Nina Konstantin

Stunden des Aufbruchs

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Der Krieg liegt Jahre zurück, der Wiederaufbau ist in vollem Gange, die Menschen in der geteilten Stadt sehnen sich nach Wohlstand, Vergessen und Sicherheit.
Die 19-jährige Kriegswaise Charlotte hingegen träumt von einem aufregenden Leben jenseits ihrer schlecht bezahlten Arbeit in der Großnäherei. Als sie sich in den Ruinen Berlins in einen amerikanischen GI verliebt, ändert sich ihr Schicksal auf unerwartete Weise: Major DeWindt – gutaussehend und um einiges älter als sie – vermittelt ihr eine Stelle im »Midnight«, dem traditionsreichsten Tanzlokal Berlins. Vera, die schillernde, skandalumwitterte Besitzerin, nimmt Charlotte unter ihre Fittiche, und gemeinsam verhelfen die beiden Frauen dem »Midnight« zu neuem Glanz. Doch bald schon legt sich ein Schatten über Charlottes Glück, denn Vera ist in dunkle Machenschaften verwickelt, die Charlottes Liebe zu DeWindt auf eine harte Probe stellen werden …

Ein mitreißend geschriebenes Panorama der Wirtschaftswunderjahre und die Geschichte zweier ungleicher Freundinnen auf ihrem Weg zum Glück.

Ein bewegender Roman über zwei starke Frauen im Berlin der 50er Jahre

Von: Eva G. von Evas Lesezeit Datum: 09. August 2021

Berlin 1951: Charlotte ist eine junge Frau, die ständig Doppelschichten in der Näherei macht, nur um dann das Geld an ihren Onkel Theo und ihre Tante Hannelore abzugeben. Denn nach dem Tod von Charlottes Mutter waren diese beiden ihre einzigen Verwandten. Da Theo aber Hannelore regelmäßig schlug und auch Charlotte mit immer eindeutigeren Blicken mustert, fühlt sie sich dort immer unwohler. Als es dann zum Eklat kommt und Charlotte sich nicht mehr anders gegen das Bedrängen von Theo zu helfen weiß, als mit dem Aschenbecher zuzuschlagen, weiß sie, dass sie niemals mehr dorthin zurückkehren kann und will. Aus dieser Situation rettet sie Timothy DeWindt, der als Ermittler bei der Polizei tätig ist. In seiner Wohnung findet sie Zuflucht und ein neues Heim und nach einiger Zeit auch die tiefe Verbundenheit, Sicherheit und Liebe, nach der sie sich immer gesehnt hat. Um Timothy bei seiner Arbeit zu unterstützen und bei der Aufklärung eines Mordfalls zu helfen, beginnt sie, im Tanzlokal Midnight zu arbeiten und begegnet dort einer wirklich außergewöhnlichen und starken Frau, Vera Brandt. Diese ist wie aus dem Nichts in Berlin aufgetaucht, hat das Midnight gekauft und es nach dem Krieg wiedereröffnet... Nina Konstantin hat einen sehr guten Schreibstil, der sich flüssig und schnell liest. Ihre Handlung ist sehr geschickt aufgebaut und dadurch spannend und fesselnd. Verstärkt wird dies noch durch die wechselnden Perspektiven. Der Leser merkt auch deutlich, dass der Autorin Berlin und dessen Geschichte sehr am Herzen liegen, denn die historischen Fakten sind gut recherchiert und perfekt in die Handlung eingebaut. Ich habe das Buch innerhalb kurzer Zeit gelesen, denn es hat mich nicht mehr losgelassen und ich wollte immer wissen, wie es weitergeht. Nur leider ist das erst der erste Teil einer Saga und der Cliffhanger lässt sehr vieles offen, sodass ich sehr gespannt bin, wie es im zweiten Teil weitergeht...

Reise in eine (nicht so ferne) Zeit

Von: MS72 Datum: 15. September 2021

Dieses Buch führt uns in die Nachkriegszeit mit all ihren Problemen und "Überlebensstrategien". Die Geschichte ist anfänglich etwas langatmig, führt dann zu einem überraschenden Ende. Die Geschichte ist nicht wirklich abgeschlossen, sondern bildet einen kleinen Teil eines Lebens ab. Man muss sich darauf einlassen und darf am Ende des Buches nicht enttäuscht sein, dass die Geschichte "nicht weitergeht".

Wunderbar Reise in die 50er

Von: Nadini Datum: 10. August 2021

Ich konnte dieses Buch kaum aus der Hand legen! Die Geschichte von Vera und Charlotte, und wie sie ihr Leben im Nachkriegsdeutschland neu aufbauen, ist sehr spannend und fesselnd. Die Frauenfiguten sind sympathisch, die Geschichte abwechslungsreich - klare Empfehlung für Liebhaber historischer Romane.

