Diese Sätze gehören nicht in eine glückliche Beziehung

Sätze. die in einer glücklichen Beziehung nichts zu suchen haben

Du liebst deine:n Partner:in und du möchtest, dass ihr für immer zusammenbleibt? Dann gibt es einige Sätze, die ihr bestimmt nie zueinander sagt – wenn doch, solltest du schleunigst damit aufhören oder deine:n Partner:in bitten, seine:ihre Wortwahl zu überdenken. Denn selbst wenn es dir im Streit vielleicht nicht auffällt, sind folgende Sätze absolut toxisch und destruktiv. Sie werden eure in harmonischen Phasen tolle Beziehung mit der Zeit sehr wahrscheinlich destabilisieren.

  1. „Wenn du/ Wenn du nicht (…), dann ist Schluss mit uns beiden!“
    Dieser Satz ist eine fiese Drohung, die ein Machtungleichgewicht zu deinen Gunsten demonstriert und einen Menschen stark unter Druck setzt. Es gibt Dinge und Verhaltensweisen, die eine ehemals glückliche Beziehung unmöglich machen, ja. Dazu gehören zum Beispiel wiederholte Seitensprünge oder Drogenkonsum, und manchmal – je nach individuellem Empfinden – auch weniger krasse Dinge. Aber mit Drohungen kommt man einfach nicht weiter. Sprich auf Augenhöhe mit deinem:deiner Partner:in, erklär ihm:ihr, warum du etwas nicht tolerieren kannst. Besprich mit ihm:ihr konstruktive Lösungswege und biete deine Hilfe an, falls er:sie den Willen zeigt, dir entgegen zu kommen, aber es allein nicht schafft.
  2. „Das geht dich nichts an“
    Man muss nicht sofort über seine Probleme sprechen, und vielleicht gibt es Dinge, die man wirklich für sich behalten möchte. Aber diesen Satz zu äußern, ist eine sehr herablassende Art, mit dem:der Partner:in umzugehen. Er suggeriert: Du bist es nicht wert, dass ich dir mein inneres Befinden anvertraue. Du schließt deine:n Partner:in damit gewissermaßen aus deinem Leben aus, und zugleich vermittelst du ihm:ihr, dass er:sie ohnehin nicht gut genug ist, um dir zu helfen.
    Du möchtest etwas für dich behalten und mit dir selbst ausmachen? Das kann man auch freundlicher und liebevoller vermitteln: „Ich weiß es zu schätzen, dass du fragst und mir helfen möchtest, aber ich würde diese Angelegenheit gerne für mich behalten und mit mir selbst ausmachen. Ich brauche das jetzt. Aber du bist trotzdem eine tolle Stütze, danke!“
  3. „Du übertreibst total“/ „Reagier doch nicht so über“
    Wer solche Dinge sagt, weigert sich, sich in die Perspektive des:der Partners:Partnerin hineinzuversetzen und verhält sich unreflektiert. Dabei ist dieser Perspektivenwechsel sehr wichtig, um einander verstehen und Probleme friedlich lösen zu können.
    Für dich mag etwas übertrieben erscheinen – aber wenn dein:e Partner:in wirklich so heftig reagiert, dann scheinst du ihn:sie ernsthaft verletzt zu haben oder es geht um etwas, das ihm:ihr tatsächlich sehr am Herzen liegt.
    Akzeptier das und versuch, dich in deine:n Partner:in hineinzufühlen. Bitte ihn:sie darum, dir zu erklären, warum er:sie so heftig reagiert. Das Buch „Die Kraft der Mitfühlenden Kommunikation“ von Andrew Newberg und Mark Robert Waldman könnte dir dabei helfen, mehr Mitgefühl zu äußern.
  4. „Ich ziehe weg“/ „Gehe für ein Jahr ins Ausland“/ „Ich habe mich sterilisieren lassen“
    Es gibt Dinge, die die gemeinsame Zukunft so stark betreffen, dass ein Paar sie immer zusammen besprechen sollte. Den:die Partner:in bei wichtigen Dingen vor vollendete Tatsachen zu stellen, ist immer eine Machtdemonstration. Du zeigst, dass dir die Haltung deines:deiner Partners:Partnerin zu einem entscheidenden Thema nicht wichtig ist und dass du dein Leben selbst und alleine planen möchtest. Möchtest du wirklich wegziehen, ganz egal, was dein:e Partner:in davon hält und unabhängig davon, ob er:sie bereit wäre, mit dir zu gehen? Möchtest du wirklich definitiv keine Kinder bekommen können, obwohl du gar nicht weißt, ob dein:e Partner:in sich eventuell später Kinder wünscht? Dann ist dir die Beziehung womöglich nicht wichtig genug. Wenn doch, entscheide Dinge, die das Leben und die Zukunft beeinflussen, bitte nie ganz allein.
  5. „Immer musst du“ / „Nie kannst du…“
    Zugegeben, Sätze mit „immer“ und „nie“ rutschen den meisten von uns in der emotionalen und stressigen Situation eines Streits mal heraus. Dabei wissen wir alle, dass sie in der Regel unangebracht sind, denn sie entsprechen nicht der Wahrheit. Kaum jemand macht etwas „immer“ oder „nie“.
    Und wenn doch, dann wahrscheinlich nur, weil er:sie nicht weiß, dass es dich stört. Ansonsten wird gerade der Mensch, den du am meisten liebst und der dich am meisten liebt, wohl kaum bewusst etwas „immer“ tun, was du nicht leiden kannst oder etwas „nie“ tun, was du dir sehnlichst wünscht.
    Bevor du deinem:deiner Liebsten also ein aggressives „Nie kochst du!“ an den Kopf wirfst, wäre ein freundliches „Ich fände es schön, wenn du auch mal etwas kochen könntest“ angebracht. Und wenn du in diesem Zuge erfährst, dass er:sie gar nicht kochen kann, macht ihr es ein paar Mal zusammen, damit er:sie es lernt.

Andrew Newberg, Mark Robert Waldman

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