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben. Definitiv ein neues Lieblingsbuch! Danke an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar und Danke an Anne Freytag für diese Geschichte :) Ich vergebe sehr sehr gerne 5 von 5 Sterne.

Geht unter die Haut und lässt einen nicht mehr los!

Von: justmiaslife Datum: 07. April 2018

Wisst ihr woran ich merke, dass ich das richtige Buch lese? Wenn ich mich an schlechten Tagen aus der Realität in die Geschichte zurückziehen kann und dir die Charaktere auf eine unerklärliche Weise helfen können, wieder aufzustehen und weiterzumachen. Manchmal ist es schwer zu warten, es gibt Momente da möchte man alles hinter sich lassen, aber es ist viel schlimmer etwas zu bedauern, wenn man kurz vor dem Ziel einen Rückzieher macht. Und wenn man die richtigen Menschen an seiner Seite hat, dann wird auch jede dunkle Phase vorüberziehen. Ich muss zugeben, dass ich „Nicht weg und nicht da“ von Anne Freytag genau das war, was ich in den letzten Tagen gebraucht habe. Obwohl mich die Thematik persönlich schon sehr angesprochen hat, hätte ich niemals damit gerechnet, dass diese Geschichte so dermaßen viel in mir auslöst und zu meinem Anker wird. Immer wenn ich das Buch zur Hand genommen habe, konnte ich schon direkt bei der ersten Zeile wieder an diesen Ort voller Hoffnung zurückkehren. Meiner Meinung nach kann eine Rezension diesem Buch nicht gerecht werden, da es schlichtweg keine Worte gibt, um zu beschreiben, was ich während des Lesens gefühlt habe. Anne Freytag schreibt kurz und zackig. Aber trotzdem so wortgewandt und auf den Punkt, sodass mich diese Ehrlichkeit fassungslos gemacht hat. Ich hatte Gänsehaut, konnte an manchen Textstellen die Tränen nicht mehr zurückhalten und vor allen Dingen musste ich es mehrmals wieder die Geschichte pausieren – um meine Gefühle zu verarbeiten und die Handlungen zu verstehen. Die Playlist zum Buch habe ich die ganze Zeit während des Lesens gehört. nicht nur weil die Lieder immer in der Story präsent waren und sie auch genau meinem Musikgeschmack versprachen; sie waren wirklich gut ausgewählt und haben die Emotionen und die Stimmung auch besser rübergebracht. Ich habe noch nie ein Buch gelesen, wo jemand so ehrlich über das Thema Selbstmord geschrieben hat, denn in „Nicht weg und nicht da“ werden Kristophers Handlungen nicht verschönigt – nein, alles war echt und tat so weh, als würde ihn persönlich kennen und ihn mit Luise zusammen verlieren. Auf der einen Seite will man seine Taten nicht verstehen, denn seine Handlungen waren selbstsüchtig und naiv, aber auf der anderen Seite war einem als Leser bewusst, dass er genau wusste mit welchen Problemen er seine Familie zurückgelassen hatte. Anne Freytag hat einen Weg gefunden diesem verzweifelten Menschen eine Stimme zu geben und ihn zum Sympathieträger der Handlung zu machen. Ich fand es manchmal echt erschreckend, wie viel Ähnlichkeiten ich doch mit ihm hatte, nicht auf Grund seiner todessehnsüchtigen Gedanken, doch aufgrund seiner Macken und dem Menschen, der er abseits seiner Krankheit war. Dass die Geschichte sich das ganze Buch über mit Trauerbewältigung beschäftigt, hat mir besonders gut gefallen. Anne Freytag zeigt, dass nicht alle Wunden sofort heilen und uns die Narben ein Leben lang begleiten. Die Liebesgeschichte war auch nach dem Muster aufgebaut. In vielen Büchern ist es so, dass sobald sich die Protagonisten treffen, ihre Probleme sich aufgrund ihrer Anziehungskraft in Luft auflösen. Hier ist es anders. Luise’s Depressionen verschwinden nicht, als Jakob und sie sich kennenlernen – er hilft ihr lediglich dabei, die schönen Seiten des Lebens wieder kennenzulernen und das auf eine Weise, wie jeder Mensch von uns sich Zuneigung wünscht. Mehr möchte ich zu der Geschichte auch gar nicht sagen, denn ich finde man muss Luise & Jakob möglichst ohne viele Vorkenntnisse auf ihrer Reise begleiten. Eines steht aber fest: Egal was uns widerfahren ist, wir sollten den Mut nicht aufgeben, denn am Ende werden wir alle wieder einen strahlenden Regenbogen sehen können!

