Marie Lacrosse

Das Weingut. In stürmischen Zeiten

Das Weingut. In stürmischen Zeiten Blick ins Buch

Jetzt bestellen:

eBook
Buch
Hörbuch

€ 3,99 [D] | € 3,99 [A] | CHF 4,50 [CH]

oder hier kaufen:

€ 10,00 [D] | € 10,30 [A] | CHF 14,50 [CH]

oder hier kaufen:

€ 9,95 [D] | € 9,95 [A]

oder hier kaufen:

Weißenburg im Elsass im Jahr 1870: Die junge Waise Irene kommt als Dienstmädchen in das Herrenhaus des reichen Weinhändlers Wilhelm Gerban. Dessen Sohn Franz glaubt an die Ideale der französischen Revolution, wofür sein Vater wenig Verständnis hat. Als Irene auf Franz trifft, verlieben die beiden sich leidenschaftlich ineinander. Doch nicht nur Standesschranken und familiäre Intrigen stehen ihrer Beziehung im Wege. Auch am europäischen Horizont ziehen dunkle Wolken auf: Ein furchtbarer Krieg bricht aus. Gegen alle Widerstände kämpfen die beiden jungen Leute um ihr Glück. Bis das Schicksal unbarmherzig zuschlägt ...

Vor der Kulisse des Kriegs von 1870/71 zeichnet Marie Lacrosse ein beeindruckendes Bild der bürgerlichen Verhältnisse der Zeit.

Eine bewegende Familiensaga mit historischem Hintergrund

Von: friederickes bücherblog Datum: 10. August 2018

Das Cover: Das Cover ist in überwiegend zarten, hellen Farben gehalten und zeigt ein imponierendes Weingut. Davor die dazugehörigen Reben. Die fein abgestimmte Titelschrift und der Klappentext runden das Gesamtbild stimmig ab. Eine wundervolle Präsentation des Buches. Die Geschichte (Achtung: Spoiler!): Die Geschichte beginnt im Jahre 1870, als die junge Irene in das Haus des Weinhändlers Gerban kommt und als Dienstmädchen beschäftigt wird. Sein Sohn Franz verliebt sich in das Mädchen und beide müssen gegen die Vorgaben des Standes, gegen familiäre Probleme und Intrigen ankämpfen. Viele Widerstände stehen überall im Wege. Doch damit nicht genug. Es bricht ein schrecklicher Krieg aus, der zwischen Wilhelm Gerban, der den Deutschen nahesteht, und seinem Sohn Franz, dessen Glauben an die Französische Revolution, die Gräben zwischen beiden aufreißt. Die beiden jungen Menschen kämpfen um ihre Liebe und ihr Glück, bis eines Tages das Schicksal zu einem ganz besonderen Schlag ausholt. Meine Meinung: Das Buch hat mich von der ersten Minute an gefesselt und nicht mehr losgelassen. Die Autorin schreibt in einer flüssigen leicht verständlichen und ausdrucksvollen Sprache. Wunderbar berücksichtigt sie auch die Sprache der Zeit, die dem Ganzen Authentizität verleiht. Die Figuren sind sehr gut ausgearbeitet und im jeweiligen Charakter glaubhaft und ausdrucksstark. Besonders ans Herz gewachsen sind mir die beiden Protagonisten Irene und Franz, aus deren Perspektiven hauptsächlich erzählt wird. Diese beiden jungen Menschen führen ein Leben, das heute nicht mehr vorstellbar ist und ihre Geschichte hat mich sehr berührt. Der Spannungsbogen ist durchgängig hoch und sorgt dafür, dass man nie aufhören möchte zu lesen. Beeindruckend geschildert sind besonders die schrecklichen Erlebnisse der Soldaten in diesem Krieg sowie die geschichtlichen Hintergründe des Elsass, zwischen Frankreich und Deutschland. Auch die Standesunterschiede, sowie die daraus resultierenden Schwierigkeiten werden bis ins kleinste Detail verdeutlicht. Die Schauplätze sind so schön beschrieben, dass man sie bildlich sehr gut aufnehmen und durchwandern kann. Insgesamt ein beeindruckendes Buch, das zwischen der Geschichte und der Historie fein verknüpft ist und auf eine tiefgründige Recherche hinweist. Ein Buch, das viel Freude bereitet hat. Die Fortsetzung wird herbeigesehnt. Es bekommt meine ausdrückliche Leseempfehlung. Friedericke von „friederickes Bücherblog“

Der Beginn einer wunderbaren Reihe

Von: Nini Datum: 22. October 2019

"Das Weingut - In stürmischen Zeiten" ist der erste Teil von Marie Lacrosse's Reihe rund um das Weingut und seine Bewohner. Je mehr man liest, desto weniger Bücher gibt es, bei denen man schon nach wenigen Seiten weiß, dass man sie lieben wird - unabhängig davon, was auf den weiteren über 600 Seiten noch geschehen mag - so erging es mir bei "Das Weingut". Noch bevor man überhaupt im Elsass angekommen ist, hatte mich die Autorin bereits eingefangen. Ich kann nicht einmal genau sagen, woran das lag - anfangs befinden wir uns in einer Gebäranstalt, also keine sehr einnehmende Kulisse, aber der Schreibstil und die Erwartung auf das noch kommende Geschehen hatten mich direkt mitgenommen. Daran hat sich auch im Verlaufe des Buches nichts geändert. Der Schreibstil ist wunderbar, entsprechend der Lesefluss auch. Marie Lacrosse kann hervorragend Gefühle transportieren, unabhängig davon, ob es sich um positive oder negative handelt und auch ohne viele Worte machen zu müssen, vermittelt sie ebenfalls das Grauen des Krieges, sodass sich ob der desolaten Lage der französischen Armee auch dem Leser die Haare aufstellen. Ebenfalls sehr gut gefallen haben mir die einzelnen Charaktere - was nicht heißen soll, dass diese alle ein einnehmendes Wesen hätten, mitnichten. Marie Lacrosse lässt aber auch die verschlagenen, intriganten, neidischen Personen sehr lebensecht durch den Kopf des Lesers wandeln. "Das Weingut - In stürmischen Zeiten" ist eine sehr gelungene Mischung: Natürlich der Gegensatz Herrschaft / Dienerschaft, der immer Stoff für Unterhaltung und Konflikte bietet, dann die Beziehung von Franz und Irene, denen wirklich nichts erspart bleibt, umwoben von einer Geschichte und Begleitumständen, die die Abgründe manch menschlicher Seele erahnen lassen und all dies eingebettet in den historischen Kontext des Deutsch-Französischen-Krieges von 1870/1871, der natürlich gerade im Elsass niemanden unberührt ließ. Nach dem Ende des Buches bin ich sehr froh, dass auch die beiden weiteren Bände bereits verfügbar sind und ich bin sehr gespannt, was das Schicksal in "Das Weingut - Aufbruch in ein neues Leben" noch für die Protagonisten bereithält.

Mal wieder ein absolutes Highlight ...

Von: Isabel (engi) Datum: 14. May 2019

Schon sehnsüchtig hatte ich diesen zweiten Teil der Romanreihe um die beiden Protagonisten Irene und Franz gewartet und was soll ich sagen? Kaum aufgeklappt, war es auch schon wieder zu Ende. Es liest sich aber auch wirklich flüssig und spannend und versorgte mich als Leserin auch so ganz nebenbei noch mit ganz wunderbarer geschichtlicher Information. Hier wurde das Leben in einer psychiatrischen Anstalt in den 1870er Jahren beleuchtet, ebenso wie die Arbeitsbedingungen in Textil- und Metallfabriken, ganz zu schweigen von den allgemeinen Lebensbedingungen zu der damaligen Zeit. Und natürlich wurde auch die hohe Kunst der Weinherstellung nicht vernachlässigt. Immer wieder wurde mir beim Lesen bewusst, mit wie viel Liebe zum Detail die sympathische Autorin Marie Lacrosse – auch bekannt unter ihrem richtigen Namen Marita Spang – ihre Recherchen angegangen haben muss, um den Charakteren Leben einzuhauchen. Dank der Leserunde, an der ich mit anderen interessierten LeserInnen teilnehmen durfte, war das Buch für mich kurzweilig, lebendig und informativ zugleich und ich freue mich schon riesig auf den nächsten Band schon in diesem Jahr im September. Wirklich eine großartige Arbeit, die du hier abgegeben hast, liebe Maria … bis zum nächsten Mal!

Spannende Familiensaga vor historischem Hintergrund

Von: nirak Datum: 27. April 2019

Irene ist eine Waise und muss sich glücklich schätzen, dass der Weinhändler Wilhelm Gerban sie in seinem Haushalt aufnimmt. Hier darf sie als Dienstmagd arbeiten. Zunächst ist sie auch zufrieden, aber dann verliebt sie sich in Franz, dem Erben des Hauses. Ihre Liebe kann nicht von Dauer sein. Eigentlich ist dies beiden klar, doch trotzdem stehen sie zueinander. Dann geschieht das Unglück, der Krieg bricht aus. Es ist das Jahr 1870. Franz stellt sich auf die Seite der Franzosen, er sieht sie im Recht, denn seine Mutter ist Französin und dadurch fühlt er sich verpflichtet. Sein Vater tobt. Er und sein Weingut sind deutsch. Für alle beginnen schwere Zeiten. „Das Weingut In stürmischen Zeiten“ ist der erste Teil einer Familiensaga. Es beginnt zunächst mit der Familiengeschichte der Gerbans und erzählt aus dem Leben der Menschen im 19. Jahrhundert. Aber dann wandelt sich die Handlung. Im Jahre 1870 bricht der Krieg aus. Für das Elsass, in dem diese Geschichte spielt, ein schwerer Schicksalsschlag. Beginnt die Geschichte zunächst auch völlig unspektakulär mit der Beziehung der jungen Leute und dem Leben in dieser Zeit. Steigert sich die Spannung immer mehr. Die Autorin führt den Leser mitten hinein in diese Auseinandersetzungen. Sie erzählt von den Schlachten und was es für die Menschen bedeutete. Sicherlich nicht immer etwas für schwache Nerven. Sie hat nichts beschönigt oder ausgelassen. Dafür erfährt man aber auch einige historische Details. Ich habe gerade aus dieser Zeit noch nicht wirklich viel gelesen und war gespannt. Der bildhafte Erzählstil sorgt dafür, dass man schnell Bilder vor Augen hat. Er lässt einen nicht mehr los und so waren die 634 Seiten dann leider auch viel zu schnell gelesen. Einiges an Zusatzmaterial ist zudem vorhanden. Es gibt Karten, ein Personenregister ein ausführliches Nachwort und einiges mehr. Ich finde es immer gut, wenn ein historischer Roman so angelegt ist. Hinter dem Pseudonym Marie Lacrosse verbirgt sich die Schriftstellerin Marita Spang. Von dieser bin ich gut recherchierte historisch fundierte Romane gewohnt. Sie hat mich auch hier nicht enttäuscht. Auch wenn es einige hässliche Szenen gab, Krieg ist immer grässlich, hat mich „Das Weingut“ wunderbar unterhalten. Irene und Franz haben mir gut gefallen. Sie vertreten ihre Meinungen und lassen sich nicht beirren. Sie gehen ihren Weg, nach bestem Wissen und Gewissen. Glaubhaft schildert die Autorin aus dem Leben dieser Protagonisten und es klingt fast so, als hätten sie wirklich gelebt. Ich bin sehr neugierig darauf, wie ihrer beiden Leben weitergehen wird.

