Silvia Konnerth

Heidesommerträume

Heidesommerträume Blick ins Buch

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Nach einem vernichtenden Gespräch mit ihrer Lektorin ist für Autorin Carolin die Lage klar: Sie braucht einen Ortswechsel, um auf neue Ideen zu kommen. Das Romantikhotel ihrer Schwester Lola in der Lüneburger Heide scheint dafür wie geschaffen. Doch anders als erhofft, treibt Carolins Aufenthalt bei der Verwandtschaft sie nicht zu schriftstellerischen Höchstleistungen an, sondern zur Weißglut. Schlimmer noch: Lola taucht aus heiterem Himmel ab! Allein mit deren überfordertem Ehemann, einem ausgebuchten Hotel und einer schier endlosen Aufgabenliste, bleibt Carolin nichts anderes übrig, als selbst das Ruder in die Hand zu nehmen. Und dann ist da noch der eigenwillige Gast Till, der ungewollt Teil ihrer Mission wird – und der sie mehr berührt, als ihr lieb ist!

Schöner Sommer-Wohlfühlroman

Von: Susanne Edelmann Datum: 17. May 2020

Vor einem Jahr erschien der Roman „Heideblütenküsse“ von Silvia Konnerth, den ich mit Begeisterung gelesen habe. Auch für ihren neuen Roman hat die Autorin die Lüneburger Heide als Schauplatz gewählt und der fiktive Handlungsort Moorbach aus „Heideblütenküsse“ hat auch hier einen winzigen Gastauftritt. Ansonsten aber ist der neue Roman gänzlich unabhängig von seinem Vorgänger zu lesen. Hauptperson diesmal ist die Schriftstellerin Carolin, die gerade unter einer massiven Schreibkrise leidet. Ihr aktuelles Romanprojekt ist einfach noch nicht „rund“, es fehlt das gewisse Etwas und Carolin plagt sich mit schlimmen Selbstzweifeln. Dazu kommt, dass ihr Freund sie erst kürzlich verlassen hat und nun eine andere heiraten will. Carolin versinkt in Selbstmitleid und nur dem guten Zureden ihrer Freundin Moni ist es zu verdanken, dass sie sich schließlich aufrafft, ihre Schwester Lola zu besuchen, die in der Heide eine kleine Pension führt. Sie hofft, in der ländlichen Abgeschiedenheit endlich die nötige Ruhe zum Schreiben zu finden. Doch weit gefehlt: Als Carolin ankommt, muss sie feststellen, dass es zwischen Lola und ihrem Mann Paul kriselt, die einst so heimelige Pension wirkt vernachlässigt, der selbstsichere Porschefahrer Till bringt sie durcheinander, ein paar Vierbeiner sorgen für Turbulenzen, zwischen Lola und Carolin kommt es zu Missverständnissen und ein Hoteltester hat sich auch noch angekündigt. Und dann lässt Lola plötzlich alles stehen und liegen, nimmt sich eine Auszeit und lässt Carolin und Paul allein inmitten des Chaos zurück. Carolin bleibt nichts anderes übrig, als sich fortan um den Hotelbetrieb zu kümmern, obwohl sie davon keine Ahnung hat. Paul ist auch nur bedingt eine Hilfe, denn eigentlich ist er mit Leib und Seele Tierarzt, nur seiner Frau zuliebe hat er in der Pension mitgeholfen. Eher zufällig erfährt Carolin dann auch noch etwas aus ihrer Vergangenheit, das sie vollkommen aus der Bahn wirft. Nur gut, dass es einige liebenswerte Gäste gibt, die kurzerhand die Ärmel hochkrempeln und ihre Unterstützung anbieten. Und auch Moni rückt samt pubertierender Tochter an. Doch damit ist noch längst nicht alles gut im „lütten Hotel“ und auch Carolins Romanprojekt ist noch immer nicht geschrieben. Das letzte, was Carolin nun brauchen kann, ist ein Mann, der ihr Gefühlsleben komplett durcheinander bringt… Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und in Carolin als Protagonistin konnte ich mich so richtig gut hineinversetzen. Sehr sympathisch fand ich auch ihre patente Freundin Moni, so eine Freundin wünscht sich wohl jede Leserin. Die Handlung ist rasant und hält einige überraschende Wendungen parat. Auch das Ende ist – so viel sei hier verraten – kein typisch kitschiges Happy End, wie man es vielleicht erwarten würde. Ein paar kleine Ungenauigkeiten in der zeitlichen Abfolge der Geschichte haben mich mittendrin irritiert, aber dem Lesegenuss an sich tat das keinen Abbruch. Alles in allem eine wunderbare Wohlfühllektüre, sehr zu empfehlen für ein gemütliches Lesewochenende auf dem heimischen Sofa.