S. Quinn im exklusiven Interview (Teil 1)

In einem Interview haben Sie einmal gesagt, dass Ihr persönliches Schreibmotto „1.000 Wörter pro Tag – egal, was passiert“ lautet. Ist das noch aktuell?

Absolut! Und ich denke, ich wäre auch nicht glücklich, wenn ich das nicht machen könnte. 1.000 Wörter täglich zu schreiben, ist also eher etwas, was ich wirklich machen möchte, nicht muss. Mittlerweile schreibe ich sogar vermutlich 3000 Wörter täglich. Und ich gehöre definitiv auch zu den Personen, die sich solche persönlichen Ziele setzen müssen.

Haben Sie dieses Ziel heute schon erreicht?

Oh, heute zählt nicht – Editieren steht auf dem Plan (lacht). Aber dafür habe ich heute bereits um die 10.000 Wörter bearbeitet. Immerhin!

Apropos Zahlen: „Blackwell Lessons“ ist die nunmehr dritte Trilogie rund um die beiden Hauptfiguren Sophia und Marc Blackwell. Was dürfen Ihre Fans erwarten?

„Blackwell Lessons“ setzt eigentlich genau da an, wo die letzte Trilogie aufhörte: Sophia und Marc haben geheiratet, sie sind überglücklich, alles ist schön. Oder eben auch nicht. Es wird einige neue Charaktere geben, die die Beziehung der beiden aufmischen. Erwarten können die Leser viel Romantik, viel Sinnlichkeit, viel Erotik – also all das, was sie aus den vorangegangenen Teilen bereits kennen.

Haben Sie eigentlich jemals damit gerechnet, dass sich aus der anfänglichen Idee eine solche Erfolgsstory entwickeln könnte?

Den ersten Teil habe ich geschrieben, als der Hype „Fifty Shades of Grey“ losging …

… okay, also konnten Sie durchaus damit rechnen…

Klar, aber ich persönlich hätte es so nicht erwartet: Ich befand diese Lehrer-Schülerin-Beziehung für eine prinzipiell gute Idee, die vielleicht spannend sein könnte. Und ich wollte einfach sehen, was sich aus dieser Anfangskonstellation ergeben könnte, wie sie weitergeht. Also schrieb ich das Ganze nieder, veröffentlichte es auf „Amazon“ – und zwei Tage später hatte ich ein Wahnsinns-Feedback von so vielen Lesern. Es war wirklich verrückt! Und genauso ging es weiter: Die Leuten fragten nach jedem Buch, ob denn ein neues folgen würde. Also lieferte ich nach.

Das heißt, es gab nicht unbedingt eine klassische Storyline, sondern Sie setzten beim Schreiben eines neuen Teils immer wieder bei der letzten Seite des Vorgängers an?

Ja, so kann man das sagen. Bei meinen Thriller-Veröffentlichungen, die Mystery-Elemente haben, musste ich natürlich vorab planen, wann ich welches Detail verrate. Aber bei der Erotik-Triologie weniger. Die Geschichte hat eine klare Stringenz, ich beschrieb einfach weiter und weiter, wie sich die Charaktere entwickelten.

Wurden Sie beim Schreiben nach dieser Methode manchmal von ihrer eigenen Fantasie überrascht?

Total! Aber dadurch war mir eben auch die Möglichkeit gegeben, die Bücher sehr offen und dadurch viel realitätsnäher enden zu lassen. Es gab nie ein klassisches „Und sie lebten glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende …“ – das gibt es im wahren Leben schließlich auch nicht.

Wenn wir schon bei der Realität sind: Inwiefern repräsentiert Marc Blackwell denn Ihre persönlichen Vorstellungen von dem „perfekten Mann“?

Das ist eine sehr schwierige Frage – vor allem, weil mein Ehemann einige meiner Bücher liest (lacht). Dadurch hat er vermutlich schon so manchen falschen Eindruck davon bekommen, was meine eigenen Fantasien angeht. Denn es gibt durchaus einen Unterschied zwischen dem, was ich in der Realität mag, und dem, was ich in Büchern schreibe (lacht). Gerade deswegen kann man die Frage vielleicht so beantworten: Was ich in Büchern schreibe, hat nichts mit mir persönlich zu tun, aber es macht eben Spaß all das durch das Schreiben zu durchleben. Man versetzt sich einfach nur für eine Weile in eine andere Welt.

Waren Sie jemals in einen Ihrer Lehrer verliebt? Oder in einen Chef?

Nein. Denn um ehrlich zu sein: Die Lehrer an meiner Schule waren wirklich nicht derart attraktiv, als dass man sich in sie hätte verlieben können (lacht). Aber es ist eine Art Archetyp, der dabei wirkt, ein Symbol. Grundsätzlich steht dahinter die Vorstellung eines älteren, lebenserfahrenen Mannes, der weiß, wie das Ganze läuft. Darum geht es letztendlich.

