Mädels, bleibt so, wie ihr seid! Warum unsere Launen gut sind

© Shananeira / photocase.de

Julie Holland ist eine New Yorker Kult-Psychologin. Sie ist Autorin des Handbuchs für Frauen am Randes des Nervenzusammenbruchs. Stimmungsschwankungen, Unlust und Schlaflosigkeit sind auch Probleme, die du kennst? Gut! Denn diese Schwankungen sind gesund. Liebe das Biest in dir mit all seinen Launen, predigt sie, und versuche bloß nicht, ein anderer Mensch zu werden. Wir erklären euch, wieso:

Wir sind dafür gemacht, launisch zu sein

Das Innenleben von Frauen ist komplex und unterliegt ständigen Veränderungen. Zwischen unseren Neurotransmittern und unseren Hormonen  – vor allem Östrogen – bestehen komplizierte Verbindungen. Wenn der Östrogenspiegel sinkt, wie bei PMS, nach einer Geburt oder in der Menopause, geht für gewöhnlich auch die Stimmung in den Keller. Ein fluktuierender Östrogenspiegel macht uns emotionaler und bewirkt, dass wir schneller weinen oder sogar zusammenbrechen, wenn wir überfordert sind. Überall in unserem Gehirn befinden sich Östrogenrezeptoren, die unsere Stimmung und unser Verhalten beeinflussen. In welcher Phase der Fortpflanzungsfähigkeit wir uns jeden Monat befinden, hat entscheidenden Einfluss darauf, wie wir uns fühlen. Wenn unser Serotoninspiegel niedriger ist, zum Beispiel bei PMS, erhöht sich die emotionale Sensibilität. Es fehlt uns an einem Schutzpolster, und wir haben schlechtere Laune, sind reizbarer und unzufriedener. Manchmal ist es vielleicht schwierig, mit einer großen Gefühlstiefe zurechtzukommen, aber sie ist ein wirksames Instrument bei der Arbeit und zu Hause, und sie ist wichtig für unsere innere Weiterentwicklung. Wir sind von Natur aus äußerst anpassungs- und reaktionsfähig, und das zu akzeptieren, ist der erste Schritt, um letztlich selbst über unser Innenleben und unsere Gesundheit zu bestimmen.

Wir sind auf Gefühle programmiert

Da das weibliche Gehirn eine andere Entwicklung durchläuft als das männliche, gibt es wesentliche Unterschiede, wie Frauen und Männer mit Gefühlen umgehen und darüber sprechen. Im Mutterleib verläuft bei allen Embryos die Entwicklung in den ersten acht Wochen gleich, aber sobald bei den männlichen Embryonen die Hoden ihre Funktion aufnehmen, tritt eine Veränderung ein. Sobald Testosteron ins Spiel kommt, bewirkt ein Anstieg der männlichen Sexualhormone, dass in den Kommunikationszentren viele Zellen absterben und sich mehr Neuronen bilden, die für Aktivität, Aggression und Sexualtrieb verantwortlich sind. Diese Bereiche nehmen im Gehirn von Männern zweieinhalbmal so viel Platz ein wie bei Frauen. In der Pubertät, wenn mehr Sexualhormone freigesetzt werden, finden im Gehirn dann weitere Veränderungen statt, die die Unterschiede zwischen den Geschlechtern verstärken. Die Insula, von der man annimmt, dass sie für Selbstwahrnehmung, Empathie und zwischenmenschliche Erfahrungen zuständig ist, hilft uns, andere zu verstehen, und ist bei Frauen deutlich größer. Sie hilft uns nicht nur dabei, „Bauchgefühle“ zu verarbeiten, um herauszufinden, was wir und andere emotional verspüren, sie versetzt uns auch in die Lage, körperliche Empfindungen wahrzunehmen und zu erkennen. Diese sogenannte „weibliche Intuition“ hat Frauen in ihrer traditionellen Rolle als nährende und sorgende Mutter gute Dienste geleistet. Männer sind aufgrund ihrer Physis nicht so sensibel wie Frauen. Frauen verfügen über mehr Schaltkreise im Gehirn, die nicht nur Sprache und Gefühlsäußerungen steuern, sondern auch die Fähigkeit, emotionale Nuancen wahrzunehmen und zu spüren, was andere empfinden. In Anbetracht dieser geschlechtsspezifischen Unterschiede bei empathischen Fähigkeiten beruht es vermutlich nicht auf Einbildung, wenn wir manchmal denken, dass unser Freund gefühlskalt ist und wir emotionale Wracks.

Du möchtest noch mehr über die weibliche Gefühlswelt wissen, über unser Verhältnis, zu Essen, Schlaf und Sex? Dann solltest du unbedingt „Moody Bitches“ lesen.

Julie Holland

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Liebe das Biest in dir mit allen seinen Launen! Das ist die zentrale Botschaft der Psychiaterin Julie Holland und ihres Handbuchs für Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs. Stimmungsschwankungen, Sexprobleme, Erschöpfung, Schlaflosigkeit: Frauen gelten als zickig und unberechenbar. Holland warnt Frauen davor, ihre vermeintlichen Defizite zu therapieren, um allzeit perfekt zu funktionieren - als Karrierefrau und Geliebte, als Mutter und Freundin. Im Gegenteil. Frauen können nur gesund und glücklich werden, wenn sie akzeptieren, dass diese in der weiblichen Körperchemie und im weiblichen Gehirn begründeten Schwankungen gut und sinnvoll sind. Die erfahrene Therapeutin rät dringend davon ab, durch Medikamente diese Aufs und Abs einzuebnen. Nur wenn Frauen ihre Emotionen - das heißt, die Moody Bitch in sich - pflegen und als Quelle ihrer besonderen Fähigkeiten erkennen, werden sie mit sich und ihrer Welt in Einklang leben können.

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