Was die Geschwisterposition über Deine Partnerwahl verrät

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Liebe, Eifersucht und Sorge. Geschwister sind ein wahres Trainingslager der Gefühle. Denn wir haben sie uns nicht ausgesucht und müssen (oder dürfen?) uns mit ihnen ein Leben lang arrangieren. Die Geschwisterbeziehung ist unsere längste Beziehung zu einem anderen Menschen. Deshalb lernen wir mehr von ihnen, als uns wahrscheinlich bewusst ist. Ob wir Erstgeborene, Sandwichkind, Nesthäkchen oder Einzelkind sind, prägt unseren Charakter und damit auch unsere spätere Partnerwahl.

Denn von der Geburtenreihenfolge hängt ab, was uns in einer Beziehung glücklich machen wird – nämlich das, was wir schon kennen. Beziehungen halten besser, wenn sie unseren gewohnten Beziehungsmustern gleichen, dann fühlen wir uns am sichersten. Dazu gehört auch, dass sich Menschen, die mit vielen Geschwistern groß geworden sind, meist auch mehrere Kinder wünschen.

1. Das Erstgeborene

Die Ersten haben eine ganz besondere Position. Erst sind sie Einzelkind und werden mit einer Aufmerksamkeit bedacht, von der die späteren Geschwister nur träumen können. Zugleich erleben sie die Unsicherheit der frisch gebackenen Eltern und stehen unter besonderer Beobachtung. Machen sie alles richtig? Genügen sie den Eltern? Das macht Erstgeborene von Anfang an besonders zielstrebig und perfektionistisch.

ruckszio / Photocase.de
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Dann kommt der große Schock: Sie werden vom ersten Geschwisterchen entthront. Bei manchen Kindern sitzt der Schreck darüber so tief, dass ihr Urvertrauen langfristig darunter leiden kann. Meist werden sie besonders ehrgeizig und später auch im Beruf sehr erfolgsorientiert, weil sie als Kind die ungeteilte Aufmerksamkeit der Eltern unbedingt zurückhaben wollten. Die wiederum haben besonders hohe Erwartungen an sie und übergeben ihnen früh Verantwortung. Vor allem an die Mädchen, die schnell in die Betreuung der jüngeren Geschwister mit einbezogen werden.

Das Erstgeborene und die Liebe

Erstgeborene suchen sich so gut wie nie andere Erstgeborene. Es würde nur zu Konflikten führen, wenn zwei ehrgeizig Erstgeborene um die Führungsrolle in der Beziehung und um andere Erfolge im Leben konkurrieren. Gerade erstgeborenen Mädchen ist es trotzdem sehr wichtig, dass auch der Partner erfolgreich und ambitioniert ist. Eine Beziehung zu jemandem mit einer jüngeren Geschwisterposition passt vor allem deshalb so gut, weil beiden diese Konstellation vertraut ist. Erstgeborene können so auch weiterhin die fürsorgliche Rolle übernehmen. Ein Nesthäkchen als Partner ist ideal, weil die Geschwisterpositionen der beiden weit auseinander liegen und wenig Konkurrenzpotential besteht. Das entspannte und freigeistige Nesthäkchen ist außerdem ein guter Gegenpol. Diese beiden ergänzen sich bestens.

2. Das Sandwichkind

Sandwichkinder sind oft genau das Gegenteil von Kind Nummer eins. Meist sind sie viel entspannter, da sie nicht mehr so sehr im Fokus der Eltern stehen wie das erste Kind. Die Eltern sind jetzt deutlich gelassener, was sich auch auf den Charakter des Kindes auswirkt. Sandwichkinder sind die Diplomaten der Familie: sozial kompetent und gute Vermittler, da sie allen Positionen gegenüber offen sind. Das macht sie allseits beliebt. Bei ihnen kann es etwas dauern, bis sie ihren Platz finden. Im Gegensatz zum strebsamen Erstgeborenen oder dem süßen Nesthäkchen fällt ihnen keine Sonderrolle zu. Meist nehmen sie das locker. Manche können deshalb aber auch tendenziell unzufrieden und aggressiv werden, weil sie in ständiger Konkurrenz zu den Geschwistern stehen und sich benachteiligt fühlen. Viele Sandwichkinder orientieren sich deshalb früh nach außen und haben einen großen Freundeskreis.

Mr. Nico / Photocase.de
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Das Sandwichkind und die Liebe

Die Allrounder sind auch bei der Partnerwahl prinzipiell sehr aufgeschlossen. Das eröffnet ihnen viele Möglichkeiten, denn sie harmonieren mit vielen Charakteren gut. Schließlich haben sie von Anfang an gelernt, sich anzupassen. Sandwichkinder sind meist sehr unkomplizierte Partner, die auf der Suche nach einer langen Beziehung sind. Oft sind sie das erste Geschwisterkind, das heiratet, da sie sich der besseren Entfaltungsmöglichkeiten wegen früh außerhalb der Familie orientieren und sich gut vorstellen können, bald eine eigene Familie zu gründen. Nur bei einer Sache sollten sie auf sich aufpassen: Sandwichkinder laufen hin und wieder Gefahr, ausgenutzt zu werden, da sie sich um des Friedens willen oft anpassen, statt ihren Standpunkt zu vertreten.

