Sally Hepworth

Weil ich dich nicht vergessen will

Weil ich dich nicht vergessen will Blick ins Buch

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Anna Forster ist erst achtunddreißig, als sie die erschütternde Diagnose Alzheimer erhält. Sie weiß, dass ihr Zwillingsbruder Jack nur ihr Bestes will, und dennoch tut es weh, als er ihr vorschlägt, in ein betreutes Wohnheim zu ziehen. Sie weiß außerdem, dass in der Einrichtung nur eine weitere Person in ihrem Alter lebt – Luke, mit dem sie so viel mehr verbindet als mit allen anderen Menschen, die sie kennt. Anna und Luke verlieben sich ineinander, doch nach einem tragischen Vorfall setzen ihre Familien alles daran, die beiden zu trennen. Nur eine Person kann dem Liebespaar helfen: die Köchin Eve, die selbst einen schweren Schicksalsschlag verkraften musste. Doch ist sie bereit, alles für Anna und Luke aufs Spiel zu setzen?

Der Roman erschien im Blanvalet Hardcover unter dem Titel »Anna Forster erinnert sich an die Liebe«.

Erinnerungen werden nicht vergessen!

Von: Tine_1980 Datum: 17. September 2019

Auch wenn du deine Erinnerung verlierst, wirst du doch nie die Liebe vergessen… Anna Forster ist erst achtunddreißig, als sie die erschütternde Diagnose Alzheimer erhält. Lange suchen sie nach dem geeigneten betreuten Wohnen und finden eine Einrichtung, in der eine weitere Person in ihrem Alter lebt – Luke. Trotz ihres Vergessens verlieben sich Anna und Luke, doch nach einem tragischen Vorfall setzen ihre Familien alles daran, die beiden zu trennen. Nur eine Person kann dem Liebespaar helfen: Die Köchin Eve, die selbst einen schweren Schicksalsschlag verkraften musste. Ein Buch das bewegt und zum Nachdenken anregt. Alzheimer ist eh schon eine bescheidene Sache, aber in solch einem jungen Alter ist es nochmal bescheidener. Auch für die Angehörigen ist es schwierig und so steht auch Annas Bruder Jack vor der Entscheidung, das hoffentlich Richtige für seine Schwester zu entscheiden. Denn wie weit kann ein Mensch mit Alzheimer noch Liebe empfinden? Wie weit erinnert man sich mit dieser Diagnose noch die Person, für die man vielleicht etwas empfindet? Anna und Luke begegnen sich und beide haben mit ihrem Schicksal zu kämpfen. Wo bei Anna die Erinnerungen schneller ins Vergessen geraten, da hat Luke das Problem, dass sein Sprachverständnis immer mehr rückläufig ist. Und dennoch verbindet sie etwas. Gerade zu Anna kann man ein gutes Verhältnis aufbauen, da man sehr viel von ihr erfährt und ihre Gedanken, ihr Vergessen und ihre Gefühle werden einfach schön beschrieben. Die Autorin schafft hier ein Buch, dass die Tragik dieses Schicksals zum Leser transportiert. Die Worterfindungen für die einfachsten Begriffe, die ihr einfach nicht einfallen wollen, waren grandios. Man wusste meist, was gemeint war und die Einfälle gefielen mir sehr. Aber es gibt auch noch die Geschichte von Clem und Eve. Eve ist die Köchin und Putzfrau in der Einrichtung und bemerkt die Schwingungen zwischen Luke und Anna. Sie hat selbst einen schweren Schicksalsschlag hinter sich und auch ihre Tochter kämpft gerade damit zurechtzukommen. So erlebt man zwei Lebensgeschichten, die zeigen, dass man in den Erinnerungen von Menschen, die einen Lieben nie vergessen wird. Egal, was im Leben passiert, welche Schicksalsschläge einen ereilen, die Erinnerungen sind es wert, jeden Moment zu genießen. Das Thema Alzheimer ist schön in dem Buch verpackt, es gibt in erschreckender Weise den Verfall des Erinnerungsvermögens, aber auch die Momente, in denen sich Anna wieder erinnert, wieder. Ein bewegendes Buch, das die Dramatik einer jungen Alzheimer Patientin wiedergibt, mit all ihren Facetten und Tücken! Ein bisschen Liebe, Trauer und vielen unterschiedlichen Gefühlen. Kein Buch, das mit Schnelligkeit vorprescht, sondern in seiner Langsamkeit besticht.

Eine sehr emotionale Geschichte

Von: Buchtempel Datum: 25. June 2019

Inhalt: Anna Forster erfährt mit ihren 38 Jahren das sie Alzheimer hat. Ihr Bruder Jack will nur das Beste für sie und steckt sie in ein betreutes Wohnheim. Dort lernt sie Luke „Jungen Mann“ kennen. Doch ihre Zuneigung wird schnell unterbunden. Die neue Köchin Eve, will den beiden helfen, doch macht es Sinn ihre eigene Anstellung zu gefährden? Meine Meinung: Die Geschichte von Anna Forster die in ihren jungen Jahren an Alzheimer erkrankt ist eher ruhig und einfühlsam. Die Autorin hat sehr schön beschrieben, wie Anna sich fühlt, wie sie klare Momente hat, aber auch wie es ihr geht, wenn die Erinnerungen einfach nicht mehr so abrufbar vorhanden sind. Sehr gut konnte man sich in Anna hineinversetzen. Nicht nur die Diagnose Alzheimer konnte Sally Hepworth glanzvoll rüberbringen auch die Liebe zwischen Anna und Luke, der ebenfalls eine Form von Alzheimer hat, wurde wundervoll zart und berührend an den Leser transportiert. Obwohl Anna sich nicht immer an alles erinnert, spürt sie die Verbunden- und Geborgenheit zu „Junger Mann“. Als das plötzlich unterbunden wird, werden beide unruhiger, sie fühlen, irgendwas fehlt. Der Alltag des betreuten Wohnens und die anderen Bewohner, die eher einer älteren Generation entsprechen, werden sehr schön dargestellt. Man lernt einige kennen und schließt sie ins Herz. Das Buch ist auch mehreren Perspektiven geschrieben. Aus Annas Sicht, immer was Monate zuvor geschehen ist. Was einen nach und nach einige Zusammenhänge mit sich bringt. Aus der Sich der neuen Köchin, Eve. Sie selber hat nach einem Schicksalsschlag dort angefangen zu Arbeiten und will Anna unbedingt helfen. Sie meistert ihren neuen Lebensabschnitt sehr gut und hält sich Tapfer. Insbesondere für ihre Tochter Clementine. Sogar Clementine kommt mit einigen Kapiteln zu Wort. Was mir sehr gut gefallen hat. Die Tragödie aus Kindersicht zu erleben war nochmal was ganz anderes. Sehr schön war auch der Umgang zwischen ihr und den älteren Bewohnern des Hauses. Eine gewisse Leichtigkeit aber auch einige traurige Momente. Dieses Zusammenspiel, genau wie die Blickwinkel der einzelnen Charaktere, dem Leser so typgerecht zu präsentieren hat mich sehr beeindruckt. Sally Hepworth weiß mit Worten umzugehen und so hat man einige Zeilen die in Erinnerung bleiben und berühren. Es gibt Überraschungsmomente, Szenen bei denen man mit dem Kopf schüttelt und viele emotionale Momente. Der Schluss hat mich zufrieden zurückgelassen. Fazit: „Anna Forster erinnert sich an die Liebe“ von Sally Hepworth ist eine ruhigere aber sehr emotionale Geschichte. Die Autorin weiß mit Worten umzugehen und trifft den Leser mitten ins Herz.

Manchmal bleibt nur Liebe...

Von: nicigirl85 Datum: 13. June 2019

Ich lese eigentlich nicht so gern Liebesromane, aber bei diesem hier klang der Klappentext so spannend, dass ich mehr wissen wollte. Und ich wurde völlig überwältigt. In der Geschichte geht es um Anna, die wie ihre Mutter sehr früh an Alzheimer erkrankt. Sie beschließt in ein Heim zu ziehen, da sie immer mehr vergisst. Dort lernt sie Luke kennen, ein junger Mann, der ihr Schicksal teilt. Doch darf so eine Liebe wirklich sein? Die Handlung wird uns über drei Ich- Erzähler nahe gebracht. Die Kapitel sind jeweils mit dem entsprechenden Namen überschrieben. Die drei Erzähler sind die Erkrankte Anna, die Köchin des Heims Eve und ihre kleine Tochter Clementine. Man ist dadurch sehr nah an den Figuren dran, erlebt ihre Gedanken- und Gefühlswelt hautnah. Alle im Buch aufgeführten Charaktere sind sehr liebevoll beschrieben. Jede Figur hat sein Päckchen zu tragen, was den Leser für sie einnimmt. Ich habe hier ehrlich gesagt keine Lieblingsfigur, da ich mich nicht entscheiden könnte, weil ich alle echt gern mochte. Clementine mit ihren sieben Jahren ist wirklich enorm tapfer. Kein Kind sollte so etwas erleben wie sie es tut. Der Autorin ist sehr gut gelungen zu zeigen, dass Kinder vieles anders wahrnehmen als Erwachsene und man deswegen besonders auf sie eingehen muss. An Eve hat mir vor allem die Einstellung: durch dick und dünn gefallen. Sicherlich hätte sie die Schuld für ihr verkorkstes Leben auf ihren Mann schieben können, aber das tut sie nicht. Ich fand schön wie sie an den postiven Erlebnissen mit ihm festhält. Richtig toll fand ich wie sie sich für Anna und Luke einsetzt. Anna ihren Verfall miterleben zu müssen, das hat beim Lesen oft Gänsehaut hervorgerufen. Nie habe ich mir Gedanken darum gemacht, dass erkrankte Menschen vielleicht trotz allem die Hoffnung auf Liebe nicht aufgegeben haben. Frau Hepworth ist es sehr gut gelungen darzustellen wie Alzheimer sein kann und was die Patienten, die das haben, durchleben müssen. Für mich hat sich das alles sehr real angefühlt. Sicher ist die Thematik sehr ernsthaft, aber man liest mit einem unbeschwerten Gefühl, weil die Autorin hier einfach ein Gespür dafür hat, dass man emotional nicht abrutscht, schlichtweg weil ihre Figuren das Beste aus ihrer Situation machen. Fazit: Ein sehr gefühlvoller Roman, der mich sehr bewegt hat. Gern spreche ich eine Leseempfehlung aus. Klasse!

