Katherine Webb

Die Frauen am Fluss

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England 1922: Zuerst stellt die Ankunft der Londonerin Irene die Ordnung des idyllischen Dorfes Slaughterford auf eine harte Probe. Kurz darauf geschieht ein brutaler Mord. Der Tote ist ein angesehener Gutsherr – und Irenes Mann. Gemeinsam mit dem Stallmädchen Pudding begibt sich Irene auf die Suche nach der Wahrheit. Die Spuren führen das ungleiche Paar tief in die angrenzenden Wälder und zu einer Liebe, die nicht sein durfte und ein ganzes Dorf voller Schuld zurückließ.

Ein Roman um Mord und Liebe

Von: Annette Traks Datum: 25. October 2019

Slaughterford ist ein kleines Dorf in der englischen Grafschaft Wiltshire. Als der dort lebende, allseits beliebte Papiermühlenbesitzer und Gutsherr Alistair Hadleigh (39) 1922 die 15 Jahre jüngere Irene heiratet, hat diese es schwer, sich einzuleben: Sie stammt aus der Londoner Highsociety, ist dort aber wegen der leidenschaftlichen Affaire zu einem verheirateten Mann in Ungnade gefallen. Besonders unter Nancy, der im gleichen Haus lebenden Tante ihres Mannes, hat die junge Frau sehr zu leiden. Als Alistair eines Tages brutal ermordet in seinem Büro gefunden wird, verdächtigt und verhaftet man einen jungen Mann, der mit einer schweren Kopfverletzung aus dem Krieg heimgekehrt ist. Doch dessen Schwester Pudding, Stallmädchen auf dem Hadleigh-Hof, und später auch Irene glauben nicht an seine Täterschaft und wollen gemeinsam die Wahrheit herausfinden. Als Pudding von einem Mord liest, der 50 Jahre zuvor am gleichen Ort auf die gleiche Weise verübt wurde, glauben die Frauen nicht an einen Zufall und beginnen, nach Zusammenhängen zu forschen. Sie erfahren schließlich von einer verbotenen Liebe, durch die einige Dorfbewohner damals Schuld auf sich geladen haben. Resümee: Wie der Titel erwarten lässt, geht es in diesem Roman in erster Linie um Frauen, die in dem Dörfchen Slaughterford am Fluss By Brook wohnen: • Die 24-jährige Irene ist in der feinen Londoner Gesellschaft wegen der Affaire zu einem verheirateten Mann in Ungnade gefallen. Alistair Hadleigh jedoch liebt und heiratet sie – auch wenn diese Liebe einseitig ist. In seinem Dorf Slaughterford ist der Gutsherr und Papiermühlenbesitzer sehr angesehen; doch Irene sucht und bekommt keinen Kontakt zu den Bewohnern. Sie ist unglücklich und trauert ihrer verlorenen Liebe nach. - Im Laufe der Handlung entwickelt sie sich jedoch zu einer jungen Frau, die ihr Leben selbstbewusst in die Hand nimmt. • Das Stallmädchen Pudding ist zwar erst knapp 16 Jahre alt, jedoch anpackend, energisch und willensstark – anfangs genau das Gegenteil von Irene. Sie setzt sich für ihre Familie und Überzeugungen ein und kämpft für ihren Bruder, an dessen Unschuld sie fest glaubt. Obwohl aus ganz unterschiedlichen sozialen Verhältnissen kommend, freunden sich Irene und Pudding durch die gemeinsame Aufgabe an, nach dem wahren Mörder von Alistair Hadleigh zu suchen. • Nancy ist Alistairs Tante, die ihn großgezogen hat, und auf dem gleichen Hof lebt. Mit seiner Heirat ist sie überhaupt nicht einverstanden, und Irene, die erkennbar ihrer verlorenen Liebe nachtrauert und ihrem Ehemann keine tieferen Gefühle entgegenbringt, ist ihr ein Dorn im Auge. • Auch die Frauen der Familie Tanner, die einer niedrigen sozialen Schicht angehören und von den Dorfbewohnern gemieden werden, spielen in diesem Roman eine Rolle, besonders die alte Ma Tanner, die seherische Fähigkeiten hat. • Die junge, stumme Clemmie scheint zunächst nicht 100%-ig in die Handlung zu passen, steht ein wenig am Rand – zum Schluss gibt es dafür jedoch eine überraschende Erklärung. Sie glaubt, in Eli Tanner die große Liebe gefunden zu haben. Als sie schwanger wird, schwört er, alles zu tun, damit sie eine glückliche Familie werden. Doch die Liebe ist großen Belastungen ausgesetzt. Alle weiblichen Charaktere sind fundiert herausgearbeitet, während die männlichen im Vergleich dazu recht blass bleiben – dem Titel entsprechend konsequenterweise. Grundlage der Handlung ist der Mord an Alistair Hadleigh, thematisch geht es dabei nicht nur um die Aufklärung der Tat sowie um die verschiedenen Frauen-Charaktere und ihre Entwicklung, sondern auch um unterschiedliche Arten von Liebe: heimliche, verbotene, unerfüllte, einseitige, obsessive und Geschwisterliebe. Der Roman lässt sich im ersten Drittel ziemlich zäh an, da zunächst alle Protagonisten, ihre Familienverhältnisse und die Umgebung, in der sie leben, vorgestellt werden. Dann jedoch kommt Bewegung in die Handlung, die sich in verschiedenen Strängen um die weiblichen Hauptpersonen rankt. Der Schluss schließlich ist sehr ungewöhnlich und überraschend.

Gute Idee mit etwas schwachen Figuren

Von: Sarahs Bücherregal Datum: 03. June 2018

England 1922: Irene flieht nach einer gescheiterten Affäre aus London in die Ehe mit Alistair und in den kleinen Ort Slaughterford. Dort lebt sie sich nur schwer ein, doch als ihr Ehemann brutal ermordet wird, sieht sie sich gezwungen, sich mit dem Dörfchen auseinanderzusetzen. Gemeinsam mit dem Stallmädchen Pudding, deren Bruder des Mordes verdächtigt wird, macht sie sich auf die Suche nach dem wahren Täter – und wühlt so auch die Vergangenheit vieler Dorfbewohner auf. „Die Frauen am Fluss“ ist der neueste Roman der Erfolgsautorin Katherine Webb und meiner Meinung nach leider einer der schwächeren. Zwar ist die Geschichte an sich spannend, die Figuren waren mir jedoch zu flach und einfach nicht gut genug beschrieben, um sich mit ihnen identifizieren zu können. So blieb das Gefühl, völlig in die Geschichte eintauchen zu können und mitgerissen zu werden, leider aus. Die Auflösung fand ich zwar sehr überraschend, aber auch schwierig, denn man muss am Ende vieles einfach hinnehmen, was nicht mehr logisch erscheint. Mir persönlich war die ganze Geschichte mit diesem Schluss zu künstlich und nicht glaubwürdig. Die Figur der Irene hätte wahrscheinlich viel zu berichten und ihre Auseinandersetzungen mit Alistairs Tante Nancy hätten viel Potential geboten, um die Charaktere ausführlich darzustellen, doch die Chance hat die Autorin leider nicht genutzt. Viel zu oft enden die Dispute damit, dass eine Person nach wenigen Worten den Raum verlässt, ohne dass viel deutlich geworden ist. Katherine Webbs Roman „Die Frauen am Fluss“ hat mir von der Idee und der Handlung ganz gut gefallen, die Charakterisierungen des Figuren ist aber auf der Strecke geblieben, dadurch konnte der Roman mich nicht so mitreißen wie andere Romane der Autorin. Sehr empfehlen kann ich allen Lesern den Roman „Das Versprechen der Wüste“, ein großartiges Buch mit starken Frauenfiguren.

Was geschah wirklich unten am Fluss?

Von: nicigirl85 Datum: 11. June 2019

Die Autorin konnte mich mit "Das Versprechen der Wüste" so sehr fesseln, dass ich einen weiteren Roman von ihr lesen wollte. In der Geschichte geht es um Irene, die nach einem Skandal in London einen Mann heiratet, den sie nicht liebt. Als dieser plötzlich grausam ermordet wird, bricht ihre Welt beinahe zusammen. Wird sie den wahren Mörder ihres Mannes finden? Zunächst einmal muss ich gestehen, dass mir der Einstieg in die Handlung recht schwer fiel. Es werden diverse Figuren eingeführt, die man nicht gleich alle miteinander in Einklang bringen kann, was mich zu Beginn etwas überfordert hat. Zudem beschrieb mir Frau Webb vieles zu detailverliebt, so dass man gar nicht das Gefühl hatte in der Geschichte voran zu kommen. Meine Lieblingsfigur ist ganz klar Pudding, auch wenn ich ihren Spitznamen fürchterlich finde. Ihr Einsatz für ihren Bruder und der unbändige Wille Gerechtigkeit zu bekommen, hat mich sehr für sie eingenommen. Zudem hilft sie Irene in der für sie gänzlich neuen Welt zurechtzukommen. Am Anfang fand ich Irene recht komisch, aber je mehr man sie kennenlernt, desto besser versteht man auch warum sie so agiert. Ich fand es schön zu sehen wie sie sich immer mehr an Slaughterford und die Menschen dort gewöhnt. Eine besondere Figur war für mich zudem Puddings Bruder Donny. Es war grausam zu lesen was der Krieg aus ihm gemacht hat. Und dennoch ist er einer der wenigen, der überlebt hat und der versucht dennoch das Beste aus der Situation zu machen. Ab der Mitte des Buches geht es dann auch endlich ans Ermitteln und es wird richtig spannend. Die Auflösung des Falls hat mich anfangs verwirrt, bis mir klar wurde, dass die Autorin den Leser während der gesamten Handlung ein wenig hinters Licht geführt hat. Es endet dann aber alles sehr schlüssig und nachvollziehbar. Keine Frage bleibt offen und man ist doch recht geschockt von der Entwicklung. Fazit: Wer die ersten zweihundert Seiten durchhält, wird danach mit einem spannenden Fall belohnt. Ich kann aber nur bedingt eine Leseempfehlung aussprechen, da es mir persönlich etwas zu lang gedauert hat, eh die Handlung richtig Fahrt aufnimmt.