Berlin 1951

Von: hilde Datum: 10. August 2021

Berlin im Jahr 1951 Der Krieg ist vorbei und die Menschen beginnen wieder zu leben. Sie versuchen ihr Leben wieder aufzubauen, ihre Familien ernähren und Spaß zu haben. Ich hatte nicht erwartet, dass ein fesselnder Krimi hinter diesem Buch steckt. Ich dachte eher als handelt sich um eine Nachkriegsgeschichte, aber es ist viel mehr. Die Autorin schildert hier sehr eindrücklich, wie die Zeit damals war. Zwischen, Armut, Arbeitssuche und Schwarzmarkgeschäften versuchten die Menschen über die Runden zu kommen. Die Wandlung die Charlotte im Laufe der Geschichte durchmacht ist sehr realistisch dargestellt und überzeugend. Sie wirkt anfngs zerbrechlich, lässt sich aber nicht unterkriegen und allen Widrigkeiten zum Trotz, setzt sie ihren Weg fort. Auch die anderen Figuren haben mir gut gefallen, allen voran der US-Militärpolizist Timothy. Liebenswert und hilfsbereit steht er Charlotte zur Seite. Vera, die Nachtclubbesitzerin, ist ei ganz eigener Charakter, der mich voll überzeugt hat. Ein wunderbares Buch, das mir die Zeit von damals nähergebracht hat. Ich bin gespannt, ob es eine Fortsetzung gibt.

Anders als erwartet, aber sehr spannend

Von: Elchi130 Datum: 04. July 2021

Berlin 1951: Die 19-jährige Charlotte ist nach dem Krieg bei Onkel und Tante untergekommen. Als ihr Onkel sich sexuell an ihr vergehen will, schlägt sie ihn nieder und flieht. Zum Glück läuft sie dem amerikanischen Militärpolizisten Timothy DeWindt über den Weg, der sie bei sich aufnimmt. Als er mit den Ermittlungen an dem Mord eines amerikanischen Piloten nicht weiterkommt, nimmt Charlotte eine Arbeit im Nachtclub Midnight an, um für Timothy zu spionieren. Das Berlin von 1951, das uns die Autorin Nina Konstantin in „Stunden des Aufbruchs“ präsentiert, ist ein hartes, dunkles Berlin. Die Menschen leiden unter den Nachwehen des 2. Weltkrieges. Sie versuchen sich aus Elend und Armut herauszuarbeiten. Die einen mit ehrlicher Arbeit, die anderen mit dem Schmuggeln aller möglichen Waren. Doch sie alle vereint der Traum von einem besseren, sorgenfreien Leben. Aufgrund des Klappentextes habe ich mit einem fröhlichen, bunten Buch gerechnet. Doch das Buch fing schon sehr ernst an. Charlotte darf in der Fabrik die Schichten der Tante übernehmen, den erarbeiteten Lohn muss sie jedoch vollständig Zuhause abliefern. Und schließlich nähert sich ihr der Onkel immer gezielter unsittlich. Doch Charlotte ist stark und mutig, aber auch unerfahren und neugierig. Sie kämpft für ein selbstbestimmtes Leben. Dabei hilft ihr der US-Militärpolizist Timothy, der ein einsamer Wolf ist, jedoch das Herz am rechten Fleck hat. Die Autorin beschreibt sehr schön, wie Charlotte, in dem Jahr, in dem der Roman spielt, von einem naiven, unbedarften Mädchen zu einer kreativen, selbstbewussten Frau heranwächst. Sowohl Charlotte als auch Vera, die Nachclubbesitzerin, wünschen sich ein selbstbestimmtes, freies Leben. Damit ecken sie aber bei den Männern um sie herum immer wieder an. Mussten die Frauen im Krieg zusehen, wie sie sich und die ihren am Leben halten, so sollen sie nun wieder in die zweite Reihe treten und den Männern die Führung überlassen. Insgesamt macht die Mischung aus diesem Buch etwas Besonderes. Ein wenig Gangsteratmosphäre, ein wenig eine Reise in die Möglichkeiten der 50er Jahre, aber auch der Kampf der Frau für ein eigenständiges, selbstbestimmtes Leben. Mir hat sehr gefallen, dass Nina Konstantin die Zeit nicht einfach verklärt, sondern auch zeigt, welche Probleme zu bewältigen waren oder wie manch einer vom Schwarzmarkt profitierte und ganz nach oben kommen wollte.

Ein Roman der auch Spannung und Abenteuer verspricht

Von: Trinchen Datum: 27. June 2021

Am Anfang des Romans ist es schwierig den unterschiedlichen Personen und Handlungen zu folgen. Je weiter die Geschichte fortschreitet desto deutlicher wird das Beziehungsgeflecht zwischen Charlotte, Vera und Timothy. Nina Konstantin versteht sehr gut die ganze Szenerie der Schauplätze, Mode der 50er Jahren und das Lebensgefühl mit Worten in einer sehr bildlichen zu beschreiben. Nina Konstatin gelingt es immer wieder, obwohl man wähnt zu wissen wie es mit der Handlung weitergeht, nimmt diese immer mal wieder eine unvorhersehbare Wendung. In die Dialoge baut Nina Konstantin ab und zu die Berliner „Schnauze“ ein, so dass ich als Leserin mich Berlin gleich etwas näher fühle. Sie schreibt in einer leicht verständlichen und ausdrucksstarken Sprache. Vielmehr Sie verwendet die Alltagssprache und baut die Berliner“Schnauze“ mit ein. Ich kann das Buch auf jeden Falll empfehlen, da es neben einer Liebesgeschichte auch Spannung und Abenteuer verspricht. Der Roman lässt einen in die Welt des Wirtschaftswunders richtig eintauchen und den Alltag vergessen. Aufgrund der ausdrucksvollen Sprache ist es eine Freude „Stunde des Aufbruchs“ zu lesen.

