Sofia Lundberg

Das rote Adressbuch

Das rote Adressbuch Blick ins Buch

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Doris wächst in einfachen Verhältnissen im Stockholm der Zwanzigerjahre auf. Als sie zehn Jahre alt wird, macht ihr Vater ihr ein besonderes Geschenk: ein rotes Adressbuch, in dem sie all die Menschen verewigen soll, die ihr etwas bedeuten. Jahrzehnte später hütet Doris das kleine Buch noch immer wie einen Schatz. Und eines Tages beschließt sie, anhand der Einträge ihre Geschichte niederzuschreiben. So reist sie zurück in ihr bewegtes Leben, quer über Ozeane und Kontinente, vom mondänen Paris der Dreißigerjahre nach New York und England – zurück nach Schweden und zu dem Mann, den sie einst verlor, aber nie vergessen konnte.

Lieber Leser,

Von: C. Widmann Datum: 12. July 2019

eine alte Frau schreibt ihre Erinnerungen auf. Gleichzeitig geht es um die Gegenwart: ihre Großnichte Jenny, die einzige lebende Verwandte, kämpft um ihre Unabhängigkeit und um ihre Ehe. Sofia Lundberg erzählt die Geschichte der beiden Frauen in klarem Stil, den man gerne liest. Wir begleiten Doris durch die dreißiger und vierziger Jahre: als Dienstmädchen in Schweden, dann in Paris. Ihre Madame verkauft sie weiter, Doris wird Mannequin. Den Rücken durchgedrückt, die Schuhe zwei Nummern zu eng, muss sie im Kaufhaus stehen wie eine Kleiderpuppe. Kein Model-Leben, von dem man träumen würde. Auch die große Liebe bringt Doris zwar Abenteuer, aber nicht das große Glück. Während Doris' bewegtes Leben mich durch das ganze Buch in Atem hielt, fand ich Jennys Teil der Geschichte zu einfach. Die Teile, die Doris' Gegenwart als Sechsundneunzigjährige erzählen, schlugen mich wider Erwarten in ihren Bann. Ich empfehle das rote Adressbuch als den Lebensroman einer beschreibenswerten Frau. Hochachtungsvoll Christina Widmann de Fran

Eine bewegende Geschichte, die zum Umdenken anregt

Von: Amy-Maus87 Datum: 22. October 2018

Das rote Adressbuch ist ein Buch, welches auf den ersten Blick so unscheinbar auf mich wirkte, dass ich erst durch andere Leser darauf aufmerksam geworden bin und so meine Neugier weckte. Und so begann ich, in die Welt der 96 jährigen betagten Doris einzutauchen, die einen nachhaltigen Eindruck mit ihrer Geschichte in mir hinterlassen hat... Doris Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Da ist die Gegenwart, in der wir als Leser Doris mit ihren stolzen 96 Jahren kennenlernen. Sofia Lundberger erzeugt so bereits am Anfang des Buches eine sensible Stimmung, die mir direkt ein Gefühl dafür vermittelt hat, wie sich diese betagte Dame fühlen muss. Eine einsame Wohnung, in der der regelmäßig erscheinende Pflegedienst eine kurze Ablenkung vom Alltag schafft, die wöchentlichen Anrufe ihrer Großnichte, die sie mit besonders großer Freude erwartet und die vielen restlichen Stunden, die sie in großer Einsamkeit verbringt. Doris schwelgt sehr oft in Erinnerungen, die sie ihrem roten Adressbuch zu verdanken hat. Ein Buch mit mit vielen gelebten Leben, die mittlerweile fast alle von ihr geggangen sind. Und so blättert Doris durch das Adressbuch und erzählt aus ihrer Vergangenheit, die mit dem frühen Tod ihres geliebten Vaters begonnen hat und weiter verlief mit all den Menschen, die sie auf ihrem Lebensweg, ob kurz oder lang, begleitet haben. Es ist nicht nur Doris bewegendes Leben, was mich an die Zeilen fesselte, sondern auch die Umsetzung der Autorin, dass alle geliebten Menschen aus dem roten Adressbuch zu einer Geschichte zusammengefügt worden sind, die in mir als Leser nie das Gefühl erzeugten, dass zeitliche Lücken in der Erzählung entstanden wären. Und so folgte ich der starken Doris durch ein schwieriges Leben über mehrere Kontingente, in dem sogar zeitweise der Krieg vorherrschte und alles sehr schwierig gestaltete. Ein Leben mit vielen schönen Momenten, die mir ein Lächeln ins Gesicht zauberten aber auch sehr vielen traurigen Szenen, die mir die Trageweite ihrer Handlungen erst so richtig bewusst machen. Es ist ein Buch über eine starke und mutige Frau, die am Ende doch noch einmal das große Glück erfahren durfte. Mein Fazit: Das rote Adressbuch ist in meinen Augen nicht nur ein sehr emotionales Werk über eine bewegende Geschichte einer alten Frau, sondern es war für mich so viel mehr. Es hat mich sehr zum Nachdenken angeregt. Über unser System und den Umgang mit der älteren Bevölkerung. Die Einsamkeit vieler älterer Menschen und das daraus resultierende Gefühl, meinen Mitmenschen noch mehr an Aufmerksamkeit zu schenken. Sofias Lundberg Buch wird mich noch eine lange Zeit in meinen Gedanken begleiten. Ein bewegendes Werk, welches mein Herz berührt hat und in mir immer wieder die Frage der letzten Seite des Buches in Erinnerung ruft. „Hast du in deinem bisherigen Leben genug geliebt?“

Die Geschichte eines Lebens

Von: Virginie Storm Datum: 10. September 2019

Das rote Notizbuch, dass Doris von ihrem Vater geschenkt bekommt, begleitet sie fast ihr ganzes Leben. Inzwischen sind viele der Namen durchgestrichen. Die Personen sind tot. Doris erinnert sich zurück an die Menschen, denen sie begegnet ist. Als Ich-Erzählung schildert uns die Autorin Doris Reise aus den einfachen Verhältnissen in Stockholm nach Paris und weiter in die USA. Die Szenen aus der Gegenwart sind in der dritten Person geschrieben. Dadurch wird zum Beispiel die Erinnerung der jungen Doris, in Paris das erste Mal in ein Auto gestiegen zu sein, kontrastiert vom Leben in der Gegenwart, in der man skypt und auf die Kanaren in die Urlaub fliegt. Ohne spoilern zu wollen, möchte ich nur sagen, dass das Buch von Erinnerungen und von Banden zwischen Menschen erzählt. Von äußeren Ereignissen, die das Schicksal lenken. Von Liebe und Einsamkeit. Ich fand das Buch sehr berührend und tragisch. Also - Taschentücher bereitlegen. Die Buchidee der Autorin Sofia Lundberg beruht auf Personen, die tatsächlich gelebt haben. So war die Schwester von Lundbergs Großmutter das Vorbild für Doris. Und auch das rote Adressbuch hat es wirklich gegeben. Ich habe übrigens gerade gesehen, dass im Frühjahr 2020 ein neues Buch der Autorin bei Goldmann erscheint.

Lebensbegleiter

Von: Ines Datum: 30. April 2019

Hast Du genug geliebt in Deinem Leben? Gute Frage. Ich denke ja. Verziehen habe ich in meinem bisherigen Leben vermutlich nicht genug, geliebt ja. Das rote Adressbuch von Hauptfigur Doris ist der Leitfaden der Geschichte. Sie bekommt es als Kind von ihrem Vater geschenkt, der kurz darauf verstirbt. In diesem Adressbuch finden sich die Namen der Personen wieder, die ihr spannendes Leben begleitet haben. Kurz vor ihrem Lebensende schreibt sie für ihre Großnichte Jenny, zu der sie ein sehr enges Verhältnis hat, die Geschichten auf, die sie mit den Menschen aus dem Adressbuch verbindet. Die Lebensgeschichte beginnt im Stockholm der 1920er Jahre. Doris’ Weg führt sie nach Paris, New York, England und am Ende wieder nach Stockholm in die Gegenwart. Gegen Ende gibt sie Jenny die Worte “Das Leben ist nicht dazu da, dass es dich unterhält, du musst das Leben unterhalten.” mit auf ihren Weg. Die Worte gefallen mir, weil sie dafür stehen, dass jeder sein Leben selbst in der Hand hat und für die Gestaltung verantwortlich ist. Selbst wenn uns Dinge von fremder Hand geschehen, die wir nicht wollten, liegt der Umgang damit in unserer Hand. Die Geschichte hat mich vom ersten Moment an gefesselt. Jetzt freue ich mich darauf, dass von der Autorin im Mai 2019 ein weiteres Buch erscheint. Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt.

Zeitreise durchs Leben

Von: Katharina Datum: 22. April 2019

Cover Das Cover ist ein echter Blickfang. Gefällt mir wirklich gut auf den ersten Blick. Die kleinen Details sind ausgesprochen gut - das leichte Schimmern der Beeren, die Abnutzung am Etikett, die Schrift. Inhalt Der Inhalt ist ziemlich einzigartig! Ich habe wirklich noch kein Buch gelesen, dass dieser Idee nahe kommt. Die Handlung wird gut aufgebaut und sehr erstklassig in Abschnitte komprimiert, was dem Lesefluss eine echten Aufschwung gibt. Besonders das Ende ist sehr gelungen. Schreibstil Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet. Sie fand immer die richtigen Worte. Man kommt sehr gut in das Buch hinein und gelangt in einen richtigen Lesefluss ohne Stolperer. Charaktere Die Charaktere des Buches sind prima. Besonders Doris ist mir sehr ans Herz gewachsen mit ihrer Reise durchs Leben. Die Tiefe der Charaktere ist genügend. Für die kurzen Abschnitte, in denen die meisten Personen eine Rolle spielen, erfährt man genug über sie. Der Handlung kann also kein Abbruch oder Ausschweifen zugemutet werden. Fazit Das Buch ist eine Bereicherung von hoher Qualität! Die Charaktere, die Handlung und der Stil harmonieren gut miteinander. Für mich war das Buch ein wahrer Pageturner, den ich innerhalb von zwei Tagen durch hatte. Die Geschichte zieht einen in ihren Bann und lässt so manchen, selbst in jungen Jahren, melancholisch werden.

Berührend und realitätsnah

Von: monerl Datum: 11. April 2019

Meine Meinung Dieses Buch hat mich sehr überrascht! Und zwar im positiven Sinne! Es hat mich aber auch ganz tief ge-/berührt. Wir lernen Doris kennen, eine 96 jährige Frau, die ein buntes Leben gelebt hat und am Ende ihres irdischen Weges steht. Das ist ihr bewusst. Deshalb hatte sie vor einger Zeit angefangen ihr Leben für ihre Großnichte Jenny niederzuschreiben. Dies macht sie anhand der Menschen, die ihr im Laufe der Zeit über den Weg gelaufen sind und die in irgendeiner Form eine gewichtige Rolle für sie gespielt haben. Alle Namen sind fein säuberlich dem ABC nach in ihrem roten Adressbuch notiert, das Doris damals mit 10 Jahren von ihrem Vater zum Geburtstag geschenkt bekommen hatte. Mit 96 hat man leider die meisten geliebten Menschen bereits hinter sich gelassen. So auch Doris. Bis auf Jenny ist niemand mehr am Leben, der ihr etwas bedeutet. Fast jeder Name im Adressbuch ist durchgestrichen. Dahinter hat Doris immer “TOT” vermerkt. So erfahren wir in angenehmen kurzen Kapiteln, wie Doris als sehr junges Mädchen von ihrer Mutter fortgeschickt wird, warum sie nach Paris gelangt und wie sie Allan, die große Liebe ihres Lebens, kennenlernt. Doch die schönen Zeiten sind bald vorüber, der Zweite Weltkrieg bricht aus. Auch Frankreich und Paris sind betroffen. Doris nächster Weg führt sie nach Amerika, wo sie schwere Schicksalsschläge hinnehmen muss. Über einen ungewollten Umweg über England gelangt sie schließlich wieder nach Schweden, in ihre alte Heimat. Die Autorin hat ein wundervolles, einfühlsames und berührendes Buch geschrieben. Sie zeigt ehrlich und nachvollziehbar die Probleme und das Leid eines sehr alten Menschen auf, dessen Umwelt ihn nicht mehr richtig warhnimmt und ihn nicht mehr als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft betrachtet. Ja, alte Menschen können auch stur und eigensinnig sein. Doch dahinter verbirgt sich auch ofmals der Frust, nicht mehr so aktiv sein zu können wie früher. Sehr schön stellte Sofia Lundberg dieses Thema dar und beschreibt, wie angestrengt sich Doris gegen die Bevormundung wehren muss, nicht gegen ihren Willen ins Pflegeheim abgeschoben zu werden. Wenn man sich Zeit lässt über solche Sachen nachzudenken, erkennt man, wie realitätsnah diese Szenen beschrieben sind. Somit kratzt das Buch in seiner Tiefe auch an aktuellen Problemen, die wir derzeit auch in Deutschland haben. Ohne den Krieg zu groß zu thematisieren bringt die Autorin in ihrem Buch den Zweiten Weltkrieg unter und positioniert darin einen lebenslange Liebe, die mir am Ende richtiggehend ans Herz ging. Wenn auch keine fordernde Literatur, so ist dieser Roman doch große Unterhaltungsliteratur, die das hält, was sie verspricht. Ein interessantes Debüt, das einen fragen lässt: Wie viele solcher Geschichten verbergen sich in den Leben der alten Menschen, die (leider) nie ihren Weg nach außen finden werden? Fazit Wer gerne eine Liebesgeschichte der etwas anderen Art lesen möchte, der ist bei Lundbergs Buch genau richtig. Manchmal sachlich, manchmal rührend und dann wieder überaus traurig – all das findet man in dieser Geschichte. Sie ist so, wie das Leben selbst, unbeeinflussbar und überraschend. Man sollte sich darauf einlassen und genießen. Prädikat: absolut lesenswert!

Gedanken in die tiefe Vergangenheit

Von: Ute Boysen Datum: 04. March 2019

Ich lese gern, ich lese viel und ich habe oft gelacht und geweint beim Lesen vieler Bücher. Dieses Buch ist ein Geschenk. Es ist in seiner ganzen Art des geschriebenen Wortes so wundervoll zu lesen, dass man meint ein Teil dieses ereignisreichen Lebens zu sein. Ich konnte nicht aufhören zu lesen und bin tief bewegt. Ein Buch mit Seltenheitswert für mich!

Sehr bewegend, es lohnt sich

Von: Lesestrickeule Datum: 23. January 2019

An Ihrem zehnten Geburtstag schenkt Doris Vater ihr ein rotes Adressbuch, das sie ihr ganzes Leben lang begleiten wird. In diesem Adressbuch notiert sie alle Menschen, die ihr begegnen.
Doris ist nun 98 Jahre alt und sie weiß, dass sie bald sterben wird. Deshalb schreibt sie ihr Leben auf für Ihre Nichte, Jenny. Als Jenny diese findet versucht sie noch mehr über das Leben ihrer Tante zu erfahren, bevor es zu spät ist.
Das rote Adressbuch hilft ihr dabei, dort sind alle Menschen notiert , die Doris kannte. Manche haben Spuren hinterlassen , andere waren eher unwichtig.
Die Autorin, Sofia Lundberg, lässt uns an dem langen und aufregendem Leben von Doris Teil haben und ich hatte das Gefühl ich reise mit Doris, ob nach Paris , New York oder England.
Der Klappentext hat mich sofort neugierig gemacht. Denn es gibt wirklich viele Menschen , die einem begegnen im Laufe der Zeit. Ein Adressbuch als Landkarte des Lebens zu bezeichnen finde ich sehr treffend. Denn Menschen prägen einen und manche vergisst man nie.
Da das Buch etwas traurig anfängt, und ich nicht wirklich bereit war mich mit dem Thema Tod auseinanderzusetzen , habe ich es erst mal bei Seite gelegt. Nach langem Zögern habe ich dann weiter gelesen und Doris Geschichte hat mich fasziniert und sehr gerührt.
Der Schreibstil von Sofia Lundberg ist sehr fesselnd und sie schafft es die Gefühle sehr authentisch zu beschreiben , so dass man es selbst fühlen und nachvollziehen kann.
Das Thema Sterblichkeit ist sehr wichtig und beschäftigt uns alle, auch wenn viele versuchen dem Thema aus dem Weg zu gehen. Sofia Lundberg geht mit so viel Fingerspitzengefühl an dieses Thema heran, dass man sich mit diesem Thema auseinander setzen will.
Mich hat es eine gewisse Überwindung gekostet, weiter zu lesen , doch ich bin froh, dass ich weiter gelesen habe. Es ist eine sehr rührende Geschichte, die jeden zu Tränen rühren wird.

Erinnerungen an ein langes Leben

Von: Marie's Salon du Livre Datum: 21. January 2019

Mit 96 Jahren blickt Doris auf ein bewegendes Leben zurück. In Schweden geboren, durch die Welt gereist und nun gegen Ende ihres Lebens wieder nach Hause zurückgekehrt. Immer mit dabei ihr in Leder gebundenes Adressbuch, welches sie von ihrem Vater bekommen hat. Viele Namen hat Doris dort verewigt und viele davon bereits durchgestrichen und mit TOT versehen. Ihre Erinnerungen schreibt sie anhand der Namen aus dem Adressbuch für ihre Großnichte Jenny auf. Dabei enthüllt sie kleine und große Geheimnisse. Sie erzählt, wie sie aus Schweden fortging, um in Paris zu landen. Anschließend in die USA vor dem Krieg zu fliehen, um über verschiedene Stationen wieder in Schweden zu landen. Eine nicht ganz alltägliche Lebensgeschichte erzählt von einer alten Frau, um für Jenny in Gedanken lebendig zu bleiben. Wie hat es mir gefallen? Um dieses Buch schleiche ich schon etwas länger herum. Diverse Empfehlungen und gute Rezensionen haben mich aufmerksam gemacht und dank einiger Gutscheine für meine Lieblingsbuchhandlung zog die Geschichte nun bei mir ein. Der Titel gibt schon einen Hinweis, welche Richtung die Geschichte gehen wird. In Rückblicken erhält der Leser Einblicke in Doris Leben. Sie wird in eine Handwerksfamilie geboren, verlebt glückliche Tage in ihrer Kindheit, bis ihr Vater stirbt. Ab da beginnt ein spannendes und ungewöhnliches Leben. Anhand ihres kleinen Büchleins erzählt sie die wichtigsten Kapitel ihres Lebens, welche Menschen ihren Weg kreuzten und in welche Teile der Welt es sie verschlug. Ihre Erinnerungen schreibt sie für ihre Großnichte Jenny auf, die fern von Schweden in den USA wohnt. Doris und Jenny verbindet nicht nur die Familie sondern ein ganz besonderes Band. Selbst in ihrem hohen Alter, kennt sich Doris mit ihrem Laptop aus und daher skypen sie regelmäßig miteinander. Dieser Kontrast zwischen moderner Technik und alten Erinnerungen ergibt eine wunderbare Mischung. Ich muss zugeben, dass meine Erwartungen an das Buch andere waren. Denn in der Inhaltsangabe wird auf die unzähligen Menschen, die man im Laufe eines Lebens trifft, hingewiesen. Mein Adressbuch quillt über vor Namen, aber die Geschichte konzentriert sich auf einige wenige. Dieses Augenmerk enthüllt eine emotionale Handlung, die ich als realistisch empfand und vor allem das Ende rührte mich zu Tränen. Es freut mich sehr, dass ich eine weitere Autorin aus Schweden entdecken durfte, die sich nicht dem Krimi-Genre verschrieben hat.

Ein wunderbares, berührendes Buch

Von: miss_lia48 Datum: 05. December 2018

INHALT: Die in Stockholm lebende Doris ist 96 Jahre alt und weiß, dass ihr Leben bald zu Ende gehen wird. Sie blickt zurück auf ihre ereignisreiche Vergangenheit und schreibt ihre Lebensgeschichte nieder. Zur Hilfe nimmt sie dabei ihr Adressbuch, in dem sie alle Menschen vermerkt hat, die eine bedeutende Rolle in ihrem Leben gespielt haben. Doch fast jeder Name ist durchgestrichen und wurde mit dem Wort "TOT" ergänzt. Außer ihrer geliebten Großnichte Jenny, die mit ihrer Familie im fernen Kalifornien lebt, hat Doris nur das Personal vom Pflegedienst, das sich um sie kümmert. Denn ihre große Liebe hat bereits vor vielen Jahren verloren. Doris erinnert sich an ihr Leben in Paris als gefeiertes Mannequin, an ihre Wege nach Amerika, England und den Weg zurück nach Schweden. Sie erzählt von großer Liebe, von viel Leid, von Krieg und von Glück. Und dass am Ende die Liebe das einzige ist, das zählt... MEINUNG: Hierbei handelt es sich um ein Buch, das ich schon nach wenigen Seiten in mein Herz geschlossen hatte. Doris machte auf mich einen äußerst liebenswerten Eindruck, ebenso ihre Großnichte Jenny, welche ebenfalls einen großen Teil des Buches einnimmt. Durch die gefühlvollen Beschreibungen hatte ich oft Mitleid mit den beiden und konnte ihre Gefühlslage gut nachempfinden: Doris, die so viel erlebt hat, zahlreichen Schicksalsschlägen ausgesetzt war und nicht mehr lange zu leben hat und Jenny, die mit ihrer eigenen Familie viel zu tun hat, sich um ihre geliebte Großtante sorgt und deren Tod am liebsten verhindern würde. Durch eine bildhafte Sprache hatte ich das Gefühl, selbst vor Ort zu sein und alles mitzuerleben. Ich konnte mich wunderbar in die Situationen hineinversetzen. Zuerst hatte ich die Befürchtung, dass das Buch sich alphabetisch (wie in einem Adressbuch) von einer zur nächsten Person entlanghangeln und die Geschichte dadurch etwas "abgehackt" wirken könnte. Dies war aber glücklicherweise nicht der Fall. Die Abschnitte gehen wunderbar ineinander über. Die Kontakte aus dem Adressbuch ziehen sich als roter Faden durch die ganze Geschichte und lassen diese rund erscheinen. ​Die Kapitel sind nummeriert und beinhalten den Erzählstrang der Gegenwart von Doris und Jenny, welcher in der dritten Person verfasst wurde. Die vergangenen Erlebnisse und Erinnerungen von Doris werden in der Ich-Perspektive geschildert. Ein flüssiger Schreibstil ließ mich meistens regelrecht durch die Seiten fliegen. Lediglich die Kapitellänge (beim Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart) empfand manchmal als etwas zu kurz (besonders am Anfang) und hätte sie mir hier und da länger gewünscht, um mich noch mehr in die Geschichte hineinfallen lassen zu können. ​ FAZIT: Ein wunderbares, berührendes Buch, das ich wärmstens empfehlen kann!

eine wunderbare Reise

Von: dieflo Datum: 21. November 2018

Wo fange ich an? Ich habe es bereits mit meinem Titel ausgedrückt, dieses Buch ist mein Highlight. Dieses Buch ist alles und noch viel mehr. Das rote Adressbuch kam zufällig zu mir und doch muss es Bestimmung sein. Es ist ein Buch, dAas in keinem Regal stehen wird. Es ist ein Buch, über dessen Seiten ich immer wieder streicheln möchte, weil es mich so berührt hat. Es ist ein Buch, das uns erinnert, dass das Leben so viel mehr ist. Es ist ein Buch, dass mir jetzt beim Tippen noch Tränen über die Wangen rennen lässt. Es berührt und geht unter die Haut, denn es zeigt uns, wie viel mehr Leben ist. Mehr als diese Hetze durch den Alltag, mehr als Oberflächlichkeit und es beweist, wahre Liebe endet nie. Beginnen möchte ich mit einem Zitat: ""Ich wünsche dir von allem genug", flüsterte sie mir ins Ohr."Genug Sonne, die Licht in deine Tage bringt, genug Regen, damit du die Sonne schätzen kannst, genug Glück, das deine Seele stärkt, genug Schmerz, damit du aich die kleinen Freuden des Lebens genießen kannst, und genug Begegnungen, damit du Abschiede besser verkraftest." (S. 46) Die Geschichte von Doris spielt in Schweden zu Beginn des letzten Jahrhunderts, als Leser gelangt man mit ihr nach Paris, reist über den Ozean nach Amerika. Am Ende zurück in Schweden. Immer ist sie irgendwie am falschen Ort und doch macht sie das Beste daraus. Trotzdem ist sie glücklich, glücklich dieses Leben gehabt zu haben und erinnert sich an all die Menschen, denen sie begegnen durfte. Denn sie ist die Letzte: " Jahrelang waren Beerdigungen die einzigen Feierlichkeiten, an denen ich teilgenommen habe. Jetzt finden nicht einmal mehr die statt. Ich werde mich wohl langsam mit meiner eigenen beschäftigen müssen."......"Was für eine Musik wünschen Sie sich denn?" "Jazz. Ich liebe Jazz." Doris lächelt. " Ich wünsche mir, dass fröhlicher Jazz gespielt wird. Damit die Gäste wissen, dass es der alten Schrulle dort oben im Himmel gut geht, weil sie endlich ihre alten Freunde wiedersieht."( S. 84) Doris wird nicht allein sterben, es gibt jemanden,der für sie nach Schweden reist und der sich für sie auf die Suche macht. Auf die Suche nach Antworten. Doris hat immer wieder aufgeschrieben, was in ihrem Leben passierte, sie hat alte Briefe gesammelt und gibt diese und ihr altes Adressbuch in liebevolle Hände. Aber Doris erinnert diesen Menschen auch daran, dass es nur dieses eine Leben gibt. Ermutigt, Träume anzupacken und so endet dieses wunderbare Buch mit den Worten: "Hast du genug geliebt?" Meine Hände werden dieses Buch immer wieder suchen und bestimmte Seiten aufschlagen lassen. Meine Gedanken werden oft Doris ihre Worte hören! Danke, danke Sofia Lundberg für Tränen an einem Sonntag Mittag!

