Maria Nikolai

Die Schokoladenvilla

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Stuttgart, 1903: Als Tochter eines Schokoladenfabrikanten führt Judith Rothmann ein privilegiertes Leben im Degerlocher Villenviertel. Doch die perfekte Fassade täuscht. Judiths Leidenschaft gehört der Herstellung von Schokolade, jede freie Minute verbringt sie in der Fabrik und entwickelt Ideen für neue Leckereien. Unbedingt möchte sie einmal das Unternehmen leiten. Doch ihr Vater hat andere Pläne und fädelt eine vorteilhafte Heirat für sie ein – noch dazu mit einem Mann, den sie niemals lieben könnte. Da kreuzt ihr Weg den des charismatischen Victor Rheinberger, der sich in Stuttgart eine neue Existenz aufbauen will ...

Die neue große Familiensaga in hochwertiger, liebevoller Romance-Ausstattung. »Die Schokoladenvilla: Goldene Jahre«, der zweite Teil der Trilogie, erscheint am 14.10.2019.

Toller Auftakt

Von: Bücher in meiner Hand Datum: 15. January 2019

Ich mag Schokolade nicht nur zum Essen, sondern auch zum Lesen - so war es keine Frage, dass ich mir "Die Schokoladenvilla" gönne. In einer Villa oberhalb von Stuttgart lebt die junge Judith zusammen mit ihrem Vater, ihren zwei kleinen Brüder und einigen Bediensteten. Ihr Vater ist streng und meistens hält er sich in seinem Büro unten in Stuttgart in der Schokoladenfabrik auf. Die beiden Lausbuben nutzen die Abwesenheit des Vaters aus und stellen so einiges an. Judith hingegen liebt es, neue Rezepte zu entwickeln und ist oft in der Fabrik und dem dazugehörigen Laden anzutreffen. Als ihr Vater eines Tages beschliesst, dass Judith heiraten muss, hat er die Rechnung ohne Judith gemacht. Ihre Mutter Helene bekommt von all dem nichts mit. Aufgrund einer Depression ist sie am Gardasee zur Kur. Sie lernt viele interessante Menschen kennen und merkt, wie unglücklich sie zuhause war und was sie stattdessen wirklich gerne machen würde. Auch Helenes Ideen passen nicht mit denen ihres Mannes überein. "Die Schokoladenvilla" erzählt von zwei Frauen, die ihren eigenen Weg gehen möchten und sich nichts mehr vorschreiben lassen wollen. Dass das viel Ärger mit sich bringt, überrascht nicht. Die spannende Geschichte um Judith und ihre Freunde nimmt einen von der ersten Seite an gefangen. In einem angenehmen Schreibstil schildert die Autorin lebendig die damalige Zeit und lässt ganz viel Historie wie nebenbei einfliessen. Nicht unbedingt geschichtliche Daten, sondern vielmehr die aktuellen Errungenschaften und Erfindungen, die teilweise erstaunen. Oder würdet ihr Ananassorbet mit dem Jahr 1903 in Verbindung bringen? So hat fast jede Figur im Roman etwas Spezielles an sich, das damals entweder typisch oder neu war. Väter, die Ehen für ihre Kinder arrangieren, um sich gesellschaftlich zu positionieren; Bedienstete, die unzufrieden waren mit Arbeitsbedingungen und damit unterschiedlich umgehen; Söhne, Töchter und Mütter, die sich nicht länger dem Diktat des Vaters oder Ehemannes unterwerfen; neue Maschinen und Apparate, neue Techniken; Gesundheitsdienste und vieles mehr. Sehr gelungen fand ich die Verbindung der beiden Schauplätze. Auf der einen Seite das geschäftige, traditionspflegende und eher trübe Stuttgart, auf der anderen Seite das sonnige, freigeistige Riva am Gardasee, wo man gesellschaftliche Konventionen den Bach runter schickt. Mir gefiel, dass nicht nur Judiths Familie, sondern auch ihre Angestellten sowie Handwerker aus der Stadt und weitere Charaktere in der Geschichte ihren Platz inne hatten. Quasi einmal quer durch die gesamte Bevölkerungsschicht, und jeder wurde von der Autorin sorgfältig mit einer glaubhaften Persönlichkeit ausgestattet. Das einzige Unglaubwürdige für mich war, dass Helene den Brief von Judith nicht sofort liest. Erst recht nicht, wenn der gleichzeitig angekommene Brief vom Ehemann Neuigkeiten über die Tochter verrät - da will man doch als Mutter wissen, wie die Tochter die Situation aus ihrer Sicht schildert. Bis auf diese Szene gefiel mir dieser historische Schmöker sehr gut und jedesmal, wenn ich nun am Bahnhof an einem Snack-Automaten vorbeikomme, denke ich an den Schokolade-Automaten in Stuttgart und wünsche, der würde stattdessen auf dem Perron stehen. Maria Nikolai hat mit der "Schokoladenvilla" einen historischen Schauplatz mit Leben gefüllt und lässt den Leser in eine facettenreiche Geschichte eintauchen. Fazit: Toller Auftakt der Trilogie - ich bin gespannt, was uns in den zwei Folgebänden erwartet. 4 Punkte.

Schokoladige Verführung in ein fantastisches Lesevergnügen

Von: friederickes bücherblog Datum: 23. October 2018

Das Cover: Das Cover zeigt eine Frau zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts, eine winterliche Landschaft und im Hintergrund eine Villa, die Schokoladenvilla. Die zurückhaltenden Farben, der Titel und der Klappentext präsentieren das Buch in sich stimmig und harmonisch. Das Gesamtpaket verführte mich sofort, das Buch unbedingt lesen zu wollen. Der Inhalt (Achtung: Spoiler!): Die Familiensaga beginnt in Stuttgart 1903. Als Tochter eines Schokoladenfabrikanten führt Judith Rothmann ein exklusives Leben in der Villa ihrer Familie. Ihr ganzes Streben ist darauf ausgerichtet Schokolade herzustellen und neue Ideen auszuprobieren. Doch ihr Vater hat andere Pläne und arrangiert eine für die Schokoladenfabrik vorteilhafte Ehe mit einem Mann, den sie auf keinen Fall lieben kann. Zum selben Zeitpunkt kommt Victor nach Stuttgart. Er will sich eine neue Existenz aufbauen. Meine Meinung: Eigentlich wollte ich vorab nur kurz aus Neugierde reinlesen. Das Problem? Ich konnte einfach nicht mehr aufhören. Die Autorin schreibt in einer leicht verständlichen, vielseitigen und flüssigen Sprache. Auf wunderbare Weise hat sie die Umgangssprache dieser Zeit eingebaut. Die Schauplätze und die dazugehörende Zeitgeschichte sind so gut recherchiert, dass ich gerne und tief eingetaucht bin. Die Figuren habe ich alle aufgrund ihrer Stimmigkeit und den glaubhaften Charakteren, in ihrer jeweils zugewiesenen Rolle geliebt. Sie sind alle ausdrucksstark und lassen mich als Leserin durch die perfekten Perspektivwechsel tief in ihre Seele blicken. Außerdem treiben die wunderbaren, zahlreichen Dialoge und Handlungen der Protagonisten, die Geschichte auf hohem Spannungsbogen voran. Fazit: Eine mitreißende Familiensaga, die mich in das spannende Jahrhundert entführt hat. Ich durfte teilhaben an den Sorgen und Nöten der Menschen und konnte auch eine Liebesgeschichte genießen. Ich kann das Buch wärmstens empfehlen und freue mich auf den zweiten Band. Dieses Buch werde ich meinen Lieblingsbüchern 2018 zufügen. Es bekommt natürlich meine ausdrückliche Leseempfehlung. Friedericke von „friederickes Bücherblog“

Stuttgart und Schokolade

Von: Eliza Datum: 11. September 2019

Maria Nikolai hat einen sehr unterhaltsamen Auftakt zu einer historischen Familiensaga geschrieben. Der Roman fängt sehr gekonnt den Flair Stuttgarts zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein, ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung des Romans. Das Cover des Romans ist leider so überhaupt nicht meins, meiner Meinung nach ist es relativ austauschbar und würde auf etliche Romane dieses Genres passen. Auch hat man ein Hauptthema, die Schokolade, leider in der Covergestaltung nicht aufgegriffen. Der Klappentext hingegen umreißt sehr gut worum es geht und stellt die wichtigsten Personen vor. In diesem Roman geht es neben der Herstellung von Schokolade auch um Familiengeheimnisse, die Führung eines Familienunternehmens und der Kunstszene in Italien. Judith ist für mich eine Figur, die ich liebgewonnen habe. Sie kämpft für ihre Träume ohne naiv zu sein und packt selber mit an und ist so ganz anders, als die verwöhnten Töchter ihrer Zeit. Auch die Romantik kommt nicht zu kurz und so finden wir als Leser neben einer historischen Familiensaga auch einen Liebesroman vor, der kaum Wünsche offen lässt. Der Roman wird chronologisch erzählt und hat verschiedene Schauplätze, diese sind mit der Zeitangabe vor jedem Kapitel zu finden, sodass die Leser sich sehr gut zu Recht finden können. Im Roman sind sowohl Zeitraffungen, als auch Zeitsprünge zu finden. So wird es nicht langweilig und die Autorin schafft es, die Spannung über den gesamten Roman recht hoch zu halten. Meiner Meinung nach hat der Roman kaum Längen, welches für die Unterhaltung sehr gut ist. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht zu lesen, es macht Spaß sich von Maria Nikolai entführen zu lassen. Beste Unterhaltung ist hier garantiert. Der Roman ist sicherlich eher etwas für das weibliche Publikum, aber vielleicht hat auch der eine oder andere Herr seinen Spaß an der Geschichte, so wird auch er mit Viktor eine gute Identifikationsfigur vorfinden. Mir hat der Roman sehr gut gefallen, er war unterhaltsam, wunderbar zu lesen und man fiebert mit den beiden Protagonisten Judith und Viktor mit. Eine klare Leseempfehlung. Wir dürfen somit sehr gespannt sein, welche Geschichte uns die Autorin in „Die Schokoladenvilla – goldene Jahre“ erzählt. Ich bedanke mich sehr bei der Verlagsgruppe Random House und Penguin Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars und bei Maria Nikolai für diese schöne Geschichte.

Ein Roman mit viel Herz

Von: Traumeltenmalerei Datum: 23. June 2019

Die Schokoladenvilla ist ein sehr schöner, unterhaltsamer und spannender Roman. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, in jeder Figur und jedem Ort steckt sehr viel Liebe zum Detail. Die Leidenschaft, die sie in dieses Buch gesteckt hat, ist ansteckend gewesen. Ich bin schon wahnsinnig gespannt auf die Fortsetzung.

Nicht so süß wie erwartet, aber interessante Charaktere, von einer tollen Stimme zum Leben erweckt

Von: WriteReadPassion/ Lidia Datum: 17. May 2019

Bewertung: Das Cover passt wunderbar zu jener Zeit und wurde sehr sorgsam ausgewählt. Die Farben und der Titel vereinigen sich zu einem angemessenen Paar. Der Titel sagt bereits viel darüber aus, was im Mittelpunkt der Geschichte steht: Die Schokoladenvilla. Die Hauptcharakter sind sehr gut ausgearbeitet und ihre jeweiligen Lebensgeschichten abwechslungsreich erzählt. Selbst die Nebencharaktere lassen Spannung aufkommen. Die Sprecherin vermag es, einnehmend ihre Stimme wiederzugeben. Sie haucht den Charakteren viel Leben ein. Allerdings kommen so viele Nebencharaktere vor, dass ich den Überblick verlor. Den Zeitsprüngen konnte ich nicht folgen - ein Manko bei Hörbüchern. Im Buch könnte ich stetig zurückblättern und mir so die Daten in Erinnerung rufen. So spannend ich die Charaktere finde, die Geschichte selbst ist nicht besonders. Sie konnte mich nicht überraschen oder gar begeistern. Dass es weitere Bände geben wird, passt zu den vielen Charakteren, die mir hier viel zu viel in einem Band reingenommen wurden. Die erste Hälfte der Geschichte ist mir viel zu langgezogen und etwas zäh, die zweite Hälfte holt mit rasanter Spannung auf. Fazit: Eine durchschnittlich gute Geschichte, die von den gut ausgearbeiteten Charakteren getragen wird. Für mich waren einige Dinge vorhersehbar, wenn auch gut von der Sprecherin erzählt. Ich kann die 5-Sterne-Bewertung nicht nachvollziehen, da die Geschichte nichts überdurchschnittliches bietet. Für mich als Schokoladen-Junkie ein Muss, ebenso für jene, die sich gerne in dem frühen 20. Jahrhundert fallen lassen. Ansonsten: Kann man hören/lesen, muss man aber nicht! 3,5 Sterne

„ Lesegenuss Pur, eine leidenschaftliche Familiensaga „

Von: Ariettas Bücherwelt Datum: 10. March 2019

Kurzmeinung: Lesegenuss Pur, der Süchtig macht Lesegenuss Pur, eine leidenschaftliche Familiensaga Meine Meinung zur Autorin: Es ist mein erster Roman von Maria Nikolai, und sie hat mich verzaubert beim Lesen, ihrer Schokoladenvilla. Das Buch ist ein großartiger Auftakt zu ihrer Romantrilogie, der mich jetzt schon neugierig macht auf die Fortsetzungen. Es ist voller Charme, Wärme und Tiefsinnigkeit, auch sehr gut recherchiert um das Leben Anfang des 20. Jahrhunderts und die Herstellung der Schokolade. Im Glossar Anhang kann man so einiges Nachlesen. Da ich ein Paar Jahre in einer kleinen aber feinen Schokoladen Confiserie gearbeitet habe,war die Geschichte ein muss für mich und ich wurde nicht enttäuscht. Man roch und Schmeckte die Schokolade und konnte sie in Gedanken auf der Zunge zergehen lassen. Sie nimmt einem an der Hand nach Stuttgart in das Jahr 1903 und dort lernt man das damalige Leben der Bevölkerung und der Familie Rothmann kennen. Aber wir reisen auch nach Italien, streifen Venedig , den Gardasee und reisen auch nach Coblenz an den Rhein. Ihr Schreibstil ist sehr flüssig, Bildhaft und sehr mitreißend, man kann sich einfach dem Geschehen nicht entziehen. Der Spannungsbogen bleibt vom Anfang bis Ende hoch.Auch ihre Charaktere sind sehr gut beschrieben, sie Haucht ihren Figuren leben ein, sie wirken sehr real und Authentisch, auch deren einzelnen Charaktere sind sehr gut heraus gearbeitet, so das man sich spielend in sie hineinfühlt, mit ihnen sich freut und leidet. Reales und Fiktion sind wunderbar miteinander verwoben. Zum Inhalt: Mir gefiel die junge Judith Rothmann auf Anhieb gut, sie verkörperte und entsprach gar nicht dem damaligen Frauenbild. Eine Frau die für ihren Traum kämpft einmal die Schokoladenfabrik ihres Vaters zuführen, ihre Leidenschaft gehört der Schokolade und deren Köstlichkeiten die man daraus karieren kann. Aber der Vater hat andere Dinge mit ihr vor, um die Firma steht es nicht gut, die Mutter kränkelt und bereist Sanatorien, also ist sie auf sich allein gestellt. Das schlimme der Vater will sie verheiraten, eine gute Partie ist dabei der Bankierssohn, den er ins Auge gefasst hat, aber für den Judith nichts empfindet. Man konnte es ihr nachfühlen. Ein harter Kampf beginnt, Mutter Krank und auf Reisen ins Ausland, Judith hat es wirklich nicht leicht, dabei hat sie solche hervorragende Ideen und Einfälle. Wie sollte es anders sein, in dieser Rekenern und aussichtslosen Situation, begegnet ihr eines Tages aus gerechnet Victor Rheinberger, der ihr Herz höher schlagen lässt, und der auch beseelt ist etwas neues aufzubauen in seinem Leben. Ob die beiden ihre Träume verwirklichen können, und sich Judith dem Willen ihres Vaters entziehen kann, ist fraglich, zu dieser Zeit hatte eine Frau keine rechte und musste sich beugen. Aber Victor Vergangenheit verbindet sich mit der Festung Ehrenbreitsein in Coblenz, was es damit auf sich hat, erfahren wir beim Lesen, auf jedenfalls wir es sehr spannend. „ Lesegenuss Pur, eine leidenschaftliche Familiensaga „

unbedingt Lesen !!!