Einfach nur Wow💕

Von: Sonja/Shaaniel Datum: 04. April 2018

🌠🌠Rezensionsexemplar🌠🌠 -Bloggerportal Randomhouse - 🌠💜🌠Nicht weg und nicht da🌠💜🌠 Autorin: Anne Freytag Verlag: Heyne fliegt Preis: 16€, Gebundenes Buch mit Schutzumschlag Seiten: 480 Seiten ISBN: 978-3-453-27159-3 Alter: Ab 14 Jahren Erscheinungsdatum: 19.03.2018 5 Von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐⭐ 💜💜💜💜💜💜💜💜💜💜💜💜💜💜💜💜💜💜💜💜 Inhaltsangabe: Entnommen von: www.randomhouse.de Den Anfang kannst du nicht ändern, das Ende schon Nach dem Tod ihres Bruders macht Luise einen radikalen Schnitt: Sie trennt sich von ihrem mausgrauen Ich und ihren Haaren. Übrig bleiben drei Millimeter und eine Mauer, hinter die niemand zu blicken vermag. Als Jacob und sie sich begegnen, ist er sofort fasziniert von ihr. Doch Luise hält Abstand. Bis sie an ihrem sechzehnten Geburtstag aus heiterem Himmel eine E-Mail von ihrem toten Bruder bekommt – es ist die erste von vielen. Mit diesen Nachrichten aus der Zwischenwelt und dem verschlossenen Jacob an ihrer Seite gelingt es Luise, inmitten dieser so aufwühlenden wie traurigen Zeit das Glitzern ihres Lebens zu entdecken ... 🌠🌠🌠🌠🌠🌠🌠🌠🌠🌠🌠🌠🌠🌠🌠🌠🌠🌠🌠🌠 Weitere Informationen: https://www.randomhouse.de/Autor/Anne-Freytag/p573994.rhd 🌠 https://www.randomhouse.de/Buch/Nicht-weg-und-nicht-da/Anne-Freytag/Heyne-fliegt/e529588.rhd 🌠 https://www.randomhouse.de/Verlag/Heyne-fliegt/30700.rhd 🌠 http://annefreytag.de 🌠 https://www.lovelybooks.de/autor/Anne-Freytag/ 🌠 https://www.instagram.com/anne_freytag/ 🌠 https://www.instagram.com/heyne.verlag/ 🌠 https://www.facebook.com/anne.freytag.3 🌠 https://www.facebook.com/heyne.verlag/ 💜💜💜💜💜💜💜💜💜💜💜💜💜💜💜💜💜💜💜💜 Hey ihr Süßen💕 Ich habe gerade mein Erstes und ganz sicher nicht letztes Buch von Anne Freytag beendet und ich muss zu meiner Schande gestehen, ich kannte diese Autorin vorher noch überhaupt nicht😱. Warum auch immer, es gibt so unendlich viele Autoren und leider ist Anne Freytag, da bei mir vollkommen unter gegangen. Aber das wird ganz sicher nicht so bleiben! Ich habe mir "Nicht weg und nicht da", anhand des Covers ausgesucht, es sieht so wundervoll aus und da könnte ich einfach nicht wieder stehen. Dazu kam der Satz, der auf dem Klappentext steht. "Den Anfang kannst du nicht ändern-Das Ende schon!"... Mehr hätte ich nicht von dem Buch gelesen, denn ich wollte mich vollkommen überraschen lassen und was soll ich sagen, liebe Anne es ist dir mehr als gelungen, denn ich bin einfach nur hin und weg! Annes Schreibstil gefällt mir unheimlich gut, er ist einfach, leicht, poetisch und sowas von Emotionsgeladen, einfach nur wow! Ich hatte bei diesem Buch wirklich Tränen in meinen Augen, die Geschichte über Luise und ihren Bruder ist mir sehr nahe gegangen und da ich selbst an Psychischen Erkrankungen leiden, konnte ich Kristopher Gedanken und Handlungen, mehr als nachvollziehen. Anne schaft es einfach wirklich einem diese Familiengeschichte nahe zu bringen und das in einem Tempo, was keine Zeit zum Atmen list. In diesem Buch geht es um "Trauerbewältigung" und darum, was es heißt einen geliebten Menschen, durch Suizid zu verlieren. Es hat mich einfach nur umgehauen und um ehrlich zu sein fehlen mir schlicht weg die Worte, denn dieses Buch zerstört dich Emotional, auf eine Positive Seite und dazu lernt man wirklich unheimlich viel über das Leben und was es bedeutet zu Leben und Glücklich zu sein. Dazu kommen noch ein paar kleine Zeichnungen, wunderschöne Zeichnungen und als wäre das nicht genug gibt es auch noch eine Playlist, die das Buch und seine Protagonisten begleitet, diese würde von "Jacob" für Luise erstellt und ist einfach nur wundervoll. Jacob und Luise sind ein aussergewöhnliches Paar und wenn auch du wissen möchtest, wie Kristopher es schaft, sich aus dem Jenseits von Luise zu verabschieden, dann kann ich dir dieses Buch ganz klar empfehlen, aber Achtung es lässt dich nicht mehr los! Vielen Dank an den Verlag für dieses einzigartige Buch. Ganz lieben Gruß Sonja/Shaaniel

