Chanel Cleeton

Nächstes Jahr in Havanna

Nächstes Jahr in Havanna Blick ins Buch

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Havanna 1958: Elisa, Tochter eines Plantagenbesitzers, verkehrt in den besseren Kreisen Havannas und weiß kaum etwas über die Lage des Landes. Bis sie einem Mann begegnet, der tief verstrickt ist in die politischen Umwälzungen, die ihre Zukunft für immer verändern werden.

Miami 2017: Marisol macht sich auf den Weg nach Kuba. Sie wird zum ersten Mal das Land kennenlernen, in das ihre Großmutter zeit ihres Lebens zurückkehren wollte und in dem sie nun beigesetzt werden soll …

Eine berührende Geschichte mit wundervollen Setting und sympathischen Protagonisten

Von: Ingrid Schrettl Datum: 28. June 2019

Da ich selbst schon in Cuba war, wollte ich dieses Buch unbedingt lesen. Der Klappentext und das Cover finde ich dazu sehr passend. Das Buch beginnt im Jahr 1958 als Elisa mit ihrer Familie in ein Flugzeug nach Amerika steigt. Elisa erzählt als erstes warum sie wegen Fidel Castro fliehen mussten. Aber da er ein enger Vertrauter von Batista ist und zudem noch ein wohlhabender Zuckerplantagenbesitzer ist er und somit seine ganze Familie nicht mehr sicher. So bleibt ihnen nur die Flucht in ein neues Land. Mitnehmen können sie kaum etwas, damit nicht auffliegt, dass sie nicht in der Urlaub fahren. Alle klammern sich an die Hoffnung, dass die Zeit im Exil nur kurz dauert. Dann wechselt die Sicht und wir lernen Marisol kennen, die die Enkelin von Elisa ist und in Miami lebt. Mittlerweile schreiben wir das Jahr 2017 und endlich ist der alte Feind Fidel Castro gestorben. Doch es sind nur noch wenige Familien Mitglieder übrig, die damals geflohen sind. Da Marisol die Lieblingsenkelin von Marisol war und außerdem Journalistin ist, soll sie nach Cuba reisen und Elisas Asche dort verteilen. Was zunächst einfach klingt wird aber schnell für eine wahre Bewährungsprobe für Marisol. Denn in Cuba wartet weit mehr als ein Mojito und schöne Strände auf sie. Die Autorin erzählt hier eine sehr authentische und stimmige Familien Geschichte, die ohne den verklärten Blick der Revolution auskommt. Denn in dieser Geschichte gibt es ganz klar einen großen Verlierer und das ist das kubanische Volk. Und obwohl man denkt das es für die Exilanten am Schwersten ist muss man im Laufe der Geschichte erkennen, dass es selbst heutzutage noch schwer für die im Land verbliebenen Kubaner ist. Aber dieses Geschichte ist soviel mehr als nur eine langweilige Geschichtsstunde, denn es vereint Liebe, Freude, Trauer, Loyalität und Leid zwischen seinen Seiten. Sie ist packend und man fiebert mit den Protagonisten mit. Außerdem sind die bildhaften Beschreibungen von Kuba einfach so wundervoll, dass ich sofort wieder das Gefühl hatte dort zu sein. Ich hätte so gerne noch ewig weitergelesen, weil ich noch so viele Fragen hatte. Ich hoffe es geht bald weiter... Mein Fazit: Dieses Buch ist eine Hommage an Kuba, die Familie und die Werte die dich ein Leben lang begleiten. Es ist authentisch ohne klischeehaft zu sein, lebensbejahend, traurig, wunderschön und fesselnd. Und die Beschreibung der Landschaft - als wäre man dort.

Wenn Politik Familiengeschichte schreibt

Von: andomi Datum: 19. August 2019

"Die Exilanten sind die Historiker, die Hüter der Erinnerung an ein verlorenes Kuba, das beinahe vergessen ist." Ein Buch über starke Frauen, Frauen die angesichts lebensverändernder Entscheidungen auch mal unsicher sein dürfen. Ein Roman über Schicksale, die über Generationen von der Geschichte eines Landes geschrieben werden. Der Leser wird Zeuge von ersten Schritten in die Vergangenheit: Die Enkelin reist zurück an den Ursprung, in die alte Heimat der Familie, deren Zeit im Sehnen und Erinnern der Großmutter eingefroren zu sein schien. Auf diesem Weg wird der Leser Zeuge von Freundschaften und Familienbanden, denen weder Zeit noch Entfernung etwas anhaben können. Zwei Liebesgeschichten, die obendrauf eine gute Portion Fernweh bringen, gepaart mit einer Menge geschichtlichem Hintergrundwissen über Land und Mentalität. Ein Sommerbuch, das sich auch prima am Strand lesen lässt, verträumt romantisch - in der Story leider nicht immer überraschend. Berührend ist der sehr persönliche Brief der Autorin am Ende des Buches, in dem sie ihre eigene Verbindung zur Geschichte schildert. Fast wünsche ich mir, dieses eine Mal, das Ende des Buches zuerst gelesen zu haben.

Eine große Liebe gegen alle Regeln

Von: Lesewunder Datum: 13. August 2019

Marisol reist im Januar 2017 nach Kuba. Grund für die Reise ist der Tod ihrer Großmutter Elisa, die Marisol groß gezogen hat. Elisa war Exil-Kubanerin. Als reiche Zuckerbarone und Anhänger von Batista musste die Familie 1958 vor Fidel Castro fliehen. Obwohl die Familie in Miami erneut zu Wohlstand gekommen ist, blieb Elisas Herz in Kuba. Da es Elisas Wunsch war, dass ihre Asche in Kuba verstreut wird, sucht Marisol all die Plätze und Menschen auf, die für Elisa einmal wichtig waren. Dabei entdeckt Marisol Elisas großes Geheimnis : eine Liebe, die nicht sein durfte. Unterstützung erhält Marisol bei ihrer Suche durch Luis, den Enkel von Elisas bester Jugendfreundin Ana, die damals in Kuba geblieben ist. Wiederholt sich Elisas Geschichte durch ihre Enkelin Marisol ? Die Autorin erzählt sowohl Elisas als auch Marisols Geschichte in der Ich-Form. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, die Gedanken und Gefühle der beiden Frauen eindringlich zu schildern. Für mich hat die Autorin den Konflikt zwischen Liebe, den Erwartungen der Familie , der Gesellschaft und den politischen Verhältnissen gut heraus gearbeitet. Ich weiß nicht, wie ich mich in so einer Situation entscheiden würde. Ganz beiläufig erfährt der Leser etwas über die damaligen und heutigen Verhältnisse auf Kuba. Interessant fand ich auch, dass sich auch Teile der dritten Generation der Exil-Kubaner in Amerika, sich zuerst als Kubaner sehen. Ich fand das Buch sehr einfühlsam geschrieben und die Atmosphäre damals und heute anschaulich geschildert. Zu aller erst ist der Roman in meinen Augen eine wundervolle Liebesgeschichte, die mich berührt und gut unterhalten hat.

Liebe und Politik

Von: Ira Datum: 12. August 2019

Rezension zum Roman von Chanel Cleeton ,,Nächstes Jahr in Havanna“ Die Autorin hat diesen Roman ihrer Heimat gewidmet, denn sie stammt ursprünglich aus Kuba. Sie wuchs aber in Florida auf. ,,Nächstes Jahr in Havanna“ ist ein geflügeltes Wort der Exilkubaner, wenn sie, beispielweise, am Silvester anstoßen. Es drückt die Sehnsucht aus, in die Heimat zurückkommen zu dürfen. Erzählt werden nicht nur zwei gefühlvolle Liebesgeschichten in zwei Jahrhunderten, es werden auch viele interessante Informationen über die südamerikanische Insel vermittelt. Zwei starke Frauen spielen die Hauptrollen, die Großmutter Elisa und die Enkelin Marisol. Elisa ist die Tochter eines reichen Besitzers eines Zuckerimperiums in Havanna des Jahres 1958. Sie und ihre drei Schwestern verkehren in besten Kreisen, wissen wenig von der kubanischen Realität. Dann begegnet sie Pablo , der tief verstrickt ist in die politischen Umwälzungen und an der Seite von Fidel Castro und Che Guevara kämpft. Elisa verliebt sich in den Revolutionären, bleibt aber ihrer Familie treu. Ihr Vater verbietet ihr, Pablo zu sehen. Nach dem Sieg der Revolution und der Flucht des Machthabers Batista aus Kuba verlässt auch die Familie von Elisa Perez das Land. Zu dem Zeitpunkt ist Elisa schwanger und erfährt die Nachricht, dass ihr Pablo im Kampf in Santa Clara ums Leben gekommen ist. 2017 Miami. Die Journalistin Marisol will den letzten Wunsch ihrer geliebten Großmutter erfüllen und macht sich nach deren Tod auf die Reise nach Kuba, um die Urne in Elisas Heimat beizusetzen. Sie kommt bei Elisas alter Freundin Ana unter und gelangt in den Besitz von alten Liebesbriefen ihrer Großmutter. Dann sucht sie nach Pablo. Dabei hilft ihr Anas Enkel und Universitätsprofessor Luis, an den Marisol schon bald ihr Herz verliert. Luis wird aber auch verfolgt und verhaftet. Eine große Rolle spielt der Zufall, dass Marisol nach der Verhaftung von Luis ihren leiblichen Großvater sieht und erkennt. Pablo Garcia hilft ihr und Luis nach Miami auszureisen. Chanel Cleeton hat einen informationsreichen, spannenden und unterhaltsamen politischen Roman geschrieben. Der Schreibstil ist flüssig. Das Buch ist lesenswert.

Roman mit interessanten Informationen über Kubas neue Geschichte

Von: MW Datum: 06. August 2019

Das Buch verknüpft Kubas neuere Geschichte mit der fiktiven Geschichte von Elisa und Marisol. Elisas Geschichte spielt im Jahre 1958, die ihrer Enkelin Marisol 2017. Erzählt wird ihre Geschichte immer abwechselnd. Das Buch ist gut, interessant und informativ geschrieben, man kann es flüssig lesen. Zuviel Informationen über die Revolution in Kuba sollte man aber nicht erwarten, der Roman ist hauptsächlich eine Liebes-/Lebensgeschichte.

Eine empfehlenswerte Sommer- Urlaubslektüre

Von: RELA Datum: 06. August 2019

Das Buch „Nächstes Jahr in Havanna“ von Chanel Cleeton enthält 2 Romane in einem Buch. Es beschreibt die Erlebnisse von Großmutter Elisa zum Ende der Regierungszeit des Diktators Batista (1958-1959) und der ersten Monate der Revolution sowie ihrer Enkelin Marisol 2017. Die Familie ist privilegiert, sowohl in Kuba und auch anschließend in USA, wo mit dem erhalten gebliebenen Auslandsvermögen eine neue Existenz aufgebaut werden kann. In der Geschichte von Elisa wird die Geschichte Batistas angedeutet, der 1940 erst eine Verfassung mit initiierte, die als beste in Lateinamerika galt und sich 1952 dann als Diktator an die Macht putschte, ein Gewaltregime führte und sich hauptsächlich selbst bereicherte. Als Marisol 2017 ist Raoul Castro seit 9 Jahren Präsident von Kuba, seit November 2016 ist Fidel Castro tot. Da die Enkelin Marisol bei Ana, einer Freundin der Großmutter Elisa wohnt, kommen die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Zeiten zur Sprache und werden gut gegenübergestellt. Beim Lesen stolpert man über kleinere Fehler in den angegebenen Beziehungen, z.B. Seite 142, als Elisas Freundin Ana über die Suche ihrer Eltern nach einem Verlobten für sie sucht. Ana „beneidet“ Elisa „um ihre drei älteren Schwestern“. Tatsächlich ist Elisa aber die dritte Tochter und hat damit nur zwei ältere und eine jüngere Schwester. Für mich sind solche Ungenauigkeiten Stolpersteine, die meinen Lesefluss hemmen. Marisols „Stolperstein“ steht auf Seite 179, als sie die Kathedrale von Havanna besichtigt. Ihre „Großmutter und“ deren „Geschwister sind hier getauft worden.“ Die Großeltern heirateten jedoch bereits in USA und in dem Buch müsste es Urgroßeltern heißen. Davon abgesehen liest sich das Buch flüssig und interessant. Liest sich einerseits gefällig als Roman(e) und ist nachdenkenswert in Bezug auf die Geschichte und eventuelle Lehren für die Gegenwart. Es gab damals bereits Flüchtlingsprobleme, wenn auch lokal begrenzt zwischen Kuba und überwiegend USA. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Kolonie der Exilkubaner in Florida (wohl überwiegend in Teilen von Palm Beach). Geschichte scheint sich immer irgendwo zu wiederholen! Insgesamt ist das Buch eine empfehlenswerte Lektüre, vielleicht auch als Vorbereitung auf eine Urlaubsreise nach Kuba.

Bewegtes Kuba

Von: Annegret Datum: 05. August 2019

Die Autorin Chanel Cleeton führt uns in ihrem Roman "Nächstes Jahr in Havanna" zu Marisol, die bereits in der zweiten Generation in Miami lebt. Ihre Großmutter Elisa, privilegierte Tochter des Zuckerbarons Emilio Perez und eines sehr reichen Mannes Kubas, mußte als junge Frau mit ihren Eltern von Kuba fliehen. Als die geliebte Großmutter stirbt, ist es an Marisol, die Asche nach Kuba zu bringen und dort auszustreuen. In Havanna versucht Marisol, das Kuba zu entdecken, von dem ihre Großmutter immer erzählt und geschwärmt hat. Erzählt wird die Geschichte auf zwei Ebenen, auf der Ebene von Elisa als junge Frau im Jahr 1958/1959 , auf einer weiteren Ebene auf der von Marisol, in der Gegenwart von 2017. Marisol erfährt, daß Elisa sich in den Rebellen Pablo verliebt hatte, was Elisas Leben total veränderte. Die Autorin schafft es, dem Leser mit ihren detailreichen Beschreibungen das karibische Lebensgefühl herüberzubringen. Ich habe mich zuweilen, wie in einem Film gefühlt. Sehr gut gefallen hat es mir, mehr über die kubanische Geschichte, über die Revolution und ihre Folgen zu erfahren. Auffallend ist der Kontrast zwischen Kubanern und kubanischen Amerikanern. Die Kubaner versuchen trotz Mangel und Beschränkungen, das Beste aus ihrer Situation zu machen. Sie halten an ihrer Hoffnung fest, daß es irgendwann besser wird. Was aber vor allen Dingen für die Kubaner gilt, ist, daß die Familie an oberster Stelle steht. Marisols und Elisas Geschichte haben bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Dieser interessante und spannende Roman, in der die Liebe nicht zu kurz kommt, ist sehr zu empfehlen.

Klischee einer Liebesgeschichte

Von: Carrie Datum: 05. August 2019

Wer hätte sie nicht gerne, die Liebe auf den ersten Blick? Sowohl Elisa als auch Marisol fühlen sich direkt von ihren Männern angezogen. Jedoch finde ich, dass die Geschichte von Pablo und Elisa zu sehr dem Klischee entspricht. Sie sollte eigentlich nichts mit ihm zu tun haben, da seine Lebenssituation gefährlich ist und ihre Familie die Beziehung zu ihm nicht verstehen würde. Allerdings treffen sie sich weiterhin bis das Leben ihnen übel mitspielt. Die beiden Liebesgeschichten sind schön erzählt und man kann sich sehr gut nach Havanna versetzen, da der Roman auch gleichzeitig ein bisschen Reiseführer spielt. Der Schreibstil von Chanel Cleeton war anfangs gewöhnungsbedürftig, da sie oft kurze Sätze hintereinander verwendet und dies den Lesefluss zuerst stört. Jedoch gewöhnt man sich schnell an ihren Schreibstil, der an moderne Literatur erinnert und den Roman hochwertiger macht.

War leider nicht so ganz das Richtige für mich

Von: Nicole Datum: 05. August 2019

Diese ist Band 1 der Kuba-Saga. Es ist ein historischer Roman, der auf zwei Zeitebenen spielt. Es wird aus der Sicht von Elisa (1958) und ihrer Enkelin Marisol (2017) erzählt. Zum Inhalt: Elisa ist Tochter eines Plantagenbesitzers in Havanna. Sie weiß kaum etwas über die politische Lage in Kuba. Elisa lernt einen Mann kennen, der tief in die politischen Umwälzungen verstrickt ist, die ihre Zukunft für immer verändern werden. 1958 steht Fidel Castro kurz vor der Machtergreifung und Elisa flieht mit ihrer Familie nach Amerika. Ihre Enkelin Marisol lebt in Miami und reist 2017 nach dem Tod der Großmutter nach Kuba, um dort ihre Asche zu verstreuen und das Land ihrer Großmutter kennenzulernen. Meine Meinung: Dieses war mein erster Roman über Kuba. Bisher habe ich wenig Romane in diesem Genere gelesen. Ich hatte mich auf eine spannende und fesselnde Familiengeschichte eingestellt. Mir war das Buch zu langatmig. Es wurden sehr viele Informationen zur politischen Lage Kubas vermittelt.Diese waren sehr ausführlich und gut beschrieben, ich fühlte mich jedoch davon "erschlagen". Mit den Charakteren konnte ich leider auch nicht warm werden...eventuell lag dies an der Ich-Form,die ich in diesem Buch so gar nicht mochte. Auch die Liebesgeschichte der beiden Frauen konnte mich nicht begeistern. Ich habe mich regelrecht durch das Buch "gekämpft".Das lag aber wahrscheinlich daran, dass ich mit falschen Erwartungen gestartet bin. Empfehlung: Für jemanden, der sich ausführlich über die Politik Kubas informieren möchte und dazu eine Liebesgeschichte sucht, ist diese Buch sicher genau das Richtige.

unterhaltssam, spannend und lehrreich

Von: pipipumpfe Datum: 05. August 2019

Der Roman handelt von zwei Kubanerinnen in zwei verschiedenen Zeitzonen. Elisa zur Zeit der Revolution und ihrer Enkelin Marisol in 2017. Diese reist nach Kuba um Elisas letzten Wunsch zu erfüllen und deren Asche in der Heimat zu verstreuen. Die Geschichte über Elisa im Havanna von 1959 hat mich sofort abgeholt. Der schnörkellose aber dennoch detailreiche Schreibstil der Autorin lässt sofort ein Bild der Zeit und der Umgebung entstehen. Mit der Enkelin habe ich mich am Anfang etwas schwer getan. Das die Protagonistin in den Dreißigern, Single und auf Sinnsuche ist, kam ein wenig wie aus dem Baukasten für den gängigen Frauenroman daher. Auch dürfte die amouröse Verwicklung nicht fehlen und im ersten drittel des Buches kam mir definitiv das Wort "Begehren" ein wenig zu oft vor. Ich erfreute mich mehr an der Revolutionsgeschichte aus den 50ern. Aber die Autorin hat die Kurve gekriegt und die Geschichte der beiden Frauen verschmolz immer mehr zu einer Einheit und hielt die Spannung bis zum Schluss. Vor Allem gefällt mir an dem Buch, dass es sich hierbei nicht nur um einen unterhaltsamen Roman handelt, sondern dass man auch Dinge erfährt und Zusammenhänge erklärt bekommt, die man so im Allgemeinen nicht über Kuba und die Revolution weiß. Wer also gut unterhalten sein will und gleichzeitig auch noch Interesse an geschichtlicher Lektüre hat, ist hier bestens aufgehoben. Meines Erachtens nach ein Stoff, der durchaus zur Verfilmung taugt.

Mehr als eine Geschichte

Von: Greeny33 Datum: 04. August 2019

Durch dieses Buch lernt man so viel mehr über Kuba, als in jedem Reiseführer. Luis zeigt Marisol nicht nur die typischen Sehenswürdigkeiten in Kuba, er erzählt ihr auch viel über die Politik und die Geschichte. Bei der nächsten Reise nach Kuba werde ich das Land anders wahrnehmen. Auf der einen Seite erlebt man die Seite von Pablo, der gegen Batista gekämpft hat. Auf der anderen Seite kriegt man Eindrücke von der Seite der Perez-Familie die vor der Macht von Fidel fliehen mussten. Durch Elisa's Erzählungen sieht man wie das frühere Kuba war. Marisol's Seite zeigt das Kuba von heute. Der Satz "in Kuba ist die Zeit stehen geblieben" kriegt durch dieses Buch eine ganz andere Bedeutung. Ich habe mehrere Male versucht irgendwo einen Hinweis zu finden, ob die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht, weil diese Geschichte einem so echt vor kommt. Im Brief der Autorin am Ende des Buches wird klar, warum die Geschichte authentisch ist... Sie selber ist Kubanerin und ihre Familie musste ebenfalls aus Kuba fliehen. Die Orte die in dem Buch erwähnt werden, gibt es wirklich, die Daten und Fakten stimmen überein. Reiseführer erzählen einem was an welchem Ort passiert ist... Aber wie schlimm es war, wird einem erst mit diesem Buch klar. Die wahre Bedeutung von dem Buchtitel "nächstes Jahr in Havanna" , wie stark diese Bedeutung ist... Erkennt man erst nach 2/3 vom Buch. Ich würde dieses Buch jedem empfehlen, der eine Reise nach Kuba plant und mehr als einen typischen Touristen-Urlaub möchte, jeden der sich für die Kultur von dem zu bereisenden Land interessiert und jedem der / die einfach nur eine gute Geschichte lesen möchte!

Kurzweilig, historisch und romantisch

Von: Felix Meier Datum: 04. August 2019

Schöne Liebesgeschichten, verknüpft mit kubanischer Geschichte. Sehr interessant und fesselnd. Wie die verschiedenen Zeiten miteinander verflochten sind, gefällt mir sehr gut.

Spannender Liebesroman eingebettet in die Geschichte Kubas

Von: Noriella Datum: 04. August 2019

Eine junge kubanisch-amerikanische Frau soll die Asche ihrer verstorbenen Großmutter in Kuba verstreuen. Diese war rund 60 Jahre zuvor vor Castro mit ihrer Familie aus Kuba geflohen und konnte seitdem nicht wieder zurückkehren. Die Handlung springt zwischen den Erlebnissen der Großmutter und der Enkelin hin und her und vermittelt so zwei intensive Eindrücke der Geschichte Kubas – Ende der 50er Jahre und heute. Dabei geht es nicht nur um die zeitgeschichtlichen Hintergründe, sondern auch um Familiengeheimnisse und tragische Liebesgeschichten. Ich habe dieses Buch geschenkt bekommen und wurde positiv davon überrascht. Im Laden wäre ich vermutlich daran vorbeigegangen, da mich Kuba bisher nicht sonderlich interessierte. Nun bin ich froh, dass ich das Buch lesen durfte. Chanel Cleeton, selbst Amerikanerin mit kubanischen Wurzeln, vermittelt einen authentischen Eindruck von Kuba, seinen Menschen und seiner Geschichte. Von Anfang an wird man von dem Roman in den Bann gezogen und möchte wissen, wie es weitergeht. Einzig an einer Stelle wirkt die Handlung konstruiert, wodurch man kurzzeitig irritiert wird. Dies schadet dem Fortlauf des Romans jedoch nicht, man findet sich wieder in die Handlung ein und möchte wissen, wie die Geschichte ausgeht. Jeder der einen spannenden Roman lesen und mehr über Kuba wissen möchte und nichts gegen eine romantische Liebesgeschichte einzuwenden hat, sollte diesen Roman lesen.

