Caroline Criado-Perez

Unsichtbare Frauen

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Unsere Welt ist von Männern für Männer gemacht und tendiert dazu, die Hälfte der Bevölkerung zu ignorieren. Caroline Criado-Perez erklärt, wie dieses System funktioniert. Sie legt die geschlechtsspezifischen Unterschiede bei der Erhebung wissenschaftlicher Daten offen. Die so entstandene Wissenslücke liegt der kontinuierlichen und systematischen Diskriminierung von Frauen zugrunde und erzeugt eine unsichtbare Verzerrung, die sich stark auf das Leben von Frauen auswirkt. Kraftvoll und provokant plädiert Criado-Perez für einen Wandel dieses Systems und lässt uns die Welt mit neuen Augen sehen.

Unsichtbare Frauen

Von: Caro Lolcat Datum: 11. June 2020

"Unsichtbare Frauen - Wie eine von Daten beherrschte Welt die Hälfte der Bevölkerung ignoriert" von Caroline Criado-Perez ist Anfang Februar 2020 beim btb Verlag erschienen. Das E-Book umfasst knapp 500 Seiten und wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Inhalt Unsere Welt ist von Männern für Männer gemacht und tendiert dazu, die Hälfte der Bevölkerung zu ignorieren. Caroline Criado-Perez erklärt, wie dieses System funktioniert. Sie legt die geschlechtsspezifischen Unterschiede bei der Erhebung wissenschaftlicher Daten offen. Die so entstandene Wissenslücke liegt der kontinuierlichen und systematischen Diskriminierung von Frauen zugrunde und erzeugt eine unsichtbare Verzerrung, die sich stark auf das Leben von Frauen auswirkt. Kraftvoll und provokant plädiert Criado-Perez für einen Wandel dieses Systems und lässt uns die Welt mit neuen Augen sehen. Meine Meinung Feminismus ist wichtig und mir wird immer mehr bewusst, dass Frauen noch weit entfernt von gleichberechtigt sind. Ich meine, ich kann mich eigentlich nicht beschweren, aber ich weiß eben auch, dass viele Männer noch immer der Meinung sind, dass Frauen weniger wert sind oder weniger Rechte haben. Das ist falsch und unfair und kann auch gefährlich werden. Das Problem ist, dass es oftmals weder den Frauen und erst recht nicht den Männern bewusst ist, da es halt schon immer so ist. In diesem Buch weist die Autorin anhand sehr, sehr vieler Beispiele darauf hin, dass eine massive Lücke in den statistischen Daten besteht. Frauen werden beispielsweise in Studien entweder nicht berücksichtigt (medizinische Studien nur an männlichen Versuchstieren oder männlichen Probanden) oder sie wurden zwar berücksichtigt, aber bei der Auswertung wird nicht nach Geschlecht unterschieden. Auch bei Städteplanung und ähnlichem, wird nicht bedacht, dass Frauen ganz andere Wege zurücklegen, als Männer. Sie sind auch nicht so oft mit dem Auto unterwegs und leisten viel mehr Arbeit im Care-Bereich, die aber oft unbezahlt ist. Darunter zählen zum Beispiel die Kinderbetreuung, das Bringen und Holen der Kinder, die Betreuung von älteren oder kranken, hilfebedürftigen Personen. Die Frauen sind somit oft unsichtbar und solange sich die Erfassung dieser Daten nicht ändert, bleiben sie das auch. Ein Problem dabei ist, dass Frauen auch oft unterrepräsentiert sind und damit auch nicht Einfluss darauf nehmen können, dass an Frauen gedacht wird. Das verstärkt das Problem noch zusätzlich. Es wird auch gezeigt, dass es zum Teil nicht nur für die Frauen förderlich wäre, darauf achtzugeben, sondern auch dem Staat finanziell zugutekommen würde. Aber wie gesagt, solange die Daten nicht vorliegen, weiß niemand, dass dem so ist. Ich fand es wirklich sehr spannend zu lesen und auch wenn das Buch kein Roman ist, hat er sich fast genauso angenehm lesen lassen. Es gibt unheimlich viele Quellen, weshalb etwa 30 % des Buches tatsächlich nur aus den Quellangaben bestehen. Was das für eine Recherchearbeit darstellt, muss man sich mal vorstellen. Ein wirklich interessantes Buch, das mehr lesen sollten, um das systematische Problem zu erkennen.

Deprimierend

Von: Lillibeth Datum: 26. March 2020

Das Buch "Unsichtbare Frauen" von Caroline Criado-Perez hat mich ziemlich deprimiert. Trotz all der Jahre des Kampfes für eine Gleichberechtigung und -behandlung zu lesen, dass in so gut wie allen Bereichen des Lebens Frauen weitesgehend ignoriert werden, ist schwer zu lesen. Aus diesem Grund konnte ich auch nie lange an dem Buch lesen. Doch auch die Fülle an Fakten und Ergebnisse von Umfragen und Tests hat das Lesen nicht sonderlich angenehm gemacht. Sicher, all diese Daten sind wichtig und unterstreichen perfekt die Aussage des Buches, für den Leser wird es jedoch auf Dauer etwas eintönig. Trotzdem halte ich dies für ein überaus wichtiges Buch, welches perfekt darlegt, wo überall Handlungsbedarf besteht.

Ein wichtiges Buch, nicht nur für "schwierige Frauen"!

Von: Phienchen Datum: 24. March 2020

In "Unsichtbare Frauen" will Caroline Criado-Perez auf Geschlechterungleichheiten aufmerksam machen, die den meisten (auch Frauen selbst) so nicht unbedingt bewusst sind, und was das für Auswirkungen hat. Mir ist sehr positiv aufgefallen, dass sie für ihre Thesen Quellen angibt! Es sind allerdings so überwältigend viele, dass es ohne eine große zeitliche Investition nicht möglich ist, sich alle einmal anzuschauen und zusätzlich kritisch zu hinterfragen. Sehr viele ihrer behandelten Themen wären mir ohne dieses Buch nicht aufgefallen. Ich wäre vermutlich gar nicht auf die Idee gekommen, dort nach "Genderdifferenzen" zu suchen. Das Buch versammelt viele gute Diskussionsansätze und zeigt die Schwachstellen von Statistiken und unzureichender Datenerhebungen. Es wäre überaus wünschenswert, wenn sie so einen Beitrag dazu geleistet hat, dass die Forschung und politischen Würdenträger diese Überlegungen in Zukunft berücksichtigen! Nicht so überzeugt war ich von der Strukturierung des Buches. Es ist eigentlich in thematisch klar umrissene Themenbereiche eingeteilt, aber in den Kapiteln weichen diese Abgrenzungen immer wieder auf. So entsteht leider ein Eindruck von chaotischem Hin- und Herspringen und einer Aufgeregtheit, die potentielle Leser, die das Thema vielleicht nicht so wichtig finden, eher nicht überzeugen kann (das habe ich mit Stichproben getestet). Es ist zusätzlich schade, dass es so leider nicht möglich ist, alle z.B. medizinischen Themen und Argumente gebündelt wiederzufinden, da es zwar ein Kapitel über Medizin gibt, sich aber auch im Rest des Buches entsprechende Aussagen wieder finden lassen. Als deutsche Leserin ist es vielleicht etwas unglücklich, dass einige Punkte sehr stark auf Großbritannien, die USA o.ä. ausgelegt und nicht direkt auf unsere Lebenswirklichkeit anwendbar sind. Aber dies ist der Tatsache geschuldet, dass eine britische Journalistin natürlich für ein britisches Publikum schreibt, da sie dort erstveröffentlicht. Eine entsprechende Zielgruppenanpassung wäre vom deutschen Verlag sehr schön gewesen, aber vermutlich auch in mehrerlei Hinsicht sehr aufwendig. Trotz der sehr berechtigten Kritikpunkte der Autorin finde ich persönlich, dass sie es sich am Ende oft zu einfach gemacht hat und alle Probleme auf die Datenlücken oder bewusste Ignoranz oder Negierungen der (bösartigen) Verantwortlichen zurückgeführt. Ihre Argumentationsketten kommen sehr vereinfacht gesagt oft so rüber, als könnte man alle Probleme dieser Welt lösen, wenn doch endlich die Frauen diejenigen wären, die die Entscheidungen träfen. Ich teile ihre Ansicht, dass beide Geschlechter mit einbezogen werden müssen (!!!), glaube aber nicht, dass es wirklich gerecht zugehen kann, wenn die Gesellschaft plötzlich in das andere Extrem umschlagen würde. Zusätzlich ist Unwissenheit nicht gleichzeitig Böswilligkeit. Aufgrund der Relevanz und der intensiven Recherchen kann ich trotz meiner Kritik berechtigte 4 Sterne vergeben.

Sehr wichtiges Buch zu einem sehr wichtigen Thema

Von: Stefanie Sprung Datum: 21. March 2020

Das Buch ist ein Sachbuch, es basiert auf vielen Quellen, es ist sehr gut recherchiert und es geht um ein sehr wichtiges Thema. Das in der allgemeinen Statistik immer auf Basis der Männer gerechnet und alles optimiert wird. Es geht zum Beispiel um Wegeoptimierung. Alle Wege sind darauf programmiert, dass der Mann (der Ernährer der Familie) früh in die Stadt zu seiner Arbeit kommt und am Nachmittag zurück. Die Frau, die die Kinder in den Kindergarten bring, zu ihrem Halbtagsjob rennt, danach zur Oma, um sie zu pflegen und noch schnell Besorgungen zu machen, an die wird nicht gedacht, deren Wege sind nicht optimiert und entsprechend mühsam länger und umständlicher. Das ist nur ein Beispiel von vielen und auch aus vielen Ländern, wie das mit der Arbeit funktioniert, wenn man nicht bis 0 Uhr mit dem Chef Whiskey trinkt, sonder heim muss, weil die Kinder warten. Das sind alles Beispiele von Sachen, die man kennt und die man weiß. Ich weiß das alles, vielleicht nicht anhand dieser Beispiele vielleicht nicht so umfassend, aber ich weiß das alles, deswegen finde ich das Buch auch so wichtig und hervorragend und notwendig. Allerdings habe ich mir beim Lesen des Buches auch gedacht, ob Männer das wohl auch lesen und ob die das Verstehen. Wie bekommt man Männer dazu, diesen Missstand zu erkennen und auch zu versuchen, dass Leben der Frauen zu optimieren, so dass auch ihr eigenens Leben besser wird.

Unsichtbare Frauen

Von: MinnieMaus1983 Datum: 19. March 2020

... ist ein Buch für alle, egal ob Mann oder Frau. Denn nur wenn vielen vor Augen gehalten wird warum die Frauen "unsichtbar" sind, kann sich daran etwas ändern. Ein sehr gut recherchiertes, interessantes Buch. Allerdings finde ich es durch die Angabe der ganzen Statistiken nicht immer ganz einfach zu lesen. Aber da es ja kein Roman ist, den man in einem Rutsch durchliest, macht das gar nichts. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen.

Vieeeele Infos

Von: Coco Datum: 19. March 2020

Caroline Criado-Perez beschreibt in ihrem Buch das Problem der Benachteiligung von Frauen im Alltag, in Job, in der Medizin und im öffentlichen Leben. Es gibt zu jedem Thema mehrere lange Kapitel mit extrem vielen Infos. Es gibt zu jedem Punkt mehrere Prozentangaben zu vielen Ländern. Außerdem gibt es überall zu Quellenangaben ( 1331 Stück!), die man im Anhang findet. Für meinen Geschmack etwas zu viele Infos, aber diese sind auch gut recherchiert!

Regt zum Nachdenken an

Von: Amene Melior Datum: 19. March 2020

"Unsichtbare Frauen" von Caroline Criado-Perez beschreibt, inwieweit in der heutigen Welt immer noch ein Ungleichgewicht zwischen Männern und Frauen herrscht und dass dieses oftmals unbewusst zustande kommt, da Daten falsch oder unvollständig erhoben werden. Das Buch ist in sechs Abschnitte eingeteilt, die sich mit dem Alltag, dem Arbeitsplatz, dem Design von Gegenständen, dem Arztbesuch, dem öffentlichen Leben im Allgemeinen und Problemfällen beschäftigt. Anhand von sehr vielfältigen Beispielen aus weltweiten Situationen und Umständen wird erläutert, wo Frauen benachteiligt werden. Einige Beispiele, so banal sie auch erscheinen mochten, führten bei mir dazu, dass ich erstmals selber kritisch darüber nachgedacht habe. Andere Beispiele waren aus der Sicht Deutschlands hingegen sehr schwer nachzuvollziehen. Alle Behauptungen, Beispiele und Begründungen sind ausgiebig mit Quellen versehen, sodass die Möglichkeit besteht, die zitierten Studien und Erfahrungsberichte im Detail nachzuvollziehen. Insgesamt merkt man beim Lesen, dass die Autorin genau weiß, wovon sie schreibt und auch selber für das Thema brennt. Trotzdem wird angenehmerweise auf den erhobenen Zeigefinger weitestgehend verzichtet, stattdessen ist das Buch auch mit einem gewissen Humor geschrieben. Durch die Aufteilung des Buches in die oben genannten Aspekte des täglichen Lebens wiederholen sich einige Aspekte, in denen Frauen Nachteile erleiden, immer wieder. So wird zum Beispiel immer wieder auf den zeitlichen Unterschied der geleisteten Care-Arbeit zwischen Frauen und Männern eingegangen, weil dieser in verschiedenen Kontexten relevant wird. Insgesamt ist das Buch aber sehr lesenswert und regt definitiv zum Nach- und zum Teil auch zum Umdenken an. An vielen Punkten fragt man sich, warum dies eigentlich immer noch stillschweigend hingenommen wird. Natürlich gibt es auch andere Stellen, an denen die Beispiele etwas überzogen wirken, aber das ist immer die Gefahr bei einem Werk, das gänzlich aus einer Sicht geschrieben wurde. Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, insbesondere auch solchen Lesern und Leserinnen, die sich bisher noch nicht so sehr mit Gleichstellung beschäftigt haben!

geballte Information

Von: Natalie Besser Datum: 19. March 2020

In diesem Buch trägt Caroline Driado-Perez die Ergebnisse sehr vieler Studien und Interviews zusammen und erklärt uns eindrücklich, was ein Gender Data Gap ist und welche Arten der Diskriminierung auch heute noch daraus entstehen. Das Buch ist daher vielmehr informativ als unterhaltsam und schafft es doch leichtfüßig zu schockieren, zu überraschen und Augen zu öffnen. Es kann einerseits verdeutlichen wie viel sich gerade in Europa schon für Frauen verbessert hat und verliert andererseits nicht aus den Augen, dass sowohl öffentliche Toiletten am anderen Ende der Welt als auch Suchmaschinenoptimierung hier wichtig für die weitere Gleichberechtigungsentwicklung sind. Ich habe dieses Buch über einen langen Zeitraum in kleinen Dosen gelesen, da es wirklich viel Information ist, die es zu verdauen gilt. Aber besonders für Menschen, die sich intensiv mit dem Thema Feminismus, Gleichberechtigung und Genderfragen auseinandersetzen, würde ich es als essentielles, aktuelles Werk einstufen. Bücher wie diese sind wichtig, damit unser soziales, gleichwertiges und gleichberechtigtes Miteinander weiter verbessern können, indem sie unsere Aufmerksamkeit auf die Probleme richten, die viele sonst gar nicht bemerken könnten/würden.

Ein Buch „für die beharrlichen Frauen - bleibt verdammt noch mal schwierig!“ (Zitat) 🗯

Von: Jennifer Z. Datum: 18. March 2020

Die Autorin und feministische Aktivistin Criado-Perez erklärt in diesem Sachbuch, warum Frauen bei wissenschaftlichen Daten und Forschungen oft zu kurz kommen. Dies führt laut ihr so weit, dass die Diskriminierung bis in das private Leben der Frauen vordringt und das System deswegen unbedingt einer Änderung bedarf. Wissenschaftlich, provokant und gleichzeitig sehr charmant verbindet die Autorin in diesem Buch persönliche Geschichten mit Fakten. Zum Beispiel das Kapitel über Ärzte, Medikamente und den biologischen Körper: Die junge Michelle wird bei Schmerzen im Bauchbereich direkt auf den gynäkologischen Stuhl gesetzt, obwohl sie eigentlich eine Darmerkrankung hat. Dass keiner eine Ahnung von weiblicher Anatomie hat, liegt nicht nur an blödsinnigen Thesen, wie dass der weibliche Körper als der „von außen nach innen gekehrte“ männliche Körper anzusehen ist (Aristoteles), sondern auch daran, dass im Medizinstudium kaum Kurse hierzu angeboten werden und als Norm sowieso der „typische Mann von 70kg“ gilt. Und das ist nur eins von vielen erschreckenden und gleichzeitig amüsierenden Beispielen aus Alltag, Arbeitsplatz oder öffentlichem Leben.