Spannend historisch gut

Von: Bücherliebe Datum: 25. January 2019

Die Frauen am Fluss von Katherine Webb England, 1922. Zuerst stellt die Ankunft der Londonerin Irene die Ordnung des idyllischen Dorfes Slaughterford auf eine harte Probe. Kurz darauf geschieht ein brutaler Mord. Der Tote ist ein angesehener Gutsherr – und Irenes Mann. Gemeinsam mit dem Stallmädchen Pudding begibt sich Irene auf die Suche nach der Wahrheit. Die Spuren führen das ungleiche Paar tief in die angrenzenden Wälder und zu einer Liebe, die nicht sein durfte und ein ganzes Dorf schuldig werden ließ. Der Prolog dieser Neuerscheinung aus der Feder von Katherine Webb erzählt von einem Mord im Jahre 1922, der die Gemüter der Landbevölkerung im idyllischen Slaughterford erschüttert. Erst nach und nach, in behutsamen Rückblenden, werden Motive und Hintergründe dieses Ereignis beleuchtet und dem Leser die Verbindung dieser schrecklichen Tat zur Gegenwart offenbart. Dieses Buch liest sich sehr schön und leicht und man bleibt gerne dran. Die verschiedenen Frauenschicksale zeigen die gesellschaftliche Ordnung des damaligen Englands auf, die Normen und herrschenden Vorurteile. Beim Lesen stellt man zwangsläufig fest, wie hoch die (Mit-)Schuld der Gesellschaft an gewissen Dingen zu bewerten ist. Abwechselnd wird aus den Perspektiven der Protagonistinnen berichtet, so ist man immer nah dran an ihren Gedanken und Empfindungen, man fühlt und leidet mit. Und man ermittelt mit, denn die Suche nach dem Mörder wird zu einem zentralen Punkt in der Handlung. Die Handlung bietet einige Überraschungen und Wendungen. Auch die Auflösung ist nicht vorhersehbar. Jedoch hat die Geschichte immer wieder einige Längen und ist nicht so spannend, wie es der Klappentext suggeriert. Dennoch verdiente 4 von 5 Herzen

Ein historischer Krimi mit mega Plottwist

Von: Juliane - I AM JANE Datum: 27. December 2018

Es fällt mir SO schwer, in dieser Rezension nicht genau das zu schreiben, was mich bei diesem Buch am meisten beschäftigt. Denn es wäre ein Spoiler – das, was das Buch ausmacht und für mich zu einem Highlight macht. Ein richtig guter Plottwist! Dabei beginnt der Roman recht ruhig und nach einem bekannten Schema von historischen Familiengeschichten. Wir lernen verschiedene Personen kennen, dadurch, dass sie aus ihrer Sicht die aktuelle Situation beschreiben. Ich mochte dort schon die verschiedenen Arten von Personen. Die Städterin Irene, die stumme Clemmie und die eigensinnige Pudding (ja, die arme wird wegen ihrer Figur so genannt). Die drei Frauen könnten unterschiedlicher nicht sein. Gerade mit Irene konnte ich mich durch ihre melancholische und leicht verzweifelte Art identifizieren. Ihr Heimweh, die Scheu mit den Dorfbewohnern zu sprechen. Die Verwirrung über ihre Gefühle. Auch Pudding mochte ich, wobei mir ihre resolute Art manchmal etwas zu fremd erschien. Sie hatte zwar mein Mitleid für ihre Situation, doch konnte ich ihre Handlungen nicht nachvollziehen. Und dann gab es Clemmie, die nicht spricht. Man erfährt nicht, warum sie nicht sprechen kann. Dafür erfahren wir viel über ihre Gedankenwelt, die teilweise etwas sonderbar war. Mit ihr wurde ich nicht sonderlich warm – auch wenn ihr Erzählteil meist am interessantesten war. Das Buch zählt als historischer Roman, doch ist das zentrale Thema ein Kriminalfall. Dass ein Mord passiert hatte ich beim Lesen völlig vergessen, ich folgte Irene bei ihren täglichen Problemen in den Dorf. Als es dann geschah, war ich ziemlich überrascht. Vor allem bei der Wahl des Opfers. Ich glaube das ist auch das, was die die Spannung ausmacht. Die Suche nach dem Motiv. Denn so viele hätten die Wut eines Mörders viel mehr verdient? Nachdem Pudding beginnt zu ermitteln, gibt es in dem Buch einen kleinen Hänger und es zog sich. Wieder berichten die Figuren aus ihrem Alltag. Eine Liebesgeschichte bahnt sich an, der ich irgendwie nicht über den Weg traute. Ich weiß auch nicht, irgendwie schien sie mir unwirklich und ich dachte, es steckt mehr dahinter. Dann kam mein Highlight: Ein so wunderbar überraschender und VÖLLIG unerwarteter Plottwist. Ich hatte natürlich wieder selbst einige Theorien, aber diese erwischte mich kalt. UND ES PASST SO GUT! Wirklich, das Buch wird von einer 08 / 15 historischen Geschichte zu einem vielschichtigen historischen Krimi. Mich juckt es in den Fingern, das Buch noch einmal zu lesen und Ausschau nach Hinweisen zu erhalten. Sollten welche versteckt sein? Da diese gerade mal mein zweiter Roman von Katherine Webb war, gibt es für mich zum Glück noch viel von ihr zu erkunden. Ich bin gespannt auf viele weitere Lesehighlights! Fazit: “Die Frauen am Fluss” entpuppte sich für mich als historischer Krimi, der nach einigen Längen in dem Mittelteil einen so überraschenden Plottwist bereithielt. Wow! Im letzten Drittel hing ich nur so an den Seiten und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Plus: Starke Frauen in den Hauptrollen, die ihr Leben selbstbestimmt in die Hand nehmen.

Die Frauen am Fluss

Von: Moonshinegirl83 Datum: 12. December 2018

Irene gibt ihr Leben in London auf, da sie Alistaire Hadlight wohnhaft in der Grafschaft Wird hier heiratet. Diese ist Teil des Dorfes Slaughterford, weit weg von ihrem Leben in London findet Irene das Stallmädchen Pudding als ihre neue Freundin und Vertraute. Im Verlauf der Zeit geschehen merkwürdige Dinge auf dem Anwesen der Grafschaft und so findet Irene eines Morgens ihren Mann tot geschlagen in der Mühle der Grafschaft auf. Zur gleichen Zeit taucht der schwer traumatisierte Bruder ihrer Freundin Pudding auf, der als Soldat im 2. Weltkrieg als Soldat aktiv war, nun wird dieser des Mordes und Totschlags verdächtig. Irene und Pudding machen sich auf eigene Faust daran, diesen Mordfall aufzuklären. Meine Meinung zum Buch: Dieser historische Roman liest sich zum einen wie eine spannende Liebesgeschichte, die zum einen nicht sein soll, auf der anderen Seite zur Haupthandlung wird. Auf der anderen Seite verbirgt die Frauen am Fluss einen Krimi über Verdächtigungen und Mord in sich. Wenn man das Buch anfängt zu lesen, zieht es einen in seinen Bann und es fällt schwer es wieder aus der Hand zu legen, da man unbedingt wissen möchte wie es weitergeht. Für mich ist es immer wieder faszinierend wie Katherine Webb den Leser sehr realistisch in Ihre Geschichten aus dem Leben im England des Jahres 1922 eintauchen lässt.

Mitreißend!

Von: Leni Datum: 29. October 2018

Als ich mit dem Lesen fertig war habe ich eine Meinung zu dem Buch gelesen, in der stand, dass die Leserin den Mörder schon nach der Hälfte des Buches kannte. Was soll ich sagen? Ich kannte ihn auch, aber ich hatte keine Ahnung, dass er derjenige sein sollte, der der Mörder ist. Mich hat das Ende wirklich plötzlich getroffen und bis dahin war ich ja mal sowas von auf der falschen Fährte! Schon alleine deswegen möchte ich euch das Buch gerne ans Herz legen. Aber auch sonst hat es mir sehr gut gefallen, ein lockerer Schreibstil, der sich leicht lesen lässt und dazu auch verleitet immer weiter zu lesen. Außerdem sind die Charaktere sehr schön gezeichnet und waren mir äußerst sympathisch. Da wäre einmal Pudding, ein Teenager, die bei den Hadleighs als Stallmädchen arbeitet. Sie kümmert sich liebend gern um die Pferde, ist aber sonst ein totaler Familienmensch. Leider ist ihre Mutter immer häufiger verwirrt, ich würde als Ferndiagnose schätzen, dass sie Alzheimer hat. Aber auch ihr Bruder ist seit dem Krieg nicht mehr so wie früher, er ist mit einer Kopfverletzung nach Hause gekommen und seitdem nicht mehr der Alte. Nur ihr Vater, der hat sich nicht verändert und kümmert sich liebevoll um seine Familie und die restlichen Dorfbewohner, er ist nämlich Arzt. Irene ist erst vor Kurzem nach Slaughterford gekommen, dort lebt sie nun mehr oder weniger glücklich mit ihrem frisch gebackenen Ehemann Alistair Hadleight. Sie wäre zwar lieber die Frau von einem anderen, aber das hat leider nicht geklappt. Sie versucht mit ihrem neuen Landleben und vor allem mit Alistairs Tante Nancy klarzukommen, doch das ist nicht immer so einfach. Noch schwieriger wird es, nachdem Alistair brutal ermordet wurde… Clemmie ist eine junge Frau, die genau wie Pudding in Slaughterford aufgewachsen ist. Doch sie ist nicht wie andere Mädchen: Wörter bereiten ihr große Schwierigkeiten, so kann sie weder sprechen noch schreiben. Trotzdem findet sie eines Tages einen Jungen, der sie auch ohne Worte versteht. Zusammen mit Eli ist sie glücklich, doch was sagen ihre Familien nur dazu? Fazit: Das Buch ist nicht spannend wie ein Thriller, es hat seine ganz eigene Dynamik. Gerade dadurch konnte ich es selten aus der Hand legen. Die drei Protagonistinnen sind alle für sich super interessant und wie die einzelnen Lebensgeschichten ineinander greifen war wirklich interessant. Ich kann euch das Die Frauen am Fluss nur weiterempfehlen.