Eine herausragende Familiensaga!

Von: Mareike Lenz Datum: 11. April 2019

Ich habe gerade den 1. Band einer Triologie beendet und kann jetzt schon mit Sicherheit sagen, das Buch wird eines meiner Highlights im Lesejahr 2019 sein. Wie konnte ich das Buch nur so lange in meinem Regal stehen haben, ohne es zu lesen? Ich kannte die Autorin, mit ihrer erstklassigen, aber doch unkomplizierten Erzählweise bisher noch nicht, aber ich weiß jetzt schon, dass ich noch weitere Bücher von ihr lesen werde. Die Geschichte von der Protagonistin Irene Weber, die ihre Kindheit in einem Waisenhaus in Speyer verbracht hat, wird eines Tages von dem reichen Weinhändler Wilhelm Gerban dort abgeholt, um als Dienstmädchen in seinem Herrenhaus zu arbeiten. Als Leserin habe ich dann dort in dieser Familie so richtig am Leben von Irene und den anderen Familienmitglieder teilgenommen. Die Geschichte ist so echt, real und intensiv, sodass ich das Gefühl hatte selbst bei diesen Leuten dort zu wohnen und auch später dann beim beginnenden Deutsch-Französischen Krieg 1870 dabei zu sein. Es kam mir vor, als hätte ich jede einzelne Emotion selbst erlebt. Irene ist eine sehr starke Frau, doch was sie in ihren jungen Jahren alles aushalten muss, das kann man mit Worten gar nicht beschreiben. Zur Geschichte selbst möchte ich hier nicht mehr verraten, denn vieles gibt ja schon der Klappentext her. Ich kann nur sagen, diesen Roman stelle ich nicht einfach ins Regal zurück und nehme mir das nächste Buch, nein, er wird mir noch lange in Erinnerung bleiben und ich kann es kaum erwarten, den 2. Band zu lesen und hoffe, dass mich dieses Buch dann genauso begeistern und fesseln wird. Ein Roman, den es sich lohnt unbedingt zu lesen!

Eine Liebe in Kriegszeiten, die nicht sein darf

Von: Klusi liest Datum: 27. February 2019

Entdeckt habe ich die Autorin für mich, als ich vor drei Jahren „Blut und Seide“ gelesen habe. Das Buch hat mich mitgerissen und begeistert, und darum warten inzwischen auch die anderen Bücher von Marita Spang in meinem Regal darauf, gelesen zu werden. Ja, Marie Lacrosse ist Marita Spang! Als mir das klar wurde, kam auch das Weingut gleich auf meine Wunschliste. Während die unter ihrem Namen Marita Spang veröffentlichen Romane zeitlich eher im Mittelalter und der frühen Neuzeit angesiedelt sind, spielt ihre Dilogie „Das Weingut“, die unter diesem Pseudonym Marie Lacrosse veröffentlicht wurde bzw. wird, in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Im ersten Band „In stürmischen Zeiten“ lernen wir die junge Waise Irene kennen. Schon im Prolog erfährt man einiges über Irenes Geburt und ihre Mutter, wenn man auch vieles noch nicht genauer zuordnen kann. Die Schwestern im Waisenhaus hüllen sich in Schweigen, wenn Irene nach ihrer Herkunft fragt. Als eines Tages der betuchte deutsche Weinhändler Wilhelm Gerban im Heim auftaucht und Irene als Dienstmädchen auf sein Weingut im Elsass holt, scheint das ein Glücksfall für die junge Frau zu sein. Bald lernt sie Franz Gerban, den Sohn des Hauses kennen und verliebt sich in ihn. Diese Liebe beruht auf Gegenseitigkeit, aber das Glück wird bald getrübt, denn Europa befindet sich am Vorabend des Deutsch-Französischen Kriegs. Franz ist ein junger Mann mit hohen Idealen. Er glaubt an die französische Revolution und schließt sich bei Kriegsbeginn der französischen Seite an. Aber nicht nur das Kriegsgeschehen setzt dem jungen Liebespaar zu, sondern Irene und Franz müssen gegen gemeine Intrigen und Lügen ankämpfen, und je mehr man erfährt, umso hoffnungsloser erscheint ihre Liebe. In Franz‘ Abwesenheit macht Wilhelm Gerban Irene das Leben schwer und möchte sie mit Gewalt aus dem Haus und der Familie drängen. Sehr bewusst wird einem beim Lesen die Kluft zwischen den Gesellschaftsklassen der damaligen Zeit. Durch die Augen von Franz, der einige Zeit als ganz normaler Arbeiter im Weingut seines Onkels tätig ist, sieht man das Leid der Menschen, die für wenig Geld in den Weinbergen schuften und keine wirkliche Perspektive haben. Franz versucht, sich für diese Menschen einzusetzen, aber bei Vater und Onkel beißt er da auf Granit und kann nur zu sehr geringen Verbesserungen der Lebenssituation der Arbeiter beitragen. Insgesamt wirken die meisten Gerbans nicht sonderlich sympathisch, egal ob man nun Wilhelm oder auch seinen Bruder Gregor samt Ehefrau Ottilie ansieht. Franz‘ jüngere Schwester Mathilde ist eine launische und verwöhnte junge Frau und entpuppt sich im Lauf der Zeit immer mehr als intrigantes Miststück. Pauline, Wilhelms französische Ehefrau und die Mutter von Franz und Mathilde, ist eine liebe aber schwache Frau, die sich immer öfter in ihre eigene Welt zurückzieht und Trost im Laudanum sucht. Die Charaktere sind allesamt sehr intensiv ausgearbeitet, wobei Wilhelms und Mathildes Gemeinheiten für mich oft nicht nachvollziehbar waren. Irene ist Mathilde vom ersten Moment an ein Dorn im Auge, eigentlich grundlos, wie mir scheint. Zwar neigt Mathilde generell zu Biestigkeiten, aber wieso sie gerade auf Irene derart bösartig herum hackt, hat sich mir nicht immer erschlossen. Wilhelms Verhalten dagegen birgt ein Geheimnis, das man zwar bereits früh ahnen kann, aber definitiv erst ziemlich zum Ende der Geschichte erfährt und wodurch vieles verständlicher wird. Das Cover des Buches, mit dem schönen alten Gutshaus, den Weinbergen in der Sonne und den Rosen am Wegesrand, vermittelt einen friedlichen, idyllischen Eindruck, aber das täuscht gewaltig. Tatsächlich gibt es im ganzen Roman nur sehr wenige schöne oder gar romantische Momente. In der Handlung dominiert das Kriegsgeschehen. Die Autorin hat hier große Recherchearbeit geleistet und sich bei ihren Schilderungen an die überlieferten Tatsachen gehalten. So ist ihr auch ein sehr authentisches Bild der damaligen Verhältnisse gelungen. Gerade wenn man sich Franz ansieht, das Kind einer französischen Mutter und eines deutschen Vaters, wird der Wahnsinn hinter diesem Krieg offensichtlich. Bei den Schilderungen wusste ich manchmal nicht, wer denn jetzt eigentlich Freund und wer Feind ist. Es war einerseits interessant, etwas über diesen Krieg zu erfahren, denn darüber wusste ich bisher kaum etwas, aber ich muss gestehen, mir war es dann oft zu viel. Häufig musste ich beim Lesen pausieren, weil mir die Grausamkeit und die Hoffnungslosigkeit vieler Szenen und Schicksale so an die Nieren gegangen sind. Da liest man beispielsweise viele Seiten lang nur über die Bergung der Opfer nach der Schlacht. Es ist ein guter Roman, keine Frage! Die Autorin kann einen mit ihrem erzählerischen Talent mitreißen, aber in diesem Buch hat mir doch ein wenig der Hoffnungsstreifen am Horizont gefehlt, denn die Tendenz der Handlung war weitgehend düster und trostlos. Das Ende dieses ersten Teils lässt viele Fragen offen, und ich bin darum auch sehr gespannt auf die Fortsetzung. Ich hoffe nur, dass die Tendenz im zweiten Teil etwas positiver ist.

Liebe in stürmischen Zeiten

Von: Lea's Lesezauber Datum: 12. January 2019

Dieses Buch stand lange auf meinem Zettel der Bücher, die ich vielleicht lesen möchte aber mir nicht sicher bin. Ich habe so lange gegrübelt, weil es mich thematisch zwar angesprochen hat aber auch die Ähnlichkeit zu anderen Büchern, die ich derzeit lese sehr abgeschreckt hat. Natürlich musste ich der Neugierde irgendwann nachgeben und habe mich dann doch noch für das Buch entschieden. Alleine dieses wunderschöne Cover war es schon wert, dieses Buch in die engere Auswahl zu nehmen. Dieses wunderschöne Anwesen mit den Weinreben davor lädt einfach ein zum bestaunen. Ich finde hier wurde eine tolle Kulisse geschaffen und ich konnte es mit der Story gut verbinden. Der Schreibstil ist gradlinig, detailreich und auch angenehm flüssig. Die Autorin schafft es in kurzer Zeit mühelos viele Informationen zu vermitteln ohne das einem langweilig wird bzw. man überfordert wird. Die Geschichte geht spannend los und startet mit Irenes Geburt, was ich sehr passend fand. Irene's Start ins Leben könnte nicht schlimmer sein, sie wird in einer Geburtsanstalt geboren und muss im Kinderheim aufwachsen ohne je eine Information über ihre Herkunft zu erhalten. Irene bekommt aber wie es aussieht eine zweite Chance auf ein richtiges Leben und kommt zu den Gerbans, dort wird sie schnell angenommen auch wenn sie immer wieder mit der Töchter des Hausherren aneinander gerät. Nach und nach kommt aber auch die Liebe ins Spiel, Irene wird erwachsen und ich finde die Entwicklung über diese Zeitspanne sehr gelungen. Auch der Krieg wird thematisiert und spielt vor allem auch eine sehr große Rolle. Fazit: Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und ich kann es kaum erwarten zu wissen wie es weiter geht. Ich mochte den Schreibstil, die Charaktere und auch die Landschaft, unterm Strich hatte ich eigentlich nichts zu meckern und habe die Geschichte sehr genossen.