Guter Familienroman, allerdings streckenweise etwas langatmig. 3,5 Sterne

Von: schafswolke Datum: 04. August 2019

Miami, 2017: Marisol macht sich auf den Weg nach Kuba, in das Land ihrer Vorfahren. Dort wartet eine schwierige Aufgabe auf sie, sie soll einen Ort für die Asche ihrer Großmutter Elisa finden. Während der Reise erfährt sie mehr über ihre Familie, die Kuba 1958 verlassen hat und sie stellte sich der Frage, wieviel Kuba noch in ihr steckt. "Bei nächstes Jahr in Havanna" handelt es sich um den ersten Teil der Kuba-Saga. Der Roman lässt sich gut lesen und hat eine tolle Geschichte, aber irgendwas hat mir hier gefehlt, dabei kann ich es nicht ganz genau festmachen und nur versuchen es zu erklären. Der Roman wird abwechselnd aus der Sicht von Elisa und Marisol erzählt, wobei ich die Geschichte von Elisa etwas interessanter fand. Gleich zu Anfang erfährt man, dass Elisas Familie Kuba verlässt, rückblickend erfährt man, wie es dazu kam. Eigentlich mag ich es, wenn Romane in verschiedenen Zeitebenen spielen, hier hat es mich aber ein wenig im Lesefluß gebremst. Bei der Erzählebene von Marisol hatte ich das Gefühl, dass vieles zerredet wird und ich habe lange gebraucht, um mit Marisol warm zu werden. Die Zeiten in denen der Roman spielt sind politisch sehr unruhig, als Leser bekommt man zwar ein leichtes Gespür dafür, ich persönlich wäre aber gerne etwas mehr dabei gewesen. Da Marisol eher behütet aufwächst, weiß sie kaum etwas über die politische Lage und so ist man Leser auch immer etwas auf Abstand. Ein guter Familienroman, allerdings empfand ich ihn streckenweise ein wenig langatmig und so vergebe ich 3,5 Sterne.

Nächstes Jahr in Havanna

Von: Eliza Datum: 04. August 2019

Mich hat der Roman fasziniert, weil aus zwei Perspektiven berichtet wird. Zum einen, von Elisa in den Jahren der Revolution auf Kuba. Zum Anderen von Marisol, die den letzten Wunsch ihrer verstorbenen Großmutter Elisa erfüllen soll und zum ersten Mal nach Havanna reist - ganz aktuell im Jahr 2017. Ich war gebannt von den begeisternden Berichten der Schönheit des Landes und der Farben des Meeres und zeitgleich von den nicht zu glaubenden Ungerechtigkeiten und Problemen mit denen auch Heute noch- wie damals- das Land und vor allem deren Bewohner zu kämpfen haben. Dieses Buch ist nicht nur für Kuba -Kenner sondern vor allem auch für Menschen (wie ich) die Kuba bis jetzt nur von der Landkarte, oder politischen Berichten kennen um an einem Familienschicksal die Tragweite der politischen Situation nachzuvollziehen. Man taucht ein in die Familie und deren Freunde und erfährt Seite um Seite mehr um deren Zusammenhänge. Ein schöner Sommer Roman der das Fernweh weckt.

Ein wunderbares Buch

Von: Tanja Datum: 04. August 2019

Ich finde das Buch geschmeidig geschrieben. Es lässt sich fließend lesen und ich fühlte mich selbst in Kuba. Man merkt Chanel Cleeton an, dass ihr Herz an Kuba hängt. Die einzelnen Kapitel von Elisa und Marisol zeigt wie Nahe sie sich standen und wie ähnlich sie sich sind. Auch wie schwer es zur Zeit der Revolution war, spürt man während des Lesens. Ich konnte das Buch schwer aus der Hand legen und wollte immer wissen wie es weitergeht. Auch die einzelnen Geschichten von Elisa und Marisol sind gut getrennt, sodass man nicht durcheinander kommt. Wer solche Familiengeschichten mag, sollte dieses Buch unbedingt lesen.

Unterhaltsam, leichte Urlaubslektüre

Von: Booklover Datum: 03. August 2019

Das Buch erzählt eine kubanische Familiengeschichte aus zwei Perspektiven. Elisa gehört 1958 zur Schicht der reichen Plantagenbesitzer, die Revolution und politische Umwälzungen stehen kurz bevor. Genau in dieser unsicheren Zeit verliebt sie sich in einen Mann, der sich politisch auf der Seite der Bewegung des 26. Juli befindet. Nach dem Tod Elisas 2017, soll ihre Enkeltochter (Marisol) in das Land ihrer Großmutter reisen, um diese dort beizusetzen. Die Bemühungen, die Beziehungen zwischen den USA und Kuba zu verbessern, hatten eine Reise von amerikanischen Staatsbürgern nach Kuba mittlerweile möglich gemacht. Was die Autorin gut herausstellt, ist die Beschreibung der Landschaft und des Malecón, dadurch weckt sie eine Art Sehnsuchtsgefühl (das ja auch beide Protagonistinnen haben). Allerdings sind die Beschreibungen oftmals romantisierend, wie aus einer Werbeanzeige. So wird beispielsweise bei Marisol ein Ausflug von Havanna nach Varadero zum wunderschönen Roadtrip, die schlechten Straßenbedingungen und die strapaziöse Fahrt werden nicht berücksichtigt. Marisol spricht zwar die Versorgungsknappheit und die schwierigen Bedingungen in Kuba an, hat aber während ihres Aufenthalts keine Probleme, immer die Speisen zu bekommen, die sie mit Kindheitserinnerungen verbindet. Von den Charakteren bin ich enttäuscht. Beide werden zwar als starke Frauen angepriesen, jedoch finde ich die Motivationen, Handlungen und Selbstwahrnehmung der Protagonistinnen eher schwach dargestellt. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, dass die männlichen Charaktere den weiblichen weit überlegen sind. Die Autorin beschreibt die Figuren nach einem klassischen Rollenbild, das zumindest in der Perspektive von Marisol längst überholt sein sollte. Auch die Liebesgeschichte(n) bedienen sich klassischer Klischees und sind meist voraussehbar. Dadurch wirken die Darstellungen etwas oberflächlich. In dem Buch werden aktuelle Konfliktsituationen in Kuba, wie beispielsweise jene zwischen Blogger/innen und der Regierung herausgestellt. Die Beschreibung der verschiedenen Konfliktsituationen ist der Autorin gelungen. Auch gibt es ab und an spannende Wendungen, die das Buch zu einer guten Urlaubslektüre machen.

Gelungener Erstling in ungewöhnlicher Kulisse

Von: donna_limona Datum: 02. August 2019

"Nächstes Jahr in Havanna!" - das ist DER Trinkspruch aller Exilkubaner. Zu jedem Fest wird damit die Hoffnung ausgedrückt, die nächste Hochzeit, den nächsten Geburtstag, den nächsten Jahreswechsel wieder in der alten Heimat zu erleben. Das Buch handelt in zwei Zeitebenen. Wir begegnen in Miami 2017 der jungen Marisol und erleben 1958 in Havanna die junge Elisa. Beide sind Frauen der Oberschicht, die Armut und schlechte Lebensbedingungen nicht kennen. Während Marisol nach Havanna reist, um ihre geliebte Oma Elisa zu bestatten, lernen wir beide Frauen näher kennen. Auch gibt es für jede der Protagonistinnen eine schöne, stimmige Liebesgeschichte. Natürlich gibt es auch Familiengeheimnisse, aber mehr will ich gar nicht verraten! Wie hat es mir gefallen? Ich gebe zu, dass ich mich mit dem Anfang etwas schwer getan habe. Da passiert zu wenig und die Charaktere waren mir nicht intensiv genug. Aber hey, das Buch ist ein Erstling und ich sehe bei der Autorin absolut Steigerungspotenzial. Das letzte Drittel hat es allerdings für mich dann wirklich rausgerissen. Das Buch wurde spannend, schnell und mitreißend. Und nach der Äußerung von Großtante Beatriz auf einer der letzten Seiten bin ich schon sehr gespannt auf die Fortsetzung, die im Dezember erscheinen wird. Das Setting in Kuba und das Umfeld der kubanischen Revolution ist für mich besonders. Darüber habe ich noch nicht viel gelesen, schon gar nicht aus der Sicht der verjagten Oberschicht Kubas. Insgesamt eine lesenswerte Familiensaga, die ich insbesondere den Leserinnen von Beatriz Williams (East-Coast-Reihe) ans Herz legen würde.

Politisch interessant und gut

Von: Ira Datum: 02. August 2019

Rezension zum Roman von Chanel Cleeton ,,Nächstes Jahr in Havanna“ Die Autorin hat diesen Roman ihrer Heimat gewidmet, denn sie stammt ursprünglich aus Kuba. Sie wuchs aber in Florida auf. ,,Nächstes Jahr in Havanna“ ist ein geflügeltes Wort der Exilkubaner, wenn sie, beispielweise, am Silvester anstoßen. Es drückt die Sehnsucht aus, in die Heimat zurückkommen zu dürfen. Erzählt werden nicht nur zwei gefühlvolle Liebesgeschichten in zwei Jahrhunderten, es werden auch viele interessante Informationen über die südamerikanische Insel vermittelt. Zwei starke Frauen spielen die Hauptrollen, die Großmutter Elisa und die Enkelin Marisol. Elisa ist die Tochter eines reichen Besitzers eines Zuckerimperiums in Havanna des Jahres 1958. Sie und ihre drei Schwestern verkehren in besten Kreisen, wissen wenig von der kubanischen Realität. Dann begegnet sie Pablo , der tief verstrickt ist in die politischen Umwälzungen und an der Seite von Fidel Castro und Che Guevara kämpft. Elisa verliebt sich in den Revolutionären, bleibt aber ihrer Familie treu. Ihr Vater verbietet ihr, Pablo zu sehen. Nach dem Sieg der Revolution und der Flucht des Machthabers Batista aus Kuba verlässt auch die Familie von Elisa Perez das Land. Zu dem Zeitpunkt ist Elisa schwanger und erfährt die Nachricht, dass ihr Pablo im Kampf in Santa Clara ums Leben gekommen ist. 2017 Miami. Die Journalistin Marisol will den letzten Wunsch ihrer geliebten Großmutter erfüllen und macht sich nach deren Tod auf die Reise nach Kuba, um die Urne in Elisas Heimat beizusetzen. Sie kommt bei Elisas alter Freundin Ana unter und gelangt in den Besitz von alten Liebesbriefen ihrer Großmutter. Dann sucht sie nach Pablo. Dabei hilft ihr Anas Enkel und Universitätsprofessor Luis, an den Marisol schon bald ihr Herz verliert. Luis wird aber auch verfolgt und verhaftet. Eine große Rolle spielt der Zufall, dass Marisol nach der Verhaftung von Luis ihren leiblichen Großvater sieht und erkennt. Pablo Garcia hilft ihr und Luis nach Miami auszureisen. Chanel Cleeton hat einen informationsreichen, spannenden und unterhaltsamen politischen Roman geschrieben. Der Schreibstil ist flüssig. Das Buch ist lesenswert. Ich freu mich auf die nächsten

Kritik zum Roman "Nächstes Jahr in Havanna" von Chanel Cleeton

Von: Lilly Folz Datum: 01. August 2019

Der Roman "Nächstes Jahr in Havanna" von Chanel Cleeton handelt vom Leben der wohlhabenden Familie Perez, um genau zu sein zwei verschiedenen Generationen dieser Familie. Einmal haben wir da Elisa, die sich durch die Begegnung mit einem besonderen Mann einmal mehr mit den politischen Kämpfen des Jahres 1958 in Havanna auseinandersetzen muss. Und dann ist da Marisol, die im Jahre 2017 zum ersten Mal in ihrem Leben in die Heimat ihrer geliebten und kürzlich verstorbenen Großmutter reist und die Vergangenheit ihrer Großmutter aufdeckt. Zu Beginn möchte ich sagen, dass ich deshalb gespannt auf das Buch war, weil ich kaum etwas über die sogenannte Kuba Krise weiß, und so sehr daran interessiert war, zu erfahren, was sich unmittelbar vor der Kuba Krise in Kuba abspielte. In dieser Hinsicht hat der Roman mich auch auf keinen Fall enttäuscht, eher sogar positiv überrascht, da man nicht nur genauere Einblicke in die Zeit vor der Kuba Krise sondern auch nach dieser erlangt. Da es sich jedoch nichtsdestotrotz um einen Liebesroman handelt, hatte ich Vorbehalte. Ich bin kein großer Fan von Liebesromanen, muss in diesem Fall jedoch gestehen, dass die Autorin sich mit unnötigem Kitsch zurückhielt und sowohl die Liebesbeziehung von Elisa als auch von Marisol gut in die Handlung hineingearbeitet waren, haben sie doch maßgeblich zur Handlung beigetragen. Auch die Parallelen beider Romanzen fand ich sehr passend und interessant. Damit leite ich jedoch auch gleich zu meinem Kritikpunkt über. Obwohl sowohl Elisa als auch Marisol keine unsympathischen Charaktere sind, konnte ich es mir nicht verkneifen, die Partner beider Frauen für interessantere Charaktere zu halten. Es ist natürlich nichts falsch daran, seine Protagonisten einfach etwas gewöhnlicher zu gestalten, aber ich empfand es doch als störend, dass beide Frauen sich nie richtig für etwas haben entscheiden können, vor allem was die politische Situation Kubas anging. Sie schienen im ständigen Zwiespalt zu sein, was an sich wieder nichts verwerfliches ist, jedoch kamen sie nie zu einer entgültigen Meinung, wie mir schien. Besagter Zwiespalt war jedoch in mancherlei Hinsicht auch ein wahrer Segen für die Geschichte und auch für Marisol, eine der Protagonistinnen, da man sich so doch in sie hineinversetzen konnte. Der Zwiespalt, den ich in diesem Kontext meine, ist der, dass Marisol zwar Kubanerin ist, auch spanisch spricht, jedoch nie richtig in Kuba ankommen konnte, obwohl sie sich ihr Leben lang mit dem Land verbunden fühlte. Es ist der Zwiespalt, den viele Menschen mit zwei Staatsangehörigkeiten haben oder auch einfach Menschen, die sich durch die verschiedenen Nationalitäten ihrer beiden Elternteile mit beiden Nationen verbunden fühlen, jedoch von keiner richtig akzeptiert werden. Zusammenfassend sage ich nun also, dass "Nächstes Jahr in Havanna" ein sehr gelungener Liebesroman ist, der sich sehr interessant mit einem wichtigen politischen Thema auseinandersetzt, jedoch, meiner Meinung nach, ein wenig darunter zu leiden hat, dass die Protagonistinnen sich im Roman nie eine entgültige Meinung zu bilden scheinen.

Nächstes Jahr in Havanna

Von: Larima777 Datum: 01. August 2019

Dieses sehr interessante Buch hatte ich als Ferienlektüre mit an die Ostsee genommen. Schon von der ersten Seite an hat es mich fasziniert und ich wollte und wollte wissen wie "Geschichte" und die Geschichte von Oma Elise und Enkelin Marisol weitergeht....es ist eine feinfühlig geschriebene Geschichte der Revolution und der High Society im Havanna 1958, eine "verbotene Liebe" und politische Umwälzungen bis hin zur Flucht aus Havanna ins Exil nach Florida. Mit der Asche der Großmutter Elisa im Gepäck reist die Enkelin Marisol 2017 nach Kuba ins Land ihrer Vorfahren und begibt sich auf die Spuren ihrer Großmutter um die passende Stelle im Lande zu finden, wo sie die Asche der Großmutter verstreuen kann.... Ich persönlich sehe nach der Lektüre dieses Buches das Land Kuba mit ganz anderen Augen, man erfährt viel über die Geschichte und über die Revolutionäre die Umwälzungen herbeigeführt haben und wie die Bewohner und Einheimischen sich arrangiert haben...nun träume ich von einer Reise nach Havanna würde gerne die Stätten und Orte die Buch beschrieben sind, besuchen.

Eine Reise in die Vergangenheit

Von: Büchermadl Datum: 01. August 2019

Rezension -Nächstes Jahr in Havanna- Klappentext Mein Herz gehört Havanna Havanna 1985: Elisa, Tochter eines Plantagenbesitzers, verkehrt in den besseren Kreisen Havannas und weiß kaum etwas über die Lage des Landes. Bis sie einem Mann begegnet, der tief verstrickt ist in die politischen Umwälzungen, die ihre Zukunft für immer verändern werden. Miami 2017: Marisol macht sich auf den Weg nach Kuba. Sie wird zum ersten Mal das Land kennenlernen, in das ihre Großmutter zeit ihres Lebens zurückkehren wollte und in dem sie nun beigesetzt werden soll. Cover Das Cover ist mir sofort ins Auge gesprungen und hat mich direkt angesprochen. Ich mag die Farbauswahl von Bild und Text und den Mix von Schwarzweiß und Farbe. Schreibstil Der Schreibstil ist sehr angenehm, man wird ganz einfach von ihm fort getragen. Inhalt Ich mag es sehr gerne über die Geschichte und die Vergangenheit von anderen Ländern zu lesen. Von Kuba hatte ich bis jetzt keine wirklichen Hintergründe gekannt, umso mehr hat mich das Buch angesprochen. Ebenfalls finde ich es immer schön in Zeitsprüngen zu lesen. So kann man etwas von damals und heute erfahren und sieht auch direkt die Veränderungen. Elisa lebt 1958 mit 19 Jahren in Havanna. Wie hart es dort zu geht und wie sehr die Politik das Leben der Kubaner beeinträchtigt ist ihr gar nicht bewusst. Ihre Familie ist sehr wohlhabend und sie muss auch nicht arbeiten gehen. Erst als sie auf einer Feier Pablo kennen und auch lieben lernt erfährt sie die aktuelle und schwierige Situation des Landes. Leider dürfen die beiden ihre Liebe nicht offen zeigen und das macht es sehr schwer. Elisa wirkt auf mich sehr stark und gefasst, manchmal noch etwas naiv. Ich konnte mich aber sehr gut in ihre Gefühlswelt hineindenken und es war sehr interessant ihren Weg zu verfolgen. Marisol, Elisas Enkeltochter, kehrt nach Kuba zurück um die Asche ihrer Großmutter wieder zurück in die Heimat zu bringen. Sie ahnt nicht, dass ihr ein ähnliches Schicksal passiert wie Elisa. Die Geschichte Kubas hat mich während des Lesens geschockt und abgeschreckt. Mir tun auch die Kubaner, die teilweise versucht haben zu fliehen sehr leid. Wie kann man dort leben, oder auch glücklich sein? Das Buch hat mich inspiriert und ich würde am liebsten sofort nach Havanna reisen, die Orte aufspüren und für mich entdecken wie ein Leben dort möglich ist. Fazit Ein toller Roman, den jedem empfehlen kann, der mehr über das Leben in Kuba erfahren möchte. Zum Buch Verlag: Heyne Autorin: Chanel Cleeton Preis: 10,99 Euro Buchlänge: 464 Seiten

Vergiss nicht, wo du herkommst, wer du bist

Von: Birgit Datum: 31. July 2019

Ich bin zurück. Tagelang war ich unterwegs.Dabei hatte alles so unspektakulär begonnen, als ich zu lesen anfing.... Es ist wie ein Sprung ins kalte Wasser. Romane in Vergangenheitsform liegen mir eigentlich mehr. Doch es kommt anders als gedacht. Die Geschichte zieht mich in ihren Bann, entwickelt eine ungeahnte Sogwirkung und lässt mich nicht mehr los. Ich lerne Elisa kennen, es ist das Jahr 1958, die heimlich, selbstbewußt und mutig ihrem Herzen folgt und nicht tut, was von ihr erwartet wird. Der Preis, den sie zahlt, ist hoch, und auch wenn sie verliert,schützt sie doch, was sie liebt. 2017 begibt sich ihre Enkelin Marisol auf die Reise zu ihren Wurzeln, ist sie doch gekommen , um die Asche ihrer Großmutter auf kubanischen Boden zu verstreuen. Sie besucht jene Orte, die ihrer Großmutter wichtig waren und erlebt „Havanna (als) eine schöne Stadt, eingehüllt von Traurigkeit“. Je mehr Marisol eindringt, desto mehr verstrickt sie sich. Aber sie lernt sich selbst neu kennen und reflektiert, was es heißt Kubanerin zu sein. Familien- und Zeitgeschichte verknüpfen sich und legen frei, was lange behütet schien. So tausche ich Zeit und Raum, mal fühle ich mich wie Marisol , um dann wieder auf die zerrissene Gefühlsebene von Elisa zu wechseln. Chanel Cleeton hat mit ihrem Debütroman und ihrer direkten Sprache ein unvergleichliches Zeitdokument geschaffen. Unser Herz gerät ein wenig mit aus dem Takt zwischen dem Dialog zweier starker Frauen und den Ländern Kuba und USA. „.... ich habe Angst um mein Herz“ heißt es im Roman, in dem man es durchaus verlieren könnte. Die Prophezeiung „ jeden Tag verschwindet ein weiteres Stück unserer Geschichte“ bewahrheitet sich indes nicht, vielmehr macht die Geschichte neugierig auf ein Kuba ohne touristischen Anstrich. Da wo die Farbe an den alten Häusern abblättert, finden wir vielleicht beim Kratzen an der Oberfläche eine andere Wirklichkeit und geben uns irgendwann wie Marisols im Exil lebende Familie jedes Jahr das Versprechen „nächstes Jahr in Havanna“.