Von: JoBasFreizeitGlueck Datum: 05. March 2019

Auf der Suche nach Autoren, aus den Regionen ,in denen ich lebe oder gelebt habe fand ich bei einem Besuch in der örtlichen Buchhandlung, Die Schokoladen Villa von Maria Nikolai Angesprochen von dem liebevollen Cover, stellte ich bei der Durchsicht des Umschlags fest, das Frau Nikolai,aus Stuttgart kommt , damit genau in mein Regal passt, und Ich liebe Trilogien! ----------------------------------- Ich wurde nicht enttäuscht !!! ----------------------------------- Handlung & Hauptpersonen: beginnt 1903 in der Stuttgarter Schokoladenfabrik Rothmann, die durch,Wilhelm Rothmann, den Patriarchen der Familie , in finanzielle Bedrängnis geraten ist. Daraus ergeben sich eine schwierige Situationen für: Judith, die Tochter, der Unternehmerfamilie. Sie war mir auf Grund ihrer Liebe , zu ihrer Arbeit und Respekt zu ihrem Umfeld , sofort sympathisch. Hélène , ihre Mutter, die durch die Enge ihres Familienlebens (nervenkrank?) nach Italien in ein Sanatorium kommt. Karl und Anton, die jüngeren Zwillinge , Lausbuben, der Familie . ------------------------------- Parallel dazu macht sich Victor Rheinberger , auf den Weg nach Stuttgart. ------------------------------------------ Alle treffen sich , über gemeinsame Zufallsbegegnungen an Stuttgarts bekannten Plätzen und in den Villenvierteln. Judith und Victor treffen sich zum ersten mal , in der Schokoladenfabrik, wo Victor als Arbeiter begonnen hat. Über das gemeinsame Interesse und der Freude an ihrer Arbeit entwickelt sich mehr . Das Kribbeln zwischen ihnen kann man schon bei dieser ersten Begegnung spüren. Wegen Victors Vergangenheit tauchen in Stuttgart ein Detektiv und sein Vater auf. So entwickelt sich zum Ende fast ein Krimi , um die Existenz der Schokoladenfabrik der Rothmanns. ========================================== Maria Nikolais sehr bildlicher Schreibstil hat mich voll in die Handlung eintauchen lassen und Wilhelm Rothmann , wollte ihn am liebsten Schütteln. --------------------------------------------------------------------- Dieses Buch hat mir sehr schöne Lesestunden bereitet,gelungen sind die einzelnen Personen. Durch die sorgfältige Recherchen von Maria Nikolai, über die gesellschaftlichen Situationen , haben sie alle eingehende Charaktere bekommen. Die kulturgeschichtlichen Aspekte , machen für mich dieses Buch besonders lesenswert. -------------------------------------------------------------------- Eine schöne Woche, Eure Barbara

Vor dem Lesen Schokolade bereitlegen! ;)

Von: Emmi Datum: 17. February 2019

Das Buch erzählt nicht nur Judiths Geschichte, sondern auch die ihrer Mutter, die in Italien ein neues Leben beginnen will und die von Victor, der vor seinem alten Leben flieht und die Geschichte mehrerer Dienstboten, die von einem besseren Leben träumen. Und auch Judiths jüngere Brüder, die ständig neuen Unfug aushecken kommen auch zu Wort. Gerade das mochte ich an diesem Buch sehr. Es erzählt nicht nur von Menschen mit Geld und Namen sondern auch von den einfachen Leuten. Von den Dienstboten. Dadurch erinnerte es mich ein bisschen an Downton Abbey. An manchen Stellen war mir das Buch jedoch etwas zu kitschig und einige Szenen fand ich auch sehr klischeehaft. Andere wiederrum trugen wenig zur Handlung bei. Das fand ich etwas schade. Man hätte das Buch meiner Meinung nach noch ein wenig komprimieren und die Szenen besser verbinden können. Mit den Charakteren dagegen wurde ich schnell warm. Gerade Victor und Robert waren sehr interessante Charaktere mit starken Motiven und interessanten Hintergrundgeschichten. Judiths Zwillingsbrüder haben mich nach einer gewissen Zeit etwas genervt, denn sie stiften wirklich immer Chaos, wo sie nur können. Judith selbst ist eine sehr starke Persönlichkeit, die genau weiß was sie will und ihre Interessen durch die gesamte Geschichte hindurch wahrt. Auch die Auflösung der Geschichte hat mir gut gefallen. Zwischendurch war ich nicht sicher, wie die Autorin das alles glaubhaft zum Guten wenden will, doch es gelang ihr ohne gestellt oder gezwungen zu wirken. PS: Legt euch vor dem Lesen unbedingt Schokolade bereit, denn dieses Buch ist nicht nur unterhaltsam sondern macht auch Appetit auf Süßes!

Mein Buchtipp

Von: get lucky Datum: 31. January 2019

Nebenher habe ich noch diesen gut unterhaltenden Roman gelesen: Ich liebe Bücher, bei denen man flüssig vorankommt und die mich sofort in den Bann ziehen. Ja, junge Menschen müssen ihren Weg suchen, finden und manchmal auch kämpfen, um den eigenen zu gehen. Judith ist da schon ganz schön stur und hartnäckig in ihrer Art, hat mir aber sehr gefallen. Ganz entzückend fand ich auch ihre zwei kleineren Brüder (der Vater wohl eher weniger) die dauernd zu Streichen und Unfug aufgelegt waren. Ich denke die Geschichte ist gut recherchiert, ich liebe das Schwäbische und so war es für mich eine runde Sache.

Die Schokoladenvilla - Maria Nikolai

Von: kathalovesbooks Datum: 29. January 2019

Der Roman "Die Schokoladenvilla", geschrieben von Maria Nikolai, umfasst 656 Seiten und erschien am 08.10.2018. Es ist der erste Band einer neuen Familiensaga. Meine Meinung: Also wer an diesem Glitzer - Winter-Cover vorbei geht ohne nicht zumindest einmal den Klappentext gelesen zu haben, den verstehe ich nicht ;-) Auch ich konnte an diesem Cover einfach nicht vorbei gehen. Als ich dann noch las, dass es der Auftakt einer neuen Saga ist, war ich direkt begeistert und neugierig auf die Geschichte hinter diesem tollen Einband. Im Jahr 1903 erleben wir die Geschichte der Judith Rothmann. Ihr Vater ist Schokoladenfabrikant und Judith möchte unbedingt in der Fabrik mitwirken und kann sich sogar vorstellen diese eines Tages zu übernehmen. Ihr Vater hingegen hat für Judith ganz andere Pläne: schnell hat er eine Verlobung arrangiert mit einem jungen Mann, welcher ganz und gar nicht für Judith in Betracht kommt. Zeitgleich tritt Viktor Rheinberger in das Leben der Familie Rothmann. Aufgrund einer Rettungsaktion, in der er einen der Rothmann Söhne rettet, stellt Herr Rothmann Viktor in der Fabrik ein. Viktor und Judith lernen sich kennen und schnell entwickelt sich mehr zwischen den beiden.. Ich liebe Geschichten aus dieser Zeit sehr. So gefiel es mir außerordentlich, dass die Autorin dem Leser so detaillierte Einblicke in das Leben um 1900 und in die unterschiedlichen Gesellschaftsschichten bietet. Um das Schokoladeessen kommt man beim Lesen des Buches gar nicht drumherum :-) Die Charaktere sind der Autorin sehr gut gelungen, meines Erachtens ist jeder Einzelne Charakter toll ausgearbeitet. Der flüssige Schreibstil ließ mich das Buch, trotz seiner hohen Seitenanzahl, zügig lesen. Einzig und allein der Part um Judiths Mutter in Italien gefiel mir weniger. Ich hätte diese Kapitel nicht gebraucht - sie waren nett zu lesen, jedoch habe ich bis zum Schluss den Sinn zum Ganzen nicht ganz verstanden.   Ich bin sehr gespannt wie es mit Familie Rothmann weiter geht.

Die Schokoladenvilla

Von: Cornelia Scheiwer Datum: 26. January 2019

Das Buch hat mich fasziniert, es ist sehr schön geschrieben und man taucht beim lesen ein, in diese Zeit. Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit, fand ich es entspannend, auf dem Sofa, mit einer heißen Schokolade, die Schokoladenvilla zu lesen. Gerne mehr, von Judith und Victor.

Sehr gelungen

Von: The Empire of me Datum: 15. January 2019

Hallo ihr Lieben, meinen letzten richtig guten historischen Roman habe ich mit ca. 16 Jahren gelesen. Seitdem konnte mich kein historischer Roman mehr so richtig begeistern.  Ich kann euch an dieser Stelle schon mal verraten, dass sich das mit der Schokoladenvilla geändert hat. Worum geht es in dem Buch?  "Stuttgart, 1903: Als Tochter eines Schokoladenfabrikanten führt Judith Rothmann ein privilegiertes Leben im Degerlocher Villenviertel. Doch die perfekte Fassade täuscht. Judiths Leidenschaft gehört der Herstellung von Schokolade, jede freie Minute verbringt sie in der Fabrik und entwickelt Ideen für neue Leckereien. Unbedingt möchte sie einmal das Unternehmen leiten. Doch ihr Vater hat andere Pläne und fädelt eine vorteilhafte Heirat für sie ein – noch dazu mit einem Mann, den sie niemals lieben könnte. Da kreuzt ihr Weg den des charismatischen Victor Rheinberger, der sich in Stuttgart eine neue Existenz aufbauen will ..." (Quelle: www.randomhouse.de) Titel und Cover haben mich direkt, als ich es zum ersten Mal gesehen habe, in seinen Bann gezogen. Die Charaktere sind alle liebevoll gezeichnet und bekommen während des Romans immer mehr Farbe und Tiefe. Jeder hat seine Ecken und Kanten. Mit Judith konnte ich mich von der ersten Seite an identifizieren. Sie ist sehr selbstbewusst und scheint nicht so recht in die Zeit zu passen, in der sie lebt. Die Story ist gut recherchiert und wird von einem allwissenden Erzähler geschildert. Allerdings steht in den Kapiteln nicht immer Judith im Vordergrund, sondern immer wieder auch einige der anderen Charaktere.  Geschickt verpackt die Autorin ernste Themen wie Frauenrechte, die Arbeiterbewegung und vieles mehr in ihrer Geschichte und Judith und die Schokoladenfabrik. Trotz des flüssigen Schreibstils, der wechselnden Perspektiven und der durchaus spannenden Themen entstehen leider immer wieder Längen, die es durchzuhalten gilt. Das Ende wirkte auf mich tatsächlich ein bisschen unglaubwürdig. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es so gewesen sein könnte. Aber ein realistischeres Ende möchte man als Leser vermutlich nicht haben. Und wer weiß, vielleicht hätte es tatsächlich so kommen können? Das lässt sich aus unserer heutigen Perspektive schlecht sagen. Da ich im Wechsel gelesen und das Hörbuch gehört habe, möchte ich natürlich auch noch etwas zur Lesung sagen. Beate Himmelstoß hat meiner Meinung nach die perfekte Stimme für historische Romane. Sie schafft es sehr gut, die Gefühle und die Atmosphäre zum Hörer zu transportieren. Ihre Art zu lesen und den einzelnen Charakteren eine eigene Stimme zu geben, passt sehr gut zur Story und zum Setting.  Das Hörbuch bekommt von mir fünf Sterne, das Buch vier. Fazit: Ein gut recherchiertes Buch mit tollen Charakteren, das mir wieder Lust auf historische Romane des 19. und 20. Jahrhunderts gemacht. Was mich stört ist, dass es ein erster Band sein soll. Ich frage mich, was die Autorin noch erzählen möchte, ohne dabei die Geschichte "tot zu schreiben"?

