Susanne Hasenstab

Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus

Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus Blick ins Buch

Jetzt bestellen:

eBook
Buch

€ 13,99 [D] | CHF 17,00 [CH]

oder hier kaufen:

€ 20,00 [D] | € 20,60 [A] | CHF 28,90 [CH]

oder hier kaufen:

Katja ist Anfang dreißig und arbeitet beim »Sonntags-Blitz«, der Gratis-Zeitung ihres Heimatorts, bei der sie nach dem Praktikum irgendwie hängen geblieben ist. Während ihr Freund Jonas das Projekt Eigenheim vorantreibt, überkommt Katja beim Brunch mit werdenden Müttern und Pärchenausflügen zur »langen Nacht der Musterhäuser« zunehmend ein Gefühl der Beklemmung. Sie flüchtet sich in einen schrägen Zirkel kleinstädtischer Möchtegernliteraten und -künstler und begegnet auf einer der alkoholgeschwängerten Abendveranstaltungen dem Krimiautor Robert Klotzky, dem mit »Die Geschändeten von Heusenstamm« ein Überraschungserfolg gelang – und der auch bei Katja einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

nett aber nicht mehr

Von: Hamburgerin93 Datum: 20. May 2019

Der Klappentext weckte meine Neugier. Eine Freu gefangen in den Vorurteilen der Gesellschaft, dass man mit 30 Jahren ein Haus sowie Kinder braucht. Wenn man (bzw. Frau) dies nicht erreicht wird man kritisch angeguckt. Das Buch behandelt dieses Thema sehr gut. Leider konnte ich mich nicht wirklich in dieses Hineinversetzen. Ich persönlich fand die Handlung sehr vorausschauend, sodass es mich nicht überrascht bzw. gepackt hat. An einigen Stellen fand ich die Grammatik bzw. den Satzbau schrecklich. Ich weiß, dass dort auf den Dialekt der Region eingegangen werden sollte aber es hat mir das Vergnügen am lesen genommen, da mich dies sehr gestört hat. Zum Ende hin wurde mir die Protagonistin auch nicht immer unsympathischer. Zwar hatte sie für sich dann doch den richtigen Weg eingeschlagen aber wie es zu diesem Schritt kam fand ich persönlich nicht so gut. Im großen und ganzem musste ich mich ein bisschen durch das Buch quälen.

realitätsnaher und unterhaltsamer Roman

Von: Alice Datum: 17. April 2019

Insgesamt ein sehr flüssig geschriebenes Buch, der Inhalt überzeugt vor allem durch die Details - etliches kennt man aus seinem eigenen Leben. Mir fehlte ein wenig der Spannungsbogen, das Buch hätte gut und gern noch 110 Seiten länger sein können.

Wortwitzige, leichte Unterhaltung die Spaß gemacht hat

Von: Stephmausi Datum: 09. April 2019

Das Buch war so ziemlich genau was der Titel verspricht: Eine kurze, witzige Geschichte, die mir einen kurzen Urlaub vom eigenen Kopf verschafft hat. Ich hatte wirklich großen Spaß beim Lesen! Meine Erwartungen was den Umgang mit der deutschen Sprache angeht wurde sogar bei Weitem übertroffen und ich musste immer wieder über bestimmte Formulierungen kichern, weil ich sie so gut und geistreich fand. Der einzige Wermuts-Tropfen für mich ist das viel zu abrupte Ende. Im ganze Buch wird detailliert auf einzelne Begebenheiten eingegangen, nur am Ende hört die Geschichte einfach auf – sie hat zwar ein zu erwartendes Ende, ich hätte aber gerne noch weitergelesen, weil ich den Schreibstil total mochte.

Mit spitzer Feder

Von: Ursel Müller Datum: 01. April 2019

Katja ist Anfang 30 und fühlt sich im eigenen Leben nicht so recht zu Hause. Sie arbeitet als Teilzeitkraft bei der Sonntagszeitung Blitz und wohnt mit ihrem langjährigen Freund Jonas zusammen. Katjas Eltern hoffen auf Enkel, Jonas träumt vom Eigenheim, aber Katja kann sich weder für das eine noch für das andere begeistern. Unentschlossen, wie sie ist, bleibt sie im Gewohnten stecken. Als sie bei einer provinziellen künstlerischen Soiree den Schriftsteller Robert kennenlernt und feststellt, dass sie ihn mag, gerät sie in Versuchung, ihre eingefahrenen Gleise zu verlassen. Inhaltlich klingt die Geschichte wie der übliche Frauenroman; die Handlung verblasst jedoch fast zur Nebensächlichkeit angesichts eines bunten Kaleidoskops von satirischen Äußerungen. Mit spitzer Feder beschreibt die Autorin die Absurditäten menschlichen Verhaltens und Denkens. Dabei nimmt sie den Literaturbetrieb ebenso aufs Korn wie Vorstadtidyllen, kulinarische Verirrungen, künstlerische Höhenflüge und diverse Ausprägungen der zwischenmenschlichen Kommunikation. Der flotte Stil, das skurrile Personal, die pointierten Beobachtungen – all das ist höchst amüsant. Ein erfrischender, witziger Roman mit großer Sprachkraft.

Leichte Sommerlektüre

Von: Isabella F. Datum: 01. April 2019

Nettes Buch um sich auf dem Balkon eine Auszeit zugönnen. Leider war ich nicht so begeistert von dem buch was daran lag das es zwar zum Anfang unterhaltsam war aber danach immer zäher. Dennoch waren witzige Stellen vorhanden, unerwartete Wendungen und ein glückliches Ende. Alles in allem ein gutes Buch.