Karibisches Flair

Von: Schnucki Datum: 30. July 2019

Da ich einige Jahre in der Karibik gelebt habe, ist das Buch natürlich perfekt für meine Vorstellungskraft. Toll ist, dass es aus dem wahren Leben erzählt und uns zeigt, wie manche unter irgendwelchen selbst ernannten "Göttern" zu leiden haben. Ab und zu musste ich mal zurück blättern und nachschauen, wer wer ist, aber ich habe das ganze Buch an einem Nachmittag gelesen. Ich kann nur sagen, echt toll. Und wer sich ein bisschen mit der karibischen Geschichte auskennt, kommt bestens damit klar

Tolle Geschichte, schlecht erzählt

Von: Julia Bohr Datum: 30. July 2019

Inhaltlich überzeugt das Buch mit spannenden Themen, wie Revolution, Tod, gefährliche Liebschaften und Flucht. Stilistisch leider nicht gelungen. Die Figuren in "Nächstes Jahr in Havanna" haben schwere Zeiten durchgemacht und teilweise Schlimmes erlebt. Leider schafft es die junge Autorin zu keinem Zeitpunkt den geneigten Leser mit zu reißen oder ihn mit den Akteuren mitleiden zu lassen. So unerfahren und ahnungslos ihre beiden Hauptfiguren, Großmutter und Enkelin sind, so planlos hinterlässt sie am Ende auch den Leser. Sie nutzt zwar den Perspektivwechsel, um uns sowohl die Welt aus 1958, als auch 2017 zu zeigen, die Beweggründe, den tieferen Sinn der handelnden Personen waren für mich allerdings nicht nachvollziehbar. Stereotypisch sind die Männer politisch engagiert und kämpfen für Ihr Land. Wofür genau und warum überhaupt habe ich auf den fast 500 Seiten nicht erfahren. Ihr weiblichen Heldinnen sind reich, naiv und schwer verliebt, ansonsten aber nicht besonders schlau. Die Autorin hätte mit dem Briefwechsel zwischen den Verliebten die Möglichkeit gehabt, uns die Motivation der Revolutionäre näher zu bringen, entschied sich aber offensichtlich dafür, die Figuren, insbesondere, die männlichen, flach zu halten. Schade, da die Geschichte wirklich viel Potential hat. Kubas Schicksal ist außergewöhnlich, die Geschichten Ihres Volkes spannend und erzählenswert. Als direkte Nachfolgerin geflüchteter Kubaner hätte ich mir von Ms Cleeton mehr Tiefe gewünscht. Eine gute Lektorin hätte hier einen Diamanten rausholen können; Ms Seaver schaffte diese leider Aufgabe nicht. Zu guter Letzt fand ich die Übersetzung an manchen Stellen nicht gelungen. Zitat auf Seite 107: "Trotzdem nehme ich das Kompliment trotzdem gerne an." Wie ein doppeltes "trotzdem" wohl im Original klingt??? In diesem Sinne: TROTZDEM eine Leseempfehlung von mir für alle, die nach Kuba reisen wollen und einen langen, langen Flug vor sich haben ....

Nächstes Jahr in Havanna

Von: pixibuch Datum: 30. July 2019

Ein Roman, der in zwei Zeitebenen spielt. Einmal im Jahr 1958 und dann 2017. Elisa wächst mit ihren drei Schwestern in der High Society Havannas auf. Ihr Vater ist der Zuckerbaron Perez. Sie leben in einem goldenen Käfig mit all dem Luxus. Dass sich aber die politische Lager langsam ändert, bekommen die Mädchen überhaupt nicht mit. Um aber etwas Spaß zu haben und nicht nur nach den strengen Regeln ihrer Mutter zu leben, schleichen sich die Schwestern manchmal aus dem Haus und gehen auf Partys. Auf einem dieser Ausflüge lernt die 19jährige Elisa den 30jährigen Rebell Pablo kennen. Er ist Verehrer und Mitstreiter von Fidel Castro, der eine Revolution anzetteln will. Heimlich trifft sich Elisa immer wieder mit Pablo, doch dann wird er inhaftiert. Der Familie Perez wird es langsam zu gefährlich in Havanna und sie flüchten in die USA, wo Perez Grundstücke besitzt. Fast 60 Jahre später trifft Marisol in Havanna ein, Sie hat die Asche ihrer Großmutter Elisa bei sich. Ihr Wille war es, dass die Asche in Kuba verstreut wird. Marisol kommt bei Elisas Freundin Ana unter, die ihr ein Kästchen übergibt, das die Geheimnisse der Großmutter enthält u.a.die Briefe von Pablo. Marisol ist von Havanna sehr begeistert, vor allem möchte sie die Geheimnisse erfahren, die um Pablo und ihrer Großmutter herrschten. Dabei kommt Marisol selbst in Gefahr und nicht zuletzt verliebt sie sich auch noch in einen Mann aus Havanna. Das Buch führt uns ohne etwas zu beschönigen in das Kuba der 50 Jahre. Hier die Armut, dort die Plantagenbesitzer mit ihrem unvorstellbaren Reichtum. Das wollte das Volk nicht mehr hinnehmen und so kam ihnen Fidel Castro als Retter vor. Die heimliche Liebe Elisas gibt dem Buch seinen gewissen Reiz. Durch die Lektüre habe ich so einiges neues über das Land erfahren, über die Umwälzungen und aber auch noch über die heutige Lage. Wir alle träumen doch von dem Kuba mit den bunten Häusern und den bonbonfarbenen Caddilacs. Ich habe das fast 500 Seiten umfassende Buch voll genossen, es wurde auf keiner einzigen Seite langweilig und ich liebe diese Bücher, die sich über mehrere Generationen erstrecken. Man spürt hier ganz genau, dass die Autorin selbst Teil einer kubanischen Familie ist, denn so detailliert wie sie über das Leben, das Essen und die Politik dieses Landes schreibt, hätteman nie recherchieren können. Der Einband mit den drei Mädchen am Swimmingpool und den Palmen ist wirklich gut getroffen.

Eine bemerkenswerte Geschichte

Von: Frank Dressler Datum: 29. July 2019

"Nächstes Jahr in Havanna " ist ein recht gesellschaftskritischer Roman , der die politischen Verwicklungen in Kuba zum Thema hat und diese in die Familiengeschichte der Perenz und Ferrara einbindet ! Die Autorin "Chanel Cleeton beschreibt in ihrem Buch ein Kuba der Zwänge, der Knechtschaft und der Unterdrückung , das fernab von jeglichen Touristenkitsch um seine Existenz kämpft . Die Geschichte von Elisa und Marisol -Großmutter und Enkelin - wechselt fortlaufend ! So lernt man das Leben von Elisa (damals 19 Jahre alt ) die damals von einer Party zu der nächsten Party luxeriös gelebt hatte bis sie sich in den Rechtsanwalt Pablo verliebte .... Obwohl sie wusste , dass ihre Liebe keine Zukunft hat , da Elisa mit ihren Eltern und Schwestern das Land verlassen und ein neues Leben in Miami (USA ) finden ! Beim Verfassen dieses Romans hatte ich (Autorin Chanel Cleeton ) Gelegenheit mich mit meiner Herkunft auseinanderzusetzen , der Vergangenheit ein Denkmal zu setzen und den Blick auf eine bessere Zukunft für Kuba und seine Bevölkerung zu richten. Fazit : Ein lohnenswertes Buch über eine Familiengeschichte und einen recht anschaulichen Blick über das damalige Kuba und deren Bevölkerung ! Jedenfalls kann ich diese Buch bedenkenlos weiterempfehlen - bewertet mit 4 Sternen !

Spannende Einblicke in die Geschichte Kubas

Von: AW Datum: 29. July 2019

Der Roman von Chanel Cleeton wird auf zwei Zeitebenen erzählt: die eine beschreibt das Leben der Großmutter Elisa, die auf Kuba geboren und aufgewachsen ist; in der zweiten Ebene begibt sich ihre Enkelin Marisol auf die Spuren der Großmutter, die als 20jährige aus Kuba fliehen musste, als Fidel Castro an die Macht kam. Beide Erzählstränge wechseln sich immer wieder ab. Ein tolles Buch! Mich hat es von der erste Seite an gepackt und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Die Geschichte bedient den Leser mit der Geschichte und Politik Kubas von 1958 bis zum heutigen Zeitpunkt. Nicht fehlen darf natürlich die Romantik, die sowohl Elisa mit ihrer ersten Liebe als auch Marisol mit dem Enkel der besten Freundin Elisa’s erfährt. Es ist durchweg spannend zu lesen und sehr unterhaltsam. Ich würde es jederzeit weiterempfehlen.

Sehnsucht nach Kuba

Von: Melitta Datum: 28. July 2019

Zwei Liebespaare, zwei Diktatoren, zwei Welten. Die Geschichte begründet sich auf teils wahre Begebenheiten, die traurig stimmen und nachdenklich machen darüber, was Menschen über sich ergehen lassen müssen, um ein glückliches Leben führen zu können und dies trotz Mut und Leidenschaft nicht allen gelingt. Wenn ich an Kuba denke, sehe ich Sonne, glitzerndes Meer, bunte Häuser, Salsa tanzende Frauen, Zigarre rauchende Männer. Die Idylle trügt, das müssen die Protagonisten dieses Buches schmerzlich erfahren. Die Geschichte hat Potenzial, welches Chanel Cleeton nicht vollends ausbaut. Zwischenzeitlich wird das Lesen durch stetige und sehr einseitige Wiederholungen mühsam. Spannend wird es zum Ende hin, aber diese Sequenz ist kurz gehalten und verebbt recht schnell. Aufgrund des Erlebten finde ich auch Marisols Besuch bei der Schwester ihrer Großmutter Elisa nach den aufregenden Tagen in Kuba und Enthüllung des Familiengeheimnisses um Elisa unangemessen kurz und oberflächlich behandelt, was das Gesamtbild des Buches schmälert.

Mein Herz gehört Havanna - Nicht direkt schlecht, aber langatmig, sehr politisch und etwas zäh geschrieben

Von: Maria Datum: 27. July 2019

Ich habe mich sehr auf das Buch „Mein Herz gehört Havanna“ von Chanel Cleeton gefreut. Das Cover ist sehr ansprechend gestaltet und der Klappentext liest sich sehr interessant. Leider war das Buch nicht ganz das was ich mir erwartet hatte. Es befasst sich inhaltlich sehr mit der Politik Kubas, was ja in einem gewissen Rahmen nötig ist, um glaubwürdig zu erscheinen bzw. Situationen überzeugend zu schildern. Allerdings wirkt das Buch durch die vielen historischen Hintergründe (hier besonders die kubanische Revolution und ihre Folgen) und Hinweise auf die gegenwärtige Politik Kubas eher langatmig. Bedauerlicherweise baut sich auch kein richtiger Spannungsbogen auf. Normalerweise möchte ich bei solchen Familiengeschichten mit Familiengeheimnissen, die in verschiedenen Zeiten spielen oftmals gerne vorblättern bzw. kann ich es gar nicht erwarten bis sich die Geschichte in der Vergangenheit (hier bei Elisa) fortsetzt. Leider war es in diesem Roman nicht so. Natürlich möchte man wissen wie die Erzählung von Elisa endet oder wie es bei Marisol ausgeht, aber es ist nicht so dass man das Buch in einem Zug auslesen möchte. Alles in allem eine nette Geschichte, wenn man sich besonders für die kubanische Revolution und ihre Hintergründe und die daraus resultierenden Folgen interessiert. Für alle die hauptsächlich eine spannende Familiengeschichte durch die Zeiten suchen, würde ich dieses Buch nicht empfehlen.

Eine beeindruckende und mitreißende Familiengeschichte

Von: lovelysummerday Datum: 25. July 2019

Die perfekte Sommer Lektüre für den Strand oder auch einfach zum entspannen zuhause. Die Geschichte ist sehr authentisch und leicht geschrieben, jedoch muss man sich in den ersten 100 Seiten in den Schreibstil von Chanel Cleeton hinein finden. Ansonsten eine sehr spannende Geschichte erzählt aus zwei Perspektiven, unterschiedlichen Zeiten und zwei Kubas. Die Geschichte wird von Marisol im Jahre 2017(die Enkelin von Elisa) und Elisa im Jahr 1958 erzählt. Die zwei Geschichten sind zusammenhängend durch die gemeinsame Familien Geschichte und die verborgenen Geheimnissen, welche es zu entdecken gibt für Marisol. Allem in allem eine sehr gute Geschichte bei der man zudem einen Einblick in die Geschichte Kubas bekommt und über die historischen politischen Konflikte des Landes lernt.

Kubanische Einblicke im Generationenriman

Von: MaraSchreibt Datum: 25. July 2019

Obwohl ich mich bisher nicht mit der Geschichte Kubas beschäftigt habe, hat mich dieser Roman doch gereizt. Ich lese immer wieder Generations-Romane und bin an Geschichte insgesamt interessiert. Leider konnte mich dieser nicht absolut fesseln. Die Charaktere blieben mir alle fremd und die Handlung an sich, ist etwas standardmäßig vorsichhingeplätschert. Der historische Teil hat mir besser gefallen, da ich Elisa viel interessanter fand als Marisol. Mit dieser bin ich so gar nicht warm geworden. Ein wenig hatte ich das Gefühl, dass sie als reiche junge Frau in ein Land kommt und zwar irgendwie davon berührt ist, es aber nicht wirklich versteht. Sie betont immer wieder (sehr häufig), dass sie ja Kubanerin ist und sich mit dem Land verbunden fühlt, aber auf mich wirkte es nicht, als ob sie wirklich versteht, wie es den Menschen dort geht und wie sie denken. Gut, der Schluß war dann spannend gestaltet, hat mich aber dennoch nicht mitgerissen. Außerdem frage ich mich, wie es weitergeht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das alles so abläuft, wie sich das die Charakrete vorstellen... Gefallen hat mir hingegen die Aufarbeitung der kubanischen Geschichte. Natürlich handelt es sich um einen Roman und man darf nicht erwarten, danach alles über die beschriebene Zeit zu erfahren, aber mich hat es dazu angeregt mich zumindest ein bisschen näher damit zu beschäftigen. Außerdem gelingt es der Autorin, die verschieden Grundstimmungen anschaulich zu vermitteln. Der Schreibstil ist größtenteils flüssig. An ein paar Stellen sind die Sätze etwas verwirrend geraten und ich musste sie mehrmals lesen. Das kann natürlich auch mit der Übersetzung zusammenhängen und hat mich im Großen und Ganzen kaum gestört. Alles in Allem ließ sich dieser Roman gut zwischendurch lesen, wird mir aber vermutlich nicht allzu intensiv im Gedächtnis bleiben. Das ist etwas schade, denn das Thema war wirklich interessant.

Die Seele Kubas

Von: Marakkaram Datum: 24. July 2019

** Havanna ist wie eine Frau, die einst eine Königin war und nun schwere Zeiten durchmacht. Hier und da erinnert manches an die frühere Herrlichkeit, zeigt Spuren einer vergangenen Ära, wie eine verblichene Fotografie, die sich langsam auflöst. ** 1958: Die Perez-Schwestern Isabel, Beatriz, Elisa und Maria wurden von klein auf dazu erzogen, stolz auf ihren Familiennamen zu sein. Ihr Vater ist ein schwerreicher Zuckerbaron und nichts darf auf den Ruf der Familie kommen. Sie sind schön, gebildet und doch nur schmückendes Beiwerk - eine Liebesheirat ist in ihren Kreisen unüblich. Elisa kennt es nicht anders, bis sie auf einem heimlichen Ausflug Pablo kennenlernt, der den Rebellen angehört - ein Unterstützer Fidel Castros. Ehe sie sich versieht, begibt sie sich auf gefährliches Terrain. 2017: Marisols Großmutter, eine Exil-Kubanerin, ist gestorben und sie möchte ihr den letzten Wunsch erfüllen und ihre Asche auf Kuba verstreuen. In dem Land, in dem sie aufgewachsen ist, aus dem sie vertrieben wurden und in das sie ihr Leben lang zurückkehren wollte. Nun ist Fidel Castro tot, aber trotzdem ist es immer noch nicht ganz ungefährlich. "Vergiss niemals, wo du bist", hatte ihre Großtante sie gewarnt. "Sobald du in Havanna landest, hast du so gut wie keine Rechte mehr. Halte deine Freiheit in Amerika nicht für selbstverständlich." Unter einem journalistischen Vorwand reist sie ein und begibt sich auf die Suche nach Elisas Spuren.... Man spürt das Herzblut und die Liebe zu Kuba in jeder Zeile. "Nächstes Jahr in Havanna" bringt einem nicht nur das Land, sondern vor allem auch die Menschen und ihr Leben, damals wie heute, unheimlich nahe. Für mich persönlich war Kuba eher die große Unbekannte, nicht viel mehr als wunderschöne, alte, bunte Cadillacs und der Buena Vista Social Club. Klar, ist einem der Name Fidel Castro ein Begriff, aber von seinem Vorgänger Batista hatte ich noch nie gehört und auch die Zeiten des Sturzes und der Hintergründe waren mir unbekannt. Chanel Cleeton verbindet die politischen Hintergründe, das Lebensgefühl und den Stolz und Pragmatismus der Kubaner ("Wir tragen Seide und Spitze, aber darunter sind wir aus Stahl.") zu einer großartigen, sehr lebendigen und spannenden Familiengeschichte über drei Generationen. Ihr Schreibstil ist dabei so bildhaft und detailliert, dass ich völlig eingetaucht bin in die kubanische Welt. Ich bin mit offenen Augen durch Havannas Straßen gegangen, habe die Schwüle auf der Haut gespürt, bin am Malecón entlangflaniert und habe im paladar gegessen. Ich hätte sogar gerne die Rezepte im Anhang gehabt. Die Autorin hat einfach ein Gefühl dafür, die alltäglichen Dinge, diese Kleinigkeiten, die doch so viel bedeuten, einzubinden. Das macht beide Zeitebenen unheimlich greifbar und authentisch. Man blickt tief in die Seele und Herzen der Charaktere und kann so ihr Handeln und Denken sehr gut nachvollziehen. Und obwohl ich mit Politik sehr wenig am Hut habe, fand ich es total spannend und interessant. Denn das macht Kuba leider immer noch aus. Man erfährt viel aus dem Leben, der damaligen Korruption und der heutigen Zustände, der Angst und Lebensmittelknappheit, das ständige Anstehen und die trotzdem ungebrochene und unbändige Lebenslust der Kubaner. Fazit: "Nächstes Jahr in Havanna" ist eine Familiengeschichte, eine Liebesgeschichte und auch eine politische Geschichte. Sie nimmt den Leser mit auf eine faszinierende Reise in ein wunderschönes Land, das so viel zu bieten hat. Ich kann es kaum abwarten, im nächsten Band mehr über Beatriz zu lesen.

Kuba im Herzen

Von: Dorette Datum: 24. July 2019

Ein stimmungsvolles Buch , erzählt über 3 Generationen. Vom Titel her vermutet man eine einfache Geschichte. Der Roman ist aber mit viel Tiefgang und Herzblut geschrieben. Manchmal etwas langatmig, doch durchaus zu empfehlen.

Havana Oh Na Na

Von: Raphaela Datum: 24. July 2019

Klar, wer kennt den Song nicht? Als er herauskam hatte ich immer das Bedürfnis, selbst einmal nach Havanna zu reisen. Dieses Buch hat meinen Wunsch nur noch verstärkt! Eine wundervolle Liebesgeschichte - und die Geschichte Kubas kommt dabei auch nicht zu kurz! Alles ist sehr glaubhaft dargestellt und meistens auch begründet. Es prallen zwei Welten, oder eher zwei Zeitebenen, aufeinander, das Leben in 1958 und in 2017. Die Liebe zur Heimat spielt eine große Rolle und ist außerdem ebenfalls sehr gut dargestellt, ebenso wie die politischen Verhältnisse. Ich persönlich finde den Roman toll. Auch wenn ich mich eigentlich eher in anderen Buchgenres aufhalte (Fantasy und Mystery), so hat mich vor allem das Cover angesprochen. Man sollte ein Buch ja nicht nach seinem Einband bewerten, aber ein auffallendes und schön gestaltetes Cover hilft dem Leser doch auch weiter! Kurzmeinung: Top!!!

Konnte mich überzeugen

Von: Dana Greve Datum: 23. July 2019

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, es war interessant und spannend geschrieben. Man erhält einen guten Einblick in Kubas Geschichte, Menschen, Kultur und Politik. Der Schreibstil war sehr angenehm. Ich finde diesen Aspekt immer wichtig, weil man sonst schnell die Lust am Lesen verliert. Bin sehr gespannt wie es im zweiten Teil der Saga weitergeht.

Eine Reise durch Kuba, sehr bildhaft geschrieben

Von: lielo99 Datum: 23. July 2019

Es war vor vielen Jahren (1962) mitten in der Nacht. Meine Eltern und ich wurden unsanft vom Klingeln und Pochen an der Haustüre geweckt. Ein Bekannter kam ganz aufgeregt in die Wohnung und sagte laut: „Der 3. Weltkrieg beginnt“. Das Erlebnis ist mir noch heute präsent, obwohl ich damals in keiner Weise etwas mit dem Begriff „Kubakrise“ anfangen konnte. Der Titel des Buches „Nächstes Jahr in Havanna“ erinnerte mich sofort an diese Nacht und voll Spannung begab ich mich gemeinsam mit der Autorin nach Kuba. Die Autorin schrieb in der Ich-Form von zwei Frauen und in zwei Zeitebenen. Das ist Elisa Perez im Jahr 1958, 1959, die in Havanna lebt und ihre Enkelin Marisol im Jahr 2017, die ihr Zuhause in Miami hat. Elisa floh damals mit ihren Eltern aus Havanna. Der Grund war die Revolution und der Sturz des Präsidenten Batista. Elisa und ihre Familie hatten die Hoffnung, bald wieder nach Kuba zurückkehren zu können. Marisol hat die schmerzvolle Aufgabe, den letzten Wunsch ihrer Großmutter zu erfüllen. Da sie bei ihr Aufwuchs war die Beziehung der beiden sehr eng. Marisols Eltern trennten sich als sie noch ein kleines Mädchen war. Elisa nahm den Platz der Mutter ein. Immer wieder sagte sie zu Marisol: „Wenn Fidel Castro stirbt, kehren wir nach Kuba zurück.“ Leider kam es anders und sie starb vor ihm. Einige Wochen nach dem Tod der Großmutter findet Marisol einen Brief von ihr. Dieser richtet sich an sie mit der Bitte, dass Elisas Asche in Havanna verstreut werden soll. Ein schwieriges Unterfangen, da die Urne nach Kuba geschmuggelt werden muss. Marisol studiert Reiseunterlagen und nimmt Kontakt mit Ana auf. Das ist eine Freundin Elisas von damals und Marisol wohnt während ihres Aufenthalts auch dort. Hier erfährt sie, welches große Geheimnis Elisa mit ins Grab nahm. Aber auch die Probleme der Einheimischen werden ihr vor Augen geführt. Auf der einen Seite diese unvorstellbare Armut und auf der anderen Seite der zur Schau gestellte Reichtum von Privilegierten. Touristen genießen die Schönheit Havannas und es gibt immer mehr Kubaner, die davon leben. Mir gefiel das Buch ausgesprochen gut. Ich lernte Kuba so kennen, wie sie von Einheimischen gesehen wird. Die Anfänge Fidels und die Gründe für das Auflehnen des Volkes gegenüber Batista. Dass nach der Revolution nichts besser wurde und was Che Guevara mit der Sache zu tun hatte. Die Autorin schreibt im Anhang, dass in dem Buch ein Stück ihres Herzens steckt. Das habe ich beim Lesen gespürt. Stammt ihre Familie doch aus Kuba und floh 1967 vor den Unruhen dort. Sie wurden in den USA aufgenommen und leben dort seitdem. Das Heimweh nach Kuba ist aber noch immer ungebrochen.

Havanna

Von: Halifax Datum: 23. July 2019

Ich habe dieses Buch geschenkt bekommen, zum Glück. Denn wahrscheinlich hätte ich es mir so nicht gekauft. Es hatte mich nicht 100 Prozent angesprochen, aber ich wurde eines besseren belehrt. Eine schöne Liebesgeschichte verpackt mit Hintergrundwissen zu Havanna. Ich hatte beim lesen immer wieder das Gefühl unbedingt selbst jetzt gern in Havanna zu sein. Den 2. Teil kaufe ich mir auf jeden Fall.

