Was tun gegen Liebeskummer?

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Man kann es nicht schönreden: Liebeskummer ist ein Arschloch. Er ist mies und hinterhältig und kann einen wirklich zur Verzweiflung bringen. Aber man darf sich von ihm nicht unterkriegen lassen. Wir wissen schon, einfacher gesagt als getan … Hier ein paar Tipps, die dabei helfen könnten:

1. Sich klar machen, wieso es Schluss machen heißt:

Der Ausdruck hat schon seinen Grund, „Schluss machen“ sollte man in diesem Fall ganz wörtlich nehmen: Nummer löschen, alle Chatmöglichkeiten löschen, Facebook-Freundschaft beenden oder betreffende Person zumindest für eine Weile blockieren, bis man den Anblick des Exfreunds mit neuer Frau im Arm ertragen kann – und wir wissen beide, dass das noch eine Weile dauern kann. Also: Kein Kontakt. Auf keinen Fall. Überhaupt keinen Kontakt. Keine Ausreden.

2. Kopf und Wohnung entrümpeln:

Man muss ja nicht gleich ganz radikal alles in die Mülltonne schmeißen, aber es hilft ungemein, sämtliche Dinge aus dem Blickfeld zu räumen, die einen an den Übeltäter erinnern. All die Bilder, Geschenke und gemeinsam gekauften Dinge – ab in die Kiste und Deckel drauf. Die nächsten Monate können sie schön gemeinsam auf dem Speicher oder im Keller verbringen, bis sie ihre schwere Bedeutung verloren haben. Das Gleiche gilt übrigens für alles Digitale! Auch hier ist Detox angesagt.

3. Ehrlich zu sich selbst sein:

Hätte, hätte Fahrradkette. All die Wenns, Abers und Wiesos helfen jetzt nicht mehr. Und sei ehrlich, war es zum Schluss nicht so, dass Du auch manchmal ganz klamm heimlich schon über eine Trennung nachgedacht hast? Hat Dich dies und jenes nicht unglaublich an Mr. XY genervt? Habt ihr euch nicht ständig gestritten? Sich auszumalen, wie es theoretisch hätte laufen können, hilft niemandem. Stattdessen darf man ruhig ein bisschen schummeln und sich ganz fest nur an die ganz schlechten Dinge erinnern.

4. Heul doch!

Im Ernst, heulen ist jetzt nicht nur okay, sondern hilfreich. Raus damit. Pro Liter Tränenflüssigkeit schwindet auch ein Kilo seelischen Ballasts. Jetzt sind die Freunde dran zu beweisen, wofür man sie hat, abgesehen von Party und Spaß. Reden, reden und noch mehr reden hilft. Wenn man selbst glaubt, jetzt könne es aber keiner mehr hören, hilft auch aufschreiben. Das lässt sich auch leichter wieder entsorgen, wenn man irgendwann an dem Punkt angekommen ist, an dem einem das ganze Drama rückblickend übertrieben erscheint.

5. Hintern hoch:

Am allerbesten hilft natürlich: Koffer oder Rucksack packen und los. Am besten alleine. Klingt in der jetzigen Verfassung erst einmal einsam, aber man lernt nie so viele neue Leute kennen, wie auf einem Trip allein. Es ist quasi das All-inclusive-Paket der Liebeskummerheilung: Abenteuer, Ablenkung und ein bisschen flirten. Aktiv werden hilft aber auch im kleineren Format: Mach Sport, geh an die frische Luft, melde Dich zu einem Kurs an und lerne etwas Neues. Hauptsache runter von der Couch und raus aus den verheulten Kissen.

6. Iss was!

Schon klar, Liebeskummer ist die beste Diät, man möchte jetzt einfach nichts essen. Es schmeckt nicht, es geht nicht. Aber wenn doch, dann bitte nicht nur Eis und Schokolade und hinterher ein Bier und drei Tequila, so wie man das aus Filmen kennt. Sonst sieht man irgendwann so scheiße aus wie man sich fühlt. Und das wollen wir ja nicht.

7. Sei egoistisch!

Ist das nicht toll? Du hast die Erlaubnis, Dich nur um Dich zu kümmern. Geh zum Friseur, überrede Deine Mädels zu einem Spa-Wochenende, kauf Dir was Schönes, geh feiern, dekoriere Deine Wohnung um. Alles, was Dir guttut, ist erlaubt. Also lass es krachen! Denk nur bitte daran, irgendwann auch wieder damit aufzuhören. Deine Freundinnen und Dein Geldbeutel werden es Dir danken.

8. Übergangsmänner sind mit Vorsicht zu genießen:

Jaja, wissen wir alle: Sich einen Übergangsmann zu nehmen, ist aus Experten-Sicht eher nicht ratsam. Aber nach mehreren Monaten Trübsal hat man sich wirklich genug mit sich selbst auseinander gesetzt und will einfach nur vorankommen. Schließlich sitzt ER sicherlich auch nicht mehr traurig und allein zuhause rum. Wieso also nicht? Es muss ja nur von vornherein klar sein, dass das, was jetzt passiert, nicht in einer Ehe enden wird. (Obwohl: Sag niemals nie…) Männer machen das doch genauso. Und sie wissen warum: Nichts hilft so gut über das Tal der Tränen hinweg, wie neues Herzklopfen.

9. Abwarten:

Wem all das nicht geholfen hat, dem hilft nur eines: Abwarten. An dem Spruch, die Zeit heile alle Wunden, ist schon etwas dran. Manche brauchen nur zwei Wochen, andere haben zwei Jahre an einer Trennung zu knabbern. Aber irgendwann kommt der Tag ganz bestimmt, an dem das Gedankenkarussell von ganz alleine anhält. Ihr werdet es schon merken. Schließlich habt ihr im Leben schon ganz andere Rückschläge überwunden, stimmt’s?

10. Etwas daraus lernen, damit die Qual auch was Gutes hatte:

Mal abgesehen von den vier Kilos, die man ganz nebenbei verloren hat, sollte man überlegen, ob man aus diesen düsteren Zeiten nicht auch etwas mitnehmen kann, dass es beim nächsten Mal erträglicher macht. Hätte man sich im Nachhinein lieber anders verhalten? Was hat den Prozess beschleunigt? War der Typ überhaupt der Richtige?

 

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