S. Quinn im exklusiven Interview (Teil 2)

Was war der schlechteste Rat, den Sie jemals in puncto Erotik und/oder Sinnlichkeit bekommen haben?

Ich wünschte, ich würde gerade Make-up tragen, wenn wir uns diesem Thema nähern … (lacht) Nein, ernsthaft: Ich denke zum Beispiel, dass nicht alle Dinge, die in bekannten Erotik-Geschichten dargestellt werden, im wahren Leben wirklich so erotisch sind. Nicht, dass ich etwas gegen Kollegen sagen möchte – im Gegenteil! Aber ich denke, manche Autoren sind so ehrlich bezüglich ihrer eigenen Fantasien, dass sie damit den Bezug zur Realität verlieren. Zumindest den zu meiner.

Und was war der beste?

Ich muss gestehen, dass ich die meisten Ratschläge und Tipps, die ich beispielsweise in Frauenmagazinen lese, durchaus gut finde. Oftmals werden die ja kritisch beäugt. Aber ich finde, dass die meisten wirklich gut und hilfreich sind.

Gab es einen guten Ratschlag, den Sie – beispielsweise von Freundinnen oder Ihrer Mutter – bezüglich Sinnlichkeit und Erotik bekommen haben und den Sie ebenso gerne weitergeben?

Oh! Mein! Gott! Meinen Eltern habe ich es untersagt, meine erotischen Bücher zu lesen. Ich habe ihnen noch nicht einmal erzählt, dass ich unter anderem über dieses Themenfeld schreibe. Aber wenn es einen Rat gibt, den ich weitergeben würde, dann ist es vielleicht folgender: Sei ehrlich! Ganz gleich, was das auch implizieren mag. Aber das ist eine fast langweilige Antwort – ich muss irgendwann mal über eine etwas aufregendere Formulierung nachdenken (lacht).

Was macht Sinnlichkeit in drei Worten für Sie aus?

Wenn wir über Bücher sprechen, dann ist die Antwort ganz einfach: Figur, Figur, Figur! Es geht immer um die Figuren, die Charaktere, die in einem Buch aufeinandertreffen. Und in erster Linie ist das Sinnliche von der männlichen Figur abhängig. Die meisten romantischen und erotischen Geschichten drehen sich im Kern um einen Mann: Es geht darum, ihn zu entdecken, Dinge über ihn herauszufinden…

… etwa, weil solche Geschichten auch hauptsächlich von Frauen gelesen werden?

Das hat definitiv damit zu tun: Die Leserin möchte nicht etwas über die Frau lesen, sondern sie möchte sich in der Position der weiblichen Hauptrolle wiederfinden. Das ist ein entscheidender Unterschied.

Wie gehen Sie innerhalb der Erziehung Ihrer Kinder mit den Themen Erotik, Sinnlichkeit, Sexualität um?

Ich versuche, sehr ehrlich mit meinen Kindern sein – soweit sie mich verstehen. Noch sind sie sehr klein. Aber meine Tochter fragt mich durchaus ab und zu, worum es in meinen Büchern geht. Und dann antworte ich meist, dass es um einen Mann und eine Frau geht. Ich werde nicht zu explizit – sie würde es ja auch noch gar nicht verstehen. Aber wenn sie es eines Tages verstehen kann, dann möchte ich das Thema ehrlich und ungezwungen ansprechen. Solange sie das dann überhaupt will und nicht die Augen verdreht (lacht)… Ich hoffe jedenfalls, dass wir in ihren Teenager-Jahren ein solches Mutter-Tochter-Verhältnis haben, das sie sich mit expliziten Fragen an mich wendet.

Würden Sie sagen, dass Sie eine leidenschaftliche Person sind?

Ja, das würde ich behaupten. Obwohl: Naja, ich bin eben Mutter von zwei Kindern… Ich bin leidenschaftlich, wann immer ich kann (lacht).

Was meinen Sie, warum erotische Literatur so lange als Tabu galt?

Der Wandel hat auch etwas mit den Veränderungen im Verlagswesen zu tun. Die Menschen wollten Erotisches schon immer lesen, nur traute sich niemand, es zu veröffentlichen. Insofern verhinderten so manche Entscheidungen gegen Veröffentlichungen, dass die Menschen viel früher die Möglichkeit dazu hatten, erotische Literatur zu lesen. Doch dann kam „Shades of Grey“ – und den Hype um die Bücher konnten die Verlage nicht mehr ignorieren oder als trivial abtun. Nebenbei: Letzteres empfand ich schon damals als respektlos der Autorin und den Lesern gegenüber. Außerdem haben natürlich auch die Möglichkeiten dazu, Geschichten im Internet zu veröffentlichen, für einen Wandel gesorgt. Autoren können schreiben, was sie wollen; Leser können kaufen, was sie wollen.

