Oh, no! Das sind die 5 peinlichsten Sex-Szenen der Literaturgeschichte

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Klar, sex sells – deswegen ist Sex ein beliebtes Motiv in der Literatur. Nur: Nicht jeder kann darüber schreiben. Die Zeitschrift Literary Review verleiht sogar einen Preis für die am schlechtesten beschriebenen Sexmomente, den „Bad Sex in Fiction Award“. Der Autor Rainer Moritz hat sich die Mühe gemacht und Hunderte literarische Sexszenen zusammengetragen. Gute, schlechte, lustige, heftige und absurde. Hier ein kleiner Vorgeschmack:

1. Nackt: Aus „Alles, was ist“ von James Salters

„Ohne ein Wort kniete sie sich vor ihn hin und begann, etwas ungeschickt, da sie kurzsichtig war, seine Hose zu öffnen. Der Reißverschluss schmolz Zahn um Zahn. Sie war ein wenig nervös, aber es war fast, wie sie es sich vorgestellt hatte. Apis, der Stiergott. Glatt und allein durch das Anschwellen fiel sein Schwanz ihr fast in den Mund, und mit mehr Selbstbewusstsein fing sie an.“

2. Telefonisch: Aus „Vox“ von Nicholson Barker:

„‘Und dein Finger würde über deine Klit fliegen, deine Hand würde sich heben, und dein Finger würde hin und her fliegen, und ich hätte deine beiden Arschbacken in den hohlen Händen, sodass du an deinem Arschloch ein Ziehen spüren würdest, und ich würde ihn mit langen Bewegungen rausziehen und wieder reinstoßen und raus und rein, und ich würde sehen, wie sich deine Titten dazu bewegen.‘ ‚Oh! Oh!‘ ‚Oh, es geht los, gleich komme ich für dich, mein Schwanz pumpt in dir …‘ ‚Oh! Nnnnnnn! Nnn! Nnn! Nnn! Nnn!‘ ‚Es spritzt raus. Ich kann nichts anders! Ah! Ah! Ooooooo.‘“

3. Absurd: Aus „Zungenküsse mit Hyänen“ von Else Buschheuer

„Bei hässlichen Frauen hatte Müller gelegentlich ein Auge zugedrückt, diese war aber obendrein fett, und er musste, käme es zum Äußersten, fürchten, von ihrem Gewicht erdrückt zu werden, zumal er solche Lasten nicht, wie ein intakter Mann, einfach abwerfen konnte. Seine Möglichkeiten zu rebellieren, hielten sich, hockte die betreffende Dame erst auf ihm, in Grenzen.“

4. Intellektuell: Aus „Erinnerungen an meinen Porsche“ von Bodo Kirchhoff

„Ich spüre Selmas Nägel, die oval waren, nicht etwa spitz, wie sie wild auf meiner Haut herumschrieben; denn sie gehörte nicht zu den Frauen, die irgendwelche Wörter keuchten, dafür zitierte sie gern Rilke im Bett, ihren Seelenriesen, wie sie ihn nannte.“

5. Ekelhaft: Aus „Freiheit“ von Jonathan Franzen:

„Eines Nachmittags wurde Connies erregte Klitoris, ihrer Beschreibung zufolge, volle zwanzig Zentimeter lang, ein hervorstehender Stift der Zärtlichkeit, mit dem sie sanft die Lippen seines Penis teilte und sich bis zum Sockel seines Schafts hineinzog. An einem anderen Tag beschrieb Joey, auf ihr Drängen hin, die glatte warme Reinheit ihrer Würste, die, als sie aus ihrem Anus glitten und in seinen offenen Mund fielen – schließlich waren es ja nur Wörter -, wie vorzügliche dunkle Schokolade schmeckten.“

Ihr wollt mehr davon? In „Wer hat den schlechtesten Sex?“ sind noch viele, viele weitere zu finden. Was sind eure liebsten Sexszenen? Verratet uns eure heißen Lieblingsbücher!

Rainer Moritz

Wer hat den schlechtesten Sex?

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Die schönste Sache der Welt. Die Glücklichen unter uns kommen hin und wieder in ihren Genuss, die meisten aber haben Probleme mit dem Kommen, dem Nicht-Können, dem zu heftigen Wollen. Die größten Probleme jedoch haben Schriftsteller, denn die richtigen Worte für die körperliche Liebe zu finden: das ist eine Kunst.

Früher ging es in der Literatur meist züchtig zu und der Geschlechtsakt wurde mit einem »Am nächsten Morgen« dezent übersprungen, aber ein Gegenwartsroman scheint ohne Fellatio und Cunnilingus kaum mehr vorstellbar zu sein. Rainer Moritz begibt sich auf Stellensuche – vor allem in der deutschsprachigen Literatur der vergangenen Jahrzehnte. Es geht um peinliche Verrenkungen, tierische Vergleiche, um das Non-Verbale, um die »Angstblüten« des Alterssex und um Spielarten, die die Generation seiner Eltern nicht dem Sexualleben Mitteleuropas zugeordnet hätte. Stöhnend kommen u. a. Elfriede Jelinek, Clemens J. Setz, Peter Härtling, Sibylle Berg, Martin Walser, Michael Kleeberg, Andreas Altmann und Karen Duve zu Wort. Keine Frage, dieses an- und aufregende Buch ist eine Stellenbeschreibung der besonderen Art.

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