Ivy Andrews beantwortet eure Fragen: Teil 1

Interview mit Ivy Andrews

Unsere Leserin Heidi hat uns ja schon von ihren Leseeindrücken der ersten beiden Teile der »L.O.V.E.«-Reihe von Ivy Andrews berichtet, jetzt konnte sie der Autorin einige Fragen stellen, die bestimmt auch euch auf dem Herzen brennen. Hier findet ihr den ersten Teil des Interviews mit Ivy Andrews:

Interview mit Autorin Ivy Andrews

Heidi: Liebe Ivy, wie kamst du auf die Idee, eine Buchreihe aus verschiedenen Perspektiven zu schreiben?

Ivy Andrews: Persönlich liebe ich es aus Männersicht zu schreiben – auch wenn ich bereits mehrmals gehört habe, dass ich stellenweise zu „männlich“ sei. Das liegt vermutlich daran, dass ich, als ich jünger war, immer ein Junge sein wollte und viele Jahre über mehr Freundschaften mit Jungs als mit Mädchen gepflegt habe.

Heidi: Und warum hast du dich dafür entschieden, verschiedene Charaktere in den Fokus zu rücken und nicht dafür, ein Paar über mehrere Bücher zu begleiten?

Ivy Andrews: Das hat etwas mit persönlichen Vorlieben zu tun. Ich liebe es, wenn in Roman-Reihen der Rest der Clique ebenfalls das perfekte Match findet, man alle wiedersieht und sich bei jedem neuen Buch dieses „nach Hause kommen“-Gefühl einstellt. Beim Schreiben habe ich das dann auch, deshalb sind alle meine bisherigen Reihen so aufgebaut.

Heidi: Aus welcher Perspektive fiel dir das Schreiben am leichtesten?

Ivy Andrews: Aus Jaspers (der Protagonist aus »A Single Night«), weil er mir von den bisherigen Charakteren am ähnlichsten ist. Er hat auch ADHS und verfügt deshalb über eine geringe Impulskontrolle. Außerdem ist er ein sehr emotionaler und authentischer Mensch, der Probleme mit dem Erfolg und einen ungesunden Hang zum Perfektionismus hat. Und wie Jazz will ich eigentlich bloß das machen, was ich liebe. Der Rest drum herum wird für ihn – und auch für mich – stellenweise zum Problem. Aber auch aus Valeries Sicht (die Protagonistin aus »A Single Touch«) fiel mir das Schreiben sehr leicht. Sie kommt aus dem Ort, in dem ich aufgewachsen bin, studiert Fotografie (ich habe ein paar Jahre als Hochzeitsfotografin gearbeitet) und ist ein waschechtes Pferdemädchen.

Heidi: In allen 4 Büchern spielt die Mode eine große Rolle. Konntest du persönlich in der Vergangenheit genau wie Libby, Oxy, Val und Ella in die Modebranche eintauchen und auf diesem Gebiet Erfahrungen sammeln?

Ivy Andrews: Nicht direkt, aber ich hatte mal eine Zeit lang den Wunsch Modefotografie zu machen. Das ließ sich allerdings nicht mit meinen familiären Plänen vereinbaren und so habe ich mich nach meinem Kommunikationsdesign-Studium als Hochzeitsfotografin selbstständig gemacht. Allerdings habe ich mit meiner Oma und meiner Mama sehr talentierte Näherinnen in meiner Familie, die definitiv meine Liebe zu schönen Kleidern geprägt haben. Ich erinnere mich da an einen Tellerrock, den meine Oma für meine Schwester und mich genäht hatte und der sich beim Tanzen, wenn man sich um die eigene Achse wirbelte, wundervoll aufgefächert hat. Den habe ich heiß und innig geliebt.

Heidi: Die Kostüme der 4 Mädchen werden in deinen Romanen sehr detailliert und unglaublich schön beschrieben. Von wem oder was hast du dich dabei inspirieren lassen? Hättest du vielleicht sogar Bilder für uns, die dich inspiriert haben?

Ivy Andrews: Mit den Bildern ist es leider immer etwas schwer wegen der Urheberrechte, aber ich habe mich viel von Alexander McQueen inspirieren lassen und auch einen Haufen Filme über Modedesign geschaut. Außerdem habe ich mich stundenlang auf Pinterest getummelt. Es war echt viel Arbeit, die Kollektionen zu erstellen und dann zu beschreiben, aber es hat auch unglaublich viel Spaß gemacht.

Ivy Andrews' Inspiration
Hier ein kleiner Einblick in Ivy Andrews‘ Inspirationen

Heidi: Warum hast du dich entschieden, die Bücher (zum Großteil) in England spielen zu lassen? Hast du eine persönliche Beziehung zu Plymouth?

Ivy Andrews: Ja, ich habe selbst dort am College studiert – allerdings Kommunikationsdesign (Grafikdesign) mit Schwerpunkt Fotografie und ich habe meine Zeit dort wahnsinnig geliebt. Für mich war es das schönste Semester meines kompletten Studiums, weshalb ich dann für meine Diplomarbeit dorthin zurückgekehrt bin. Seit ich die Reihe begonnen habe, war ich noch zwei Mal in Devon und Cornwall und habe jede Sekunde geliebt. Landschaftlich ist es so traumhaft schön und ich liebe die Briten einfach. Sie sind unglaublich hilfsbereit und freundlich.

Das war der erste Teil, den zweiten Teil findet ihr hier! Vielen lieben Dank an Heidi für die tollen Fragen und an Ivy Andrews für die ausführlichen Antworten und den kleinen Einblick in ihre Gedankenwelt.

newsletter

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.