Wusstet ihr, dass es über 30 Kusstechniken gibt?

paar beim kuessen
© crocodile / photocase.de

Es gibt ihn doch, DEN Kuss-Experten, der wirklich alles über’s Küssen weiß: William Cane. Er hat dafür 120.000 Menschen aus 19 Ländern befragt, selbst 30 Kusstechniken getestet und schließlich den Weltbestseller „The Art of Kissing“ geschrieben. Seitdem berät er auch lustlose Paare, die wieder auf den Geschmack kommen wollen.

Herr Cane, wie geht der perfekte Kuss?

Der perfekte Kuss stellt eine echte Verbindung her. Er ist leidenschaftlich und liebevoll. Halten Sie die Augen geschlossen, sorgen Sie für frischen Atem, lächeln Sie. 33 Prozent der Frauen stehen auf Bartstoppeln, 40 Prozent mögen volle Bärte. Und alle mögen volle Lippen. Es gibt Menschen, die ihre Lippen mit der Zahnbürste bürsten, um sie besonders zu durchbluten. 67 Prozent der Männer stehen außerdem auf Lippenstift. Und zu guter Letzt: Variieren Sie Ihre Technik.

Haben Sie denn wirklich alle 30 Kusstechniken ausprobiert?

Selbstverständlich!

Mit Ihrer Freundin oder verschiedenen Frauen?

Mit meiner damaligen Partnerin. Ich habe beim Erproben eines Ohrenkusses, bei dem ich etwas an ihrem Ohr geknabbert habe, allerdings zu stark zugebissen, sie hat geblutet und wollte mich daraufhin verklagen. Sie schien eindeutige finanzielle Absichten zu haben.

Ernsthaft?

Ernsthaft. Ich hatte allerdings auch eine Kusstechnik aus der Südsee an ihr ausprobiert, während der man dem Partner die Augenlider anknabbert: den Trobriand Island Kiss.

Ist auch das Ihr Ernst?

Ja. Die Beziehung hielt aber aus vielen anderen Gründen nicht. Jetzt bin ich seit zehn Jahren verheiratet. Auf den Trobriand-Inseln gelten Menschen ohne Wimpern übrigens als schön, weil es zeigt, dass sie begehrt sind. Man reißt sich dort allerdings auch als Teil des Küssens Kopfhaare aus.

Welche Kusstechiken empfehlen Sie, bei der nicht so viel kaputt geht?

Toll ist der Triangle Kiss, also der Dreieckskuss, bei dem man erst den Mund, dann eines der Augen des Partners, dann das andere Auge, dann wieder den Mund küsst. Das schürt Erwartungen beim Geküssten, man erwartet die nächste Berührung – eine gute Sache. Der French Kiss ist, wenn richtig ausgeführt, auch stark: also der Kuss mit der Zunge, zu dem das Feedback der Befragten eindeutig ist. Am Anfang wenig Zunge, kein mechanisches Rein-Raus, langsam anfangen. Männer mögen Frauen, die ihren Mund weit öffnen. Frauen mögen es, wenn sie beim Küssen genug Luft bekommen und wenn der Mann Pausen macht und seine Zunge nicht zu tief in ihrem Mund versenkt.

Wer kommt denn in Ihre Beratung? Eher Männer oder eher Frauen?

Paare. In 95 Prozent der Fälle sind es die Frauen, die die Männer mitschleppen.

Sind Männer die schlechteren Küsser?

Schwer zu sagen, aber ich würde sagen: Ja. Denn sie sehen Küssen oft als Vorspiel zum Sex, während Frauen aus Spaß küssen und daher kreativer und weniger zielorientiert sind.

93 Prozent der Menschen erinnern sich an ihren ersten Kuss. Sie auch?

Klar, ich war 17 und ich habe auf einer Party das schönste Mädchen meines Colleges geküsst. Ich habe sie vorher gefragt, und sie sagte, sie habe einen festen Freund, worauf ich erwiderte, dass wir ihn ja ein bisschen eifersüchtig machen könnten. Der Kuss was übrigens Wahnsinn.

Paare küssen sich anfangs viel, später in der Beziehung weniger. Kann man dagegen ankämpfen, oder muss man das so hinnehmen?

Ich glaube, es ist schwer bis unmöglich, wieder an den Anfangspunkt einer Beziehung zu kommen, einfach weil im Zustand der ersten Verliebtheit die Körperchemie ja total durchdreht. Marilyn Monroe hat mal gesagt, dass man sich beim Küssen einfach jemand anderen vorstellen soll, dann macht es wieder Spaß, ich bin mir aber nicht sicher, ob ich das empfehlen kann. Ich würde eher sagen: Beißen Sie, knabbern Sie, saugen Sie, holen Sie die Luft aus Ihrem Partner raus, schnappen sie sich die Oberlippe, die Unterlippe, lassen sie nichts ungeküsst.

Das Interview ist dem sehr unterhaltsamen Buch „Oh Boy, oh Girl“ entnommen, in dem Männer und Frauen ihre Sicht der Dinge von Pubertät bis Hochzeitsnacht erzählen.

Evelyn Holst, York Pijahn

Oh Boy, oh Girl!

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Männer und Frauen krabbeln nebeneinander durch die Sandkiste, durchtorkeln Seite an Seite die Pubertät und stehen irgendwann in einer gemeinsamen Wohnung. Und dabei sind sie doch vor allem eines: unfassbar unterschiedlich. Sie küssen, essen, leben: anders. Sie fahren anders Auto und kaufen anders ein. Sie werden anders krank, trennen sich anders, werden anders alt. Sie wollen zueinander und bekommen es trotzdem oft nicht hin. Woran das liegt? In "Oh Boy, oh Girl" lassen sich eine Frau und ein Mann tief in die Karten schauen.

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