Rezension zu "Das Weingut - in stürmischen Zeiten"

Von: Büchereule Datum: 11. January 2019

Dieses Buch war der erste historische Roman, welchen ich bisher gelesen habe und ich muss sagen, es gefiel mir richtig gut. Das Cover ist sehr passend gestalltet und ich finde es sieht schon eher etwas herbstlich aus. Ebensfalls gut gefallen hat mir der Schreibstil der Autorin. Die Autorin beschreibt schonungslos aber dennoch nicht übertrieben die Kriegswirren und den medizinischen Fortschritt zur betreffenden Zeit. Auch mit den Protagonisten bin ich von Anfang an gut zurecht gekommen. An sich ist der Roman klassisch dargestellt: ein Dienstmädchen und der Sohn des Weingutes verlieben sich in einander. Wenn es die äußeren Umstände nicht gäbe, könnte man sagen ein klassischer Liebesroman. Doch in diesem Buch werden nicht nur die schönen Seiten des Lebens dargestellt und die beiden Hauptfiguren müssen einige harte Proben auf sich nehmen. Es gibt allerdings auch ein paar Stellen im Buch, wo nicht ganz klar ist, was nun letztendlich Sache ist. Ich hoffe das sich diese Fragen im nächsten Teil aufklären werden. Des weiteren hat mir gut gefallen, wie die Autorin Marie Lacrosse die Umgebung rund um das Weingut beschrieben hat. Man hatte beim Lesen das Gefühl, man ist selbst dort vor Ort. Es gibt nichts, was ich an dem Buch auszusetzen habe und ich kann es sehr empfehlen zu Lesen!

Emotional, spannend, aufwühlend

Von: Nick Coll Datum: 30. November 2018

Von den ersten Seiten an hat mich der neueste Roman von der Autorin Marie Lacrosse hellauf begeistert. Ihre Protagonisten sind sehr gut wiedergegeben, die einzelnen Charaktere sehr gut herausgearbeitet, so dass man sich mit ihnen freuen und leiden konnte. Der Schreibstil ist von Beginn an lebendig und die Autorin lässt mit Leichtigkeit Bilder vor dem geistigen Auge des Lesers entstehen: das Weingut, das Leben der Bediensteten, die Weinlese sowie der Krieg, welcher die zentrale Rolle spielt und das Leben der Leute rasch ändert. Die Autorin hat sich nicht gescheut, die tatsächlichen Geschehnisse des Krieges 1870-1871 der Wirklichkeit entsprechend schonungslos niederzuschreiben. Es wirkt trotzdem nicht überzogen, sondern nachvollziehbar, wenn auch schrecklich. Die Kriegsbeschreibungen sind so gut getroffen, dass man sofort versteht, wie sinnlos aus der Sicht einfacher Leute der Kampf bei Sedan oder Weißenburg war. Durch den Sohn des Weingutbesitzers erfahren wir, dass deutsche und französische Sanitäter, — einfache Leute — obwohl sie auf verschiedenen Seiten des Krieges standen, gleiche Ziele hatten, das Leben seinen Nächsten egal welcher Nationalität zu retten. Die geschichtliche Recherche, der medizinische Fortschritt, sowie die Kriegswirren sind super in die Geschichte eingebaut. Besonders auch die Beschreibung des Lebens am Weingut kommt so realistisch rüber, dass man als Leser gerne eine Reise dorthin machen würde. Außerdem gibt es im ersten Band ein paar ungelöste Rätsel, die, wie wir hoffen, im Folgeband ihre Auflösung finden. Emotional, spannend, aufwühlend — ein historisches Stück der Zeitgeschichte — Marie Lacrosse versteht es hervorragend ihre Leser in den Bann zu ziehen. Die Fans von historischen Romanen werden dieses Buch voller Begeisterung kaum bei Seite legen. Daher gibt es eine klare uneingeschränkte Empfehlung.

Die Zeiten waren nicht nur stürmisch, sondern geradewegs grausam ...

Von: Isabel Rommel (engi) Datum: 15. October 2018

Mit ihrem opulenten Romanwerk hat mich die überaus sympathische Autorin Marie Lacrosse, vielen von uns besser bekannt als Marie Spang, in die Zeit des deutsch-französischen Kriegs im Jahr 1870 entführt. Sie nahm mich mit in eine Welt, in der ich mich dank dieser Geschichte nun recht gut auskenne, vielleicht besser als mir lieb ist? Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, sie erspart uns als LeserInnen lediglich einige der ganz grausamen Details. Ich gestehe, ich musste das Buch ein paar Mal zur Seite legen, um die schlimmen Kriegsgeschehnisse in meinem Kopf zu verarbeiten. Warum, fragt man sich unweigerlich, haben wir daraus nichts gelernt und einige Jahrzehnte später mit dem ersten und zweiten Weltkrieg weiter gemacht? Doch wer sich nun abgeschreckt fühlt, dem sei versichert, dass es auch schöne Zeiten im Leben der Protagonistin Irene und dem jungen Franz Gerban gibt, die sich hoffnungslos in einander verlieben. Von Seiten des Vaters und der Schwester Mathilde werden jedoch Intrigen gesponnen, die ihresgleichen suchen. Mit aller Macht versuchen sie die beiden Liebenden zu trennen. Wird es am Ende ein Happy End geben? Diese spannungsgeladene Geschichte liest sich an manchen Stellen fast wie ein Kriminalroman. Geschickt lässt die Autorin das Buch mit einem Cliffhanger enden, so dass ich nun vor Neugier umkommend und Fingernägel kauend bis zum nächsten Frühjahr ausharren muss. Der nächste Band ist für mich ein absolutes Muss. Schon dieser erste Band bekommt eine wohlverdiente Leseempfehlung. Mit ihrem opulenten Romanwerk hat mich die überaus sympathische Autorin Marie Lacrosse, vielen von uns besser bekannt als Marie Spang, in die Zeit des deutsch-französischen Kriegs im Jahr 1870 entführt. Sie nahm mich mit in eine Welt, in der ich mich dank dieser Geschichte nun recht gut auskenne, vielleicht besser als mir lieb ist? Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, sie erspart uns als LeserInnen lediglich einige der ganz grausamen Details. Ich gestehe, ich musste das Buch ein paar Mal zur Seite legen, um die schlimmen Kriegsgeschehnisse in meinem Kopf zu verarbeiten. Warum, fragt man sich unweigerlich, haben wir daraus nichts gelernt und einige Jahrzehnte später mit dem ersten und zweiten Weltkrieg weiter gemacht? Doch wer sich nun abgeschreckt fühlt, dem sei versichert, dass es auch schöne Zeiten im Leben der Protagonistin Irene und dem jungen Franz Gerban gibt, die sich hoffnungslos in einander verlieben. Von Seiten des Vaters und der Schwester Mathilde werden jedoch Intrigen gesponnen, die ihresgleichen suchen. Mit aller Macht versuchen sie die beiden Liebenden zu trennen. Wird es am Ende ein Happy End geben? Diese spannungsgeladene Geschichte liest sich an manchen Stellen fast wie ein Kriminalroman. Geschickt lässt die Autorin das Buch mit einem Cliffhanger enden, so dass ich nun vor Neugier umkommend und Fingernägel kauend bis zum nächsten Frühjahr ausharren muss. Der nächste Band ist für mich ein absolutes Muss. Schon dieser erste Band bekommt eine wohlverdiente Leseempfehlung.

Eine junge Liebe in der Zeit des Deutsch-Französischen Kriegs

Von: milkysilvermoon Datum: 04. October 2018

Weißenburg im Elsass im Jahr 1870: Die junge Irene, unehelich geboren und als Waise aufgewachsen, kommt als Dienstmädchen in das Haus des wohlhabenden Weinhändlers Wilhelm Gerban. Als sie auf seinen jungen Erben, dessen Sohn Franz, trifft, verlieben die beiden sich sofort ineinander. Gegen ihre Liebe gibt es einige Einwände. Aber nicht nur Standesschranken und Intrigen seitens der Familie sind ihrem Glück im Weg. Auch der Beginn des Deutsch-Französischen Kriegs und ein Schicksalsschlag bereiten den Liebenden große Schwierigkeiten... „Das Weingut – In stürmischen Zeiten“ von Marie Lacrosse ist der erste Band der zweiteiligen „Das Weingut“-Familiensaga. Meine Meinung: Der Roman besteht aus sechs Teilen und 29 Kapiteln, die eine angenehme Länge haben. Umrahmt werden diese von einem Pro- und einem Epilog. Erzählt wird aus mehreren Perspektiven: vorwiegend aus der von Irene und der von Franz. Die Haupthandlung spielt zwischen 1866 und 1871. Die Orts- und Zeitangaben sind einheitlich und genau, was eine Orientierung erleichtert hat. Der Schreibstil ist angenehm, anschaulich und lebhaft. Sprachlich ist der Roman an die damalige Zeit angepasst. Ich habe leicht in die Geschichte gefunden. Mit Irene und Franz stehen zwei Hauptprotagonisten im Fokus, die meine Sympathie gewinnen konnten. Beide Charaktere wirken authentisch und werden gut herausgearbeitet. Einige andere Figuren sind dagegen ein wenig stereotyp geraten. Die Handlung ist abwechslungsreich und kurzweilig, allerdings stellenweise wegen der detaillierten und schonungslosen Schilderungen im Zusammenhang mit Krieg und Leid nicht leicht zu verdauen. Spannung erhält die Geschichte nicht nur anhand einiger dramatischer Ereignisse, sondern auch wegen mehrerer Fragen, die sich ergeben und auf eine Auflösung warten. Langeweile kommt trotz der hohen Seitenzahl beim Lesen definitiv nicht auf. Gut gefallen hat mir, dass die Autorin mit den Geschehnissen während des Deutsch-Französischen Kriegs von 1870 und 1871 eine historische Zeit in den Vordergrund rückt, die bisher wenig Beachtung in der Unterhaltungsliteratur gefunden hat. Auf gelungene Weise verwebt sie tatsächliche Begebenheiten und Personen mit fiktionalen Elementen, was den Roman zu einer lehrreichen Lektüre macht. Ihre fundierte Recherche ist im Nachwort und im Quellenverzeichnis dokumentiert. Weitere Pluspunkte sind die Übersicht über die im Roman auftauchenden Personen, die Landkarten und das Glossar mit weniger bekannten Begriffen, die im 19. Jahrhundert gebräuchlich waren. Dieses Zusatzmaterial ist eine hilfreiche Ergänzung. Das harmonische, liebevoll gestaltete Cover trifft meinen Geschmack. Auch der Titel ist passend gewählt. Mein Fazit: Mit „Das Weingut – In stürmischen Zeiten“ ist Marie Lacrosse ein unterhaltsamer, interessanter und zugleich bewegender Roman gelungen. Vor allem Fans historischer Literatur kommen hier voll auf ihre Kosten. Auf die Fortsetzung bin ich schon gespannt.