Schöne Idee, teils zu langatmig

Von: WrittenArt Datum: 31. March 2019

Das Cover gefällt mir persönlich überhaupt nicht, aber der Klappentext hat mich neugierig gemacht. Vom Schreibstil war ich bereits nach wenigen Zeilen begeistert. Ich mochte den angenehm flüssigen und humoristischen Stil und konnte mich von Anfang an in die Geschichte hineinversetzen. Die Protagonistin war mir sofort sympathisch und ich konnte ihre ganzen Bedenken und Ängste nachvollziehen. Auch die eigentliche Idee der Geschichte finde ich super. Dennoch gab es etwas, was mir gar nicht gefallen hat. Der Schreibstil wurde nicht bis zum Ende durchgezogen. Es gab immer wieder Passagen, die extrem langatmig und mit unnötigen Informationen gefüllt waren, die das Buch wirklich nicht voran gebracht haben. Zum Beispiel der Geburtstagsbrunch, wurde unnötig in die Länge gezogen. Was mir dann wiederum gefallen hat war das Ende, das war wirklich gut umgesetzt. Ich würde das Buch komplett im Mittelfeld einordnen. Man kann es ruhig einmal gelesen haben, aber es ist eben auch nicht besonders toll.

Erfrischend anders mit viel Alltagsabsurdität und Situationskomik

Von: Webervogel Datum: 31. March 2019

Der Titel dieses Romans lässt auf einen beliebigen Frauenroman schließen, die Farbgebung des Covers ist nicht mein Fall. Aber der Klappentext klang so, dass ich dachte, das Buch könnte trotzdem ganz amüsant werden, auch wenn es vermutlich etwas 08/15 sein würde. Großer Irrtum! Also nicht, dass „Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus“ amüsant ist – ich habe mich bestens amüsiert. Aber das Buch ist bei Weitem kein Frauenroman von der Stange, eher das Gegenteil, es las sich sehr erfrischend. Die Autorin Susanne Hasenstab erfasst Menschen und ihre Schwächen und Verhaltensweisen ganz genau und proträtiert gnadenlos Typen, die man aus dem Alltag kennt. Das ist sehr witzig, manchmal auch böse, doch weil Hasenstabs Ich-Erzählerin Katja genügend eigene Probleme hat, bleibt sie trotzdem sympathisch. Katja ist zwar mit einem scharfen, sezierenden Blick auf ihre Umgebung ausgestattet, erhebt sich aber dabei nicht über andere. Die 31-jährige dümpelt als Teilzeitangestellte der Gratis-Zeitung ihres Heimatortes durchs Leben und weiß eigentlich nicht, was sie will. Im Gegensatz zu ihrem Umfeld: Langzeitfreund Jonas will ein Eigenheim und Familie, der Bürokollege Herr Böhmann jeden Mittag woanders essen gehen, Katjas Mutter will Enkel, Freundin Inga sucht nach irgendeiner Art von Erleuchtung und Borke, Lebensgefährte von letzterer, bereist zielstrebig „die Welt des Hochprozentigen“. Katja scheint die einzige zu sein, die keinen wirklichen Plan hat. Zwar ist ihr im Grunde ihres Herzens bewusst, was sie nicht will, aber: „Was bleibt, wenn ich die Optionen Haus, Heirat, Kinder und Karriere allesamt ausschlage?“ Zwischen Besichtigungsterminen, einer aus dem Ruder laufenden Geburtstagsfeier und zwei wirren Kleinkunstabenden bleibt allerdings kaum Zeit, dieser Frage nachzugehen. Doch manchmal schließen sich ja bekanntlich auch Türen, während sich andere dafür öffnen. Susanne Hasenstab hat ein echtes Händchen für die Ausgestaltung absurder Situationen, in die jeder rutschen könnte. Ich hatte ganz unverhofft großen Spaß beim Lesen und werde mir den Namen dieser Autorin ganz sicher merken. Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar erhalten.

Eine schöne Frühlingsleküre

Von: Rieke Datum: 26. March 2019

Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus ist ein guter Buch für einen entspannten Lesetag. Ich bräuchte ein paar Seiten um mit dem Erzählstil warm zu werden, konnte dann das Buch aber flott lesen und die Hauptfigur Katja in ihrem Alltagswahsinn zu begleiten. Susanne Hasenstab lässt ihre Hauptfigur viele Herausforderungen erleben, die heute fast jede junge Frau kennt. Dies lässt sie aber mit einem Augenzwinkern geschehen. So erkennt man sich an einigen Stellen wieder und kann sich in Katja gut hereinversetzen. Insgesamt eine schöne Frühlings- oder Sommerlektüre für jede Junge Frau.

Zwischen gutem Schreibstil und außergewöhnlichen Charakteren

Von: Lisa Datum: 25. March 2019

So langweilig das Leben der Protagonistin Katja auch sein mag, langweilig zu lesen ist es definitiv nicht. Susanne Hasenstab schafft es, eine Situation von gerade mal ein paar Minuten so detailreich zu erzählen, dass man die ganze Zeit dranbleibt. Zumal die Charaktere einen einfach zum Schmunzeln bringen müssen. Ein Liebesroman, klar. Aber trotzdem einer, mit dem man sich sehr gut identifizieren kann. Daumen hoch!