3. Das Nesthäkchen

Durch die vielen Freiheiten, die sie im Gegensatz zu den älteren Geschwistern automatisch genießen, sind die Kleinsten oft die Kreativsten. Ihre Freiheit macht sie experimentierfreudiger und gelassener, dafür allerdings auch weniger zielstrebig. Sie sind es gewohnt, dass andere für sie organisieren. Sie wissen außerdem, wie sie bekommen, was sie wollen. Oft haben sie nämlich den Nesthäkchen-Bonus und wurden ziemlich verwöhnt. Für die Eltern sind sie ein richtiger Genuss, denn die Erziehung erledigt sich inzwischen mit links. Es gibt keine Grundsatzdiskussionen und Kämpfe um Ausgehzeiten und Taschengeld mehr. Nesthäkchen sind die süßen Kleinen und schaffen es problemlos, alle um den Finger zu wickeln. Oft bleibt ihnen dieser Status ein Leben lang erhalten.

suschaa / Photocase.de
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Das Nesthäkchen und die Liebe

Nesthäkchen suchen sich eher keine anderen Nesthäkchen, da beide aus einer sehr luxuriösen Ausgangsposition kommen, die schnell zu Konflikten führen könnte. Keiner musste um die Liebe oder Aufmerksamkeit der Eltern kämpfen. Nesthäkchen lieben vor allem Erstgeborene. Hier sind die Rollen klar verteilt, ohne, dass man sich in die Quere kommen könnte. Sandwichkinder eignen sich ebenso, denn sie kommen wegen ihrer hohen Toleranzgrenze am besten mit den Freigeistern und ihrem fordernden Charakter zurecht. Nesthäkchen wurden nie entthront, ihr Urvertrauen ist ungetrübt. Das lässt sie aufgeschlossen und entspannt an Beziehungen herangehen.

4. Das Einzelkind

Einzelkinder sind besser als ihr Ruf! Oft wollen sie nämlich gar kein Einzelkind sein und entwickeln oft sehr früh eine hohe Kommunikationsfähigkeit, um die fehlenden Geschwister durch enge Freundschaften zu ersetzen. Einzelkinder galten lange als faul und verwöhnt. Dabei sind sie oft besonders perfektionistisch, weil sich der Erwartungsdruck der Eltern nicht wie bei anderen Kindern gleichmäßig auf die Geschwister verteilt. Da sie viel mit Erwachsenen zusammen sind, lernen sie schnell.

sör alex / Photocase.de
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Das Einzelkind und die Liebe

Erstgeborene oder andere Einzelkinder eignen sich nicht gut als Partner, denn beide sind wenig kompromissbereit und können sich nur schwer unterordnen. Einzelkinder mögen vor allem Nesthäkchen, die das Verantwortungsbewusstsein der Einzelkinder schätzen. Das Einzelkind hingegen profitiert von den unkonventionellen Ansichten des Nesthäkchens. Interessanterweise sehnen sich selbst Einzelkinder später nach einer Familie mit mehr als einem Kind. Da ihnen oft die ungeteilte Liebe der Eltern zuteil wurde, ohne, dass sie darum kämpfen zu mussten, können sie später selbst stabile Beziehungen führen.

Jetzt seid ihr dran!

Welche Geschwisterposition habt ihr? Und findet ihr euch in unserer Beschreibung wieder oder ist es bei euch ganz anders?

 

Wie turbulent es unter Geschwistern zugehen kann, wenn sie sich alle auf die Suche nach der großen Liebe machen, das kann man auch bei unseren drei Sisters in Love Violet, Lilly und Rose nachlesen:

  • Lily, die Älteste, die einfach nach Hawaii abhaut und sich in Max verliebt.
  • Violet, das Sandwichkind, die für einen Fremden alles riskiert.
  • Und Rose, die immer im Schatten ihrer Schwester stand, bis Caden auf der Bildfläche erscheint…

Schmökertipp!

Monica Murphy

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Ich bin die mittlere Tochter, die Pflichtbewusste. Die, die sich für das Firmenimperium ihrer Familie aufopfert. Ich weiß nichts über Ryder McKay – nur, dass er in mir bisher ungekannte Gefühle weckt. Ich bin bereit, alles zu riskieren, nur um bei ihm zu sein – auch mein Herz und meine Seele. Alles.

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  1. Ich bin die mittlere und habe zu 95% einzelkinder als Partner gehabt. Woher kommt das?

    N. Schermele Veröffentlicht am Antworten
  2. Ich bin Einzelkind und mein Freund auch. Sind jetzt seit über 1 1/2 Jahren zusammen. Wir geraten zwar manchmal aneinander aber das ist völlig normal. Alles in allem könnte ich mir niemand besseren wünschen. :)

    Maren Veröffentlicht am Antworten