Die Wahrheit kommt immer irgendwann ans Licht

Von: elisalorenz Datum: 20. October 2018

Gleich vorab muss ich leider sagen, dass dieser Roman, meiner Meinung nach, einer ihrer schwächsten Werke bisher war. Die Story und die Grundgedanken sind perfekt, aber das Gesamte stimmt eben nicht. Inhalt Wir befinden uns, im Jahre 1922, in England. Ein Gutsherr heiratet die bildhübsche Irene aus London. Doch das beschauliche Dörf’chen Slaughterford, tritt ihr mit Argwohn entgegen. Wie es eben in einem kleinen Dörf’chen zugeht – jeder kennt hier jeden – und jeder Fremde muss sich erst beweisen. Neben Irene erfährt man auch einiges über das Stallmädchen Pudding, die sich, wenn auch später, mit Irene anfreundet. Aber auch über die stumme Clemmie gibt es viel zu erfahren. Als dann ein Mord geschieht, machen sich Irene und das Stallmädchen Pudding auf die Suche nach der Wahrheit… Meine Meinung Ich liebe Katherine Webb’s Schreibstil. In diesem Roman hat sie zwar die Personen und Landschaften wieder so wunderbar bildhaft beschrieben, dass man immer gleich mittendrin war… Wenn allerdings die Story von Anfang bis über die Hälfte viel zu langatmig ist, dann nutzt auch die Ausgestaltung der tollen Umgebung nichts. Das Buch hat mich von Seite 1 bis über die Hälfte sehr viel Überwindung gekostet, immer weiter zu lesen. Es passiert zwar etwas, aber da man das ja schon im Klappentext erfährt, ist dies auch keine Überraschung mehr. Also schleppt sich die Geschichte dahin, bis sich am Ende plötzlich mehrere Ereignisse überschlagen. Es wird endlich spannend! Das Ende der 3 Hauptfiguren find ich klasse, denn Katherine Webb überrascht den Leser mit einer plötzlichen Offenbarung, mit der man so nicht gerechnet hat. Allerdings muss ich sagen, Katherine Webb hat bisher weitaus besseres geschrieben. Daher mein Fazit: Eine tolle Handlung, ein spannendes Ende – aber mit zu viel unwichtigen Details mittendrin und mit zu vielen langatmigen Stellen!

Die Frauen am Fluss

Von: dorli Datum: 20. September 2018

In ihrem historischen Roman „Die Frauen am Fluss“ entführt Katherine Webb den Leser in das Jahr 1922. Schauplatz der Geschichte ist das kleine, im Südwesten Englands liegende Dorf Slaughterford. Im Mittelpunkt der Handlung stehen drei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Die 24-jährige Irene stammt aus wohlhabendem Hause, hat sich aber durch die Affäre mit einem verheirateten Mann ins gesellschaftliche Aus katapultiert. Sie hat daraufhin kurz entschlossen den Papiermühlenbesitzer Alistair Hadleigh geheiratet und ist ihm in die abgelegene Grafschaft Wiltshire gefolgt, kann sich aber nach ihrem mondänen Leben in London nur langsam an das Landleben gewöhnen. Sowohl Nancy, die Tante ihres Ehemannes und bisherige Hausherrin auf der Manor-Farm wie auch die misstrauischen Dorfleute machen es Irene schwer, sich einzuleben. Die 15-jährige Pudding Cartwright arbeitet als Stallmädchen auf der Manor-Farm. Die aufgeweckte Tochter des Dorfarztes hat es nicht leicht, sie sorgt sich um ihre demente Mutter und ihren aus dem Ersten Weltkrieg körperlich und psychisch versehrt zurückgekehrten Bruder Donny. Die 17-jährige Clemmie wächst auf der Weavern-Farm auf. Clemmie ist stumm und gilt deshalb als ein wenig zurückgeblieben. Doch die junge Frau, die gerne tagträumend durch die Gegend streift, ist alles andere als einfältig. Sie verliebt sich in einen Mann, den sie nicht lieben darf, denn Eli Tanner kommt aus einer Familie, die als übler Haufen verschrien ist, weil sie stehlen und morden und sich nicht anpassen wollen. Katherine Webb nimmt sich viel Zeit, den Leser mit dem idyllisch gelegenen, kleinen Ort vertraut zu machen - Landschaft, Natur, das Dorf und seine Bewohner werden fast ausschweifend beschrieben und geschildert, so das man sich zwar ein gutes Bild von den Besonderheiten des Landstrichs, den lokalen Begebenheiten, den einzelnen Akteuren und ihren Beziehungen zueinander machen kann, die eigentliche Handlung aber zunächst einmal nicht richtig in Schwung kommen will. Erst als bei Bauarbeiten eine uralte Puppe gefunden wird und (nach fast 200 Seiten) der im Klappentext angekündigte Mord geschieht, kommt die Geschichte richtig in Schwung. Als Puddings Bruder in Verdacht gerät, Alistair Hadleigh brutal ermordet zu haben, macht sich das verzweifelte Mädchen gemeinsam mit Irene daran, die Wahrheit herauszufinden, um Donnys Unschuld zu beweisen. Die beiden geraten dabei in einen Strudel dunkler Geheimnisse und bringen schließlich erschütternde Tatsachen ans Tageslicht. „Die Frauen am Fluss“ hat mir sehr gut gefallen – ein Roman, der nach einem etwas verhaltenen Start mit einer mitreißenden Handlung aufwartet und den Leser einen Blick auf das trügerische Idyll eines kleinen englischen Dorfes und die dort lauernden Abgründe menschlicher Moral werfen lässt.

1922 Westengland - Slaughterford

Von: Literaturwerkstatt-kreativ / Blog Datum: 02. September 2018

„Literaturwerkstatt- kreativ“ stellt vor: „Die Frauen am Fluss“ von Katherine Webb 1922 Westengland – Slaughterford Irene gibt notgedrungen ihr mondänes Leben in London auf und flieht, nach einer gescheiterten Affäre mit einem verheirateten Mann, in die Ehe mit Alistair Hadleigh. Dieser besitzt ein Gut im Dorf Slaughterford und betreibt zudem eine Mühle. Er ist der wichtigste Arbeitgeber im Ort und wird von den Dorfbewohnern respektiert. Irene fällt es schwer sich in die dörfliche Gemeinschaft einzuleben und wird von den Einheimischen misstrauisch beäugt. Auch Nancy Hadleigh, die Tante von Alistair, macht Irene das Leben nicht gerade leicht. Sie hat Alistair großgezogen und lebt mit auf dem Gut. Tante Nancy ist der Überzeugung, dass Irene nicht die richtige Frau für ihren Neffen ist und lässt dies Irene auch spüren. Eines Tages wird Alistair Hadleigh ermordet aufgefunden und Irene steht fortan alleine da. Auch wenn sie ihren Mann nicht geliebt hat, möchte sie doch wissen wer ihn ermordet hat. Zusammen mit dem Stallmädchen Pudding Cartwright, deren Bruder Donny von der Polizei als Hauptverdächtiger festgenommen wird, begibt sich Irene auf die Suche nach dem Mörder. Beide Frauen glauben an Donnys Unschuld und das der Mörder in diesem Dorf zu finden ist. Ihre Suche führt sie 50 Jahre zurück. Damals wurde das Mädchen Clemmie Matlock ermordet, genau an der gleichen Stelle, an der auch Alistairs Leben zu Ende ging. Der Mörder von Clemmie wurde damals nie gefunden… Fazit: Die Engländerin Katherine Webb gilt mittlerweile ja als Erfolgsautorin und hat mit „Die Frauen am Fluss“ ihr neustes Buch herausgebracht. Es ist mein erstes Buch, welches ich von ihr gelesen habe und es lässt mich absolut zwiegespalten zurück. Der Klappentext hat mich angesprochen, ich lese gerne Bücher – vor allem Krimis – aus dem alten England, soweit, sogut. Auch die Geschichte an sich hat mir gut gefallen. Gerade die Wechsel zwischen den beiden Handlungssträngen, einmal Irene und Pudding in der Gegenwart und dann der Wechsel, 50 Jahre zurück zu Clemmie, fand ich sehr gelungen. Auch Clemmies Geschichte ist äußerst interessant und kurzweilig erzählt; an diesem Erzählstrang hatte ich meine absolute Freude. Clemmie als Protagonistin ist wunderbar kreiert. Ebenso die Idee das sie stumm ist, passte hervorragend in diese Erzählung. Leider hatte der Handlungsstrang in der Gegenwart doch einige Längen und ich musste mich an manchen Stellen regelrecht durchkämpfen. Einige Seiten weniger bzw. komprimierter geschrieben hätten der Geschichte (in der Gegenwart) gut getan. Zumal die Autorin eigentlich einen schönen, flüssigen Erzählstil hat und facettenreiche Bilder im Kopf erzeugen kann. Doch trotz einiger Längen hat Katherine Webb mich gut unterhalten und letztendlich ist dies ja auch nur meine subjektive Meinung !!!

Zwischen Sein und Schein

Von: Miss Norge Datum: 28. August 2018

✿ Meine Meinung ✿ Ich bin immer wieder begeistert vom Schreibstil der Autorin. Sie kann Landschaften, Örtlichkeiten und Menschen so aussagekräftig beschreiben, das ich beim Lesen denke, alles und jeden persönlich zu kennen. In diesem Roman hat sie diesmal nicht nur ein dunkles Familiengeheimnis untergebracht, sondern auch einen Mordfall, der aber erst nach gut der Hälfte des Buches passiert und sich ab dann hauptsächlich mit den Ermittlungen bzw. den privaten Nachforschungen von Irene und Pudding befasst. Eine spannende Reise in das Jahr 1922 und in den kleinen (wirklich existierenden) Ort Slaughterford. Hier kennt noch jeder jeden und alle wissen über jeden und alles Bescheid. Das kann Vorteile, aber auch Nachteile habe und diese werden im Verlauf der Story sehr hervorgehoben. Die drei Hauptpersonen (also die Frauen vom Fluss) sind Pudding, Irene und Clemmie. Sie sind so beschrieben, dass man einfach nur mit ihnen leiden kann, denn jede hat ihr eigenes schweres Päckchen im Leben zu tragen. Es ist kein Plot, der vor Freude oder großen, glücklichen Gefühlen strotzt, sondern sie machen schlimmes durch und ertragen ihr Leben Tag für Tag auf's Neue. Leider aber muss ich das Ende kritisieren, denn hier bekommt man die Lösung und die Umstände wie es zum Mord kam, einfach vor die Füße geknallt und man kann sehen, wie man es einordnen will. Hier wurde mir einiges zu schnell und zu unlogisch abgehandelt. Schade, denn das habe ich schon viel besser von Katherine Webb gelesen. ✿ Fazit ✿ Ein Roman, der mich ganz nett unterhalten hat, wenn ich einmal vom Ende absehe und der etwas zu langen Vorlaufzeit, bis es endlich spannend wurde.