Geschichte und Liebe

Von: Wunderland80 Datum: 22. July 2019

Kubas Geschichte, die Interesse weckt, mehr zu erfahren. War es wirklich so und wie ist es jetzt. Die Geschichte zweier Frauen, Großmutter und Enkeltochter. Man denkt, man weiß alles über eine Person und erfährt doch noch Geheimnisse. Liebe die sich ihre Wege sucht, trotz starker Diskrepanzen. Das Buch ist spannend, rührt zu Tränen, ist traurig und auch sexy. Ich bin froh es gelesen zu haben.

Man möchte sofort nach Kuba reisen...

Von: Meerhexe Datum: 22. July 2019

Ich lese wirklich viel, aber ich habe selten ein Buch in die Hand genommen, dass mich derart schnell in seinen Bann gezogen und an sich gefesselt hat. Man fühlt sich sofort, als befände man sich am Schauplatz der Geschichte und kann fast die Emotionen und die Wärme spüren sowie die Geräusche und Gerüche wahrnehmen. Der Roman springt vom Kuba der 58er Jahre, der Revolution unter Castro gegen Batista, der Zeit in der die Großmutter dort lebte, in das Jahr 2017, die Zeit, zu der Marisol das erste Mal in ihrem Leben in die Heimat ihrer Familie reist. Marisol reist zum ersten Mal in die Heimat ihrer kürzlich verstorbenen, eins wohlhabenden Großmutter, die gut 60 Jahre zuvor zum Machtwechsel von Batista und Castro aus ihrer Heimat fliehen musste und ihre Liebe zu einem Revolutionär aufgeben musste. Sie verbrachte ihr Leben dann in Florida und hat es nie geschafft, zurückzukehren. Um ihrer Großmutter ihren Wunsch, nach Kuba zurückzukehren, zu erfüllen hat Marisol deren Asche bei sich, um diese an einem ausgewählten Ort zu verstreuen. Sie lernt das Kuba ihrer Großmutter kennen und lieben und erfährt einige Geheimnisse, die ihr bis dato unbekannt waren. Durch die Freundin ihrer Großmutter, die sie bei sich aufnimmt, lernt sie auch nach dem Tod ihrer Großmutter Seiten dieser und ihres einstigen Lebens als Zuckerbarontochter kennen, die ihr trotz der mentalen Nähe zu ihrer Großmutter gänzlich unbekannt waren. Zudem verliebt sie sich in deren Enkel, der ihr die Schönheiten der Insel wie auch die politische Situation dort mit Leidenschaft und Liebe nahe bringt. Sobald man die erste Seite aufgeschlagen hat und begonnen hat zu lesen, fühlt man sich, als wäre man selbst Teil der Geschichte und vor Ort. Ein Buch voller Leidenschaft, Wärme und Spannung, das man nicht aus der Hand legen möchte und das den Wunsch in einem weckt, die Stadt Havanna und die Insel Kuba kennenzulernen. Ich war selten so sehr gefesselt von einem Roman, der es mir wirklich schwer gemacht hat, ihn aus der Hand zu legen! Auf einer Skala von 1-10 bekäme dieser Roman von mir tatsächlich eine 15! Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen und freue mich auf den zweiten Teil!

Geschichte und Gefühle vereint

Von: Dschude Datum: 22. July 2019

Das Buch handelt von einer jungen Journalistin, die zurück nach Kuba reist, um auf den Spuren ihrer Vorfahren zu wandeln. Das Buch beschreibt in zwei Zeiten die Geschichte der Journalistin aus der aktuellen Zeit und die Geschichte ihrer Großmutter vor der Machtübernahme Castros. Das beste am Buch finde ich, dass man die Momente, die die Autorin beschreibt, wunderbar miterleben kann. Man schmeckt, spürt und riecht viele der beschriebenen Szenen als wäre man dabei, man bekommt als Leser also ein tolles Gefühl für den Moment. Zeitgleich lernt man etwas über die Geschichte von Kuba, das vielleicht nicht für jedermann zum Alltagswissen gehört. Wenn ich etwas kritisieren muss, wäre es, dass manche Gedanken und Gefühle der Charaktere nicht immer komplett beschrieben werden und man sich in eine Situation "hereingeworfen" fühlt. Alles in allem aber ein schönes Buch zum Schmökern.

Cuba im Wandel der Zeit ?!

Von: AV Datum: 21. July 2019

1958: Elisa, Tochter aus gutem Hause, lebt in einer Welt aus Partys und gesellschaftlichen Empfängen und hat wenig Einblick in die politischen Verstrickungen des Landes. Bis ihre Familie das Land verlassen muss... 2017: Marisol, Elisas Enkelin, fährt zum ersten mal in ihrem leben nach Cuba, um den letzten Wunsch ihrer Großmutter zu erfüllen und ihre Asche in ihr geliebtes Heimatland zu bringen. Dort sucht (und findet) sie nicht nur die Orte, von denen ihr ihre Großmutter tausendfach erzählt und sie beschrieben hat; sie findet auch Menschen, die ihre Großmutter auf ihrem Lebensweg (zeitweilig) begleitet haben. Sie lernt ein Cuba kennen, wo auch heute, in 2017, es schwierig ist, wenn man eine unbedachte politische Äußerung macht oder sich mit den "falschen" Leuten einlässt. Und auch ein weiterer Punkt in der Geschichte ihrer Großmutter scheint sich zu wiederholen: beide Frauen verlieben sich in den falschen Mann... Fazit: Eine Aussage von Marisol zieht sich für mich durch das gesamte Buch wie ein roter Faden: " Ich kann mir die Unfreiheit nicht vorstellen, die er (Louis) beschreibt." Diese Aussage, zusammen mit ihren Schilderungen über Cuba aus ihren Augen, beschreibt für mich treffend die Zerrissenheit zwischen einer tiefen Liebe für dieses Land und der (seiner) ohnmachtslosen Hilflosigkeit, diese "Unfreiheit" zu verändern. Man erfährt in diesem Roman zu gleichen Teilen über die politischen Verstrickungen im Allgemeinen und deren Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben. Der Roman an sich ist leicht und flüssig geschrieben; streckenweise etwas zu langatmig für meinen Geschmack. Als Pluspunkt möchte ich anführen, dass die vielen politischen Ereignisse nicht einfach nur "herunter gebetet" werden, sondern sich nahtlos in die Geschichte einfügen. Allerdings hätte ich mir die ein oder andere Schilderung gerne mit etwas mehr Temperament erhofft. Vieles wurde eindrucksvoll aber (für meinen Geschmack) zu leise geschildert. Ein solider Roman, der einem viel über die kubanische Geschichte und ihre Auswirkungen in der Gesellschaft bis zum heutigen Tage näher bringt. Von mir dafür klare vier Sterne.

Havanna

Von: Leseratte Datum: 21. July 2019

Chanel Cleeton hat ein emotionales, unterhaltendes Buch geschrieben. Sie scheint darin die Erfahrungen ihrer eigenen Familie mit der Fiktion zu verknüpfen, und es fehlt auch nicht die obligatorische Liebesgeschichte... Ich habe das Buch zügig innerhalb von 3 Tagen gelesen. Mich hat das Buch wieder darauf gebracht, dass ich eigentlich viel zu wenig Kenntnisse der neueren Geschichte global besitze. Also ein weiterer Leseauftrag für mich.

Nicht ganz so meins gewesen

Von: Kikis Bücherkiste Datum: 20. July 2019

Vielen Dank an Corinna Schindler aus dem Heyne Verlag für die Überraschung und die Bereitstellung des Buches. Mein Eindruck: Mittlerweile lese ich ja selten Romane, die in diese Richtung gehen und daher hatte ich das Buch gar nicht so richtig auf dem Schirm und war neugierig, was mich hier erwartet. Wie bereits im Klappentext erwähnt, spielt das Buch in zwei Zeiten: 1958 und 2017. 1958 ist ein schwieriges Jahr für Cuba und man muss aufpassen, mit wem man über seine politischen Einstellungen redet, denn man könnte zu leicht an den falschen geraten. Das musste auch Elisa erfahren, als sie einen Mann kennenlernt, der für ein besseres Cuba kämpft. 2017 macht sich Marisol auf den Weg nach Cuba, das Land ihrer Großeltern. Sie wuchs wohlbehütet in den USA auf und war erstaunt, was sie über das damalige und heutige Cuba erfuhr. Was für ein Leben muss das für ihre Großeltern gewesen sein? Der Einstieg in das Buch gelang mir durch die angenehmen Stimmen der beiden Sprecherinnen und dem leichten und lockerem Schreibstil der Autorin gut. Allerdings muss ich zugeben, dass mir doch etwas gefehlt hat. Allerdings kann ich es nicht so genau benennen, was es genau ist. Das gewisse Etwas oder mehr Pep darin? Wahrscheinlich. Als Leser erfährt man zwar einiges über die Protagonisten, aber sie bleiben trotzdem blass und für mich irgendwie nicht erreichbar. Sie waren da, ja, man wusste, was sie dachten und taten und doch waren sie weit weg. Ich weiß gar nicht, wie ich das besser beschreiben soll und hoffe, dass der ein oder andere versteht, was ich meine. Ich konnte mich daher gar nicht in sie hineinfühlen, mich mit ihnen freuen oder dergleichen. Interessant fand ich aber die Einblicke in das Cuba von 1958 und es hat mich dazu motiviert, mich ein wenig mehr über das frühere und heutige Cuba zu informieren. Fazit: Ein Buch mit einem interessanten Thema, das mich allerdings nicht so wirklich fesseln konnte.

Schöne Ferienlektüre und Geschichtsstunde

Von: Maria Datum: 19. July 2019

Wer nach Kuba reist und sich in die geschichtlichen und politischen Hintergründe einlesen möchte, kann das mit dieser leichten Lektüre wunderbar tun. Einfache Sprache, viele Dialoge und zwei anrührende Liebesgeschichten - aus der Perspektive zweier Frauen im Präsens erzählt - laden zur Identifikation ein. Man möchte wie die Amerikanerin Marisol mehr über die Vergangenheit ihrer Großmutter erfahren, begleitet sie und genießt die spannende Lektüre. Perfekt für entspannte Stunden im Liegestuhl, auch wenn der eigene Urlaub gerade nur auf dem heimischen Balkon stattfindet. Ein wenig störend sind sprachliche Flüchtigkeiten wie "Trotzdem nehme ich das Kompliment trotzdem gern an." auf Seite 107 oder Übersetzungsfehler von "you" auf Seite 187 und 308ff. Auch Anglizismen wie "ein paar Chinos" (169), "Farmers" (197), "Miss Elisa"(265, 324), "hat an der Universität von Havanna Geschichte unterrichtet." (447), "Mr Rodriguez" (Seite 362ff) oder "ich wurde von ihrer Anwesenheit informiert" (364) und "Mr Garcia" (380). Insgesamt auf jeden Fall dennoch empfehlenswert, weil man in eine wirklich interessante Welt eintauchen kann.

Rezension zu nächstes Jahr in Havanna von Chanel Cleeton

Von: Laura Davidoff Datum: 19. July 2019

Plot: Havanna 1958: Elisa verkehrt in den besseren Kreisen Kubas und bemerkt kaum etwas von der politischen Lage des Land. Bis sie sich in einen Mann verliebt, der ihr Leben für immer verändern wird. Miami 2017: Marisol macht sich auf den Weg nach Kuba, um dort die letzte Ruhe ihrer Großmutter zu finden und steht kurz davor, lang gehütete Familiengeheimnisse zu lüften. Meinung: „Nächstes Jahr in Havanna“ ist die Geschichte der jungen Elisa in Kuba, während des politischen Umschwungs, zu Zeiten Fidel Castro´s und ihrer Enkelin Marisol, die als Tochter Exilkubaner in Miami aufwuchs. Das Buch beginnt im Jahre 1959 in Havanna, an dem Tag, als die neunzehnjährige Elisa zusammen mit ihren Schwestern und den Eltern heimlich Kuba verließ, auf dem Weg in die Vereinigten Staaten. Schon auf der ersten Seite, spürt man mit welcher Last und gebrochenen Herzen die Familie ihr Land verlässt und macht unweigerlich neugierig auf den Verlauf der Geschichte. Die nicht enttäuschen wird! Das erste Kapitel wird mitten im Vorhaben unterbrochen und fuhrt uns in die Gegenwart, nach Miami in 2017. Elisa ist verstorben und ihre geliebte Enkelin Marisol macht sich zum ersten Mal in ihrem Leben auf den Weg nach Kuba, um dort den letzten Wunsche ihrer Großmutter zu erfüllen. Mit ihrer Asche im Handgepäck kommt sie bei Elisa´s Kindheitsfreundin Ana unter, wo sie Luis kennenlernt. Der wunderbare, charmante Enkel von Ana, in den sich Marisol Hals über Kopf verliebt. Doch der ist leider Gottes verheiratet... Luis wird zu ihrem Reiseführer und zum ersten Mal sieht sie das Land ihrer Vorfahren, was ganz wunderbar beschrieben wird. Die Sehnsucht nach der unbekannten Heimat, die sich über die Jahre angesammelt hat, der Schmerz um ihre verstorbene Großmutter, die perfekte Vorstellung, die sie durch Erzählungen erhalten hat und die mächtigen Eindrücke dieses bekannten, dennoch völlig unbekannten Landes. Ich liebte es zu lesen, wie Marisol Kuba kennen lernte, und auch langsam die romantische Vorstellung ablegen musste und die knallharte Ehrlichkeit, des immer noch politisch uneinigen Landes wahrnahm. Als Ana ihr ein Kästchen von Elisa überreicht, das sie vor fast sechzig Jahren am Abend vor der Flucht im Garten vergrub, bekommen wir wieder Einblick in Elisa´s Leben im Kuba der fünfziger Jahre und Erfahren langsam nicht nur einige Familiengeheimnisse, sondern auch, wie sehr Verstrickt Marisol´s Familie in die kubanische Revolution war. Was selbst im Jahre 2017 noch Einfluss auf ihren Besuch in Havanna haben wird. Ich muss zugeben, das ich bevor ich „nächstes Jahr in Havanna“ las, nicht viel über die Geschichte Kubas wusste. Kuba scheint nicht das Land zu sein, was in der Schule besprochen wird und scheint bei vielen, die sich weder für Geschichte noch Politik interessieren, kaum auf dem Radar zu sein. Hierzu ein paar kurze Infos: Kuba liegt etwa hundertfünfzig Kilometer vom südlichsten Punkt der USA entfernt und ist eine Karibische Insel mit rund elf Millionen Einwohnern. Im Jahre 1959 wurde der ehemalige Präsident Batista von Castro und seinen Anhängern gestürzt, der bis zu seinem Tod im Jahre 2016, die Regierung Kubas prägte. Seither war das Land in mehrere Konflikte und Kriege verwickelt. Aufgrund dieser Vorkommnisse und der Armut, verließen viele das Land. Viele von diesen Exilkubaner fanden in Miami, Florida ihr neues zuhause, wie auch die Familie von Elisa und Marisol und der Autorin Chanel Cleeton, selbst. Die Autorin weiß worüber sie schreibt, da ihre Familie ähnliches miterleben musste. Der Schreibstil ist sehr gut. Ich mochte sehr wie oft die Sichtweise im Buch zwischen Elisa und Marisol hin und her sprang, da man jeweils zwei Aspekte von zwei modernen Frauen in jeweils völlig unterschiedlichen Zeiten und Lebenslagen hatte. Ich liebte, wie ausführlich die Gegend Kubas beschrieben wurde und konnte mir bildlich Vorstellen, welch paradiesisches Fleckchen Erde es sein muss. Auch die Historischen und Politischen Aspekte wurde gut überliefert, verständlich und leicht geschrieben, so das auch ich, mit wenig wissen, schnell Verstand worum es ging. Fazit: Ein Sommerbuch mit Tiefgang! „Nächstes Jahr in Havanna“ von Chanel Cleeton ist super geeignet für sommerliche Stunden. Es enthält Liebesgeschichten und Romantik, hält aber auch Geheimnisse bereit, auf die man nicht so schnell kommt und bringt einem nebenbei noch etwas geschichtliches nahe, ohne einen mit Informationen zu erschlagen. Ich habe es sehr genossen dieses Buch zu lesen und bin immer noch überwältigt, von diesem unfassbar gut durchdachten Roman. Kuba scheint ein wundervolles Land zu sein, in das ich mich in diesem Buch verliebt habe und geprägt ist von einer unfassbare Kultur und Geschichte. Der zweite Band über die Geschichte von Elisas Schwester Beatriz „Als wir Kuba verließen“, erscheint ebenfalls dieses Jahr im Dezember, worauf ich schon mehr als gespannt bin! Ich kann das Buch jedem empfehlen, der Leidenschaftliche Bücher gern hat. 4,5 von 5,0 Sternen. Alles Liebe, Laura Davidoff

Nächstes Jahr in der

Von: Browneyesgirl73 Datum: 18. July 2019

Sehr empfehlenswert! Detaillierte Einblicke ins Kuba von heute und zu Batistas Zeiten mit unterschiedlichen Sichtweisen. Regt zum Nachdenken an. Normalerweise lese ich Bücher die zwischen zwei Zeiten springen nicht so gerne aber hier muss man eine Ausnahme machen. Die Autorin schreibt aus eigenen Erfahrungen und verarbeitet so ihre ganz eigene persönliche Geschichte und verarbeitet so ihre Herkunft.

Liebe in den Zeiten der Revolution

Von: Mawgan Datum: 18. July 2019

Elisa Perez erlebt die Umwälzungen in Kuba in den 50er Jahren aus einer sehr privilegierten Sichtweise, bis ihre Familie aufgrund von politischen Verstrickungen aus dem Land fliehen muss. Zwei Generationen später macht sich ihre Enkelin Marisol auf die Spurensuche ihrer Großmutter und reist zum ersten Mal in die alte Heimat der Familie. Beide Frauen begegnen einem Mann, der politisch auf der anderen Seite steht, sie verlieben sich in einen Revolutionär, entdecken eine andere Seite der kubanischen Heimat und müssen einigen unerwünschten Tatsachen ins Auge sehen. So weit, so gut. Was ein Generationen umspannendes, historisches Drama hätte werden können, versagt auf allen Ebenen. Die Erzählform ist denkbar ungeeignet, um ein Gefühl für die Epoche zu gewinnen. Die Autorin wählt für beide Erzählstränge nicht nur die Ich-Erzählerin, sondern zudem auch noch das Präsens. Man gewöhnt sich das ganze Buch hindurch nicht daran. Es verhindert außerdem, dass man eine andere Sichtweise als die der beiden Hauptfiguren kennenlernt. Das ist zwar konsequent, aber leider auch furchtbar langweilig, denn alle anderen Figuren bleiben dadurch vollkommen farblos. Beide Frauen erleben eine Romanze mit einem Revolutionär, aber die Parallelen wirken erzwungen und unglaubwürdig. Ein wenig befremdlich wirkt der ständige Hinweis, dass die beiden Männer eine dunklere Hautfarbe haben als die beiden Frauen. Dies scheint dem alltäglichen Rassismus in Amerika geschuldet zu sein. Überhaupt gelangt man zu dem Schluss, dass dieses Buch sich als Zielgruppe in erster Linie an die Exil-Kubaner in Florida richtet. Die ständigen inneren Kommentare und Überlegungen der beiden Hauptfiguren verhindern das Zustandekommen von interessanten Dialogen. Zwischen jeder noch so banalen Frage und der ebenso banalen Antwort steht eine halbe Seite Kommentar. Auch der wiederholt sich auf jeder Seite inhaltlich. Ein klassischer Fehler in Debütromanen. Die Autorin möchte sicherstellen, dass auch der dümmste Leser verstanden hat, was in den beiden Frauen vorgeht. Was allerdings leider nicht viel ist und sich auf mehreren hundert Seiten ständig wiederholt. Die Sprachstil ist einfach schlecht. Klischees, vor allem was die äußere Erscheinung und die Romanzen mit den Männern angeht, werden abgehakt wie Einkaufslisten. Formulierungen werden wie Satzbausteine aus ähnlichen Romanen zusammengefügt. Es wird nie etwas gezeigt, sondern ausschließlich erzählt. Wir lesen zwar, dass Kuba so toll ist, aber wir sehen es nicht. Es reicht einfach nicht, ein paar lokale Gerichte aufzulisten und zu erwähnen, wie sehr die alten Autos stinken. Auch hier hätte eine andere Erzählperspektive helfen können. Wer eine Romanze vor exotisch-karibischer Kulisse sucht, wird bitter enttäuscht, diese Art von Insta-Love ist leider inzwischen üblich in solchen Romanen, das macht es aber nicht besser. Es ist absolut nicht erkennbar, warum die Paare sich ineinander verlieben, außer aufgrund reiner Äußerlichkeiten. Und die Kulisse hat nicht mehr Tiefgang als eine Urlaubspostkarte. Wer einen historischen Roman sucht über die aufregende Zeit der Revolution in Kuba, wird ebenfalls enttäuscht, die politische Sichtweise der Autorin als Florida-Exil-Kubanerin ist nicht zu überlesen und ihr schlechter Schreibstil bremst auch das kleinste bisschen Spannung und Drama leider aus. Wer sich jedoch mit sehr oberflächlicher, leichter Kost am Strand vergnügen möchte und Inspiration zum Salsa-Tanzen an der abendlichen Strandbar sucht, der wird hier vielleicht fündig. Dazu einen Cuba Libre und kubanischen Son auf den mp3-Player, das könnte das Lesevergnügen sicher verbessern.

Urlaubslektüre

Von: Eva-Maria Datum: 16. July 2019

Am Anfang war es für mich etwas „holprig“, Aber das dranbleiben hat sich gelohnt. Das Buch macht Lust mal über einen Urlaub in Kuba nachzudenken. Es ist voller Leidenschaft, regt zu Nachdenken an... Ein wunderschöner Roman

Das echte Kuba

Von: Reiselustig Datum: 16. July 2019

Dieses wunderbare Buch wird vielen Lesern das wahre Kuba näherbringen. Es beschreibt eine Reise in die Vergangenheit und ins Heute. Wir haben Kuba vor 2 Jahren bereist - aber nicht Sonne, Strand und Allinkl sondern 4 Wochen auf einer Sprachreise quer über die ganze Insel. Dieses Buch beschreibt das wahre und wirkliche Kuba mit all seinen Problemen und nicht die Insel und die Menschen, von denen Touristen glauben sie zu kennen, nur weil sie 2 Wochen am Strand verbringen. Der Schreibstil begeistert von der ersten Seite an. Er ist anspruchsvoll und trotzdem leicht und flüssig zu lesen. Das Cover fällt durch seine nostalgische Farbgebung und dem Bild angenehm auf. Pflichtlektüre für Kubareisende :-)

Nächstes Jahr in Havanna

Von: Conny Datum: 14. July 2019

Nächstes Jahr in Havanna Klappentext: Mein Herz gehört Havanna Havanna 1958: Elisa, Tochter eines Plantagenbesitzers, verkehrt in den besseren Kreisen Havannas und weiß kaum etwas über die Lage des Landes. Bis sie einem Mann begegnet, der tief verstrickt ist in die politischen Umwälzungen, die ihre Zukunft für immer verändern werden. Miami 2017: Marisol macht sich auf den Weg nach Kuba. Sie wird zum ersten Mal das Land kennenlernen, in das ihre Großmutter zeit ihres Lebens zurückkehren wollte und in dem sie nun beigesetzt werden soll … Meine Meinung: Wahnsinn, ich bin gerade ziemlich geflasht von der Geschichte. Nicht nur die Geschichten von Elisa und Marisol haben mich begeistert, auch die Geschichte von Kuba hat mich tief beeindruckt. Immer wieder war ich froh, hier und jetzt in Deutschland zu leben. Ich werde mich noch weiter mit dem Thema Kuba befassen, da es mich sehr erschüttert hat. Elisa hatte eine wundervolle, behütete, reiche Kindheit. Sie beklagte sich über die langweiligen Nachmittage am Pool. Dann traf sie Pablo und alles änderte sich. Marisol ist die Enkelin von Elisa und möchte die Asche ihrer Großmutter in deren geliebten Land verstreuen und einen Reisebericht über Kuba schreiben und lernt ihre Familie neu kennen. Die Kapitel wechseln zwischen beiden Frauen, aber es ist leicht zu folgen und zu verstehen um wen es sich handelt. Der Schreibstil ist locker, leicht zu folgen und spannend. Ich war absolut im Bann der Geschichte. Ich habe mitgefiebert, mitgepangt, gehofft, mich gefreut... Insgeheim wünsche ich mir einen zweiten Teil um zu erfahren, wie es mit Luis und Marisol weitergeht. Zusammen? Getrennt? Kann er weiter für Kuba kämpfen? Was wird aus Ana? Was ist zwischen 1958 und 2017 mit den einzelnen Schwestern und Magda passiert... ok es sind mehr als nur ein Teil....