Ein Dienstmädchen und der Sohn des Weingutes, kann das gutgehen?

Von: Ulrike Frey Datum: 30. September 2018

Im Gebärhaus in Heidelberg wird ein Mädchen geboren und wächst in verschiedenen Waisenhäusern auf, bis es 1870 vom reichen Weinhändler Wilhelm Gebhardt in Speyer abgeholt wird, um in seinem Gutshaus in Weißenburg im Elsass als Dienstmädchen zu dienen. Er besteht darauf, dass es Irene sein muss, so habe seine Frau es einer Freundin versprochen. Den wahren Grund erfährt der werte Leser erst gegen Ende des Buches. Im Weingut geht es Irene gut, so gut, wie es ihr bisher nie ging. Die Hausdame Frau Burger leitet sie gut an. Die Hausherrin Pauline scheint es auch gut mit ihr zu meinen und Irene fügt sich gut ins Haus ein. Sie teilt mit einem anderen Dienstmädchen die Kammer und freundet sich mit ihr an. Einzig die Tochter des Hauses Mathilde ist der Meinung, dass alles im Haus sich um sie selbst drehen muss und so kehrt sie auch immer ihren Stand gegenüber den Dienstboten unangemessen heraus. Sie ist äußerst missgünstig, insbesondere Irene gegenüber. Zur Familie gehört noch ein Sohn, Franz, der seine eigenen Ansichten hat und aus diesem Grunde häufig mit dem Vater aneinander gerät. Es kommt, wie es kommen muss. Franz und Irene verlieben sich ineinander und Franz steht offen dafür ein, er will Irene heiraten. Seine Mutter Pauline ist gebürtige Französin, sein Vater Wilhelm Deutscher, weshalb Franz sich beim Deutsch-Französichen Krieg 1870/71 entscheiden muss, ob und auf welcher Seite er mitkämpft. Dieser Krieg ist gut recherchiert - zumindest glaube ich das, ich habe ihn ja auch nicht miterlebt -, aber besonders die Sinnlosigkeit eines jeden Krieges: Hunger, Verletzungen, Tote, Verwüstungen. Franz wird fernab der Heimat schwerverletzt, seine Mutter und seine Verlobte Irene ahnen nichts davon. Wilhelm und Mathilde konterkarieren fleissig gegen die beiden. Wilhelm schreckt aber auch vor gar nichts zurück. Man kann mit Irene und Pauline nur leiden, aber vor allem mit Franz. Marie Lacrosse hat die Charaktere der Protagonisten wunderbar herausgearbeitet. Manchmal habe ich die Wut bekommen, doch zwischendurch doch immer wieder an das Gute im Menschen glauben können. Der Roman ist aus der Sicht von Irene und Franz, aber auch über die Hergänge im Weingut geschrieben. Er endet genau da, wo wir neugierig sind, wie die Handlung im zweiten Teil weitergeht. Gott sei Dank ist im Anhang des Buches der Prolog des zweiten Teils dieser Familiensage. Das lässt hoffen. Leider kommt dieser erst im Frühjahr 2019 heraus. Das Cover zeigt ein Gutshaus, so wie ich mir ein Weingut vorstellen kann. Das Buch ist als Printausgabe, eBook und Audio-Book erhältlich, es wurde verlegt bei Goldmann-Verlag. Ich danke dem Bloggerportal / Randomhouse für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplares.

Ein Dienstmädchen und der Sohn des Weingutes, kann das gutgehen?

Von: Ulrike Frey Datum: 30. September 2018

Im Gebärhaus in Heidelberg wird ein Mädchen geboren und wächst in verschiedenen Waisenhäusern auf, bis es 1870 vom reichen Weinhändler Wilhelm Gebhardt in Speyer abgeholt wird, um in seinem Gutshaus in Weißenburg im Elsass als Dienstmädchen zu dienen. Er besteht darauf, dass es Irene sein muss, so habe seine Frau es einer Freundin versprochen. Den wahren Grund erfährt der werte Leser erst gegen Ende des Buches. Im Weingut geht es Irene gut, so gut, wie es ihr bisher nie ging. Die Hausdame Frau Burger leitet sie gut an. Die Hausherrin Pauline scheint es auch gut mit ihr zu meinen und Irene fügt sich gut ins Haus ein. Sie teilt mit einem anderen Dienstmädchen die Kammer und freundet sich mit ihr an. Einzig die Tochter des Hauses Mathilde ist der Meinung, dass alles im Haus sich um sie selbst drehen muss und so kehrt sie auch immer ihren Stand gegenüber den Dienstboten unangemessen heraus. Sie ist äußerst missgünstig, insbesondere Irene gegenüber. Zur Familie gehört noch ein Sohn, Franz, der seine eigenen Ansichten hat und aus diesem Grunde häufig mit dem Vater aneinander gerät. Es kommt, wie es kommen muss. Franz und Irene verlieben sich ineinander und Franz steht offen dafür ein, er will Irene heiraten. Seine Mutter Pauline ist gebürtige Französin, sein Vater Wilhelm Deutscher, weshalb Franz sich beim Deutsch-Französichen Krieg 1870/71 entscheiden muss, ob und auf welcher Seite er mitkämpft. Dieser Krieg ist gut recherchiert - zumindest glaube ich das, ich habe ihn ja auch nicht miterlebt -, aber besonders die Sinnlosigkeit eines jeden Krieges: Hunger, Verletzungen, Tote, Verwüstungen. Franz wird fernab der Heimat schwerverletzt, seine Mutter und seine Verlobte Irene ahnen nichts davon. Wilhelm und Mathilde konterkarieren fleissig gegen die beiden. Wilhelm schreckt aber auch vor gar nichts zurück. Man kann mit Irene und Pauline nur leiden, aber vor allem mit Franz. Marie Lacrosse hat die Charaktere der Protagonisten wunderbar herausgearbeitet. Manchmal habe ich die Wut bekommen, doch zwischendurch doch immer wieder an das Gute im Menschen glauben können. Der Roman ist aus der Sicht von Irene und Franz, aber auch über die Hergänge im Weingut geschrieben. Er endet genau da, wo wir neugierig sind, wie die Handlung im zweiten Teil weitergeht. Gott sei Dank ist im Anhang des Buches der Prolog des zweiten Teils dieser Familiensage. Das lässt hoffen. Leider kommt dieser erst im Frühjahr 2019 heraus. Das Cover zeigt ein Gutshaus, so wie ich mir ein Weingut vorstellen kann. Das Buch ist als Printausgabe, eBook und Audio-Book erhältlich, es wurde verlegt bei Goldmann-Verlag. Ich danke dem Bloggerportal / Randomhouse für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplares.

Hervorragend

Von: Eliza Datum: 14. September 2018

Ein herausragender Roman, der hoffentlich noch viele Nachfolger haben wird. Allein schon das Cover ist eine Augenweide, stilvoll und elegant. Das Setting zwischen Herrenhaus und Weinreben ist wundervoll getroffen. Die Farbgebung ist im Gesamten sehr ansprechend, auch der Klappentext macht Lust auf mehr. Es geht um Familie, Liebe, Standesunterschiede, den deutsch-französischen Krieg und den nackten Kampf ums Überleben. Alles das, was die Zeit um 1870 ausmacht, packt Marie Lacrosse in ihren Roman und nimmt so uns Leser mit auf eine einzigartige Reise, die unter die Haut geht. Im Mittelpunkt des Romans stehen das Dienstmädchen Irene und der junge Erbe Franz Gerban. Aus ihrer beider Sicht wird auch der Roman abwechselnd in zwei Strängen erzählt. Irene ist ein Waisenkind, welches in einem Heim aufwächst. Franz der sowohl die deutsche, als auch die französische Staatsbürgerschaft hat, aufgrund der Herkunft seiner französischen Mutter, wächst hingegen recht behütet auf und begeistert sich leidenschaftlich für die Ideale der französischen Revolution. Dies führt zum einen zu Spannungen mit seinem Vater, aber auch mit seinen Lehrern, sodass er der Schule verwiesen wird und so lernt er zur Strafe das harte Leben der Weinbauern in den Feldern kennen. Irene hingegen muss sich in die Hierarchie der Dienstboten einfügen und sieht sich den Angriffen und Schikanen von Mathilde, Franz Schwester, ausgesetzt. Wilhelm Gerban, der Patriarch der Familie führt eine harte Hand gegen seinen Sohn, der seiner Meinung nach von seiner Frau Pauline zu sehr verzärtelt erzogen wurde. Pauline kann sich nicht gegen ihren Mann wehren da sie Laudanumabhägig ist und die meiste Zeit nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte ist. Die verbotene Liebe, die sich zwischen Franz und Irene anbahnt, steht von Beginn an unter keinem guten Stern, denn Irenes Herkunft und Familiengeheimnisse erschweren es den beiden Liebenden zu einander zu finden. Der Roman ist chronologisch aufgebaut und wird mitreißend erzählt. Besonders die Szenen im Krieg gehen unter die Haut und verursachen beim Leser eine Beklemmung in der Magengegend. Die Autorin beschönigt nichts, sie zeigt uns das wahre Leben im Krieg. Insgesamt fällt wieder einmal auf, wie gut der Roman sowohl strukturiert ist, als auch die Personen in ihrem Charakter und Handeln überzeugen. Sehr gut gelungen finde ich, dass nicht nur die Hauptfiguren eine einwandfreie und überzeugende Darstellung seitens der Autorin bekommen haben, sondern auch, dass die „kleinen Figuren“ wie Marianne, die erst zum Ende des Romans hin eine Rolle spielt, so liebevoll und authentisch von der Autorin gezeichnet werden. Mit Marianne würde ich sehr gerne mal einen kleinen Plausch halten. Insgesamt wirkt keine Szene unglaubwürdig oder aufgesetzt, man hat beim Lesen das Gefühl: Ja, so könnte es gewesen sein. Auch die Sprache des Romans ist angemessen und zudem führt sie zu einem recht hohen Lesetempo, ebenso die ständigen Wechsel der Erzählstränge. Die unterschiedlichen Perspektiven haben mir keine Probleme bereitet, da Zeit- und Ortsangaben zu Kapitelbeginn und zu Beginn eines neuen Abschnitts eine sehr gute Orientierung geben. Ein wirklich wundervoller Roman, der eine gute gesellschaftskritische Studie in der Mitte des 19. Jahrhunderts darstellt. Karten, ein Personenverzeichnis, ein Glossar, Quellen und ein ausführliches Nachwort runden den hervorragenden Eindruck des Romans ab. Diesen Roman empfehle ich sehr gerne weiter, er ist ein unbedingtes Muss für die Fans von Gesellschafts- und historischen Romanen. Sowohl Männer als auch Frauen werden an diesem Roman ihren Spaß haben und gerne zu dem Buch greifen, da dieser Roman viele Identifikationspunkte mit den Protagonisten bietet. Ein wirklich großartiger Auftakt zu einer neuen Familiensaga, ich jedenfalls kann den zweiten Teil kaum erwarten. Eine kleine Kostprobe aus dem zweiten Teil findet sich übrigens auch im Anhang des Buches. Ich bedanke mich sehr bei Marie Lacrosse für diese wundervollen und einzigartigen Lesestunden, sowie beim Goldmann Verlag in der Verlagsgruppe Random House für die Bereitstellung des Rezensions- und Leseexemplars.