Ein packender historischer Roman mit überraschendem Ende

Von: Büchereule89 Datum: 23. August 2018

Slaughterford, 1922: Der allseits beliebte Gutsherr Alistair Hadleigh liegt erschlagen in der Mühle. Für die Polizei steht schnell fest, nur der nach dem Krieg traumatisierte Donny kann der Täter sein. Seine Schwester Pudding glaubt jedoch fest an seine Unschuld und möchte den wahren Täter überführen. Dabei erhält sie Unterstützung von Irene Hadleigh. Die neue Frau des Gutsherren ist erst vor Kurzem in das entlegene Dorf gezogen und sieht sich dem Misstrauen der Dorfbewohner konfrontiert. Zusammen macht sich das ungleiche Duo auf die Spurensuche und wühlt dunkle Geheimnisse der Vergangenheit auf. Die „Frauen am Fluss“ war nicht mein erstes Werk von Katherine Webb. Zuvor haben mich bereits „Das geheime Vermächtnis“ und „Das Haus der vergessenen Träume“ begeistert. Ich mag die Mischung aus Historie, Familiendrama und Krimi. Dieser gelungene Mix findet sich auch hier wieder und es zeigt sich, welch verheerende Auswirkungen scheinbar längst vergessene Geschehnisse der Vergangenheit auf die Gegenwart haben. Besonders gut haben mir die Charaktere und deren Entwicklung gefallen. Hatte ich zunächst wenig Mitleid für Irene, die ihrem ehemaligen Liebhaber nachtrauert und ihren Ehemann nicht liebt, konnte ich im Laufe der Geschichte, in der die Autorin dem Leser die Charaktere durch Sprünge in die Vergangenheit näher bringt, Verständnis für ihre Situation entwickeln. Auch die nachvollziehbare Entwicklung ihres Charakters hat dazu beigetragen, dass die Sympathie für sie mit fortschreitender Handlung wächst: War sie zunächst eine unsichere Frau, die den sozialen Umgang scheute und sich selbst für ihre Lage bemitleidete und nach ihrem alten leben sehnte, entwickelte sie sich zu einer starken Gutsherrin, die gelernt hat, ihr Leben selbst zu meistern. Eine große Hilfe bei diesem Prozess ist der positive Einfluss des Stallmädchens Pudding. Sie ist mir sofort ans Herz gewachsen. Sie ist wie Irene eine Außenseiterin, aber der Umstand stört sie nicht. Mit ihrem Tatendrang und ihrer Impulsivität reißt sie Irene mit und versucht alles, um ihren geliebten Bruder aus dem Gefängnis zu holen. Weniger gut gefallen haben mir die Beschreibungen des Dorfes, der Mühle und der umliegenden Landschaft, da sie meiner Ansicht nach nicht bildlich genug waren. Die Darstellungen erschienen mir oft etwas kompliziert und ich konnte mir nur sehr schlecht vorstellen, wie die einzelnen Gebäude der Mühle und die Wohnhäuser der Dorfbewohner in der Landschaft verortet sind. Die Handlung an sich hat mir jedoch sehr gut gefallen. Die Spannung wurde bis zum Schluss aufrechterhalten und eine unerwartete Wendung zum Ende hat dann noch mal für Überraschung gesorgt. Daher meine klare Leseempfehlung für den packenden historischen Roman „Die Frauen am Fluss“.

Dunkle Geheimnisse

Von: milkysilvermoon Datum: 21. August 2018

England im Jahr 1922: Erst seit wenigen Wochen ist die 24-jährige Londonerin Irene in dem Dorf Slaughterford, als ein brutaler Mord geschieht. Der Tote ist ein angesehener Gutsherr – und zwar niemand anderes als Irenes Mann Alistair Hadleigh. Wie konnte es soweit kommen? Zusammen mit dem 16-jährigen Stallmädchen Pudding Cartwright, auf deren Bruder Donny der Verdacht fällt, will die junge Witwe die Wahrheit herausfinden. Dabei kommt so einiges ans Licht… „Die Frauen am Fluss“ von Katherine Webb ist ein historischer Kriminalroman. Meine Meinung: Das Buch besteht aus einem Prolog sowie elf recht langen Kapiteln. Die Handlung spielt einerseits Im Jahr 1922, andererseits im Jahr 1872. Die Erzählperspektive wechselt zwischen Pudding, Irene und Clemmie. Der Schreibstil ist angenehm, flüssig, sehr anschaulich und bildhaft. Dennoch fiel mir der Einstieg etwas schwer, denn die Geschichte nimmt nur sehr langsam Fahrt auf. Gut gefallen haben mir die beiden Frauencharaktere Irene und Pudding. In ihre Gedanken- und Gefühlswelt konnte ich mich gut einfühlen. Die Hauptprotagonistinnen wirken authentisch und sympathisch. Auch die übrigen Personen sind interessant. Besonders zu Beginn ist die Vielzahl an Namen allerdings ziemlich verwirrend. Ein Pluspunkt der Geschichte ist nicht nur, dass die Genres historischer Roman und Krimi miteinander vermischt werden, wobei man vieles über das Leben in früheren Zeiten erfährt. Auch thematisch ist das Buch abwechslungsreich. Die Handlung bietet einige Überraschungen und Wendungen. Auch die Auflösung ist nicht vorhersehbar. Jedoch hat die Geschichte immer wieder einige Längen und ist nicht so spannend, wie es der Klappentext suggeriert. Das Cover finde ich sehr hübsch. Auch der Titel klingt ansprechend, ist meiner Ansicht nach aber nicht ganz so passend wie das englische Original („The Hiding Places“). Mein Fazit: „Die Frauen am Fluss“ von Katherine Webb ist ein cleverer Historienkrimi, der mich trotz einiger Längen gut unterhalten hat.

Schuld und Sühne

Von: Snowbell Datum: 09. August 2018

Mit ihrem historischen Roman "Die Frauen am Fluss" entführt die britische Schriftstellerin Katherine Webb ihre Leser nach England, 1922 stellt die Ankunft der Londonerin Irene die Ordnung des idyllischen Dorfes Slaughterford auf eine harte Probe. Kurz darauf geschieht ein brutaler Mord. Der Tote ist ein angesehener Gutsherr – und Irenes Mann. Gemeinsam mit dem Stallmädchen Pudding begibt sich Irene auf die Suche nach der Wahrheit. Die Spuren führen das ungleiche Paar tief in die angrenzenden Wälder und zu einer Liebe, die nicht sein durfte und ein ganzes Dorf schuldig werden ließ. Das Cover dieses historischen Romans wirkt wie ein altes Gemälde. Der Betrachter blickt auf eine ländliche Idylle. Eine kleine Brücke spannt sich über einen ruhig dahinplätschernden Fluss. Im Hintergrund kann man ein stattliches Gutshaus erkennen, das von Wiesen in sattem Grün umgeben ist. Der Titel greift das Motiv des Flusses auf, bleibt aber vage und zurückhaltend in seiner Aussage. Der Plot verspricht eine komplexe, spannende Geschichte, die nicht eindeutig einem literarischen Genre zuzurechnen ist. Auch das Settng in dem (tatsächlich existierenden) Ort Slaughterford in Wiltshire (England) könnte nicht besser gewählt sein. Dank der ausführlichen, kunstvollen Landschaftsbeschreibungen wird eine längst vergangene Epoche zum Leben erweckt, und man glaubt, die verschiedenen Schauplätze mit seinen eigenen Augen sehen zu können. Es ist meine erste Begegnung mit Katherine Webb - und es wird garantiert nicht die letzte sein. Die Schriftstellerin ist eine Meisterin ihres Fachs. Diese vielschichtige Geschichte wird aus verschiedenen Erzählperspektiven in einem zurückhaltenden Stil erzählt und pendelt ständig zwischen Vergangenheit und Gegenwart, nämlich 1872 und 1922. Die zwei beiden Erzählstränge, die um zwei ungeklärte Todesfälle kreisen, werdenmiteinander verwoben und münden in ein packendes Finale. Im Mittelpunkt stehen zwei starke Frauen: Pudding, die Tochter des Dorfarztes, die sich um ihre an Alzheimer leidende Mutter und ihren aus dem Ersten Weltkrieg mit einer geistigen Behinderung zurückgekehrten älteren Bruder sorgt, als Stallmädchen auf dem Gutshof arbeitet und wegen ihrer fülligen Figur gehänselt wird, und Irene, die junge Frau des Gutsherrn Alistair Hadleigh wegen einer aufgeflogenen Liebesaffaire mit einem verheirateten Mann von ihren Eltern und Freunden verachtet wird und sich vor den Folgen dieses Skandals in die Ehe mit ihrem gutmütigen, liebenswerten Mann gerettet hat. In ihrem neuen Heim hat sie einen schweren Stand, was nicht zuletzt an Nancy, der herrschsüchigen, strengen Tante ihres Mannes liegt, die ihrer unerwünschten Nebenbuhlerin den Rang als Gutsherrin streitig macht. Im Laufe des Geschehens wachsen sie über sich selbst hinaus, als sie Donald von dem auf ihm lastenden Verdacht, ein Mörder zu sein, befreien wollen. Gemeinsam gewinnen Pudding und Irene an Stärke und Selbstvertrauen und lösen einen komplizierten Fall, der weit in die Vergangenheit zurückreicht. Für mich ist dieses Buch mein persönliches Highlight in diesem Monat. Deshalb vergebe ich fünf Sterne für einen packenden Roman, der jeden Leser gefangen nehmen wird, und eine klare Lese-Empfehlung.

Die Frauen am Fluss

Von: freetimeguide Datum: 03. August 2018

Die Frauen am Fluss Roman von Katherine Webb Zum Inhalt: „Ein Geheimnis so dunkel wie die Wälder von Wiltshire England, 1922. Zuerst stellt die Ankunft der Londonerin Irene die Ordnung des idyllischen Dorfes Slaughterford auf eine harte Probe. Kurz darauf geschieht ein brutaler Mord. Der Tote ist ein angesehener Gutsherr – und Irenes Mann. Gemeinsam mit dem Stallmädchen Pudding begibt sich Irene auf die Suche nach der Wahrheit. Die Spuren führen das ungleiche Paar tief in die angrenzenden Wälder zu einer Liebe, die nicht sein durfte und ein ganzes Dorf voller Schuld zurückließ.“ Katherine Webb hat hier meisterhaft das Leben um 1922 beschrieben, ganz spannend der historische Hintergrund. Man glaubt sich tatsächlich in diese Zeit zurückversetzt, in der andere Regeln galten als heute. Trotz aller Wirrnisse dieser Zeit, ein liebevoll geschriebenes Buch, das mich ganz besonders begeistert hat. Unbedingt empfehlenswert!