Wundervoll

Von: Bücherzauber Datum: 31. March 2018

Worum geht's? Nach dem Tod ihres Bruders macht Luise einen radikalen Schnitt: Sie trennt sich von ihrem mausgrauen Ich und ihren Haaren. Übrig bleiben drei Millimeter und eine Mauer, hinter die niemand zu blicken vermag. Als Jacob und sie sich begegnen, ist er sofort fasziniert von ihr. Doch Luise hält Abstand. Bis sie an ihrem sechzehnten Geburtstag aus heiterem Himmel eine E-Mail von ihrem toten Bruder bekommt – es ist die erste von vielen. Mit diesen Nachrichten aus der Zwischenwelt und dem verschlossenen Jacob an ihrer Seite gelingt es Luise, inmitten dieser so aufwühlenden wie traurigen Zeit das Glitzern ihres Lebens zu entdecken ... Meine Meinung Dies ist mein erstes Buch von Anne Freytag, auch wenn die anderen beiden Bücher von ihr (Mein bester letzter Sommer, Der Mund voller ungesagter Dinge) bereits seit einiger Zeit auf meiner Wunschliste stehen. Kurz gesagt, ich bin absolut begeistert. Angefangen bei der Aufmachung des ganzen Buches. Nicht nur das Cover mit den vielen kleinen süßen Sternen ist ein Hingucker, sondern auch die zwischen den Seiten findet man immer wieder kleine, wundervolle Illustrationen. Sogar die Innenseiten der Buchdeckel sind bedruckt: vorne eine Liste mit schönen Worten und hinten die Playlist mit den Liedern, die von Jacob und Luise im Laufe des Buches erwähnt werden. Mir gefällt, dass dieses Buch so viel mit Musik zu tun hat, auch wenn die Lieder nicht immer ganz meinen Geschmack getroffen haben. ;) Das Thema, das in diesem Buch behandelt wird, ist wirklich ernst. Gerade bei Selbstmord ist es schwer immer die richtigen, einfühlsamen Worte zu finden. Und doch hat Anne Freytag diese Aufgabe grandios gemeistert. Besonders interessiert hat mich auch dass zweite Thema in diesem Buch: biopolare Störung. Seitdem ich in meinen Lieblingsbuch (All die verdammt perfekten Tage von Jennifer Niven) zum ersten Mal davon gehört habe, würde ich am liebsten alles war mir dazu in die Hände fällt. Deswegen bin ich auch dankbar für dieses Buch. Fazit Durch die besondere Geschichte, die liebevollen Charaktere, die einfühlsamen Worte und die wunderschönen Illustrationen steht dieses Buch kurz davor, ein Lieblingsbuch zu werden. Zahlreiche Zeilen wurden unterstrichen und Seiten mit Klebezetteln versehen. Es wird bei weitem nicht das letzte Mal sein, dass ich dieses Buch in die Hand nehme.

