Dieses Buch gibt ganz besondere Einblicke!

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Wenn ihr über Prostituierte nachdenkt, was kommt euch dann in den Sinn? Denkt ihr daran, dass Huren ihre Seele verkaufen? Oder dass die meisten zum »Anschaffen« gezwungen werden? Und dass mafiose Strukturen das Geschäft bestimmen?

Um gegen solche Klischees vorzugehen, hat Undine de Rivière ein Buch geschrieben, in das viele Insides aus ihrem Berufsleben einfließen. Als Hamburger »Bizarr-Lady« gibt sie uns einen unverhüllten Einblick in die Welt der Sex-Arbeit und erzählt von Huren, Freiern, Flatrate-Bordellen und speziellen Wünschen und Neigungen. Dabei gibt sie ein unverzerrtes Bild des ältesten Gewerbes der Welt wieder, über das meist nur Halbwissen und Pauschalurteile verbreitet werden – mit dem starken Appell, endlich Schluss mit der Diskriminierung einer umstrittenen Berufsgruppe zu machen.

Doch wer ist Undine de Rivière? Sie wuchs in Südwestdeutschland auf und finanzierte ihr Studium mit Striptease und Prostitution. Nach ihrem Physik-Diplom entschied sie sich dafür, die Sex-Arbeit hauptberuflich auszuüben. Als Bizarr-Lady leitete sie fünfzehn Jahre lang eines der bekanntesten BDSM-Studios Hamburgs, ist Gründungsmitglied des bundesweiten Berufsverbands erotischer und sexueller Dienstleistungen (BesD) und setzt sich auf lokaler und Bundesebene für eine Entkriminalisierung des Berufs ein.

Was ist eine Bizarr-Lady eigentlich genau? Undine de Rivière gibt in »Mein Huren-Manifest« einen Einblick in ihren Berufsalltag: »In den letzten Jahren war ich überwiegend im BDSM-, Fetisch- und Rollenspielbereich tätig. Meine derzeitige Zielgruppe besteht also im weitesten Sinne aus Menschen mit sexuellen Interessen abseits des Alltäglichen. Das Wort Bizarr-Lady kennt aber außerhalb der SM-Paysex-Szene kaum jemand. Daher antworte ich auf die Domina-Frage manchmal »Jaja«, wenn ich keine Lust habe, lange Erklärungen abzugeben.«

Als Sex-Workerin ist es gar nicht so einfach, direkt auf scheinbar einfache Fragen zu antworten, da Sex und die eigenen Grenzen und Vorlieben dazu so vielseitig sind. »Manche küssen ihre Kunden, manchen macht das sogar manchmal Spaß, für andere ist das unvorstellbar. Und manche lassen sich nicht die Füße lecken, weil sie kitzlig sind. Ich mag es zum Beispiel nicht, betrunkene Touristen in Vergnügungsvierteln zu bespaßen, für andere ist gerade diese Zielgruppe eine willkommene Quelle für leicht verdientes Geld. Eine meiner dominanten Kolleginnen findet es höchst unterhaltsam, ihre männlichen Gespielen bis zum völligen Zusammenbruch zu quälen, aber wehe, die wollen dabei Damenunterwäsche tragen! Denn wer sich nur in einer weiblichen Rolle erniedrigen lassen kann, dessen Frauenbild ist für diese Kollegin unerträglich.«

Neben diesen Insides aus dem Sex-Business fordert Undine de Rivière auch die Entkriminalisierung ihres Berufszweigs und fordert, dass endlich Schluss sein müsse mit der Diskriminierung.

»Solange die gesellschaftliche Stigmatisierung noch besteht, ist außerdem dem Schutz unserer Privatsphäre und Anonymität eine hohe Priorität einzuräumen. Dazu gehört ein flächendeckendes Angebot anonymer, kostenloser und parteilicher berufsbegleitender Beratung, gesundheitlicher Aufklärung, Untersuchung und gegebenenfalls Behandlung. Diese Angebote sind auch grundsätzlich im Infektionsschutzgesetz festgelegt, doch für eine ausreichende Versorgung fehlen die Gelder.«

Wie es mit Zuhälterei, Zwangsprostitution und Menschenhandel in Deutschland aussieht, wie Sex-Arbeit aus der kriminellen Ecke gehievt werden kann und was Kunden und Kolleginnen so denken – das verrät uns Undine de Rivière in »Mein Huren-Manifest. Inside Sex-Business«.

Undine de Rivière

Mein Huren-Manifest

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Über Prostituierte glaubt jeder Bescheid zu wissen: Huren verkaufen ihre Seele. Die meisten werden zum »Anschaffen« gezwungen. Mafiose Strukturen bestimmen das Geschäft.
Mit solchen und anderen Klischees räumt die Sexarbeiterin Undine de Rivière auf. Sie gibt einen unerwartet differenzierten Einblick in die Welt zwischen BDSM-Studio, Laufhaus und Gangbang-Party und lässt Kolleginnen, Freier, Betreiber und Experten zu Wort kommen – offen und ehrlich. Ein Insiderbericht, wie es hinter den Kulissen eines Wirtschaftszweigs zugeht, über den meist nur Halbwissen und Pauschalurteile verbreitet werden – ein starker Appell für die Entkriminalisierung einer umstrittenen Berufsgruppe.
»Die meisten Kolleginnen, die ich kennengelernt habe, sind selbstbewusste Frauen, die sehr genau wissen, was sie wollen.« Undine de Rivière

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