Erlebnisse einer Schokoladenfabrik Anfang des 19. Jahrhunderts in Stuttgart

Von: RoRezepte Datum: 12. January 2019

Die Schokoladenvilla von Maria Nikolai ist der Auftakt der dreibändigen Schokoladen-Saga. Zu beginn erwartet man eigentlich eine Familiensaga bzw. ein Familiengeheimnis rund um die Rothmann Schokolade. Im ersten Band erleben wir aber eine Liebesgeschichte um Judith Rothmann aus dem Jahre 1902 in Stuttgart. Judith ist die Tochter von dem Schokoladenfabrikanten aus Stuttgart und hat ihr Interesse für Schokolade und Unternehmensführung von ihrem Herrn Vater geerbt. Entgegen der damaligen Zeit, wollte Judith ins Unternehmen einsteigen und sich nicht nur um ihre 8-jährigen Zwillingsgeschwister, Haus und einer zukünftige Familie kümmern. Judith hat schnell gelernt Verantwortung übernehmen zu müssen, da Ihre Mutter an schweren Depressionen leidet und seit jeher auf Kuren unterwegs ist. Als männlichen Ergänzung lernen wir Victor Reihnberger kennen, welcher nach einem Haftaufenthalt nun in Stuttgart ein neues Leben anfangen möchte und durch Zufall die Familie Rothmann kennenlernt und in der Schokoladenfabrik anfängt zu arbeiten. Er ist der erste Mann, der Judith in ihren schokoladigen Experimenten unterstützt. Wir erleben eine abwechslungsreiche Liebesgeschichte und tauchen in die Unternehmenswelten um 1900 in Stuttgart. Leider hat mir für die einzelnen Liebesgeschichten die Spannung gefehlt; die Liebeleien waren zu offensichtlich. Zwischendurch werden wir auch mit architektonische und geschichtliche Informationen um Riva gefüttert, welche meines Erachtens einfach zu viel waren. Die Geschichten um Judith’s Mutter und ihrer Reise macht mir persönlich das Buch sehr langatmig. Besonders hervorzuheben finde ich die historischen Beschreibungen über und in Stuttgart. Ich habe die Stadt mit ihrer Umgebung, der Kutschen, Eisenbahnen, dem Zoo & Co. förmlich vor mir gesehen. Die Lebensweisen und Beschreibungen wurden unpopulär ein gespickt, sodass man im Unterbewusstsein eine längst vergangene Zeit vor Augen hatte. Die Informationen zum damaligen Arbeiterleben, Unternehmensführungen mittelständischer Unternehmen und der Umgang mit Angestellten und „Haussklaven“ war schön herausgearbeitet. Auch mein kulinarisches Steckenpferd hatte sich pudelwohl gefühlt. Wir durften hinter die Kulissen einer Schokoladenproduktion zur damaligen Zeit schauen, wurden Teil der Entwicklung und Judiths Versuchen zu Tafeln für Schokoladenautomaten: „Judith betrachtete die Zutaten, die sie sich zurechtgelegt hatte: gehackte, geröstete Mandeln, getrocknete Johannisbeeren, weichen Butterkaramell aus der Karamellküche, einige Vanilleschoten. Auf dem mit Holz befeuerten Herd hielt sie einen Topf mit flüssiger Schokolade warm, die ihren wunderbaren Duft im Raum verbreitete. Mit geübter Hand kratzte Judith die Vanilleschoten aus, mischte das Mark mit den Mandeln und Beeren, knetete alles unter die Karamellmasse und formte kleine Kugeln daraus. Bevor sie diese mit der Schokolade umhüllen konnte, mussten sie für einige Zeit in den Abkühlraum im Mädchensaal.“ Ich freue mich nun auf den 2. Band und bin gespannt, wie es mit Rothmanns Schokolade weitergehen wird. Die Rezepte aus Die Schokoladenvilla findet ihr unter www.rorezepte.com & https://rorezepte.com/die-schokoladenvilla-maria-nikolai/

Ein schokoladiger und winterlicher Roman

Von: jasminsbooks Datum: 11. January 2019

Mein Fazit: "Die Schokoladenvilla" ist ein historischer Roman, der gerade jetzt perfekt in die Winter- und Weihnachtszeit passt. Der Schreibstil von Maria Nikolai ist sehr leicht und angenehm zu lesen, sodass einem die ca. 650 Seiten gar nicht auffallen. Die gesamte Darstellung des Romans hat mir wirklich gut gefallen. Alles war sehr detailgenau beschrieben und recherchiert. So konnte man sich in die Handlung hineinversetzen und fühlte sich immer wie mitten im Geschehen. Die Charaktere wurden von der Autorin durchgängig realistisch erschaffen. Sie waren glaubwürdig und jeder hatte seine besonderen Charaktereigenschaften und Emotionen. Man konnte mit ihnen lachen, weinen und mitfiebern. Darüber hinaus mochte ich es auch sehr gerne, dass nicht nur die Herrschaften der Villa erwähnt wurden, sondern auch die Dienerschaft stets eine große Rolle spielte. Dies hat mich, im positiven Sinne, an eine deutsche Variante der britischen Serie "Downton Abbey" erinnert. Der Roman lädt ein, es sich mit einer kuscheligen Decke gemütlich zu machen und passend dazu ein Stück leckere Schokolade zu genießen. Mir hat dieses Buch wirklich gut gefallen und ich fühlte mich sehr gut unterhalten. Von mir gibt es daher 4 von 5 Sterne.

Süße literarische Verführung

Von: HEIDIZ Datum: 09. January 2019

Die Schokoladenvilla ist ein historischer Roman, der am Beginn des 20. Jahrhunderts spielt. Stuttgart ist Ort der Handlung und Judith Rothmann, die Tochter eines großen Schokoladenunternehmens ist Hauptcharakterin, mit ihr ihre beiden Brüder, die nur Blödsinn in der Platte haben und dann ist da noch Victor, der eine geheimnisvolle Vergangenheit hat und dann ist da Max .... und Judith soll einen Mann heiraten, den sie überhaupt nicht liebt, es ist der Bruder ihrer Freundin, der allerdings nicht nur der Spielsucht verfallen ist. Um das Unternehmen steht es nicht gut, Judith soll es sozusagen retten .... ob es dazu kommt ???? Das verrate ich nicht, lest selbst, dieses Buch ist eines derer, die man - einmal begonnen zu lesen - nicht zur Seite legen kann. Glaubwürdig, lebendig und durchweg spannend schreibt die Autorin ihre Geschichte nieder, man spürt förmlich die leckere Schokolade, kann vor dem geistigen Auge alles nachvollziehen, was sie schreibt, wie ein Film lief die Geschichte ab, die auch von der Mutter Judiths berichtet, die eigentlich nur eine Nebenrolle spielt, an einem Nervenleiden leidend - am Gardasee lebend und nicht zurückkommend, auch hier - keine Nebengeschichte - eine Sache, die ich nicht erwähne, um nicht zu viel vorwegzunehmen. Leseprobe: ========= "Ich brauche wirklich keinen Arzt, Frau Margarete", betonte Judith zum wiederholten Mal. "Es handelt sich um eine kleine Unpässlichkeit. Wahrscheinlich habe ich mir den Magen verdorben. Mir get es schon viel besser." "Aber Ihr Herr Vater besteht darauf, dass Sie untersucht werden, Fräulein Judith." .... Ich bin begeistert vom Roman - bin rundherum kurzweilig und spannend unterhalten worden, kann nichts Nachteiliges sagen !!!

Tolles Buch!

Von: Gitti Waligora Datum: 08. January 2019

Judith Rothmann liebt es, in der Schokoladenfabrik ihres Vater zu experimentieren und neue Schokokreationen zu erfinden. Dort fühlt sie sich besonders wohl, ist sie zu Hause doch nur damit beschäftigt den Haushalt zu führen und auf ihre kleinen Brüder aufzupassen. Eines Tages stellt ihr Vater sie vor vollendete Tatsachen, sie wird heiraten. Als dann herauskommt, wer der Auserwählte ist, bricht für sie eine Welt zusammen. Unterstützung ihrer Mutter kann sie nicht erwarten, die weilt in Riva um sich dort zu erholen. Und schmiedet dort auch Pläne, wie sie aus der sie krankmachenden Ehe ausbrechen kann. Maria Nikolai gelingt es in ihrem ersten historischen Roman das Stuttgart zum Beginn des 20 Jahrhunderts vor den Augen der Leser entstehen zu lassen. Nicht nur das Leben der Begüterten wird gezeigt, auch die Situation der Hausangestellten, der Arbeiter in den Fabriken und nicht zuletzt derjenigen, die kaum über die Runden kommen. Die beginnende Arbeiterbewegung wird erwähnt und ebenso hat Deutschlands erste Kriminalassistentin Schwester Henny ihren Auftritt. Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen. Judith ist eine Frau, die weiss was sie will und vor allem, was sie nicht will. Sie ist widerspenstig und durchsetzungsfähig. Sie hat aber auch Glück. Der Vater versucht sie zwar zu verheiraten, lässt ihr aber andererseits auch gewaltige Freiheiten. So hat sie lange die Möglichkeit in der Fabrik in einer eigenen kleinen Versuchsküche zu arbeiten. Dort lernt sie dann auch Victor Rheinberger, der in Stuttgart einen Neuanfang in seinem Leben machen möchte. Die Hauptprotagonisten sind im Grunde alles junge Leute, die versuchen herauszufinden, was im Leben für sie möglich ist. Jeder auf seine eigen Art. Das fand ich sehr interessant und die Freundschaften, die dort entstehen sind bemerkenswert. Alles in allem hatte ich viel Spaß mit dem Buch. In der zweiten Hälfte wird es auch recht spannend, da sich dort einige Probleme auftun, die nur schwer zu lösen sind. Gut gefallen hat mir auch, dass das Buch in sich abgeschlossen ist und im Epilog genauer erklärt wird, wie es denn nach dem Ende weiterging. Das Buch an sich ist sehr hübsch aufgemacht, mit glitzernden, erhabenen Schneeflocken und zwei Pralinenrezepten in den Buchklappen. Am Ende gibt es noch ein Personenverzeichnis und eine Übersicht über die realen Personen des Romans und die historischen Hintergründe. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für dieses schöne Buch!

Ein grandioser Auftakt einer Familiensaga!

Von: Lissy Datum: 06. January 2019

Heute möchte ich dir ein Buch vorstellen, welches ich kurz vor Weihnachten beendet habe. Auf dieses Buch wurde ich vor allem durch das wunderschöne Cover aufmerksam, dieses hat mich sofort angesprochen und es rief "kauf mich"! Im Dezember war ich dann auch noch bei einer ganz tollen Lesung der Autorin und habe nach der Lesung sofort das Buch verschlungen, da ich dann so neugierig war, wie es weitergeht. Meine Meinung Cover Auf dem Buchcover ist im Hintergrund eine Villa zu sehen, welche die Villa der Familie Rothmann im Roman darstellt. Davor ist eine Frau zu sehen, die wahrscheinlich die Protagonistin Judith Rothmann darstellen soll. Die gesamte Landschaft ist schneebedeckt und so ist es ein wunderschönes winterliches Cover. Wie oben schon beschrieben habe ich das Cover gesehen und wusste, dass ich das Buch haben muss. Schreibstil und Inhalt Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und fesselnd, so dass man nur schwer aufhören kann zu lesen. Ich war von der ersten Seite an, inmitten der Geschichte und konnte mich gut in die Figuren hineinversetzten. Durch den detaillierten Schreibstil der Autorin, habe ich viele Orte bildlich vor Augen gesehen und konnte mir gut vorstellen, wie es früher ausgesehen hat. Die Kapitel sind aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben, bzw. in jedem Kapitel geht es um einen anderen der Hauptprotagonisten. Das hat mir hier sehr gut gefallen, da man so die Charaktere gut kennenlernen konnte. Die historischen Hintergründe rund um die Geschichte sind sehr gut recherchiert und interessant. Obwohl ich aus der Gegend komme, habe ich sehr viel Neues von Stuttgart erfahren, was ich seither noch nicht wusste, wie z.B. das Degerloch ein Luftkurort war und vieles mehr. Nun aber zum Inhalt: Die Geschichte beginnt Anfang des 20. Jahrhunderts, genauer gesagt im Jahr 1903 und ist in Stuttgart angesiedelt. Die junge Judith Rothmann arbeitet gerne in der Schokoladenfabrik ihreres Vaters mit und probiert gerne neue Rezepte für Pralinen aus bzw. sie entwickelt und verfeinert Rezepte. Somit ist Judiths größte Leidenschaft die Schokoladenherstellung. Dies scheint ihrem Vater jedoch gar nicht so zu gefallen und er droht Judith immer wieder, dass sie bald heiraten muss und dann nicht mehr in der Schokoladenfabrik arbeiten kann. Doch Judith weiß nicht, wie ernst es ihrem Vater mit der Heirat ist und ist überrascht, als sich in dieser Hinsicht etwas tut. In dieser Zeit kommt Victor Rheinberger nach Stuttgart um sich hier ein neues Leben aufzubauen. Bald schon kreuzen sich Judith und Victors Wege. Mehr werde ich an dieser Stelle nicht verraten... Charaktere So nun werde ich dir noch kurz ein paar Charaktere die zur Familie gehören vorstellen. Judith Rothmann ist die Tochter des Schokoladenfabrikaten Wilhelm Rothmann. Judith ist Anfang zwanzig. Ihre große Leidenschaft ist die Schokoladenherstellung. Doch sie muss sich auch noch um ihre Zwillingsbrüder Karl und Anton Rothmann kümmern, die immer nur "Blödsinn" im Kopf haben. Zu Karl und Anton muss ich sagen, dass ich bei diesen immer an "Max und Moritz" denken musste. Es ist für Judith gar nicht so einfach diese immer im Blick, zu haben. Dann gibt es natürlich noch Judiths Mutter Helene Rothmann, der es nicht so gut geht und deswegen, die Familie immer wieder wegen Kuraufenthalten verlassen, muss und auch froh ist weit weg, zu sein. Es gibt auch einige Nebenhandlungen, in denen es um die Dienstboten geht, so ein bisschen wie bei "Downton Abbey". Im Buch kommen auch einige historisch gebürgte Personen vor. Hier ist mir besonders Henriette Arendt im Gedächtnis geblieben. Von Henriette Arendt hatte ich bis dahin noch nie etwas gehört, was mich echt gewundert hat. Henriette Arendt war nämlich die erste Polizeiassistentin im Wilhelminischen Reich. Extras Es gibt auch noch zwei kleine Extras im Buch. Wenn du das Buch aufklappst, ist vorne ein Pralinen - Rezept zu finden und am Ende des Buches gibt es ein Rezept für eine leckere Heise Gewürzschokolade. Das Rezept am Ende des Buches habe ich auch mal ausprobiert und die heiße Gewürzschokolade ist wirklich sehr lecker. Ich kann dir empfehlen, einmal das Rezept auszuprobieren. Zum Verfeinern der Gewürzschokolade habe ich noch ein zusätzliches Gewürz genommen, welches ich auf einer Messe gekauft habe (Chai Küsschen Gewürz von Sonnentor/ passt gut zur Gewürzschokolade). Fazit Eine tolle Familiensaga, die mich absolut in ihren Bann gezogen hat! Die vielen liebenswerten Charaktere mit ihren Ecken und Kanten sind mir sehr ans Herz gewachsen, sodass ich nach über 600 Seiten wirklich traurig war, als ich das Buch beendet hatte. Ich muss jetzt schon sagen, dass ich mich sehr auf den zweiten Band freue und gespannt bin, wie es weitergeht. Ich muss dem Buch einfach 5 von 5 Sternen geben! Ich kann das Buch allen empfehlen, die gerne historische Familiensagen lesen oder auch die Serie "Downton Abbey" mögen!

Ein ganz wunderbarer Familienroman!

