Petra Durst-Benning

Die Fotografin - Am Anfang des Weges

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Minna Reventlow, genannt Mimi, war schon immer anders als die Frauen ihrer Zeit. Es ist das Jahr 1911, und während andere Frauen sich um Familie und Haushalt kümmern, hat Mimi ihren großen Traum wahr gemacht. Sie bereist als Fotografin das ganze Land und liebt es, den Menschen mit ihren Fotografien Schönheit zu schenken, genau wie ihr Onkel Josef, der ihr großes Vorbild ist. Als dieser erkrankt, zieht sie in das kleine Leinenweberdorf Laichingen, um ihn zu pflegen und vorübergehend sein Fotoatelier zu übernehmen. Ihm zuliebe verzichtet sie nicht nur auf ihre Unabhängigkeit, sondern sieht sich in Laichingen zunächst auch den misstrauischen Blicken der Dorfbewohner ausgesetzt, da sie mehr als einmal mit ihrem Freigeist aneckt. Und als bald ein Mann Mimis Herz höher schlagen lässt, muss sie eine Entscheidung treffen …

Zwischen Träumen und Tradition

Von: Bücher in meiner Hand Datum: 12. February 2019

Ich weiss noch, wie ich mir nach "Winterwind" wünschte, Autorin Petra Durst-Benning würde einmal Gegenwartsromane schreiben - was sie kurz darauf mit der Maierhofen-Serie auch tat. So schön die Serie ist, trotzdem vermisste ich mit den Jahren ihre historischen, immer toll recherchierten Romane. Auch hier ging mein Wunsch in Erfüllung und nun gelang mit der Veröffentlichung ihres neuestes Werkes der Start einer fünfteiligen Saga über eine junge Frau, die sich nicht mit der Zukunft als Pfarrfrau begnügen will. Mimi, die Heldin der Serie, sieht am Leben ihrer Mutter was auf sie wartet, wenn sie Heinrich heiraten würde. Sie entscheidet sich für das harte Leben als Wanderfotografin, worin Onkel Josef Mimi anfänglich tatkräftig protegiert. Ihre Mutter unterstützt Mimi einerseits, andererseits hegt sie grosse Bedenken. Der Vater scheint Mimi zu vertrauen, von ihm hört man aber nicht viel. Die ersten Monate sind nicht leicht für Mimi und trotzdem bereut sie ihren Entscheid nicht. Nachdem Mimi durch einen Zufall eine berühmte Person fotografieren kann, floriert das Geschäft und allerorten wird nach ihr gefragt. Da erreicht sie plötzlich eine Nachricht, dass es, ihrem inzwischen im Weberdorf Laichingen sesshaft gewordenen, Onkel Josef schlecht geht. Keine Frage, dass Mimi auf dem Weg zu einem weiteren Auftrag in Laichingen Halt macht. Josef geht es gesundheitlich gar nicht gut und braucht jemand der ihn pflegt. Mimi übernimmt vorläufig - denkt sie zumindest. Ihr Aufenthalt verlängert sich immer weiter, wobei Mimi die Gemeinde mit ihrer Art und ihren modernen Ansichten aufwirbelt. Fast schon als Ketzerin verschrien, wird sie von wenigen Bewohnern gemobbt. Andere hingegen sind fasziniert und wollen der weit herum gereisten Mimi glauben. Die Szenen in Laichingen machten mich traurig. Denn nur allzu gut hat Petra Durst-Benning das karge Leben der Dorfbewohner, deren Träume und Sorgen sowie die Zukunftsaussichten der Jugendlichen beschrieben. Geschickt webt die Autorin in die Einzelschicksale der Menschen viel Wissenswertes mit ein, zum Beispiel der Einblick in die Arbeit eines Fotografen - besonders gelungen sind die Abschnitte über die Bildretusche, quasi Photoshop vor 100 Jahren - wie auch die schwere Arbeit der Weber und die Weiterentwicklung der Stoffbearbeitung. Erneut zeigt sie mehrere Berufszweige auf, die sich nicht nur durch die Industrialisierung weiterentwickeln und lässt uns diese Umwälzungen in ihren Charakteren miterleben. Petra Durst-Benning porträtiert wie gewohnt starke Frauen, lässt aber die ganze Gefühlspalette über Eifersucht und Neid, wie auch das Bedauern über eigene, vielleicht vorschnelle Entscheidungen nicht zurück. Ein wenig enttäuscht war ich, als Mimi - zwar verständlicherweise - immer länger in Laichingen blieb und nicht mehr auf Reisen ging. Ja, ich weiss, das kann sich in den vier weiteren Büchern noch ändern, aber dennoch hätte ich Mimi gerne mehr unterwegs begleitet. Ihr Aufenthalt im Leinenweberdorf dauerte mir zu lange, einiges wiederholte sich schon fast - aber vielleicht bin ich auch einfach nur zu ungeduldig. Leider bricht das Buch gefühlt mittendrin ab, ist nicht in sich abgeschlossen, was ich bedauerte. Mir fehlt ein schlüssiger und würdiger Abschluss des ersten Teils dieser Saga. Sehr schön fand ich den Bezug zu "Bella Clara", denn Mimi lernt Clara Berg kennen. Wer historische Romane mag und die Jahrhundertwind-Trilogie noch nicht kennt, sollte dringend mal einen Blick darauf werfen. Den frischen Wind aus der Trilogie hat die Autorin auch in "Die Fotografin" mitgenommen und deshalb ich bin gespannt, wie Mimi und die Laichinger sich weiter entwickeln. Insbesondere nimmt mich Wunder, ob sich die Träume von Alexander und Anton erfüllen. Fazit: Fesselnder und interessanter Auftakt zu der fünfteiligen Serie über eine Fotografin anfangs des 19. Jahrhunderts. 4 Punkte.

Gelungener Auftakt einer neuen Reihe

Von: Lesemademoiselle Datum: 12. February 2019

„Ich möchte den Menschen mit Fotografie Schönheit schenken!“ Minna Reventlow, genannt Mimi, war schon immer anders als die Frauen ihrer Zeit. Es ist das Jahr 1911, und während andere Frauen sich um Familie und Haushalt kümmern, hat Mimi ihren großen Traum wahr gemacht. Sie bereist als Fotografin das ganze Land und liebt es, den Menschen mit ihren Fotografien Schönheit zu schenken, genau wie ihr Onkel Josef, der ihr großes Vorbild ist. Als dieser erkrankt, zieht sie in das kleine Leinenweberdorf Laichingen, um ihn zu pflegen und vorübergehend sein Fotoatelier zu übernehmen. Was für ein schöner Auftakt! „Die Fotografin – Am Anfang des Weges“ ist der erste Teil einer neuen Reihe von Petra Durst-Benning. Und mir hat diese Geschichte wirklich gut gefallen. Ich mag Erzählungen in denen unkonventionelle, starke Frauen die Hauptprotagonisten sind. Mimi war mir von der ersten Seite an sehr sympathisch und es macht Freude sie auf ihrem Weg zu begleiten. Für die damalige Zeit sehr ungewöhnlich ergreift sie den Beruf der Fotografin und wird aufgrund ihrer neuen Art zum Fotografieren sehr schnell erfolgreich. Da ich selber gerne fotografiere, war es sehr interessant für mich mehr über die Funktionsweise der ersten Kameras, die aufwendige Atelierarbeit und die mühevolle  Fotobearbeitung von Hand in der damaligen Zeit zu erfahren. Geschickt lässt Petra Durst-Benning diese Informationen in die Handlung mit einfließen. Mimi „strandet“ in Laichingen, da sie länger als geplant bei ihrem Onkel bleiben muss. Und da beginnt der zweite Handlungsbogen dieses Romanes. Laichingen war die Metropole der Leinenweber auf der Schwäbischen Alb. Petra Durst-Benning ließ mich sofort eintauchen in die sehr ärmlichen Lebensbedingungen der Weberfamilien. Die lebenslustige Mimi passt nicht so recht in diese schwäbische Dorfgemeinschaft und macht sich durch ihre forsche Art auch bald Feinde. Die Einblicke in das harte Leben der Weber haben mich sehr berührt. Besonders der sensible Alexander ist mir sehr ans Herz gewachsen und ich bin mehr als neugierig, wie es ihm weiter ergehen wird. Ich habe diesen Roman an einem Nachmittag durchgelesen, weil ich ihn nicht mehr aus der Hand legen konnte. Der Schreibstil mag einfach sein, aber er ist trotzdem kraftvoll, bildlich und sehr berührend. Alle Charaktere im Buch wirken glaubwürdig und authentisch. Die Handlung ist mit viel Liebe recherchiert worden. Die Autorin möchte mit ihren Büchern den Lesern einen Kurzurlaub vom Alltag schenken. Das ist ihr mit diesem Roman ganz sicher gelungen und ich freue mich schon auf den nächsten Band, der bereits im April erscheinen Vielen herzlichen Dank an die Randomhouse Verlagsgruppe und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung dieses Rezensionsexemplars

Leichter Schmöker mit etwas wenig Handlung

Von: Sarahs Bücherregal Datum: 04. February 2019

Mimi Reventlow lebt Anfang des 20. Jahrhunderts zu einer Zeit, zu der Frauen eigentlich keinen anderen Anspruch an das Leben haben sollten, als zu heiraten und Kinder zu kriegen. Doch Mimi hat eigene Pläne, sie will Fotografin werden und die Welt sehen. Ihre Eltern haben glücklicherweise Verständnis und geben ihr eine kleine Starthilfe. Doch als ihr Onkel, ihr großes Vorbild als Fotograf, erkrankt, muss Mimi das Reisen erst einmal aufgeben. Sie geht zu ihm in den Weberort Laichingen und kümmert sich um ihn. Dort muss sie sich in einem Ort arrangieren, in dem die Zeit schon vor hundert Jahren stehengeblieben zu sein scheint. Es wird nicht leicht für die eigenwillige junge Frau, sich dort als Fotografin durchzusetzen. Petra Durst-Benning beschreibt gewohnt flüssig und gut lesbar das Leben von Mimi, die einem in ihrer eigenwilligen und starken Art sofort ans Herz wächst. Schnell ist man in der Geschichte drin und genießt es, am Leben von Mimi teilzuhaben, man freut sich mit ihr und man leidet mit ihr. Was ich etwas störend an diesem Auftakt der Fotografinnen-Saga fand, war die Handlung an sich. Meiner Meinung nach passiert einfach viel zu wenig in diesem Roman, um einen Umfang von 400 Seiten zu rechtfertigen, die Figuren sind mir nicht detailliert genug gezeichnet und ich sehe auch wenig Entwicklung, die es spannend machen würde, wie die Handlung weitergeht. Im Grunde besteht der ganze erste Band daraus, dass Mimi zunächst recht erfolgreich ist, und dann in Laichingen „strandet“ und sich um ihren Onkel kümmert. Die Dorfbewohner sind ihr gegenüber skeptisch, das ist klar, doch auch hier gibt es meiner Meinung zu wenig unterschiedliche Facetten, um die Handlung wirklich mitreißend zu machen. „Die Fotografin. Am Anfang des Weges“ ist ein unterhaltsamer historischer Roman, der mir aber zu wenig Handlung hat und auch in den Figuren auch zu flach bleibt, um mich wirklich zu begeistern. Ein leichter Schmöker, der mich nicht vollständig überzeugen konnte.

Leichtes Buch für zwischendurch

Von: miss_lia48 Datum: 24. January 2019

INHALT: Die 26-jährige Minna, genannt Mimi, hatte schon als Kind den Traum, eines Tages Fotografin zu werden. Als eine der ersten Frauen hatte sie dann die Möglichkeit, die Ausbildung tatsächlich zu absolvieren. Doch seitdem wird sie im Fotoatelier, in dem sie angestellt ist, nur als Assistentin eingesetzt. Dabei würde sie so gerne selbst hinter der Kamera stehen! Allerdings ist dies zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Frau und Tochter des Pfarrers, für die meisten Leute undenkbar. Trotzdem entschließt sich Minna, ab sofort ihr Glück als Wanderfotografin zu versuchen. Dabei möchte sie weg von den gestellten Bildern und stattdessen mit natürlichen Posen die Persönlichkeit und Schönheit der Menschen hervorheben. So zieht sie mit ihrer Fotoausrüstung von Ort zu Ort. Doch als ihr geliebter Onkel Josef krank wird, muss sie abrupt nach Laichingen reisen, um ihn zu pflegen und um nach seinem Fotoatelier zu schauen. Bei den traditionsbewussten Einwohnern auf der Schwäbischen Alb, die in der Leinenweberei und auf den Feldern hart für ihr Brot arbeiten müssen, stößt Minna mit ihrer unkonventionellen Art schnell auf Misstrauen. Und irgendwann muss sie sich entscheiden, ob sie trotzdem bleiben oder weiterziehen soll... MEINUNG: Mit der Fotografin Mimi, ist der Autorin eine äußerst starke, selbstbewusste, optimistische und mutige Protagonistin gelungen, die ich als Person recht gerne mochte. Mimi schätzt die Unabhängigkeit und dass sie ihrem Traumberuf nachgehen kann. Deshalb kann sie es auch anfangs nicht verstehen, dass die Laichinger, von denen viele von Armut betroffen sind, lieber die mühsame Arbeit ihrer Vorfahren ausüben, statt für ihre eigenen Träume zu kämpfen. Doch Mimi bringt frischen Wind mit und wirbelt das Leben einiger Einwohner gehörig auf... In diesem ersten Band der Fotografin-Saga, bekommt man dabei Einblicke in den (Arbeits-) Alltag der Laichinger. Durch die verschiedenen Perspektiven und Handlungsorte kommen die Unterschiede zwischen den ärmeren Menschen im Dorf und den wohlhabenderen Leuten in der Stadt, besonders gut zur Geltung. Das beschwerliche Dorfleben wird sehr bildlich beschrieben, so dass ich es mir gut vorstellen konnte und es auf mich authentisch wirkte. Ein paar schwäbische Begriffe hier und da sowie Orte die meiner Heimat nahe sind, bauten für mich nochmals eine ganz besondere Verbindung zur Geschichte auf! Interessant fand ich es auch, einen Einblick in die damalige Fotografie & Bildbearbeitung zu bekommen. Immerhin hat sich da die letzten hundert Jahre sehr viel verändert! Beinahe ebenso stark wurde die Leinenweberei & Stickerei im Buch fokussiert. Ich persönlich fand es nicht schlecht, hätte mir diese Thematik jedoch etwas dezenter eingesetzt gewünscht. Zumindest hätte der Buchtitel für mich noch besser gepasst, wenn die Fotografie noch klarer im Vordergrund gestanden wäre. Meine Aufmerksamkeit für das Buch konnte trotz des sehr einfachen Schreibstils bis zum Ende gehalten werden. Es wurde nicht langatmig. Trotzdem hätte ich mir noch ein paar inhaltliche und emotionale Höhen und Tiefen gewünscht. FAZIT: Ein schönes, leichtes Buch für zwischendurch, mit tollen Einblicken in das damalige beschwerliche Dorfleben, die Fotografie und die Leinenweberei/ Stickerei. Inhaltlich & emotional hätte ich mir noch ein paar Höhen und Tiefen gewünscht. 4/5 Sterne!

