Das sind die häufigsten Verhütungspannen

Verhütungsmittel sind immer nur so gut, wie sie angewendet werden. Leider kommt es immer wieder, bewusst oder unbewusst, zu kleinen Fehlern mit großen Folgen. Wir sagen euch, was die häufigsten Verhütungsfehler sind und was ihr danach tun könnt.

  1. Pille vergessen
    Die Pille ist eines der sichersten Verhütungsmittel überhaupt. Allerdings muss man sie dafür auch nehmen und das regelmäßig. Je nachdem welche Pille man nimmt, ob Mini- oder Mikropille, ist das Zeitfenster recht klein, in dem man täglich daran denken muss. Das wird vor allem bei Reisen in eine andere Zeitzone oder spontanen Partynächten tückisch.
  2. Erbrechen oder Durchfall
    Wer sich innerhalb von drei Stunden nach Einnahme der Pille übergeben muss oder Durchfall hat, sollte für den Rest des Pillenstreifens unbedingt zusätzlich verhüten, da nicht davon ausgegangen werden kann, dass die Wirkung weiterhin gewährleistet ist.
  3. Unbekannte Wechselwirkungen
    Bei Antibiotika ist es in der Regel bekannt, doch auch Epileptika, Schlaf- und Beruhigungsmittel sowie pflanzliche Johanniskrautpräparate können die Wirksamkeit der Pille außer Kraft setzen.
  4. Das Kondom ist gerissen
    Auch ein Klassiker unter den Pannen, dem häufig Anwendungsfehler zugrunde liegen. Dass die Luft nicht aus dem Reservoir gedrückt wurde oder die Größe nicht stimmt zum Beispiel.
  5. Das Kondom ist abgerutscht
    Männer überschätzen ihr bestes Stück ganz gerne und kaufen Kondome dann eine Nummer zu groß. Dass es abrutscht passiert allerdings auch oft, wenn das Kondom falsch herum abgerollt wurde. Deshalb ist es auch ganz wichtig, es am Ende, beim Rausziehen, festzuhalten.
  6. Falsche Gleitgele
    Unbedingt darauf achten, dass das benutzte Gleitgel ölfrei ist, sonst kann es das empfindliche Kondom angreifen. Baby- oder Olivenöl sind dementsprechend tabu.
  7. Die Rauszieh-Methode
    Sie ist von vornherein ein Verhütungsfehler, da sie keinerlei Sicherheit vor einer Schwangerschaft oder Geschlechtskrankheiten bietet.
  8. Stillen für ein Verhütungsmittel halten
    Denn das ist es leider nicht. Auch wenn es unwahrscheinlicher ist, während der Stillzeit schwanger zu werden – darauf verlassen kann man sich keineswegs.

Und was hilft?

Die sicherste Rettung ist die Pille danach, die in den meisten Fällen gut verträglich und inzwischen rezeptfrei in der Apotheke zu bekommen ist. Allerdings ist sie ein ordentlicher Hormoncocktail, auf den man nicht allzu oft zurückgreifen sollte. Da es ganz auf die jeweilige Situation ankommt, empfehlen wir einen Blick auf die Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Dort sind alle Verhütungsmittel, die Pannen und was zu tun ist, gelistet.

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