Macht betroffen und nachdenklich

Von: scarlett59 Datum: 11. December 2018

Zum Inhalt: Anna bekommt mit Ende 30 die Diagnose Alzheimer. In Abstimmung mit ihren Zwillingsbruder Jack zieht sie in ein Heim für betreutes Wohnen, welches fast ausschließlich von Leuten um die 80 bewohnt wird. Lediglich Luke ist ungefähr in ihrem Alter und er hat eine Form der Demenz. Als sich die beiden verlieben, geschieht kurz darauf ein Unglück. Daraufhin setzen die Angehörigen alles daran, die beiden zu trennen. Als Eve nach einer privaten Tragödie neu in dem Heim als Köchin anfängt, versucht sie Anna und Luke zu helfen. Doch wird das gegen alle Widerstände gelingen … Meine Meinung: Die Beschreibung zum Buch und die Leseprobe haben mich gleich neugierig gemacht. Denn ein Buch über Alzheimer / Demenz bei einem jungen Menschen findet man nicht häufig. Ich wurde nicht enttäuscht! Die Autorin erzählt die Geschichte sehr gefühlvoll und angemessen, ohne Effekthascherei. Das Buch wird aus drei verschiedenen Blickwinkeln erzählt; dem von Anna, dem von Eve sowie aus dem von Eves Tochter Clementine. Der Tagesablauf und die Gedanken von Anna werden mit fortschreitender Krankheit sehr bedrückend und haben mich nachdenklich gemacht. Ich empfand es daher auch als angenehm, dass parallel zu Annas Geschichte auch die von Eve und ihrer Tochter entwickelt wurde. Fazit: eine Leseempfehlung, die zwar betroffen macht, aber auch zur Selbstreflektion anregt

Sehr schön und berührend!

Von: Janine Gimbel Datum: 24. November 2018

Anna ist 38 Jahre alt, als sie die niederschmetternde Diagnose erhält: Alzheimer. Wie schon ihre Mutter, die in vergleichbarem Alter von der Krankheit getroffen wurde, ist Anna dazu verdammt, immer weiter abzubauen und ihre Erinnerungen zu verlieren. Doch Anna will sich nicht geschlagen geben und vor allem keinem zur Last fallen. Sie setzt ihren Bruder als Vormund ein und zieht in ein Altersheim der besonderen Art, in dem auch ein weiterer junger Patient mit einer Gedächtnisstörung lebt. Luke geht mit seinem Handicap ganz anders um als Anna. Während sie sich eher zurückzieht, nimmt Luke am Leben teil. Kann das der richtige Weg sein? Anna ist neugierig auf Luke. Sally Hapworths Geschichte ist etwas ganz Besonderes. Sie wird in zwei Erzählsträngen ausgebreitet. Anna erzählt, was vor 15 Monaten passiert ist, den Einzug in das Heim, ihr Ankommen dort, die zunehmenden Gedächtnislücken. Die Köchin Eve erzählt von ihrem eigenen Leben, wie sie im Heim anfing zu arbeiten, wie es Anna in der Gegenwart geht. Hapworth gelingt dabei eine ganz besondere Geschichte über die Liebe. Können zwei Menschen, die nicht mehr völlig Herr ihrer geistigen Fähigkeiten sind, überhaupt Liebe empfinden? Und wie verhindert man, dass einer von ihnen vom anderen ausgenutzt wird? Das sind eher Fragen, die sich die Umstehenden und die Verwandten stellen. Luke und Anna haben ganz andere, nicht weniger brisante Fragen an sich selbst und einander. Die Geschichte berührt und ist witzig zugleich. Denn nach und nach lernt man auch den ein oder anderen schrulligen Bewohner kennen. Das Heim, welches Anna ausgesucht hat, ist nur klein gehalten, ein gutes Dutzend Bewohner lebt in ihm. Neben Luke und Anna sind es eher klassische Senioren mit Gedächtnisproblemen oder körperlichen Einschränkungen. Das Leben mit ihnen wird für Anna und das Personal immer öfter zur Zerreißprobe. Wenn dann noch Annas Gedächtnislücken und bald völliger -verlust hinzukommen, ist das Chaos vorprogrammiert. Eine sehr schöne, berührende und besondere Geschichte, die es zu lesen lohnt!

Anna Forster erinnert sich an die Liebe, Sally Hepworth

Von: Seitensüchtig Datum: 03. October 2018

Inhaltsangabe: Anna Forster ist erst Achtunddreißig, als sie die erschüttende Diagnose Alzheimer erhält. Sie weiß, dass ihr Zwillingsbruder Jack nur ihr Bestes will, und dennoch tut es weh, als er ihr vorschlägt, in ein betreutes Wohnheim zu ziehen. Sie weiß außerdem, dass in der Einrichtung nur eine weitere Person in ihrem Alter lebt - Luke, mit dem sie so viel mehr verbindet als mit allen anderen Menschen, die sie kennt. Anna und Luke verlieben sich ineinander, doch nach einem tragischen Vorfall setzen ihre Familien alles daran, die beiden zu trennen. Nur eine Person kann dem Liebespaar helfen: die Köchin Eve, die selbst einen schweren Schicksalsschlag verkraften musste. Doch ist sie bereit, alles für Anna und Luke aufs Spiel zu setzen? Autorin: Sally Hepworth Sally Hepworth ist eine gebürtige Australierin, verbrachte jedoch viel Zeit damit, um die Welt zu reisen. Sie lebte in Singapur, Großbritannien und Kanada, wo sie als Eventmanagerin und im Personalwesen arbeitete. 2009 kehrte sie zurück nach Australien und wandte sich ganz ihrer großen Leidenschaft, dem Schreiben, zu. Sally Hepworth lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Melbourne. Cover: Ich finde das Cover hübsch. Mir gefallen die Blumen, die auch Bezug auf die Geschichte nehmen. Ich denke die Frau auf dem Cover soll Anna darstellen. Insgesamt gefällt es mir gut und es sieht im Bücherregal schön aus. Meine Meinung: Ich finde die Thematik des Buches sehr interessant und habe mich darauf gefreut es lesen zu dürfen. Der Schreibstil... ... ist super und das Buch lässt sich flüssig lesen. Das Besondere an dem Buch ist, ist das es aus 3 verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Aus Annas, Eves und Clems-Sicht diese erzählen in der Ich-Perspektive von ihrem Leben. Das macht die Geschichte total interessant und man möchte es einfach weiterverfolgen und wissen wie es mit den Charakteren weitergeht. Die Charaktere... ... sind sehr authentisch und gut durchdacht. Besonders gut hat mir Clem gefallen. Sie hat kein leichtes Leben, regelt dieses aber obwohl sie noch so jung ist auf eine tolle kindliche aber auch Erwachsene Art. Clems Kapitel haben mir am meisten Spaß gemacht zu lesen. Eve war auch ein toller Charakter. Obwohl ihr Leben in die Brüche gegangen ist, tut sie alles dafür, damit Clem so gut es geht ihr altes Leben behalten kann. Sie ist eine tolle Mutter und entwickelt sich in dem Buch zu einem tollen Menschen. Mit Anna wurde ich Anfangs leider nicht ganz warm. Ich fand das sie ihre Diagnose am Anfang ziemlich leicht aufgenommen hat. Nach und nach hat man aber gemerkt das, dass alles nur Fassade war. Die einzelnen Etappen wurden gut dargestellt, sodass selbst Leute die sich noch nie mit dem Thema auseinander gesetzt haben, alles verstanden haben. Zum Ende war mir Anna auch sehr sympathisch. Die weiteren Charaktere, wie die anderen Heimbewohner oder der Gärtner, waren auch sehr authentisch und gut ausgearbeitet. Meine Meinung... ... "Anna Forster erinnert sich an die Liebe" ist ein tolles Buch über ein schwieriges Thema. Es hat mich sehr berührt und ich musste noch eine Weile darüber nachdenken. Alzheimer ist eine schlimme Krankheit und ich habe mir darüber Gedanken gemacht, wie es wäre, würde ich oder ein anderes Familienmitglied plötzlich daran erkranken. So etwas möchte ich mir gar nicht vorstellen. Dieses Buch hat mich wirklich zu tränen gerührt. Fazit: Auf jeden Fall ein Jahresfavorit von mir! Es hat mich zu Tränen gerührt. Die Geschichte ist traurig aber wunderschön zugleich. Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Samtpfoten mit Krallen