Eine fast perfekte Geschichte

Von: Readingtoomuch Datum: 27. June 2021

Zu diesem Buch gibt es viele positive Dinge zu sagen. Der Schreibstil ist flüssig, verständlich aber nicht zu platt und war sehr angenehm zu lesen. Auch die Geschichte überzeugt. Ein junges Mädchen in Berlin kurz nach dem Krieg versucht sich ein neues Leben aufzubauen. Die Atmosphäre des wiederaufstehenden Berlins ist wunderbar getroffen und man fühlt sich in diese zugleich schillernde und dunkle Zeit hineingezogen. Es ist eine ehrliche Darstellung der Zustände, die einen gefangen hält und fasziniert. Auch die Hauptdarstellerin und die Nebenfiguren sind sehr gut entwickelt und lassen einen mitfiebern. Wie wird es mit ihnen weitergehen? Was wissen wir noch nicht aus ihren respektiven Vergangenheiten? Insgesamt habe ich das Buch sehr gerne gelesen. Ich würde auch auf jeden Fall eine mögliche Fortsetzung lesen. Aber genau hier setzt mein einziger Kritikpunkt an. Am Ende ist das Buch zu sehr auf diese Fortsetzung ausgelegt. In sich ist das Buch nicht abgeschlossen, zu viele Fragen werden einfach offengelassen, um den Leser dazu zu bewegen, eine Fortsetzung zu kaufen. Das hinterlässt einen fahlen Nachgeschmack und hat mich verärgert. Das Buch hat es wirklich nicht nötig, auf solche Tricks zurückzugreifen, ich hätte den nächsten Teil auch so erworben. Aber den Leser geradezu dazu zwingen zu wollen… Nein danke. Daher ein Punkt Abzug in meiner Bewertung.

Genau die richtige Mischung

Von: Daniela Datum: 27. June 2021

Genau die richtige Mischung aus Gefühl, Romantik und Spannung, die neugierig macht. Konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen und wollte einfach nur wissen wie es der 19 jährigen Waise Charlotte ergeht im Berlin der Nachkriegszeit und was alles noch passiert.

Berlin in den 50ern. Fesselnd.

Von: Martina Datum: 26. June 2021

Ein tolles Buch für Leser, die sich für die deutsche jüngere Vergangenheit interessieren. Ein Leben im Berlin der 50er Jahre super erzählt. Man erlebt die Zwänge und Konventionen hautnah mit. Schön erzählt. Ich habe das Buch nicht aus der Hand gelegt. Wunderbar.

Geschichte und Spannung

Von: Andrea Datum: 24. June 2021

Man lernt eine ganz andere Zeit kennen.sehr spannend. Mir hat es sehr gut gefallen. Vielleicht etwas langatmig. Aber von der Geschichte her ist es auf jeden Fall lesenswert.

Das Leben zweier starken Frauen im Berlin der 50er Jahre

Von: Alexandra Datum: 22. June 2021

Charlotte und Vera leben in den 50er Jahren im Nachkriegsdeutschland und hier begegnen sich diese beiden grundverschiedenen Frauen. Charlotte ist eine Kriegswaise und lebt bei ihrer Tante und ihrem Onkel in Berlin als sie über Umwege Timothy kennenlernt. Sie verliebt sich in den GI und er schleust sie als Spionin in ein Lokal ein, um bei seinen Nachforschungen bei einem Mord weiter voranzukommen. Vera betreibt das „Midnight“ – ein traditionsreicher Nachtclub im Westen der Stadt – und muss sich gegen die männliche Vormacht durchsetzen. Sie glänzt und kämpft und muss dabei immer wieder Rückschläge hinnehmen. Zu dieser Zeit begegnen sich die beiden – zu anfangs beäugen sich die beiden Frauen skeptisch, aber Charlotte wird immer mehr in den Bann von Vera gezogen. Die schillernde, selbstständige Vera fasziniert Charlotte und sie gerät immer mehr in eine Abhängigkeit zu Vera, die in dunkle Machenschaften verwickelt ist, und dem „Midnight“ und den Mitarbeitern. Der Roman gibt einen Einblick in das Wirtschaftswunder in Berlin und zeigt dabei auch die rauen Seiten der Zeit und der Stadt. Und erzählt die Freundschaft zweier starker Frauen, die in dieser Zeit gemeinsam (über)leben. Hin und wieder ist der Roman etwas langatmig – dies wird aber durch die sehr bildhafte Schreibweise der Autorin wieder wettgemacht. Man sieht die Damen in ihren Kleidern vor sich, hat eine genaue Vorstellung wie das Midnight in der Nacht geradezu vibriert und sieht auch das verwundete, sich aufrappelnde Berlin vor sich.

Leichter Einstieg und rasantes Ende

Von: Stefanie Abels Datum: 22. June 2021

Zu Beginn ist die Handlung leicht und plätschert dahin. Es macht Spaß, der Protagonistin Charlotte auf ihrem Weg des Erwachsenwerdens zu folgen. Die Szenerie ist detailreich beschrieben und erzeugt ein rundes Bild beim Lesen. Gegen Ende wird die Handlung rasant und man wechselt in schneller Abfolge den Handlungsort. Das latent offene Ende macht Lust auf mehr.

Es hat mir sehr viel Freude bereitet, dieses Buch zu lesen.

Von: raphaela_2000 Datum: 22. June 2021

Das Buch ist genau mein Genre: Es geht um meine Heimatstadt Berlin und um das Tanzen. Dann hinter dem reellen Hintergrund der Nachkriegslandschaft Deutschlands. Es ist wirklich sehr ansprechend und interessant geschrieben und ich habe mitgefiebert mit Charlotte.