Augen öffnend

Von: Sementhen Datum: 18. March 2020

Ja das Buch ist sehr Datenlastig und alles am Stück lesen ist schwierig, aber jeden (zweiten) Tag mal ein Kapitel ist spannend und man hat genügend Zeit über das Gelesene nachzudenken. Es werden viele Punkte beleuchtet von denen ich vorher nie dachte, dass es ein feministisches Thema sein könnte (Städtisches Schneeräumen zum Beispiel) und andere wie Muterschaftsurlaub die mir vorher natürlich schon ein Begriff waren. Es werden viele Beispiele von der ganzen Welt gebracht auch wenn der Fokus auf der westlichen Welt bleibt. Aufgrund der vielen Studien ist es teilweise anstrengend zulesen und auch stellenweise repetetiv, aber so bleibt vielleicht auch mehr hängen? Ich finde es ein sehr interessantes Buch und habe gerne die anschaulichen Beispiele mit Freunden geteilt und habe das Gefühl jetzt mit einem offeneren Blick auf die Welt zu schauen. Das Buch ist nicht für jeden etwas, man sollte offen genug sein ihm eine Chance zu geben da es doch recht reißerisch sein kann. Aber das muss es wohl um die Leser wach zu rüttlen.

Informativ und auch für Männer geeignet

Von: Leseratte Narki Datum: 16. March 2020

der Titel des Buches hat mein Interesse geweckt und die Neugierde was sich hinter der Thematik verbirgt, war ausschlaggebend warum ich mich für dieses Buch entschieden habe. Vorweg ich lese sonst nicht so oft Sachbücher, aber ich dachte mir warum nicht. Ich muss aber gestehen, dass ich doch etwas überfordert mit der Flut an Daten und Fakten war. Es war für mich nicht möglich dieses Buch an einem Stück zu lesen, aber es ist ein sehr gut recherchiertes Buch.

Wahnsinn, was man selbst als Frau alles übersieht

Von: nine.be Datum: 13. March 2020

Mir war vor dem Lesen des Buches schon klar, dass der weiße Mann die Norm des weltweiten Menschens sein soll. Ich wußte, dass die "typischen" Herzinfarkt-Symptome männlich sind und bei Frauen ganz anders. Ich lebe aber in einer Welt, in der ich dachte, dass Gleichberechtigung und Gleichbehandlung herrscht. Ich habe mir um "Feminismus" und solch Kram nie Gedanken groß gemacht. War mir egal, passt schon irgendwie... Aber dieses Buch hat mir aufgezeigt, wie sehr, wie extrem diese Welt auf den "weißen Mann" zugeschnitten ist. Wie viel angenehmer wäre das Leben, wenn man 50% der Menschheit nicht als "Anormalität" sehen würde, die sich gefälligst anzupassen hat. Was juckt es den (männlich) Ingenieur, dass der Gurt im Auto den Frauen nicht richtig passt? Bei der Planung hat er den weiblichen Busen einfach nicht mit einbezogen. Jeder sollte dieses Buch gelesen haben, vor allem die "männlich, weiß, 70kg, 180cm"-Hälfte.

Unbedingt lesen

Von: Awi Datum: 13. March 2020

Ich bin so froh, dieses Buch gelesen zu haben! „Mannsein gilt als universell, Frausein als Abweichung“ - wie kann es sein, dass ich einen Großteil der wirklich erstaunlich und meist erschreckenden Dinge, die auf 300 Buchseiten beschrieben und auf 90 Seiten mit Quellenangaben belegt werden, noch nie hinterfragt oder gar von ihnen gehört habe? Caroline Criado-Perez fasst vieles, das ich auch in Deutschland mit einem vagen Gefühl erlebe oder beobachte, in Worte, die mir bisher gefehlt haben. Ich werde dieses Buch weiterempfehlen und verschenken – es hat mich wirklich beeindruckt.

Ein wichtiges Buch

Von: coffeerepublic Datum: 06. March 2020

Ein wichtiges Buch, das angenehm geschrieben ist und einen guten Überblick über den Mangel geschlechtsbezogener Daten(erhebung) in verschiedensten Bereichen gibt. Durch diese Art "Rundumschlag" ist es sehr lehrreich. Gleichzeitig zeigen sich hier aber auch leichte Schwächen, da ich mir an einigen Stellen ein tieferes Eintauchen in die Thematik gewünscht hätte. Stilistisch findet Criado-Pérez eine angenehme Mischung von statistischer Darstellung und Einzelfallberichten, die die möglichen Effekte der Datenlücke greifbarer illustrieren. Das Buch ist generell empfehlenswert, vor allem jedoch für Personen, die einen Einstieg in eine feministischere Sicht alltäglicher Probleme suchen oder sich für das Entstehen fehlgeleiteter Statistiken interessieren. (An dieser Stelle noch ein Hinweis für die, die noch an der finalen Version des Buches arbeiten: Manche Termini sollten eventuell noch einmal von Fachleuten geprüft werden. Ist Thalidomid in Deutschland wirklich unter "dem Markennamen Methadon" bekannt? Ein solcher Fehler lässt den Leser an der generellen Authentizität der Informationen im Buch zweifeln.)

Buch „ Unsichtbare Frauen“

Von: Fasa2408 Datum: 28. February 2020

Für mich willkürliche Aneinanderreihungen von Statistiken,Befragungen,Erzählungen und Erlebnisse von diskriminierung.Teilweise für mich ohne Zusammenhang,es wird über Sport und Knochendichte gesprochen,einige Zeilen später gehst es um Damentoiletten,obwohl das Thema ausführlich auf vorrigen Seiten angesprochen wurde. Das Buch lässt die Frau in meinem Augen als unterwürfig,machtlos und als Mensch ständiger Diskriminierung darstellen. Ich glaube nicht,dass das Buch den Frauen die sich ggf angesprochen fühlen sollten,den Mut gibt sich zu wehren,ihre Meinung deutlicher zu äußern etc. Mir gibt es eher das Gefühl,dass die Frau an sich schon immer Diskriminiert wurde und es keinen Ausweg daraus gibt. Der Mann als Mensch wird so dargestellt,als ob er an allem Schuld wäre,Schuld an seinem Geschlecht und den daraus resultierenden Vorteilen.Das Buch gleicht in meinem Augen einen heutigen „mimimimmiii“ Post. Außerdem finde ich,spielt die Erziehung und der Charakter z.B.das Selbstbewusstsein der Frau auch eine Rolle. Es gibt Frauen,die lassen sich nicht Diskriminieren,mobben etc. Eben weil sie gelernt haben sich zu wehren,zu ignorieren,sich gegen andere Meinungen zu stellen um ihre Eigenen zu vertreten. Selbst bei der Berufswahl und dem Gehalt,können und sollten Frauen sich gegen den niedrig Lohn wehren.Anstatt sich bei Privaten Arbeitgebern zu bewerben,lieber auf kirchliche Träger zurück greifen .Sonst alle 2-3 Jahre nach Lohnerhöhungen fragen.das ist nur ein Beispiel. Schade finde ich,dass es „nur“ um die Frau an sich geht,ich denke die Ablehnung oder Benachteiligung von Menschen mit Behinderung,egal ob Mann oder Frau stehen genauso oder noch mehr im Fokus der Diskriminierenden.

Fragt die Frauen

Von: ulrike rabe Datum: 20. September 2020

„Kann Schneeräumen sexistisch sein?“ Was auf den ersten Blick wie ein Witz klingt, passierte tatsächlich in der schwedischen Stadt Karlskoga. Denn dort sollte die Stadtpolitik unter der „Genderbrille“ neu betrachtet werden. Was also kann beim Schneeräumen schon falsch sein, wenn jahrzehntelang zuerst Straßen und erst danach Radwege und Fußwege vom Schnee befreit werden. Es stellte sich nämlich heraus, dass es meist Frauen sind, die die ungeräumten Verkehrswege benutzen mussten auf ihren vielen Wegen, nicht nur zur Arbeit, sondern auch um Kinder zu bringen, zu holen, Einkäufe zu tätigen, Nachbarschaftshilfe zu leisten…, während sich der Großteil der Männer in deren bequemen 4x4 Fahrzeugen auf den schneefreien Straßen bequem ausschließlich zur Arbeit und wieder nach Hause zu kutschieren. Dies ist eines der vielen Beispiele, welches die britische Autorin und Journalistin Caroline Criado-Perez in ihrem Buch „Unsichtbare Frauen“ aufzählt, um Datenlücken aufzuzeigen, wenn Daten nicht geschlechtsspezifisch erhoben und ausgewertet werden. Das generische Maskulinum wird tatsächlich immer noch vorwiegend maskulin interpretiert denn generisch: „Männlich bis zum Beweis des Gegenteils“. In Führungspositionen – politisch, technisch, wirtschaftlich - sind heute immer noch vorwiegend Männer. Männer die nicht konfrontiert sind mit Ausgrenzung, physischer und/oder sexueller Übergriffe und Gewalt. Die abwiegeln, was sie nicht selbst erlebt haben (können). Es braucht Frauen, die in Entscheidungsprozesse eingebunden werden, um Frauen sichtbar zu machen! Es sind vor allem drei Themen, die wieder und wieder in dem Buch genannt werden: Der weibliche Körper, die von Frauen geleistete, unbezahlte „Care“-Arbeit und Gewalt von Männern an Frauen. Dabei geht es nicht nur um First World Problems, ob eine Frauenhand groß genug ist für ein modernes Smartphone. Oder Spracherkennungssoftware, die nur auf männliche Stimmen anspricht. Und es geht nicht nur um gutsituierte, ausgebildete, ausreichend bezahlte Frauen unserer Wohlstandsgesellschaft, die bei kulturellen Events die Schlange vor dem Damen-WC monieren könnten. Es geht um Frauen weltweit, auch und vor allem aus Drittweltländern, Migrantinnen, die unterprivilegiert, schlecht bezahlt, unsichtbar sind. Der Zugang zu sichern Toiletten für Frauen und Mädchen ist vielleicht für uns selbstverständlich. Ganz anders sieht es beispielsweise in Indien aus, wo sich tausende Frauen in den Slums ein Waschhaus teilen müssen. Oder wenn mexikanische Erntehelferinnen lieber Dehydrierung in Kauf nehmen und keine Flüssigkeit zu sich nehmen, weil sie keine Möglichkeit habe sich während der Arbeit zu erleichtern. Arbeitsmittel und -kleidung - für Männer konzipiert, wie beispielsweise Overalls oder Schuhe, die nicht an Frauenfüße passen. Es sind nicht die Frauen, die sich an diese Dinge anpassen sollten, sondern die Dinge an Frauen. Und ist es nicht ein Hohn, dass es in afrikanischen Ländern Fortbildungskurse für Frauen gibt, die in Sprache und Schrift unterrichtet werden, die diese Frauen nie die Möglichkeit hatten zu erlernen. Die Apple Health App soll ein umfassendes Tool für Gesundheitsdaten sein, doch die Erfassung des Menstruationszyklus fehlt. Crash Test Dummies sind männlich, das „weibliche“ Modell ist schlicht kleiner, und wird nur am Beifahrersitz getestet . Teilnehmerinnen an medizinischen Studien? – Vorwiegend männlich. Medikamente, die aufgrund der hormonellen und sonstigen physischen Gegebenheiten einer Frau bei Frauen wirken könnten, kommen nicht zur Anwendung, weil bei Männern eine erfolgreiche Testung ausblieb. „Na no na net!“, fällt mir dazu nur ein. Erst langsam spricht es sich herum, dass sich bei einem Herzinfarkt die Symptome bei Mann und Frau unterscheiden. Entsprechende Datenerhebungen und -auswertungen können also nicht nur das Leben von Frauen deutlich erleichtern, sie können auch das Leben von Frauen retten. Einziger kleiner Kritikpunkt an diesem Buch: mir scheint eine gendergerechte Sprache nicht immer eindeutig und konsequent. Mal Binnen-I, mal *, manches Mal war ich nicht sicher, ob eine männliche Form gewünscht war oder dem tatsächlich dem generischen Maskulinum geopfert wurde. Das mag auch ein Problem der Übersetzung sein, sollte aber gerade bei diesem Buch sehr sensibel geprüft werden. „Wenn Frauen in der Forschung und Wissensproduktion beteiligt sind, werden Frauen nicht vergessen. Die Leben und Perspektiven von Frauen werden sichtbar. Davon profitieren Frauen auf der ganzen Welt… Es stellt sich heraus, dass wir die Lösung die ganze Zeit vor Augen hatten. „Man“ muss nur die Frauen fragen.“

Mehr als gut gelungen

Von: Cel83 Datum: 02. September 2020

Mich hat das Buch sehr angesprochen und fasziniert. ich habe es mit großem Interesse gelesen und kann es nur jedem empfehlen auch zu lesen.

Zwischen Faszination und unbändiger Wut

Von: wort.bildung Datum: 12. August 2020

🤯, kurz gesagt. Selten hat mich ein Buch so sehr gefordert, und das gleich auf zwei Ebenen: intellektuell wie emotional. Zwischen Faszination und unbändiger Wut. In sechs verschiedenen Teilen und mit über 1300 (!) Fußnoten auf nur gut 400 Seiten beschreibt die Autorin, wie sexistisch unsere Welt im Grunde ist. Und wo. Spoiler alert: In allen erdenklichen Bereichen unseres Lebens. Dabei geht es nicht um den plumpen Alltagssexismus, der vielen Frauen tagtäglich widerfährt. Und schlimm genug ist! Der Teufel liegt (leider) im Detail. Warum bedeutet Geschlechterneutralität nicht gleich Geschlechtergerechtigkeit? Warum sind Menschenrechte nicht gleich Frauenrechte? Ja, warum eigentlich? Die Antworten lägen so nah, wenn man Frauen nur eine Stimme geben würde. Wenn Frauen ihre Perspektiven bedingungslos mitteilen dürften. Wenn wir unsere von Daten (und dem Penis) beherrschte Welt immer auch auf die Lebenswelt der Frauen beziehen würden. Aller Frauen. Denn das Geschlecht bestimmt tatsächlich mit, welche Fragen wir stellen. Und welche Antworten wir bekommen. Puh, manchmal wünschte ich, ich wüsste weniger…

unfassbar relevant und informativ

Von: ina-introvert Datum: 04. August 2020

Diese Buch war viel! Daher bin ich sehr beeindruckt von der Arbeit, die die Autorin damit geleistet hat. Die Inhalte sind präzise ausgewählt und umfangreich erläutert. Dabei trifft sie keinen polemischen oder zynischen Ton, sondern einen ganz sachlichen. Das empfinde ich als den richtigen Umfang mit dem Thema, vor allem wenn es um Daten, um Statistiken geht. Schwarz auf weiß ist die systematische Benachteiligung von Frauen einsehbar, egal ob im Sinne des Geschlechts oder im Hinblick auf Gender. Die Tendenz liegt darin, dass Männer sich in einer „männergemachten“ Welt sehr wohl fühlen und dabei aus den Augen verlieren, dass „der Mann“ nicht gleichzusetzen ist mit „der Mensch“. Zu der Spezies „Mensch“ gehört ebenso die Frau, das Weibliche. Pauschal kann gesagt werden, dass Frauen auch „Frauenthemen“ berücksichtigen und somit viel mehr dazu beitragen könnten, diese offensichtlich falsche Weltanschauung zu verändern. Doch leider haben in vielen Bereichen Frauen keine Stimme oder kein Gesicht. Damit ist gemeint, dass systematisch und strukturell „Frauendaten“ nicht erhoben oder einbezogen werden und es auch wenige Vertreterinnen in unterschiedlichen Feldern gibt (z. B. Politik, weibliche CEOs, Forscherinnen etc.). Das ganze Buch greift immer wieder den Punkt auf, dass Frauen den Großteil der unbezahlten Care-Arbeit übernehmen. Dazu zählt verschiedenes: Kinderbetreuung, Einkaufen, Putzen, Kochen uvm. Die Autorin kritisiert hier in erster Linie nicht diese altertümliche Fehlstellung, sondern vielmehr, dass sogar solche offenkundigen Daten nicht berücksichtigt werden. Weder im Berufs- und Karriereleben noch im Straßenverkehr. Diesen Ansatz finde ich interessant und auch angemessen. Denn einige Frauen fühlen sich wohl, in dem sie das Klischee erfüllen und entscheiden sich bewusst für solch ein Leben. In diesem Sachbuch wieder keine*r verurteilt, hier werden Fakten dargestellt. Schockierende Fakten. Von besonderem Interesse war für mich das Kapitel „Design“, wo es darum ging, dass vieles nach der Standardgröße des Mannes designt wird. Das fängt bei VR-Brillen an und hört bei dienstlicher Bekleidung auf (z. B. bei beschusshemmenden Westen oder Marschschuhen im Militärbereich). Ebenso wie es hier sogar zu tödlichen Folgen kommen kann (und auch schon kam), ist dies auch der Fall in der Medizin. Unfassbar scheint mir, dass selbst Medikamente, bei denen Frauen die Zielgruppe sind, nicht anhand von Frauendaten (Probandinnen) erforscht werden. Diese Bereiche haben mich besonders schockiert und waren neu für mich. Von der eindeutigen Benachteiligung in weiteren Bereichen ganz zu schweigen. Allerdings findet hier kein allgemeines Männer-Bashing statt und das zurückbleibende Gefühl nach der Lektüre ist nicht Angst, sondern vielmehr hat das Buch einen aufklärenden, augenöffnenden Charakter. Von hier aus gehend können Diskussionen geführt werden und die Informationen weitergegeben werden. Ich kann dir dieses Buch sehr empfehlen. Wenn es dir allerdings sehr schwer fällt, dich auf Sachthemen beim Lesen zu konzentrieren und du mit vielen Zahlen nichts anfangen kannst, stelle ich es mir eher unangenehm vor.

Unsichtbare Frauen ist kein dünnes und kein leichtes Buch. Es ist ein wichtiges Buch.