Von: Livia Datum: 07. September 2018

Beschreibung des Verlages: Auch wenn du deine Erinnerung verlierst, wirst du doch nie die Liebe vergessen … Anna Forster ist erst achtunddreißig, als sie die erschütternde Diagnose Alzheimer erhält. Sie weiß, dass ihr Zwillingsbruder Jack nur ihr Bestes will, und dennoch tut es weh, als er ihr vorschlägt, in ein betreutes Wohnheim zu ziehen. Sie weiß außerdem, dass in der Einrichtung nur eine weitere Person in ihrem Alter lebt – Luke, mit dem sie so viel mehr verbindet als mit allen anderen Menschen, die sie kennt. Anna und Luke verlieben sich ineinander, doch nach einem tragischen Vorfall setzen ihre Familien alles daran, die beiden zu trennen. Nur eine Person kann dem Liebespaar helfen: die Köchin Eve, die selbst einen schweren Schicksalsschlag verkraften musste. Doch ist sie bereit, alles für Anna und Luke aufs Spiel zu setzen? Meine Meinung: Ende August habe ich mich nach einem Buch fürs Herz, einer Familiengeschichte und spannenden, vielschichtigen Figuren gesehnt und deshalb zum Buch "Anna Forster erinnert sich an die Liebe" gegriffen. Bereits am 1. September habe ich das Buch dann beendet und kann nur bestätigen, was ich vermutet habe: hinter dem zauberhaften Cover verbirgt sich eine berührende Geschichte rund um die Themen Liebe, Familie, Verlust und Vergessen. Anna Forster: Gerade weil Anna Forster noch so jung ist, als sie die Diagnose Alzheimer erhält, fällt sie durch alle Raster und muss aus Mangel an Alternativen in ein betreutes Heim ziehen, in dem vor allem ältere Menschen wohnen. Da ich einmal eine Dokumentation über junge Menschen in betreuten Heimen gesehen habe, hat mich dies besonders berührt. Es gibt nämlich viel zu wenig Möglichkeiten für junge Menschen, die nach Unfällen oder durch eine Krankheit eingeschränkt sind. Gerade, wenn diese Menschen keine Vollzeitpflege, sondern lediglich ein wenig Hilfe in ihrem Alltag benötigen, werden sie oft mit alten Menschen zusammen in Heimen und betreuten Wohneinrichtungen untergebracht, was ihnen eigentlich überhaupt nicht entspricht, aber oft die einzige Lösung ist. Und Anna ist ja noch nicht komplett dement, sie realisiert, dass sie fast ganz alleine ist mit ihrer Situation und diese Zerrissenheit, aber auch die berührenden Begegnungen mit Luke, der ebenfalls an einer Form von Alzheimer leidet, sind differenziert dargestellt. Auch Situationen mit ihrer Familie, die hadert und zugleich hilflos, aber auch erleichtert über die akzeptable Lösung ist, sind sehr differenziert ausgeleuchtet und eingebunden. Ausserdem fliessen verschiedene medizinische Hintergründe und Erfahrungen ganz selbstverständlich in dieses Buch mit ein und die einzelnen Etappen des Vergessens werden nachvollziehbar geschildert und so auch für Leser, die bisher keine Berührung mit dem Thema hatten, fassbar gemacht. Eve und ihre Aussensicht: Dieses Buch wäre aber nur halb so gehaltvoll ohne die Aussensicht von Eve. Nachdem ihr Leben komplett in die Brüche gegangen ist, muss sich Eve gemeinsam mit iher Tochter ganz neu orientieren. Was vorher Privatschulen, Dekoelemente, Weinbars und oberflächliche Freundinnen waren, sind nun die täglichen Hänseleien an der Schule, das Zerbrechen von alten Freundschaften und der finanzielle Ruin. Und so muss sich die gelernte Köchin Eve, die eigentlich grosse Karriere hätte machen können, ganz neu orientieren und sich in einer Einrichtung für betreutes Wohnen bewerben. Dort trifft sie nicht nur auf Anna Forster, sondern auch auf einen überforderten Heimleiter, und mittelalterliche Strukturen und wird zudem nicht nur mit der Küche, sondern auch mit allerlei Reininungsarbeiten und der Betreuung der Bewohner betraut. Heillos überfordert aber froh um die Anstellung, die ihrer Tochter Clem den Platz in der bevorzugten Schule sichert, verbringt Eve mehr und mehr Zeit mit Anna und erkennt schon bald, dass da etwas ganz und gar nicht stimmt... Eve gibt uns ganz andere Einblicke in den Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtung und den Problemen, die solche Institutionen haben können. Ausserdem ist sie eine warmherzige Person, die man einfach mögen muss. Besonders gut hat mir übrigens ihre Tochter Clem gefallen, die ebenfalls ganz viel zur positiven Atmosphäre dieses Buches beiträgt. Schreibstil: Nachdem ich nun die zwei wichtigsten Figuren und ihre Geschichten ein wenig vorgestellt habe, möchte ich doch noch ein paar Worte zum Schreibstil verlieren. Das Schöne dabei ist nämlich, dass "Anna Forster erinnert sich an die Liebe" von drei verschiedenen Personen erzählt wird. Von Anna selber, von Eve und von Clem. Die drei Figuren berichten in Ich-Form aus ihrem Leben und lassen so die geschilderten Ereignisse noch lebensechter werden. Vor allem Clems kindliche und doch schon so erwachsene Sicht hat mir sehr gut gefallen, aber auch Eves einfühlsame Haltung zu ihrem Leben und den Bewohnern des Rosalind House und Annas teilweise klare, manchmal aber auch verschwommene und immer verschwommenere Gedankenwelt, haben mich sehr berührt. Meine Empfehlung: Wie ihr euch unschwer denken könnt, empfehle ich euch dieses Buch, das auf den ersten Blick so leicht wirkt und doch so viele traurige und bewegende, aber auch wunderschöne Lesemomente beinhaltet, sehr gerne und von Herzen weiter. Zusätzliche Infos: Titel: Anna Forster erinnert sich an die Liebe Originaltitel: The Things We Keep Autorin: Sally Hepworth ist gebürtige Australierin, verbrachte jedoch viel Zeit damit, um die Welt zu reisen. Sie lebte in Singapur, Großbritannien und Kanada, wo sie als Eventmanagerin und im Personalwesen arbeitete. 2009 kehrte sie zurück nach Australien und wandte sich ganz ihrer großen Leidenschaft, dem Schreiben, zu. Sally Hepworth lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Melbourne. Gebundenes Buch mit Schutzumschlag: 384 Seiten Sprache: Deutsch Originalsprache: Englisch Übersetzt von: Gabriele Werbeck Verlag: Blanvalet Erschienen: 25.06.2018 ISBN: 978-3-7645-0640-7

".... was für ein emotionales Erlebnis "

Von: ifinishit Datum: 01. September 2018

Inhalt: Anna Foster erhält mit 38 Jahren die Diagnose Alzheimer. Für sie bricht eine Welt zusammen. Sie trennt sich von ihrem Partner und zieht in ein Wohnheim. Ihr Bruder hat es aus dem Grund ausgesucht weil noch ein Mann in ihrem Alter dort lebt. Sie verlieben sich und das bringt viele Schwierigkeiten mit sich.... Rezension: Ich möchte eigentlich nicht mehr schreiben als der Klappentext verrät, dieses Buch wird aus der Sicht von mehreren Personen erzählt. Womit ich überhaupt nicht gerechnet habe. Ich lese selten Liebesgeschichten aber die Krankheitsthematik und die Leseprobe hatten mich neugierig gemacht. Alzheimer ist eine sehr schwere Erkrankung.Was passiert wenn man sich noch einmal neu verliebt und das Umfeld diese Liebe verbietet ? Wir begleiten Anna und weitere Personen durch ein trauriges Wirrwarr der Emotionen. Es zerreißt einem das Herz zu lesen wie Anna sich in ihrem Durcheinander im Kopf versucht immer wieder an Land zu hangeln. Die Autorin schafft es alle Figuren wirkungsvoll darzustellen, daduch entsteht eine atemberaubende Atmosphäre. Ich möchte wirklich, wirklich nicht mehr verraten...aber dieses Buch lässt dich nicht nur die Geschichte erleben, es wirft so viele Fragen auf. Wie würdest du reagieren? Was würdest du tun? Es hat mich wirklich zu Tränen gerührt, deshalb wird es eins meiner absoluten Jahres-Highlights. Ein( Liebes ) Roman der mein Herz sehr schwer werden lassen hat und ein mega Potential für einen Film hätte. Lies es....!!!!!

Höre auf dein Herz

Von: Lunau-Fantasy Datum: 25. August 2018

Vielen Dank an das Bloggerportal für die Zusendung des Rezensionsexemplares. Ich hatte mich auf das Buch beworben, da mich die Thematik des Buches angesprochen hat. Mein Opa ist selber an Demenz erkrankt und somit geht mir die Thematik sehr nahe. Das Cover finde ich schön, die Schreibschrift und die gedruckten Blumen harmonieren schön miteinander. Nur die Frau unten im Bild stört mich ein wenig, da sie optisch in meinen Augen eher nicht hineinpasst. Die Geschichte selber beginnt fünfzehn Monate zuvor mit Anna und wandert dann mit ihr und dem Fortschreiten der Krankheit weiter vorwärts. Unterbrochen werden diese Zeitsprünge mit Kapiteln über Eve, die in der Gegenwart spielen. Durch Eves Erzählungen erfahren wir, wie es um Anna und ihre Gesundheit bestellt ist - jedoch nur aus zweiter Hand. Das finde ich einen guten Weg, denn niemand weiß genau wie es in einem Demenz-Patienten aussieht und die Geschichte dann über eine außenstehende Person zu erzählen erscheint mir hier sinnvoll und ist auch besser nachvollziehbar. Richtig Spannung gibt es ja eigentlich nicht, da es sich hier um einen einfachen Roman handelt. Dennoch war der angenehme Schreibstil verständlich aufgebaut, hatte eine gute Menge Details und las sich flüssig. Durch den Wechsel zwischen den Charakteren blieb immer etwas offen und somit war Spannung dennoch gegeben. Die Charaktere sind mir sympathisch gewesen und ich bewundere Eve für ihren Einsatz, fremden Personen gegenüber. Ihre Leidenschaft zum Kochen teile ich zudem ebenfalls. Die Anzahl der Charaktere war angemessen und ich konnte gut nachvollziehen, wann von wem die Rede war. Die Idee des Buches wurde in meinen Augen gut umgesetzt und die Handlung folgt einem roten Faden. Das Ende ist abgeschlossen aber überraschend. Ein wenig hatte ich eine Vorahnung, wie es vermutlich ausgeht und lag damit auch richtig. Dennoch war die Umsetzung dessen wirklich gut und authentisch.

Ein sehr interessantes Buch über Alzheimer und betreutes Wohnen. Dieses Buch ist witzig und unterhaltsam auf seine ganz eigene Weise. Aber es geht auch tragisch und traurig zu. Es zeigt das man jeden Tag leben und genießen sollte, solange man es kann