Tolles Buch....

Von: EvaMaria Datum: 31. July 2018

Wie in der Inhaltsangabe bereits ersichtlich, spielt die Geschichte im Jahr 1922 und zwar im Dorf Slaugtherford. Die Hauptprotagonistin Irene ist hierhin geflüchtet und hat geheiratet. Allerdings erfährt man im Laufe der Geschichte, dass es keine Heirat aus Liebe war, sondern eher eine Flucht wegen eines Skandals. Man liest so einiges darüber, wie das neue Leben auf Irene wirkt und wie das Zusammenspiel von ihr in Kombination mit ihrem neuen Mann und seiner Tante ist. Ich kann euch nur sagen, dass es nicht sehr leicht ist. Als es dann eine Überraschung gibt und zwar wird Irenes Mann Alistair ermordet aufgefunden. Übrigens gibt es auch noch eine Nebenerzählung, welche von Clemmie handelt. Diese verliebt sich in jemanden, dessen Vater nicht unbedingt willkommen ist. Persönlich fand ich die Handlung eigentlich ganz unterhaltsam. Es war doch recht spannend zu sehen, was sich im Laufe des Mordes so alles ergibt und ich wollte auch unbedingt wissen, ob man denn den Mörder finden wird. Zuerst hat es nämlich den Anschein, als wäre es sehr leicht diesen zu finden. Schön fand ich an der Geschichte, dass die Autorin ein wunderbares Setting geschaffen hat. Alles wirkte auf mich sehr realistisch und ich fand es auch, wie direkt das Dorfleben von der Autorin beschrieben wurde. Wirklich amüsant. Ebenso war der damalige Alltag sehr interessant beschrieben. Es war damals sicher nicht leicht. Ich würde diese Dinge als sehr gut recherchiert bezeichnen. Die Charaktere waren wunderbar. Gerade Irene und Pudding fand ich richtig klasse beschrieben. Ich würde beide als recht interessant, aber auch sympathisch beschrieben. Generell würde ich die Personen im Buch aber auch als durchwegs authentisch bezeichnen. Irgendwie hatte doch mehr oder wenige jeder Person, das gewisse Etwas. Wirklich toll. Die Schreibweise war sehr flüssig, so war das Buch wirklich sehr angenehm zu lesen. Persönlich würde ich das Buch allerdings nicht als unbedingt leicht bezeichnen, denn die Autorin schreibt stellenweise sehr ausschweifend und so muss man wirklich aufpassen, dass man nichts verpasst. Der Handlung konnte man aber im großen und ganzen doch sehr gut folgen. Das Cover finde ich recht schön und spannend. Ich finde es passt gut zur Handlung. Zur Autorin: Katherine Webb, geboren 1977, wuchs im ländlichen Hampshire auf und studierte Geschichte an der Durham University. Heute lebt sie in der Nähe von Bath, England. Nach dem großen internationalen Erfolgsdebüt »Das geheime Vermächtnis« folgten zahlreiche Romane wie »Das fremde Mädchen« oder »Italienische Nächte«, die die Autorin auch in Deutschland zu einer festen Größe auf der SPIEGEL-Bestsellerliste machten. Quelle: Verlag Fazit: 4 von 5 Sterne. Schöner, unterhaltsamer Roman mit tollem Setting. Kann ich weiterempfehlen.

Wer hier durchält wird belohnt

Von: vielleser18 Datum: 08. July 2018

England 1922,die junge Irene zieht als frisch Verheiratete zu ihrem Mann Alistair Hadleigh auf die Manor Farm. Es war ihrerseits keine Liebesheirat, mehr eine Flucht aus London vor einem Skandal. Sie tut sich schwer mit dem Landleben und ihrem Ehemann und seiner Tante Nancy, die viel an ihr auszusetzen hat. Dann geschieht das Unfassbare: Alistair, der bei allen beliebte wichtigste Arbeitgeber des Dorfes, wird in seiner Mühle ermordet. Schnell scheint mit dem kriegsverletztem und verwirrten Danny ein Täter gefunden worden zu sein, doch seine Familie und auch Irene können nicht an seine Schuld glauben. Dannys Schwester mit dem ungewöhnlichen Spitznamen Pudding, die als Stallgehilfin auf der Manor Farm arbeitet versucht den wahren Täter zu finden und beginnt mit Nachforschungen. Sie findet dabei Untertützung bei Irene. Ein zweiter Erzählstrang erzählt von Clemmie, einem stummen Mädchen, dass sich in den jungen Arbeiter Eli verliebt. Doch darf es diese Liebe geben ? Ist doch Eli der Sohn des gefürchteten Isaac Tanners, wird doch dessen gesamte Familie vom Dorf gefürchtet und gehasst. Das war mein erstes Buch von Kahterine Webb. Im nachhinein finde ich den Titel nicht sehr passend, das Cover ist aber wunderschön. Es hat auch ein bisschen gedauert, bis mich der Erzählstrang richtig gefesselt hat. Es lag nicht am Erzählstil, vielmehr an der anfangs etwas fehlenden Spannung. Gleichwohl wird gleich am Anfang die Reaktionen auf den Mord beschrieben, die Neugier gelegt. Die Autorin hat ihre Protagonisten sehr detailliert angelegt, vieles sehr genau beschrieben, manchmal etwas verwirrend und zu ausschweifend. Die Geschichte liest sich wie ein Fluss, der anfangs erst einer Quelle entspringt, sich hierhin und dorthin dreht, Schleifen dreht, langsam aber stetig wächst, immer mehr Fahrt aufnimmt um dann am Ende zu einer überraschenden Größe anzuwachsen. Fasziniert hat mich allerdings dabei der gerade sehr gut historisch beschriebene Alltag, die so ganz andere Welt und ihre Bedingungen. Überrascht hat mich das Ende, hier kann ich nichts verraten um nicht zu spoilern, aber es hat plötzlich eine Wendung gegeben, die nicht vorhersehbar war, aber dann doch so eindeutig ist, hätte man die Spuren, die die Autorin anfangs gelegt hat, vielleicht richtig gedeutet. Diese Wendung war für mich ein absoluter Knaller, eine gelungene Finte, die einfach genial ist. Fazit: Anfangs hat es lange gedauert, bis ich richtig gefesselt war, aber am Ende konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen, die Figuren haben sich zu faszinierenden und fesselenden Protagonisten entwickelt, der Spannungsbogen hat sich erhöht. Und die Auflösung hat es wirklich in sich - ein ganz besonders gut gelungener Kniff ist aufgegangen. Wer hier also durchhält, der wird am Ende auch belohnt.

Tolle englische Atmosphäre

Von: Angela Busch Datum: 05. July 2018

Rezension INHALT: Dieser typisch englische Frauenroman, versehen mit einer kleinen Prise Krimi und Geheimnis, entführt den Leser in das Jahr 1922 in das kleine Dörfchen Slaughterford, gelegen im ländlichen District Wiltshire. Die Dorfbevölkerung beobachtet die Heirat des grössten Gutsherren der Gegend Alistair Hadleigh mit der schüchternen Irene aus London mit äusserstem Argwohn. Alistair’s Tante und Ziehmutter Nancy, die auch auf dem Anwesen lebt, heisst sie auch nicht willkommen und begegnet ihr mit Kälte, ungerechter Kritik und Eifersucht. Die sich sehr einsam fühlende Irene lebt sich schwer in die Dorf- und Naturidylle ein und gewinnt aber mit dem resoluten Stallmädchen Pudding Cartwright eine treue Freundin. Als Irene’s Mann Alistair brutal ermordet wird, machen sich die beiden ungleichen Gefährtinnen auf die Suche nach den geheimnisvollen Hintergründen dieser schrecklichen Tat,,,,, MEINE MEINUNG: Dieses ist nicht mein erster Roman der bekannten Autorin und doch hatte ich das Gefühl, dass Katherine Webb sich eine etwas andere Schreibweise zugelegt hat. Die idyllischen, sehr schönen Naturbeschreibungen bringt sie wie immer gekonnt und sehr bildhaft zum Leser und begeistert auch mit vielen liebevollen Szenen des damaligen dörflichen Lebens und seiner Menschen. Nur mit den beiden Hauptprotagonistinnen Irene und Pudding bin ich erst ab der Mitte des Buches warm geworden. Irenes Charakter erscheint zu Beginn des Romans sehr blass, unverständlich und abweisend. Man mag sie einfach nicht sofort. Mit Pudding und ihrer Familie kommt man nach einiger Zeit besser klar. Dieser merkwürdige Spitzname wurde dem stämmigen Stallmädchen als Kind gegeben, da sie gerne Süsses mochte . Ich finde diese Namenwahl von der Autorin nicht sehr geschickt. Das laufende Lesen dieses Spitznamen hat mich oft genervt. Auch die Entwicklung der ungewöhnlichen Freundschaft dieser beiden Frauen wurde für mich nicht klar herausgearbeitet. Sie stammen ja beide aus völlig unterschiedlichen Gesellschaftsklassen und im damaligen Grossbritannien wurde sehr viel Wert auf eine Abgrenzung zur einfachen, dörflichen Bevölkerung gelegt. Ich wurde dieses mal beim Lesen einfach nicht genügend mit in die Geschichte hineingeführt, wie sonst gewohnt von der Autorin aus ihren anderen Büchern. Auch die Auflösung des Romans fand ich nicht gelungen. Das ist ein wenig schade, hat aber meinem Lesevergnügen bei dieser leichten Geschichte kaum geschadet. Diese Lektüre passt perfekt zur aktuellen heissen Sommerzeit und man kann sie nebenher an einem kühlen Plätzchen ohne grosse Konzentration geniessen. Meine Bewertung für dieses noch gute Buch im Genre *Leichte Frauenlektüre*: DREI *** STERNE. Herzlichen Dank an den Diana Verlag und das Bloggerportal für das schön und ansprechend illustrierte, gebundene Buch - und Rezensionsexemplar!