Emotionale Reise durch die Vergangenheit

Von: Büchermadl Datum: 21. November 2018

Rezension -Das rote Adressbuch- Inhalt Hast du genug geliebt in deinem Leben? So viele Namen, die einem im Laufe eines Lebens begegnen. Hast du dir darüber schon einmal Gedanken gemacht, Jenny? Die vielen Namen, die kommen und gehen. Die dir das Herz zerreißen und dich zu Tränen rühren. Die zu Geliebten oder zu Feinden werden. Manchmal blättere ich in meinem Adressbuch. Es ist die Landkarte meines Lebens. Ich werde dir ein bisschen davon erzählen. Cover Das Cover ist passend zum Titel in verschiedenen Rottönen gestaltet und spricht mich sehr an. Schreibstil Die in Schweden lebende Autorin versteht es einen mit ihrem angenehmen und leichten Schreibstil in den Bann zu ziehen. Ich habe das Buch nicht mehr aus den Händen legen können und habe sehr mitgefühlt. Inhalt/Meinung Doris ist eine sehr alte Dame, die fast alle ihrer lieben Mitmenschen überlebt hat, außer ihre Großnichte Jenny mit ihrer kleinen Familie, mit der sie einen guten Kontakt pflegt und die für sie wie eine Enkelin ist. Jenny lebt jedoch weit weg und so können sie sich nur über den Computer sehen. Doris hat viel erlebt in ihrem Leben und viele Menschen getroffen, das stellt sie fest, als sie ihr altes Adressbuch von ihrem Vater durchblättert. Da sie spürt, dass sie nicht mehr lange zu leben hat, beschließt sie anhand ihres roten Buches, die Menschen und somit auch ihr Leben für Jenny festzuhalten. “Diese Geschichte geht unter die Haut. Ein brillantes Buch.” Ich kann mich der Meinung von KULTURBLOGGEN voll anschließen, dieses Buch und seine Charaktere gehen einem sehr unter die Haut und Sätze wie: “Der Mensch will immer so alt wie möglich werden, aber wissen Sie was, es ist überhaupt nicht schön, die Letzte zu sein. Dann hat das Leben keinen Sinn mehr, wenn alle anderen tot sind” auf Seite 69, haben mich sehr zum Nachdenken angeregt. Jeder strebt nach einem langen Leben unter seinen Liebsten, aber wie schwierig es ist alle zu Überleben, zeigt die Journalisten hier ganz deutlich auf. Ebenso ist der Umgang mit der Vergangenheit ein wichtiges Thema in diesem Roman. “Menschen die unter großer Sehnsucht leiden, verändern sich. Sie verschließen die Augen auch für alles andere und verlieren die Fähigkeit, das Schöne zu sehen. Mein Blick war immer rückwärts gerichtet. Ich überhöhte die Vergangenheit, die nicht mehr Teil meines Alltags war.” Dieser Abschnitt ist auf Seite 88 zu finden und hat mich sehr berührt und mich angeregt nicht so sehr auf das Vergangene zu achten und mehr nach vorne zu schauen, das mag nicht immer leicht sein, aber ein Versuch ist es immer wert. Die Charaktere sind sehr anschaulich dargestellt, man fühlt mit Doris mit und kann ihre vergangenen Handlungen nachvollziehen. Fazit Ein sehr gefühlvolles Buch, das einen nicht mehr loslässt und auch im Nachhinein noch lange im Gedächtnis bleibt. Die Rezension passiert auf meinen Leseeindrücken und wird durch die Bereitstellung des Goldmann Verlags nicht beeinflusst. Zum Buch Preis: 20 Euro Verlag: Goldmann Verlag Autorin: Sofia Lundberg Länge: 351 Seiten

Eine Lebensgeschichte im Adressbuch

Von: Sallys Books Datum: 15. November 2018

Cover: Das Cover des Buches hat mich angesprochen, ich liebe die Farbe rot und irgendwie hat es mich an eine Tapete oder Geschenkpapier erinnert. Es hat auf mich den Eindruck als würde es dem Leser Gemütlichkeit schenken. Protagonisten: Doris lernen wir als alte, gebrechliche Frau kennen. Sie hat niemanden mehr, denn alle sind mittlerweile gestorben. Einzig ihre großnichte Jenny, die im fernen Amerika lebt, gibt es noch. Mit ihr hat sie auch noch wöchentlich Kontakt und kommt so etwas aus sich heraus. Ich fand es etwas schade das man Doris als ziemlich melanchonische Person bezeichnen kann, wenn man jedoch die Geschichte liest und erfährt, was alles in ihrem Leben passiert ist, kann man sie besser verstehen. Sie ist eine starke Person, die viel mitmachen musste. Damit ihre Geschichte nicht verloren geht schreibt sie ihre Lebensgeschichte auf, die wir in diesem Buch lesen dürfen. Schreibstil: Der Schreibstil hat mich verzaubert. Wir sind im wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit und erfahren die Lebensgeschichte von Doris aus erster Reihe. Ich fand die kleinen Details, die in der Geschichte vorkommen, haben das ganze sehr authentisch aussehen lassen. Es gab einige traurige Stellen im Buch, aber auch lustige, bei denen man lachen musste. Ich muss zugeben, diese Story hat mich sogar zum weinen gebracht, was wirklich nicht viele Bücher schaffen. Ein großes Lob an die Autorin, hier wurde alles richtig gemacht. Fazit: Ein tolles Buch, das sowohl tiefgründig ist, als auch herzerwärmend. Eine große Leseempfehlung.

Eine sehr berührende Lebensgeschichte

Von: Petra Radtke Datum: 09. November 2018

Dieses Buch gehört zu den berührendsten, das ich in diesem Jahr gelesen habe. Wie die Autorin in einem Interview dazu erzählt, ist ihre Romanheldin Doris ein Abbild der Schwester ihrer Großmutter. Nach deren Tod hat sie ein Adressbuch in ihrer Wohnung gefunden, mit vielen Namen, die meisten waren durchgestrichen und "Tot" stand daneben. Daraus entstand die Idee zu diesem Roman. In der Geschichte begegnen wir der 96jährigen Doris, die einsam in ihrer Wohnung in Stockholm lebt. Ein Lichtblick in ihrem Alltag ist das Skypen mit ihrer Nichte, die mit Mann und drei Kindern in den USA lebt. Täglich kommt ein Hilfsdienst und macht ihr das Essen, hilft ihr bei der Körperpflege und manchmal bleibt auch etwas Zeit für eine gemeinsame Tasse Kaffee. Doris hat für ihre Nichte ihre Lebensgeschichte aufgeschrieben. Ein altes Adressbuch, das sie als Kind geschenkt bekam, enthält viele Namen von Menschen, die ihr auf ihrem Lebensweg begegnet sind. Die meisten von ihnen sind inzwischen gestorben. Der Roman enthält nun verschiedene Erzählstränge. Einmal das jetzige Leben von Doris, dann ihre Erinnerungen, die mit dem Namen der Person überschrieben sind, die in dem jeweiligen Lebensabschnitt eine besondere Bedeutung für sie hatten. Ein Erzählstrang bringt uns auch das Leben von Doris Nichte näher. Die Schreibweise ist so bildhaft, man glaubt selber mitten in der Handlung zu sein, Gefühle selbst mitzuerleben und kann garnicht das Buch aus der Hand legen. Man bangt, leidet, freut sich, hofft und weint mit der alten einsamen Frau, die auf einen sehr bewegten Lebenslauf zurückblicken kann. Wenn ein Lebensgefährte von Doris sie für immer verlassen hat, steht über dem Kapitel neben dem durchgestrichenen Namen"TOT"... Doris wird mit 13 Jahren von ihrer Mutter als Dienstmädchen an eine reiche Französin weggegeben. Diese schickt sie nach vielen Jahren schwerer Arbeit und einem entbehrungsreichen Leben nach Paris, wo sie als Model arbeiten kann. Hier entdeckt sie eine neue Welt. Immer ist sie auf Suche nach Liebe und Geborgenheit. Als sie glaubt ihren Traummann gefunden zu haben, beginnt der 2. Weltkrieg. In der Hoffnung mit ihrer großen Liebe endlich ein gemeinsames Leben aufbauen zu können, reist sie mit ihrer kleinen Schwester auf dessen Einladung in die USA...Ihr weiterer Lebensweg wird überschattet vom Krieg. Ob sie jemals ihr Glück finden wird und welches Geheimnis sie ihrer Nichte am Ende ihres Lebens offenbart, erfährt der Leser in diesem sehr berührenden Roman. Die Handlung ist durch unverhoffte Wendungen sehr spannend geschrieben. Das Buch ist eine Erzählung über Sehnsucht, die Macht der Liebe und der Freundschaft, das Alter(n) und die damit so oft verbundene Einsamkeit. Es macht nachdenklich über das eigene Leben und sensilibisiert für das Leben alter Menschen und das Miteinander in der Familie. Ich kann dieses Buch nur jedem Leser weiterempfehlen. Es bringt wunderschöne berührende Lesestunden, die man so schnell nicht vergisst....

Genug von allem, das ist Glück

Von: Stephanie Schuster Datum: 28. October 2018

Ein Adressbuch enthält noch mehr Geheimnisse als ein Tagebuch. Nach dem Tod des Besitzers bleiben die Namen Schlüssel zu Lebensgeschichten, die vielleicht nie erzählt werden. Die Schwedin Sofia Lundberg nutzt diese Form der Namensauflistung von Personen, um die Biografie ihrer Heldin auszubreiten. Doris, eine über neunzig Jahre alte Schwedin und gebrechlich, skypt mit ihrer einzigen verbliebenen Verwandten, ihrer Großnichte Jenny in New York. Gleichzeitig erinnert sich Doris an die Menschen in ihrem Adressbuch, denen sie in ihrem Leben und auf ihrer Reise um die halbe Welt begegnete. Wie sie vor dem zweiten Weltkrieg erst als Dienstmädchen gearbeitet hat und dann als Model entdeckt wurde, wie sie Freunde verlor und andere fand. Welche Entbehrungen und Schicksalsschläge sie hinnehmen musste. Immer voller Sehnsucht nach ihrer großen ersten Liebe. Gerade durch diese Form, der Wechsel aus der Gegenwart, Doris im Alter, in der Sie-Perspektive, und dann die mit den Namen betitelten Kapitel, die manchmal durchgestrichenen und mit „Tot“ versehen sind, aus der Ich-Perspektive von Doris geschrieben, machen den Reiz dieses Romans aus. Die Geschichte trägt viele autobiografische Anknüpfungspunkte. Die Arbeit als Model kennt Lundberg aus eigener Erfahrung und es gab eine Tante, die wie die Hauptfigur Doris hieß. Das Adressbuch in ihrer Hinterlassenschaft inspirierte Lundberg zu dem Roman. In schnörkelloser Sprache, schnell zu lesen, hält sich die Autorin nicht mit historisch genauen Details oder Metaphern auf, sie konzentriert sich auf ihre Hauptfigur und ihre spannende Geschichte, das ist sehr berührender Lesespaß!

Eine bewegende Geschichte, die zum Umdenken anregt

Von: Amy-Maus87 Datum: 22. October 2018

Das rote Adressbuch ist ein Buch, welches auf den ersten Blick so unscheinbar auf mich wirkte, dass ich erst durch andere Leser darauf aufmerksam geworden bin und so meine Neugier weckte. Und so begann ich, in die Welt der 96 jährigen betagten Doris einzutauchen, die einen nachhaltigen Eindruck mit ihrer Geschichte in mir hinterlassen hat... Doris Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Da ist die Gegenwart, in der wir als Leser Doris mit ihren stolzen 96 Jahren kennenlernen. Sofia Lundberger erzeugt so bereits am Anfang des Buches eine sensible Stimmung, die mir direkt ein Gefühl dafür vermittelt hat, wie sich diese betagte Dame fühlen muss. Eine einsame Wohnung, in der der regelmäßig erscheinende Pflegedienst eine kurze Ablenkung vom Alltag schafft, die wöchentlichen Anrufe ihrer Großnichte, die sie mit besonders großer Freude erwartet und die vielen restlichen Stunden, die sie in großer Einsamkeit verbringt. Doris schwelgt sehr oft in Erinnerungen, die sie ihrem roten Adressbuch zu verdanken hat. Ein Buch mit mit vielen gelebten Leben, die mittlerweile fast alle von ihr geggangen sind. Und so blättert Doris durch das Adressbuch und erzählt aus ihrer Vergangenheit, die mit dem frühen Tod ihres geliebten Vaters begonnen hat und weiter verlief mit all den Menschen, die sie auf ihrem Lebensweg, ob kurz oder lang, begleitet haben. Es ist nicht nur Doris bewegendes Leben, was mich an die Zeilen fesselte, sondern auch die Umsetzung der Autorin, dass alle geliebten Menschen aus dem roten Adressbuch zu einer Geschichte zusammengefügt worden sind, die in mir als Leser nie das Gefühl erzeugten, dass zeitliche Lücken in der Erzählung entstanden wären. Und so folgte ich der starken Doris durch ein schwieriges Leben über mehrere Kontingente, in dem sogar zeitweise der Krieg vorherrschte und alles sehr schwierig gestaltete. Ein Leben mit vielen schönen Momenten, die mir ein Lächeln ins Gesicht zauberten aber auch sehr vielen traurigen Szenen, die mir die Trageweite ihrer Handlungen erst so richtig bewusst machen. Es ist ein Buch über eine starke und mutige Frau, die am Ende doch noch einmal das große Glück erfahren durfte. Mein Fazit: Das rote Adressbuch ist in meinen Augen nicht nur ein sehr emotionales Werk über eine bewegende Geschichte einer alten Frau, sondern es war für mich so viel mehr. Es hat mich sehr zum Nachdenken angeregt. Über unser System und den Umgang mit der älteren Bevölkerung. Die Einsamkeit vieler älterer Menschen und das daraus resultierende Gefühl, meinen Mitmenschen noch mehr an Aufmerksamkeit zu schenken. Sofias Lundberg Buch wird mich noch eine lange Zeit in meinen Gedanken begleiten. Ein bewegendes Werk, welches mein Herz berührt hat und in mir immer wieder die Frage der letzten Seite des Buches in Erinnerung ruft. „Hast du in deinem bisherigen Leben genug geliebt?“

Lesehighlight 2018

Von: dieflo Datum: 21. October 2018

Wo fange ich an? Ich habe es bereits mit meinem Titel ausgedrückt, dieses Buch ist mein Highlight. Dieses Buch ist alles und noch viel mehr. Das rote Adressbuch kam zufällig zu mir und doch muss es Bestimmung sein. Es ist ein Buch, das in keinem Regal stehen wird. Es ist ein Buch, über dessen Seiten ich immer wieder streicheln möchte, weil es mich so berührt hat. Es ist ein Buch, das uns erinnert, dass das Leben so viel mehr ist. Es ist ein Buch, dass mir jetzt beim Tippen noch Tränen über die Wangen rennen lässt. Es berührt und geht unter die Haut, denn es zeigt uns, wie viel mehr Leben ist. Mehr als diese Hetze durch den Alltag, mehr als Oberflächlichkeit und es beweist, wahre Liebe endet nie. Beginnen möchte ich mit einem Zitat: ""Ich wünsche dir von allem genug", flüsterte sie mir ins Ohr."Genug Sonne, die Licht in deine Tage bringt, genug Regen, damit du die Sonne schätzen kannst, genug Glück, das deine Seele stärkt, genug Schmerz, damit du aich die kleinen Freuden des Lebens genießen kannst, und genug Begegnungen, damit du Abschiede besser verkraftest." (S. 46) Die Geschichte von Doris spielt in Schweden zu Beginn des letzten Jahrhunderts, als Leser gelangt man mit ihr nach Paris, reist über den Ozean nach Amerika. Am Ende zurück in Schweden. Immer ist sie irgendwie am falschen Ort und doch macht sie das Beste daraus. Trotzdem ist sie glücklich, glücklich dieses Leben gehabt zu haben und erinnert sich an all die Menschen, denen sie begegnen durfte. Denn sie ist die Letzte: " Jahrelang waren Beerdigungen die einzigen Feierlichkeiten, an denen ich teilgenommen habe. Jetzt finden nicht einmal mehr die statt. Ich werde mich wohl langsam mit meiner eigenen beschäftigen müssen."......"Was für eine Musik wünschen Sie sich denn?" "Jazz. Ich liebe Jazz." Doris lächelt. " Ich wünsche mir, dass fröhlicher Jazz gespielt wird. Damit die Gäste wissen, dass es der alten Schrulle dort oben im Himmel gut geht, weil sie endlich ihre alten Freunde wiedersieht."( S. 84) Doris wird nicht allein sterben, es gibt jemanden,der für sie nach Schweden reist und der sich für sie auf die Suche macht. Auf die Suche nach Antworten. Doris hat immer wieder aufgeschrieben, was in ihrem Leben passierte, sie hat alte Briefe gesammelt und gibt diese und ihr altes Adressbuch in liebevolle Hände. Aber Doris erinnert diesen Menschen auch daran, dass es nur dieses eine Leben gibt. Ermutigt, Träume anzupacken und so endet dieses wunderbare Buch mit den Worten: "Hast du genug geliebt?" Meine Hände werden dieses buch immer wieder suchen und bestimmte Seiten aufschlagen lassen. Meine Gedanken werden oft Doris ihre Worte hören! Danke, danke Sofia Lundberg für Tränen an einem Sonntag Mittag! Absolutes Lesehighlight und absolute Empfehlung!

“Das rote Adressbuch” – ein wundervolles Buch über über die Liebe und das Leben

Von: Maike Datum: 21. October 2018

“Das rote Adressbuch”, ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal ein solches Buch gelesen habe. Vielleicht auch noch nie. Ich habe es vier Stunden lang nicht aus der Hand gelegt, bis ich es durch hatte. Ich habe mich nicht bewegt und nichts getrunken. So unglaublich dringend wollte ich wissen, wie es ausgeht. Doris ist 96 Jahre alt und sie lebt alleine. Ihr Highlight des Tages ist der Besuch der Pflegekraft, die ihr lieblos das Mittagessen warm macht und ihr hilft, sich zu waschen. Einmal die Woche skypt sie mit Jenny, ihrer Großnichte. Doris lebt in Schweden und Jenny in den USA. Und nur während der Videotelefonate spürt man ein wenig Leben in der alten Frau. Das rote Adressbuch – das hat sie damals von ihrem Vater bekommen. Heute liegt es auf ihrem Küchentisch in ihrer Wohnung. Und im Laufe ihres Lebens hat sie darin alle Namen der Menschen notiert, die ihr etwas bedeutet haben. Im Guten wie im Schlechten. Fast alle, die sie eingetragen hat, sind bereits tot. Ihre Namen hat sie mit krakeliger Linie durchgestrichen. Doris beschliesst, die Begegnungen ihres Lebens für Jenny aufzuschreiben. Damit ihre Erlebnisse nicht verloren gehen. Und weil sie ihr gerne davon erzählen möchte. Und Doris schreibt ihre Geschichte auf. Von ihrer Kindheit, den Jahren die sie nach Paris, Amerika und England führten. Von der beeindruckenden Frau die sie war. Und vor allem von Allan, der großen Liebe ihres Lebens, den sie nie vergessen hat. Dieser Roman ist so wunderschön geschrieben. Er verwebt die Geschichten der Vergangenheit mit der der Gegenwart. Und er erzählt die Geschichte von wahrer Liebe. Zwischen Mann und Frau, Kind und Eltern, zwischen Geschwistern und eben die von Doris und Jenny. Es geht um das, was wirklich zählt im Leben. Die wirklich wichtige Frage ist “Hast Du genug geliebt?”. Mich hat die Geschichte von Doris tief berührt. Ein wirklich wundervolles Buch. Das ist der erste Roman der Schwedin Sofia Lundberg. Das kann ich gar nicht glauben, denn er ist fantastisch. Von dieser Frau möchte ich unbedingt mehr lesen.

Emotionale Reise in die Vergangenheit

Von: Rebecca Feist Datum: 14. October 2018

Ich mag die Cover- bzw. Umschlaggestaltung wirklich sehr gern. Die rote Hintergrundfarbe, die Vögel und die Beerenzweige harmonisieren wirklich sehr gut miteinander. Autorenname und Buchtitel wirken wie ein großer Aufkleber Insgesamt sehr schön! In diesem Buch geht es um Doris. Doris ist schon sehr alt und ziemlich einsam in ihrer Wohnung in Stockholm. Jetzt erinnert sie sich an ihre bewegte Vergangenheit. Die Personen, die ihr in ihrem Leben begegneten und ihr wichtig waren, hat sie in ihrem roten Adressbuch festgehalten. Dieses hat sie als Kind von ihrem Vater bekommen und seitdem ist es ihr ständiger Begleiter. Nun schreibt sie ihre Erlebnisse für ihre in Amerika lebende Großnichte auf. Der Roman wechselt immer zwischen Gegenwart und Vergangenheit, wodurch man die Protagonistin nach und nach kennenlernt. Und Doris' Leben hatte einige Höhen und Tiefen. Manchmal saß ich beim Leben nur kopfschütteltnd da. Nicht, weil ich die Geschichte für unglaubwürdig hielt. Im Gegenteil. Das Leben von Doris ist geprägt von vielen emotionalen Momenten, die die Autorin sehr gut zu Papier gebracht hat. Sofia Lundberg hat einen schönen, klaren und sehr einfühlsamen Schreibstil. Je weiter ich las, umso ergriffener wurde ich. Und am Ende ging nichts mehr: Taschentuchalarm! Die Kapitel sind den einzelnen Personen gewidmet, die Doris auf ihrem Lebensweg trifft, bis sie irgendwann sterben. Da Doris mittlerweile 96 Jahre alt ist, sind das so ziemlich alle. Durch die Erzählungen an ihre Großnichte erweckt Doris sie wieder zum Leben - wenn auch nur in ihren Erinnerungen. Fazit: "Das rote Adressbuch" ist eines jener Bücher, die sich in ein Leserherz schleichen und dort verweilen. Vielleicht reflektiert man auch ein wenig sein eigenes Leben und denkt über verpasste Chancen nach. Der Roman hat mich wirklich sehr berührt und mir mehr als eine Träne entlockt. Lest ihn - Ihr werdet es nicht bereuen!

Ein Wahnsinns Buch!!

Von: alwaysbelieveinbooks Datum: 11. October 2018

Das Buch wurde mir vom Goldmann Verlag als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Zum Buch:  Autor: Sofia Lundberg Seiten: 352 Verlag: Heyne Verlag Erscheinungsdatum: 10. September 2018 ISBN: 978-3442314997 Preis: 20,00€ (Hardcover) Zum Inhalt:  Hast du genug geliebt im Leben? Um diese Frage geht es in diesem Buch. Es ist die magische Reise eines Mädchens aus Stockholm, welches wortwörtlich ins Leben geworfen wurde, mit vielen Rückschlägen kämpfen musste und auf der Suche war nach ihrer großen Liebe. Doris, ist bereits 96 Jahre alt und lebt ihr einsames Leben in ihrer Wohnung. Manchmal greift sie nach ihrem roten Adressbuch, dem Buch, welches ihr ihr Vater vor so vielen Jahren geschenkt hatte. Sie sollte dort alle ihre Bekanntschaften eintragen, die ihr auf ihrem Lebensweg begegnen. Nach all den Jahren muss Doris feststellen, dass mittlerweile fast jeder Name durchgestrichen ist und das Wort TOT dahinter geschrieben steht. Sie hat sie alle überlebt. Lediglich ihre Nichte Jenny ist noch am Leben, und die wohnt mehrere Tausend Kilometer entfernt in Amerika. Sie skypen regelmäßig und das gibt ihr Kraft. Doris beginnt ihre Geschichte niederzuschreiben, für Jenny, für die Nachwelt. Sie weiß, dass sie nicht mehr allzu lange zu Leben hat und irgendwem muss sie doch ihre Geschichte erzählen. In abwechselnden Kapiteln erfahren wir alles über Doris' jetziges Leben und ihre Vergangenheit. Mein Fazit:  Ach was soll ich sagen, das Buch war so toll! Ein richtig schöner Schreibstil und  eine wahnsinnig tolle Geschichte! Ich hab Doris so lieb gewonnen in diesen 350 Seiten, dass ich mich gar nicht von ihr trennen wollte! Ihre Vergangenheit, ihre Reisen durch die Welt sind so spannend und interessant! Das Buch ist das erste Werk der Autorin und damit hat sie sich wirklich selbst übertroffen! Nicht zuletzt ist das Cover natürlich ein einziger Traum! Das Buch gibt einem so viel mit fürs Leben. Moralvorstellungen und Lebensweisheiten, die man wirklich gut gebrauchen kann. Ich fand Doris' Geschichte wirklich ergreifend und am Ende hab ich sogar geweint. Und das war seit langen bei keinem Buch der Fall!! 5/5 Sternen!!!!