Sonntagmorgen Lektüre

Von: m1ss_anonymous Datum: 24. March 2019

Schon lange nicht mehr ein Buch so schnell durch gelesen. Ein super Morgen mit diesem Buch auf der Couch verbracht.

Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus

Von: Lisa Datum: 23. March 2019

Das Buch „Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus“ ist ein erfrischender und unterhaltsamer Roman. An der einen oder anderen Stelle konnte ich sogar Gemeinsamkeiten zwischen der Protagonistin und mir erkennen, da das Buch, wie ich finde, sehr realitätsnah geschrieben wurde. Was mir jedoch das lesen etwas erschwert hat, waren die Dialoge die an manchen Stellen in die Länge gezogen wurden. Aber im Großen und Ganzen hat mir das Buch sehr gut gefallen.

Ist in Ordnung

Von: privat Datum: 21. March 2019

Ich habe das Buch gelesen, da der Titel in das Genre zu passen schien, wie ich es normalerweise lese. Es geht um Katja die in einer langen Beziehung ist und ihr Freund Jonas die Zukunft mit ihr immer weiter plant. Im Verlaufe des Buchs fragt sie sich immer wieder ob es das ist was sie sich vorstellt, wobei sie eigentlich selbst nicht genau weiß wo der Weg sie hinführt. Das Buch ist in einem anderen Stil geschrieben als ich es gewohnt bin, es ist aber von allem etwas dabei. Ich musste zwischendurch auch immer wieder lachen. Leider hat das Buch ein anderes Ende als ich es mir erhofft hatte.

Perfekt für den Tag am Strand

Von: Minni Datum: 21. March 2019

Mir hat der Schreibstil der Autorin sehr gut gefallen. Das Buch liest sich leicht und mit der Geschichte um Katja kann sich sicher die ein oder andere Frau identifizieren. Genau das richtige für den Urlaub. Die Story an sich war mir Persönlich teilweise ein wenig zu lang gezogen und das Ende hat mir nicht so gut gefallen. Ich kannte Susanne Hasenstab noch nicht aber ich hoffe noch viel von ihr zu Lesen denn ihr Schreibstil ist sehr erfrischend und hat mich einige male zum Schmunzeln gebracht.

Leben nach Klischee, oder doch nicht?!

Von: EuleHetty Datum: 20. March 2019

Super Schreibweise. Ich wollte gar nicht aufhören zu schmunzeln und zu lachen. Man kann sich die Protagonisten leibhaft vorstellen und erkennt den ein, oder anderen seiner Art bestimmt auch im eigenen Umfeld wieder. Ich werde auf jeden Fall mehr von Frau Hasenstab lesen.

Motiviert

Von: JD Datum: 19. March 2019

Das Buch ist sehr angenehm zu lesen. Teilweise sind manche Passagen etwas lang und man bekommt das Gefühl das die Unterhaltungen vom eigentlichen geschehen weg leiten. Man kommt selbst ins Grübeln und wird motiviert auch einfach mal alle Pläne über den Haufen zu werfen und nur sein eigenes Ding zu tun weil es sich richtig anfühlt. In dem Moment.

Wie in einem bunten Wirbel

Von: Tonxs Datum: 19. March 2019

Die Autorin hat einen Roman verfasst, der so bunt ist, so blumig geschrieben, dass man Angst hat, auch nur eine Pointe beim Lesen zu verpassen. Leicht liest sich dieses Buch nicht. In jedem Satz versucht die Autorin, jede auch so nebensätzliche Situation besonders zu verschnörkeln. Beim Lesen wünschte ich mir, nur ein Drittel Ihrer schriftstellerischen Kreativität, dafür das Ganze auf 3 Bücher verteilt... Das Buch ist wirklich lustig und mitreißend geschrieben, nur liest es sich aufgrund der extremen Verschnörkelungen nicht schnell und leicht. Trotzdem von Herzen 4 Sterne!

Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus

Von: Anna Datum: 18. March 2019

Herrlich ironisch und sarkastisch geschriebenes Buch. Die Protagonistin geht mit einem feinen Blick für das ironisch-komische im alltäglichen Leben durch ihre zunächst sehr begrenzte Welt und hält damit dem Leser immer wieder auch den Spiegel vor. Man erkennt sich während des Lesens ab und an selbst in Situationen wieder und beginnt ganz automatisch sie in einem anderen Blickwinkel zu sehen und zu hinterfragen. Ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen und hab oft herzlich gelacht über Situationen die einem sonst ganz alltäglich erscheinen. Insgesamt ein sehr unterhaltsames Buch, wenn auch an manchen Stellen etwas überspitzt.

Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus

Von: Kadi Datum: 17. March 2019

Ein fantastisches Buch. Tolle Liebesgeschichte, tolle humorvolle Stellen und wirklich klasse geschrieben. Absolut zu empfehlen.