Ein wahrer Lesegenuss

Von: Sylvia Hertel Datum: 08. January 2019

Mimi Reventlow ist ihrer Zeit weit voraus. Mit dem Gedanken Hausfrau und Mutter zu sein kann sie sich nicht anfreunden. Deshalb schlägt sie den Heiratsantrag von Heinrich der als Vikar in der Pfarrei ihres Vaters arbeitet aus. Mimi möchte in die Fußstapfen ihres Onkels Josef treten und Wanderfotografin werden. Und das im Jahre 1911 und als Tochter eines Pfarrers. Fast undenkbar. Petra Durst-Benning gehört zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen, ich habe alle Bücher von ihr verschlungen. Egal ob historisch oder zeitgenössisch ihre Bücher sind immer ein wahrer Lesegenuss. So sind meine Erwartungen, wenn ich ein neues Buch von Petra Durst-Benning in der Hand habe immer recht hoch. Mit „Die Fotografin-Am Anfang des Weges“ wurden meine Erwartungen auch wieder mehr als erfüllt. Die Autorin versteht es starke Charaktere zu erschaffen und ihnen Leben einzuhauchen. Mimi ist eine starke Frau die weiß was sie will. Sie lässt sich durch erste Misserfolge nicht abschrecken und findet ihren Weg sich einen Namen als Wanderfotografin zu schaffen. Sie versteht es, sich in einer Männerwelt zu behaupten. Doch dann wird ihr geliebter Onkel Josef krank und sie reist auf die Schwäbische Alb um nach dem Rechten zu sehen. Ein zweiter Handlungsstrang erzählt von Laichingen, einem Ort auf der Schwäbischen Alb Hier gehen die Uhren anders. Das Sagen haben die Webereibesitzer, denn die Webereien sind so gut wie die einzige Verdienstmöglichkeit für die Einwohner. Die Menschen sind arm und halten an ihren alten Traditionen fest. War der Großvater Weber so ist auch der Vater Weber und der Sohn wird natürlich auch Weber. Man spürt aber deutlich beim Lesen, dass manch einer der jungen Leute ausbrechen möchten. Dass sie eigene Träume haben aber nicht wissen wie sie die verwirklichen sollen oder sich nicht trauen. Am Ende des Buches ist eine Leseprobe vom 2. Band „Die Fotografin-Die Zeit der Entscheidung“ und es schließt direkt an das Ende des 1. Bandes an. Ich freue mich schon sehr Mimi wieder zutreffen.

Fotografie 1905

Von: Kathaflauschi Datum: 11. December 2018

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplars. Auf dieses Buch habe ich mich schon riesig gefreut, da ich schon die Maierhofen Reihe von Petra Durst-Benning kenne. Und die Autorin hat es auch hier wieder geschafft, mich zu begeistern. Zum einen fand ich die Protagonistin Mimi wirklich toll und sehr authentisch. Sie hat schnell ein Platz in meinem Herzen eingenommen. Die Geschichte beginnt mit einem Heiratsantrag und ab gabelt sich schon der Weg für Mimi. Sie ist Fotografin und verfolgen ihren Weg im Jahr 1905. Neben Mimi gibt es aber auch noch Eveline. Sie ist so ganz anders als Mimi und lebt auch anders als sie. Ihre Geschichte spielt in Laichingen und dort hat die Autorin sehr schön die Schattenseiten der Industrie dargestellt. Mimi ist ein Freigeist, jung, stark und mutig. In der damaligen Zeit als Frau ein Beruf zu ergreifen war nicht sehr leicht, vorallem nicht als Wanderfotografin. Sie bereist andere Länder ohne männlichen Begleitschutz. Bei dieser Protagonistin hat sich Petra Durst-Benning wirklich sehr mühe gegeben. Man verfolgt ihren Weg mit freuden und hoffnungen und die gesamte Story hält einen in den Bann. Ich konnte das Buch nicht so schnell aus der Hand legen. Aber auch die anderen Charaktern wirkten sehr glaubwürdig und authentisch. Alles ist sehr gut recherchiert, das karge Leben, die Armut der Leinenweber, der Stand der Frau zur damaligen Zeit. Man erfährt auch warum Mimi unbedingt Wanderfotografin werden möchte. Mimi schafft es sich gegen alle Widerstände durchzusetzen, und erlernt den Beruf der Fotografin. Auch ihre Eltern haben sie dabei unterstützt und den Rücken gestärkt, was ich in dieser hinsicht sehr gut fand, den eigentlich war der Gedanke der Eltern da immer, das eine Frau am besten einen reichen oder arbeitenden Mann heiratet. Der Schreibstil war wieder sehr bildlich und emotional. Man fängt die ersten Seiten an zu lesen und kann auch nicht so schnell aufhören. Der Spannungsbogen hält auch bis zum Ende. Als Leser merkt man schnell das man hier kluge Frauen bei ihrem Lebensweg begleitet. Angefangen bei einer exzellenten Recherche, über die saubere Ausarbeitung der einzelnen Figuren, das Schreiben von spannenden Kapiteln bis hin zum Buchende, das einem mit der Frage zurücklässt, was wohl noch geschehen wird, konnte die Autorin durchaus beeindrucken. Ich kann das Buch wirklich nur ans Herz legen und freue mich auch schon riesig auf den nächsten Band.

Mein Buchtipp

Von: get lucky Datum: 29. November 2018

Was für ein Highlight für mich, wenn meine Lieblingsschriftstellerinnen pünktlich vor Weihnachten neuen Lesestoff liefern. :O) Die Fotografin --- Petra Durst-Benning Minna Reventlow, genannt Mimi, war schon immer anders als die Frauen ihrer Zeit. Es ist das Jahr 1911, und während andere Frauen sich um Familie und Haushalt kümmern, hat Mimi ihren großen Traum wahr gemacht. Sie bereist als Fotografin das ganze Land und liebt es, den Menschen mit ihren Fotografien Schönheit zu schenken, genau wie ihr Onkel Josef, der ihr großes Vorbild ist. Als dieser erkrankt, zieht sie in das kleine Leinenweberdorf Laichingen, um ihn zu pflegen und vorübergehend sein Fotoatelier zu übernehmen. Ihm zuliebe verzichtet sie nicht nur auf ihre Unabhängigkeit, sondern sieht sich in Laichingen zunächst auch den misstrauischen Blicken der Dorfbewohner ausgesetzt, da sie mehr als einmal mit ihrem Freigeist aneckt. Und als bald ein Mann Mimis Herz höher schlagen lässt, muss sie eine Entscheidung treffen … Ich liebe es, in solchen Romanen auf die Schwäbische Alb zu ziehen, z.B. nachfühlen zu können, wenn es dort einen Kittel kälter ist als anderswo,..., und ja auch meine Mama war schon in diesen Webereien in Laichingen als Näherin tätig. Das Buch also ein Muss für mich!!! ;o) Ich habe sowieso alles (!) gelesen, was aus Frau Durst-Bennings Feder stammt, und bin jedes mal aufs Neue fasziniert, wie sie es schafft ihre Leser in den Bann zu ziehen. Eine starke Frau, die dann auch noch ausgerechnet in diesem Ort landet, wo neue Ideen und Träume als vollkommener Irrsin angesehen werden. So bildlich, so wahr ist diese Geschichte beschrieben, wirklich sehr gut recherchiert! Ich freu mich total, dass ein zweiter Band folgt, bin gespannt wie ein Flitzebogen, wie Minna sich weiter entscheidet und kann euch diese Buch wirklich wärmstens empfehlen! ✫✫✫✫✫

Fotografie im Wandel der Zeit

Von: Nini Datum: 16. November 2018

Bereits seit Jahren lese ich immer wieder gern die Reihen von Petra Durst-Benning. Schon oft hat sie mich in die unterschiedlichsten Zeiten mitgenommen. Was ihnen immer gemein war sind die starken Frauencharaktere, die die Handlung dominieren, aber auch eine Authentizität, die den Leser immer mitten in die Zeit entführt, in der das jeweilige Buch spielt. Die akribische Recherche schlägt sich immer darin wieder, dass man die unterschiedlichsten Situationen und Menschen und vor allem deren Lebensumstände praktisch miterlebt. All dies ist auch in "Die Fotografin - Am Anfang des Weges" der Fall. Sowohl das gutbürgerliche Leben, das Mimi in ihrer Kindheit lebt, als auch der ganz gegensätzliche Alltag der Menschen in dem kleinen Ort auf der Schwäbischen Alb, das stellvertretend für viele, viele andere Orte der Zeit klar macht, was die Industrialisierung für die Arbeiter bedeutet hat. Auch gibt es in Petra Durst-Bennings Büchern immer ein vorherrschendes Thema, um das sich alles dreht. So habe ich in der Vergangenheit viel über Schönheitsprodukte, Champagner- und Glasherstellung erfahren. Wie der Titel des Buches vermuten lässt, geht es hier um Fotografie: ihre Geschichte, die Wandlungen, die beispielsweise die Porträtfotografie mit der Zeit durchgemacht hat und auch, was Fotografie für die Menschen bedeuten kann. Zeit und Thema fand ich sehr interessant und der Schreibstil der Autorin, der alles lebendig vor dem inneren Auge des Lesers entstehten lässt, hat auch diesmal seinen Zauber gewirkt. Entsprechend sehr gut ist der Lesefluss. Das erste Mal hatte ich aber so meine Probleme mit der Protagonistin. Ich kann nicht genau festmachen, woran es lag, aber Mimi ist ein wenig spröde, vielleicht ist es das. Sie hat eine ganze Zeit gebraucht, bis sie mir wirklich nahe gegangen ist, das kenne ich von den anderen Protagonistinnen so gar nicht. Allerdings hat sie es vor Ende des Buches doch geschafft, sodass ich gespannt bin, wie ihre Geschichte weitergehen wird.

Starke Protagonistin und interessante Story

Von: TheLoyalMe Datum: 13. November 2018

Meiner Meinung nach könnte dieses Buch unter dem Motto "Ich möchte mich nicht an die Erwartungen halten und breche mit den Erwartungen" stehen finde ich. Mimi ist eine junge Frau, die innerhalb der erste Kapitel beschließt sich nicht nach den Erwartungen der Gesellschaft zu richten, sondern Ihren Traum zu verfolgen Fotografin zu werden. Diese Haltung finde ich auf jeden Fall schon einmal bewundernswert und ich bin zudem ja auch ein Fan von starken weiblichen Charakteren, vor allem, wenn es Hand und Fuß hat, was die Damen machen. Mimis Weg finde ich wirklich spannend und vor allem finde ich es gut, dass nicht alles nur gut läuft, denn ein Start in ein Leben entgegen der Konventionen und auf eigenen Beinen wird wohl kaum ohne Reibung und Straucheln abgehen. Im im Klappentext angesprochenen Laichingen muss Mimi erkennen, dass Ihr Onkel mehr auf Ihre Hilfe angewiesen ist, als anfangs gedacht. Jedoch finden sich auch im kleinen Ort Laiching Jugendliche, die ebenfalls nicht so ganz mit dem Konform gehen, was die Gesellschaft verlangt, die Frage ist nur, kann Mimi so genug beeindrucken um etwas zu ändern, oder bleibt alles in den vorgegebenen Pfaden? Ich muss zugeben, dass mir das Buch insgesamt wirklich gut gefallen hat, weil ich Mimi als Protagonistin gern begleitet habe. Sie geht Ihren Weg und lässt dafür einiges zurück, andererseits erkennt Sie aber auch, wann es nötig ist zurückzustecken und die eigenen Pläne für einen anderen Menschen zu ändern. Allerdings wird an dieser Stelle auch deutlich gemacht, dass diese Situation nicht automatisch Stillstand bedeuten muss! Das hat mir gut gefallen. Mimis Begeisterung für das Fotografieren und vor allem auch für die Komposition der Bilder finde ich beinahe schon ansteckend und vor allem auch die Beschreibungen, wie zu dieser Zeit die "Bearbeitung" der Bilder stattgefunden hat. Interessant fand ich zudem die aufgeworfene Frage, in wie fern man mit dem Vorgaukeln des "schönen Scheins" den Menschen eher gut tut, oder eher schadet...ein interessantes Gedankenspiel finde ich. Ein Kritikpunkt ist allerdings, dass meiner Meinung nach das Vorwärtsstreben der Handlung deutlich langsamer wird, als Mimi in Laichigen ankommt. Von einem Cliffhanger am Ende eines Kapitels bis hin zum Aufgreifen dieser Passage sind hier für mich gefühlte Jahre vergangen, obwohl es sich in der Zeitspanne des Tages gerademal um wenige Tage handelt. Hier kam es mir ein wenig vor, als würde die Handlung, in Vorbereitung auf den 2. Teil, etwas gestreckt ... schade! Ich habe das Buch insgesamt genossen und Mimi gern beleitet, auch wenn das Tempo am Ende etwas vorscher hätte sein dürfen!

