Warum Sexfantasien in Ordnung und wichtig sind

Sexfantasien sind in Ordnung und wichtig für deine Sexualität

Jeder hat sie, und meistens gehören sie wie ein kleines, süßes Geheimnis einer Person ganz allein. Sie schwirren durch den Kopf, ob beim Liebesspiel, bei der Masturbation oder auch einfach mal im Alltag, und beflügeln das Sexleben gedanklich. Und manchmal tut sich sogar die Gelegenheit auf, die eine oder andere von ihnen tatsächlich Realität werden zu lassen. Wovon sprechen wir? Von Sexfantasien natürlich, unseren heißen Gedanken und Wünschen. Schämst du dich manchmal für deine Fantasien, gerade, wenn sie sich in vollkommen nicht-sexuellen Situationen in deinen Kopf schleichen? Das musst du nicht. Niemand weiß, was dir gerade durch den Kopf geht, und Sexfantasien würzen nicht nur dein Liebesleben, sondern erzählen dir viel über dich selbst.

Das sind die häufigsten Sexfantasien

Der „flotte Dreier“ wird selten in die Tat umgesetzt, spielt aber anscheinend in den Köpfen der Menschen eine große Rolle. Sowohl Männer, als auch Frauen sollen regelmäßig davon fantasieren, zu Dritt Sex zu haben.

Die nächste Stufe dazu ist der „Gangbang“: Eine Frau, die von mehreren Männern verwöhnt wird oder andersherum. In der Realität kommen Gangbangs vermutlich nicht allzu oft vor, die erotischen Gedanken kann diese Form des Gruppensex aber sehr beflügeln. Der Reiz liegt bei dieser Fantasie vermutlich nicht nur darin, dass man als Einzelperson das „Objekt der Begierde“ ist und im Mittelpunkt der sexuellen Lust mehrerer Menschen steht, sondern auch darin, dass man dabei Sex mit Fremden hat – eine ebenfalls sehr verbreitete Fantasie sowohl bei Frauen, als auch bei Männern.

Auch Sex in der Öffentlichkeit mit der Gefahr erwischt zu werden, beim Sex gefilmt zu werden oder Sex mit Berühmtheiten, Freunden oder dem Chef sind verbreitete Sexfantasien.

Durch deine Sexfantasien lernst du dich selbst besser kennen

Durch deine sexuellen Träume lernst du, deine eigenen Vorlieben, Erregbarkeiten und auch deine Persönlichkeit besser kennen zu lernen. Deshalb lohnt es sich, sich Gedanken über sie zu machen und sich zu überlegen, worum es wirklich geht. Träumst du als Frau zum Beispiel von einem Gangbang, kannst dir aber in der Realität absolut nicht vorstellen, als einzige Frau mit mehreren Männern gleichzeitig Sex zu haben, dann steckt vermutlich das schöne Gefühl dahinter, von allen begehrt zu werden und diejenige zu sein, die jeder will. Träumst du von Sex mit einer fremden Person, obwohl du Innigkeit und Liebesgefühle beim Sex eigentlich sehr genießt, kann es das Erlebnis sein, sich komplett auf seine eigene Lust und das eigene Körpergefühl zu fokussieren, was diese Fantasie so heiß macht. Fantasierst du davon, mit deinem:deiner Chef:in zu schlafen, obwohl du gar nicht in ihn:sie verliebt bist? Dann kann das die Sehnsucht danach sein, beruflich eine besonders herausragende Stellung zu haben und als Individuum und Persönlichkeit anerkannt zu werden. Welche Wünsche und Gefühle kannst du hinter deinen Sexfantasien erkennen?

Muss ich mich für meine Fantasien schämen?

Überhaupt nicht! Es gibt in diesem Bereich eigentlich nichts, was es nicht gibt. Dafür haben wir ja eine Fantasie: Sie macht alles möglich und das ist gut so. Denk außerdem immer daran, dass deine Gedanken wirklich nur dir gehören. Wenn du zum Beispiel vom Liebesspiel mit deinem:deiner Chef:in oder einem:einer guten Freund:in träumst, musst du bei den echten Begegnungen nicht in Verlegenheit geraten – er:sie weiß nichts von deiner Fantasie, also versuch locker zu bleiben und deine Gedanken mit Humor zu nehmen! Emotional belastend wird es natürlich dann, wenn du in ihn:sie verliebt bist. Doch selbst dann gibt es keinen Grund, sich zu schämen.

Sollte dich deine eigene Fantasie beängstigen und abstoßen, sodass du im Extremfall sogar einen Ekel vor dir selbst entwickelst, macht es tatsächlich Sinn, sich Hilfe beispielsweise bei einem Sexualtherapeuten oder erst einmal bei einem Psychologen zu holen. Er kann dem Ursprung deiner Fantasien auf den Grund gehen und dir helfen, sie loszuwerden oder als Teil deiner Persönlichkeit anzuerkennen.

Sind Sexfantasien eine Bedrohung für die Beziehung?

Sexfantasien sollten in der Regel keine Bedrohung für die Beziehung sein. Sie würzen das Liebesspiel, weil du von ihnen umso erregter wirst und können dir Inspiration für den Sex in deiner Partnerschaft liefern, wenn du und dein:e Partner:in beschließen, die Fantasien ganz oder teilweise umzusetzen.