Mein Leseeindruck

Von: Chattys Bücherblog Datum: 05. July 2018

Am Anfang hatte ich große Probleme mich mit den vielen Namen zurecht zu finden, was wohl hauptsächlich daran lag, dass die einzelnen Szenen ineinander übergehen. Hier hätte ich mich eine Trennung bzw. Kennzeichnung gewünscht. Sei es durch einen Absatz, oder auch nur durch eine neue Zeile. Erst so nach und nach kristallisierte sich heraus, um wen es hier hauptsächlich ging und was nur Nebenschauplätze waren. Eindrucksvoll fand ich die Beschreibungen der Papierfabrik bzw. die Herstellung des Papiers. Hierzu scheint die Autorin wirklich gut recherchiert zu haben. Insgesamt fand ich die Protagonisten, speziell die weiblichen, sehr gut und detailliert charakterisiert. Sie hatten alle ihren gewissen Charme und wirkten an manchen Stellen sehr natürlich und ihre Handlungen nachvollziehbar. Witzig fand ich den Namen einer Protagonistin: Pudding. Ganz ehrlich, ich hatte diesen Namen noch nie bei einer Person gehört. Irgendwie hatte ich auch bei der Erwähnung ihres Namens immer sofort die Süßspeise vor dem geistigen Auge. Schokopudding...mhhhh....lecker. Hier würde mich wirklich interessieren, weshalb die Autorin ausgerechnet diesen Namen gewählt hatte. Aber noch etwas hatte mich überrascht, nämlich die kleine kriminalistische Handlung, die sich durch den gesamten Roman zig. Sie ist zwar nie vordergründig, schwingt aber stets im Hintergrund, sehr dezent mit, und belebt zeitweise auch die Story. Abschließend möchte ich noch ein paar Worte zu Cover und Klappentext loswerden. Das Cover wirkt sehr ansprechend. Es verspricht eine leichte Unterhaltung mit einer faszinierenden Geschichte. Ich denke, dass das Cover im Buchladen auf jeden Fall neugierig macht. Der Klappentext macht neugierig und wird jeden Romanleser, wohl aber mehr Frauen, direkt ansprechen, auch wenn es nur einen klitzekleinen Auszug aus der Lebensgeschichte einer Protagonistin widergibt. Lesespaß oder Lesefrust? 3 Frauen, die eigentlich alle das Gleiche wollen, nämlich ihr Glück finden. Jede auf ihre eigene Art. Zum Schluß möchte ich noch erwähnen, dass ich zusätzlich zum Buch, auch noch das Hörbuch gehört habe. Neben der sehr angenehmen Stimme von Frau Thalbach, die in den entsprechenden Szenen durch Betonungen oder unterschiedliche Klangfarben in ihrer Stimme, dem Roman eine gewisse Würze gegeben haben, fiel mir auf, dass das Hörbuch in andere Kapitel unterteilt ist und auch zwischen den Kapiteln springt. Hier wird die Geschichte zusammenhängender als im Buch erzählt.

vergessen geglaubte Schuld

Von: michael lausberg Datum: 26. June 2018

2011 erschien schließlich Katherine Webbs erster Roman Das geheime Vermächtnis, der wurde zu einem Bestseller wurde. Mit dem folgenden Roman Das Haus der vergessenen Träume erreichte die britische Autorin den ersten Platz auf der Bestsellerliste des Spiegels. Beide spielten in einer idyllischen Umgebung auf dem Lande mit Frauenfiguren in den Hauptrollen. Die Hauptprotagonistin ist ebenso eine Frau: Irene, die aus London stammt, und die den Mord an ihrem Mann, einem Gutsherrn, Dieser Roman spielt auch im idyllischen Dorfes Slaughterford vor etwa 100 Jahren im sittenstrengen England. Die Hauptprotagonistin dieses historischen Romans ist auch eine Frau: Irene, die aus London stammt, und gemeinsam mit dem Stallmädchen Pudding den Mord an ihrem Mann, einen Gutsherrn, auf eigene Faust aufklären will, nachdem sich die Polizei als unfähig erweist. Los geht der Roman mit einem Rückblick von Irenes Jugend und ihrer Heirat mit Alistair. Ein ruhiges, schönes Leben auf das Anwesen ihres Mannes inmitten der Natur wartet auf sie. Diese anfängliche Idylle wendet sich dann ins Gegenteil: Die Ermittlungen der beiden Frauen drehen sich um eine vergessen geglaubte Schuld, die die Schattenseiten des Dorfidylls in sich trägt. Im Verlauf der weiteren Entwicklung der Ermittlungen kommt der starke Unterschied zwischen den beiden Frauen zu Tage. Irene ist eine elegante Frau, intelligent und mit ihrer Londoner Vergangenheit nicht so sehr zu den typischen Dorfbewohnern. Pudding ist eher schlichterer Natur, kommt aber entschlossen und bodenständig rüber. Sie repräsentiert eher die Einfachheit des Dorfes. In ihrer Verschiedenheit ergänzen sich die beiden Frauen und freunden sich im weiteren Verlauf der Geschichte an. Die Ermittlungen bringen so manche dunkle Geschichte der Vergangenheit ans Licht, die Aufklärung einer schon längst vergessenen Schuld macht den Roman spannend und kniffelig. Insgesamt ist es ein fließend und spannend geschriebener historischer Roman oder Krimi, die am Ende so manche Überraschung zu bieten hat.

Die grässlichen Dinge und die dunklen Machenschaften

Von: LEXI Datum: 25. June 2018

Der Prolog erzählt von einem Mord im Jahre 1922, der die Gemüter der Landbevölkerung im idyllischen Slaughterford erschüttert - und erst nach und nach, in behutsamen Rückblenden, werden Motive und Hintergründe dieses Ereignis beleuchtet und dem Leser die Verbindung dieser Tat zur Gegenwart offenbart. Der attraktive Alistair Hadleigh lebt mit seiner Tante Nancy auf der Manor-Farm in Slaughterford. Die alteingesessene Familie ist durch ihre Papiermühle ein wichtiger Arbeitgeber für die Region, der freundliche, respektvolle und liebenswerte Alistair wird von allen Menschen im Dorf geschätzt. Nachdem Alistair sich Hals über Kopf in eine vornehme junge Frau namens Irene Dalby aus London verliebt und ihr einen Heiratsantrag macht, überredet er sie, zum ihm aufs Land zu ziehen. Doch die attraktive, elfenhaft zarte und zurückhaltende junge Frau hat Mühe, sich zurechtzufinden, sie vermisst den Trubel der Großstadt und fühlt sich in Slaughterford einsam. Nancy Hadleigh lässt Irene ihre volle Verachtung spüren, und so ist die Tochter des Dorfarztes, die als Stallmädchen auf der Manor-Farm arbeitet, Irenes einzige Ansprechpartnerin. Das fröhliche, gutmütige und grundehrliche junge Mädchen, das alle nur „Pudding“ nennen, sprüht vor Energie und Begeisterung. Sie versucht, Irenes Mauern der Zurückhaltung zu durchbrechen. Als Alistair Hadleigh eines Morgens ermordet aufgefunden wird, bricht auch über Pudding eine Katastrophe herein – ihre Welt scheint plötzlich aus den Fugen zu geraten. Sie fleht Irene an, ihr bei der Suche nach dem Mörder zu helfen. Die Recherchen der beiden jungen Frauen bringen längst vergangenes Unrecht zu Vorschein und sie begeben sich dadurch ungewollt in gefährliche Situationen… Katherine Webb rollt in einem langsamen, gemächlichen Schreibstil die Geschichte einer ungesühnten Mordtat auf, deren Auswirkungen bis in die Gegenwart reichen. In eindrucksvollen Beschreibungen des ländlichen Lebens und mit sehr gut ausgearbeiteten Protagonisten führt sie ihre Leser durch beinahe fünfhundert Seiten und überrascht dann mit einer völlig unvorhergesehenen Auflösung. Irene Hadleigh und „Pudding“ Cartwright wurde die meiste Aufmerksamkeit zuteil, ihre Gefühls- und Gedankenwelt war ausgezeichnet beschrieben. Der grundehrlichen Pudding, die so schnell erwachsen werden musste, flog mein Herz bereits nach wenigen Seiten zu. Leider verrät die Autorin erst auf den allerletzten Seiten, wie „Pudding“ tatsächlich heißt… schade. Für die kühle und unnahbare Irene konnte ich mich erst weit später erwärmen, als die Autorin nähere Details zu ihrer Vergangenheit preisgab. Nancy Hadleigh würde ich als meine ganz persönliche Antagonistin bezeichnen – ihr schroffer Umgangston anderen Menschen gegenüber, ihre scharfzüngigen und spitzen Bemerkungen und ihre offen gezeigte Verachtung in Irenes Anwesenheit erzeugten in mir eine ablehnende Haltung dieser Figur gegenüber. Dennoch muss ich anmerken, dass sie ausgezeichnet charakterisiert wurde, während ich über einige Nebenfiguren gerne ein wenig mehr erfahren hätte. Mittels der Beschreibung der Familie Tanner, einer eindrucksvollen Sippe, die im Thatch Cottage lebt, gelingt es Katherine Webb ebenfalls, große Emotionen zu wecken. Die couragierte Pudding bezeichnet das Domizil der Tanners sogar als „ein Schattenreich mit dunklen Ecken und wachsamen Bewohnern“, das nicht nur ihr, sondern allen Bewohnern von Slaughterford Respekt und Angst einflößt. Clemmie Matlock und Donald Cartwright möchte ich als meine liebsten Nebenfiguren bezeichnen. Fazit: „Die Frauen am Fluss“ war eine beeindruckende Erzählung, die ich sehr gerne weiterempfehlen kann und besonders jenen Lesern ans Herz legen möchte, die sich in gemächlichen Handlungen und beschaulichen Beschreibungen wohlfühlen, die keinen hohen Spannungsfaktor erwarten und bereit sind, an der Seite von zwei unterschiedlichen Frauen tief, aber sehr langsam und schrittweise, in die Handlung einzutauchen. (gekürzte Version)

Die Frauen am Fluss

Von: Gelinde Datum: 25. June 2018

Die Frauen am Fluss, von Katherine Webb Cover: Eine idyllische Landschaft passt immer. Inhalt: England 1922. In dem idyllischen Dorf Slaughterford, geschieht ein brutaler Mord. Das Opfer, der angesehene Gutsherr hat kurz zuvor Irene, eine skandalumwitterte Londonerin geheiratet. Schnell ist ein Mörder gefunden. Doch das Stallmädchen Pudding kann dies nicht glauben und sucht verzweifelt nach Antworten. Dabei führen sie die Spuren zurück in die Vergangenheit, die sogar ein ganzes Dorf schuldig werden ließen. Mein Meinung: Der Einstieg ist recht interessant und wir lernen die drei Hauptprotagonistinnen kennen. Doch allgemein bleiben die handelnden Personen distanziert, keiner konnte mich „bewegen“ oder mich emotional „abholen“. Doch dann wird es sehr suspekt, das Ganze verzettelt sich, es gibt (wie ich finde) vieles was sich immer wieder im Kreis dreht. Die Geschichte wirkt zäh und ich habe mich etwas durch das Buch geschleppt. Der Mord, passiert dann so ungefähr in der Mitte des Buches, ab hier wird es dann auch etwas spannender, wobei es auch nochmals einen Spannungsabfall gibt. Richtig interessant und spannend wird es erst ab den letzten 100 Seiten. Dann ist die Wendung aber sehr verblüffend und obwohl ich einen Handlungsstrang geahnt habe, sind all die anderen Verwicklungen und Verflechtungen doch überaus überraschend und gut gemacht. Dies ist mein erstes Buch der Autorin. Mein Fazit: Eine gute Geschichte, in der der Beginn und Mittelteil vielleicht etwas spannender erzählt werden sollte. Ein Roman, in der Familientragödie, historische Geschichte und Krimi, zu einer Erzählung verbunden wurden. Das Ende hat es dann zum Glück wieder herausgerissen. Deshalb von mir solide 3 Sterne.