Stunden des Aufbruchs

Von: Susanne Datum: 21. June 2021

Wir haben Berlin 1951. Die Vollwaise Charlotte kommt zu ihrer Tante Hannelore und ihres Onkels . Sie ist ein aufgewecktes junges Mädchen und arbeitet in einer Näherei. Da sie stets das ganze Gehalt abgeben muss, macht sie Überstunden und zweigt so für sich etwas Geld ab. Das Schicksal ändert sich plötzlich, als ihr Onkel sie belästigt. In ihrer Not nimmt sie den nächstbesten Gegenstand und schlägt ihn zu Boden. Sie läuft in Panik fort und begibt sich zu den alten Ruinen, wo sie damals nach dem Krieg eine zeit lang gewohnt hat. Dort lernt sie Timothy (einen amerikanischen Polizisten) kennen. Er bringt viel Verständnis für Charlotte auf und da sie noch minderjährig ist, regelt er für sie auch die behördlichen Angelegenheiten. Sie will nie mehr zurück zu Tante und Onkel. Timothy nimmt Charlotte mit in seine Wohnung und es beginnt trotz aller Schwierigkeiten und des Altersunterschiedes für beide eine schöne Zeit. Charlotte möchte jedoch eigenständig bleiben und sie besorgt sich eine Arbeit und kommt so in den Club Midnight. Nach kleinen Schwierigkeiten kommt sie bald gut klar dort. Die Chefin genannt Vera merkt schnell, dass das Mädchen mehr kann. Ja Vera verkörpert ein ganz anderes Frauenbild, als man es in dieser Zeit gewohnt ist. Selbstbewusst , schön, intelligent und etwas verrucht. Charlotte vergöttert sie. Timothy sieht das anders und deshalb darf er davon nichts wissen. Er möchte, dass sie sich dort umschaut und ihm berichtet, was im Club so läuft. Er muss einen Mord an einem Piloten aufklären. Der Club läuft gut und Vera macht Geschäfte mit einem gewissen Leuner. Ferner unterhält Vera noch eine Liebschaft mit einem gewissen Herrn Vehring. Er tut alles für sie. Doch diese Beziehung mit ihm endet jäh. Vera zerlegt in dieser Nacht ihren eigenen Club. Die Chance für Charlotte. Sie bekommt von Vera den Auftrag, alles neu einzurichten. Durch die viele Arbeit hat sie wenig Zeit für Timothy und die Beziehung leidet darunter. Sie gibt ihm noch einige Tips über Leuner, doch kein Verrat an Vera. Die Eröffnungsfeier für den Club steht an. Viel Prominenz wird erwartet. Während der Neugestaltung lernt Charlotte den Musiker Alexander kennen und lieben. Timothy und Charlotte trennen sich in einer gewissen Freundschaft. An dem Eröffnungsabend kommt es zwischen Leuner und Vera u einer heftigen Auseinandersetzung. In letzter Minute kommt ihr treuer Mitarbeiter Schnute und bewahrt sie vor dem Schlimmsten. Momentan meint es das Schicksal für Vera nicht sehr gut. Ihr ehemaliger Liebhaber Vehring legt einen Brand im Midnight. Wie wird es für Vera und Charlotte weitergehen? Die Autorin erzählt hier einen wunderbare Geschichte mit zeitgenössischen Darstellungen nach dem Krieg in Berlin 1951. Der Schreibstil liest sich leicht und das Kopfkino bekommt viele Bilder. Man kann sich alles genau vorstellen und bekommt einen Eindruck davon, was der Krieg mit Menschen angerichtet hat. Meinen Respekt an diese Generation, die trotz allem nie den Mut verloren und stets die Zukunft im Auge hatten.

Spannende Geschichte

Von: Claudiatestet Datum: 21. June 2021

Ich war überrascht, wie sich das Leben von Charlotte entwickelte, wirklich ein Aufbruch. Die verschiedenen Personen um Charlotte hatten alle ihren eigenen speziellen Charakter. Der geschichtliche Hintergrund war nicht langweilig gestaltet, sondern man konnte es sich gut vorstellen, wie es den Menschen in der Zeit erging. Ich habe das Buch verschlungen und ich wünsche mir sehr eine Fortsetzung von Charlotte, Vera, Schnute und Alex. Eine spannende und fesselnde Geschichte, die sehr lesenswert ist.

Ein Buch über starke Frauen

Von: Mimedi Datum: 20. June 2021

Ich wollte dieses Buch lesen, weil es mich in die Zeiten eintauchen lassen würde, in denen meine Großmütter noch jung waren. Ich wollte diese Zeit besser verstehen... und ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch vermittelte mir sehr gut den Zeitgeist und die Stimmung der fünfziger Jahre. Eine Zeit neuer Ideen, des Aufbruchs und der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Die beiden Protagonistinnen sind mir sehr sympathisch. Beide sind sehr unterschiedlich, haben ihre Vergangenheit und jede hat eine andere Vorstellung von ihrer Zukunft. Als die Wege der Frauen sich kreuzen, verändert diese Begegnung das Leben beider. Das Buch ist in einer einfachen Sprache geschrieben, es liest sich leicht und verständlich. Es hat mich zum Nachdenken gebracht, vor allem über die Rolle der Frauen in unserer Gesellschaft und über die Veränderung dieser in den letzten Jahrzehnten. Aber auch über den Mut und Kraft der Frauen. Ich hätte gerne mehr über die Vergangenheit der Protagonistinnen erfahren und über die Ereignisse in der Gesellschaft zu dieser Zeit. Es hat mir etwas an Spannung gefehlt, ich habe die ganze Zeit auf etwas gewartet und wurde nur zum Schluss damit "belohnt". Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, ich kann es vor allem jungen Frauen zum Lesen empfehlen. Aber auch älteren Damen, um etwas in Erinnerungen zu schwelgen und sich zurück in die Jugend versetzen lassen.