Die Geschichte eines bewegten Lebens!

Von: 13Sarah06 Datum: 10. October 2018

Doris hat alle Personen, die in ihrem langen Leben eine wichtige Rolle gespielt haben, in ihrem roten Adressbuch festgehalten. Nun an ihrem Lebensabend nimmt sie dieses kleine rote Büchlein zur Hand und schreibt anhand der eingetragenen Personen ihre Lebensgeschichte auf für ihre Nichte Jenny. Dabei begleitet sie der Leser durch viele Jahrzehnte, Länder und Lebenslagen. Dieses Buch hat mich wirklich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und es ist seit Langem ein Buch bei dem ich tatsächlich einige Tränen verdrückt habe. Die Kapitel sind unterteilt in die Gegenwart und Abschnitte die sich einzelnen Personen in der Vergangenheit widmen. Geboren in Schweden hat Doris ein wirklich ereignisreiches und bewegtes Leben geführt. Hierbei werden sowohl die schönen und guten Zeiten, als auch die schweren und erschütternden Erlebnisse mit viel Authentizität erzählt. Der Schreibstil der Autorin ist wirklich wunderbar zu lesen und man fühlt sich in eine andere Zeit versetzt. Das Buch ist nicht nur ein romantisches Frauenbuch, wie das Cover vielleicht vermuten lässt, es ist viel mehr als das! Es beinhaltet die wirklich erzählenswerte und bewegende Geschichte von einer beeindruckenden Frau. Mein Fazit ~ Wer dieses Buch nicht liest, verpasst etwas!

Eine Reise in die Vergangenheit

Von: die.buecherdiebin Datum: 09. October 2018

Inhalt: Doris ist 96 und lebt allein in einer Wohnung in Stockholm. Täglich kommt eine Pflegerin, die sie sie ziemlich lieblos versorgt. Ansonsten sind die einzigen Lichtblicke in ihrem Leben die Gespräche über Skype mit ihrer Großnichte Jenny, die mit ihrer Familie in San Francisco lebt. Doris beginnt anhand der Einträge in ihrem roten Adressbuch, das sie als Zehnjährige von ihrem Vater zum Geburtstag geschenkt bekommen hat und seitdem wie einen Schatz hütet, für Jenny ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. Ihre Reise der Erinnerungen geht von Schweden nach Paris, New York, England und zurück nach Schweden. In Gedanken ist sie immer bei dem Mann, den sie nie vergessen konnte… Meine Meinung: Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. In der Gegenwart berichtet Sofia Lundberg von der alten und vereinsamten Doris, die trotz ihrer körperlichen Gebrechen allein in ihrer Wohnung lebt. Alle Verwandten und Freunde, deren Namen sie in ihrem Adressbuch notiert hat, sind inzwischen gestorben. Ihr ist nur noch ihre Großnichte Jenny geblieben, doch die wohnt weit weg in San Francisco. Doris möchte Jenny, sozusagen als Erbe, ihre bewegte Lebensgeschichte hinterlassen und beginnt, anhand der Namen in ihrem Adressbuch, sich zu erinnern und zu schreiben. In Rückblicken wird Doris Vergangenheit, die Menschen, die ihr Leben geprägt haben, sowie ihre schönen und schlimmen Erlebnisse, wieder lebendig. Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Er ist klar, einfach und sehr schnell zu lesen. Gerade die Kapitel in der Vergangenheit werden relativ kurz und ohne überflüssige Beschreibungen erzählt. Schon nach kurzer Zeit war ich so von dem Buch gefesselt, dass ich es nur zwischendurch ungern weggelegt habe. Jenny und Doris haben mir beide gut gefallen. Doris hat trotz ihrer Situation ihren Humor nicht verloren und Jenny zeigt der alten Dame ihre Liebe und Zuneigung ganz deutlich. Vor allem die Geschehnisse in der Gegenwart haben mich sehr berührt. Die gebrechliche und einsame Doris, die außer Jenny niemanden mehr hat, tat mir unglaublich leid. Das Ende ist zwar unglaubwürdig und konstruiert, rundet aber die Geschichte sehr schön ab und hat mir deshalb gut gefallen. Fazit: „Das rote Adressbuch“ ist ein berührender und schöner Roman, den ich sehr gerne gelesen habe. Vielleicht bringt die Geschichte von Doris ja Einzelne dazu, sich etwas mehr um einsame ältere Menschen zu kümmern.

Mit Tiefgang

Von: HexeLilli Datum: 05. October 2018

Ein wunderbarer Roman über das Leben, die Freundschaft und die Liebe. Trotz des hübschen Einbandes hätte ich das Buch ohne vorablesen sicher nicht in die Hand genommen. Zu ihrem 10. Geburtstag bekommt Doris von ihrem Vater ein rotes Adressbuch. Hier soll sie alle Menschen eintragen, die ihr in ihrem Leben wichtig sind. Leider endet ihre Kindheit drei Jahre später, als der Vater stirbt und sie selber für ihren Lebensunterhalt sorgen muss. Jetzt ist sie 96 Jahre und Doris erinnert sich an die Personen aus ihrem Adressbuch. Sie beginnt ihre Lebensgeschichte für ihre Großnichte Jenny, die in Amerika lebt, zu schreiben. Die Kapitel spielten in der Gegenwart und der Vergangenheit. Sie wurden sehr gefühlvoll geschrieben. Das Buch hat mich sehr nachdenklich zurückgelassen. Die arme Doris´ im hohen Alter hilflos und einsam und trotzdem zufrieden. Der Roman hat mir sehr gut gefallen und ich kann ihn nur empfehlen.

Das rote Adressbuch

Von: Cornelia Fett Datum: 30. September 2018

Das rote Adressbuch Roman Random House Gruppe 20. August 2018 Autor: Sofia Lundberg erschienen als Hardcover im Goldmann Verlag ISBN 978-3-442-31499-7 352 Seiten Hörbuch - gekürzte Fassung - Der Hörverlag ISBN 978-3-8445-3020-9 6 CDs - Laufzeit 7 Stunden 22 Minuten Inhalt und Personen Doris Alm ist die Protagonistin in diesem Roman von Sofia Lundberg. Doris Alm ist in Stockholm geboren und hat dort ihre Kindheit bei ihren Eltern mit ihrer Schwester Agnes zusammen verbracht. Als Doris 10 Jahre alt wurde, bekam sie von ihrem Vater ein Geschenk: ein rotes Adressbuch. In diesem Adressbuch sollte Doris alle Personen verewigen, die ihr etwas bedeuten. Ein erster Eintrag war bereits vorhanden: A. Alm, Eric. Ihr Vater hatte sich bereits eingetragen. Kurze Zeit später verunglückte Eric Alm und Doris hütete ihr rotes Adressbuch und trug - wie ihr geheißen - alle Namen der ihr bedeutsamen Personen ein. So begleitete Doris das Adressbuch durch ihr Leben und an die verschiedenen Stationen ihrer Aufenthaltsorte. Es durchlebte ihre Zeit als Model in Paris, den Krieg, die Reise nach New York und England und schließlich zurück nach Schweden, wo ihr als alte Frau immer noch das rote Adressbuch in den Händen liegt. Doris beginnt anhand der dort notierten Namen ihre Geschichte zu erzählen. Viele der Namen sind bereits durchgestrichen. Dafür steht der Vermerk "tot" hinter dem Namen. Sie schreibt ihre Geschichte für Jenny nieder. - Das einzige Familienmitglied, dass Doris noch hat. Jenny lebt mir ihrem Mann und ihren Kindern in San Francisco. Über Skype halten Doris und Jenny den Kontakt. So können sie sich gelegentlich sehen und miteinander sprechen. Doch für so etwas, wie ein ganzes Leben zu erzählen fehlt die Nähe und die Zeit. Doch Doris hat Zeit. Und so erzählt sie von all den Menschen, die ihr Herz bewegten. Von Menschen, die ihr Herz haben schwer werden lassen und von Menschen, bei denen ihr Herz vor Freude hüpft. Meine Meinung Die Geschichte um Doris ist sehr einfühlsam und klar geschrieben. Doris wird mir im Laufe der Erzählungen immer vertrauter. Das Buch ist in kurze Kapitel unterteilt. Die Kapitel sind mit Überschriften versehen, so dass es für mich als Leser sehr leicht ist, gleich in der richtigen Zeit einzusteigen. Die Geschichte wird teils in der Gegenwart und teils in der Vergangenheit erzählt. Kapitel, die in der Gegenwart spielen, sind mit fortlaufender Nummerierung versehen. Kapitel, die von der Vergangenheit erzählen, mit dem jeweiligen Namen - passend zum Eintrag im roten Adressbuch. Vorangestellt ist dabei der Buchstabe des Nachnamens, der Nachname gefolgt vom Vornamen und - wenn die Person verstorben ist - wurde der Name durchgestrichen und das Wort "tot" dahinter vermerkt. Daran sehe ich, dass Doris ihr rotes Adressbuch über all die Jahre stets gepflegt und die Eintragungen erneuert hat. Mir gefällt die Leichtigkeit, mit der die Geschichte erzählt wird. Doris Leben kann ich ebenso emotional verfolgen. Es sind schwierige Zeiten und doch gibt Doris niemals auf. Oft denke ich während des Lesens an die Worte, die ihre Mutter Doris mit auf den Weg gab. "Ich wünsche dir von allem genug", flüsterte sie mir ins Ohr. "Genug Sonne, die Licht in deine Tage bringt, genug Regen, damit du die Sonne schätzen kannst, genug Glück, das deine Seele stärkt, genug Schmerz, damit du auch die kleinen Freuden des Lebens genießen kannst, und genug Begegnungen, damit du die Abschiede besser verkraftest." - Seite 46 Zurückblickend auf Doris Leben denke ich, dass jedes Glück, jede Freude immens groß sein kann. Die kleinen Dinge sind doch meistens die, die uns am meisten freuen. Ein Sonnenstrahl, eine Umarmung, ein freundliches Wort und das Glück ist perfekt. - Zumindest für diesen wunderbaren Augenblick. Während eines Lebens gibt es nicht nur diese zuckersüßen Momente, sondern auch Momente, in denen das Leid schier unabänderlich über uns hereinbricht. Es fühlte sich an, als wäre ich verkauft worden. Ich hatte keine andere Wahl, als in den Wagen zu steigen und mich in eine ungewisse Zukunft fahren zu lassen. - Seite 66 Heute denke ich, man hat immer eine Wahl. Aber manchmal eben auch nicht. Und das zeigt ganz klar die Geschichte um Doris. In dem Buch geht es um Freundschaft, um Liebe, um die Höhen und Tiefen im Leben. Darum, dass man an seinen Erlebnissen zerbrechen oder wachsen kann. Darum, dass man sein Leben selbst führt oder für andere. Darum, dass man sein Leben mit anderen teilt. Ich konnte mich sehr gut emotional auf diese Reise begeben, da durch die Vertrautheit des Erzählens eine Nähe aufgebaut wurde, die es mir einfach machte, das Erlebte nachzuvollziehen. Da war ein Band zwischen unseren Herzen, ein schimmernder Regenbogen, dessen Funkeln im Laufe der Jahre kam und ging. - Seite 77 Dabei waren mir die Erlebnisse in der damaligen Zeit genauso präsent, wie die Gegenwart. Es ist diese Natürlichkeit, mit der Sofia Lundberg die Geschichte um Doris erzählt, die mich mitnimmt und durch die Zeilen - durch Doris Leben - trägt. Die Trauer, der Schmerz, das Leid, das Glück, die Freude. - An allem lässt Sofia Lundberg mich mit ihrem Erzählstil ungeschönt teilhaben. Das rote Adressbuch ist Sofia Lundbergs Debütroman. Die Buchrechte wurden bereits in 28 Länder verkauft. Das rote Adressbuch ist ebenfalls als Hörbuch erschienen. Zum Hörbuch Das Hörbuch wird gelesen von Beate Himmelstoß und Susanne Schröder. Beate Himmelstoß liest die Kapitel der Gegenwart und somit der Doris, die ihre Geschichte erzählt. Beate Himmelstoß gelingt es, eine Erfahrenheit in die Stimme zu legen, die mich annehmen lässt, dass diese Stimme selbst dies alles erlebt hat. Susanne Schröder liest die Parts aus der Vergangenheit. Susanne Schröder verleiht Doris eine jugendliche Beschwingtheit, die mich mitnimmt in ein Paris der Dreißigerjahre und mich miterleben lässt, was und wem Doris in dieser Zeit und der folgenden alles begegnet. Das Hörbuch ist auf 6 CDs verteilt und als gekürzte Lesung mit einer Gesamtlaufzeit von 7 Stunden und 22 Minuten angegeben. Tatsächlich fehlen diese in der Hörbuchfassung weggelassenen Zeilen aber nicht in der Geschichte. Die Handlungen bleiben nachvollziehbar und schlüssig und die Geschichte an sich kommt auch ohne diese weiteren Zeilen aus. Fazit Wer sich auf eine emotionale Reise begeben will, ist mit diesem Roman sehr gut beraten. Die Lebensgeschichte von Doris ist bewegend erzählt. Ich kann Euch das Buch ehrlich ans Herz legen.

Wie viel Menschen lässt du in dein Leben - und wer bleibt?

Von: Sabrina Datum: 21. September 2018

In der letzten Zeit wurde kein Buch so sehr beworben wie "Das rote Adressbuch" - auf vielen Internetseiten, durch Agenturen - auf "das rote Adressbuch" wurde fast überall hingewiesen. Ich finde das ganze hypen ja manchmal nicht mehr feierlich, aber hinter diesem Buch versteckt sich eine wirklich schöne, ruhige und dennoch bewegende und emotionale Geschichte. Schon das Cover zieht einen bei Buch und auch beim Hörbuch in den Bann, es soll dem roten Adressbuch angeglichen sein, dass Doris von ihrem Vater geschenkt bekommt. Und dann fangen wir mit der Geschichte an... Eine alte Dame sitzt in ihrer Wohnung an ihrem Tisch und wartet auf den Pflegedienst, einige Dinge liegen vor ihr unter anderem das Buch. Das Buch das alle wichtigen Menschen enthält, die in ihrem Leben vorgekommen sind. Ein Leben, das viel zu früh beginnt ernst zu werden - in dem Moment, als ihr Vater nach seinem Unfall nicht mehr nach Hause kommt und sie ihre erste Stelle antreten muss, weil ihre Mutter alle nicht versorgen kann. "Das rote Adressbuch" ist Sofia Lundbergs Debüt. Ein Buch, dass die Anforderungen an sie nun bestimmt sehr hoch werden lässt. Durchaus berechtigt. "Das rote Adressbuch" bezaubert nicht nur durch seine Geschichte, und wie diese erzählt wird, sondern ebenfalls durch den schönen und gut zu lesenden Schreibstil. Man kann sich die Erlebnisse von Doris ganz vor die Augen führen. Wir reisen durch viele Länder und Kontinente - Paris, New York, Stockholm. Es ist meistens eine sehr ruhige Atmosphäre, in der wir Doris Leben und auch das ihrer Nichte Jenny mitverfolgen. Ihre Bekanntschaften, ihre Lieben, ihre Verluste - ein bewegendes Buch mit vielen emotionalen Momenten. Ebenso besonders wie das ganze Buch, sind auch die Charaktere, man fühlt sich Doris verbunden und ich habe direkt Sympathie für sie empfunden, es gibt Ecken und Kanten und man kann die verschiedenen Beziehungen nachempfinden und fühlen. "Das rote Adressbuch" erzählt die Geschichte eines bewegten Lebens und wir dürfen sie mitverfolgen - ich bin sehr gespannt, was Sofia Lundberg als nächstes vorlegen wird.

So rührend und unglaublich ergreifend!

Von: Juliane - I AM JANE Datum: 18. September 2018

Hach, ich weiß jetzt schon, dass ich es nicht schaffen werde, meine Gedanken geordnet niederzuschreiben. Ich kann einfach nicht ausdrücken, wie wunderbar und ergreifend dieses Buch ist. Der Inhalt klingt so simpel und fast langweilig – und doch steckt so viel Spannung, Liebe und Schmerz darin. Wir haben hier zwei Zeitebenen, die Gegenwart der 96-jährigen Doris; und die Erzählung über ihr Leben. Beginnend in den 20er / 30er Jahren als sie noch ein junger Teenager war und sich mit einem Mal allein versorgen muss. Bis hin zu dem Hier und Jetzt, als es sich fast in Nichte Jennys Geschichte verwandelt. Es ist so umfassend und interessant. Schweden, Paris, England und die USA – überall war Doris zuhause und lebte in teilweise widrigen Umständen. Doris erzählt nicht jeden Tag im Detail, aber besondere Schlüsselerlebnisse. Und diese sind so detailliert und intensiv beschrieben, dass ich mich fühlte, als wäre ich dabei. Ich konnte Doris neben mir stehen spüren, ihre Gefühle und Gedanken so genau nachvollziehen. Hach! Ich wollte sie retten und konnte nur zusehen, wie sich ihre Situation dramatisch zuspitzte. Es ist wirklich nichts für schwache Nerven. Es ist keine “heile Welt, Ritter kommt auf weißen Pferd und rettet sie” – Geschichte. Es ist eine Geschichte, wie sie vermutlich tatsächlich stattgefunden hat – so, oder ähnlich. Das Leben zu den Zeiten des Kriegs war kein Zuckerschlecken und in diesem Roman spürt man fast selbst, wie sich der Krieg auch auf „Unbeteiligte“ auswirkte. (Übrigens ist für ein solches Erlebnis auch „Abitte“ von Ian McEwan sehr gut geeignet.) Mich beeindruckte die gesamte Geschichte, ging mir unter die Haut und ließ mich ziemlich zerstört zurück. Die Geschichte an sich ist nicht vorhersehbar, denn der Plot folgt keinem 08/15 Muster. Das Ende ist ein wenig vorhersehbar, was aber gar nicht störte, sondern die Geschichte gut abrundete. Ich sog die Worte nur so in mich hinein und wollte gleichzeitig nicht, dass die Geschichte endet. Was genau diesen Effekt ausmachte, kann ich nicht sagen. Die Atmosphäre, die Personen, … das Gesamtpaket. Selten war ich so ergriffen bei einem Roman und fühlte mich so persönlich angesprochen. Doris‘ Verzweiflung als Jugendliche, die Missbrauch so ausgesetzt war und diese Stärke, die sie gleichzeitig vermittelte. Ich folgte staunend ihren Weg, ihren Mut, alles für ihr Liebe zu geben und sogar das Land zu verlassen. Wie sie kämpfte und aufgab, wie sich alles auf ein Thema zuspitzt. Es geht um die Liebe. Ich will auf keinen Fall zu viel verraten. Doch die Liebe ist etwas, das Doris entdeckt und zu ihrem Leitmotiv erwählt. Auch lernt man gemeinsam mit Doris, dass die Liebe nicht nur schön ist, sondern einem auch das Herz brechen kann. Die letzten Seiten konnte ich nur schniefend lesen, mich packte es so sehr und ich war extrem ergriffen. Ich hab das nicht häufig bei Büchern und mich überraschte es, dass Doris mich mit ihrer Geschichte so berühren konnte. Auch Jenny, ihre Nichte, gefiel mir sehr gut. Sie war nicht die Klischee entfernte Verwandte, sondern interessiert sich tatsächlich für Doris und auch ihr Lebensweg war erstaunlich. Hier merkt man die Verwandtschaft zu Doris – in ihrer Art und ihrem Mut. Der Roman lässt mich viel über mich nachdenken, meine Familie, unser Verhältnis. Es ist persönlich. Der Roman gibt mir viel mit auf meinen eigenen Weg. Und allein das macht das Buch für mich zu einem neuen Lieblingsbuch. Zu guter Letzt MUSS ich das Cover erwähnen, denn das ist eine absolute Schönheit. Wow! Die deutsche Variante gewinnt klar vor den anderen Covern. Fazit: Selten hat mich ein Buch so ergriffen wie „Das rote Adressbuch“. Mitfiebern, freuen und weinen – all das birgt diese Lebensgeschichte von der Schwedin Doris. Man wird dankbar für das, was man hat. Es rückt die Gedanken gerade und lässt einen das Leben mehr zu schätzen wissen. Ein absoluter Lesetipp!

Reise in die Vergangenheit

Von: Conny S. Datum: 17. September 2018

Das Buch „Das rote Adressbuch“ von Sofia Lundberg nimmt den Leser mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Die gealterte Doris lebt in Stockholm und beginnt über ihr Leben und die Menschen nachzudenken, denen sie im Laufe der Zeit begegnet ist. Als kleines Mädchen hat sie von ihrem Vater ein rotes Adressbuch geschenkt bekommen, in dem sie Personen eingetragen hat, die in ihrem Leben eine Rolle gespielt haben. Leider musste sie hinter die meisten Namen schon das Wort „tot“ schreiben. Um die Erinnerungen an diese Menschen und auch ihre eigene Geschichte für die Nachwelt zu erhalten, beginnt Doris alles für ihre Nichte Jenny niederzuschreiben. So erfahren wir, dass Doris nicht lange nach dem Tod ihres Vaters erwachsen werden musste. Sie landete in jungen Jahren als Dienstmädchen in der gehobenen Gesellschaft von Stockholm. Durch ihre Anstellung gelangte sie im Teenie-Alter ins Paris der 20er Jahre. Hier begegnete ihr die Liebe ihres Lebens. Leider ist Doris und Allan das Glück nicht hold. Nach dem traurigen Ende dieser Beziehung stürzte sich die junge Frau ganz in ihre Modelkarriere. Bald musste sie sich nach dem Tod ihrer Mutter um die mittlerweile entfremdete kleine Schwester kümmern. Zusammen brechen die beiden in ein neues Leben nach Amerika auf. Gerade noch rechtzeitig, da in Europa der 2. Weltkrieg kurz vorm Ausbrechen ist. Für Doris endet die Reise dort natürlich nicht. Es verschlägt sie noch nach England und von da aus wieder in ihre Heimat Schweden. Hier neigt sich das ereignisreiche Leben der 96-Jährigen langsam dem Ende zu. Ihrer Nichte Jenny kann sie noch viel ihrer Lebensgeschichte weitergeben und scheidet dann glücklich und geliebt aus dem Leben. Die Geschichte von Doris ist sehr bewegend. Man leidet als Leser mit ihr mit und bewundert sie für ihre Stärke. Das Buch ist sehr emotional geschrieben und man muss es einfach auf einen Ruck durchlesen.

Ein roter Faden durchs Leben

Von: Grete Bauer Datum: 17. September 2018

Das rote Adressbuch geschenkt von ihrem Vater zum 10.Geburtstag ist am Ende ihres Lebens der rote Faden ihres Lebens. In der Vorkriegezeit in Stockholm geboren anfangs ein glückliches Kind, nach dem Tod des Vaters von der Mutter aus Not wegegeben worden und durch das Leben mäandert. Am Ende des Lebens liegt das rote Adressbuch vor ihr und sie beginnt ihr Leben zu erzählen, damit noch was von ihr übrigbleibt wenn sie geht. Das ist die Anfangsstimmung eine alte Frau in ihrer Wohnung Besuch bekommt sie nur noch vom Pflegedienst, weil alle anderen TOT sind. Wir erleben die alte Dame wie sie jung und ihr Leben geniesst, Fehler macht, die sie bereuen wird und doch gelebt hat. Thema ist das alte Einsamwerden, wer begleitet uns am Ende unserer Tage, die meisten werden nicht das aussergewöhnliche Leben von Doris haben, aber alle hatten ein Adressbuch. Das Buch hat allein schon durch das rote Cover einen Sog auf den Leser und das Leben von Doris macht neugierigv und man geniesst den schönen Schreibstil von Sofia Lundberg. Anfangs wird alles ruhig und unaufgeregt erzählt zum Ende wird es etwas hektischer, vielleicht weil dann der Tod immer näher rückt und nicht mehr abwendbar ist. Eine schöne Geschichte aus Schweden, Paris und New York.