Irgendwo zwischenLiebe und Musterhaus

Von: Ludmilla K. Datum: 17. March 2019

Also zu dem Buch "Zwischen Liebe und Musterhaus "bin ich eigentlich zufällig gekommen. Als überzeugte Krimi und Thrillerleserin, die nur selten Ausflüge in die Welt der Frauenromane unternimmt, machte mich der Inhalt des Klappentextes neugierig: Katja ist Anfang dreißig und arbeitet beim »Sonntags-Blitz«, der Gratis-Zeitung ihres Heimatorts, bei der sie nach dem Praktikum irgendwie hängen geblieben ist. Während ihr Freund Jonas das Projekt Eigenheim vorantreibt, überkommt Katja beim Brunch mit werdenden Müttern und Pärchen Ausflügen zur »langen Nacht der Musterhäuser« zunehmend ein Gefühl der Beklemmung. Sie flüchtet sich in einen schrägen Zirkel kleinstädtischer Möchtegernliteraten und -künstler und begegnet auf einer der alkoholgeschwängerten Abendveranstaltungen dem Krimiautor Robert Klotzky, dem mit »Die Geschändeten von Heusenstamm« ein Überraschungserfolg gelang – und der auch bei Katja einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Ich selbst war während der Lektüre immer wieder hin- und hergerissen, zwischen „Buch weglegen … und doch weiterlesen“. Auch wenn das Buch so gar nicht meiner typischen Lektüre entsprach, so musste und wollte ich doch auch das Ende erfahren: Ob Katja noch in ihr Reiheneckhaus zieht, welche interessante Begegnung sie noch mit ihrem Kollegen in der Mittagspause macht und vor allem, was mit Robert Klotzky passiert, der sich offenbar  die Straße und die Hausnummer gemerkt hatte, in der sie nachts verschwunden war. Das Buch beinhaltet sehr viele zwischenmenschliche Unterhaltungen, die auf den Leser wie Episoden eines Smalltalks wirken. Diese Ebene wird nur sehr selten verlassen und somit plätschert das Buch wie eine wenig spannende Partyunterhaltung vor sich hin. Meiner Meinung nach eignet sich das Buch gut für eine lange Zugfahrt oder ein verregnetes Wochenende. Der Leser sollte jedoch keine hohen Ansprüche an das Buch stellen...

super witzig

Von: ekdalfan Datum: 16. March 2019

Zwischen Liebe und Musterhaus" ist ein tolles Buch und sehr zu empfehlen. Der Schreibstil ist locker und leicht und man fliegt nur so durch die Seiten. Zudem trifft es genau meinen Humor . Werde mir die Autorin auf jeden Fall merken. Einfach lesenswert

Guter Humor

Von: Stephanie Datum: 11. March 2019

In Susanne Hasenstabs Buch "Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus" geht es um Katja, die sich in ihrer gepflegten Langeweile mehr oder weniger gut eingerichtet hat. Auf der Flucht vor der "Langen Nacht der Musterhäuser", zu der sie ihr Freund Jonas überreden will, geht sie zu Heinrichs "Soiree", bei dem sie außer merkwürdigen, selbsternannten Künstlern auch den Krimiautor Robert Klotzky kennenlernt. Dieser Abend wird ihr weiteres Leben entsprechend beeinflussen... Mir gefällt der Humor der Autorin, ich habe mich sehr amüsiert über "Vorsicht Spoiler!": die Mittagspausenpartnerschaft mit Herrn Böhmann, die Hundeschranke, die lange Medikamentenliste für die Online-Apotheke und die Insassen des Frauengefängnisses, die in der AOK-Kantine arbeiten. Da hatte ich direkt Bilder vor Augen und musste schmunzeln. Aber meine absolute Lieblingsstelle (auch hier "Vorsicht Spoiler!") ist: ... "der Gedankenberg, der sich in meinem Hirn auftürmt, übersteigt anscheinend die Tragkraft meines Nackens." Dieser Humor ist sehr unterhaltsam und entschädigt für den doch sehr abrupten Schluss.

Alltagsspass

Von: Frau Käthe Datum: 04. March 2019

Fröhliche Unterhaltung mit köstlichen Details zum wirklichen Leben. Hoher Wiedererkennungswert von komischen , aber realen Situationen . Von Elternverhalten , Globuli bis Esoterik. Hat Spaß gemacht zu lesen .

Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus

Von: Karin W. Datum: 01. March 2019

Ein tolles Buch. Man kann es nicht mehr aus der Hand legen, man fühlt sich sofort hinein versetzt in die Hauptperson. Viele Reaktionen von ihr könnten von einem Selbst sein. Sehr humorvoll geschrieben und ich empfehle es gerne weiter.

Kurzweilige Unterhaltung mit viel Schubladendenkeb

Von: Lesemama Datum: 26. February 2019

Das Buch „Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus“ liest sich grundsätzlich fix weg und ist ein kurzweiliger Zeitvertreib. Anfangs kam ich etwas schleppend in den Lesefluss da der erzwungende Humor zu Lasten diverser „Schubladen“-Bewohner mit zum Teilen deutlich überzeichneten Bildern (Übermütter, Veganer und Freigeister, Kunstschaffende, etc) einhergeht. Dabei fühlte ich mich bei den schnellen Themenwechseln mich im Lesefluss abgehängt. Ich hatte aber auf Grund der daraus resultierenden Oberflächlichkeit nicht das Gefühl etwas Wesentliches zu verpassen... Schade, da die Kernidee das wesentliche Thema der End-20er bis Mitte 30-jährigen super trifft und die großen Lebensfragen humorvoll zu beleuchten grundsätzlich eine tolle Idee ist. Da hab ich mir von einem Buch einer Schriftstellerin Mitte 30 über eine Schriftstellerin Anfang 30 mehr versprochen... sie hat für meinen Geschmack zu viele quere Ideen unbedingt in dieses Buch pressen wollen...