Nicht weg und nicht da

Von: CBGB Datum: 27. March 2018

Die Geschichte von zwei Teenagern die beide auf ihre eigene Art nicht perfekt sind, und wie sie sich gemeinsam helfen sich ihren Problemen zustellen. Mal etwas anderes als, das ewige unscheinbares Teenie-Mädchen trifft Schwarm und alles ist toll. Ein Buch mit echter Handlung und echten Charakteren Ich fand das Buch sehr schön und auch der Erzählerstil ist sehr schön gewählt.

Einfach nur schön!

Von: Anni Datum: 25. March 2018

Ich habe das Buch angefangen zu Lesen, gleich als ich es bekam. Ich habe nur 2 Tage benötigt und es war durchgelesen, da ich einfach gefesselt war von der Geschichte. Bei NICHT WEG UND NICHT DA handelt es sich um ein Jugendbuch welches sich um ein sechzehnjähriges Mädchen, das Luise heißt handelt und um das Schicksal in ihrem Leben. Luise musste in ihren jungen Leben schon einiges (durch) und erleben. Aber sie findet einen Weg, um damit klarzukommen. Das Buch ist sehr schön geschrieben, es war spannend, herzzerreißend und man wollte einfach nicht aufhören weiter zu lesen. Ich möchte einfach nicht zu viel verraten, aber ich kann es nur weiterempfehlen! Lest dieses Buch, ich war einfach nur begeistert und es war für mich persönlich viel zu schnell vorbei. Vielen Dank auch an die Autorin für dieses unglaublich tolles Buch ich hatte jedenfalls meine Freude daran.