Die Fotografin

Von: Katja E. Datum: 12. November 2018

Ich habe lange keinen historischen Roman aus der Feder von Petra Durst-Benning gelesen, aber als ich von ihrer neuen Reihe hörte wusste ich: Das muss ich lesen. Ich mag starke Frauen, ich fotografiere selbst sehr gerne und da war diese Geschichte rund um die Fotografin Mimi natürlich ein Muss für mich. Petra Durst-Benning überzeugt mich bei diesem Buch erneut wieder mit ihrem Können, ein gut durchdachtes und sehr gut recherchiertes Buch zu einem bestimmten Thema zu schreiben. Man merkt auf jeder einzelnen Seite die hervorragende Recherchearbeit, die Zeit, die sich dafür genommen hat. Dadurch gelingt es der Autorin, die vergangene Zeit, den Beginn der Wanderfotografie, authentisch wiederzugeben. Auch die Erschwernisse der damaligen Zeit, die Sensation das eine Frau alleine und ohne männlichen Schutz auf Wanderschaft geht – all das wird sehr packend, sehr spannend und sehr detailliert wiedergegeben. Dazu sind die Figuren, allen voran natürlich Mimi, so sauber und detailliert herausgearbeitet, dass man sich in die Handlung hineinversetzt fühlt. Was mir hier gefallen hat: obwohl Mimi eindeutig die Hauptfigur des Buches ist, bekommen auch andere Figuren aus dem Buch so viel Raum, dass sie sich entwickeln können und den Roman dadurch bereichern. Sprachlich ist das Buch sehr bildhaft, sehr mitreißend geschrieben. Gedanken, Gefühle und Worte sprudeln nur so, ergeben eine Einheit und ziehen den Leser von Anfang an in den Bann des Buches, der Geschichte. Der sogenannte Spannungsbogen ist von Anfang auf an auf einem sehr hohen Level, man will immer weiter lesen, tiefer eintauchen. Das Ende des Buches lässt viele Fragen offen, ist spannend und man fiebert der Fortsetzung entgegen, die im April 2019 erscheinen wird. Von mir bekommt das Buch 4 ½ von 5 Sternen, da ich davon ausgehe, dass die Autorin bei der Fortsetzung noch eine Schippe mehr draufsetzen, sich noch mehr steigern kann.

Die Wanderfotografin

Von: Martinas Buchwelten Datum: 10. November 2018

Bewertung: 4 1/2 Sterne Im ersten Teil "Die Fotografin - Am Anfang des Weges" startet Petra Durst-Benning in eine neue Reihe rund um Minna Reventlow. Die junge Frau entzieht sich jeglicher Konventionen, als sie ihren großen Wunsch Fotografin zu werden, in die Tat umsetzt. Die Pastorentochter bewundert seit ihrer Kindheit ihren Onkel Josef, der als Wanderfotograf durch die Lande zieht. Mimmi darf, dank eines Vorfalles in ihrer Kindheit, nach einem Jahr "Frauenschule" in Berlin eine Ausbildung zur Fotografin beginnen. Ihr Lehrherr hält allerdings nichts von Frauen im Berufsleben und auch ihr Verlobter möchte, dass sie nach der Heirat ihren Beruf aufgibt. Mimi lehnt daraufhin seinen Heiratsantrag ab. Nach Abschluss ihrer Ausbildung tritt sie in die Fußstapfen ihres Onkels und arbeitet als Wanderfotografin. Die Liebe zu ihrer Arbeit und mit ihrer unkonventionellen Art zu fotografieren, hat sie bald Erfolg. Als Mimi erfährt, dass es ihrem Onkel Josef gesundheitlich schlecht geht, will sie ihn ein paar Tage besuchen. Dieser hat vor Jahren die Wanderschaft aufgegeben, spät geheiratet und in Laichingen, einem Leinenweberdorf, ein Fotoatelier eröffnet. Nach dem Tod seiner Frau hat er sich zur Ruhe gesetzt. Als Mimi in Laichingen, ankommt, fällt die moderne und selbstbewusste Frau bald auf. Außerdem legt sie sich unwissentlich gleich am ersten Tag mit dem größten Arbeitgeber des Dorfes an. Aufgrund der schweren Krankheit entschließt sich Mimi länger zu bleiben und den Onkel zu pflegen, sowie sein Geschäft wieder zu öffnen und fortzuführen. Doch ihr weht ein starker Wind entgegen, denn selbstbewusste, mutige Frauen mit eigenem Willen sind im Dorf nicht gefragt. Petra Durst-Benning ist schon als Kind mit dem Thema "Historische Fotografie" in Berührung gekommen und ist noch heute fasziniert davon. Für sie stand fest, dass sie einmal einen Roman darüber schreiben möchte, dessen erster Band nun veröffentlicht wurde. Doch nicht nur die Fotografie, sondern auch die Lebens- und Arbeitsweise der Weber und das immer stärkere Aufkommen von Fabriken, hat die Autorin einfließen lassen. Die wichtigsten Arbeitgeber des Dorfes sind kleine Könige und die Menschen von ihnen abhängig. Der Zeitgeist und der große wirtschaftliche Umschwung sind zu dieser Zeit ein großes Thema. Die Charaktere hat die Autorin, wie ich bereits von ihr gewohnt bin, sehr lebendig und facettenreich dargestellt. Mimi ist eine starke und selbstbewusste Protagonistin, die ihren Traum leben möchte, was als Frau zu dieser Zeit fast undenkbar ist. Dafür gibt sie ein zukünftiges Leben an der Seite eines Mannes, Ehe und Familie, auf. Ihr Freigeist und ihre Kreativität helfen ihr in Laichingen mehr als einmal über die Runden zu kommen. Das ganze Gegenteil ist Evelyn. Die Tochter einer reichen Chemnitzer Fabrikantenfamilie ist blauäugig ihrer Liebe gefolgt, ohne etwas vom harten und entbehrungsreichen Leben in Laichingen zu ahnen. Sie hadert mit ihrem Schicksal und beneidet Mimi, ohne jedoch selbst etwas gegen ihre Lage beizutragen. Die Rolle der Frau war 1911 keineswegs mit Heute vergleichbar. Haushalt, Kindererziehung, Heimarbeit und Kirchgang stellen die Eckpfeiler einer gewissenhaften und gläubigen Ehefrau dar. Da fällt eine Frau wie Mimi, die ihrer Zeit voraus ist, ganz gehörig auf... Aber nicht nur die Charaktere sind unglaublich liebevoll und detailliert beschrieben, sondern auch die landschaftlichen Besonderheiten der Ziele, die Mimi bereist. Die Schwäbische Alb, wo der Winter länger dauert unddie Menschen von der Weberei oder der Landwirtschaft leben, wird ebenso bildhaft beschrieben. Das karge Leben der Leinenweber und der noch immer verankerte Glauben, dass die Kinder in die Fußstapfen ihrer Eltern treten und denselben Beruf erlernen müssen, egal welche Begabungen sie haben, ist ein wichtiges Thema des Romans. Der vorwitzige Anton, dessen Eltern das einzige Gasthaus im Ort bewirtschaften, hat keine Lust als Gastwirt in Laichingen zu versauern. Auch sein Freund Alexander, der zeichnerisch äußert begabte Sohn eines Webers, soll beim verhassten Fabriksbesitzer Gehringer, denselben Beruf wie sein Vater erlernen. Als Mimi sich für ihn einsetzt und einen Platz an der Kunstschule für ihn besorgen will, kommt es zu einem Eklat. Aber nicht nur Alexander und Anton haben Träume und Begabungen... Der Spannungsbogen bleibt die ganze Zeit über konstant. Das Ende bleibt leider offen und Teil Eins endet mit einem gehörigen Cliffhanger, was mir nicht wirklich gefällt. Hier hätte man wenigstens einen der offenen Handlunsgstränge enden lassen können. Deswegen gibt es einen halben Stern Abzug, da ich es als Kaufzwang ansehe, wenn im ersten Teil so alles offen bleibt... Trotzdem kann ich es kaum erwarten Teil 2 zu lesen, der jedoch erst im April 2019 erscheinen wird. Fazit: Ein gelungener Auftakt der Reihe rund um "Die Fotografin". Petra Durst-Benning verleiht dem Roman lebendige Charaktere, sowie interessante Einblicke in die Fotografie der damaligen Zeit. Ich bin schon gespannt auf den Folgeband.

Mitreißender Auftakt einer fünfteiligen Serie

Von: Ingrid Eßer Datum: 07. November 2018

„Die Fotografin – Am Anfang des Weges“ ist der erste Teil der großen Saga mit voraussichtlich fünf Bänden von Petra Durst-Benning, in der sie das Leben der Fotografin Minna Reventlow schildert. Minna, genannt Mimi, ist eine fiktive Figur, die 1879 geboren wurde und in Esslingen als Tochter eines Pfarrers und seiner Frau aufgewachsen ist. Die Haupthandlung des ersten Teils spielt im Jahr 1911. Bereits das Cover vermittelt mit seiner Aufmachung ein gewisses Flair der damaligen Zeit und so wie die junge Frau auf dem Umschlag stellte ich mir beim Lesen Mimi vor. Josef, der Bruder von Mimis Mutter, ist Wanderfotograf und Mimis großes Vorbild. Nach einigen Jahren als Angestellte in ihrem erlernten Beruf der Fotografin entscheidet Mimi sich mit Mitte 20 dazu, ihre eigenen Ideen zur Gestaltung von Fotos umzusetzen und sich selbständig zu machen. Daher beschließt sie, sich bei verschiedenen Fotografen in ganz Deutschland zu verdingen. Der Beginn ist schwierig, aber mit der Zeit erwirbt sie sich einen guten Ruf. Eines Tages erhält sie während eines Aufenthalts in Isny die Nachricht von der Erkrankung ihres Onkels, der inzwischen seine Wanderschaft aufgegeben und sich in Laichingen auf der Schwäbischen Alb niedergelassen hat. Mimi reist vor ihrem nächsten Auftrag zu ihm. Aufgrund des Fortschritts der Krankheit ihres Onkels entscheidet sie sich, noch eine Weile länger zu bleiben um ihn zu pflegen und sein Geschäft fortzuführen. Aber die Ortsbewohner sind ihr gegenüber misstrauisch und verärgert stellt sie fest, dass die meisten sich nach der Meinung eines örtlichen Fabrikanten richten der vielen von ihnen Arbeit gibt. Mimi steht nicht in seiner Gunst. Wird sie trotzdem in Laichingen bleiben? Der erste Band der Serie erzählt die ersten Jahre Mimis in dem für eine Frau zur damaligen Zeit eher ungewöhnlichen Beruf als Fotografin. Ihre Mutter hatte bei einem Schlüsselerlebnis, bei dem Mimi sieben Jahre alt war, geschworen, dass es Mimi nie an etwas sollte. Daran hält sie sich und lässt ihrer Tochter bei der Berufsentscheidung freie Wahl. Beim Lesen war ich dabei in meine Wohlfühlzone gerückt. Doch Petra Durst-Benning macht es ihrer Protagonistin nicht leicht. Durch ihre reisende Tätigkeit reift Mimi als Persönlichkeit. In Laichingen, einem Ort der weltweit für seine Leinenweberei bekannt ist, hat sie mit vielen Gefühlen zu kämpfen. Die Sorge um ihren Onkel bringt sie dazu, zu seinem Wohl umzudenken. Aber sie lässt sich in ihren grundsätzlichen Ansichten nicht verbiegen und nicht einschüchtern. Ihr wird deutlich, dass eine finanzielle Absicherung die Freiheit mit sich bringt, eine eigene Meinung vertreten zu können. Die Autorin hat in ihrem Roman nicht nur liebenswerte Figuren, sondern auch unfreundliche beschrieben. Ihre Charaktere haben Ecken und Kanten, sind wandlungs- und entwicklungsfähig. Mimi wurde mir schnell sympathisch. Sie verfügt über ausreichend Selbstbewusstsein, ist aber nicht überheblich, sondern geerdet, hat Herz und Verstand. Ich bin mir sicher, dass einigen Nebenfiguren wie beispielsweise Eveline und ihrem ältesten Sohn in den weiteren Bänden noch eine größere Rolle zukommen wird. Das Thema der Historischen Fotografie ist sehr gut recherchiert und aufbereitet. Man spürt beim Lesen die jahrelange Leidenschaft der Autorin für dieses Sachgebiet. Zur bildhaften Untermalung gibt es im Anhang einige Beispiele der Atelierfotografie und Postkartengestaltung aus dem Bestand von Petra Durst-Benning. Obwohl Figuren und Handlung fiktiv sind wirken sie überaus authentisch. Mit „Die Fotografin – Am Anfang des Weges“ hat Petra Durst-Benning einen Roman geschrieben, dessen Thema mich von Beginn an fasziniert hat. Obwohl im weiteren Verlauf einige spannende und berührende Ereignisse zu lesen sind, bleiben am Schluss manche Handlungsstränge offen. Daher freue ich mich schon auf die Fortsetzung. Gerne empfehle ich das Buch uneingeschränkt weiter.