Ein ergreifendes Buch

Von: lese_pirat Datum: 16. September 2018

Das rote Adressbuch ist ein sehr rührendes Buch über eine alte Dame namens Doris, die ihre Erinnerungen für ihre Nichte Jenny aufschreibt. Dabei nutzt sie ihr Adressbuch, in dem so viele Namen stehen, die sie während ihres Lebens begleitet und geprägt haben. Es ist quasi die Landkarte ihres Lebens. Ein sehr ereignisreiches Leben voller Umzüge, neuen Menschen und Sprachen, Krieg, Liebe, Erfahrungen und Namen. Das Buch hat mich wirklich berührt. Der Lesende erfährt auf der einen Seite die Gegenwart von Doris und auf der anderen Seite ihre Vergangenheit, sortiert nach den Namen aus ihrem Adressbuch. Das ist eine sehr schöne Idee und passt meiner Meinung nach wirklich gut. Während des Lesens habe ich die melancholische Stimmung richtig gespürt und wurde vom Buch mitgerissen. Am Ende war eigentlich klar, worauf es hinauslaufen wird. Allerdings hätte ich mit einer Sache nicht gerechnet und wurde noch überrascht. Ich habe sogar ein paar Tränen vergossen, weil ich so ergriffen war. Jenny als Figur mochte ich auch wirklich gerne. Ich fand es total spannend zu lesen, wie die Figuren im Buch nach und nach immer mehr miteinander verwoben waren und Hintergründe geklärt wurden. Doris ist so viel passiert in ihrem Leben und das in einer Zeit, in die wir so nicht mehr blicken können. Des Weiteren finde ich Schweden als Handlungsort echt klasse. Der Schreibstil der Autorin hat mir auch sehr gut gefallen und das Cover der Buches ist einfach nur wunderbar. Ich gebe diesem wunderschönen Buch 5/5 🌟

Sofia Lundberg - Das rote Adressbuch

Von: Christina Wagener Datum: 10. September 2018

Was würdet ihr mit einem alten Adressbuch machen, was euch als Erinnerung hinterlassen wurde? _________________ *** REZENSION von ©Flotte Buchlotte*** _________________ Angaben zum Buch: Sofia Lundberg Das rote Adressbuch Goldmann Verlag 352 Seiten 20.08.2018 erschienen 978-3-442-31499-7 20,00 € Gebunden _________________ Angaben zum Cover: Das Cover mit seiner Gestaltung in Form eines Adressbuches und den schönen Verzierungen gefällt mir ausgesprochen gut. _________________ Angaben zum Autor: Sofia Lundberg wurde 1974 geboren und arbeitet als Journalistin in Stockholm. Mit ihrem Debütroman »Das rote Adressbuch« eroberte sie die schwedische Literatur- und Bloggerszene im Sturm. _________________ Klappentext: Eine bewegende Reise durch ein Meer von Erinnerungen - und eine Hommage an das Leben und die Liebe. Doris wächst in einfachen Verhältnissen im Stockholm der Zwanzigerjahre auf. Als sie zehn Jahre alt wird, macht ihr Vater ihr ein besonderes Geschenk: ein rotes Adressbuch, in dem sie all die Menschen verewigen soll, die ihr etwas bedeuten. Jahrzehnte später hütet Doris das kleine Buch noch immer wie einen Schatz. Und eines Tages beschließt sie, anhand der Einträge ihre Geschichte niederzuschreiben. So reist sie zurück in ihr bewegtes Leben, quer über Ozeane und Kontinente, vom mondänen Paris der Dreißigerjahre nach New York und England - zurück nach Schweden und zu dem Mann, den sie einst verlor, aber nie vergessen konnte. _________________ Meine Meinung: Dieses Buch wollte ich unbedingt lesen und wurde auf keinen Fall enttäuscht. Es erzählt von der 96-jährigen Doris, die krank und altersschwach war. Ihre geliebte Großnichte Jenny - die die Tochter ihrer Schwester Agnes war - lag ihr sehr am Herzen. Und weil sie die einzige war, schrieb sie ihr in ihrem roten Adressbuch alle ihre wichtigen Menschen, die ihr in ihrem Leben etwas bedeuteten, nieder. Da waren zum einem Nilsson Gösta, ihr Freund oder gar ihre große Jugendliebe Allan Smith um nur einige zu benennen. Aufgrund ihrer Krankheit und Schwäche sowie ihres hohen Alters machte Doris dennoch einen resoluten und rüstigen Eindruck auf mich. Auch war sie öfters für einen kleinen Spaß zu haben. Auch was die neue moderne Technik anbelangte, schreckte sie auch davor nicht zurück. Auch Jenny, die mit ihrer Familie in den USA lebte, drei Kinder hatte, kam sehr liebenswürdig rüber. Allein schon die Tatsache, dass sie immer um dieselbe Uhrzeit mit ihrer Tante skypte machte sie so. Der Schreibstil laß sich wirklich sehr gut und ich flog nur so über die einzelnen Seiten. Die Sichtweise der einzelnen Kapitel war abwechselnd erzählt aus dem „Heute“ und auf der anderen Seite „aus dem roten Adressbuch“ und der Geschichte von damals. So erfuhr man auch nebenbei, was Jennys drogensüchtiger Mutter Elise geschehen war, und was ich sehr traurig fand. _________________ Fazit: Eine wirklich sehr emotionale und berührende Geschichte die ich gerne gelesen habe. Ich bin ein großer Fan solcher Romane. Bitte mehr davon. --> 4 von 5 Sterne <--

Herzergreifend!

Von: Booklove15_11 Datum: 10. September 2018

Eine sehr achtenswerte, liebevolle 96 jährige Großtante, Schwester, Haushälterin, Mannequin, Freundin; Doris... Eine Liebe der Jahrzehnten, über die Kontinenten hinweg tief in dem Herzen lebt. Ein rotes Adressbuch das alles schöne aber auch traurige Erlebnisse, alle kurzen aber auch Lebens veränderte Bekanntschaften in sich trägt. Eine kleine, falsche Bewegung die das komplette leben aus dem rudern bringt. Eine Lebensgeschichte, eine lange Reise die erzählt, wie vielfältig und wunderbare Gefühl der Liebe ist! Eine Geschichte tief unter die Haut geht, lächeln im Gesicht zaubert, tränen im Auge hervor ruft... Sehr tiefgründige, bewegende, realistische Story, die Leser in einen berührenden, liebevollen zugleich teilweise traurigen und schmerzhaften Reise mit nimmt. Ich war mit Doris in Schweden, in Paris, in Amerika. Ich habe mit ihr gelacht, geliebt, gelebt, gelitten... Der wahrheitsgetreue Geschichte hat mich tief emotional ab den ersten Seiten voll gepackt und nicht mehr los gelassen. Die viele ergreifende Momente baut gewisse Spannung und regt zum nachdenken. Die Erzählung von mehreren Zeitebenen sind gut gelungen und angenehme Schreibstil rundet die den Handlung perfekt ab. Die Historischer Touch ist gekonnt mit dem Gegenwart aneinandergefügt und die ernsthafte Themen wie Krieg, Armut und Vergewaltigung Dank feinfühlige Wortwahl von der Autorin sehr angenehm zu lesen. Eine sehr gut gelungenes Roman welche mich nicht nur zutiefst berührt hat, sondern mich auch zu Tränen rühren aber auch zum schmunzeln bringen konnte. Sehr empfehlenswert!

Berührend und wunderschön

Von: Buchlieblinge Datum: 08. September 2018

Inhalt: Zu ihrem 10. Geburtstag bekommt Doris von ihrem Vater ein ganz besonderes Geschenk. Er schenkt ihr ein rotes Adressbuch, in dem sie alle Menschen festhalten soll, denen sie im Laufe ihres Lebens begegnet, damit sie sie nicht vergisst. Für Doris wird dieses Buch zu einem wichtigen Lebensbegleiter. Eines Tages beginnt sie, mit Hilfe dieser Einträge ihre Lebensgeschichte niederzuschreiben. So blickt sie noch einmal zurück auf ein langes und bewegtes Leben, das sie zuerst von Stockholm wegführt, aber über Paris, New York und England dann wieder nach Schweden zurückkehren lässt. Auch der Mann, den sie geliebt, dann aber verloren, jedoch nie vergessen hat, spielt bei dieser Reise eine große Rolle. Meine Meinung:  Ein schönes und überaus passendes Buchcover Das Buchcover gefällt mir sehr, denn es lässt mich tatsächlich sofort an ein kleines Adressbüchlein denken, das besondere Namen sammelt. Ich mag die Farbkombination von dem leuchtenden Rot und dem unauffälligeren Grau. Auch wirkt es auf mich nostalgisch, was wiederum wunderbar zur Geschichte des Buches passt. Für mich ist das Buchcover perfekt gewählt und würde im Buchladen sofort meine Aufmerksamkeit erhalten. Ein ruhiger, aber dennoch fesselnder Schreibstil   Der Schreibstil von Sofia Lundberg hat mich sofort gepackt. Er ist zwar überaus angenehm und fast ruhig vor sich hinplätschernd, aber dennoch voller Spannung und Geheimnisse. Das Buch erzählt abwechselnd in der Gegenwart und in der Vergangenheit, was mir sehr gut gefallen hat. Ich kann wirklich nicht sagen, welcher Handlungsstrang mir da mehr gefallen hat, denn beide sind einfach wunderschön und sehr berührend. Berührende Charaktere  Mich hat Doris von der ersten Seite an sehr berührt. Denn sie ist eine 96-jährige Frau, die mittlerweile fast alle ihre Verwandten und Bekannten überlebt hat. Sie lebt dennoch noch alleine in einer Wohnung, wo sie von einer Pflegerin täglich versorgt wird. Außer ihrer Großnichte Jenny, mit der sie regelmäßig über Skype spricht, hat sie niemanden mehr und ist daher sehr einsam. Beim Niederschreiben ihrer Lebensgeschichte trifft der Leser auf viele unterschiedliche Charaktere, die stellenweise unglaublich interessant, manche aber auch sehr grausam sind. Von vielen hätte ich gerne noch mehr erfahren, bei manchen war ich froh, wenn die Erzählung vorüber war, denn es waren keine schönen Begegnungen in Doris Leben. Mir hat es sehr gefallen, das Leben von Doris so hautnah miterleben und auch so viele verschiedene Emotionen dabei empfinden zu können, dass ich gerne immer weitergelesen hätte. Denn es gibt so viel zu entdecken, dass es nie langweilig wird. Vor allem die tragische Liebesgeschichte mit Allan, den sie ihr ganzes Leben geliebt hat, hat mich mehr als berührt. Mehr werde ich über diesen Teil aber nicht berichten, denn ich finde, dass jeder Leser diese Geschichte selbst ergründen sollte. Aber nicht nur Doris habe ich sofort in mein Herz geschlossen, sondern auch ihre Großnichte Jenny. Welch enge Bindung die beiden Frauen verbindet, kommt erst ganz langsam ans Licht und war für mich sehr spannend zu entdecken. Dennoch habe ich von Anfang an gemerkt, dass die beiden sehr eng verbunden sind und sich gegenseitig sehr lieben. Umso schöner waren die Momente, die sie gemeinsam erlebt haben und die mich als Leserin emotional komplett aus der Bahn geworfen haben. Aber wie schon oben erwähnt, gibt es nicht nur Doris und Jenny, sondern noch ganz viele andere Charaktere, die es absolut wert sind, vom Leser entdeckt zu werden. Sei es Allan, Gösta oder auch Agnes. Und das sind nur ein paar davon ... "Ich wünsche dir von allem genug. Genug Sonne, die Licht in deine Tage bringt, genug Regen, damit du die Sonne schätzen kannst, genug Glück, das deine Seele stärkt, genug Schmerz, damit du auch die kleinen Freuden des Lebens genießen kannst, und genug Begegnungen, damit du die Abschiede besser verkraftest." Dieses Zitat, das ich das erste Mal auf Seite 46 gefunden habe, ist unglaublich schön und beinhaltet alles, was man für ein glückliches Leben benötigt. Es passt perfekt zu Doris Lebensgeschichte, die wirklich von allem etwas hatte und wird sicherlich auch zu der Lebensgeschichte jedes Lesers passen, denn das Leben ist nicht immer voller Sonnenschein, sondern beinhaltet auch viele Regentage ... Mein Fazit: "Das rote Adressbuch" von Sofia Lundberg erzählt eine wunderschöne Lebensgeschichte, die mich zutiefst berührt und an sich gefesselt hat. Doris und auch Jenny werden mich noch eine ganze Weile in meinen Gedanken begleiten. Ich hatte unglaubliche Lesestunden und werde dem Buch einen besonderen Platz in meinem Bücherregal geben. Natürlich gibt es eine absolute und nachdrückliche Leseempfehlung von mir!!!

Hast du genug geliebt?

Von: milkysilvermoon Datum: 07. September 2018

Die 96-jährige Doris Alm lebt in Stockholm und ist auf die Hilfe von Pflegekräften angewiesen, als sie einen Blick zurück auf ihr Leben wirft. Aufgewachsen in einfachen Verhältnissen im Schweden der 1920er-Jahre, erhält sie im Alter von zehn Jahren von ihrem Vater Eric ein rotes Adressbuch als Geschenk. Darin soll sie die Menschen verewigen, die ihr etwas bedeuten. Auch im hohen Alter passt sie gut darauf auf. Sie beschließt, für ihre Großnichte Jenny anhand der Einträge im Adressbuch die Geschichte ihres sehr bewegten Lebens niederzuschreiben… „Das rote Adressbuch“ ist der berührende Debütroman von Sofia Lundberg. Meine Meinung: Der Roman besteht aus 37 eher kurzen Kapiteln und endet mit einem Epilog. Passagen aus der Gegenwart wechseln sich mit solchen aus der Vergangenheit ab, wobei die Übergänge gut markiert sind. Die Erinnerungen von Doris werden in der Ich-Perspektive erzählt. Die unterschiedlichen Episoden werden mit Namen aus dem Adressbuch überschrieben. Der Aufbau ist durchdacht und funktioniert prima. Der Schreibstil ist nicht nur angenehm und flüssig, sondern auch sehr einfühlsam und gefühlvoll. Mit einem liebevollen Blick für Details und die Hauptprotagonistin wird viel Atmosphäre transportiert. Schnell bin ich in die Geschichte eingetaucht und habe das Buch nur ungerne zur Seite gelegt. Im Mittelpunkt des Romans steht Doris Alm, die ich als Hauptcharakter wegen ihrer sympathischen Art schon nach wenigen Seiten in mein Herz geschlossen habe. Sie wirkt ebenso authentisch wie die übrigen Personen. Zwar bleiben viele der Nebenfiguren dagegen blass. Dies hat mich jedoch beim Lesen nicht gestört. Die Handlung ist dank der unterschiedlichen Episoden in Doris‘ Leben abwechslungsreich. Die Geschichte bleibt kurzweilig und konnte mich fesseln. Eine Stärke des Romans ist es, dass er sehr emotional und bewegend ist. Es geht um Themen wie Liebe und Glück, aber auch um Verlust, Trauer und Einsamkeit. Immer wieder sind Lebensweisheiten eingeflochten. Dadurch regt die Geschichte zum Nachdenken an und wird wohl noch eine Weile bei mir nachklingen. Die Grundidee hat mich gleich angesprochen. Schön finde ich, dass die Geschichte sogar auf einer wahren Persönlichkeit basiert, der unverheirateten und inzwischen verstorbenen Großtante der Autorin, die ebenfalls Doris hieß. Sehr gut gefällt mir auch das Cover, das sich optisch an das rote Adressbuch anlehnt und sehr hübsch gestaltet ist. Der deutsche Titel ist erfreulicherweise sehr wortgetreu aus dem Schwedischen übersetzt und passt natürlich inhaltlich auch hervorragend zur Geschichte. Mein Fazit: „Das rote Adressbuch“ von Sofia Lundberg ist ein gelungener Roman, der mich bewegen und überzeugen konnte. Ich kann die Geschichte wärmstens empfehlen.

Meilensteine auf dem Lebensweg

Von: Frau Goethe liest Datum: 06. September 2018

Doris ist noch nicht erwachsen als ihre Mutter sie in einen anderen Haushalt in Stockholm gibt. Der Vater ist gerade verstorben und für sie und ihre jüngere Schwester Agnes reicht das Geld nicht. Mit ihren wenigen Habseligkeiten, darunter aber ein rotes Adressbuch, das ihr ihr Vater schenkte, zieht Doris um. Die Arbeit beim Putzen und Bedienen ist anstrengend, aber irgendwas scheint die Hausdame an Doris zu beeindrucken. Etwas später ziehen nämlich beide nach Paris und Doris wird ein gefragtes Modell. Sie lernt in der französischen Hauptstadt den amerikanischen Studenten Allan kennen und lieben. Nach glücklichen Monaten verschwindet er plötzlich und erst über ein Jahr später erhält Doris einen Brief von ihm. Gemeinsam mit Agnes bucht sie eine Schiffspassage nach New York. Sofia Lundberg erzählt eine Lebensgeschichte, wie sie nicht viele Menschen erleben. Sie lässt ihre Protagonistin von Stockholm über Paris nach New York und England ziehen. Während des Zweiten Weltkriegs sind die Zeiten gerade für die alleinstehende Doris nicht einfach. Es ist gefährlich, unterwegs zu sein und auch gefährlich, jemandem zu vertrauen. Immer wieder drängt sich aber auch die Liebesgeschichte zu Allan in den Vordergrund, den Doris für den Rest ihres Lebens nie ganz vergessen kann. Durch die Rückblicke wird nicht nur die Lebensgeschichte erzählt, sondern man lernt auch ihre Persönlichkeit genau kennen und bekommt einen Eindruck von ihren Empfindungen. Der Schreibstil lässt dabei einen natürlichen Plauderton zu, der Doris fast zu einer alten Freundin macht. Als Hauptnebenfigur wird Jenny, die Nichte von Doris, beschrieben. Sie lebt in San Francisco mit ihrem Mann und drei Kindern. Sie sorgt sich um ihre Familie und skypt täglich mit ihrer Tante in Stockholm. Die Entfernung scheint ihrer innigen Beziehung nichts auszumachen. Dank der modernen Technik kann Jenny so allen Bedürfnissen gerecht werden, bis Doris stürzt und offensichtlich jemand in ihrem Haus gebraucht wird. Jennys Ehemann ist nicht begeistert, dass sie Hals über Kopf aufbricht, um Doris zu helfen. Auch diese Zwickmühle ist so plastisch beschrieben, dass man beim Lesen nach Lösungen suchen möchte, um der sympathischen jungen Frau zu helfen. Die schwedische Autorin hat es geschafft, eine tragische Lebensgeschichte mit viel Feingefühl zu beschreiben. Doris wird mit jeder Seite facettenreicher und als Leser ist man an ihrem Schicksal von Kapitel zu Kapitel mehr interessiert. Gleichzeitig gibt sie einen historischen Querschnitt durch das vergangene Jahrhundert, was den Zivilisten ungewollt passierte. Die Tagebuchform in den Adresseinträgen bildet dazu einen persönlichen Rahmen. Muss ich betonen, dass dieses Buch eine Leseempfehlung ist?

Zu Herzen gehend

Von: malin19 Datum: 04. September 2018

Pflegedienstes angewiesen , aber ihr Geist ist noch klar und selbst im hohen Alter skypt sie mit ihrer Großnichte Jenny.Leider die Letzte aus Familie und Freundeskreis.Mit Hilfe ihres roten Adressbuches erinnert sich Doris an die Menschen , die sie kennenlernen durfte (oder auch erleben musste).Die Kapitel wechseln sich ab, man erlebt Doris als alte Frau, und auch ihren Aufstieg zur gefeierten Schönheit in Paris vor dem zweiten Weltkrieg und auch harte Zeiten mit vielen Entbehrungen. Sicher keine weltbewegende Geschichte, aber sie ist so klar und emotional ergreifend geschildert. Es gibt keinen Kitsch, auch das Alter wird nicht beschönigend dargestellt, trotzdem hat sich Doris ihren Humor erhalten können, das gefällt mir sehr gut.Ich konnte keine Längen feststellen, der Wechsel der Zeiten und der flüssige Schreibstil macht es sehr leicht" Das rote Adressbuch " schleunigst durch zu lesen.Es ist ein zu Herzen gehendes Buch, an das ich noch längere Zeit denke werde.

Ein Buch fürs Herz, für die Seele und irgendwie ganz viel für mich.

Von: bookaholic. Datum: 04. September 2018

Nach beenden dieses Buches möchte man all seine Liebsten umarmen, losziehen und Erinnerungen sammeln. Leben, lieben - fallen uns wieder aufstehen. Diese Geschichte bringt dich dazu, dass du zum Telefon greifen möchtest um all die Menschen anzurufen, die du viel zu selten siehst. Dieses Buch bringt dich dazu, dass du jede Chance nutzen möchtest. "Das rote Adressbuch" steht für mich für Schlichtheit, die berührt, die ankommt - unspektakulär und trotzdem berühr sie, weil jedes Wort ankam . Wenn ich an "das rote Adressbuch" denke, werde ich mich in Zukunft immer an Doris erinnern - für mich eine der schönsten Figuren der Literatur. Ich wollte plötzlich jeden Tag in Doris Leben miterleben. Manchmal können Bücher das. Sie müssen nicht spannend sein, manchmal müssen sie einfach nur echt ein. Dieses Buch hat etwas echtes. Dieses Buch bleibt und hat mich beschäftigt. Eine Geschichte, die mich beeindruckt - von der ich lernen möchte. Eine Protagonistin von der ich lernen möchte. Sie hat ihren ganz eigenen Sog, weil diese besondere Geschichte dein Kopf erfüllt - du während dem Lesen das Leben anderer lebst und gleichzeitig dein ganzes Leben überdenkst. Du plötzlich so dankbar bist für alle die Menschen in deinem Leben - auch für die, die schon lange nicht mehr zu deinem Leben gehören. " So viele Namen, die einem im Laufe eines Lebens begegnen. [..] Die vielen Namen, die kommen und gehen. Die dir das Herz zerreißen und dich zu Tränen rühren. Die zu Geliebten oder zu Feinden werden. " [Seite 234] Und am Ende lag ich im Bett , hab geweint und gleichzeitig gelacht. Geweint wegen dieser tiefen Traurigkeit und dieser schlichten und klaren Schönheit . Wie großartig und besonders dieses Buch ist. Wie großartig und besonders das Leben ist. Und danach lag ich einfach noch gefühlt Stunden da. Ganz still. Hab jedes Wort nochmal wirken lassen und gemerkt wie sehr mich dieses Buch erfüllt hat. Erfüllt mit Dankbarkeit, Leben und purem Glück Das rote Adressbuch hat mich inspiriert. Dieses Buch ist die schönste, schlichteste und aufregendste Liebeserklärungen, die ich je gelesen habe. Eine Liebeserklärung an das Leben mit all seinen Herausforderungen, mit all seinen Freuden- all den Erinnerungen und Momenten, die uns ausmachen. Eine Liebeserklärung an die Liebe mit all ihren schwierigen Phasen und an ihre Kraft, die uns aus macht. Dieses Buch bringt mich dazu, dass ich ihm seine ganz eigene Liebeserklärung schreiben möchte. "Das rote Adressbuch" ist das Buch, das mir dieses Jahr bisher am meisten gegeben hat. Ein Buch mit ganz viel Herz, ganz viel Seele und eine extra Portion Fernweh. Ein Buch fürs Herz, für die Seele und irgendwie ganz viel für mich.

Berührend und einfach schön

Von: Lea's Lesezauber Datum: 31. August 2018

Als erstes muss ich dieses tolle Cover lobpreisen, ist es nicht einfach wunderschön?! Ich war sofort verliebt in das Buch noch bevor ich wusste worum es geht! Ich finde es ist einfach gelungen und stimmig, man nimmt das Buch in die Hand und ist einfach auf Anhieb begeistert! Ich liebe diesen Rotton, der als Hintergrund dient und so schön mit den Vögeln harmoniert. Das Buch lädt zum genaueren Blick ein! Der Schreibstil ist sehr bildhaft, flüssig und mitreißend, von Beginn an schafft es die Autorin die Emotionen wunderbar rüber zu bringen. Ich habe die ersten Kapitel förmlich verschlungen weil sie eine so tolle Art zu schreiben hat. Ich fand auch die einzelnen Kapitel gelungen die jedesmal einer Person gewidmet sind, zur Orientierung steht das über den Kapiteln. Die Kapitel sind angenehm in der Länge und jedes hat etwas ganz besonderes. Ein ganz großer Pluspunkt sind natürlich die Charaktere, ganz besondere die Protagonistin Doris hat sich einen Platz in meinem Herzen verdient. Man merkt bei jeder Person, über die sie berichtet welche Emotionen damit verbunden sind. Einfach toll wie die Autorin die Idee umgesetzt hat! Am liebsten würde ich die Zeit zurück drehen und nochmal von vorne beginnen. Wahrscheinlich werde ich es irgendwann nochmal lesen in der Hoffnung das selbe nochmal zu fühlen! Fazit: Ein unglaublich berührendes und mitreißendes Buch, die Autorin schafft es den Leser von der ersten Seite an mitzunehmen auf eine ganz besondere Reise. Hier kann ich einfach nur eine klare Leseempfehlung aussprechen und die volle Punktzahl vergeben!