Von: MoneP Datum: 13. August 2018

Wie grausam muss es sein, mit gerade einmal achtunddreißig Jahren die Diagnose Alzheimer zu bekommen. Durch die Erfahrungen mit ihrer Mutter, wusste sie, wie das ganze verlaufen wird. Doch anders als ihre Mutter befasst sie sich mit dem Thema und den Konsequenzen. Ihr Bruder Jack will dieses Mal alles richtig machen und seine Schwester in Sicherheit wissen. Doch ist Sicherheit gleichbedeutend mit glücklich sein? - Nein! Auch jeder gesunde Mensch braucht sich da nur die Frage stellen, ob man lieber fünf Jahre in Sicherheit oder ein Jahr glücklich Leben möchte. Wobei Anna keine fünf Jahre mehr hat. Hier gibt es Absätze von drei Menschen. Einmal lernen wir Anna und ihre Geschichte kennen. Man merkt, wie sie erst langsam und dann recht schnell abbaut. Diese Abschnitte waren interessant und haben mich fasziniert. Hier konnte man lesen, was sie dachte und wie sie Dinge beschrieb, deren Namen ihr nicht mehr einfielen. Teilweise musste selbst ich überlegen, was sie meinte und bekam so einen Einblick in ihre Krankheit, auch wenn das kein Vergleich ist zu dem, was sie dabei empfinden muss. Du weißt genau, du kennst dieses Ding, aber der Name fällt dir einfach nicht ein. Oder Personen und Umgebungen sind dir völlig fremd und einer dieser Menschen küsst dich auch noch einfach so. Fühlt man sich einsam und abgeschoben, wenn man in ein betreutes Wohnen gesteckt wird, oder findet man es richtig. Am Anfang wirkt das Leben im Rosalind House sehr trist und man hat das Gefühl, sie altert viel schneller. Doch dann kommt eine neue Köchin ins Haus. Eve ist eine starke Frau, oder versucht zumindest eine zu sein. Sie hat fast alles verloren, doch das Wichtigste bleibt ihr. Ihre sieben jährige Tochter Clementine. Für sie würde sie alles tun, und damit sie nicht auch noch die Schule wechseln muss, besorgt Eve sich die Stelle im Schulbezirk. Vom Chef wird sie zwar ausgebeutet, aber die Menschen im Rosalind House geben ihr etwas anderes. - Hoffnung. Diese hatte sie schon längst verloren. Sie ist für die Bewohner mehr als eine Köchin und Putzfrau. Sie hört zu und kümmert sich weit über ihren Job hinaus. Hoffentlich nicht mit negativen Folgen, denn auch Clementine ist oft zu Besuch. Clementine ist ein Herzliches, junges Mädchen. Sie ist nach den Vorkommnissen zuhause verschlossen und redet kaum noch mit ihrer Mama über ihre Gefühle. Doch im Rosalind House wird sie geliebt und auch sie taut auf. Die älteren Menschen geben ihr etwas, das sie selber noch nicht begreifen kann. Doch viel wichtiger war, was Clementine den älteren Menschen gab. Sie ist frisch und verspielt und hält die älteren Menschen auf Trab. Genau das, was sie brauchen. Und manchmal sollten wir einfach auf die Kinder hören. In ihrer Logik und in ihren aufrichtigen Sätzen steckt meist soviel Wahrheit (und vielleicht sogar Weisheit). Dieses Buch hat mir gezeigt, dass es viel mehr Aufklärung über Alzheimer und Demenz bedarf. Jeder muss für sich entscheiden, ob er die Kraft hat, eine an den Krankheiten erkrankten Menschen bei sich zu Pflegen oder in ein betreutes Wohnen abzugeben. Ich selber finde die Entscheidung für das betreutes Wohnen richtig. Dort gibt es Menschen, die viel Erfahrung mit diesen Krankheiten haben. Zuhause kann man nicht gewährleisten eine Person 24 Stunden, rund um die Uhr im Auge zu behalten. Personal und Angehörige sollten mehr auf die Gefühle und die Bedürfnisse der Betroffenen eingehen und nicht immer das vernünftigste machen. Natürlich gibt es Regeln, aber ich denke man sollte mehr Personal einsetzen um dies gewährleisten zu können.

Auch wenn du die Erinnerung verlierst, die Liebe vergisst du nie

Von: maikeliestsichweg Datum: 05. August 2018

Das Cover ist sehr liebevoll gestaltet und sprach mich direkt an. Die Frau auf dem Cover könnte Anna sein. Anna war mir von Anfang an sympathisch und ich fand es bewundernswert, wie die Autorin Annas Krankheit beschrieben hat. Auch Luke ist sehr liebevoll und ich hatte direkt ein Bild von ihm vor Augen. Eve, die Köchin,tat mir immer sehr leid und am liebsten hätte ich ihr meine Hilfe angeboten. Es muss sehr schwierig sein, wenn man plötzlich alles verliert und aber gleichzeitig stark sein möchte für seine kleine Tochter. Eves Tochter Clementine war einfach nur süß und goldig. Dennoch ist sie sehr gefühlvoll und trauert um ihren Vater. Die Handlung wurde aus der Sicht von Eve, Clementine und Anna erzählt. Dabei ist es der Autorin gelungen, Annas Geschichte aus der Vergangenheit zu erzählen, um damit zu verdeutlichen, wie schnell Alzheimer einen Menschen beeinträchtigt. Die Liebesgeschichte zwischen Luke und Anna war keine typische Liebesgeschichte, da die beiden sehr durch ihre Krankheit beeinträchtigt waren. Dennoch hat man die Liebe zwischen den beiden gespürt. Ein wunderschöner Roman mit einer schweren Thematik und dennoch schön.

Sally Hepworth - Anna Forster erinnert sich an die Liebe

Von: Christina Wagener Datum: 04. August 2018

Kennt ihr auch jemanden der unter dieser Krankheit leidet? _________________ *** REZENSION von ©Flotte Buchlotte*** _________________ Angaben zum Buch: Sally Hepworth Anna Forster erinnert sich an die Liebe blanvalet Verlag 384 Seiten 25.06.2018 erschienen 978-3-7645-0640-7 20,00 € TB Gebunden _________________ Angaben zum Cover: Dieses Cover mit seiner riesigen Wolke im Hintergrund, den verschnörkelten Blumen und der Frau, die sich versucht sich an etwas zu erinnern fällt einem gleich ins Auge. _________________ Angaben zum Autor: Sally Hepworth ist gebürtige Australierin, verbrachte jedoch viel Zeit damit, um die Welt zu reisen. Sie lebte in Singapur, Großbritannien und Kanada, wo sie als Eventmanagerin und im Personalwesen arbeitete. 2009 kehrte sie zurück nach Australien und wandte sich ganz ihrer großen Leidenschaft, dem Schreiben, zu. Sally Hepworth lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Melbourne. _________________ Klappentext: Auch wenn du deine Erinnerung verlierst, wirst du doch nie die Liebe vergessen… Anna Forster ist erst achtunddreißig, als sie die erschütternde Diagnose Alzheimer erhält. Sie weiß, dass ihr Zwillingsbruder Jack nur ihr Bestes will, und dennoch tut es weh, als er ihr vorschlägt, in ein betreutes Wohnheim zu ziehen. Sie weiß außerdem, dass in der Einrichtung nur eine weitere Person in ihrem Alter lebt - Luke, mit dem sie so viel mehr verbindet als mit allen anderen Menschen, die sie kennt. Anna und Luke verlieben sich ineinander, doch nach einem tragischen Vorfall setzen ihre Familien alles daran, die beiden zu trennen. Nur eine Person kann dem Liebespaar helfen: die Köchin Eve, die selbst einen schweren Schicksalsschlag verkraften musste. Doch ist sie bereit, alles für Anna und Luke aufs Spiel zu setzen? _________________ Meine Meinung: Was soll ich sagen? Diese Geschichte war eine wirklich sehr rührende und emotionale. Anna Forster, 38, ist hier in diesem Roman unsere Hauptprotagonistin, die an Alzheimer erkrankt ist. Alleine diese Tatsache schon, ist sehr traurig und bewegend. Anna war, - trotz ihrer Krankheit - eine starke Persönlichkeit, wie ich fande. Als ihr Bruder sie dann auch noch in ein betreutes Wohnen stecken will, fühlt sie sich abgeschoben. Nur zu gut konnte ich hier Anna verstehen. Das muss schon ein harter Schlag sein. Als sie sich dann aber arrangiert, lernt sie dort Luke, 41, kennen, mit dem sie sich auch von Anfang an verbunden fühlte. Der Schreibstil war hier in der Ich-Form gehalten und zwar jeweils von Anna, unserer Hauptprotagonistin in der Vergangenheit, Eve sowie ihrer 7-jährigen Tochter Clementine in der Gegenwart. Auch die einzelnen Kapitel waren für mich in normaler Länge gehalten. Auch Eve hatte eher bisher eine ereignisreiche Vergangenheit. Damit Clementine nicht die Schule wechseln muss, sucht sich Eve einen Job als Köchin und Reinigungskraft am Rosalind House. Trotz eigener Probleme ist sie doch vom Schicksal Annas betroffen. Das fande ich sehr mitfühlend. Und so treffen sich die beiden Seiten dieses Romans. Gut fande ich auch, dass die Autorin sehr gut auf das Krankheitsbild eingegangen ist. So konnte man sich als Außenstehender ein genaues Bild über diese machen. Es ist doch sehr erschreckend wie schnell diese voranschreitet. _________________ Fazit: Ein doch sehr bewegendes Buch über die Krankheit, die leider jeden - auch in jedem Alter - treffen kann. Daher gerne: --> 4 von 5 Sterne <--

Anna Forster erinnert sich an die Liebe

Von: Jade Datum: 03. August 2018

Anna selbst habe ich als eine tapfere, junge Frau kennengelernt, die trotz ihrer Krankheit versucht, eine gewisse Selbstbestimmung im Leben zu behalten. Vielleicht liegt das auch daran, dass sie dadurch, dass auch ihre Mutter daran erkrankt war, schon wusste, was sie erwartet. Auch Luke, der andere Heimbewohner in Annas Alter, ebenso wie die Köchin Eve und ihre Tochter Clem waren mir sofort sympathisch. Dann war da noch Annas Bruder Jack, der seiner Schwester schließlich bei der Wahl des Heims behilflich war. Auch er war mir sympathisch. Der Schreibstil der Autorin war schön und flüssig und so ließ sich das Buch trotz der ernsten Problematik gut lesen. Den Spannungsbogen, den die Autorin aufbaut, behält sie auch bis zum Ende bei, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Auch das Cover ist wunderschön gehalten und passt perfekt zur Geschichte. Alles in allem gelingt der Autorin hier ein wunderschönes Buch, das auch aufgrund der Schwere des Themas und durch die Charaktere besticht. Gerade durch den Vorfall, nachdem die Familien von Anna und Luke beschließen, die beiden zu trennen, wird die Schwere der Krankheit bei so jungen Leuten noch einmal hervorgehoben und irgendwie konnte ich diese Familienangehörigen auch verstehen, dass sie meinten, eine Trennung wäre besser für die beiden. Da mir das Buch einige schöne Lesestunden beschert hat, bekommt es von mir 5 von 5 Sternen

Das Herz vergisst nicht!