Das Weingut. In stürmischen Zeiten

Von: dorli Datum: 11. September 2018

Weißenburg im Elsass, 1870. Der 19-jährige Franz Gerban, Sohn eines deutschen Weinhändlers und einer französischen Mutter, kehrt nach längerer Abwesenheit auf das Anwesen seiner Eltern zurück und trifft dort das Dienstmädchen Irene. Irene und Franz verlieben sich ineinander, doch das Schicksal meint es nicht gut mit den beiden. Standesdünkel und vor allen Dingen der Ausbruch des Krieges stehen ihrem Glück im Weg… In ihrem historischen Roman „Das Weingut. In stürmischen Zeiten“ entführt Marie Lacrosse den Leser in die Zeit des Deutsch-Französischen Krieges und wartet mit einer spannenden Mischung aus Historie, Familiensaga und Romantik auf. Die Autorin hat eine Fülle wahrer Begebenheiten in ihre Geschichte eingeflochten und zeichnet damit ein vielschichtiges und sehr glaubwürdiges Bild von Zeit und Ort. Vieles, was die Elsässer im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts tatsächlich beschäftigt und bewegt hat, findet man in der Handlung wieder, so dass man als Leser eine recht genaue Vorstellung davon bekommt, was die Menschen damals in der Region alles durchgemacht haben. Nicht nur der Krieg wird von Marie Lacrosse in all seinen grausamen Facetten dargestellt - sei es nun das Schlachtengetümmel, die miserable Versorgung der Verwundeten oder auch die Schwierigkeiten der Versehrten, nach dem Krieg wieder ein normales Leben zu führen – auch der Alltag und die Mentalität der Menschen werden lebensnah geschildert. Die Stellung der Frau ist genauso Thema wie die Ausbeutung der Dienstmädchen und die zum Teil katastrophalen Arbeitsbedingungen der einfachen Leute. Marie Lacrosse erzählt sehr anschaulich, jede Szene wirkt lebendig und ist fesselnd, so dass ich mir nicht nur die Handlungsorte und die vorherrschenden Gegebenheiten bestens vorstellen konnte, ich konnte auch durchweg prima mit den Akteuren mitfiebern. Die Autorin macht es ihrer Hauptprotagonistin nicht leicht. Irene ist im Hause Gerban ständigen Intrigen und Schikanen ausgesetzt. Besonders Franz’ boshafte Schwester Mathilde macht ihr das Leben mit immer neuen Gemeinheiten schwer. Auch Hausherr Wilhelm, der anfangs freundlich und zuvorkommend wirkt und es gut mit Irene zu meinen scheint, zeigt im Verlauf der Handlung sein wahres Gesicht. Er entwickelt sich zu einem Scheusal und hindert Franz’ gutherzige Mutter Pauline daran, ihre schützende Hand über Irene zu halten… „Das Weingut. In stürmischen Zeiten“ hat mir sehr gut gefallen. Eine gut ausbalancierte Mischung aus Historie und Familiengeschichte, die mit interessanten Charakteren und einer fesselnden Handlung zu überzeugen weiß.

Fantastischer Roman

Von: MarySophie Datum: 23. August 2018

Handlung: Weißenburg im Elsass, 1870: Der angesehen Weinhändler Wilhelm Gerban ist auf der Suche nach der Waise Irene um sie als Dienstmädchen in seinem Haushalt aufzunehmen. Während ihrer Zeit in dem Haus der Familie Gerban lernt Irene nicht nur die feinfühlige Pauline, sondern auch die verzogene Tochter Mathilde und den Sohn Franz kennen, welcher noch an die Ideale der französischen Revolution glaubt. Schon kurz nach dem ersten Zusammentreffen bemerken Franz und Irene die gegenseitige Anziehung und sie gehen eine heimliche Beziehung ein. Ihrer Liebe würde nicht nur die unterschiedlichen Stände des Paares im Wege stehen, sondern auch die Familie wäre mit der Beziehung nicht einverstanden. Das Glück des Paares wird schließlich durch den ausbrechenden Krieg überschattet. Die Beiden kämpfen um ihre Liebe, doch das Schicksal meint es nicht gut mit ihnen. Meinung: Das Cover finde ich wunderschön. Es wirkt stimmig, passt zu dem Titel und hat mich durch das zauberhafte Aussehen vollkommen überzeugt. Schon auf den ersten Blick fällt direkt auf, wie viele Gedanken sich gemacht wurden, um das Cover nicht nur in Zusammenhang mit dem Inhalt zu bringen, sondern auch ein harmonisches Gesamtbild zu schaffen, welches später in einer Buchhandlung auffallen wird. Auch die Verarbeitung bestätigt den positiven ersten Eindruck, es liegt eine Klappenbroschur vor, die sehr hochwertig ist und angenehm in der Hand liegt. Wie mittlerweile in vielen historischen Romanen vorhanden, bietet auch dieses Buch ein Personenverzeichnis mit Details, welche Personen historisch belegte Persönlichkeiten sind. Eine kleines Detail, welches mir immer wieder gut gefällt. Hierzu muss ich hinzufügen, dass ich dieses während des Lesens nicht einmal genutzt habe, die auftretenden Protagonisten haben sich immer sofort wieder einer Rolle oder Stellung zuordnen lassen, was mir das Lesen erleichtert hat. Weiterhin vorhanden sind vor dem Beginn der eigentlichen Handlung zwei Landkarten, welche nicht nur Hinweise geben, welche Gebiet für den Krieg welche Rolle gespielt haben, sondern haben mir sehr dabei geholfen, die Entfernung von Städten einzuschätzen und mir räumlich besser vorstellen zu können. Ich war wirklich sehr froh darüber, dass diese eingebunden wurden, so musste ich das Buch nicht erst aus der Hand legen, um mir Entfernungen vorzustellen, sondern konnte stets ein paar Seiten blättern und hatte die Antwort auf mein Anliegen. Besonderen Respekt verdient in meinen Augen die ausführliche Recherche der Autorin. Es wurden zahlreiche Schicksale und Ereignisse eingebunden, welche tatsächlich in dieser Form stattgefunden haben. Diese wurden so glaubhaft und eindringlich vor Augen geführt, sodass ich öfter an der Menschheit gezweifelt habe, welche eine solche Entwicklung des Krieges zugelassen hat. Im Nachwort wird in Wahrheit und Fiktion unterschieden und nachdem ich dieses gelesen habe, war ich noch weit mehr beeindruckt. Danach hatte ich das Gefühl, schon lange keinen Roman mehr gelesen zu haben, welcher mich so nachdenklich gemacht hat. Die ausführliche Recherche wurde nicht nur bei den Kriegsgeschehnissen deutlich, sondern auch bei der Weinernte. Bisher hatte ich absolut kein Wissen davon, habe weder davon gelesen, noch jemals selbst eine Weinernte miterlebt. Trotzdem fand ich die Erklärungen dessen leicht verständlich, auch für Laien. Die Geschehnisse wurden lebendig und aufmerksam geschildert, an einigen Stellen lohnt es sich durchaus, manche Szenen oder Worte doppelt zu lesen, um den Sinn vollkommen zu verstehen. Meist wurden die Kapitel recht kurz gehalten, sodass ich häufig dazu verleitet wurde, schnell einen Abschnitt zu lesen. Das Problem dessen war, dass ich danach das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen wollte, weil mich die Schicksale einfach nicht losgelassen haben und ich wissen wollte, was sie noch erleben werden. Als Erzählinstanz wurde ein allwissender Erzähler gewählt, der stets Informationen rund um die Beziehungen geben konnte. Dies fand ich perfekt so, man erhielt sowohl Informationen von Irene, die im Haushalt der Gerbans arbeitet, als auch von Franz, welcher am aktiven Kriegsgeschehen beteiligt ist. Die Protagonisten waren sehr lebendig gestaltet. Ein jeder hat sich durch Merkmale herausgehoben und wurde vollständig ausgearbeitet, auch wenn sie nur einen kurzen Auftritt hatten. Besonders herausheben möchte ich an dieser Stelle nochmals die wunderbare Einbeziehung von realen Personen mit den fiktiven Protagonisten. Diese haben sich ergänzt und wurden gleichwertig dargestellt, sodass sie am Ende alle sehr klar und stark waren. Fazit: Nachdem ich schon von dem Cover, der Inhaltsangabe und der Leseprobe begeistert war, hat sich dieser positive Eindruck immer mehr verfestigt. Der Roman beinhaltet nicht nur eine tragische Liebegeschichte, sondern auch viel historisches Wissen, als auch familiäre Intrigen. Eine tolle Mischung, die mir sehr gut gefallen hat und den Roman zu einem Highlight werden lassen hat. Ich bin sehr begeistert davon und bin schon auf den zweiten Teil der Reihe gespannt. Große Leseempfehlung!