Raus aus dem Musterhaus

Von: Lea's Lesezauber Datum: 20. May 2019

Die Gestaltung des Buches finde ich super und vorne im umschlag findet sich noch ein tolle Selbsttest ob das Buch für einen geeignet ist. Generell finde ich die Aufmachung gelungen. Der Schreibstil ist fließend und leicht zu lesen, die Autorin kommt schnell auf den Punkt und hat einen sehr angenehmen Humor. Ich habe teilweise richtig lachen müssen und vor allem habe ich mich dabei immer gefragt wie ich wohl in der Situation verhalten hätte. Der Einstieg in die Geschichte lief gut und die Kapitel sind von der Länge in Ordnung. Wir bekommen einen Einblick und das Leben von Katja und merken schnell, dass Sie und ihr Freund Jonas eine andere Vorstellung vom Leben haben auch wenn sie sich anfangs doch noch fügt. Es war richtig spannend und habe das Buch einfach gerne gelesen weil die Autorin es schafft immer ein angebrachtes Maß an Humor einfließen zu lassen und auch nicht wirklich um den heißen Brei herum schreibt. Trotzdem lässt es mich manchmal nachdenklich zurück und ich finde es nicht schlecht mal zu realisieren was es bedeutet aus seinen eingefahrenen Mustern auszubrechen! Fazit: Mir hat die Geschichte rund um Katja sehr gut gefallen und ich habe gar nicht gemerkt wie die Seiten verflogen sind. Dieses Buch zeigt was es bedeutet auszubrechen und sich selbst zu verwirklichen und das mit jeder Menge Charme und Witz.

Moderne Midlifecrisis mit viel Humor

Von: lalaundfluse Datum: 14. May 2019

Dieses Buch werde ich zweimal lesen. Eine Pflichtlektüre für jede Frau ab 30 Jahren:) Herrlich ehrlich und man findet sich schnell wieder, wenn auch in anderen Rahmenbedingungen. Manchmal möchte man aus dem gewohnten, geplanten Alltag und seinen Zukunftsaussichten einfach ausbrechen. Humorvolle Darstellung aller Charaktere.

Toller Frauenroman für zwischendurch mit einer zynischen Hauptfigur, viel Humor und Situationskomik

Von: franzi303 Datum: 05. May 2019

Wenn man wüsste, was man will, würde man's ja machen ... Das Cover: Das Cover ist sehr farbig. Es ist wie eine Zielscheibe aufgebaut. Von oben sehen wir in der Mitte in einem orange-rötlicher Kreis eine Frau stehen, die ihre Arme verschränkt hat. Darum ein größerer grüner Kreis, und darum wieder ein noch größerer orange-rötlicher Kreis. Danach wird das Cover rosa-rötlich. Der Titel umgibt das ganze in weiß. Ich finde, das Cover fällt sehr durch seine Farben auf und es passt auch ein bisschen zu Katjas Geschichte. Ohne Schutzumschlag ist das Buch in einem hübschen Grün, innen sind viele kleine Musterhäuser zu sehen. Sehr passend und lustig. Die Geschichte: Katja ist 31, und schon eine Weile mit ihrem Freund Jonas zusammen. Das nächste Projekt steht nun an: ein eigenes Eigenheim. Nach einer für Katja nicht so begeisterten Besichtigung will Jonas mit ihr und einem befreundeten Pärchen zur "Langen Nacht der Musterhäuser". Doch Katja hat keine Lust, und geht lieber zu einer Veranstaltung ihres Bekannten Heinrich, auf der sie durch einen kleinen Unfall den Krimiautor Robert Klotzky kennenlernt. Von da an und nach einer Geburtstagsfeier ihrer Freundin Inga mit Gesprächen über Familie, Kinder und Häuser ändert sich Katjas Leben ... Meine Meinung: Zum ersten Mal etwas von dem Buch gehört habe ich auf dem Bloggerportal-Bloggertreffen auf der Leipziger Buchmesse 2019. Das Buch gab es als Rezensionsexemplare für interessierte Blogger, und nachdem uns der Inhalt ins Kurzfassung erklärt wurde, war ich neugierig und wollte das Buch unbedingt lesen. Es ist ein Frauenroman, kein Young- oder New Adult. Es geht also um 31-jährige Katja, die schon eine Weile mit ihrem Freund zusammen ist. In dem Alter macht man sich ja schon Gedanken über Kinder und das Eigenheim für die Zukunft. Während Katja damit noch warten kann, ist Jonas ganz wild auf die 'Lange Nacht der Musterhäuser'. Es kommt zum Streit und so gelangt Katja zu 'Heinrich stil und leise'. Dort lernt sie dann Robert Klotzky kennen, den bekannten Krimi-Autor von 'Die Geschändeten vom Heusenstamm'. Nach und nach freunden sich Katja und Robert an, und Katja merkt, dass ihr Leben irgendwie nicht so verläuft, wie sie es gerne hätte. Sie lebt so ein unspektakuläres Leben. Sie ist umgeben von Müttern und solchen, die es bald werden (wollen) sowie einer nervigen Schwiegermutter und nervigen Eltern. Es gibt unglaublich amüsante Szenen, die mir sehr gefallen und mich zum Lachen gebracht haben. So u.a. die Entstehungsgeschichte zu 'Die Geschändeten vom Heusenstamm' oder die Diskussion über Kommissar Fellmuff. Es gibt so viel Situationskomik, die mir wirklich gut gefallen hat. Katja ist für mich eine sehr tolle zynische Hauptfigur, aus dessen Sicht die Geschichte geschrieben ist. Ihre Gedanken sind voll mit Wortwitz und Humor, und sie denkt so ... ehrlich. Ich kann so vieles so gut nachempfinden. Ihre Beziehungen zu ihren Freunden verändert sich, sie selbst verändert sich und sieht einiges nun mit anderen Augen. Auch die Nebencharaktere wie Jonas, Inga oder Robert sind vielseitige Menschen, die alle ihre eigenen Sorgen und Probleme haben. So kommt es zu Streitereien, Geheimnissen, neuen Bekanntschaften und neuen, aufregenden Entdeckungen. Es ist irgendwie schwer, zu dem Buch viel zu schreiben, ohne zu viel von der Handlung zu verraten und die Spannung zu nehmen. Ich finde das Ende auf jeden Fall sehr gut, auch wenn mich die Ereignisse, die bis dahin geschehen mussten, doch etwas schockiert haben. Für mich war 'Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus', wo sich Katja ja irgendwie befindet, ein schöner Roman für zwischendurch zum Abschalten. Durch den bereits angesprochenen Wortwitz und die Situationskomik lädt das Buch auch gerne mal zum Schmunzeln und Lachen ein. Jedoch finde ich, dass manche Stellen einfach unnötig waren. Diese Stellen/Szenen haben mich das Buch zur Seite legen lassen, weil sie die Geschichte so ziehen. Vielleicht muss das auch geschrieben werden, es ist halt in einem normalen Leben nicht immer spannend. Aber das ist halt etwas, womit man in solch einem Frauenroman rechnen muss. Meine Bewertung: 'Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus' ist ein amüsanter Frauenroman mit Katja als zynische Hauptfigur. Das Buch erzählt ihre Geschichte, sie findet heraus, was sie sich eigentlich vom Leben wünscht. Das, gepaart mit viel Humor und Situationskomik, macht die Geschichte zu einem tollen Frauenroman für zwischendurch. Von mir gibt es deshalb vier Sterne.