Eine starke Frau

Von: Leseratte77/Kiki77 aus dem Thüringer wald Datum: 22. October 2018

„Die Fotografin – Am Anfang des Weges“ von Petra Durst-Benning ist ein Roman, der zeigt, dass auch das schwache Geschlecht, Frau, sehr stark sein kann. Im Jahr 1911 war das Leben noch durch Kirche und Männer geprägt und mit Leichtigkeit und Verzicht findet eine Frau den Weg in den Beruf ihrer Träume. Mimi Reventlow verzichtet lieber auf Mann und Familie um sich ihrem Beruf als Fotografin zu widmen. Sie wird von der Familie unterstützt und will in die Fußstapfen von Onkel Josef, dem Wanderfotograf, treten. Sie hat erste Erfolge und besucht Josef dann in Laichingen, dem es nicht gut geht, und sie sein Fotoatelier übernimmt. Sie hat es in diesem Ort nicht leicht, denn in der Weberstadt herrscht Armut und Abhängigkeit der Weberei. Mimi lernt den Haushalt zu führen, Kochen, Wäsche waschen und verzaubert mit kleinen Gesten die Einwohner von Laichingen. Dann tritt ein Mann in ihr Herz, wie wird es weitergehen? Ein Roman aus dem Leben, mit viel Herz und Leidenschaft, der auch zeigt, dass das Leben zu dieser Zeit nicht einfach war und eingefahrene Wege das einfachste sind um zu überleben. Der Roman endet mitten im Geschehen, sodass man davon ausgeht, dass es eine Fortsetzung geben wird.

Sie konnte mich wieder in ihren Bann ziehen

Von: Donatha Czichy Datum: 20. October 2018

Warum wollte ich es lesen? Ich liebe die Bücher von Petra Durst-Benning und habe auch schon fast alle ihre Werke gelesen. Deshalb musste ich auch unbedingt ihr neuestes Buch lesen! Wie war es? Cover: Das Cover zeigt eine junge und selbstbewusste Frau, die Minna sein könnte. Mir gefallen auch die gedeckten Farben. Passend für diese Zeit. Die Story: Minna möchte Fotografin werden und lässt sich ihren großen Traum auch von niemandem ausreden. Doch 1911 wird von Frauen erwartet, dass sie den Haushalt führen und sich um die Kindern kümmern. Vor allem in den kleinen Dörfern bleiben sie ihren Traditionen treu. Trotz aller Bedenken möchte Mimi, wie sie von allen genannt wird, reisen und den Menschen mit ihren Fotografieren ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Als Wanderfotografin reist sie durch ganz Deutschland und genießt ihre Freiheit. Doch ihr Onkel Josef, dem sie viel zu verdanken hat, erkrankt und sie fährt zu ihm. Das kleine Dörfchen Laichingen ist ihren innovativen Ideen nicht besonders aufgeschlossen und so kämpft sie, um das Leben ihres Onkels und ihren Traum. Schreibstil: Der Schreibstil von Petra Durst-Benning konnte mich bisher immer fesseln und ich hatte das Buch schneller fertig als gedacht. Auch dieses Mal bin ich wieder absolut fasziniert und konnte nur schwer aufhören. Meine Meinung: Petra Durst-Benning gehört zu den wenigen Autorinnen, die mich einfach immer mit ihren Geschichten in ihren Bann ziehen können und man gar nicht müde wird ihre Werke zu lesen. Auch Die Fotografin hat es wieder geschafft, dass ich mich in ein Buch, die Protagonistin und das Cover verliebe. Minna Reventlow möchte in einer Zeit Fotografin werden in der Frauen sonst vor dem Herd stehen und der Mann das Geld verdienen. Doch sie ist willensstark und unglaublich engagiert. Sie kämpft darum ihren Traum erfüllen zu können und stellt alles andere hinten an. Dabei bekommt man einen sehr intensiven Einblick in ihre Gefühlswelt, der mich total mitgerissen hat. Da ich selbst gerne fotografiere, finde ich es spannend zu sehen wie es früher war und wie die Fotografen damals gearbeitet haben. Die Autorin hat wieder eine sehr intensive Recherche betrieben, wodurch die Geschichte nicht nur authentisch, sondern auch mit vielen interessanten Informationen versehen wurde. Dadurch kann man auch als Laie eine Menge lernen. Auch die Stadt Laichingen wird sehr detailgetreu und bildhaft beschrieben. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass ich selbst durch diese Stadt gehe, dem Lärm der Webstühle höre, den Gestank der Hütten rieche oder mich von Minna fotografieren lasse. Wir begleiten in diesem Reihenauftakt die Protagonistin nicht nur auf ihrer Reise, sondern begegnen auch Charakteren aus bereits veröffentlichten Werken der Autorin. So etwas finde ich immer wieder schön. Da bekam ich gleich Lust ihre Bücher nochmal zu lesen. Was darf auch nicht fehlen? Genau, Spannung! Von Anfang bis Ende habe ich mit Minna mitgefiebert. Die Spannungsbögen wurden sehr gut gewählt und ich musste immer weiterlesen, weil ich wissen wollte wie es weitergeht. Hat dieses Buch einen bösen Cliffhanger? Ja, leider… Jetzt heißt es tapfer auf Band 2 warten… Abschließend: Insgesamt ist Die Fotografin nicht nur ein sehr berührender Reihenauftakt, sondern eine Geschichte in die man sich absolut verlieren kann. Petra Durt-Benning hat es wieder geschafft mich völlig in ihren Bann zu ziehen!

Eine außergewöhnliche Zeitreise eines ansprechenden historischen Romans

Von: Hanne / Lesegenuss Datum: 16. October 2018

An ihrem 26. Geburtstag erhält die Pfarrerstochter Minna Reventlow, genannt Mimi, von dem Vikar Heinrich Grohe einen Heiratsantrag. Handlungsort ist Esslingen. Mimi war stolz darauf, dass sie Abitur hatte und eine abgeschlossene Berufsausbildung. Nun wollte Heinrich, dass sie mit ihm in das kleine Dorf Schondorf zog und sich ganz als Pfarrersfrau hingab. Nein, das war nicht die Zukunft, die sie anstrebte. Sie war mit Leib und Seele Fotografin. Das verdankte sie dem Bruder ihrer Mutter, Josef Stöckle. Er war einer der ersten Wanderfotografen der damaligen Zeit und durch ihn hatte sie die Liebe zur Fotografie entdeckt. Das sollte sie alles aufgeben? Nein, nicht umsonst hatte der Vater ihr als kleines Kind versprochen, dass sie ihren Traum verwirklichen konnte. Sie hatte in Berlin bei der Tante Josefina gelebt und dort ihr Abitur gemacht. Und nun heute wollte sie anfangen, ihren Traum in die Tat umzusetzen. Nicht mit Pferd und Kutsche, so wie der Onkel. Sie reiste mit der Bahn. Es folgen nicht einfache Zeiten für Mimi und dennoch boxt sie sich durch. Ihr Durchbruch kam in Baden-Baden. Der Zufall wollte es, dass sie gerade im Fotoatelier Marquardt vorsprach, wo gerade eine wichtige Kundin erwartet wurde. Leider war der Fotograf selbst indisponiert und Mimi springt ein. Mit dem ersten Band der Fotografen-Saga "Am Anfang des Weges" geht es in die Zeit um die Jahrhundertwende und später. Es war damals noch nicht selbstverständlich, dass Frauen ihren Weg gingen. Ihr Leben ändert sich, als sie den kranken Onkel besucht und ihm zur Seite steht. Dort lernt sie das einfache und schwere Leben der Leinenweber kennen. In dem Dorf ticken die Uhren anders und Mimi hat es nicht leicht, dort Fuß zu fassen. Aber sie lässt sich nicht beirren und legt sich sogar mit dem ersten Mann am Platz, dem Fabrikbesitzer Gehringer an. Als dann ein Mann in ihr Leben tritt ... was nun, wie soll es weitergehen? Die Autorin Petra Durst-Benning glänzt auch mit diesem Buch durch ihren Schreibstil. Man hat das Gefühl, sich mitten in der Geschichte wieder zu finden. Ebenso und klar hat sie die Lebensumstände der damaligen Zeit geschrieben. Eine Gleichberechtigung findet sich nicht. Frauen und nicht nur diese, mussten sich viel gefallen lassen. Die Geschichte selbst ist sehr interessant zu lesen, so viel Wissen, was da offenbart wird. Und Mimis Werdegang, eine Frau, die Entscheidungen trifft und versucht das Bestmögliche umzusetzen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, vielschichtig, mit guten und auch negativen Eigenschaften. Mit der Hauptperson Mimi hat die Autorin Petra Durst-Benning eine faszinierende Protagonistin geschaffen. Jedes Buch hat ein Ende und dort finden sich Fotografien aus dem Privatbesitz der Autorin. Ein interessanter Blick auf Bilder der damaligen Zeit. Kaum vorstellbar in unserer heutigen digitalen Welt. Bis zum nächsten Teil muss der Leser sich noch etwas in Geduld üben, auch wenn es schwer fällt. Deutlich wird aber schon in diesem Teil, dass es sich lohnt, seine eigenen Ziele und Träume zu verwirklichen. Auch heute noch. Von mir bekommt das Buch eine klare Lese-/Kaufempfehlung, nicht nur für diejenigen, die historische Romane lieben. Manchmal lohnt sich ein Blick über den Tellerrand.

Eine außergewöhnliche Zeitreise eines ansprechenden historischen Romans

Von: Hanne / Lesegenuss Datum: 16. October 2018

An ihrem 26. Geburtstag erhält die Pfarrerstochter Minna Reventlow, genannt Mimi, von dem Vikar Heinrich Grohe einen Heiratsantrag. Handlungsort ist Esslingen. Mimi war stolz darauf, dass sie Abitur hatte und eine abgeschlossene Berufsausbildung. Nun wollte Heinrich, dass sie mit ihm in das kleine Dorf Schondorf zog und sich ganz als Pfarrersfrau hingab. Nein, das war nicht die Zukunft, die sie anstrebte. Sie war mit Leib und Seele Fotografin. Das verdankte sie dem Bruder ihrer Mutter, Josef Stöckle. Er war einer der ersten Wanderfotografen der damaligen Zeit und durch ihn hatte sie die Liebe zur Fotografie entdeckt. Das sollte sie alles aufgeben? Nein, nicht umsonst hatte der Vater ihr als kleines Kind versprochen, dass sie ihren Traum verwirklichen konnte. Sie hatte in Berlin bei der Tante Josefina gelebt und dort ihr Abitur gemacht. Und nun heute wollte sie anfangen, ihren Traum in die Tat umzusetzen. Nicht mit Pferd und Kutsche, so wie der Onkel. Sie reiste mit der Bahn. Es folgen nicht einfache Zeiten für Mimi und dennoch boxt sie sich durch. Ihr Durchbruch kam in Baden-Baden. Der Zufall wollte es, dass sie gerade im Fotoatelier Marquardt vorsprach, wo gerade eine wichtige Kundin erwartet wurde. Leider war der Fotograf selbst indisponiert und Mimi springt ein. Mit dem ersten Band der Fotografen-Saga "Am Anfang des Weges" geht es in die Zeit um die Jahrhundertwende und später. Es war damals noch nicht selbstverständlich, dass Frauen ihren Weg gingen. Ihr Leben ändert sich, als sie den kranken Onkel besucht und ihm zur Seite steht. Dort lernt sie das einfache und schwere Leben der Leinenweber kennen. In dem Dorf ticken die Uhren anders und Mimi hat es nicht leicht, dort Fuß zu fassen. Aber sie lässt sich nicht beirren und legt sich sogar mit dem ersten Mann am Platz, dem Fabrikbesitzer Gehringer an. Als dann ein Mann in ihr Leben tritt ... was nun, wie soll es weitergehen? Die Autorin Petra Durst-Benning glänzt auch mit diesem Buch durch ihren Schreibstil. Man hat das Gefühl, sich mitten in der Geschichte wieder zu finden. Ebenso und klar hat sie die Lebensumstände der damaligen Zeit geschrieben. Eine Gleichberechtigung findet sich nicht. Frauen und nicht nur diese, mussten sich viel gefallen lassen. Die Geschichte selbst ist sehr interessant zu lesen, so viel Wissen, was da offenbart wird. Und Mimis Werdegang, eine Frau, die Entscheidungen trifft und versucht das Bestmögliche umzusetzen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, vielschichtig, mit guten und auch negativen Eigenschaften. Mit der Hauptperson Mimi hat die Autorin Petra Durst-Benning eine faszinierende Protagonistin geschaffen. Jedes Buch hat ein Ende und dort finden sich Fotografien aus dem Privatbesitz der Autorin. Ein interessanter Blick auf Bilder der damaligen Zeit. Kaum vorstellbar in unserer heutigen digitalen Welt. Bis zum nächsten Teil muss der Leser sich noch etwas in Geduld üben, auch wenn es schwer fällt. Deutlich wird aber schon in diesem Teil, dass es sich lohnt, seine eigenen Ziele und Träume zu verwirklichen. Auch heute noch. Von mir bekommt das Buch eine klare Lese-/Kaufempfehlung, nicht nur für diejenigen, die historische Romane lieben. Manchmal lohnt sich ein Blick über den Tellerrand.

eine Geschichte von einer sehr starken Frau!