Bewegender Roman rund um den deutsch-französischen Krieg

Von: Martinas Buchwelten Datum: 23. August 2018

Die Dilogie "Das Weingut" von Marie Lacrosse hatte ich zwar schon ins Auge gefasst, wollte aber zuerst einige Rezensionen abwarten. Als ich aber herausfand, dass hinter Marie Lacrosse Marita Spang steckt, war mir klar, dass ich Band 1 gleich lesen muss. Marita Spang hat mich mit ihren historischen Romanen bis jetzt immer zu 100% überzeugt und so freute ich mich wahnsinnig, dass ich bei der Lovelybooks Leserunde dabei sein durfte. Schon der Prolog zof mich sofort in den Bann. Eine junge Frau bringt in einer Gebäranstalt für ledige Mütter ein kleines Mädchen zur Welt. Sie darf weder das Kind sehen, noch wird ihr, trotz ihrer Schmerzen nach der Geburt, geholfen. Einzig der Wunsch das Mädchen Irene zu taufen, bevor es ins Waisenhaus kommt, erfüllt ihr eine der Schwestern. 15 Jahre später wird Irene aus dem Waisenhaus in Speyer als Dienstmädchen zum reichen Weinhändler Wilhelm Gerban gebracht. Die Umstände, warum er gerade Irene ausgewählt hat, sind etwas mysteriös und werden erst am Ende des Buches aufgeklärt. Irene erwartet im Herrenhaus der Gerbans neben dem Hausherren Wilhelm, auch dessen französische Frau Pauline, sowie der ältere Sohn Franz und seine jüngere Schwester Mathilde. Franz hat nach dem Wünschen seiner Mutter die französische Staatsbürgerschaft, während Mathilde, wie Wilhelm Gerban Deutsche ist. Während Franz sich als Franzose fühlt und auf dem Internat in Bayern seine Ideen der Französischen Revolution zur Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit ausposaunt und ihm den Internatsplatz kostet, ist Mathilde eine intregante und hinterhältige junge Frau, die das Personal schikaniert und sich Irene als Lieblingsziel auserwählt hat. Irene ist eine sehr sympathische junge Frau, erfrischend und neugierig. Sie hat sich sehr schnell in den Haushalt eingefügt und ist bei fast allen Dienstboten sehr beliebt. Als Franz vom Internat kommt und seine Studien in Paris fortsetzen möchte, soll er zuerst eine Zeit im Weingut seines Onkels Gregor Gerban mithelfen. Er interessiert dich für die einfachen Leute und ihre Arbeitsbedingungen und greift Missstände auf. Damit setzt er seinen Onkel unter Druck. Zuhause freundet er sich mit Irene an. Daraus wird bald Liebe, die jedoch unter keinem guten Stern steht. Nicht nur der Standesunterschied, sondern auch die Intrigen von Mathilde und ihrem Vater, bringt den beiden Liebenden sehr viel Leid. Als der deutsch-französische Krieg ausbricht, ist besonders das Elsass, das von beiden Ländern heiß umkämpft wird, Kriegsschauplatz. Franz fühlt sich als Franzose und steht bald seinem deutschen Kusin Fritz am Schlachtfeld gegenüber..... Marie Lacrosse hat ihre Familiengeschichte vor dem Hintergrund des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71 angesiedelt. Die historischen Fakten hat sie wie immer exzellent recherchiert. Die Verzweiflung der Menschen, der Hunger und die sinnlose Tötung werden sehr detailiert beschrieben - egal ob auf dem Schlachtfeld oder im Lazarett. Man begleitet Franz beim Einsammeln der Leichen oder beim Beschuss durch eigene Leute, die selbst vor dem Roten Kreuz nicht Halt machen. Man hört die Schreie, riecht den Tod...wirklich sehr, sehr lebendig geschrieben. Während Franz im Krieg ums Überleben kämpft, intregieren Mathilde und Wilhelm fleißig. Nicht nur Irene wird zu ihrem Opfer... Die Charaktere sind sehr lebendig beschrieben. Vorallem Mathilde würde man am liebsten packen und sie einfach nur schütteln. Wenn es der Autorin gelingt so starke Emotionen beim Lesen hervorzurufen, kann sie einfach wirklich gut schreiben, auch wenn einige Charaktere doch sehr stereotyp sind. Einzig Wilhelm Garban konnte ich anfangs nicht einordnen. Einige seiner Handlungen fand ich gut, einige suspekt; aber im Laufe der Geschichte erkennt man immer mehr, dass er der Vater von Mathilde ist und woher sie ihren Charakter hat. Man fliegt nur so durch die Seiten und möchte das Buch kaum aus der Hand legen. Es gibt nur ganz wenige Kritikpunkte, die jedoch durch die durchgehende Spannung und dem wunderbaren Schreibstil kaum erwähnenswert sind. Dazu gehört, dass manche Handlungen etwas zu überzogen und ein bisschen vorhersehbar wirken, was jedoch der Spannung keinen Abbruch tut. Gerne hätte ich auch etwas mehr über den Weinbau gelesen. Einzig, dass am Ende noch vieles offen bleibt und erst im zweiten Teil aufgelöst wird, hat mich etwas enttäuscht zurückgelassen...steigert aber gleichzeitig die Freude auf den zweiten Teil "Das Weingut: Aufbruch in ein neues Leben", welcher im April 2019 erscheinen wird. ich freue mich schon darauf und möchte unbedingt wissen, ob und wie es mit Irene und Franz weitergeht. Schreibstil: Marie Lacrosse alias Marita Spang schreibt unheimlich fesselnd und lebendig. Die Seiten fliegen nur so dahin. Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven aus der Sicht von Irene oder Franz erzählt, sowie der Prolog von einer unbekannten Frau, die den Decknamen Klara bekommt. Die Kriegsszenen sind sehr detailliert beschrieben und die Autorin hat hier hervorragend recherchiert. Der Roman ist außer dem Prolog in sechs Teile aufgeteilt: Scheinfrieden, Ruhe vor dem Sturm, Krieg, Apokalypse, Nachbeben und Abgesang. Zu Beginn des Buches gibt es zwei Landkarten und ein Personenverzeichnis. Fazit: Die Geschichte rund um Irene und Franz und den deutsch-französischen Krieg ist von Anfang an fesselnd und spannend. Die Autorin hat hervorragend recherchiert. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, auch wenn ich einige kleine Kritikpunkte habe. Ein tolles Leseerlebnis! Ich kann es kaum erwarten den zweiten Band zu lesen, der leider erst im April erscheinend wird.

Ein bewegender historischer Roman zur Zeit des Krieges 1870/71

Von: Leseratte61 Datum: 19. August 2018

Inhalt: In Heidelberg wird im Jahre 1851, von einer in Schande gefallenen jungen Frau, in einem Gebärhaus ein kleines Mädchen zur Welt gebracht. Die unglückliche Mutter darf ihre Tochter nicht einmal sehen, obwohl sie sie über alles liebt. Einer freundlichen Schwester hat sie es zu verdanken, dass ihre Tochter wenigstens den von ihr ausgesuchten Namen Irene erhält. Irene wächst in Waisenhäusern auf, bis sie im Jahre 1866 von Wilhelm Gerban dort hinausgeholt wird, um auf seinem Familiensitz als Dienstmädchen zu arbeiten. Als Begründung erfährt Irene nur, dass es sich um einen Wunsch einer Freundin der Frau Gerban handeln würde. Demnach soll Irene gesucht und aus dem Waisenhaus geholt werden. Auf dem Weingut lebt sich Irene schnell ein und findet schnell eine gute Freundin, die ihr hilft die Intrigen zwischen dem Personal und in der Familie zu verstehen. Es dauert nicht lange bis sich Franz, der Sohn der Familie Gerban und Irene kennenlernen. Franz ist ganz anders als sein Vater und seine Schwester, er kämpft für Gerechtigkeit und gute Arbeitsbedingungen und wird von seinem Vater für seine Ansichten teilweise stark verachtet. Durch seine schüchterne und immer aufrichtige Art kann er nach einiger Zeit das Herz von Irene für sich gewinnen. Leider ist dies eine Verbindung, die zu dieser Zeit unvorstellbar war. Warum es in diesem besonderen Fall noch viel unvorstellbarer war, stellt sich im Verlauf der Handlung dar. Die zwei Liebenden werden wegen der Familie schon vor extreme Herausforderungen gestellt, als der Krieg 1870 ausbricht. Marie Lacrosse gelingt es und diesen Krieg bildhaft und in all seiner Grausamkeit miterleben zu lassen. Sie schafft es auch, hier und da noch Menschlichkeit einfließen zu lassen, die es auch in den schlimmsten Kriegen durchaus gab. Einfach unglaublich, wie in diesem Krieg Menschen geopfert wurden und teilweise auch viele Jahre später noch unter den Folgen litten. Kann es angesichts dieser dramatischen Umstände in dieser Zeit gelingen, dass sich die Liebe durchsetzt? Lest bitte selbst, da ich nicht zu viel verraten möchte. Mein Fazit: Ich hatte das Vergnügen, ein sehr gut recherchiertes Buch, mit einer unglaublichen Spannung zu lesen. Marie Lacrosse ist es gelungen ein Werk zu schaffen, dass sich auf wahre Begebenheiten stützt und diese in unglaubliches Familiendrama einzubinden. Danke, dass ich dieses Buch lesen durfte. Während der ganzen Lektüre habe ich mit den Protagonisten gelitten und auf ein positives Ende gehofft. Leider muss ich auf den Folgeband warten, um zu erfahren, wie es mit Irene, Franz, Pauline und Minna weitergeht. Denn diese drei Personen haben mich ganz besonders mitleiden und mitfiebern lassen. Ich kann den Erscheinungstermin kaum noch erwarten. Dieses Buch ist eine absolute Empfehlung für Liebhaber historischer Romane.