Schön, leicht und zum Schmunzeln

Von: Apathy Datum: 01. May 2019

Mir wurde das Buch auf der Buchmesse schmackhaft gemacht. Katharina von Random House hat das Buch so gut beschrieben, dass ich es einfach gerne lesen wollte. Gleich beim Einstieg merkt man, dass es hierbei nicht um einen 0815 Frauenroman handelt. Der Schreibstil ist sehr humorvoll und auch leicht zu lesen. Ich musste des Öfteren schmunzeln. Ich mochte diese Leichtigkeit des Romans und das Wiederfinden in gewisse Alltagssituationen. Die Geschichte handelt vom Alltäglichen und der Frage nach der weiteren Lebensführung, aber auch von Abstrusitäten. Diese Absurditäten könnten dennoch Wirklichkeit sein, die etwas überspitzt dargestellt sind. In der Geschichte geht es um Katja, die eigentlich ein normales Leben führt, dennoch in ihrem Teilzeitjob gefangen ist. Sie wohnt mit ihrem Freund Jonas zusammen, mit dem sie ein langjährige Beziehung führt. Jonas ist auf der Suche nach einem schönen Haus für Katja und sich. Man merkt schnell, dass sich Katja nur widerwillig darauf einlässt. Will sie überhaupt so ein vorbestimmtes Leben führen? Was kommt danach? Musterhaus und Familienplanung? Katja ist irgendwo dazwischen gefangen. An einem Freitagabend tut sich ihr die Möglichkeit auf zu einer Soiree zu gehen. Bei dem Literaturabend "Heinrich, still und leise" lernt sie den Krimiautor Robert Klotzky kennen. Dieser Abend wird ihr Leben auf ungewollte Weise verändern. Aber auch die Nebenfiguren werden gut integriert und geben der Geschichte einen schönen Handlungsstrang. Man lernt z.b. Inga, die beste Freundin von Katja, kennen. Diese ist genauso bzw. etwas anders gefangen in ihrem derzeitigen Leben. Sie führt ein Beziehung mit einem älteren Mann, der sich den alkoholischen Getränken verschrieben hat. Da bleibt keine Zeit für Familienplanung. Die Autorin hat gut herübergebracht, wie die Protagonistin Katja in ihrem Leben gefangen ist bzw. dass sie eine gewisse Lethargie ausstrahlt. Ich konnte mich leicht in die Situationen und Gedankengänge hineinversetzen, wahrscheinlich weil ich ebenfalls in diesem Alter bin. Dennoch war einiges vorhersehbar und die große Romantik blieb in dieser Geschichte aus. Es ist ein Buch, das zum Nachdenken anregt, ob man aus seinem Leben ausbrechen oder aus Bequemlichkeit in der derzeitigen Situation bleiben möchte. Es ist ein Erwachsenenroman, der mit Witz erzählt wird. Außerdem ist eine Lethargie und teilweise Melancholie der Charaktere zu spüren, die sowohl mit absurden Situationen als auch Alltagssituationen konfrontiert werden. Ein interessantes und schön zu lesendes Zusammenspiel, das sich am Ende irgendwie zusammenfügt bis zu einem kleinen Showdown...ausbrechen oder nicht? Fazit: Eine Geschichte, die vom Alltäglichen handelt, über Beziehungen und Lebensführung. Manche Situationen sind überspitzt dargestellt, die einen aber Schmunzeln lassen. Die Romantik kommt eher am Rande vor. Ein schöner und leichter Roman, der in gewisser Weise auch zum Nachdenken über das Leben anregt. Bewertung: 4 / 5 Vielen Dank an den Limes Verlag für das Rezensionsexemplar.

Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus

Von: Bearnerdette Datum: 24. April 2019

Katja ist Anfang 30, hat einen festen Freund namens Jonas und einen Job bei einer lokalen Gratiszeitung, für den sie eigentlich überqualifiziert ist. Ihr Umfeld gibt ihr zu verstehen, dass sich bald etwas tun muss in ihrem Leben: Ihr Freund zerrt sie zu Hausbesichtigungen, ihre Eltern drängen auf Enkel, beruflich sollte sich auch mal was verändern. Aber Katja findet den Gedanken weder an das eine, noch das andere, besonders erbaulich. Klar, Frauen können heute Karriere ud Kinder haben, aber was wenn man keins von beidem will? Auf einer Kleinstadt Soiree, die von dem schmierigen Kunstförderer Heinrich veranstaltet wird, lernt Katja den Krimi-Autor Robert kennen, der durch seinen Roman “Die Geschändeten von Heusenstamm” berühmt wurde, und irgendwie funkt es zwischen den beiden. Doch wäre eine Affäre es wert, all das aufzugeben, was Katja eigentlich ohnehin wicht will, aber laut Gesellschaft wollen sollte? Susanne Hasenstabs Roman “Irgendwo Zwischen Liebe und Musterhaus” ist bevölkert von skurillen Charakteren: Da gibt es Katjas Freundin Inga, eine zierliche Lifestyle Bloggerin, die am liebsten nach Bali reist. Kunstliebhaber Heinrich, der Katja gerne an die Wäsche würde und sich selbst für den Kunstpabst ihrer Kleinstadt hält. Dessen Lebensgefährtin Hermine, die sich selbst verwirklicht, indem sie Brokat Gewänder für kopflose Elfenpuppen schneidert. Die Figuren sind bewusst stark überzeichnet, sie sind wandelnde Klichees. Aber irgendwie erkennt man in Nuancen auch immer wieder Menschen wieder, die man kennt. Die herlichen Dialoge im Buch und Katjas innere Stimme, die diese zynisch kommentiert, haben mich wiederholt zum schmunzeln gebracht. Insagesamt habe ich mich bei der Lektüre des Buchs sehr amüsiert. Hasenstabs Humor, ihre Beobachtungsgabe und ihr Wortwitz haben mich positiv überrascht, denn ich bin ohne große Erwartungen an das Buch herangegangen. Auch das Katja eine so untypische (Anti-)Heldin ist hat mir sehr gefallen: weder ist sie extrovertiert, noch auf niedliche Art schüchtern. Sie hält sich meist zurück, aber oft aus Mangel an Interesse oder weil sie nichts beitragen will. Der Titel “Irgenwo zwischen Liebe und Musterhaus” ist meiner Meinung nach etwas irrenführend, da er auf ein romantisches Buch hindeutet. Nur vom Titel ausgehend hätte ich daher wahrscheinlich nicht zu dem Buch gegriffen. Da der Verlag mir freundlicherweise ein Exemplar geschickt hat, kam ich trotzdem zu dem Lesegenuss und war positiv überrascht. Wer Lust auf ein parodistisches Buch mit überzeichneten Charakteren und viel Humor hat, sollte definitiv reinlesen. Der Roman umfasst ca. 410 Seiten und ist im Limes Verlag erschienen.

Schon jetzt ein Lieblingsbuch: Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus (Susanne Hasenstab)