Von: Lisas Zeilenliebe Datum: 30. September 2018

Mittlerweile ist bekannt, dass ich mich gerne an Bücher heran traue, die in der Vergangenheit spielen. Mit diesem guten Stück hier habe ich mich unüblicher Weise sehr intensiv auseinander gesetzt, da mir die Thematik unheimlich gut gefallen hat, nämlich die Fotografie. Damals wollte ich immer Fotografin werden, weshalb dieses Buch hier unbedingt von mir gelesen werden musste. Mimi, die Protagonistin möchte Wanderfotografin sein, denn ihr Onkel war es ebenfalls. Mimi ist eine sehr frei lebende, mutige und bewundernswerte Frau, die sich nicht von ihrem Traum abbringen lässt. Alleine reist sie durch die Länder der Welt und das ganz alleine. Wer etwas für Geschichte übrig bzw. in der Schule aufgepasst hat, weiß, dass es ziemlich unüblich für eine Frau war, dass sie alleine durch die Gegend reisen durfte. Das ist sehr bewundernswert an Mimi. Was mich sehr überrascht hat, waren die Eltern von Mimi, die sie bei allem unterstützt haben. Ebenfalls sehr unüblich für die Zeit, in die der Roman spielt. Mimi ist für die ihre Zeit eine sehr „taffe“ Frau, die die Welt weiter voran bringen will. Sie ist überhaupt nicht vergleichbar mit der Rolle einer Frau zu der Zeit und das ist super. Ich liebe Bücher, in denen die Rolle der Frau in der Gesellschaft eine wichtige Rolle spielt bzw. wenn die Protagonistin eine so starke Frau ist und genau das tut, was sie will, auch wenn es nicht den gesellschaftlichen Normen entspricht. Auch wenn alle Geschehnisse und Personen rein fiktiv waren, konnte ich mich unglaublich gut mit allem arrangieren. Mir gefällt die Art, wie die Autorin mich in eine andere Zeit versetzen konnte und wie sie Mimi das Leben leben lässt. Der Schreibstil war ebenfalls sehr flüssig und leicht zu lesen, sodass ich keine Probleme hatte in das Geschehen hinein zu kommen. Auch andere Charaktere haben eine besondere Note bekommen. Am Ende blieben viele Fragen rund um Mimi und ihrer Lieben offen, was einem natürlich gespannt auf Band 2 machen soll – das ist der Autorin definitiv gelungen. Für diesen Roman vergebe ich 4 Sterne!

Ein spannender Beginn einer Saga um eine starke Frauenfigur

Von: Biggi Friedrichs Datum: 26. September 2018

Der erste Teil der Fotografinnen-Saga "Die Fotografin - Am Anfang des Weges" ist von Anfang an spannend und fesselnd erzählt. Petra Durst-Benning hat mit Mimi "Minna Reventlow" eine starke Frau erschaffen, die ihren eigenen Weg geht, auch wenn sie dafür auf die Liebe verzichten muss. Sie mag nicht im Haushalt versauern, sondern möchte Fotografin werden und auf Wanderschaft gehen. Diese Mimi gefällt mir sehr gut. Sie ist ihrer Zeit voraus und bringt auch frischen Wind in die Fotografie. Als ihr Lieblingsonkel Josef, der als Wanderfotograf ihr großes Idol ist, erkrankt, reist sie in die Leinenweberstadt Laichingen um nach ihm zu schauen. Sie legt sich dort sofort mit dem Leinenweber-Fabrikanten Gehringer an, der das Sagen in Laichingen hat. Als Mimi feststellt, dass ihr Onkel so krank ist, dass sie erst einmal in der Weberstadt bleiben muss, möchte sie das Fotoatelier ihres Onkels vorübergehend übernehmen. Die Laichinger machen es ihr allerdings nicht leicht. Die Unternehmer fahren nach Ulm um sich fotografieren zu lassen und die armen Weber haben kaum Geld für dieses Vergnügen zur Verfügung. Doch Mimi wäre nicht Mimi, wenn sie nicht eine Lösung für dieses Problem hätte. Und es gibt natürlich auch in Laichingen Menschen, die die sympathische junge Frau unterstützen. Die Geschichte dreht sich nicht nur um Mimi. Wir erhalten durch Eveline, der Ehefrau eines einfachen Webers, einen Einblick in das Leben der armen Bevölkerung, deren Leben durch Arbeit bis zur Erschöpfung und Traditionen bestimmt ist. Gut gefallen mir auch die beiden Jungen Anton und Alexander, die von einem besseren Leben träumen. Am Schluss gibt es einen Cliffhanger, der mich total gespannt auf Teil 2 macht. Wir erhalten durch diesen historischen Roman einen spannenden Einblick in das Leben um 1910 auf der Schwäbischen Alb, viele Infos über das Fotografieren zu dieser Zeit, verpackt in eine fesselnde Geschichte um eine starke Frau. Am Ende der Geschichte gibt es Fotografien aus der Zeit, in der dieser Roman spielt. Dieser erste Teil der Fotografinnen-Saga erhält meine absolute Leseempfehlung und ich bin gespannt, wie es mit Mimi, Eveline, Alexander und Anton weitergeht

Leben deinen Traum!

Von: Kathrin Nievelstein Datum: 25. September 2018

„Alles anders machen zu wollen – das Privileg der Jugend! <...> Aber ich weiß, was du meinst. Dir geht es darum, die Persönlichkeit jedes einzelnen Menschen zu zeigen.“ (S. 65 / S. 66) Diesen Satz sagte Onkel Josef zu seiner Nichte Minna (genannt Mimi) Reventlow und der Wanderfotograf drückt damit aus, was Mimi denkt, aber wohl auch die Autorin Petra Durst-Benning mit ihrer neusten Romanreihe ausdrücken möchte: Im Vordergrund dieses Romanes „Die Fotografin – Am Anfang des Weges“ stehen verschiedene Persönlichkeiten, die sich teilweise erst noch finden und entwickeln müssen, aber irgendwann in Verbindung miteinander stehen und die Geschichte äußerst unterhaltsam und einprägend machen. Ein Heiratsantrag, die Aussteuer zur Hochzeit und das Führen eines eigenen Haushaltes sind die Ziele der meisten jungen Frauen Ende des 19. bzw. Anfang des 20. Jahrhundert, nicht jedoch Mimis. Mimi Reventlow hat bereits früh den Wunsch, (Wander-) Fotografin zu werden wie ihr Onkel. Sie hat das Glück, in einer eher offenen Pastoren-Familie aufzuwachsen und so macht sie nach dem Abschluß an der Höheren Töchterschule noch das Abitur an einem Berliner Gymnasium, darf danach eine Ausbildung als Fotografin beginnen. Die Autorin schickt sie nach einer Weile auf Reisen als Wanderfotografin und nun lernen auch wir LeserInnen weitere interessante Persönlichkeiten kennen: Wir erfahren so z.B. von Clara Berg, welche Schönheitsprodukte herstellt; von Hannes, der flammende Reden hält und einen bleibenden Eindruck hinterlässt; die Jungs Anton und Alexander dürfen wir begleiten, ebenso wie Eveline, eine unglückliche Webersgattin, die in Laichlingen lebt. Laichlingen ist für Mimi ein Ort, an dem sie sich – erst einmal zeitlich begrenzt – niederlässt, um ihrem mittlerweile kranken Onkel zur Seite zu stehen. Mimi legt sich mit dem Fabrikant Gehringer an, der fast wie ein Herrscher als Arbeitgeber die Leinenweber-Familien und auch die Zukunft der Jugend beeinflusst. Viele Personen auf einmal, oder? Ja, obwohl Mimi Reventlow als Protagonistin und „roter Faden“ durch den Roman führt, bekommen auch andere Personen sehr viel Raum in diesem Buch, was sehr interessant ist. So erlebt man nämlich diese Zeit des Umbruchs aus verschiedenen Blickwinkeln: die Leinenweber, welche einer Tradition folgend ihren Beruf (und Arbeitgeber) automatisch an die nächste Generation weitergeben; junge Männer, welche sich trauen, von etwas anderem zu träumen und vereinzelt versuchen, sich von der einengenden Tradition zu lösen und die Menschen, welche sich ihre Träume erfüllen können – sei es mit Geld oder mit Mut zur Veränderung. Dieses Erleben hängt viel mit der gut verständlichen, treffenden Sprache zu tun, verbunden mit den Bildern, die die Autorin erschafft: mal spürt man förmlich die Kälte des Weberhauses, den Dampf des Waschkessels und die Dunkelheit – mal erlebt man quasi hautnah die Aufbruchstimmung, die Freude und Emotionen von Mimi, Anton und allen, die neue Wege gehen (wollen). Auch wenn der Roman thematisch völlig anders gelagert ist als die Reihe rund um das Genießerdorf „Maierhofen“ und mich ehrlich gesagt dieser etwas andere „Stil“ erst mal überrumpelt hat, so merkt man auch dieser neuen Reihe rund um die Fotografin Mimi an, dass sie einerseits gut recherchiert ist, andererseits auch mit ganzem Herzen und dem passenden Schuss Fiktion geschrieben wurde. Es macht wirklich Freude, den neusten Roman von Petra Durst-Benning zu lesen und sich in die Stimmungen hineinzuversetzen... wer historische Romane der neueren Zeit mag, wird sicherlich begeistert sein.

Die Fotografin

Von: Rina Datum: 23. September 2018

Die Fotografin Zuerst möchte ich mich bei dem lieben Blanvalet Verlag bedanken, da sie mir das Buch "die Fotografin" von der lieben Petra Durst-Benning zur Verfügung gestellt haben. Vielen vielen Dank. Verlag: Blanvalet Autorin: Petra Durst-Benning Seitenzahl: ca. 448 Preis: 20€ Erschienen am 10.09.201 Erst vor ca. 1 Jahr habe ich die Geschichten lieben gelernt, die in der "alten" Zeit spielen. Vorher mochte ich keine Bücher, die in dieser Zeit spielten. Heute kann ich nicht mehr ohne sie sein. Ich habe das Buch innerhalb weniger Tage durchgelesen, obwohl ich mir eigentlich Zeit lassen wollte. Es war einfach zu spannend und herzzerreißend zugleich. Der Schreibstil hat mich sehr gefesselt. Er war flüssig und super angenehm zu lesen. Es gibt wechselnde Erzählperspektiven aber der Hauptteil ist aus Mimis Sicht geschildert. Die Umgebung wurde gut beschrieben, sodass ich mir die Personen, als auch die Landschaft gut vorstellen konnte. Super ist auch, wie die Autorin die Thematik in ihrem Buch aufgenommen hat, wie schwer es für die Menschen war in dieser Zeit zu leben. Ich konnte, trotz der damaligen Zeit, fast jede Handlung von Mimi nachvollziehen. Ich bewundere Mimi regelrecht, wie sie es schaffen wollte, ihren Traum in der damaligen Zeit, der ja hauptsächlich von Männern geführt wird, umsetzen zu wollen. Aber dazu hat sie auch jede Menge Mut und Durchhaltevermögen. Mimi möchte mehr als nur die "steifen" Fotos zu bearbeiten, weshalb sie einen Entschluss fast und als erste Frau zur Wanderfotografin wird. Aller Anfang ist auch für Mimi schwer, doch als sie die Königin fotografieren durfte, spricht sich ihr Talent sehr schnell herum und sie wird endlich akzeptiert. Als sie bei ihrem Onkel vorbeischaut, stellt sie entsetzt fest, dass es ihm gesundheitlich doch schlechter geht als gedacht, wodurch sie den Entschluss fasst und erst einmal in dem Dorf von ihrem Onkel bleibt. Von da an geht es mit vielen Hochs aber auch mit vielen Tiefs weiter. Zusammenfassend kann ich sagen, dass mich die Atmosphäre des Buches mitgerissen hat. Ich war plötzlich im 19. Jahrhundert zwischen Mimi und ihren Problemen, als Frau akzeptiert zu werden. Ich gebe dem Buch 4/5 Herzen, da ich begeistert bin aber dennoch der letzte Funke zu dem letzten Herzchen fehlt. Eure Rina -- Werbung