Von: Monika Schulte Datum: 02. January 2019

Judiths Vater ist Schokoladenfabrikant in Stuttgart. Schokolade, das ist auch die große Leidenschaft der jungen Frau. So oft sie es einrichten kann, verbringt sie ihre Zeit in der Fabrik und tüftelt an neuen Schokoladensorten. Nur zu gerne würde sie später die Fabrik ihres Vaters übernehmen, doch der hat ganz andere Pläne mit seiner Tochter. Um das vorübergehend finanzschwache Unternehmen zu retten, erhofft er sich für sie eine vorteilhafte Heirat mit einem Bankierssohn. Judith ist mit dessen Schwester befreundet, doch den jungen Mann kann und will sie nicht heiraten. Sie denkt da viel eher an den charmanten Max, der sie bisher kaum beachtet hat. Hingezogen fühlt sie sich auch zu dem jungen Victor, der wegen einer Ehrensache inhaftiert war, doch niemals würde ihr Vater so eine Verbindung zulassen! Wird es der jungen Frau dennoch gelingen, ihr Glück zu finden? Diese junge Frau, die ihre Mutter so schmerzlich vermisst, die aber seit Monaten in einem Sanatorium in Riva am wunderschönen Gardasee verweilt. "Die Schokoladenvilla" - eine Geschichte, in die man sich einfach verlieben muss! Eine Geschichte, bei der man unbedingt das eine oder andere Stückchen seiner Lieblingsschokolade verzehren sollte. Maria Nikolai versteht es mit scheinbar spielerischer Leichtigkeit, den Leser zu verführen. Man liest, ist gefesselt und begeistert. Sie lässt viel Lebensgefühl mit in ihren Roman einfließen. Man fühlt sich in die Zeit versetzt, in der der Roman spielt. Die Geschichte ist mitreißend und atmosphärisch. Diese wunderbare Geschichte lässt einen die Stunden nur so vergessen. Wie normal ist es heute, sich einfach etwas aus einem Automaten zu ziehen? Sei es ein Stück Schokolade oder etwas anderes. Damals war das noch eine Sensation und die Begeisterung der tüftelnden Menschen kommt sehr gut herüber. Auch wird dem Leser sehr eindeutig gezeigt, wie die Stellung der Frau zu dieser Zeit war. Was haben wir es doch heute gut! "Die Schokoladenvilla" - ein wunderbarer Familienroman, der mich restlos begeistert hat. Nun warte ich sehnsüchtig auf Band II!

Ein fulminanter Auftakt

Von: zauberblume Datum: 27. December 2018

"Die Schokoladenvilla" ein historischer Roman aus der Feder der Autorin Maria Nikolai ist der grandiose Auftakt einer Triologie, in der die Familie Rothmann im Mittelpunkt steht. Die Geschichte beginnt Anfang des 20. Jahrhunderts in Stuttgart. Judith Rothmann führt als Tochter eines Schokoladenfabrikanten ein privilegiertes Leben. Ihre Leidenschaft gehört der Herstellung von Schokolade und der Erfindung neuer Schokoladenkreationen. Jede freie Minute verbringt sie in der Fabrik. Judiths Traum ist es, die Fabrik einmal zu leiten. Doch ihr Vater hat andere Pläne. Judith soll einen Mann heiraten, den sie niemals lieben könnte. Ausgerechnet zu dieser Zeit taucht der charismatische Victor Rheinberger in Stuttgart auf. Er will sich hier eine neue Existenz aufbauen... Wahnsinn! Einfach spitze! Für mich ist dieses Buch ein absoluter Bestseller. Die Autorin hat einen fantastischen Schreibstil. Spannend, packend und leidenschaftlich. Ich bin sofort in die Geschichte eingetaucht. Sie hat mich von Anfang an gefesselt und nicht mehr losgelassen. Ich habe jetzt noch diesen wunderbaren Schokoladenduft in der Nase und bewundere Judith, mit welcher Hingabe sie immer wieder Neues ausprobiert. Die Charaktere sind ja auch so traumhaft beschrieben. Ich sehe sie alle vor mir. Besonders ans Herz gewachsen ist mir Judith. Sie weiß genau was sie will und lässt sich auch nicht von ihrem Weg abbringen. Auch wenn das ihrem Herrn Vater nicht gefällt. Ein Schmunzeln haben mir des öfteren Judiths Zwillingsbrüder auf die Lippen gezaubert. Das ist ja ein ganz besonderes Pärchen. Mit den beiden wird es ja nie langweilig. Und dann ist da Judiths Mutter, die sich zur Erholung am Gardasee aufhält. Diese Traumgegend wurde auch so herrlich beschrieben. Ich hatte das Gefühl, selbst einen Ausflug nach Riva zu machen. Und dann ist da dieser Heiratskandidat den ihr Herr Vater für Judith ausgesucht hat. Ich kann Judith vollkommen versehen, dass sie damit nicht einverstanden ist. Und dann ist da noch der sympathische Victor, den ein Geheimnis umgibt. Die Anziehungskraft und das Knistern zwischen Judith und Victor ist förmlich zu spüren. Doch kann sich Judith gegen ihren Vater durchsetzen und den Weg gehen, den sie sich erträumt!. Eine grandiose Lektüre. Ein Lesevergnügen der Extraklasse. Das Cover ist ja auch schon ein echter Hingucker. Am besten genießt man diese Traumlektüre mit einem Stückchen Schokolade. Gerne vergebe ich 5 Sterne und freue mich schon riesig auf die Fortsetzung.

Fesselnder Auftakt einer Trilogie

Von: Chili07 (Lovelybooks), Nadine (Amazon) Datum: 27. December 2018

An dieses Buch hatte ich ziemlich hohe Erwartungen und wurde wahrlich nicht enttäuscht. Es war zum einen zauberhaft in die Welt Anfang des 19. Jhdt. entführt zu werden, aber auch mitreissend und packend zu erleben, wie sich insbesondere zwei Frauenschicksale entwickeln. Das Buch ist der Auftakt einer Trilogie, deren Folgebände ich mit Vorfreude erwarte. Denn die Autorin hat einen tollen und angenehm lesbaren Schreibstil. Die Charaktere im Buch sind liebevoll entwickelt und sehr individuell ausgebildet. Im Vordergrund stehen Judith und ihre Mutter, die mit ihrem derzeitigen bzw. vorherbestimmten Leben hadern und ausbrechen wollen. Das Bild der Frau in der damaligen Zeit sah jedoch keinen eigenen Willen oder Entscheidungsrechte vor. Interessant fand ich auch die Entwicklung einiger Randfiguren, die mir die Gesellschaftsstruktur noch einmal von einer anderen Seite vor Augen hielt. So sahen sich junge Frauen der arbeitenden Schichten teilweise gezwungen ihr Geld mit Prostitution zu verdienen. Dieser Roman hat zahlreiche, wirklich fesselnde Erzählstränge, die perfekt miteinander verknüpft wurden. Das enge gesellschaftliche Korsett der damaligen Zeit bot allen eine gewisse Sicherheit – wer daraus ausbrechen wollte, befand sich jedoch im freien Fall. Während in England und in den USA die Suffragetten begannen für die Rechte der Frau zu kämpfen, so war Deutschland noch ein Bollwerk aus gesellschaftlichen Ständen, Konventionen und Traditionen. Judiths Mutter erhält den Anstoß zu einem Umbruch im Sanatorium. Dort lernt sie Hermione von Preuschen kennen – eine der historisch verbürgten Charaktere dieses Buches. Judith lehnt sich aus eigenem Willen auf, da sie – wie damals üblich – plötzlich vor vollendete Tatsachen gestellt wird, als ihr Vater ihre Verlobung bekannt gibt. Ihr Vater, seines Zeichens ein typisch patriachaischer Unternehmer, kann dies aus diversen Gründen nicht dulden und versucht im Hintergrund weiter die Fäden zu spinnen. Die Autorin hat meiner Meinung nach sehr akribisch recherchiert, denn die zahlreichen Charaktere, Orte und Entwicklungen wirkten auf mich sehr authentisch. Das Sahnetüpfelchen waren für mich noch die „Exkursionen“ in die zeitgenössische Schokoladenmanufaktur, diese Hintergrundthematik passt einfach auch hervorragend in die Winterzeit. Wer gerne Familiensagen liest, sollte an diesem Buch nicht vorbeigehen – es hat mich von Anfang bis Ende gefesselt und ich habe die rd. 600 Seiten tatsächlich am Stück gelesen… Vielen Dank an den Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar.

Toller Auftakt

Von: Michas wundervolle Welt der Buecher Datum: 25. December 2018

Der Autorin ist hier ein wundervoller Start in eine Familiensaga Reihe gelungen, durch die gute Recherche war der Roman auch richtig Informativ zu lesen jedoch in keinster weise Langweilig. Der Schreibstil flüssig und bildlich gehalten, es kommt keine Langweile auf , man fiebert auch direkt mit , da in damaliger Zeit die Frauen es nicht leicht hatten , war es Spannend zu lesen wie Judith mit Ihrem Schicksal umgeht. Ein Roman den ich nicht nur Leser von Historischen Romanen gerne weiterempfehle. Gespannt warte ich schon auf das erscheinen des Bandes.

Süßes Lesevergnügen

Von: SusanneSH68 Datum: 22. December 2018

Judith Rothmann wächst Anfang des 20. Jahrhunderts in Stuttgart-Degerloch als Tochter eines Schokaladenfarikanten privilegiert auf. Ihre Leidenschaft gehört der Schokolade, jede freie Minute verbringt sie in der Fabrik und probiert neue Kreationen aus. Gerne würde sie später die Leitung der Fabrik übernehmen, aber ihr Vater hat andere Pläne, denn sie soll den Sohn eines Bankiers heiraten, um so die Finanzierung der Fabrik sicherzustellen. Und während Judith versucht, sich gegen die Heirat zu wehren, taucht Victor Rheinberger auf, der sich in Stuttgart eine neue Existenz aufbauen will. Er hat Verständnis für Judiths Leidenschaft, aber wer kann die Hochzeit noch verhindern? Ein wirklich „köstliches“ Buch, das wunderbar zu lesen ist, ein „Schmöker“ im besten Sinne und man versinkt förmlich in der Welt der Schokolade. Und während man Judiths Kampf gegen die angeordnete Hochzeit gebannt verfolgt, erfährt man gleich noch einiges über die Industriealisierung zu Beginn des 20. Jahrhunderts. So einige Familien werden erwähnt, von denen man weiß, dass aus diesen Anfängen später große Konzerne wurden. Also kann man in diesem Buch Geschichte unterhaltsam erfahren. Dazu gehört auch die Stellung der Frau in der Gesellschaft, so eine Ehe, um die Familie wirtschaftlich über die Runden zu bringen, können sich viele junge Frauen in unserer Kultur kaum vorstellen, es ist spannend zu entdecken, was sich hier seit Anfang des 20. Jahrhunderts verändert hat. So bietet dieses Buch sehr viele interessante Aspekte mit bester Unterhaltung. Dazu gibt es dann auch noch zwei leckere Schokoladenrezepte im Buch. Das Buch ist der erste Teil einer geplanten Trilogie rund um die Stuttgarter Fabrikantenfamilie Rothmann, ich freue mich schon auf die Fortsetzung. Bis dahin hier eine absolute Leseempfehlung.

Wiedermal hatte es die Autorin geschafft, mich von der ersten bis zur letzten Seite zu begeistern

Von: Chattys Bücherblog Datum: 21. December 2018

Die Autorin widmet diesem Roman "den Verführungen dieser Welt". Na, wenn das mal nicht vielversprechend klingt. Und mit dieser Vorfreude bin ich auch an den Roman herangetreten. Schon nach den ersten Seiten spürt man, wie feinfühlig die Autorin mit den Worten spielt. Sei es bei den Beschreibungen des Schokoladengeschäftes und seiner feinen Confiserie, bei dem mir schon förmlich das Wasser im Mund zusammengelaufen ist oder bei der Darstellung und Charakterisierung der einzelnen Protagonisten. Alles erscheint absolut rund und eingängig. Ja, ich konnte beim Lesen schon den süßen Duft der Schokolade wahrnehmen und wäre es nach mir gegangen, hätte ich mich gerne in die Anfänge des zwanzigsten Jahrhunderts nach Stuttgart in das Ladengeschäft gebeamt, und mich mal durch alle Regale, Geschmacksrichtungen, Farben und Formen genascht. Aber nicht nur meinen Geruchs- bzw. Geschmackssinn hatte die Autorin angeregt, sondern auch mein Gerechtigkeitssinn wurde angesprochen. Gerechtigkeit? Ja, im Sinne von Entfaltung und Eigenständigkeit der Frauen. Am Beispiel des Fabrikanten Rothmanns zeigt MARIA NIKOLAI die damalige patriarchische Zeit auf. Der Vater ist der Mann im Haus und hat das alleinige Sagen. Es gab leider auch ein paar Szenen, Dinge, Hinweise, die mich etwas irritiert haben. War nun Judith oder Hélene die Hauptperson? Weshalb wurde der Titel gewählt? Die meiste Zeit spielt der Roman außerhalb dieses Hauses bzw. hatte auch nichts mit der Villa zu tun. Auch die vielen kleinen Handlungsstränge, die irgendwie ins Nichts verliefen haben mich etwas irritiert. Klar, es gibt immer viel zu erzählen, dennoch fände ich es passender, wenn es auch irgendwie zum "roten Faden" gehören würde. Meiner Meinung nach, hatte sich die Autorin an sehr vielen Stellen leider etwas verzettelt und der Haupthandlungsstrang rückte in weite Ferne. Welches war überhaupt der Haupthandlungsstrang? Judith, die den Auserwählten nicht heiraten wollte? Oder ihre Mutter, die in Italien ihren Weg gesucht hat. Irgendwie auch seltsam, dass sie sich so gar keine Gedanken um ihre Kinder, speziell die doch noch sehr jungen Zwillinge, gemacht hat. Wo war hier das Mutterherz? Ein bisschen schade fand ich, dass das Personenverzeichnis am Ende des Romans zu finden ist. Ich mag es gerne, wenn ich bereits zu Beginn mit den Protagonisten konfrontiert werde, so kann ich schneller eine Beziehung zu den Darstellern aufbauen und etwaige Fragen werden direkt im Keim erstickt. Sehr interessant fand ich das Rezept der Karamell-Pralinen auf der vorderen Klappeninnenseite und der heißen Gewürzschokolade auf der hinteren Klappeninnenseite. Die Rezepte laden in der Tat zum Nachmachen ein und versüßen das derzeitige, unbequeme Novemberwetter. 📚 Fazit 📚 Nicht nur, dass ich Schokolade liebe, sondern auch weil ich die Autorin kenne und schätze, Stuttgart kenne und historische Romane sehr gerne lese, deshalb wollte ich diesen Roman unbedingt lesen. Eine lockerleichte Geschichte, für die man sich dennoch Zeit einplanen sollte, denn sie muss unbedingt genossen werden. Man kann an manchen Stellen fast schon den Schokoladenduft zwischen den Seiten riechen, und auch das vom Regen glitschige Kopfsteinplaster wurde sehr bildhaft beschrieben. Wiedermal hatte es die Autorin geschafft, mich von der ersten bis zur Seiten zu begeistern. Ja, es war stellenweise sogar so, dass ich Zeit und Raum, und vorallem auch das Essen vergessen hatte. Obwohl es für mich ein paar klitzekleine Schwachstellen gab, fand ich den Roman rundum sehr gelungen und freue mich schon auf die nächsten Werke der Autorin.