Nicht ganz gelungen

Von: Petra Sterk Datum: 14. June 2021

Nina Konstantin lässt ihre Hauptfigur Charlotte tief in das Nachtleben des Nachkriegsberlin eintauchen, verzettelt sich aber zuweilen mit zuvielen "Nebengeschichten" - es ist ein bisschen von Allem: Nachkriegsszenarien einer aufstrebenden Stadt und dessen Nachtleben, Andeutung des Sündenpfuhl Berlin, ohne zu deutlich zu werden, Liebesgeschichte, Spionagegeschichte, Krimi... leider ein bisschen zuviele Erzähllinien um die junge, erst schrecklich naive und dann schnell abgebrühte Charlotte, die zwischen ihren Träumen von einer eigenen Modelinie, einem eigenen Nachtclub und der vermeintlich großen Liebe umherschwankt. Aufbruch in was? Das ist bis zum Schluss nicht so ganz klar und das (relativ offene) Ende reißt die ganze Story nochmal herum - und lässt eine Fortsetzung vermuten.

Ein gut geschriebener Roman aus der Zeit des Wirtschaftswunders

Von: Ute Schön Datum: 11. June 2021

In den Jahren des Wirtschaftsaufschwungs erwacht der Nachtclub „Midnight“ zu neuem Leben. Vera, welche den Club betreibt, nimmt die Kriegswaise Charlotte unter ihre Fittiche. Diese versucht sich mit Näharbeiten ein neues Leben aufzubauendes verliebt sich in einen um einige Jahre älteren Major der amerikanischen Armee. Doch bald legt sich ein Schatten auf das Glück….

Gelungene Zeitreise

Von: Sunflower18 Datum: 08. June 2021

Stunden des Aufbruchs von Nina Konstantin ist ein gelungener Roman, der Anfang der 50er Jahre spielt. Durch die genauen Beschreibungen kann man sich wirklich in die Geschichte hineinversetzen, sowohl in die Personen als auch in die Umgebungen. Für manche Charaktere empfindet man Sympathie, insbesondere für die beiden weiblichen Hauptfiguren. Es gibt Ereignisse und Wendungen mit denen man mitfiebert und die einen wirklich berühren. Am Anfang ist es einfach nur ein interessantes Buch, aber dann reißt einen die Spannung mit und man kann nicht mehr aufhören weiterzulesen. Man weiß nie, was als nächstes passiert und es ist auch meistens nicht absehbar. Einen Stern Abzug gibt es für das enttäuschende Ende. Sonst würde der Roman nach einer Fortsetzung schreien.

Aufregende 50er Jahre in Berlin, aus dem Blickwinkel zweier starker Frauen

Von: Kerstin M. Datum: 07. June 2021

1951, Berlin befindet sich im Wandel - Zwei Frauen treffen dort aufeinander: Die abgebrühte Vera, die versucht, sich mit allen Mitteln einen Platz als Geschäftsfrau zu erkämpfen, um ihnen Traum von einem erfolgreichen Nachtclub zu verwirklichen. Auf der anderen Seite die blutjunge Charlotte. Sie hat alles verloren, ihre Familie und ihr Zuhause. Durch einen glücklichen Zufall kommt Charlotte bei einem netten amerikanischen GI unter, der das Mädchen auf der Straße aufgelesen hat. Die junge Frau meint durch ihre Beziehung zum charmanten, aber wesentlich älteren Major DeWindt schon ihr Glück gefunden zu haben, doch durch Vera lernt sie plötzlich eine ganz andere Welt kennen! Der Roman “Stunden des Aufbruchs” geschrieben von Autorin Nina Konstantin erzählt vom Schicksal zweier ganz unterschiedlicher Frauen im Nachkriegs-Berlin. Die Befindlichkeiten der jungen Charlotte werden sehr einfühlsam und drastisch geschildert, man kann prima mitfühlen! Aber auch die Ambitionen der klugen und unerschrockenen Vera sind gut nachvollziehbar. Beide Frauen umgibt das Geheimnis einer traumatischen Vergangenheit, die leider immer wieder nur angedeutet wird. Hoffentlich gibt es noch eine Fortsetzung dieser spannenden Geschichte, um mehr Licht ins Dunkel zu bringen. Es würde mich wirklich interessieren wie es mit Vera, Charlotte und ihrem gemeinsamen Traum vom "Midnight" weitergeht. Die aufregende Zeit im zerrissenen Berlin wird von der Autorin glänzend dargestellt, dabei ist die Anspannung der Menschen und das Zeitgeschehen hervorragend erfasst. Mein Fazit: Sehr unterhaltsamer Roman über die 50er Jahre und die Anfänge der Spaltung Berlins mit den Konflikten der dort eingesetzten Großmächte. Die beiden Frauenfiguren und ihre persönliche Geschichte prägen das Buch und geben ihm eine ganz eigene Dynamik! Hat mir sehr gut gefallen, klare Leseempfehlung:).