Von: Mimis Landbuecherei Datum: 03. August 2018

Zum Inhalt / Klappentext Auch wenn du deine Erinnerung verlierst, wirst du doch nie die Liebe vergessen … Anna Forster ist erst achtunddreißig, als sie die erschütternde Diagnose Alzheimer erhält. Sie weiß, dass ihr Zwillingsbruder Jack nur ihr Bestes will, und dennoch tut es weh, als er ihr vorschlägt, in ein betreutes Wohnheim zu ziehen. Sie weiß außerdem, dass in der Einrichtung nur eine weitere Person in ihrem Alter lebt – Luke, mit dem sie so viel mehr verbindet als mit allen anderen Menschen, die sie kennt. Anna und Luke verlieben sich ineinander, doch nach einem tragischen Vorfall setzen ihre Familien alles daran, die beiden zu trennen. Nur eine Person kann dem Liebespaar helfen: die Köchin Eve, die selbst einen schweren Schicksalsschlag verkraften musste. Doch ist sie bereit, alles für Anna und Luke aufs Spiel zu setzen? (Quelle: blanvalet) Meine Gedanken zum Buch Das Cover: Ein wirklich sehr ansprechendes Cover und wie so oft sind wieder Blumen im Spiel. An Covern mit Blumen darauf, kann ich anscheinend nicht vorbei. Allerdings hat der Klappentext es mir auch gleich angetan, da mich das Thema Alzheimer sehr interessiert. Das wunderschöne Cover und der Klappentext haben in mir den Wunsch geweckt zu erfahren, was hinter der Geschichte steckt. Inhalt: Anna ist 38 und erhält die Diagnose "wahrscheinlich Alzheimer". Die Krankheit schleicht sich ganz langsam in ihr Leben und schränkt die sympathische junge Frau nach und nach immer mehr ein. Da sie sich und andere nicht gefährden will, entschließt sie sich zu einem Umzug in ein Pflegeheim. Die Eingewöhnung fällt ihr Anfangs schwer, bis sie auf "junger Mann" trifft. Luke hat eine Art von Demenz, bei der unter anderem das Sprachvermögen immer mehr nachlässt. Die beiden nähern sich an und eine ungewöhnliche Liebe entsteht, die sich gegen das Vergessen aber auch gegen die besorgten Verwandten und das Pflegepersonal behaupten muss. Eve tritt aus einer Notlage heraus, die Stelle als Köchin im Pflegeheim an. Sie hat ihren Mann und auch sonst alles verloren und muss von vorn anfangen. Da ihr Mann undurchsichtige Geschäfte gemacht und dadurch eine Menge Leute um ihr Geld gebracht hat, schlägt ihr viel Missgunst entgegen. Eve gibt aber nicht auf und versucht sich und ihrer kleinen Tochter ein gutes Leben zu ermöglichen. Anna fällt ihr schnell auf, zuerst weil sie sich wundert was eine so junge Frau in einem Pflegeheim macht und dann durch die Liebe von Anna und Luke, die vom Pflegepersonal unterbunden und verhindert wird. Eve versteht nicht warum die beiden nicht zusammen sein dürfen und versucht Anna zu helfen und bringt sich damit selbst in Schwierigkeiten.... Schreibstil: Der flüssige und angenehme Schreibstil der Autorin fängt einen sofort ein und führt einen in die Welt von Anna und Luke. Eindrucksvoll bekommt man eine kleine Vorstellung davon, was es bedeutet alle wichtigen Dinge des Lebens zu vergessen, zu verlernen. Sicherlich werden hier nur kleine Teile ausgeleuchtet, da nur die Betroffenen selbst das genaue Ausmaß dieser Krankheit kennen und fühlen können. Annas Geschichte ist sehr berührend und gleichzeitig beeindruckt sie durch Mut und Willenskraft, das was einem Lieb und teuer ist festzuhalten. Das Herz behält die Oberhand über das erkrankte Gehirn und weiß, wen es liebt auch wenn der Mensch es kurzfristig zu vergessen scheint. Gleichzeitig wird die Geschichte von Eve und ihrer kleinen Tochter erzählt die mir genauso ans Herz gegangen ist, wie die von Anna und Luke. Die beiden müssen sich gegen Anfeindungen vieler Mitmenschen zur Wehr setzen und alles weil ein geliebter Mensch Fehler begangen hat, von denen sie nicht mal etwas geahnt hatten. Die Autorin enthüllt im Laufe der Geschichte immer mehr Einzelheiten aus Annas und Lukes Beziehung und Eves Schicksal und hält so die Spannung bis zum Ende aufrecht. Lieblingslesezeichen: Das Interessante an Alzheimer ist, dass sich die Diagnose letztlich nur durch eine Autopsie bestätigen lässt. Aus diesem Grund lautete Dr. Brains Diagnose, dass ich "wahrscheinlich Alzheimer" habe. Dieses "wahrscheinlich" hat mich immer zum Lachen gebracht. Er mag ein bisschen makaber klingen, aber die Vorstellung, dass sie einem den Kopf aufmachen, wenn man tot ist, und sagen: Ach, guck mal einer an. Sie hatte es gar nicht, hat für mich etwas Lustiges. Seite 125 Fazit Ein wirklich berührender Roman über eine ungewöhnliche Liebe, die eine furchtbare Krankheit nicht auslöschen kann und den Mut einer Frau, die einen Neuanfang sucht... 5 Sterne

Ein ernstes Thema verpackt in einen hoffnungsvollen Roman

Von: Marie's Salon du Livre Datum: 31. July 2018

Mit der Diagnose Alzheimer trennt sich die 38jährige Anna von ihrem Mann und bittet ihren Zwillingsbruder Jack ihr zu helfen, ein geeignetes Heim zu finden. Tatsächlich erfahren sie vom Rosalind House, dass dort ebenfalls ein recht junger Mann wohnt, der die gleiche Krankheit hat wie Anna. Dort angekommen beginnen Anna und Luke eine Freundschaft. Sie verbringen viel Zeit miteinander und ihre Gefühle verändern sich. Diese Beziehung, die anfangs gern gesehen wurde, scheint jedoch für Anna nicht immer sehr gesund zu sein. Die Familien von Anna und Luke entscheiden, die beiden strikt voneinander zu trennen. Die neue Köchin Eve kämpft selbst mit großen Problemen. Seit dem Tod ihres Mannes lebt sie mit ihrer Tochter Clementine alleine. Im Rosalind House nehmen sie die Bewohner und anderen Kollegen freundlich auf. Sofort fallen ihr Anna und Luke auf und schließt sie ins Herz. Dieses flüstert ihr auch zu, die zwei Liebenden wieder zu vereinen, auch gegen alle Widerstände. Wie hat es mir gefallen? Um dieses Buch bin ich schon länger herumgeschlichen und ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar. Die Thematik rund um Alzheimer gibt diesem Buch selbstverständlich eine gewisse Schwere. Vor allem da Anna und Luke beide noch nicht die 40 Jahre überschritten haben. Diese Krankheit in dem Alter diagnostiziert, schreitet viel schneller voran. Eine dramatische Entwicklung sowohl für die Betroffenen als auch die nahen Verwandten. Die Geschichte erzählen abwechselnd Anna, Eve und Clementine. Alle drei Erzählerinnen fesseln mit ihrer Sichtweise. Eve, die unglaublich zähen Überlebenswillen hat, um ihrer Tochter und sich selbst ein möglichst angenehmes Leben zu ermöglichen. Clementine, eine 7jährige, die typisch kindliche Probleme bewältigen muss. Die aber auch sehr viel Einfühlungsvermögen beweist und ihre Mutter unter allen Umständen schützen will. Annas Schilderungen stehen natürlich im Zeichen ihrer Krankheit. Sie ist sich ihrer Aussetzer bewusst, hat klare Momente aber ihr Gesundheitszustand verschlechtert sich ständig. Ihre heftigen manchmal sogar gewalttätigen Reaktionen sind nachvollziehbar und verständlich. Wer möchte schon von einer fremden Person geduscht werden? Ich kann nicht sagen, wie genau diese Einblicke sind, aber mich haben sie berührt. Mir gefiel die Geschichte rund um Anne, Eve und Clementine. Das ernste Thema Alzheimer verpackt zu einem Buch, das ein wenig zur Aufklärung beiträgt und auch erschreckt, aber es ließ mich nicht völlig zerstört zurück. Es gibt immer Hoffnung und diese Botschaft vermittelt die Autorin ausgezeichnet. www.mariessalondulivre.at

Alzheimer im Fokus - Liebevoll dargestellt

Von: Melanie E. Datum: 31. July 2018

"Anna Forster erinnert sich an die Liebe" ist ein Roman, der Alzheimer Demenz in den Fokus rückt, dabei aber nicht erdrückt, sondern auf liebevolle Art und Weise die verschiedenen Stadien der Erkrankung benennt und um eine Liebesgeschichte webt. Ich empfinde den Titel des Buches als sehr passend ausgewählt. In verschiedenen Perspektiven und diversen Rückblenden wird das Leben von Anna, dem jungen Mann und auch Eve und ihrer Tochter Clementine berichtet. Eve hat alles verloren und steht vor einem großen Scherbenhaufen. Um ihre Tochter weiterhin zu versorgen, bewirbt sie sich in der Wohneinrichtung, in der Anna lebt. Anna hat Eve gleich zu Beginn um Hilfe gebeten und damit einiges losgetreten, denn Eve ist eine sehr empathische Person, an der das Leben der Bewohner nicht spurlos vorüber geht. Vielleicht ist es auch ihr eigenes Erleben, welches sie dahin führt ein Helfersyndrom zu entwickeln? Das schwere Päckchen welches Eve zu tragen hat, könnte mutlos machen, aber Eve schafft es eine Wende in ihrem Leben zu erreichen, auch wenn es den Verlust ihres vorherigen Reichtums, ihres Mannes, zum Teil ihrer Würde und ihres Freundeskreis betrifft. Sie hat viel verloren, aber sie gibt nicht kampflos auf, lässt sich demütigen,um ihrer Tochter das gewohnte Umfeld beibehalten zu lassen. Clementine bietet selbst eine große Angriffsfläche für Mobbing und Ausgrenzung. Es ist ein hartes Schicksal, welches verarbeitet werden muss und die Wahrheit über ihren Vater erdrückend, aber dieses starke furchtlose Mädchen lässt sich nicht entwürdigen, sondern schafft es, sich für mich zu meinem Lieblingscharakter des Romans zu entfalten. Clementine wertet das Buch definitiv auf. Warum aber "Anna Forster erinnert sich an die Liebe"? Warum ein Roman, der Alzheimer Demenz in den Vordergrund rückt? Vielleicht, um uns dahin gehend zu sensibilisieren, dass es auch Fälle der Erkrankung gibt, die vor dem 65 Lebensjahr beginnt und eine junge Frau aus ihrer gewohnten Umgebung und ihren Fähigkeiten reißen kann? Ich finde es als sehr gelungen mich mit dieser Thematik auseinander zu setzen und zu erkennen, wie viel Potential und viele Momente des Erkennens vorhanden sind, bevor die Erkrankung Überhand nimmt. Die Wünsche des erkrankten Menschen sollten bestehen bleiben und nicht um Sorge um das Wohlergehen beschnitten werden. Natürlich bekommen wir ein Verständnis für Jacks Verhalten (Annas Zwillingsbruder), dennoch übernimmt er einfach zu viel Kontrolle, was bedeutet, dass er Anna nicht zu Wort kommen lässt und dadurch ihre Bedürfnisse nicht wahrnimmt. Eve ist es, die für Annas Wohlbefinden sorgt, was mich sehr beeindruckt. Auch wenn diese um ihren Job besorgt ist, nimmt sie Anna wahr und erkennt Dinge, die für andere zunächst unerkannt bleiben. Es zeigt sich, dass auch wenn das Gedächtnis nachlässt, die Liebe, das Gefühl von Geborgenheit bestehen bleibt. Liebe drückt sich nicht nur im sexuellen Bereich aus, sondern auch in einer Umarmung, einer Berührung oder die bloße Anwesenheit des geliebten Menschen. Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung an diesen besonders warmherzigen Roman, der mich berühren konnte und authentisch die Lebensgeschichten verschiedener Personen miteinander verknüpft hat.

