So bekommst du beim Sex den Kopf frei

Kopf frei bekommen für Sex

Die Sorgen des Alltags können manch einen romantischen Moment schon belasten oder gar kaputt machen. Du möchtest dich ganz und gar deinem:deiner Partner:in widmen, aber lauter Gedanken an gestern, heute und morgen gehen dir durch den Kopf. Klar, dass Sex dir so nicht wirklich Spaß machen kann, und auch dein Schatz wird schnell merken, dass er:sie nicht im Zentrum deiner Aufmerksamkeit steht.

Aber wie kannst du es schaffen, den Kopf beim Sex frei zu kriegen? Wie kannst du dafür sorgen, dass es für einen Moment nichts und niemanden auf der Welt mehr gibt – außer dir und deinem:deiner Freund:in?

  1. Sprich über deine Sorgen
    Wenn es etwas gibt, was dich momentan wirklich sehr belastet und dir andauernd durch den Kopf geht, dann sprich mit deinem:deiner Partner:in darüber – oder auch mit wem anders, wenn er:sie aus irgendeinem Grund nicht der:die richtige Gesprächspartner:in dafür sein sollte. Man kann seine Sorgen besser für einen Moment beiseite lassen, wenn man sie mit jemandem teilen kann.
    Und sorgenfreie Momente sind einfach wichtig, egal, wie viele und wie große Probleme das Leben belasten. Deshalb darfst du auch kein schlechtes Gewissen haben, wenn du dich trotzdem mal fallen lässt und einfach nur deine Sexualität genießt und auslebst – du brauchst das, um neue Kraft zu schöpfen und psychisch gesund zu bleiben. Niemand kann es ertragen, 24/7 nur mit Problemen beschäftigt zu sein.
  2. Entferne alles aus dem Schlafzimmer, was dich an deinen Alltag erinnert
    Liegt dein Smartphone einen Meter von dir und deinem Schatz entfernt, während ihr gerade miteinander schlafen wollt, und bimmelt dann auch noch von Zeit zu Zeit? Klar, dass du dich dann nicht richtig auf die Liebe konzentrieren kannst. Du wirst dann eher darüber nachdenken, wer dir da wohl geschrieben hat, was in der Mail oder Messenger-Nachricht wohl drin stehen mag, ob das neuen Stress für dich bedeutet, und so weiter.
    Entferne auch Wäscheberge, Unterlagen und alles andere, was dich an deinen Alltag erinnert, aus deinem Blickfeld, das wird dir helfen, dich zu entspannen.
  3. Gönne euch ein langes, entspanntes und nicht zwingend erotisches Vorspiel
    Wenn du vor und während des Sex Probleme damit hast, den Kopf frei zu kriegen und dich voll und ganz auf das Liebesspiel zu konzentrieren, solltest du wohl besser keinen spontanen Sex einfach so mitten in den Tag, zwischen all deine Verpflichtungen, hineinquetschen. Denn dann hat dein Körper zwar Sex, aber dein Kopf ist schon wieder beim nächsten Tagesordnungspunkt, und schlimmstenfalls bedauerst du dann auch noch insgeheim die Zeit, die dich der Sex gekostet hat. Und das haben dein:e Partner:in und dein ganzes Liebesleben einfach nicht verdient.
    Nimm dir stattdessen Zeit, um dich zu entspannen und in eine sinnliche Stimmung zu bringen. Kuschelt lange gemeinsam, unterhaltet euch, trinkt ein Glas Wein, lasst sinnliche Musik laufen, massiert einander auf sinnliche oder auch einfach angenehme Weise. Alles, was ihr tut, sollte dazu führen, dass ihr beide letztendlich total entspannt seid. Dann fällt es auch leichter, den Moment zu genießen und mal an nichts anderes zu denken als an das, was gerade zwischen euch stattfindet. Massage-Tipps für Paare gibt’s in unserem Büchersortiment zuhauf, zum Beispiel „Partnermassage“ von Nicole Bailey oder „Erotische Massagegeheimnisse“ von Dr. Andrew Stanway.