Aufbruch in Berlin

Von: madiko Datum: 07. June 2021

Die Protagonistin , die junge Charlotte ,lebt zum Ende des 2. Weltkrieges in den Ruinen Berlins. Sie arbeitet sich langsam aber stetig nach oben. Die Autorin Nina Konstantin hat wirklich einen tollen facettenreichen Roman geschrieben. Sie beschreibt das Leben in den Wirtschaftswunderjahren in Berlin fesselnd und lebendig. Mir hat dieses Buch ausgesprochen gut gefallen ich gebe eine klare Kauf -und Leseempfehlung .

Aufregend

Von: reni1950 Datum: 06. June 2021

Das Buch spielt in Berlin im Jahr 1951 und spiegelt wunderbar die Nachkriegszeit wider. Im Mittelpunkt steht die 19jährige Charlotte, die sich mehr vom Leben erhofft. Mit einem GI gelingt ihr das auch, der sie in einem Nachtclub unterbringt. Gemeinsam mit der Besitzerin wollen sie ihm zu neuem Glanz verhelfen, aber auch hier ziehen dunkle Wolken am Horizont auf. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die Geschichte ist authentisch und facettenreich. Sie vermittelt ein detailliertes Bild jener Zeit und auch die Figuren sind sehr interessant. Der Schreibstil ist angenehm und auch das Cover passt. Ich hatte sehr viel Lesespaß und kann das Buch empfehlen.

Stimmung der 50er Jahre

Von: Katre99 Datum: 05. June 2021

Nina Konstantin schreibt in Ihrem Roman "Stunden des Aufbruchs" über die Aufbruchstimmung im Berlin der 50er Jahre. Charlotte, 19 Jahre alt, arbeitet in einer Großnäherei. Sie arbeitet Doppelschichten und muss fast Ihren ganzen Lohn bei Ihren Verwandten, bei denen Sie als Waise wohnt, abgeben. Als sie sich in den Ruinen Berlins in einen amerikanischen GI verliebt, ändert sich ihr Schicksal auf unerwartete Weise: Major DeWindt bringt Charlotte dazu, eine Stelle im »Midnight«, dem traditionsreichsten Tanzlokal Berlins, anzunehmen, um Vera, die schillernde, skandalumwitterte Besitzerin, und Ihre Machenschaften zu beobachten. Der Roman lässt sich aufgrund des flüssigen Schreibstils angenehm und zügig lesen. Die Handlung ist so spannend, dass man den Roman in einem Zug durchliest.

Ein schöner Roman über die Kraft der Frauen

Von: Kerstin Eg Datum: 04. June 2021

Ein schöner Roman, der in der Nachkriegszeit in Berlin spielt. Hier bekommt der/die Leser*in alles was einen guten Lesestoff ausmacht. Tragödie, Liebe, Verbrechen, Spannung... und das alles in einem beschwingten Schreibstil, der einen mit der Protagonistin mitleben lässt. Nebenher gibt es noch einen Einblick in das Leben der Nachkriegszeit - eigentlich gar nicht so lange her, aber für uns schon fast nicht mehr vorstellbar. Ich habe das Buch kaum weggelegt, wollte wissen, wie die Charlotte ihr Leben meistert und ob der Tanzlokal "Midnight" von den beiden Frauen zum Erfolg geführt wird.

Königinnen der Nacht

Von: nati Datum: 04. June 2021

Wir begeben uns in Jahr 1951 nach Berlin. Der Krieg liegt zwar schon einige Zeit zurück, aber die Folgen sind immer noch spürbar. Berlin ist durch die Alliierten besetzt. Wohnraum ist knapp. Jeder möchte nun von dem Wirtschaftswunder profitieren. Es ist eine Zeit des Aufbruchs und der Zuversicht, aber auch eine Zeit voller Zwänge und Enge. Hier treffen wir auf die Kriegswaise Charlotte, die bei ihrer Tante und ihrem Onkel untergekommen ist. Sie arbeitet hart in der Textilfabrik und ist gezwungen den größten Teil ihres Verdienstes abzugeben. Nur ein kleines Taschengeld bleibt ihr, gleichzeitig muss sie sich vor den Avancen ihres Onkels schützen. In ihrer Not läuft sie von zu Hause weg und trifft auf den Militärpolizisten Timothy DeWindt, der ihr eine Stelle im Midnight, einem Tanzsaal, verschafft. Vera, Inhaberin vom Midnight, kämpft ums über Leben für ihre Bar und hat sich auf einen skrupellosen Schwarzmarkthändler eingelassen. Die beiden unterschiedlichen Frauen freunden sich an. Charlotte lernt bei Vera endlich zu leben und das Gefühl stark zu sein. Gemeinsam wollen sie es allen zeigen und werden zu Königinnen der Nacht. Nina Konstantin hat einen flüssigen unkomplizierten Schreibstil, der sich angenehm lesen lässt. Die Handlung dieses Buches umfasst die Zeit von Januar bis Dezember 1951. Die herrschende Aufbruchsstimmung ist spürbar, gleichzeitig tritt langsam das beginnende Selbstbewusstsein der Frauen hervor. Swing und Jazz hatten sich in den Besatzungszonen weiterentwickelt, gleichzeitig waren auch Korruption und Schwarzmarkt noch vorhanden. Vermisst habe ich etwas über die Vergangenheit von Vera und Charlotte zu erfahren. Es wird nur angedeutet, dass Vera ein Geheimnis hat und auch über Charlotte weiß man nicht, weshalb sie zu ihrer Verwandtschaft gekommen ist. Hier hätte ich gern mehr Hintergrundinformationen erhalten. Ein interessanter und durchaus unterhaltsamer Blick auf die Berliner Nachkriegszeit, der aber auch ein paar Schwächen aufzeigt.