Kurzweiliges, schokoladiges Lesevergnügen mit Suchtpotential

Von: Lesendes Federvieh Datum: 12. December 2018

Was für ein wunderbarer Schmöker! Obwohl das Buch 656 Seiten umfasst, verflogen die Seiten in windeseile. Ganz klar ist "Die Schokoladenvilla" der Beginn einer meiner neuen Lieblingsbuchreihen, als großer Fan von Downton Abbey auch kein Wunder. Diese Familiengeschichte hat einfach alles, was ich mir von einem unterhaltsamen Buch wünsche. Die Geschichte ist hervorragend recherchiert, man erhält fundierte und detaillierte Einblicke in das gesellschaftliche Leben um 1903 in Stuttgart, am Gardasee und auch in Venedig sowie in die Produktion einer Schokoladenfabrik. Durch den mitreißenden, flüssigen und absolut angenehmen Schreibstil von Maria Nikolai bin ich als Leserin zwischen den Buchseiten verschwunden und im Stuttgart Anfang den 20. Jahrhunderts bei Judith und Victor wieder aufgetaucht. Die absolut gelungenen Dialoge lockern die Erzählung wunderbar auf und verstärken das Gefühl, in einer anderen Zeit zu sein. Auch die Charaktere sind authentisch und ausdrucksstark ausgearbeitet. Man merkt bei diesem Buch überall, dass die Autorin mit viel Herzblut an diesem Roman gearbeitet hat und das überträgt sich auch auf den Leser. Einfach herrlich sind dabei die beiden Rothmann-Zwillinge Anton und Karl, zwei Lausbuben die nichts als Unsinn im Kopf haben. Bei ihren Streichen habe ich Tränen gelacht. "Die Schokoladenvilla" ist für mich eine gelungene Mischung aus Familien- und Liebesgeschichte mit einer wohldosierten Portion Historie, kurzum ein unterhaltsames, kurzweiliges Lesevergnügen mit Suchtpotential. Ich freue mich schon riesig auf die Fortsetzung, die hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lässt. Fazit: Kurzweiliges, schokoladiges Lesevergnügen mit Suchtpotential.

Toller Auftakt einer Familiensaga rund um die Schokoladenmanufaktur

Von: Martinas Buchwelten Datum: 03. December 2018

Berwertung: 4 1/2 Sterne Die Schokoladenmanufaktur Rothmann ist in Stuttgart des Jahres 1903 eine der führenden Arbeitgeber der Stadt. Tochter Judith interessiert sich selbst sehr für die Schokoladenherstellung und probiert immer wieder neue Ideen aus, doch ihr Vater sieht die Firma in den Händen ihrer jüngeren Zwillingsbrüder Karl und Anton. Judith möchte er hingegen gewinnbringend verheiraten und hat auch schon - ohne ihr Wissen - einen potentiellen jungen Mann im Auge. Zur selben Zeit wird Victor Rheinberger aus der Gefangenschaft auf Burg Ehrenbreitstein entlassen. Der Weg zurück in seine Heimatstadt Berlin ist ihm verwehrt und so sucht er sein Glück in der auftrebenden schwäbischen Stadt Stuttgart. Seine Liebe zu Maschinen und seine Fertigkeiten sind schnell gefragt. Als er Karl bei einem ihren vielen Dummenjungen-Streiche, die die Zwillinge aushecken, das Leben rettet, lernt er Wilhelm Rothmann kennen. Als Belohnung wünscht er sich kein Geld, sondern einen Job in seiner Schokoladenfabrik und entdeckt bald, dass die Manufaktor nicht mehr auf den neuersten Stand ist. Doch Rothmann will nicht investieren. Außerdem macht er sich Sorgen um seine Frau Hélène, die schon viel zu lange auf Kur am Gardasee weilt.... Gleich vornweg eine Warnung an alle Leser: Ohne Schokolade in unmittelbarer Nähe kann man dieses Buch einfach nicht lesen! Es läuft einem bei der Beschreibung all der schokoladigen Köstlichkeiten immer wieder das Wasser im Mund zusammen. Judiths Begeisterung für die Schokoladenherstellung ist aus jeder Zeile zu spüren, wenn sie in der Manufaktur neue Rezepte ausprobiert. Ihr Vater ist jedoch ein alter Patriarch, der Frauen keinerlei Rechte zugesteht. Seine Frau Hélène leidet unter der lieblosen Ehe und unter Depressionen. Sie flüchtet an den Gardasee, in ein zur damaligen Zeit beliebtes Kurhaus, welches Treffpunkt von Künstlern und Adeligen ist. Judith hat seitdem die Aufgabe auf ihre jüngeren Brüder aufzupassen, die genauso lieblos vom Vater behandelt werden, wie sie selbst. Beide Frauen lieben ihre Unabhängigkeit und möchten sich nicht in das enge Korsett der damaligen Zeit pressen lassen, vorallem wo diese gerade im Wandel ist und Frauen beginnen für ihre Rechte zu kämpfen. In ihrer Zofe Dora hat Judith eine Freundin gefunden, die obwohl als Dienstbote im Herrenhaus arbeitet, zu ihrer Herrin steht. Judith ist auch eine der seltenen hochgestellten Töchter, die sich für ihre Arbeiter und Dienstboten interessiert und sie in der Manufaktur miteinbezieht. Sie ist wissbegierig, liebenswürdig und hartnäckig. Judith verfolgt ihre Ziele mit einer Vehemenz und lebt für die Schokolade. Die Autorin lässt uns auch einen Blick auf das Leben der Dienstboten werfen. Der beginnende Wirtschaftsumschwung und die Politik sind immer wieder Thema bei den Dienstboten. Während Fabriksarbeiter mehr Lohn und Freizeit bekommen, haben die Hausangestellten der Herrenhäuser kaum einen freien Tag und oft nur Kost und Logis. Auch Hausknecht Robert möchte nicht mehr unter den Arbeitsbedingungen arbeiten, die bei den Rothmanns herrscht. Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Gesellschaftsschichten wird sehr deutlich angesprochen. Aber auch die Aufbruchsstimmung ins kommende neue Zeitalter ist spürbar. Victor kämpft ebenfalls gegen die ihm auferlegte Zukunft. Sein Vater ist in der Armeé und erwartet sich von seinem Sohn denselben Aufstieg, den er gemacht hat. Victor ist jedoch kein Offizier. Er liebt es zu tüfteln und mit seinen Händen zu arbeiten. Bald schon weiß man, dass Judith und Victor das ideale Paar wären, jedoch steht dem nicht nur Victors Vergangenheit im Wege, sondern auch die Pläne von Wilhelm Rothmann, der unter keinen Umständen von seinem Plan abweicht. Die Charaktere sind lebendig und wunderbar ausgearbeitet - und das bis in den kleinsten Nebencharakter. Besonders ans Herz gewachsen sind mir Karl und Anton. Die Streiche der Zwillinge haben immer wieder ein Lächeln in mein Gesicht gezaubert. Auf welche Ideen die beiden Lausbuben kommen, ist einfach nur genial. So kommt auch der Humor im Roman nicht zu kurz. Einzig die Handlung am Gardasee hat der Geschichte ein bisschen an Schwung genommen. Als Nebenschauplatz nahm mir dieser Strang etwa zu viel Raum ein. Die Schokoladenvilla wird weitergehen und ich freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung. Und jetzt mache ich mir eine leckere Gewürz-Schokolade... Schreibstil: Der Schreibstil von Maria Nikolai ist flüssig und lässt sich wunderbar lesen. Er ist leicht und trotzdem hat die Autorin die Sprache dieser Zeit perfekt eingefangen. Man fühlt sich, als befände man sich selbst im letzten Jahrhundert und versuche gegen den Strom zu schwimmen. Maria Nikolai hat großartig recherchiert, erzählt lebendig und hat sich liebevoll ihren Charakteren angenommen. Am Anfang jedes Kapitels sind Zeit und Ort des Geschehens angegeben. Auf den beiden Innenseiten des Covers gibt es ein leckeres Rezept. Am Ende des Romans gibt es ein Personenregister, ein Glossar und einige Erklärungen zum historischen Hintergrund. Fazit: Ein toller Auftakt einer Trilogie rund um die Schokoladenmanufaktor Rothmann in Stuttgart, die man nicht ohne Schokolade in Griffnähe lesen sollte. Der Autorin gelingt ein faszinierendes Bild der verschiedenen Gesellschaftschichten, sowie die Aufbruchstimmung in ein neues Zeitalter. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung und warte sehnsüchtig auf den nächsten Teil.

Die Schololadenvilla

Von: Schnatti Datum: 03. December 2018

Tolles Buch, auch einfach mal so einige Zeilen für Zwischendurch! Zu dieser Zeit sehr aktuelle Themen aufgegriffen und sehr bewegend. Das Buch handelt um 2 willensstarke Frauen die Fluch und Segen in einem Familienunternehmen haben. Die Leidenschaft zu Schokolade und der Leibe zu einem Mann bringt Marina in viele Schwierigkeiten. Ich konnte mich wirklich gut in die Geschichte hineinversetzen.

Was eine zuckersüße Geschichte!

Von: Juliane - I AM JANE Datum: 30. November 2018

Schon allein das Cover ist bei diesem Roman ein Hingucker! Diese winterliche Atmosphäre mit dem Schnee, der sogar in das Cover geprägt ist. Das Motiv sprach mich direkt an – gerade weil ich direkt die Assoziation zu „Downton Abbey“ oder „Die Tuchvilla“ hatte. Und wir haben hier tatsächlich genau so ein Setting, was ich so sehr mag: Die frühen 1900er Jahre, ein Herrenhaus, die Sicht der Herrschaften und der Dienerschaft. Schon auf den ersten Seiten fiel mir auf, wie locker und leicht sich das Buch lesen lässt. Es ist so perfekt für einen ruhigen Herbst- oder Winterabend, an dem man in eine andere Welt abtauchen möchte. Mit Judith hatte ich direkt eine Verbindung, sie war so erfrischend und ihre Leidenschaft für Schokolade war wirklich ansteckend! Der gesamte Roman ist sehr unterhaltsam und kurzweilig. Die über 600 Seiten lasen sich fast von selbst und ich wunderte mich selbst, wie schnell ich durch das Buch flog. Ich fand es sehr witzig, dass einige Personen tatsächlich richtig schön schwäbisch sprachen (ja, wir sind hier in Stuttgart!). Das war sehr authentisch. Sowieso fühlte ich mich total in die damalige Zeit versetzt – auch wenn mich das Gefühl beschleicht, dass „Die Schokoladenvilla“ die damalige Zeit etwas zu positiv darstellt. Zu einfach wurden Konflikte und Dramen gelöst. So wie die Situation der Mutter von Judith, die ihren Mann nach einigen Jahren Ehe einfach nur noch abstoßend findet und nach Italien verschwindet. Und das ohne große Auseinandersetzungen. Eigentlich hätte ich einen Skandal erwartet in Stuttgart – doch dort ist es kaum aufgefallen. Durch diese rosarote Sicht der Dinge fehlt dem Roman ein bisschen an Tiefe. Das tat aber keinen Abbruch daran, dass ich mit Judith mitfieberte. Ihr Geschichte ist wahrlich „zu schön um wahr zu sein“ und ich fühlte mich durchweg gut als ich den Roman las. Apropos „gut fühlen“. Wie der Titel schon sagt, spielt Schokolade eine wichtige Rolle. Oft beschreibt die Autorin wie Judith Schokolade herstellt und neue Mixturen und Zusammenstellungen austestet. OH WOW – ich bekam so Lust, selbst davon zu naschen. Also eigentlich hatte ich ständig Hunger beim Lesen – seid gewarnt! Übrigens gibt’s als kleinen Bonus noch zwei Rezepte im Buch, die auch in der Geschichte genannt werden. Muss man direkt austesten! Während der Großteil der Geschichte sehr pulsschonend ist, wird es zum Ende hin sehr turbulent. Großen Respekt an die Autorin, welche super raffinierte Auflösungen sie sich für die Geschichte ausgedacht hat. Es ist wie ein Puzzle, dass sich langsam zusammensetzt und dann ein romantisches Gesamtwerk einer Schokoladenfabrik (oder –Villa) ergibt. Auch berühmte Persönlichkeiten baut die Autorin in die Geschichte ein, und erwähnt am Ende des Buches uach welche historischen Hintergrund ihre Geschichte hat – welche Personen es gab und ab welchem Punkt sie ihre Vorstellungskraft walten lassen hat. Das hat mir echt gut gefallen! Schon vorher wusste ich, dass „Die Schokoladenvilla“ ein Auftakt einer Trilogie sein wird und ehrlich gesagt hatte ich mit einem Cliffhanger am Ende gerechnet. Tatsächlich ist das Ende aber abgeschlossen, sodass man den Roman auch eigenständig lesen kann. Der nächste Band erscheint hoffentlich bald und ich gehe davon aus, dass dann die nächste Generation der Schokoladenvilla die Hauptrolle spielt (oder gar die Brüder von Judith?). Fazit: „Die Schokoladenvilla“ ist ein richtiges Wohlfühlbuch für verregnete Nachmittage. Gemeinsam mit der Protagonistin Judith Rothmann verliert man sich in der Welt der Schokolade und taucht ab in eine süße Geschichte. Mit fehlte ein bisschen Tiefgang und manches Mal hatte ich das Gefühl, dass die damalige Zeit durch eine rosarote Brille gezeigt wurde. Im Großen und Ganzen genoss ich die Geschichte aber sehr und freue mich tierisch auf die zwei weiteren Bände der Saga rund um die Schokoladenvilla.

ich mag dieses Buch

Von: vascop_1 Datum: 25. November 2018

Es ist toll, wenn man sieht, wie sich die verschiedenen geschichtlichen Hintergründe um die Storyline weben. Die Geschichte ist packend und hat mich total begeistert. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen.