Ein wunderschönes Buch

Von: Elchi130 Datum: 14. July 2019

Im Mittelpunkt des Buches stehen zwei Frauen und ihre Lieben in Kuba zur Zeit der Revolution und heute. Da ist die 19jährige Elisa, aus gutem Hause, die 1958 den Revolutionär Pablo trifft. Als Castro an die Macht kommt, verlässt sie 1959 mit ihrer Familie Kuba. 2017 bringt ihre Enkeltochter Marisol die Asche ihrer Großmutter Elisa nach Kuba und begegnet dort Luis… Das Buch erzählt zwei wunderschöne Liebesgeschichten. Doch es erzählt noch viel mehr. Chanel Cleeton berichtet von den politischen Ver- bzw. Entwicklungen Kubas 1958/59. Und sie schildert die sozialen und wirtschaftlichen Zustände im Jahr 2017 in Kuba. Dabei offenbart sie sehr viel über die Hoffnungen, Sehnsüchte und Träume, die sie selber als Nachfahrin von Exilkubanern mit dem Land verbindet. Dabei äußert sie viel Kritik an den momentanen Zuständen im Land. Doch auch ihre Liebe zu Kuba wird deutlich. Ihren Schreibstil habe ich als sehr lebhaft empfunden, da sie eine sehr bildhafte Sprache verwendet. Ich habe besonders zu Beginn des Buches das Geschehen wie in einem Film vor mir gesehen. Dabei habe ich insbesondere das Kuba aus dem Jahre 1958 als sehr prächtig und bunt vor mir gesehen. Das Buch eignet sich hervorragend als Vorlage zu einem Film. Die Schilderung der Ereignisse auf zwei Zeitebenen, die sich immer wieder abwechseln, macht das Buch sehr abwechslungsreich. Die Personen sind liebevoll gezeichnet und besonders die beiden Hauptpersonen Marisol und Elisa sind mir als Leserin schnell ans Herz gewachsen. Gegen Ende des Buches wurde es richtig spannend, da nicht klar war, ob es ein Happy End gibt oder nicht. Ich habe das Buch nicht mehr aus der Hand legen können, bis ich endlich wusste, wie es ausgeht. Leider haben sich ein paar Fehler eingeschlichen. So gibt es in einem Satz mit nur 8 Wörtern zweimal das Wort trotzdem (S.107). Auf S. 142 ist von Elisas drei älteren Schwestern die Rede. Elisa hat jedoch nur zwei ältere Schwestern. Dann steht auf S. 179, dass die Hochzeit von Marisols Großeltern in dieser Kirche in Havanna stattgefunden hat. Dabei kann es sich jedoch nur um die Kirche der Urgroßeltern handeln. Da ich davon ausgehe, dass mehrere Leute Bücher Korrektur lesen, sollten solche groben Schnitzer nicht passieren. Ansonsten ist das Buch in meinen Augen wunderschön und ich empfehle es sehr gerne weiter!

Unerfüllte Erwartungen

Von: Eugenie Datum: 14. July 2019

Die Geschichte zweier Frauen vor dem Hintergrund Kubas. Aufgrund der Revolution Fidel Castros, muss Elisa Havanna 1959 verlassen. Bevor sie emigriert, lesen wir von ihrem Leben als Tochter eines reichen Mannes, der für seine Töchter nur standesgemäße Ehemänner wünscht. Trotzdem verliebt sich Elisa in einen Mann, der so gar nicht ihrem Stand entspricht, einen Revolutionär. 2017 ist es an Marisol, die Asche ihrer Großmutter Elisa nach Kuba zurückzubringen und dort zu verstreuen. Die Autorin Chanel Cleeton ist selbst kubanischer Abstammung, was in mir die Hoffnung hegte, etwas über Kuba und die Situation des Landes zu den zwei verschiedenen Zeitsträngen zu erfahren. Dies ist leider nicht der Fall. In ihren zwei Erzählsträngen beschränkt sich die Autorin auf das Thema der Liebesgeschichte. Die Liebesgeschichte von Marisol ist vorhersehbar und gleicht der ihrer Großmutter, was diesen Teil des Buches langweilig und überflüssig macht. Wenn die Politik Kubas erwähnt wird, dann immer einseitig und zum Teil wiederholend. Die politische Situation wird eher als Angriff auf den Stolz der Familie dargestellt und nicht als wirkliche Not. Das eintönige, teilweise ausschweifende Beschreiben von alltäglichen Tätigkeiten, macht es nicht besser. In meinen Augen hat die Autorin die zwei erzählten Zeiten nicht genutzt, um interessante Literatur zu schaffen, sondern eine dahinplätschernde Geschichte erzählt. Möglicherweise geeignet für Leser die gerne Texte ohne Tiefe lesen.

Startet langsam, ist dann aber sehr fesselnd

Von: Daniela Anders Datum: 13. July 2019

Eine… oder nein: zwei Liebesgeschichten, die in Havanna spielen. Einmal das Havanna um 1958 und dann um 2017. Ein Buch, das wirklich grandios sein kann… das aber leider meiner Meinung nach einen sehr schwachen Anfang hat. Aber von vorne: 1958: Elisa, Tochter des „Zuckerbarons“ und damit Spross der in Kuba angesehenen und reichen Familie Perez wächst mit ihren 3 Schwestern im politisch arg gebeutelten Kuba auf. Eigentlich gehen diese ganzen politischen Wirren mehr oder weniger an ihr vorbei. Dann aber trifft sie Pablo, einen politisch aktiven Mann, der unter ihrem Stand ist und der zudem auf der „gegnerischen Seite“ ist, den sie daher niemals ihrer Familie vorstellen kann. Pablo verändert einfach alles in Elisa´s bis dahin sehr behütetem und privilegiertem Leben. Dann geschehen aber schreckliche Dinge, die auch vor der Familie Perez nicht halt machen und die ganze Familie verlässt Kuba Richtung USA, wo sie fortan als Exil-Kubaner leben. 2017: Marisol, Enkelin von Elisa, geboren und aufgewachsen in den USA, macht sich mit der Asche ihrer Großmutter auf nach Kuba. Sie wird das Land ihrer Familie nun zum ersten Mal kennenlernen und erhofft sich, einiges über das alte Kuba zu erfahren, von dem sie so viel von ihrer Großmutter erzählt bekommen hat und das Zeit ihres Lebens ein fester und wichtiger Bestandteil war. Auch Marisol begegnet in Kuba den dort noch immer herrschenden politischen schwierigen Zuständen und natürlich auch… einem Mann, Luis. Gemeinsam erfahren sie einiges über Elisa und nach und nach kommen Dinge zum Vorschein, die sich Marisol niemals hätte träumen lassen. Bis knapp vor der Hälfte des Buches fand ich dieses eher langweilig und nichtssagend. Für mich gab es absolut zu wenig politische/historische Handlung, es ging nur um Elisa und Marisol und deren aktuelles Leben, was eher wenig aufregend ist. Sicher, es hätte aufregend sein können, wenn die Charaktere einfach mehr Tiefgang gehabt hätten. Ich liebe Bücher, in denen einem die Personen entweder ans Herz wachsen oder die man aus tiefstem Herzen verabscheuen kann. Einfach Charaktere, mit denen man gemeinsam das Buch durchlebt und fühlt. Das hat mir hier leider fast vollständig gefehlt. Alles kratze nur so ein bisschen an der Oberfläche. Ich war nahe dran, die Lektüre abzubrechen. Habe mich aber durchgebissen, da ich ja schließlich eine Rezension schreiben wollte. Zum Glück bin ich drangeblieben, da es aber etwa der Hälfte dann wirklich deutlich besser wurde. Nun kam die unbestreitbar mächtig interessante Geschichte Kubas endlich zum Tragen und war Hauptbestandteil des Buchs. Die politischen Umwälzungen wurden nun endlich in die Geschichten von Elisa und Marisol mit eingeflochten und machten das Lesen damit um gefühlte 200% spannender und fesselnder. Nun nahmen auch beide Geschichten – vor allem natürlich Elisa´s – Fahrt auf und alles fügte sich zusammen. Schade nur, dass es so lange gedauert hat. Meiner Meinung nach hätte man gleich von Anfang an viel mehr daraus machen können, was dem Buch einfach sehr gutgetan hätte. Viel mehr Tiefgang, viel mehr Menschlichkeit und Humor und weniger nur an der Oberfläche kratzendes Geschreibsel. Dann wäre es ein Buch gewesen, dem ich sehr gerne die vollen 5 Punkte gegeben hätte. So sind es leider nur 3 Punkte (bzw. 3,5 wenn ich halbe Punkte geben könnte). Nebenbei bemerkt: ich könnte mir gut vorstellen, dass dieses Buch – in den Händen eines guten Regisseurs – einen wirklich tollen Film ergeben könnte: Liebe, Familie, Freundschaft, Macht, Mut, politische Geschehnisse, Leid, Tod… hier ist alles drin. Wäre schön gewesen, wenn das alles auch im Buch von der ersten Seite an so umgesetzt worden wäre, wie ab etwa der Hälfte.

Ein Stück Kuba

Von: Somnia Bunt Datum: 13. July 2019

Das Buch erzählt in der Perspektive zweier Menschen, Großmutter und Enkelin. Es beschreibt das Kuba im früher und heute. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Die Liebe zu Kuba und die liebe zur Familie wird so deutlich, dass ich es in jedem Satz spüren konnte. Natürlich dürfen Familiendramas, -geheimnisse und die Liebe nicht Fehlen, woraufhin ich es nicht mehr weg legen konnte. Der Wechsel von Zeitzonen, zur Vergangenheit und zum Jetzt, machte es mir noch interessanter. Es ist ansprechend und gut verständlich geschrieben. Selbst die politischen Themen fand ich interessant dargestellt. Für mich ist es ein super und gut gelungenes Buch. Mir wurde ein Stück Kuba geschenkt und hoffentlich auch anderen Lesern.

Imposante Kulisse

Von: Patno Datum: 12. July 2019

Einmal nach Kuba reisen und dieses einmalige Flair erleben, nach heißen Rhythmen tanzen und dabei Mojito trinken. Bis es soweit ist, begebe ich mich literarisch in das Land meiner Träume. Heute mit dem Roman von Chanel Cleeton „Nächstes Jahr in Havanna“, welcher am 11.06.2019 beim Heyne Verlag erschienen ist. Die Geschichte beginnt im Jahre 1958. Emilio Perez gehört zu den reichsten Männern Kubas. Als jedoch Präsident Batista flieht und die Revolution auf dem Vormarsch ist, muss auch Perez mit seiner Familie nach Amerika flüchten. Kurz zuvor hatte sich seine Tochter Elisa in einen Mann verliebt, der der revolutionären Bewegung angehört. Dann springt die Handlung ins Jahr 2017 nach Miami. Marisols Großmutter ist gestorben. Ihr letzter Wunsch war es, in ihrer Heimat beigesetzt zu werden. Also macht sich Marisol auf den Weg nach Kuba und wandelt auf den Spuren ihrer Großmutter. Obwohl ich selten Frauenromane lese, fühlte ich mich von diesem Buch angesprochen. Natürlich geht es um Liebe und Sehnsucht, aber auch um Trauer und Entbehrung. Familiengeheimnisse wollen entschlüsselt werden. Die Autorin hat einen angenehm flüssigen Schreibstil. Sie bedient sich typischer Klischees, aber thematisiert auch das politische Leben von damals und heute in Kuba. Das fand ich sehr interessant, da mir viele Fakten noch nicht bekannt waren. Jetzt sehe das Land aus einer anderen Perspektive. Chanel Cleeton beleuchtet die Revolution, den Sturz Batistas durch Fidel Castros Organisation und seine spätere Machtübernahme. Diese Abschnitte sind spannend wie ein Krimi. Außerdem spürt man beim Lesen die pulsierende Atmosphäre Kuba. Mein Kopfkino läuft auf Hochtouren. Ich kann mir das Land gedanklich vorstellen, höre kubanische Klänge und sehe die Männer Zigarren rauchen oder Rum trinken. Da möchte ich gleich Koffer packen und mich in den nächsten Flieger nach Havanna setzen. Vielleicht - „Nächstes Jahr in Havanna“?! Unterhaltsamer Frauenroman hinter der imposanten Kulisse Kubas. Stimmungsvolle Urlaubslektüre!

Für meinen Geschmack liegt der Fokus zu sehr auf den Liebesgeschichten

Von: PMelittaM Datum: 11. July 2019

Kuba 1958: Die reichen Familien leben ihr Leben abseits der Kubaner, denen es weniger gut geht, und die sich von Fidel Castros Revolution ein besseres Leben erhoffen. Die Familie Perez ist durch Zucker reich geworden, die vier Töchter leben ein Leben im goldenen Käfig, nicht arbeiten, reich heiraten ist die Devise. Dennoch gönnen sich die drei älteren hin und wieder kleine Fluchten, und so lernt Elisa den Revolutionär Pablo kennen und lieben. Doch als die Familie 1959 ins Exil nach Florida geht, verlässt auch Elisa Kuba. 60 Jahre später reist Elisas Enkelin Marisol nach Kuba, um dort die Asche ihrer Großmutter zu verstreuen, und endlich das Land kennen zu lernen, dem sie sich verbunden fühlt. Auch Marisol lernt einen Mann kennen, der eigentlich nicht zu ihr passt – die Liebesgeschichten ähneln sich sehr, außer in der persönlichen Situation der Protagonistinnen. Mich hat an dem Roman besonders gereizt, etwas über Kuba und seine Bewohner zu erfahren, vor allem die Vergangenheitsstoryline schien dafür gut geeignet zu sein. Leider ist der Roman aber vor allem ein Liebesroman, und zwar in beiden Storylines. Ein Problem ist bereits, dass die Familie Perez reich ist, auch in den USA lebt sie bald wieder in entsprechenden Verhältnissen. Kuba kennt sie daher vor allem aus einem bestimmten Blickwinkel. Über das Leben der „kleineren“ Leute in Kuba erfährt man, da beide Protagonistinnen in Ich-Form erzählen nur das, was sie selbst wissen und erleben, und das ist gerade bei Elisa recht wenig. Aber auch Marisol, die während ihrer Zeit in Kuba bei Elisas Jugendfreundin Ana lebt, lernt wenig vom „wahren“ Kuba kennen. Anas Familie wurde zwar enteignet, ihrer Familie geht es aber noch verhältnismäßig gut. Während Elisas Liebesgeschichte noch in das Geschehen passt, weil sie Unterschiede und vor allem Zwänge aufzeigt, hätte man auf Marisols gut verzichten können. Was hier erzählt wird, hätte keiner Liebesgeschichte bedurft, im Gegenteil, sie überlagert das für mich Wichtigere viel zu sehr. Noch dazu wird es hier sehr langatmig, oft oberflächlich und klischeehaft, vieles wird immer wieder wiederholt. Leider hat mich der Roman weniger überzeugt als erhofft, ich wollte mehr über Kuba erfahren, die Geschichte aber war im wesentlichen Liebesgeschichte. Dagegen wäre womöglich nichts zu sagen, wenn die Erzählung interessanter gewesen wäre, mir war sie aber, vor allem in der Gegenwartsstory zu langatmig, zu oberflächlich und zu klischeehaft. Trotzdem, was ich über Kuba erfahren habe, hat mich zum googeln verführt, so dass ich am Ende doch schlauer war als am Anfang – jedoch hätte ich lieber mehr aus dem Roman selbst erfahren. Wer Liebesgeschichten mag, wird den Roman sicher gerne lesen. Ich vergebe knappe 3 Sterne.

Leider wurde das Potenzial nicht ausgeschöpft

Von: Sophie Sprenger Datum: 11. July 2019

Ich habe mich, bevor ich überhaupt wusste, worum es in diesem Buch geht, sofort in das wundervolle Cover verliebt. Sommerlich, ein bisschen Retro - einfach unfassbar schön! "Nächstes Jahr in Havanna" ist der Auftakt für eine (ich meine) Trilogie. Chanel Cleeton schreibt recht angenehm, wenn auch manchmal ziemlich ausschweifend. Das Buch besteht aus 2 Zeitsträngen. Zum einen lesen wir von Elisa - der verstorbenen Großmutter der Protagonistin, die ihre Erinnerungen von Kuba um 1959 erzählt. Und eben von Marisol, die den Auftrag hat, die Asche ihrer Großmutter in Kuba zu verstreuen und das Land ihrer Vorfahren kennen zu lernen. Beide Stränge werden jeweils in der Ich-Perspektive im Präsens erzählt. Das fand ich persönlich recht unglücklich. Marisol liest teilweise Briefe von der Jugendliebe ihrer Großmutter - es wäre weitaus charmanter gewesen, diese dann auch als solche abzudrucken und nicht in einen Fließtext zu verwandeln. Das war in der Tat ein wenig merkwürdig zu lesen - man erwartet Briefe (kursiv gedruckt beispielsweise), bekommt aber ein weiteres normales Kapitel, in dem dann Elisa plötzlich wieder erzählt .... Ab der Hälfte etwa tat ich mich auch zunehmend schwer mit der Lektüre. Anfangs war es super interessant von Kuba und den Unruhen zu lesen, von Rebellen und Aufständen. Da man allerdings über hunderte Seiten immer und immer wieder das selbe liest, wird es irgendwann furchtbar dröge. Irgendwie kam die Geschichte in den ersten 2/3 gar nicht richtig in Gang. Und dann ist da noch der Fakt, das es - natürlich - auch um Liebe geht. Diese Liebesgeschichte allerdings war mir zu klischeehaft, zu vorhersehbar, zu gewollt. Alles in allem ein Buch, welches man lesen kann aber nicht muss. Ich glaube nicht, das ich zu den weiterführenden Bänden greifen würde. An den meisten Stellen fühlte ich mich leider eher gelangweilt denn gut unterhalten.

Wird es ein Wiedersehen nächstes Jahr in Havanna geben ?

Von: Ursula Datum: 11. July 2019

Havanna und Kuba, welche Bilder habe ich vor Augen, bunte Häuser, schöne Oldtimer, Frauen in bunten Kleidern.... Das Buch handelt nicht nur von den schönen Seiten Havannas, auch die Politk spielt eine große Rolle. Das Leben wird aus zwei Perspektiven geschildert, Elisa 1958 und Marisol heute. Wo sind Parallen in ihrer beider Leben und wo gehen sie verschiedene Wege. Die Autorin schildert das Geschehen in so wunderbarer Beschreibung, dass ich das Gefühl bekam mitten drin zu sein, ein Buch, das ich an einem Wochenende las, nur schwerlich zur Seite legen konnte, da es mich in seinen Bann zog, am Ende war mir klar, dass ich es erneut lesen werde. Es gehört zu den besten Büchern,die ich in den letzten Jahren gelesen habe. Die Geschichte nimmt Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe und das ist das Faszinierende an diesem Buch.

Kubanerin zu sein heißt stolz zu sein

Von: gaby2707 Datum: 09. July 2019

Havanna 1958: Elisa Perez lebt mit ihren Eltern und ihren Schwestern Isabel, Maria und Beatriz in einer Familienvilla am Meer in Varadero bzw. in einem feudalen Stadthaus in Havanna. Beatriz´Zwillingsbruder Alejandro hat sich den Freiheitskämpfern um Fidel Castro angeschlossen und fast keinen Kontakt mehr zur Familie. Ihr Vater Emilio leitet ein bedeutendes Zuckerunternehmen. Bis zu dem Zeitpunkt, als die Familie beschließt, geschlossen das Land zu verlassen. Danach hat Elisa, die sich in einen Freiheitskämpfer verliebt hat, keinen Fuß mehr in ihr Heimatland gesetzt. Miami 2017: Marisol Ferrera, eine Enkelin von Elisa, will den letzten Wunsch ihrer verstorbenen Großmutter erfüllen und ihre Asche nach Kuba zurück bringen. Bei Ana, der ehemals besten Freundin ihrer Großmutter, die immer noch direkt neben dem ehemaligen Haus der Familie Perez wohnt, fühlt sich Marisol sofort zuhause. Durch Ana erfährt sie viel über das Leben ihrer Großmutter. Als Ana ihr eine Schachtel übergibt, die sie mit Elisa kurz vor der Ausreise nach Amerika vergraben hat, ist das der Beginn, an dem sich Merisol tiefer auf die alte Familiengeschichte einlässt und beginnt, nach dem Mann zu suchen, den ihre Oma so geliebt hat. Auch ihre Wurzeln will sie endlich finden und kennenlernen. Dabei lernt auch sie einen Mann kennen, der ihr Herz im Sturm erobert. In diesem Familienroman über die Industriellenfamilie Perez nimmt mich Chanel Cleeton mit auf die wunderschöne Karibikinsel Kuba. Abwechselnd lerne ich Land und Leute einmal an der Seite von Elisa kennen, dann wieder aus heutiger Sicht durch ihre Enkelin Marisol. Durch die eindringlichen und farbenfrohen Beschreibungen meine ich sehr bald direkt vor Ort und mittendrin zu sein. Durch Ana lerne ich, wie schwer es auch heute noch ist, in diesem scheinbaren Paradies zu leben. Versorgungsengpässe bestimmen das Leben und organisieren ist lebenswichtig. Ich erfahre auch Vieles über die politische Lage, z.B. aus der Zeit als Fidel Castro und Freiheitskämpfer Che Guevara die Batista-Regierung stürzen wollen und Folter, Gewalt und Unterdrückung an der Tagesordnung sind. Aber auch heute ist die politischen Lage noch immer angespannt. Ich mag die Menschen, denen ich hier begegne. Allen voran Elisa und Pablo, Marisol und Luis. Die Liebesgeschichten der beiden Frauen gleichen sich sehr und bringen neben den Sorgen, die die beiden Frauen, jede in ihrer Zeit haben, den Touch Romantik in die Geschichte. Auch die anderen Charaktere sind glaubwürdig, menschlich, liebevoll und mit den verschiedensten Eigenschaften ausgestattet, gut vorstellbar gezeichnet. Ich konnte ihre Sorgen, ihren Kummer, die Trauer, Hoffnungslosigkeit, Angst und Unsicherheit gut nachempfinden. Aber auch die Hoffnung, die ich gut verstehen kann, nimmt einen großen Teil der Geschichte ein. „Nächstes Jahr in Havanna“ spült so viele Emotionen an die Oberfläche, hat mich gefesselt und in mir den Wunsch geweckt, dieses Land, von dem ich nicht so Vieles wusste, einmal zu besuchen. Vielleicht gelingt es mir auf Elisas und Marisols Spuren zu wandeln.

