Rollenspiele findest du albern? So kannst du dich darauf einlassen!

So fallen dir Rollenspiele leichter

Dein:e Partner:in steht auf erotische Rollenspiele und möchte das gerne mal mit dir ausprobieren – aber du kommst dir alleine bei der Vorstellung albern und seltsam vor. Vielleicht lohnt es sich, über deinen eigenen Schatten zu springen und dem Ganzen doch einmal eine Chance zu geben. Womöglich merkst du, dass euer Sexleben davon profitiert, wenn ihr einmal etwas ganz Anderes ausprobiert. Folgende Tipps helfen dir, erste vorsichtige Schritte in Richtung Rollenspiel zu gehen.

  1. Vergiss die Klischees
    Wahrscheinlich geistern in deinem Kopf Bilder von skurrilen Dialogen und grotesken Verkleidungen herum, wenn du an Rollenspiele denkst. Werde diese Bilder los, denn darum geht es nicht. Was deine:n Partner:in und viele andere Menschen beim Rollenspiel wahrscheinlich am meisten fasziniert ist, dass es dabei möglich wird, den Alltag durch die Vorstellungskraft wirklich hinter sich zu lassen. Ihr taucht ab in eine andere Welt und könnt dort eurer Liebe und eurer Lust freien Lauf lassen. Genau das klappt beim „Alltagssex“ nicht immer. Verkleidungen könnt ihr natürlich benutzen, aber ihr könnt sie genauso gut weglassen.
  2. Überdenke deine Einstellung: Ein Rollenspiel zeigt dich von einer anderen Seite
    Bei einem Rollenspiel musst du in eine Rolle schlüpfen, dich verstellen und bist gar nicht mehr du selbst? Hast du vielleicht sogar das beunruhigende Gefühl, dass dein:e Partner:in deshalb Rollenspiele mit dir machen möchte, weil er:sie eigentlich lieber mit jemand anderem als dir Sex hätte? Da liegst du falsch! Beim Rollenspiel sollst du dich nicht verstellen, sondern dich neu erfinden, deinem:deiner Partner:in Seiten an dir offenbaren, die er:sie (und vielleicht sogar du selbst) noch nicht kannte. Indem du eine Rolle spielst, bekommst du die Möglichkeit, Teile deiner Persönlichkeit an die Oberfläche zu bringen, die sonst im Verborgenen liegen. Dieses extrem hohe Maß an Intimität ist es, das deine:n Partner:in daran reizt, und genau deshalb erfordern sexuelle Rollenspiele entweder intensive Liebe zueinander, oder zumindest sehr viel Vertrauen.
  3. Fang klein an
    Jede Rolle, die dir einfällt, kommt dir blöd vor. Du weißt nicht, was du sagen und wie du dich verhalten sollst. Das macht doch nichts! Stelle nicht zu hohe Ansprüche an dich selbst, sonst weckt der Gedanke an Sex mit deinem:deiner Partner:in mehr Nervosität und Unsicherheit in dir als Verlangen und Vorfreude. Sage deinem:deiner Partner:in, wie du dich fühlst und fangt dann klein an, indem ihr zum Beispiel kleine Dominanz-Unterwürfigkeits-Szenen in euer Liebesspiel einbaut. Kleine Elemente wie das Augenverbinden oder das Fesseln der Hände können da viel ausmachen, um sich beim Sex anders zu fühlen. Oder du ziehst mal Reizwäsche an. Wenn du das sonst nicht machst, wirst du dich schon wie eine andere Version deiner selbst fühlen. Spürst du den Reiz all dieser Kleinigkeiten? Findest du Gefallen? Dann könnt ihr vielleicht auch irgendwann noch einen Schritt weitergehen und euch Szenarien und Dialoge überlegen. Sie müssen nicht spontan sein, ihr könnt sie vorher absprechen, wenn dir Improvisieren schwerfällt. Und wenn du den Punkt erreicht hast, an dem du nicht mehr weitergehen willst, weil du dich dann nicht mehr wohlfühlst, ist das vollkommen okay!
  4. Lass dich inspirieren
    Vielleicht liest du mal den einen oder anderen erotischen Roman, um in unbekannte Welten voller unbekannter sexueller Abenteuer und Wünsche abzutauchen? Das könnte deine Inspiration wecken und dich offener machen. Wie wäre es mit „Bestrafe mich!“ von Nina Jansen? Eine junge Frau merkt in dieser Geschichte, dass sie es erotisch findet, zu gehorchen. Oder „Fuck your friends“ von Sophie Andresky, wo zwei Paare die Lust an Sex zu viert entdecken? Außerdem ist „365 Tage“ von Blanka Lipińska gerade in aller Munde. Eine Frau, die von ihrer Beziehung gelangweilt ist, wird von einem heißen Mafiaboss entführt. Obwohl er sie gefangen hält, kann sie ihm nicht widerstehen. Diese verruchte Geschichte ist sogar unter demselben Titel verfilmt. Den Film gibt’s auf Netflix zu sehen.
  5. Sieh die Rollenspiele mit Humor
    Sex haben dein:e Partner:in und du, weil ihr einander genießen und eine schöne Zeit miteinander verbringen wollt. Sex macht viel Spaß, und ebenso soll das Rollenspiel viel Spaß machen. Perfektionismus sollte genauso wenig das Ziel sein wie beim Sex ohne Rollenspiel. Nehmt die Sache mit Humor und lacht, gerade, wenn du noch nicht viele Erfahrungen mit dieser Sexpraktik hast und auch mal die eine oder andere Panne oder Situationskomik entsteht. Was einzige, was keine:r von euch tun sollte, ist es, den:die Partner:in auszulachen. Ausgelacht werden fühlt sich immer unangenehm und verletzend an.

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