Die bewegende Geschichte einer besonderen Frau

Von: My book world Datum: 29. August 2018

Doris ist schon weit über 90 Jahre alt und denk zurück an ihre Kindheit im Schweden der zwanziger Jahre. Als sie 10 war bekam sie von ihrem Vater ein rotes Adressbuch, in das sie alle Personen hinein geschrieben hatte, die sie getroffen hat. Doris beschließt ihre Geschichte anhand der Namen im Adressbuch zu verfassen und begibt sich auch auf eine Reise kreuz und quer durch die Welt. 🌸Die Geschichte von Doris ist sehr emotional und gefühlvoll. Trotz dem, dass es keine Spannung gibt will man immer weiterlesen. Es ist toll wie man an Doris Leben teilhaben kann und miterlebt wie sie ihren Lebensweg meistert. Das ist so bewegend, da wird man richtig mitgerissen. 🌸Das Cover ist wunderschön und passt sehr gut zum Buch. 🌸Der Schreibstil der Autorin Sofia Lundberg ist sehr flüssig und durch die relativ kurzen Kapitel liest sich das Buch recht schnell. . 🌸Wer einen wirklich bewegenden Roman lesen will sollte zu diesem Buch greifen.

Eine berührende und emotionale Geschichte

Von: zauberblume Datum: 29. August 2018

Das Rote Adressbuch" ist der äußerst gelungene Debütroman der schwedischen Autorin Sofia Lundberg. Es ist verständlich, dass sie mit diesem Roman die schwedische Litertur- und Bloggerszene im Sturm eroberte. In dieser wunderbaren Geschichte nimmt sie uns mit auf eine unglaubliche Reise, die uns von Schweden, über Frankreich, England, Amerika und wieder nach Schweden entführt. Der Inhalt: Doris wächst im Stockholm der Zwanzigerjahre auf. Zu ihrem zehnten Geburtstag erhält sie von ihrem Vater ein ganz besonderes Geschenk, und zwar ein rotes Adressbuch. Hier soll sie alle Menschen verewigen, die ihr etwas bedeuten und die auf ihrem Lebensweg eine Rolle spielen. Doris hütet das Büchlein jahrzehntelang. Als sie jedoch erkrankt, entschließt sie sich, ihre Geschichte aufzuschreiben. Und mit ihrem roten Adressbuch beginnt eine bewegende Reise in die Vergangenheit, ihre große Liebe, die sie verlor, aber nie vergessen konnte..... Wahnsinn! Noch jetzt nach Beendigung des Buches hält mich die Geschichte gefangen. Der Schreibstil der Autorin ist dermaßen berührend, emotional und spannend. Ich konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Und die 96jährige Doris, die nun am Ende ihres Lebens angekommen ist, nimmt uns auf eine unglaubliche, bewegende und berührende Reise mit in die Vergangenheit. Wir dürfen Doris als Kind kennenlernen, ich spüre förmlich die Armut, die in Schweden in den 20er Jahren geherrscht hat. Sehe die kleine Doris vor mir, die als Kind schon so viele erlebt hat. Und diese vielen Schicksalsschläge und Erlebnisse ziehen sich durch ihr ganzes bewegtes Leben. Ich habe oft mir ihr gelitten, gehofft und gebangt und hätte sie gerne mal in den Arm genommen. Wie aussagekräftig kann so ein kleines rotes Adressbuch sein. Äußerst sympathisch ist mir auch ihre Großnichte Jenny, die ja mit ihrer Familie in Amerika lebt und mit der Doris regelmäßig skypt. Bewundert habe ich Jenny für ihren Mut, alles hinter sich zu lassen und sich auf nach Schweden zu machen. Das war für mich die richtige Entscheidung. Man hat beim Lesen wirklich das Gefühl, als stiller Beobachter am Rande der Geschichte, die wirklich herzerwärmend ist, zu stehen. Für mich ist diese Lektüre ein absolutes Lesehighlight ein Bestseller. Der Autorin ist wirklich ein berührendes Buch der Extraklasse gelungen. Das Cover mit der tollen Farbwahl spricht mich sofort an. Selbstverständlichh vergebe ich gerne 5 Sterne und freue mich jetzt schon auf den nächsten Roman der Autorin.

Bewegende und berührende Lebensgeschichte

Von: iloveny Datum: 28. August 2018

Doris, inzwischen 96 Jahre alt, lebt alleine in Stockholm. Betreut wird sie durch einen ambulanten Pflegedienst. Ihre nächste Verwandte ist Ihre Großnichte Jenny. Diese lebt jedoch mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in San Francisco. Doris nimmt uns mit auf eine Reise durch ihr Leben. Alles beginnt mit ihrem 10. Geburtstag, an dem sie von ihrem geliebten Vater ein rotes Adressbuch geschenkt bekommt. Schon in diesem Moment weiß sie, dass sie etwas ganz Besonderes in den Händen hält. In diesem Adressbuch wird sie im Laufe der Zeit all die Namen, der Menschen notieren, die eine Bedeutung in ihren Leben haben. Durch den frühen Tod des Vaters muss Doris schnell erwachsen werden und bereits mit 13 Jahren ihr eigenes Geld verdienen. So begleiten wir Doris durch ihr aufregendes aber auch bewegtes Leben, als Hausmädchen, Model, erleben den 2. Weltkrieg mit ihr, treffen und verlieren die große Liebe und folgen ihr von Schweden um die ganze Welt. Um ihr Leben und die vielen Geschichten festzuhalten, nutzt Doris ihr rotes Adressbuch und schreibt ihre Geschichte für Jenny auf. Doris und Jenny verbindet eine ganz besondere Beziehung, über die wir auch mehr erfahren dürfen. Ich habe seltener eine Geschichte gelesen, die mich mehr berührt hat. Doris muss man einfach ins Herz schließen und man durchlebt ihre Erinnerungen falls so, als ob man dabei gewesen wäre. Der Schreibstil ist nie aufdringlich, hat mich aber von Anfang an in seinen Bann gezogen. Auch der stetige Wechsel von Vergangenheit und Gegenwart passt perfekt. Die Reise durch Doris Leben zeigt Höhen und Tiefen. Doris ist ein so wundervoller Mensch. Sie bringt mich zum Lachen, zum Nachdenken aber auch zum Weinen. Ihre Erlebnisse haben mich tief beeindruckt zurückgelassen. Die Geschichte klingt noch in mir nach und hat mir gezeigt, wie wichtig die Menschen sind, die wir lieben und das wir nicht den negativen Erlebnissen nachhängen dürfen, sondern nach vorne blicken und den Moment genießen sollten. Besonders der folgende Wunsch ist mir im Gedächtnis geblieben und wird mich hoffentlich noch lange begleiten. „Ich wünsche dir von allem genug. Genug Sonne, die Licht in deine Tage bringt, genug Regen, damit du die Sonne schätzen kannst, genug Glück, das deine Seele stärkt, genug Schmerz, damit du auch die kleinen Freuden des Lebens genießen kannst, und genug Begegnungen, damit du die Abschiede besser verkraftest. Sei stark!“ Ein wundervolles Buch, das ich jedem, der eine echte und emotionale Geschichte lesen möchte, ans Herz lege.

Ein Adressbuch voller Liebe, Leben, Leid und Glück

Von: Lese-katze92 Datum: 28. August 2018

Doris ist eine einsame, hochbetagte, pflegebedürftige Dame. Sie hat weder Kinder, noch einen Mann oder sonstige Angehörige, die sie in ihrer kleinen Wohnung in Stockholm besuchen könnten. Ihre Nichte Jenny wohnt weit weg in San Francisco, hat selbst Familie und damit alle Hände voll zu tun. Oft, wenn Doris wieder einen der täglichen Besuche ihrer oftmals ziemlich unsensiblen Pflegerin überstanden hat, schleicht sich die Einsamkeit an, wie ein Raubtier. Der einzige Lichtblick ist da nur ihr Laptop, welcher nicht nur für regelmäßige Skype-Telefonate mit Jenny benutzt wird, sondern auch dazu dient, die einzelnen Episoden aus Doris bewegten Leben niederzuschreiben. Sie möchte ihrer Nichte damit ein Vermächtnis schaffen. Zu schade wäre es, wenn all die Erinnerungen mit ihrem Tod verschwinden würden. Die wichtigste Hilfe hierfür ist jedoch nicht der Laptop, sondern ein kleines, in rotes Leder gebundenes Adressbuch, welches Doris in ihrer Kindheit von ihrem Vater, welcher schon früh starb, geschenkt bekommen hat. Jahrzehntelang hat sie dieses nicht nur gehütet wie einen Schatz, sie hat es auch mit sämtlichen Namen der Menschen gefüllt, die sie im Laufe ihres Lebens, mal mehr oder weniger lang, begleitet haben. So erinnert sich Doris dadurch nicht nur lebhaft an ihre Kindheit in den Zwanzigerjahren, welche sie in ihrem Geburtsland Schweden verbrachte und viel zu kurz war, sie erinnert sich auch an die vielen Etappen einer langen Reise zu der Frau, die sie heute ist. Oft musste sie kämpfen, hat gelitten, hat geliebt, hat gebangt, hat gelacht und hat geweint. Am Ende jedoch blickt sie auf ein langes Leben voller Freud und Leid zurück, festgehalten zwischen den Seiten ihres roten Adressbuches. Ich bin noch immer tief berührt von diesem wundervollen Buch und seiner emotionalen Geschichte, welches ich für Vorablesen.de lesen durfte. Sofia Lundberg ist mit „Das rote Adressbuch“ eine ergreifende und zugleich fesselnde Geschichte gelungen, welche mich nicht nur zutiefst berührt hat, sondern mich auch zu Tränen rühren konnte. Man konnte sich durch ihre feinfühlige Wortwahl und den flüssigen Schreibstil der Autorin direkt in Doris und ihre Gedanken hineinversetzen, was das Lesen ihrer Geschichte nicht nur zu einem ergreifenden Erlebnis werden ließ, sondern auch eine fesselnde Reise durch deren bewegtes Leben bescherte. Der stetige Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit war stets sehr angenehm und durch Überschriften gekennzeichnet, was zusätzlich für ein tolles Leseerlebnis sorgte. Auch gefiel mir der Ausdruck der Autorin, welcher der Handlung zusätzliche Tiefe verlieh. Die Beschreibung der einzelnen Protagonisten war immer sehr detailreich und authentisch, weshalb es mir als Leserin sehr leichtfiel, mir einen eigenen Eindruck von den einzelnen Figuren ihres Romans zu bilden. Besonders gefallen hat mir aber, dass es Sofia Lundberg mit ihrem Buch gelungen ist, mich zum Nachdenken über mich und das Leben meiner Mitmenschen anzuregen. Manchen Dingen wird man sich wohl erst bewusst, wenn man in so einer wundervollen Geschichte, wie „Das rote Adressbuch“ von Sofia Lundberg versinken darf. Die äußere Gestaltung des Buches erinnert passenderweise direkt an das rote Adressbuch, welches eine tragende Rolle in Doris Leben aber auch in der Handlung von Sofia Lundbergs Buch hat. Insgesamt ist „Das rote Adressbuch“ von Sofia Lundberg für mich äußerlich aber auch inhaltlich ein absolutes Highlight, welches sich durch seine hochwertige und detailreiche Gestaltung auch hervorragend als Geschenk eignet.

Samtpfoten mit Krallen

Von: Livia Datum: 28. August 2018

Das rote Adressbuch - Sofia Lundberg Beschreibung des Verlages: Doris wächst in einfachen Verhältnissen im Stockholm der Zwanzigerjahre auf. Als sie zehn Jahre alt wird, macht ihr Vater ihr ein besonderes Geschenk: ein rotes Adressbuch, in dem sie all die Menschen verewigen soll, die ihr etwas bedeuten. Jahrzehnte später hütet Doris das kleine Buch noch immer wie einen Schatz. Und eines Tages beschließt sie, anhand der Einträge ihre Geschichte niederzuschreiben. So reist sie zurück in ihr bewegtes Leben, quer über Ozeane und Kontinente, vom mondänen Paris der Dreißigerjahre nach New York und England – zurück nach Schweden und zu dem Mann, den sie einst verlor, aber nie vergessen konnte. Meine Meinung: Eigentlich wollte ich heute nur kurz in dieses Buch hineinschnuppern und stand ein wenig mehr als fünf Stunden später in Tränen aufgelöst von meinem Leseplatz auf und musste mich zuerst einmal ordnen. Wow, dieses Buch hat definitiv einen Nerv getroffen bei mir. Gleich zu Beginn erfahren wir, wie Doris, eine am Ende ihres Lebens stehende Frau, ihren Tag verbringt. Nahezu blind und bewegungsunfähig ist sie auf Betreuung angewiesen und neben ihrem Laptop, dank dem sie via Skype Kontakt zu ihren einzigen Verwandten halten und Texte tippen kann, ist ihr Tag sehr eintönig und einsam. Sie hat mich dabei immer wieder an meine Grossmutter erinnert, die zwar eine sehr grosse Familie und viel Besuch hat, aber ansonsten auch ein wenig gefangen in ihrem Haus ist, was mich natürlich besonders berührt hat. Gemeinsam mit Doris blättern wir also ihr rotes Adressbuch durch und erfahren dabei ganz viele Geschichten aus ihrer Kindheit und Jugend und begegnen auch den verschiedenen Menschen, die ihr Leben geprägt haben. Die meisten im Adressbuch notierten Kontakte sind bereits verstorben, was Doris festhällt, indem sie den Namen der jeweiligen Person durchstreicht und dahinter in grossen Lettern "TOT" vermerkt, was ihrem Leben eine besonders einsame und tragische Komponente gibt. Und als sie ins Krankenhaus kommt und merkt, dass ihr nicht mehr viel Zeit bleibt, begleiten wir ihre Grossnichte Jenny bei einer spannenden und tragischen Reise in die Vergangenheit und einem emotionalen Wettkampf gegen die Zeit auf der Suche nach den letzten offenen Fragen und Geheimnissen in Doris Leben. Schreibstil und Handlung: Ich kann noch immer fast gar nicht glauben, wie viel authentisch und mitreissend erzählte Handlung auf knapp 350 Buchseiten Platz hat. Doris muss ihre Familie nach dem tragischen Tod ihres Vaters bereits als Jugendliche verlassen und kommt dabei unter die Fittiche der legendären und berüchtigten Madame Serafin, bei der sie als Haushälterin arbeiten darf. Nach einem Umzug ins schillernde Paris der Dreissigerjahre wird sie als Manequin gebucht und verdient von da an ihren Lebensunterhalt mit Modeverträgen. Sie ist aber gezwungen, vor den Schrecken des Zweiten Weltkriegs aus dieser rauschenden Modestadt nach New York zu flüchten. Aber es geschieht noch viel mehr und die Reise geht noch ganz anders weiter. Vor allem begegnet sie nicht nur dem Kubisten Gösta Adrian-Nilsson, einer historischen Figur dieser Zeit, sondern auch der ersten und einzigen grossen Liebe ihres Lebens. Und wie wir alle wissen, ist es die erste grosse Liebe, die man nie wieder vergisst... Natürlich wird es nicht nur romantisch, vielmehr nimmt auch Doris und Jennys Familiengeschichte stets einen grossen Platz in der Erzählung ein und es hat mich begeistert, dass dieses Buch trotz den vielen Stationen in Doris Leben, trotz so vielen Figuren, Familienmitgliedern, Lebenssituationen und den historischen Hintergründen, nie überladen wirkt. Und dies liegt vor allem an der zarten Erzählsprache, die einfühlsam auf Doris und ihre Grossnichte Jenny eingeht und die Realität und Fiktion, historische Figuren und Romanhelden gekonnt zu einer stimmigen Geschichte verknüpft. Dabei dominieren viel Schmerz, Leid, Verlust, Einsamkeit, Hunger und Angst. Vor allem die würdelose Behandlung von alten Menschen, die zuhause oder in Spitälern gepflegt werden, hat mich sehr berührt und es war für mich manchmal wirklich sehr belastend, weiterzulesen. Dennoch keimt aber immer wieder Hoffnung auf und Doris erlebt Freundschaft, Hilfe im richtigen Moment und Liebe. Und so hinterlässt mich "Das rote Adressbuch" am Ende zwar aufgewühlt, aber mit der Geschichte versöhnt. Meine Empfehlung: Ich empfehle euch dieses wunderschöne, berührende und zart erzählte Buch von Herzen weiter und möchte dabei vor allem noch einmal diese gelungene Verknüpfung so verschiedener Elemente, wie eben historische Ereignisse und Figuren, Familiengeschichte, Beziehungsdrama und einer ganz bewegten und mitreissenden Lebens- und Liebesgeschichte hervorheben. Zusätzliche Infos: Titel: Das rote Adressbuch Originaltitel: Den röda Adressboken Autorin: Sofia Lundberg wurde 1974 geboren und arbeitet als Journalistin in Stockholm. Mit ihrem Debütroman »Das rote Adressbuch« eroberte sie die schwedische Literatur- und Bloggerszene im Sturm. Gebundenes Buch mit Schutzumschlag: 352 Seiten Sprache: Deutsch Originalsprache: Schwedisch Übersetzt von: Kerstin Schöps Verlag: Goldmann Erschienen: 20.08.2018 ISBN: 978-3-442-31499-7

Hast du genug geliebt?

Von: malo2105 Datum: 28. August 2018

„Das rote Adressbuch“ ist der Debütroman der Schwedin Sophia Lundberg und eines meiner Lesehighlights 2018. Hauptprotagonistin ist die betagte, alleinlebende Dame Doris. Ihre Verbindung zur Außenwelt und ihrer in den USA lebenden Großnichte Jenny ist der Computer. Am Ende ihres langen Lebens wünscht sich Doris, dass Jenny ihre Lebensgeschichte liest. Zu ihren zehnten Geburtstag hat Doris von ihren Vater ein rotes Adressbuch geschenkt bekommen, in dem sie all die Menschen eingetragen hat, denen sie in ihren Leben begegnet ist und die ihr etwas bedeutet haben. Hinter den meisten Namen steht allerdings mittlerweile der Eintrag TOT. Auf sehr einfühlsame, berührende und feinfühlige Weise beschreibt die Autorin die Hauptprotagonistin Doris, die mir von Anfang an sympathisch war und deren Lebensweg ich sehr gern verfolgt habe. Dabei wechseln sich Passagen aus den hier und jetzt mit denen aus Doris Vergangenheit ab. Als Leser erlebt man mit, wie sich Doris nach den Tod ihres Vaters als Dienstmädchen verdingt, später in Paris als Mannequin gefeiert wird, sowie die überstürzte Abreise nach Amerika und letzten endlich die Suche nach Liebe. Aber man erlebt auch die einsame Doris in ihrer Wohnung, wo sich ein Pflegedienst um sie kümmert und später nach einen Sturz im Krankenhaus. Niemand hat wirklich Zeit, alle sind gestresst und hetzten durch den Tag. Mich hat gerade dieses Gefühl der Einsamkeit nach einem langen, ereignisreichen Leben sehr berührt und nachdenklich gemacht. Vielleicht sollten wir alle auch mal innehalten, uns auch an kleinen Dingen freuen und vor allem den Kontakt mit der älteren Generation nicht abreißen lassen. Am Ende des Lebens steht wohl die Frage. „Hast du genug geliebt?“ In meinen Augen ist „Das rote Adressbuch“ ist ein wunderbarer Roman über das Leben, die Liebe und die Einsamkeit im Alter den ich sehr gern gelesen habe und den ich unbedingt weiterempfehle.

Herzensbuch

Von: MarySophie Datum: 25. August 2018

Handlung: Die gebürtige Schwedin Doris wächst in Stockholm der 1920er Jahre auf. Zusammen mit ihren Eltern und der Schwester Agnes lebt sie in einfachen Verhältnissen und erhält mit zehn Jahren schließlich ein Geschenk, welches später einmal nicht nur zur Erinnerung dient, sondern auch zu einem Begleiter für ihr restliches Leben. Ihr Vater schenkt der Tochter ein rotes Adressbuch, in dem sie all die Namen der Menschen niederschreiben soll, die sie in ihrem Leben trifft und die sie verändert haben und somit eine wichtige Rolle in ihrem Leben spielen. Diese Worte vergisst Doris nie und geht der Aufforderung ihres Vaters nach. Doris ist über 90, als sie beschließt, ihre Erlebnisse niederzuschreiben. Anhand einiger Personen, die sie gekannt hat. Dabei geht die Dame selbst noch einmal auf eine Reise, reist durch Paris, New York und England, bis sie schließlich wieder in Stockholm landet, wo sie ihr restliches Leben verbringt. Und dabei denkt Doris auch wieder vermehrt an die große Liebe ihres Lebens, den Mann, den sie immer geliebt hat und nie vergessen konnte. Meinung: Allein die Aufmachung des Buches finde ich großartig. Es ist nicht nur wunderschön anzusehen, sondern auch unglaublich hochwertig und gut verarbeitet. Mir gefallen die kräftigen Farben, welche sich mit schlichten Farben mischen und sehr harmonisch wirken. Gleichzeitig besitzt der Roman durch das kleine Namensschild in der Mitte des Covers. Dieser bezieht sich wunderbar auf den Inhalt des Romans und ist strukturiert eingearbeitet wurden, sodass der Roman noch mehr wie ein Adressbuch erscheint. In letzter Zeit habe ich viele Bücher gelesen, bei denen mir die Cover gut gefallen haben, ich muss aber ehrlich sagen, dass dieses mein Favorit ist und ich mich hier eventuell auch zu einem Coverkauf verleiten lassen hätte. Der Roman wurde in Kapitel unterteilt, welche zum einen die Ereignisse wiedergeben, die gerade stattfinden und zum anderen in Abschnitte, welche auf das Adressbuch Bezug nehmen. Diese handeln von Personen, die Doris in ihrem Leben getroffen hat und welche eine entscheidende Rolle gespielt haben. Solche Erlebnisse mit Personen hat Doris nun niedergeschrieben und wagt somit einen Blick in die Vergangenheit. Von der ersten Seite an war die Schreibweise sehr gehoben und anspruchsvoll, was jedoch keinen negativen Effekt auf den Lesefluss hatte. Dies hat mich verwundert und begeistert, unter Beachtung der Tatsache, dass es sich hierbei um das Debüt der Autorin handelt. Ich brauchte wenige Seiten um mich an die Schreibweise zu gewöhnen, was der Tatsache geschuldet ist, dass ich schon länger keinen Roman mit solch einer Ausdruckweise gelesen habe. Daran konnte ich mich jedoch schnell gewöhnen und bin schnell zufrieden damit gewesen. Besonders toll fand ich manche Motive, die immer wieder aufgetreten sind, dazu gehörte u.a. das rote Adressbuch. Auch die wunderbare Beschreibung der Landschaft, aber auch von Räumen möchte ich an dieser Stelle lobend hervorheben. Diese haben häufig ein Bild vor meinen Augen entstehen lassen und dadurch konnte ich mich noch besser in die Geschichte hineinversetzen und der Handlung mit noch mehr Spannung folgen. Die Protagonisten waren sehr liebevoll gezeichnet, besonders Doris ist mir richtig ans Herz gewachsen. Nicht nur ihre Geschichte war unglaublich, sondern ich fand sie auch von ihrem Auftreten und ihrem Charakter richtig liebenswert und natürlich. Ihre ganze Figur war sehr lebendig und sympathisch. Doris lernt man als Leser schon in einem jungen Alter kennen und begleitet sie anhand von ihren niedergeschriebenen Erinnerungen bis in das stolze Alter von fast 100 Jahren. Somit erlebt man nicht nur den Moment mit, als Doris das rote Adressbuch geschenkt bekommen hat, sondern auch wie sie in eingen Ländern gelebt hat. Während dieser Zeit ist deutlich herauszulesen, wie Doris ihre Handlungen selbst auch reflektiert und wie sie von einem jungen, unschuldigen und schüchternen Mädchen zu einer Frau geworden ist, die genau weiß, was sie will. Es werden einige Personen angerissen, welche genau wie Doris, vom Aussehen nicht näher beschrieben werden, sondern sich durch ihren Charakter auszeichnen. Nur ab und an gibt es ein Detail zu dem Aussehen, welches wie ein Puzzleteil wirkt und sich zusammen mit dem Charakter zu einem harmonischen Bild zusammenfügt. Lange Zeit fand ich den Roman nicht schlecht, er war nett, mit hat aber noch das gewisse Etwas gefehlt, welches den Roman zu einem Hammer werden lässt. Dieser kam schließlich recht am Ende, aber er kam und hat das Buch für mich zum Highlight gemacht und mich dann auch emotional vollkommen mitgenommen. Besonders am Ende wurde die Geschichte für mich besonders real und konnte durch Emotionalität bestechen. Seit langem endlich wieder mal ein Roman, der mich mit Tränen hinterlassen hat und bis in mein Innerstes berührt hat. Fazit: Am Ende war der Roman viel komplexer und gefühlvoller, als ich ursprünglich angenommen hatte und ist dadurch zu meinem Lesehighlight des Jahres geworden. Es wird eine wundervolle Geschichte einer sympathischen Frau erzählt, die den Leser mitreißt und zeigt, wie schnell sich Leben ändern können. Der Roman ist für mich zu einem Herzensbuch geworden und ich werde ihn in den nächsten Jahren bestimmt noch einige Male in die Hand nehmen und lesen. Tolles Debüt einer Autorin, die ich im Auge behalten werde, um keine ihrer Geschichten zu verpassen!