Elisa und Marisol

Von: Claudia S. Datum: 09. July 2019

Elisa hat im Kube der 1950er Jahre gelebt. Castros Regierung bedeutet für sie die Flucht nach Amerika. Ihre Enkelin Marisol soll 2017 die Asche von Elisa nach Kuba bringen und erlebt und erfährt auf ihrem Weg so einiges, das ihr bisheriges Leben komplett auf den Kopf stellt. Wiederholt sich die Geschichte nun in umgekehrter Reihenfolge? Die Idee gefällt mir schon sehr, nur ist die Umsetzung nicht so gelungen, wie ich mir das gewünscht hätte. Der Stil muss einem liegen. Ich mag die Ich-Perspektive sehr gern, doch hier wird sie bei Elisa und auch Marisol genutzt und noch dazu bei beiden im Präsenz. Das liest sich nicht sehr angenehm. Es wäre gerade bei zwei unterschiedlichen Erzählerinnen sehr schön gewesen, wenn hier auch im Erzählstil ein Unterschied zu finden wäre. Im Grunde nimmt auch der erste Abschnitt ein ordentliches Stück von der Spannung aus dem Buch. Hier hätte eine andere Lösung besser funktioniert. Insgesamt hat mich das Lesen ein bisschen angestrengt. Die Längen zwischendurch und der gewöhnungsbedürftige Stil in der Gegenwartsform haben mich bis zum Ende recht stark gebremst. Auch kann ich zwar verstehen, dass Elisa ihre Heimat im Exil bis zum Schluss vermisst, aber wenn ich an all die armen Menschen denke, die es nicht so leicht wie sie hatten, die ohne Netz und doppelten Boden fliehen mussten oder das Regime schweigend ertragen, werde ich sogar ein bisschen wütend. Für mich ist und bleibt Elisa trotz allem das verwöhnte Gör und Marisol steckt davon auch ein gutes Stück in den Genen. Die Wege der beiden Frauen sind auf gewisse Weise schon interessant, dennoch konnten mich beide Figuren weder erreichen, noch wirklich intensiv fesseln. Ein bisschen neugierig war ich, wollte die Geschichte erfahren. Eile hatte das aber nicht. Dass in Kuba freie Meinungsäußerung nicht wirklich existiert, das Leben schwierig ist, das Gefälle von Arm zu Reich sehr groß ist – all das kommt im Buch nur mangelhaft rüber. Mir ist zu westlich gedacht. In unseren Augen ist das dortige Regime natürlich unfassbar schrecklich, auch die Bewegungen dort nicht komplett nachvollziehbar. Doch sollte man immer im Auge behalten, dass man niemals Äpfel mit Birnen vergleichen sollte. Die Entwicklung des Landes ist für mich unzureichend dargestellt und auch ein bisschen einseitig. Vielleicht bin ich einfach nur die falsche Zielperson für dieses Buch, diese Art Geschichte. Wirklich schlecht fand ich sie auch gar nicht, da möchte ich nicht missverstanden werden. Es ist ein Buch, das ganz sicher beim richtigen Leser Begeisterung auslösen kann, für mich aber eben eine „Sommerlektüre“ war. Schön, sie gelesen zu haben, aber kein Buch, das dauerhaft hängenbleibt. Deshalb gebe ich drei Sterne.

Familiengeschichte

Von: raschke64 Datum: 08. July 2019

Havanna 1958. Das Land steckt in einer Krise, die Revolutionäre um Che Guevara und Fidel Castro versuchen, die Macht im Land zu erreichen. Elisa ist 19 und stammt aus einer der reichsten Familien des Landes, die ihr Geld mit Zucker verdient. Sie ist komplett abgeschirmt von dem normalen Leben der einfachen Menschen im Land, sie hat keine Ahnung, wie schlecht es ihnen geht. Dann lernt sie Pablo kennen, einen Revolutionär. Und verliebt sich in ihn. Doch ihre Familie muss das Land verlassen. Gut 60 Jahre später macht sich Marisol auf den Weg nach Kuba. Sie ist die Enkelin von Elisa und soll die Asche der Großmutter in Kuba verstreuen. Das Buch ist eine Familiengeschichte, teilweise die Familiengeschichte der Autorin. Es ist damit logischerweise sehr subjektiv beschrieben. Aus der Sicht einer reichen Familie, die nach der Revolution in Kuba alles verloren hat, die emigrieren musste und gern zurück nach Kuba wollte. Damit klammert die Autorin komplett die schlechte Lage der einfachen Menschen vor der Revolution aus. Und sie negiert auch viele Verbesserungen nach der Revolution. So erwähnt sie mit keinem Wort das kostenlose Gesundheitswesen für die Kubaner, das bis heute nicht einmal die USA ihren Bürgern bieten kann. Das muss man im Hinterkopf behalten, wenn man das Buch liest. Es ist trotzdem legitim, die Geschichte aus Sicht ihrer Familie zu erzählen. Das Buch selbst ist sehr gut lesbar. Man spürt die Liebe zu Kuba. Allerdings sind vor allem die beiden Frauenfiguren Elisa und Marisol etwas blass geblieben. Elisa ist sehr naiv quasi bis zum Schluss. Sie verliebt sich zwar in einen Revolutionär, aber sie beginnt trotzdem nicht, einmal darüber nachzudenken, warum er sich an den Aufständen beteiligt. Ähnlich ist es mit Marisol. Auch sie fährt relativ naiv nach Kuba mit der romantisch verklärten Vorstellung über das Land, das sie aus den Erzählungen ihrer Familie kennt. Sie hat sich nicht damit beschäftigt, wie sich Kuba inzwischen verändert hat. Unabhängig davon ist das Buch trotzdem gut gelungen. Es stellt, wenn auch manchmal einseitig, ein interessantes Land vor und auch die Menschen, die darin leben und sich ihr Leben einrichten müssen. Es ist sehr warmherzig geschrieben und es ist etwas, das ich einen Wohlfühlroman nennen würde. Man kann sich auf Sofa kuscheln und richtig vorwärts schmökern. Es gibt zumindest auch Anregungen, sich mit Kuba zu beschäftigen. Es zeigt die Liebe zu diesem Land.

Mein Herz gehört Havanna

Von: dreamlady66 Datum: 08. July 2019

(Inhalt, übernommen) Miami 2017: Marisol macht sich auf den Weg in die fremde Heimat. Nach Kuba, das Land ihrer Familie, in das ihre Großmutter Zeit ihres Lebens zurückkehren wollte, und in dem sie nun beigesetzt werden soll. Havanna 1958: Elisa, Tochter eines Plantagenbesitzers, verkehrt in den besseren Kreisen Havannas und weiß kaum etwas über die Lage des Landes. Bis sie einen Mann kennenlernt, der tief verstrickt ist in die politischen Umwälzungen, die ihre Zukunft für immer verändern werden. Zur Autorin: Chanel Cleeton, geboren in Florida, ist eine US-amerikanische Schriftstellerin. Sie studierte Geschichte und Politikwissenschaften in London und machte ihren Master in Globaler Politik an der London School of Economics & Politics. Vor allem ihr Interesse für Kuba und die Kubanische Revolution prägten ihr literarisches Schaffen. Ihren Durchbruch als Autorin schaffte sie mit ihrem Werk „Next Year in Havana“. Und auch mit ihrem folgenden Romanen stand sie regelmäßig auf den New York Times und USA Today-Bestsellerlisten. Gesamteindruck/Schreibstil/Fazit: Danke an den Heyne-Verlag für dieses spontane Rezensionsexemplar, ich freute mich als sprachbegabter Reisefan! Der Roman mit 460 Seiten und 31 Kapiteln liess sich recht schnell verarbeiten. Die Autorin beschreibt die romantische Zeit von Elisa sehr lebendig und glücklich. Ebenso beginnt hier in Havanna auch für Marisol eine Liebesgeschichte, die der ihrer Grossmutter gleicht. Marisol weiss das momentan noch nicht. Es geschieht so nach und nach... Das politische Geschehen 1958 durch Castro hatte die Zukunft sehr verändert. Armut, Zwänge und Unterdrückung blieben zwar vor dem Tourismus fern, aber Elisa lebte dadurch im Exil und die Erinnerungen an die Heimat verblassten im Laufe der Jahre so langsam. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut lesbar. Die Handlungen erzählen zwei sehr emotionale und fantastische Liebesgeschichten, die heute und von vor 60 Jahren verglichen wurden. Alles in allem ein schöner Roman, dem ich gerne das Prädikat besonders lesenswert mit der Höchstpunktzahl verleihe :)

Mein Herz in Havanna

Von: Heidi Korte Datum: 08. July 2019

Mit dem Roman "Nächstes Jahr in Havanna" ist Chanel Cleeton ein wunderschöner warmherziger Roman auf zwei Zeitebenen gelungen . Voll sehnsüchtiger Wehmut beschreibt die Autorin das Meer aus unendlichen Farben und die Schönheit dieser einzigartigen Insel . In jedem Wort erkennt man die Liebe zu diesem Land , das für die vielen Exil Kubaner , die nach der Machtergreifung von Fidel Castro ihr Land verlassen mussten, ein Leben lang ein Sehnsuchtsort war . "Die Alten" konnten nicht zurück und ihre jungen kennen die Heimat ihrer Vorfahren nur von Erzählungen. So geht es auch Mariesol , die den letzten Wunsch ihrer geliebten Großmutter Elisa , erfüllen will . "Bring mich zurück in meine Heimat und verstreue meine Asche da , wo du denkst , dass es der richtige Platz für mich ist". Eine schwierige Aufgabe für Marisol , die zum ersten Mal in dem Land ist , von dem ihre Großmutter ihr ein Leben lang voller Sehnsucht und Liebe erzählt hat . Kuba , das Land der Gegensätze , der Revolutionen und Embargos . Arm und doch so reich, am Erfindungs - und Einfallsreichtum der Bewohner , um Trotzalledem zu Leben , zu überleben und alles am Leben zu halten . Das berauschende Havanna , das mit seinem Meer aus Farben die fremden Besucher betört , verführt und vergessen lässt, das so mancher Einwohner auch heute noch hungrig schlafen gehen muss . Castros Politik war nur gut für ihn und seine Gefolgsleute , die Bevölkerung aber musste unter den zahlreichen Embargos leiden und tut es noch heute. Und doch sind sie zu stolz, die Bewohner Kubas ,um zu jammern oder ihr Schicksal weltweit zu beklagen . Wie ihre Großmutter Elisa , ist auch Marisol nicht in bescheidenen Verhältnissen aufgewachsen . Ihre Familie lebte 1958 als reiche Plantagenbesitzer, im Villenviertel von Miramar, in ihrer eigenen Welt und hat sich auch im Exil in Miami ein neues großes Imperium aufgebaut . Not und Armut waren 1958 und sind auch 2017 nie ein Thema in der Familie Pereź . Mit der Urne von Oma Elisa im Gepäck fährt Marisol zu Ana , der ehemals besten Freundin ihrer Großmutter . Ana hat sie eingeladen bei ihr in der Zeit zu wohnen . Sie erzählt ihr von 1958 , von ihrer Freundin Elisa Pereź und deren erste große, heimliche Liebe , zu Pablo, dem Rechtsanwalt, Revolutionär und Weggefährte Fidels . Anas Enkel Luis ist Professor für Geschichte . Er zeigt Marisol sein Kuba und lässt sie erahnen wie es 1958 ausgesehen hat . Eine spannende Reise hin zu Elisa und Pablo , direkt in das Herz von Havanna. Marisol verliert 2017 ihr Herz in der Heimat ihrer Ahnen und muss sich nicht nur dafür entscheiden wo der richtige Platz für die Asche ihrer Großmutter ist . Für mich mich ein schönes und intensives Leseerlebnis , das mich durch den fesselnden Erzähstil der Autorin Chanel Cleeton und dem Lied "Quantanamera" im Ohr, auf die schöne Insel Kuba entführt hat. . Eine spannend und authentisch erzählte Geschichte über das historische und heutige Kuba mit all seinen Facetten. Sehr gerne vergebe ich für den schönen Roman 5 Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung .

Eine Überraschung

Von: Katja E. Datum: 07. July 2019

Dieses Buch war für mich eine große Überraschung. Ich war überrascht was die Geschichte an sich anging, den Schreibstil der Autorin – einfach alles. Das Cover war das erste, was mir beim Bloggertreffen auf der LBM ins Auge sprang und darum durfte es mit mir nach Hause fahren. Dann dauerte es aber, wie leider viel zu oft in letzter Zeit, bis ich es zur Hand nahm und las. An drei Abenden tauchte ich ab nach Havanna. Begab mich mit Elisa in die Vergangenheit und mit Marisol auf Spurensuche in der Heimat ihrer Vorfahren. Ich las bis mir die Augen weh Taten und ich ins Bett musste. Die Autorin hat es geschafft, mich durch ihre bildhafte Sprache, eine durchdachte Geschichte und sensationell herausgearbeitete Charaktere abzuholen und zu begeistern. Ich habe keinerlei Bezug zu Kuba und habe mich noch nicht näher mit dem Land und seiner Geschichte auseinander gesetzt. Klar, ich kenne den Namen Fidel Castro, habe in den berühmten kubanischen Zigarren gehört und bereits kubanischen Rum getrunken. Aber damit erschöpft sich mein Wissen bereits. Chanel Cleeton verpackt in einer Familie Geschichte ganz gekonnt sehr viel Wissen über das Land, seine Bewohner und der Geschichte. Zentrales Thema ist die kubanische Revolution, der Sturz des Präsidenten Baptist und die Machtergreifung durch Fidel Castro. Die Gewalt, die damit einherging war erschreckend. Und damit meine ich nicht die Kämpfe an sich. Sehr nahe ging mir die Verfolgung der Gegner, derer, die dem Regime kritisch gegenüber standen. Die Autorin hat die Geschichte auf zwei Zeitebenen spielen lassen. Zum einen die Vergangenheit, die in Rückblicke erzählt wird. Hier steht Elisa im Vordergrund. Sie und ihre Schwestern wachsen behütet in sehr guten Verhältnissen auf und verlieren doch, durch den Sturz, alles. Sie werden vor Entscheidungen gestellt, die alles verändern. In der Gegenwart ist es Marisol, die die Geschichte weitererzählt. Sie will den letzten großen Wunsch ihrer Großmutter Elisa erfüllen und reist nach Kuba. Dort muss sich feststellen, dass es viele Geheimnisse gibt und dass sich eigentlich nicht viel geändert hat. Der Präsident ist zwar ein anderer, aber die Verfolgung andersdenkender ist nach wie vor ein sehr großes Thema. Auch heute verschwinden Kritiker, werden Menschen verfolgt weil sie sagen was sie denken. Ich war in der Geschichte zu Gast in einem kleinen kubanischen Wohnzimmer-Restaurant und sah dank der Beschreibungen die kubanischen Gerichte förmlich vor mir. Ich habe direkt Lust bekommen, mal kubanische Gerichte nachzukochen. » … „Das Leben ist zu kurz, um unglücklich zu sein, Marisol. Zu kurz, um nur aus Sicherheit bedacht zu sein. Um das zu tun was von einem erwartet wird, anstatt seinem Herzen zu folgen. Schau uns doch an. Einst hatten wir alles, und plötzlich war alles fort, wie eine niedergetrampelte Sandburg. Du weißt nie, was das Leben mit dir vorhat.“ …« (Zitat Seite 28) Alles in allem war es ein Buch, das ich sehr gerne gelesen habe, in dem ich versinken konnte, das mich aus dem Alltag rausholen konnte. Lesegenuss pur. Daher bleibt mir nur, 5 von 5 Sternen zu vergeben und ich freue mich schon jetzt auf den zweiten Teil, der Ende des Jahres erscheinen wird.

Ein schönes Buch über ein schönes Land

Von: brijo Datum: 07. July 2019

Ich fange mal mit dem Cover an, das ist einfach toll. Wenn man das sieht, bekommt man direkt Lust, das Buch zu kaufen. Der Druck ist leider nicht so gut. Es gibt teilweise Druckfehler, da kann man die Buchstaben nur teilweise oder gar nicht lesen – Schade. Es ist ein schönes Buch über Kuba und zwei Frauen, die die Liebe Ihres Lebens finden. Man schreibt das Jahr 1958 und wir sind in dem wunderbaren Kuba. Da ist zum einen Elisa, die in Kuba lebt und ihr Land unheimlich liebt. Sie verliebt sich in einen Rebell und muß es geheim halten. Die politische Situation zwingt Sie und ihre Familie zur Flucht. Elisa muß das Land verlassen. Bei der zweiten Liebesgeschichte schreibt man das Jahr 2017 und Marisol kommt nach Kuba. Marisol ist die Enkelin von Elisa und der letzte Wunsch Ihrer Großmutter ist es, ihre Asche in Kuba zu verstreuen. Auf dem Weg zu einem geeigneten Ort für die Asche trifft Marisol die große Liebe. Auch sie verliebt sich in einen Rebellen. Marisol hilft ihm, das Land zu verlassen, denn auch er muss aus Kuba fliehen. Ich will vom Inhalt nicht zu viel verraten. Mich hat das Buch leider nicht so gefesselt, das ich eintauchen konnte in das Geschehen. Es hat mich nicht so wirklich mitgenommen in das schöne Kuba, weil die politischen Geschehnisse zu sehr in den Vordergrund gerückt wurden und die Liebesgeschichten nebenher liefen. Auch das wunderbare Land Kuba kam zu kurz. Es ist doch so ein tolles Land voller Schönheiten, Liebe und Leidenschaft – diese Gefühle kommen beim Lesen nicht auf. Die Geschichte als solches ist sehr schön, aber nicht so geschrieben, das man am Leben der Menschen teilhaben konnte. Der Schreibstil der Autorin, die selber aus Kuba stammt, ist wunderbar und das Buch ist gut zu lesen. Vielleicht konnte die Autorin das nicht so rüber bringen, weil Sie zwar aus Kuba stammt, aber in Florida aufgewachsen ist. Weil mich das Buch nicht so wirklich überzeugt hat und der Druck leider Mängel aufweist, gebe ich 3 Sterne.

Zerissenheit

Von: Sonnenschein Datum: 07. July 2019

Das Buch erzählt eine Familiengeschichte über mehrere Generationen hinweg. Es spielt auf Kuba und kurz in Miami. Der Schreibstil ist recht temperamentvoll und passt zu den stolzen Characteren. Es kommt gut heraus wie unterschiedlich die Menschen, welche auf Kuba leben über die in Miami ansässigen Kubaner denken und umgekehrt. Das heutige Leben auf Kuba kann man sich nach der Lektüre des Buches etwas besser vorstellen. Aber auch die innere Zerissenheit, wie die Leute mt ihrer Lebenssituation umgehen. Nehme ich sie hin oder kämpfe ich dagegen an? Ingesamt ein nettes unterhaltsames Buch.

Liebe auf Kuba

Von: else Datum: 06. July 2019

Ein wunderbarer Roman über die Liebe zweier Frauen in Kuba. Eine Enkelin soll ihrer Großmutter einen letzten Wunsch erfüllen und begibt sich deshalb nach Kuba, dem Land in dem ihre Großmutter ihre ganz große Liebe gefunden hat. Dort lernt auch die Enkelin ihre große Liebe kennen. Eine wunderschöne und auch sehr spannende Geschichte, bei der man viel über die Geschichte Kubas erfährt.

Havanna, wie man es vorher nicht kannte

Von: Rennwurmi Datum: 06. July 2019

Das Buch ist in zwei Zeitebenen aufgeteilt. Auf der einen Seite Elisa in den 50er-Jahren. Sie ist die Tochter eines Zuckerrohrplantagenbesitzers und wächst behütet, aber ohne Rechte auf. Mit der Politik kommt sie erst in Berührung, als sie Pablo kennenlernt. Er ist ein Freiheitskämpfer, der sich gegen das Regime wehrt. Auch ihr Bruder ist auf Pablos Seite. Das Leben von Elisa kommt auf einmal ins Wanken. Das schöne Leben, das aus Partys und Komfort besteht, ist für Elisa vorbei. Die andere Zeitebene spielt in heutiger Zeit. Marisol, die Enkelin von Elisa, will die Asche ihrer Großmutter auf Kuba verstreuen. Dies war Elisas Wunsch. Marisol reist nach Kuba und gibt sich als Journalistin aus, die über Kuba berichten will. Nach und nach kommen immer mehr Familiengeheimnisse ans Licht. Marisol lernt ihre Großmutter von einer ganz anderen Seite kennen. Dort lernt Marisol auch den Enkel von Elisas Freundin kennen und verliebt sich in ihn. Sie merkt, dass es auch in heutiger Zeit noch gefährlich ist, seine eigene Meinung in Kuba zu äußern. Ein wirklich freies Leben ist in Kuba auch heute noch nicht möglich. Das Buch ist nicht nur einfach eine Liebesgeschichte (oder eigentlich zwei Liebesgeschichten), sondern zeigt auch die Schwierigkeiten, mit denen Kubaner bis heute zu kämpfen haben. Mir persönlich war die Geschichte zu politisch, deshalb gebe ich nur 4 von 5 Sternen. Der Teil von Marisol in der heutigen Zeit, hat mir auch viel besser gefallen. Sie war mir irgendwie vertrauter als Elisa. Ich fand das Buch auch erst ab ca. einem Drittel erst spannend. Aber alles in allem war es ein bewegendes, tiefgründiges Buch, das einen doch immer wieder überrascht.

Nächstes Jahr in Havanna

Von: selztaler Datum: 04. July 2019

Ein wunderbares Buch, schön zu lesen. Es macht neugierig auf Kuba! Berichtet wird von der Zeit während Batistas Diktatur und unter Castro im Jahr 2017. Das Interessanteste war, mal die Erfahrungen und Empfindungen der geflüchteten ehemaligen Oberschicht kennenzulernen und auch derer, die im Land geblieben. Ich war von Anfang an begeistert vom Schreibstil, er ist anspruchsvoll, poetisch und führt mich dennoch ganz leicht durch die Geschichte von Elisa und Pablo, von Marisol und Luis und vor allem von Kuba. Ein wunderschönes Buch, das mir Kuba ein bisschen nähergebracht hat.