Ein Seelenbuch

Von: buecherherz Datum: 22. March 2018

„Ich danke euch für diese Geschichte. Und dafür, dass ich sie erzählen durfte.“, richtet Anne Freytag sich in ihrer Danksagung an die drei Hauptfiguren Luise, Jacob und Kristopher. Und genau das ist das Buch. Es geht nicht um aufregende Roadtrips, abgefahrene Dramen oder wilde Erfahrungen. Es geht um die Seelen dreier junger Menschen und wie sie mit ihrem innere Kaputtsein umgehen. Es ist quasi ein Seelenbuch. Thematisch und für den Leser. Denn es dauerte nicht lange und ich war das erste Mal in Tränen aufgelöst. Und ab da kam es immer mal wieder über mich. Ich wurde so oft berührt. Ich war so traurig. Ich war so glücklich. Die Geschichte bewegt sich räumlich nicht weit vom Fleck. Die meiste Zeit ist man an einem von drei Orten. Aber innerlich bewegen sich Luise und Jacob so sehr: heraus aus ihrer Komfortzone, hinein in ihre Abgründe, hin zu einem neuem Ich. Diese Entwicklungen und Gedankengänge zu verfolgen war mitreißend. Ich war sofort im Bann der Geschichte und der Figuren. Und deswegen ist passiert, was mir mittlerweile selten passiert. Ich las sogar draußen beim Gehen weiter. Ich konnte und wollte das Buch nicht weglegen. Natürlich bewegten sich Luise und Jacob aber nicht nur innerlich, sondern äußerlich - nämlich aufeinander zu. Diese langsame Annäherung war so schön zu beobachten. Zum einen, weil es aufgrund der Lebensumstände der beiden anders nicht recht gepasst hätte und zum anderen, weil es so eine Wohltat ist, mal keine sich Hals über Kopf verliebende und sofort das schönste Pärchen der Welt seiende Jugendliche zu haben. Da es hauptsächlich um das Innenleben von den beiden - mit ein bisschen Leben drum herum - geht, muss den Leser ja nicht nur die Story an sich anziehen, sondern auch die Figuren. Und bei mir taten sie das ganz klar. Mit Luise hat Anne Freytag ein ungewöhnliches Mädchen erschaffen und das im besten Sinne. Sie ist stark und stolz und klug und leidet dabei doch so sehr. Und diese Mischung wurde wirklich authentisch dargestellt. Man hätte Luise so zerschreiben können, dass die Figur zu einer Karikatur wird, aber das hat Anne Freytag nicht getan. Jacob ist dafür der Inbegriff des stillen, tiefgründigen, etwas dunklem Typen. Und damit ist er auch für den Leser immer interessant. Ich wollte immer sehen, was unter seiner Schale liegt. Das Einzige, was ich in dem Zusammenhang schade fand, war dieser schön häufiger beschriebene Umgang mit dem Tod. Die Nachrichten und Aufgaben aus dem Jenseits gab es auch schon in „P. S. Ich liebe dich“ von Cecelia Ahern oder „Für immer, Dein Dad“ von Lola Jaye. Gewissermaßen auch in „Morgen kommt ein neuer Himmel“ von Lori Nelson Spielman und bestimmt auch in anderen, die ich nicht kenne. Ich will das Anne Freytag nicht anlasten. Niemand der anderen Autoren hat diese Idee für sich gepachtet. Aber so ein ganz, ganz kleines bisschen ist da etwas Wehmut, dass Kristopher es nicht anders gemacht hat. Wie schon in den anderen Büchern ist auch die Aufmachung des Buches hervorzuheben. Den Kapiteln sind nicht nur kleine passende Bildchen vorangestellt, hinten im Buch ist auch wieder die Playlist aller Lieder, die im Buch eine Rolle spielen. Viele habe ich parallel zum Lesen, wenn sie erwähnt wurden, gestartet. Die meisten kannte ich - wie schon in den letzten Romanen - nicht, aber es waren wieder Perlen dabei. Vorne in der Klappe findet man handgeschriebene Wörter, deren Bedeutung man erst im Laufe des Buches wirklich versteht. Ich liebe es, wenn Bücher ein bisschen mehr als nur Buchstaben enthalten. Diese besonderen, schönen und ungewöhnlichen Wörter vorne im Buch stehen für mich aber auch stellvertretend für Anne Freytags Art zu erzählen. Sie schreibt so zart und auf eine unprätentiöse Art poetisch, dass es mir warm ums Herz geht. Auch das spielt mit hinein, dass ich nicht aufhören wollte zu lesen. Es ist einfach unglaublich unanstrengend, ihren Wörtern zu folgen, man fliegt so durch die Seiten und hat dabei schöne Bilder in den Kopf gesetzt bekommen. Es ist unfassbar schade. Ich habe das Buch an zwei Abenden beendet, dabei musste ich doch so lange etwas neues von Anne Freytag warten. Ich war so gern bei Jacob und Luise, hab sie begleitet und ihnen beim Wachsen zugesehen. Ich habe Tränen vergossen, mitgefiebert, mitgetrauert und mich mitgefreut. Es war alles, was ich von einem Buch erwarte und noch viel mehr.

Berührend, ehrlich & intensiv ...