Hast du genug geliebt?

Von: Janine2610 Datum: 23. August 2018

»Das rote Adressbuch« habe ich überraschend als Rezensionsexemplar bekommen, worüber ich jetzt im Nachhinein sehr froh bin, da es eine wirklich schöne, berührende Geschichte enthält, die mir wahrscheinlich noch lange im Kopf bleiben wird. Erzählt wird meistens aus der Sicht von Doris (unserer Protagonistin), gegen Ende des Buches dann manchmal auch von Jenny (ihrer Großnichte). Die Kapitel sind immer mit »Das rote Adressbuch« und dem jeweiligen Namen der Person, die in dem Kapitelvorkommt, betitelt. Wenn ich dieses Buch mit anderen Büchern vergleiche, die ich in letzter Zeit gelesen habe, dann ist festzustellen, dass ich »Das rote Adressbuch« ziemlich flott verschlungen habe, was sicher daran liegt, dass die Kapitel recht kurz gehalten sind, weswegen ich schnell in den "Ach,-wieso-nicht-noch-ein-Kapitel?-Modus" gefallen bin. ~ »Der Mensch will immer so alt wie möglich werden, aber wissen Sie was, es ist überhaupt nicht schön, die Letzte zu sein. Dann hat das Leben keinen Sinn mehr, wenn alle anderen tot sind.« ~ (S. 69) Der Schreib- und Erzählstil ist ein sehr ruhiger, aber durchaus flüssiger. Inhaltlich findet man hier vor allem bedrückende Themen, die etwas melancholisch stimmen. Doris erzählt nämlich von ihrer Jugend- und Erwachsenenzeit in Schweden, Frankreich und Amerika, die alles andere als erheiternd war. Zwischendurch liest man dann von der 96-jährigen Doris aus der Gegenwart. Man kann sich also gut vorstellen, dass auch diese Kapitel nicht so rosig zu lesen sind, denn mit ihren 96 Jahren ist Doris schon ziemlich angeschlagen und hat, nachdem fast alle ihre Freunde, Bekannten und Verwandten gestorben sind, nicht mehr so viel zu lachen ... Man verfolgt als Leser also Doris' ereignisreiches, turbulentes, aber teilweise auch sehr trauriges, enttäuschendes Leben in Rückblicken und Briefen, die sie ihrer geliebten Großnichte Jenny vermacht. Dieser großartige Schreibstil, gepaart mit diesen bestürzenden und spannenden Ereignissen, haben es geschafft, dass ich dauergefesselt war und das Buch am liebsten auf einmal verschlungen hätte. Es finden sich zwischendurch auch immer wieder ein paar weise Sätze, die nachdenklich stimmen. Ein paar davon habe ich mir für meine Sammlung schöner Zitate herausgeschrieben. ~ Madame hat mir beigebracht, dass der Mensch die unterschiedlichsten Erscheinungsformen annehmen kann. Dass das Erwartete nicht immer auch das Richtige sein muss, dass es viele Wege gibt auf dieser Reise, die für uns alle gleich endet. Mit dem Tod. Dass wir an viele Kreuzungen kommen, die schwere Entscheidungen erfordern, aber der Weg dahinter wieder gerade verläuft. Und dass Kurven nicht immer gefährlich sein müssen. ~ (S. 32) Wer gerne über die Liebe liest, es aber nicht kitschig mag, ist beim roten Adressbuch goldrichtig. Mit Lundbergs ruhiger und einfühlsamer Schreibweise trifft sie wahrscheinlich den Geschmack von sehr vielen Lesern. Ich für mich habe diese traurig-schöne Geschichte sehr genossen und ich bin mir ziemlich sicher, dass der Inhalt auch für andere Leser ein großer Genuss ist.

eine bewegende Reise durch eine besondere Lebensgeschichte

Von: mrs-lucky Datum: 23. August 2018

Mit ihrem Debütroman „Das rote Adressbuch“ hat die schwedische Autorin Sofia Lundgberg nicht nur eine Hommage an ihre verstorbene Großtante veröffentlicht, sondern auch ein sehr persönliches Buch, in das viele ihrer eigenen Erfahrungen und Gedanken eingeflossen sind. Man merkt der Geschichte an, dass ihr die Hauptfiguren sehr am Herzen liegen, so liebevoll, wie dieses gezeichnet sind. Sie schildert die Ereignisse, wie sie gewesen sein könnten und hält sich dabei mit Wertungen sehr zurück, was dem Leser Raum gibt, sich seinen eigenen Gedanken zu machen. Als Rahmen der Geschichte dient das Titelgebende in rotes Leder gebundene Adressbuch von Doris Alm. Inzwischen 96 Jahre alt, hat sie dieses Adressbuch, das sie 1928 von ihrem Vater zu ihrem 10 Geburtstag geschenkt bekam, viele Jahre lang begleitet. Inzwischen sind die meisten Menschen, die hier ihren Eintrag gefunden hatten, verstorben, so dass ihr Name von Doris durchgestrichen und mit dem Zusatz „tot“ versehen wurde. Nach einem bewegten Leben ist Doris als einizig nahestehende Person die Enkeltochter ihrer Schwester verblieben, die mit ihrer Familie auf der anderen Seite der Weltkugel in Kalifornien lebt und mit der sie in erster Linie über Skype in Kontakt steht. Die Einträge in ihrem roten Adressbuch wecken bei Doris viele Erinnerungen und Geschichten, die sie für Jenny aufschreibt, damit ihre Erlebnisse nicht völlig in Vergessenheit geraten. Während Doris in der Gegenwart zunehmend an Kraft verliert, nimmt sie in ihren Erinnerungen den Leser mit auf die Reise durch ihr teils aufregendes, teils entbehrungsreiches Leben. Kapitel aus Gegenwart und Vergangenheit wechseln sich ab, da die Geschichte in chronologisch erzählt wird und die Abschnitte aus der Vergangenheit meist mit dem Namen der im Mittelpunkt stehenden Person betitelt sind, verliert man beim Lesen nie den Überblick. Es gab im Leben der Autorin eine Großtante mit Namen Doris, die ihr unter anderem ein Adressbuch mit vielen durchgestrichenen Namen hinterlassen hat. Das Leben von Doris aus dem Buch wurde deutlich ausgeschmückt und erzählt so eine bewegende Geschichte, die mit großer Intensität die Lebenserfahrung einer älteren Person darstellt und darauf aufmerksam machen möchte, dass wir eben diese deutlich mehr wertschätzen sollten.

Die einzig wahre Liebe.

Von: Gisela Simak Datum: 22. August 2018

Die einzig wahre Liebe. Eben habe ich das Buch beendet und bin noch ganz gefangen in der Geschichte. Doris hat ein wunderbares Leben geführt. Sie hat ihr ganzes Leben lang von Herzen geliebt. Hat aus jeder Situation das Beste gemacht. Das war mit Sicherheit nicht leicht. Schon früh musste sie lernen was es heißt, die Familie zu verlassen. Tragik zieht durch ihr ganzes Leben. Doch auch eine große Liebe. Die Geschichte beginnt mit der 96 jährigen Doris. Von ihrer Nichte Jenny liebevoll Dotti genannt. Doris lebt alleine in ihrer Wohnung. Der Pflegedienst kommt mehrmals täglich, um ihre Grundbedürfnisse zu decken. Das Alter konnte Doris Geist nichts anhaben. Sie besitzt einen Laptop und skypt regelmäßig mit ihrer Nichte in Amerika. Kann so ein bisschen an deren Familienleben teilhaben. Man spürt förmlich die Einsamkeit, wenn Doris den Laptop wieder ausschaltet. Es ist wieder still. Doris ist einsam und hängt ihren Gedanken nach. Lässt uns an ihrem ereignisreichen Leben teilnehmen. Durch sie lernen wir wunderbare Menschen kennen. Doris hält ihre Gedanken in einem roten Adressbuch fest, welches ihr ihr Vater vor vielen Jahren zum Geburtstag geschenkt hat. Besonders traurig fand ich die Namenseinträge mit dem Vermerk: TOT! Die Autorin hat ihre Idee zu dem Buch aus genau so einem Adressbuch ihrer Großmutter Doris. Einfühlsam erzählt sie die Geschichte der Protagonistin Doris. Nach dem Tod ihres Vaters muss sie bald ihren Lebensunterhalt selber verdienen. Ihr Weg führt sie von Schweden nach Paris, Amerika, England und wieder zurück nach Schweden. Die 20iger Jahre kommen in der Geschichte voll zu tragen. Ebenso der zweite Weltkrieg.  Am glücklichsten ist Doris, nach anfänglichen Schwierigkeiten, in Paris. Dort lernt sie ihre einzige wahre Liebe Allan Smith kennen. Als Allan spurlos verschwindet, funktioniert Doris nur noch. Sie arbeitet und trauert um ihre große Liebe. Ein Freund aus der Künstlerszene ist ihr viele Jahre eine große Stütze.  Die Ideen für geheimnisvolle Familiengeschichten gehen nicht aus. Wer älteren Menschen zuhört, kann viele interessante Geschichten erfahren. Für Jenny empfand ich große Sympathie. Als ihre Tante bei einem Sturz einen Beckenbruch erleidet, fliegt sie kurz entschlossen nach Schweden, um ihrer Tante beizustehen. Ihr Mann macht es ihr nicht leicht. Stellenweise wurde ich richtig wütend auf ihn. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und in der dritten Person geschrieben. Fast jedes Kapitel spielt in einer anderen Zeitebene.  Ich habe schon viele Romane mit Familiengeheimnissen gelesen. Dieser hier ist jedoch etwas ganz Besonderes. Ich bin überzeugt, dass es solche Adressbücher bei vielen alten Menschen gibt. Vielleicht hat der eine oder andere auch eine Geschichte dazu geschrieben.  Das ereignisreiches Leben von Doris ist Unterhaltung vom Feinsten. Trotz vieler Schicksalsschläge mutet die Geschichte nicht eine Sekunde trostlos an. Sie zeigt uns die verschiedenen Arten der Liebe. Viele Höhen und Tiefen begleiten Doris auf ihrem Lebensweg. Ihren beruflichen Werdegang fand ich besonders spannend. Ihr Humor ist einfach nur köstlich!  Im Fokus steht immer Liebe, Freundschaft und Hoffnung. Mut zum Leben. Mut zur Veränderung. Mut zum Überleben. Das emotionale Ende hält eine große Überraschung bereit.  Was mich glücklich macht? Ich besitze auch so ein rotes Adressbuch. Ich gratuliere Sofia Lundberg zu ihrem Debut. Herzlichen Dank für diese wunderschöne Geschichte.

gefühlvoll

Von: nane 2408 Datum: 22. August 2018

Die Lebensgeschichte einer 96-jährigen Dame, erzählt anhand ihres Adressbuches. Das ist das Konzept zu diesem wundervollen und berührenden Roman von Sofia Lundberg. Die Idee hierzu kommt der Autorin, als sie ein Adressbuch bei ihrer verstorbenen Großtante Doris findet, in dem viele der Namen durchgestrichen sind und „tot“ dahintersteht. Ich mochte diesen gefühlvollen und wunderschön geschriebenen Roman nicht aus der Hand legen. Ich wollte unbedingt lesen, wie es der Protagonistin weiterhin ergeht. Wie viel Leid, Angst, Verluste und Demütigungen sie in ihrem langen Leben erleiden musste hat mich oft sehr betroffen gemacht. Aber auch, dass sie im hohen Alter so einsam ist. Ihr Körper ist gebrechlich aber der Verstand umso wacher. Die Autorin lässt sie sogar ganz selbstverständlich mit dem Laptop umgehen, sogar Skypen ist ihr nicht fremd. Dieses Buch bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung.

Berührend, warmherzig und einfach schön zu lesen!

Von: sommerlese Datum: 22. August 2018

Der Roman "Das rote Adressbuch" ist das Debüt der schwedischen Autorin Sofia Lundberg, die deutsche Ausgabe erscheint 2018 im Goldmann Verlag. Doris wuchs in Stockholm auf, mit 10 Jahren bekam sie von ihrem Vater ein besonderes Geschenk: ein rotes Adressbuch, in dem sie all die Menschen verewigen soll, die ihr etwas bedeuten. Mittlerweile ist Doris schon 96 Jahre alt und lebt allein in Stockholm, ihre einzige Verwandte ist ihre Nichte Jenny, die mit ihrer Familie in Amerika lebt und regelmäßig mit ihr per Skype Kontakt hält. Für Jenny beginnt Doris ihre bewegte Lebensgeschichte aufzuschreiben und lässt in Gedanken ihr Leben Revue passieren. Sie lebte in Paris, New York und England, um dann nach Schweden zurückzukehren und nach Allan, der großen Liebe ihres Lebens, zu suchen. Im zweiten Weltkrieg brach der Kontakt ab und aus einem gemeinsamen Leben wurde nichts. "Manche Erinnerungen wird man nicht los. Sie sitzen da wie ein eitriges Geschwür, manchmal platzen sie auf und tun weh, so unglaublich weh." Zitat Seite 186 Dieses Buch erzählt die Lebensgeschichte von Doris, die im Krankenhaus liegt und mit dem Tod ringt. Wir erfahren von vielen persönlichen Lebensumständen, von Entbehrungen, alten Bekannten, Verwandten und Freunden und der Einsamkeit im Alter, wenn alle alten Freunde nicht mehr sind. Ihre Nichte Jenny kommt sie besuchen und ist wie ein rettender Engel, auch wenn der Tod nicht aufzuhalten ist. Es macht betroffen, wenn man sich Doris Situation vor Augen hält. Sie ist alt, krank, hilfsbedürftig und ohne nähere Angehörige. Die alten Freunde sind inzwischen alle von ihr gegangen und sie steht völlig allein da. Den einzigen Lichtblick in ihrem Leben sind die Momente, in denen sie mit ihrer Nichte Jenny per Skype verbunden ist. Ansonsten erträgt sie ihr Leben in Geduld und Bescheidenheit. Jenny hängt sehr an ihrer Tante, denn diese war für sie wie eine Mutter. Als Jenny von Doris gesundheitlichem Zustand erfährt, versucht sie, Doris am Ende ihrer Tage beizustehen. Sie erfährt vom bewegten Leben von Doris, ein Leben mit Armut, Krieg, Entbehrungen und Misshandlungen. Und doch war ihre Tante immer für sie da. Die Autorin beschreibt eine Reihe ergreifender Themen in ihrem Buch. Sie reichen von Armut und Hunger, dem Leben als kindliche Waise, von der Notwendigkeit als Kind zu arbeiten, von Vergewaltigung und der Verantwortung für die kleine Schwester bis hin zu dem zweiten Weltkrieg und dem Verlust der großen Liebe. Trotz dieser Themenvielfalt wirkt der Roman damit nicht überladen. Denn man erlebt dieses Leben mit allen Emotionen mit und kann sich der Gefühle nicht entziehen. Liebe, Trauer und die ständige Hoffnung begleiten Doris und den Leser bis zum Ende der Geschichte. Ein emotionales Feuerwerk, sehr berührend und absolut warmherzig geschrieben und mit einer dramatischen Wirkung auf den Leser. Man ist von der Protagonistin Doris schnell beeindruckt, sie hat in ihrem Leben Tapferkeit und persönliche Stärke entwickelt, ihr eigenes Überleben gesichert und dabei auch andere Menschen unterstützt. Leider ist sie nie in den Genuss einer eigenen Familie gekommen, ihre Liebe brach durch die Kriegswirren auseinander und sie konnte ihren geliebten Alan nie wiedersehen. Die Autorin lässt uns tief in die Seele von Doris blicken und auch die anderen Figuren des Romans bekommen nach und nach ein deutliches Gesicht. Immer mehr Personen aus Doris Adressbuch werden als tot einfach gestrichen. Die Geschichte geht mir sehr nah. Sofia Lundberg gelingt mit ihrem Debüt ein berührender und zu Herzen gehender Roman, ein emotionales Feuerwerk, das nachdenklich werden lässt über das Alter und ein menschliches Ende. Von mir eine volle Leseempfehlung!

Ein wunderschöner Roman voller Erinnerungen

Von: maikeliestsichweg Datum: 21. August 2018

Das Cover ist einfach schön und erwärmt einen direkt. Auch die Handlung ist sehr gefühlvoll und berührend mit viel Liebe und Leben. Die Geschichte rund um Doris erwärmte mich direkt von Anfang an und ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Ich habe mich sehr hinreißen lassen und schnell angefangen mich mit ihr zu verlieben und mich in ihren Verlusten zu verlieren. Sofia Lundberg schafft mit ihrem tollen Schreibstil eine besondere Atmosphäre und schafft es den Leser daran zu erinnern jeden Tag zu genießen und unsere Lieben zu zeigen, wie wichtig sie für uns sind. Ein wunderbarer Roman, der viel Gefühl, Liebe und Leben zeigt.

Ein Buch über das Leben und so viel mehr!

Von: TheBook_wasbetter Datum: 20. August 2018

"Das rote Adressbuch" ist so ein bezauberndes Buch, es ist wahnsinnig brührend und intensiv obwohl es größtenteils ruhig daher kommt. Es ist ein Buch von welchem man so viel mitnimmt, auch noch Tage danach. Doris ist eine so tolle Frau, es hat mir so viel Freude gemacht ihre Geschichte, Reisen und Lieben zu lesen. Sie ist so viel rumgekommen auf der Welt das man sofort selbst den Drang verspürt zu Reisen, neue Orte sehen möchte, neue Leute kennelerne, Sprachen lernen und so vieles mehr. Dank Doris Lebensgeschichte und Erinnerungen wollte ich einfach nur jeden sagen wie wichtig er mir ist und ich ihn noch ganz lange an meiner Seite, in meinem Leben haben möchte. "Das rote Adressbuch" ist so ein echtes Buch, ohne viel Spannung oder Spektakulären Geschehnissen, es ist einfach so echt das es nicht viel braucht. Eine total erfahrene alte Dame die ihr Leben mit uns teilt reicht vollkommen aus. Doris hat mir gezeigt das es nicht immer viel braucht um ein erfülltes Leben zu leben, sie hat mit ihren Erinnerungen so viele alte Erinnerungen aus meinem eigenen Leben hochkommen lassen, das ich am Ende des Buch so gerührt vor Tränen war, dass ich die Geschichte erst einmal einige Minuten verdauen musste. Dieses Buch ist eine große Liebeserklärung an das Leben selbst. Das Leben muss nicht von vorne bis hinten perfekt sein, es muss nicht immer alles klappen wie man es sich erträumt hat, dass hat mir Doris in diesen schlichten aber schönen Buch nahe gebracht, und ich werde mich noch sehr lange daran erinnern! "Das rote Adressbuch" ist ein absolutes Seelenbuch, es berührt einem so tief, auf so viele Weisen. Sofia Lundberg hat ein so schönes und einzigartiges Buch geschaffen, an das ich mich immer wieder gerne erinnern möchte. Es ist ein Buch über das Leben, welches nicht immer perfekt oder schön ist. Es ist ein Buch über die Lieben, mit ihren vielen Facetten und Formen, und es ist ein Buch über Erinnerungen die man immer bewahren sollte, für sie selbst und für seine Geliebten Menschen. Es ist eines der schönsten Bücher die ich jemals gelesen habe! Es ist zu einem Herzenbuch geworden, wenn nicht sogar zu DEM Herzensbuch schlechthin! (Ich bedanke mich bei dem Goldmann Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars)

Eine wunderbare Geschichte

Von: Ritja Datum: 20. August 2018

Ich hatte mich schon lange auf dieses Buch gefreut und es hat mich nicht enttäuscht. Es ist eine wunderbare Geschichte über eine ältere Dame, die ein bewegtes Leben hatte und nun am Ende ihres Lebens alles noch einmal Review passieren lässt. Sie möchte nicht, dass die Menschen, die ihr etwas bedeutet haben, vergessen werden und sie möchte ihrer Nichte etwas zurücklassen, wenn sie stirbt. Doris erzählt anhand ihres Adressbuches von den Stationen in ihrem Leben und warum hinter jedem Namen steht das Wörtchen TOT steht. Welche Bedeutung hatten sie in ihrem Leben, welchen Einfluss hatten sie und warum ist Doris jetzt allein in einer schwedischen Wohnung ohne Familie und ohne Freunde? Das Leben von Doris ist erstaunlich, bunt, laut, entbehrungsreich, traurig und hart und mit einer großen Liebe. Sofia Lundberg packt alles in diese wunderbare Geschichte und sie trifftet nie ins kitschige oder rührselige ab. Sie zeigt die Schattenseiten des Lebens genauso offen wie die Sonnenseiten. Sie lässt Doris tief sinken und nicht mehr ganz so hoch aufsteigen. Es gibt viele Narben, Wut, Tränen und Angst und genauso viele schöne Erlebnisse und Glück. Mir hat der trockene und ironische Humor von Doris gefallen, die Art, wie sie mit der Situation umgeht und wie sie den Stier (das Leben) stets an den Hörnern gepackt hat. Sie hat sich nicht aufgegeben und immer nach vorn geschaut. Der Schreibstil von Sofia Lundberg machte es leicht das Buch zu lesen und in die verschiedenen Lebenstationen von Doris abzutauchen. Für mich war es eines der Lesehighlights des Jahres.

Berührende Geschichte eines 96-jährigen Lebens, das am Ende einsam ist und anhand eines Adressbuches von der Enkelin entdeckt wird

Von: schnäppchenjägerin Datum: 20. August 2018

"Das rote Adressbuch" erzählt das bewegte Leben von Doris. Mit 96 Jahren bewohnt die ältere Dame noch allein eine Wohnung in Stockholm, wo sie täglich von einer Altenpflegerin versorgt wird. Kontakt hat sie von ihr abgesehen nur noch zu ihrer Großnichte Jenny, die verheiratet und mit drei Kindern in San Francisco lebt. Als Doris unglücklich stürzt und sich die Hüfte bricht, kommt Jenny nach Europa, um Doris, die wie eine Mutter zu ihr war zu besuchen, um Abschied zu nehmen. Es ist zu befürchten, dass Doris das Krankenhaus nicht mehr verlassen wird. In Doris' Wohnung findet Jenny nicht nur Aufzeichnungen ihrer Großtante, die sie für Jenny angefertigt hat, sondern auch ein rotes Adressbuch, in der die Namen der meisten Personen durchgestrichen sind und mit "tot" überschrieben sind. Jenny wird bewusst, was für ein einsames Leben Doris in Stockholm führt und erfährt durch Doris' Memoiren mehr über ihr Leben. Doris wurde bereits als dreizehnjähriges Mädchen von ihrer Mutter in einen anderen Haushalt geschickt, um selbst für ihren Lebensunterhalt aufzukommen. Von dort gelangt sie nach Paris, wo sie Model wird und ihre große Liebe Allan trifft. Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs flieht sie mit ihrer jüngeren Schwester nach New York, die sie nach dem Tod der Mutter bei sich aufnimmt. Durch die Kriegsereignisse werden Doris und Allan entzweit und es ist schwierig, in dem fremden Land zurechtzukommen. Nachdem ihre Schwester im Kindbett gestorben ist, möchte Doris zurück nach Europa, in der Hoffnung, Allan wieder zu treffen, der sich freiwillig als Soldat gemeldet hat. Über England gelangt Doris wieder in ihre Heimat Stockholm, wobei die Überfahrt über den Atlantik ihr fast das Leben gekostet hätte. Während die Gegenwart aus der Sicht einer dritten Person geschildert wird, wird die Vergangenheit aus der Ich-Perspektive von Doris erzählt. Während die Vergangenheit ein ganzes Leben erzählt und dynamischer ist, ist die Gegenwart passend zum Leben der älteren Dame eher ruhig. Ihr Highlight sind die regelmäßigen Skype-Telefonate mit ihrer Großnichte. Beide Erzählstränge sind berührend. Doris hatte ein alles andere als einfaches Leben, das von Entbehrungen und einer Rastlosigkeit durch die vielen (unfreiwilligen) Ortswechsel war, aber vor allem auch von einer tragischen Liebesgeschichte geprägt war. In der Gegenwart spürt man - vor allem auch durch die Nachdenklichkeit von Jennifer - wie einsam das Leben von Doris ist. Der Roman ist autobiographisch inspiriert und es ist ein Ansinnen der Autorin auf die Situation älterer Menschen aufmerksam zu machen, wie wichtig es ist, sich Zeit für sie zu nehmen, ihnen zuzuhören und sich für ihre Leben zu interessieren, bevor es zu spät ist. Diese Intention ist ihr gut gelungen, wobei das Buch - gerade am Ende - nicht ganz ohne Kitsch auskommt und etwas zu versöhnlich ist.

ein ruhiges aber dennoch überzeugendes Debüt

Von: Manja Datum: 20. August 2018

Meine Meinung Der Roman „Das rote Adressbuch“ stammt von der Autorin Sofia Lundberg. Es ist ihr Debüt und ich war wirklich gespannt auf das, was mich hier wohl erwarten würde. Das Cover ist richtig gut gelungen und der Klappentext macht echt neugierig. Also habe ich mich auch flott ans Lesen gemacht. Die Charaktere dieser Geschichte hier sind der Autorin sehr gut gelungen. Sie wirkten auf mich vorstellbar und authentisch gezeichnet, für mich als Leserin konnte es gar nicht besser sein. Doris ist eine 96-jährige alte Dame, die doch recht einsam auf mich wirkte. Der Kontakt zu ihrer Großnichte findet nur über Skype statt. Doris selbst lebt mit Hilfe von Pflegerinnen und weiß selbst sie hat nicht mehr lange zu leben. Als Leser lernt man sie hier anhand von Beschreibungen in der Vergangenheit aber auch der Gegenwart gut kennen. Durch Doris‘ Erzählungen lernt man dann einige Personen aus dem Adressbuch kennen. Die Mischung ist hier gut gelungen, man kann sie sich gut vorstellen. Der Schreibstil der Autorin ist wirklich flüssig und ja auch richtig toll zu lesen. Er ist ziemlich ruhig, dennoch aber hat mich dieser Still vollkommen fesseln können. Geschildert wir das Geschehen aus der Sicht von Doris. Ich empfand diese Perspektive als sehr passend, es ist ja auch immerhin ihre Geschichte, die man als Leser hier verfolgt. Die Handlung selbst strotzt jetzt nicht unbedingt vor Action und Spannung. Es ist eher ein ruhiges Geschehen, mich aber hat es dennoch begeistert. Der Ablauf ist chronologisch und man verfolgt so die Zeit von den 1930igern bis hin zur Gegenwart. Auf mich wirkte hier alles sehr liebevoll und mit viel Herz geschrieben. Man wird als Leser wirklich auch zum Nachdenken angeregt, es ist eine Lebensgeschichte, die sehr viele Erinnerungen beschreibt. Und in der man auch die Liebe wiederfindet. Das Ende empfand ich dann als wirklich passend und sehr gut gewählt. Es schließt dieses Buch richtig gut ab und macht es alles in allem rund. Fazit Zusammengefasst gesagt ist „Das rote Adressbuch“ von Sofia Lundberg ein richtig gutes Debüt, das den Leser gefangen nimmt. Eine interessant gezeichnete Protagonistin, der flüssige gut zu lesende Stil der Autorin und eine Handlung, die von Lebensereignissen lebt und somit doch auch recht ruhig gehalten ist und in der man auch einiges an Liebe vorfindet, haben mir ganz wundervolle Lesestunden beschert. Wirklich zu empfehlen!