Spannende Lektüre

Von: Peter Spang Datum: 13. August 2018

Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt und zum ersten Mal erfahre ich, wieviel persönliches Leid der Krieg 1870/71 unter die Kriegsteilnehmer und deren Angehörige gebracht hat. Geschichte wird hier sehr anschaulich erzählt, kombiniert mit einer spannenden Familiensaga. Obwohl ich schon oft in der Pfalz und im Elsass war, werde ich zukünftig die dortigen Orte unter dem Blickwinkel der im Buch beschriebenen Zeit erkunden. Freue mich auf die Fortsetzung des Weinguts! Ganz klar 5 ⭐️ ⭐️ ⭐️ ⭐️⭐️

Eine packende Liebesgeschichte in den Wirren des Krieges 1870/71

Von: Matthias Rudolph Datum: 12. August 2018

Ein packender historischer Roman, der uns in die Zeit des deutsch-französischen Krieges 1870/71 entführt. Nach dem Prolog beginnt die Handlung zunächst als Liebesgeschichte im beschaulichen Elsass. Die junge Waise Irene wird vom Hausherrn des Weinguts als einfache Magd in dessen Haus geholt. Der Leser erfährt viel über das Leben in dem vornehmen Haushalt, die neugierigen Bediensteten, usw. Der zweite Protagonist, Franz, Sohn aus vornehmem Hause ist gerade mal wieder von einer teuren Privatschule geflogen, sehr zum Verdruss seines Herrn Vater, der ihn zur Strafe zu einfachen Arbeiten im Weingut verdonnert. Es entspinnt sich eine zarte Liebesgeschichte zwischen Irene und Franz, bis völlig überraschend und mit brutaler Grausamkeit der Krieg beginnt und das friedliche Elsass in die Hölle verwandelt. Die Autorin führt dem Leser die Sinnlosigkeit und Brutalität des Krieges vor Augen, schonungslos wird der Mythos des „Feldes der Ehre“ entzaubert. Gleichzeitig wird die Liebe zwischen Irene und Franz wird in den Wirren des Krieges und durch Intrigen der Famlie auf eine harte Probe gestellt. Der Kliffhanger am Ende des Buches lässt den Leser schon jetzt sehnsüchtig auf die Fortsetzung warten. Unbedingt empfehlenswert!

Eine junge Liebe im Krieg

Von: Miss Norge Datum: 11. August 2018

✿ Meine Meinung ✿ Wow, mit diesem Roman hat mich Marie Lacrosse wunderbar unterhalten können. Die junge Irene wächst in einem Waisenhaus auf, ohne zu wissen wer ihre Mutter ist. Eines Tages kommt Wilhelm Gerban in das Heim und sucht sich Irene aus, damit diese in seinem Haushalt als Dienstmädchen arbeiten soll. Angeblich hat Wilhelm´s Frau Pauline ihrer kürzlich verstorbenen Freundin das Versprechen abgenommen, Irene zu suchen und sich um sie zu kümmern. Nachdem Irene sich eingelebt hat, kommt der Sohn des Hauses, Franz Gerban zurück, und durch die Liebe zu den Büchern erkennen beide, das sie sich mögen. Wie es natürlich kommen muss, steht diese Liebe unter keinem guten Stern. Neben dem Beginn der Liebesgeschichte zwischen Irene und Franz hat die Autorin einen lebhaften und anschaulichen Bezug zum Krieg in den Jahren 1870/1871 aufgezeigt. Mit all seinen häßlichen, widerlichen und erschreckenden Seiten. Man hat beim Lesen förmlich die schrecklichsten Bilder vor Augen, aber immer im Hinterkopf das es genauso gewesen sein kann bzw. gewesen sein muss. Dieser widerliche Geruch nach Tod und Verletzung, die Schreie der Männer, die mit den wenig vorhanden Mitteln ärztlich versorgt werden mussten. Ich habe so manches mal tief durchatmen müssen. Franz kämpft im Krieg ums Überleben und Irene ist mit ihrem eigenen, schweren Schicksal beschäftigt. Doch Beide spüren immer ganz tief in sich drin, das ihre Liebe stärker ist, als der Krieg. Wilhelm Gerban und seine Tochter Mathilde, die alles und jeden in die Pfanne haut, wollen das junge Glück nicht so schonungslos davon kommen lassen und lassen sich vieles einfallen um Irene aus dem Haus zu jagen. Ein Charakter ist dann hervorragend beschrieben, wenn man sich beim Lesen so richtig darüber aufregen kann. Hier ist dies Mathilde, die mich zur Weißglut getrieben hat. Hinterhältig und gemein, man möchte ihr am liebsten die Pest an den Hals wünschen. Wie der Vater, so die Tochter. Der Schreibstil von Marie Lacrosse ist sehr gut zu lesen. Trotz der vielen Seiten kam bei mir kein einziger Moment der Langeweile auf. Ich werde auf alle Fälle diese wundervolle Familiensaga weiter verfolgen, um zu sehen ob Irene und Franz wieder zueinander finden und endlich ein kleine, glückliche Familie werden. ✿ Fazit ✿ Ein beeindruckender Roman, der bestimmt viel Recherchearbeit gekostet hat, aber es hat sich wirklich gelohnt. Ich bin schon so gespannt auf Band 2 der am 15. April 2019 unter dem Titel "Das Weingut - Aufbruch in ein neues Leben" erscheinen wird. Am Ende dieses ersten Bandes ist der Prolog vom zweiten Buch abgedruckt, aber ich habe ihn nicht gelesen, denn ich möchte mich überraschen lassen wie es weitergehen wird.

Großartig recherchiert und beschrieben

Von: Sarahs Bücherregal Datum: 09. August 2018

Irene ist Waisenkind und kommt 1870 als Dienstmädchen in das Haus der Winzerfamilie Gerban im Elsass. Dort bekommt sie die Chance, endlich auf eigenen Füßen zu stehen und ihrer Vergangenheit zu entkommen. Doch zwei Dinge verändern dieses ruhige Leben: der Sohn der Gerbans, Franz, tritt in ihr Leben und die beiden verlieben sich trotz aller Standesunterschiede in einander. Und der Deutsch-Französische Krieg bricht aus und tobt im Elsass, reißt zahllose junge Männer in den Tod und hinterlässt Grauen und Vernichtung. Haben Franz und Irene in dieser Situation überhaupt eine Chance? Marie Lacrosse beschreibt in ihrem ersten Band rund um das Weingut der Familie Gerban nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern entfaltet einen sehr detailreichen und spannenden historischen Roman. Besonders die zahlreichen historischen Fakten und genauen Beschreibungen des Krieges gehen einem beim Lesen unter die Haut, der Tod so vieler junger Männer scheint grausam und völlig wahllos angesichts der Überheblichkeit von Offizieren und schlechter Ausrüstung und Versorgungslage. Rund um dieses Szenario entspannt sich eine Liebesgeschichte, die nicht so kitschig daherkommt, wie Titel und Cover des Romans (leider) vermuten lassen. Marie Lacrosse ist das Pseudonym der Romanautorin Marita Spang und wer ihre Romane kennt, der weiß, dass sie stets sehr gut recherchiert und historisch korrekt aufgebaut sind. So auch in diesem Fall, in dem ein spannender und bewegender historischer Roman entstanden ist, der auf sympathischen und detaillierten Charakteren aufbaut und einen als Leser schnell gefangen nimmt. Schade finde ich, dass der Verlag sich dazu hat hinreißen lassen, daraus mit dem Cover aber besonders mit dem Titel eine kitschige Groschenromangeschichte zu machen, was der Roman definitiv nicht verdient hat. „Das Weingut in stürmischen Zeiten“ wird hier meiner Meinung nach völlig unter Wert verkauft. Marie Lacrosse hat mit dem ersten Teil der Reihe um das Weingut der Familie Gerban im Elsass einen spannenden historischen Roman geliefert. Die Geschichte geht hoffentlich bald weiter, denn Irene und Franz möchte man gerne noch weiter begleiten auf ihrem Weg durch die turbulenten Jahre der deutschen und französischen Geschichte, es gibt noch viel Potential für spannende Entwicklungen.

Schöne historische Familiensaga :)