Von: Sharon Baker Datum: 19. March 2018

Luise ist allein und versinkt immer tiefer in ihrer Trauer, um ihren verstorbenen Bruder, der sich selbst aus dem Leben geschlichen hat. Ihr Verlust ist so übermächtig, dass sie sich sogar ihre Haare abrasiert hat und zur Therapie gehen muss. Aber ihre Schutzwälle sind unüberwindlich und sie lässt niemanden an sich ran. Doch an einem Nachmittag nach der Therapie, wo sie fasst auf der Treppe zusammenbricht, ist ein junger Mann für sie da und kümmert sich. Jacob, der selber sehr still ist und Luise, nähern sich mit großem Abstand an. Schweigen gemeinsam. Bis zu dem einen Abend, als sie zu ihrem Geburtstag eine E-Mail von ihrem toten Bruder erhält und weitere, sollen folgen. Nachrichten aus der Zwischenwelt mit Aufgaben für Luise. Kann sie sich diesen Stellen? Wird Jacob sie begleiten? Und wird sie aus der Trauer, in ihr Leben zurückfinden? Ein neuer Jugendroman von Anne Freytag und wieder ein Thema, was keine leichte Kost ist. Aber da diese Autorin einfach absolut überzeugend über Gefühle schreiben kann, dass man diese selber mitfühlt, war ich sehr gespannt, wie sich Luise anfühlt. Ob ich diesmal die Dinge genauso miterlebe, verstehe und fühle, erzähle ich euch nun. Aber vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich ein bisschen vor dem Thema Angst hatte, weil ich immer noch finde, dass der Freitod kein Ausweg sein darf und so war ich doch ein bisschen widerwillig am Anfang. Luise war schon immer das Kind im Schatten, denn ihr großer Bruder vereinnahmte alle Aufmerksamkeit, denn er litt an einer bipolaren Störung, das bedeutet vereinfacht, dass er an großen Stimmungsschwankungen litt. So drehte sich alles in der Familie um Kristopher und seinem Tagesbefinden und ihr Bruder war Luises ganze Welt. Ihr kleiner Kosmos war komplett danach ausgerichtet, wie es ihrem Bruder ging und somit blieb bis auf eine Freundin, ihr Leben auf der Strecke und nun ist sie allein. Allein mit ihrem Schmerz, mit ihrem Verlust und der Angst, dass es wirklich wahr ist, dass es Kristopher nicht mehr gibt. So befindet sich Luise allein in diesem Schwebezustand und lässt keinen an sich ran. Der Psychologe macht keine Fortschritte und Luises Mutter findet immer neue Ausreden, um nicht nach Hause zu kommen, aber dann begegnet sie Jacob. Als sie fast im Treppenhaus zusammenbricht, ist er einfach da, still, aber da. So beginnen sich Luises Gedanken auf diesen jungen Mann hinzubewegen und setzten eine neue Entwicklung in Gang, aber nicht nur das bringt sie durcheinander, sondern die Mail ihres Bruders. Ihr Leben fährt Achterbahn und Luise weiß nicht, wie sie das bewältigen soll, außer an der Seite von