Die Schokoladenvilla

Von: MarySophie Datum: 22. November 2018

Meinung: Das Cover finde ich weihnachtlich schön und sehr locker, es besticht durch die fast ausschließlich hellen Farben. Dadurch entsteht ein harmonisches und stimmiges Gesamtbild und auch die Dame gliedert sich perfekt in das Gesamtbild ein. Mir gefällt es sehr gut, dass der Titel farblich herausgehoben wurde und direkt an die verschiedenen Nuancen von Schokolade erinnert. Als ich den Roman das erste Mal in der Hand gehalten habe, war ich sehr positiv überrascht, wie viel Liebe und Details hineingefloßen sind. Sei es die stark aufgedruckte Schrift, welche Struktur besitzt oder kleine, glitzernde Partikel, welche an genau den Stellen eingearbeitet wurden, wo Schnee liegt. Sehr hochwertig verarbeitet und definitv ein Highlight in meinem Bücherregal. Am Ende des Romans befindet sich ein Personenverzeichnis, welches sehr sinnvoll und detailreich ist. Ich finde, dass das ein sehr schönes Detail ist, auch wenn ich es nicht einmal benötigt habe, da die Anzahl der Protagonisten für mich sehr überschaubar ist. Weiterhin gibt es auch eine Auslistung von historisch verbürgten Personen, hier hätte ich es noch schön gefunden, wenn die Geburts- und Sterbejahre vermerkt worden wären. Das lässt sich aber auch leicht über das Internet herausfinden, weshalb ich mich an diesem Punkt nicht sehr gestört habe. Daran folgt dann noch ein Glossar und ein sehr informatives Nachwort, welches einen guten Überblick über verschiedene Themen gegeben hat, die in dem Roman Erwähnung finden. Am Anfang eines jeden neuen Kapitels ist sowohl vermerkt, zu welcher Zeit und an welchem Ort sich die Ereignisse abspielen werden. Dadurch kann man als Leser leicht mitverfolgen, wie viel Zeit mittlerweile seit dem Beginn des Romans vergangen ist. Mir fällt es auch leichter, der Handlung zu folgen und besonders die Entwicklung von Protagonisten mitzuerleben und einzuschätzen. Die Schreibweise fand ich sehr angenehm. Ich konnte den Roman durchweg flüssig und schnell lesen, mir hat es viel Spaß gemacht, in die Welt von Judith, ihrer Familie und ihren Freunden einzutauchen. Einige Dinge waren mir leider zu vorhersehbar und an einigen Stellen wurde doch sehr deutlich gezeigt, was sich dann im weiteren Verlauf ereignen wird. Alle Ereignisse wurden von einem allwissenden Erzähler beschrieben, wobei er in verschiedenen Kapiteln verschiedenen Personen folgt. Sei es Judith oder Victor, Judiths Mutter oder ganz anderen Personen. Damit hatte ich nicht gerechnet, fand aber den vielschichtigen und abwechslungsreichen Einblick sehr angenehm. So wurde die Handlung für mich an keiner Stelle langweilig. Leider muss ich aber auch zugeben, dass ich gerade den Erzählstrang von Judiths Mutter unnötig fand und er für mich nicht recht in die Handlung reinpasst. Es mag eine nette Idee sein, die Handlung durch Beschriebungen von ihrem Kuraufenthalt in Italien aufzulockern. Jedoch gab es keinen richtigen Zusammenhang zu der eigentlichen Handlung in Stuttgart. Als Hauptprotagonistin agiert ganz eindeutig Judith, zusammen mit Victor, der für mich jedoch nicht so stark im Mittelpunkt stand, wie die Fabrikantentochter. Judith war für mich schnell ein angenehmer Charakter, mit dem ich meistens zufrieden war. Ab und an war sie mir etwas zu jugendlich und ungestüm, was sich leider auch im Verlauf des Romans nicht geändert hat. Ansonsten empfand ich sie als sehr sympathisch und freundlich, besonders durch ihre Sturheit und ihren starken Willen hat sich Judith ausgezeichnet. Ich hätte mir von ihr gewünscht, dass sie sich im Verlauf der Handlung mehr entwickelt und reifer wird in ihrer Sichtweise. Allgemein gab es eine interessante Mischung von verschiedenen Charakteren, die teilweise unerwartet auftreten, aber alle sehr gut durchdacht sind und eigenwillig gezeichnet wurden. Keiner war für mich zu stereotyp oder einseitig, viele Nebencharaktere haben für mich sogar eine stärkere Wandlung durchgemacht als Judith. Ich muss sagen, dass ich diese in ihrer Darstellung gelungener finde, als Judith. Bei ihr gibt es für mich noch Verbesserungspotentzial. Ich fand es schade, dass Victors Kindheit, Jugend und auch der Zwischenfall, weshalb er dann schließlich ein Strafgefangener wurde, nur sehr gekürzt wiedergegeben wurden. Aus seiner Geschichte hätte man viel mehr machen können und dies nicht immer nur in wenigen Sätzen abhandeln. Dadurch fiel es mir schwer, Sympathien zu ihm aufzubauen. Fazit: Ein Roman, der im Großen und Ganzen das hält, was er verspricht. Eine interessante Geschichte rund um die Herstellung von Schokolade, verbunden mit historischen Details. Diese Aspekte haben mir auch sehr gut gefallen, auch die Schreibweise fand ich angenehm. Mein größter Kritikpunkt sind die Charaktere, welche nicht ganz ausgefeilt wurden, allen voran Judith und Victor. Hier würde ich mir Verbesserungen wünschen, die sie liebenswerter machen und besser zu den anderen Charakteren passen lässt.

Spannend bis zur letzten Seite

Von: Soti Datum: 21. November 2018

Als ich das Buch das erste mal sah, dachte ich es handelt hauptsächlich von einer Schokoladenfabrik. Dieser Eindruck wurde auf den ersten Seiten zwar bestätigt, jedoch wurde mir schnell klar, dass es sich grösstenteils um das Leben der Hauptfigur Judith dreht. Vorsicht Spoiler! Die Handlung findet Anfang des 20. Jahrhunderts statt, und Judith, die Tochter des Schokoladenfabrikants, versucht mit allen Mitteln aus den alten Traditionen auszubrechen. Im allgemeinen ist es mir leicht gefallen das Buch zu lesen, da der Schreibstil gut gewählt ist und die Charaktere, trotz wechselnden Perspektiven, immer deutlich gemacht wurden. Die Spannung wurde durchs Buch durchgehend bis zum Schluss aufgebaut und das Ende war zwar wie erwartet, aber trotzdem gut. Ich würde dad Buch auf jeden Fall weiter empfehlen, da es sehr schön geschrieben ist.

Spannendes Buch

Von: Schukkii Datum: 19. November 2018

Ich fand das Buch sehr spannend. Allerdings fand ich den Anfang mit dem Wechsel der Erzählperspektive nicht besonders geschickt. Es wirkte am Anfang so abgehackt. Aber nach der Perspektive von Albrecht bin ich gut in das Buch gekommen. Der leichtere Wechsel wurde spannend. Das Buch wurde auch so geschrieben wie ich mir vorstelle das man damals gesprochen hat. Allerdings muss ich gestehen das ich bei einigen Wörtern Onkel Google befragen musste weil ich nicht wusste was gemeint war. Bis auf diese zwei Minuspunkte ist das Buch sehr ansprechend und nachvollziehbar geschrieben. Ich persöhnlich würde dieses Buch weiter empfehlen wenn man einen Einblick in die damalige Zeit erhaschen möchte und sich nebenbei etwas zur Kunst und Kultur aneignen möchte. Außerdem empfand ich das man sich in die Romanfigur gut eindenken konnte.

Von: S.C. Datum: 18. November 2018

Das Buch hat mich sehr gefesselt. Ich habe es in nur drei Tagen ausgelesen.

Tolles Buch -klare Kaufempfehlung

Von: Brigitte Datum: 18. November 2018

Eine fesselnde Geschichte und spannend zu lesen. Die Geschichte vom Anfang des letzten Jahrhunderts in der ein junges Mädchen priviligert lebt - und dann doch erleben muss, dass der Vater für sie unangenehme Entscheidungen trifft. Liebe, Intrigen, Lügen und trotzdem Zusammenhalt - alles ist da. Die Beschreibung der verschiedenen Charaktere -toll. Schwer das Buch aus der Hand zu legen. Das Buch ist der Anfang einer Trilogie und ich bin neugierig, wie es mit Judith und Victor und ihren Familien weitergeht, aber trotzdem bin ich mit dem Schluss dieses Bandes zufrieden . Natürlich werde ich auch die Folgegeschichten lesen.

Klare Leseempfehlung, wunderschönes Buch

Von: Emma S. Datum: 14. November 2018

Die Schokoladenvilla ist der erste Teil einer Trilogie und beinhaltet alles, was ich mir von einem guten Buch wünsche: man wird von der Geschichte gefesselt, der Schreibstil entführt einen in die Zeit um 1900 und man kann sich gut in die Charaktere hineinversetzen. Ich könnte das Buch kaum aus der Hand legen und Dank der Rezepte im Buch war die heisse Gewürzschokolade auch kein Problem. Wirklich schönes Buch für die langen Herbstabende und ich freue mich schon auf den nächsten Teil.

Schokolade und Liebe

Von: MaidyMi Datum: 11. November 2018

Lässt sich sehr gut lesen. Die darin enthaltenen Informationen über das damalige Stuttgart sind sehr interessant und informativ, was das Buch nicht nur zu einer Informationsquelle macht, sondern auch eine gewaltige Portion Liebe, gepaart mit Schokolade, hergibt.

Die Schokoladenvilla

Von: Janka Datum: 11. November 2018

Im Großen und Ganzen hat mir der Roman ganz gut gefallen. Es gab einige Plottwists, die meiner Meinung nach gut platziert waren. Die Erzählperspektive ist zwar immer die gleiche, jedoch wechselt mit den Kapiteln auch die im Fokus stehende Person. Durch diese Einblicke in die Leben von zB. der Mutter der Hauptperson oder Victor bekommt man ein Hintergrundverständnis der Handlung abseits der eigentlichen Hauptperson, Judith. Leider fand ich das Buch erst ab etwa 200 Seiten fesselnd, was wie ich finde eine etwas lange Vorbereitung ist. Ansonsten ist es sehr anschaulich geschrieben und auch die zeitliche Einordnung ist gut recherchiert und verwendet worden.

Die Schokoladenvilla - ein Wohlfühlbuch!

Von: Schwarzbuntmärchen Datum: 11. November 2018

"Die Schokoladenvilla" von Maria Nikolai - Penguin Verlag - 10€ Das Wichtigste zuerst: Der Klappentext verspricht Unterhaltung, Spannung, Romantik und Schokolade.... - diese Versprechen werden zu 100% gehalten! Das Cover lässt an eine Wintergeschichte in den 1920er Jahren denken - dies verwirrt: Es ist keine besonders winterliche Geschichte und die Handlung ist in den Jahren 1903 und 1904 angesiedelt. Warum es dann auch noch geprägte Glitzerschneeflocken sein müssen, können vermutlich nur die Marketingexperten beantworten... Für das Lesevergnügen ist dies natürlich unerheblich - für die Kaufentscheidung aber vermutlich nicht. "Die Schokoladenvilla" ist ein Wohlfühlbuch, das atmosphärisch dicht das Ende einer Zeit und die Aufbruchstimmung zu Beginn eines neuen Jahrhunderts am Beispiel der Schokoladenfabrikantentochter und deren Umfeldes schildert. Hier tummeln sich eine temperamentvolle Tochter mit Ambitionen, ein Vater in Schwierigkeiten, ein umtriebiges Zwillingspaar, eine Mutter auf Sinnsuche, ein ehrgeiziger Ingenieur mit Geheimnissen und allerlei Nebenfiguren vor dem Hintergrund eines großbürgerlichen Umfeldes mit Dienstboten, Künstlern und Lebenskünstlern, Fabrikalltag und Elektrifizierung. Daimler, Bosch und Jugendstil finden ebenso Erwähnung wie der Ruf nach Frauenrechten, Dienstbotenalltag, Automatisierung, Absinth und natürlich ganz viel Schokolade. Kenntnissreich führt uns die Autorin nicht nur ins Stuttgart des beginnenden 20. Jahrhunderts - auch Berlin und der Gardasee kommen vor - und obwohl man natürlich ahnt, dass alles gut ausgehen wird, bleibt die Handlung stets spannend und unterhaltsam. Man kann sich entspannt zurück lehnen und die Geschichte genießen. Ein schönes Geschenk - vielleicht mit ein bisschen Schokolade....

Reise in die Vergangenheit

Von: Capri Datum: 09. November 2018

Ich muss sagen durch den Stil der Autorin schafft man es in die Zeit um 1900 einzutauchen, mit den Menschen mitzufühlen und die Sorgen und Nöte zu verstehen, aber auch die Freuden, die in dieser Zeit vorherrschten. Mir gefällt,dass viele historische Details in einem Nebensatz auftauchen, aber auch dass es nicht zu tief in die Materie geht und schnell wieder verschwinden. Man lernt unheimlich viel über die Vergangenheit. Ein wirklich gelungenes Buch das ich jedem nur empfehlen kann!

Die Schokoladenvilla

Von: buecherratte Datum: 06. November 2018

Das Cover und der Titel haben mein Interesse an dem Buch geweckt. Zumal die Handlung auch noch in meiner Heimat, in Stuttgart stattfindet, musste ich das Buch unbedingt haben. Die Autorin war mir bisher noch vollkommen unbekannt. Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die einzelnen Personen sind hervorragend ausgewählt. Mir hatten es besonders die Zwillingsjungen angetan. Zur Geschichte, Judith Rothmann ist die Tochter eines berühmten Schokoladenfabrikanten. Ihre ganze Leidenschaft gilt der Herstellung und Erprobung neuer Sorten. Sie möchte unbedingt in die Fabrik ihres Vaters einsteigen. Doch dieser hat andere Pläne mit ihr, die ihre so ziemlich gegen den Strich gehen. Ein wirklich sehr schöner Roman, der alles beinhaltet, was man sich wünschen kann, Liebe, Intrigen, Lügen und Zusammenhalt. Ich habe das Buch wirklich von der ersten bis zur letzten Seite genossen und kann es nur wärmstens weiterempfehlen. Es hat mir eine sehr schöne Lesezeit beschert. Mit Sehnsucht warte ich nun auf den nächsten Band, den ich mit Sicherheit erstehen werde.

Rezi

Von: Naruto1010 Datum: 06. November 2018

Das Buch war wunderschön.Ich hoffe das ich den nächsten Band auch bekomme.

Sprunghaft

Von: Antje Datum: 06. November 2018

Die Schokoladenvilla ist gut geschrieben, nur für meinen Geschmack wechseln die Charaktere und Orte zu schnell. Dennoch unterhaltsam und man freut sich schon auf den nächsten Teil der Geschichte.