Trotz ernster Thematik zaubert einem die Geschichte ein Lächeln aufs Gesicht

Von: paperlove Datum: 30. July 2018

Als ich das Buch begonnen hatte, musste ich erst einmal schwer schlucken. Ohne grosse Vorwarnung wird verkündet, dass Anna – die Protagonistin des Buches – mit gerade mal 38 Jahren an Alzheimer erkrankt ist. Wer sich ein bisschen mit der Diagnose auskennt, weiss, dass die Prognose für einen so frühen Ausbruch der Krankheit sehr schlecht ist und die Demenzerkrankung sehr rasch voranschreitet, bis sie letztendlich zum Tod führt. Ein sehr tragisches Schicksal für viele Familien. In diesem Fall angesichts des jungen Alters von Anna, noch sehr viel tragischer, denn eigentlich hätte sie den grossen Teil ihres Lebens noch vor sich gehabt. Nachdem es in Anwesenheit ihres Neffen beinahe zu einem Unfall gekommen wäre, entschliesst sich Anna in ein Pflegeheim für betreutes Wohnen zu gehen. Die Wahl ist dabei auf das „Rosalind House“ gefallen, nicht zuletzt dadurch, dass es in der Einrichtung neben vielen älteren Bewohnern auch noch einen jungen Mann in Annas Alter gibt. An dieser Stelle hatte ich erwartet eine Geschichte zu lesen zu kriegen, in der sich Anna und Luke – der besagte „junge Mann“ – allmählich näher kennenlernen und sich ineinander verlieben, um dann zuletzt durch ein dramatisches Ende den Abschied zu finden, der Annas Alzheimererkrankung geschuldet ist. Doch ich habe mich getäuscht! Die Story erzählt nämlich nicht nur ausschliesslich Annas Geschichte aus ihrer Perspektive, sondern auch die der Köchin Eve, die nach einem eigenen schweren Schicksalsschlag, eine neue Stelle im Rosalind House anfängt und deren Weg sich somit mit dem von Anna kreuzt. Während sich Eves Erzählungen (und die ihrer 7-jährigen Tochter) auf die Gegenwart beziehen, erfährt man in Annas Kapiteln rückblickend, wie es ihr in den letzten Monaten ergangen ist. Dabei kommen so einige erschütternde Details ans Licht, die ich niemals erwartet hätte und mich sehr berührt haben. Es hat sich beim Lesen herausgestellt, dass nicht das Kennen- und Liebenlernen von Anna und Luke im Vordergrund der Geschichte steht (denn das passiert relativ schnell), sondern vielmehr die tragischen Folgen, die die Liaison mit sich bringt und die Angehörigen auf den Plan ruft. Das Ende ist schliesslich sehr schön abgerundet und nicht mal halb so dramatisch, wie ich es bei der Thematik anfänglich erwartet hatte. Stattdessen schafft es die Autorin den Leser trotz dem ernsten Thema „Alzheimer“ mit einem guten Gefühl den Buchdeckel zuklappen zu lassen. Fazit: Ein kurzweiliger Frauenroman, der einem trotz ernster Thematik und teilweise erschütternden Ereignissen am Schluss ein Lächeln auf die Lippen zaubern kann. Die Liebesgeschichte rund um Anna und Luke konnte zumindest für einen Moment mein Herz erwärmen. Das Buch kann ich besonders als leichte Sommerlektüre weiterempfehlen.

"Auch wenn du deine Erinnerung verlierst, wirst du doch nie die Liebe vergessen.."

Von: sk Datum: 24. July 2018

Klappentext: Auch wenn du deine Erinnerung verlierst, wirst du doch nie die Liebe vergessen … Anna Forster ist erst achtunddreißig, als sie die erschütternde Diagnose Alzheimer erhält. Sie weiß, dass ihr Zwillingsbruder Jack nur ihr Bestes will, und dennoch tut es weh, als er ihr vorschlägt, in ein betreutes Wohnheim zu ziehen. Sie weiß außerdem, dass in der Einrichtung nur eine weitere Person in ihrem Alter lebt – Luke, mit dem sie so viel mehr verbindet als mit allen anderen Menschen, die sie kennt. Anna und Luke verlieben sich ineinander, doch nach einem tragischen Vorfall setzen ihre Familien alles daran, die beiden zu trennen. Nur eine Person kann dem Liebespaar helfen: die Köchin Eve, die selbst einen schweren Schicksalsschlag verkraften musste. Doch ist sie bereit, alles für Anna und Luke aufs Spiel zu setzen? Meine Bewertung: Zum Cover: Das Cover finde ich gelungen. Es ist nicht voller Details: zu sehen sieht man eine Frau, die mit den Rücken zum Betrachter steht und sich mit einer Hand an rosafarbende Blumen festhält, welche das ganze Cover zieren. Zum Inhalt: Dieser Roman thematisiert zwar das Schicksal, Familientragödie und das Leben, aber vor allem die erschütternde Krankheit Alzheimer. Die Autorin Sally Hepworth hat den Verlauf der Krankheit sehr gut wiedergegeben, sodass man als Leserin einen guten Einblick gewinnen konnte - obwohl von der Autorin nicht explizit ins Detail gegangen wurde. "Anna Forster erinnert sich an die Liebe" ist ein sehr emotionaler Roman über die Liebe, über den Verlust der eigenen Erinnerungen, der eigenen Identität und vor allem ein Roman über das Abschiednehmen und den Neuanfang. Dennoch macht die Autorin eins deutlich klar: "Auch wenn du deine Erinnerung verlierst, wirst du doch nie die Liebe vergessen.." Zum Schreibstil: Insgesamt ist der Roman in 50 Kapitel unterteilt. Die Erzählperspektive ist von Kapitel zu Kapitel verschieden und liegt bei Anna, der Köchin Eve und ihrer kleinen Tochter Clementine. Die Charaktere des Romans waren alle sympatisch und authentisch. Der Autorin gelingt es wunderbar in ihre Protagonisten zu schlüpfen und dieses schwierige Thema 'Alzheimer' erlebbarer zu machen. Die Handlung wird zwar in der Gegenwart erzählt, doch befinden sich auch Abschnitte zu Annas Vergangenheit, der Zeit vor der Krankheit. Trotz der schweren Thematik emfand ich den Schreibstil der Autorin Sally Hepworth als leicht und flüssig. Das Buch hält einen fest im Griff, rührt einen zu Tränen und bringt auch andere Emotionen zum Vorschein. Mein Fazit: Der Roman der Autorin Sally Hepworth macht nachdenklich und ist einem Thema gewidmet, welches dringend in den Vordergrund geschoben werden soll. Alzheimer ist eine große Belastung für alle Betroffenen selbst und auch deren Angehörige und doch ist Alzheimer in jungen Jahren nicht selten. Der Roman hält einen fest im Griff, lässt einen nicht mehr los und bringt definitiv Emotionen beim Lesen zum Vorschein. "Anna Forster erinnert sich an die Liebe" muss defintiv gelesen werden und bekommt dementsprechend 5 von 5 Sterne ! Danke an das Bloggerportal und dem blanvalet - Verlag für die Bereitstellung des Rezensionexemplares!

Schöne Geschichte trotz Alzheimer

Von: Kathaflauschi Datum: 24. July 2018

Vielem Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar. Schon durch den Klappentext bin ich aufmerksam auf dieses Buch geworden. Ich war gespannt, welche und wie das Thema Krankheit dort behandelt werden. Normalerweise bin ich eigentlich vorsichtiger mit solchen Geschichten, doch dieses Buch konnte mich begeistern. Man lernt die Protagonistin Anna kennen, die Alzheimer hat. Sie ist 38 Jahre und landet, auf ihren Wunsch hin, in ein betreutes Wohnen. Allerdings leben dort nur Ältere Menschen, außer Luke, der in Annas Alter ist und so wie Anna, sein Leben nun dort absitzt. Dieses Buch ist wirklich interessant und erfrischend. Es ist eine Liebesgeschichte mal anders und nicht so wie man gewohnt ist. Anna hätte nie geahnt, dass sie sich nochmal verlieben könnte. Dabei bringt die Autorin auch eine gute Message zu uns Leser. Nicht nur gesunde Menschen haben das Glück verdient, auch kranke verdienen solches Glück. Als Leser erfählrt man auch, welche Probleme die betroffenen haben, die auch teilweise sich Familienmitglieder ausgelöst wurden. Die Protagonistin Anna fand ich dabei ganz interessant. Sie war mutig und hat auch ein gutes Herz. Sie wollte sich den Regeln im Haus widersetzen, was aber nicht so geklappt hat. Die Charakter in der Story waren alle authentisch und realistisch geschrieben. Jede Person war auf seine Weise einzigartig und symphatisch. Der Schreibstil der Autorin war leicht und flüssig zu lesen. Sie hat diese Thematik auch gut beschrieben und ist dabei nicht zu viel ins Detail gegangen. Man kann sich als Leser vorstellen, wie sich die Symptome zeigen und wie sich diese Person abbaut. Man liest allerdings nicht nur von Anna und Luke, sondern auch von Eve, deren Leben ein einziges Scherbenhaufen ist. Sie bekommt eine Stelle in diesem betreutes Wohnheim und man erfährt auch im Laufe der Story über ihre Geschichte, weshalb sie mir sogar leid tat. Doch sie hält immer noch an die Liebe und das Glück fest, was ich dabei schön empfand. Der Handlung kann man sehr schön folgen und man möchte das Buch einfach nicht so schnell aus der Hand legen. Man hofft einfach für die Protagonisten und wünscht sich, die Erfüllung der Träumen von den jeweiligen Charakter in der Geschichte. Die Geschichte über Anna erfährt man in der Gegenwart sowohl auch in der Vergangenheit, wo ihre Krankheit so richtig begonnen hat. Ich kann dieses Buch nur weiter empfehlen, den das bringt einen selbst dazu, zu hoffen und das Glück zu genießen das man hat.