Von: Sarah Pritzel Datum: 29. July 2020

Stell dir vor du gehörst zur Mehrheit, aber keiner interessiert sich für dich. Weltweit ist der Anteil Frauen knapp über 50% – sie stellen somit die Mehrheit. Aber historisch bedingt ist ihre Existenz bis heute in unserer Datenwelt kaum vorhanden. Debatten über Ungleichheit und Quoten müssen deswegen nicht dort beginnen wo sie derzeit ansetzen, sondern schon in dem, was im Hintergrund liegt: Die Daten, die unsere aktuelle Welt geprägt haben. Was in „Unsichtbare Frauen“ beschrieben wird, hat mich wahnsinnig überrascht. Denn wer macht sich schon Gedanken darüber, wie unsere Gesellschaft eigentlich aufgebaut ist? Frauen dürfen wählen, arbeiten, sich selber persönlich entwickeln und entfalten im Europa des 21. Jahrhunderts – aber können sie dies wirklich genauso uneingeschränkt wie Männer? BEEINDRUCKENDE BEISPIELE UND ZAHLEN Warum eben nicht, erfährt man im Buch auf extrem eindrucksvolle Weise. Anhand dutzender, plastischer Beispiele aus dem Alltag und der Geschichte wird veranschaulicht, wo die Datenlücken zu ungleichen Startbedingungen führen. Sei es bei der Verkehrsplanung (bei der es meistens um Straßen und Pendlerverkehr geht, obwohl Frauen häufig innerhalb der Städte ganz andere Bewegungsmuster haben als Männer!) bis hin zu der Tatsache, dass Büroräume oft für Frauen zu kalt eingestellt sind (weil die Druchschnittstemperatur für das Wohlbefinden an Männern gemessen wurde). Diese Datenlücken ziehen sich durch jeden Lebensbereich und beeinflussen uns meist unbewusst in jeder Minute. Dass Entscheidungen aufgrund dieser unvollständigen Daten von Politikern und Entscheidungsträgern oft falsch getroffen werden, muss dabei nicht einmal Böswilligkeit, sondern schlichtweg Unwissenheit sein. Aus diesem Grunde fand ich persönlich es sehr schwer und gerade deshalb enorm wichtig das Buch zu lesen. Schwer, weil es als Frau traurig und wütend macht das gesamte Ausmaß der Ungleichheit zu begreifen. Das Buch musste ich mehrere Male für einige Tage zur Seite legen weil es an die Substanz gehen kann. Aber es öffnet eben auch die Augen und schafft erst einmal ein Bewusstsein dafür, wo Datenlücken für Ungerechtigkeit sorgen. Nur mit diesem Bewusstsein kann ein jeder gute und faire Entscheidungen treffen – ob nun im Beruf, in der Politik oder Andreswo. Unsichtbare Frauen ist kein dünnes und kein leichtes Buch. Es ist ein wichtiges Buch.

Ein beeindruckendes Buch, verändert den Blick auf die Welt - und macht wütend!

Von: Kobis.books.and.tea Datum: 23. July 2020

Dieses Jahr habe ich schon mehrere Bücher gelesen, die mich nachhaltig beeinflusst haben, und "Unsichtbare Frauen" von Caroline Criado-Perez gehört ab jetzt auch dazu. Manche Dinge kann man nicht mehr vergessen, wenn man sie einmal gehört, gesehen oder eben gelesen hat. ☆ Ich hab schon immer daran geglaubt, dass echte Gleichberechtigung wichtig ist, aber dieses Buch hat mir nochmal meinen eben doch sehr männlichen Blick auf die Welt bewusst gemacht. Bisher hatte ich noch nie darüber nachgedacht, ob Sicherheitsgurte im Auto bei Frauen gut sitzen und wenn nicht (sie tun es nicht: Brüste/Körpergröße), ob das die Sicherheit für Frauen beeinträchtigt (ja, sehr sogar). Ich hab noch nie darüber nachgedacht, ob in Flüchtlingslagern eigentlich Tampons verteilt werden (werden sie meist nicht, mit schlimmen Konsequenzen, es ist ein Skandal!) und mir war nur dunkel bewusst, dass Medikamente gar nicht oder nicht ausreichend an Frauen getestet werden und sie daher oft nicht wirken oder sogar schädlich sind. Das Buch ist voll von solchen Beispielen. ☆ Während der Lektüre war ich so wütend die ganze Zeit. Diese Dinge sind alle bekannt und es ändert sich trotzdem nichts oder einfach zu langsam. ☆ Männer haben die Bedürfnisse von Frauen (meist) nicht im Blick, sie sind halt einfach keine Frauen. Daher müssen Frauen in Entscheidungsprozesse in gleicher Anzahl mit eingebunden werden. Wer immer noch glaubt, das Genderthema sei ein überflüssiger Spleen, der sollte unbedingt dieses Buch lesen! Es öffnet einem die Augen dafür, in welchem Maße der Mann überall als Standard gesetzt und die Frau als seltsame Abweichung gesehen wird, mit drastischen Konsequenzen. Das geht einfach so nicht und muss geändert werden! Den Preis zahlen zurzeit vor allem Frauen, aber letztlich ist es schädlich für uns alle!

Umfassendste Lektüre zum Thema Benachteiligung von Frauen, die ich bis jetzt gelesen habe!

Von: girlofbooksandpages Datum: 19. July 2020

Warum können Frauen den Männern nicht ähnlicher sein? . Ich lese extrem gern feministische Literatur. Mit „Unsichtbare Frauen“ hab ich nun ein extrem informatives und allumfassendes Buch zu dem Thema im Regal stehen. Kurz gesagt zeigt das Buch viele Bereiche auf, in denen Frauen diskriminiert werden. Und mit viele meine ich sehr sehr viele. Unter anderem gehts um Transportmittel, Gestaltung öffentlicher Plätze und Einrichtungen, Schutzkleidung, Parkplätze, WCs, Herde, Arbeitsplätze, Klaviere, KI Software und Programme, Handys, Spracherkennungssoftware, VR Brillen und Software, Autositze, Sicherheitsgurte, Ärztliche Versorgung von Frauen, Unterrepräsentation von Frauen in der medizinischen Forschung, Frauen in Führungspositionen oder als Politikerinnen oder Frauen in Flüchtlingslagern, Frauen im Berufsalltag und Frauen die unbezahlte Care Arbeit leisten. Das Buch umfasst ca 400 Seiten wobei sich die Aussagen im Buch auf rund 1.300 Quellen stützen. Das Buch lässt sich trotz der vielen Quellen flüssig lesen und auf komplizierte Fachsprache wurde hier verzichtet. Auch wenn ich sehr lang für das Buch gebraucht habe (weil es so viel Info beinhaltet) kann ich es wirklich jedem empfehlen! „Unsichtbare Frauen“ ist eine sehr umfassende Recherche zum Thema Diskriminierung von Frauen und zeigt, dass es eine geschlechterbezogene Datenlücke gibt, die unbedingt geschlossen werden muss. Und das zum Wohle ALLER.

Wie Datenlücken in einer männerdominierenden Welt das Leben von Frauen beeinträchtigen

Von: LebeTausendLeben Datum: 13. July 2020

Worum es geht „Unsichtbare Frauen“ setzt sich mit der Gender Data Gap auseinander – der Datenlücke, die auf erschreckende Weise zeigt, dass alles Männliche auch heute noch als allgemeingültig gilt und Frauen als „Nischenidentität“ gelten und somit beispielsweise nicht gesondert bei der Stadtplanung, bei Medikamentenstudien oder mit ihrer Care-Arbeit beim Bruttoinlandsprodukt berücksichtigt werden, sodass ihre Bedürfnisse oder Ideen kein Gehör finden. Das Buch verdichtet hierbei Daten, Statistiken, Erfahrungs(berichte) und Gedankenkonstrukte zu den Bereichen Alltagasleben, Arbeitsplatz, Design, Arztbesuch, öffentliches Leben und Wiederaufbau/Katastrophen. Was ich persönlich von dem Buch halte Das Buch hat in mir das tiefe Interesse geweckt, mich verstärkt mit Feminismus im Alltag auseinanderzusetzen, zu hinterfragen in welchen Bereichen des Lebens die männlich-dominierende Kultur uns Frauen überschattet und wie dies besser gemacht werden könnte. Nicht selten musste ich das Buch aus der Hand legen – nicht etwa, weil ich die Statistiken ermüdendend fand, ganz im Gegenteil: Ich fand sie so spannend, dass ich jedes Detail aufsaugen wollte und stellenweise so geschockt war, wie die datenbasierten Wissenslücken das Leben von uns Frauen beeinträchtigen und sogar gefährden. Sehr gut gefallen hat mir, dass die Autorin das Buch nicht nach dem Motto „Männer unterdrücken Frauen mit Absicht“ geschrieben hat, sondern sachlich und nüchtern versucht darzulegen, in welchen Bereichen und aus welchen Gründen das Mannsein als universell gilt. Auch habe ich endlich die Diskussionen um das generische Maskulinum verstanden und warum, es tatsächlich Sinn macht nicht nur von „Wissenschaftlern“ zu sprechen, sondern ganz bewusst auch die „Wissenschaftlerinnen“ zu erwähnen. Etwas unstimmig für den Gesamteindruck waren die teilweise spitzen und nicht objektiv-gehaltenen Kommentare zu gewissen männlichen Politikern oder Prominenten. Auch wenn ich diese größtenteils nachvollziehen konnte und so unterschreiben würde, fand ich sie unter dem Schirm der „wissenschaftlichen“ Betrachtung nicht unbedingt nötig, da der Leser diese Emotionen selbst empfunden hat und nicht noch mit der Nase darauf gestoßen werden musste. Dennoch erhält das Buch die volle Punktzahl – es hat mich zum Nachdenken angeregt und dazu geführt, dass ich mir weitere Literatur zu diesem Thema besorgen möchte. Ich empfinde großen Respekt davor, wie die Autorin über 1331 Quellenangaben so geordnet auf 421 Seiten unterbringen konnte und zu dem mit Beispielen aus aller Welt verdeutlicht hat, warum es Zeit wird die Datenlücken zu schließen. Für wen sich das Buch eignet Auch wenn es nicht notwendig ist es zu betonen, mache ich es dennoch gerne: Das Buch sollte in den Bücherregalen von Frauen UND Männern stehen. Es hilft zu verstehen, welche Gefahr wir laufen, wenn wir in unserem „fortgeschrittenen Informationszeitalter“ auch weiterhin eine männerdominierte Brille tragen. Jede/r, die/der unsere Welt ein Stückchen besser und gerechter machen möchte, sollte sich dieses Buch schnappen und sich damit in der Tiefe auseinandersetzen.

Gender Data Gap und ihre Folgen für das weibliche Geschlecht

Von: Mehtap Datum: 01. July 2020

Wer bis Heute der Meinung ist, Feminismus sei überbewertet und unnötig, der sollte sich einmal mit den Inhalten dieses Buches befassen. Ich bin einfach nur sprachlos und entsetzt. Viele Diskriminierungen waren mir so gar nicht bewusst. Von der Sicherheit der Autos, die mit männlichen Crash Dummy Tests getestet werden bis medizinische Studien, die häufig männliche Testpersonen beinhalten und somit falsche Rückschlüsse auf das weibliche Organ schliessen. Denn guess what? Weibliche Körper haben häufig andere Reaktionen auf Medikamente, andere Symptome. Frauen haben bei Herzinfarkten eine 50% höhere Wahrscheinlichkeit einer Fehldiagnose weil Hollywood Symptome wie Schmerzen in der Brust und linkem Arm eher typisch männliche Symptome sind. Frauen, vor allem junge Frauen neigen eher zu Übelkeit, Bauchschmerzen, Kurzatmigkeit und Müdigkeit. Dabei sind vor allem ökonomisch schlecht gestellte Frauen, diejenigen die 20% häufiger an Herzinfarkten leiden als Männer in derselben ökonomischen Stufe. Dann werden sie in den meisten Fällen erst gynäkologisch untersucht, was dazu führt, dass kostbare Zeit verloren geht. Auch bei Darmbeschwerden. Lesen, lesen, lesen! Und dann diskutieren!

Riesige Datenlücken

Von: Grenzenlos Datum: 29. June 2020

Beim Autofahren hast du immer wieder Probleme mit schlechtsitzenden Autogurten? Die Schlange vor öffentlichen Toiletten ist viel zu oft ewig lang? Du übernimmst die meiste unbezahlte Arbeit im Haushalt und/oder mit den Kindern? Die modernen Smartphones sind viel zu groß für deine Hände oder (wenn überhaupt vorhandene) Hosentaschen? Ja? Wenn du mehrmals mit Ja antwortest, dann gehörst du wahrscheinlich zu der Hälfte der Bevölkerung, bei der gerne mal vergessen wird, dass es sie gibt. Den Frauen*. Schuld an den Problemen bist aber nicht du, schuld sind nicht die Frauen* per se, sondern die Wissenschaft gemacht von Männern für Männer, die "den Mann" als Standard sieht und ihre Studienergebnisse, bei denen die Frauen* oft unterrepräsentiert sind oder auf Geschlechterdifferenzen nicht eingegangen wird, als absolute Wahrheit hinstellt. Caroline Criado-Perez zeigt, wo diese weiblichen Datenlücken gefüllt werden müssen. So werden Autos nicht verpflichtend mit weiblichen Crashtest-Dummys getestet, was für Frauen* tödlich sein kann, bzw. erst gar nicht für Frauen* designt oder die für Männer* ausgewiesene Toilette kann durch Pissoirs von viel mehr Männern* gleichzeitig benützt werden als Frauen* die ihnen zugewiesene bei gleich viel vorhandenem Platz. Das ist die Lebensrealität der Frauen*, die in einer Welt leben, die auf Männer* zugeschnitten ist. Das sind nur zwei der vielen Beispiele wo Frauen* benachteiligt werden, die die Autorin in ihrem Buch nennt. Sie geht auf viele unterschiedliche Bereiche ein und erläutert die sogenannte "Gender Data Gap", also das Fehlen von frauen*spezifischen Daten, das den Alltag, die Arbeitswelt, das Design, die Medizin und das öffentliche Leben maßgeblich für Frauen* verschlechtert. Ich war nicht vorbereitet auf die Wut, die sich während des Lesens in meinem Bauch angesammelt hat oder meinen eigenen Unglauben, dass Männer so selbstverständlich von männlichen Standards ausgehen, in einer Welt die hochkomplex und jeder Mensch individuell ist. Das Buch öffnet Augen und einen neuen Blick auf die Welt, der auch dringend notwendig ist, um einen weiteren Schritt Richtung Gendergerechtigkeit gehen zu können. Beim Lesen wird klar: Es ist noch viel zu tun. Zu bemängeln gibt es aber auch was: Die Autorin geht ohne Erklärung von einer binären Geschlechterordnung aus. Und ein großes Manko liegt in der Übersetzung bzw. im Lektorat. In einem Buch, das sich mit der Repräsentation von Frauen* beschäftigt, sollte eigentlich richtiges und einheitliches Gendern Voraussetzung sein. Das war hier ein einziges Mischmasch an unterschiedlichen Formen, wenn überhaupt. Fazit Nie mehr werde ich eine Schlange vor einem öffentlichen Klo mit den gleichen Augen sehen wie davor. Mein Blick auf die Welt hat sich verändert und das ist gut so. Caroline Criado-Perez macht unsichtbare Frauen sichtbar und hat mit ihrem Buch einen wichtigen Grundstein für notwendige Veränderungen in unserem Denken und Handeln gelegt. Unbedingt lesen!

Ein Buch mit einem wichtigen Thema!

Von: luciebookworld Datum: 26. June 2020

Ich interessiere mich schon seit längerem für Geschlechterungleichheit und bin auch dementsprechend schon in manchen Bereichen über die Thematik informiert. Von der genderbasierte Datenlücke in unserem (auch alltäglichen) Leben hatte ich jedoch noch nicht viel gehört - aber das hat sich jetzt geändert! Denn das Buch bietet einen perfekten Überblick über diese und beleuchtet viele Aspekte des Themas aus verschiedenen Blickwinkeln. Dabei führt die Autorin viele Quellen an, die ihre Darstellungen belegen bzw. unterstützen. Sie hat ausgezeichnet recherchiert und dort wo sie keine weiteren Quellen anführen kann, hinterfragt sie selbst fundiert und nachvollziehbar die scheinbar gegebene Tatsachen in verschiedenen Bereichen unseres Lebens. Die unterschiedlichen Aspekte, auf die sie dabei näher eingeht, werden gut im Zusammenhang dargestellt, so dass der Leser keine Schwierigkeiten haben sollte, der Argumentation im Buch zu folgen. Des Weiteren erleichtert der angenehme Schreibstil dieses Unterfangen. Die unterschiedlichen Aspekte in verschiedenen Lebensbereichen, in denen die genderbasierte Datenlücke zu direkter und indirekter Diskriminierung des weiblichen Geschlechts führen, wurden gut ausgewählt. Sie sind sehr interessant für den Leser, da sie auch alltägliche Gegebenheiten beinhalten, die man noch nie hinterfragt hat. Einige Dinge in meinem Alltag werde ich nie mehr so sehen wie zuvor. Natürlich kann die Autorin mit diesem Buch nicht alle Bereiche aufzeigen, in der die genderbasierte Datenlücke vorliegt. Dennoch ist dieses Buch schon einmal ein guter Einstieg in diese Thematik! Leider gibt es an dem Buch jedoch auch etwas zu bemängeln. Durch die Übersetzung wird es hier versäumt, durchweg einheitlich und richtig zu gendern. Gerade bei einem Buch, dass sich mit Geschlechterungleichheit beschäftigt, sollte dies gelingen! Geschlechterungleichheit ist ein sehr vielfältiges Thema, dass immer noch aktuell ist. Man findet es überall - neben dem Offensichtlichen muss man manchmal einfach nur etwas genauer hinsehen. Dieses Buch bietet genau das: Es wirft einen verschärften Blick auf verschiedene Aspekte, wodurch Frauen aufgrund der genderbasierten Datenlücke diskriminiert werden. Meiner Meinung nach sollte dieses Buch jeder gelesen haben! 4,5/5

Pflichtlektüre für alle

Von: Sweetsixty Datum: 10. June 2020

Wenn ich etwas hasse auf dieser Welt, dann ist es Ungerechtigkeit in jeglicher Form. Dazu gehört auch die immer noch stattfindende Diskriminierung von Frauen. Auch in unserer so aufgeklärten westlichen Welt, kann von Gleichstellung der Frauen immer noch keine Rede sein. Strukturiert und übersichtlich zeigt uns die Autorin in diesem Buch die Mißstände auf. Die geleiste wissenschaftliche Recherchearbeit ist bewundernswert. In über 1300 Fußnoten sind die Fakten durch Daten belegt. Das Ergebnis hat mich erschreckt. Mein Fazit: Caroline Criado-Perez hat mit diesem Buch ein Regelwerk geschaffen. Obwohl die deutsche Übersetzung an einigen Stellen zu wünschen übrig läßt, sollte “Unsichtbare Frauen” wirklich von jedem gelesen werden. Das gilt für uns alle, aber insbesondere für Entscheidungsträger (meist männlich) in Politik und Wirtschaft.

