Sylvia Day: Die Bestsellerautorin im Interview

Die Nummer-1-Bestsellerautorin Sylvia Day stand mit ihrem Werk an der Spitze der New York Times-Bestsellerliste und hat über 20 preisgekrönte Romane geschrieben, die in mehr als 40 Sprachen übersetzt wurden. Uns hat sie erzählt, wie es zu diesem unglaublichen Erfolg kam und wie es ihr immer wieder gelingt, weltweit millionenfach Leser in den Bann zu ziehen.

Sie wollten schon mit 12 Jahren Schriftstellerin werden und wurden es dann erst mit 30. Was hat sie so lange abgehalten?

Es passte nicht in mein Leben. Ich ging in die Schule, später auf das College und dann zum Militär. Ich habe geheiratet und bekam zwei Kinder. Mein Leben war sehr traditionell und ging seinen Weg. Als Schriftstellerin zu arbeiten, der Gedanke hätte nicht in meine tägliche Routine gepasst. Ich empfinde das aber als Vorteil: Die Phasen meines Lebens finden sich in den Büchern wieder, ich habe Erfahrungen gesammelt und bin gereift.

Arbeiten Sie nach einer Schreibroutine?

Nein! Ich schreibe, wenn es mich wie der Blitz trifft, wenn ich gerade inspiriert bin. Das kann auch um drei Uhr nachts sein. Dann stehe ich auf und schreibe drei Stunden. Jeder Autor arbeitet anders, aber ich kann mich nicht an Regeln halten wie „Ich schreibe 2000 Wörter am Tag“. Sonst denke ich die ganze Zeit an diese Zahl und arbeitet darauf hin, um am Ende alles wieder wegzuschmeißen. Dann fehlt die Energie und die Spontanität. Das merke ich beim Gegenlesen sofort. Es kann also passieren, dass ich eine ganze Woche nicht schreibe, dann in der nächsten die Menge von zwei Wochen. Irgendwie balanciert es sich aus.

Wissen Sie schon am Anfang, wie sich die Story entwickelt?

Es beginnt mit einer Szene, die am Ende oder Anfang steht. Daraus entwickelt sich alles, weil ich wie ein Ermittler Fragen an die Charaktere stelle: Wer bist du und wie bist du in diese Situation geraten? Erzähl mir von dir. Durch dieses Frage-Antwort-Spiel verstehe ich sie. Manchmal landete die Ursprungsszene dann gar nicht im Buch.

Haben Sie je Schwierigkeiten diese erste Szene zu finden?

Ich kann mich nicht hinsetzen und beschließen: Jetzt finde ich eine Idee. Normalerweise fällt sie mir genau dann ein, wenn ich nicht daran denke. Manchmal auch, wenn ich gerade an einer anderen Geschichte arbeite. Dann muss ich die Idee zur Seite schieben und sagen: Stopp! Ich kann jetzt nicht mit dir reden ich arbeite an etwas anderem.

Was ist das Schwierigste am Schreiben?

Alles! Sehen Sie: Wenn man nach Rezept kocht, den Anweisungen folgt und die richtigen Zutaten wählt, dann weiß man, dass das Ergebnis gut sein wird. Das ist vorhersehbar. Schreiben funktioniert so nicht. Es gibt so viele Komponenten und alles muss aus dem Inneren heraus kommen. Es gibt natürlich gewisse Regeln, aber selbst wenn man sie befolgt, kann das Ergebnis grauenvoll werden. Mich begleitet immer die Unsicherheit, dass ich die Geschichte nie vollenden kann. Oder schlimmer: Man bringt es zu Ende, aber es ist nicht gut. Dieses Risiko gibt es immer.

Haben Sie Vorbilder?

Ich lese sehr gerne andere Bücher, das ist Teil der Inspiration als Schriftsteller. Am ende denke ich jedoch immer: Ich hätte es anders gemacht. Und so entsteht eine neue Geschichte: Ich lese ein Buch, finde es großartig und denken: Nein, so darf es auf keinen Fall enden. Das liegt natürlich auch an den individuellen Lebenserfahrungen.

Gib zehn verschiedenen Autoren das gleiche Thema und du wirst zehn verschiedene Bücher erhalten.

Haben Sie je Angst, dass die Leser ihr Buch nicht mögen?

Nicht während ich schreibe. Ich verfasse die Geschichten, die ich selbst gerne lesen würde. Schreib ein Buch, das du liebst. Denn: Leser spüren die emotionale Bindung zu einem Buch. Wenn man zu strategisch und analytisch arbeitet, verliert es die Intensität.

Was ist das schönste Kompliment, das Sie je von Ihren Lesern bekommen haben?

Zu hören, dass die Bücher ihnen geholfen haben aus einer Situation in ihrem Leben auszubrechen, die nicht gut für sie war.  Oder, dass sie unglücklich waren und die Geschichte ihnen dabei geholfen hat, für einen Moment alles zu vergessen. Das ist unbeschreiblich und an dieses Gefühlt kann man kein Preisschild machen.

Was möchten Sie mit Ihren Büchern erreichen?

Mein wichtigstes und ultimatives Ziel ist es, Menschen zu unterhalten. Nicht mehr und nicht weniger. Es soll ihnen einfach eine schöne Zeit bereiten.

Sylvia Day

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Gideon und Eva - der reiche attraktive Geschäftsmann und seine junge Ehefrau sind verbunden durch ein verzweifeltes Verlangen, eine grenzenlose Liebe und das Versprechen für die Unendlichkeit. Mittlerweile hat Gideon sich ganz auf Eva eingelassen, und es scheint, als könnte sie nichts mehr trennen. Doch ihre Entscheidung für die Liebe war nur der Anfang. Für diese Liebe zu kämpfen wird sie entweder befreien … oder zerstören.

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