Männer verstehen: Was ein Mann sagt – und was er damit meint

Was Männer mit diesen Sätzen meinen

Am besten verstehen wir unsere Partner:innen immer dann, wenn sie Klartext mit uns sprechen. Aber das tun sie – sowohl Männer, als auch Frauen – eben nicht immer – manchmal ist es schwer oder unangenehm, etwas direkt auszusprechen oder es würde uns doch kränken. Es gibt diese Sätze, die Männer immer wieder verwenden, weil sie die eigentliche Message nicht aussprechen wollen – meist, um keinen Streit zu provozieren. Wir verraten dir, was dein Schatz wahrscheinlich meint, wenn er folgende Sätze zu dir sagt, und wie du am besten damit umgehst.

  1. „Ehrlich, es ist nichts.“
    Dein Mann ist irgendwie seltsam – geknickt, oder abwesend oder nervös. Trotzdem sagt er diesen Satz, den du nur schwer glauben kannst. Höchstwahrscheinlich hast du recht: Es ist wirklich etwas. Aber er möchte gerade nicht darüber sprechen. Lass das Thema einfach erstmal sein, vielleicht erzählt er dir morgen, welche Laus ihm über die Leber gelaufen ist. Du kannst ihm noch sagen, dass du ein offenes Ohr für ihn hast, falls doch etwas sein sollte. Und dann ist es am besten, wenn du dich ganz normal verhältst und seine Seltsamkeit ignorierst, denn genau das wünscht er sich vermutlich gerade.
  2. „Das vertrage ich nicht.“/ „Davon wird mir übel.“
    Hier geht es um von dir zubereitetes Essen, das der Mann nicht essen möchte. Vielleicht ist etwas drin, was er nicht mag oder er hat schon probiert und es schmeckt ihm überhaupt nicht. Aber das sagt er so direkt nicht, weil du dann sauer bist. Deshalb wählt er die elegante Art, das unerwünschte Mahl zu umgehen: Klar, wenn er es nicht verträgt oder ihm davon schlecht wird, kann er es natürlich nicht essen – auch wenn er so gerne würde! Genieß du einfach selbst dein Essen und tu so, als würdest du seine Ausrede glauben. Dann schmeckt es ihm halt nicht, ist doch nicht schlimm – dafür ist er sensibel genug, es dir nicht direkt zu sagen.
  3. „Schau mal, die Wolken – es regnet bestimmt bald“
    Die Reaktion hast du dir nicht gerade gewünscht, als du gerade vorgeschlagen hast, dass ihr ein wenig spazieren gehen könntet. Schau dir die Wolken mal an – es ist unwahrscheinlich, aber womöglich hat er recht und es sieht wirklich nach heftigem Regen aus. Wahrscheinlicher ist aber, dass er das reininterpretiert, weil er keine Lust hat, dich aber nicht so direkt abweisen möchte. Es ist wirklich schade, wenn er das ständig macht. Aber wenn ihr regelmäßig zusammen spazieren geht oder etwas gemeinsam unternehmt und er nur heute mit der Regen-Ausrede daherkommt, dann ist es am sinnvollsten, drüber hinweg zu sehen und entweder mit ihm daheim zu bleiben oder – besser noch – allein loszuziehen. Denn bekanntermaßen ist auch die Zeit mit sich selbst alleine sehr wertvoll, vor allem draußen in der Natur. Franziska Muri hat ein Buch über das Alleinsein geschrieben, das dich zu mehr intensiver Ich-Zeit inspirieren könnte: „21 Gründe, das Alleinsein zu lieben“.
  4. „Ich habe dich lieb“/ „Ich habe dich sehr gern“
    Die Bedeutung dieses Satzes, der häufig in noch recht frischen Beziehungen fällt, kann sehr schwierig zu interpretieren sein, denn es hängt davon ab, wie eure Beziehung und seine Persönlichkeit ist. Ist dein Partner etwas scheu und tut sich schwer damit, Gefühle zu äußern? Dann ist das schüchterne „Ich hab dich lieb“ eine wirklich große Geste, eine vorsichtige Offenbarung der Gefühle, denn ein „Ich liebe dich“ ist ihm noch zu intensiv und er ist sich noch nicht sicher genug, ob es dir denn genauso geht wie ihm. Letztendlich heißt es aber, dass er schwer verliebt in dich ist.
    Hast du jedoch das Gefühl, dass mit der Beziehung irgendetwas nicht so ganz stimmt – dass er sich nicht richtig emotional auf dich einlässt zum Beispiel, vielleicht noch eine Exfreundin im Spiel ist, die nicht ganz überwunden ist, dann kann das „Ich habe dich sehr gern“ auch ausweichend sein. Seine Gefühle sind nicht stark genug, um „Ich liebe dich“ zu sagen, gleichzeitig weiß er, dass du so etwas in der Art gerne hören möchtest und wählt deshalb das harmlosere „Ich hab dich gern“. Das stimmt dann nämlich auch, er hat dich wirklich gern. Aber die richtig heftigen Liebesgefühle fehlen ihm eben (noch).

Männer besser verstehen: Bücher über Männer

Bei all den Klischees, gesellschaftlichen Erwartungen und falschen Rückschlüssen von sich selbst auf andere ist es für Frauen oft nicht einfach, Männer zu verstehen – nicht einmal den einen, den sie lieben und mit dem sie zusammen sind. Zum Glück gibt’s einige Bücher, die von Männern geschrieben sind oder zumindest auf Gesprächen mit Männern basieren, die einen Einblick in die Welt der Männer geben und dir dabei helfen können, deinen Liebsten besser zu verstehen. Ist er generell ein Mensch, der wenig sagt und ungerne Gefühle preisgibt? Dann könnte dir Scott Wetzlers Buch „Warum Männer mauern. Wie Sie Ihren passiv-aggressiven Mann besser verstehen und mit ihm glücklich werden“ weiterhelfen. Der Autor ist ein Psychologe aus New York. Vielleicht kennst du den Podcast „Beste Freundinnen“ von Max und Jakob, in welchem sie alles besprechen, was sie so denken. Das Ganze gibt’s auch als Buch: „Kann ich nicht sagen, muss ich nackt sehen“ mit dem aufschlussreichen Untertitel „Was Männer über Beziehung, Sex und Liebe denken“. Die berühmte TV-Moderatorin Bärbel Schäfer hat für ihr Buch „Männer mit Gefühl“ mit zahlreichen Männern über intime, gefühlvolle Themen gesprochen. Sie möchte Frauen helfen, Männer und ihre Denkweisen und Lebenswelten besser zu verstehen.

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