Interessant und erregend kann es auch sein, mit deinem:deiner Partner:in über eure Sexfantasien zu sprechen. Dabei ist vollkommen dir überlassen, welche davon du ihm:ihr erzählst und welche du lieber für dich behältst. Vielleicht merkst du dabei sogar, dass der eine oder andere erotische Gedanke nicht nur in deinem, sondern auch in seinem:ihrem Kopf existiert? Das ist sicherlich eine sexy Erkenntnis, egal, ob ihr die Fantasie dann auch auslebt, oder nicht.

Bedrohlich oder ungünstig wird es dann, wenn dir der Sex mit deinem:deiner Partner:in überhaupt nicht gefällt und du mit dem Kopf vollkommen woanders bist, während ihr miteinander schlaft. Das ist schade, und wüsste er:sie es, würde es ihn:sie sicherlich sehr verletzen. In diesem Fall solltest du lieber Klartext sprechen, anstatt dich dauerhaft in deine Fantasien zu flüchten, damit ihr damit beginnen könnt, euer Liebesleben aufregender und schöner zu gestalten. Denn es ist keine Schande, dass ein Paar keinen Spaß (mehr) beim Sex hat, sondern es kann den besten Paaren passieren. Dem Paar Theresa und Tom ist das auch passiert, und über ihren Weg zurück zu besserem Sex haben sie ein Buch geschrieben: Besser als Sex ist besserer Sex. Vielleicht lohnt es sich, mal reinzulesen, wie die beiden ihre Probleme lösen konnten und was sie dabei gelernt haben?

Bin ich langweilig und prüde, wenn ich meine Sexfantasien nicht in die Tat umsetze?

Du musst dich nicht dazu gezwungen fühlen, deine Sexfantasien in die Tat umzusetzen. Sie sind Gedanken, sie können sich schön anfühlen und den Sex umso heißer machen, wenn sie sich mitten beim Liebesspiel in deinen Kopf schleichen. Ob du deine Fantasien in der Realität genauso genießen kannst, weißt du vermutlich nicht, und wenn du gar nicht so scharf darauf bist, es herauszufinden, dann lass es einfach. Manchmal bleiben Träume am besten Träume, sie behalten so ihren Reiz und ihre Faszination und bereichern dein Leben, ohne dich zu gefährden – denn gerade die krasseren Gedanken wie harte SM-Praktiken, Gangbang oder gar Vergewaltigungsfantasien sind heikel und können durchaus auch traumatisieren. Wenn bestimmte Sexpraktiken dich wirklich nur als Fantasie interessieren, hat es nichts damit zu tun, dass du dich nicht traust oder letztendlich doch zu „prüde“ bist.

Wenn aber ein ehrliches Verlangen danach da ist, eine Praktik wirklich mal auszuprobieren und vielleicht dauerhaft ins Sexleben zu integrieren, dann sprich mit deinem:deiner Partner:in darüber oder suche dir online oder in Erotikclubs die passenden Sexpartner:innen, falls du Single bist. Es gibt sicherlich jede Menge attraktiver Leute, die deine Fantasien teilen!

Ich habe keine Sexfantasien. Was kann ich tun?

Fehlen sie dir? Wenn nein, ist alles gut. Sexfantasien sind ja keine Grundvoraussetzung fürs Glücklich-sein und auch nicht für eine schöne Sexualität. Wenn du gerne ein paar Sexfantasien haben möchtest, weil dir ein aufregendes Kopfkino fehlt oder du Inspirationen für dein Sexleben suchst, hast du viele Möglichkeiten: Du kannst dir Erotikfilme anschauen, in Erotik- oder SM-Foren mitlesen und natürlich sexy Literatur lesen! In Sophie Andreskys Roman „Sex-Circus“ erlebt die Hauptfigur Billy zum Beispiel jede Menge heißer Abenteuer und auch sonst sind die Bücher der Autorin bester Stoff für heiße Träume!

Sophie Andresky

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Eigentlich soll Erotik-Journalistin Billy eine Reportage über das heiße Zirkusleben schreiben. Aber INFERNO ist keine gewöhnliche Show. Die Nummern sind riskanter und wilder als alles, was Billy bisher gesehen hat. Nachts finden Privatvorstellungen statt, in denen sämtliche Hemmungen fallen. Und manche der Zuschauer verschwinden danach spurlos. Billy verliert sich in einer Welt aus Nervenkitzel und Lust – und wird doch bald von ihrer Vergangenheit eingeholt.

Theresa Bäuerlein, Tom Eckert

Besser als Sex ist besserer Sex

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Lange Liebesbeziehungen haben einen Preis, den jeder kennt – die Leidenschaft geht verloren. Vertrautheit ersetzt Herzklopfen, das Bett wird zur Kuschelzone. Aber muss das wirklich sein? Dieses Paar wagt das Experiment: Ein Jahr lang probieren sie aus, was die Sexratgeber hergeben, lassen sich von Fremden und Freunden beraten und spüren ihren Beziehungsmustern nach. Und tatsächlich: Das Feuer lässt sich wieder entfachen – aber ganz anders, als sie es erwartet hatten.

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