Sehr emotional

Von: EvaMaria Datum: 23. July 2018

Das Buch konnte mich absolut begeistern, denn es war jetzt für mich mal was anderes. Ich lese normalerweise keine Bücher über Krankheiten und so, denn ich finde diese dann zumindest teilweise sehr belastend. Hier hat die Hauptprotagonistin Anna Alzheimer und zwar bereits mit 38 Jahren. So landet sie auf eigenem Wunsch in einem Haus für betreutes Wohnen und hier sind auch sehr viel alte Menschen, allerdings gibt es auch einen in Annas Alter. Luke ist auch erkrankt und sitzt hier sein Leben ab. Persönlich fand ich das Buch sehr interessant. Es ist eine Liebesgeschichte, allerdings absolut nicht typisch. Man erfährt als Leser, welche Probleme die betroffenen Personen haben, welche durch ihre Familienmitglieder ausgelöst werden. Anna hätte auch nie geahnt, dass sie sich nochmals verlieben könnte. Sie versucht außerdem, sich gegen die Regeln in diesem Haus zu wehren, was aber nicht so leicht ist. Der Aspekt der Krankheit war sehr interessant beschrieben, obwohl von der Autorin nicht wirklich viel ins Detail gegangen wurde, kann man sehr gut verfolgen, wie schnell eine betroffene Person abbaut und wie sich die Symptome zeigen. Auch die Abschnitte von Eva waren definitiv lesenswert. Sie steht vor den Scherben ihres Lebens und bekommt eine Arbeit in diesem Heim. Man erfährt im Laufe des Lesen, was ihr passiert ist und ich hatte auch wirklich Mitleid mit ihr, denn auch ihr Leben scheint nicht leicht zu sein. Ich fand es aber sehr schön, wie sie dennoch an die Liebe glaubt. Die Charaktere in der Geschichte waren alle sehr sympathisch und authentisch. Ich fand es toll, wie diese von der Autorin beschrieben wurde und ich kann jetzt ehrlicherweise keine Präferenz feststellen, denn ich empfand jede Person und seine Geschichte als was besonderes und sehr emotional. Der Schreibstil der Autorin war trotz der Thematik sehr leicht und flüssig. Das Buch war sehr angenehm zu lesen, obwohl es emotional nicht ohne ist. Der Handlung kann man sehr gut folgen, denn alles war sehr gut verständlich beschrieben. Die Geschichte wird in der Gegenwart erzählt, allerdings sind die Abschnitte von Anna in der Vergangenheit, bevor die Krankheit so richtig losgelegt hat. Das Cover finde ich ganz ansprechend und dezent gestaltet. Zur Autorin: Sally Hepworth ist gebürtige Australierin, verbrachte jedoch viel Zeit damit, um die Welt zu reisen. Sie lebte in Singapur, Großbritannien und Kanada, wo sie als Eventmanagerin und im Personalwesen arbeitete. 2009 kehrte sie zurück nach Australien und wandte sich ganz ihrer großen Leidenschaft, dem Schreiben, zu. Sally Hepworth lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Melbourne. Quelle: Verlag Fazit: 5 von 5 Sterne. Wunderbare, emotionale Geschichte. Kann ich absolut weiterempfehlen.

Auch wenn der Kopf vergisst, dass Herz vergisst nichts!

Von: Lesemaus Datum: 18. July 2018

Inhalt : Anna Forster ist achtunddreißig als die schreckliche Diagnose Alzheimer erhält, nachdem auch ihre Mutter an Alzheimer erkrankte, weiß Anna genau was sie erwartet. Gemeinsam mit ihrem Zwillingsbruder entscheiden sie sich, dass Anna in ein betreutes Wohnheim ziehen wird. Im Rosalind House wohnt eine weitere Person in Annas Alter, Luke. Er leidet an einer anderen Form der Demenz . Nach einiger Zeit nähern sich Anna und Luke an, bis es zu einem schrecklichen Unfall kommt. Von einem Tag auf den anderen werden sie voneinander fern gehalten. Nur eine Person ist breit den beiden zu helfen, Eve die neue Köchin, obwohl sie selbst mit ihrem Leben zu kämpfen hat. Meinung : Sally Hepworth hat sich ein Thema gewidmet , welches es dringend nötig hat in die Vordergrund geschoben zu werden. Alzheimer ist leider gar nicht so selten , auch in jungen Jahren. Es ist ein große Belastung für alle Betroffenen als auch für die Angehörigen. Sally hat den Verlauf der Krankheit gut wiedergegeben und nicht nur einmal musste ich mir eine Träne verdrücken. Erzählt wird aus drei Sichtweisen, Anna, Eve und ihre kleine Tochter Clementine. Eve hat mir als Charakter sehr gefallen, auch wenn sie eigene Probleme hatte, hat sie alles versucht um Anna und Luke zu helfen. Wobei Eve mir auch sehr leid tat, da sie für etwas bestraft wurde, wofür sie gar nichts kann. Ebenso ihre Tochter Clementine musste unter dem Schicksalsschlag enorm leiden. Ihre Kapitel haben mir sehr gefallen, Clementine ist ein aufgewecktes Kind und findet Trost bei den Bewohnern des Rosalind House. Die Kapitel von Anna spielen hauptsächlich in der Vergangenheit, während alle anderen Kapitel in der Gegenwart erzählt werden, dadurch wird sehr klar wie schnell Anna abgebaut hat. Ob ein Alzheimererkrankter seine Umgebung so wie die Autorin es dargestellt hat wahrnimmt , bleibt fraglich. Durch meine Arbeit im Pflegeheim , habe ich täglichen Kontakt mit Menschen die an Demenz erkrankt sind, oft frage ich mich, was ihnen im Kopf herumschwirrt . Sehr authentisch hat aber die Autorin die Situation von Annas Bruder Jack dargestellt, der als ihr Betreuer eingetragen ist. Die Verantwortung die er trägt ist nicht leicht, besonders wenn es darum geht was sie seine Schwester wünscht. Der Schreibstil ist sehr gut und die Seiten fliegen nur so dahin, es wird auch nicht langweilig oder ähnliches. Das Buch hält einen fest im Griff, rührt einen zu Tränen und bringt auch andere Emotionen zum Vorschein. Das Ende ist wirklich schön auch wenn sich an Annas und Lukes Krankheit natürlich nichts ändert. Das Cover finde ich ebenfalls sehr gelungen. Fazit: Ein Buch welches sich zu lesen lohnt.

Eine dramatische Geschichte mit tollen Figuren.

Von: Mina Meurer Datum: 16. July 2018

Hauptsächlich geht es in dem Roman um Anna, ihr Leben in dem Wohnheim und das Fortschreiten der Alzheimerdemenz. Parallel dazu verfolgt man die Geschichte aber auch durch die Sicht von Eve und ihrer Tochter Clem. Eve steht vor dem Nichts, weil ihr Mann eine kriminelle Handlung begangen hat und nimmt deswegen einen Job als Köchin/Reinigungskraft in Annas Wohnheim an. Clem ist ihre Tochter und hält sich ebenfalls oft dort auf, wenn ihre Mutter dort arbeitet. Wie man sich vorstellen kann, fühlt Anna sich zu Beginn überhaupt nicht wohl in dem Wohnheim, zumal sie nicht wirklich eine Andere Wahl hatte, denn es gab ein Ereignis, bei dem Annas Neffe zu Schaden gekommen ist, als Anna auf ihn aufgepasst hat. Zwar ist sie mehr oder weniger freiwillig dort eingezogen, aber es war Jacks "Vorschlag". Ich habe mich beim lesen oft gefragt, wie ich an Jacks Stelle reagiert hätte, denn ich finde es grausam, jemanden seiner Krankheit wegen abzuschieben. Nun habe ich natürlich leicht reden, denn ich stecke nicht in dieser Situation, ich weiß aber durch mein Umfeld, wie anstrengend es sein kann, jemanden daheim zu versorgen, der an Alzheimerdemenz leidet, und ich weiß auch, wie schwierig die Krankheit gerade zu Beginn für den Erkrankten ist. Anna und Eve haben zwei ganz verschiedene Leben und Zukunftsaussichten, teilen aber einen großen Teil des Alltags miteinander. In diesem Rahmen schließt Eve Anna ins Herz und freut sich über ihre Liebe zu Luke, denn Anna blüht richtig auf. Dass die beiden getrennt werden sollen, kann Eve nicht begreifen, die beiden Liebenden natürlich ebenso wenig. Ob die beiden doch noch zusammen kommen, müsst Ihr natürlich selbst heraus finden. Auch die kleine Clem ist bezaubernd und erfrischend, die Bewohnerin mögen sie deswegen sehr gerne leiden. Der Schreibstil von Sally Hepworth ist sehr eindringlich und flüssig, ich war daher sofort in der Geschichte drin. Mitzubekommen, wie Anna immer mehr in die Demenz abdriftet, war so interessant, wie grausam. Ich hätte ihr bei so vielen Situationen gerne geholfen und kann jetzt ein Stück mehr nachvollziehen, wie Anna, aber auch ihr Umfeld sich gefühlt haben muss. Beide Seiten zu vermitteln, ist nicht immer einfach, die Autorin hat das aber mühelos geschafft. Fazit Eine dramatische Geschichte mit tollen Figuren. Ähnliche Bücher Das Leuchten der Erinnerung, Mein Leben ohne Gestern, Einfach unvergesslich.

Berührend

Von: Sabine Hartmann Datum: 13. July 2018

Anna Forster hat Demenz und zieht deswegen in ein Wohnheim. Dort begegnet sie Luke, der an der gleichen Krankheit leidet. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Liebe, begrenzt und eingeschränkt durch die Umstände, die Verwandten, die Regeln. Gleichzeitig arbeitet Eve in dem Wohnheim. Sie hat schwer zu kämpfen, weil ihr Mann Fehler gemacht hat, die sie und ihre Tochter nun ausbaden müssen. Beim Lesen versteht man die Probleme und Gefühle von Demenzkranken von Seite zu Seite besser. Alles wird nachvollziehbarer und berührend. Der Autorin gelingt es, in ihre Protagonisten zu schlüpfen und dieses schwierige Thema erlebbar zu machen. Dass die Liebe von der Erinnerung getrennt ist und doch von ihr gesteuert wird, ist ein interessanter Aspekt. Stilistisch geht der Roman sehr subtil vor, lässt den Lesern Raum für eigene Gedanken und erzeugt doch gleichzeitig einen Sog, dem man sich kaum entziehen kann. Ein Buch, das kein Happy End haben kann, aber doch versöhnlich nachwirkt.