Jacob. Jacob lebt mit seinem Bruder zusammen und ist ein ruhiger und stiller junger Mann. Ihn fällt Luise sofort ins Auge und das nicht nur wegen ihres kahlen Kopfes, es sind ihre Augen und diese wecken ein unglaubliches starkes Gefühl von Beschützen in ihm. Für Jacob eine völlig neue Erfahrung, da er doch ganz gern für sich ist, Stille bevorzugt und ungern jemanden an sich ran lässt. Er ist extrem verschlossen, außer es geht um seine Leidenschaft, dem kochen. Aber bei Luise schleicht sich das Gefühl von mehr unter und es wird immer stärker. Trotzdem merkt man schnell, dass auch Jacob eine Vorgeschichte hat, die ihn geprägt und noch nicht los gelassen hat. Zwei junge Menschen, die schon einen großen Einschnitt im Leben erfahren mussten, und versuchen damit umzugehen und großen Respekt an die Autorin für diese Gefühlsachterbahn, ihren Spezialgebiet. Dass mir das Thema Freitod so persönlich und eingehend präsentiert wird, hätte ich nicht erwartet. Die Beschreibungen der Gefühle von Luise sind so eingehen und unter die Haut fahrend, das Selbst mir beim Lesen ein Kloß im Hals hing und das habe ich selten. Der Leser verspürt einfach diese Fassungslosigkeit, die Wut, die Ohnmacht und einfach dieses überwältigende Ungerechtigkeitsgefühl der Welt gegenüber. Man kann einfach den Verstorbenen nicht verstehen, man will es einfach nicht und doch hat Anne Freytag einen Weg gefunden und diesem verzweifelten Menschen eine Stimme gegeben. Was mir auch extrem gut gefallen hat, ist, dass die Autorin bei dem Thema Trauer geblieben ist und dies durchweg und bis zum Schluss. Natürlich wäre es leicht gewesen, die Beziehung der beiden Hauptprotagonisten mehr ausschweifen zu lassen, aber ich fand die Dosis gut dosiert und wirklich ausreichend. Denn so schlimm der Tod ist, er gehört dazu und man darf ihn nicht einfach ausblenden und auf Liebe schalten. Wirklich überzeugend gemacht und so muss jeder einen Weg finden, wie Luise, um zu verarbeiten und zu verstehen und so ist ihr Weg mit ganz besonderer Unterstützung besetzt. Ich hätte nie gedacht, dass mir diese Geschichte so nahe geht und ich zum ersten Mal wirklich die andere Seite verstanden habe und sogar mitfühlen konnte. Unglaublich viel Gänsehaut liegt zwischen diesen Buchdeckeln. Es ist wieder ein absolut genial gelungener Freytag, tief berührend, einfühlsam und absolut überzeugend. Ich finde, die Autorin hat diese jungen Leute real und mit viel Liebe gezeichnet, ein Thema näher gebracht, was immer mehr Raum in unseren Alltag einnimmt und gezeigt, dass es vielleicht nicht immer eine Lösung gibt, aber ein Weg weiterzumachen. Für mich, ihr stärkstes Jugendbuch und ein absolutes Herzbuch.

