Mythos Blowjob: die 5 häufigsten Irrtümer

FemmeCurieuse / photocase

Um alles, was ein bisschen verrucht und verboten wirkt, ranken sich zahlreiche Mythen. Und auch wenn Oralsex für viele Paare mittlerweile ganz selbstverständlich zum Liebesspiel dazugehört, halten sich einige Gerüchte um den Blowjob immer noch hartnäckig – Porno & Co sei Dank. Wir räumen hier mit diesen 5 Halbwahrheiten auf.

  1. Je tiefer, desto besser
    Es ist die ewige Legende: Seit 1972 in dem Film „Deep Throat“ eine Darstellerin den ganzen Penis extrem tief in den Rachen nahm, gilt es als absolute Männerphantasie. Mal ehrlich: Wenn ein Mann darauf steht, wenn sie mit Würgereflex auf die Eichel hustet, dann geht es hier wohl eher um eine Kopfsache und das Machtverhältnis ist ein wichtiges Element. Dann sind andere Rollenspiele (linken auf Fifty Shades of Grey) deutlich lustvoller. Viel erregender ist es, den Penis gleichmäßig mit der Zunge zu stimulieren und dabei immer wieder Abwechslung einbauen, zum Beispiel durch Zupfen an den Hoden. Wichtig ist: Nicht während des Höhepunkts mit der Stimulation aufhören. So wird es besonders intensiv.
  2. Schlucken muss sein
    Sex ist dann schlecht, wenn man sich davor ekelt oder sich unwohl fühlt. Daher gilt ausnahmslos: Mach nur das, worauf du Lust hast oder auf was du neugierig bist.
  3. Ein Blowjob ist total unterwürfig
    Dieses Bild hat sich vor allem in unseren Köpfen verankert, weil in Pornos ein Blowjob zu den devoten Praktiken zählt und oft mit erniedrigenden Situationen in Verbindung gebracht wird, z.B. wenn der Mann der Frau gegen ihren Willen ins Gesicht ejakuliert. Schieb diese Bilder einmal zur Seite und sieh es einfach so: Ist es nicht ein ziemlich gutes Gefühl, so viel Macht über ihn zu haben? Ihn mit zarten Berührungen, ganz nach deinem Tempo, zur Ekstase zu bringen? Oralsex kann also ziemlich befreiend sein – besonders, wenn er sich revanchiert.
  4. Blasen ist ungefährlich
    Infektionskrankheiten wie HIV, aber auch Syphilis und Gonorrhoe werden nicht nur durch Penetration übertragen. Im Gegenteil: Sperma im Mund erhöht das Risiko einer Ansteckung. Safer Sex funktioniert auch beim Blowjob nur mit Kondom. Wer das befremdlich findet, kann sich mit Kondomen mit Geschmack herantasten …
  5. Je heftiger, desto besser
    So richtig hart rangehen, den schmalen Grat zwischen Genuss und Schmerz ausreizen? Das sollte man nur mit ganz viel Übung, Zeit und Feingefühl versuchen. Die Eichel ist extrem empfindlich. Reibereien, im wahrsten Sinne, sind unangenehm. Zu heftiges Saugen oder Reibung ohne Speichel vermeiden, stattdessen eine gute Balance zwischen lustvollen Massagen und stimulierendem Lecken finden.

Was wirklich wichtig ist im Liebesspiel, ist heute zwischen Pornografie und Erotik im Internet, Fernsehen und Magazinen nicht immer klar erkennbar, Daher ist es höchste Zeit für ein neues Aufklärungsbuch, was Platz lässt für Kommunikation, Intimität und vor allem: Liebe. Unsere 5 Tipps und viele weitere findest du in „Make Love. Ein Aufklärungsbuch“ von Ann-Marlene Henning und Tina Bremer-Olszewski.

 

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Noch nie war es einfacher, etwas über Sex zu erfahren. Internet, Fernsehen, Magazine – überall wimmelt es von Pornografie und Erotik. Das heißt aber nicht, dass Jugendliche heute besser informiert sind als früher – ganz im Gegenteil. Wer heute heranwächst, hat es vor allem mit irreführenden Idealen und falscher Perfektion zu tun. Was wirklich wichtig ist – Intimität, Liebe, Kommunikation –, hat keinen Platz in den modernen Medien. Deswegen ist es höchste Zeit für ein neues Aufklärungsbuch!

 

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