Frauen werden in so vielen Belangen benachteiligt - diese Daten beweisen es

Von: Alexandra Graßler Datum: 08. June 2020

Dieses Buch sollte wirklich jeder gelesen haben der auch nur in irgendeiner Form in Politik und Wirtschaft etwas zu sagen hat. Es geht um dieses diffuse Gefühl, dass die Welt zu sehr auf Männer ausgerichtet ist und dieses Buch macht aus dem diffusen Gefühl absolute Tatsachen. Basierend auf Daten die von Unfallstatistiken stammen, aus der Arbeitswelt stammen, aus der Medizin Entwicklung stammen und vielen vielen weiteren Bereichen. Dadurch dass wir uns so sehr auf Daten verlassen, werden Planungen darauf gestützt die zu fatalen Fehlentscheidungen führen können. Ein Beispiel ist das Risiko im Winter zu verunglücken. Die Statistik ist hier absolut eindeutig, im Moment werden Straßen bevorzugt geräumt und dann erst Gehwege. Doch das führt zu sehr vielen und sehr schweren Verletzungen vor allem bei Frauen. Da diese meistens immer noch diejenigen sind die Kinder zur Schule oder zum Kindergarten bringen und dadurch zu Fuß mit dem Kinderwagen unterwegs sind. In der Medizin werden Medikamente immer noch am häufigsten auf Männer mit einem gewissen Grundgewicht ausgerichtet und in keinster Weise darauf Bezug genommen wie hormonelle Unterschiede eine vollkommen andere Wirkung der Präparate entfalten können. Und all das lässt sich Bereich für Bereich glasklar mit Hilfe dieser Daten aufzeigen. Es braucht eine neue Art wie wir Daten erfassen, wie wir Daten auswerten und wie wir darauf basierend Entscheidungen treffen die das Leben von allen Menschen beeinflussen. Frauen weltweit, werden durch die momentane Art der Datenerfassung und Auswertung im höchsten Maße benachteiligt. Und wie wir inzwischen aus der Forschung wissen, dient es sehr häufig allen Menschen, wenn wir uns mehr auf Frauen ausrichten. Lies dieses Buch, es wird dir dafür die Augen öffnen.

Unsichtbare Frauen

Von: Inas Bücherkiste Datum: 07. June 2020

Über dieses Buch habe ich irgendwo gelesen, dass es nur von Frauen rezensiert wird. Ich konnte es kaum glauben und habe versucht, die Rezension eines Mannes zu finden. Fehlanzeige. Diejenigen Männer, die gelesen oder gehört werden, scheinen sich für die andere Hälfte der Menschheit nicht zu interessieren. Die britische Journalistin Caroline Criado-Perez beschreibt in 'Unsichtbare Frauen', wie es kommt, dass unsere Welt an den Frauen vorbei kreiert wird. Und merkt an, dass uns Frauen das selbst oft gar nicht (mehr) auffällt, weil wir es nicht anders kennen. Wenn man die Beispiele liest, anhand derer sie diese Situation erläutert, kann einem als Frau durchaus der Hals anschwellen. Da sind die Dinge, die lediglich unbequem sind wie zum Beispiel Smartphones, die für eine durchschnittliche Frauenhand zu groß sind. Da hört es - man ahnt es bereits - aber noch lange nicht auf. Die übliche Bürotemperatur ist für Frauen zu kalt, Sicherheitstest für Autos werden fast ausschließlich mit männlich konstruierten Dummys durchgeführt, medizinische Forschungen ignorieren spezifische weibliche Besonderheiten wie z. B. die Menstruation, die Menge an Muskel- und Fettgewebe oder das Schmerzempfinden. Die Folge ist, dass Frauen ständig größeren Lebensrisiken ausgesetzt sind. Ein Beispiel: Sie erleiden als Fahrerinnen bei einem Verkehrsunfall eher schwere Verletzungen oder werden getötet als Männer. Die Ingenieure, die mit der Konzeptionierung der Fahrgastzelle beschäftigt sind, gehen in aller Regel davon aus, dass Frauen in der überwiegenden Zeit, die sie in einem Auto sitzen, dies als Beifahrerinnen tun. Daher ist der Platz für den Fahrer für männliche Bedürfnisse optimiert: Die Position der Sicherheitsgurte ist nicht an die weiblichen Brüste angepasst, der Abstand zwischen Sitz und Pedalen für Frauen nicht optimal - woran auch ein Vorschieben des Sitzes nichts ändert, weil dann die Sitzhaltung ungünstig ist. Richtig irritierend wird es, wenn es um die Erforschung von Erkrankungen geht, unter denen nur Frauen leiden. Das prämenstruelle Syndrom (PMS) beispielsweise, das den meisten Frauen in schöner Regelmäßigkeit eine breite Palette verschiedener Schmerzen beschert, ist in der Welt der Wissenschaft etwa so von Interesse wie ein mit den Ohren wackelndes Pferd. Die allgemeinen Ratschläge sind banal und helfen vielen Frauen nicht weiter. Frauen sind stärker durch Epidemien beeinträchtigt, tragen - wie schon vor Jahrzehnten - die Hauptlast bei der unbezahlten Familien- und Krankenpflege und sind stärker Gewalt ausgesetzt als Männer. Caroline Criado-Perez hat ihr Buch in Kapitel wie z. B. 'Am Arbeitsplatz' oder 'Öffentliches Leben' eingeteilt und bildet so das ganze Spektrum von Frauenleben ab. Sie hat sich durch so viele Studien und wissenschaftliche Aufsätze gelesen, dass ihr Quellenverzeichnis 70 Buchseiten umfasst. Immer wieder räumt sie ein, bei manchen Fragestellungen auf Material zurückgreifen zu müssen, das bereits einige Jahre alt ist. Zu einigen Themen wurden Forschungsreihen angekündigt, die aber nicht durchgeführt oder schnell wieder eingestellt wurden. Die Autorin stellt allerdings klar, dass sie nicht davon ausgeht, dass diese zulasten der Frauen gehende massive Datenlücke mit Absicht existiert. Sie blickt zurück und stellt fest, dass diese Gender Data Gap praktisch schon immer existiert hat. Lebensläufe von Männern gelten im Allgemeinen als repräsentativ für ihre Zeit. Dieses Bewusstsein ist so fest verankert, dass Männer unausgesprochen die Selbstverständlichkeit und Frauen so etwas wie eine Abweichung davon sind. Criado-Perez zitiert Simone de Beauvoir mit einer Äußerung aus dem Jahr 1949: "Die Menschheit ist männlich, und der Mann definiert die Frau nicht als solche, sondern im Vergleich zu sich selbst: Sie wird nicht als autonomes Wesen angesehen. [...] Er ist das Subjekt, er ist das Absolute: Sie ist das Andere." Wer sich jetzt noch fragt, ob man den Feminismus 2020 tatsächlich noch braucht, sollte dieses Buch lesen. Und die Männer, die glauben, dass die Wahrnehmung und Berücksichtigung von Frauen Frauensache sei, sollten darüber nachdenken, wie es ihnen gefällt, ihre Partnerinnen, Mütter, Schwestern und andere Frauen, die ihnen wichtig sind, in einem Umfeld zu sehen, das deren Interessen und Bedürfnisse hintanstellt und sie gefährdet. Ich habe in einem sozialen Netzwerk die Reaktion eines Mannes auf dieses Buch gelesen. Er schrieb ironisch, dass es unter diesen Umständen ja ein Wunder sei, dass Frauen im Durchschnitt länger lebten als Männer. Ja, das tun sie. Aber weil die Medizin sie als Frauen im Stich lässt, verbringen sie die letzten zwölf Jahre ihres Lebens bei schlechter Gesundheit.

Ein UNGLAUBLICHES Buch!

Von: lenaliestdas Datum: 01. June 2020

@ccriadoperez hat mit diesem Kracher - und damit untertreibe ich nicht - meines Erachtens nach ein monumentales Buch geschaffen, dass für uns alle eine Pflichtlektüre werden sollte: „Frauen werden nicht gesehen, weil Daten über Männer den Großteil unseres Wissens ausmachen. @ccriadoperez erklärt, wie dieses System funktioniert.“ Und wie sie das tut! Criado-Perez hat auf 419 Seiten knapp 1300 Fußnoten untergebracht - ihr könnt euch ausmalen, mit welch geballter empirischer Kraft zu Informationen aus Gebieten der Medizin, Technologie, Politik und den Medien gearbeitet wurde. Jede neue Seite ist eine erneute Offenbahrung eines absurden Abgrunds - dem #genderdatagap wie Criado-Perez ihn nennt - zwischen den Geschlechtern, der sich über die Jahrzehnte eingefressen hat - in unser Bewusstsein und in unsere Datenbanken. In diesem Sinne - absolut eines der besten Bücher, das ich bis jetzt 2020 lesen durfte!

Ein Buch das schockiert und die Welt verändern kann

Von: Andrea Wiedel Datum: 25. May 2020

Beim Lesen dieses Buches ist mir schlecht geworden, ich habe Herzrhythmusstörungen bekommen und Atemaussetzer. Die Daten haben mich schockiert und trotzdem ist dies ein Buch, das jede Frau (und jeder Mann) lesen muss - vor allem Politiker*innen. Denn es ist ein Buch, dass das Potential hat, die Welt zu verändern. Ich habe ein Bewusstsein für das Besondere des Frauseins bekommen und Mut, für meine Rechte und für meine Sicht der Dinge einzustehen. Wenn wir wirklich Gleichberechtigung wollen, müssen wir die Datenlücke schließen. Zur vollen Rezension geht es auf meinen Blog: https://coaching-akademie.blog/gender-data-gap-warum-maenner-die-norm-sind-und-frauen-durch-die-statistik-fallen/

Ein wichtiges Buch

Von: Naraya Datum: 21. May 2020

"Für die beharrlichen Frauen - bleibt verdammt noch mal schwierig!" Mit dieser Widmung beginnt Caroline Criado-Perez ihr Sachbuch. "Schwierig", das ist vermutlich noch eines der netteren Worte, das sich sicherlich jede Frau schon einmal anhören durfte, die es wagte, in den heutigen Zeiten darauf hinzuweisen, dass die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau bei Weitem nicht so fortgeschritten ist, wie wir uns gerne einbilden. Mit "Unsichtbare Frauen" gibt sie nun die entsprechende faktische Munition für solche Diskussionen an die Hand. Das Buch befasst sich mit der so genannten Gender Data Gap; diese drückt aus, dass eigentlich alle Bereiche unseres Lebens daran orientiert sind, was für den Durchschnittsmann am besten funktioniert. Die Frauen, aber auch Männer, die von der gesellschaftlichen Norm abweichen (1,85m, 75kg) kommen dabei oft zu kurz. Bereits die Einleitung des Buches macht abwechselnd erstaunt, erschrocken und wütend und verspricht keine einfache Lektüre. Anhand zahlreicher, durch Fakten belegte Beispiele und wissenschaftlicher Studien zeigt die Autorin auf, wie systematisch bei der Planung und Durchführung in verschiedensten Gebieten stets der Mann als Standard angenommen wird. Dabei unterstellt sie keinen bösen Willen, sondern erklärt anschaulich, was es bedeutet, Frauen in diese Gleichung nicht mit einzubeziehen. Dabei behandelt sie die unterschiedlichsten Themen: Autobau und Medizin, Politik und alltägliches Berufsleben, unbezahlte Care-Arbeit (Kinderbetreuung und häusliche Pflege) und Produktdesign. Um ehrlich zu sein: Das Ausmaß ist erschreckend. Es beginnt bei "Kleinigkeiten" wie dem Pianobau, der mit der Konzeption für die durchschnittliche männliche Handspanne dazu führt, dass genau diese deutlich häufiger zu Starpianisten werden als Frauen oder Männer mit einer kleineren Handspannen. Extrem bedenklich wird es auf dem Fachgebiet der Medizin, in dem Frauen oft nicht einmal Teil wissenschaftlicher Studien sind. Zu marginal seien die Unterschiede zwischen den Geschlechtern, das falle nicht ins Gewicht - so werden sogar Medizinerinnen zitiert. Das führt am Ende dazu, dass es deutlich mehr Studien zu Viagra und erektiler Dysfunktion gibt, als zu Menstruation oder Geburt. Vor allem in letzterem Fall führt dies oft zur Gefährdung, und in Entwicklungs- und Schwellenländern sogar zum Tod der Frauen im Kindbett. In diesem Kontext ist dann auch nicht weiter verwunderlich, was über die Konstruktion von Flüchtlingslagern berichtet wird. Diese fördern durch ihren Aufbau und ihre Gestaltung weltweit die sexualisierte Gewalt an Frauen. Caroline Criado-Perez liefert hier ein wichtiges Sachbuch, das sich nicht nur Frauen zu Gemüte führen sollten. Durch die vielen Fakten, Zahlen und Studien ist es jedoch nicht immer gefällig zu lesen - möglicherweise hätte hier eine andere Aufteilung oder das Einfügen von Diagrammen die Lektüre etwas erleichtert. Auch mit der Lösung des Problems bleibt die Autorin vage, wenn auch durchaus logisch: Die Sichtbarkeit der Frauen muss in allen Bereichen des Lebens erhöht werden. Nur da, wo Frauen in Entscheidungen eingebunden sind, haben sie letztendlich auch die Macht, die Gender Data Gap zu verkleinern.

Auf den Punkt gebracht

Von: dashine666 Datum: 21. May 2020

Wir leben in einer Welt, die seit Anbeginn der Zeit von Männern beherrscht und geformt wird. Frauen werden selbst im 21. Jahrhundert noch ignoriert und bei vielen Dingen einfach nicht berücksichtigt. Klasse recherchiert und gut verständlich geschrieben. Ein Must-Have-Werk für alle Feministen und all diejenigen die nach Gleichberechtigung der Geschlechter streben.

DAS Buch für Frauen

Von: Ibins Datum: 05. May 2020

Ein absolut tolles Buch für alle Frauen! Eine gewisse Brise Humor und viele interessante Fakten für alle Frauen

Gut zu lesen und spannende Fakten

Von: Snoopy1 Datum: 03. May 2020

Die Autorin des Buches hat definitiv einen sehr feministischen Blickwinkel auf die verschiedenen Dinge die in der Welt der Frauen passieren. Nichts desto trotz macht sie deutlich, wie die Menschheit sich weniger auf die verschiedenen Geschlechter einstellt und sich hierbei große Lücken bei der Datenerhebung ergeben. An manchen Stellen, stellt Sie die typische Geschlechterrolle vorne an, wobei dies sicherlich in den westlichen Ländern auch anders gesehen wird. Dennoch finde ich das Buch sehr spannend und es regt definitiv zum Nachdenken an. Bestimmte Zusammenhänge in der Welt können durch die Zusammenstellung der Fakten gebildet werden und das Buch regt an, sich selbst sowie die eigene nähere Umgebung zu hinterfragen. Die Autorin zeigt definitiv auch eine politische Verantwortung auf, die Politiker, Lehrer, Manager und viele mehr tragen und sehr ernst nehmen sollten. Oftmals gibt das Buch erschreckende Informationen, denen wir uns selbst nicht immer bewusst sind. Spannende Lektüre für alle, die mit Vedacht gelesen werden sollte.