Ein Meisterwerk!

Von: Lenny Datum: 19. March 2018

Wenn Anne Freytag ein neues Buch ankündigt, dann flippe ich aus - und da bin ich wohl nicht der einzige, denn sofort sieht man auf allen möglichen Blogs, wie die Betreiber sich das Buch auf ihre Wunschliste setzen. Ich war im letzten Jahr total begeistert von den Büchern "Mein bester letzter Sommer" und "Den Mund voll ungesagter Dinge" - besonders letzteres wird für mich immer ganz besonders sein, denn es war mein erstes Buch der Autorin und die Protagonistin hat für immer mein Herz gestohlen. Umso gespannter war ich dann also, wie die neue Geschichte sein wird. Ich erwartete einen philosophischen und sehr markanten Schreibstil (wenn man Anne liest, liest man Anne wirklich), gleichzeitig aber auch sehr viel Emotionen und ganz viel Tiefgründigkeit. Ob mir "Nicht weg und nicht da" genau das geboten hat, erfahrt ihr jetzt. Luise weiß nicht mehr wohin mit sich. Seitdem sich ihr großer Bruder umgebracht hat, wandelt sie völlig ziellos umher und findet einfach keinen Weg, ihr Leben wieder aufzunehmen - ein Leben, welches sie eigentlich immer im Schatten ihres Bruders geführt hat. Doch Luise trifft bald auf Jacob, der ihre ganze Welt verändert und ihr die Kraft gibt, wieder zurück ins Leben zu kommen. Luise wächst, doch genau in solchen Momenten hält das Leben die größten Überraschungen bereit und Luise muss es einerseits schaffen, ihre Vergangenheit zu bewältigen und andererseits versuche, in die Zukunft zu blicken. Ob sie das jemals schafft? Der Leser begleitet sie durch eine Geschichte, wie nur das Leben sie schreibt - oder eben Anne Freytag. Ich war vom ersten Moment total in der Situation drin. Anne schafft es, dass man sofort einen Bezug zu Luise herstellt und eine Art Beschützerinstikt entwickelt, denn die Protagonistin ist wirklich vom Leben gezeichnet und steht mit dem Rücken an der Wand. Deshalb wollte ich sie auch ab dem ersten Moment fest in meine Arme schließen und ihr am liebsten sofort zur Hand gehen und ihr sagen, dass alles besser wird. Diese rasche Verbindung, die ich da aufgebaut habe, ist wirklich sehr selten, normalerweise brauche ich immer etwas, bis ich mit Figuren so eng bin. Doch die Autorin schafft es ab dem ersten Moment die Situation so glaubhaft und eindringlich zu beschreiben, dass man gar nicht anders kann als sich zu verlieben - in die Figur, ihren Charakter und ihre Art. Schön fand ich dabei, wie mit dem Thema Selbstmord umgegangen wird. Ich hatte das Gefühl, eine Geschichte zu lesen, die genau so stattfinden hätte können. Nichts war beschönigt oder gar zensiert, alles war echt und tat so weh, als ob es wirklich gerade passiert wäre. Genau aufgrund dieses Aspekts bin ich von der Autorin so begeistert und genau deshalb habe ich mich sofort in die Geschichte verliebt. Kristopoher war nicht nur Luises Bruder, sondern wurde im Lauf der Geschichte auch zu meinem und jede Nachricht von ihm, jede Erinnerung an ihn und jede Situation mit ihm tat mir im Herzen weh und führte wohl auch zu einigen Tränen, die ich während des Lesens verdrücken musste. Vom Stil her ist es Anne Freytag at her best! "Nicht weg und nicht da" zeigt wieder ihren sehr philosophischen und scheinbar leichten Schreibstil, der aber aufgrund dieser Simplizität erst recht beeindruckt und sofort in einen übergeht. Die kurzen Kapitel führten dazu, dass die Geschichte nur so verflog und ich tatsächlich ganz oft das Buch aus den Händen gelegt habe - nicht, weil es nicht spannend war, sondern weil ich nicht so schnell damit durch sein wollte. Ich hänge einfach and den Lippen dieser Frau und sauge jede ihrer Geschichten auf wie ein Schwamm. Das führt dazu, dass ich die Geschichte nicht nur lese, sondern in ihr lebe und die Figuren nicht als Buchfiguren sehen, sondern als Freunde und Bekannte, mit denen ich gerade etwas erlebe. So eine Intimität zwischen mir als Leser und den Figuren gibt es wirklich nicht allzu oft und ist eine Sache, die ich an Annes Geschichten sehr schätze. Was will ich mit objektiven Kriterien bewerten, wenn Anne Freytags Geschichten bei mir nicht durch den Kopf gehen, sondern durchs Herz: Ich liebe die Art, wie die Autorin Figuren skizziert, wie sie Geschichten erzählt und wie sie es jedes Mal aufs Neue schafft, echte Geschichten einzufangen und sie aufs Papier zu bringen. Geschichten, die nicht nur unterhaltend und laut sind, sondern eben oft auch ganz klein und leise - im positivsten Sinne! Für mich ist Anne Freytag eine Ausnahmeautorin, die ihr ganzes Herz in ihre Geschichten steckt und genau das lese ich in jeder Zeile heraus. Liebe Anne, Gratulation! Du hast ein weiteres Meisterwerk kreiert, dass tausende von Menschen berühren und bestimmt in ganz vielen Herzen einen besonderen Platz ergattern wird. Luise wird mit Liebe zugeschüttet und Kristopher wird der Bruder sein, den man schmerzlich vermisst. Deine Art Geschichten zu erzählen ist unglaublich und ich hoffe inständig, dass wir noch ganz viel von dir lesen werden. Danke. Für deine Art. Für deine Geschichte. Und für Luise. P. S.: Jetzt ratet doch mal, wie viel Sterne ich vergebe? Natürlich, genau, 1 Stern. Quatsch! Könnte ich 1 Millionen Sterne vergeben, wären es noch zu wenig. Ich liebe dieses Buch. Mit Haut und Haar und vom ganzen Herzen. Luise, Kristopher und Jacob - DANKE!