Kommt mit uns nach New York … mit Lauren Layne!

Lauren Layne: Interview

Es gibt Bücher, die entführen uns in eine Welt, die wir nur zu gerne kennen lernen würden. Das gelingt der Autorin Lauren Layne auf Anhieb mit ihrer Central Park Trilogie, die uns in die aufregendste Stadt der Welt mitnimmt: New York!

Dort lernen wir die drei jungen New Yorkerinnen Naomi, Claire und Audrey kennen. Die Frauen kannten sich nicht bis zu dem Zeitpunkt, als der reiche Bankier Brayden Hayes stirbt und sie feststellen, dass sie alle mit ihm zusammen waren – Claire sogar verheiratet! Kurzerhand lassen die drei Betrogenen die Beerdigung sausen und schließen eine Freundschaft fürs Leben. Vor allem Naomi braucht nach dem Tod ihres untreuen Freundes jegliche Unterstützung, als sie in eines der altehrwürdigen Häuser der Upper East Side ziehen muss und feststellt, dass ihr Nachbar Oliver Cunningham ist – der Albtraum ihrer Kindheit!

Wir haben die Reihe verschlungen und haben natürlich Unmengen Fragen an die Autorin Lauren Layne. Wie ist sie Schriftstellerin geworden? Wie ist das Leben in New York? Und hat sie für uns Geheimtipps, wenn es uns mal in ihre Stadt verschlagen sollte?

Lauren Layne war so toll, uns all unsere Fragen zu beantworten. Vielen Dank dafür und viel Spaß mit unserem Interview.

Lauren Laynes Weg zur Autorin

Wie viele Kinder hat man auch mich früher immer wieder gefragt: »Was willst du denn später mal werden?«

Meine Antwort war immer die gleiche. Berufe wie Astronautin, Schauspielerin oder Ärztin kamen für mich nie in Frage. Von Anfang an wusste ich, dass ich Schriftstellerin werden wollte. Ich war eine begeisterte Leseratte, habe alles verschlungen, was mir in die Finger kam, angefangen von den Klassikern bis hin zu jeder Neuerscheinung, die der Bibliothekar mir gab. Bücher waren meine Welt. Und wenn man elf Jahre alt ist und das ganze Leben noch vor einem liegt, kommt man gar nicht auf die Idee, dass es irgendwie anders verlaufen könnte, als man es sich wünscht!

Aber dann setzte die Realität (oder das, was ich dafür hielt) ein. Ich machte meinen Abschluss auf der Santa Clara University in Politik und wollte anschließend Jura studieren. Nicht weil ich unbedingt Anwältin werden wollte, sondern weil ich eine vernünftig denkende Frau von Anfang Zwanzig war, die glaubte, dass man nicht gleichzeitig seine Rechnungen bezahlen und seinen Träumen folgen konnte. Jeder in meiner Umgebung riet mir zu einer praktischen Berufswahl, und eine Anwältin verfügte nun einmal über ein erheblich sichereres Einkommen als eine Schriftstellerin.

Lauren Layne

Letztlich kam es dann nicht mal zum Jurastudium. Aber Autorin wurde ich auch nicht. Mir ging es wie so vielen anderen Collegeabsolventen auch. Ehe ich wusste, wie mir geschah, hatte das Berufsleben mich aufgesogen. Meinen ersten Job nach dem Abschluss hatte ich als Empfangsdame bei einem Immobilienmakler. Danach arbeitete ich einige Jahre für einen größeren Mobilfunkanbieter im E-Commerce-Team. Ich verdiente mehr als genug und hasste meinen Job auch nicht. Jahrelang versuchte ich mir also einzureden, dass das genug war. Relative Zufriedenheit und finanzielle Sicherheit statt ungetrübter Freude – mehr konnte man als Erwachsener wohl kaum verlangen.

Und doch waren meine Kindheitsträume nach wie vor lebendig, nur eben unter der Oberfläche vergraben. Allerdings hatten sie mittlerweile deutlich konkretere Konturen angenommen! Mit etwa 16 hatte ich Liebesromane für mich entdeckt, und von diesem Zeitpunkt an waren sie meine absolute Lieblingslektüre. Ich wollte nicht mehr nur Autorin werden, sondern ich wusste, ich wollte Liebesromane schreiben.

Lauren Layne

Ich hatte nur immer noch nicht den Mut, es wirklich zu versuchen. Mit 22 verfasste ich ein paar Abschnitte, aber es war schwer, also hörte ich auf damit. Mit 24 schuf ich einen Entwurf für ein ganzes Buch, aber der Prozess des Schreibens war unglaublich anstrengend, also hörte ich wieder auf. Mit 26 produzierte ich sogar beinahe ein ganzes Buch. Aber jedes Mal entschied ich mich wieder für das Sicherheitsnetz eines regelmäßigen Einkommens und einer angepassten Lebensweise. Erst im Alter von 28 Jahren brach endlich der Damm. Der Gedanke, dass das Leben doch sicher noch mehr zu bieten hatte, ließ mich nicht mehr los. Es war einfach zu kurz, um tagein, tagaus nichts anderes zu tun als eifrig die Stunden bis zum Freitagnachmittag zu zählen und gleichzeitig den entsprechenden Countdown bis zum Montagmorgen zu fürchten. Also erforschte ich mein Innerstes und stellte mir folgende Frage: Wenn Geld keine Rolle spielen würde, was würde ich dann mit meinem Leben anfangen?

Die Antwort lag auf der Hand. Sie war immer schon da gewesen: Ich würde Autorin werden.