Von: Buechertraeume2018 Datum: 07. August 2018

Irene lebt seit ihrer Geburt in einem Weißenhaus, nachdem sie alt genug wird sie in einem Weißenhaus in Speyer gebracht, dort durchlegt sie eine schlimme Zeit, wird von den Schwestern ständig für irgendwelche Sachen beschuldig, die sie nie gemacht hat. In dieser Zeit besucht sie Wilhelm Gerban, ein wohlhabender Weinhändler aus dem Elsass. Er möchte auf Wunsch seiner Ehefrau, Irene als Dienstmädchen auf sein Gut nehmen. Irene ist glücklich ihrem Schicksal im Weißenhaus entkommen zu sein. Nach und nach gewöhnt sie sich ein, nur die Tochter des Hauses macht ihr das Leben schwer, Mathilde stellt sich auch im Laufe als niederträchtige, eifersüchtige Person heraus. Sohn des Hauses Franz lebt in einem Internat in Augsburg, durch einen Disput, wird er während des Jahres dort entlassen. Dies freut seinen Vater überhaupt nicht, sodass dieser schlussendlich zu seinem Onkel ans Weingut in Schweighofen. Auch dort macht er sich keine Freunde. Vor einer Abreise in Schweighofen lernt er nur kurz Irene kennen. Nach dieser Zeit macht Franz dann doch noch diese Schule und kehrt erst nach dem Abschluss und anschließender Europareise wieder zurück an das Gut. Ein paar Jahre vergehen und auch Irene wird im Hause im zum 3. Hausmädchen befördert. Nachdem sie Franz wieder zurück ist, lernen sich er und Irene besser kennen und treffen im Geheimen miteinander. Beide lieben sich, nur die Beziehung der beiden steht unter keinem guten Stern, das Franz Vater die Beziehung zu einem Dienstmädchen nicht duldet. Zwar steht Franz zu ihr und möchte sie heiraten, aber da beide noch nicht volljährig sind, müsste Herr Gerban der Heirat zustimmen, dass er verweigert. Irene wird nach Schweighofen geschickt um dort zu arbeiten. Die Zeiten sind unruhig, Preußen und Frankreich geraten immer wieder aneinander, nach einer Depeche von Napoleon fühlt sich König Wilhelm von Preußen in einem Stolz gekränkt, sodass Preußen, Frankreich den Krieg erklären. Frank möchte als Soldat für Frankreich in den Krieg ziehen, da er durch seine Mutter, die Französischen Staatsbürgerschaft besitzt. Sein Vater hat aber schon vorgesorgt und hat ihn während seiner Zeit im Internat und Europareise vom Wehrdienst entbunden, sodass Franz keine Möglichkeit mehr hat, für Frankreich gegen Preußen zu kämpfen. Nichtdestostrotz schließt sich Franz einer Gruppe Zivilisten an, die die Sicherheit von Weißenburg sicherstellen wollen. Trotzallem wird Weißenburg von den Preußen besetzt. Franz flüchtet sich auf Schloss Geisberg. Dort wird weiterhin gekämpft und so muss er mit ansehen wie sein Cousin Fritz auf der gegnerischen Seite für Preußen kämpft, stirbt. Franz kehrt anschließend auf Umwegen zurück an Altenstadt auf´s Gut zurück. Dort sind auch seine Tante und Onkel und so muss er diesen den Tod ihres Sohnes mitteilen. Nach der Beerdigung von ihrem Cousin Fritz muss sich Franz der französischen Wehr anschließen, dass es ihm zuvor eigentlich verboten war, als Zivilist zu kämpfen und dies seine einzige Möglichkeit ist, für den Moment zu überleben. Auch Irene kehrt zurück nach Altenstadt und macht sich riesige Sorgen um Franz, einmal fällt sie während ihre Arbeit sogar in Ohnmacht. Irene Hilft bei Versorgung der Verwundeten. Auch Franz Mutter ist wegen dem Krieg schwer betroffen und nimmt nochmals Opium als gut für sie ist. Franz zieht weiter, verspricht aber sich bei Irene und seiner Mutter zu melden. Franz arbeitet als Sanitätssoldat und durchlebt schlimme Zeiten, währenddessen stellt sich heraus, dass Irene tatsächlich schwanger ist, Franz Mutter steht zu ihr, auch wenn Herr Gerban und Mathilde weiterhin Pläne schmieden wie sie Irene vertreiben. Wilhelm bittet Irene mehrfach Geld an, dies solle das Kind in einer Gebäranstalt bekommen und zur Adoption freigeben, dies ist für Irene aber keine Option. Franz wird während den Unruhen im Krieg verwundet und verliert ein Bein. Nachdem er wieder wach ist und ansprechbar, schreit er einen Brief an die Familie, die Nachricht erhält aber nur Hr. Gerban und Mathilde. Zu gleichen Zeit betäubt Hr. Gerban Irene nachdem diese seine Aufforderung nicht nachgekommen ist und sperrt sie in einen Keller. Er möchte das Irene das Kind abtreibt… Weiteres vom Buch erzähle ich jetzt nicht, sonst gibt es keine Überraschungen mehr. Fazit: Mir hat das Buch wirklich gut gefallen, konnte mich voll auf die Geschichte einlassen und bin in die Vergangenheit gereist. Eine wirklich tolle Familiensaga im 19. Jahrhundert. So fassettenreich und spannend bis zum Ende. Auch die detaillierten Beschreibungen während dem Kriegsgeschehen war beeindruckend, wenn auch sehr grausam, was die Leute zu dieser Zeit alles miterleben mussten, da der Krieg ja so sinnlos geführt wurde, nur weil sie zwei Parteien nicht einig waren und sich ihrem Stolz gekränkt fühlten. Ein wirklich interessantes Thema, werde mich auch damit jetzt mehr befassen. Man kann nur erahnen wie es um die Zeit so war zu leben, aber die Geschichte von Marie Lacrosse bringt es einem wirklich Nahe. Klare Leseempfehlung. Nur zu schade, dass das Ende so offenblieb. Jetzt bis April ´19 zu warten ist ja fast unerträglich, würde so gerne wissen, wie es zwischen Franz und Irene weiter geht.

Großartig!

Von: unclethom Datum: 04. August 2018

Mit „Das Weingut“ ist Marie Lacrosse aka Marita Spang eine großartige Familiensaga gelungen. Es ist alles dabei was es für eine spannende Story braucht, eine Lovestory, böse Intrigen und nicht zuletzt hochdramatische historische Episoden. Die Autorin nimmt den Leser mit auf die Reise auf die Schlachtfelder des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 und erzählt in erster Linie die Geschichte des jungen Erben Franz und dem Dienstmädchen Irene im Elsass des 19. Jahrhunderts. Die Story wird in mehreren Erzählsträngen erzählt, die jede für sich schon eine spannende Geschichte zu erzählen hatten. Spannend war es letztlich wie die Stränge zueinander finden. Die Schauplätze sind schön beschrieben und für den Leser gut nachvollziehbar. Die Figuren und ganz besonders auch die Dialoge konnten mich zum Teil begeistern und dabei vor allem, dass die Autorin auch alte und heute nur noch selten gebräuchliche Worte und Redewendungen eingepflegt hat. Das fand ich wirklich toll und begeisterte mich so sehr, dass ich nachdem ich die ersten Redewendungen und alten Worte gefunden hatte regelrecht Jagd darauf machte. Die Story ansich nahm mich gleich im ersten Kapitel gefangen und ließ mich nicht mehr los bis zum Ende. Das Ende hatte leider ein brutal offenes Ende, so dass der Leser keine andere Wahl haben wird, als sich den Folgeband zu besorgen. Dennoch, für mich war das allerbeste Unterhaltung und ich freue mich schon heute auf den zweiten Band dieser Geschichte. Insgesamt sind das für mich glasklare 5 von 5 Sternen und natürlich eine Leseempfehlung!

Eine Liebe in stürmischen Zeiten ergreifend und Großartig erzählt

Von: Arietta Datum: 01. August 2018

Inhaltsangabe: Weißenburg im Elsass im Jahr 1870: Die junge Waise Irene kommt als Dienstmädchen in das Herrenhaus des reichen Weinhändlers Wilhelm Gerban. Dessen Sohn Franz glaubt an die Ideale der französischen Revolution, wofür sein Vater wenig Verständnis hat. Als Irene auf Franz trifft, verlieben die beiden sich leidenschaftlich ineinander. Doch nicht nur Standesschranken und familiäre Intrigen stehen ihrer Beziehung im Wege. Auch am europäischen Horizont ziehen dunkle Wolken auf: Ein furchtbarer Krieg bricht aus. Gegen alle Widerstände kämpfen die beiden jungen Leute um ihr Glück. Bis das Schicksal unbarmherzig zuschlägt ... Meine Meinung zur Aurorin: Marie Lacrosse alias Marita Spang unter dem sie historische Romane schreibt, ist mit ihrem Spagat Debüt zum Gesellschaftsrom ein großartiges Werk gelungen. Man spürt beim Lesen wie viel Herzblut und Akribische Recherche sie in diese Familiensaga steckte, alles ist stimmig dargestellt. Man erfährt so vieles über den Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71, was mir bisher nie bewusst war. Sie beschreibt alles schonungslos und Bildhaft, besonders die Situation der Soldaten und verwundeten und all dem Elend. Aber auch die Situation der Bevölkerung , der Dienstboten und die Lage der Frauen sind wunderbar dargestellt, so das man sich ein Bild machen konnte. Ihr Schreibstil ist wie immer Klar, kraftvoll und sehr Mitreißend. Auch die einzelnen Figuren und ihre Charaktere sind gut beschrieben, so das man sich in jede hinein versetzen konnte. Liebe, Rachsucht und Niedertracht finden ihren Platz. Ihr scheint all das nur so aus der Feder zu perlen. Sie versteht es Wahrheit und Fiktion mit einander zu verflechten. Was ich sehr toll fand , das Nachwort, den Glossar, die Landkarte und das Personenverzeichnis. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung... Zum Inhalt: Mit sehr viel Liebe hat sie das Dienst- und Waisenmädchen Irene Weber beschrieben, die von klein auf sehr viel Leid auf dieser Welt erfahren hat. Ich hätte sie gerne manches mal in meine Arme genommen. Eine gute Freundin findet sie in Minna, sie und ihr Mann Otto beweisen in großer Not was wahre Freundschaft ist. Aber auch ihre Dienstherrin Pauline, die Mutter von Franz, steht hinter ihr, das machte sie mir so sympathisch, eine Frau ohne große Dünkel. Mutter und Sohn sind sich sehr zugetan, sie ahnt und spürt das sich die beiden Lieben. Es wahr schön diese aufkeimende Liebe zwischen Franz und Irene mit zu erleben. Ein Dorn im Auge war mir Mathilde, Franz Schwester, die Ausgeburt eines Teufels, niederträchtig, hinterhältig und gemein der die Liebe der beiden zerstören möchte. Am Abgang mochte ich den Vater Wilhelm von Franz und Mathilde noch, aber das änderte sich rasch, als man hinter seine wahre Fassade blickt, er ist kein Deut besser als seine Tochter. Die Szenen als Franz in den Krieg zog, und man die sinnlosen Schlachten und das schwere Los der Soldaten und Verwundeten miterlebte, ging mir sehr nahe. Das die Liebe unter keinem guten Stern steht, und dem Vater ein Dorn im Auge ist, kann man sich denken., allein der Standesunterschied. Auch umgibt Irene ein dunkles Geheimnis, wer ist ihre Mutter ? Das aufzudecken gilt, aber ob die Wahrheit je ans Tageslicht gerät, wer weiß. Ich möchte nicht Zuviel verraten, jedenfalls ziehen dunkle Wolken über Irene, Franz und Pauline auf. Ich bete und hoffe, das irgendwann das Schicksal sich zum guten wende, und Gerechtigkeit einzieht. Das die bösen ihrer gerechten Strafe nicht entgehen.

Lebendige Geschichte mit hohem Unterhaltungswert

Von: Rita Pohl Datum: 25. July 2018

Ein wunderbares Buch mit einem frischen Thema. Im Genre historische Romane eine willkommene Abwechslung bezüglich der Zeitschiene. Klasse auch der besondere Schreibstil der Autorin. Unterhaltsam und das Buch weckt Freude auf den nächsten Band.

Mitreissende Saga in den Wirren des Krieges

Von: Nadine Dietz Datum: 24. July 2018

Was für eine mitreissende Familiensaga! Die Autorin versteht es meisterhaft ihre Leser mitzunehmen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und bildhaft,die knapp 700 Seiten flogen nur so dahin. Das Schicksal des Krieges und die familiären Intrigen meinten es nicht gut mit Irene und Franz. Es wird immer im Wechsel von den beiden erzählt. Neben der Liebesgeschichte,die unter keinem guten Stern stand, erfuhr ich auch viel wissenswertes,historisches (Deutsch-französischer Krieg 1870/71). Das mag ich an Geschichten von früher. Die Personen im Roman waren überschaubar und jeder hatte für sich einen eigenständigen Charakter. Das Cover finde ich auch eine Augenweide und passt perfekt zum Inhalt. Fazit: Wer gerne historische Liebesromane zu Kriegszeiten liest ist hiermit sehr gut bedient. Ich bin begeistert und freue mich auf Teil 2 im April 2019 und gebe 5/5🌟