Eine Geschichte mit Tiefe

Von: Chattys Bücherblog Datum: 04. July 2019

Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen. Da wäre zum Einen Havanna in der Vergangenheit, nämlich zu Zeiten den Umbruchs und zum Anderen im Hier und Heute, auf Spurensuche. Man spürt sofort die Verbundenheit der Autorin zu Kuba. Kein Wunder, stammt ihre Familie doch von dieser Insel. Die tiefe Sehnsucht nach dem "alten" Kuba schildert CHANEL CLEETON in einem wirklich tollen und ergreifenden Roman. Auf jeder der 464 Seiten, spürt man die politische Entwicklung des Landes, die Veränderungen von Land und Leuten. Aber eines scheint dabei nicht vergessen zu werden, die enge Verbundenheit der Kubaner. Wer hier eine einfache Geschichte erwartet, den muss ich leider enttäuschen. Der Roman zeichnet sich vielmehr durch seine Tiefe aus. Aber genau diese Tiefe war es auch, die mich dieses Buch einfach nicht mehr aus den Händen legen ließ.

Eine kubanisch-amerikanische Familiengeschichte

Von: anonym Datum: 04. July 2019

Diesen Roman zu lesen, macht schon fast die Lektüre eines Sachbuchs zur Geschichte Kubas entbehrlich. So informativ und lebendig könnte ein Geschichtsbuch gar nicht sein über ein Land, das mir bislang nur fragmentarisch bekannt ist (Schlagworte: Fidel Kastro, Zigarillos, Oldtimer, Urlaubsort für Karibikreisende). Der geschichtliche Werdegang Kubas seit Ende der 1950er Jahr mit kleinen Rückblicken auch auf die Zeit davor bis in die Gegenwart ist eingebettet in eine Familiengeschichte. Die kubanische Familie Perez, reiche Zuckerplantagenbesitzer, geht nach der Revolution Fidel Kastros ins Exil nach Florida. Ihre Tochter Elisa hatte zuvor eine innige Liebesbeziehung zu einem Revolutionär. Nach Elisas Tod einige Jahrzehnte später begibt sich deren Enkelin Marisol nach Kuba, um dort die Asche ihrer Großmutter zu verstreuen. Sie verliebt sich in einen jungen Kubaner, einem Gegner des herrschenden Regimes, und kommt einem Familiengeheimnis auf die Spur. Diese Familiengeschichte hat mir nicht so gut gefallen. Sie wirkt etwas konstruiert und vorhersehbar. Es ist zu weit hergeholt, wenn sich zwei Frauen aus dem Stand heraus unsterblich in Männer verlieben, die für sie sofort zur Liebe ihres Lebens werden, obwohl sie angesichts der Umstände gar keine Chance haben. Noch dazu geschieht alles binnen kürzester Zeit. Nun gut, Ähnliches ist ja oft in Liebesromanen zu finden und unterhält ja auch recht gut. Ein insgesamt gut unterhaltendes und informatives Buch.

Sehr netter Roman

Von: Froschkönig Datum: 02. July 2019

Das Buch über die kubanische Familie Perez hat mir eigentlich sehr gut gefallen. Jedoch hätte die Autorin noch etwas tiefgründiger in die kubanische Politik eingehen können. Was mir sehr gut gefallen hat waren die Beschreibungen der Orte. Man fühlt sich wie nach Havanna versetzt. Was auch gut ist, dass nan bei den einzelnen Zeitsprüngen immer genau weiß in welcher Zeit man sich gerade befindet. Ansonsten wurde die Familiengeschichte hier nicht direkt neu erfunden. Freue mich aber trotzdem schon auf die Fortsetzung der Kuba-Saga.

Mein Herz gehört Havanna

Von: Kristall86 Datum: 02. July 2019

„Mein Herz gehört Havanna!“ Wir schreiben das Jahr 2017 in Miami. Marisol ist in ihrem tiefsten Inneren Kubanerin. Sie verliert ihre geliebte Großmutter Elisa die zu Zeiten der Kubanischen Revolution die Insel verlassen musste und mit ihrer Familie in die USA auswanderte. Elisa hat einen letzten Wunsch und den soll ihr Marisol nach ihrem Tot erfüllen. Sie soll nach Kuba reisen und ihre Asche in ihrer Heimat verstreuen... Im Havanna der 1960er Jahre erfährt das Land einen starken politischen Ruck. Nichts ist mehr wie es scheint. Fidel Castro und Freiheitskämpfer Che Guevera wollen die Batista-Regierung stürzen. Elisas Familie muss aus dem Land und sich retten...ein Wettlauf mit der Zeit beginnt... Wie man bereits an Hand meiner kurzen Zusammenfassung erkennen kann, spielt der Roman „Nächstes Jahr in Havanna“ von Chanel Cleeton auf zwei Zeitebenen. Cleeton beschreibt wirklich außergewöhnlich gut das Leben der damaligen Zeit. Ich konnte mich sehr gut in Elisa aber auch in ihre Enkelin Marisol hineinversetzen. Die bildhaften Beschreibungen der Landschaft aber auch der politischen Lage, lassen einen als Leser träumen aber auch erschrecken. Cleeton beschönigt nichts und lässt alles raus was eben auch ihrer Familie damals in Kuba widerfahren ist. So eine Geschichte kann man nur schreiben wenn man das Herz Kubas kennt und es in sich trägt! Ich habe diesen Roman unheimlich gern gelesen. Die Protagonisten waren wunderbar beschrieben und auch alle Situationen und Zeitenwechsel waren harmonisch. Lediglich die Gedankenparts der Protagonisten bekamen in meinen Augen zu viel Raum. Wobei dieses Hintergrundwissen von Vorteil ist, um das Land und deren Politik ansatzweise zu verstehen. Marisol ist mir wirklich ans Herz gewachsen....Ich kenne Kuba und bin mit ihr durch die Straßen und über den Malećon flaniert....nur eines steht hier fest: dieses Buch ist kein Liebesroman wie man das vielleicht erwartet. Cleeton ist sparsam mit Gefühlen und Feelings, sie zeigt dafür aber ein Seelenleben auf, das für mich unbeschreiblich gut getroffen war. Nochmal, so jemand kann nur so schreiben wenn er es erlebt hat und das ist bei Cleeton der Fall. Dieser Roman zeigt sehr berührend kühl eine Zeit die ein Land verändert hat und dass die Menschen bis heute bewegt. Dieses Buch zeigt ein Familiengeheimniss was neugierig macht, eine Leidenschaft die man nur kennen kann, wenn das Herz dafür bereit ist und das Mut im Leben helfen kann weiter zu leben. Dieses Buch hat mich sehr berührt und gefesselt! Ich freue mich jetzt schon auf den zweiten Teil und deshalb erhält das Buch auch eine Leseempfehlung!

Kuba live

Von: Elvira Datum: 01. July 2019

Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen. Wenn man schon einmal in Kuba war oder die Absicht hat zu reisen, verschafft das Buch einen informativen Einblick in die Stimmungslage dieses Landes: Einerseits Lebenslust und Temperament pur, andererseits Armut und Beschränkungen. Die Geschichte des Landes wird anschaulich durch die Liebesgeschichten von Großmutter und Enkelin, die parallel geführt werden und die Verhältnisse in den 60er-Jahren und heute als Hintergrund haben.Auch die Meinungen der Exilkubaner, die eindeutig gegen die Castros gerichtet und pro-amerikanisch sind, geben Diskussionsanstöße.

Gefühlvoller, unterhaltsamer und farbenfroher Roman, der den Leser auf die südamerikanische Insel Kuba entführt.

Von: Birgit Pirker Datum: 01. July 2019

„Nächstes Jahr in Havanna“ ist ein sehr gefühlvoller, unterhaltsamer und farbenfroher Roman, der den Leser auf die südamerikanische Insel Kuba entführt. Es ist Marisols erster Besuch auf Kuba. Zeitlebens war Havanna ein Teil von ihr und hat sie begleitet. Auch wenn sie in Miami lebt, spürt sie ihre Wurzeln auf Schritt und Tritt! Während ihres Aufenthalts kommt sie bei der besten Freundin ihrer Großmutter unter, die im Gegensatz zu ihren eigenen Familie in den 50er Jahren in Havanna geblieben ist. Marisol erhofft sich von Ana mehr Informationen über ihre Großmutter zu bekommen. Diese war bis zu ihrem Tode recht verschwiegen, was ihre Jugend in Kuba anging … Chanel Cleetons Schreibstil ist flüssig und eindringlich, aber auch atmosphärisch dicht gehalten. Mit den wechselnden Zeitperspektiven gibt die Autorin einen sehr guten Einblick in die politische und gesellschaftliche Lage im Havanna der jeweiligen Zeit. Sowohl im vergangenen Jahrhundert, als auch in der heutigen Zeit wird Kuba vom Umbruch bestimmt. 1958 steht die Insel vor der Revolution durch Fidel Castro. Im Jahr 2017 vor in einer tiefen Rezession, nachdem sich Kuba mehr und mehr von der zentralistischen Staatswirtschaft verabschiedet. Unverändert leidet die Bevölkerung unter Versorgungsengpässen, Gewalt, Folter und Unterdrückung … Die Charaktere sind liebevoll und sehr lebendig gezeichnet, sie bestechen durch ihre individuellen Eigenschaften und wirken authentisch und glaubwürdig. Marisol besitzt eine gesunde Neugier, die ihr zwar ab und zu zum Verhängnis wird, ist auf der anderen Seite aber ebenso hartnäckig und einfühlsam. Ihr Gegenpart ist Luiz: Ein Mann der Tat, gebildet und vor allem politisch engagiert. Natürlich besteht von Anfang an eine Anziehung zwischen den beiden, dieser Part der Geschichte ist in meinen Augen aber leider etwas in die Hose gegangen. Marisol wirkt hier sehr naiv und überspitzt, hegt sie doch schon nach 36 Stunden die stärksten und emotionalsten Gefühle gegenüber Luiz und spricht schon nach wenigen Tagen von Liebe. Für einem Erwachsenenroman hätte ich mir einen realistischeren Verlauf der Liebesgeschichte gewünscht. „Nächstes Jahr in Havanna“ war mein erster Roman von Chanel Cleeton. Die ursprünglich aus Florida stammende Autorin wuchs mit den Geschichten über den Auszug ihrer Familie nach der kubanischen Revolution auf. Ihre Leidenschaft für Politik und Geschichte setzte sich während ihres Studiums fort. Dieser Einfluss macht sich auch in diesem Roman stark bemerkbar. Man spürt beim Lesen wie viel Herzblut sie in die Geschichte gesteckt. Der Roman erzählt nicht nur zwei emotionale Liebesgeschichten in verschiedenen Jahrhunderten, sondern wartet auch mit vielen interessanten Informationen über die südamerikanische Insel auf. Eine wunderbare Lektüre, die einen von Havanna träumen lässt.

Liebesgeschichte mit spannendem politischem Hintergrund

Von: Susanne Nowak Datum: 30. June 2019

Der Roman von Chanel Cleeton spielt in zwei Zeitsträngen auf Kuba 1958 kurz vor der Machtergreifung Fidel Castros und in der Gegenwart 2017. Hintergrund ist eine Familiengeschichte der damals reichen besseren Schicht, der Plantagenbesitzer, die teilweise enteignet Kuba verlassen und sich in Miami in den USA ein neues Leben aufbauen. Die Protagonistin des Jahres 1958 ist Elisa, die mit ihrer Familie abgeschottet ein Luxusleben führt, nicht wissend, wie die politische Lage Kubas und die wirtschaftliche Lage der Menschen in ihrem Land aussieht. Erst als sich ihr Bruder den Rebellen anschließt und Elisa selbst einem Mann begegnet, der tief in die politischen Umwälzungen verstrickt ist, beginnt sie aufzuwachen…. Marisol die Protagonistin der Gegenwart, Journalistin und von Großmutter Elisa großgezogen, macht sich auf den Weg nach Kuba, um Elisa letzten Willen zu erfüllen, die Asche ihrer Großmutter auf dem heimatlichen Boden Kubas zu verstreuen, sie ist wie schon Elisa damals in einem „sogenannten“ Luxusleben aufgewachsen. Chanel Cleeton schreibt flüssig leicht lesbar und wechselt in ihrem Roman immer wieder in den beiden Zeitebenen, was für den Leser leicht nachvollziehbar ist, da sich die Kapitelüberschrift auf die Protagonistin des jeweiligen Zeitabschnitts bezieht. Mir sind gerade bei Familiengeschichten die Charaktere des Romans wichtig, leider bleiben diese sehr einseitig und ein wenig farblos, leider auch voller Klischees und konnten mich nicht überzeugen. Sehr gut gefallen hat mir die Beschreibung des geschichtlichen Hintergrundes, die Zeit kurz vor der Revolution, der Widerstände gegen das herrschende Regime der viel Raum einnimmt, den Leser fesselt und mitzieht. Gut gelungen auch die Hintergründe zum Leben der Kubaner selbst, die über all die Jahre immer wieder versucht haben, ihr Leben zu leben, mochte das Leben auch schwer und die Situation im Land auch sehr schwierig sein. Man spürt beim Lesen, dass beim Schreiben sehr viel Herzblut mit eingeflossen ist. Leider konnte mich der Roman letztendlich nicht hundertprozentig überzeugen, vieles ist zu klischeehaft zu banal, einzig die Geschichte Kubas und der Menschen konnte mich fesseln.

Stimmungsvoll,nachdenklich, wunderbar

Von: missy2015 Datum: 29. June 2019

Dieser Roman hat mich sehr fasziniert. Eine wunderbar erzählte Geschichte über das Leben zweier Frauen (Großmutter und Enkelin) in der Kulisse Kubas. Viel Liebe und Leid, aber auch Leidenschaft und ein Familiengeheimnis kennzeichnen diesen wunderbaren Roman. Ein sehr intensiver Schreibstil und hervorragend beschriebene Protagonisten.

Spannende Kuba-Saga!

Von: Annette R. Datum: 28. June 2019

Während der Kubanischen Revolution flohen tausende Kubaner, darunter Marisols Großmutter Elisa, vor dem kubanischen Diktator Batista. Elisas größter Lebenswunsch war es, eines Tages wieder nach Kuba zurück zu kehren. Genau diesen Wunsch erfüllt ihr ihre Enkelin Marisol: Die Journalistin Marisol macht sich im Jahre 2017 von Miami auf den Weg ins Land ihrer Vorfahren. Sie will den letzten Wunsch ihrer geliebten, nun verstorbenen, Großmutter Elisa erfüllen: Die Urne in Kuba beisetzen. Marisol war noch nie auf der Karibikinsel, aber durch die lebendigen Erzählungen ihrer verstobenen Großmutter fühlt sie sich mit Kuba sehr verbunden. Auf der Suche nach einem schönen Platz für Elisas Urne lernt Marisol Elisas bester Freundin Ana kennen, bei der sie eine Unterkunft hat. Das Haus liegt in Havanna genau neben dem ehemaligen alten Haus von Marisols Vorfahren. Ana überreicht Marisol eine alte Schachtel mit Briefen und Marisol taucht beim Lesen der Briefe tief in die Geschichte und in Elisas damalige Welt ein: Das unbeschwerte Leben in dem schönen Haus des wohlhabenden Zuckerplantagen Giganten (Marisols Urgroßvater), die große Liebe, die Revolution, Krieg, Enteignung und Flucht. Mit Hilfe von Luis, Anas Enkel, sucht Marisol all die Plätze auf, über die sie in Elisas Briefen liest. Es scheint fast, als würden sich Elisas und Marisols Schicksal ähneln, denn Marisol verliebt sich in Luis und begibt sich damit ungeahnt in große Gefahr. Mein Fazit: „Nächstes Jahr in Havanna“ enthält spannende und interessante Informationen über Kuba und seine Geschichte, verpackt in zwei bittersüße, emotionale Liebesgeschichten. Chanel Cleeton hat mich mit „Nächstes Jahr in Havanna“ sehr unterhaltsamen und gefühlvolle in die Welt Kubas entführt. Mir gefallen der lebendige und flüssige Schreibstil, sowie die spannende Handlung! Ich konnte mich sehr gut in Kuba „einleben“ denn durch die bildhaften und farbenfrohen Beschreibungen der Karibikinsel und der Zeitepochen konnte ich richtig eintauchen in die Geschehnisse. Immer wieder wechseln sich Zeit und Ort des Geschehens ab, einmal ist es Elisas Kuba im Jahre 1958 und einmal Marisols gegenwärtiges Erlebnis in Kuba 2017. Alle Charaktere wirken authentisch und glaubwürdig und sind sehr lebendig ausgestaltet. Ich habe mich schnell mit ihnen verbunden gefühlt und war mitten drin in ihrem Leid und in ihren Ängsten, in ihren Hoffnungen und ihren Träumen. Ojalá, nächstes Jahr in Havanna! Ich bin richtig neugierig auf Kuba geworden. Ein zauberhafter Roman, dem ich eine absolute Leseempfehlung mit 5 Sternen erteile!

Interessante Hintergründe zur Geschichte Kubas, aber etwas melodramatische Geschichte mit eindimensionalen Charakteren

Von: schnäppchenjägerin Datum: 23. June 2019

Elisa ist eine der Töchter eines wohlhabenden Zuckerrohrplantagenbesitzers und gehört damit zur oberen sozialen Schicht in Kuba. Über Politik hat sich die 19-Jährige bisher kaum Gedanken gemacht, doch dann schließt sich erst ihr Bruder den Rebellen an und wenig später lernt sie Pablo, einen Freiheitskämpfer, kennen und verliebt sich in diesen. Für eine unsichere Zukunft mit Pablo, der in den Wäldern gegen das politische System Kubas unter Staatspräsident Fulgencio Batista sein Leben riskiert, müsste Elisa ihr komfortables Leben aufgeben und mit ihrer Familie brechen. 60 Jahre später ist Elisa verstorben und Marisol, ihre Enkelin, für die Elisa wie eine Mutter war, begibt sich von Florida in die Heimat ihrer Ahnen um den letzten Wunsch ihrer Großmutter zu erfüllen: ihre Asche in dem Land zu verstreuen, das sie verlassen musste und als Exil-Kubanerin nie wieder betreten konnte. Erst dort erfährt Marisol von der großen Liebe ihrer Großmutter, die diese ihr verschwiegen hatte. Marisol verliebt sich selbst nicht nur in das Land, sondern auch in den Enkel einer Freundin von Elisa und zieht als Journalistin, die einen Artikel über Kuba schreiben möchte, das Misstrauen der Regierung auf sich. "Nächstes Jahr in Havanna" ist der erste Band der zweiteiligen Kuba-Saga, der vom Schicksal zweier Frauen der kubanischen Familie Perez handelt und auf zwei Zeitebenen in den Jahren 1958/1959 bzw. 2017 spielt. Der Titel drückt die Sehnsucht der Exil-Kubanerinnen auf, die davon träumten, wieder in ihre Heimat Kuba zurückkehren zu können. Beide Erzählstränge weisen Parallelen auf, denn beide junge, wohlhabende, etwas naiv wirkende Frauen verlieben sich auf Kuba in Männer, die das gegenwärtige politische System vor Ort ablehnen bzw. aktiv bekämpfen. Die Liebesgeschichten sind in die politische Lage eingebettet, die von der Autorin - selbst Nachfahrin von Exil-Kubanern - kritisch betrachtet wird. Die Geschichte ist damit etwas einseitig und die Charaktere klischeehaft. Man spürt jedoch, dass der Roman mit Herzblut geschrieben wurde, weshalb mich die Geschichte, die in der Vergangenheit spielt, berühren konnte. Der Zwiespalt von Elisa, aber auch die Situationen ihrer Schwestern, die alle mit ihren Rollen in der gut situierten Familie nicht zu Rande kamen, sind nachvollziehbar dargestellt. Der Roman hat allerdings seine Längen und lässt vor allem in der Gegenwart an Spannung vermissen, da die Annäherung von Marisol und Luis doch sehr vorhersehbar ist. Die schnelle Entwicklung ihrer tiefen Liebe und innigen Zukunftspläne empfand ich als wenig realistisch. Sowohl Elisa als auch Marisol sind zu flach dargestellt, so dass es schwer fällt, wirklich mit ihnen zu fühlen. Die realen Hintergründe der Geschichte sind interessant und ich hätte durch diesen Roman gerne mehr über das Land Kuba, die politische Situationen in den vergangenen 60 Jahren und die Geschichte des Landes erfahren, allerdings beschränkt sich die Autorin in ihrer Erzählung auf die Aneinanderreihung von Floskeln. Die Ziele der verschiedenen widerstreitenden Kräfte werden nicht klar, die Entwicklung der Revolution 1958/1959 bleibt damit unverständlich und zu oberflächlich. Der Erzählstrang in der Vergangenheit endet sehr abrupt. Die Situation in der Gegenwart empfand ich sehr abenteuerlich und zu melodramatisch. Ich hatte auf beiden Erzählebenen das Gefühl, dass mir wichtige Details zum Verständnis fehlten und die Autorin nur vage an der Oberfläche kratzt. Welche Motive Pablo und Luis haben, welche Wege sie für Demokratie und Freiheit gehen wollen, erschließt sich nicht wirklich. Die Leidenschaft der Revolutionäre ist nicht spürbar. Auch wenn man bedenkt, dass die Autorin die sich entwickelnde Öffnung Kubas in der Gegenwart beschreiben wollte, hätte ich mir einen stärkeren Fokus auf die Vergangenheit gewünscht, um zumindest einem der beiden Handlungsstränge durch eine historische Recherche mehr Tiefgang zu verleihen.

Rezension zu "Nächstes Jahr in Havanna"

Von: Zsadista Datum: 20. June 2019

Kuba 1958. Die Zeiten sind hart und der Umschwung steht bevor. Elisa und ihre Familie werden des Landes verwiesen, nachdem Castro an die Macht gekommen ist. Viele reiche Familien müssen ohne Besitztümer das Land verlassen. Elisas Familie wandert nach Amerika aus und baut sich dort ein neues Leben auf. Miami 2017. Marisol ist die Enkelin von Elisa und will die Asche ihrer verstorbenen Großmutter nach Kuba bringen. Elisas Wunsch war es, dass ihre Asche in Kuba verstreut werden soll. So macht sich Marisol auf die gefährliche Reise nach Kuba. Es fängt schon damit an, dass sie die Asche durch den Zoll schmuggeln muss. Marisol ist Journalistin und will offiziell in Kuba Artikel über die Vertriebenen und ihr Schicksal schreiben. Vor Ort stellt sie fest, dass Kuba fast in 1958 stehen geblieben ist. Viel hat sich in der Zeit nicht verändert. So geht sie auf die Suche nach geeigneten Orten für die Asche ihrer Oma. „Nächstes Jahr in Havanna“ ist ein Roman aus der Feder der Autorin Chanel Cleeton. Am Anfang muss ich erwähnen, dass dieser Roman keine Lektüre ist, die ich normalerweise lesen würde. Ich mag keine Familiendramas und Liebesgeschichten. Mir wurde das Buch vom Verlag geschenkt und ich gab ihm einfach eine Chance. Der Roman wechselt immer in den Zeiten von 1958 und 2017. Abwechselnd wird entweder von Elia oder Marisol erzählt. Am Anfang jedes Kapitels wird auch gesagt, wo man sich gerade befindet. Das fand ich sehr gut, da es auch oft anders ist und man sich zuerst einmal zurechtfinden muss. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Das Buch lies sich flüssig und recht schnell lesen. Mich interessierte zwar die vordergründige Geschichte um die Liebe der beiden Damen recht wenig. Dafür interessierte mich der Hintergrund der Geschichte umso mehr. Die Autorin verstand es fantastisch mir die Welt von Kuba näher zu bringen. Die Lebensart der Menschen und wie es dort aussieht. Die Armut und doch der Stolz und die Lebensfreude der Leute. Dabei hat sie nicht einmal ausschweifende Erklärungen gegeben. Ich merkte, dass der Autorin Kuba sehr am Herzen liegt. Von den Figuren her und der Familiengeschichte bin ich nicht ganz so begeistert. Elisa ist die typische reiche Tochter, die macht was man ihr sagt. Aber so war das halt einmal in der Zeit. Wobei sich das hier fast noch nach viel früher anhörte. Man darf sich nicht bilden, man heiratet, wen man muss und man arbeitet auf keinen Fall als Frau. Ok, ich nahm das dann so hin. Marisol ist ebenfalls reiche Tochter und ist geschockt über die Armut im Land. Da kann man sagen, zum Glück hat die Familie einen starken Neuanfang geschafft und wurde in kürzester Zeit, ohne Grundkapital oder Besitztümer im neuen Land wieder reich und angesehen. Naja, wie schon gesagt, normal lese ich solche Bücher nicht. Dies hier hat mich eben in der Hintergrund Story gefangen und gebannt. Die Geschichte über Kuba hat mir sehr gefallen, die Geschichte der Familie weniger. Daher vergebe ich hier gute 3 Sterne für ein wunderbares Kuba und seine Menschen.