Der Wiederaufbau

Von: mopeg Datum: 02. June 2021

Eine sehr gelungene Geschichte. Die Darstellung über Charlotte ihren Werdegang mit allen Höhen und Tiefen , ist eine ergreifende , sehr Bildlich geschriebene Geschichte. Ich fühlte mich richtig in die Handlung rein komplementiert, man hatte das Gefühl man sieht und fühlt mit was man gerade liest. Unterhaltungswert 5 Sterne ,Schreibstil ebenfalls. Für jeden der dieses Genre gerne liest, schon fast muss.

1951 Berlin Midnigth

Von: Gabriela Datum: 29. May 2021

Die 19jährige Charlotte lebt 1951 bei ihrer Tante und ihrem Onkel in Berlin. Auf der Flucht in den letzten Kriegstagen ist ihre Mutter gestorben. Sie ist Kriegswaise und muß sich ihren Verwandten unterordnen. Sie arbeitet in einer Fabrik, als Näherin und muß ihren ganzen Verdienst abgeben. Manchmal nimmt sie etwas Geld für sich, um es zu sparen. Ihr Onkel nähert sich ihr in sexueller Absicht. Nachdem sie ihn mit einem Aschenbecher ausgeknockt hat, flieht sie und wird von der Polizei aufgegriffen. Nach dem Feststellen der Personalien soll sie der amerikanische Major Timothy DeWind zurück zu ihren Onkel bringen. Doch als er ihre Verzweiflung sieht, nimmt er Charlotte mit zu sich nach Hause. Die beiden entwickeln sehr große Gefühle füreinander. Sie bleibt bei ihm. Timothy muß einen Mord aufklären und sieht in Charlotte eine Person, die er für seine Zwecke in einem Nightclub einschleusen kann. Sie soll dort als Putzfrau anfangen und für ihn spionieren. Charlotte ist Feuer und Flamme dafür. Sie fängt im Midnight an und findet dort schnell neue Freunde. Vera Brand, die Chefin findet auch sehr schnell gefallen an Charlotte und erweitert ihr Aufgabenfeld zusehends. Dadurch gerät Charlotte immer mehr in den Zwiespalt zwischen Loyalität für Vera und ihrer Spionagetätigkeit für Timothy. Muß sie sich für eine Seite entscheiden? In wie weit ist Vera in den kriminellen Machenschaften verwickelt? Oder ist sie auch nur ein Opfer? Ich habe dieses Buch sehr gern gelesen und habe mitgefiebert. Wer ist der Gute und wer der Böse? Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

Das Midnight kennen und lieben gelernt

Von: Diana Datum: 27. May 2021

Ich habe angefangen das Werk zu lesen und nicht mehr aus den Händen gelegt. Zwar gibt es keinen intensiven Einblick in die 50er Jahre, dies war für mich jedoch kein Problem. Mit Vera und Charlotte erhält man zwei überaus starke Charaktere, welche unterschiedlicher nicht sein könnten. Während die eine auch ihre emotionalen Züge kennenlernen und akzeptieren muss, wird bei der anderen schnell klar, dass sie sich erst selbst finden muss, um für sich einstehen zu können. Ich hatte ein großes Lesevergnügen, die Schreibart ist äußerst angenehm und ich lege es allen ans Herz, die für einen kurzen Moment abtauchen und sich einfach fallen lassen möchte in Beschreibungen, als würde man selbst in den Räumen stehen und die Geschehnisse aus den Augen der Protagonistinnen erleben. Pures Lesevergnügen!