“Wenn ich glücklich bin, müssen sie kein schlechtes Gewissen haben”

Von: JD's Book of Life Datum: 10. July 2018

Anna ist 38 Jahre alt, als sie die Diagnose Alzheimer bekommt. Als sie merkt, dass die Krankheit sie zu sehr einschränkt und auch die Menschen in ihrer Umgebung gefährdet, beschließt sie in ein Heim für betreutes Wohnen zu ziehen. Die Wahl fällt auf das Rosalind House, in dem sie sehr bald Luke kennen lernt. Auch er hat im Alter von 40 Jahren eine Form von Alzheimer. Die beiden verstehen sich schnell sehr gut und verlieben sich auch bald ineinander. Als Eve als neue Köchin in Rosalind House anfängt, ist es Anna und Luke nach einem tragischen Vorfall jedoch verboten, zusammen zu sein. Als Anna Eve bittet, ihr zu helfen, kann sie nicht anders als zuzustimmen. (Werbung) Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt bekommen. Das beeinflusst meine Meinung natürlich in keiner Weise. Eigentlich lese ich nicht oft Geschichten in denen es vordergründig um Liebe geht und auch Geschichten über kranke Menschen kommen nicht all zu häufig bei mir vor. Allerdings hat mich dieses Buch einfach angesprochen und so ist es bei mir eingezogen und ich habe auch direkt damit begonnen, es zu lesen. Die Geschichte wird aus drei Perspektiven erzählt. Einmal von Anna aus der Vergangenheit, wir setzten aus ihrer Sicht 15 Monate vorher an. Und dann wird die Geschichte von Eve aus der Gegenwart erzählt. Die dritte Perspektive wird von Eves Tochter Clementine erzählt. Ihre Kapitel haben aber nur sehr wenig mit der eigentlichen Haupthandlung zu tun. Diese Kapitel hätte es für mich ehrlich gesagt nicht unbedingt gebraucht, sie haben der Geschichte aber auch keinen Abbruch getan. Ich war nach den ersten paar Seiten schon direkt drin in der Geschichte. Man erfährt ziemlich zügig, wie sich die Alzheimer bei Anna bemerkbar gemacht hat und welche Konsequenzen das für sie hat. Die Stimmung in dem Buch war teilweise wirklich fröhlich, Anna ist ein sehr lustiger Charakter. Sie hat auch den Galgenhumor, den viele Kranke aufweisen. Es war wirklich so, dass ich bei manchen Abschnitten lachen musste, obwohl es eigentlich gar nicht witzig war. Aber manche Ereignisse im Leben kann man nur mit Humor ertragen. Auf der anderen Seite war das Buch aber auch sehr bedrückend. Ich habe es immer wieder weg legen müssen weil mich manchen Sachen einfach sehr mitgenommen haben. Oft waren es nur Kleinigkeiten. An manchen Stellen zum Beispiel werden Luke und Anna einfach behandelt wie kleine Kinder. Ich fand das einfach schlimm, denn es sind ja immer noch erwachsene Menschen. Auch wenn sie vielleicht nicht so interagieren können wie es für ihr Alter normal wäre. Und doch habe ich das Buch eine kurze Zeit später wieder in die Hand genommen, weil ich zurück in die Geschichte wollte. Ich wollte einfach wissen, wie es weiter geht. Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Die meisten waren auf die ein oder andere Weise liebenswert. Ich mochte Anna sehr gerne und auch Eve war mir sympatisch. Auch Luke, Clara und ihr Mann Laurin fand ich toll. Und selbst Bert war auf seine Art ein netter Kerl. Eric, den Heimleiter konnte ich schon auf den ersten Seiten nicht ausstehen. Annas Bruder Jack war ein Kapitel für sich. Ich konnte verstehen, was ihn motiviert hat, so zu handeln wie er eben handelte. Allerdings fand ich es furchtbar engstirnig und er ging mir teilweise wirklich auf die Nerven. Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir das Buch wirklich gut gefallen hat. Das ist eine der wenigen Geschichten, bei denen ich mir vorstellen kann, sie später wieder zur Hand zu nehmen und sie noch einmal zu lesen.

Anrührende Geschichte über die Schicksale zweier Frauen - ein Roman über Liebe und Abschiednehmen

Von: schnäppchenjägerin Datum: 09. July 2018

Anna Forster ist frühzeitig an Alzheimer erkrankt und beschließt mit 38 Jahren, als sie noch Herrin ihrer Sinne ist, in eine betreute Wohnungseinrichtung zu ziehen. Naturgemäß sind dort nur alte Menschen untergebracht, bis auf den 41-jährigen Luke, der ebenfalls bereits an einer Form von Demenz leidet. Anna wehrt sich gegen die Regeln in Rosalind House, hat nicht geahnt, sich noch einmal zu verlieben und schon gar nicht, dass sie innerhalb weniger Monate so stark körperlich und vor allem geistig abbaut. Eve Bennet steht nach einer Familientragödie vor den Trümmern ihres Lebens, ist fortan alleinerziehend und muss in eine Zwei-Zimmer-Wohnung in einen heruntergekommenen Stadtteil ziehen. Damit ihre siebenjährige Tochter Clem nicht auch noch die Schule wechseln muss, sucht sich Eve einen Job in dem Stadtbezirk ihrer Schule und fängt als Köchin und Reinigungskraft in Rosalind House an. Sie ist berührt vom Schicksal von Anna und Luke und kann nicht begreifen, dass deren Familien die beiden Verliebten voneinander trennen. "Anna Forster erinnert sich an die Liebe" ist eine herzergreifende Geschichte über den Albtraum Alzheimer, die Folgen des Verlusts der Erinnerungen und die Liebe, die trotz allem bleibt. Der Roman ist in der Gegenwart aus der Perspektive von Eve und Clem geschrieben, während Annas Sicht die Ereignisse einige Monaten zuvor beschreibt. Durch die Ich-Perspektive ist sehr anschaulich, aber auch traurig zu lesen, welchen Verlauf Annas Krankheit nimmt. Während sie zu Beginn ihres Aufenthalts in Rosalind House unleidig ist und sich in ihrem Zimmer verkriecht, blüht sie auf, als sie Luke näher kennenlernt. Das Liebesglück ist aber nur von kurzer Dauer, da ihre Familien einen Kontakt der beiden nach einem Unfall unterbinden und Anna das Fortschreiten des Gedächtnisverlusts nicht stoppen kann. Sie reagiert aggressiv auf ihre Familie, für die die Situation ebenso belastend ist, und auf die Betreuer in Rosalind House. Eve hat massive eigene Probleme, wird nach dem Finanzbetrug ihres Ehemanns in ihrem sozialen Umfeld geschnitten und sorgt sich vor allem um ihre kleine Tochter, die in der Schule unter den verbalen Attacken ihrer Mitschüler leidet. Clem kann nicht verstehen, dass ihr geliebter Daddy ein "böser Mann" sein soll. Trotz ihres eigenen Schicksals glaubt Eve noch an die Liebe und setzt sich heimlich - und naiv - dafür ein, dass sich Anna und Luke weiterhin sehen können. "Anna Forster erinnert sich an die Liebe" ist eine wirklich anrührende Geschichte über zwei Frauen mit ganz unterschiedlichen Problemen und Zukunftsaussichten, die zwar sehr emotional, aber nicht kitschig, sondern sehr authentisch wirkt. Der Roman handelt von einer Familie, die Abschied nehmen muss und einen geliebten Menschen nicht nur an den Tod verlieren wird, sondern auch miterlebt, wie sich die Person verändert, wenn ihr ihre Erinnerungen genommen werden. Dabei begegnen diese empathischen Menschen, die bereit sind, Risiken einzugehen, um anderen zu helfen. Auch wenn Annas Schicksal auf den ersten Blick deprimierend ist, zeigt die Geschichte, dass Alzheimer zwar das Gehirn, nicht aber das Herz angreift und weiterhin Liebe empfunden werden kann. Und auch Eve ist eine so starke Persönlichkeit, dass sie sich von den Gegebenheiten - für die sich nichts kann und doch verantwortlich gemacht wird - nicht einschüchtern lässt und dass das Leben für sie und ihre Tochter noch mehr bereit hält, als mit den Folgen des finanziellen Ruins und dem Verlust ihres Ehemanns leben zu müssen.

Ein schön geschriebenes Buch über ein Thema welches nicht einfach ist

Von: Samy Datum: 03. July 2018

Bei diesem Buch schreibe ich euch keine Inhaltsangabe, weil ich nicht zu viel verraten möchte, da dieses Buch aus 3 Sichten erzählt wird könnte ich nichts verraten was kein Spoiler wäre. Somit möchte ich euch lieber mit meiner Meinung von diesem Buch überzeugen. Wo wir schon bei der Inhaltsangabe sind so kann ich euch sagen das diese aus der Ich-Perspektive erzählt werden und von der Autorin wirklich sehr schön Flüssig in den Übergängen gehandelt werden. Die Autorin schreibt die Geschichte in einem wunderschönen Stil mit viel Emotionen. Dieses Buch dreht sich um die Alzheimerdemenz und natürlich ist dieses Thema nicht gerade leicht. Deswegen ist das Thema auch nicht einfach, hier kommt viel Emotion ins Spiel. Für mich ist das Thema auch nicht einfach durch meine Arbeit in der Altenpflege, ich kenne das Thema also. Die Charaktere im Buch haben mich alle überzeugt und waren jeder auf ihre Art wirklich toll. Jeder einzelne Charakter in diesem Buch hat seinen eigenen Kopf. Ich muss auch gestehen das die Geschichte zwar ein klein bisschen vorhersehbar ist doch das kann ich bei der Geschichte übersehen denn hier steht das Thema im Vordergrund.

Wenn die Erinnerung schwindet

Von: Nadine Dietz Datum: 29. June 2018

Es handelt sich um eine sehr emotionale Geschichte,die zum Nachdenken anregt. Sie wird aus drei Perspektiven in der ICH-Form erzählt: Anna, Eve und Clem. Im Vordergrund steht die Alzheimerdemenz. Die Autorin hat das Krankheitsbild sehr anschaulich dargestellt und die Gefühlswelt der Protagonistin Anna wird sehr anschaulich dem Leser nahegebracht. Das Fortschreiten des Gedächtnisverlustes hat mich sehr betroffen gemacht und am liebsten hätte ich Anna manchmal."auf die Sprünge geholfen".Die verschollenen Gefühle der Verliebtheit fand ich rührend und ich wünschte Anna und Luke viele schöne Momente. Eve hat mich auch begeistert, da sie sich trotz eigener Probleme sehr für die beiden eingesetzt hat und die kleine Clem liess mich oft schmunzeln. Auch das Cover passt perfekt und ich stelle mit Anna vor,die sich am Faden der Erinnerung festhält. Fazit: Dieser Roman wird mir positiv in Erinnerung bleiben. Deshalb vergebe ich gern 4/5🌟und eine Leseempfehlung.