Geschichte eines Lebens

Von: World of books and dreams Datum: 20. August 2018

Doris Alm lebt seit vielen Jahren alleine, die einzige Verwandte, die sie noch hat, lebt mit ihrer Familie in Amerika und auch von ihren Freunden ist niemand mehr da. Geboren im Jahre 1918 hat sie viele überlebt, doch eins hat sie immer beibehalten, alle Namen von Menschen, die ihr wichtig sind, hat sie in ihrem roten Adressbuch eingetragen. Nun beginnt sie für ihre Großnichte Jenny anhand der Einträge in ihrem Adressbuch ihre Geschichte niederzuschreiben. Dabei werden ihre Erinnerungen an ein sehr bewegtes Leben wach. Meine Meinung Schon die Gestaltung dieses wunderhübschen Buches sieht absolut bezaubernd aus und verspricht eine Geschichte voller Gefühl. Genau diese verbirgt sich auch hinter diesen schönen Buchdeckeln, denn wir erfahren hier sehr viel über Doris und die Menschen, die sie in ihrem Leben, manchmal viel zu kurz, begleitet haben. Was hier absolut überzeugen und einnehmen konnte, ist Sofia Lundbergs Schreibstil. Sie hat einen sehr harmonischen Stil und manches Mal klingen die Worte nahezu wie Poesie. Gerade in den Rückblicken auf teilweise lang zurückliegende Tage klingt es, als würde sie Abstand nehmen und doch spürt man bei den Worten, wieviel wirklich dahintersteckt und wieviel Einfluss die unterschiedlichen Ereignisse auf Doris’ Leben genommen haben. Somit erfahren wir in Das rote Adressbuch von dem gegenwärtigen Leben der Doris Alm, begleiten sie aber auch von ihrer Kindheit an in Rückblicken, die Doris anhand der Namen in ihrem Adressbuch aufschreibt. Das Tempo ist ruhig und doch bewegend, denn es gibt einfach ein ganzes Leben wieder. Beginnend in der Kindheit, die viel zu schnell nicht mehr unbschwert ist, als der Vater stirbt, über die unterschiedlichen Jobs, von Hausmädchen über Mannequin, vom Leben in Armut und in großer Gesellschaft, von Neubeginn und Weitermachen und auch von der großen Liebe. Während man von Doris’ Gegenwart durch einen Erzähler in dritter Person erfährt, der auch in der Gegenwart schreibt, sind die Rückblicke in der Ich-Form und auch in der Vergangenheit erzählt. Unterteilt sind die Kapitel mit Überschriften der Namen aus dem Adressbuch, denn diese unterschiedlichen Namen stehen auch für unterschiedliche Abschnitte aus Doris’ Leben. Doris ist eine beeindruckende Protagonistin, deren einsames Leben in der Gegenwart mir ein wenig Gänsehaut bereitete, zumindest zu Beginn. Doch je mehr ich von ihr las, desto mehr merkte ich, dass sie durchaus ein erfülltes und vor allem bewegtes Leben hatte. Wie so oft zeigt die Geschichte aber auch, dass viele ältere Leute allein sind, da viele ihrer Freunde und Verwandte vor ihnen gehen mussten. Doch wenn man sich ein wenig Zeit nimmt, dann merkt man, dass sie ganz viel zu erzählen haben. Eins zeigt Doris mit ihrer Geschichte ganz besonders, es lohnt sich, immer wieder aufzustehen und weiterzumachen und genau das erzählt die Autorin hier in ihrer Geschichte. Neben Doris gibt es einige weitere Charaktere denen sie auf ihrer Lebensreise begegnet. Interessante Persönlichkeiten, wie der Künstler Gösta Nilsson begegnen ihr, aber auch einige unsympathische Zeitgenossen. Eine weitere wichtige Rolle neben Doris spielt noch deren Großnichte Jenny. Diese führt ein eigenes Leben weit entfernt von ihrer Tante, aber als sie merkt, dass diese sie braucht, beginnt sie ihr wirklich zuzuhören und sorgt sogar noch für ein kleines Wunder. Mein Fazit Eine gefühlvoll erzählte Geschichte vom Leben und über das Leben. Dabei erzählt die Autorin Sofia Lundberg mit sehr viel Herz und Emotionen die Geschichte von Doris Alm. Die Protagonistin hat sogar ein reales Vorbild aus dem Umfeld der Autorin, auch wenn diese vielleicht nicht ganz so ein bewegtes Leben wie die Protagonistin geführt hat. Mit diesem Roman macht die Autorin dem Leser aber auch mehreres klar: zum einen, gib niemals auf im Leben, auch wenn du hinfällst, lohnt es sich, wieder aufzustehen. Zum anderen, nimm dir Zeit für die Menschen in deiner Umgebung, auch den Älteren, denn diese können dir viel Lebenserfahrung, aber auch spannende Geschichten aus dem eigenen Leben erzählen.

Geschichte eines Lebens

Von: World of books and dreams Datum: 20. August 2018

Doris Alm lebt seit vielen Jahren alleine, die einzige Verwandte, die sie noch hat, lebt mit ihrer Familie in Amerika und auch von ihren Freunden ist niemand mehr da. Geboren im Jahre 1918 hat sie viele überlebt, doch eins hat sie immer beibehalten, alle Namen von Menschen, die ihr wichtig sind, hat sie in ihrem roten Adressbuch eingetragen. Nun beginnt sie für ihre Großnichte Jenny anhand der Einträge in ihrem Adressbuch ihre Geschichte niederzuschreiben. Dabei werden ihre Erinnerungen an ein sehr bewegtes Leben wach. Meine Meinung Schon die Gestaltung dieses wunderhübschen Buches sieht absolut bezaubernd aus und verspricht eine Geschichte voller Gefühl. Genau diese verbirgt sich auch hinter diesen schönen Buchdeckeln, denn wir erfahren hier sehr viel über Doris und die Menschen, die sie in ihrem Leben, manchmal viel zu kurz, begleitet haben. Was hier absolut überzeugen und einnehmen konnte, ist Sofia Lundbergs Schreibstil. Sie hat einen sehr harmonischen Stil und manches Mal klingen die Worte nahezu wie Poesie. Gerade in den Rückblicken auf teilweise lang zurückliegende Tage klingt es, als würde sie Abstand nehmen und doch spürt man bei den Worten, wieviel wirklich dahintersteckt und wieviel Einfluss die unterschiedlichen Ereignisse auf Doris’ Leben genommen haben. Somit erfahren wir in Das rote Adressbuch von dem gegenwärtigen Leben der Doris Alm, begleiten sie aber auch von ihrer Kindheit an in Rückblicken, die Doris anhand der Namen in ihrem Adressbuch aufschreibt. Das Tempo ist ruhig und doch bewegend, denn es gibt einfach ein ganzes Leben wieder. Beginnend in der Kindheit, die viel zu schnell nicht mehr unbschwert ist, als der Vater stirbt, über die unterschiedlichen Jobs, von Hausmädchen über Mannequin, vom Leben in Armut und in großer Gesellschaft, von Neubeginn und Weitermachen und auch von der großen Liebe. Während man von Doris’ Gegenwart durch einen Erzähler in dritter Person erfährt, der auch in der Gegenwart schreibt, sind die Rückblicke in der Ich-Form und auch in der Vergangenheit erzählt. Unterteilt sind die Kapitel mit Überschriften der Namen aus dem Adressbuch, denn diese unterschiedlichen Namen stehen auch für unterschiedliche Abschnitte aus Doris’ Leben. Doris ist eine beeindruckende Protagonistin, deren einsames Leben in der Gegenwart mir ein wenig Gänsehaut bereitete, zumindest zu Beginn. Doch je mehr ich von ihr las, desto mehr merkte ich, dass sie durchaus ein erfülltes und vor allem bewegtes Leben hatte. Wie so oft zeigt die Geschichte aber auch, dass viele ältere Leute allein sind, da viele ihrer Freunde und Verwandte vor ihnen gehen mussten. Doch wenn man sich ein wenig Zeit nimmt, dann merkt man, dass sie ganz viel zu erzählen haben. Eins zeigt Doris mit ihrer Geschichte ganz besonders, es lohnt sich, immer wieder aufzustehen und weiterzumachen und genau das erzählt die Autorin hier in ihrer Geschichte. Neben Doris gibt es einige weitere Charaktere denen sie auf ihrer Lebensreise begegnet. Interessante Persönlichkeiten, wie der Künstler Gösta Nilsson begegnen ihr, aber auch einige unsympathische Zeitgenossen. Eine weitere wichtige Rolle neben Doris spielt noch deren Großnichte Jenny. Diese führt ein eigenes Leben weit entfernt von ihrer Tante, aber als sie merkt, dass diese sie braucht, beginnt sie ihr wirklich zuzuhören und sorgt sogar noch für ein kleines Wunder. Mein Fazit Eine gefühlvoll erzählte Geschichte vom Leben und über das Leben. Dabei erzählt die Autorin Sofia Lundberg mit sehr viel Herz und Emotionen die Geschichte von Doris Alm. Die Protagonistin hat sogar ein reales Vorbild aus dem Umfeld der Autorin, auch wenn diese vielleicht nicht ganz so ein bewegtes Leben wie die Protagonistin geführt hat. Mit diesem Roman macht die Autorin dem Leser aber auch mehreres klar: zum einen, gib niemals auf im Leben, auch wenn du hinfällst, lohnt es sich, wieder aufzustehen. Zum anderen, nimm dir Zeit für die Menschen in deiner Umgebung, auch den Älteren, denn diese können dir viel Lebenserfahrung, aber auch spannende Geschichten aus dem eigenen Leben erzählen.

Ein Meer aus Erinnerungen

Von: bootedkat Datum: 20. August 2018

Hast du genug geliebt? Doris ist 96 Jahre alt. Ein Alter, in dem man durchaus schon mal auf sein Leben zurückblickt. Um ihrer Großnichte Jenny etwas zu hinterlassen, wenn sie einmal nicht mehr ist, beginnt sie anhand ihres roten Adressbuchs ihre Erinnerungen niederzuschreiben. Das Adressbuch wird dabei zum Reiseführer durch Doris Vergangenheit und lässt sie erneut Bekanntschaft mit verschiedensten Menschen machen, die ein Stück ihres Lebenswegs mit ihr geteilt und ihr Leben auf die unterschiedlichste Art und Weise geprägt haben. Und am Ende müssen Doris und auch Jenny erkennen, wie wichtig die Bedeutung der Liebe für das Leben ist. „Das rote Adressbuch“ ist wie eine Novelle aufgebaut. Doris Lebensgeschichte wird vor dem Hintergrund ihrer gegenwärtigen Situation erzählt. Während die Kapitel, in denen von der Gegenwart erzählt wird, nummeriert sind und im Präsens verfasst sind, sind die Kapitel, die von Doris Vergangenheit handeln, mit Namen verschiedener Personen übertitelt und im Perfekt verfasst. Hinzu kommt ein Wechsel der Erzählperspektive zwischen den beiden Erzählebenen. Die Idee, Personennamen als Kapiteltitel zu nehmen, ist originell und macht deutlich, dass verschiedene Menschen tatsächlich so etwas wie Kapitel in der Lebensgeschichte sind. Manche Kapitel sind länger, manche kürzer und manchmal ist es nicht nur ein Kapitel, sondern ein durchgehendes Erzählmotiv. Inhaltlich hat der Roman ein paar kleine Schwächen, da einige von Doris Erlebnissen zu konstruiert wirken. Weil allerdings keine dieser Erinnerungen auf Effekte aus ist, sondern der Schwerpunkt auf der Darstellung liegt, ändert dies nichts an der Aussage, Wirkung und Qualität des Texts. Sofia Lundbergs Roman ist stimmig durchkonzipiert. So, dass sich Aufbau des Textes und der Inhalt der Handlung ergänzen. Der rote Faden ist in diesem Fall das Adressbuch, welches Doris dabei hilft ihre Erinnerungen niederzuschreiben. Erinnerungen, die dazu anregen über Träume, sowie über genutzte und ungenutzte Gelegenheiten nachzudenken. Aber auch darüber hinaus stellt Sofia Lundberg in ihrem Roman dar, was es bedeutet zu lieben und wie wichtig Mitgefühl, Anerkennung und Toleranz nicht nur in der Liebe, sondern im Leben allgemein sind. „Das rote Adressbuch“ begleitet einen noch über das Lesen hinaus und regt dazu an, über Menschlichkeit und Mitgefühl nachzudenken. Eine berührende Geschichte über Erlebnisse, Bekanntschaften und darüber, was das Leben ausmacht.

Die bewegende Lebensgeschichte der Doris Alm

Von: Merlins Bücherkiste Datum: 20. August 2018

Doris ist inzwischen 96 Jahre alt und weiß genau, ihre Tage auf dieser Welt sind gezählt. Doch immer, wenn sie ihr Adressbuch aufschlägt, rinnen Erinnerungen durch ihre Gedanken. Erinnerungen, die sich nicht aufgeben möchte. Erinnerungen, die sie an ihre Großnichte Jenny weitergeben möchte. Deshalb schreibt Doris alles auf, was sie auf ihrem Lebensweg erlebt hat. Eine große Liebe, neue Freundschaften und gefährliche Situationen. Ein Weg, der sie bis an ihre Grenzen geführt hat. Sofia Lundberg erzählt mit ihrem Roman „Das rote Adressbuch“ eine sehr bewegende Geschichte. Es ist eine Mischung aus Reise in die Vergangenheit und der Gegenwart. Eine gelungene Interpretation von Historie und Drama, was dieses Werk so unglaublich fesselnd und mitreißend macht! Doris ist die Hauptfigur in dieser Geschichte. Sie ist 96 Jahre alt und weiß, dass sie nicht mehr lange zu leben hat. Sie ist einsam, alt und gebrechlich. Pflegerinnen helfen ihr durch den Tag, ihre Freunde sind bereits alle verstorben, nur ihre Großnichte erinnert sie an die Familie. Doch sie wohnt in Amerika, während Doris in Stockholm lebt. Sie skypen täglich, dennoch plagt sie die Einsamkeit. Damit ihre Geschichte nicht mit ihrem Tod stirbt, schreibt sie für Jenny ihre Erlebnisse auf und erzählt von ihrer Kindheit, von ihrer Jugend und ihrem Leben danach. Sie nimmt den Leser mit in eine unbekannte Welt, voller Angst, Sorgen und Armut. Aber auch in eine Welt voller Hoffnungen und Zuversicht. Als sie selbst noch an das große Leben und die Liebe glaubte. In abwechselnden Phasen beschreibt Sofia Lundberg die Gegenwart aus Sicht des Erzählers und die Vergangenheit aus Doris Blickwinkel. Dabei nutzt sie eine chronologische Reihenfolge und eine lebendige und ausdrucksstarke Erzählweise. Es ist einfach, sie die Erlebnisse vorzustellen und zu Doris einen gelungenen Bezug aufzubauen. Besonders interessant ist es mitzuerleben, wie traurig ihr Leben zum Ende hin geworden ist, während sie als junges Mädchen noch so viele Träume hatte. Es ist fast schon melancholisch mitzuverfolgen, wie sich Doris auf ihr Ende freut. Sie will endlich alle wiedersehen und hofft auf eine große Feier. Während ihrer Erzählungen wird ebenfalls deutlich, wie aufregend das Leben zwischen den Jahren von 1928 bis in die 1960er Jahre hinein gewesen sind. Besonders für Frauen, die zwischen den Ländern leben und sich auf waghalsige Reisen begeben. Doris Weg führt von Stockholm über Paris nach New York, dann zurück nach London und Stockholm. Doch ihr Herz ist auf Reisen geblieben. Eine großartige Geschichte, die mich nachdenklich gestimmt hat Mein persönliches Fazit: Es ist schon merkwürdig. Während wir in unserer eigenen Gegenwart verweilen, denken wir viel zu selten an die Erlebnisse, die unsere Eltern und Großeltern durchgemacht haben. Im Hier und Jetzt ist alles so einfach, doch damals waren die Tage wesentlich schwerer und härter. Es gab kein Handy, es gab kein Flugzeug, es gab nur wenig Luxus. Vielleicht hat Doris mich gerade deshalb so bewegt, weil sie eine schwere Zeit hinter sich hat und mich durch ihre teilweise traurigen und erschreckenden Erlebnisse begeistert hat. Zusätzlich finde ich das Ende super gelungen, denn auch für Doris gibt es zum Schluss noch ein kleines Happy End. Das hat mich richtig gefreut, denn die alte Dame hat es richtig verdient. Da mich die Geschichte in so vielen verschiedenen Bereichen glücklich gestimmt hat, bin ich froh, dass ich Doris Lebensweg mitverfolgen konnte. Vielleicht sollten wir tatsächlich öfters mal anhalten und uns die Erzählungen unserer Verwandten und Freunde anhören, die auf eine aufregende Zeit zurückblicken. Von mir gibt es eine große Leseempfehlung!

Emotional und wunderschön

Von: herzzwischenseiten Datum: 20. August 2018

Das rote Adressbuch Das Leben eines Menschen enthält so viel Liebe, Leid und Glück. Wir müssen uns nur die Zeit nehmen zuzuhören. Doris wächst in einfachen Verhältnissen im Stockholm der 1920er Jahre auf. Als sie zehn Jahre alt wird, macht ihr Vater ihr ein besonderes Geschenk: ein rotes Adressbuch, in dem sie all die Menschen verewigen soll, die ihr etwas bedeuten. Jahrzehnte später hütet Doris das kleine Buch noch immer wie einen Schatz. Und eines Tages beschließt sie, anhand der Einträge ihre Geschichte niederzuschreiben. So reist sie zurück in ihr bewegtes Leben, quer über Ozeane und Kontinente, vom mondänen Paris der Dreißigerjahre nach New York und England - zurück nach Schweden und zu dem Mann, den sie einst verlor, aber nie vergessen konnte. "„Ich wünsche dir von allem genug. Genug Sonne, die Licht in deine Tage bringt, genug Regen, damit du die Sonne schätzen kannst, genug Glück, das deine Seele stärkt, genug Schmerz, damit du auch die kleinen Freuden des Lebens genießen kannst, und genug Begegnungen, damit du die Abschiede besser verkraftest. Sei stark!“ In einem wirklich erwähnenswert wunderschönem Schreibstil hat es die Autorin geschafft mich wirklich sehr zu berühren und für dieses Buch zu begeistern. Wir begleiten Doris und ihre Bekanntschaften die sie in ihrem langen und turbulenten Leben geschlossen hat. Viele glückliche Momente voller Freude aber auch die Schattenseiten und schmerzhaften Dinge. Wie muss es wohl sein, wenn man in seinem prall gefüllten Adressbuch die Namen nach und nach ausradieren muss? Nicht, weil Kontakte brechen, sondern weil das Leben nunmal zeitlich begrenzt ist, und es immer die Jenigen geben wird, die zurück bleiben. Ich fand das Buch unheimlich emotional und ich war sehr oft zu Tränen gerührt. Wunderschön geschrieben und es macht nachdenklich. Ich komme nicht umhin mich zu fragen auf was ich wohl am Ende meines Lebens zurückblicken werde. Verpasste Chancen? Falsche Entscheidungen? Mein großes Haus und meine Buchsammlung die bis dahin vermutlich 3 Doppelhäuser einnehmen wird? Erfolg im Job? Nein. Ich weiß, ich werde auf meine Kinder und Enkelkinder blicken und auf das Leben was ich mit ihnen teilen durfte und ein letztes Mal feststellen, dass die Liebe, meine Familie, das wichtigste und wertvollste Gut auf dieser Welt ist. Ich werde in einem Bett liegen und mein größtes Glück wird bei mir sein und meine Hand festhalten wenn ich selbst keine Kraft mehr habe Hände zu halten.Ich werde das Leben loslassen können. Voller Ehrfurcht, Dankbarkeit und der Gewissheit so sehr geliebt zu haben, wie es für 10 Leben reicht.

