Was bitte ist der Verstand versus Vagina Konflikt?

frau mit Lolli
© cyooh / photocase.de

Frauen gelten oft als das „liebe“ Geschlecht. Als die, die schon rein biologisch, aber auch emotional darauf programmiert sind, harmonische und monogame Beziehungen zu führen, und zwar am besten bis ans Ende ihres Lebens. Verhindern würden das höchstens die bösen Männer, indem sie sich von ihren Hormonen verleiten lassen und immer wieder mit sich selbst zu kämpfen haben, heißt es. Frauen sind da nur die Opfer.

Alles Quatsch, behauptet der Amerikaner Daniel Bergner. In Wahrheit sind es die Frauen, die sich schneller mit einem Partner langweilen! Einzig und allein die gesellschaftlichen Konventionen hindern sie daran, ihre Lust auszuleben. Vielen Frauen ist das allerdings nicht einmal bewusst. Verstand versus Vagina nennt er diesen Konflikt der modernen Frau, von der etwas ganz anderes erwartet wird, als sie eigentlich fühlt.

Der Journalist und Autor des Buchs „Die versteckte Lust der Frauen“ hat sich nicht nur mit der Biologie beschäftigt, sondern auch unzählige Interviews mit Therapeuten, Wissenschaftlern und jeder Menge Frauen aller Altersgruppen geführt. Dabei haben sich seine erstaunlichen Thesen herauskristallisiert:

  1. Frauen verlieren schneller die Lust auf ihren Partner als Männer. Im Durchschnitt nach 24 bis 36 Monaten. Männer hingegen können ihre Partnerin auch nach Jahrzenten noch anziehend finden.
  1. Fast die Hälfte aller Paare lebt deshalb wochenlang ohne Sex. Es ist eines der größten Tabu-Themen unserer Gesellschaft, in der es immer nur darum geht, wer den schnellsten, besten, häufigsten Sex hat. In sehr, sehr vielen Betten herrscht Flaute. Und natürlich der Frust darüber.
  1. Zwischen dem, was Frauen über ihre Lust berichten, und dem, was sich wissenschaftlich messen lässt, liegt ein riesengroßer Unterschied. Frauen unterdrücken ihr Begehren so stark, dass sie es selbst nicht einmal mehr wahrnehmen können.
  1. Die weibliche Libido ist ein Allesfresser. Frauen sind viel leichter zu erregen als gedacht. Aber viele sind es nicht gewohnt, offen über ihre Wünsche und sexuellen Fantasien zu sprechen. Obwohl unsere Gesellschaft durch und durch sexualisiert ist, herrscht vielerorts noch die Annahme, das gehöre sich nicht. Das mache Frauen zu einem Sexspielzeug oder zu Schlampen.
  1. Frauen sind deshalb viel willkürlicher in ihrer Partnerwahl, als bisher angenommen. Wenn sie es in der eigenen Beziehung nicht mehr aushalten, suchen sie sich Abwechslung. Und dabei sind sie längst nicht so wählerisch wie bisher angenommen. Auch Frauen wollen gelegentlich einfach nur ihre Bedürfnisse stillen – so wie die Männer das schon seit Jahrhunderten tun.

Noch viel mehr Fakten über das weibliche Begehren findet ihr in Daniel Bergners aufsehenerregendem Buch „Die versteckte Lust der Frauen.“

Keine Buchinfo zu ISBN: 978-3-8135-0615-0

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