Von: Ally Datum: 14. April 2019

Noch nie habe ich ein vergleichbares Buch gelesen. Nicht nur die Geschichte ist auf besondere Art und Weise erzählt, auch der Schreibstil ist einmalig und verleiht der Geschichte zusätzlich einen besonderen Charme. Ich habe mich in der Geschichte so wohlgefühlt, dass ich, wenige Stunden nachdem ich das Buch beendet habe, richtige Sehnsucht danach empfand. Die Geschichte erzählt auf eine äußerst amüsante und charmante Weise vom Gefühl, zwischen unendlich scheinenden Möglichkeiten und einer tickenden biologischen Uhr gefangen zu sein. Ich weiß nicht, wie oft ich während des Lesens laut los gelacht habe, die Dialoge sind einfach unfassbar komisch. Der Roman ist originell, spritzig, leicht und anders als der Titel vielleicht erwarten lässt, kein typisches „Frauen-Buch“. Die Charaktere sind liebevoll und bis ins kleinste Detail perfekt ausgearbeitet: Katja ist an einem Punkt in ihrem Leben angekommen, an dem nichts so richtig vorwärts geht. Sie steckt fest, in ihrer Beziehung, im Job und überhaupt weiß sie nicht, wohin es in ihrem Leben gehen soll. Ihr Freund Jonas und ihre Eltern versuchen, ihr „die Notwendigkeit weiterer Lebensetappen begreiflich zu machen.“ (Zitat Seite 62), wobei Katja bald darauf darüber nachdenkt, „Was bleibt, wenn ich die Optionen Haus, Heirat, Kinder und Karriere allesamt ausschlage?“ (Zitat Seite 151) Katja ist eine tolle Protagonistin, die mir direkt ans Herz gewachsen ist. Katjas Freund Jonas streitet sich mit den Nachbarn um einen Parkplatz, verbringt seine Freizeit mit dem Lesen von blutigen Krimis, geht zum Sport und sucht nach dem perfekten Eigenheim für sich und Katja. Er möchte „einfach ein ganz normales Leben führen.“ (Zitat Seite 359) Statt seine Freundin zu unterstützen, versucht er, sie in eine Richtung zu lenken. Er versucht Katja eine Stelle in der Bank schmackhaft zu machen, in der er auch arbeitet, da sie doch nicht für immer beim Sonntags-Blitz arbeiten könne. Jonas mochte ich überhaupt nicht, er war mir einfach von Anfang an unsympathisch. Inga ist Katjas Freundin aus Schulzeiten, schreibt mit viel Hingabe ihren Blog „Modern Diva Diary“ und ist irgendwie auf der Suche nach einer Erleuchtung. Sie ist ein sehr sympathischer Charakter, etwas verschroben und eigenwillig, aber sie hat ein gutes Herz. Ihr Freund Borke gibt sich mit viel Hingabe der Welt des Hochprozentigen hin, was das ein oder andere mal etwas ausartet und spätestens mit Aussagen wie „… es wäre das Allerletzte, dass er nicht trinken darf.“ (Zitat Seite 214) entwickelt er sich zu einer unausstehlichen Person. Er fühlt sich in seinem Kuhkaff wohl und versteht nicht, warum Inga nach einem Eigenheim außerhalb seines Heimatorts sucht. Ich habe mir beim Lesen einen besseren Mann für Inga gewünscht, der sie unterstützt und nicht kleinhält, denn eine solche Beziehung hat sie nicht verdient. Heinrich Waldemar Ertl und dessen Freundin Hermine geben samt nervösem Hund ein urkomisches Gespann ab, deren Dialoge und Ansichten mich sehr amüsiert haben. Die beiden, allen voran Heinrich, Künstler durch und durch, sorgen unbewusst für Veränderungen in den Leben aller Charaktere, worauf ich jetzt aber nicht genauer eingehen möchte, um niemanden zu spoilern. Und dann ist da auch noch Krimiautor Robert Klotzky, den man einfach mögen muss. Auf Heinrichs Soiree lernen er und Katja sich kennen und verstehen sich direkt gut. Aus den Gesprächen der beiden erfährt der Leser etwas mehr über Roberts Kindheit und die interessante Geschichte wie er zum Schreiben kam und Autor wurde. Fazit Die Geschichte, die Charaktere, der Schreibstil, alles ist einfach perfekt. „Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus“ hat mein Herz im Sturm erobert und gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern, das ich am liebsten jedem empfehlen würde. Schon die ersten Sätze haben mich überzeugt und ich wusste direkt, dass ich die Geschichte lieben werde. Ich kann mich mit der Protagonistin sehr gut identifizieren, nicht nur, weil wir ungefähr im gleichen Alter sind. Ich habe mich oft in ihr wieder erkannt, denn auch ich habe schon überlegt, was ich mit meinem Leben anfangen, welche Richtung ich einschlagen soll und wohin mich mein Weg führt. Ich denke, solche Gedanken macht sich jeder mal in seinem Leben. Aber man muss nicht immer einen Plan haben, manchmal reicht es auch zu wissen, was man nicht will. Unbezahlte Werbung, da ich das Buch als Rezensionsexemplar zugeschickt bekommen habe. Vielen Dank an Katharina und das Random House Team für diesen grandiosen Roman!

Über die Liebe in Zeiten des Elitepartnertums

Von: Manfred Klotz Datum: 09. April 2019

Meine Tochter (34) hat mir (58) das Buch aufgenötigt, damit ich mal wenigstens ansatzweise etwas von ihrer Gesamtsituation verstehe, sagt sie. Normalerweise interessieren mich „Frauenromane“ nicht, und dem ersten Anschein nach ist das hier ja ein Frauenroman. Ich lese gerne Thomas Bernhard, Dostojewksi, solche Sachen, oder auch mal einen guten Horror-Thriller. Selbstfindungsromatizismus nach dem Motto „Eine Frau geht seinen Weg“ ist mir ein Graus. Doch dann das! „Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus“ein schillerndes Vergnügen, „straight-forward“ und hintergründig zugleich. Ich habe es an einem Wochenende verschlungen. Der Roman ist (auch) eine furiose Satire auf die Situation junger Frauen im Würgegriff der biologischen Uhr, im Kreuzfeuer der Selbstoptimierungsoptionen. Hasenstabs Hauptfigur und Ich-Erzählerin Katja (31) widersetzt sich auf sympathische Art der Überforderungsmaschinerie und der Diktatur des unbedingt einzutreten habenden Beziehungs-/Familienglücks. Zugleich ist der Roman eine Literatur- und Kulturbetriebsfarce, wie ich noch keine gelesen habe. Das Kapitel über die turbulente Provinzkunst-Soiree „Heinrich, still und leise“ ist allein schon den Kaufpreis wert!. Hasenstab schreibt in einer lockeren, dennoch präzisen Sprache, lässt den Leser teilhaben an ihrer offenbar überdurchschnittlich ausgeprägten Beobachtungsgabe. Auf nahezu jeder Seite musste ich herzlich lachen über die feine Situationskomik, die an Loriot erinnert, an Polt, an Valentin, auch an Strunk, Schamoni, Henscheid scheint durch, ebenso Genazino, und sogar Beckett lässt grüßen. Nein, das ist kein „Frauenbuch“, das ist ein höchst amüsantes Sittenbild über der Bedingungen der Liebe in Zeiten des Elitepartnertums, ein Plädoyer für die Entschlackung des zum Performance-“Projekt“ verkommenden Lebens, vorgetragen im Medium eines Humors, für den man(n) sich nicht fremdschämen muss. Ein Riesenspaß! Fünf Sterne!