Gute Aufklärung

Von: Mathias Datum: 13. April 2020

In ihrem Buch "Unsichtbare Frauen" beschäftigt sich Caroline Criado-Perez mit einer Thematik, die bisher in der Literatur eher wenig Beachtung geschenkt bekommen hat: Die statistische Diskriminierung von Frauen abseits von den klassischen Themen Einstellungskriterien oder Lohnungleichheit. Dabei arbeitet sie sich systematisch durch mehrere Bereiche durch, was das Ganze sehr anschaulich und auch übersichtlich macht. Auch unterscheiden sich die Bereiche stark in der Auswirkung auf den Alltag und das Leben der Menschen. So steigt sie mit vergleichsweisen harmlosen Themen an wie der Ungleichheit in alltäglichen Situationen. Wichtig zu erwähnen ist, dass all ihre Theorien wissenschaftlich bzw. statistisch begründet sind und keineswegs einfach aus der Luft gegriffen. Auch die Kapitel zu Designs sind sehr spannend, da darin die Psychologie, die hinter verschiedenen Produkten steckt, erläutert wird. Dass der einzige Grund für einen höheren Preis bei einigen Produktvarianten ist, dass sie für Frauen gedacht sind, ist beschämend. Wirklich schockiert hat mich allerdings das Kapitel zu wirkungslosen Medikamenten. Dort wird eine Fehlentwicklung beschrieben, die sehr gefährlich für Frauen sein kann und trotzdem wird weder von Seiten der Industrie noch von Seiten der Politik eingegriffen. Insgesamt trägt die Autorin in ihrem Werk eine Vielzahl wissenschaftlicher Studien zusammen, die alle auf eine systematische Diskriminierung von Frauen hindeuten. Ein spannendes Buch für jeden, der... Nein, eigentlich ist das Buch wirklich für jeden interessant.

Unbedingt lesen!

Von: Weinlachgummi Datum: 12. April 2020

Aufmerksamkeit auf das Buch wurde ich aufgrund einer Werbung und ich bin wirklich froh darüber. Ich schreibe selten bei einem Buch, „unbedingt lesen!“. Da jeder Lesegeschmack ja individuell ist, aber Unsichtbare Frauen ist ein Buch, das jeder gelesen haben sollte. Durch die Aufteilung in verschiedene Teile zum Beispiel, Der Arztbesuch, in dem es unter anderen um wirkungslose Medikamente geht, kann man auch gut von einem Themengebiet zum anderen switchen und die Gliederung erleichtert das Lesen. Falls nun jemand denkt, die fast 500 Seiten an Fakten und Daten seien ihm zu zäh. Die Autorin hat durchaus einen gewissen humorvollen Stil, die Informationen an die Frau und hoffentlich auch an den Mann zu bringen. Vermutlich weiß jeder, dass Frauen weniger verdienen und Führungspositionen viel häufiger von Männern besetzt sind. Doch wie groß der Unterschied wirklich ist und auch wie gefährlich, zeigt Unsichtbare Frauen sehr gut auf. Die Autorin nennt dabei allerlei Quellen, die man am Ende Nachschlagen kann. Wie gut alles recherchiert ist, kann ich nicht beurteilen, da ich von vielen davon keine Ahnung habe, doch wirkt die zusammengetragene Arbeit umfangreich recherchiert und sachlich. So hatte ich zum Beispiel nicht das Gefühl, die Autorin würde sich etwas aus den Fingern saugen oder überdramatisieren, einen vorwurfsvollen Ton wie ich ihn zunächst befürchtet habe, sucht man vergebens. Gleich zu Beginn des Buches war ich geschockt, mir war nicht bewusst wie frauenfeindlich unsere Welt ist. Dabei ist dies oft gar keine Absicht, sondern resultiert aus Gedankenlosigkeit und falschen Daten Erhebungen. So wurden zum Beispiel nach einer Naturkatastrophe, Häuser ohne Küche gebaut, weil keine Frau bei der Planung involviert war. Bei manchen Beispielen kann Frau sich nur an den Kopf fassen. Schlimm fand ich auch den alltäglichen Teil, wie viele Frauen in oder beim Warten auf öffentliche Verkehrsmittel schon belästigt wurden, ist erschreckend. Mir selbst ist das auch schon passiert und dies leider nicht nur einmal. Die Autorin zeigt in diesem Buch auch gut auf, wie die einzelnen, ich nenne es mal Missstände beseitigt werden könnten. Manche Länder haben dies auch schon probiert, so hilft, um bei dem Beispiel mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu bleiben, zum Beispiel eine bessere Beleuchtung an den Haltestellen oder das Verlegen dieser an mehr frequentierte Orte. Aber um die Situation zu verbessern, muss zunächst jemand erkennen, das und auch was schiefläuft. Auch wenn ihr normal wenig mit Sachbüchern anfangen könnt, lege ich euch dieses Buch ans Herz. Vermutlich lest ihr es nicht wie einen Roman am Stück, ich selbst habe recht lange gebraucht, weil ich die einzelnen Informationen immer wieder sacken lassen wollte und auch musste. Aber Unsichtbare Frauen beinhaltet so viele wichtige Informationen und zeigt auf, wie wichtig es ist, dass auch Frauen in Entscheidungspositionen sind, denn nur so kann sicher gegangen werden, dass wir nicht unsichtbar bleiben, denn das wir die Hälfte der Weltbevölkerung ausmachen, reicht augenscheinlich nicht dafür aus. Deswegen bitte lest dieses Buch, informiert euch, schreibt und sprecht darüber. Nur wenn man ein Bewusstsein bei den Menschen für diese doch noch so großen Unterschiede schafft, kann man etwas daran ändern.

Das wichtigste Buch diesen Jahres!

Von: StadtLandLesen Datum: 07. April 2020

Wusstet ihr, dass Schneeräumen sexistisch ist? Oder der ÖPNV? In Unsichtbare Frauen klärt uns Caroline Criado-Perez über Alltagssexismus auf. Aber nicht jenen Alltagssexismus, den wir jetzt meinen, wo Männer auf der Arbeit oder im ÖPNV Frauen belästigen. Sondern den Alltagssexismus bei dem die Wege von Frauen in der Stadtplanung nicht mit beachtet werden, weil schlichtweg keine Geschlechterspezifischen Daten gesammelt werden. Und wenn sie gesammelt werden, dann offenbart sich doch einiges. So führt die Autorin immer wieder Wien als Positivbeispiel auf. Dort werden jetzt der ÖPNV und neue Stadtquartiere auf die Wege der Frauen ausgelegt, immerhin legen die meist doppelt so viele Wege zurück wie Männer. Das Buch deckt viele Aspekte des Lebens ab, in dem Frauen oft ignoriert oder ihre Bedürfnisse nicht wahrgenommen werden. Obwohl über 50% der Weltbevölkerung weiblich ist. Caroline Criado-Perez nennt diese „Lücke“ Gender-Data-Gap. Denn würden Daten geschlechtsspezifisch gesammelt und nicht nur allgemein, würde das so einiges ändern. Wenn Daten über Menschen gesammelt werden, dann gehen die Auslesenden automatisch von einem männlichen Prototypen aus. Doch würde man genauer hinschauen, würde man entdecken, dass Frauen und Männer ganz unterschiedliche Leben führen und somit auch unterschiedliche Beürfnisse haben. Ein Großteil des Buches macht jedoch die Diskriminierung von Frauen im Berufsleben aus. Angefangen von Stellenanzeigen, über Bewerbungsgespräche und Arbeitswege hinweg bis zu den niedrigeren Karrierechancen. Auch, dass Frauen in Krisensituationen – sei es Wirtschaftskrise, Krieg oder Naturkatastrophen – am meisten betroffen sind führt die Autorin hier aus. Doch das erschreckenste daran war, dass die Krisenhilfe Frauen total außer Acht lässt. So werden z.B. nach Naturkatastrophen Häuser wieder errichtet ohne Küchen. Oder es werden zu verarbeitende Lebensmittel gebracht ohne den nötigen Brennstoff dazu. In der Wirtschaftskrise wird zuerst an den Institutionen gespart, die Kinder oder betreuen, sodass die unbezahlte Care-Arbeit weiter steigt. Aktuellstes Beispiel siehe Coronakrise. Die Männer sind zwar teilweise auch zuhause, trotzdem versorgen ein Großteil der Frauen die Kinder und Angehörigen. Unsichtbare Frauen hat mich oft schockiert und nachdenklich gemacht. Und es hat mich dazu gebracht meine Umgebung anders wahrzunehmen. Dieses Buch ist so wichtig. Es sollte jeder lesen, egal welchen Geschlechts. Wären nur mehr Menschen dafür sensibilisiert, wäre diese Welt so viel lebenswerter und auch sicherer für Frauen.

Interessant aber auch fraglich

Von: Conny Datum: 03. April 2020

Das Buch legt interessante Fakten und Sichtweisen dar. Viele Dinge ändern die eigene Sichtweise darauf und lässt darüber nachdenken. Einige Ansätze sind jedoch auch weit hergeholt und lassen bestimmte Fakten außer Acht. Teilweise sehr feministisch und einseitig beleuchtet.

Wundervolles Buch - mit Hinweisen wie Frauen noch ignoriert werden

Von: Emmi Datum: 31. March 2020

Unsichtbare Frauen - Wie eine von Daten beherrschte Welt die Hälfte der Bevölkerung ignoriert" von Caroline Criado-Perez ist ein feministisches Werk über das Fehlen der Frauen in nahezu allen wichtigen Bereichen. Criado-Perez geht hierbei auf wissenschaftlich fundierten Fakten ein. Vor allem ihre Schreibweise die Humor vorweist aber auch immer sachlich ist begeistert mich. Mit jedem fortschreitenden Kapitel erfährt man viele neue Dinge, das man bisher gar nicht bemerkt hatte. Wusstest du das die Mehrheit auf dieser Welt Frauen sind? Und Ja sie werden ignoriert. Ihr fragt euch wo ? Zum Beispiel im Alltagsleben, am Arbeitsplatz, im Design, in der Medizin, im öffentlichen Leben und auch bei Katastrophen kommt ihre Meinung zu kurz. Anhand dieser Beispiele und noch mehr bildlichen Dingen, erklärt sie manche Fehlplanungen und warum Dinge jetzt so sind wie sie sind. So wurden nach Naturkatastrophen wie nach dem Tsunami oder dem Hurrikan Katrina schnell Häuser errichtet, doch, weil Männer selten kochen und die Frauen nicht gefragt wurden, hat man diese Häuser ohne Küchen errichtet.   Allgemein ist das Buch einfach zu lesen und ohne vielen Fachbegriffen. Die Recherchen sind auch sehr gut und sehr vielseitig ausgearbeitet und es ist jede Quelle vorhanden, sodass man nochmal nachlesen kann. Fazit:  Die sachliche Darstellung und die dazugehörigen zahlreichen Beispiele, die gut zum besseren Verständnis beitragen, lassen mich diesem Buch 5 Sterne und eine Leseempfehlung geben.  

Was es braucht, Frauen sichtbar zu machen

Von: Cherry Datum: 26. March 2020

Manchmal machen mich Bücher richtig wütend. Nicht weil sie schlecht geschrieben wären – ganz im Gegenteil – sondern weil sie mir vor Augen führen, wie blind ich durch die Gegend laufe. Genauso verhielt es sich auch im Fall von "Unsichtbare Frauen - Wie eine von Daten beherrschte Welt die Hälfte der Bevölkerung ignoriert" von Caroline Criado-Perez. Warum werden Frauen weltweit niedriger bezahlt? Wieso werden sie schlechter medizinisch behandelt? Weshalb sterben sie häufiger bei Verkehrsunfällen? Die Antwort der Autorin darauf ist klar: (auch) die riesige Gender Data Gap ist schuld daran. Ein großer Prozentsatz an Studien bezieht sich bei der Erhebung nämlich entweder hauptsächlich auf Männer oder schlüsselt die gewonnenen Daten nicht nach Geschlecht auf. So entsteht eine Lücke, die für (bewusste oder unbewusste) Ungerechtigkeit verantwortlich ist. Auch wenn ich mich persönlich als Feministin und auch recht aufgeklärt in Ungerechtigkeitsfragen bezeichne, hat mir das Buch an vielen Stellen die Augen öffnen können. Criado-Perez geht darin auf verschiedene Bereiche des gesellschaftlichen Lebens ein und beleuchtet sowohl den Arbeitsplatz, den Alltag, die medizinische Versorgung, die Politik als auch unsere Zukunft. Obwohl sie dabei sehr viele Studien zitiert (allein das Quellenverzeichnis weist auf eine fleißige Recherche hin), bleibt ihr Stil doch leicht verständlich und sollte niemanden vom Lesen abschrecken. Selbst auf den ersten Blick kompliziert klingende Sachverhalte (ich hatte bspw. kurz Bedenken als es zu einem wirtschaftswissenschaftlichen Abschnitt kam) schlüsselt sie gekonnt auf und erklärt sie so, dass jeder sie verstehen sollte. Von mir gibt es eine ganz klare Empfehlung. Ich freue mich sehr, dass das Buch bereits Bestsellerstatus erreicht hat und in diversen Magazinen positiv besprochen wurde, denn selbst wenn es da draußen ein paar männliche Leser geben sollte, die nicht wissen, warum sie sich drum scheren sollten, beweist die Autorin mit logischer Argumentation, dass die Sache uns alle betrifft und bei einem Fortbestand, negative Auswirkungen für die gesamte Menschheit hätte. Ihr Fazit also: Hört auf das Männliche als Ideal zu betrachten und bezieht Frauen endlich mit ein!

Ein unfassbar interessantes und lehrreiches Buch

Von: Sarah Östreicher Datum: 25. March 2020

Für dieses Jahr hatte ich mir vorgenommen mal außerhalb meiner üblichen Genres mehr zu lesen und dieses Buch eignete sich perfekt dafür, da ich nie Sachbücher lese. Zudem fand ich das Thema sehr ansprechend und spannend. Außerdem ist es nie ein Fehler seinen Horizont zu erweiterten. Die Autorin Caroline Criadoperez hat mit ihrem Buch „Unsihtbare Frauen — Wie eine von Daten beherrschte Welt die Hälfte der Bevölkerung ignoriert“ ein wirklich beeindruckendes und vor allem wichtiges Werk geschaffen. Ich habe unfassbar viel neues gelernt und für mein Leben mitgenommen. In ihrem Buch geht es aber keineswegs darum gegen Männer zu hetzen, sondern einfach aufzuzeigen, wie fehlende Daten die Hälfte der Bevölkerung vernachlässigt und oft sogar benachteiligt. Das Buch deckt so ziemlich alle Bereiche des Lebens ab. In verschiedenen Teilen wie Alltagsleben, Am Arbeitsplatz, Design, Der Artztbesuch und das Öffentliche Leben, die jeweils nochmal einzelne Kapitel unterteilt sind, macht die Autorin auf die Benachteiligung der Frauen aufmerksam. Besonders mochte ich den Schreibstil. Wenn man Sachbücher liest hat man oft Angst, dass das Ganze zu trocken ist, aber das war es gar nicht. Eher im Gegenteil. Die meiste Zeit werden die Fakten recht sachlich und vor allem präzise dargelegt, aber immer wieder lässt die Autorin ein wenig Humor und Sarkasmus durchblitzen. Ich habe an einigen Stellen lachen müssen, dabei wurde die Autorin aber keineswegs unglaubwürdig sondern nur umso sympathischer. Dieses Buch hat mich in jedem Kapitel aufs Neue schockiert und ich glaube, dass das genau die Intension dahinter war. Wir leben im 21. Jahrhundert und uns Frauen geht es so gut wie noch nie, aber von Gleichberechtigung kann eigentlich immer noch nicht gesprochen werden. Tatsächlich müssen aber laut dem Buch besonders auch Frauen weiter an der Gleichberechtigung arbeiten, denn Männer sind oft blind dafür und unwissend. Frauen müssen darauf aufmerksam machen, wenn sie benachteiligt sind, denn alles was für Männer gilt ist der Normalfall und alles für die Frau die Ausnahme. Solltet ihr nun denken, dass das Quatsch ist solltet ihr euch definitiv dieses Buch besorgen. Ihr werdet es nicht bereuen, auch an die Männer da draußen ;). Abschließend lässt sich sagen, dass ich dieses Buch unglaublich gerne gelesen habe, da ich so viel gelernt habe und sogar unterhalten wurde. Nie wurde es mir beim lesen langweilig. Gut fand ich auch, dass nicht einfach Männer verteufelt wurden, sondern dass einfach auf ein weltweites Problem aufmerksam gemacht wurde. Das Buch möchte ich jedem ans Herz legen (ja beiden Geschlechtern!). Generell hat mich dieses Buch davon überzeugt, dass ich mehr Sachbücher lesen muss.

Sichtbar Unsichtbar

Von: Magyar Datum: 20. March 2020

Das Buch ist sehr gut zu lesen. Vom Schreibstil her sehr angenehm. Einige Fremdwörter muss man sich erarbeiten, wenn man mit der Thematik nicht vertraut ist. Doch sie erschliessen sich einem im Laufe des nachfolgenden Kapitels. Beim lesen wurde mir erst bewusst, wie oft man in männlicher form denkt obwohl es auch weiblich sein kann. Ich vermisse ein bisschen ein Abschlusskapitel mit Info s wie man die weiblichen Daten sichtbar machen kann. Ich werde mich künftig an Umfragen b beteiligen und so den Frauen eine Stimme verleihen. Das Buch ist für alle Empfehlenswert die sich mit den Daten und Datenlücken beschäftigen wollen (oder müssen) und die allgemein an Datendarstellung interessiert sind. Auch das Buch selber ist von der Optik und Handhabung sehr gut. Vielen Dank dass ich es Testlesen durfte

Spannendes Thema - aber anstrengend

Von: Eibboh Datum: 19. March 2020

Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, muss aber zugeben, dass ich letztendlich nicht einmal bis zur Hälfte gekommen bin. Es ist schon sehr interessant zu lesen, an wie vielen Stellen unseres Lebens Frauen auf Grund falscher Datenerhebungen benachteiligt werden. Viel zu selten sind Frauen in die Erhebung dieser Daten einbezogen. So finden frauenspezifische Daten häufig nicht den Weg in Statistiken und Erhebungen und werden dann in der Umsetzung von Projekten auch nicht berücksichtigt. Für mich als Laien ist dieses Buch zu langatmig. Allerdings sollte es für Menschen, die sich beruflich auf Statistiken stützen oder selbst welche erstellen, zur verpflichtenden Lektüre gehören.