Geht ans Herz und regt zum Nachdenken an

Von: scarlett59 Datum: 20. August 2018

Zum Inhalt: Das Buch erzählt die Lebensgeschichte von Doris, die als junges Mädchen ihre Familie verlassen musste. Ein rotes Adressbuch, das ihr von ihrem Vater geschenkt wurde, beinhaltet all die Personen, die in ihrem Leben wichtig waren. Dieses Adressbuch dient ihr am Lebensende als Hilfe auf einen Rückblick ihres Lebens. Meine Meinung: Es fällt mir schwer, die richtigen Worte für dieses wunderbare Buch zu finden. In gewisser Weise ist es ein Rückblick auf vergangene Zeiten und zugleich ein Abbild unserer heutigen Zeit. Die Autorin wurde durch eine alte Tante zu diesem Buch inspiriert, der sie leider zu wenig Zeit bzw. Aufmerksamkeit geschenkt hat. Ich denke, wir alle haben diese „alten“ Verwandten, die wir glauben gut zu kennen und sicher mögen, aber denen wir keine Zeit schenken. Dabei vergessen wir, dass nur durch den Kontakt mit Zeitzeugen die Geschichte nicht in Vergessenheit gerät. Der Erzählstil ist -auch in den Rückblicken- sehr aktuell und macht es leicht, der Geschichte zu folgen. Mich hat diese Mischung aus Rückblicken auf das Zeitgeschehen und der sehr drastisch dargestellten Gegenwart sehr berührt. Mehrmals sind mir eigene Versäumnisse in der Vergangenheit oder auch künftig besser zu machende Verhaltensweisen deutlich bewusst geworden. Ich will damit nicht sagen, dass mich das Buch zu einem besseren Menschen gemacht hat, aber ich sehe so einiges jetzt mit anderen Augen. Fazit: ein durch und durch berührendes Buch, bei dem ich am Ende Tränen in den Augen hatte und das ich JEDEM empfehle, zu lesen

Der Lauf des Lebens

Von: Miss Norge Datum: 19. August 2018

✿ Meine Meinung ✿ Ein Roman der mich aufgrund der Vorgeschichte schon sehr interessiert hat und ich bin mit keinem Wort enttäuscht worden. Der Plot beinhaltet alle Gefühlsachterbahnen die es gibt und ich konnte es gar nicht glauben, das dies der Debüt-Roman von Sofia Lundberg sein soll. Sie kann Gefühle sehr stark beschreiben, so das ich beim Lesen sofort merkte, wie wichtig eine Begebenheit oder eine Person im Leben sein kann. Im Grunde begleitet man Doris durch ihr ganzes, schweres, aber auch immer wieder von kleinen Höhepunkten, geprägtes Leben. Zu ihren 10. Geburtstag bekommt sie von ihren Vater das rote Adressbuch geschenkt, mit dem Hinweis, hier alle Menschen zu verewigen, die Doris in ihrem Leben etwas bedeuten. Anhand dieser Einträge im Adressbuch beginnt Doris, mittlerweile 96 Jahre alt, ihre Geschichte aufzuschreiben. Sie reist gedanklich durch ich bisheriges Leben und trifft die Menschen wieder, die sie geprägt haben und die geliebt hat. Doris wird nach dem Tod ihres geliebten Vaters, von der Mutter kurz über lang vor die Tür gesetzt, da sie nicht alle Mäuler der Familie mehr stopfen kann. Doris, in diesem Moment 13 Jahre alt, bekommt einen Zettel mit einer Adresse in die Hand gedrückt, wo sie sich melden soll, um sich selbst als Dienstmädchen ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Mit der Madame des Hauses zieht sie später nach Paris, wo Doris zu einem bekannten Mannequin wird. Als ihre Mutter stirbt, muss sie sich um ihre kleine Schwester Agnes kümmern und ihr Leben vollkommen umwerfen. Sie trägt nun eine große Verantwortung. Immer wieder fangen die beiden jungen Frauen von Null an, in einem anderen, fremden Land ohne die Sprache zu beherrschen oder überhaupt eine Person zu kennen. Sie haben es sehr schwer, doch sie geben nicht auf. Zwei Menschen scheinen sehr wichtig im Leben von Doris gewesen zu sein. Einmal ihr bester Freund der Künstler Gösta und die große Liebe ihres Lebens, Allan, den sie nie vergessen hat. Zwischen diesen Kapiteln von Früher, werden immer wieder Abschnitte aus dem Heute eingestreut, in denen es Doris von Tag zu Tag schwerer fällt, sich alleine in ihrer Wohnung in Schweden zurecht zu finden. Durch einen schweren Sturz kommt sie ins Krankenhaus, muss operiert werden und sie merkt, das es langsam mit ihr zu Ende gehen wird. Doch was ist aus Paul geworden? Lebt er noch? Oder werden die Beiden sich im Himmel endlich wiedersehen? Das Ende lässt dem Leser den Freiraum sich selbst Gedanken zu machen, ob man genug Zeit mit den eigenen älteren Verwandten, wie Oma und Opa, Tante und Onkel verbracht hat? Wie schnell kann es zu Ende gehen und man denkt, was hätte ich von diesen lieben Menschen noch alles erfahren können und wollen. Die Zeit ist begrenzt und man sollte sie wirklich nutzen, wenn es nicht schon zu spät ist. ✿ Fazit ✿ Wer dieses Jahr noch einen tollen und emotionalen Roman lesen will, der MUSS „Das rote Adressbuch“ lesen, an dem Buch kommt man nicht vorbei. Mein Roman-Jahreshighlight 2018.

Mein Adressbuch ist die Landkarte meines Lebens

Von: Lexi Datum: 19. August 2018

„Das ist eine Art Testament. Ich vermache dir meine Erinnerungen. Das ist das Wertvollste, das ich besitze.“ Doris Alm muss nach dem plötzlichen und unerwarteten Tod ihres Vaters sowohl die Schule, als auch ihr Elternhaus verlassen. Im zarten Alter von dreizehn Jahren tritt sie in ihrer Heimat Schweden eine Stelle als Dienstmädchen im Haus einer eleganten und wohlhabenden Französin an. Doris führt fortan ein aufregendes und turbulentes Leben, wird zur strahlenden Schönheit und zum gefeierten Pariser Mannequin und wohnt in verschiedenen Kontinenten. Sie lernt ihre große Liebe kennen, und erlebt den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, die Jahre bis zum Kriegsende und die Zeit des Wiederaufbaus mit. Der schönen und unabhängigen Frau ist ein langes Leben beschieden. Ihre einsamen Tage in der kleinen Wohnung in Schweden füllt sie mit Erinnerungen, die sie für ihre Großnichte Jenny zu Papier gebracht hat. Ein Vermächtnis der Liebe – und das Zeugnis eines langen und bewegten Lebens. Sofia Lundberg hat sich mit diesem gefühlvollen Roman pfeilgerade in mein Herz geschrieben. Durch ihre Protagonistin Doris haucht sie den Namen der Menschen im roten Adressbuch wieder Leben ein – Menschen, die für eine kurze oder längere Zeit Teil ihres Lebens waren und bereits gestorben sind. Behutsam tastet sie sich Name für Name in ihrem kleinen Adressbuch vor, schwelgt in den Erinnerungen und zieht mit ihrer Geschichte den Leser tief in ihren Bann. Der Autorin ist ein wunderschöner Schreibstil zu eigen. Um die Memoiren der Doris Alm zu erzählen, bediente sie sich zwei verschiedener Zeitebenen. Eine Handlung findet in der Gegenwart statt, wo die 96jährige alte Dame einmal pro Tag in ihrer Wohnung von Pflegekräften unterstützt wird. Mit großer Einfühlsamkeit veranschaulicht Sofia Lundberg deren Einsamkeit und ihre körperlichen Einschränkungen. Doris zehrt von den wöchentlichen Skype-Gesprächen mit ihrer einzigen noch lebenden Verwandten – ihrer geliebten Jenny in Amerika. Doch nach dem Zuklappen des Laptops empfindet die alleine lebende Greisin die Stille in der Wohnung noch bedrückender. Durch die Nebenfiguren dieses Buches, die in Form von Adressbucheinträgen nach und nach auf der Bildfläche erscheinen, erzählt die Autorin in einer zweiten Zeitebene von der Vergangenheit ihrer Protagonistin. Sie beleuchtet jede einzelne Person und ihre Beziehung zu Doris, erzählt von gemeinsam Erlebtem, von großem Glück und tiefer Freude, aber auch von Kummer und Trauer. Und nach und nach erscheint stets der Vermerk „TOT“ neben den Namens- und Adresseinträgen in ihrem roten Adressbuch… „Das rote Adressbuch“ ist ein Buch, welches in leisen Tönen beginnt, im Verlauf der Seiten jedoch eine immer größere Sogwirkung entwickelt, der man sich nicht entziehen kann. Es thematisiert die Einsamkeit im Alter, den Verfall des Körpers und der wehmütigen Erinnerung an längst vergangene Jahre. Sofia Lundberg lässt das gesamte Leben der Doris Alm durch die Namen im Adressbuch Revue passieren. Der Schreibstil der Autorin hat mich bereits bei der Leseprobe völlig vereinnahmt. Für meinen persönlichen Lesegeschmack handelt es sich hierbei um eines der emotionalsten Bücher, welches ich jemals in Händen halten durfte. Ich habe im Verlauf von knapp dreihundertfünfzig Seiten mit Doris gelacht, mit ihr gelitten, ihre unendliche Sehnsucht nach der großen Liebe ihres Lebens miterlebt, sie als strahlende Schönheit und geiertes Pariser Mannequin bewundern, durfte anschließend schwere Zeiten mit ihr überstehen und sie schweren Herzens im Alter vereinsamt in ihrer kleinen Wohnung sitzen sehen. Dieser Roman ist eine Hommage an die Liebe im Leben. Er hat mir ausgezeichnet gefallen, mich an mancher Stelle zum Schmunzeln gebracht, aber auch unzählige Male zu Tränen gerührt. Ich kann dieses großartige Meisterwerk wirklich jedem ans Herz legen! (stark gekürzte Fassung aufgrund der Zeichenbeschränkung)

berührender Roman über ein ergreifendes Leben

Von: StephanieP Datum: 16. August 2018

Doris ist alt und beginnt über ihr Leben nachzudenken. Sie beschließt ihre Geschichte niederzuschreiben und ihrer letzten Angehörigen Jenny zu vermachen. Als Grundlage für ihre Geschichte nimmt sie ihr altes rotes Adressbuch und schreibt über alle Menschen, deren Kontaktdaten sie darin niedergeschrieben hat. Bald muss sie feststellen, dass viele Menschen von damals mittlerweile verstorben sind. Und dann gibt es da noch Allan, ihre einzige große Liebe, zu dem im zweiten Weltkrieg der Kontakt abgebrochen ist. Sofia Lundbergs Schreibstil ist unglaublich berührend, tiefgreifend und mitreißend. Ich konnte sofort in die Handlung einsteigen und ihr problemlos folgen. Es wechseln sich immer wieder Kapitel rund um Doris Vergangenheit und ihr aktuelles Leben ab. Doris hat im Laufe ihres Lebens sehr viel erlebt und ist weit gereist. Dies macht die Handlung besonders fesselnd. Obwohl Doris ein sehr bewegendes Leben hat und sehr viel erlebt, wirkt die Handlung dennoch nicht unglaubwürdig oder konstruiert. Beim Lesen hat man den Eindruck, dass ihr Leben auch in Wirklichkeit genauso verlaufen sein könnte. Die Geschichte konnte mich mehrfach ergreifen und berühren. Das Buch hat mich zum Nachdenken angeregt und ich werde auch in nächster Zeit noch häufiger darüber nachdenken. Die einzelnen Protagonisten werden Äußerlich kaum beschrieben, wodurch der Leser seine eigene Phantasie anregen kann. Die Charaktere sind äußerst authentisch und vielschichtig. Vor allem Doris ist mir unglaublich ans Herz gewachsen und ich hätte noch viel mehr über ihr faszinierendes Leben lesen können. Besonders gelungen finde ich, dass nicht nur glückliche Momente sondern auch schlimme und traumatische Erlebnisse und Begegnungen beschrieben werden. Dies macht die Handlung besonders glaubwürdig. „Das rote Adressbuch“ ist mein erstes Buch von Sofia Lundberg. Obwohl ich selten Romane lese und eher zu anderen Genres greife, war ich mehr als begeistert. Sofia Lundgren konnte mich komplett mitreißen und in den Bann der Handlung ziehen. Ich hätte gerne noch mehr zu Doris Leben erfahren und hoffe auf weitere Bücher der Autorin. FAZIT: „Das rote Adressbuch“ ist ein kurzweiliger Roman, der liebenswerte Protagonisten mit einer ergreifenden Handlung kombiniert. Aus diesem Grund vergebe ich 5 Sterne!

eine grosse liebe

Von: judith biegel Datum: 21. May 2019

wunderbare geschichte! ich kann sie nur empfehlen!

Wie viele Menschen lässt du in dein Leben?

Von: Sabrina Datum: 14. September 2018

In der letzten Zeit wurde kein Buch so sehr beworben wie "Das rote Adressbuch" - auf vielen Internetseiten, durch Agenturen - auf "das rote Adressbuch" wurde fast überall hingewiesen. Ich finde das ganze hypen ja manchmal nicht mehr feierlich, aber hinter diesem Buch versteckt sich eine wirklich schöne, ruhige und dennoch bewegende und emotionale Geschichte. Schon das Cover zieht einen bei Buch und auch beim Hörbuch in den Bann, es soll dem roten Adressbuch angeglichen sein, dass Doris von ihrem Vater geschenkt bekommt. Und dann fangen wir mit der Geschichte an... Eine alte Dame sitzt in ihrer Wohnung an ihrem Tisch und wartet auf den Pflegedienst, einige Dinge liegen vor ihr unter anderem das Buch. Das Buch das alle wichtigen Menschen enthält, die in ihrem Leben vorgekommen sind. Ein Leben, das viel zu früh beginnt ernst zu werden - in dem Moment, als ihr Vater nach seinem Unfall nicht mehr nach Hause kommt und sie ihre erste Stelle antreten muss, weil ihre Mutter alle nicht versorgen kann. Und so werden wir von den Sprecherinnen Beate Himmelstoß und Susanne Schröder durch ein bewegtes Leben mitgenommen - durch viele Länder und Kontinente - Paris, New York, Stockholm. Die Sprecherinnen machen ihre Arbeit sehr gut. Es ist meistens eine sehr ruhige Atmosphäre, weiche Stimmen lassen uns Doris Leben mitverfolgen. Ihre Bekanntschaften, ihre Lieben, ihre Verluste - ein bewegendes Buch mit vielen emotionalen Momenten.

tolles Buch

Von: Heidi Datum: 11. September 2018

Zum Inhalt : Doris bekommt zum 10. Geburtstag ein Adressbuch von ihrem Vater geschenkt. In dieses soll sie all die Begegnungen die ihr lieb und wert sind eintragen. Doris führt ein langes, ausgefülltes, aufregendes und turbulentes Leben. So das nach vielen Jahren einige Namen im Büchlein stehen. Nur jetzt nach einer Ewigkeit, sind viele Namen durchgestrichen und mit dem Wort Tod ergänzt. Kurz vor Doris ableben möchte sie diese Geschichten die sie für ihre Großnichte Jenny aufgeschrieben hat, weiter vererben. So das auch Jenny mehr über ihre Familie erfährt. Mein Fazit Dieses Buch ist ein gelungenes erstes Werk der Autorin Sofia Lundberg. Ihr ist es mit ihrem Debütroman gleich auf Anhieb gelungen den Leser von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln. Doris & Jenny die Protagonisten sind ebenso gut ausgearbeitet wie die Nebendarsteller die zum Teil nur eine kurz Rolle spielen . Das Buch spielt auf zwei Ebenen. Einmal in der Vergangenheit die Doris in vollen Zügen genossen hat und zum anderen die Gegenwart. Die sehr deutlich beschreibt wie das Leben als einsamer alter Mensch aussieht. Hilflos da der Körper nicht mehr mag, und die unendliche Einsamkeit wenn man nur noch einen Verwandten hat der viele Hunderte Kilometer weit weg wohnt. Den man nur via Skype sprechen, hören und sehen kann. Diesen Roman würde ich als eines der Bücher beschreiben die man ganz sicher nicht vergisst. Die einem sehr deutlich zeigen wie es im Alter sein kann. Die Sprecher Beate Himmelstoß und Susanne Schroeder passen hier perfekt. Mein liebster Satz aus dem Buch : „Ich wünsche dir von allem genug. Genug Sonne, die Licht in deine Tage bringt, genug Regen, damit du die Sonne schätzen kannst, genug Glück, das deine Seele stärkt, genug Schmerz, damit du auch die kleinen Freuden des Lebens genießen kannst, und genug Begegnungen, damit du die Abschiede besser verkraftest. Sei stark!“ Für diesen wirklich gelungenen Roman vergebe ich sehr gerne 5 *****

Ein nicht alltägliches Frauenschicksal!

Von: danielamariaursula Datum: 04. September 2018

Doris Alm wird 1928 in Stockholm, Schweden geboren. Ihr Vater hat eine kleine Schreinerei und die Familie hat ihr Auskommen. Eigentlich wäre der Vater lieber Forscher, er liebt Bücher und saugt Reiseberichte und wissenschaftliche Veröffentlichungen in sich auf, doch er folgt der Familientradition. Zum 10. Geburtstag schenkt er Doris ein rotes Adressbuch, in das sie alle Menschen, die ihr etwas bedeuten und denen sie im Laufe ihres Lebens begegnen wird, eintragen soll. Fortan wird es ihr größter Schatz sein, der sie rund um die Welt begleiten wird. Denn nur 3 Jahre später stirbt der Vater und die Familie hungert. Sie muß die Schule verlassen und zu einer feinen Dame als Dienstmädchen nach Stockholm, die sie später mit nach Paris nimmt. Auf der Straße wird sie von einem Modeagenten entdeckt und sie arbeitet fortan als Mannequin, doch der ausbrechende Krieg nimmt den Menschen das Geld für Luxus. Als sie den Brief ihrer großen Liebe erhält, der in zwischen in New York lebt, reist sie mit ihrer kleinen Schwester, die inzwischen bei ihr lebt, über den Ozean. Stockholm 1917, Doris Leben neigt sich dem Ende zu. Anhand der Eintragungen ihres Adressbuches hat sie ihre Lebensgeschichte für ihre Großnichte Jenny im PC aufgeschrieben, in der Hoffnung, daß sie sie lesen und verstehen wird. Ihren Lebensweg, geprägt von Niederschlägen und Entscheidungen, die vielleicht bisweilen falsch gewesen sein mögen, sie aber stets zu neuen Menschen und Beziehungen brachten. Entscheidungen, die auch ihr, Jennys Leben prägten. Doris scheint bisweilen von Rückschlägen erfüllt. Doch Doris lässt sich nicht unterkriegen, egal wie schlimm es wird, steht sie auf und kämpft, in Zeiten, die bisweilen erbarmungslos sind und in denen Frauen eigentlich nicht selbstbestimmt und frei leben, sondern Ehefrau und Mutter zu sein haben. Doris passt jedoch nicht in gängige Raster und so ist auch ihr Leben kein eintöniges Einerlei. Ob es deswegen aber unbedingt besser ist? Auf jeden Fall ist es viel bewegender, als ihre abgestumpfte Pflegerin meint, die davon ausgeht, daß alle alten Leute, Stockholm noch nie verlassen und nie etwas erlebt hätten. Man braucht alten Menschen jedoch nur zu zuhören und wird überrascht sein, wie entbehrungsreich ihr Leben bisweilen war und wie stark der Weltkrieg ihr Leben geprägt hat, selbst bei Schweden, deren Land offiziell neutral blieb. Alt bedeutet nicht zwingend langweilig. Während Doris langem Leben hat sie viele Menschen kennen gelernt, wobei es nicht alle immer gut mit ihr gemeint haben. Aber die wenigen wahren Freunde, die sie getroffen haben, helfen ihr mit den Niederlagen umzugehen und sich immer wieder neu aufzurappeln und weiter zu machen, egal, wie aussichtslos die Situation auch erscheint. Niederlagen hat Doris leider viele hinnehmen müssen. All der Schmerz, den sie ertragen muß, ist bisweilen echt heftig und man wünscht ihr auch endlich mal glückliche Zeit, daß sie wenigstens in Ruhe und Frieden sterben darf, anders als viele Freunde und Verwandte von ihr. Doris Leben bewegt und macht nachdenklich. Waren ihre Entscheidungen immer richtig? Wie hätte ich gehandelt? Wäre das besser gewesen? Manche Wendungen habe ich so erwartet, andere trafen mich völlig unvorbereitet. Die Kürzungen habe ich als sehr behutsam empfunden. Gut, das Einpacken des Adressbuches vor jedem Neuanfang wird nun nicht explizit erwähnt, aber das finde ich auch nicht zwingend. Einzig Pflegerin Sarah, die ich in mein Herz geschlossen habe, mit ihrer offenen und respektvollen Art, könnte am Ende herausgekürzt worden sein, aber dessen bin ich mir nicht sicher. Längen hat das Hörbuch nach dem Kürzen auf jeden Fall keine und Verständnisschwierigkeiten oder Personenverwechslungen kamen trotz der Vielzahl der Menschen, die Doris Leben prägten bei mir nicht vor (das ist nicht selbstverständlich bei gekürzten Lebensgeschichten). Am Ende hat mich ihr Leben wirklich bewegt. Ich hoffe, es regt einige Hörerinnen dazu an, sich die Geschichte älterer Verwandter oder Nachbar genauer anzuhören und ihnen mit größerem Respekt zu begegnen. Inspiriert wurde diese Geschichte von wahren Begebenheiten von verschiedenen Mitgliedern der Familie der Autorin. Allerdings haben sie sich nicht alle in einer Person gehäuft, sondern sind mehreren von Ihnen passiert. Das Ende empfand ich dann auch als ein wenig unwahrscheinlich im Hinblick auf Doris außerordentlich hohes Alter. So bekam ich auch bisweilen beim Hören den Eindruck, daß es doch etwas viel für nur ein Leben sei, was Doris da passiert, daher ein halber Stern Abzug. Die Zeitsprünge in den Erzählungen werden zum Einen durch die zwei verschiedenen Sprecherinnen, zum anderen durch die Nennung des Anfangsbuchstabens des Nachnamens der Person, um die sich die nachfolgenden Erinnerungen drehen werden, offensichtlich. Der Einsatz von mehreren Sprecherinnen ist nun nicht ganz neu, aber hier gefällt mir die Auswahl sehr gut. Beate Himmelstoß Stimme klingt reif und erfahren. Zwar nicht zittrig und brüchig, was aber fürs Zuhören deutlich angenehmer ist. Ganz klar klingt die Stimme älter, als ihre Sprecherin aussieht, während Susanne Schroeders Stimme jünger klingt als sie. Sie erinnert mich in ihr außerordentlichen Weiblichkeit an die Stimme von Andrea Sawatzki. Warm, wohlklingend und voller Leben. Man kann sich gut die junge schöne Doris vorstellen, die das Leben mit allen Höhen und Tiefen mitnimmt, so wie es kommt, aber niemals belanglos oder eintönig. Beide Stimmen passen sehr gut zu den von ihnen personifizierten Persönlichkeiten, wobei es auch nicht stört, daß Beate Himmelstoß bisweilen Großnichte Jenny und die Pflegerinnen spricht, denn wie gesagt, klingt die Stimme reif, aber nicht zittrig und brüchig, aber immer ganz deutlich anders als die von Susanne Schröder. Die Aufnahmequalität ist glasklar und gut ausbalanciert, sowohl bei der Hausarbeit, als auch beim Autofahren waren die Sprecherinnen jederzeit gut verständlich. Die Tracks fand ich sehr angenehm kurz und das es sich um einzelne CDs und nicht MP3s handelt sucht man sich trotz der zahlreichen Tracks niemals müde, beim Wiedereinstieg (ja, ich mag keine MP3, mein AutoMP3-Player, hüpft sehr gerne bei jedem Neustart zu Track 1 zurück, statt sich zu merken, wo wir stehen geblieben sind...) Das Cover lässt in seiner Gestaltung ein altmodisch gebundenes Büchlein vor dem inneren Auge entstehen, es ist eine sehr platzsparende Umverpackung, die die Entnahme der Tonträger während der Autofahrt erleichtert (es wird meine ich Pocketbook für Hörbücher bezeichnet). Ein wirklich sehr gut gemachtes Hörbuch, daß mir deutlich besser gefallen hat, hat viele andere Hörbücher über schicksalshafte Lebensgeschichten, die ich in den letzten Jahren gehört habe. 4,5 von 5 Sternen (1 -)

Mitreißende Lebensgeschichte, die super erzählt wurde!

Von: Sandra8811 Datum: 03. September 2018

Wie kam ich zu dem Hörbuch? Ich hörte schon viel über das Buch und bekam das Hörbuch dann vom Verlag als Rezensionsexemplar. Cover: Das Cover finde ich sehr harmonisch und verspielt, die Vögelchen gefallen mir sehr. Es ist durch den hohen rot-Anteil sehr auffällig. Inhalt: Doris wuchs in eher armen Verhältnissen in Schweden auf. Das wertvollste Geschenk das sie bekam war ein rotes Adressbuch von ihrem Vater. Dieses hütete sie immer und trug fleißig alle Namen von wichtigen Personen ein. Im hohen Alter beschloss sie, ihre Geschichte anhand dieses Büchleins zu beschreiben und Jenny das wertvollste zu hinterlassen, das sie besaß: Ihre Erinnerungen. Handlung und Thematik: Die alte Frau, die ihre Geschichte nochmal erzählt ist einfach eine grandiose Idee. Man wird sowohl vom Schicksal der jungen Doris, als auch des der alten Doris vollends mitgerissen. Man erkennt, dass es die Menschen in den 1920er Jahren (und auch später) nicht so leicht hatten wie wir heutzutage. Des Weiteren erkennt man, dass es nicht leicht ist, alt zu sein. Besonders gut gefielen mir die Beschreibungen von Doris, wie sie die Welt sieht, man konnte sich alles super gut vorstellen! Man kann sich auch gut vorstellen, wie es damals war. Charaktere: Doris ist eine starke, mutige und ehrgeizige Frau, die es schafft, sich durch ihr nicht allzu leichtes Leben zu kämpfen. Ich bewunderte vor allem ihren Mut! Sprecherinnen: Dieses Hörbuch wird von zwei Sprecherinnen vorgelesen: Von Beate Himmelstoß und von Susanne Schroeder. Anfangs fand ich es unnötig, dass es zwei verschiedene Sprecherinnen gibt, mit der Zeit gewöhnte ich mich aber dann daran. Manchmal fand ich die Stimme von Susanne Schroeder zu sehr Teenager-mäßig, das kann aber auch daran liegen, dass ich Beate Himmelstoß‘ Stimme angenehmer fand. Persönliche Gesamtbewertung: Anfangs war ich ein bisschen skeptisch, ob die Autorin die Lebensgeschichte von Doris so gut rüberbringen wird, ich wurde eines Besseren belehrt! Ich fand das Hörbuch sehr mitreißend und interessant. Doris‘ Leben und auch ihre Wahrnehmung wurden super beschrieben. Die Handlung klang realistisch und ich kann das (Hör-)Buch definitiv Fans von Historischen Romanen empfehlen! Aber Achtung! Absolutes Suchtpotential!