Eine tragische Familiengeschichte

Von: Ariettas Bücherwelt Datum: 19. June 2019

Meine Meinung zur Autorin und Buch: Es ist mein erster Roman, von Chanel Cleeton und sie hat mich begeistert mit ihrer Familiengeschichte über Kuba. Man spürt beim Lesen wie viel Herzblut sie in die Geschichte gesteckt hat, den ihre Familie stammte aus Kuba, auch hat sie einen Masterabschluss in Internationaler Politik, was fier mit einfließt. Ihre Familiengeschichte wurde zur Grundlage dieses wundervollen Buches. Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen , die sie sehr schön mit einander verbunden hat. Sie erzählt von dem Politischen Klima, den schwierigen Zeiten, den Entbehrungen, der großen Revolution 1958, die Flucht von Diktator Batista 1959, und der Widerstandsbewegung durch Fidel Castros, der die macht übernahm und das Land und die Menschen noch mehr ins Unglück stürzte. Von Kampf und Unzufriedenheit, wir erfahren soviel vom Leben 1958 und 2017, wo heute noch Angst herrscht, die Lebensmittel knapp und rar für die Einwohner sind. Es ist ein so interessanter Geschichtsunterricht, ich erfuhr soviel neues was ich bisher nicht bewusst war. Ihr Schreibstil ist sehr spannend und mitreißend, Ihre Figuren sehr Authentisch und real, sie gewährt uns viele tiefe Einblicke in die Seelen ihrer Protagonisten. Ich freue mich jeden falls schon auf Band 2 „ Wir träumten von Kuba“ der im Dezember erscheint. Sehr schön erzählt sie das Schicksal von Großmutter Elisa und das ihrer Enkelin Marisol, zwei Frauen die so vieles verbindet, sie verlieben sich in die falschen Männer, Pablo und Lius sind beide Revolutionäre, die für ihr Land und dessen Freiheit kämpfen, aufmerksam machen wollen auf die Missstände, sich selbst dabei in Gefahr bringen. Ob 1958 oder 2017 Kuba befindet sich in Politischen Umwälzungen, ein falsches Wort, und man verschwindet in den berüchtigten Gefängnissen, obwohl Fidel Castro Tod ist, ist das Land nicht wirklich frei, vielleicht nur für die Touristen, aber die Kubaner sind noch tief verstrickt in das Politische geschehen. Jedenfalls war es schön mit Marisol von Miami nach Havanna zu reisen, mit ihr das Land und die Menschen kennen zu lernen. Sehr angetan haben es mir Ana, die Freundin von der verstorbenewo sie ihre letzte Ruhestätte finden soll, es war ihr Wunsch. n Elisa kennen zu lernen, und Magda das ehemalige Kindermädchen der Perez-Familie, und mit ihnen abzutauchen in deren Vergangenheit, die mehr als Abenteuerlich und Gefährlich war, zwei Freundinnen die durch dick und dünn gingen, aber auch Magda gab Elisa oft Rückendeckung. Sehr nah ging mir Elisa deren verbotene und tragische Liebe zu Pablo dem Revolutionär, der sie über die Lage ihres Landes aufmerksam macht. Aber auch Marisol ihre Enkelin, gewann ich mit der Zeit lieb, die heimlich die Asche von Großmutter Elisa nach Havanna bringt, sehr Mutig von ihr, wo sie ihre letzte Ruhestätte finden soll, es war ihr großer Wunsch. Auch Marsol verliebt sich ausgerechnet in Luis, den Enkelsohn von Ana, mit dem sie das Kuba kennen lernt, die vertrauten Plätze von Elisa . Die Gastfreundschaft die Ana ihr gewährte, fand ich sehr schön, sie nahm sie mit offenen Armen auf. Ana hat noch ein Vermächtnis ein Kästchen von Elisa , das sie bei der Flucht zurückließ, das Briefe von Pablo und einen Ring enthält. Beim Lesen und der Suche nach Pablo, stossen wir auf traurige Geschichten und einem gut verwahrten Familiengeheimnis. Es war sehr spannend auf den Spuren von Elisa mit Marisol zu wandeln. Eine Geschichte mit einem unerwarteten Ende….. https://www.lovelybooks.de/autor/Chanel-Cleeton/N%C3%A4chstes-Jahr-in-Havanna-Roman-1810700211-w/rezension/2096833150/

Lehrreich: Nächstes Jahr in Havanna

Von: Erdhaftig schmökert Datum: 18. June 2019

Eine Familiengeschichte, erzählt in zwei Erzählsträngen und Zeiten. In gewisser Weise lernt man beim Lesen dieses Romans ziemlich viel. Da wäre die Geschichte Kubas ab 1958 samt der damaligen Ansichten. Allerdings erzählt aus der Perspektive einer reichen kubanischen Familie. Die Mehrheit der Bevölkerung wird hier also nicht abgebildet. Und dann eine Art Rückblick aus der heutigen (2017) Sicht auf die damaligen Ereignisse erlebt durch die Enkelin, die auf den Spuren ihrer Großmutter das frühere Kuba erlebt. Vieles wiederholt sich Das betrifft sowohl die Erlebnisse als junges Mädchen der Großmutter im ersten als auch die ihrer Enkelin im zweiten Erzählstrang. Beide durchleben spezielle Liebesgeschichten, wenn auch mit unterschiedlichem Ausgang. Auch die Geschichte der beiden ähnelt sich. Es ist der Lauf der Geschichte selbst, dass sich vieles wiederholt, Menschen immer wieder dieselben Fehler und Erkenntnisstufen durchlaufen. Im kleinen Rahmen zeigt Cleeton dies auf. Auf den Roman bezogen, erhält man als Lesende/r so einige Längen.  Trotz dieser Längen lohnt es sich dieses Buch zu lesen, denn man lernt viel über die Geschichte Kubas und die Mentalität der Wohlhabenden dort. Hinzu kommt ein flüssiger Schreibstil und gut herausgearbeitete Figuren. Lesenswert!

Nächstes Jahr in Havanna

Von: Gelinde Datum: 11. June 2019

Nächstes Jahr in Havanna, von Chanel Cleeton Cover: Ein Eyecatcher, echt toll gemacht. Inhalt: Eine Geschichte die auf zwei Ebenen erzählt wird. Es geht um die Familie Perez. Einmal in der Vergangenheit 1959 in Kuba, aus der Sicht der 19 jährigen Elisa. Dann im Hier und Heute als Marisol, eine Exilkubanerin, die in Maimi geboren und aufgewachsen ist, wieder nach Kuba zurückkehr, um dort den letzen Willen ihrer Großmutter Elise zu erfüllen und deren Asche, nachdem sie nun verstorben ist, in Kuba zu verstreuen. Und genau hier in Havanna, beginnt dann für Marisol eine Liebesgeschichte, die der ihrer Großmutter gleicht, was Marisol aber nicht weiß und erst Stück für Stück ausgräbt. Meine Meinung: Kuba, ein Paradies in dem Böses, Böses vertrieben hat und der größte Anteil der Bevölkerung nie aus dem Leiden herauskam? Hier in diesem Buch finde ich werden zwei Schwerpunkte gelegt. Einmal geht es um die Liebes- (und Leidensgeschichte) zweier junger Frauen, die sich sehr gleichen und auch wiederholen (nur mit unterschiedlichem Ausgang). Dann wird auf die Politische und gesellschaftliche Lage in diesem wunderschönen Paradies eingegangen. Es wird sehr viel „Politik“ erklärt, aber immer so, dass es zur Geschichte passt und die Handlung nicht erdrückt wird. Das Ganze wird aus der Sicht der Perez-Familie erzählt und diese ist sehr wohlhabend. Vor dem Exil sowie auch danach! Deshalb denke ich, auch wenn die Probleme der ganzen Bevölkerung aufgezeigt werden, dass wir nur einen kleinen Zipfel des Elends der „normalen“ Bevölkerung erleben. Der Schreibstil ist sehr flüssig, die Personen und die Handlung sehr emotional und vor allem das Paradies wird wunderschön und bildlich beschrieben. Am liebsten möchte man sofort einen Urlaub in Kuba buchen. Autorin: Chanel Cleetons Familie stammt ursprünglich aus Kuba. Sie selbst wuchs jedoch in Florida auf. Mein Fazit: Ein Buch (mit zwei Liebesgeschichten) das mir die schlimmen Zustände in Kuba wieder ins Gedächtnis gerufen hat, das aber auch mein Fernweh nach diesem Paradies erneut geweckt hat. Von mir 4 Sterne.

Interessante Geschichte

Von: katikatharinenhof Datum: 10. June 2019

Marisol mach sich auf den Weg nach Kuba, um den letzten Wunsch ihrer verstorben Großmutter zu erfüllen – sie soll die Asche der Toten in das Land bringen, in dem sie einst Zuhause war. Marisol ahnt nicht, dass sie auf der Suche nach dem richtigen Platz sich auch auf eine Reise in die Vergangenheit begibt, in der die Träume ihrer Großmutter zum Scheitern verurteilt waren. Ein junger Mann namens Luis erobert Marisols Herz in Kuba und es scheint so, als würde sich die Geschichte von damals wiederholen… „Nächstes Jahr in Havanna“ ist ein gesellschaftskritischer Roman, der die politischen Verwicklungen in Kuba zum Thema hat und diese in die Familiengeschichte der Perez und Ferrara einbindet. Chanel Cleeton beschreibt in ihrem Buch ein Kuba der Zwänge, der Knechtschaft und der Unterdrückung, das fernab von jeglichem Touristenkitsch um seine Existenz kämpft. Sowohl im Jahr 1958 als auch im Jahr 2017 sind die Arme der Unterdrücker lang und erreichen Ausmaße, die man sich lieber nicht vorstellen möchte. Die Geschichte um Elisa besteht aus Pomp und Protz, sowie Standesunterschieden und gibt den Einblick in den Alltag einer jungen Frau wieder, die mit viel Geld und Einfluss aufgewachsen ist, deren einziger Lebensinhalt aber darin besteht, einfach nur schön auszusehen und zu schweigen. Erst als die Liebe in ihr Leben Einzug hält, blüht Elisa auf und sie öffnet nicht nur ihr Herz, sondern geht auch mit anderen Augen durch „ihr“ Kuba. Als die politischen Ereignisse ihre Zukunft verändern, blutet ihr Herz und ihre Erinnerungen im Exil an ihre Heimat verblassen nie. Die Autorin zeigt die romantisierten Bilder von Elisa sehr farbenfroh und lebendig, aber irgendwie fehlt mir manchmal das gewisse Etwas, um gänzlich in Elisas Haut schlüpfen zu können. So bleibe ich außen vor und bin nur stiller Beobachter, was sehr schade ist, denn gerade Elisas Lebensgeschichte könnte bewegender und dymamischer gestaltet sein. Genauso ergeht es mir bei Marisol – die junge Frau durchlebt zwar eine emotionale Achterbahnfahrt, aber ihre Gefühle wirken auf mich leider nicht mitreißend. Manchmal hat man beim Lesen das Gefühl, dass Marisol selbst nicht mit sich und dem Erlebten klarkommt und sich deswegen in eine Art Kokon verschließt, der die Ereignisse nur in abgeschwächter Form an sie heranlässt. Sie wirkt wie ein Statist in ihrer eigenen Geschichte. Wenn ich an Kuba denke, fällt mir Leidenschaft, flirrende Hitze, Erotik und starke Gefühle ein- doch von genau diesen Empfindungen fehlt es hier an allen Ecken und Enden. Die Erzählung wirkt getragen, an manchen Stellen emotionslos, obwohl der Inhalt und die damit verbundene Handlung doch genügend Zündstoff für einen Roman bietet, der einen vor Begeisterung aus dem Sessel haut. Lediglich die letzten 150 Seiten bieten an Emotionen genau das auf, was ich mir zu Beginn des Buches erhofft habe…so kann ich leider nur 3 von 5 Sternen vergeben, da die Idee des Buches gut ist, das Potential aber an einigen Stellen nicht ganz ausgeschöpft wurde. Herzlichen Dank an Corinna Schindler und den Heyne Verlag für die kostenfreie Bereitstellung dieses Belegexemplares. Diese Tatsche hat jedoch nicht meine ehrliche Lesermeinung beeinflusst.

Verlust und Liebe so nah

Von: tinaliestvor.de Datum: 01. June 2019

Marisol begibt sich auf eine Reise in die Vergangenheit. Als ihre innig geliebte Großmutter stirbt, wünscht sich diese sehnlichst, dass ihre Asche den Weg nach Kuba zurückfindet. Mit einem Rechercheauftrag für ein Reisemagazin und der Asche ihrer Großmutter begibt sich Marisol nach Havanna. Dort angekommen wird sie bei Ana, einer alten Freundin ihrer Großmutter Elisa aufgenommen. Luiz, Universitätsprofessor und Rebell der Familie Anas spielt den Reiseführer und merkt schnell, das Marisol nicht nur eine eingebildete reiche amerikanische Touristin ist. Marisol begreift schnell, warum Elisas Herz so an Kuba hing und die Flucht nach Amerika so schmerzhaft war. Als Elisas Vermächtnis in Form von geheimen Briefen an ihren Liebsten in die Hände von Marisol gelangen, beschließt Marisol trotz vieler Warnungen, sich auf die Suche nach der wahren Liebe ihrer geliebten Großmutter zu machen. Mit Marisol und Elisa begibt sich der Leser auf eine innige Reise nach Kuba. Hart umkämpft, rebellisch und von viel Leid geprägt, zeigt sich diese atemberaubende Stadt als eherne Festung, für die es sich als kubanisches Volk stets zu kämpfen lohnte. Unterdrückung, Verstaatlichung, Gewalt und Folter stehen an der Tagesordnung. Vertrauen, Liebe und Hoffnung findet man nur im Verborgenen. Elisas Vergangenheit und das ihrer großen Familie zeigt einem die von Rebellion und Umschwüngen geplagten Insel. Flucht scheint die einzige Überlebenschance, Florida scheint so nah. Marisol hingegen ist sich der andauernden Gefahr erst bewusst, als sie sich in Luiz verliebt und hautnah zu spüren bekommt, was Rebellion bedeutet. Mutig, voller Hoffnung und mit einem klaren Ziel vor Augen, tritt Marisol immer mehr in die Fußstapfen ihrer Großmutter und die Vergangenheit schließt sich in einem tiefen Kreis von Flucht und einer unbekannten neuen Zukunft. Chanel Cleeton hat mit „Nächstes Jahr in Havanna“ einen wunderschönen Roman über Liebe, Vergangenheit und Rebellion geschaffen. Während man den Mut von Elisa bewundert, rebelliert man mit Luiz und lüftet mit Marisol dunkle Familiengeheimnisse. Eine Hommage an Havanna, an eine lange vergangene Zeit und an die Freundschaft.

Viele Fakten, die meinen Lesefluss gebremst haben

Von: scarlett59 Datum: 28. May 2019

Zum Inhalt: Nachdem Elisa, die Großmutter und Bezugsperson von Marisol verstorben ist, macht diese sich von Miami aus auf eine Reise nach Kuba. Das Land, in dem Elisa aufgewachsen ist und von dem sie Marisol so viel erzählt hat. Marisol soll die Asche ihrer Großmutter dort verstreuen. Doch das Kuba, das sie dort vorfindet, unterscheidet sich sehr von den Erzählungen ihrer Verwandten … Meine Meinung: Das Buch erzählt abwechselnd die Geschichte von Elisa und ihrer Familie im Kuba der 50er Jahre sowie von Marisol in der heutigen Zeit. Beides sind Liebesgeschichten, diese werden jedoch mit viel kubanischem Kolorit ergänzt. Auch wird viel von der Geschichte und Entwicklung Kubas erzählt, wobei auch gesellschaftspolitische Kritik nicht zu kurz kommt. Diese Fakten sind zwar recht interessant, haben meinen Lesefluss jedoch stellenweise massiv ausgebremst. Fazit: ein interessantes Buch, das m.E. jedoch durch Beschreibung und Klappentext etwas anderes / leichteres erwarten lässt

Eine Reise nach Kuba

Von: Buchwahn Datum: 19. June 2019

Chanel Cleeton nimmt ihre Hörer in "Nächstes Jahr in Havanna" mit auf eine lange Reise. Sie erzählt nicht nur die herzzerreißenden Liebesgeschichten zweier Frauen. Nein, sie schildert auch ausführlich das Leben in in der kubanischen Hauptstadt und hat mich einiges über Kubas Geschichte gelehrt. Beide Frauen sind sympathische Persönlichkeiten, die ich gern auf ihrer Reise durchs Leben begleitet habe. Chanel Cleetons Erzählungen sind flüssig, interessant und werden nicht langweilig. Zusammen mit den wunderbaren Stimmen von Anna Carlsson und Leonie Landa ergibt das ein hervorragendes Hörbuch, dem ich stundenlang lauschen konnte. Die Handlung hat mich mit sich gerissen und mich in andere Welten versetzt. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht in dieses Hörbuch einzutauchen. Fazit: Unbedingt hören!

Schöne Liebesgeschicht in interessantem historischen Kontext

Von: Domics Pinnwand Datum: 30. July 2019

ich wusste nicht viel über Kuba, als ich dieses Buch begonnen habe, vermutlich das, was die meisten Leserinnen meiner Generation so an gesundem Halbwissen haben: Kubakrise, Oldtimer, Fidel Castro, Zigarren und Rum. Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen, die im Hörbuch von zwei verschiedenen Sprecherinnen erzählt werden. Dabei gefällt mir die jüngere Stimme der Elisa einen Tick besser als die von Marisol, aber beide Sprecherinnen machen ihre Sache sehr ordentlich und ich kann mir gut vorstellen, mehr von ihnen zu hören. Die Liebesgeschichte(n) von Elisa und Pablo und von Marisol und Luis sind eingebettet in die Schilderung der jeweiligen Lebensumstände auf Kuba. Das hat mich dazu gebracht, mich mehr mit der jüngeren Historie Kubas auseinanderzusetzen, denn das ist zugegebenermaßen eine Gegend, in der ich noch nie war und ich habe - auch nach dem Buch -nicht unbedingt vor, da demnächst hinzufahren - zu heiß! Allerdings habe ich mir schon überlegt, wie ich reagieren würde, wenn ich in der Situation von Elisa oder Marisol gewesen wäre: Hätte ich den Mund aufgemacht und gekämpft? Oder eher versucht, mich mit der Situation zu arrangieren? Schwer zu sagen, aber wert, mal darüber nachzudenken. In den zweiten Band der Serie werde ich also definitiv mal hereinhören respektive lesen, ich kann Dir das Buch empfehlen und vergebe 4 von 5 Sternen.

Zwischen Liebe und Politik – das funktioniert in diesem Buch nicht so recht

Von: Marlen Blume Datum: 23. June 2019

Aus zwei Perspektiven und auf zwei Zeitebenen wird in diesem Hörbuch auf Kuba geschaut. Zum einen begleitet man Marisol, deren Wurzeln in Kuba liegen, und die dorthin reist um – unter anderem – die Asche ihrer Großmutter in deren Heimat zu ver-streuen. Zum anderen geht es im historischen Teil um Elisa, eine junge Frau aus wohlhabenden kubanischen Kreisen, die sich Ende der 1950er Jahre in einen Revolutionär verliebt und damit zwischen die Fronten ihres Landes gerät. Zwei Sprecherinnen erzählen diese beiden Teile des Buches immer abwechselnd, ihre Stimmen passen aus meiner Sicht gut zur Geschichte und auch zum Alter der Protagonistinnen. Ein Lob an Anna Carlsson (Marisol) und Leonie Landa (Elisa) für ihre einfühlsame Sprechweise, die den Figuren Leben einhaucht. Trotz des unheimlich interessanten Themas rund um die kuba-nische Revolution (Stichwort: Fidel Castro) konnte das Buch/ die Geschichte mich leider nicht so recht fesseln. Wo ich sonst im Auto gespannt lausche um keinen Satz zu verpassen, merkte ich hier, dass meine Gedanken immer wieder abschweiften und ich manches mehrfach hören und mich darauf konzentrieren musste, dabei und dran zu bleiben. Ich weiß nicht recht, woran es gelegen hat – vielleicht hätte es auch als Buch besser für mich funktioniert. Aber die gesprochene Fassung (wie gesagt – an den Sprecherinnen lag es NICHT) konnte mich im Tempo der Handlung und vom Stil her irgendwie nicht mitreißen. Aus meiner Sicht passten auch die recht Herz-Schmerz-mäßige Liebesgeschichte und die Schilderungen der politischen Situation nicht wirklich zusammen. Als könne sich das Buch nicht entscheiden, was es sein will – ein Liebesroman mit ein wenig historischem Hintergrund oder ein historisches, politisches Zeitgemälde mit eingebauter Lovestory. So richtig funktioniert hat dieses Schwanken zwischen Liebe und Politik für mich leider nicht. Denn für historisch Interessierte werden die Entwicklungen, die Wurzeln der Revolution und die Auswirkungen auf das heutige Kuba wohl ein wenig zu oberflächlich abgehandelt. Frauen, die einen Liebesroman genießen wollen, ist es aber vielleicht zu viel Politik, die hier doch noch mit abgehandelt werden soll. Auch ich habe meine Rolle als Hörerin nicht so ganz gefunden und so blieb dieses Hörbuch für mich unrund. Das nächste Mal würde ich ein Buch mit politischem Hintergrund vielleicht doch eher lesen statt hören. Chanel Cleetons erster Teil ihrer Kuba-Saga konnte mich leider nicht recht überzeugen.