Mimi, eine Frau geht ihren Weg

Von: sommerlese Datum: 21. September 2018

Württemberg 1911: Minna Reventlow, genannt Mimi, ist nicht wie die Frauen ihrer Zeit. Mimi reist als Fotografin durch das Land und möchte mit ihren Fotografien Menschen erfreuen und ihnen Schönheit schenken. Durch ihren Onkel Josef hat sie Gefallen an der Fotografie gefunden. Als er sehr krank ist, bleibt sie bei ihm, um ihn zu pflegen. Im kleinen Leinenweberdorf Laichingen übernimmt sie sein Fotoatelier. Die Dorfbewohner können mit ihrem Freigeist nicht viel anfangen und sie missbilligen Frauen im Berufsleben und lehnen ihre künstlerische Darstellung von Personen regelrecht ab. Wird Mimi ihren Weg machen, wird sie Freunde finden und im Dorf akzeptiert werden? In diesem Roman führt uns Petra Durst-Benning in die Geschichte der Fotografie zurück. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts gehörte das Familienbild als Erinnerung an die Taufe oder Konfirmation in vielen Familien dazu. Erst danach entwickelte sich ein anderes Verständnis für künstlerische Darstellungen oder normales Alltagsgeschehen. Die Postkarten kamen auf und auch für Werbezweicke wurde die Fotografie ein entscheidender Faktor. Mit Mimi begleiten wir eine kluge, mutige junge Frau durch die Geschichte, sie ist eine Vorreiterin der emanzipierten Frau, denn sie entscheidet sich gegen eine Heirat und für ihre Selbstverwirklichung als Fotografin. Zu ihrer Zeit eine ungängige Rolle, Frauen waren im Berufsleben eher Handlanger und durften allenfalls Heimarbeiten als Näherin erstellen oder andersweitig zuarbeiten. Ansonsten war die Frau für Haushalt, Landwirtschaft und Kinder zuständig, was bei den armen Weberhaushalten aber zusätzlich mit reichlich Stickereiarbeiten als Zubrot mindestens für einen 18-Stunden-Tag sorgte. Die aufkommende Industrialisierung mit Webstühlen war harte Arbeit, brachte nicht viel Geld ein und so war Armut vorprogrammiert. Wer aus einer Weberfamilie kam, wurde ebenfalls Weber, viele andere Verdienstmöglichkeiten gab es nicht. An historischen Romanen schätze ich es besonders, wenn die zeitlichen Hintergründe gelebt werden, die Story glaubwürdig erscheint und ich mit den Figuren regelrecht mitfiebern kann. All das bringt die Autorin in diesem Roman gekonnt zusammen und sorgt für fesselndes Kopfkino. Es ist bei der Geschichte selbstverständlich, dass böse Figuren auftreten, die den Guten ihr Leben schwer machen. Insgesamt sind die Charaktere sehr vielschichtig gezeichnet, die Lebenssituation der armen Weber wird deutlich gezeigt und das haucht der Geschichte echtes Leben ein. Der Auftaktroman endet mit einigen Hoffnungen auf Veränderung der menschlichen Schicksale in der Leinenweberstadt. "Die Fotografin" hat mich von Anfang bis zum Ende gefesselt. Wer historische Romane liebt, gern etwas über die Entwicklung der Fotografie erfahren möchte, der sollte dieses Buch lesen. Ich habe es verschlungen und freue mich schon auf die Weiterführung der Geschichte.

Ungeschönt: Die Fotografin - Am Anfang des Weges

Von: Erdhaftig schmökert Datum: 19. September 2018

Die neue Geschichte von Petra Durst-Benning handelt wie gewohnt von einer mutigen Frau, die ihr Schicksal um die Jahrhundertwende selbst in die Hand nimmt. Als Leser erfährt man allerdings auch viel über den Pietismus in Schwaben und das Leben auf der Schwäbischen Alb. Ebenso über die unterschiedlichen Lebenswelten in einem ungeraden Dreieck zwischen Baden-Baden, Isny und Laichingen (Alb). Da sich die Hauptperson Mimi nach ihrem behüteten Leben als Pfarrerstochter wie ihr Onkel als Wanderfotografin selbstständig macht, gab ihr die Autorin die benötigte Pfiffigkeit und Geschäftssinn mit auf den Weg. So ist dieser Titel sowohl spannend als auch vergnüglich zu lesen und ich fieberte an einigen Stellen geradezu mit. Nicht unterkriegen lassen Man darf sich nicht unterkriegen lassen - weder beim gewinnen von Kunden noch bei widrigen Lebensumständen. Um letztere geht es in der zweiten Hälfte des Buches. Da wendet sich die Geschichte ein wenig, denn die Wanderfotografin lässt sich auf unbestimmte Zeit in der Leineweber-Stadt Laichingen nieder. Durst-Benning erzählt dort erstmal aus der Perspektive einiger Weberfamilien, wie das sehr kärgliche Leben dort um 1912 herum war. Das bestürzt doch sehr, gerade mal etwas über hundert Jahre her! Allerdings kommen auch hier wieder lebensbejahende und der Armut überdrüssige Figuren ins Spiel und natürlich die Hauptfigur, die einige Karten auf ruhige und leicht aufmüpfige Art neu mischt. Also: Ganz anders als die "Meierhofen-Reihe" und unbedingt lesenswert für diejenigen, die nebenher beim Lesen etwas dazu lernen wollen und pfiffige Gestalten mögen! Ich freue mich auf den 2. Band, der leider erst im April erscheinen wird.

Die Fotografin - Am Anfang des Weges

Von: fraeulein_lovingbooks Datum: 18. September 2018

Inhalt Minna Reventlow, genannt Mimi, war schon immer anders als die Frauen ihrer Zeit. Es ist das Jahr 1911, und während andere Frauen sich um Familie und Haushalt kümmern, hat Mimi ihren großen Traum wahr gemacht. Sie bereist als Fotografin das ganze Land und liebt es, den Menschen mit ihren Fotografien Schönheit zu schenken, genau wie ihr Onkel Josef, der ihr großes Vorbild ist. Als dieser erkrankt, zieht sie in das kleine Leinenweberdorf Laichingen, um ihn zu pflegen und vorübergehend sein Fotoatelier zu übernehmen. Ihm zuliebe verzichtet sie nicht nur auf ihre Unabhängigkeit, sondern sieht sich in Laichingen zunächst auch den misstrauischen Blicken der Dorfbewohner ausgesetzt, da sie mehr als einmal mit ihrem Freigeist aneckt. Und als bald ein Mann Mimis Herz höher schlagen lässt, muss sie eine Entscheidung treffen … (Quelle: Klappentext) Meine Meinung Zuerst möchte ich mich beim Bloggerportal und dem Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken. Band 1 der „Fotografinnen“ – Sage. Mimi ist keine Hausfrau, daran findet sie keinen Gefallen und möchte stattdessen lieber als Fotografin arbeiten. Doch die Lehre ist vollkommen anders als erwartet und sie wird ein wenig unglücklich. Als sie einen Heiratsantrag bekommt, will sie lieber flüchten, denn das Leben, was ihr aufgezeichnet wird, möchte sie nicht führen. Also wird sie eine Art Wanderfotografin ohne Gefährt und arbeitet als Gastfotografin. Sie hat Erfolg mit ihrer Idee und erhält eine Menge Ruhm bis sie ihrem Onkel zu Hilfe eilen muss und in einem kleinen Dorf landet, das sie nicht willkommen heißt… Mimi macht einen sympathischen Eindruck und mit ihrem eisernen Willen bekommt sie alles was sie will. Sie möchte keine 0815-Bilder machen, sondern lieber etwas fortschrittlich agieren, was nicht jedem gefällt. Die Gemeinschaft ist noch nicht so weit, wenn sie unter der Fuchtel des ortsansässigen „Großunternehmers“ sind. Mimi geht ihren Weg und lässt sich nicht beirren. Die Eltern sind alles andere als begeistert von Mimis Plan – Karriere statt Heirat. Doch nachdem sie sich damit angefreundet haben, unterstützen sie Mimi. Lange hört man danach nicht mehr von ihnen – erst als die Tochter bei ihrem Onkel ist, treten sie in Form von Briefen wieder hervor. Besonders der Vater hat mir gut gefallen, zumindest wenn Mimi wieder etwas über seine fortschrittliche Art zu Predigen erzählt. So einen Pastor hätte ich früher auch gerne gehabt. Onkel Josef ist Wanderfotograf und für seine Nichte Mimi ein Vorbild. Er hat ihren Weg erheblich erleichtert, in dem er ihr bei ihrem Start geholfen hat. Das sich Mimi irgendwann von ihm abgewendet hat bzw. keinen Gedanken an ihn verschwendet hat, fand ich traurig. Er hat sie zu dem gemacht, was sie heute ist und lange hat sie es ihm nicht gedankt. Aber das ändert sich bei ihrem Besuch. Josef ist ein spannender Charakter, mal schauen, wie lange er Mimi noch erhalten bleibt. Evie ist die Mutter von Alexander und mit ihrem Leben sehr unzufrieden. Sie haben kaum genug zu essen, zwei Babys haben sie schon verloren. Die Beziehung zu ihrem Mann Klaus ist unterkühlt und Evie fühlt sich dort nicht mehr wohl. Alexander liebt das Malen und Zeichnen, aber dafür scheint sich niemand zu freuen. Seine Eltern finden es für Zeitverschwendung. Doch in Mimi findet er Befürworterin. Sein bester Freund Anton ist der Sohn der Inhaber des Gasthause und unglücklich mit seinem Leben – die Eltern kommandieren ihn rum und mit seiner Freundin kann er sich nicht offen zeigen. Alle drei sind interessante Nebencharaktere, in denen ich eine Menge Potenzial gesehen habe. Ich vermute mal, was man auch in der Fortsetzung noch viel über sie lesen wird. Herr Gehringer ist der ortsansässige Geschäftsmann mit der höhsten Mitarbeiterzahl. Jeder arbeitet in seiner Fabrik – die Männer als Weber und die Frauen machen u.a. die Stickereien. Arbeiten entweder auch in der Fabrik oder Zuhause. Er ist ein kleiner Diktator, der alles kontrollieren will. Seine Arbeiter sollen zügig arbeiten und gute Qualität herstellen. Jedoch nagt an seinem Geschäftsbild der Zahn der Zeit. Die Kunden wollen modernere Schnitte und kaufen nur aus „Mitleid“ etwas bei ihm. Herr Gehringer muss überlegen, wie er wieder up to date ist und will den alten Laden des Fotografen mieten, doch Mimi kommt in in die Quere. Was ihm überhaupt nicht passt, also macht er ihr das Leben schwer… Herr Gehringer ist kein netter Charakter, denn er hat immer Hintergedanken und versucht für sich das Beste herauszubekommen. Auch wenn es auf Kosten seiner Mitarbeiter geht. Ich bin gespannt, was er in der Fortsetzung so alles plant. Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann. Erzählt wird aus unterschiedlichen Perspektiven, aber den größten Anteil hat Mimi, was einen guten Einblick in die jeweilige Gefühls- und Gedankenwelt gibt. Am Ende des Buches gibt es einen bildlichen Eindruck in die Ateliersfotografie um 1910, eine kleine Leseprobe mit dem zweiten Band und Anmerkungen der Autorin. Dieser Anhang hat mir gut gefallen und unterstreicht die Geschichte. Alles in allem ist es wirklich ein schöner historischer Roman über eine Frau, die ihr Glück in der Fotografie findet, aber mich konnte es dennoch nicht so begeistern wie ihre „Maierhofen“-Reihe. Auch dort stehen die Frauen für ihr Glück und ihre Träume ein und für mich ist es mit jedem Band wie ein nach Hause kommen. In „Die Fotografin – Am Anfang des Weges“ fehlte für mich das gewisse Extra, was es zu einem Pageturner gemacht hätte. Es gab einfach keinen Punkt, an dem ich es nicht zur Seite legen konnte.