Was einige Leserinnen kennen dürften, ist allerdings das Grundproblem, mit dem Sophia konfrontiert wird: Sie ist fasziniert von einem typischen „bad boy“ – und sie ist ganz sicher nicht die einzige Frau, der das passiert ist. Was meinen Sie, warum sich Frauen immer wieder von diesem Typus Mann angezogen fühlen? Ist es die Hoffnung auf Exklusivität? Dieses Gefühl, man könnte die einzige Frau sein, die diesen Mann zu knacken vermag?

Genau das ist es. Und es gibt noch einige Gründe mehr für Frauen, sich für einen solchen Mann zu interessieren: Bei Romantik geht es immer um eine Art Transformation. Es gibt eine Frau, mit der etwas nicht stimmt; einen Mann, mit dem etwas nicht stimmt – und nur, weil die beiden aufeinandertreffen, ergeben sie ein perfektes Ganzes. Nur sie vermögen es, einander zum Guten hin zu verändern. Allein durch ihre Liebe. Außerdem denke ich, dass auch Kontrolle eine Rolle dabei spielt, warum Frauen sich gerne „bad boys“ aussuchen. Wir Frauen sind mittlerweile so unabhängig, haben unzählige Optionen, wie wir unser Leben gestalten möchten. Gerade deswegen ist der Gedanke, dass man plötzlich wieder gesagt bekommt, was man zu tun hat, eine Art Rebellion gegen das System schier unendlicher Möglichkeiten. Es kann sehr langweilig sein, einen Mann an seiner Seite zu haben, der immer nett und freundlich ist. Das klingt zwar blöd, ist aber Realität…

Glauben Sie denn daran, dass wir Frauen eines Tages verstehen werden, dass die „bösen Jungs“ auch ewig „böse Jungs“ bleiben werden? Und dass wir realisieren, dass wir die Finger von ihnen lassen sollten, weil sie uns – unter dem Strich – nicht guttun?

Nun, das Problem bei besagten „bad boys“ ist leider auch, dass sie es so gut verstehen, uns Frauen zu amüsieren. Sie sind charmant. Und vielleicht sind es auch gerade diese Männer, die sich wünschen, eine Frau an ihrer Seite zu haben, die ihnen den Weg in die richtige Richtung weist…

Haben Sie eine konkrete Vorstellung davon, wer Ihre Bücher liest? Wie sieht der/die typischen „S. Quinn“-Leser/Leserin aus?

Tatsächlich weiß ich genau, wer meine Leser sind, da ich immer mit ihnen in Kontakt stehe. Ich liebe sie, sie sind wundervoll! Die meisten sind typische Hausfrauen, sie haben ältere Kinder, einen Ehemann, kümmern sich um die Familienbelange, sind glücklich. Das Lesen der Bücher ist ihre Möglichkeit zum Eskapismus, zur Flucht aus dem Alltäglichen. Oftmals haben sie das Gefühl, als seien sie stehengeblieben – aber sie genießen dieses Gefühl ebenso.

Bevor Sie begannen, hauptberuflich Bücher zu schreiben, waren Sie als Journalistin und Ghostwriterin tätig. Aber auch als Bar-Tänzerin und Party-Masseuse – das müssen Sie bitte genauer erklären: Was kann man sich denn unter diesen Jobs vorstellen?

Ja, das könnte missverständlich klingen. Unter einer Party-Masseuse kann man sich genau das vorstellen, was es ist: Man ist Gast auf öffentlichen Partys, andere Leute bezahlen dann dafür, dass man sie massiert. Ganz unspektakulär. Bei der Tanz-Geschichte ist es etwas anders: Ich bin eine Zeit lang durch Thailand gereist. Auf der Insel Ko Phi Phi hatte ich schließlich diesen Job als Bar-Tänzerin: Wir wurden dafür bezahlt, in dieser Bar Party zu machen, sodass auch andere Reisende die Tanzfläche erstürmen wollten. Wir wurden also dafür bezahlt, die Bar mit Leben zu füllen, damit die Bar gut besucht wirkte. Es war wirklich lustig.

Das war also Ihr „früheres“ Leben – vor dem Autoren-Dasein?

Damals habe ich genauso viel geschrieben. Ich erinnere mich noch allzu gut daran, dass ich morgens nach einer durchzechten Nacht aufwachte und trotzdem am selben Tag noch gut 2.000 Wörter schrieb. Als ich in Thailand war, arbeitete ich beispielsweise an einem Buch über Japan.