Ein Twist, der seinesgleichen sucht

Von: Ponine T. Datum: 19. June 2018

England, 1922. Zuerst stellt die Ankunft der Londonerin Irene die Ordnung des idyllischen Dorfes Slaughterford auf eine harte Probe. Kurz darauf geschieht ein brutaler Mord. Der Tote ist ein angesehener Gutsherr – und Irenes Mann. Gemeinsam mit dem Stallmädchen Pudding begibt sich Irene auf die Suche nach der Wahrheit. Die Spuren führen das ungleiche Paar tief in die angrenzenden Wälder und zu einer Liebe, die nicht sein durfte und ein ganzes Dorf schuldig werden ließ. divider-grey Ich gestehe, auf dieses Buch habe ich mich gefreut wie schon lange nicht mehr auf irgendein anderes. Das liegt daran, dass ich es Anfang des Jahres schon einmal auf Englisch gelesen habe und jetzt unbedingt auf Deutsch noch einmal lesen wollte. Einmal, um es einfach zu besitzen, und zum anderen, weil ich dieses Buch für das bislang beste Buch von Katherine Webb halte, die bei mir immer ein wenig im Shatten von Kate Morton steht. Mit diesem Buch schafft sie es aber wirklich, aus dem Einheitsbrei des "Familienschickalsromans"-Genres herauszutreten und ich bin froh, sagen zu können, dass die deutsche Übersetzung da sehr gut mithält (von dem kleinen und für mich weiterhin sehr ärgerlichen angedeuteten Spoiler im Klappentext mal abgesehen). Die Frauen, denen wir hier begegnen, sind interessante Figuren, in denen ganz viele verschiedene Frauenbilder aufeinanderprallen. Da ist zunächst einmal Pudding - ganz ehrlich, beim ersten Lesen des Romans fand ich den Namen total bescheuert und auch jetzt noch bin ich alles andere als begeistert - die aufgerieben wird zwischen dem normalen Teenagerdasein Anfang der Zwanziger Jahre und einer Familie, die durch den Krieg und die schwere Verletzung ihres Bruders komplett aus den Fugen ist. Ich gönne ihr dieses angedeutete kleine Glück, das sich im Lauf der Geschicht entwickelt, und würde sie gerne mal in zwanzig Jahrn wieder treffen. Dann natürlich Irene, diese Großstadtpflanze, die die moderne Frau sein will und gleichzeitig diese Regeln der modernen Welt noch nicht durchschaut hat, wodurch siesich immer tiefer in den Mist reinreitet. Anfangs war ich ehrlich ziemlich genervt von ihr und ihrer leicht überheblichen "pff, die Dorftrottel"-Art, gerade wenn man sich vor Augen hält, dass sie ja wirklich nicht unschuldig daran ist, jetzt auf dem Land rumhocken zu müssen, aber im Laufe der Zeit emtwickelt man erst Mitleid und dann eine gewisse Sympathie für sie, auch wenn man sie sich nie als beste Freundin aussuchen würde. Und dann natürlich Clemmie. Sie ist die traditionellste Frauenfigur in diesem Buch, ein kompletter Gegenentwurf zu Irene, und ich leide mit ihrer Geschichte sehr mit. Sprachlich ist auh die Übersetzugn angenehm flüssig zu lesen, Tonfall und Sprechweise passen gut zusammen und ins richtige Jahr. Katherine Webb neigt immer ein wenig zu dramatischen Bildern, habe ich das Gefühl, aber das geht in Ordnung. Die Geschichte entfaltet sehr schnell eine Sogwirkung, weil man wissen will, was jetzt passiert und wie das alles aufgelöst wird. In der Figurenzeichnung und in der Sprache ist das Buch dennoch relativ normale Kost für das Genre und ich hätte mir sehr lange beim Lesen nicht mehr als eine etwas mehr als durchschnittliche Bewertung denken können. Der Mordfall plätschert im Hintergrund mit, das Schicksal der Frauen steht im Vordergrund, man kennt das. Und dann ... dann kommt der Knall. Der absolute Knall. Denn Katherine Webb greift zu einem Plottwist, der seinesgleichen sucht. Gerade jetzt beim zweiten Lesen konnte ich auch mit drauf achten, wie geschickt sie das eigentlich mach und mich als Leser in die Irre steuert, ohne dass ich es merke. Sie spielt mit allen Erwartungen, die man an das Genre hat, und mischt fünfzig Seiten vor Ende die Karten komplett neu, wodurch eine völlig logische Handlungskette entsteht, die man als Leser einfach nicht vorhersehen wollte. Ehrlich, auch jetzt, wo ich es bereits kannte, bin ich erneut schwer beeindruckt von ihrer Erzählweise, die sie mir bishr in ihren Büchern noch nicht so gezeigt hat. Dieses Buch ist eine großartige Abwechslung zur normalen Kost des Genres und ich empfehle es immer und immer wieder weiter.

Mal was ganz anderes

Von: LeseSüchtig Datum: 14. June 2018

Nach einem zähem Start hoffte ich auf Spannung. Diese Hoffnung wurde nur bedingt erfüllt. Es ließ sich gut lesen, der Stil war total okay und ließ sich locker und leicht lesen. Das war das erste Buch der Autorin für mich. Nur die Spannung fehlte mir. Für kurze kleine Episoden kam sie bei mir auf, konnte sich aber nicht durchsetzen. Die Idee der Geschichte hat mir aber gut gefallen. Gerade die Hintergründe zu Donny und die Krimi- Elemente fand ich interessant. Die Charaktere, hauptsächlich starke Frauen, haben mich überzeugt und ich konnte mitfiebern. Die Liebe kam natürlich auch nicht zu kurz. Die Autorin hat mehrere Handlungsstränge miteinander verflochten.

Mord in Slaughterford: Katherine Webb überrascht mit einem ausgeklügelten Krimiplot- trotz etwas zähem Einstieg, lohnt es sich dranzubleiben. Süffiger historischer Cosy- Krimi

Von: Happy-End-Buecher.de-Nicole Datum: 01. June 2018

Die junge Irene, Tochter aus gutem Hause und frischgebackene Mrs. Hadleigh, hat anfangs keinen leichten Stand in ihrer neuen Heimat. Im beschaulichen Slaughterford, führen die Dörfler ein recht einsames Leben, das von harter Arbeit geprägt ist. Irene, die Londonerin, wird misstrauisch beäugt, vor allem von der Tante, ihres Gatten Alistair, Nancy. Nancy ist eine harte Frau und glaubt, dass Irene nicht gut genug für ihren Neffen ist. Vor allem, weil sich um Irene, kurz vor ihrer Eheschließung ein brisanter Skandal rankte. Irene verliebte sich einst in den Mann ihrer Freundin; eine unglückliche Liebe. Umso dankbarer ist Irene ihrem Mann, dass er, obwohl er von diesem Skandal und Irenes Liebeskummer wusste, dennoch um ihre Hand anhielt. Und das, obwohl er wusste, dass Irene zu diesem Zeitpunkt noch nicht in der Lage war, ihn zu lieben. Im Gegensatz zu Irene, die in Slaughterford erst noch lernen muss, sich heimisch zu fühlen, ist die sechzehnjährige Pferdepflegerin auf dem Gut, von allen nur kurz „Pudding“ genannt, weil sie bereits als Kind sehr rundliche Formen besaß, eine Einheimische, die sich wohl in ihrer Haut fühlt und das dörfliche Leben sehr mag. Eigentlich haben Irene und Pudding so gar nichts gemeinsam, doch dann wird Alistair ermordet aufgefunden und ausgerechnet Puddings Bruder, ein Kriegsversehrter, der immer noch mit posttraumatischen Belastungsstörungen zu kämpfen hat, wird als Täter verhaftet. Pudding, die ihren sanftmütigen Bruder über alles liebt, kann nicht glauben, dass er zum Mörder wurde, dazu sind Alistairs tödliche Verletzungen dermaßen erschreckend, dass das ganze Dorf geschockt ist, von der Brutalität des Täters. Irene und Pudding beginnen damit, sich auszutauschen und Fragen im Dorf zu stellen, was einige Bewohner von Slaughterford beunruhigt. Ausgerechnet ein altes Buch, das Pudding, eine begeisterte Leserin von Gruselgeschichten und unaufgeklärten Mordfällen, in die Hände fällt, wird ihnen die richtige Spur weisen, wenn sie denn den Wettlauf gegen die Zeit gewinnen können, da Puddings Bruder bald angeklagt und hingerichtet werden soll…. Und dann ist da noch ein Liebespaar, die stumme Clemmie, die sich ausgerechnet in einen jungen Mann verliebt, der unpassender nicht sein könnte. Beide versuchen, ihre Liebe füreinander vor den Dörflern geheim zu halten, doch dann wird Clemmie schwanger… Ich liebe schon seit langem Katherine Webbs historische Romane, die zumeist sehr abenteuerlich, mysteriös und spannend geschrieben sind und habe mich daher sehr auf das Lesen ihres aktuellen Romans „Die Frauen am Fluss“, gefreut. Diesmal entführt die Autorin ihre Leser in ländliche Idylle und ich muss zugeben, dass ich mich anfangs sehr schwer damit getan habe, die Geschichte mit der nötigen Begeisterung zu verfolgen, da sich die ersten 150 Seiten doch recht langatmig anließen. Viele Figuren wurden vorgestellt und dazu beschrieb Katherine Webb den Alltag in Slaughterford dermaßen akribisch, dass die Handlung zunächst etwas auf der Stelle trat. Als ich schon enttäuscht eine Lesepause machen wollte, wendete sich das Blatt jedoch. Ab dem Moment, als Irenes Ehemann ermordet aufgefunden wurde, zog die Autorin dermaßen heftig an der Spannungsschraube, dass ich nur verwundert die Augen reiben konnte. Dass die Autorin einen sehr bildhaften Schreibstil besitzt, wusste ich bereits, dass sie dazu aber einen dermaßen ausgeklügelten Krimiplot aus dem Hut zaubern würde, hätte ich nicht vermutet. Ich möchte nicht spoilern, doch einen Tipp habe ich für alle Neugierigen. Man sollte wirklich alle Romanpassagen aufmerksam lesen, damit man vielleicht etwas eher als Irene und Pudding, den vollen Durchblick erhält. Ich war von dem überraschenden Ende und besagtem Schachzug der Autorin wirklich sehr angetan und konnte ihr daher die ersten zähen 150 Seiten schnell wieder verzeihen. Dazu mochte ich Pudding sehr, die eine sehr offene, liebenswerte und zupackende Romanfigur war und die, obwohl ihre Familie dermaßen vom Schicksal gebeutelt wurde, nie aufgab. Die sehr zurückhaltende Irene, entwickelte sich dagegen erst nach und nach. Ihre Selbstfindung fand ich allerdings ebenso stark und plausibel geschildert. Trotz des zähen Einstiegs, möchte ich nicht weniger als 4.5 von 5 Punkten vergeben, da die Story sich so rasant ins Positive entwickelte und es die Autorin einfach versteht, ihre Leser ans Buch zu fesseln mit interessanten und mysteriösen Geschichten. Kurz gefasst: Mord in Slaughterford: Katherine Webb überrascht mit einem ausgeklügelten Krimiplot- trotz etwas zähem Einstieg, lohnt es sich dranzubleiben. Süffiger historischer Cosy- Krimi. 4.5 von 5 Punkten.