Dadurch hat sich außerdem das Image von erotischer Literatur verändert – endlich! Erotische Romane galten lange als trivial, trashy, wenig anspruchsvoll.

Absolut. Und das war längst überfällig. Bücher sind am Ende nämlich immer Unterhaltung. Und die hat mit Trivialität nichts zu tun!

Inwiefern hat erotische Literatur einen Einfluss auf das, was in realen Beziehungen und Schlafzimmern passiert?

Sie hat jedenfalls meist einen positiven Effekt. Ich kenne wirklich viele meiner Leserinnen. Von daher weiß ich auch, wie die Bücher ihr Leben beeinflusst haben. Die meisten sind Hausfrauen, die sich hauptsächlich darum sorgen, dass es ihren Lieben gutgeht. Und gerade sie entscheiden sich dazu, meine Bücher zu lesen, weil sie vielleicht ihr Liebesleben ankurbeln wollen, das Feuer wieder entfachen wollen. Ganz praktisch gesagt: Die Bücher nehmen die Scham, über persönliche Bedürfnisse und Wünsche zu sprechen. Gerade durch „Shades of Grey“ hatten Frauen den Mut, über all das zu sprechen, was sie vielleicht zuvor als seltsam abgetan hatten: Das Thema wurde eben enttabuisiert. Und das halte ich doch für grundlegend wichtig und positiv.

Haben sich denn schon einmal Leserinnen an Sie gewendet und gesagt, dass Ihre Geschichten ihre Beziehung gerettet haben?

Ich wünschte, ich könnte es behaupten, aber die meisten unserer Unterhaltungen auf Facebook & Co. drehen sich um ihren Alltag. Sie wissen schon, Fragen wie „Wie geht’s dir?“ „Wie war dein Tag?“, „Was machen die Kinder?“. Sie wenden sich an mich, weil sie mehr von der Geschichte lesen möchten, mehr über Marc Blackwell erfahren wollen. Und positives Feedback geht dann meist in die Richtung, dass Leserinnen nach einem schlechten Tag sagen, dass meine Bücher ihnen ihr Wohlbefinden zurückgebracht haben. Und das ist ein wirklich schönes Kompliment!

HIER geht es zu Teil 1 des Interviews!

1.

S. Quinn

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Endlich steht der Beziehung zwischen der jungen Sophia und ihrem Schauspiellehrer, dem faszinierenden Hollywoodstar Marc Blackwell, nichts mehr im Weg. Während der dominante Marc Sophia eine Welt voll ungeahnter sexueller Abenteuer zeigt, will sie sein Herz für die wahre Liebe öffnen. Doch als Sophia kurz nach der Hochzeit die Hauptrolle in einem großen Liebesfilm übernimmt, muss sie feststellen: Marc will sie ganz für sich allein haben und jeden ihrer Schritte kontrollieren. Wird sie je seine dunkle Seite besänftigen können? Oder muss Sophia ihr Herz vor ihm schützen?

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2.

S. Quinn

Blackwell Lessons - Entfesselte Lust. Von Marc Blackwell erzählt

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Es ist die letzte Nacht, die Hollywoodstar Marc Blackwell und seine Schauspielschülerin Sophia heimlich miteinander verbringen. Morgen wollen sie aller Welt ihre Liebe verkünden. Doch Marc ist innerlich aufgewühlt. Er weiß, dass die Papparazzi sich auf sie beide stürzen werden. Und er weiß auch, dass man seine dunkle Vergangenheit ans Licht zerren wird. Aus seiner Sicht erzählt Marc, wie aus ihm der selbstbewusste, disziplinierte Mann wurde, der stets die Kontrolle haben will. Und wie er erst mit Sophia die wahre Liebe erfuhr – eine Liebe, ebenso tief erfüllend wie zerbrechlich …

3.

S. Quinn

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Die junge Schauspielerin Sophia kann ihr Glück kaum fassen: Sie hat den begehrten Hollywoodstar Marc Blackwell geheiratet. Doch kaum ist ihre kleine Tochter auf der Welt, will er Sophia wohlbehütet zu Hause wissen, fernab der aufregenden Filmwelt. Gegen Marcs Willen nimmt Sophia die Einladung zu einem glamourösen Filmfestival an – und eine Hauptrolle an der Seite des attraktiven Frauenhelden Benjamin van Rosen. Plötzlich kommen Marcs dunkle Obsessionen wieder zum Vorschein, seine Eifersucht, sein Kontrollzwang. Wird ihre Liebe eine Chance haben, auf Dauer zu bestehen? Oder daran zerbrechen?

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