Unterhaltsamer Roman mit Schwächen

Von: Chridhe Datum: 24. August 2021

Nina Konstantin verlor schon in frühen Jahren ihr Herz an Berlin. Nachdem sie als Jugendliche Kurzgeschichten veröffentlichte, die ihren Blick auf die pulsierende Metropole schärften, schrieb sie in den vergangenen zwei Jahrzehnten zahlreiche Drehbücher. Es entstanden Liebesfilme und Krimis für das deutsche Fernsehen. Doch die Faszination für Berlin und für die 50er-Jahre – für eine Zeit der Zuversicht und des Aufbruchs, eine Zeit voller Enge und Zwänge – ließen Nina Konstantin nicht los. Und da ist es kein Wunder, dass ihr erster Roman genau zu dieser Zeit spielt – im Nachkriegsberlin zwischen Januar und Dezember 1951. Doch es ist ein düsteres Berlin, das Konstantin uns in dem Auftaktband (!) ihrer Berlin-Saga präsentiert, in dem die Farbenfreude und Lebendigkeit des Aufbruchs nur hin und wieder einmal aufblitzt. Diese faszinierende Zeit der deutschen Geschichte hätte der Autorin die Möglichkeit geboten, die Zerstörung der (ehemaligen) deutschen Hauptstadt, den Wiederaufbau, das Schicksal der Rückkehrer, der Flüchtlinge aus den Ostgebieten und der Schon-in-der-neuen-Realität-Angekommenen vor dem inneren Auge des Lesers bzw. Hörers lebendig werden zu lassen. Doch leider gelingt ihr dies zumindest bei mir nicht. Bedauerlicherweise gilt für die Beschreibung der Figuren das Gleiche wie für die Beschreibung Berlins: Autorin Konstantin enthält uns über weite Strecken vor, wie die Protagonisten bzw. Protagonistinnen aussehen: Ist Charlotte blond oder brünett? Groß oder klein? Welche Garderobe trägt sie? Welche Farben? Die Autorin liefert zwar hin und wieder oberflächliche Informationen oder liefert Beschreibungen durch die Augen anderer Figuren, aber im Großen und Ganzen gelingt es ihr nicht, bei mir das Kopfkino in Gang zu setzen. Bis zum Ende des Buches habe ich mich – vergebens – gefragt, wie ich mir die 19-/20-jährige Charlotte vorzustellen habe. Aber nicht nur die Stadt ist im Aufbruch, versucht, zur alten Schönheit zurückzukehren und im politischen (Welt-)Geschehen wieder eine Rolle zu spielen, auch und gerade die Menschen, die dort leben, befinden sich im Aufbruch. Konstantin präsentiert uns Menschen, die sich nach einem besseren, sorgenfreien Leben sehnen. Die einen haben es schon wieder nach oben geschafft, können sich die leckeren Tortenstücke in der Konditorei in der Nähe von Timothys Wohnung leisten – die anderen drücken sich noch die Nase an der Schaufensterscheibe platt. Die Wege, die die Menschen auf ihrem Weg nach oben einschlagen, sind dabei ganz unterschiedlich: Die einen versuchen es mit ehrlicher, harter Arbeit, die anderen greifen zu illegalen Methoden oder zumindest zu fragwürdigen Methoden. Die Autorin vermittelt in ihrem Roman sehr anschaulich den Überlebenskampf zweier Frauen im Berlin nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Ob es nun der Kampf um das tägliche Brot und das Dach über dem Kopf ist oder um das wirtschaftliche Überleben – Charlotte und Vera kämpfen für die persönliche Sicherheit und die Erfüllung ihrer Träume. Und die Männer sind dabei (erstaunlicherweise) nur die Nebensache/Unterstützer, aber nicht die Hauptsache in ihrem neuen Leben. Charlotte bewundert ihre Chefin für ihre Lebenslust, ihr Durchsetzungsvermögen und ihren Mut und findet sich schließlich im Spannungsfeld zwischen ihrer Dankbarkeit und Liebe zu Timothy und ihrer Loyalität zu und Bewunderung für ihre (mütterliche) Freundin Vera wieder. Diese ist der erste Mensch in ihrem Leben, der ihre Fähigkeiten erkennt und fördert. Diese ist die Erste, bei der Charlotte Respekt und Anerkennung genießt. Dass Vera dabei die Grenzen der Legalität und Moral hin und wieder übertritt oder dass vielleicht doch nicht alles so ist, wie Charlotte dies wahrnimmt – davor verschließt die junge Frau jedoch ihre Augen. Im Rahmen ihres Romans gewährt die Autorin kleine Einblicke in das politische Geschehen der damaligen Zeit – eine Zeit, in der die Gesellschaft der sowjetisch besetzten Zone in einiger Hinsicht viel offener und „moderner“ war als im Westen und als gerade die Version einer Gesellschaft, in der alle gleich sind, auf einige Menschen anziehender wirkte als die düstere Stimmung im Westteil Berlins. Das gilt gerade im Hinblick auf die Rolle der Frau, die im Westteil Deutschlands noch einige Jahre restriktiv sein sollte. Etwas, wogegen die beiden Protagonistinnen des Romans auf unterschiedliche Weise ankämpfen. Aber auch Themen wie Kapitalismuskritik Daneben bilden aber auch bekannte Größen und Einrichtungen (der damaligen Zeit) das Hintergrundrauschen der Geschichte. Max Schmehling wird ebenso erwähnt wie Hans Rosenthal; die ostdeutsche Filmgesellschaft DEFA, der Westberliner Rundfunk RIAS und die bekannte Rennstrecke Avus finden ebenfalls Erwähnen, was dem Ganzen etwas mehr Lokalkolorit verleiht. Über das Hörbuch Gelesen wird der Roman von Anna Thalbach. Thalbach wurde 1973 in Ost-Berlin geboren und ist als Künstlerin aus Film, Fernsehen und Theater international bekannt. Als Hörbuchsprecherin und Interpretatorin ist sie ebenfalls sehr gefragt. Sie wurde für ihre Leistungen mehrfach ausgezeichnet, unter anderem zweimal mit dem Deutschen Hörbuchpreis. Und das zu recht: Alle Frauen aus dem Thalbach-Clan sind m. E. großartige Sprecherinnen, denen es wie nur wenigen anderen weiblichen Sprecherinnen gelingt, einzelne Figuren mit unterschiedlichen sprachlichen Eigenheiten zum Leben zu erwecken. Und das gilt auch für Anna Thalbach und Stunden des Aufbruchs: Egal, ob es die selbstbewusste Vera ist, der Amerikaner Timothy oder der „Sicherheitschef“ und ehemalige Boxer Schnute: Jede und jeder bekommt andere, zu den jeweiligen Figuren passende Charakteristika. Thalbach verändert Stimmhöhe, Sprechgeschwindigkeit und Eigenheiten, sodass die jeweilige Gestalt vor dem inneren Auge des Lesers perfekt zum Leben erweckt wird. Mein Fazit: Ein unterhaltsamer Roman aus der Nachkriegszeit Deutschlands, bei dem man die TV-Verfilmung tatsächlich schon vor sich sehen kann. Aber gerade das ist auch der Schwachpunkt dieser Geschichte, der eine facetten- und detailreichere Ausarbeitung fehlt.