  4. Vereinbare ein Date und bereite dich darauf vor.
    Am besten funktioniert so ein ausgiebiges, entspannendes Vorspiel natürlich dann, wenn du und auch dein Schatz richtig viel Zeit habt. Vereinbart deshalb frühzeitig ein Date. Darauf kannst du dich dann nicht nur freuen, sondern du kannst dafür sorgen, dass du dann auch wirklich Zeit hast, kannst vorher nervige Pflichten erledigen, die dir ansonsten nicht aus dem Kopf gehen würden, kannst dir eine Betreuung für Kinder, alte Eltern oder sonstige Schutzbedürftige organisieren und kannst dafür sorgen, dass du am nächsten Morgen ausschlafen kannst.
  5. Konzentriere dich auf deine Sinne
    Beim Sex muss der Kopf nicht „leer“ sein. Es gibt es genug Dinge, über die du nachdenken kannst. Entdecke gedanklich deine Sinne und was das Liebesspiel mit ihnen macht. Das füllt nicht nur deinen Kopf, sodass kein Platz mehr ist für die nervigen Alltagssorgen, sondern macht den Sex auch maximal intensiv.
    Was siehst du? Eure ineinander verschlungenen Körper, sein:ihr Gesicht, seine:ihre Geschlechtsorgane? Ist das nicht ein betörender Anblick? Wie fühlen sich die Berührungen und die Liebkosungen deines:deiner Partners:Partnerin an? Wo kribbelt es, wenn er:sie dich küsst, streichelt oder in dich eindringt? Wohin könntest du seine:ihre Hände lenken, wo würdest du gerne geküsst und liebkost werden? Wie schmecken seine:ihre Lippen, Haut und Geschlechtsorgane, wie riecht sein:ihr Körper? Was macht es mit dir, wenn du seine:ihre lustvollen und leidenschaftlichen Laute hörst?
    Generell, auch im Alltag abseits vom Sexleben, kann dir das Konzentrieren auf deine Sinne zu mehr Achtsamkeit und Gelassenheit verhelfen. Die Yogalehrerin Inga Heckmann kann dir mit ihrem bald erscheinenden Buch „Die Sinne als Tor zur Achtsamkeit“ vielleicht weiterhelfen.
  6. Tausche mit ihm:ihr zärtliche Worte aus
    Wenn du und dein:e Partner:in während eures Liebesspiels miteinander redet, lenkt ihr damit euren Fokus wieder ganz aufeinander und du driftest gedanklich weniger ab. Natürlich ist es nicht gerade erotisch, beim Sex ununterbrochen zu quasseln. Aber immer mal wieder ein nettes oder erotisches Wort, eine kleine Liebeserklärung, ein Kompliment – und schon bist du wieder bei der Sache.
  7. Lass dir deine sexuellen Wünsche erfüllen
    Vielleicht bekommst du den Kopf beim Sex nicht frei, weil du ein wenig gelangweilt bist, da der Sex nicht ganz so abläuft wie du es dir wünschen würdest. Trau dich, deine sexuellen Sehnsüchte auszusprechen. Dein:e Partner:in wird sich sicherlich freuen, dich glücklich machen zu können – vor allem, wenn er:sie dafür beim Liebesspiel deine ganze Aufmerksamkeit bekommt.

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  1. Ich möchte keinen Kommentar abgeben, aber ich habe eine Frage.
    Zuerst die Vorgeschichte:
    Mein Mann hatte errektionspropleme und war der Meinung, durch fremdgehen könnte er das kompensieren. Er hat sich aber so dusselig angestellt, das ich ihm schon nach 3 Wochen draufgekommen bin. Inzwischen haben sich die Wogen geglättet. Wir waren bei einer Familienaufstellung, haben ganz viel geredet. Er überschlägt sich mit Liebesbeteuerungen, ist aufmerksam usw.
    Er hat mir dann gestanden, das er bei der anderen Frau keine Erektion bekommen hat (trotz heftigem Petting). Als wir einige Wochen nach der Aussprache Sex hatten gab es keine Probleme. Meine Frage wie ist das möglich??

    E. Wanke-Siebert Veröffentlicht am Antworten