Unfassbar interessant und erschreckend

Von: Steffi Ro Datum: 19. March 2020

In diesem Buch über die noch immer vorhandenen Unterschiede zwischen Frauen und Männern, stecken extrem viele Daten, Zahlen und Fakten. Es kann erschlagend wirken und manche Abschnitte muss man vielleicht häufiger lesen, wenn man‘s wirklich verstehen möchte. Aber es ist unfassbar spannend und interessant. Es werden sehr viele verschiedene Aspekte und Lebensbereiche angesprochen. Mich persönlich hat vor allem der Teil über Medizin erschreckt. Wichtige Informationen und wichtig, dass auch in der heutigen Gesellschaft Frauen nicht aufhören für sich einzustehen, so wie es bereits die Generationen vor uns taten.

Must Read für alle

Von: Saskia T. Datum: 19. March 2020

Zum einen ein super detailliertes und fundiertes Werk von Caroline Criado-Perez und zum anderen unglaublich erschreckend und bewegend. Die Autorin hat eine unglaubliche Menge an Daten ausgewertet. Das Buch sollte ein Must Read sein. Das Buch ist leicht zu lesen und man kann auch gut mal zwischendrin was lesen z.B. in der Bahn oder Abends vorm zu Bett gehen. Der charmante ironische Unterton macht es ebenfalls angenehm zu lesen.

(Gleich)Berechtigung der Geschlechter im 21. Jhdt

Von: Book582 Datum: 19. March 2020

Ein Buch, das die Thematik der Gleichberechtigung des 21. Jahrhunderts in ihren Grundfesten erschüttert. Ein Buch, das erstaunt, entsetzt und wachrüttelt auf welch horrende Art und Weise Frauen noch heute als sogenannte Menschen zweiter Klasse behandelt werden. Die Frau als das Geschlecht, das der Spezie Mann stets rezessiv unterlegen ist, in einer Welt von Männern für Männer. Die Frage, die sich als Leserin immer wieder stellte - warum kann und darf dies im Jahr 2020 immer noch passieren? Das Buch als feministisches Werk abzuurteilen wäre ein Fehler, denn es zeigt auf was Gleichberechtigung wirklich bedeutet. Die Autorin belegt alle ihre Ausführungen mit Quellen, die sich im Inhaltsverzeichnis wiederfinden. 100 Prozent empfehlenswert!

Fesselnd und erschütternd

Von: Butzibu Datum: 19. March 2020

Ich habe mir aufgrund des Covers viel von dem Buch versprochen und wurde bisher nicht enttäuscht. Es fesselt mich, weil in dem Buch viele Perspektiven beleuchtet werden, die ich bisher so nicht wahrgenommen habe oder wüsste. Gleichzeitig ist es erschütternd über die ganze Problematik und Sichtweisen zu lesen. Es werden wichtige gesellschaftliche Themen angesprochen. Sehr empfehlenswert!

Eine völlig neue Sichtweise

Von: Sophia_legge Datum: 19. March 2020

Criado-Perez versteht es ganz genau, wie sie die Daten zu analysieren und interpretieren hat, um gekonnt bissig sowie präzise die Diskrepanz zwischen Männern und Frauen in der wissenschaftlichen Datenerfassung darzustellen. Sehr kurzweilig führt sie durch die Situationen des Alltags, in denen Frauen ihre Benachteiligung gegenüber Männern zum Verhängnis wird und zeigt dabei völlig neue Gesichtspunkte auf, die wahrscheinlich nur die wenigsten bisher gekannt haben. Hin und wieder hat man aber das Gefühl, dass sie sich zusehr auf ihren eigenen Standpunkt versteift. Zwar kann sie diesen durch ihre Zahlen jederzeit einwandfrei belegen, doch fehlt an manchen Stellen, etwa bei der Rolle des Geschlechts im alltäglichen Sprachgebrauch, etwas die Differenzierung zwischen "echter" Diskriminierung und der Diskriminierung auf Basis von Zahlen, die aber in der Realität völlig andere Gründe hat. Insgesamt kann man sagen, dass dieses Buch für alle ein Must-Have ist, die sich für die Rolle der Frau in der Datenerhebung interessieren und ein Buch suchen, das wirklich auf Fakten und weniger auf emotionalisierten Thesen basiert.

Teilweise erschreckende Fakten gut belegt

Von: Leserin Datum: 18. March 2020

Ich habe dieses Buch in der Erwartung begonnen, mit vielen erschreckenden Fakten bezüglich Frauen konfrontiert zu werden. In dieser Hinsicht hat das Buch meine Erwartungen nicht enttäuscht. Die Fakten sind teilweise sehr erschreckend und waren mir, obgleich ich mich für dieses Thema auch vorher schon interessiert habe, nicht unbedingt alle bekannt. Was mich teilweise ein bisschen stört (andere mögen mich für diese Einstellung gerne kritisieren) ist, dass sich viele Beispiele auch auf -ich nenne sie mal- nicht-westliche Kulturen beziehen, wie z.B. auf Brasilien. Natürlich ist es auch dort sehr erschreckend, welche Nachteile Frauen dort haben und wie sich ihr Leben dort gestaltet. Ich hatte mir von diesem Buch allerdings viele Fakten und Argumente für unseren westlichen Kulturenkreis erhofft, da auch dort die Datenlage leider nicht immer so überschaubar ist und ich gehofft hatte, mich mit diesem Buch für Diskussionen verbal rüsten zu können. Die Autorin gibt sich zwar Mühe, durch einen angenehmen Schreibstil einen guten Lesefluss zu ermöglichen. Dies ist allerdings schwierig, da die Sätze alle so mit Daten und Zahlen gespickt sind, dass zumindest ich beim Lesen immer wieder mal darüber gestolpert bin und Sätze mehrmals lesen musste, um die logischen Zusammenhänge hinter den Zahlen zu verstehen und für mich zu interpretieren. Für meinen Lesefluss mag das zwar einen Nachteil dargestellt haben, generell bringt mich dies aber zum größten Vorteil des Buches! Es bezieht sich auf wissenschaftliche Studien und kann seine Daten und Fakten mit Quellen belegen. Dies stellt für mich gerade in der heutigen Zeit definitiv ein Qualitätsmerkmal dar. Daher spreche ich für diese Buch auch eine Leseempfehlung aus, da ich die Lektüre als bereichernd empfand. Nur vor Zahlen sollte man keine Angst haben, wenn man dieses Buch in die Hand nimmt :)

Sch... Männerwelt

Von: JH Datum: 18. March 2020

Ich bin nach dem Lesen des Buches doch erschüttert, ratlos, ... Jeder weiß ja, dass Frauen weniger Gehalt bekommen als Männer. Aber was in diesem Buch alles noch so dargestellt wird, macht sehr nachdenklich. Seit Längerem ist mir klar, dass es Fußball und Frauenfußball gibt, das aber erst, seit es Sarah Bosetti in einer ihrer wöchentlichen „Kolumnen“ gesagt hat. Und da habe ich gemerkt, dass ich (ein Mann) so sehr im Leben geprägt wurde, dass mir das erst jemand anders erklären musste. Warum diese nichts mit dem Buch zu tun habende Einleitung? Das Buch zeigt, in welch erschreckendem Ausmaß das in unserem Leben so ist. Es gibt z. B. Physiologie und weibliche Physiologie, aber leider nicht nur als Wort, sondern in der Medizinausbildung spielt die weibliche Physiologie nicht die ihr zustehende Rolle. In der Medikamentenforschung spielen Frauen kaum eine Rolle. Und das führt zum Ergebnis, dass Frauen schlechter behandelt werden. Das Verblüffendste und Lustigste ist, dass auch Schneeräumen Frauen benachteiligt. Jeder weiß aus eigener Erfahrung, dass beim Toilettenbesuch in Veranstaltungsräumlichkeiten die Frauen benachteiligt sind. Eine „Lösung“ des Problems habe ich kürzlich in der Max-Schmeeling-Halle in Berlin erlebt. Zwei Frauen gingen einfach in eine Kabine auf der Männer-Toilette. Das Buch erklärt, wie scheinbare Gerechtigkeit doch letzten Endes die Frauen benachteiligt und was man im Bestreben nach Gerechtigkeit bei der Planung von Toiletten alles bedenken muss. Ich hoffe, dass ich auf das Buch neugierig gemacht habe. Ich muss aber eine Warnung aussprechen. Die akribische Recherche hat auch den Nachteil, dass oft noch eine und noch eine und noch eine Quelle angegeben wird, das macht das Lesen oft langweilig. Andererseits wird aber auch sehr deutlich, dass die Benachteiligung von Frauen in Politik, Medien, Arbeitswelt, ... so immanent ist, dass da dringend was geändert werden muss. Merken Sie sich 1331!

Dieser Bestseller sollte nicht nur von Frauen gelesen werden

Von: Nina K. Datum: 18. March 2020

Die Einleitung des Buches liest sich sehr wie eine wissenschaftliche Arbeit, aber im Hauptteil wird es dann richtig spannend. Es werden viele hochinteressante Fakten und statistische Daten genannt und auch die Unterschiede zwischen verschiedenen Ländern deutlich. Interessant fand ich beispielsweise, dass es in den USA keine (bezahlte) Elternzeit gibt. Es wird nicht immer auf deutsche Systeme eingegangen, was darauf zurückzuführen ist, dass die Autorin Britin ist. Wie schon am Cover zu erkennen ist, kritisiert die Autorin im Buch auch viele aktuelle Vorgehensweisen im Umgang mit Daten und daraus abgeleiteten Planungen, wenn es um die Arbeit mit Daten geht. Sie gibt aber auch Impulse, wie man dies ändern könnte. Das Buch gefällt mir – nicht zuletzt aufgrund der vielen verschiedenen und sehr interessanten Themenblöcke - deutlich besser als gedacht und ist nicht nur (wie anfangs befürchtet) für Frauen interessant. Teilweise schockieren die Inhalte auch (z.B. Toilettensituation im südafrikanischen Township Khayelitsha, welche für die Frauen wirklich unzumutbar ist, aber lesen Sie selbst (Teil I, Geschichte 2)). Zu Recht ein Bestseller, den man gelesen haben sollte!

Fordernde Leküre, die eine sehr bedeutsame Thematik fundiert behandelt

Von: Freyha Bee Datum: 17. March 2020

Mit "Unsichtbare Frauen" hat Caroline Criado-Perez eine wichtige Thematik aufgegriffen und in einer Intensität bearbeitet, die mich beim Lesen immer wieder herausgefordert hat. Die Autorin belegt alle Aussagen mit Quellen und schreibt unglaublich dicht. Diese Dichte und die Verwendung vieler Fremdwörter und Fachtermini, die für die eine oder den anderen ein Verständnisproblem darstellen könnten, ebenso wie ihre sehr ausführliche Auseinandersetzung mit allen Teilaspekten, machen diese Lektüre zu keiner leichten. Während ich ihren Stil anfangs als noch sehr sachlich und differenziert wahrgenommen habe, empfand ich ihn mit der Zeit streckenweise als polemisch. Ich bin nicht sicher, ob diese Polemik und auch die emotionale Intensität, mit der sie tatsächlich gravierende Missstände anspricht, nicht zu einer Viktimisierung beitragen können. Alles in allem handelt es sich aber um ein gut strukturiertes, sauber recherchiertes Buch, dessen Bedeutsamkeit auch von diversen Medien (Heuteshow, die Zeit) erkannt und aus meiner Sicht nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.

Macht nachdenklich

Von: Annette Datum: 15. March 2020

Rezension zu Unsichtbare Frauen am 15.03.2020 Der Buchtitel hat mich sehr neugierig gemacht, da wir doch alle eigentlich sichtbar sind. Mir hat dieses Buch die Wahrheit über Frauen geöffnet - habe dabei auch sehr gestaunt und es ist teilweise auch schockierend, was ich da las. Es macht wirklich sehr wach, was die weibliche Natur angeht. Und - es rüttelt auf. Es bekommt daher auch ganz klar heute von mir die vollen 5 Sterne. Plus ein grosses Lob dazu an die liebe Autorin und allen mit daran Beteiligten. Herzlichst empfehlen kann ich es jedem von Euch.

Aufklärend

Von: Jazz Datum: 14. March 2020

"Unsichtbare Frauen - Wie eine von Daten beherrschte Welt die Hälfte der Bevölkerung ignoriert" von Caroline Criado-Perez ist ein feministisches Werk über das Fehlen der Frauen in nahezu allen wichtigen Bereichen. Criado-Perez geht hierbei auf wissenschaftlich fundierten Fakten voran. Mit jedem fortschreitenden Kapitel erfährt man so viel Neues, das man bisher gar nicht bedacht hatte. Es gibt viel mehr Gebiete auf denen es gewaltigen Nachholbedarf gibt, das einem vor dem Lesen des Buchs gar nicht bewusst war. Inhaltliche Themen, die sie anspricht sind unter anderem: MeToo. Denn das geschieht nicht nur in der Schauspiel- und Modelbranche, sondern in jeder Branche. Frauen werden öfter nicht ernst genommen, belächelt, stummgeschaltet, als pure sexuelle Objekte wahrgenommen, sexistisch behandelt, erniedrigt... Care-Arbeit: Aufgrund von Care Arbeit sind Frauen meist doppelt belastet und das auch noch unbezahlt und haben meist durch mehreren flexiblen Minijobs einen schlechteren steuerlichen Stand. Fehlen von Frauen in allen Bereichen: Durch ihr Fehlen kommt es immer wieder zu Problemen, denn Männer denken meist gar nicht daran, was Frauen brauchen. Beispielsweise, dass es Frauen schwer fällt mit einem hochschwangeren Bauch einen langen Weg zurückzulegen, Treppen zu steigen, etc. Um noch ein Beispiel zu nennen: Nach einer Katastrophe wurden mehrfach Häuser errichtet ohne Küche! Einfach, weil in der Planung keine einzige Frau im Team war. Kaum zu fassen, dass man so etwas Wichtiges außer Acht lassen kann! / Autos werden nur mit männlichen Dummies getestet, sodass Männer eine viel höhere Chance haben lebend aus dem Wrack zu kommen als Frauen - die meist kleiner, zierlicher gebaut sind und weniger wiegen. Das ist ein Spiel mit dem Leben der Hälfte der menschlichen Bevölkerung der Welt! Fazit: Das aufschlussreichste Buch, das ich je gelesen haben. Sehr empfehlenswert. Es klärt Frau und Mann auf, wie sehr die Welt von Männern auf die falsche Art und Weise dominiert wird und dabei ihnen gravierende Fehler unterlaufen - auf Kosten der Frauen. Für alle FeministInnen ein Muss. Kleiner Kritikpunkt: Obwohl mein Wissenszuwachs enorm war, war ich auch ein wenig enttäuscht darüber, dass sie manche Punkte nicht bedacht hatte. Beispielsweise die Branche der Flugbegleiterinnen: Hier ist es für sie Pflicht High Heels und Bleistiftröcke zu tragen - was unbequem ist und zu Verletzungen führen kann aufgrund von Stolpern und Fallen und gar Knochen brechen, aber auf jeden Fall einer Fehlstellung der Zehen. Außerdem müssen sie Make-Up auftragen, lackierte Nägel (was hochgiftig ist) etc. Dieser Aufwand, der Zeit in Anspruch nimmt, wird nicht bezahlt, obwohl es Arbeit ist. Den Männern bleibt diese unbequeme Kleidung, das Verletzungsrisiko und das "Aufmachen" erspart.

Sehr aufschlussreich

Von: Kätzchen92 Datum: 13. March 2020

Wirklich sehr aufschlussreich. Es ist wirklich zu empfehlen.

Interessante Sichtweise auf diese Welt

Von: D. F. Datum: 13. March 2020

Das Buch ist gut recherchiert und beleuchtet Bereiche, an die ich bisher nicht gedacht habe, wenn es um die Benachteiligung der Frau in der Gesellschaft geht. Es ist nicht zickig, geschrieben...sondern kritisch und sachlich. Danke dafür

Ein wichtiges Buch!

