Mit diesen 6 Tipps hast du nie wieder Komplexe im Bett

Sophie Andresky

Was ist der Unterschied zwischen einem Pornofilm und realem Sex? Ein Pornofilm zeigt ein choreographiertes Fick-Ballett mit getunten Körpern, echter Sex sieht eher weniger nach Hollywood aus. Da beulen sich Speckröllchen aus, Brüste hängen, den Rücken überzieht ein dichter Monchichi-Pelz, der Hintern ist faltig und die Trichterbrust knochig. Realer Sex ist nicht unbedingt schön. Muss er aber auch nicht, Hauptsache, er macht Spaß, denn darum geht’s. Um Lust, Vertrauen, Verschmelzung.

Schwierig, wenn man, statt das Glühen zwischen den Beinen zu genießen, ständig an die eigenen Problemzonen denken muss. Und wir Frauen wittern ja leider überall Problemzonen.

Natürlich ist nicht jede Frau eine Exhibitionistin, manche mögen einfach nicht gern angesehen werden, und manchen ist Sex bei Dunkelheit lieber, weil sie sich dann besser konzentrieren können. Schaltet man einen Sinn aus, schärfen sich die anderen, was durchaus dafür spricht, das Licht zu löschen. Das macht einen noch nicht zur verklemmten Spießerin. Hauptsache, man fühlt sich beim Sex wohl und kann sich gehenlassen, und wenn das bedeutet, dass man es im Dustern treibt oder das T-Shirt anlässt, na bitte. Etwas anderes ist es, wenn man durchaus gern mal gucken und sich zeigen würde, sich aber nicht traut, weil man glaubt, die Nippel seien einen Zentimeter zu tief, auf den Rippen sei ein Kilo zu viel, oder der Partner würde sich vor den Dellen auf den Oberschenkeln erschrecken. Die gute Nachricht: Männer können entweder gucken oder vögeln. Das Blut ist entweder im Kopf oder im Schwanz. Und sie erschrecken auch nicht so leicht. Kein Mann, der seinen Schwanz gleich in eine Muschi schieben darf, denkt über die Sportlichkeit der vor ihm gespreizten Oberschenkel nach. Männer sind glückliche Geschöpfe: Sie können sich Frauen schöntrinken und schönvögeln, bei uns Mädels klappt das leider nicht so leicht.

6 Tipps, um sich trotz kleiner Schönheitsfehler im Bett mehr zu entspannen:

  1. Dem Partner ein Rollenspiel vorschlagen. Seine Augen werden verbunden, sie darf gucken.
  2. Nackt sein üben. Das muss nicht unbedingt beim Sex sein. Saunagänge oder duschen in der Gemeinschaftsdusche nach dem Sport helfen schon, und zwar auch, wenn es ein reines Frauen-Fitnesstudio ist. Man sieht dort viele nackte Körper und ja, einige sind schöner als man selbst, andere aber nicht. Das relativiert die eigenen Komplexe. Und manchmal, wenn man Glück hat, sieht man dort eine der seltenen Frauen, die völlig unkompliziert und mit sich im Reinen sind, sich genussvoll eincremen oder nackig herumlaufen, ohne sich zu stören, ob irgendetwas schwabbelt. Das sind meine Heldinnen. Wenn ich so eine gesehen habe, geht’s mir gleich leichter.
  3. Die Schlafzimmerbeleuchtung ändern. Ein Dimmer ist eine gute Idee, rotes Licht wirkt noch besser. Das lässt Fältchen und Dellen verschwinden und die Haut sinnlich strahlen. Außerdem kann ein bisschen Puff-Atmosphäre in einem Raum  mit Biberbettwäsche und Bügelbrett nicht schaden.
  4. Clevere Dessous tragen. Dessous, keine Quetschwäsche! Ein sexy Spitzen-BH hebt den Busen, lange Strümpfe verdecken Krampfadern, ein durchsichtiges Babydoll schmeichelt den Rettungsringen.
  5. Frauenzeitschriften ungelesen wegwerfen! Vor allem dann, wenn dort Liebesstellungen empfohlen werden, bei denen man angeblich besonders schlank aussieht. Gut anfühlen soll es sich, wie es aussieht, ist nur für Porno-Darstellerinnnen wichtig.
  6. Sexfilme gucken – aber solche aus der Kategorie „Amateure“. Echte Menschen mit echten Körpern.

Die Hauptsache bei all dem ist, sich zu nichts zu zwingen. Wenn man absolut nicht angesehen werden will, soll man es lassen. Im Bett gilt immer: Wer nicht will, hat recht! Das gilt für Analsex genauso wie für eine Flutlicht-Beleuchtung. Manche Frauen sind fürs Rampenlicht geboren, andere glühen eben lieber im Verborgenen.

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