Eine sehr schöne Familiengeschichte

Von: hope23506 Datum: 04. November 2018

MEINE MEINUNG: Dieses wunderschöne Cover und die hohe Seitenzahl hat mich sogort neugierig gemacht. So viele Seiten versprechen, eine großartige Geschichte zu werden. Jetzt muss ich sagen, ich habe gar nicht bemerkt, wie die Seiten so dahingelogen sind. Für mich hätten es noch viele, viele mehr sein können. Das Buch hat sich so schnell weggelesen. Durch den wirklich sehr bildhaften, mitreissenden, verständlichen und sehr angenehmen Schreibstil konnte ich in die Geschichte eintauchen und war gefangen. Auf den vielen Seiten gab es für mich keinerlei Längen. Die Charaktere waren wunderbar ausgebaut, machten Entwicklungen durch und ich fieberte mit ihnen mit. Die Autorin ließ uns das Leben um die Jahrhundertwende um 1900 miterleben, es war authentisch, nicht zu übertrieben und doch eine so führende und fesselnde Geschichte dieser Familie. FAZIT: Eine wunderbare Familiengeschichte, sehr realistisch umgesetzt und einfach so schön zu lesen. Die hohe Seitenzahl fällt überhaupt nicht auf, im Gegenteil, es hätten noch viel mehr sein können. Von mir gibt es eine Leseempfehlung

Spannende Familiensaga

Von: Susanne Edelmann Datum: 27. October 2018

„Die Schokoladenvilla“ handelt von einer Unternehmerfamilie in Stuttgart zur Zeit um 1903/1904. Die Familie Rothmann besitzt eine Bonbon- und Schokoladenfabrik und wohnt in einer noblen Villa. Zur Familie gehören Vater Wilhelm, Mutter Hélène, Tochter Judith und die Zwillingssöhne Anton und Karl. Nach außen hin bemüht sich vor allem Wilhelm, den Schein zu wahren, doch in Wahrheit hält sich Hélène schon seit Monaten am Gardasee auf, um ihr Nervenleiden auszukurieren. Je länger sie fortbleibt, umso mehr wächst ihre Überzeugung, dass ihr die Ehe mit Wilhelm nicht gut tut, so dass sie schließlich den Entschluss fasst, sich zu trennen – ein Skandal in der damaligen Zeit. Judith, die davon nichts ahnt, kümmert sich um Haus und Personal, doch ihre wahre Leidenschaft ist die Schokoladenherstellung: Wann immer es ihr möglich ist, probiert sie in der Fabrik neue Ideen aus. Bei ihrem Vater stößt sie damit allerdings auf keine Gegenliebe, schließlich haben Frauen in der Firmenführung nichts zu suchen. Er plant stattdessen ihre Verlobung mit Albrecht von Braun, dem Spross einer Bankiersfamilie. Judith ist entsetzt, findet sie Albrecht doch regelrecht abstoßend. Da ist sein Freund Max schon deutlich attraktiver! Auf einer festlichen Abendgesellschaft kommt es zum Eklat: Wilhelm verkündet die Verlobung von Albrecht und Judith, doch Judith flüchtet entsetzt aus dem Saal und brüskiert damit die Familie von Braun. Trost findet sie bei Max, doch wenig später verlässt Max Stuttgart in Richtung Italien, wo er zufällig Judiths Mutter trifft, die aber nicht ahnt, wen sie da vor sich hat. Judith hingegen bleibt unglücklich zurück. Inzwischen taucht der charismatische Victor Rheinberger, ein entlassener Strafgefangener aus Berlin, in Stuttgart auf, um hier ein neues Leben zu beginnen. Durch Zufall bewahrt er die umtriebigen Zwillinge vor einem Unglück und lernt so die Familie Rothmann kennen, was schließlich zu seiner Anstellung in der Schokoladenfabrik führt. Gemeinsam mit Judith entwickelt er dort ohne das Wissen ihres Vaters neue Ideen für einzigartige Schokoladenautomaten, die an Bahnhöfen oder in großen Hotels aufgestellt werden könnten. Dabei kommen sich die beiden näher und verlieben sich. Dann spitzen sich die Ereignisse dramatisch zu: Wilhelm kämpft mit allen Mitteln um den Erhalt seiner Firma, die in finanzielle Nöte geraten ist. Umso dringlicher ist in seinen Augen die Heirat von Judith und Albrecht, denn die ist Bedingung für neue Kredite, die Albrechts Vater Wilhelm gewähren soll. Victor versucht, Judith zu helfen, indem er Albrechts fragwürdige nächtliche Aktivitäten aufdeckt, doch davon will Wilhelm gar nichts wissen. Schließlich sieht Judith keinen anderen Ausweg mehr als die Flucht aus dem Elternhaus. Zuflucht findet sie bei Victor, doch auf einmal fällt ein Schuss… Dieser Roman ist unglaublich spannend geschrieben, was zum einen an den häufigen Perspektivwechseln liegt, zum anderen auch am Wechsel der Handlungsorte: Mal geht es um Judith oder Victor in Stuttgart, dann wieder um Hélène in Italien. Zugleich zeichnet das Buch auch ein wunderbares Sittengemälde der Stuttgarter Gesellschaft um die Jahrhundertwende: Die Elektrizität ist langsam auf dem Vormarsch, findige Tüftler werden erfolgreich, Stuttgart ist ein Zentrum des Maschinenbaus, der Textilindustrie und der Süßwarenherstellung. Die Frauen allerdings haben in dieser Zeit fast keine Rechte: Sie kümmern sich um Haus und Familie und tun das, was ihnen der Vater oder der Ehemann vorschreibt. Noch viel schlimmer sieht es bei den unteren Gesellschaftsschichten aus, in der Welt der Dienstboten und Arbeiterinnen. Die haben erst recht nichts zu melden und viele verdienen in den Fabriken so wenig, dass sie sich nebenbei prostituieren müssen, um über die Runden zu kommen. Im Roman sind diese gesellschaftlichen Gegensätze wunderbar herausgearbeitet, ohne dass dabei der erhobene Zeigefinger bemüht werden muss. Ein Personenverzeichnis, ein Glossar und Erläuterungen zum historischen Hintergrund und den Handlungsorten geben am Ende des Buches weiterführende Informationen, die ich mit großem Interesse gelesen habe. Am Ende der Geschichte bleiben noch einige Fragen offen, etwa das Schicksal von Hélène oder die Zukunft mancher Dienstboten der Familie. Deshalb bin ich jetzt schon sehr gespannt auf den zweiten Teil der Trilogie.

Lesegenuss Pur, eine leidenschaftliche Familiensaga

Von: Ariettas Bücherwelt Datum: 24. October 2018

Kurzmeinung: Lesegenuss Pur, der Süchtig macht Lesegenuss Pur, eine leidenschaftliche Familiensaga Meine Meinung zur Autorin: Es ist mein erster Roman von Maria Nikolai, und sie hat mich verzaubert beim Lesen, ihrer Schokoladenvilla. Das Buch ist ein großartiger Auftakt zu ihrer Romantrilogie, der mich jetzt schon neugierig macht auf die Fortsetzungen. Es ist voller Charme, Wärme und Tiefsinnigkeit, auch sehr gut recherchiert um das Leben Anfang des 20. Jahrhunderts und die Herstellung der Schokolade. Im Glossar Anhang kann man so einiges Nachlesen. Da ich ein Paar Jahre in einer kleinen aber feinen Schokoladen Confiserie gearbeitet habe,war die Geschichte ein muss für mich und ich wurde nicht enttäuscht. Man roch und Schmeckte die Schokolade und konnte sie in Gedanken auf der Zunge zergehen lassen. Sie nimmt einem an der Hand nach Stuttgart in das Jahr 1903 und dort lernt man das damalige Leben der Bevölkerung und der Familie Rothmann kennen. Aber wir reisen auch nach Italien, streifen Venedig , den Gardasee und reisen auch nach Coblenz an den Rhein. Ihr Schreibstil ist sehr flüssig, Bildhaft und sehr mitreißend, man kann sich einfach dem Geschehen nicht entziehen. Der Spannungsbogen bleibt vom Anfang bis Ende hoch.Auch ihre Charaktere sind sehr gut beschrieben, sie Haucht ihren Figuren leben ein, sie wirken sehr real und Authentisch, auch deren einzelnen Charaktere sind sehr gut heraus gearbeitet, so das man sich spielend in sie hineinfühlt, mit ihnen sich freut und leidet. Reales und Fiktion sind wunderbar miteinander verwoben. Zum Inhalt: Mir gefiel die junge Judith Rothmann auf Anhieb gut, sie verkörperte und entsprach gar nicht dem damaligen Frauenbild. Eine Frau die für ihren Traum kämpft einmal die Schokoladenfabrik ihres Vaters zuführen, ihre Leidenschaft gehört der Schokolade und deren Köstlichkeiten die man daraus karieren kann. Aber der Vater hat andere Dinge mit ihr vor, um die Firma steht es nicht gut, die Mutter kränkelt und bereist Sanatorien, also ist sie auf sich allein gestellt. Das schlimme der Vater will sie verheiraten, eine gute Partie ist dabei der Bankierssohn, den er ins Auge gefasst hat, aber für den Judith nichts empfindet. Man konnte es ihr nachfühlen. Ein harter Kampf beginnt, Mutter Krank und auf Reisen ins Ausland, Judith hat es wirklich nicht leicht, dabei hat sie solche hervorragende Ideen und Einfälle. Wie sollte es anders sein, in dieser Rekenern und aussichtslosen Situation, begegnet ihr eines Tages aus gerechnet Victor Rheinberger, der ihr Herz höher schlagen lässt, und der auch beseelt ist etwas neues aufzubauen in seinem Leben. Ob die beiden ihre Träume verwirklichen können, und sich Judith dem Willen ihres Vaters entziehen kann, ist fraglich, zu dieser Zeit hatte eine Frau keine rechte und musste sich beugen. Aber Victor Vergangenheit verbindet sich mit der Festung Ehrenbreitsein in Coblenz, was es damit auf sich hat, erfahren wir beim Lesen, auf jedenfalls wir es sehr spannend. „ Lesegenuss Pur, eine leidenschaftliche Familiensaga „

Der Auftakt zu einer Trilogie rund um die Schokolade

Von: Rebecca K. Datum: 23. October 2018

Mich hatte bei diesem Roman zuerst das wunderschöne Cover angesprochen und als ich dann den Klappentext gelesen hatte war ich mir Sicher, dieses Buch muss ich unbedingt lesen. Dieser Roman hier ist der Auftaktband zu einer Trilogie die sich um die Schokoladenfamilie Rothmann drehen wird. Da ich persönlich auch sehr gerne historische Romane Lese und das Buch auch in einer Region spielt war ich wirklich sehr gespannt. Als ich dann endlich mit dem Lesen begonnen konnte bin ich wirklich sehr gut in den Roman reingekommen. Leider hatte ich gerade zu Beginn nicht die Lesezeit die der Roman verdient hat und deshalb ich ich leider etwas länger gebraucht bis ich ein Stück des doch recht dicken Schinkens gelesen hatte. Obwohl es einige Erzählstränge gab hatte ich hier keine großen Probleme alles der richtigen Figur zuzuordnen. Auch den Erzählstil den die Autorin gewählt hat empfand ich während des Lesens als sehr angenehm und als gut verständlich. Was ich immer sehr wichtig finde, ist dass der Spannungsbogen bzw. -bögen immer gut gespannt ist/sind damit gerade ein recht dicker Roman nicht langatmig wird. Hier bei diesem Roman empfand ich dies als sehr gut gelöst. Dem Handlungsverlauf an sich konnte man sehr gut folgen und auch die Entscheidungen die getroffen wurden konnte ich sehr gut nachvollziehen auch wenn ich vielleicht anderer Meinung war. Den Grundriss der Stadt Stuttgart zur Jahrhundertwende kenne ich jetzt nicht besonders, aber die Straßen haben mir was gesagt und manches ist ja auch nach dem 2. Weltkrieg noch vorhanden und so konnte ich mir die Handlungsorte sehr gut während des Lesens vor dem inneren Auge entstehen lassen. Auch die Figuren des Romans empfand ich alle sehr detailliert beschrieben, so dass man sie sich beim Lesen sehr gut vorstellen konnte. Judith hatte ich recht schnell in mein Leserherz geschlossen, die zwei Satansbraten fand ich unterhaltsam und gleichzeitig auch etwas nervig. Zum Nachwort habe ich eine kleine Anmerkung, auch wenn Bad Cannstatt zu Stuttgart gehört, hört das ein echter Cannstatter nicht gerne und somit war Ritter Schokolade in Cannstatt ansässig und nicht in Stuttgart. Der Name Ritter Sport kam erst viel später als die Firma schon in Waldenbuch war. Alles in allem habe ich sehr interessante und lesenswerte Lesestunden mit dem Roman verbracht. Auch bin ich mir jetzt schon Sicher, die Fortsetzung werde ich nicht verpassen da ich doch Wissen möchte ich wie es mit der Familie Rothmann und ihrer Schokoladenfabrik weitergeht. Sehr gerne vergebe ich alle fünf Sterne für das Buch.

Mein absolutes Lieblingsbuch

Von: Kerstin S. Datum: 20. October 2018

Tolle Geschichte, sehr ansprechender Schreibstil, faszinierender Einblick in die Welt um 1900. Man erlebt mit den Personen, wie die Welt damals so war. Absolute Lese-, Kauf- und Schenkempfehlung am besten mit einer kleinen Schokoüberraschung.

Ein süsses Abtauchen in die Vergangenheit

Von: Nadine Dietz Datum: 10. October 2018

Ich freute mich gleich wegen zwei Dingen auf diesen Roman: wegen der Schokolade und wegen Stuttgart ("Heimatnähe). Es handelt sich um den ersten Teil einer Trilogie und Familiensaga rund um die Schokoladenfabrik Rothmann im Jahre 1903. Die Sprache ist sehr leicht und der Zeit um 1900 angepasst. Der Leser erfährt viel über das Leben und die Sitten dieser Zeit und die Geschichte Stuttgarts, die Arbeit in der Schokoladenfabrik ist gut recherchiert. Die Hauptprotagonistin ist Judith, die Tochter des Hauses. Natürlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz und sie erlebt viele Höhen und Tiefen und ich litt mit ihr mit. Die Autorin schaffte es, mich über die gesamte Zeit gut zu unterhalten. Das Cover finde ich wunderschön und es passt optimal zur Zeit und zum Inhalt des Romans. Fazit: Eine unterhaltsame Lektüre, die zum Abtauchen mit einer heissen Schokolade einlädt. Ich vergebe 4/5 🌟

So süß wie Vollmilchschokolade

Von: hasirasi2 Datum: 06. October 2018

Stuttgart 1903: Judith Rothmann ist die Tochter eines bekannten Schokoladenfabrikanten und hat sich der Entwicklung neuer Sorten verschrieben. Ihr Traum ist es, später die Fabrik zu übernehmen, aber das ist für ihren Vater undenkbar. Stattdessen soll sie eine (für ihn) vorteilhafte Ehe mit einem ungeliebten Mann eingehen. Ihre Mutter ist hat sich der Ehe mit ihrem Mann gerade durch eine Kur am Gardasee entzogen. Auch sie wurde damals sehr jung verheiratet ohne nach ihrer Meinung gefragt zu werden und leidet an Schwermut (Depressionen). Zur gleichen Zeit will sich der Berliner Victor Rheinberger nach seiner Haftentlassung in Stuttgart eine neue Existenz aufbauen. Er ist fasziniert von Maschinen jeder Art und steigt so in Rothmanns Fabrik schnell auf. Judith und er wollen zusammen einen neuen Automat entwickeln, in dem exklusive Schokoladentafeln verkauft werden. Dabei kommen sie sich immer näher... „Die Schokoladenvilla“ ist der Auftakt zu einer Trilogie rund um die Schokoladenfabrikantenfamilie Rothmann. Die Handlung wird hauptsächlich von Judith getragen. Sie lebt für die Fabrik und die Schokolade und kann sich nur schwer vorstellen, das alles für einen – dazu noch ungeliebten – Ehemann aufzugeben. So lange ihre Mutter Hélène bei der Kur weilt, muss sie sich zudem um ihre 8jährigen Zwillingsbrüder kümmern, die nur Blödsinn im Kopf haben. Sie ist eine starke, intelligente Frau, aber das interessiert ihren despotischen Vater nicht. Ihm liegt nur das Wohl seiner Firma am Herzen. Judiths Heirat würde neues Kapital in die Firma spülen, welches er dringend braucht. Es ist schon schlimm genug, dass ihm seine Frau immer mehr entgleitet! Hélène wird seit Jahren von einem Arzt zum anderen weitergereicht. Am Gardasee befreit sie sich sprichwörtlich aus ihrem Korsett, den starren Konventionen ihres Standes. Auch das Leben ihrer Kinder interessiert sie nur noch peripher. Victor steht wie Judith für die neue Zeit. Auch sein Vater hatte ein anderes Leben für ihn geplant, dem er sich entzogen hat. Beide wollen sie die Fabrik mit neuen Ideen und Produkten voranbringen. Maria Nikolai hat das Stuttgart dieser Zeit lebendig werden lassen. Die Details zur Entwicklung und Herstellung der verschiedenen Schokoladenprodukte und Automaten waren sehr interessant. Außerdem geht sie auf die Kreation von Emaileschildern und -dosen ein. Sie zeigt sehr deutlich die Unterschiede zwischen den Fabrikanten, ihren Hausangestellten und den Fabrikarbeitern. Die Arbeiterklasse ist zunehmende unzufrieden mit dem herrschenden System und sucht Auswege. Leider war mir die Handlung an einigen Stellen zu vorhersehbar und der Aspekt der Liebesgeschichte zu dominierend. Außerdem hatte ich Probleme mit der Darstellung der Zwillinge, weil die sich m.E. nicht altersgerecht benommen haben.