Ein Roman der mich von Anfang an gefesselt hat

Von: Rebecca K. Datum: 17. September 2018

Minna Reventlow hat so gar nichts mit Haushaltsführung und Familie am Hut. Aus diesem Rund hat sie ihren Traum wahr gemacht und reist als Fotografin durch das Land. Als aber ihr Onkel erkrankt reist sie sofort zu ihm auf die Schwäbische Alb. Onkel Ludwig lebt seit einigen Jahren in der Leinenweberstadt Laichingen. Dort angekommen entscheidet Mimi spontan das Fotoatelier ihres Onkels wieder zu öffnen. Ganz schnell bemerkt Mimi in Laichingen gehen die Uhren anders und mit ihren modernen Ansichten eckt sie doch mal an. Als ich beim Internet stöbern auf den neuen Roman von Petra Durst-Benning aufmerksam wurde war mir sofort klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen möchte. Es ist schon einige Jahre her als der letzte Historische Roman der Autorin noch bei einem anderen Verlag erschienen ist. Als das Buch dann bei mir in der Post war konnte ich es fast nicht mehr erwarten bis ich mit dem Lesen starten konnte. Der Einstieg ins Buch ist mir mehr als leicht gefallen und obwohl ich mir viel Zeit beim Lesen lassen wollte hatte ich den Roman innerhalb von knapp drei Tagen verschlungen gehabt. Den Erzählstil den die Autorin gewählt hatte empfand ich als sehr angenehm und auch wenn es wechselnde Erzählstränge gab kam man immer gut mit, aber der Hauptteil des Romans war aus Mimis Sicht erzählt da sie auch die Hauptfigur ist. Bei diesem Roman sind alle Figuren die in der Handlung vorkommen fiktiv, aber deshalb war alles so realistisch erzählt, dass es einen völlig gefesselt hat. Dem Handlungsverlauf konnte man sehr gut folgen und auch wenn der Roman in einer anderen Zeit spielt konnte man doch alle Entscheidungen die im Laufe des Romans getroffen wurden sehr gut nachvollziehen. Gut gefallen hat mir auch wie der Spannungsbogen gespannt war, er war nicht immer straff gespannt, aber doch immer so das es nie langatmig wurde beim Lesen und man immer Wissen wollte was als nächstes passiert. Die verschiedenen Figuren des Roman empfand ich alle als sehr detailliert und auch liebevoll beschrieben, so dass man sie sich sehr gut vor dem inneren Auge entstehen lassen konnte. Auch wenn man Laichingen nicht kennt (was ich tue) und auch nicht alles detailgetreu von den örtlichen Gegebenheiten beschrieben ist konnte man sich alles sehr gut vorstellen. Alles in allem war dies mal wieder ein Historischer Roman, der mich von Anfang an gefesselt hat und ich freue mich schon jetzt auf den zweiten Teil um Mimi Reventlow. Sehr, sehr gerne vergebe ich alle fünf Sterne für das Buch.

Auf der rauen Alb

Von: Harakiri Datum: 16. September 2018

Mimi Reventlow ist Fotografin. Sie sehnt sich nach Freiheit und schlägt so sogar einen Heiratsantrag aus, um ihrer großen Passion nachgehen zu können. Als Wanderfotografin bringt sie es zu Ruhm, als aber ihr Onkel erkrankt, zieht sie in eine Kleinstadt auf der Alb, um ihn zu pflegen. Die Enge des Dorfes macht ihr zu schaffen und den Dorfbewohnern ist ihre moderne Art suspekt. Dennoch bleibt sie und kämpft um ihr Glück. Ich bin seit vielen Jahren Fan der Bücher von Petra Durst-Benning. Mit jedem neuen Roman schafft sie es, mich für einige Stunden super zu unterhalten. Dabei findet sie jedes Mal eine neue spannende Welt, die es zu erkunden gilt. In „Die Fotografin“ geht es um die Anfänge der Fotografie und das harte Leben der Fabrikarbeiter auf den Dörfern. Von der ersten Seite an war ich von der Handlung der Fotografin begeistert. Mimi ist eine sympathische Person, die auch nicht davor zurückschreckt, ihre Meinung zu sagen. Und die sehr kreativ und fortschrittlich ist. Was zu der damaligen Zeit nicht allzu gut ankommt. Auch die anderen Charaktere und das Flair wirkten sehr stimmig und gut recherchiert. Nur das Ende – das kam mir viel zu früh. Hatte ich mich doch gerade erst so schön eingelesen und die Bewohner von Laichingen lieb gewonnen, kam die Trennung viel zu schnell. Und jetzt heißt es warten bis im April 2019 der Folgeband erscheint. Fazit: Wieder super gelungen und macht viel Freude beim Lesen.

Spannendes neues Thema

Von: KS Datum: 15. September 2018

Petra Durst-Benning schafft es immer wieder mich mit einem neuen Thema in ihren Bann zu ziehen. Diesmal ist es die Fotografie. Speziell das Thema Wanderfotografie - mir war bis jetzt nicht bewusst, dass es diesen Beruf einmal gab. "Die Fotografin - Am Anfang des Weges" ist der Auftakt zu einer neuen Reihe von Petra Durst-Benning. Mimi Reventlow, eine junge und für ihre Zeit sehr moderne und selbstbewusste Frau, entschliesst sich als Wanderfotografin durch Deutschland zu ziehen. Ihr Vorbild ist ihr Onkel der diesen Beruf auch lange Jahre ausübte. Sie schafft es auch relativ schnell sich einen guten Namen zu machen und von ihrer Arbeit zu leben. Bis ihr Onkel, der auf seine alten Tage der Liebe wegen sesshaft wurde, schwer erkrankt. Seine Frau ist zwischenzeitlich gestorben und er lebt allein in Laichingen, einem Dorf auf der Schwäbischen Alb. Laichingen ist weitbekannt für seine Webereien. Mimi zieht zu ihrem Onkel, kümmert sich um ihn, eröffnet sein Atelier wieder und versucht, als Fotografin Fuß zu fassen. Dies ist nicht immer einfach, besonders nicht, weil sie dem ansässigen Fabrikbesitzer Gehringer schnell ein Dorn im Auge ist. Er hat in Laichingen quasi das Sagen, sorgt für Arbeit und ein Auskommen. Wenn auch in den meisten Fällen nur für ein klägliches. Harte Arbeit ist der Beruf des Webers, dazu kommt noch die Landwirtschaft, die Frauen arbeiten als Stickerinnen - Zeit und Geld für Vergnügungen bleiben nicht viel. Trotzdem schafft es Mimi, sich als Fotografin zu etablieren und das Vertrauen von einigen Laichingern zu gewinnen. Dies alles beschreibt Petra Durst-Benning wieder auf sehr kurzweilige und unterhaltsame Art und Weise. Man erfährt viel über das Weber-Handwerk und die Lebensbedingungen zu dieser Zeit. Und natürlich spielt auch die Liebe eine nicht unerhebliche Rolle. Das Buch liest sich quasi weg wie nix und man freut sich jetzt schon auf Band 2. Zumindest ist es mit so ergangen. Wieder einmal hat es Petra Durst-Benning geschafft, mich mit einem neuen Thema, einer neuen Frauenfigur zu fesseln und zu unterhalten.

Gelungener Auftakt einer Reihe über das Leben einer Fotografien

Von: nirak Datum: 15. September 2018

Es ist Anfang des 20. Jahrhunderts als Mimi beschließt, ich will Fotografin werden. Sie findet sogar ein Atelier, welches sie ausbildet. Hier erlernt sie die Porträtfotografie. Aber diese Art Fotos zu machen, sagt ihr nicht zu. Sie will mehr. Mimi sieht ihre Zukunft als Wanderfotografin, und so tritt sie in die Fußstapfen ihres Onkels, er ist ihr großes Vorbild. Sie baut sich ihr Leben auf. Aber dann wird der Onkel krank. Mimi beschließt, zu ihn zu reisen und ihn zu unterstützen. Sie begibt sich nach Laichingen, aber in diesem Dorf wird ihr das Leben nicht leicht gemacht. Mimi muss sich entscheiden zwischen der Freiheit und dem Bedürfnis für den geliebten Onkel dazu sein. „Die Fotografin. Am Anfang des Weges“ ist der Auftakt zu einer Reihe, die davon erzählt, wie das Fotografieren sich entwickelt hat. Es beginnt 1905 und erzählt von den ersten Jahren, in denen Mimi sich einen Namen als Fotografien macht. Mimi ist ein spannender Charakter. Als Frau war es ja nicht so einfach, einen Beruf zu erlernen. So musste auch Mimi gegen einigen Widerstand kämpfen, um ihre Ziele zu erreichen. Petra Durst-Benning erzählt ausführlich von ihrem Werden bis zur fertigen Fotografin. Gleichzeitig entsteht aber auch ein schönes Gesamtbild dieser Zeit. Die Autorin hat mit eingearbeitet, wie schwer es für einfache Menschen war, mit ihrem Leben zurechtzukommen. Vor allem in dem Dorf Laichingen wird dies deutlich. Gerade zu dieser Zeit kurz vor dem 1. WK beginnen die Menschen doch zu hinterfragen, ob es mehr im Leben gibt, als die vorgeschriebenen Wege der Eltern. Gerade die jungen Leute wollen ihre eigenen Erfahrungen machen und vielleicht auch nicht immer das erlernen, was die Älteren vorgeben. Auch diesen Kampf hat die Autorin wunderbar mit der Geschichte um Mimi verwoben. Die Charaktere hat Durst-Benning dabei vielschichtig gestaltet. Die Autorin beschränkt sich dabei nicht nur auf Mimi oder deren Onkel, sondern auch auf kleine Charaktere, die nur am Rande Erwähnung finden. Es ist gerade so, als ob sie einen ganzen Ort neu erschaffen hätte. Man hat richtig Bilder vor Augen. In einem Anhang klärt die Autorin Fiktion und Wahrheit und als Zusatz gibt es noch einige sehr schöne Fotografien, die durchaus von Mimi gemacht sein könnten. „Die Fotografin.Am Anfang des Weges“ ist ein gelungener Auftakt dieser Reihe. Mir hat es Spaß gemacht von Mimi und all jenen zu lesen, die ihren Lebensweg kreuzten. Da bekannt ist, dass es sich hier um eine Reihe handeln wird, ist das Ende dementsprechend zwar offen, aber nicht so, dass man als Leser nicht auch zufrieden das Buch zuklappen könnte. Aber trotzdem bin ich gespannt darauf, wie es weitergehen wird.

Am Anfang des Weges...

Von: Renate Schrapp Datum: 14. September 2018

Mimi Reventlow eine mutige, starke junge Frau in einer Zeit in der Selbstverwirklichung und Beruf nicht in das Schema um 1911 passte. Aber Mimi war das egal. Sie hatte einen Traum, nämlich Wanderfotografin zu werden, genauso wie ihr geliebter Onkel, den sie zum Vorbild hatte. Ihre Eltern erkannten, dass ihre Tochter einen starken Willen hat und sicherten ihr Unterstützung zu. Doch so einfach war es dann doch nicht. Sie musste mit allerhand Hindernissen und Vorurteilen kämpfen. Doch Mimi gab nicht auf und erkämpfte sich mutig ihren Platz als Wanderfotografin. Als sie erfährt, dass ihr Onkel schwer erkrankt ist, zieht sie nach Laichingen um sich um ihn zu kümmern. Natürlich entdeckte Mimi relativ schnell das Potential einer Fotografin in Laichingen und versuchte diese Ideen umzusetzen, sehr zum Leidwesen der Alteingesessenen. Aber Mimi ließ sich nicht beirren und trotzte den Wiederständen. Als eines Tages ein Mann in ihr Leben tritt, muss sie Entscheidungen treffen... Leider war dieser wunderbare Erste Teil dieser Romanreihe viel zu schnell zu Ende. Ich konnte mich nur sehr schwer von Mimi trennen. Petra Durst-Benning hat es von der ersten Seite an geschafft mich mit auf die Reise der Wanderfotografin zu nehmen. Sie versteht es ausgezeichnet ihre Leser abtauchen zu lassen und ihnen wunderbare Lesestunden zu schenken. Schon heute fiebere ich dem Erscheinen des zweiten Bandes entgegen.

Eine Frau auf dem Weg zur Erfüllung Ihres Traumes

Von: Brigitte Jacob Datum: 11. September 2018

Die Fotografin -Am Anfang des Weges- ist der erste Band einer Reihe von der Autorin Petra Durst-Benning. Es ist ein historischer Roman, der von Mimi Reventlow erzählt. Sie geht ihren eigenen Weg und macht eine Ausbildung zur Fotografin statt sich nur auf Ehe, Haushalt und Kinder zu konzentrieren. Mimi bewunderte als Kind ihren Onkel Josef der als Wanderfotograf mit Pferd und Wagen durch die Lande zieht. Sie darf zusehen, wenn er Bilder bearbeitet. Da entsteht bei Ihr der Wunsch auch Wanderfotografin zu werden. Sie kann ihre Eltern davon überzeugen. Nach beendeter Ausbildung lehnt sie einen Heiratsantrag ab um als Wanderfotografin in Fotoateliers ihre Dienste anzubieten. Nach Anfangsschwierigkeiten erhält sie viele Aufträge. Sie verwirklicht ihre eigenen Ideen der Fotografie und macht natürliche Fotos nicht nur im Atelier. Da erfährt sie das ihr Onkel krank ist und Hilfe benötigt. Mimi macht sich auf nach Laichingen wo ihr Onkel inzwischen wohnt und ein Fotoatelier mit Laden besitzt Die Geschichte spielt zu Anfang des vorigen Jahrhunderts und schildert die Schwierigkeiten als Frau einen Beruf zu ergreifen und selbstständig zu arbeiten. In Laichingen ist eine große Weberei die zwar Frauen beschäftigt aber nur in Heimarbeit. Mimi geht ihren Weg und stößt auf viel Wiederstand, zum Beispiel den des Fabrikbesitzers. Sie läßt sich nicht beirren und versucht ihren Wunsch der sie als Kind bewogen hat Fotografin zu werden in die Tat umzusetzen: »Sie will den Menschen Schönheit schenken«. Mehr möchte ich nicht verraten, um nicht die Spannung und den Genuß des Lesens wegzunehmen. Aus Petras früheren historischen Romanen trifft man alte Bekannte. Mimi konnte Frau Clara Berg (Bella Clara) zum Beispiel überzeugen die Fotos für Ihren Katalog nicht im Atelier sondern in der Fabrik aufnehmen zu lassen. Die Fotografin ist ein flüssig zu lesender historischer Roman der gut recherchiert ist. Die Arbeit einer Fotografin wird anschaulich beschrieben von der Art der Ausrüstung bis hin zur Arbeit im Atelier. Hier entstanden die Bilder mit Hintergrundleinwand und Accessoires wie Hüten Schals usw.. Ich bin schon gespannt auf die Fortsetzung Im Anhang findet man Fotografien aus der damaligen Zeit mit kurzen Erklärungen.