Von: Katrin Schlunken Datum: 11. March 2020

Unsichtbare Frauen von Caroline Criado-Perez ist ein Buch, das wir gebraucht haben. Ein faktenbezogenes Werk, das Frauen und ihre Bedürfnisse sichtbar macht, wo sie bisher übersehen wurden – ob nun absichtlich oder nicht. Nach der Lektüre sehen wir die Probleme unserer Welt auf jeden Fall klarer und werden hoffentlich beharrlicher auf Veränderungen bestehen, die, wie sich zeigt, gar nicht so schwierig wären. Auch wenn das Format eines Sachbuches manche Leser vielleicht eher abschreckt, sollten doch alle – nicht nur Frauen! – zu dieser Lektüre greifen. Aufschlussreich und zugänglich präsentiert Criado-Perez uns die allgegenwärtige geschlechterbezogene Datenlücke und zeigt damit auf, wie wenig frauenfreundlich unsere Welt immer noch ist. Mit teils schockierenden Fakten macht sie auf die Ungerechtigkeiten aufmerksam, mit der Frauen auf der ganzen Welt täglich konfrontiert sind und die uns im schlimmsten Fall sogar gefährlich werden können. Ob zu niedrige Bürotemperaturen oder fehlende weibliche Crashtest-Dummys, durch ihre sorgsame Analyse werden uns als Leser*innen die Augen geöffnet für Diskriminierung, die wir bisher vielleicht noch gar nicht als solche wahrgenommen haben, was nur unterstreicht, wie sehr unsere patriarchal-geprägte Sozialisation der Gleichberechtigung der Geschlechter noch im Wege steht. Criado-Perez’ Schreibstil ist klar, leicht verständlich und unterhaltsam, sodass sich das Buch trotz seines beachtlichen Umfangs in kurzer Zeit lesen lässt – nicht zuletzt, weil wir als Leser*innen noch mehr Fakten über diese Welt erfahren wollen, die uns Frauen so offensichtlich benachteiligt. Unsichtbare Frauen ist ein überaus wichtiges Buch, das vor allem auch von Männern gelesen werden sollte, um ihnen die Augen dafür zu öffnen, dass Mensch-Sein nicht Mann-Sein bedeutet. Und wenn sie wissen wollen, was Man(n) ändern muss, um unsere Welt tatsächlich geschlechtergerecht zu machen, hat Caroline Criado-Perez einen Rat, der ebenso einfach wie genial ist: Man(n) muss einfach mal die Frauen fragen!

Gut recherchiert

Von: AM Datum: 11. March 2020

Ein sehr informatives Buch mit gut recherchierten und belegten Fakten. Es werden konkrete Beispiele aus allen Bereichen des Lebens einer Frau aufgezeigt, in denen Benachteiligungen auftreten. Die Erkenntnis ist zum Teil sehr schockierend und macht wütend. Caroline Criado-Perez verdeutlicht mit diesem Buch, wie wichtig das Anstreben von Gleichberechtigung in unserer Gesellschaft ist und in welchen Alltagssituationen einer Frau diese auch heute nicht existiert.

Ein Buch für ALLE! (Nicht nur im Sinne der Gleichberechtigung)

Von: BzbE1982 Datum: 10. March 2020

Es sind schon schwere Anschuldigungen, die hier erhoben werden, dass nämlich die Hälfte der Bevölkerung ignoriert werde. Dafür wird der Begriff des Gender Data Gap angeführt, der sich als roter Faden durch die ganze Argumentation zieht. Dabei werden verschiedenste Bereiche des (Zusammen-) Lebens von Männern und Frauen weltweit anhand vieler Zahlen und Statistiken berührt. Es ist jedoch keine einseitige Betrachtungsweise (der böse Mann vs die unterdrückte Frau), sondern erhebt durchaus Anspruch auf einen kritischen Diskurs. Wer also feministische Parolen fürchtet, oder dass Männer am Ende an allem Schuld seien, der kann seine Sorgen unbesorgt beiseite schieben und zugreifen, wie auch alle anderen, die an sachlicher Aufarbeitung eines seit jeher global bestehnden Problems interessiert sind. Einen Punkt Abzug gibt es, weil an manchen Stellen aus meiner Sicht die Zahlen doch ein wenig tendenziös dargestellt wurden (ich meine damit ausdrücklich NICHT falsch), was dazu führt, dass man manchmal sehr genau darauf achten muss, was ein vorgestellter Befund jetzt eigentlich bedeutet. Ein bestendes Interesse an wissenschaftlichen Daten ist also durchaus von Vorteil.

Moderner Feminismus anhand des Themas “Datenlücken“

Von: Schnazu Datum: 10. March 2020

„Unsichtbare Frauen“ ist ein wichtiges Buch, nicht nur für Menschen, die sich für Feminismus interessieren. Stück für Stück zeigt es die einzelnen Aspekte unseres heutigen modernen Lebens, bei denen Frauen aufgrund von jahrzehntelangen Datenlücken benachteiligt sind - und das sind teilweise fatale, gefährliche Aspekte, die Frauen auf der ganzen Welt und jeder sozialen Schicht betreffen. Ob die falsch genormte (auf Männer bezogene) Größe von Schutzkleidung für Polizistinnen, oder Fehler in der Stadtplanung, die die Straßen der Welt für Frauen einen unsichereren Ort machen - viele Aspekte des öffentlichen und auch privaten Lebens werden beleuchtet. Inhaltlich hat Criado-Perez ein wunderbares, erschreckendes Buch verfasst, das stilistisch manchmal zu sehr an eine wissenschaftliche Publikation erinnert. Manchmal hat mir ein wenig der rote Faden gefehlt, der ein perfekt geschriebenes Sachbuch ausmacht. Insgesamt aber trotzdem eine klare Empfehlung, es ist so wichtig das Wissen über die Datenlücke in die Welt zu tragen: wie schon gesagt für Interessierte und (noch) Uninteressierte.

Aufschlussreich

Von: Lisa Blum Datum: 10. March 2020

Sehr viel interessanter Lesestoff. Es ist wirklich spannend zu lesen wie das Verhältnis von Frauen und Männern in der Gesellschaft ist. Kann ich jeder Frau empfehlen.

Bereichernd

Von: girl.with.the.bookshelves Datum: 09. March 2020

Die Welt ist für Frauen gefährlich. Nicht nur, weil Frauen Gewalt erfahren, sondern auch, weil die Welt nach männlichem Standard aufgebaut ist. Wusstet ihr, dass Crashtest-Dummies männlich sind? Oder dass Frauen einem erhöhten Sicherheitsrisiko durch Arbeitsschutzkleidung ausgesetzt sind? Auch in der Architektur gibt es solche Beispiele, wenn Treppen durchsichtig oder Wege nicht gut genug beleuchtet sind. Am schockierendsten waren die Fälle, die Criado-Perez im Bereich der Medizin schildert. So werden Herzinfarkte bei Frauen oft nicht diagnostiziert, weil sie „atypische“ Symptome gegenüber Männern zeigen. Viele Medikamente schlage nicht an und sind sogar schädlich. Und von Endometriose-Diagnosen sowie dem oftmals langen Weg dorthin brauchen wir gar nicht sprechen. Natürlich kommen auch Rassismus und Klassimus hinzu, denn beispielsweise sind Frauen, die verstärkt giftigen Dämpfen ausgesetzt sind, unterbezahlte Migrantinnen. Criado-Perez führt unzählige Studien an, um die Erkenntnisse in ihrem Buch zu stützen. Die Welt hinkt an einer Gender Data Gap, einer geschlechtsbezogenen Datenlücke. Und die Forschung unternimmt dagegen wenig bis nichts. Oft hat mich das Buch entsetzt und wütend gemacht. Eigentlich hat es nicht den richtigen Titel, denn unsichtbare Frauen trifft es nicht wirklich. Schließlich sind alle unsichtbar, die vom weißen, männlichen Standard abweichen. „Mann“ wird in den meisten Fällen mit „Mensch“ gleichgesetzt. Und das bereitet allen anderen Menschen Probleme. Ohne rechtliche Verankerung von Diversität in allen Lebensbereichen wird sich diese Situation nicht ändern. Dieses Buch ist für alle interessant, die die Welt hinterfragen und die sich nicht mit dem zufriedengeben wollen, was augenscheinlich Standard ist.

Öffnet einem die Augen!

Von: Charlie Datum: 09. March 2020

Das Buch vermittelt einem einen guten Einstieg in das Thema Diskriminierung von Frauen in Alltag & Beruf und zwar weltweit. Man bekommt eine gute Übersicht, wo überall Bedarf besteht, den Belangen von Frauen endlich Gehör zu schenken beziehungsweise die Erfassung von Daten auszuweiten. Die Beispiele sind gut recherchiert und mit Quellen belegt. Die Autorin hat einen sehr angenehmen Schreibstil, der keineswegs trocken ist. Daher kann ich das Buch auf jeden Fall (auch jedem Mann) empfehlen!

Unsichtbare Frauen

Von: Lesefreude Datum: 08. March 2020

„Unsichtbare Frauen: Wie eine von Daten beherrschte Welt die Hälfte der Bevölkerung ignoriert“ ist ein unglaublich wichtiges Buch. Fundiert mit zahlreichen Quellen hinterlegt, zeigt Caroline Criado-Perez die Probleme auf und gibt erste Denkanstöße in Richtung möglicher Lösungen. Trotz sachlichen Ton ist „Unsichtbare Frauen“ sehr leicht verständlich und ja auch unterhaltsam geschrieben. Cover und Titel finde ich sehr gelungen. Denn der Titel „Unsichtbare Frauen: Wie eine von Daten beherrschten Welt die Hälfte die Bevölkerung ignoriert“ ist sehr sachlich und kreidet die nebulösen Daten als „Bösewichte“ an. Das Cover zeigt mit den deutlich erkennbaren Männern und den nur im Hintergrund angedeuteten Frauen, welche Hälfte die ignorierte Bevölkerung ist. Als wär das nicht schon aussagekräftig genug, wirkt das Kleid der im Hintergrund stehenden Frauen wie ein Superhelden-Umhang, der den Mann erst zu etwas Großartigem macht. Denn verstecken hinter den Männern müssen wir Frauen uns auf keinen Fall. Viel mehr machen wir die Welt erst zu etwas besonderem. Caroline Criado-Perez zeigt, dass es in vielen Fällen in denen Frauen nicht wahrgenommen werden, keine Bösartigkeit ist. Viel mehr ist es dem naiven Realismus geschuldet. Dabei handelt es sich um einen Projektionsfehler, bei dem wir davon ausgehen, dass unsere Erfahrungen denen aller Menschen entsprechen. Da viel zu viele Entscheidungen von Männern und reinen Männergruppen getroffenen werden, bleiben die Frauen und unsere Bedürfnisse außen vor. Die Männer können sich dann schlicht nicht in den Alltag der Frau hineinversetzen und nehmen deswegen die Problem nicht wahr oder vielleicht gar nicht ernst. Ein weiteres Problem ist, dass viele Daten zwar erhoben, aber nicht nach Geschlechtern getrennt. Denn es gibt Dinge, bei denen sind Mann und Frau nun mal einfach nicht gleich – so sehr wir uns das auch wünschen würden. Der weibliche Körper ist anders aufgebaut und funktioniert anders als der männliche. So kann ein Schlaganfall bei Frauen beispielsweise gänzlich andere Symptome hervorrufen als bei Männern. Ebenso sprechen Männer und Frauen unterschiedlich auf Medikamente an. Diese Datenlücke kann mit der voranschreitender künstlichen Intelligenz zunehmend gravierender werden. Denn künstliche Intelligenz ist nicht anderes als ein Algorithmen. Diese Algorithmen müssen geschrieben werden und mit Daten gefüttert werden. So lange die männlich Daten und die Programmierer diese Algorithmen hauptsächlich Männer sind, werden unweigerlich falsche Schlüssel gezogen (siehe wiederum naiver Realismus).

Dies ist ein unbedeutendes Buch, denn es handelt nicht vom Krieg.

Von: Natalie Bode Datum: 08. March 2020

„Unsere Welt ist von Männern für Männer gemacht und tendiert dazu, die Hälfte der Bevölkerung zu ignorieren.“, ist erst einmal ein Statement, dem ich vor dem Lesen dieses Buches nicht zugestimmt hätte. Diese auf dem Einband abgedruckte Aussage ist der Hauptgrund, warum das Buch mein Interesse geweckt hat. Wie kann das denn stimmen? Immerhin bin ich eine Frau und ich komme in dieser Welt relativ gut klar. Ich fühle mich nicht ignoriert. Wäre ja auch ganz schön blöd sich ignorieren zu lassen. Was könnten denn die Argumente der Autorin sein? Ich muss gestehen, dass ich mir über viele der hier beschriebenen Sachverhalte nie wirklich Gedanken gemacht habe. Die Welt ist nun mal wie sie ist, habe ich gedacht. Aber das stimmt ja nicht. Irgendwann hat irgendjemand eine Entscheidung getroffen, dass Dinge jetzt genau so umgesetzt werden. Und diese Entscheidung wurde vermutlich („Hoffentlich!“, schreit der kleine Naturwissenschaftler in mir) anhand von Daten getroffen. Nur werden diese Daten hauptsächlich von Männern bezogen, wie die Autorin ausführlich erklärt. Und natürlich kommt dabei ein bisschen Müll herum, wie sie anhand zahlreicher Beispiele belegen kann. Sie nennt erstaunlich viele Fakten, Daten und Zahlen, sodass man aufpassen muss, nicht ins Überfliegen zu geraten. Aber ich will mich nicht über diese ausgiebige Recherche beschweren. Es ist natürlich löblich, wie viele Quellen sie anführen kann. Leider wiederholt sie aber manche Argumente viel zu viel zu oft. Zum Beispiel, dass Frauen mehr unbezahlte Care-Arbeit als Männer leisten, steht gefühlt auf jeder Seite. Natürlich ist das auch ein wichtiges Argument mit vielen Auswirkungen, aber ich könnte gut verstehen, dass vorallem ein Mann, der sich an dieses Buch herangetraut hat durch die ständige Wiederholung abgeschreckt wird und das Buch nach ein paar Kapiteln zur Seite legt. Dabei wird dann auf jeden Fall sehr viel Gutes verpasst, denn die besprochenen Dinge sind so weitreichend und trotzdem alle miteinander verknüpft.

Unbedingt lesen-auch die Männer!

Von: Rabatta Datum: 07. March 2020

Die Hälfte der Menschheit sind Frauen, soweit klar, aber wie sieht es aus mit unserer Stellung in sozialen, politischen, und wirtschaftlichen Bereichen, sowie im Alltagsleben? Die Autorin hat Unmengen an Daten gesammelt und in diesem Buch an unzähligen Beispielen verdeutlicht, wie die Wirklichkeit aussieht. Ein Buch, dass erstaunt, wütend und fassungslos -, gleichzeitig aufrüttelt und nachdenklich macht! Ein Buch, das leicht zu lesen ist, durch die Gliederung der einzelnen Themenbereiche findet man auch nach einer längeren Lesepause schnell wieder „Anschluss“. Die aufgeführten Beispiele sind hervorragend recherchiert und geben hochinteressante Einblicke. Ich hätte niemals gedacht, dass so die Realität aussieht! Ein Buch, dass unbedingt lesenswert ist, nicht nur für Frauen!

Informativ und zum Teil erschreckend

Von: Stuttgarterin1980 Datum: 07. March 2020

Zunächst einmal muss man sagen, wer leichte Literatur zur kurzweiligen Unterhaltung sucht, sollte sich das Buch nicht anschaffen. Die Journalistin Caroline Criado-Perez hat sich durch dieses Buch mit dem Teil der Bevölkerung beschäftigt, der immer wieder ignoriert wird: Frauen. Auf 496 Seiten, in sechs Themenbereichen sowie anhand vieler anschaulicher Beispiele führt Criado-Perez zum Teil auch etwas provokant auf, wie Frau "übersehen" wurden. Ich kann sagen, dass ich das Buch nicht in einem Stück lesen konnte. Wahrscheinlich ist es hierfür auch nicht gedacht. Es ist sehr informativ und voller Daten, scheint mir (mit meinem Laienwissen) auch fundiert recherchiert zu sein und führt dem Leser auch vor Augen, worüber man sich noch nie so wirklich Gedanken gemacht hat. Im Nachgang habe ich mir aber über so einige Themen Gedanken gemacht. Wirklich viel Kritik kann ich an dem Buch nicht üben, muss jedoch sagen, dass es eventuell noch ein guter Ansatz gewesen wäre, nicht nur aufzuzeigen, wo Benachteiligungen vorliegen, sondern auch Vorschläge sinnvoll wären, was man künftig gegen dieses Problem machen könnte. Das Buch kann ich aber auf jeden Fall jedem empfehlen, der sich für das Thema interessiert.

Keine leichte Kost, aber wahnsinnig interessant.

Von: Jacqueline Von Rolbeck Datum: 05. March 2020

Vorweg, für alle die eher keine Fans von Sachbücher und Datenerhebungen sind, lasst die Finger davon! Wir haben hier 500 Seiten gebündelte Daten und knallharte Analyse. Wer an Studien und Ergebnissen kein Interesse hat, der wird auch hiermit keine Freude haben. Zudem will ich betonen, dass das Buch aus dem Englischen übersetzt wurde und viele Fachbegriffe nicht übersetzt werden können und man sich ein bisschen selber erarbeiten muss. Wer also lieber nur ein Buch lesen will, um abzuschalten, der sollte weitergucken. Jetzt muss ich betonen, wie GUT ich die Sachlichkeit in diesem Buch finde. Nix da mit Anfeindungen gegenüber Männern (da kann ich wohl einigen hier die Angst nehmen), es wird einfach eine sachliche Lage der Dinge dargestellt und Fakten sind nunmal Fakten und wollen niemanden angreifen. Und es wurden eine ganze Menge Daten ausgewertet! Das zB PMS noch immer als "weibliche Hysterie" abgetan wird, wusste ich schon. Aber wie der weibliche Körper und weibliche Erkrankungen einfach ignoriert werden, holla. An vielen Stellen wurde ich wegen dieser Ignoranz richtig sauer und danach traurig. Wie kann es sein, dass wir in einer so modernen Welt mehr als 50% der Weltbevölkerung so ignorieren? Wie können wir uns da Modern schimpfen? Daher ja, ich kann dieses Buch jedem ans Herz legen.