Schöne Familiengeschichte

Von: Janina Kubsch Datum: 06. October 2018

Judiths Vater ist Inhaber der Schokoladenfabrik Rothmann. Da es finanziell nicht gut um die Fabrik steht, erhofft sich ihr Vater eine Finanzierung der örtlichen Bank. Daher wird Judith ohne ihr Wissen mit dem Sohn des Bankiers verlobt. Judiths Träume drehen sich allerdings nicht um die baldige Hochzeit. Sie möchte in Zukunft die Geschäftsführung der Schokoladenfabrik leiten. Außerdem ist auch der geheimnisvolle, gutaussehende Viktor Rheinberger gerade erst in ihr Leben getreten. Parallel wird die Geschichte um Judiths Mutter erzählt, die zurzeit in Kur weilt. Ihr wird bewusst, wie unglücklich sie in ihrem alten Leben ist und möchte nicht wieder heimkehren. Es handelt sich um eine schöne Familiengeschichte mit vielen Aufs und Abs. Die Streiche der Zwillingsbrüder lockern die Geschickte merklich auf. Durch den lockeren, leichten und flüssigen Schreibstil kann man das Buch sehr gut lesen und kommt von Anfang an in die Geschichte hinein. Einfach empfehlenswert.

Tolle familiensaga

Von: Stefanie Horny Datum: 25. September 2018

Judith Rothmann, die Tochter des Inhabers der Schokoladenfabrik Rothmann, wird von ihrem Vater mit dem Sohn seines Bankiers verlobt. Dieser erhoft sich davon eine Finanzspirtze für seine Schokoladenfabrik. Außerdem "vergisst" er, seine Tochter über seine Pläne zu informieren. Ihr Plan sieht allerdings vor, eines Tages die Leitung der Fabrik zu übernehmen...und dann läuft ihr auch noch der junge, gutaussehende und fürsorgliche Victor Rheinberger über den Weg... Auf der anderen Seite ist ihre Mutter in Kur, die dort merkt, was sie in ihrem festgefahrenen Leben vermisst hat und nicht mehr zurück gehen möchte. Eine gut durchdachte Familiensage, mit vielen Höhen und Tiefen...und zwischendurch einem Schuss Humor durch die Streiche von Judiths Zwillingsbrüdern. Ein Buch, dass ich jedem, der entspannt lesen möchte, ans Herz legen kann.

Nicht so süß wie erwartet, aber interessante Charaktere, von einer tollen Stimme zum Leben erweckt

Von: WriteReadPassion/ Lidia Datum: 17. May 2019

Sprecherin: Beate Himmelstoß wurde 1957 in Starnberg geboren. Nach dem Abitur studierte sie Philosophie und Theaterwissenschaft in München und machte eine private Schauspielausbildung. Sie gestaltete mehrere Lyrikprogramme mit Musik und hält regelmäßig Originaltextlesungen philosophischer Texte. Bewertung: Das Cover passt wunderbar zu jener Zeit und wurde sehr sorgsam ausgewählt. Die Farben und der Titel vereinigen sich zu einem angemessenen Paar. Der Titel sagt bereits viel darüber aus, was im Mittelpunkt der Geschichte steht: Die Schokoladenvilla. Die Hauptcharakter sind sehr gut ausgearbeitet und ihre jeweiligen Lebensgeschichten abwechslungsreich erzählt. Selbst die Nebencharaktere lassen Spannung aufkommen. Die Sprecherin vermag es, einnehmend ihre Stimme wiederzugeben. Sie haucht den Charakteren viel Leben ein. Allerdings kommen so viele Nebencharaktere vor, dass ich den Überblick verlor. Den Zeitsprüngen konnte ich nicht folgen - ein Manko bei Hörbüchern. Im Buch könnte ich stetig zurückblättern und mir so die Daten in Erinnerung rufen. So spannend ich die Charaktere finde, die Geschichte selbst ist nicht besonders. Sie konnte mich nicht überraschen oder gar begeistern. Dass es weitere Bände geben wird, passt zu den vielen Charakteren, die mir hier viel zu viel in einem Band reingenommen wurden. Die erste Hälfte der Geschichte ist mir viel zu langgezogen und etwas zäh, die zweite Hälfte holt mit rasanter Spannung auf. Fazit: Eine durchschnittlich gute Geschichte, die von den gut ausgearbeiteten Charakteren getragen wird. Für mich waren einige Dinge vorhersehbar, wenn auch gut von der Sprecherin erzählt. Ich kann die 5-Sterne-Bewertung nicht nachvollziehen, da die Geschichte nichts überdurchschnittliches bietet. Für mich als Schokoladen-Junkie ein Muss, ebenso für jene, die sich gerne in dem frühen 20. Jahrhundert fallen lassen. Ansonsten: Kann man hören/lesen, muss man aber nicht! 3,5 Sterne Ab 14. Oktober 2019: Die Schokoladenvilla - Goldene Jahre (Band 2)

Leseempfehlung für alle Schokoladenliebhaber

Von: Kerstin C. Datum: 08. April 2019

Das Cover zeigt im Hintergrund ein Herrenhaus mit Winterlandschaft. Im Vordergrund geht eine Frau durch das Tor vom Anwesen herunter. Ich finde es passend zum Roman und macht Lust auf die Familiensage der Schokoladenfabrik. Ich habe dem Hörbuch beim Autofahren gelauscht. So flogen die Kilometer so nur an mir vorbei. Ich konnte Beate Himmelstoß gut zuhören und war fasziniert von der Geschichte. Mit ihrer ganz eigenen Intonation gab die Sprecherin jedem Charakter im Roman eine ganz eigene Stimme. So konnte ich beim Zuhören ganz genau ausmachen, welche Person gerade sprach. Mit bedauern habe ich jeweils an meinem Zielort das Hörbuch unterbrochen, um auf dem Rückweg direkt weitere zu hören. So habe ich auf der letzten Etappe auch ganz entspannt vor der roten Ampel am Elbtunnel gestanden und einfach weiter gehört. Stillstand auf der Autobahn war mit dem Roman für mich gar kein Problem. Die Geschichte ist für mich als Schokoladenjunkie absolut himmlisch. Mit der Protagonistin Judith Rothmann habe ich in ihrem Versuchsraum mit der Schokolade experimentiert. Zu gerne wäre ich Victor Rheinberger gewesen, denn der durfte bei seinen Stippvisiten im Versuchsraum an der neuen Schokolade naschen. Das Hörbuch lädt gerade dazu ein beim Hören ein Stück Schokolade zu genießen. Ich musste bei der Geschichte immer wieder an meinen Besuch der Schokoladenwelt von Halloren denken. Dort im Museum ist alles aus Schokolade gestaltet. So konnte ich mir das Geschenk im Roman für den Bankier der Familie sehr gut vorstellen. Ich hatte ein wundervolles Hörerlebnis und warte jetzt sehnsüchtig auf den zweiten Teil der Schokoladensage. Ich hoffe, dass auch der zweite Band zeitnah als Hörbuch heraus kommt. Da machen 600 Seiten dann auch gar nichts mehr aus. Bei täglich 70 Minuten im Auto vergeht ein Hörbuch ganz schnell. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung für alle Schokoladenliebhaber und alle, die gerne in eine Familiengeschichte auf deutschen Boden abtauchen.

Sehr gelungen!

Von: The Empire of me Datum: 15. January 2019

Hallo ihr Lieben, meinen letzten richtig guten historischen Roman habe ich mit ca. 16 Jahren gelesen. Seitdem konnte mich kein historischer Roman mehr so richtig begeistern.  Ich kann euch an dieser Stelle schon mal verraten, dass sich das mit der Schokoladenvilla geändert hat. Worum geht es in dem Buch?  "Stuttgart, 1903: Als Tochter eines Schokoladenfabrikanten führt Judith Rothmann ein privilegiertes Leben im Degerlocher Villenviertel. Doch die perfekte Fassade täuscht. Judiths Leidenschaft gehört der Herstellung von Schokolade, jede freie Minute verbringt sie in der Fabrik und entwickelt Ideen für neue Leckereien. Unbedingt möchte sie einmal das Unternehmen leiten. Doch ihr Vater hat andere Pläne und fädelt eine vorteilhafte Heirat für sie ein – noch dazu mit einem Mann, den sie niemals lieben könnte. Da kreuzt ihr Weg den des charismatischen Victor Rheinberger, der sich in Stuttgart eine neue Existenz aufbauen will ..." (Quelle: www.randomhouse.de) Titel und Cover haben mich direkt, als ich es zum ersten Mal gesehen habe, in seinen Bann gezogen. Die Charaktere sind alle liebevoll gezeichnet und bekommen während des Romans immer mehr Farbe und Tiefe. Jeder hat seine Ecken und Kanten. Mit Judith konnte ich mich von der ersten Seite an identifizieren. Sie ist sehr selbstbewusst und scheint nicht so recht in die Zeit zu passen, in der sie lebt. Die Story ist gut recherchiert und wird von einem allwissenden Erzähler geschildert. Allerdings steht in den Kapiteln nicht immer Judith im Vordergrund, sondern immer wieder auch einige der anderen Charaktere.  Geschickt verpackt die Autorin ernste Themen wie Frauenrechte, die Arbeiterbewegung und vieles mehr in ihrer Geschichte und Judith und die Schokoladenfabrik. Trotz des flüssigen Schreibstils, der wechselnden Perspektiven und der durchaus spannenden Themen entstehen leider immer wieder Längen, die es durchzuhalten gilt. Das Ende wirkte auf mich tatsächlich ein bisschen unglaubwürdig. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es so gewesen sein könnte. Aber ein realistischeres Ende möchte man als Leser vermutlich nicht haben. Und wer weiß, vielleicht hätte es tatsächlich so kommen können? Das lässt sich aus unserer heutigen Perspektive schlecht sagen. Da ich im Wechsel gelesen und das Hörbuch gehört habe, möchte ich natürlich auch noch etwas zur Lesung sagen. Beate Himmelstoß hat meiner Meinung nach die perfekte Stimme für historische Romane. Sie schafft es sehr gut, die Gefühle und die Atmosphäre zum Hörer zu transportieren. Ihre Art zu lesen und den einzelnen Charakteren eine eigene Stimme zu geben, passt sehr gut zur Story und zum Setting.  Das Hörbuch bekommt von mir fünf Sterne, das Buch vier. Fazit: Ein gut recherchiertes Buch mit tollen Charakteren, das mir wieder Lust auf historische Romane des 19. und 20. Jahrhunderts gemacht. Was mich stört ist, dass es ein erster Band sein soll. Ich frage mich, was die Autorin noch erzählen möchte, ohne dabei die Geschichte "tot zu schreiben"?

Starke Frauen um die Jahrhundertwende - genau meins!

Von: Domics Pinnwand Datum: 13. December 2018

Dass das Buch etwas für mich sein könnte, habe ich ja schon geahnt - historische Romane, die so um die Jahrhundertwende zum 20ten Jahrhundert spielen und in denen starke Frauen eine große Rolle spielen, mag ich ja eh gern. Und wie erwartet hat mir die Geschichte rund um Judith, die älteste Tochter des Schokoladenfabrikanten Rothmann aus Stuttgart und ihre Familie sehr gut gefallen. Super, dass da eine Trilogie geplant ist, ich freue mich schon auf die weiteren Bücher, in denen man dann wahrscheinlich mitbekommen wird, was aus den übermütigen und immer zu Streichen aufgelegten Zwillingsbrüdern Karl und Anton werden wird. Ich fand es auch schön, dass das Buch hier "in der Nähe" spielt, auch wenn ich mich in Stuttgart nicht wirklich gut auskenne. Aber häufig spielen solche historischen Romane ja in Berlin oder vielleicht noch Hamburg oder München, nicht hier bei uns "in der Provinz" (oha, jetzt werden mich alle Stuttgarter hauen...) Auch die Vorleserin macht ihre Sache sehr ordentlich - allerdings muss ich mal recherchieren, ob sie vielleicht aus Hessen oder Rheinlandpfalz kommt. Wenn sie versuchte, mit schwäbischem Dialekt zu sprechen, hörte sich das für mich eher nach jemanden aus Aschaffenburg oder Mainz an. Das war aber eher eine Marginalie und hat mich nicht wirklich gestört. ETA: Beate Himmelstoß (toller Name, oder?) ist in der Nähe von München geboren und aufgewachsen, war also nix mit Aschaffenburg... Naja, macht nix, ich finde, sie liest wirklich ordentlich. Kurzum: Ich kann Dir das Hörbuch wirklich empfehlen und würde unterschreiben, dass es Dir gefallen könnte, wenn Du die Clifton-Saga von Archer gemocht hast. Bei letzterer bin ich allerdings nach Band 3 ausgestiegen, das war irgendwie nicht mehr meins. Und Anne Jacobs kenne ich nicht - da sollte ich vielleicht mal schauen, was die so geschrieben hat.....