Am Anfang des Weges

Von: Renate Schrapp Datum: 11. September 2018

Mimi Reventlow eine mutige, starke junge Frau in einer Zeit in der Selbstverwirklichung und Beruf nicht in das Schema um 1911 passte. Aber Mimi war das egal. Sie hatte einen Traum, nämlich Wanderfotografin zu werden, genauso wie ihr geliebter Onkel, den sie zum Vorbild hatte. Ihre Eltern erkannten, dass ihre Tochter einen starken Willen hat und sicherten ihr Unterstützung zu. Doch so einfach war es dann doch nicht. Sie musste mit allerhand Hindernissen und Vorurteilen kämpfen. Doch Mimi gab nicht auf und erkämpfte sich mutig ihren Platz als Wanderfotografin. Als sie erfährt, dass ihr Onkel schwer erkrankt ist, zieht sie nach Laichingen um sich um ihn zu kümmern. Natürlich entdeckte Mimi relativ schnell das Potential einer Fotografin in Laichingen und versuchte diese Ideen umzusetzen, sehr zum Leidwesen der "Alteingesessenen". Aber Mimi ließ sich nicht beirren und trotzte allen Wiederständen. Als eines Tages ein Mann in ihr Leben tritt, muss sie Entscheidungen treffen. Leider war dieser wunderbare Erste Teil dieser Romanreihe viel zu schnell zu Ende. Ich konnte mich nur schwer von Mimi trennen. Petra Durst-Benning hat es von der ersten Seite an geschafft, mich mit auf die Reise der Wanderfotografin zu nehmen. Sie versteht es ausgezeichnet ihre Leser abtauchen zu lassen und ihnen wunderbare Lesestunden zu schenken. Schon heute fiebere ich dem Erscheinen des zweiten Bandes entgegen.

Mimi auf dem Weg zur Verwirklichung Ihres Traumes!

Von: Brigitte Jacob aus Berlin Datum: 10. September 2018

Die Fotografin -Am Anfang des Weges- ist der erste Band einer Reihe von der Autorin Petra Durst-Benning. Es ist ein historischer Roman, der von Mimi Reventlow erzählt. Sie geht ihren eigenen Weg und macht eine Ausbildung zur Fotografin statt sich nur auf Ehe, Haushalt und Kinder zu konzentrieren. Mimi bewunderte als Kind ihren Onkel Josef der als Wanderfotograf mit Pferd und Wagen durch die Lande zieht. Sie darf zusehen, wenn er Bilder bearbeitet. Da entsteht bei Ihr der Wunsch auch Wanderfotografin zu werden. Sie kann ihre Eltern davon überzeugen. Nach beendeter Ausbildung lehnt sie einen Heiratsantrag ab um als Wanderfotografin in Fotoateliers ihre Dienste anzubieten. Nach Anfangsschwierigkeiten erhält sie viele Aufträge. Sie verwirklicht ihre eigenen Ideen der Fotografie und macht natürliche Fotos nicht nur im Atelier. Da erfährt sie das ihr Onkel krank ist und Hilfe benötigt. Mimi macht sich auf nach Laichingen wo ihr Onkel inzwischen wohnt und ein Fotoatelier mit Laden besitzt Die Geschichte spielt zu Anfang des vorigen Jahrhunderts und schildert die Schwierigkeiten als Frau einen Beruf zu ergreifen und selbstständig zu arbeiten. In Laichingen ist eine große Weberei die zwar Frauen beschäftigt aber nur in Heimarbeit. Mimi geht ihren Weg und stößt auf viel Wiederstand, zum Beispiel den des Fabrikbesitzers. Sie läßt sich nicht beirren und versucht ihren Wunsch der sie als Kind bewogen hat Fotografin zu werden in die Tat umzusetzen: »Sie will den Menschen Schönheit schenken«. Mehr möchte ich nicht verraten, um nicht die Spannung und den Genuß des Lesens wegzunehmen. Aus Petras früheren historischen Romanen trifft man alte Bekannte. Mimi konnte Frau Clara Berg (Bella Clara) zum Beispiel überzeugen die Fotos für Ihren Katalog nicht im Atelier sondern in der Fabrik aufnehmen zu lassen. Die Fotografin ist ein flüssig zu lesender historischer Roman der gut recherchiert ist. Die Arbeit einer Fotografin wird anschaulich beschrieben von der Art der Ausrüstung bis hin zur Arbeit im Atelier. Hier entstanden die Bilder mit Hintergrundleinwand und Accessoires wie Hüten Schals usw.. Ich bin schon gespannt auf die Fortsetzung Im Anhang findet man Fotografien aus der damaligen Zeit mit kurzen Erklärungen.

Am Anfang des Weges... Ein wunderbares Buch

Von: Renate Schrapp Datum: 08. September 2018

Mimi Reventlow eine mutige, starke junge Frau in einer Zeit in der Selbstverwirklichung und Beruf nicht in das Schema um 1911 passte. Aber Mimi war das egal. Sie hatte einen Traum, nämlich Wanderfotografin zu werden, genauso wie ihr geliebter Onkel, den sie zum Vorbild hatte. Ihre Eltern erkannten, dass ihre Tochter einen starken Willen hatte und sicherten ihr Unterstützung zu. Doch so einfach war es dann doch nicht. Sie musste mit allerhand Hindernissen und Vorurteilen kämpfen. Doch Mimi gab nicht auf und erkämpfte sich mutig einen Platz als Wanderfotografin. Als sie erfährt dass ihr Onkel schwer erkrankt ist, zieht sie nach Laichingen um sich um ihn zu kümmern. Natürlich entdeckte Mimi relativ schnell das Potential einer Fotografin in Laichingen und versuchte diese Ideen umzusetzen, sehr zum Leidwesen der "Alteingesessenen". Aber Mimi ließ sich nicht beirren und trotzte den Wiederständen. Als eines Tages ein Mann in ihr Leben tritt, muss sie Entscheidungen treffen... Leider war dieser wunderbare Erste Teil dieser Romanreihe viel zu schnell zu Ende. Ich konnte mich nur schwer von Mimi treffen. Petra Durst-Benning hat es von der ersten Seite an geschafft, mich mit auf die Reise der Wanderfotografin zu nehmen. Sie versteht es ausgezeichnet ihre Leser abtauchen zu lassen und ihnen wunderbare Lesestunden zu schenken. Schon heute fiebere ich dem Erscheinen des zweiten Bandes entgegen.

Faszinierendes Thema und ganz tolles Buch!

Von: Barbara Hörth Datum: 04. September 2018

Die Fotografin "Am Anfang des Weges" spielt Anfang des 20. Jahrhunderts. Die junge Mimi Reventlow hat einen Traum. Sie will als Wanderfotografin auf die Reise gehen. In einer Zeit, in der Frauen heiraten und sich um Haushalt, Mann und Kinder kümmern sollen, ist das natürlich kein einfaches Unterfangen. Sie wird aber von ihren Eltern und ihrem Onkel, der auch ein Wanderfotograf ist, tatkräftig unterstützt. Trotzdem sind die ersten Jahre für Mimi auch nicht immer leicht. Als sie dann erfährt, dass ihr geliebter Onkel in Laichingen schwer erkrankt ist, besucht sie ihn und kümmert sich um ihn. Sie steht vor der Wahl, bei ihm zu bleiben und vielleicht sogar sesshaft zu werden oder weiterzuziehen. Die Bewohner von Laichingen machen es ihr auch nicht leicht. Wie wird Mimi sich wohl entscheiden? Mich hat dieses Buch sehr beeindruckt. Der Beruf des Wanderfotografs war mir nicht so bekannt. Ich finde dieses Thema faszinierend. Mir hat dieses Buch unheimlich gut gefallen, ich wollte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich mag Mimi Reventlow sehr, sie ist eine mutige junge Frau und ich bin schon sehr gespannt auf Band 2.

Eine starke und fazinirende Frau die für ihren Traum kämpft

Von: Arietta Datum: 03. September 2018

Kurzmeinung: Anfang des Weges“. Eine Frau die für ihre Selbstverwirklichung kämpft, unerschrocken und mutig. Eine selbstbewusste und couragierte Frau Inhaltsangabe: Quelle blanvalet-Verlag Gegen alle Widerstände wird Mimi Reventlow Fotografin, und findet nicht nur ihre Freiheit, sondern auch die Liebe … Minna Reventlow, genannt Mimi, war schon immer anders als die Frauen ihrer Zeit. Es ist das Jahr 1911, und während andere Frauen sich um Familie und Haushalt kümmern, hat Mimi ihren großen Traum wahr gemacht. Sie bereist als Fotografin das ganze Land und liebt es, den Menschen mit ihren Fotografien Schönheit zu schenken, genau wie ihr Onkel Josef, der ihr großes Vorbild ist. Als dieser erkrankt, zieht sie in das kleine Leinenweberdorf Laichingen, um ihn zu pflegen und vorübergehend sein Fotoatelier zu übernehmen. Ihm zuliebe verzichtet sie nicht nur auf ihre Unabhängigkeit, sondern sieht sich in Laichingen zunächst auch den misstrauischen Blicken der Dorfbewohner ausgesetzt, da sie mehr als einmal mit ihrem Freigeist aneckt. Und als bald ein Mann Mimis Herz höher schlagen lässt, muss sie eine Entscheidung treffen … Meine Meinung Die Autorin, Petra Durst-Benning, hat es wieder einmal geschafft, mich mit ihrem neusten Roman ihrer Familiensaga in den Bann zu ziehen. Man gewinnt die Figuren sofort lieb, besonders Mimi, dies junge starke , mutige und vom Freigeist getriebene junge Frau habe ich sehr bewundert. Für die damalige Zeit , als Frau einen Beruf zu ergreifen und dann noch als Wanderfotografin, war eine Sensation, den sie reist durch die Lande ohne männlichen Schutz, unvorstellbar. Ihr Sprachstil ist fließend, Bildhaft und sehr mitreißend, man hat das Gefühl ihr sprudeln nur so die Worte und Gedanken aus der Feder. Der Spannungsbogen bleibt von der ersten bis zur letzten Seite sehr hoch. Ihre einzelnen Figuren und deren Charaktere sind sehr liebevoll und glaubhaft gezeichnet, man konnte sich sehr gut in ihre Protagonisten hineinversetzen, sich mit ihnen freuen, bangen und hoffen und deren Verzweiflung spüren. Das historische geschehen zur damaligen Zeit ist sehr Authentisch wiedergegeben, ob es das Leinenweberdorf Laichingen auf der schwäbischen Alb, oder die Fotografie ist. Alles ist sehr gut recherchiert, das karge Leben, die Armut der Leinenweber, der Stand der Frau zur damaligen Zeit. Man spürt beim Lesen, wie viel Herzblut sie in diese Geschichte gesteckt hat. Danke auch für das Nachwort und die schönen Fotografien im Anhang. Jedenfalls fiebere ich schon der Fortsetzung entgegen..... Zum Inhalt: Von Anfang an habe ich Mimi bewundert, über ihren Mut, Stärke und ihren Freigeist, wie gradlinig sie ihren Weg geht. Auslöser Wanderfotografin zu werden, war ihr Onkel Josef, ein Wanderfotograf, an dem sie sehr hängt und bewundert, sie waren schon immer ein Herz und eine Seele. Mimi. Wäre nicht Mimi, sie schafft es sich gegen alle Widerstände durchzusetzen, und erlernt den Beruf der Fotografin. Besonders ihre Eltern gefielen mir sehr, die mit der Zeit gehen und ihre Tochter unterstützen und ihren Rücken stärken, das sie ihren großen Traum wahr machen konnte. Mimi, ist sehr gefragt, aber als ihr Onkel Josef schwer erkrankt, lässt sie alles stehen und liegen, und reist nach Laichingen ins Leinenweberdorf, hier beweist sie Charakterstärke. Das Leben dort ist am Anfang nicht leicht für sie, verkörpert sie doch überhaupt nicht das Bild der Frau zur damaligen Zeit, dem Heimchen hinter dem Herd. Kein Wunder das die Laichinger sie misstrauisch beäugen. Aber gegen alle Widerstände erobert sie die Herzen der Bevölkerung, auch wenn nicht alle. Da ist der Fabrikbesitzer und Ausbeuter Gehringer, dem sie wagt die Stirn zu bieten, und sich mutig gehen ihn auflehnt und nicht einknickt, dafür habe ich sie sehr bewundert, aber auch meine Hochachtung das sie so für ihren Onkel Josef da ist, und vieles Aufgibt, aber auch neue Ideen umsetzt. Mimi ist sehr kreativ und besitzt ein großes Herz, sie erkennt das Alexander ein sehr begabter Zeichner ist, ob sie es schafft gegen die widerstände seines Vaters ihn auf die Kunstschule zuschicken. Es bleibe viele offene Fragen, wird sich Mimi ganz in Laichingen niederlassen, gerade jetzt wo ihre große Liebe Hannes im Ort auftaucht ?