Gesellschaftsstrukturen der heutigen Zeit aus eine andere Perspektive erklärt.

Von: Teodora Vutova Datum: 02. March 2020

In ihrem Buch „Unsichtbare Frauen“ untersucht Criado Perez verschiedene Elemente der modernen Welt, die offenbar weniger auf Frauen ausgerichtet sind: Transportsysteme, medizinische Geräte und Behandlungen, Konsumgüter, sogar die von uns verwendeten Smartphones und Spracherkennungstechnologien, die wir jeden Tag verwenden. Ich war so schockiert, dass dies ein Problem im 21. Jahrhundert ist, dass Ärzte Frauen falsch diagnostizierten. Und dass Frauen häufiger sterben und häufiger falsch diagnostiziert werden. Die Fakten und Statistiken, mit denen die Autorin zur Beweis stellt, dass vieles in der Gesellschaft nicht stimmt, sind richtig interessant zu lesen. Man muss keine Feministin sein, um die Fakten in den Augen zu sehen. In einer Zeit der Veränderung der Gesellschaftsstrukturen ist das Buch ganz gut zu lesen und zeigt eine andere Perspektive. Ich bin positiv überrascht.

Schwere Kost für Neulinge

Von: Jasmarli Datum: 01. March 2020

Das Buch besticht zuerst einmal durch seine Aufmachung und den Titel. Der Inhalt des Buches ist sehr recherchiert. JEDOCH: Für Leser/innen die nur selten oder nie Sachbücher lesen ist es eine ziemlich schwere Kost! Da die Autorin keine Deutsche ist, gibt es auch keine Erklärung von, für Deutsche, Fremdwörter. Somit ist man manchmal allein schon von der Fülle an nicht ganz geläufigen Fremdwörtern und somit der fehlenden Bedeutung. Dazu kommt, dass man, wie das nun mal bei Sachbüchern so ist, von Zahlen und Daten erschlagen wird. Es schadet sicher nicht, dass Buch mehrmals zu lesen, mit gewissen Abständen dazwischen!

Unerwartet fesselnd

Von: Prinzessinmimimi Datum: 01. March 2020

Unsere Welt ist von Männern für Männer gemacht und tendiert dazu, die Hälfte der Bevölkerung zu ignorieren. Leider wahr, habe ich beim Lesen dieses Buches gemerkt. Die Autorin schafft es viele Informationen,Zahlen und Beispiele über unsere Männer domenierte Welt und ihre Auswirkungen auf "das schwache Geschlecht" in interessante und abwechslungsreiche Texte zu packen die vielseitig und nie langweilig geschrieben sind. Man lernt beim Lesen eine Menge Dinge die ich z.B. nicht wusste - wie etwa das die Sicherheitsvorrichtungen in Autos nicht an weibliche Körpermaße angepasst sind, oder Geburts-, Hygiene und Krankheitsversorgung in Kriegs-und Katastrophengebieten nicht / wenig auf die Bedürfnisse von Frauen / Müttern ausgelegt ist und dies zu einen weitaus höheren Sterblichkeit bei Frauen als bei Männern führt.Lebensläufe bekannter Männer als Wegweiser für spätere Generationen werden Thematisiert. Mit der Frau als Randfigur. Traurig aber wahr in der heutigen Zeit sollten viele Dinge gleichberechtigter geregelt sein.

Unbedingt lesen - nicht nur als beharrliche Frau!

Von: theresawholeworldinside Datum: 01. March 2020

Was für ein Buch! Anspruchsvolle Lektüre, bei der es nicht beim einmaligen Lesen bleibt. ‚Für die beharrlichen Frauen - bleibt verdammt noch mal schwierig!‘ steht vorne geschrieben, doch ich finde: JEDER sollte ‚Unsichtbare Frauen‘ lesen. Caroline Criado-Perez zeigt auf 346 Seiten eindrücklich auf, dass unser Wissen über die Welt, wie wir sie kennen, auf Daten über Männer basiert. Und zwar global! Das ganze trägt den Titel ‚Gender Data Gap‘, von der ich bis dato noch nie gehört hatte. Verrückt - hat sie schließlich Einfluss auf die verschiedensten Lebensbereiche: Nicht nur im Alltagsleben, der Städteplanung, am Arbeitsplatz.. besonders erschreckend: auch in der Medizin. So bleiben Herzinfarkte bei Frauen wohl häufiger unentdeckt, da sie ‚asymptomisch‘ verlaufen - liegen doch lediglich Daten über Männer vor. Wir lernen direkt eingangs: man‘ oder ‚Mensch‘ bedeutet tatsächlich wahnsinnig oft eigentlich bloß ‚(weißer) Mann‘, ein Verständnis, das sich in fast jedem Kopf wie selbstverständlich so eingeschlichen hat. Selbst das generische Maskulin, das an die Existenz der Frau erinnern soll, schafft keine Abhilfe: Wir halten die meisten Dinge schlicht und ergreifend für männlich, solange sie nicht explizit als weiblich markiert sind. Ich könnte so viele für mich spannende, augenöffnende Facetten der Gender Data Gap hier aufzeigen, der Platz würde selbst bei 100 Posts nicht reichen. Mit unendlich vielen Studien belegt zeigt Criado-Perez hier einen dringlichen Missstand auf, sprachlich klar, klug und mitreißend. Ihre Kapitel sind nach Themen sortiert, am Ende mit einer kleinen Zusammenfassung und einer Take-Away Message versehen. Ganz am Ende führt sie auf, was zu tun wäre - was getan werden MUSS, damit die Gender Data Gap nicht noch weitere Kreise zieht. Beziehungsweise überhaupt erstmals aufgelöst wird. Mich hat ‚Unsichtbare Frauen‘ aufgeweckt, wütend und fassungslos gemacht und ich weiß, ich werde es noch immer wieder lesen (zumindest auszugsweise). Der Markier-Stift war die ganze Zeit fleißig dabei, am liebsten hätte ich JEDES WORT markiert. ABSOLUTE Leseempfehlung!

Unsichtbare Frauen

Von: Lesen macht glücklich Datum: 27. February 2020

Mit dem Satz "Der Großteil der Menscheitsgeschichte ist eine einzige Datenlücke." beginnt das sehr interessante Lesewerk. Hauptinhalt ist hierbei, dass Statistiken oft weibliche Lebensläufe nicht berücksichtigen und dies wenn es zum Beispiel um gesundheitliche Aspekte wie Früherkennung von Herzinfarkten geht lebensbedrohlich sein kann. Dies ist jedoch nur ein kleines Beispiel für die falsche beziehungsweise fehlende Erfassung weiblicher Eckdaten. Ein sehr interessantes, aber auch erschreckendes Themengebiet, welches in diesem Buch behandelt wird.

Sehr gutes Sachbuch für Laien mit vielen Aha-Effekten

Von: Kerstin F. Datum: 23. February 2020

'Unsichtbare Frauen' von Caroline Criado-Perez hat mir viele Überraschungsmomente geliefert. Sachlich, doch nicht trocken wird hier sehr schön vor Augen geführt, wie auch in unserer Zeit immer noch Frauen ignoriert werden. Dabei geht die Autorin weit über die üblichen Frauenpower-Klischees. Die einzelnen Kapitel befassen sich mit so unterschiedlichen Themen wie Urinalen, Schuhen, Politik und vielem mehr. So freut man sich am Ende jedes Kapitels auf das nächste, verspricht doch der Buchaufbau große Abwechslung. Zur Untermauerung Ihrer Beispiele führt die Autorin viele Studienergebnisse an; in einigen Kapiteln wird dadurch der Lesefluss beeinträchtigt, dennoch lohnt es sich, nicht über diese Zahlen hinwegzulesen, sondern sie sich bewusst vor Augen zu führen. Manche Zahlen machen fassungslos. Ein sehr gutes Buch, absolut weiterzuempfehlen.

Ein neuer Blick

Von: Kristin Datum: 22. February 2020

Warum können Frauen nicht wie Männer sein? Diese Frage wird immer wieder aufgeworfen. Frauen sind nun mal nicht wie Männer, dafür sorgen schon allein anatomische Gegebenheiten, die z.B. beim Toilettengang oder bei der Familienplanung nicht zu unterschätzen sind. Auch wenn der Titel nach einem feministischen Manifest klingt, bringt es Caroline Criado-Perez sehr nüchtern auf den Punkt, dass es an der Zeit ist, dass Frauen mehr wahrgenommen werden. Mit zahlreichen Statistiken unterlegt, öffnet dieses Buch die Augen für das statistisch vernachlässigte Geschlecht und setzt nachdrücklich an buchstäblichen Druckpunkten an. Von der Toilettensituation über die Temperatur von Arbeitsplätzen bis zur Beschaffenheit von Schutzkleidung werden aktuelle Themenbereiche manchmal nicht ganz ohne Augenzwinkern abgehandelt. Sehr interessant und lesenswert

Frauen - noch immer unsichtbar

Von: Leseratte Datum: 22. February 2020

Wie der Titel unschwer erahnen lässt, geht es in diesem Buch um Frauen. Frauen, die sich der Ungerechtigkeiten zwischen den Geschlechtern im 21. Jahrhundert immer noch gefallen lassen (müssen). Es ist kein Buch, dass zu emanzipatorischem Aufstand aufruft, aber jeder sollte dies einmal lesen und über die Unterschiede zwischen Mann und Frau in der Gesellschaft. Wie im vorhergehenden Satz geschrieben habe auf ich (leider) den Mann an erster Stelle gestellt - völlig automatisch. Diese Diskrepanz muss unbedingt gesellschaftlich und politisch abgebaut werden. Aus diesem Grund sollten auch Männer dieses Buch einmal lesen. Die Gleichberechtigung ist in sehr unterschiedlichen Bereichen einfach noch nicht angekommen. Und das hat Caroline Criado-Perez sehr gut und eindringlich, auch mit vielen Beispielen beschrieben. Sehr lesenswert und auch unterhaltsam ohne den moralischen Zeigefinger zu erheben.

UNSICHTBARE FRAUEN

Von: Deniz Datum: 21. February 2020

Es ist schier unmöglich als Frau dieses Buch zu lesen und nicht wütend zu werden. Natürlich wissen wir Frauen schon lange von der Ungerechtigkeit, aber das nochmals mit Fakten und Zahlen zu sehen schnürt mir den Atem. Hier wird ganz klar, dass das größte Problem das fehlen von Daten sind. Ungerechtigkeit findet nicht nur bei der Arbeit statt, sondern genauso beim Arztbesuch wie auch im öffentlichen Leben. Ein sehr gutes Buch. Sehr interessant. Ein MUSS für jede Frau. Und zuletzt: Frauenrechte sind Menschenrechte!

Interessante Fakten

Von: Daniela Datum: 20. February 2020

Das Buch Unsichtbare Frauen von Caroline Criado-Perez ist 2020 in der Verlagsgruppe Random House GmbH erschienen. In dem Buch hat die Autorin Fakten zusammengetragen warum Frauen nicht gleichberechtigt zu Männern sind. Sie hat dabei das Buch in 6 Hauptkategorien unterteilt. Alltagsleben, Am Arbeitsplatz, Design, Der Arztbesuch, Öffentliches Leben und Wenn etwas schiefgeht. Ihre Thesen hat sie dabei gut mit Quellen unterlegt sodass es glaubwürdig erscheint. Für mich persönlich waren ein paar Dinge bei die ich nicht wusste und das war recht interessant. Allerdings weiß ich nicht inwiefern dieses Buch wirklich nötig ist. Ja Frauen werden in einigen Bereichen benachteiligt, Männer allerdings auch. Deswegen ist es zwar interessant aber für mich irgendwie unsympathisch. Daher von mir ein Stern Abzug. Wer sich allerdings wirklich für dieses Thema begeistern kann für den ist dieses Buch sicherlich geeignet.

Empfohlene Lektüre für alle männlichen Chefs und Politiker

Von: Evelyn Mühl Datum: 20. February 2020

Ein sehr lesenswertes Buch über die Benachteiligungen von Frauen in allen Bereichen des Lebens. Es kommt bestimmt bei jeder Frau, die das Buch liest der"Aha- ist mir auch schon mal passiert-Effekt". Die Autorin hat bemerkenswert umfangreiche Recherchen betrieben und es werden Bereiche beleuchtet, die einem selbst noch garnicht aufgefallen und bewußt geworden sind. Das Buch sollte daher allen Frauen Mut machen, ihre Rechte einzufordern. Die sehr umfangreichen Ausführungen verleiten allerdings zu stellenweisem "Querlesen" bis wieder ein neuer Sachverhalt die Aufmerksamkeit fesselt. Die vielen Beispiele beziehen sich zwar überwiegend auf Großbritannien und die USA, lassen sich aber auch in Deutschland feststellen, wenn auch sicher mit anderen Prozentzahlen. Etwas nachteilig sind außerdem die vielen Fremdwörter, die das Textverständnis eines Durchschnittlesers erschweren. Dieses Buch sollte Pflichtlektüre für alle Männer in leitenden Positionen und Politiker werden, da ein Großteil der "Frauenprobleme" in der Gesellschaft nur auf Unwissenheit und Gedankenlosigkeit der Verantwortlichen beruhen. Überheblichkeiten und Macho-Gehabe werden zwar mit erhobenem Zeigefinger angeprangert, werden sich aber wohl nie wesentlich ändern.

Der kleine Unterschied.

Von: Lille Datum: 18. February 2020

Sehr gut zu lesen. Vieles kommt der Wahrheit sehr nah. Toll diese einzelnen Kapitel Oft werden Frauen und ihre Arbeit nicht anerkannt. Aber auch oft sind es die Frauen die meinen man beachtet sie nicht.

Augenöffnend

Von: LK Datum: 17. February 2020

Zuerst war ich skeptisch, was das Thema „Benachteiligung von Frauen“ angeht. Ich dachte, es handele sich um eine dieser übereifrigen, missionierenden Feministinnen, die das Buch geschrieben haben. Aber zum Glück würde ich eines besseren belehrt. Das Buch befasst sich mit wirklich jedem erdenklichen Thema aus allen Lebensbereichen, Kulturen und Bevölkerungsschichten. Ob es nun um das Kochen in Bangladesch, das Design eines Smartphones oder die Sicherheit im Straßenverkehr geht. Überall werden bewusst oder unbewusst nur Daten über den Durchschnittsmann zugrunde gelegt. Manches ist dabei so einleuchtend, dass es wirklich lächerlich ist, dass bis heute nicht verbessert wurde. Es muss ein Umdenken stattfinden! Daher kann ich das Buch ausnahmslos jedem empfehlen.

Klasse Buch mit vielen spannenden Fakten

Von: Kathrin Datum: 17. February 2020

Das Buch handelt, wie der Titel erahnen lässt, von Frauen, die in der Gesellschaft nicht beachtet werden bzw. deren Bedürfnisse sich hinter denen der Männer anstellen müssen. Dabei hat mir das Buch mehrmals Kopfschütteln beschert, da ich den Inhalt einfach unglaublich fand: Wir leben im 21. Jahrhundert und trotzdem gibt es immer noch solche Unterschiede zwischen den Geschlechtern - und das weltweit, die den meisten Menschen einfach nicht bewusst sind. Daher sollte das Buch auch von Männern gelesen werden, um ihnen diese Diskrepanz klar zu machen und ein Umdenken in der Gesellschaft zu schaffen. Leider sind wir von Gleichberechtigung noch sehr weit entfernt, auch wenn dies von verschiedensten Seiten immer wieder angestrebt oder gar behauptet wird, dass wir schon längst eine Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern erreicht haben. Das genau das nicht der Fall ist wird auf jeder Seite dieses Buches eindrucksvoll geschildert. Auch das Cover finde ich sehr gut gelungen, da es Männer darstellt und die Frauen durch die Farbgebung schwach zu erkennen sind: Genau das wird im Buch sehr gut thematisiert, da Männer die Vorlage / Orientierung für sehr viele Bereiche darstellen und Frauen sich daran anpassen bzw. diese Tatsache akzeptieren und einfach hinnehmen sollen, weil sue weniger Beachtung erfahren. Durch den klaren Schreibstil und die vielen Beispiele liest es sich sehr gut und ich bin sehr beeindruckt, welche und vor allem wie viele Quellen die Autorin für das Schreiben gelesen hat. Nur dadurch ist das Buch so reich an Informationen und ein Sachbuch mit Fakten entstanden, die jeder kennen sollte. Denn nur, wenn diese bekannt sind, kann daran etwas geändert werden. Eine echte Leseempfehlung für alle, die nicht die Augen vor der Wahrheit verschließen möchten.

Frauenpower in einer von Männern dominierten Welt

Von: LaBe Datum: 16. February 2020

Dieses Buch sollte man Männern zum Lesen geben, damit die Welt frauenfreundlicher wird. Es werden einem die Augen geöffnet und man fängt an über vieles, eigentlich alltägliche Sachen, nachzudenken. Super Buch mit vielen belegbaren Studien. Ich finde allerdings, dass man merkt, dass eine Frau dieses Buch geschrieben hat um Ihrer Wut Ausdruck zu verleihen. Und Sie hat es geschafft.