Aber ich war immer noch ein praktisch veranlagter Mensch! Ich wusste, dass ich essen und Miete bezahlen musste, und … ein Faible für hübsche Dinge hatte. Als ich mich also hinsetzte, um zu schreiben, tat ich das nicht nur um des Schreibens willen, obwohl die Freude daran nach wie vor vorrangig ist. Als ich 2011 mit meinem Buch begann, nahm ich mir vor, es auch zu beenden. Es zu verkaufen. Ich wollte mir durch die Schriftstellerei ein verdammtes Imperium aufbauen.

Und das tat ich. Es war nicht leicht. Es waren ein paar Umwege nötig, ich machte jede Menge Schulden, und das mit dem Imperium habe ich immer noch nicht geschafft. Aber ich fand eine Agentin. Ich unterschrieb meinen ersten Autorenvertrag. Und dann noch einen Autorenvertrag. Ich erhielt mein erstes Honorar, dann noch eins, dann noch eins, bis ich mein Kreditkartenlimit nicht mehr ausreizen oder vom Gehalt meines Mannes leben musste.

Mein erstes Buch kam 2013 heraus. Seit damals habe ich über dreißig Bücher publiziert, von denen viele auf den Bestsellerlisten landeten. Heute lebe ich meinen Kindheitstraum: Ich bin Autorin. Und es ist wirklich ein Traum.

Lauren Layne

Meine Lieblingsorte in New York City … Geheimtipps einer Einheimischen!

  1. Central Park
    Das erste, was ich Touristen ans Herz lege, ist zweifellos der Central Park. Er ist mein absoluter Lieblingsort in der ganzen Stadt, und er taucht in vielen meiner Bücher auf. Meine Central Park Trilogie beginnt und endet sogar im Central Park! Zugegeben, auf den ersten Blick ist es nur ein Park. Außergewöhnlich wird er durch die Tatsache, dass es sich um eine Oase wie keine andere handelt. New York wird häufig als »Betonwüste« bezeichnet, und das aus gutem Grund. Es gibt jede Menge Asphalt, verpestete Luft, hupende Taxis. Aber wenn man den Central Park betritt, verschwindet all das, denn dieser Park ist einfach riesig. Man könnte den ganzen Tag damit verbringen, dort umherzuwandern, ohne jemals den gleichen Weg zu gehen. Im Winter liebe ich die Ruhe und die zugefrorenen Seen, aber am schönsten ist er im Frühling. Einheimische verbringen dann oft glücklich den ganzen Tag dort – beim Picknick oder mit einem guten Buch.
  2. Madison Avenue
    Die Fifth Avenue ist berühmt für ihre tollen Läden und definitiv einen Einkaufsbummel wert. Aber wenn ich gerade nur Lust zum Windowshopping habe oder einen wirklich »noblen« New York-Augenblick erleben will, dann geht es auf die Madison Avenue. Hier sind weniger Touristen unterwegs und es ist viel ruhiger als auf der Fifth. Ja, die Geschäfte sind extrem teuer, aber trotzdem macht es Spaß, hier entlang zu flanieren, an seinem Kaffee zu nippen und sich Tagträumen darüber hinzugeben, wie es wohl wäre, wenn man sich all die wunderschönen Schuhe und Taschen in den Schaufenstern leisten könnte!
  3. Grand Central Terminal
    Das Grand Central Terminal (kurz Grand Central, aber nennt den Bahnhof niemals Grand Central Station, das ist falsch!) hat in NYC Kult-Status, weshalb es dort vor Touristen meist nur so wimmelt. Gleichzeitig wird der Bahnhof den ganzen Tag genutzt, es tummeln sich dort also auch jede Menge emsiger New Yorker, die ihrer Arbeit und ihrem Leben nachgehen. Wegen dieser Mischung aus Besuchern und Einheimischen kommt einem Grand Central wie der New York-typischste Ort in Manhattan vor. Die wunderschöne Architektur macht den Bahnhof absolut sehenswert, aber ich persönlich liebe auch seine praktische Seite. Tatsächlich befindet sich in der zweiten Etage des Grand Central Terminal der für mich nächste Apple Store! Dort habe ich den Laptop gekauft, auf dem ich diese Zeilen hier schreibe. Und dann noch ein Geheimtipp: An der Seite verbirgt sich eine kleine Bar, The Campbell. Sie ist sehr exklusiv (will sagen: teuer), aber manchmal muss man sich etwas gönnen und hier bekommt man eine kleine Kostprobe vom New Yorker Luxusleben. 1923 war es tatsächlich das Privatbüro von John W. Campbell, und ich stelle mir immer gern vor, wie es hier wohl vor etwa hundert Jahren ausgesehen haben mag.

Habt ihr in »Passion on Park Avenue« schon reingelesen? Wie findet ihr die neue Buchreihe von Lauren Layne? Schreibt eure Meinung in die Kommentare – wir sind gespannt.

Central Park Trilogie 1

Lauren Layne

Passion on Park Avenue

Passion on Park Avenue Blick ins Buch

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Für die junge New Yorkerin Naomi Powell bricht mit dem Tod ihres Freundes, des Bankiers Brayden Hayes, eine Welt zusammen. Denn sie erfährt, dass er verheiratet war und ihn zwei weitere Frauen betrauern. Claire, Braydens Ehefrau – und Audrey, seine Geliebte. Kurzerhand lassen die drei Betrogenen die Beerdigung sausen und schließen Freundschaft fürs Leben. Und als Naomi in eines der altehrwürdigsten Häuser der Upper East Side zieht, kann sie jede Unterstützung gebrauchen. Denn ihr Nachbar ist Oliver Cunningham, der Albtraum ihrer Kindheit. Doch heute, als unverschämt attraktiver Mann, bereitet er Naomi aus ganz anderen Gründen schlaflose Nächte ...

Band 1 der New-York-Trilogie.

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