Mittlerweile wohnen Sie allerdings samt Ehemann und Kindern in der Nähe von Brighton. Was hat Ihr Leben verändert? Die Ehe? Die Kinder?

Ach, eigentlich bin ich noch genauso wie damals (lacht). Ich lege schon Wert darauf, ab und zu reisen zu können. Als meine Tochter ein Jahr alt war, flogen wir gemeinsam mit ihr nach Thailand, ich recherchierte vor Ort für einen Thriller im Rotlichtmillieu. Insofern kann ich guten Gewissens sagen, dass ich immer noch genauso verrückt bin, wie vor den Kindern – wenn mir die Möglichkeit dazu gegeben wird (lacht).

Sie haben auffällig viele verschiedene Autoren-Namen. Erotische Literatur schreiben Sie als „S. Quinn“, auf Ihren Thrillern steht der Name „Susanna Quinn“. Was hat es damit auf sich?

Das ist lediglich eine organisationsbezogene Entscheidung. Zuallererst schrieb ich Thriller, wählte dafür meinen eigenen Namen. Dann kamen die erotischen Geschichten unter einem komplett anderen Synonym hinzu – denn ich hätte wirklich nicht damit gerechnet, dass sie so erfolgreich werden würden. Im Nachhinein ärgerte ich mich dann, weil ich eben nicht meinen Namen benutzt habe (lacht). Also entschied ich mich für einen Kompromiss: nicht derselbe Name, wie auf den Thrillern, aber zumindest einer, der damit zusammenhängt.

Gibt es ein Themengebiet, über das Sie nie, nie, niemals schreiben würden?

Darüber habe ich schon häufiger nachgedacht. Und die Antwort lautet: Ich würde niemals über die Ängste schreiben, die ich als Mutter hege. Kindesentführung beispielsweise. Als Mutter denkt man die ganze Zeit darüber nach, wie man den Kindern ein sicheres Leben garantieren kann. Das fängt schon beim Schulweg an. Man trifft Vorkehrungen, sichert sich für jeden nur denkbaren Fall ab. Es mag sein, dass ein Buch darüber wirklich gut wäre, weil es sehr emotionsreich wäre. Aber es würde mir das Herz brechen, mich in die Situation einer Mutter versetzen zu müssen, deren Kind entführt wurde.

HIER geht es zu Teil 2 des Interviews!

1.

S. Quinn

Blackwell Lessons - Leidenschaftliches Versprechen

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Endlich steht der Beziehung zwischen der jungen Sophia und ihrem Schauspiellehrer, dem faszinierenden Hollywoodstar Marc Blackwell, nichts mehr im Weg. Während der dominante Marc Sophia eine Welt voll ungeahnter sexueller Abenteuer zeigt, will sie sein Herz für die wahre Liebe öffnen. Doch als Sophia kurz nach der Hochzeit die Hauptrolle in einem großen Liebesfilm übernimmt, muss sie feststellen: Marc will sie ganz für sich allein haben und jeden ihrer Schritte kontrollieren. Wird sie je seine dunkle Seite besänftigen können? Oder muss Sophia ihr Herz vor ihm schützen?

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2.

S. Quinn

Blackwell Lessons - Entfesselte Lust. Von Marc Blackwell erzählt

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Es ist die letzte Nacht, die Hollywoodstar Marc Blackwell und seine Schauspielschülerin Sophia heimlich miteinander verbringen. Morgen wollen sie aller Welt ihre Liebe verkünden. Doch Marc ist innerlich aufgewühlt. Er weiß, dass die Papparazzi sich auf sie beide stürzen werden. Und er weiß auch, dass man seine dunkle Vergangenheit ans Licht zerren wird. Aus seiner Sicht erzählt Marc, wie aus ihm der selbstbewusste, disziplinierte Mann wurde, der stets die Kontrolle haben will. Und wie er erst mit Sophia die wahre Liebe erfuhr – eine Liebe, ebenso tief erfüllend wie zerbrechlich …

3.

S. Quinn

Blackwell Lessons. Endlose Liebe

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Die junge Schauspielerin Sophia kann ihr Glück kaum fassen: Sie hat den begehrten Hollywoodstar Marc Blackwell geheiratet. Doch kaum ist ihre kleine Tochter auf der Welt, will er Sophia wohlbehütet zu Hause wissen, fernab der aufregenden Filmwelt. Gegen Marcs Willen nimmt Sophia die Einladung zu einem glamourösen Filmfestival an – und eine Hauptrolle an der Seite des attraktiven Frauenhelden Benjamin van Rosen. Plötzlich kommen Marcs dunkle Obsessionen wieder zum Vorschein, seine Eifersucht, sein Kontrollzwang. Wird ihre Liebe eine Chance haben, auf Dauer zu bestehen? Oder daran zerbrechen?

 

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