Die Frauen am Fluss

Von: Nina Datum: 31. May 2018

Klappentext: England, 1922. Zuerst stellt die Ankunft der Londonerin Irene die Ordnung des idyllischen Dorfes Slaughterford auf eine harte Probe. Kurz darauf geschieht ein brutaler Mord. Der Tote ist ein angesehener Gutsherr – und Irenes Mann. Gemeinsam mit dem Stallmädchen Pudding begibt sich Irene auf die Suche nach der Wahrheit. Die Spuren führen das ungleiche Paar tief in die angrenzenden Wälder und zu einer Liebe, die nicht sein durfte und ein ganzes Dorf schuldig werden ließ. In dem Buch geht es um Irene, Pudding und Clemmie. Drei junge Frauen die wir durch das Buch begleiten dürfen. Pudding mit ihrer süßen direkten Art, Clemmie die schüchterne und ruhige und Irene, die vor ihrer Vergangenheit in London nach Slaugherterford gekommen ist und sich mit der Tante von ihrem Ehemann herumschlagen muss. Bis zu jenem Tag, an dem ein schreckliches Verbrechen passiert... Das Buch fängt ruhig an. Katherine Webb hat die Gabe alles so detalliert zu beschreiben, dass man sich in der Geschichte gefesselt fühlt und es bis zum Ende kein entkommen gibt. Der Übergang der einzelnen Charaktere war einfach und man fand sich sofort in der jeweiligen Geschichte der drei Damen wieder. Sie berührten mein Herz und brachten mich am Ende sogar zum Weinen, denn das Buch war viel zu schnell zu Ende ... Absolute Leseempfehlung!!!! Vorsicht Spoiler!!! Das Ende war wie eh und je düster und unvorsehbar. Ich hatte mir wieder viele Gedanken über den Ausgang gemacht, doch war ich fassungslos wie es wirklich ausgegangen war und immer wieder keimte in mir das "Warum" auf. Warum können Menschen so grausam sein? Warum tuen Menschen anderen Menschen so etwas an? Irgendwo hatte ich mal gelesen, dass der Mensch das grausamste aller Tiere ist ... Derjenige hatte auf jeden Fall recht.

Ein spannender Familienkrimi

Von: Ariettas Bücherwelt Datum: 30. May 2018

Inhaltsangabe: Quelle Diana-Verlag England, 1922. Zuerst stellt die Ankunft der Londonerin Irene die Ordnung des idyllischen Dorfes Slaughterford auf eine harte Probe. Kurz darauf geschieht ein brutaler Mord. Der Tote ist ein angesehener Gutsherr – und Irenes Mann. Gemeinsam mit dem Stallmädchen Pudding begibt sich Irene auf die Suche nach der Wahrheit. Die Spuren führen das ungleiche Paar tief in die angrenzenden Wälder und zu einer Liebe, die nicht sein durfte und ein ganzes Dorf schuldig werden ließ. Meine Meinung zur Autorin: Katherine Webb, hat mit ihrem neuen Roman „ Die Frauen am Fluss“, einen sehr dichten, spannendem und Atmosphärischen Roman über eine geheimnisvolle Liebe geschaffen die nicht sein durfte. Ein Geschichte voll von Rache, Eifersucht, mysteriöser und dunkler Geheimnisse. Das ganze spielt auf zwei Zeitebenen 50 Jahre vorher 1872 und 1922, die sie sehr gut mit einander verwebt hat. Vier starke Frauen die stumme Clemmie, Nancy die Tante von Alistar Irene seine Frau und Pudding das Stallmädchen, stehen im Zentrum der Geschichte. Obwohl sie so unterschiedlich sind, verbindet sie ein dunkles und schreckliches Geheimnis. Das ganze entwickelt sich als ein sehr raffinierter Familienkrimi. Ihr Schreibstil ist sehr mitreißend, und spannend sie führt einem gekonnt auf manche falsche Fährte, alles ist sehr Bildhaft beschrieben. Ihre Figuren wirken real und auch die einzelnen Charaktere sind gut heraus gearbeitet.“ Ein tolles Buch das einem beim Lesen auf die Folter spannt und einem mitfiebern lässt.“ Zum Inhalt: Sehr schön ist das England und die Menschen um 1872 und 1922 beschrieben, mit all ihren Standesdünkel, ob in London oder im idyllischen Dörfchen Slaugford. Irene die Londonerin tat mir schon sehr Leid, als sie nach ihrer Hochzeit mit Alistar Hadleigh dem Gutsherr und Betreiber der Mühle in diesem Idyllischen Dorf landet. Gut Irene schien am Anfang sehr reserviert und Kühl, aber nach und nach entdeckt man ihren wahren Charakter, es war nicht so einfach sich dem Alltag auf dem Land einzufügen. Besonders die Nancy, die Tante von Alistar macht es ihr nicht leicht, eine sehr unsympathische und unterkühlte Frau. Sie scheint Eifersüchtig auf Irene zu sein, sie vergöttert Alistar geradezu. Nur in dem Stallmädchen Pudding, eine sehr liebenswerte Person, findet sie allmählich eine Freundin und vertraute. Beim Umbau eines Zimmers im Gutshaus, taucht im Kamin eine mysteriöse Puppe auf, was hat es mit ihr auf sich, wer hat sie dort versteckt? Mit der Unterstützung von Pudding macht sich Irene auf um heraus zubekommen, woher sie stammt, dabei stoßen sie auf eine Mauer des Schweigens. Als auch noch Alistar auf brutalste Weise ermordet wird, und ausgerechnet Donny der behinderte Bruder von Pudding in Verdacht gerät der Mörder zu sein, nur weil man ihn bei der Leiche fand. Er beteuert seine Unschuld, was ihm nichts nutzt, nur Pudding und auch später Irene glauben an seine Unschuld. Puddings Verzweiflung ist so Spürbar, sie glaubt ihrem Bruder Donny und findet in Irene eine Verbündete. Beide machen sich auf die Suche nach der Wahrheit, sie stoßen dabei auf schreckliche und dunkle Geheimnisse, aber für die Polizei scheint die Sache abgeschlossen. Ob es ihnen am Ende gelingt Donny vor dem Strang zu retten, die Zeit wird knapp.

Einfach perfekt!

Von: franzi_loves_books Datum: 11. November 2018

Eckdaten: Titel: Die Frauen am Fluss Autorin: Katherine Webb Sprecherin: Anna Thalbach Verlag: Random House Audio Dauer: 6h 34min Preis: 19,99€ ISBN: 978-3-8371-4146-7 Gekürzte Lesung! Rezensionsexemplar! Handlung und Charakter: Im englischen Dorf Slaughterford geschieht im Jahr 1922 ein schrecklicher Mord an dem Gutsherrn Allistair, dem Ehemann von Irene. Irene, die ihren Mann nicht geliebt hat, und das Stallmädchen Pudding, dessen ,vom Krieg traumatisierter, Bruder am Mord beschuldigt wird, versuchen den wahrenTäter zu finden. Sie glauben beide nicht, dass Puddings Bruder der Täter ist. Ihre Ermittlungen führen die beiden 50 Jahre zurück in die Vergangenheit. Wie wurde vorgelesen? Wie war die Story? Anna Thalbach liest in einer angenehmen Geschwindigkeit. Sie hat eine ruhige Stimme, die weder langweilt, noch nervt. Den Schreibstil von Katherine Webb mochte ich auch sehr gerne. Sie und Anna haben es hinbekommen, dass man sich wie im Jahre 1922 fühlt. Die Handlungsschritte, die heute nicht mehr so gewöhnlich sind, konnte ich, durch ihre Beschreibungen, sehr gut nachvollziehen. Sie haben das ganze irgendwie noch "aktuell"gemacht. Fazit: 'Die Frauen am Fluss' mochte ich sehr gerne. Die Kombination aus Anna Thalbachs Stimme und Katherine Webbs Schreibstil haben dieser gründlich durchdachten Geschichte eine perfekte Atmosphäre gegeben. Eventuell lese ich das Buch sogar noch. 5 von 5 Sternen 🌟🌟🌟🌟🌟